{"id":26794,"date":"2015-07-15T09:27:30","date_gmt":"2015-07-15T07:27:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794"},"modified":"2015-07-15T09:27:30","modified_gmt":"2015-07-15T07:27:30","slug":"hinweise-des-tages-2415","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h01\">&raquo;Sie haben uns in die Falle gelockt&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h02\">CDU sauer auf Linke und Gr&uuml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h03\">Zum Deal, der keiner ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h04\">Sch&auml;uble stellt Gabriel im Grexit-Streit blo&szlig; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h05\">Rajoy wegen Podemos erfreut &uuml;ber &ldquo;Staatsstreich&rdquo; in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h06\">Die Schwelle ist &uuml;berschritten. Wir brauchen einen Neuanfang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h07\">Aus gegebenem Anlass: Der Bundespr&auml;sident in Irland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h08\">Die Wahrheit &uuml;ber den Reichtum griechischer Reeder <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h09\">Die SZ-Wirtschaftsredaktion, die Henne und das Ei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h10\">Staatliche Investitionen: Hoher Wachstumseffekt bei geringen Kosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h11\">Wer Schulden hat, ist schuld?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h12\">Hypovereinsbank: Gro&szlig;reinemachen in M&uuml;nchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h13\">Geld bedeutet Macht &ndash; Gedanken zur Erbschaftsteuerreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h14\">&ldquo;Rechter Sektor&rdquo; in der Ukraine: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h15\">Tea-Party in Frankreich &ndash; Der Kulturkampf um die Homoehe <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h16\">Wer gegen den &bdquo;Grexit&ldquo; ist, muss f&uuml;r Merkel sein: Wie der &bdquo;Stern&ldquo; und Forsa Stimmung f&uuml;r die Union machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794#h17\">Zu guter Letzt: European Petition for a German Exit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26794&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&raquo;Sie haben uns in die Falle gelockt&laquo;<\/strong><br>\nJetzt auch auf Deutsch: Yanis Varoufakis im Gespr&auml;ch mit &raquo;New Statesman&laquo; &uuml;ber f&uuml;nf Monate als griechischer Finanzminister, den Druck der Gl&auml;ubiger und Wolfgang Sch&auml;uble als Orchesterleiter [&hellip;]<br>\nVaroufakis: Auf h&ouml;chster Ebene, auf h&ouml;chster Ebene. Aber dann, in der Eurogruppe, ein paar nette Worte und das war&rsquo;s, zur&uuml;ck hinter die Barrikaden der offiziellen Version. Aber Wolfgang Sch&auml;uble war die ganze Zeit konsistent. Seine Sicht lautete: &raquo;Ich diskutiere das Programm nicht &ndash; es wurde von der Vorg&auml;ngerregierung akzeptiert und wir k&ouml;nnen unm&ouml;glich erlauben, dass eine Wahl etwas ver&auml;ndert. Schlie&szlig;lich haben wir andauernd Wahlen, es gibt 19 von uns, wenn sich jedes Mal nach einer Wahl etwas ver&auml;ndern w&uuml;rde, w&uuml;rden die Vertr&auml;ge zwischen uns bedeutungslos werden.&laquo; An diesem Punkt musste ich dazwischengehen und sagen: &raquo;Okay, dann sollten wir vielleicht einfach keine Wahlen in verschuldeten L&auml;ndern mehr abhalten.&laquo; Und es gab keine Antwort. Die einzige Interpretation, die ich daf&uuml;r liefern kann, ist: &raquo;Ja, das w&auml;re eine gute Idee, aber es w&auml;re schwierig sie umzusetzen. Unterschreiben Sie also entweder auf der gepunkteten Linie oder Sie sind raus.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/977827.sie-haben-uns-in-die-falle-gelockt.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nochmals, weil das Interview so aufschlussreich ist, was hinter den Kulissen passiert.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Varoufakis: On the Euro Summit&rsquo;s Statement on Greece: First&nbsp;thoughts<\/strong><br>\nIn the next hours and days, I shall be sitting in Parliament to assess the legislation that is part of the recent Euro Summit agreement on Greece. I am also looking forward to hearing in person from my comrades, Alexis Tsipras and Euclid Tsakalotos, who have been through so much over the past few days. Till then, I shall reserve judgment regarding the legislation before us. Meanwhile, here are some first, impressionistic thoughts stirred up by the Euro Summit&rsquo;s Statement.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2015\/07\/14\/on-the-euro-summits-statement-on-greece-first-thoughts\/\">Yanis Varoufakis Blog<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Nach der Einigung mit Griechenland: Sch&auml;uble teilt weiter aus<\/strong><br>\nFinanzminister Sch&auml;uble wehrt sich gegen &ldquo;irgendwelche pers&ouml;nlichen Diffamierungen&rdquo;: Seine Idee eines &ldquo;Grexits auf Zeit&rdquo; sei mit der Regierung abgesprochen gewesen &ndash; und habe dort noch immer Verfechter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/griechenland-wolfgang-schaeuble-verteidigt-grexit-plaene-a-1043638.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Das hei&szlig;t, von einem sogenannten &bdquo;Non Paper&ldquo;, das die Bundesregierung als Lappalie herunterzuspielen versuchte, indem sie es als eine Art Gedankenexperiment bezeichnete, kann keine Rede sein. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin R.K.:<\/strong> Mit anderen Worten: Sch&auml;uble treibt den Grexit mit allen Mitteln weiter voran. Mit Vernunft hat das nichts zu tun, das ist starrk&ouml;pfige Rachsucht. Am 14. Juli 2015 ist in mir etwas zerbrochen: Die Hoffnung darauf, dass unsere Regierung sich in ihrem Handeln zumindest ein wenig an der Realit&auml;t ausrichtet und sich einen Rest von Mitgef&uuml;hl bewahrt hat. Nicht einmal Gauck als ehemaliger Pastor bringt echte Empathie auf. Das war ein schwarzer Tag &ndash; f&uuml;r mich, f&uuml;r Deutschland, f&uuml;r Europa und insbesondere f&uuml;r Griechenland. Das einzig Gute daran ist, dass Tsipras und Varoufakis viele unserer Biederm&auml;nner demaskierten und die Risse und Konstruktionsfehler der EU und des Euro sichtbar machten. