{"id":2684,"date":"2007-10-10T09:42:42","date_gmt":"2007-10-10T07:42:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2684"},"modified":"2007-10-10T11:42:33","modified_gmt":"2007-10-10T09:42:33","slug":"hinweise-des-tages-500","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2684","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2684&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>&ldquo;Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen&rdquo;<\/strong><br>\nZwei Jahre, von 2005 bis 2006, arbeitete eine sechsk&ouml;pfige Forschungsgruppe zu den Wirkungen des zum 1. Januar 2005 in Kraft getretenen arbeitsmarktpolitischen Instruments der &ldquo;Ein-Euro-Jobs&rdquo;. Unter demselben Titel, den sich auch die Arbeitsgruppe gab, liegt nun deren Abschlussbericht &gt;&gt; Der &ldquo;workfare state&rdquo; &ndash; Hausarbeit im &ouml;ffentlichen Raum &lt;&lt; vor. Aus dem Interview mit einer der Organisatorinnen: &bdquo;Der \"Dritte oder soziale Arbeitsmarkt\" ist so auch gar kein \"Markt\", sondern beinhaltet die unbezahlte Arbeitspflicht bei Bezug von Transferleistungen f&uuml;r grunds&auml;tzlich erwerbsf&auml;hige Arbeitslose. Aus den uns bislang vorliegenden Ergebnissen k&ouml;nnen wir begr&uuml;ndet vermuten, dass die Ein&uuml;bung von \"Arbeit\" unter unmittelbarem Zwang durch die Obrigkeit tats&auml;chlich sogar eher hinderlich f&uuml;r einen erfolgreichen Einstieg in einen 1. Arbeitsmarkt ist, der ein hohes Ma&szlig; an Selbststeuerung voraussetzt. &hellip; Zudem wird deutlich, dass es gar keine \"zus&auml;tzliche\" Arbeit gibt, sondern nur solche, die bezahlt wird, und eben solche, die unbezahlt bleibt. Die immer wieder aufgef&uuml;hrten Handlungsfelder und T&auml;tigkeiten f&uuml;r \"gemeinn&uuml;tzige Arbeit\" sind regelm&auml;&szlig;ig Aufgabenfelder de facto &ouml;ffentlicher Dienstleistungen. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass mit dem Einsatz von Arbeitsgelegenheiten kein professionelles Leistungsniveau mehr erwartet wird.&ldquo;\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/26\/26359\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die niedrige Zahl von zehn Befragten bietet allerdings einen nicht unerheblichen Angriffspunkt, auch wenn ausdr&uuml;cklich von einer nicht repr&auml;sentativen Befragung die Rede ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hungerl&ouml;hne in der Postbranche &ndash; Welche Rolle spielt die Presse?<\/strong><br>\nDer Kampf von BILD gegen den Mindestlohn in Report Mainz<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=2659940\/zipj64\/index.html\">SWR Report Mainz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Lesens- und sehenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>ZDF-Frontal 21: Streit ums Arbeitslosengeld<\/strong><br>\nDie Forderungen von Kurt Beck (SPD) und J&uuml;rgen R&uuml;ttgers (CDU), &Auml;lteren l&auml;nger Arbeitslosengeld zu zahlen, sind eine radikale Kehrtwende ihrer fr&uuml;heren Ansichten zum Arbeitsmarkt. Experten halten solche &Uuml;berlegungen f&uuml;r unsinnig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/28\/0,1872,7103068,00.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Lesers:<\/strong> Der Online-Beitrag enth&auml;lt dabei nicht einmal die Sch&auml;rfen des im Fernsehen gesendeten Beitrags. Da wurde es (wieder mal) als Selbstverst&auml;ndlichkeit hingestellt, dass die Hartz4- Reformen wirken, und dass das die Mehrheit auch so sieht. Neben dem im Online-Artikel zu Wort kommenden &ldquo;Experten&rdquo; Hilmar Schneider (Postinstitut IZA) gab es im Fernsehbeitrag auch ein Wiedersehen mit Meinhard Miegel. Soviel zu den Experten.