{"id":26775,"date":"2015-07-14T09:14:36","date_gmt":"2015-07-14T07:14:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775"},"modified":"2015-11-09T12:33:34","modified_gmt":"2015-11-09T11:33:34","slug":"hinweise-des-tages-2414","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/AM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h01\">#ThisIsACoup (Das ist ein Staatsstreich)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h02\">Das wird hart!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h03\">Erpressung Griechenlands <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h04\">Spaltung Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h05\">Deutschland und die Schulden &ndash; Nicht durch eine Austerity-Politik!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h06\">Spanien: &Ouml;konomische Trendwende durch stillen wirtschaftspolitischen Kurswechsel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h07\">Heiner Flassbeck zur Rolle der Medien in der Griechenlandkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h08\">Sigmar Gabriel &ndash; Isch over<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h09\">Zahl der Schulabg&auml;nger ohne Abschluss bleibt gleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h10\">Erbschaftssteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h11\">Bertelsmann-Stiftung macht weiter Lobbyarbeit zu TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h12\">Massaker in Srebrenica Falsche Mythen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h13\">Strategische Kommunikation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h14\">Rechte Milizen werden zur Bedrohung f&uuml;r Kiew<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h15\">Das Letzte &ndash; Dieter Nuhr hat recht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775#h16\">Das Allerletzte: Warum ein Nobelpreistr&auml;ger auf Deutschland losgeht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26775&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>#ThisIsACoup (Das ist ein Staatsstreich)<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Heiner Flassbeck: Was ist geschehen?<\/strong><br>\nViele Leser fragen entsetzt, was jetzt geschehen ist, vor allem stellt sich die Frage, wie der griechische Ministerpr&auml;sident diesem Paket zustimmen konnte. Nun ja, wenn jemand eine Pistole am Kopf hat, ist er zu manchem bereit. Ich vermute, in Griechenland gibt es unglaublich viel Wut, aber am Ende wird auch das griechische Parlament seiner eigenen Entmachtung zustimmen. Wir haben das schon einmal erlebt, das Land hie&szlig; Zypern und die Ergebnisse waren genauso katastrophal.<br>\nGriechenland hat gar keine Wahl, weil es den Grexit als einfache Alternative nicht gibt, weil die Regierung kein Mandat dazu hat und weil sich kein neugew&auml;hlter junger Regierungschef dieser Welt vorstellen kann, die Verantwortung f&uuml;r eine solche Operation zu &uuml;bernehmen.<br>\nIch will nicht auf Einzelheiten dieses Paktes eingehen. Es lohnt sich nicht, weil es um Einzelheiten einfach nicht geht. Dieses Paket, wie alle in den letzten f&uuml;nf Monaten diskutierten Pakete, ist ein Restriktionspaket. Es wird die griechische Wirtschaft weiter abst&uuml;rzen lassen, wenn nicht ein Wunder geschieht&hellip;.<br>\nWas wir gestern und heute erlebt haben, ist in der Tat ein historischer Moment. Man wird sich an diesen Tag erinnern als den Tag, an dem eine bornierte und starrsinnige deutsche Politik in einer Weise Europa aufgezwungen wurde, die so viel Widerstand bei den Menschen in Europa und in der ganze Welt hervorgerufen hat, dass Europa von da an nur noch eine Schim&auml;re war. Eine Vorstellung n&auml;mlich von der Zusammenarbeit der V&ouml;lker und einem fairem Umgang untereinander, die im W&uuml;rgegriff der deutschen Restriktionspolitik erstickt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/was-ist-geschehen\/%20%20\">flassbeck-economics<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Frage ist, ob das geneigte Publikum die historische Dimension des Geschehens wirklich begreift? Wir erleben gerade das Ende eines demokratischen Europas. Merkel, Sch&auml;uble und ein sogenannter Vize-Kanzler haben eine demokratisch gew&auml;hlte Regierung eines EU-Mitgliedlandes durch brutale Erpressung in die Knie gezwungen. Das ist  auch das Ende der Hoffnung mit der Syriza k&ouml;nne sich eine politische Bewegung der neoliberalen Irrsinns-Ideologie entgegenstemmen. Die Annahme des &bdquo;Reformpaketes&ldquo; wird die Regierung Tsipras politisch nicht &uuml;berleben. Auch dieses Ziel wurde somit erreicht. Griechenland ist das Chile Europas. Der 13. Juli 2015 wird als einer der schw&auml;rzesten Tage Europas in die j&uuml;ngere Geschichte eingehen. Ein europ&auml;isches Land wird zu einem Protektorat herabgew&uuml;rdigt.<\/em><br>\n<em>Obwohl Tsipras vor der nackten Gewalt durch die Androhung eines Grexits bedingungslos kapitulieren musste und letztendlich die gnadenlose neoliberale Austerit&auml;tspolitik fortsetzen und der griechischen Bev&ouml;lkerung neue Entbehrungen aufb&uuml;rden muss, ist ihm kein Vorwurf zu machen. Ein Grexit h&auml;tte vermutlich Griechenland ins Chaos gest&uuml;rzt und die Not der Bev&ouml;lkerung noch einmal potenziert. F&uuml;r keine Regierung, die noch einen Funken Verantwortungsgef&uuml;hl  gegen&uuml;ber den B&uuml;rgern ihres Landes besitzt, h&auml;tte dies eine Option sein k&ouml;nnen. Man darf gespannt sein, wer nun aus den korrupten Reihen der PASOK und ND den Kollaborateur f&uuml;r Merkel und Sch&auml;uble spielen wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Verrat an der europ&auml;ischen Idee<\/strong><br>\nWas die Staats- und Regierungschefs der Eurozone an diesem Montagmorgen beschlossen haben, das stellt zum gr&ouml;&szlig;ten Teil die Fortsetzung einer gescheiterten &ldquo;Rettungspolitik&rdquo; dar. Einer Politik, die auf zwei S&auml;ulen ruht: erstens der Ideologie vom Sanieren durch nichts als Sparen. Und zweitens dem Vorrang nationaler Interessen vor dem Aufbau einer echten Europ&auml;ischen Union&hellip;<br>\nEs gibt also Schuldige an der Misere, und die sitzen auch, aber keineswegs nur in Athen. Niemand pl&auml;diert daf&uuml;r, das alte Spielchen weiter zu spielen. Schon gar nicht Alexis Tsipras. Er bezweifelt im &uuml;brigen auch, dass es sinnvoll ist, astronomische Milliardenbetr&auml;ge an neuen Krediten aufzunehmen (nichts anderes sind die jeweiligen &ldquo;Hilfsprogramme&rdquo;), um alte Kredite abzul&ouml;sen. Was die Schuldenlast um keinen einzigen Cent senken wird. Diese Politik verl&auml;ngert das Leben des griechischen Staates am Rande der Pleite immer weiter&hellip;<br>\nEuropa wird zerbrechen, und es wird zur Beute nationalistischer Populisten werden, wenn nicht endlich die demokratischen Kr&auml;fte ein funktionierendes Modell entwickeln. Wer den Euro nicht scheitern sehen will, muss aufh&ouml;ren, ihn zum Mittel nationaler Interessen zu machen, wie Deutschland das von Anfang an getan hat&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/aktuelle-kommentare\/griechenland--rettung--verrat-an-der-europaeischen-idee,30085308,31210264.html\">Stephan Hebel in der FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman: Die Vernichtung des europ&auml;ischen Projekts<\/strong><br>\nAngenommen, man hielte Tsipras fu&#776;r eine inkompetente Flasche. Angenommen, man wolle Syriza gerne entmachtet sehen. Selbst angenommen, man begru&#776;&szlig;te die Aussicht, die &auml;rgerlichen Griechen aus dem Euro dr&auml;ngen zu k&ouml;nnen. Selbst wenn all das zutr&auml;fe, w&auml;re die Liste der Forderungen der Eurogruppe ein Wahnsinn. Der aktuelle Hashtag ThisIsACoup sieht das ganz richtig. Das ist jenseits von harsch und die reine Rachsucht, eine totale Zerst&ouml;rung der nationalen Hoheitsgewalt ohne jede Hoffnung auf Erleichterung. Das mag als Angebot gedacht sein, das Griechenland nicht annehmen kann, aber auch so ist es ein grotesker Verrat an allem, wofu&#776;r das europ&auml;ische Projekt angeblich stehen sollte.