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>CDU sauer auf Linke und Gr&uuml;ne<\/strong><br>\nEmotional, so lassen sich die Reaktionen auf die Griechenland-Verhandlungen in Br&uuml;ssel zusammenfassen. Linken-Chef Bernd Riexinger sagte, Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble sei bereit gewesen, &ldquo;der Totengr&auml;ber der Eurozone zu werden&rdquo;. Reinhard B&uuml;tikofer, Chef der Europ&auml;ischen Gr&uuml;nen, wetterte: Der &ldquo;herzlose, herrische und h&auml;ssliche Deutsche hat wieder ein Gesicht, und das ist das von Sch&auml;uble&rdquo;.<br>\nIn der Union regt sich heftiger Unmut &uuml;ber solche &Auml;u&szlig;erungen. Zum Beispiel von Armin Schuster, dem CDU-Obmann des Innenausschusses. &ldquo;Es ist ein Skandal, dass B&uuml;tikofer und Riexinger die deutsche Verhandlungsstrategie international in maximaler Form skandalisieren. Wenn ich von Verhandlungen auf diesem Niveau keine Ahnung habe, gilt es, einfach mal die Klappe zu halten&rdquo;, sagte der 54-J&auml;hrige im Gespr&auml;ch mit n-tv.de.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Riexinger-und-Buetikofer-Klappe-halten-article15513466.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Es ist ein verst&ouml;rendes Bild. Die Union und weite Teile der deutschen &Ouml;ffentlichkeit applaudieren dem Finanzminister f&uuml;r seine unnachgiebige Haltung gegen&uuml;ber Griechenland. Das hat sogar dazu gef&uuml;hrt, dass der CDU-Vize und Sch&auml;uble-Schwiegersohn Thomas Strobl vor laufender Kamera die antideutschen Vorurteile best&auml;tigte, indem er sagte: &bdquo;Der Grieche hat jetzt lang genug genervt.&ldquo; (siehe <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/cdu-vize-thomas-strobl-aetzt-gegen-athen-der-grieche-hat-lang-genug-genervt-1.2565942\">hier<\/a>). Damit hat Reinhard B&uuml;tikofer nur teilweise Recht, wenn er im <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8Kq4HYHqQTM\">Phoenix-Interview<\/a> sagt: &bdquo;Der herzlose, herrische und h&auml;ssliche Deutsche hat wieder ein Gesicht und das ist das von Sch&auml;uble.&ldquo; Es scheint noch mehr Gesichter zu geben, die diese Zuschreibung verdienen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zum Deal, der keiner ist<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>IWF-Analyse: &ldquo;Die griechischen Schulden sind unhaltbar geworden&rdquo;<\/strong><br>\nDer Kompromiss zwischen Griechenland und den Europartnern st&ouml;&szlig;t beim IWF auf Kritik. In einem Bericht warnt der W&auml;hrungsfonds, das Land stehe vor einem un&uuml;berwindbaren Schuldenberg &ndash; und pl&auml;diert f&uuml;r eine Umschuldung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-iwf-warnt-vor-unueberwindbaren-schuldenberg-a-1043628.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Rettungma&szlig;nahmen m&uuml;ssen &ldquo;weit &uuml;ber das hinausgehen, was Europa bislang in Betracht gezogen hat&rdquo;<\/strong><br>\nIm IWF, den die Eurozone-L&auml;nder und vor allem Deutschland unbedingt auch beim dritten Rettungspaket dabei haben wollten, sieht man offenbar die ausgehandelte Vereinbarung als unzureichend an. Nach einem internen Papier, das geleakt wurde, u.a. Dirk Hoeren von der Bild hat es weitergeleitet, und das am Montagabend, so Reuters, an die Regierungen geschickt worden war, nachdem eine Einigung zwischen der griechischen Regierung und den &uuml;brigen 18 Staaten der Eurozone zustande gekommen war, reichen die 86 Milliarden Euro bei weitem nicht aus.<br>\nDie griechische Schuldenlast, so hei&szlig;t es darin, sei &ldquo;h&ouml;chst untragbar&rdquo; geworden. Schuld daran sei das Nachlassen der politischen Umsetzung im letzten Jahr und seit kurzem erfolgte Verschlechterung der makro&ouml;konomischen und finanziellen Bedingungen, da die Bankenschlie&szlig;ung stark zur negativen Dynamik beigetragen habe: &ldquo;Die griechische Schuldenlast kann nur durch Ma&szlig;nahmen zum Schuldenerlass ertr&auml;glich gemacht werden, die weit &uuml;ber das hinausgehen, was Europa bislang in Betracht ziehen wollte.&rdquo; Weiter hei&szlig;t es in dem Papier:<br>\n&ldquo;Die dramatische Verschlechterung der Schuldenbelastung weist auf die Notwendigkeit eines Schuldenerlasses in einer H&ouml;he hin, die weit &uuml;ber das hinausgeht, was bislang er&ouml;rtert wurde &ndash; und was vom ESM vorgeschlagen wurde.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45442\/1.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ca.reuters.com\/article\/businessNews\/idCAKCN0PO1CB20150714\">Reuters Canada<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Das hei&szlig;t doch, dass einer der Geldgeber\/Gl&auml;ubiger sagt, dass das Verhandlungsergebnis vom Montag kein wirkliches Ergebnis ist. Denn einen Schuldenschnitt klammerte die deutsche Seite bewusst aus. Eric Bonse schreibt auf <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/die-bombe-aus-washington\/\">seinem Blog<\/a> sogar, dass die Studie des W&auml;hrungsfonds sogar beim Euro-Gipfel vorlag. Geh&ouml;rt hat man davon aber nichts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Bru&#776;sseler Abkommen<\/strong><br>\nDie Ergebnisse des Bru&#776;sseler Abkommens u&#776;ber Griechenland werden in mehreren L&auml;ndern West- und Su&#776;deuropas als Vorzeichen eines kommenden Zusammenbruchs der kontinentalen Nachkriegsordnung und einer Ru&#776;ckkehr Deutschlands zur offen auftretenden Diktatorialmacht gewertet.<br>\nW&auml;hrend sozialdemokratische Beobachter eine Beruhigung der Widerspru&#776;che nicht ausschlie&szlig;en wollen, sprechen unter anderem konservative Medien in Su&#776;deuropa von einer Neuauflage deutscher Herrschaftsambitionen, die sowohl den Ersten wie den Zweiten Weltkrieg ma&szlig;geblich bestimmten oder ausgel&ouml;st haben. Im Zentrum der Befu&#776;rchtungen stehen die Folgen der franz&ouml;sisch-italienischen Unterwerfung bei den Verhandlungen in Bru&#776;ssel, wo es Paris nicht gelang, das deutsche Souver&auml;nit&auml;tsdiktat gegen Griechenland abzuwehren, w&auml;hrend Rom einen solchen Versuch ernsthaft nicht unternahm. Sowohl Italien wie Frankreich mu&#776;ssen fu&#776;rchten, die n&auml;chsten Opfer der deutschen Finanzdiktatur zu werden, und konkurrieren um die erhoffte Aufnahme in ein nordeurop&auml;isches Kerneuropa, u&#776;ber dessen Teilnehmer Berlin entscheiden wird, sollte es zudem fu&#776;r m&ouml;glich gehaltenen Bu&#776;ndnisbruch kommen. Die jetzigen Ereignisse gehen auf zielgerichtete Bemu&#776;hungen der deutschen Au&szlig;enpolitik in den 