{"id":2679,"date":"2007-10-09T09:14:41","date_gmt":"2007-10-09T07:14:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2679"},"modified":"2015-12-17T15:27:11","modified_gmt":"2015-12-17T14:27:11","slug":"die-energiepartnerschaft-der-eu-mit-den-akp-staaten-und-der-kampf-um-die-rohstoffe-in-afrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2679","title":{"rendered":"Die Energiepartnerschaft der EU mit den AKP-Staaten  und der Kampf um die Rohstoffe in Afrika"},"content":{"rendered":"<p>Bisher teilten sich vor allem die USA und die Europ&auml;ische Union mit ihren ehemaligen Kolonialm&auml;chten Gro&szlig;britannien und Frankreich den Erd&ouml;l- und Ressourcenmarkt in Afrika auf. Die Endlichkeit fossiler Energietr&auml;ger und die zunehmende Nachfrage nach Rohstoffen lassen Afrika seit einigen Jahren auch st&auml;rker in das Blickfeld des expandierenden Schwellenlandes China r&uuml;cken, das aufgrund des immensen Wirtschaftswachstums einen enormen Energie- und Rohstoffbedarf hat. Die L&auml;nder Indien und Brasilien sind ebenfalls an den Rohstoffen des Kontinents  interessiert. Der afrikanische Kontinent scheint vor einer weiteren Form der Ausbeutung zu stehen.<br>\nEin Beitrag von Christine Wicht.<br>\n<!--more--><br>\nMit Wirtschaftsabkommen soll den Vertragspartnern der Zugang zu den Ressourcen erm&ouml;glicht werden. Ob Afrika wirklich davon profitieren wird, bleibt fraglich. Letztendlich will jeder nur seine Interessen vertreten und die Belange der Investoren aus den jeweiligen Wirtschaftsr&auml;umen bedienen. Die EU plant zum Ende des Jahres eine  Energie-Partnerschaft mit den Afrika-Karibik-Pazifik-Staaten (AKP-Staaten) und verbindet damit das Ziel, Energiesicherheit und Energieversorgung der Kontinente zu f&ouml;rdern und geeignete Rahmenbedingungen f&uuml;r Investitionen zu schaffen, die in engem Zusammenhang mit den <a href=\"?p=2669\">EPAs (Economic Partnership Agreements)<\/a> stehen.<\/p><p>Die  Europ&auml;ische Union gibt sich mit den angestrebten Zielen wie &ldquo;Beseitigung der Armut&rdquo;,  &bdquo;F&ouml;rderung  nachhaltiger Entwicklung&ldquo;, &bdquo;F&ouml;rderung der Menschenrechte&ldquo; und &bdquo;F&ouml;rderung der Demokratie&rdquo; philanthropisch. Doch die angestrebte Energiepartnerschaft wird vor allem von der Wirtschaft vorangetrieben, die zwar ein gro&szlig;es Interesse an den Rohstoffen der AKP-Staaten hat, aber erfahrungsgem&auml;&szlig; wenig Interesse an der Beseitigung der Armut in diesen L&auml;ndern. Wirtschaftsvertreter haben ihre Forderungen unl&auml;ngst unmissverst&auml;ndlich definiert und die Vertreter der EU setzen sich bei den AKP-Staaten mit Nachdruck daf&uuml;r ein. Die reichen Geberl&auml;nder haben in der Vergangenheit kein gutes Bild hinterlassen, Afrika musste f&uuml;r die gew&auml;hrten Kredite von der Weltbank und dem Internationalem W&auml;hrungsfond Strukturanpassungsprogramme durchf&uuml;hren, unter deren Folgen die Bev&ouml;lkerung massiv leidet. China hingegen hat sich aus afrikanischer Sicht als unkomplizierter Gesch&auml;ftspartner gezeigt, weil es zinsg&uuml;nstige bzw. zinslose Kredite bereitstellt, ohne sich bisher erkennbar in politische Belange einzumischen. Als Importeur ist Afrika f&uuml;r China bedeutsam, beide L&auml;nder f&uuml;hren rege Handelsbeziehungen. China hat einige Infrastrukturprogramme in afrikanischen Staaten realisiert und bietet j&auml;hrlich 10.000 Afrikanern ein Studium in China. Dar&uuml;ber hinaus investiert China in die L&auml;nder, die westlichen Industriestaaten aufgrund der unsicheren Lage als zu unsicher gelten, wie beispielsweise Angola und Sudan.  