{"id":26861,"date":"2015-07-20T09:15:11","date_gmt":"2015-07-20T07:15:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861"},"modified":"2015-11-09T12:38:23","modified_gmt":"2015-11-09T11:38:23","slug":"hinweise-des-tages-2419","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h01\">Dr. Sch&auml;ubles Plan f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h02\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h03\">Deutschland in der Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h04\">&bdquo;Europa kann von S&uuml;damerika lernen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h05\">Russland\/Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h06\">Arm finanziert Reich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h07\">TTIP &ndash; Wachstumschancen f&uuml;r kleine und mittlere Unternehmen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h08\">Die Liberalen und der Arbeitslohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h09\">&ldquo;Prolls, Assis und Schmarotzer&rdquo; &ndash; Warum unsere Gesellschaft die Armen verachtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h10\">Die &ldquo;Versklavung&rdquo; der polnischen Amazon-Mitarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h11\">Deutsche Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h12\">Retired General: Drones Create More Terrorists Than They Kill, Iraq War Helped Create ISIS<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h13\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h14\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861#h15\">10 Jahre Linkspartei: Merkels Machtgarant<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26861&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Dr. Sch&auml;ubles Plan f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nToxische Rettungsschirme, fatale Sparpolitik, massenhafte Privatisierungen: Die Griechenland-Krise hat Sch&auml;ubles Vision f&uuml;r die EU offenbart. Stimmen die Europ&auml;er ihm zu?<br>\nF&uuml;nf Monate der Verhandlungen zwischen Griechenland und Europa haben uns in eine Sackgasse gef&uuml;hrt, weil Dr. Sch&auml;uble es so wollte.<br>\nAls ich Anfang Februar erstmals an einem der Br&uuml;sseler Treffen teilnahm, hatte sich bereits eine m&auml;chtige Mehrheit in der Euro-Gruppe herausgebildet. Um die ernste Gestalt des deutschen Finanzministers geschart, hatte sich diese Fraktion zum Ziel gesetzt, jede &Uuml;bereinkunft zu verhindern, die auf den Gemeinsamkeiten zwischen unserer neu gew&auml;hlten Regierung und dem Rest der Euro-Zone aufbauen w&uuml;rde. &ldquo;Wahlen k&ouml;nnen nichts &auml;ndern&rdquo; und &ldquo;Es gilt die gemeinsame Absichtserkl&auml;rung oder gar nichts&rdquo; lauteten einige der typischen &Auml;u&szlig;erungen, mit denen ich bei meinem ersten Auftreten in der Euro-Gruppe begr&uuml;&szlig;t wurde.<br>\nF&uuml;nf Monate intensiver Verhandlungen hatten somit niemals eine Chance. Sie waren dazu verurteilt, in eine Sackgasse zu f&uuml;hren und den Weg f&uuml;r das zu bahnen, was Dr. Sch&auml;uble f&uuml;r &ldquo;optimal&rdquo; befunden hatte, lange bevor unsere Regierung &uuml;berhaupt gew&auml;hlt wurde: n&auml;mlich Griechenland aus der Euro-Zone zu dr&auml;ngen, um Mitgliedstaaten zu disziplinieren, die sich seinem ganz speziellen Plan zum Umbau der Euro-Zone widersetzten. Dies ist keine Theorie, die ich mir ausgedacht habe. Woher ich wei&szlig;, dass der Grexit ein wichtiger Bestandteil von Dr. Sch&auml;ubles Plan f&uuml;r Europa ist? Weil er es mir selbst gesagt hat!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/\/2015\/29\/schuldenkrise-europa-wolfgang-schaeuble-yanis-varoufakis?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.mail.ref.zeitde.dskshare.link.x&amp;utm_medium=sm&amp;utm_source=mail_zonaudev_ext&amp;utm_campaign=mail_referrer&amp;utm_content=zeitde_dskshare_link_x%20\">Yanis Varoufakis auf Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: &raquo;Ein Karthagischer Frieden&laquo;<\/strong><br>\nDas Opfer wird gebeten, die Schuld des T&auml;ters auf sich zu nehmen: Die Erkl&auml;rung des Eurogipfels von Montag im Wortlaut &ndash; kommentiert von Yanis Varoufakis<br>\n&raquo;Lesen und weinen&laquo;, sagt Yanis Varoufakis zur Erkl&auml;rung des Eurogipfels vom vergangenen Montag. Er hat die Vereinbarung kommentiert &ndash; eine Vereinbarung, die nach Meinung des fr&uuml;heren Finanzministers als die &raquo;Kapitulationsurkunde Griechenlands&laquo; in die Geschichte eingehen wird. Varoufakis hat die von ihm kommentierte Version der Gipfel-Vereinbarung zuerst in seinem Blog ver&ouml;ffentlicht. Hier gibt es nun eine deutsche Fassung. David Bebnowski hat die &Uuml;bersetzung besorgt. Der Text der im Original siebenseitigen Gipfel-Vereinbarung ist unver&auml;ndert, kursiv in eckigen Klammern die Anmerkungen, Kommentare und Einordnungen von Varoufakis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/978365.ein-karthagischer-frieden.html%20\">neues deutschland<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Varoufakis zu Griechenland-Reformprogramm: &ldquo;Es ist bereits gescheitert&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r die Reformen in Griechenland sieht Ex-Finanzminister Varoufakis schwarz: Der BBC sagte er, das Reformprogramm werde als &ldquo;gr&ouml;&szlig;tes Desaster volkswirtschaftlichen Managements in die Geschichte eingehen&rdquo;. (&hellip;)<br>\nGriechenland sei einem Programm unterworfen, das als &ldquo;gr&ouml;&szlig;tes Desaster volkswirtschaftlichen Managements in die Geschichte eingehen wird&rdquo;, sagte Varoufakis. Die Eurol&auml;nder hatten sich am Montag mit Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras darauf geeinigt, dass ein neues Rettungspaket verhandelt werde, wenn Griechenland drastische Sparma&szlig;nahmen und Reformen umsetze. Am Freitag stimmte auch der Bundestag weiteren Verhandlungen zu.<br>\n&ldquo;Dieses Programm wird scheitern, egal wer sich um die Umsetzung k&uuml;mmert&rdquo;, sagte Varoufakis der BBC. Auf die Frage, wie lange dieser Prozess dauern werde, sagte er: &ldquo;Es ist bereits gescheitert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/griechenland-varoufakis-prognostiziert-scheitern-der-reformen-a-1044330.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&raquo;Wir haben ihre Macht untersch&auml;tzt&laquo;: Ein Insider der griechischen Regierung legt Details aus f&uuml;nf Monaten &raquo;Erniedrigung&laquo; und &raquo;Erpressung&laquo; offen<\/strong><br>\nEin f&uuml;hrendes Mitglied der griechischen Delegation, die mit den europ&auml;ischen Geldgebern verhandelte, hat sich zu einem Treffen mit dem Mediapart-Korrespondenten Christian Salmon letzte Woche in Athen bereit erkl&auml;rt. Unter der Bedingung, dass sein Name nicht ver&ouml;ffentlicht wird, sprach er detailiert &uuml;ber die langwierigen und harten Verhandlungen zwischen der im Januar gew&auml;hlten radikal-linken Syriza-Regierung und den internationalen Geldgebern. Bei den Verhandlungen geht es haupts&auml;chlich um die Bedingungen eines neuen Hilfspakets f&uuml;r das von Schulden geplagte Land.