1990er Jahren zuru&#776;ck und stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der territorialen Erweiterung der &ouml;konomischen Basis Deutschlands durch die sogenannte Wiedervereinigung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59160\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und hier noch der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150715-bundeskanzleramt-nachbericht-zum-euro-gipfel-am-12juli2015.pdf\">offizielle Bericht des Kanzleramtes [PDF &ndash; 94 KB]<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150715-erklaerung-des-euro-gipfels-bruessel-12%20juli2015.pdf\">Erkl&auml;rung des Br&uuml;sseler Gipfels [PDF &ndash; 254 KB]<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Social Europe in the Crisis<\/strong><br>\nIn 2013, Europe&rsquo;s burgeoning inequality, ever underestimated by the EU, remained at a high level. The catch-up process of the poorer countries that had  been observed until 2009 was scarcely making headway any longer due to austerity policy and weak growth. Even though domestic inequality had worsened in only a few countries&nbsp;&ndash; including Germany&nbsp;&ndash; since 2012, Social Europe&rsquo;s pledge of cohesion remained largely unfulfilled.<br>\nOnly growth based primarily on rising incomes among poorer population groups can provide sustainable prosperity for all.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/11513.pdf%20\">Michael Dauderst&auml;dt und Cem Keltek in Friedrich-Ebert-Stiftung Perspective [PDF &ndash; 141 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Die eiserne Kanzlerin spaltet Europa. Folgen des #Greekment<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/n-tv.de\/wirtschaft\/Die-eiserne-Kanzlerin-spaltet-Europa-article15516996.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> f&uuml;r n-tv eine beachtliche Leistung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Einigung tr&auml;gt nur, wenn Investitionen st&auml;rker wirken als die neuen K&uuml;rzungen<\/strong><br>\nDie gestern in Br&uuml;ssel erzielte Einigung zwischen den Regierungen der EU und Griechenland wurde um den Preis eines massiven wechselseitigen Vertrauensverlustes erzielt. Ob das Abkommen unter diesen Umst&auml;nden noch politische Mehrheiten findet, ist offen. &Ouml;konomisch b&ouml;te es zumindest eine geringe Chance f&uuml;r eine Erholung der griechischen Wirtschaft. Dies gilt aber nur dann, wenn die investiven Komponenten der Vereinbarung rasch und durchgreifend genutzt werden. Bleibt die Rettungsstrategie hingegen auf eine versch&auml;rfte Fortsetzung der K&uuml;rzungen im Staatshaushalt beschr&auml;nkt, wird auch dieses Programm wie seine Vorg&auml;nger scheitern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/53349_60387.htm\">Gustav A. Horn f&uuml;r das IMK<\/a>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Die Deutschen w&auml;ren genauso aufs&auml;ssig wie die Griechen&rdquo;<\/strong><br>\nDie Mehrheit der Deutschen zeigt wenig Mitleid mit den Griechen. Dabei s&auml;he es auch hierzulande sehr d&uuml;ster aus, m&uuml;sste die &ouml;ffentliche Hand so hart sparen wie in Griechenland. Die Deutschen w&auml;ren genauso aufs&auml;ssig, sagt der Volkswirtschaftler Gustav A. Horn im Interview mit heute.de.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/interview-mit-volkswirtschaftler-horn-zu-griechischer-sparpolitik-39252666.html\">ZDF heute.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Was w&uuml;rde Karlsruhe sagen?<\/strong><br>\nDie griechische Regierung muss sich also f&uuml;r jede gesetzgeberische Initiative &ndash; und damit sind nicht nur Gesetze, sondern auch Verordnungen gemeint &ndash; vorab die Zustimmung der Institutionen einholen, noch bevor sie diese im Parlament einbringt oder &ouml;ffentlich macht. Es bedarf nur wenig Fantasie, was unser Bundesverfassungsgericht zu dieser faktischen Schattenregierung und der damit verbundenen Aushebelung des Grundsatzes &bdquo;Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus&ldquo; sagen w&uuml;rde. N&auml;mlich ein deutliches Nein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lawblog.de\/index.php\/archives\/2015\/07\/13\/was-wuerde-karlsruhe-sagen\/\">lawblog<\/a><\/li>\n<li><strong>Dieser Deal wird scheitern<\/strong><br>\nDie Schwachstelle dieses Deals ist eine andere: Das Reformpaket setzt, wie schon die anderen auch, ganz darauf, eine ohnehin angeschlagene Wirtschaft durch neue Sparprogramme in Gang zu bringen. Durch die Schlie&szlig;ung der Banken ist das Wirtschaftsleben zum Stillstand gekommen. Um die geforderten Sparziele dennoch zu erreichen, ist die Regierung zu noch mehr K&uuml;rzungen gezwungen. Das wird dazu f&uuml;hren, dass die Wirtschaft noch st&auml;rker einbricht und die Ziele trotzdem verfehlt werden. Darauf wird die Troika wahrscheinlich mit noch einmal versch&auml;rften Sparanforderungen reagieren. Selbst die erst zwei Wochen alte Schuldenprojektion des Internationalen W&auml;hrungsfonds ist wohl inzwischen hinf&auml;llig.<br>\nAus diesem Kreislauf gibt es kein Entrinnen. Die Bundesregierung verweist gerne darauf, dass die griechische Wirtschaft im vergangenen Jahr wieder gewachsen ist. Was sie nicht so gerne sagt: Das liegt daran, dass der griechische Staat nicht mehr so stark gespart hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-07\/griechenland-reformen-sparpaket-privatisierung-banken\">Mark Schieritz in der Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Mark Schieritz findet zun&auml;chst auch etwas Positives an der Vereinbarung. Zum Beispiel der Zeitrahmen von drei Jahren, in dem das Land seine Wirtschaft auf Vordermann bringen k&ouml;nne. Das ist aber ein Widerspruch, wenn der Autor gleichzeitig zu dem Urteil gelangt, dass es aus dem Kreislauf der fortw&auml;hrenden K&uuml;rzungen und Krisengipfel kein Entrinnen gibt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> Oh je, Herr Schieritz! Den sonst etwas differenzierteren T&ouml;nen in seinem Artikel folgt hier das gehobene Stammtischformat f&uuml;r die &lsquo;Die Zeit&rsquo;-Leserschaft. Von (permanenten und permanent drakonisch unbestraften) Regelverst&ouml;&szlig;en anderer (Export-&Uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands) ganz zu schweigen, sind hier also demokratische Wahlen und Referenden drakonisch strafbewehrte Regelverst&ouml;&szlig;e? Auf die es dann &lsquo;nicht-eskalierend&rsquo; mit &ouml;konomischen Nuklearwaffen zu reagieren gilt? Offenbar ist seit langem und nachhaltig einiges &lsquo;verr&uuml;ckt&rsquo; in Wahrnehmung und Darstellung, in Realisierung und Realit&auml;t grundlegender demokratischer Werte und Verfasstheit &ndash; und damit, wahrlich grundlegend regelversto&szlig;end, Legitimit&auml;t. Legalit&auml;t und Legitimit&auml;t sind und bleiben zweierlei. Doch solch grundlegende Differenzierungen sind der deutsch geneigten Schreib- und Leserschaft (von &lsquo;Bild&rsquo; bis &lsquo;Zeit&rsquo;) wohl intellektuell und moralisch ebenso zu viel verlangt wie solche zwischen schw&auml;bischen Haufrauenwirtschaften und Volkswirtschaften. Etwas ist faul im Staate Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Coup geht nach hinten los<\/strong><br>\nDer deutsche Coup in Griechenland hat nicht nur den Spaltpilz in die Syriza-Regierung getrieben. Er kehrt sich nun auch gegen Deutschland selbst &ndash; und versch&auml;rft die Spannungen in der EU und in der Troika. Es ist wie mit dem b&ouml;sen Geist, der aus der Flasche gelassen wird: Wenn er einmal raus ist, gibt es kein Halten mehr. Hier ein paar Symptome f&uuml;r die destruktive Wirkung des deutschen Coups:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/der-coup-geht-nach-hinten-los\/\">Eric Bonse auf Lost in Europe<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sch&auml;uble stellt Gabriel im Grexit-Streit blo&szlig;<\/strong><br>\nUnd dann kommt er von sich aus auf eine Geschichte zu sprechen, die seit Samstag f&uuml;r Aufregung sorgt. &ldquo;Ich will nur ganz liebensw&uuml;rdig sagen&rdquo;, f&auml;ngt Sch&auml;uble an und f&uuml;gt nach einer Pause hinzu: &ldquo;Ich habe keinen Vorschlag gemacht, der nicht innerhalb der Bundesregierung in der Sache und Formulierung abgesprochen war.&rdquo; Er wisse, wie eine Regierung funktioniere und wie ein Minister Verantwortung wahrnehme. Da ist es wieder, das Wort: Verantwortung. &ldquo;Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht&rdquo;, sagt Sch&auml;uble. Doch am Ende m&uuml;sse die Person, die das Amt des Bundeskanzlers trage, die Last der Entscheidung auf sich&nbsp;nehmen&hellip;<br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel meldet sich dann sp&auml;t abends via Facebook. &ldquo;Der Vorschlag des Bundesfinanzministers Wolfgang Sch&auml;uble f&uuml;r ein zeitlich befristetes Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone war der SPD nat&uuml;rlich bekannt&rdquo;, teilt er mit. In der derzeitigen Situation m&uuml;sse jeder &ldquo;denkbare Vorschlag&rdquo; gepr&uuml;ft werden. Realisierbar sei der Plan aber nur, wenn auch Griechenland das wolle. Am Sonntag dann, dem Tag des Gipfels, sagt Gabriel am Rande eines Treffens sozialistischer Spitzenpolitiker in Br&uuml;ssel: &ldquo;Ich kenne das Papier&nbsp;nicht.&rdquo;<br>\nAn diesem Dienstag erw&auml;hnt Sch&auml;uble Gabriels Namen nicht. Das muss er auch nicht. Jeder wei&szlig;, wer gemeint ist. Sch&auml;uble sagt nur: &ldquo;Deswegen macht es wenig Sinn, wenn dann hinterher versucht wird, das zu irgendwelchen pers&ouml;nlichen Diffamierungen zu nutzen. Das ist in der Politik das Normale, aber manchmal sind die Dinge vielleicht zu ernst, dass man es auch lassen k&ouml;nnte.&rdquo; Neben der Bundeskanzlerin habe auch der Vorsitzende einer anderen gro&szlig;en Partei das Problem, dass man als Regierungsmitglied anders agiere, sagt Sch&auml;uble in Anspielung auf die Debatten innerhalb der&nbsp;SPD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bruessel-nicht-alles-wurscht-1.2566251\">Alexander M&uuml;hlauer in der SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn es schon die SPD nicht schafft, dann schl&auml;gt Sch&auml;uble das schwergewichtige politische Leichtgewicht Gabriel k.o. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rajoy wegen Podemos erfreut &uuml;ber &ldquo;Staatsstreich&rdquo; in Griechenland<\/strong><br>\nDer spanische Regierungschef Mariano Rajoy hatte sich weit aus dem Fenster gelehnt und vor dem Referendum in Griechenland gehofft, nach einem Ja m&uuml;sse die Syriza-Regierung abdanken. &ldquo;Die gute Nachricht, wenn die Regierung das Referendum verlieren w&uuml;rde, ist, dass es dann eine andere gibt, mit der verhandelt werden kann.&rdquo; Damit lag er genauso daneben wie mit der Einsch&auml;tzung, dass Griechenland beim Nein aus dem Euro fliegt. Es war durchsichtig, dass er angesichts des Wahldebakels seiner rechten Volkspartei (PP) im Mai die Schw&auml;chung der Syriza-Schwesterpartei Podemos (Wir k&ouml;nnen es) im Blick hatte.<br>\nEntsprechend hat Rajoy erneut gegen Interessen des hoch verschuldeten Spaniens mit Nachdruck in der Front mit Deutschland an der Dem&uuml;tigung der Griechen gearbeitet. Der Spanier spricht aber davon, dass &ldquo;Europa sehr solidarisch mit Griechenland&rdquo; war und der &ldquo;Euro gest&auml;rkt&rdquo; worden sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Rajoy-wegen-Podemos-erfreut-ueber-Staatsstreich-in-Griechenland-2749504.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Schwelle ist &uuml;berschritten. Wir brauchen einen Neuanfang<\/strong><br>\nDie Schwelle ist &uuml;berschritten. Was Merkel und Sch&auml;uble am Verhandlungstisch durchsetzten, wurde von der SPD unterst&uuml;tzt und bleibt von der europ&auml;ischen Sozialdemokratie unwidersprochen. Ihr historischer Niedergang wird weitergehen. Den Abgang hat sie selbst besorgt, uns bleibt, ihn zur Kenntnis zu nehmen.<br>\nDie Schwelle ist &uuml;berschritten: Zeit f&uuml;r einen Neuanfang. Sp&auml;testens mit dem zur&uuml;ck liegende Wochenende sind Hunderte, ja Tausende aus jahrelangen Bindungen entlassen worden. Orte f&uuml;r den Neuanfang gibt es viele, wo er unternommen wird, liegt bei denen, die mit ihm beginnen: Er kann auch dort begonnen werden, wo man sich noch aufh&auml;lt, wo man von nun an in anderer Weise weitermacht, mit Weggef&auml;hrt*innen langer Jahre, in Anerkennung allerdings der Tatsache, dass die Schwelle &uuml;berschritten wurde. Wichtig ist, dass die Versuche, die jede und jeder jetzt in dieser Lage erproben wird, letzten Endes zusammenflie&szlig;en, sich zu einem vielstimmigen, doch gemeinsamen Versuch f&uuml;gen. Das Gemeinsame l&auml;sst sich benennen: Es geht um den definitiven Bruch mit dem Neoliberalismus, mit der marktkonformen Demokratie, mit dem Ausgriff des h&auml;sslichen Deutschland auf den ganzen Kontinent. Es geht um die Wiederkehr des Politischen gegen den Amoklauf der &Ouml;konomie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.solidarische-moderne.de\/de\/article\/450.europe-will-never-be-the-same-again-thisisacoup.html\">Statement des Vorstandes des Instituts f&uuml;r Solidarische Moderne<\/a>\n <\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Aus gegebenem Anlass: Der Bundespr&auml;sident in Irland<\/strong><br>\nDer Besuch von Joachim Gauck in Irland ist vor dem Hintergrund der dramatischen Situation in Griechenland f&uuml;r viele Medien Anlass, Irland als Vorbild zu preisen.