<br>\nIm anschlie&szlig;enden heute journal wurde dann zum gleichen Thema noch Thomas Straubhaar interviewt. Hier kam dann wenigstens auch ein Vertreter der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zu Wort. Mit dem darauf folgenden Statement von Hundt wurde dann das gew&uuml;nschte Mehrheitsverh&auml;ltnis der abgebildeten Meinungen wieder hergestellt.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Fazit:<\/strong> ZDF: Frontal gegen Beck<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>ver.di-Bundeskongress 2007: Kritischer Umgang mit der Bertelsmann-Stiftung und der Bertelsmann-Tochter ARVATO<\/strong><br>\nDer Bundeskongress beschlie&szlig;t\n<ul>\n<li>Die bisherigen Aktivit&auml;ten und strategischen Ziele der Bertelsmann-Stiftung sowie der Bertelsmann-Tochter ARVATO im Zusammenhang mit der Privatisierung von &ouml;ffentlichen Dienstleistungen sind kritisch zu untersuchen, und<\/li>\n<li>f&uuml;r den Zeitraum der Pr&uuml;fung ist keine neue Zusammenarbeit zwischen ver.di und der Bertelsmann-Stiftung und\/oder der Bertelsmann-Tochter ARVATO zu vereinbaren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/bundeskongress2007.verdi.de\/\">ver.di<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Eine sch&ouml;ne Antwort auf <a href=\"?p=2228\">unsere Kritik<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Raffelh&uuml;schen: &laquo;Die Pflegeversicherung war ein Fehler&raquo;<\/strong><br>\nEntweder m&uuml;ssen die Leistungen der Pflegeversicherung reduziert oder sie muss abgeschafft werden, sagt Volkswirtschaftler Raffelh&uuml;schen. Im Interview mit Netzeitung.de pl&auml;diert er f&uuml;r eine gesetzlich verankerte Versorgungspflicht: &bdquo;Entweder wir reduzieren in Zukunft die Leistungen oder machen weiter wie bisher: Bed&uuml;rftige erhalten Hilfe, alle anderen sorgen f&uuml;r sich selbst. Warum kann der Gesetzgeber nicht anstelle der Pflegeversicherung eine Versorgungspflicht einf&uuml;hren? Wie das der Einzelne organisiert, bleibt ihm &uuml;berlassen &ndash; &uuml;ber eine Versicherung, eine Genossenschaftsanlage oder &uuml;ber genossenschaftlicher Hilfe ad&auml;quates Wohnen. So w&uuml;rde eine Kapitaldeckung hinterlegt und damit haben wir&rsquo;s.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/servlets\/page?section=704&amp;item=771930\">Netzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen von M.B.:<\/strong> Immerhin, das ist wesentlich mehr Aufkl&auml;rung als in anderen Medien geboten wird. Damit erfahren aufmerksame Leser\/innen von Interessenverflechtung und k&auml;uflicher Wissenschaft. Es h&auml;tte aber gerne noch ein bisschen mehr sein d&uuml;rfen.<br>\nProfessor Raffelh&uuml;schen ist<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Mitglied im Aufsichtsrat der ERGO Versicherungsgruppe<\/em><\/li>\n<li><em>Berater der &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo;, der PR-Agentur, die vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall mit bis zu 10 Millionen Euro im Jahr finanziert wird<\/em><\/li>\n<li><em>Vorstand der hyperliberalen Organisation &bdquo;Stiftung Marktwirtschaft<\/em><\/li>\n<li><em>Berater des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)<\/em><\/li>\n<li><em>Berater der Victoria Versicherungen.<\/em><\/li>\n<li><em>Werbemaskottchen f&uuml;r den privaten Finanzdienstleister MLP<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Das von Raffelh&uuml;schen geleitete Forschungszentrum Generationenvertr&auml;ge an der Albert-Ludwigs-Universit&auml;t Freiburg im Breisgau ist alles Andere als ein unabh&auml;ngiges Forschungszentrum. Dieses Institut hat einen F&ouml;rderverein, dessen Vorsitzende G&uuml;nther Knortz (ehemaliger Vorstand der ERGO-Versicherungsgruppe in Altersteilzeit) und Bernd Raffelh&uuml;schen (eben Aufsichtsrat bei der ERGO-Versicherungsgruppe). Durch den F&ouml;rderverein wirkt das Forschungszentrum Generationenvertr&auml;ge mit freundlicher finanzieller Unterst&uuml;tzung von:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>bbg Betriebsberatung GmbH<\/em><\/li>\n<li><em>BDO Deutsche Warentreuhand AG<\/em><\/li>\n<li><em>HDI-Gerling Pensionsmanagement AG<\/em><\/li>\n<li><em>Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/em><\/li>\n<li><em>M&uuml;nchener R&uuml;ckversicherungs-Gesellschaft AG<\/em><\/li>\n<li><em>SICK AG<\/em><\/li>\n<li><em>S&uuml;ddeutsche Krankenversicherung a.G.