<br>\nGibt es noch irgendetwas, das Europa vom Rand des Abgrunds retten kann? Es wird gemunkelt, dass Mario Draghi wieder etwas Vernunft in das Ganze zu bringen versucht, und dass Hollande endlich ein bisschen von dem Widerstand gegen Deutschlands moralstu&#776;ckartige Wirtschaftspolitik aufbringt, den er bisher so sehr hat vermissen lassen. Aber ein Gro&szlig;teil des Schadens ist bereits angerichtet. Wer wird jetzt noch jemals wieder auf Deutschlands gute Absichten vertrauen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2015\/07\/12\/killing-the-european-project\/\">The New York Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Politik des Staatsstreichs<\/strong><br>\nMit einer beispiellosen Machtdemonstration hat Berlin die Regierung Griechenlands gedem&uuml;tigt, an den Rand des Zusammenbruchs getrieben und Athen seiner Souver&auml;nit&auml;t in zentralen Bereichen staatlichen Handelns beraubt. Dies ist das Resultat des Eurogruppen-Gipfels, der am heutigen Montag zu Ende gegangen ist. Wie aus Br&uuml;ssel berichtet wird, erh&auml;lt Griechenland nicht den ben&ouml;tigten Schuldenschnitt, sondern muss mit einem neuen &ldquo;Hilfsprogramm&rdquo; aus Br&uuml;ssel vorlieb nehmen. Um es zu erhalten, muss Athen in Zukunft wichtige politische Entscheidungen zun&auml;chst Vertretern von EU, EZB und IWF vorlegen, bevor es das eigene Parlament &uuml;berhaupt mit ihnen befasst. Griechenland wird damit de facto zu einer Art Protektorat nicht demokratisch gew&auml;hlter Finanzinstitutionen. Griechenlands Parlament soll nun zentralen Forderungen ultimativ binnen zweier Tage zustimmen; andernfalls droht dem Land der vollst&auml;ndige Kollaps. Die Beschl&uuml;sse der Eurogruppe entsprechen weitestgehend deutschen Vorstellungen. Forderungen insbesondere aus Frankreich, die eine Erleichterung f&uuml;r Athen bedeutet h&auml;tten, wurden s&auml;mtlich von Berlin kalt abgeschmettert. In der griechischen Hauptstadt werden inzwischen Neuwahlen in Aussicht gestellt. Man k&ouml;nne den deutschen Zumutungen nicht zustimmen, erkl&auml;rt Arbeitsminister Panos Skourletis. Bereits gestern Abend hatten prominente US-&Ouml;konomen den deutschen Kurs aufs Sch&auml;rfste verurteilt und festgestellt, Berlin ziele faktisch auf einen Staatsstreich in Athen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59158\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Das ist ein Putsch gegen die alte BRD<\/strong><br>\nEs hat unendlich viel Arbeit im Grossen und Kleinen und viel Geld der USA gekostet, um nach 1945 mit den anderen Staaten Europas wieder so weit ins Reine zu kommen, dass sie sich auf eine Zusammenarbeit mit Deutschland eingelassen haben. Adenauer in Moskau, Brandt in Warschau, das sind nur die bekanntesten Beispiele daf&uuml;r, wie man fr&uuml;her die Sache angepackt hat: Dem&uuml;tig. &Uuml;berhaupt nicht als Herrenmensch&hellip;<br>\nJetzt hat eine Boulevardzeitung Merkel mit einer Pickelhaube gekr&ouml;nt und das europ&auml;ische Volk lernt gerade, was &bdquo;die heimliche Herrscherin Europas&ldquo; in der Realit&auml;t bedeutet: Ultimaten, um &uuml;berhaupt in Verhandlungen einzusteigen und Gesetze, die in Br&uuml;ssel geschrieben werden, und in drei Tagen durch das Parlament der Griechen gebracht werden sollen. Nur um &bdquo;Vertrauen herzustellen&ldquo;. Wie dem&uuml;tigend die Verhandlungen dann selbst ausgehen, ist unklar.<br>\nF&uuml;r geschichtsbewusste Deutsche ist es diesmal schwierig, eine formsch&ouml;ne Antwort zu finden, wenn andere L&auml;nder morgen Begriffe wie &bdquo;Kanonenbootpolitik&ldquo; verwenden. Oder &bdquo;M&uuml;nchner Abkommen&ldquo;. Oder daran erinnern, dass Anweisungen f&uuml;r zu erlassende Gesetze in anderen L&auml;ndern zumindest in Westeuropa aus gutem Grund nach 1945 nicht mehr &uuml;blich sind&hellip;<br>\n &bdquo;Vertraut uns&ldquo;, war das Credo der deutschen Europapolitik der letzten 70 Jahre. &bdquo;Befolgt unsere Anweisungen, wenn ihr wollt, dass wir euch vertrauen&ldquo;, ist das neue Motto, und leider &auml;hnelt es dem, was davor unter dem Joch der Deutschen in Konflikten &uuml;blich war&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/stuetzen\/2015\/07\/13\/das-ist-ein-putsch-gegen-die-alte-brd-5404\/\">Frankfurter Allgemeine Blogs<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider absolut wahr, wir erleben gerade etwas, was man 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Nazi-Barbarei nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten h&auml;tte. Der Hass und die Hetze, die von den deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; und Politikern in den letzten Wochen gegen Griechenland verbreitet wurde, hat jedes Ma&szlig; &uuml;berschritten und ist von einer v&ouml;lligen Kaltschn&auml;uzigkeit speziell gegen&uuml;ber dem Leid und der Not der griechischen Bev&ouml;lkerung gekennzeichnet. Nicht minder ersch&uuml;tternd, dass die Mehrheit der Deutschen wieder einmal jenen widerspruchslos folgt, die Hass und Verachtung gegen&uuml;ber anderen Nationen predigen. Ist Merkel, Sch&auml;uble und ihrem Vize-Kanzler genannten Erf&uuml;llungsgehilfen &uuml;berhaupt bewusst, was sie hier anrichten? Wer konnte ahnen, dass man sich je wieder f&uuml;r eine deutsche Regierung sch&auml;men muss.<\/em><br>\n<em>Treffend auch der Hinweis auf die Nazi-Kollaborateure Finnland und der baltischen Staaten, deren Regierungen ja von den deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; gerne zitiert werden, wenn es um eine harte Haltung gegen Griechenland geht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Leider auch nur im Feuilleton, w&auml;hrend unter Politik &amp; Wirtschaft ernsthaft von einem Kompromiss gefaselt wird, der f&uuml;r Griechenland vorteilhaft w&auml;re. Ach ja: Regeln m&uuml;ssen beachtet werden, sonst geht das mit der EU ganz schlimm aus! Wer sich heute fragt, wie ein ganzes Volk zu Nazis, zu Helfern und zu Helfershelfern von Nazis werden konnte, bekommt zurzeit instruktiven Geschichtsunterricht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Twitter-Gewitter gegen Merkel und Sch&auml;uble<\/strong><br>\nBeinahe im Minutentakt feuert Jeffrey Sachs gerade Tweets ab. Das Ziel: Die deutsche Regierung und ihre &ndash; nach Meinung vieler US-&Ouml;konomen &ndash; verfehlte Griechenland-Politik. Jeffrey Sachs ist w&uuml;tend auf Wolfgang Sch&auml;uble. Richtig w&uuml;tend. Man muss dazu nur verfolgen, was der amerikanische &Ouml;konom am Sonntag auf Twitter verbreitet, w&auml;hrend in Br&uuml;ssel die Euro-Gruppe um die Griechenland-Rettung ringt. Es ist eine ganze Serie von Tweets, und sie haben nur ein Thema: Wie Deutschland &ndash; und vor allem Sch&auml;uble &ndash; die Krise&nbsp;handhabt. &ldquo;Ich habe so etwas noch nie gesehen&rdquo;, schreibt Sachs, einer der bekanntesten Wirtschaftswissenschaftler der Welt in einem seiner Tweets. Sch&auml;uble sei absolut gegen Griechenland, sein Verhalten v&ouml;llig&nbsp;irrational.