<br>\nLesen Sie dazu &bdquo;Warum Dublin und Lissabon keinen Tsipras haben&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2015\/05\/08\/a0009.text\">Renaud Lambert in Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ganz auf Sch&auml;ubles Linie<\/strong><br>\nPr&auml;sident Gauck br&uuml;skiert die Iren mit seiner harten Haltung gegen&uuml;ber Griechenland. Viele im Land k&ouml;nnen sich noch gut an die Dem&uuml;tigung ihres eigenen Rettungspakets erinnern. [&hellip;]<br>\nKompromiss? Europ&auml;ischer Weg? F&uuml;r die meisten der 4,6 Millionen Iren klingt das sehr nach hohlen Phrasen. Denn zu genau k&ouml;nnen sie sich an die Dem&uuml;tigung ihres eigenen Rettungspakets erinnern, mit dem im November 2010 die Stabilit&auml;t des europ&auml;ischen Bankensystems sichergestellt wurde. In der einflussreichen Politik-Show &bdquo;Tonight with Vincent Browne&ldquo; polemisiert der Moderator an diesem Abend gegen die &bdquo;total unsolidarische Haltung Deutschlands&ldquo;. Sogar im wohlwollenden Bericht des konservativen Blattes &bdquo;Independent&ldquo; wird tags darauf an die peinlichen Situationen erinnert, als irische Haushaltsvorlagen schon dem Bundestag vorlagen, ehe die eigenen Parlamentarier dar&uuml;ber diskutiert hatten.<br>\nGauck will aber von Kritik nichts wissen. Er k&ouml;nne &bdquo;kein Defizit an Solidarit&auml;t der deutschen Regierungen erkennen&ldquo;, b&uuml;gelt er am Dienstag vorsichtige Fragen bez&uuml;glich Griechenland ab. Da hat sich einer, dessen fr&uuml;he Kindheitserinnerungen in den Zweiten Weltkrieg zur&uuml;ckreichen, dazu entschieden, der Brutalo-Rhetorik des beinahe gleichaltrigen Finanzministers in Sachen Griechenland nichts entgegenzusetzen, dessen Ruppigkeit kein bisschen abzumildern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/gauck-zu-griechenland--ganz-auf-schaeubles-linie-,1471908,31222666.html\">FR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Wahrheit &uuml;ber den Reichtum griechischer Reeder<\/strong><br>\n&ldquo;Reiche griechische Reeder&rdquo;, das ist hierzulande l&auml;ngst ein stehender Begriff in den politischen Talkshows. Ganz gleich, welcher politischen Couleur sie angeh&ouml;ren, ob Wolfgang Bosbach (CDU) oder Katja Kipping (Die Linke), sie alle verweisen gern auf diese Gruppe, wenn es um neue Steuerquellen f&uuml;r das darbende Land geht. Ganz so, als w&uuml;rde es nur am politischen Willen der Syriza-Regierung fehlen, dass die Millionen und Milliarden nicht schon l&auml;ngst eingesammelt und die Schuldenprobleme der Griechen gel&ouml;st sind. So verlockend der Gedanke ist, so unrealistisch bleibt er. Die f&uuml;r die anstehenden Verhandlungen mit den Gl&auml;ubigern eingereichte Zusage von Regierungschef Alexis Tsipras, die Reeder st&auml;rker zu besteuern, wird kaum Wirkung zeigen &ndash; sofern sie &uuml;berhaupt umgesetzt wird. [&hellip;]<br>\nDas Problem: Das Verm&ouml;gen liegt zu einem gro&szlig;en Teil im Ausland, und das nicht erst seit der Zuspitzung der Krise in den vergangenen Monaten. [&hellip;] Die Mobilit&auml;t der reichen Griechen stellt den Staat vor erhebliche Herausforderungen. Die meisten Steuersysteme setzen schlie&szlig;lich beim Wohnsitz oder dem inl&auml;ndischen Verm&ouml;gen an, nicht beim Pass. &ldquo;Den Versuch, das Verm&ouml;gen der Griechen, die im Ausland leben, zu besteuern, halte ich f&uuml;r reine Show&rdquo;, sagt Steffen Lampert, Professor f&uuml;r Internationales Steuerrecht an der Universit&auml;t Osnabr&uuml;ck. Der &uuml;berwiegende Teil lebe nicht nur im Ausland, sondern mache auch dort den Gro&szlig;teil der Gesch&auml;fte. &ldquo;Eine Besteuerung, die sich nach der Staatsangeh&ouml;rigkeit richtet, ist sehr schwierig umzusetzen&rdquo;, so Lampert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article143977461\/Die-Wahrheit-ueber-den-Reichtum-griechischer-Reeder.html\">Welt Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wie deutsche Reeder Millionen sparen<\/strong><br>\nGriechenlands Reeder zahlen fast keine Steuern und bunkern ihr Geld in der Schweiz. Das soll die Regierung Tsipras &auml;ndern, fordern auch deutsche Politiker. Doch wie viel Steuern zahlen eigentlich deutsche Reedereien?&hellip;<br>\nIn einem Informationsblatt f&uuml;r Anleger beschreibt das Hamburger Emissionshaus Nordcapital die Auswirkungen der gesetzlichen Regelung so: &bdquo;Paragraf 5a EStG f&uuml;hrt &ndash; positive wirtschaftliche Entwicklung des Betriebes vorausgesetzt &ndash; zu einem weitgehend steuerfreien Verm&ouml;genszuwachs.&ldquo;<br>\n1999 hat die damalige rot-gr&uuml;ne Bundesregierung die Tonnagebesteuerung f&uuml;r Reeder eingef&uuml;hrt. Statt tats&auml;chlicher Gewinne m&uuml;ssen Schiffseigner seit der Reform lediglich Pauschalbetr&auml;ge versteuern, gestaffelt nach der Transportgr&ouml;&szlig;e des jeweiligen Schiffs.<br>\nWie viel Gewinn ein Schiff einf&auml;hrt, ist dabei unerheblich. Anhand des Ladevolumens berechnet die Reederei einen fiktiven Gewinn, &bdquo;der bei normaler Marktlage weit unter der tats&auml;chlichen Rendite liegt&ldquo;, erkl&auml;rt Wolfgang Wawro, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Berliner Steuerberatungsgesellschaft. Wie weit darunter, sei jedoch schwer zu bestimmen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/leck-an-steuerbord-wie-deutsche-reeder-millionen-sparen\/11346304.html\">Kevin Knitterscheidt im Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die SZ-Wirtschaftsredaktion, die Henne und das Ei<\/strong><br>\nDass das mit dem Erkl&auml;ren noch nicht so ganz gelingt, ist nach langer Abstinenz in Sachen Offenheit normal, und wir wollen das auch nicht kritisieren. Wir wollen aber einmal zeigen, wie man die Unterschiede auch aufschreiben k&ouml;nnte. In dem Artikel von Hulverscheid und Hagel&uuml;ken hei&szlig;t es: &bdquo;Im Grunde geht es in dem Streit zwischen der Bundesregierung und ihren US-Kritikern um die alte Frage nach der Henne und dem Ei. W&auml;hrend Merkel und Sch&auml;uble der Meinung sind, dass gesunde Staatsfinanzen die Voraussetzung f&uuml;r dauerhaftes und nachhaltiges Wirtschaftswachstum sind, sehen es die Volkswirte genau anders herum: F&uuml;r sie muss zun&auml;chst Wachstum da sein, notfalls auch solches, das vom Staat auf Pump finanziert ist. Erst dann &ndash; und nur dann &ndash; kann die Sanierung des Haushalts gelingen, ohne dass es zun&auml;chst zu einem massiven Konjunktureinbruch und Massenarbeitslosigkeit kommt. Wer recht hat in dem Streit, ist eine Glaubensfrage, die Diskussion dreht sich seit Jahren im Kreis.