<br>\nDas fast zweist&uuml;ndige auf Englisch durchgef&uuml;hrte Interview fand nur einige Tage vor dem griechischen Referendum &uuml;ber die damals von den Geldgebern angebotenen Bedingungen f&uuml;r ein im Kern drastisches Sparma&szlig;nahmenprogramm statt. Der Regierungschef Tsipras stand dem Programm ablehnend gegen&uuml;ber. Dieses wurde dann letzten Endes auch von 61,3 Prozent der griechischen W&auml;hlerInnen abgelehnt.<br>\nIch war schon sehr fr&uuml;h nicht mit der Ansicht einverstanden, dass das wirkliche Verhandlungen w&auml;ren. Es gab einige Verhandlungen zu einigen fiskalpolitischen Details, &uuml;ber Bedingungen usw. W&auml;hrend dieser Diskussionen war es die griechische Regierung, die sich mehr und mehr auf die Troika zubewegte. Aber diese machte keinen Schritt auf uns zu. Sie wollte auch nie &uuml;ber die Schulden diskutieren, z.B. &uuml;ber eine Schuldenrestrukturierung, Schuldentragf&auml;higkeit und eben Finanzierung. Gibt es eine neue Finanzierung? Wird die EZB all diese Beschr&auml;nkungen aufheben, all diese Restriktionen dar&uuml;ber, wie viel Geld die Banken sich leihen k&ouml;nnen, wie viel der Staat sich von den Banken leihen kann? Es war uns nicht m&ouml;glich an Geld zu kommen.<br>\nNoch bis Februar konnten wir Schatzanweisungen ausgeben. Aber dieser Regierung wurde das nicht erlaubt, die EZB hat sie gestoppt. Also konnte der Staat dann auch nichts mehr von den Banken leihen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeitschrift-luxemburg.de\/wir-haben-ihre-macht-unterschaetzt-ein-insider-der-griechischen-regierung-legt-details-aus-fuenf-monaten-erniedrigung-und-erpressung-offen\/\">Luxemburg<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Griechenland ist ein S&uuml;ndenbock&rdquo;<\/strong><br>\nGriechenland ist selbst schuld an seiner Misere? &Ouml;konom Stephan Schulmeister widerspricht &ndash; die EU-Gl&auml;ubiger wollten von eigenen Problemen ablenken.<br>\nDer &Ouml;konom Stephan Schulmeister ist Wirtschaftsforscher am renommierten Wifo-Institut in Wien. Er &uuml;bt in seinen Arbeiten vehemente Kritik an Finanzspekulationen und an der neoliberalen Wirtschaftsordnung.<br>\nSZ: Herr Schulmeister, Sie haben dazu aufgerufen, Syriza zu unterst&uuml;tzen. Hat die griechische Regierung klug verhandelt?<br>\nStephan Schulmeister: Von Verhandlungen kann nicht die Rede sein! In Verhandlungen tauscht man Argumente aus &ndash; doch in der Euro-Gruppe hat sich ein Religionskrieg entwickelt. Gerade weil Syriza die Kritik am Sparkurs nicht nur auf das eigene Land bezog, ging es in der letzten Zeit immer mehr um das Dogmatische, das Grunds&auml;tzliche.<br>\nDie Diskussion &uuml;ber die griechischen Schulden und die Schuld der Griechen ist moralisch aufgeladen &ndash; zu Recht?<br>\nNat&uuml;rlich ist es legitim, zu verlangen, dass Schulden zur&uuml;ckbezahlt werden. Doch zum Schuldenmachen geh&ouml;ren zwei: Einer, der die Kredite aufnimmt, und einer, der sie gibt. In einem &ouml;konomischen System entspricht jedem Defizit ein &Uuml;berschuss &ndash; das nicht zu bedenken ist ein Fehler der Politik und der Wirtschaftswissenschaften. Zu sagen: &ldquo;Wer ein Defizit hat, ist schuld&rdquo; ist ein intellektueller Super-Gau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/wirtschaftsforscher-schulmeister-ueber-schuldenkrise-griechenland-ist-ein-suendenbock-1.2568753\">SZ.de<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wie Sie mit dem Steuergeld umgehen, ist verantwortungslos&rdquo;<\/strong><br>\nRede von Sahra Wagenknecht in der Debatte des Deutschen Bundestages am 17.07.2015 &uuml;ber das Verhandlungsmandat der Bundesregierung f&uuml;r ESM-Kredite f&uuml;r Griechenland (&hellip;)<br>\nniemand bestreitet, dass Griechenland Reformen braucht. Sie brauchen ordentliche Kataster&auml;mter und eine funktionierende Steuerverwaltung. Sie brauchen eine Bek&auml;mpfung der Korruption und eine Entflechtung der Wirtschaft, in der heute etwa 800 Familienclans &uuml;ber preistreibende Monopole verf&uuml;gen.<br>\nAber was Sie hier mit dem sch&ouml;nklingenden Namen Reformen verteidigen, hat mit alledem nichts zu tun.<br>\nWas Sie Griechenland diktiert haben ist nichts als die Fortsetzung der seit f&uuml;nf Jahren gescheiterten Politik, einer Politik, die schon ein Viertel der griechischen Wirtschaftsleistung zerst&ouml;rt, die dem Land Rekordarbeitslosigkeit, Verzweiflung und Elend gebracht und die griechische Schuldenquote von 130 auf 180 Prozent hochgetrieben hat.<br>\nUnd diese Politik wollen Sie allen Ernstes fortsetzen? Noch versch&auml;rft durch den kompletten Ausverkauf des &ouml;ffentlichen Verm&ouml;gens und die vollst&auml;ndige Entm&uuml;ndigung eines gew&auml;hlten Parlaments, das fortan nichts aber auch gar nichts mehr zu entscheiden hat.<br>\nIch muss Ihnen sagen: Was sie mit diesem Land machen, das immerhin nicht nur die Wiege der Demokratie, sondern auch die Wiege der gesamten europ&auml;ischen Kultur ist, daf&uuml;r gibt es nur einen Begriff: Das ist sch&auml;ndlich!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/reden\/wie-steuergeld-umgehen-verantwortungslos\/%20\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>Dazu: Video: Sahra Wagenknecht, DIE LINKE: Wie Sie mit dem Steuergeld umgehen, ist verantwortungslos<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-9VHtDdFSAA&amp;list=PLG4aoPhmPo8VnZcdP4rKRNNplP9_M4Z0N&amp;index=2\">Fraktion Die Linke. im Bundestag via You Tube<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>G&uuml;nstige Inseln: Warren Buffett kauft sich in Griechenland ein<\/strong><br>\nWarren Buffett hat ein Gesp&uuml;r f&uuml;r gute Gesch&auml;fte. Nun hat der US-Starinvestor Griechenland als Investitionsobjekt entdeckt und sich eine Insel in der &Auml;g&auml;is gekauft. Diesmal war er mit seiner Anlageidee jedoch nicht der Erste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/griechenland-warren-buffett-kauft-insel-agios-thomas-a-1044357.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich ist das grotesk. Die Gelder aus den Hilfsprogrammen sind bisher fast ausschlie&szlig;lich den Gl&auml;ubigern zugeflossen. Diese k&ouml;nnen sich nun mit Hilfe europ&auml;ischer Steuergelder griechische Inseln kaufen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu ein Kommentar von Konstatin Wecker:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>\nLiebe Freunde,<br>\n&bdquo;G&uuml;nstige Inseln: Warren Buffett kauft sich in Griechenland ein. Warren Buffett hat ein Gesp&uuml;r f&uuml;r gute Gesch&auml;fte. Nun hat der US-Starinvestor Griechenland als Investitionsobjekt entdeckt und sich eine Insel in der &Auml;g&auml;is gekauft.