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/streit-um-griechenland-politik-twitter-gewitter-gegen-merkel-und-schaeuble-1.2563170\">Ulrich Sch&auml;fer in der SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das wird hart!<\/strong><br>\nWer sich heute in den Stra&szlig;en von Athen umh&ouml;rte, traf auf ratlose Menschen: &ldquo;Drei Mal so schlimm wie erwartet&rdquo;, so kommentiert eine arbeitslose Akademikerin das mit Br&uuml;ssel ausgehandelte Spar- und Reformprogramm. Nikos, ein Arbeitnehmer, prophezeiht Massenentlassungen.<br>\nFotis Bellos starrt auf die Titel der griechischen Presse. Auf den Zeitungen ist Alexis Tsipras abgebildet, daneben &Uuml;berschriften wie &ldquo;EURO THRILLER&rdquo; oder &ldquo;Deutschland zerst&ouml;rt wieder Europa&rdquo;.<br>\nDer Rentner f&uuml;rchtet, dass das griechische Schuldenproblem mit der Einigung auf die n&auml;chsten Generationen &uuml;bertragen wird.<br>\n&ldquo;Was ich meine: Unsere Enkel werden zahlen. Und wenn ich sehe, dass die Europ&auml;ische Kommission, wann immer sie will, hier oder in Luxemburg ist, das ist das Schlimmste f&uuml;r Griechenland. Das Land ist reich, es hat Tourismus und &Ouml;lvorkommen. Privatisierungen sind der Tod f&uuml;r Griechenland.&rdquo;<br>\nEr h&auml;lt ein Dutzend Zettel in der Hand. Bezahlte Stromrechnungen von fast 1000 Euro, sagt er. &Uuml;ber 15 Wohnungen geh&ouml;ren ihm in Athen, die er vermietet. Er selbst hat sein Geld nach Deutschland gebracht, bef&uuml;rwortet aber trotz aller Schwierigkeiten, dass Tsipras Reformen doch zugestimmt hat:<br>\n&ldquo;Es ist besser so. M&uuml;ssen wir nicht zur&uuml;ckzahlen? Wir haben unsere Rechnungen nicht beglichen. Wir haben so viel gefressen. Das Volk muss jetzt zahlen, der Grieche hat noch Fett, er hat noch Geld.&rdquo;<br>\n&ldquo;Wir werden arbeiten, um zu zahlen&rdquo;<br>\nEin paar Stra&szlig;en weiter im Zentrum Athens sitzt Irini Papadimitriou auf einer wei&szlig;en Marmorplatte, dreht sich eine Zigarette. Sie ist entt&auml;uscht vom Ergebnis der Verhandlungen und stellt sich auf harte Zeiten ein.<br>\n&ldquo;Verglichen mit allem, was h&auml;tte rauskommen k&ouml;nnen, ist es mindestens drei Mal so schlimm. Wir werden sehr leiden, aber wir k&ouml;nnen ja nichts machen. Wir werden arbeiten, um zu zahlen. Falls wir Arbeit haben.&rdquo;<br>\nDie 36-J&auml;hrige ist studierte Kommunikationswissenschaftlerin und lebt von 340 Euro Arbeitslosengeld im Monat. Sie ist entt&auml;uscht von  Alexis Tsipras, der noch im Wahlkampf ganz andere Dinge versprochen hatte.<br>\n&ldquo;Er ist eingeknickt. Weil wenn er als Chef einer linken Regierung ein Referendum macht und sagt: Ich mache das, was das Volk will und ich zerrei&szlig;e die Spardiktate, wenn er uns so etwas verspricht, dann ist es doch glasklar: Er ist eingeknickt.&rdquo;<br>\nDer junge Nikos Voultsos mit Glatze und dunklem Vollbart, klebt sich einen &ldquo;OXI-Sticker&rdquo; auf seine Brust. NEIN zur Einigung steht drauf.<br>\n&ldquo;Diese Einigung ist eine Katastrophe f&uuml;r die Griechen und f&uuml;r alle Arbeitnehmer. Es sind Massenentlassungen, Rentenk&uuml;rzungen, erh&ouml;hte Steuern &ndash; es ist die Fortsetzung der politischen Barbarei der letzten Jahre, die uns erst hier her gebracht hat.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/reformprogramm-in-griechenland-das-wird-hart.2165.de.html?dram:article_id=325332\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Erpressung Griechenlands<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Yanis Varoufakis full transcript: our battle to save Greece <\/strong><br>\nThe full transcript of the former Greek Finance Minister&rsquo;s first interview since resigning.<br>\nYV: &hellip;But the inside information one gets&hellip;&nbsp;to have your worst fears confirmed &hellip; To have &ldquo;the powers that be&rdquo; speak to you directly, and it be as you feared &ndash;&nbsp;the situation was worse than you imagined! So that was fun, to have the front row seat&hellip;<br>\nThe complete lack of any democratic scruples, on behalf of the supposed defenders of Europe&rsquo;s democracy. The quite clear understanding on the other side that we are on the same page analytically &ndash; of course it will never come out at present. [And yet] To have very powerful figures look at you in the eye and say &ldquo;You&rsquo;re right in what you&rsquo;re saying, but we&rsquo;re going to crunch you anyway.&rdquo;&hellip;<br>\nYou put forward an argument that you&rsquo;ve really worked on &ndash; to make sure it&rsquo;s logically coherent &ndash; and you&rsquo;re just faced with blank stares. It is as if you haven&rsquo;t spoken. What you say is independent of what they say. You might as well have sung the Swedish national anthem &ndash; you&rsquo;d have got the same reply&hellip;.<br>\nSch&auml;uble was consistent throughout. His view was &ldquo;I&rsquo;m not discussing the programme &ndash; this was accepted by the previous government and we can&rsquo;t possibly allow an election to change anything. Because we have elections all the time, there are 19 of us, if every time there was an election and something changed, the contracts between us wouldn&rsquo;t mean anything.&rdquo;<br>\nSo at that point I had to get up and say &ldquo;Well perhaps we should simply not hold elections anymore for indebted countries&rdquo;, and there was no answer. The only interpretation I can give [of their view] is &ldquo;Yes, that would be a good idea, but it would be difficult to do. So you either sign on the dotted line or you are out.&rdquo;&hellip;<br>\nI was warning the Cabinet this was going to happen [the ECB shut our banks] for a month, in order to drag us into a humiliating agreement. When it happened &ndash; and many of my colleagues couldn&rsquo;t believe it happened &ndash; my recommendation for responding &ldquo;energetically&rdquo;, let&rsquo;s say, was voted down&hellip;..<br>\nBut I&rsquo;m not going to betray my own view, that I honed back in 2010, that this country must stop extending and pretending, we must stop taking on new loans pretending that we&rsquo;ve solved the problem, when we haven&rsquo;t; when we have made our debt even less sustainable on condition of further austerity that even further shrinks the economy; and shifts the burden further onto the have nots, creating a humanitarian crisis. It&rsquo;s something I&rsquo;m not going to accept. I&rsquo;m not going to be party to.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.newstatesman.com\/world-affairs\/2015\/07\/yanis-varoufakis-full-transcript-our-battle-save-greece%20\">NewStatesman<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein hochinteressantes und vermutlich sehr ehrliches Interview, das einen tiefen Einblick in den Politikbetrieb auf europ&auml;ischer Ebene und das Verhalten z.B. von Sch&auml;uble erlaubt. Wenn wir es schaffen, werden wir das Interview &uuml;bersetzen, <a href=\"http:\/\/vineyardsaker.de\/analyse\/unsere-schlacht-griechenland-zu-retten-interview-mit-varoufakis\/\">einen Eindruck auf deutsch siehe hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ausverkauf binnen 17 Stunden<\/strong><br>\nAlles was die Griechen mit dem Referendum abgelehnt hatten, wurde heute Tsipras endlich aufgezwungen. Mehr noch: Nach dem Eurogipfel gleicht das Land nun einem Protektorat der M&auml;rkte. Egal was Alexis Tsipras und seine Regierungsmitglieder auch sagen und besch&ouml;nigen werden, der 17 St&uuml;ndige Gipfel-Marathon von Sonntag auf Montagmorgen war eine totale, ja vernichtende Niederlage f&uuml;r ihn und Syriza. Erst im Januar war das Linksb&uuml;ndnis mit dem Mandat der Griechen angetreten, um die Memoranden und die Austerit&auml;tspolitik der Troika zu beenden. Seitdem scheint eine Ewigkeit Vergangen zu sein, in der sich aber die Partei und ihre einst progressive Dynamik unter den M&uuml;hlen der Troika im Zeitraffer abgenutzt haben. Zur&uuml;ckgekehrt ist Syriza nun mit einer versch&auml;rften Dosis genau jener Politik, die sie bek&auml;mpfen wollte.