&ldquo;<br>\nNicht schlecht f&uuml;r den Anfang, aber noch nicht ganz optimal. Henne und Ei ist ein beliebtes Bild, wenn man sich nicht entscheiden kann und will, womit etwas angefangen hat, aber es trifft den Kern der Dinge in diesem Fall gerade nicht (das hat, mit mehr Bezug auf die Wissenschaft, vergangene Woche auch G&uuml;nther Grunert hier erkl&auml;rt).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-sz-wirtschaftsredaktion-die-henne-und-das-ei\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Staatliche Investitionen: Hoher Wachstumseffekt bei geringen Kosten<\/strong><br>\nEuropa braucht ein &ouml;ffentliches Investitionsprogramm. Nicht nur die krisengesch&uuml;ttelte griechische Wirtschaft ben&ouml;tigt dringend Impulse durch &ouml;ffentliche Investitionen (siehe auch das aktuelle Statement von Prof. Dr. Gustav Horn; Link unten). Auch Deutschland muss viel mehr investieren, um seine Infrastruktur zu modernisieren und so Wachstumschancen f&uuml;r die Zukunft zu sichern. Die Kosten w&auml;ren vergleichsweise gering, der Nutzen umso gr&ouml;&szlig;er: Jeder investierte Euro bringt einen Wachstumseffekt von 1,30 bis 1,80 Euro, zeigt eine aktuelle Untersuchung des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung*.<br>\n&ldquo;Blo&szlig; keine &ouml;ffentlichen Schulden!&rdquo; So scheint derzeit das Motto der europ&auml;ischen Fiskalpolitik zu lauten. Doch diese Maxime ist zu schlicht, um nachhaltig solide Staatsfinanzen und einen hohen Besch&auml;ftigungsstand zu erreichen, zeigt Dr. Sebastian Gechert vom IMK in einer aktuellen Analyse. Staatlich finanzierte Investitionen k&ouml;nnen f&uuml;r Wachstum sorgen, die Eurokrise entsch&auml;rfen und sich gr&ouml;&szlig;tenteils &uuml;ber die wachstumsbedingten Steuereinnahmen selbst finanzieren. Daher kann es sich durchaus lohnen, Investitionen &uuml;ber Kredite zu finanzieren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news634740%20\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung auf idw<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_pb_5_2015.pdf\">Sebastian Gechert: &Ouml;ffentliche Investitionen und Staatsverschuldung im Euroraum, IMK Policy Brief, Juli 2015<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=60411&amp;chunk=1\">Infografik zum Download<\/a>\n<p><strong>Dazu: Versicherer finden Autobahnen interessant<\/strong><br>\nWenn die Zinsen niedrig sind, geraten andere Anlageklassen in den Fokus &ndash; zum Beispiel Investitionen in die Infrastruktur. [&hellip;]<br>\nIm April legte die Fratzscher-Kommission Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ihre Vorschl&auml;ge zum Infrastrukturausbau vor. Sie empfahl, eine Verkehrsinfrastrukturgesellschaft f&uuml;r Bundesfernstra&szlig;en zu schaffen, und sinnierte auch &uuml;ber die Frage, ob privaten Investoren die Beteiligung an privat-&ouml;ffentlichen Projekten erleichtert werden soll. Dazu schlug sie vor zu pr&uuml;fen, ob auch ein Fonds f&uuml;r private Anleger geschaffen werden soll, mit dem die Risiken solcher Vorhaben vermindert werden k&ouml;nnten. Ein zweiter Schritt war der Beschluss des Europ&auml;ischen Parlaments Ende Juni, den Weg f&uuml;r den sogenannten Juncker-Fonds frei zu machen. Von diesem Herbst an sollen mit &ouml;ffentlichen Mitteln in H&ouml;he von 42 Milliarden Euro Projekte in einem Volumen von 315 Milliarden Euro angesto&szlig;en werden. Banken und Versicherer sollen als Finanzierer gewonnen werden. [&hellip;]<br>\nEin wichtiger Punkt in dem Papier: Statt wie bisher geplant 59 Prozent soll die Assekuranz nur noch 30 bis 39 Prozent Eigenmittel unter solche Investments als Sicherheit legen. Deutsche Branchenvertreter begr&uuml;&szlig;ten das Vorgehen der Beh&ouml;rde, w&uuml;nschen sich aber noch mehr Entgegenkommen: Die Quote &bdquo;ist aus unserer Sicht noch zu hoch &ndash; angemessen w&auml;ren 20 bis 25 Prozent&ldquo;, teilte Axel Wehling, Mitglied der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrung des Branchenverbands GDV, mit. Das w&auml;re dann nur noch die H&auml;lfte von Aktieninvestments. [&hellip;]<br>\nSehr viel schwerer tun sich dagegen mittelgro&szlig;e Versicherer wie die Stuttgarter Versicherung. Projekte im Umfang von 10 bis 20 Millionen Euro seien f&uuml;r ihn vorstellbar, sagt Vorstandschef Frank Karsten. &bdquo;Aber wir teilen nicht die Meinung anderer Versicherer, dass Infrastruktur eine risikofreie Anlage ist&ldquo;, sagt er. Mit seiner Unternehmensgr&ouml;&szlig;e sei es schwer, Risiken ad&auml;quat zu bemessen. Die Bedingungen f&uuml;r Energieinfrastruktur reagierten sensibel auf Regierungswechsel. Verkehrsinfrastruktur sei gut beim Staat aufgehoben. &bdquo;Mir als B&uuml;rger erschlie&szlig;t sich nicht, warum der Staat nicht zu 0,9 Prozent Geld aufnehmen sollte, um eine Autobahn zu bauen&ldquo;, sagt er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/versicherer-finden-autobahnen-interessant-13700701.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Schon spannend, wenn auch unglaublich &ndash; hier wird klar und offen ausgesprochen, da&szlig; der einzige Grund f&uuml;r die Beteiligung privater Finanz&rdquo;investoren&rdquo; an der deutschen Infrastruktur der Wunsch der Regierenden ist, da&szlig; Versicherungen und andere Finanzdienstleister mehr Geld verdienen: &ldquo;Die Folge: ein Niedrigzins, der vor allem Altersvorsorgeeinrichtungen wie Lebensversicherer leiden l&auml;sst. Schon seit einigen Jahren gab es deshalb auf verschiedenen Ebenen Initiativen, wie private Geldgeber st&auml;rker an der Finanzierung von Stra&szlig;en [&hellip;] beteiligt werden k&ouml;nnten.