&ldquo; (SPIEGEL online)<br>\nWie w&auml;rs mit der Akropolis, Herr Buffett. Oder warum nicht gleich ganz Athen, dann kann man Eintritt verlangen und die Menschen wie im Zoo ausstellen. Am besten bei der F&uuml;tterung.<br>\nFrau Merkel, Herr Sch&auml;uble &ndash; ist es das was Sie wollten?<br>\nHatte dieses dem&uuml;tigende, mit gekaufter Propaganda veranstaltete Affentheater ausschlie&szlig;lich diesen Zweck: Ein ganzes Land zu verscherbeln an ein paar superreiche Zocker und Konzerne?<br>\nWeil ja, wie Sie immer predigen, der freie Markt von alleine alles regelt.Fragt sich nur f&uuml;r wen:<br>\nIm Vorfeld des Weltwirtschaftsforums von Davos prangerte die Hilfsorganisation Oxfam die wachsende Ungleichheit in der Welt an. Ihrer Auswertung zufolge besitzen die 85 reichsten Menschen auf diesem Globus ebenso viel wie die gesamte &auml;rmere H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung zusammen. Das war 2014. Jetzt sind es nur noch knapp &uuml;ber 60 Milliard&auml;rInnen.<br>\nBeamte aus den drei Institutionen IWF, EZB und Europ&auml;ischer Kommission &ndash; der Troika &ndash; agieren ohne parlamentarische Kontrolle. Sie zwingen Staaten zu Sparma&szlig;nahmen, die das soziale Gef&uuml;ge gef&auml;hrden und tief in das Leben von Millionen Menschen eingreifen.<br>\nIhnen geht es ausschlie&szlig;lich darum, den Warren Buffetts den Weg zu ebnen.<br>\nWir br&auml;uchten Politiker, die das verhindern.<br>\nKeine Lobbyisten der Milliard&auml;re.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/permalink.php?story_fbid=1138508266166537&amp;id=111564412194266&amp;hc_location=ufi\">Konstantin Wecker via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutschland in der Kritik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Eine Welle von Deutschenhass rollt durch Europa<\/strong><br>\nDer Deutschenhass ist l&auml;ngst &uuml;ber Griechenlands Grenzen geschwappt und hat alles &uuml;bersp&uuml;lt. Das &ldquo;Vierte Reich&rdquo; soll drohen. Machen wir uns nichts vor: h&auml;ssliche Deutsche &ndash; das sind wir alle. [&hellip;]<br>\nSoll das alles falsch gewesen sein? Statt eines modebewussten, gut gek&auml;mmten Schwarzw&auml;lders, dessen Leitspruch &ldquo;H&ouml;ggschde Konzentration!&rdquo; zum Motto der EU taugte, raunt jetzt ein anderer Schwarzw&auml;lder seine Fallbeilmaxime in den &Auml;ther: &ldquo;Isch over!&rdquo; K&ouml;nnen wir der Welt erkl&auml;ren, dass beide Facetten unserer Daseinsweise &ndash; Weltmeister und Wachtmeister &ndash; irgendwie untrennbar zusammengeh&ouml;ren?<br>\nDass wir alle nichts gewinnen, wenn die Deutschen immer nur abgeben? Und dass selbst unser Finanzminister es doch nur gut meint? Es sieht ganz so aus, als sei es f&uuml;rs Argumentieren bereits zu sp&auml;t. Der Deutschenhass ist l&auml;ngst &uuml;ber Griechenlands Grenzen geschwappt und hat alles &uuml;bersp&uuml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article144178920\/Eine-Welle-von-Deutschenhass-rollt-durch-Europa.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Typisch diese Abwehrhaltung. Kein Wort davon, dass der eigene Konzern, zu dem die Welt wie auch die Bild-Zeitung geh&ouml;ren, ganz wesentlich diesen Deutschenhass mit verursacht hat. Au&szlig;erdem: diese h&auml;sslichen Deutschen sind nicht wir alle. Wir Nachdenkseiten-Macher und die vielen anderen kritischen Begleiter des Geschehens lassen uns jedenfalls von den Springer Medien nicht auch noch verantwortlich machen f&uuml;r das, was sie zulasten unseres Volkes und auch seiner Industrie anstellen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Geradezu perfide ist auch die Vermischung von Sport und Politik, die der WELT-Autor vornimmt. Die unterschwellige Nachricht ist: &bdquo;wir&ldquo; sind halt die Besten und es ist eher eine Sache der Wahrnehmung, ob &bdquo;wir&ldquo; nun von au&szlig;en als sympathisch (Fu&szlig;ball) oder unsympathisch (Politik) gesehen werden. Die Absicht dieses vollkommen unzul&auml;ssigen Vergleichs ist klar &ndash; wer der deutschen Fu&szlig;ballmannschaft die Daumen dr&uuml;ckt, sollte laut WELT auch hinter Wolfgang Sch&auml;uble, dem Berti Vogts der Finanzpolitik, stehen. L&auml;cherlicher geht&acute;s wirklich kaum noch. Es hei&szlig;t ja immer, die WELT sei die BILD f&uuml;r Leser mit Abitur. Anl&auml;sslich solcher Artikel mag man das nicht nachvollziehen. Die WELT ist genau so plump und b&ouml;se wie die BILD, sie enth&auml;lt lediglich etwas mehr Buchstaben und kleinere &Uuml;berschriften.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der blinde Fleck der deutschen Weltoffenheit<\/strong><br>\nDie Deutschen sind wieder h&auml;sslich. Warum? Vielleicht sind sie jetzt aus dem gleichen Grund die B&ouml;sen, aus dem sie bislang noch die Guten waren: Sie interessieren sich letztlich nur f&uuml;r sich. [&hellip;]<br>\nAber wahrscheinlich ist die Sache noch schlimmer, und Deutschland hat sich gar nicht ge&auml;ndert. In Wirklichkeit ist dieses Volk heute aus exakt demselben Grund der B&ouml;se, aus dem es eben noch allen sympathisch war: Ein Volk, das sich letztlich nur f&uuml;r sich selbst und seine Wirtschaft interessiert und weder sich selbst noch andere mit weitergehenden Anspr&uuml;chen behelligen will. Vorausgesetzt, dass die Kanzlerin als zuverl&auml;ssiges Medium der &ouml;ffentlichen Stimmungen auch ganz ohne Volksbefragung genau das abbildet, was die deutsche Bev&ouml;lkerung in ihrer Mehrheit will oder wenigstens tolerieren kann, ist die Br&uuml;sseler Nacht mit ihrem Ultimatum an die Griechen &ndash; entweder &uuml;bernehmt ihr ohne jegliche Abstriche unsere Logik oder ihr d&uuml;rft unsere gemeinsame W&auml;hrung nicht l&auml;nger benutzen &ndash; ein getreuer Spiegel des Verh&auml;ltnisses, das das Volk der Bundesrepublik immer schon gegen&uuml;ber seiner Au&szlig;enwelt hatte. [&hellip;]<br>\nUnd die Deutschen k&ouml;nnen pl&ouml;tzlich nicht mehr verstehen, was die Welt eigentlich von ihnen will. Man nimmt ihnen ja nicht einfach &uuml;bel, wie Habermas jetzt mutma&szlig;t, dass sie als Hegemon auftreten. Sondern dass sie als Hegemon zugleich der Kr&auml;mer geblieben sind, der die &auml;u&szlig;ere Welt blo&szlig; als Gebrauchsartikel, Kunde oder Schuldner wahrnehmen kann. Und nicht als Sph&auml;re, f&uuml;r deren demokratische und wirtschaftliche Entwicklung er sogar aus eigenem Interesse zusammen mit anderen Verantwortung &uuml;bernehmen muss. Pl&ouml;tzlich ahnt man, wie gef&auml;hrlich Macht selbst bei den besten Absichten einmal