<br>\nSyriza war auch angetreten, um Griechenland ein Gef&uuml;hl von W&uuml;rde und Souver&auml;nit&auml;t zur&uuml;ckzugeben, die Quittung ist ein beispielloser Akt der Dem&uuml;tigung. Freilich war dies alles bereits im Vorfeld zu erwarten. Doch bei allen taktischen und strategischen Fehlern, welche die junge Partei und ihre Verhandlungsf&uuml;hrer auch gemacht haben m&ouml;gen, kann man ihr die Verantwortung f&uuml;r dieses Desaster nicht einmal zur Last legen. Tsipras, Varoufakis und Euklid Tsakalotos hatten keine Chance und keine Wahl &ndash; denn auch den Grexit will die Mehrheit der Griechen nicht.<br>\nDer &bdquo;Kompromiss&ldquo;, der auf dem EU-Gipfel ausgehandelt wurde, spottet jeder Beschreibung. Nein, das war kein Kompromiss, das war psychologische Folter, ein stundenlanges Weichklopfen Tsipras&lsquo;, eine Erpressung. Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis wusste, warum er zur&uuml;cktrat &ndash; und man bekommt nun langsam eine Vorstellung davon, was er mit den Umschreibungen &bdquo;fiskal-waterboarding&ldquo; und &bdquo;&ouml;konomischen Terrorismus&ldquo; meinte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2015\/07\/13\/griechenland-eurogipfel-ausverkauf\/\">Le Bohemien<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung hat Syriza erpresst<\/strong><br>\nDie beiden stellvertretenden Linken-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht haben der Bundesregierung vorgeworfen, die von Alexis Tsipras gef&uuml;hrte griechische Regierung &ldquo;gnadenlos erpresst&rdquo; zu haben. &ldquo;Dass Syriza diesem Diktat trotzdem zustimmt, ist nicht ihr freier Wille&rdquo;, hei&szlig;t es in einer politischen Bewertung der beiden Politiker zum von der EU geplanten neuen Rettungspaket.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/griechenland-krise-linke-bundesregierung-hat-syriza-erpresst\/12047240.html\">Tagesspiel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Spaltung Europas<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Sch&auml;ubles Griechenland-Diplomatie: Europas R&uuml;ckfall<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat an einem einzigen Wochenende siebzig Jahre Nachkriegsdiplomatie zunichte gemacht. Der Vorschlag eines vor&uuml;bergehenden Austritts von Griechenland als Druckmittel w&auml;hrend des Marathongipfels vom Wochenende war am Ende der Hebel f&uuml;r eine Kapitulation Griechenlands. Wolfgang Sch&auml;ubles Taktik hatte einen gro&szlig;en Sieg errungen &ndash; ganz im Sinne von Michel Foucault, der die Politik in Umkehrung des ber&uuml;hmten Clausewitz-Zitats als &ldquo;Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln&rdquo; verstand.<br>\nWas am Wochenende in Br&uuml;ssel passierte, war die R&uuml;ckkehr Europas zur&uuml;ck zu Machtgef&uuml;gen des 19. und fr&uuml;hen 20. Jahrhunderts, in denen der St&auml;rkere dem Schw&auml;cheren seinen Willen aufzwang. Es war nebenbei auch der Anfang vom Ende der W&auml;hrungsunion. Sie ist zu einem festen System mit gemeinsamem Zahlungsmittel und ohne gemeinsamer Politik degradiert.<br>\nGriechenland muss jetzt nicht nur die Sparma&szlig;nahmen erf&uuml;llen, die es im Referendum vor einer Woche ablehnte. Es muss alle verpassten Reformen der Vergangenheit umsetzen, auch solche, die selbst in Deutschland nicht diskutierbar w&auml;ren, wie eine vollst&auml;ndige Abschaffung der Ladenschlusszeiten, das Ende der Privilegien gesch&uuml;tzter Berufsst&auml;nde oder das Ende des Tarifmonopols. Selbst konservative griechische Parteien haben diese Reformen in der Vergangenheit abgelehnt.<br>\nWas Deutschland und die anderen Kreditgeber Athen da aufdr&auml;ngen, ist so extrem, dass man nicht nur in Griechenland schockiert ist. Es wird einige Tage dauern, bis man dort die Ereignisse des Wochenendes verdaut hat.<br>\nF&uuml;r das, was jetzt beschlossen wurde, gibt es in Griechenland niemanden, der inhaltlich dahintersteht. Es ist das Programm einer feindlichen ausl&auml;ndischen Macht.<br>\nDie politische Konsequenz der Vereinbarung ist eine Besch&auml;digung von Premierminister Alexis Tsipras. Ich nehme an, auch das war das Ziel der deutschen Verhandlungsstrategie. Drei weitere Jahre der Sparpolitik, der Rezession, der weiter steigenden Arbeitslosigkeit wird politische Spuren hinterlassen. F&uuml;r Leute, die in Europa oder in den USA eine keynesianische Wirtschaftspolitik bef&uuml;rworten, bleibt in Griechenland nur noch die Wahl zwischen der Kommunistischen Partei und der rechtsradikalen Partei Goldene Morgenr&ouml;te.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/wolfgang-schaeubles-diplomatie-ist-rueckfall-in-alte-zeit-kolumne-a-1043404.html\">Wolfgang M&uuml;nchau auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Will Angela Merkel die EU spalten?<\/strong><br>\nPapier des Bundesfinanzministers l&ouml;ste in einigen Mitgliedsl&auml;ndern am Wochenende Best&uuml;rzung aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel will einen &ldquo;karthagischen Frieden&rdquo;, schrieb am Sonntag die Washington Post. Es reiche nicht, dass Athen sich unterordnet, es m&uuml;sse auch noch gedem&uuml;tigt werden. Tats&auml;chlich liest sich der Wortlaut des Papiers, das Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble am Wochenende mit offensichtlicher R&uuml;ckendeckung durch die Bundeskanzlerin als Antwort auf die j&uuml;ngsten Vorschl&auml;ge der Athener Regierung herumschickte, genau so.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Will-Angela-Merkel-die-EU-spalten-2748538.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum noch f&uuml;r Europa k&auml;mpfen?<\/strong><br>\nAuch auf dem Theaterfestival in Avignon ist Griechenland eines der bestimmenden Themen. Es werden Fragen gestellt und Antworten gesucht, auf und neben den B&uuml;hnen. So fordert der franz&ouml;sische Philosoph Alain Badiou zum Widerstand gegen ein rein &ouml;konomisch strukturiertes System auf. Auch Festival-Direktor Olivier Py scheut die klare Meinung nicht.<br>\nAlain Badiou lernte als Sohn eines R&eacute;sistance-K&auml;mpfers sehr fr&uuml;h das Vertrauen in die grunds&auml;tzliche Ver&auml;nderbarkeit der Welt, und setzt es hier gegen eine &ouml;konomisch strukturierte und als feststehend behauptete Ordnung der Dinge. Sie korrumpiere unsere F&auml;higkeit, die Wirklichkeit von ihren Maskierungen zu unterscheiden und ihren Kern in den Blick zu bekommen. Gemeint ist damit ein Moment der Erkenntnis, die allein die Erfahrung des Gl&uuml;cks erm&ouml;gliche. Badiou prangert die &ldquo;subjektive Unterwerfung unter eine Realit&auml;t an, von der die &Ouml;konomie prahlt, die letzte Weisheit zu sein&rdquo;.