&rdquo; Und interessant, da&szlig; das einzige und v&ouml;llig valide Gegenargument gegen diesen ausgemachten Irrsinn ausgerechnet von einem Versicherungsvorstand kommt: &ldquo;Verkehrsinfrastruktur sei gut beim Staat aufgehoben. &bdquo;Mir als B&uuml;rger erschlie&szlig;t sich nicht, warum der Staat nicht zu 0,9 Prozent Geld aufnehmen sollte, um eine Autobahn zu bauen&ldquo;, sagt er.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wer Schulden hat, ist schuld?<\/strong><br>\nIm Deutschen gibt es eine problematische Verbindung der W&ouml;rter Schulden und Schuld. &Uuml;ber die populistische Sprachverwirrung in der Griechenlandkrise<br>\nDie deutsche Sprache erscheint im Licht der Eurokrise wie ein Bollwerk des Wahnsinns gegen die Pragmatik und Vernunft der englischen Sprache. Das liegt an ihrer verzwickten Verquickung zwischen Schuld und Schulden. W&auml;hrend der Singular Schuld einen Sachverhalt anspricht, der mit Blick auf die j&uuml;ngere Geschichte ins Unermessliche ragt, scheint der Plural Schulden auf Heller und Pfennig, mit Zins und Zinseszins berechenbar, w&auml;re da nicht das kollektive Unbewusste, das zwischen Einzahl und Mehrzahl unentwegt hin- und herrast und Verwirrung stiftet. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend die Engl&auml;nder keine M&uuml;he haben zu verstehen, was creditors hei&szlig;t, tun sich die Deutschen schon etwas schwerer damit. Denn ihr Gl&auml;ubiger steht in Folge seiner fast schon theologisch begr&uuml;ndbaren Unangreifbarkeit in zu gro&szlig;er N&auml;he zum Glauben und zum Gl&auml;ubigsein, als dass man auch ihm eine gewisse Verantwortung am Zustandekommen der gegenw&auml;rtigen Krise zurechnen wollte. T&auml;te man dies (wof&uuml;r es durchaus Gr&uuml;nde g&auml;be), k&auml;me das einer Apostasie gleich, einem Abfall vom Glauben, gegen den man in anderen Gegenden unserer Welt den Begriff der Fatwa in Stellung br&auml;chte. Lieber h&auml;lt man hierzulande am Dogma der Einbringbarkeit der Schulden so lange fest, bis die Gl&auml;ubiger eines hoffentlich sehr, sehr fernen Tages wirklich dran glauben m&uuml;ssen. Aber das w&auml;re eine andere Geschichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2015-07\/wortverwandtschaft-schuld-schulden-etymologie\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hypovereinsbank: Gro&szlig;reinemachen in M&uuml;nchen<\/strong><br>\nDas gab es noch nie. Erstmals gibt mit der Hypo-Vereinsbank (HVB) eine Gro&szlig;bank in Deutschland zu, den Staat systematisch hintergangen zu haben, und das in gleich zwei F&auml;llen: bei dubiosen Aktiendeals und mit Schwarzgeldgesch&auml;ften in Luxemburg. Dem Fiskus k&ouml;nnte das mehrere Milliarden Euro einbringen.<br>\nErmittler wollen andere Banken unter Druck setzen<br>\nNoch ist nichts unterschrieben, noch sind die Bu&szlig;geldbescheide nicht erlassen, nichts ist gezahlt &ndash; aber das ist nur noch eine Frage der Zeit. Die HVB macht reinen Tisch bei schweren Steuerdelikten und bekommt daf&uuml;r einen gro&szlig;en Strafrabatt von den Beh&ouml;rden. Nur etwas mehr als 20 Millionen Euro muss die in M&uuml;nchen beheimatete Gro&szlig;bank an die Staatskasse &uuml;berweisen. Das sieht nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung eine mit der Staatsanwaltschaft K&ouml;ln besprochene L&ouml;sung vor, die dem Aufsichtsrat der Hypo-Vereinsbank bei dessen n&auml;chstem Treffen Ende Juli pr&auml;sentiert werden soll.<br>\nNach Erkenntnissen der Beh&ouml;rden haben Banken und Kapitalanlagefonds beim Handel von Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividende den Staat jahrelang trickreich ausgenommen, indem sie sich eine nur einmal entrichtete Kapitalertragsteuer mehrmals erstatten lie&szlig;en. Der Gesamtschaden soll nach Sch&auml;tzungen von Steuerfahndern mehr als zehn Milliarden Euro betragen. Dieses Geld wollen die Finanz&auml;mter wieder haben. Die Hypo-Vereinsbank hat zusammen mit einem fr&uuml;heren Gesch&auml;ftspartner, der bei solchen Aktiendeals mitmachte, bereits 200 Millionen Euro an den Fiskus zur&uuml;ckgezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/hypo-vereinsbank-grossreinemachen-in-muenchen-1.2563532\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Wer spricht da eigentlich in einem anderen Zusammenhang von Vertrauensverlust? W&auml;hrend die Demokratie in Europa St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck zur&uuml;ckgebaut wird, denken sich die &ldquo;Bankster&rdquo; im Schatten der Eurokrise immer neue Tricks aus, um den Fiskus zu hintergehen. Gleichzeitig m&uuml;ssen wir uns aber von den Eliten in Br&uuml;ssel und Berlin anh&ouml;ren, dass die Griechen &ldquo;umgehend&rdquo; ihre Steuerpolitik &auml;ndern m&uuml;ssen. All dem wird tatenlos zugesehen, so dass man schon froh ist, &uuml;berhaupt von diesen Machenschaften zu erfahren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Geld bedeutet Macht &ndash; Gedanken zur Erbschaftsteuerreform<\/strong><br>\nGeld bedeutet Macht. Und wer bisher noch geglaubt hat, in Deutschland w&uuml;rden die Uhren anders ticken, muss sich nur das monatelange Theater um die Erbschaftsteuerreform genauer ansehen. Mit der Verabschiedung des Gesetzentwurfes durch die Regierung hat es einen vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt erreicht. Zur Erinnerung: Ende letzten Jahres kassierte das Bundesverfassungsgericht einige Regelungen, durch die Erbinnen und Erben von Unternehmen von Erbschaftsteuer verschont wurden. Das Bundesverfassungsgericht akzeptierte zwar Steuerverschonungen zum Schutz von Arbeitspl&auml;tzen. Nicht jedoch zum Schutz der Erbinnen und Erben&hellip;.<br>\nDer nun verabschiedete Kabinettsentwurf zur Erbschaftsteuer lockert noch einmal die ohnehin schon schw&auml;chlichen Schr&auml;ubchen. F&uuml;r den einzelnen Erben muss sein ererbter Unternehmensanteil schon ein Wert &uuml;ber 26 Millionen Euro, in bestimmten F&auml;llen sogar 52 Millionen Euro, haben, um einen genaueren Blick des Fiskus auf dessen Finanzen zu erlauben. Bis zu dieser Grenze streitet einfach die Vermutung daf&uuml;r, dass das Unternehmen und die Arbeitspl&auml;tze durch die Bezahlung von Steuern gef&auml;hrdet werden, sodass sie gleich vorsichtshalber erlassen werden m&uuml;ssen. Doch die Familie Quandt &ndash; die im &Uuml;brigen zu den gr&ouml;&szlig;ten Einzelspendern deutscher Parteien geh&ouml;rt &ndash; &amp; Co m&uuml;ssen sich keine Sorgen machen. Auch wenn ihre ererbten Unternehmensanteile Milliarden schwer sind, d&uuml;rfen sie sich noch satte Steuerrabatte bis zu 35 Prozent ohne Blick in ihre B&uuml;cher und Kontoausz&uuml;ge einr&auml;umen lassen.