Auch Brasilien und Indien geben Mittel f&uuml;r Investitionen in Programme auf dem afrikanischen Kontinent ohne Auflagen zu Strukturanpassungen.<\/p><p><strong>Europ&auml;ische Union, Afrika und G 8<\/strong><br>\nAfrika war ein Schwerpunktthema der deutschen EU-Ratspr&auml;sidentschaft und des G-8-Gipfels in Heiligendamm. Bundeskanzlerin Angela Merkel war im ersten Halbjahr 2007 EU-Ratspr&auml;sidentin und &uuml;bte zugleich den Vorsitz der Gruppe der Acht (G8) aus. Im Gremium der G8 ist au&szlig;erdem die Kommission der Europ&auml;ischen Union vertreten. Zum Abschluss des Gipfels machten die Industriestaaten folgende Zusage:<\/p><blockquote><p>Wir werden uns darauf konzentrieren, Wachstum und Investitionen zu st&auml;rken, um Armut und Hunger zu bek&auml;mpfen, Frieden und Sicherheit sowie gute Regierungsf&uuml;hrung zu f&ouml;rdern, die Gesundheitssysteme zu st&auml;rken und unseren Beitrag zum Kampf gegen Infektionskrankheiten zu leisten<\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.g-8.de\/nn_90704\/Content\/DE\/Artikel\/G8Gipfel\/2007-06-08-meldung-bk-afrika-arbeitssitzung.html\">g-8<\/a><\/p><p>Die Nichtregierungsorganisation WEED zog nach den G8-Verhandlungen ein anderes Fazit:<\/p><blockquote><p>Angesichts der bekannt gewordenen Entw&uuml;rfe der Abschlusserkl&auml;rungen des diesj&auml;hrigen G8-Gipfels wird deutlich, dass der Gipfel in Heiligendamm weitgehend im Zeichen unerf&uuml;llter und symbolischer Ank&uuml;ndigungen f&uuml;r Afrika steht, die strukturellen Ursachen globaler Ungleichverteilung und die Mitverantwortung der G8 aber weiter ausklammert. Es ist daher eine Illusion, zu glauben, die &raquo;Reichen&laquo; w&uuml;rden den &raquo;Armen&laquo; schnell und unb&uuml;rokratisch helfen. Der friedliche und kreative Widerstand weltweit zeigt: Die Strukturen und Wirkungsmechanismen der G8 erscheinen vielen Menschen deutlich als Teil einer nicht demokratisch legitimierten &raquo;Weltregierung&laquo;, die &ouml;konomische und politische Mechanismen der G8-Afrikaagenda und die ihnen zugrunde liegenden Machtverh&auml;ltnisse sind Teil der Probleme f&uuml;r Afrikas Entwicklung, nicht Teil ihrer L&ouml;sung.<\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www2.weed-online.org\/eu\/texte\/factsheet_g8_afrika2007.pdf\">Weed-Online [PDF &ndash; 136 KB]<\/a><\/p><p><strong>Afrika-Europa-Energieforum<\/strong><br>\nDie EU-Kommission verfolgt das Ziel, die effizienteste Region der Welt zu werden. Bez&uuml;glich der Energiepolitik beabsichtigt die EU k&uuml;nftig mit einer Stimme zu sprechen, Der dar&uuml;ber entscheidende Rat tagte im M&auml;rz. In Berlin fand am 6.\/8. M&auml;rz ein Afrika-Europa-Energieforum statt, (die Zusammenfassung ist abzurufen unter: <a href=\"http:\/\/www.energypartnership.eu\/download\/Energieforum_Berlin_2007-Zusammenfassung_des_Vorsitz-de_endg.pdf\">Energypartnership [PDF &ndash; 100 KB]<\/a>). Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sagte zum Abschluss des Afrika-Europa Energieforums:<\/p><blockquote><p>Dabei geht es um die Verbesserung der Rahmenbedingungen f&uuml;r Investitionen, um erh&ouml;hte Mittel f&uuml;r Energieinvestitionen und um Transparenz bei den &Ouml;l- und Gaseinnahmen. Gleichzeitig m&uuml;ssen angesichts des Klimawandels erneuerbare Energien verst&auml;rkt ausgebaut werden.