<br>\n&ldquo;Das Problem entsteht dadurch, dass das griechische Volk sagt: Wir wollen die Sparpolitik nicht und die anderen Europ&auml;er sagen: Die m&uuml;sst ihr aber wollen. Und wenn ihr mit eurem Nein weitermacht, dann werdet ihr schon sehen, was passiert. Es wird gedroht. Was passiert mit Menschen, die die freiwillige Unterwerfung ablehnen? Keiner kann das derzeit besser beantworten als die Griechen.&rdquo;<br>\nW&auml;hrend Alain Badiou versucht, seine Philosophie mit konkreter Zeitgeschichte zu synchronisieren, geht Festivaldirektor Olivier Py einen Schritt weiter. Er opponiert offen gegen den immer wieder als Option gehandelten Grexit. &ldquo;Wenn Europa nur ein profitorientiertes Arrangement zwischen Banken ist, von dem die V&ouml;lker nichts haben, was hat Europa dann f&uuml;r einen Sinn? Wenn wir Griechenland aufgeben, warum sollten wir dann noch f&uuml;r Europa k&auml;mpfen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechenland-in-avignon-warum-noch-fuer-europa-kaempfen.691.de.html?dram:article_id=325341\">deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Regierung als Totengr&auml;berin Europas<\/strong><br>\nDie deutsche Regierung zerst&ouml;rt Europa. Mit ihrer Forderung nach einer bedingungslosen Unterwerfung Griechenlands unter das Austerit&auml;tsdiktat werden Sch&auml;uble, Merkel und Gabriel zu den Totengr&auml;bern Europas. Aus der europ&auml;ischen Idee einer immer intensiver werdenden Gemeinschaft macht die Bundesregierung ein Monstrum aus sozialem Kahlschlag und Demokratieabbau. Jeder Versuch einer Alternative zur Kaputtsparpolitik wird mit Gewalt unterbunden. Mit Recht sprach einer der griechischen Verhandler in Br&uuml;ssel von einer an den Kopf gehalten Pistole.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/deutsche-regierung-als-totengraeberin-europas\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Europ&auml;ische Presseschau: &ldquo;Br&uuml;ssel legt Athen auf die Folterbank&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Die Vorteile einer Einigung &uuml;berwiegen die Nachteile&rdquo;, sagte Angela Merkel nach einer Nacht ohne Schlaf. Die Bundeskanzlerin bewertete das Ergebnis der Verhandlungen in Br&uuml;ssel mit ihrem griechischen Kollegen Alexis Tsipras und den Regierungschefs der &uuml;brigen 17 Eurol&auml;nder als positiv. Auch eine Reihe anderer Regierungschefs &auml;u&szlig;erten sich erleichtert, dass es am Ende doch noch eine Einigung gegeben hat, die Griechenland erlauben soll, im Euro zu bleiben.<br>\nAber wie ist die Einsch&auml;tzung des Kompromisses in den &uuml;brigen L&auml;ndern der Eurozone? Wie bewerten die nationalen Zeitungen dort die Einigung, f&uuml;r die die Regierungschefs 17 Stunden verhandelt haben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-07\/griechenland-grexit-europa-deutschland-merkel-schaeuble-presseschau\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist zu hoffen, dass es den anderen europ&auml;ischen Nationen langsam d&auml;mmert, dass ihnen das gleiche Schicksal wie Griechenland bl&uuml;hen kann, wenn Sie es wagen sollten von der deutschen neoliberalen Agenda abzuweichen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung AT:<\/strong> Nach dem Wochenende muss man sagen: Nicht nur &#8234;Russland stellt das &bdquo;Recht des St&auml;rkeren gegen die St&auml;rke des Rechts&ldquo;. Angela Merkel, die diesen Satz pr&auml;gte, tut es auch, wenn aus ihrer Sicht die Vorteile die Nachteile &uuml;berwiegen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutschland und die Schulden &ndash; Nicht durch eine Austerity-Politik!<\/strong><br>\nR&uuml;ckblick auf die Londoner Schuldenkonferenz 1953, als Deutschland die Reparationszahlungen los wurde und seine Schuldenlast erheblich reduzieren konnte. Die Gl&auml;ubiger hatten politische Gr&uuml;nde&hellip;<br>\nEs hat also an gewaltigen Schuldenschnitten nicht gefehlt. Dennoch kann man nicht sagen: &bdquo;Deutschland hat nie bezahlt&ldquo;, wie das Interview mit Thomas Piketty in der &bdquo;Zeit&ldquo; &uuml;berschrieben ist. Reparationen hat die Bundesrepublik nicht zahlen m&uuml;ssen. Die Londoner Schuldenkonferenz hatte sie n&auml;mlich ausgeklammert. Daf&uuml;r steht der ber&uuml;hmte Artikel 5, Absatz 2 des Schuldenabkommens. Er verwies alle Forderungen von Staaten oder Staatsangeh&ouml;rigen, was Reparationszahlung anging, auf die Regelungen eines noch zu formulierenden Friedensvertrages.<br>\nZu dem kam es bis heute nicht. Der Artikel 5, Absatz 2 diente Jahrzehnte lang als Argument zur Abweisung von Entsch&auml;digungsleistungen. Die Gl&auml;ubigerl&auml;nder hatten sich darauf eingelassen, weil Abs immer wieder darauf hingewiesen hatte, dass die Reparationsverpflichtungen der Weimarer Republik Deutschland Hitler in die Arme getrieben habe&hellip;.<br>\nIn seiner schon zitierten Rede erkl&auml;rte Hermann Josef Abs: &bdquo;Nicht durch Einschr&auml;nkung des Handels, der Produktion, des Verbrauchs und nicht durch eine Austerity-Politik kann das Problem unserer Transferverpflichtungen gel&ouml;st werden.&ldquo;<br>\nDie deutsche Regierung konnte zwar in London viel herausschlagen. So setzte sie gegen die Alliierten durch, dass die deutsche Wirtschaft durch den Schuldendienst nicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden durfte. Das war eines der Kriterien, denen der Schuldenabbau untergeordnet werden musste. Die Schulden wurden erheblich gek&uuml;rzt und endlos gestreckt. Was darauf hinauslief, dass Deutschland nie mehr als f&uuml;nf Prozent seiner Staatsausgaben zur Bezahlung dieser Schulden aufwenden musste.<br>\nDas gro&szlig;e Entgegenkommen der Gl&auml;ubiger hatte einen wichtigen Grund: den Kalten Krieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/deutschland-und-die-schulden-nicht-durch-eine-austerity-politik-,1472786,31194658.html\">Arno Widmann in der FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Spanien: &Ouml;konomische Trendwende durch stillen wirtschaftspolitischen Kurswechsel<\/strong><br>\nDie spanische Wirtschaft gilt einmal mehr als Vorzeigemodell: Harte Spar- und Reformpolitik sei f&uuml;r das neuerdings &uuml;berdurchschnittliche Wachstum verantwortlich. Tats&auml;chlich zeigt sich jedoch, dass die Arbeitslosenrate mit 23% nach wie vor hoch und die Wirtschaftsleistung weiter unter Vorkrisenniveau liegt. Gleichzeitig sind erste Verbesserungen nicht auf die Reformagenda, sondern vor allem auf einen stillen budgetpolitischen Kurswechsel und die Politik der EZB zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nBei den fast fl&auml;chendeckenden Regional- und Kommunalwahlen Ende Mai gab es ein Debakel f&uuml;r die mit absoluter Mehrheit regierende Volkspartei (PP). Die neuen Mehrheitsverh&auml;ltnisse brachten einen Linksruck, der in den Gro&szlig;st&auml;dten &ndash; allen voran Madrid und Barcelona &ndash; von Linksb&uuml;ndnissen gef&uuml;hrte Stadtregierungen erm&ouml;glichte. Diese gingen aus den Widerstandsbewegungen gegen die K&uuml;rzungen bei &ouml;ffentlichen Ausgaben und ArbeitnehmerInnenrechten hervor. Ministerpr&auml;sident Rajoy wolle zwar aus dem Debakel Konsequenzen ziehen, lehnte aber gleichzeitig einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel ab, denn nur so k&ouml;nne die wirtschaftliche Erholung erm&ouml;glicht und Besch&auml;ftigung geschaffen werden.