<\/em><\/li>\n<li><em>Verband der privaten Krankenversicherung e.V.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ergo.com\/cms\/ergo\/de\/company\/management\/default.htm\">ERGO Versicherung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/Die_INSM\/Kuratoren_und_Botschafter.html\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"?p=1079\">Nachdenkseiten vom 19.03.2006<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2005\/06\/stiftung-marktwirtschaft-bereitet-sich-auf-neue-bundesregierung-vor\/\">LobbyControl vom 10.06.2005<\/a><br>\nQuelle 5: <a href=\"http:\/\/www.mlp.de\/Seminare\/Vortragsreihe-MLP-Forum\/29482\/29444\/raffelhueschen.html\">MLP<\/a><br>\nQuelle 6: <a href=\"http:\/\/www.vwl.uni-freiburg.de\/fiwiI\/fzg\/verein\/vorstand.html\">Generationenvertr&auml;ge-F&ouml;rderverein (Vorstand)<\/a><br>\nQuelle 7: <a href=\"http:\/\/www.ergo.com\/cms\/ergo\/de\/media\/archive\/default.htm?posting=ergo-VS-Aend_161204\">ERGO-Versicherung (u. A. zu G&uuml;nter Knortz \/ s. letzter Absatz)<\/a><br>\nQuelle 8: <a href=\"http:\/\/www.vwl.uni-freiburg.de\/fiwiI\/fzg\/verein\/sponsoren.html\">Generationenvertr&auml;ge-F&ouml;rderverein (Sponsoren)<\/a><\/p>\n<p><em>Und weil es so sch&ouml;n ist: der Klassiker !<\/em><\/p>\n<p>Quelle 9: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/real.phtml?bid=778&amp;sid=143\">ARD-Monitor vom 16.03.2006 (Lautsprecher an)<\/a><\/p>\n<p><em>Die auch von Raffelh&uuml;schen gerne praktizierte Prognose der Beitrags- oder Bev&ouml;lkerungsentwicklung &uuml;ber mehrere Jahrzehnte wird in diesem &auml;lteren Beitrag gut demontiert. Dabei muss man sich nur vorstellen, eine 30-Jahres-Prognose w&auml;re ein paar Jahre vor dem Ersten Weltkrieg gemacht worden.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 10: <a href=\"http:\/\/www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de\/content\/der_hellseher_und_heilsbringer_aus_dem_breisgau.php\">Deutscher Rentenschutzbund e.V.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Fazit:<\/strong> Professor Dr. Bernd Raffelh&uuml;schen ist ein Versicherungsvertreter mit Professorentitel, und das von ihm geleitete Forschungsinstitut ist ein wissenschaftlicher Schreibtisch der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arm durch Arbeit &ndash; die neue Ausbeutung<\/strong><br>\nViele Arbeitnehmer erleben die Globalisierung als Verlustbringer: Wohlstand ist f&uuml;r sie ein Traum, der sich mit ehrlicher Arbeit nicht mehr verwirklichen l&auml;sst. Das Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft schwindet<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,509965,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em>Und dazu noch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Arm durch Arbeit. Arbeitnehmer &ndash; die wahre Unterschicht<\/strong><br>\nDie Einkommen der Arbeitnehmer haben sich in den vergangenen Jahren viel schlechter entwickelt als die von Selbst&auml;ndigen, Rentnern oder Pension&auml;ren. Schuld ist eine Fehlkonstruktion des Sozialstaats, der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte abstraft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,509990,00.html\">Spiegel-Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar unseres Lesers J.K. aus N&uuml;rnberg:<\/strong> Hier ein Hinweis auf ein neues Machwerk aus dem Spiegeldunstkreis. Im Stil von Steingart &amp; Co macht Michael Sauga in seinem Buch &ldquo;Wer arbeitet, ist der Dumme&rdquo; den Sozialstaat f&uuml;r sinkende L&ouml;hne und Realeinkommen verantwortlich.