<\/p><\/blockquote><p>Als Ergebnis der Veranstaltung wurden Empfehlungen formuliert, mit denen sich der Rat der Europ&auml;ischen Union im Mai befassen sollte mit dem Ziel, auf dem EU-Afrika-Gipfel in Lissabon im Herbst 2007 eine Energiepartnerschaft im Rahmen der gemeinsamen Afrika-Strategie der europ&auml;ischen und der afrikanischen Union zu vereinbaren. Das Bundesministerium f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat einen Newsletter unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Partner f&uuml;r ein starkes Afrika&ldquo; herausgegeben, in welchem die Economic Partnership Agreements (EPAs) als zentrales Thema der EU-Ratspr&auml;sidentschaft beschrieben werden. Die L&ouml;sung der Probleme liegt in der Kooperation mit den ressourcenreichen Kontinenten:<\/p><blockquote><p>Viele L&auml;nder Afrikas sind reich an Energieressourcen. Eine St&auml;rkung der Kooperation zwischen Afrika und Europa ist zu beiderseitigem Nutzen: Eine sichere Energieversorgung, Klimaschutz und die nachhaltige Armutsbek&auml;mpfung mittels verbessertem Zugang zu Energiedienstleistungen sind Ziele, die nur gemeinsam zu erreichen sind. Der Ausbau von erneuerbaren und besonders effizienten Energien kann wesentlich dazu beitragen.<\/p><\/blockquote><p> Zur Finanzierung wird folgende L&ouml;sung vorgeschlagen:<\/p><blockquote><p>Um Afrikas Energiebedarf zu decken reichen die Gelder aus der Entwicklungszusammenarbeit nicht aus. Daher m&uuml;ssen neue Wege bei der Finanzierung gegangen werden: Afrikanische Ressourcen, insbesondere aus dem &Ouml;lgesch&auml;ft, Gebermittel und Mittel aus der Privatwirtschaft m&uuml;ssen eingesetzt werden. Auf EU-Ebene sollten mehr Mittel f&uuml;r Energie bereitgestellt werden.<\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bmz.de\/de\/zentrales_downloadarchiv\/eu_und_g8\/2007_04_18_newsletter_deutsch.pdf\">BMZ [PDF &ndash; 376 KB]<\/a><\/p><p> Welche Priorit&auml;t die Verhandlungen &uuml;ber die EPAs besitzen und welcher Stellenwert der &ldquo;Energiepartnerschaft&rdquo; zwischen den Kontinenten zukommt, wird anhand der  Schlussfolgerungen der Tagung des Europ&auml;ischen Rats in Br&uuml;ssel vom 21.\/22. Juni 2007 deutlich. Darin wird in u.a. die Priorit&auml;t gelobt, die Afrika auf dem G8-Gipfel eingenommen hat:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.consilium.europa.eu\/ueDocs\/cms_Data\/docs\/pressData\/de\/ec\/94935.pdf\">Consilium [PDF &ndash; 292 KB]<\/a><\/p><p><strong>Punkt 49<\/strong><\/p><blockquote><p>Das zweite Gipfeltreffen EU-Afrika im Dezember 2007 in Lissabon wird eine wichtige<br>\nGelegenheit sein, um die Beziehungen zwischen der EU und Afrika zu st&auml;rken und eine weitreichende und strategische neue Partnerschaft zu begr&uuml;nden.<\/p><\/blockquote><p><strong>Punkt 50<\/strong><\/p><blockquote><p>Der Europ&auml;ische Rat erinnert an seine Schlussfolgerungen vom Juni 2005 und betont, wiewichtig es seines Erachtens ist, weiter eng mit der Afrikanischen Union zusammenzuarbeiten, damit im Dezember 2007 eine gemeinsame Strategie EU-Afrika angenommen werden kann.<br>\nDer Europ&auml;ische Rat bekr&auml;ftigt die Zusage, die Afrikanische Union weiterhin zu unterst&uuml;tzen, um u.a. die F&auml;higkeiten der Afrikanischen Union zur Bew&auml;ltigung, L&ouml;sung und Pr&auml;vention von Konflikten zu st&auml;rken. Der Europ&auml;ische Rat begr&uuml;&szlig;t die Absicht, auf dem Gipfeltreffen EU-Afrika eine Energiepartnerschaft EU-Afrika zu begr&uuml;nden.