<br>\nWas das nun wirtschaftspolitisch bedeutet, ist allerdings unklar, nachdem Diskurs und Praxis seit Ende 2013 nicht mehr zusammenpassen. W&auml;hrend weiterhin exportorientierte Strukturreformen propagiert wurden, war es vor allem die anziehende Inlandsnachfrage, die zur &ouml;konomischen Trendwende f&uuml;hrte. Wie diese Entwicklung in Spanien zustande kommen konnte, ist auf den ersten Blick verwunderlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/spanien-oekonomische-trendwende-durch-stillen-wirtschaftspolitischen-kurswechsel\/\">Georg Feigl, im Blog arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck zur Rolle der Medien in der Griechenlandkrise<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_opnmWVQxuQ\">antikriegTV auf YouTube<\/a>\n<p><strong>dazu: Der Plattmacher<\/strong><br>\nPortr&auml;t Rolf-Dieter Krause f&auml;llt mit deftiger Polemik in der Griechenlandkrise aus der Rolle des neutralen Berichterstatters. Rolf-Dieter Krause ist nicht der einzige, aber ein besonders profilierter Vertreter der in Europa herrschenden Lehre. Er ist der Prototyp eines Korrespondenten, &ldquo;der nach langen Jahren in Br&uuml;ssel an einer Art Stockholm-Syndrom leidet&rdquo; und nur noch in der stahlblauen Rationalit&auml;t der Macht denkt, wie Georg Diez auf Spiegel Online schrieb. Leider regt die Netzgemeinde sich meistens nur dann auf, wenn Rolf-Dieter Krause aus der Rolle f&auml;llt und seine Meinung offen sagt, statt sie dem Publikum in der Verkleidung des Berichterstatters unterzuschieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/der-plattmacher\">der freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sigmar Gabriel &ndash; Isch over<\/strong><br>\nDas Griechenland-Drama ist auch ein Drama f&uuml;r Sigmar Gabriel. Er hat in den vergangenen Tagen seine Anwartschaft auf die Kanzlerkandidatur verspielt&hellip;<br>\nGabriel hat die gro&szlig;e Bew&auml;hrungsprobe nicht bestanden, ausgerechnet beim derzeit gr&ouml;&szlig;ten Thema. Ausnahmsweise geht es dabei mal nicht um Angela Merkel und das, was sie im Griechenland-Drama getan oder unterlassen hat. Sie muss nichts beweisen, sie ist schon Kanzlerin. Nein, wer ins Amt will, steht dagegen in der Beweispflicht, dass er es beherrschen k&ouml;nnte. Der muss Kanzlerqualit&auml;t zeigen. Nach drei Kriterien: Verl&auml;sslichkeit, Stetigkeit, Grunds&auml;tze. Nerven und politischer Instinkt f&uuml;r das angemessene Verhalten in der konkreten Situation inklusive&hellip;<br>\nAlso, behauptet wird: Gabriel hat durch seine vermittelnde Rolle zwischen Merkel und den Sozialisten-Sozialdemokraten, nicht zuletzt Fran&ccedil;ois Hollande, die L&ouml;sung in Br&uuml;ssel ma&szlig;geblich mit erm&ouml;glicht. Er soll es gewesen sein, der half, den Vorschlag &bdquo;Grexit auf Zeit&ldquo; vom Tisch zu bekommen.<br>\nEin verst&auml;ndlicher Entlastungsversuch in bedr&auml;ngter Lage &ndash; aber er beruht auf Legendenbildung. Tatsache ist erstens: Merkel braucht Gabriel zur Vermittlung bei Hollande oder auch dem Italiener Matteo Renzi nicht. Wie man immer wieder sieht. Und zweitens: Gabriel selbst wollte doch den &bdquo;Grexit&ldquo;, ganz so wie Sch&auml;uble. Wie man mehrmals geh&ouml;rt hat.<br>\nErst wollte der SPD-Chef einen tempor&auml;ren &bdquo;Grexit&ldquo; vorurteilsfrei gepr&uuml;ft sehen, &ouml;ffentlich. Dann, als er merkte, dass das f&uuml;r ihn in seiner SPD gef&auml;hrlich wurde, wie sich an den sozialen Netzwerken in&nbsp;Echtzeit ablesen lie&szlig;, konnte er nicht schnell genug davon wegkommen. Aber geglaubt hat ihm da schon keiner mehr&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/sigmar-gabriel-isch-over\/12050050.html\">Stephan-Andreas Casdorff im Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eigentlich kann man nur noch hinzuf&uuml;gen: Hoffentlich hat Casdorff Recht. Das Bild das Gabriel liefert ist nur noch peinlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zahl der Schulabg&auml;nger ohne Abschluss bleibt gleich<\/strong><br>\nIm vierten Jahr in Folge hat die Caritas 2015 die Daten der Schulabg&auml;nger ohne Hauptschulabschluss ausgewertet. Das Ergebnis: Die Quote liegt 2013 deutschlandweit 5,6 Prozent und ist damit erstmals im Vergleich zum Vorjahr unver&auml;ndert geblieben.<br>\nW&auml;hrend der Anteil der Schulabg&auml;nger ohne Hauptschulabschluss in den letzten Jahren stetig gesunken ist (von 6,9 Prozent im Jahr 2009 auf 5,6 Prozent im Jahr 2012), blieb er von 2012 auf 2013 bundesweit zum ersten Mal seit der Caritas-Erhebung konstant und liegt bei bei 5,6 Prozent.&nbsp;In den Bundesl&auml;ndern spiegelte sich das wider durch leicht ansteigende Quoten in Bremen, Schleswig-Holstein, NRW, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Sachsen und Th&uuml;ringen. Gesunken sind die Quoten in Niedersachsen, Hessen, Baden-W&uuml;rttemberg, Bayern und Brandenburg. In Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Hamburg sanken die Quoten sogar &uuml;ber einen Prozentpunkt. Dies allerdings &ndash; mit Ausnahme von Hamburg &ndash; von einem &uuml;berdurchschnittlich hohen Niveau aus. Insgesamt ist die Bandbreite der Schulabg&auml;nger ohne Hauptschulabschluss in den Bundesl&auml;ndern gro&szlig; und lag zwischen 4,4 Prozent in Hamburg und Bayern und 9,6 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150714-grafik-schulabgaenger.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.caritas.de\/fuerprofis\/fachthemen\/kinderundjugendliche\/bildungschancen\/zahl-der-schulabgaenger-ohne-abschluss-b\">Caritas<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auf dem gro&szlig; gefeierten Bildungsgipfel 2008 wurde das Ziel ausgegeben, die Quote der Schulabg&auml;nger ohne Abschluss von acht auf vier Prozent zu halbieren. Dieses Ziel wird nun nach 6 Jahren immer noch deutlich verfehlt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Erbschaftssteuer<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Paradies f&uuml;r Reiche &ndash; H&ouml;lle f&uuml;r Arme<\/strong><br>\nFirmenerben zahlen in Deutschland kaum Erbschaftsteuer. Bei kleinen Erbschaften langt der Staat aber kr&auml;ftig zu, wenn der Erblasser auch nur kurzzeitig Sozialleistungen bezogen hat.<br>\nDas Geschacher um die vom Bundesverfassungsgericht angemahnte Erbschaftsteuerreform ist vorerst beendet. Die Koalition hat sich, ein wenig &uuml;berraschend, doch noch vor der parlamentarischen Sommerpause auf einen Kompromiss geeinigt. Am Mittwoch soll das Bundeskabinett den Gesetzentwurf von Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) beschlie&szlig;en. Der Bundestag wird dann voraussichtlich gleich nach der Sommerpause dar&uuml;ber debattieren. [&hellip;]<br>\nKeine &Uuml;berraschung ist: Deutschland ist und bleibt auch k&uuml;nftig ein Erbschaftsteuer-Paradies, vor allem f&uuml;r Firmenerben. Mehr als 150 Milliarden Euro werden hierzulande j&auml;hrlich vererbt. Die Erbschaftsteuers&auml;tze sind niedrig und die Freibetr&auml;ge im internationalen Vergleich sehr hoch. So nahm der Fiskus im vergangenen Jahr gerade einmal 5,5 Milliarden Euro aus der Erbschaft- und Schenkungsteuer ein. Das entspricht weniger als einem Prozent des gesamten Steueraufkommens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45361\/1.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;e Koalition reformiert Erbschaftssteuer &ndash; &ldquo;Schutzmacht der Reichen&rdquo;<\/strong><br>\nDas Bundeskabinett hat die umstrittene Reform der Erbschaftssteuer f&uuml;r Betriebs&uuml;berg&auml;nge auf den Weg gebracht. Michael Schlecht, wirtschaftspolitischer Sprecher der Linken, h&auml;lt den Gesetzentwurf f&uuml;r einen skandal&ouml;sen Kniefall vor den Superreichen. Im DLF forderte er, die Freibetr&auml;ge lieber in Kindertagesst&auml;tten und in den Pflegebereich zu stecken.