werden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/blinder-fleck-in-deutschlands-griechenland-politik-13708488.html?printPagedArticle=true\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> Diejenigen, die diesen blinden Fleck nicht teilen, und daher die Aussage des Artikels sehen und verstehen k&ouml;nnen, werden ihn unmittelbar in den recht h&auml;sslichen Kommentaren best&auml;tigt sehen. Oder, andersherum, von denjenigen, die solche recht h&auml;sslichen Kommentare schreiben und teilen, handelt dieser Artikel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Why is Germany so tough on Greece? Look back 25 years<\/strong><br>\nTo understand Wolfgang Sch&auml;uble&rsquo;s demands in the bailout talks, look at what he inflicted on his own country when it reunified<br>\nvery drama needs a great baddie, and in the latest act of the Greek crisis Wolfgang Sch&auml;uble, the 72-year-old German finance minister, has emerged as the standout villain: critics see him as a ruthless technocrat who strong-armed an entire country and now plans to strip it of its assets. One part of the bailout deal in particular has scandalised many Europeans: the proposed creation of a fund designated to cherrypick &euro;50bn (&pound;35bn) worth of Greek public assets and privatise them to pay the country&rsquo;s debts. But the key to understanding Germany&rsquo;s strategy is that for Sch&auml;uble there is nothing new about any of this.<br>\nIt was 25 years ago, during the summer of 1990, that Sch&auml;uble led the West German delegation negotiating the terms of the unification with formerly communist East Germany. A doctor of law, he was West Germany&rsquo;s interior minister and one of Chancellor Helmut Kohl&rsquo;s closest advisers, the go-to guy whenever things got tricky.<br>\nThe situation in the former GDR was not too dissimilar from that in Greece when Syriza swept to power: East Germans had just held their first free elections in history, only months after the Berlin Wall fell, and some of the delegates from East Berlin dreamed of a new political system, a &ldquo;third way&rdquo; between the west&rsquo;s market economy and the east&rsquo;s socialist system &ndash; while also having no idea how to pay the bills anymore.<br>\nThe West Germans, on the other side of the table, had the momentum, the money and a plan: everything the state of East Germany owned was to be absorbed by the West German system and then quickly sold to private investors to recoup some of the money East Germany would need in the coming years. In other words: Sch&auml;uble and his team wanted collateral.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2015\/jul\/17\/germany-greece-wolfgang-schauble-bailout\">the guardian<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;uble und die Strategie des &raquo;Grexit&laquo;<\/strong><br>\nAuf dem EU-Gipfel Anfang Juli hat kein Putsch oder Staatsstreich stattgefunden. Die europ&auml;ische Idee ist in den harten, erpresserisch gef&uuml;hrten Verhandlungen stark besch&auml;digt, aber nicht zu Grabe getragen worden. Im Ergebnis hat Griechenland mit seiner Linksregierung erneut ein Hilfsprogramm der EU-Institutionen f&uuml;r drei Jahre erhalten, das neben einer Fortf&uuml;hrung der Austerit&auml;tspolitik auch ein Programm f&uuml;r eine Investitionsoffensive enth&auml;lt.<br>\nMit den betr&auml;chtlichen Mitteln aus dem EU-Haushalt soll ein Neubeginn f&uuml;r Wachstum und Arbeitspl&auml;tze gestartet werden. Auf dem Euro-Gipfel wurde unterstrichen, dass die Kommission bereit ist, gemeinsam mit den griechischen Beh&ouml;rden bis zu 35 Mio. EUR zu mobilisieren, um in Griechenland Investitionen und Wirtschaftst&auml;tigkeit (einschlie&szlig;lich eines Programms f&uuml;r kleine und mittlere Unternehmen) zu finanzieren.<br>\nDer f&uuml;hrende Akteur der europ&auml;ischen Hegemonialmacht Deutschland und der erdr&uuml;ckenden Mehrheit in der Ecofin-Gruppe ist Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU). Er hat einger&auml;umt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und er in den vergangenen Wochen unterschiedliche Auffassungen zur Griechenland-Krise vertreten haben: &raquo;Es geh&ouml;rt zur Demokratie, dass man auch einmal unterschiedliche Meinungen hat&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/schaeuble-und-die-strategie-des-grexit\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><strong>Dazu: No 212<\/strong><br>\n&bdquo;Im &Uuml;brigen ist die zunehmend praktizierte Verletzung der Souver&auml;nit&auml;t demokratischer Staaten, wie sie im Fall Griechenlands zu einem neuen zuvor unbekannten H&ouml;hepunkt gekommen ist, nichts anderes als die Neuformulierung der Breschnew-Doktrin: Die neue Sch&auml;uble-Doktrin von der begrenzten Souver&auml;nit&auml;t demokratischer Staaten beinhaltet das Recht, massiv von au&szlig;en zu intervenieren, wenn der Neoliberalismus bedroht ist.&#8232;Man kann also im wiki-Eintrag getrost &sbquo;Breschnew&lsquo; durch &sbquo;Sch&auml;uble&lsquo; und &sbquo;Sozialismus&lsquo; durch &sbquo;Neoliberalismus&lsquo; ersetzen und kommt recht nahe an den Kern der Sache.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=9123%20\">Maskenfall<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Europa kann von S&uuml;damerika lernen&ldquo;<\/strong><br>\nSparpolitik, W&auml;hrungskrise: Die L&auml;nder Lateinamerikas haben durchgemacht, was Europa mit seinem Euro-Debakel m&ouml;glicherweise noch droht.<br>\nDie L&auml;nder des s&uuml;dlichen Amerikas haben ihre Lehren gezogen aus ihren Finanzkrisen und L&ouml;sungsalternativen entwickelt. Einige davon stammen von Pedro P&aacute;ez. Im Interview pl&auml;diert P&aacute;ez f&uuml;r eine strategische Allianz zwischen Europa und S&uuml;damerika. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber hoffnungsvolle Auswege aus der vermeintlichen Alternativlosigkeit.<br>\ntaz: Herr Dr. P&aacute;ez, seit Jahren beobachten Sie die erfolglosen Versuche der Euro-L&auml;nder, Griechenland mit Hilfe von Sparprogrammen, Bankenrettung und Privatisierungen vor der Pleite retten. Woran sind Ihrer Meinung nach die bisherigen Versuchen der Eurozone gescheitert diese Krise zu l&ouml;sen?<br>\nPedro P&aacute;ez: Ich m&ouml;chte kein Schulmeister sein, aber mich erschreckt, dass bei der Euro-Krise mit den gleichen substanzlosen Mythen und Argumentationen gearbeitet wird, die sich in S&uuml;damerika bereits vor 30, 40 Jahren als falsch erwiesen haben: &bdquo;Ihr lebt &uuml;ber Eure Verh&auml;ltnisse&rdquo;, &bdquo;Ihr m&uuml;sst Euch disziplinieren.&rdquo; Das sind Moralpredigten, um den Menschen das Gef&uuml;hl einer kollektiven Schuld einzutrichtern, um so massive Sparprogramme zu rechtfertigen.