<\/p><\/blockquote><p><strong>Punkt 74 Seite 23 in den Schlussfolgerungen vom Juni 2005:<\/strong><\/p><blockquote><p>Angesichts des engen Zusammenhangs, der zwischen Frieden und Sicherheit einerseits und der Entwicklung der afrikanischen L&auml;nder andererseits besteht, bekr&auml;ftigt der Europ&auml;ische Rat, dass die EU entschlossen ist, die Entwicklung des afrikanischen Kontinents unter Wahrung des Grundsatzes der Gleichbehandlung und der Eigenverantwortung der afrikanischen L&auml;nder weiterhin zu unterst&uuml;tzen. Im Hinblick darauf ist es von gro&szlig;er Bedeutung, dass der zweite EU-Afrika-Gipfel in Lissabon so bald wie m&ouml;glich stattfindet. Der Europ&auml;ische Rat begr&uuml;&szlig;t ferner, dass Afrika im Rahmen der Arbeiten der G8 Priorit&auml;t einger&auml;umt wurde, und nimmt Kenntnis von dem Beitrag der &ldquo;Kommission f&uuml;r Afrika.<\/p><\/blockquote><p><strong>Vertreter der Industrie<\/strong><br>\nDie Teilnehmer des G8-Gipfels legten ihren Schwerpunkt auf den ungehinderten Zugang zu Energie und Rohstoffen. Die deutsche Bundesregierung setzte sich hierf&uuml;r  besonders ein, dieses Engagement ist auf die Einflussnahme des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Auf dem 2. BDI-Rohstoffkongress am 20. M&auml;rz 2007 definierte der BDI seine Anforderungen an die Politik:<\/p><ul>\n<li><strong>Die multilaterale Handelspolitik<\/strong><br>\nmuss dem Protektionismus entgegenwirken und die internationalen M&auml;rkte offen halten. Daf&uuml;r sind neue WTO-Regeln (z. B. f&uuml;r Exportz&ouml;lle) zu schaffen, vorhandene Regeln sind zu pr&auml;zisieren (z. B. f&uuml;r &raquo;double pricing&laquo;) und die Streitbeilegung muss konsequent genutzt werden.<\/li>\n<li><strong>Die bilaterale Handelspolitik<\/strong><br>\nmuss die kurzfristig auf der Ebene der WTO nicht durchsetzbaren verbesserten Regeln auf die Agenda der anstehenden bilateralen Verhandlungen mit Indien, S&uuml;dkorea, ASEAN, Zentralamerika und der Andengemeinschaft setzen und im Rahmen der Europ&auml;ischen Partnerschaftsabkommen voranbringen.<\/li>\n<li><strong>Die Au&szlig;enwirtschaftspolitik<\/strong><br>\nmuss ihr Instrument zur F&ouml;rderung von Rohstoffprojekten im Ausland (UFK-Garantien) den heutigen Anforderungen anpassen und wirtschaftliche Risiken in den Versicherungsschutz miteinbeziehen.<\/li>\n<li><strong>Die Au&szlig;enpolitik<\/strong><br>\nmuss ihre M&ouml;glichkeiten (bilaterale Gespr&auml;che, bilaterale und regionale Gipfeltreffen, bilaterale gemischte Kommissionen, Partnerschafts- und Kooperationsabkommen) st&auml;rker nutzen, um unsere Rohstoffinteressen zu bef&ouml;rdern sowie handels- und wettbewerbsverzerrenden Praktiken entgegenzuwirken.<\/li>\n<li><strong>Die Entwicklungspolitik<\/strong><br>\nmuss, ohne ihre angestammten Ziele aufzugeben, dazu beitragen, unseren Zugang zu Rohstoffen sicherer zu machen, indem sie in Entwicklungsl&auml;ndern auf Rechtssicherheit, Investitionsschutz, Abbau von Exportbeschr&auml;nkungen und die Unterbindung illegalen Exports von Rohstoffen hinwirkt.<\/li>\n<li><strong>Die Europ&auml;ische Union<\/strong><br>\nmuss insbesondere bei den rechtlichen Rahmenbedingungen f&uuml;r Sekund&auml;r- und nachwachsende Rohstoffe &uuml;berm&auml;&szlig;ige Reglementierung und unangemessene Regelungen, wie z. B. die Klassifizierung von Metallschrotten als Abfall, aufheben.<\/li>\n<\/ul><p>Die EU argumentiert, dass nachhaltige Entwicklung mit Wachstum in Afrika verbunden werden muss. Es gehe au&szlig;er um Umweltthemen auch um Energiepolitik und Gesundheitspolitik.  