<br>\nHeinemann: Herr Schlecht, Unions-Fraktionschef Volker Kauder fordert in der &ldquo;FAZ&rdquo; heute Nachbesserungen. Auch aus der CSU und der Wirtschaft hagelt Kritik. Aus Sicht der Linken ein gutes Zeichen?<br>\nSchlecht: Das ist ja abenteuerlich. Dieser ganze Gesetzentwurf ist ein skandal&ouml;ser Kniefall der Union und auch der SPD vor den Superreichen, und man muss sagen, die Gro&szlig;e Koalition erweist sich mit diesem Gesetzentwurf wieder einmal als Schutzmacht der Reichen und Superreichen in unserem Lande, und das ist schon wirklich skandal&ouml;s in Anbetracht der sehr ungerechten Verm&ouml;gens- und Einkommensverteilung hierzulande.<br>\nHeinemann: Wo ist der Skandal und wo ber&uuml;hrt das Knie den Boden?<br>\nSchlecht: Der Skandal liegt darin, dass jetzt jemand, der bis zu 26 Millionen Betriebsverm&ouml;gen erbt, wie es hier auch schon gesagt wurde, im Grunde gar keine Erbschaftssteuer zahlen muss, m&ouml;glicherweise in bestimmten juristischen Konstruktionen selbst bis zu 52 Millionen nicht, und das ist nat&uuml;rlich ein abenteuerlicher Betrag, der dort freigestellt wird. Da gibt es zwar auch noch mal bestimmte Konditionen, die eingehalten werden m&uuml;ssen, aber die sind relativ einfach einzuhalten und das ist wirklich skandal&ouml;s. Wir wissen, wenn man das nicht machen w&uuml;rde, allein nur diese eine Regelung beim Betriebsverm&ouml;gen, dann w&auml;re die M&ouml;glichkeit, mindestens 10, 11, 12 Milliarden mehr an Erbschaftssteuer einzunehmen. Es ist im &Uuml;brigen auch ein Skandal, dass Treiber dieser Entwicklung &ndash; &ndash; Sch&auml;uble, der nun wahrlich ein Konservativer ja ist, der wollte urspr&uuml;nglich nur 20 Milliarden. Das ist jetzt nach oben getrieben worden. Und diejenigen, die daf&uuml;r mit gesorgt haben, dass es nach oben getrieben wird, diese Freigrenze, sind zum Teil Sozialdemokraten, hier aus Baden-W&uuml;rttemberg der Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid. Der hat sogar daf&uuml;r geworben, bis zu 100 Millionen freizustellen. Das ist doch wirklich sehr abenteuerlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/grosse-koalition-reformiert-erbschaftssteuer-schutzmacht.694.de.html?dram:article_id=324798\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Vor dem Hintergrund der ganzen Hetzpropaganda gegen Griechenland tritt dieser absolut skandal&ouml;se Vorgang, es werden hier Gesetze f&uuml;r die Interessen der Geldelite ma&szlig;geschneidert, v&ouml;llig in den Hintergrund. Der Zynismus dabei ist doch, dass man bez&uuml;glich Griechenland best&auml;ndig die Tatsache kritisiert, das die griechischen Superreichen keinen Cent Steuern zahlen. Wenn die deutsche Geldelite f&uuml;r sich in Anspruch nimmt ebenfalls keine Steuern zu zahlen, ist das dagegen v&ouml;llig in Ordnung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bertelsmann-Stiftung macht weiter Lobbyarbeit zu TTIP<\/strong><br>\nHeute beginnt die n&auml;chste TTIP-Verhandlungsrunde in Br&uuml;ssel. Wir nehmen dies zum Anlass die Bertelsmann Stiftung erneut f&uuml;r ihre fragw&uuml;rdigen Aktivit&auml;ten rund um die Verhandlungen zu kritisieren. Die Stiftung hat massiv f&uuml;r das Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU geworben. Zugleich ist der Bertelsmann-Konzern selbst m&ouml;glicher Nutznie&szlig;er des TTIP und unterst&uuml;tzt Lobbygruppen, die sich f&uuml;r das Freihandelsabkommen einsetzen. Die Stiftung verletzt damit weiterhin ihren eigenen Grundsatz, nicht zu Handlungs- und Gesch&auml;ftsfeldern des Bertelsmann-Konzerns zu arbeiten.<br>\nGemeinsam mit mehr als 18.900 B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern haben wir die Stiftung dazu aufgefordert ihre TTIP-Aktivit&auml;ten einzustellen. Bis heute fehlt jede &ouml;ffentliche Stellungnahme oder R&uuml;ckmeldung von Seiten des Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Aart de Geus. Wir haben der Bertelsmann-Stiftung nun erneut geschrieben und ihr die Unterschriften zugeschickt. Wir sind gespannt, ob sie diesmal reagieren wird.<br>\nBereits 2013 hat die Bertelsmann-Stiftung im Rahmen ihres Projektes &bdquo;Global Economic Dynamics&ldquo; mehrere Interviews, Graphiken und Videos zum Thema TTIP bereitgestellt. Diese waren sehr einseitig. Dort werden ausschlie&szlig;lich vermeintlich positive Effekte von TTIP dargestellt. Meist basieren diese auf einer Studie, die das ifo-Institut im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung durchf&uuml;hrte. Wie aussagekr&auml;ftig diese Studie ist, zeigt schon, dass das ifo-Institut im gleichen Jahr eine Studie f&uuml;r das Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft und Technologie durchf&uuml;hrte, bei der sie zu einem v&ouml;llig anderen Ergebnis kam. Unabh&auml;ngig davon, wie fragw&uuml;rdig die Ergebnisse der von der Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie sind, sollte die Bertelsmann-Stiftung gem&auml;&szlig; ihres Grundsatzes, nicht zu den Gesch&auml;ftsbereichen des Konzerns arbeiten zu wollen, &uuml;berhaupt nicht Stellung zu TTIP nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/07\/trotz-kritik-von-fast-19-000-bertelsmann-stiftung-macht-weiter-lobbyarbeit-zu-ttip\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Massaker in Srebrenica Falsche Mythen<\/strong><br>\nDie Morde von Srebrenica waren die giftige Frucht einer Gesellschaft, die es heute nicht mehr gibt: der jugoslawischen. Es war die Angst vor einander, die alle drei Volksgruppen dazu trieb, sich zu bewaffnen&hellip;<br>\nZwar wurde der Massenmord an sieben- bis achttausend bosnischen Muslimen tats&auml;chlich von Serben und nicht blo&szlig; &bdquo;im serbischen Namen&ldquo; begangen. Eine serbische Gesellschaft aber, aus der die Taten und die T&auml;ter hervorgegangen w&auml;ren, gab es nicht&hellip;<br>\nGeht man vorurteilsfrei heran, so erweist sich ausgerechnet dasjenige Kollektiv als schuldig, das viele Nostalgiker als positives Gegenbild gegen den Nationalismus der 90er Jahre hochhalten. Die multinationale, bosnische und jugoslawische Gesellschaft der Vorkriegszeit war auf eine Weise organisiert, die ins Verh&auml;ngnis f&uuml;hrte. Sie zwang jeden, sich eine &bdquo;nationale&ldquo; Identit&auml;t zuzulegen und ordnete ihn der Gemeinschaft unter. Nur wer sich an den jugoslawischen Mythos herantraut, wird dem ewigen blame game ein Ende setzen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/massaker-in-srebrenica-falsche-mythen,1472596,31203660.html\">Norbert Mappes-Niediek in der FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die pauschale Wertung des letzten Absatzes kann ich aufgrund praktischer Erfahrung nicht nachvollziehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Strategische Kommunikation<\/strong><br>\nDie Bundesregierung verst&auml;rkt ihre Aktivit&auml;ten gegen Russlands Medienpr&auml;senz insbesondere in Osteuropa. Besonderes Augenmerk gilt den baltischen Staaten, in denen gro&szlig;e, massiv diskriminierte russischsprachige Minderheiten leben. Bereits Mitte Mai hat die staatsfinanzierte &ldquo;Deutsche Welle&rdquo; ein Kooperationsabkommen mit estnischen, lettischen und litauischen TV-Stationen unterzeichnet und beliefert die Sender seitdem mit Programminhalten in russischer Sprache. Die Organe der Ausw&auml;rtigen Kulturpolitik wie das Goethe-Institut steigern ebenfalls ihre Aktivit&auml;ten in Osteuropa. Auch auf internationaler Ebene nehmen entsprechende Bem&uuml;hungen zu. Die Europ&auml;ische Union hat ihrerseits einen &ldquo;Aktionsplan zu strategischer Kommunikation&rdquo; erstellt; das in Riga ans&auml;ssige &ldquo;Nato Strategic Communications Centre of Excellence&rdquo; wendet sich gleicherma&szlig;en verst&auml;rkt gegen Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59159\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rechte Milizen werden zur Bedrohung f&uuml;r Kiew<\/strong><br>\nEine Schie&szlig;erei in der Westukraine, die mit drei Toten und einem Dutzend Verletzten endete, hat am Wochenende zu einer milit&auml;rischen Auseinandersetzung zwischen bewaffneten Anh&auml;ngern des rechtsextremen Freiwilligen-Bataillons Pravij Sektor (Rechter Sektor) und ukrainischen Polizeikr&auml;ften gef&uuml;hrt. Diese wiederum hatte die Blockade des Pr&auml;sidentenpalasts in Kiew und die Forderung nach Neuwahlen zur Folge. Pr&auml;sident Petro Poroschenko hat aus Sorge um die Eskalation der Lage am Montag den Innenminister, den Generalstabschef, die Chefs der Sicherheitsdienste und Premier Arsenij Jazenjuk zu einer Sitzung zusammengerufen.