<br>\nDabei belegen die vielen Erfahrungen aus Lateinamerika, S&uuml;dost-Asien und Afrika wie t&ouml;richt diese Politik ist. Selbst die Untersuchungen vom IEO, des unabh&auml;ngigen Evaluierungsb&uuml;ros des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IMF), best&auml;tigen das.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Oekonom-Pedro-P%C3%A1ez-ueber-Finanzkrisen\/!5201669\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert. Paez beschreibt die Motive der Austerit&auml;tspolitik. Jedenfalls ist sie nicht nur von Dummheit inspiriert und geleitet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Russland\/Ukraine<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wie Hollywood und US-Diplomaten die ukrainische Innenpolitik lenken<\/strong><br>\nGeorgiens einstiges Staatsoberhaupt und heutiger Gouverneur von Odessa, Michail Saakaschwili, hat nach Gespr&auml;chen mit US-Diplomaten die 25-j&auml;hrige &bdquo;Maidan-Aktivistin&ldquo; Julia Maruschewska zu seiner Stellvertreterin ernannt. Maruschewska war die Hauptfigur des bekannten Maidan-Clips &bdquo;Ich bin eine Ukrainerin&ldquo;. In dem angeblich von ihr selbst produzierten Clip rief sie &bdquo;den Westen&ldquo; dazu auf, die Maidan-Demonstranten zu unterst&uuml;tzen. Sp&auml;ter wurde bekannt, dass der Hollywood-Produzent Ben Moses und die US-Stiftung National Endowment for Democracy hinter dem Video-Clip standen, der dann massiv von CNN verbreitet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rtdeutsch.com\/26291\/headline\/hollywood-und-us-diplomaten-lenken-ukrainische-innenpolitik\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> An diesem St&uuml;ck kann man studieren, wie Propaganda l&auml;uft und wie sehr die USA die Innenpolitik anderer L&auml;nder, im konkreten Fall der Ukraine, bestimmen. Das Beispiel des in Hollywood produzierten Clips f&uuml;r den Maidan erinnert an die alte Geschichte zu Beginn des ersten Irak-Krieges. Damals wurde die Grausamkeit der irakischen Soldaten mit einem eigens von einer US-Agentur produzierten Clip &ldquo;bewiesen&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europa wieder einmal in der Frontlinie<\/strong><br>\nDie Ver&ouml;ffentlichung der neuen &bdquo;Milit&auml;rstrategie der Vereinigten Staaten&ldquo; durch General Martin Dempsey hat die Welt in Erstaunen gesetzt. Ganz im Gegensatz zu den vorangegangenen Dokumenten der Obama-Verwaltung wird Russland als der Hauptgegner bezeichnet und China als Gegner an zweiter Stelle. Der &bdquo;globale Krieg gegen den Terrorismus&ldquo; hat keinen Vorrang mehr.<br>\nW&auml;hrend die Aufmerksamkeit der politischen Medien sich auf Br&uuml;ssel konzentriert, wo zur Zeit &uuml;ber die Zukunft Griechenlands entschieden wird, ignoriert man weiterhin, dass Washington dabei ist, &uuml;ber die Zukunft Europas zu entscheiden &ndash; durch Vermittlung der von den Vereinigten Staaten kommandierten Nato, der mehr als drei Viertel der L&auml;nder der Europ&auml;ischen Union angeh&ouml;ren. Die j&uuml;ngsten Vorf&auml;lle, die praktisch verschwiegen wurden, best&auml;tigen dies. (&hellip;)<br>\nUnd Europa findet sich damit aufs Neue von den Vereinigten Staaten unter Vermittlung der Nato zur vordersten Linie der Konfrontation zwischen Ost und West umgewandelt, mit Kollaboration der politischen und &ouml;konomischen europ&auml;ischen Oligarchen, die &ndash; trotz Konkurrenz untereinander &ndash; sich kompakt formieren, wenn es darum geht, die vom Westen beherrschte &bdquo;Weltwirtschaftsordnung&ldquo; zu verteidigen. Genau die Ordnung, die heute von gro&szlig;en &bdquo;staatlichen Akteuren&ldquo; in Frage gestellt wird durch Initiativen wie die von den BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, S&uuml;dafrika) auf dem Ufa-Gipfel in Russland geschaffene Bank f&uuml;r Entwicklung, die &ndash; Euronews zufolge &ndash; &bdquo;eine der gr&ouml;&szlig;ten Banken der Welt sein wird&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.voltairenet.org\/article188201.html%20\">Voltairenet.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben auf die &Auml;u&szlig;erungen dieses US-Generals hingewiesen:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26765\">Designierter US-Generalstabschef h&auml;lt Russland f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung. Damit ist unserer Vorstellung von gemeinsamer Sicherheit in Europa der Boden entzogen.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26846\">Professor Norman Birnbaum zu den &Auml;u&szlig;erungen des designierten Generalstabschefs der USA: Viel L&auml;rm um nichts<\/a>.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Der IWF leiht Geld trotz Zahlungsausfall &ndash; Die Ukraine in der Schocktherapie?<\/strong><br>\nIm vergangenen Mai hat das ukrainische Parlament ein Gesetz &uuml;ber den Zahlungsausfall beschlossen, das die R&uuml;ckzahlung von Auslandsschulden mit einem Moratorium versieht. Damit wird offensichtlich, was ein Blick auf &ouml;konomische Parameter l&auml;ngst vermuten lie&szlig;: die Ukraine steht kurz vor dem Staatsbankrott. Trotz der Unf&auml;higkeit zur Schuldenr&uuml;ckzahlung will der Internationale W&auml;hrungsfond (IWF) weitere Kredite bereitstellen. Die ukrainische Regierung hat ihre Reformwilligkeit bereits bewiesen, sie hat die Preise f&uuml;r einige lebensnotwendige G&uuml;ter oder f&uuml;r Wohnraum massiv angehoben, Renten gek&uuml;rzt und umfassende Privatisierungen von Staatsunternehmen eingeleitet.<br>\nDie ukrainische Wirtschaft am Boden<br>\nIm Jahr 2014 ist die ukrainische Wirtschaft um 6,8 Prozent geschrumpft, f&uuml;r das laufende Jahr rechnet der IWF mit einem R&uuml;ckgang von 9 Prozent. Die einseitige Hinwendung zur Europ&auml;ischen Union (EU) und die Abkoppelung von der Russischen F&ouml;deration, dem vormals wichtigsten Handelspartner der Ukraine, haben zu einem enormen Wirtschaftseinbruch gef&uuml;hrt. W&auml;hrend der Warenaustausch mit Russland im Jahr 2014 im Vergleich zu 2013 um nahezu 35 Prozent gesunken ist, sind die Ausfuhren in die EU 2014 etwa konstant geblieben. Die Kriegssituation im Land hat das durch Korruption und Vetternwirtschaft von jeher schlechte Klima f&uuml;r Investitionen weiter verschlechtert. In der umk&auml;mpften Ostukraine ist die Produktion fast zum Erliegen gekommen. F&uuml;r den B&uuml;rgerkrieg zahlt die ukrainische Regierung t&auml;glich einige Millionen EUR. Der Verfall der nationalen W&auml;hrung, Hrywnja, hat eine massive Verteuerung der Importe verursacht, was besonders energieabh&auml;ngige Staaten wie der Ukraine volkswirtschaftlich stark belastet. Die Vorteile, die W&auml;hrungsabwertungen haben k&ouml;nnen &ndash; Exportsteigerung und Anstieg der Direktinvestitionen &ndash; sind ob der Kriegssituation nicht eingetreten. Die Gesamtverschuldung der Ukraine bel&auml;uft sich derzeit auf 93 Mrd. USD. Der Staat kann f&uuml;r Kosten und Geh&auml;lter kaum mehr aufkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/bw\/stuttgart-sicherheitsbehoerden-haben-geschlampt\/-\/id=1622\/did=15853952\/nid=1622\/3pmucz\/index.html%20\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Deutlich erkennbar sind die Unterschiede im Umgang mit Griechenland, aber die Ukraine hat ja auch keine linke Regierung.