Der BDI sieht das anders:<\/p><blockquote><p>Die Bedeutung der Rohstoffsicherheit f&uuml;r die deutsche Wirtschaft ist von der Politik als Gesamtheit bislang zu wenig oder nicht in ihrer ganzen Komplexit&auml;t wahrgenommen worden. Dabei verlangen die volkswirtschaftlichen Kosten einer mangelhaften Rohstoffversorgung ebenso wie die gegenw&auml;rtigen Beeintr&auml;chtigungen der Rohstoffsicherheit sowie die politischen und wirtschaftlichen Risiken der Rohstoffversorgung eine intensive Auseinandersetzung verschiedenster Politikbereiche mit dem Thema. Rohstoffversorgung allein unter dem Aspekt der nationalen Wirtschafts- und Umweltpolitik zu betrachten, ist nicht mehr ausreichend.<\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bdi-online.de\/Dokumente\/Auenwortschaftspolitik\/Rohstoffbericht.pdf\">BDI [PDF &ndash; 3,1 MB]<\/a><\/p><p>Der Jahresbericht 2007 der UN-Wirtschaftskommission f&uuml;r Afrika (ECA) sieht in der heftigen  Rohstoffnachfrage ein hohes Risiko f&uuml;r Afrika. Der Bericht kritisiert zudem die Umsetzung der von  Weltbank und  Internationalen W&auml;hrungsfond (IWF) geforderten Strukturanpassungsprogrammen (SAPs).  Afrika habe in der Vergangenheit bereits kleine Schritte unternommen, um sich aus der einseitigen Rohstoffabh&auml;ngigkeit zu befreien, diese Anstrengungen seien jedoch durch die SAPs im Keim erstickt worden. Der eingetretene Rohstoffboom der letzten Jahre habe diese Entwicklung negativ verst&auml;rkt. Obendrein habe die hohe Abh&auml;ngigkeit von unverarbeiteten Rohstoffen zur Folge, dass sich der Anteil der verarbeitenden Industrie weiter verringere. Der Bericht empfiehlt den Afrikanischen Staaten, sich einer generellen weiteren Liberalisierung zu widersetzen und r&auml;t den betroffenen L&auml;ndern: &bdquo;Um im Rahmen der neuen wirtschaftspolitischen Orientierung Diversifizierungserfolge zu erzielen m&uuml;ssen die L&auml;nder ihre Institutionen st&auml;rken.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sandimgetriebe.attac.at\/index.php?id=5451&amp;type=98\">sandimgetriebe<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bisher teilten sich vor allem die USA und die Europ&auml;ische Union mit ihren ehemaligen Kolonialm&auml;chten Gro&szlig;britannien und Frankreich den Erd&ouml;l- und Ressourcenmarkt in Afrika auf. Die Endlichkeit fossiler Energietr&auml;ger und die zunehmende Nachfrage nach Rohstoffen lassen Afrika seit einigen Jahren auch st&auml;rker in das Blickfeld des expandierenden Schwellenlandes China r&uuml;cken, das aufgrund des immensen Wirtschaftswachstums<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2679\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[22,178],"tags":[546,895,593,589,600,601],"class_list":["post-2679","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-europaische-union","category-ressourcen","tag-bdi","tag-freihandel","tag-g7820","tag-iwf","tag-weltbank","tag-wto"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2679","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2679"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2679\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29624,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2679\/revisions\/29624"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2679"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2679"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2679"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}