<br>\nDass die Union den Unternehmern stets behilflich ist, ihre Pfr&uuml;nde auf Kosten der Allgemeinheit der Steuerzahler zu sichern, ist wahrlich nichts Neues. Neu ist allenfalls, mit welcher Selbstverst&auml;ndlichkeit und Leichtigkeit deutschen Oligarchen milliardenschwere Schuldenerlasse zu Lasten der Allgemeinheit gew&auml;hrt werden. Aber dass diese Reichenverschonungsreform nun trotz vereinzeltem Gemurre aus den hinteren Reihen auch von der SPD abgenickt wird, ist eine herbe Entt&auml;uschung: Noch im Wahlkampf haben die Genossen gegen die Privilegierung von Unternehmenserben Stimmung gemacht, nur um diese Privilegierung jetzt minimal modifiziert zu verl&auml;ngern. Geradezu bizarr erscheint dabei das fortw&auml;hrende Krakele des SPD-Finanzministers Nils Schmid aus Baden-W&uuml;rttemberg, dem selbst die jetzige umfassende Steuerverschonung noch nicht weit genug geht.<br>\nDas Erbrecht und damit auch das Erbschaftsteuerrecht ist ein wesentliches Instrument der Umverteilung, der Herstellung sozialer Chancengleichheit und der Gew&auml;hr von Freiheit und Gleichheit aller B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. Die Erbschaftsteuer dient auch dem Zweck, die Ansammlung von Riesenverm&ouml;gen in den H&auml;nden Einzelner zu verhindern, wie es schon in der Bayerischen Landesverfassung hei&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/kolumne\/geld-bedeutet-macht-gedanken-erbschaftsteuerreform\/\">Richard Pitterle Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Rechter Sektor&rdquo; in der Ukraine: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew<\/strong><br>\nDer Ukraine droht ein neuer Konflikt, diesmal im Westen des Landes: Die Nationalisten-Garde &ldquo;Rechter Sektor&rdquo; verfasste ein Pamphlet, das einer Kriegserkl&auml;rung an die Staatsmacht gleichkommt.<br>\nDer &ldquo;Rechte Sektor&rdquo;, Sammelbecken ukrainischer Nationalisten und 2014 eine der treibenden Kr&auml;fte der Maidan-Revolution, hat im Internet ein Manifest ver&ouml;ffentlicht. Es liest sich wie eine Kriegserkl&auml;rung. Sie richtet sich nicht wie sonst gegen den Kreml und die von Moskau hochger&uuml;steten &ldquo;Volksrepubliken&rdquo; in der Ostukraine.<br>\nGedroht wird der Polizei und der eigenen Regierung. Sie wird als &ldquo;Besatzungsregime&rdquo; bezeichnet, das es abzusch&uuml;tteln gelte. Nach der Maidan-Revolution sei es nicht gelungen, &ldquo;die Sache zu Ende zu f&uuml;hren und die Volksrebellion zu einer echten nationalen Revolution&rdquo; zu machen, hei&szlig;t es auf der Webseite der Organisation. Schuld daran trage die F&uuml;hrung, &ldquo;jene, die durch das Blut des Volkes an die Macht kamen&rdquo;.<br>\nDie ukrainische Regierung hatte Freiwilligenbataillone wie die des &ldquo;Rechten Sektors&rdquo; f&uuml;r den Krieg im Donbass mit Waffen ausger&uuml;stet. Nun fordern die Nationalisten aber die Staatsmacht selbst heraus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ukraine-droht-neuer-konflikt-diesmal-an-der-westgrenze-a-1043616.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Tea-Party in Frankreich &ndash; Der Kulturkampf um die Homoehe<\/strong><br>\nEuropa rieb sich die Augen: Ausgerechnet in Frankreich f&uuml;hrte im Jahr 2013 ein Gesetzentwurf &uuml;ber die gleichgeschlechtliche Ehe zu einer gigantischen Protestbewegung.<br>\nEine Koalition aus Wertkonservativen, traditionalistischen Katholiken und rechtsextremen Splittergruppen beherrschte in einer von Hysterie gepr&auml;gten Stimmung die &ouml;ffentliche Diskussion.&nbsp;Sie agierten, als w&uuml;rde die gleichgeschlechtliche Ehe das Ende der Familie, ja der westlichen Zivilisation bedeuten und wurden dabei zusehends radikaler. Gleichzeitig hat sich in dieser Atmosph&auml;re die Zahl auch gewaltsamer homophober &Uuml;bergriffe im Land&nbsp;fast verdoppelt.<br>\nDas Gesetz ist jetzt seit &uuml;ber einem Jahr verabschiedet und mehr als 7.000 gleichgeschlechtliche Ehen wurden seitdem geschlossen. Doch die ultrakonservativen Kr&auml;fte der Protestbewegung gegen die Homoehe agieren weiter &ndash; gegen Abtreibung, Genderdiskurs, k&uuml;nstliche Befruchtung,&nbsp;Leihmutterschaft oder Sterbehilfe.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gleichgeschlechtliche-ehe-tea-party-in-frankreich.1247.de.html?dram:article_id=324709\">Hans Woller im DLF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wer gegen den &bdquo;Grexit&ldquo; ist, muss f&uuml;r Merkel sein: Wie der &bdquo;Stern&ldquo; und Forsa Stimmung f&uuml;r die Union machen<\/strong><br>\nDie Nachrichtenagenturen dpa und AFP meldeten am Dienstagnachmittag, dass die Mehrheit der Deutschen mit Angela Merkels Griechenland-Verhandlungen zufrieden sei. Sie liefern sogar noch ein bemerkenswertes Detail: Ganz besonders einverstanden mit Merkel seien die Anh&auml;nger der Gr&uuml;nen. Und selbst unter W&auml;hlern der Linken gebe es eine Mehrheit f&uuml;r Merkels Kurs.<br>\nDas scheint erstaunlich. Aber nur, wenn man nicht die besondere Art kennt, wie das Institut Forsa im Auftrag von &bdquo;Stern&ldquo; die Frage gestellt hat. Forsa fragte n&auml;mlich nicht, wie man annehmen k&ouml;nnte, ob man mit Merkels Vorgehen in Sachen Griechenland ganz \/ ein bisschen \/ kaum \/ gar nicht zufrieden ist. Forsa bot als Antwort, dass man entweder Merkels Griechenland-Politik gut findet. Oder meint, dass sie Griechenland aus dem Euro h&auml;tte zwingen sollen. Die M&ouml;glichkeit, Merkels Politik zu kritisieren, weil sie zu hart gegen&uuml;ber Griechenland auftrat, bot Forsa nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/21473\/wer-gegen-den-grexit-ist-muss-fuer-merkel-sein-wie-der-stern-und-forsa-stimmung-fuer-die-union-machen\/\">Stefan Niggemeier<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: European Petition for a German Exit<\/strong><br>\nThe main objective of the EU and the common currency was solidarity between peoples, countries, and economies. Each country of the Union or of the currency area has benefited from the solidarity of others to develop. Today, German Chancellor, Angel Merkel and her finance minister, Wolfgang Sch&auml;uble, want to bury the European project. 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