<\/em><br>\n<em>Nicht unwesentlich im Umgang mit der Ukraine d&uuml;rfte auch die Rolle der deutschen Bundesregierung sein, deren Vertreter offenbar keine Kontaktscheu zu faschistischen Kr&auml;ften haben: Bundesau&szlig;enminister Steinmeier hatte sich ohne Not auch mit dem &ldquo;Swoboda&rdquo;-Anf&uuml;hrer in der Ukraine getroffen, <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58805\">verhandelt und so vom Stigma befreit<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sanktionen waren ein Eigentor: &bdquo;Die Bedrohung geht nicht von Russland aus&ldquo;<\/strong><br>\nSchon kurz nach der Annexion der Krim-Halbinsel verh&auml;ngte der Westen Sanktionen gegen Russland. Das ist aber die falsche Strategie zum falschen Zeitpunkt, schreibt der Investor Mattias Westman in einem Gastbeitrag f&uuml;r FOCUS Online.<br>\nF&uuml;r die Sanktionen, mit denen Russland f&uuml;r seine Annexion der Krim und die Unterst&uuml;tzung der Rebellen in der Ostukraine bestraft werden sollte, wurden verschiedene Gr&uuml;nde angef&uuml;hrt: Nat&uuml;rlich war der Westen nicht bereit, wegen der Ukraine in den Krieg zu ziehen. Aber Russlands Vorgehen einfach nur anzuprangern, w&auml;re zu wenig gewesen. Jetzt wirft sich aber die Frage auf: Unter welchen Bedingungen k&ouml;nnen die Sanktionen wieder aufgehoben werden?<br>\nGeschieht dies nur dann, wenn Russland die Krim wieder an die Ukraine zur&uuml;ckgibt, dann w&uuml;rden sich die Strafma&szlig;nahmen als immerw&auml;hrend erweisen. Schlie&szlig;lich unterst&uuml;tzt die lokale Krim-Bev&ouml;lkerung die Wiedervereinigung mit Russland zu &uuml;ber 90 Prozent. Und auch angesichts der Lage in der Ostukraine w&uuml;rden die Menschen auf der Krim eine R&uuml;ckkehr zu den alten Verh&auml;ltnissen nicht akzeptieren. Dar&uuml;ber hinaus ist f&uuml;r Russland der Marinest&uuml;tzpunkt Sewastopol sehr wichtig &ndash; sowohl in strategischer als auch in nostalgischer Hinsicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/experten\/russland-experte-warnt-sanktionen-waren-ein-eigentor-die-bedrohung-geht-nicht-von-russland-aus_id_4815110.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dies ist ein zu Besonnenheit mahnender Kommentar eines Investors, mit Schwerpunkt Russland. Lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arm finanziert Reich<\/strong><br>\nAus den Entwicklungsl&auml;ndern flie&szlig;t doppelt soviel Geld in die Industriestaaten wie umgekehrt. Das besagt nun erstmals eine Studie.<br>\nDie &bdquo;Entwicklungshilfe&ldquo;, &uuml;ber die unter anderem auf der UN-Konferenz in Addis Abeba gestritten wurde, steht auf dem Kopf: Weltweit flie&szlig;t etwa doppelt so viel Geld aus den Entwicklungsl&auml;ndern in die Industrienationen wie die armen Staaten aus der klassischen &bdquo;Nord-S&uuml;d-Entwicklungshilfe&ldquo; bekommen. Seit der Finanzkrise 2008 &bdquo;verlieren die Entwicklungsl&auml;nder mehr als zwei Dollar f&uuml;r jeden Dollar, den sie bekommen&ldquo;, ist das Fazit einer Studie der Entwicklungsorganisation &bdquo;European Network on Debt and Development&ldquo; (Eurodad), die offizielle Quellen ausgewertet hat.<br>\nDie Studie &bdquo;The State of Finance for Developing Countries 2014&ldquo; sieht f&uuml;r das Jahr 2012 etwa zwei Billionen US-Dollar, die legal und illegal aus den L&auml;ndern des S&uuml;dens nach Norden transferiert wurden &ndash; w&auml;hrend aus den Industriestaaten etwa eine Billion in den S&uuml;den &uuml;berwiesen wurde. Als &bdquo;Entwicklungsl&auml;nder&ldquo; gelten nach Weltbank-Definition Staaten, in denen das Jahreseinkommen pro Kopf unter 12.615 Dollar liegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/UN-Konferenz-zu-Entwicklungshilfe\/!5213683\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TTIP &ndash; Wachstumschancen f&uuml;r kleine und mittlere Unternehmen?<\/strong><br>\nDer politische Kampf um TTIP, dem geplanten Handelsabkommen zwischen EU &amp; USA, zieht sich in die L&auml;nge. Nun haben die  TTIP-Bef&uuml;rworterInnen ihre Kommunikationsstrategie angepasst: Lange Zeit lag der Fokus der PR-Strategien vor allem auf der Betonung von gesamtwirtschaftlichen Effekten: der Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen und dem Wirtschaftswachstum. Als Reaktion auf die erfolgreiche Entmystifizierung dieser Darstellung und um der lauter werdenden Kritik entgegen zu treten, versuchen die Bef&uuml;rworterInnen nun neue B&uuml;ndnisse zu schlie&szlig;en. In diesem Zusammenhang l&auml;sst sich die Fokusverschiebung der Diskussion auf die Vorteile von TTIP f&uuml;r kleine und mittlere Unternehmen (KMU) verstehen. Die Botschaft von Europ&auml;ischer Kommission und Co. ist klar: TTIP sei nicht nur eine Veranstaltung f&uuml;r Gro&szlig;unternehmen, sondern bringe vor allem den europ&auml;ischen KMU wirtschaftliche Chancen. Eine neue Studie im Auftrag von ATTAC zeigt jedoch, dass sich diese Behauptung empirisch nicht halten l&auml;sst. (&hellip;)<br>\nKMU, also Unternehmen mit weniger als 250 Besch&auml;ftigten, spielen in Europa allgemein und in &Ouml;sterreich im speziellen eine bedeutende &ouml;konomische Rolle. Im Jahr 2012 besch&auml;ftigten die 313.000 &ouml;sterreichischen KMU &uuml;ber 66 Prozent der ArbeitnehmerInnen und trugen mehr als 60 Prozent zur Wertsch&ouml;pfung bei. Damit liegt &Ouml;sterreich sehr nahe an dem EU-Durchschnitt. KMU spielen im EU-Au&szlig;enhandel jedoch nur eine untergeordnete Rolle, da dieser von Gro&szlig;unternehmen dominiert wird.<br>\nDie Daten f&uuml;r Europa zeigen, dass es sich bei 88 Prozent der europ&auml;ischen Exportunternehmen um KMU handelt. Diese erwirtschaften im Exportbereich jedoch nur 28 Prozent der gesamten Wertsch&ouml;pfung. Des Weiteren l&auml;sst es sich beobachten, dass mit steigender Unternehmensgr&ouml;&szlig;e (nach Besch&auml;ftigten) auch die Erfolge im au&szlig;ereurop&auml;ischen Export stark ansteigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/ttip-wachstumschancen-fuer-kleine-und-mittlere-unternehmen\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Liberalen und der Arbeitslohn<\/strong><br>\nHillary Clinton hielt am Montag ihre erste gro&szlig;e Rede zur Wirtschaft, und die Progressiven waren im Gro&szlig;en und Ganzen zufrieden. Denn Mrs. Clintons Kernbotschaft war, dass die [amerikanische] Bundesregierung ihren Einfluss zur Durchsetzung h&ouml;herer L&ouml;hne nutzen k&ouml;nnte und sollte.