<br>\nAusgel&ouml;st worden war die h&ouml;chst besorgniserregende Entwicklung durch eine Konfrontation von Freiwilligen des Rechten Sektors in dem s&uuml;dwestukrainischen Ort Mukatschewe mit Milizen, die im Sold eines Abgeordneten stehen; nach Angaben des Pravij Sektor hat man den Zigarettenschmuggel &uuml;ber die slowakische und ungarische Grenze stoppen wollen, von dem eine lokale Mafia rund um den Abgeordneten profitiere. Der wiederum sagt, die Freiwilligen h&auml;tten ihn aufgesucht, um mit ihm &uuml;ber eine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r r&uuml;ckkehrende Frontsoldaten zu sprechen; nach dem Treffen h&auml;tten die M&auml;nner des Pravij Sektor begonnen, auf seine Leute und auf Zivilisten zu schie&szlig;en.<br>\nDer genaue Ablauf der Konfrontation in der Karpatenregion ist nach wie vor unklar. Offenbar haben sich die rechten Freiwilligen nach der Schie&szlig;erei in den W&auml;lder rund um Mukatschewe vor der anr&uuml;ckenden Polizei versteckt und werfen den Polizisten nun vor, sie seien an dem Schmugglernetz beteiligt. Es sei der Pravij Sektor, der Ordnung schaffen m&uuml;sse, weil die Beh&ouml;rden das nicht t&auml;ten. Die Sicherheitskr&auml;fte versuchen bisher vergeblich, die Gruppe zu entwaffnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ukraine-rechte-milizen-und-polizisten-geraten-aneinander-1.2563620\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ja, wer h&auml;tte das gedacht. Nun wird man die Geister, die man rief, nicht mehr los.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Dieter Nuhr hat recht!<\/strong><br>\nDas Referendum in Griechenland hat gezeigt: Es gibt ein paar Dinge auf der Welt, wo die Demokratie nichts zu suchen hat. Schulden zum Beispiel.<br>\nDabei hat Nuhr lediglich auf eine Selbstverst&auml;ndlichkeit hingewiesen: Vertr&auml;ge sind durch Abstimmungen eines einzelnen Vertragspartners nicht k&uuml;ndbar. Geltendes Recht darf nicht gebrochen werden, Rechtsbruch bleibt Rechtsbruch. Daran &auml;ndert sich auch dann nichts, wenn sich der Rechtsbruch durch einen Mehrheitswillen zu legitimieren trachtet. Wenn der Hausvater beschlie&szlig;t, aus welchen Gr&uuml;nden auch immer, seinen Hauskredit nicht zur&uuml;ckzuzahlen, dann ist ihm diese Entscheidung nat&uuml;rlich unbenommen. Er muss freilich, ob er will oder nicht, bereit sein, die Konsequenzen zu tragen. Am Ende schickt ihn wom&ouml;glich sogar ein Strafrichter in das Gef&auml;ngnis.<br>\nEs mag f&uuml;r den Hausvater ertr&auml;glicher sein, wenn er sich bei seinem Rechtsbruch auf den Willen der ganzen Familie berufen kann. Dann erspart er sich hinterher die Vorw&uuml;rfe seiner Frau, sie habe doch immer gesagt, der Hausbau sei zu aufwendig, mit dem Kredit habe man sich &uuml;bernommen &ndash; und &uuml;berhaupt d&uuml;rfe man nicht &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse leben. Aber es bleibt dabei: Das Verfahren, durch welches die Entscheidung des Rechtsbruchs zustande kam, &auml;ndert nichts am Tatbestand des Rechtsbruchs selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland\/griechische-schuldenkrise-dieter-nuhr-hat-recht-13697691.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist schon erstaunlich wie offen einer der exponiertesten Propagandisten des Neoliberalismus in Deutschland, der Chefredakteur des Wirtschaftsteils der FAZ, Rainer Hank, in aller &Ouml;ffentlichkeit zugibt, was Neoliberale von Demokratie halten, n&auml;mlich nichts. Und dazu die v&ouml;llig primitive Vorstellungswelt der Neoliberalen entlarvt, f&uuml;r die ein schw&auml;bischer H&auml;uslebauer offenbar komplett dasselbe ist wie eine Volkswirtschaft mit Millionen Menschen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Warum ein Nobelpreistr&auml;ger auf Deutschland losgeht<\/strong><br>\nPaul Krugman ist ein &Ouml;konom mit klaren Feindbildern &ndash; und schlie&szlig;t sich einer Hasskampagne gegen Deutschland an.<br>\nAn einem mangelt es Paul Krugman nicht, und das sind Feindbilder. Leute, die die Wettbewerbsf&auml;higkeit verbessern wollen, beschimpft der heute 62-j&auml;hrige Star&ouml;konom schon mal als &ldquo;Pop-Internationalisten&rdquo;. Seine Kollegen teilt er ein in dumme &ldquo;S&uuml;&szlig;wasser-&Ouml;konomen&rdquo; (die vornehmlich aus Chicago am Michigansee kommen und Angebotspolitik betreiben) und gute &ldquo;Salzwasser-&Ouml;konomen&rdquo; (die, wie er selbst, an einer der Elite-Universit&auml;ten an der Ostk&uuml;ste lehren und die Nachfrage st&auml;rken wollen). Aber auch ein Salzwasser-&Ouml;konom wie Kenneth Rogoff von Harvard ist vor Krugman nicht sicher. Ihm hielt er vor, sich mit einer Staatsschulden-Studie zum &ldquo;Gesp&ouml;tt&rdquo; gemacht zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/paul-krugman-deutschland-will-einen-regimewechsel-und-die-totale-demuetigung-1.2563504\">Nikolaus Piper in der SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn es eines Beweises bedurfte in welcher bizarren Scheinwelt deutsche &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; leben, dann kann man das hier lesen. Deutschland ist Opfer einer &bdquo;Hasskampagne&ldquo;, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und in erschreckender Weise  erinnert dies an Altbekanntes: &bdquo; &hellip; wir werden diesen Kampf bestehen gegen eine Welt von Feinden.&rdquo; So Wilhelm Zwo am 6. August 1914. Wenn jemand in den letzten Monaten Hass auf andere Nationen, explizit Griechenland, gesch&uuml;rt hat, dann war es gerade die deutsche &bdquo;Qualit&auml;tspresse&ldquo;. Und Schaum vor dem Mund hat allein Piper, der seit jeher auf jeden publizistisch eindrischt, der es wagt das neoliberale Dogma in Frage zu stellen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung AT:<\/strong> Au&szlig;erdem hat sich Kenneth Rogoff tats&auml;chlich zum Gesp&ouml;tt gemacht. Und zwar mit einer Studie, auf die sich die gesamte Austerit&auml;tswelt (also vor allem Merkel, Sch&auml;uble und ihre Anh&auml;nger) immer wieder st&uuml;tzen. Leider enth&auml;lt diese Arbeit einen peinlichen Rechenfehler, den Piper nicht zu kennen scheint, Krugman aber anprangerte. Bekannt ist die Geschichte &uuml;brigens unter Reinhart-Rogoff Fiasko, nachzulesen unter anderem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16972\">auf den NachDenkSeiten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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