<br>\nAgenda 2010, Harz IV, permanente Steuersenkungen f&uuml;r Verm&ouml;gensbesitzer und Unternehmen, skrupellose Manager, Privatisierung, Shareholder Kapitalismus und grenzenlose Profitgier von Private Equity und Hedgefonds sowie eine falsche, wie von den NachDenkSeiten oft genug dargestellt, einseitig angebotsorientierte Wirtschaftspolitik haben damit nat&uuml;rlich rein gar nichts zutun.<br>\nAbsurder kann man gar nicht argumentieren; g&auml;be es den Sozialstaat nicht, w&uuml;rde es den Menschen besser gehen (wie jenen erwerbst&auml;tigen Bundesb&uuml;rgern, die das Gl&uuml;ck haben, als Selbstst&auml;ndige nicht in die Sozialkassen einbezogen zu sein.)<br>\nDa f&auml;llt einem unter anderem Michaels Moores neuer Film &ldquo;Sicko&rdquo; ein, der vielleicht etwas &uuml;berspitzt die Segnungen des komplett privat organisierten, US-amerikanischen Gesundheitssystems darstellt.<br>\nGerade die unteren Einkommensklassen k&ouml;nnten selbst wenn sie die gegenw&auml;rtigen Abz&uuml;ge f&uuml;r Renten-, Arbeitlosen- und Krankenversicherung auf den Lohn aufgeschlagen bek&auml;men nie und nimmer die Aufwendungen f&uuml;r eine komplett private Absicherung erbringen.<br>\nDie obligatorische Hetze gegen die angeblich schmarotzenden Alten (Seniorenparadies Deutschland) darf ebenso wenig fehlen wie der Hinweis auf die metaphysische Macht der Globalisierung.<br>\nOb jemand den absurden Thesen des Herrn Sauga folgt? Man muss wohl bef&uuml;rchten, dass es gen&uuml;gend Nachplapperer insbesondere aus der Politik geben wird.<br>\n<\/em><br>\n<strong>Erg&auml;nzender Kommentar AM :<\/strong> <em>Die Fragw&uuml;rdigkeit des Textes von Sauga k&ouml;nnen Sie schon an der Einleitung zum zweiten Text erkennen. Ich wiederhole:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die Einkommen der Arbeitnehmer haben sich in den vergangenen Jahren viel schlechter entwickelt als die von Selbst&auml;ndigen, Rentnern oder Pension&auml;ren. Schuld ist eine Fehlkonstruktion des Sozialstaats, der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte abstraft.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Die Einkommen der Arbeitnehmer haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten, insbesondere seit 1993, viel schlechter entwickelt als die Einkommen aus Gewinnen und Verm&ouml;gen und die Einkommen der Besserverdienenden, weil durch eine bewusste D&auml;mpfung der Konjunktur die Arbeitsmarktlage der Arbeitnehmer und ihr Gewicht auf dem Arbeitsmarkt und damit auch die Verhandlungsposition der Gewerkschaften immer schlechter wurde. Auf dem Arbeitsmarkt gibt es sp&auml;testens seit 1993 keinen fairen Wettbewerb. Die Hauptschuldigen daf&uuml;r sind die miserable, die Besch&auml;ftigungspolitik ignorierende Geldpolitik der Zentralbanken Bundesbank und EZB und die falsche Makropolitik auf Seiten der Bundesregierung. Aber dieses wird die Redaktion des Spiegels nie verstehen, weil es in ihrem Weltbild so etwas wie Konjunktur und Makropolitik nicht gibt.<br>\nDie von Herrn Sauga bem&uuml;hte &bdquo;Fehlkonstruktion des Sozialstaats&ldquo; w&uuml;rde er gar nicht bemerken, wenn Geld- und Fiskalpolitik f&uuml;r ausreichende Besch&auml;ftigung gesorgt h&auml;tten, jedenfalls sich darum bem&uuml;ht h&auml;tten.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Viele Bahnstrecken in Gefahr<\/strong><br>\nDie Betreiber des Nahverkehrs auf der Schiene haben vor der Streichung von Z&uuml;gen und der Stilllegung ganzer Strecken durch die Bahn-Privatisierung gewarnt. Es sei zudem mit einer Preiserh&ouml;hung von bis zu 15 Prozent zu rechnen. &ldquo;Jeder sechste bis siebte Nahverkehrszug ist in Gefahr&rdquo;, sagte Bernhard Wewers, Pr&auml;sident der Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr. Die vom Kapitalmarkt von der Deutschen Bahn geforderten Renditen seien in den n&auml;chsten Jahren nur zu erreichen, wenn sich die Bahn von rund 9000 Kilometern Streckennetz trenne und Bahnh&ouml;fe mit unter 100 Reisenden am Tag schlie&szlig;e.