<br>\nDie Konservativen jedoch &ndash; zumindest die, die ihre Sprechch&ouml;re von Benghazi! Benghazi! Benghazi! lange genug unterbrechen konnten, um zuzuh&ouml;ren &ndash; schienen verwirrt. Meinen sie doch, Ronald Reagan habe bewiesen, dass der Staat das Problem ist und nicht die L&ouml;sung. Lie&szlig; Mrs. Clinton da nicht einen l&auml;ngst vergangenen &ldquo;Paleoliberalismus&ldquo; wieder aufleben? Und wei&szlig; man denn nicht, dass staatliche Einmischung in die M&auml;rkte ganz schlimme<br>\nBegleiterscheinungen hat?<br>\nNein, das tat sie nicht, und nein, das wei&szlig; man nicht. Tats&auml;chlich zeigte Mrs. Clintons Rede bedeutende, durch Untersuchungsergebnisse gestu&#776;tzte<br>\nVer&auml;nderungen in unserer Sicht der Lohnfindung. Und eine wesentliche Schlussfolgerung aus diesem neuen Verst&auml;ndnis ist die, dass staatliche Ma&szlig;nahmen viel dazu beitragen k&ouml;nnen, Arbeitnehmer zu unterstu&#776;tzen, ohne den Zorn der unsichtbaren Hand zu erregen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/07\/17\/opinion\/paul-krugman-liberals-and-wages.html\">Paul Krugman in der New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Prolls, Assis und Schmarotzer&rdquo; &ndash; Warum unsere Gesellschaft die Armen verachtet<\/strong><br>\nVor dem &ldquo;faulen Griechen&rdquo; kam der &ldquo;faule Arbeitslose&rdquo;: Die Bilder von Menschengruppen, die angeblich dem hart arbeitenden deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegen, haben schon den Abbau des Sozialstaats unter Rot-Gr&uuml;n begleitet. Warum entstehen und wie wirken sie?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/zuendfunk\/kolumnen-sendungen\/generator\/generator-warum-unsere-gesellschaft-die-armen-verachtet-100.html\">BR2<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die &ldquo;Versklavung&rdquo; der polnischen Amazon-Mitarbeiter<\/strong><br>\n13 Zloty pro Stunde verdienen die Arbeiter: drei Euro. St&uuml;hle gibt es nicht, daf&uuml;r unbezahlte &Uuml;berstunden. In Polen bekommt Amazon jetzt &Auml;rger mit staatlichen Pr&uuml;fern &ndash; und den eigenen Angestellten.<br>\nAls Amazon Ende 2014 seine Versandzentren in Polen er&ouml;ffnete, war die Freude gro&szlig;. Janusz Piechocinski, der Wirtschaftsminister, bezeichnete die Investitionen als einen &ldquo;Meilenstein&rdquo; f&uuml;r die Wirtschaft Polens. Und Amazon k&uuml;ndigte an, Tausende neue Jobs zu schaffen &ndash; in Polen, einem Land mit einer Arbeitslosenquote von etwa zw&ouml;lf Prozent, wurde diese Nachricht sehr positiv aufgenommen.<br>\nUnd auch f&uuml;r Amazon schienen Breslau und Posen ideale Standorte zu sein, denn diese Kombination aus unmittelbarer geografischer N&auml;he zu dem riesigen Markt Deutschland und sehr niedrigen L&ouml;hnen gibt es so sonst nur noch in Tschechien. Amazon findet in Polen Angestellte f&uuml;r die &uuml;berwiegend sehr einfachen T&auml;tigkeiten, die in den Amazon-Logistikzentren zu verrichten sind, zu einem Viertel des deutschen Preises: 12,50 Zloty bekommt ein einfacher Lagerarbeiter brutto in Breslau und 13 Zloty in Posen &ndash; das sind etwa drei Euro.<br>\nDoch nun, ein dreiviertel Jahr nachdem Amazon seine drei Logistikzentren in Polen er&ouml;ffnet hat, bekommt der Konzern Probleme mit staatlichen Beh&ouml;rden und unzufriedenen Angestellten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article144152563\/Die-Versklavung-der-polnischen-Amazon-Mitarbeiter.html\">Die Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutsche Bahn<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Bahn macht Pofalla schon jetzt zum Vorstand<\/strong><br>\nR&uuml;diger Grube baut die Deutsche Bahn radikal um. Vier der sechs Vorst&auml;nde m&uuml;ssen gehen. Im Aufsichtsrat regt sich Kritik, weil der fr&uuml;here Kanzleramtsminister schon jetzt aufsteigt und sein Vorg&auml;nger den Konzern noch Geld kostet.<br>\nVor dem gr&ouml;&szlig;ten Umbruch seit der Bahnreform&rdquo; vor 20 Jahren stehe das Unternehmen, sagte Vorstandschef R&uuml;diger Grube vor acht Monaten. Das war auf die digitalen Techniken gem&uuml;nzt und klang nach einem Schlagwort. Vor drei Wochen dann k&uuml;ndigte Grube einen Umbau des Konzerns Deutsche Bahn an. Jetzt macht er den Anfang, indem er den Vorstand umbildet. Grube trennt sich von vier Topmanagern, denen er lange vertraute, und gibt zwei anderen aus der zweiten Reihe eine Chance: Ronald Pofalla, dem Ex-Kanzleramtschef, der seit Jahresanfang f&uuml;r die Bahn in Berlin und Br&uuml;ssel die politischen Beziehungen pflegt, und Berthold Huber, der seit mehr als vier Jahren an der Spitze der Sparte Fernverkehr steht.<br>\nDer Aufstieg Pofallas in den Vorstand nach nur sieben Monaten bei der Bahn ist ein Politikum. Schon der Wechsel des niederrheinischen CDU-Politikers zum Staatskonzern war umstritten. Nach einem Jahr Pause fing Pofalla dort im Januar dieses Jahres an. Ihm kann jetzt auch nicht mehr ein Gesetz dazwischenkommen, das gerade vom Bundesrat gebilligt worden ist. Es sieht beim Wechsel in die Wirtschaft eine Sperrzeit von bis zu 18 Monaten vor. Diese Zeitspanne ist vor&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/wirtschaft\/die-deutsche-bahn-macht-ronald-pofalla-zum-vorstand-aid-1.5242556\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben mehrfach kritisch auf den Wechsel Pofallas zur Deutschen Bahn AG hingewiesen &ndash; u.a. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26757#h20\">Das Letzte: Pofalla gilt jetzt als Kronprinz<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Grube plant Teilprivatisierung bei der Bahn<\/strong><br>\nDer Chef der Deutschen Bahn, R&uuml;diger Grube, plant laut einem Zeitungsbericht, Teile des Staatskonzerns zu privatisieren. Konkret gehe es um Anteile der Konzernt&ouml;chter Schenker und Arriva, berichtet Die Welt online. &ldquo;In Betracht k&auml;me ein Verkauf von zehn oder zwanzig Prozent an Arriva oder Schenker&rdquo;, zitierte die Zeitung aus Bahnkreisen. &ldquo;Wir behalten die Kontrolle, bekommen aber das dringend n&ouml;tige frische Kapital.&rdquo; Entsprechende Pl&auml;ne gingen aus der neuen Konzernstruktur der Bahn hervor, die diese Woche in groben Umrissen an die Mitglieder des Aufsichtsrates verschickt worden seien. Ein Konzernsprecher wollte sich dazu nicht &auml;u&szlig;ern.<br>\nDie neue Struktur sieht vor, dass die Konzernt&ouml;chter Arriva, also das Auslandsgesch&auml;ft im Personenverkehr, sowie Schenker Logistics dem Finanzvorstand Richard Lutz unterstellt werden. &ldquo;Man tut das, weil es f&uuml;r eine Privatisierung sinnvoll ist, wenn der Finanzvorstand f&uuml;r diese Gesellschaften die Verantwortung hat&rdquo;, zitierte Die Welt ein namentlich nicht genanntes Aufsichtsratsmitglied.