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/handel_dienstleister\/:Viele%20Bahnstrecken%20Gefahr\/253064.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Pro Bahn zum Arbeitskampf bei der DB AG<\/strong><br>\nDer Fahrgastverband Pro Bahn sieht eine eindeutige politische Verantwortung der Bundesregierung f&uuml;r den Tarifkonflikt zwischen Deutsche Bahn (DB) und Gewerkschaft Deutscher Lokf&uuml;hrer (GDL). &raquo;Die H&auml;rte der Tarifauseinandersetzung zwischen der DB und der Gewerkschaft des fahrenden Personals ist darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass die Lokf&uuml;hrergewerkschaft die Pl&auml;ne Mehdorns zur Kapitalprivatisierung der DB (&rsaquo;B&ouml;rsengang&lsaquo;) nicht unterst&uuml;tzt&laquo;, erkl&auml;rt das Vorstandsmitglied des Verbraucherverbandes, Hartmut Buyken. Buyken erl&auml;utert: &raquo;Die Gewerkschaften Transnet und GDBA haben ihren Tarifvertrag in kumpelhafter Solidarit&auml;t mit DB-Chef Mehdorn fast ger&auml;uschlos abgeschlossen. &hellip; Mehdorns Verhandlungspartner, Transnet-Chef Norbert Hansen, bereitet jetzt in SPD-Parteigremien Beschl&uuml;sse vor, um die Mehdorn\/Tiefensee-Pl&auml;ne im SPD-Parteitag durchzubringen. W&auml;hrend Mehdorn 2006 einen eindeutig illegalen politischen Streik der Gewerkschaft Transnet zugunsten des B&ouml;rsengangs unterst&uuml;tzte, wird jetzt gegen die GDL mit Methoden vorgegangen, die in der Geschichte Nachkriegsdeutschlands einmalig sind. Wir bef&uuml;rchten, da&szlig; Bahn, Transnet und GDBA gemeinsam die politisch mi&szlig;liebige konkurrierende Lokf&uuml;hrergewerkschaft schw&auml;chen oder sogar vernichten wollen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/10-09\/022.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Kinderbetreuung: Personalnot in der Kita<\/strong><br>\nEine Studie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zeigt: Es fehlt der Nachwuchs an ausgebildeten Kitaerzieherinnen. Besonders problematisch ist der M&auml;nnermangel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=deutschland&amp;art=5802&amp;src=SZ&amp;id=deutschland-artikel&amp;cHash=fca188f039\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Gegen Ende des Artikels hei&szlig;t es: &bdquo;Umstritten ist, ob nicht auch die Ausbildung der Fachkr&auml;fte verbessert werden sollte.&ldquo; Warum so vorsichtig? In anderen L&auml;ndern ist eine akademische Ausbildung f&uuml;r Erzieher und Erzieherinnen eine Selbstverst&auml;ndlichkeit. Siehe dazu <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2006\/28\/C-Erzieherinnen?page=all\">&bdquo;Warum auch Erzieherinnen eine akademische Ausbildung brauchen&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Satire: Das Struck-Papier und die SPD-Ortsgruppe K&ouml;kenbr&ouml;k<\/strong><br>\nNeulich abend auf der Versammlung der SPD-Ortsgruppe K&ouml;kenbr&ouml;k.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.menschini.eu\/sonstkoeken.htm\">Online-Magazin MENSCHINI<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2684","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2684","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2684"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2684\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2684"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2684"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2684"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}