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2015-07\/deutsche-bahn-schenker-privatisierung\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Um die &bdquo;schwarze Null&ldquo; nicht zu gef&auml;hrden, wird also weiter &bdquo;Tafelsilber&ldquo; ver&auml;u&szlig;ert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Retired General: Drones Create More Terrorists Than They Kill, Iraq War Helped Create ISIS<\/strong><br>\nRetired Army Gen. Mike Flynn, a top intelligence official in the post-9\/11 wars in Iraq and Afghanistan, says in a forthcoming interview on Al Jazeera English that the drone war is creating more terrorists than it is killing. He also asserts that the U.S. invasion of Iraq helped create the Islamic State and that U.S. soldiers involved in torturing detainees need to be held legally accountable for their actions.<br>\nFlynn, who in 2014 was forced out as head of the Defense Intelligence Agency, has in recent months become an outspoken critic of the Obama administration&rsquo;s Middle East strategy, calling for a more hawkish approach to the Islamic State and Iran.<br>\nBut his enthusiasm for the application of force doesn&rsquo;t extend to the use of drones. In the interview with Al Jazeera presenter Mehdi Hasan, set to air July 31, the former three star general says: &ldquo;When you drop a bomb from a drone &hellip; you are going to cause more damage than you are going to cause good.&rdquo; Pressed by Hasan as to whether drone strikes are creating more terrorists than they kill, Flynn says, &ldquo;I don&rsquo;t disagree with that.&rdquo; He describes the present approach of drone warfare as &ldquo;a failed strategy.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/firstlook.org\/theintercept\/2015\/07\/16\/retired-general-drones-create-terrorists-kill-iraq-war-helped-create-isis\/\">The Intercept_<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> die Einsch&auml;tzung des Generals entspricht dem, was aufmerksame Beobachter feststellen. Und im &uuml;brigen auch dem, was der Nahostexperte Michael L&uuml;ders in seinem Buch &ldquo;Wer den Wind s&auml;t. Was westliche Politik im Orient anrichtet&rdquo;analysiert und beschrieben hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Britischer High Court kippt nationale Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nAuch in Gro&szlig;britannien hat die Vorratsdatenspeicherung vor Gericht keinen Bestand. Der High Court sieht darin einen Versto&szlig; gegen EU-Recht, da die Zugriffsregeln nicht ausreichend klar seien.<br>\nDie Vorgaben zur Vorratsdatenspeicherung im Notstandsgesetz &ldquo;Data Retention and Investigatory Powers Act&rdquo; (Dripa) sind unrechtm&auml;&szlig;ig. Die Klausel lege nicht &ldquo;klar und pr&auml;zise&rdquo; dar, unter welchen Voraussetzungen Sicherheitsbeh&ouml;rden auf Verbindungs- und Standortdaten zugreifen k&ouml;nnten, urteilte der britische High Court am Freitag. Es werde vor allem nicht deutlich, wie der Zugang nur dann m&ouml;glich sein solle, wenn klar definierte schwere Straftaten abgewehrt und aufgekl&auml;rt werden sollen.<br>\nWeiter r&uuml;gte der High Court, dass ohne Richtergenehmigung auf die Daten zugegriffen werden k&ouml;nne. Prinzipiell wollen die Richter aber nicht ausschlie&szlig;en, dass eine verdachtsunabh&auml;ngige Vorratsdatenspeicherung legal sein k&ouml;nnte. Zumindest erkennen sie im Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) gegen die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung im Gegensatz zu Datensch&uuml;tzern kein grunds&auml;tzliches Verbot.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Britischer-High-Court-kippt-nationale-Vorratsdatenspeicherung-2752571.html?wt_mc=nl.ho.2015-07-18\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Parlament bringt Fluggastdaten-Auswertung in der EU auf den Weg<\/strong><br>\nDer Innenausschuss des EU-Parlaments hat f&uuml;r eine Gesetzesinitiative votiert, wonach k&uuml;nftig auch in der EU Flugpassagierdaten gesammelt und analysiert werden sollen.<br>\nNach langem Hin und Her hat der federf&uuml;hrende Innenausschuss des EU-Parlaments f&uuml;r ein System gestimmt, mit dem auch in Europa nach US-Vorbild Fluggastdaten von Sicherheitsbeh&ouml;rden gesammelt und ausgewertet werden sollen. 32 Abgeordnete stimmten daf&uuml;r, 27 waren dagegen.<br>\nErfasst werden sollen rund 60 Datenkategorien, zu denen neben Name, E-Mail-Adresse, Telefon-, Konten- und Kreditkartennummern auch Essensw&uuml;nsche geh&ouml;ren. Laut dem angenommenen Kompromissantrag des Berichterstatters im Innenausschuss, des britischen Rechtskonservativen Timothy Kirkhope, m&uuml;ssen die Mitgliedsstaaten die Fluggastinformationen zun&auml;chst 30 Tage unmaskiert und im Anschluss f&uuml;nf Jahre ohne direkten Personenbezug speichern. Die Daten sollen aber &ldquo;re-identifiziert&rdquo; werden d&uuml;rfen, wenn die zust&auml;ndigen Datenschutzbeauftragten zustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/EU-Parlament-bringt-Fluggastdaten-Auswertung-in-der-EU-auf-den-Weg-2751033.html?wt_mc=nl.ho.2015-07-16\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie die Bundesnetzagentur Geheimdienst-Spionage aufkl&auml;ren wollte, aber vom Kanzleramt daran gehindert wurde<\/strong><br>\nZwei Monate nach Beginn der Snowden-Enth&uuml;llungen sollte die Bundesnetzagentur aufkl&auml;ren, ob Internet-Firmen mit Geheimdiensten kooperieren. Doch kurz vor einem Treffen in der Beh&ouml;rdenzentrale intervenierte das Bundeskanzleramt und verhinderte Antworten auf konkrete Fragen. Trotzdem erkl&auml;rten Netzagentur und Kanzleramt, dass die Firmen deutsche Gesetze einhalten.<br>\nDie Massen&uuml;berwachung der digitalen Welt ist nicht allein das Werk von Geheimdiensten, sondern auch von Internet-Unternehmen, deren Infrastruktur staatliche Stellen dankend anzapfen. Im August 2013 enth&uuml;llten der Guardian und der Recherche-Verbund von S&uuml;ddeutscher Zeitung und NDR die &bdquo;Namen jener Telekomfirmen, die den geheimen Diensten beim Aussp&auml;hen helfen oder helfen m&uuml;ssen&ldquo;. Darunter befanden sich auch f&uuml;nf Unternehmen, die in Deutschland aktiv sind: Verizon, Vodafone, Level 3, Interoute und Viatel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/wie-die-bundesnetzagentur-geheimdienst-spionage-aufklaeren-wollte-aber-vom-kanzleramt-daran-gehindert-wurde\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Mit Nato-Draht gegen die Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nUngarn verlegt Auffanglager aus den St&auml;dten ins Niemandsland, an der Grenze zu Serbien sind die ersten Meter des geplanten Zauns gebaut, der neue Ank&ouml;mmlinge stoppen soll. Doch die Zahl der illegalen Grenz&uuml;bertritte steigt rapid an.<br>\nSchwarze Limousinen rasen durch die Puszta. Sie h&uuml;llen bl&uuml;hende Sonnenblumenfelder in Strassenstaub und schrecken Jungst&ouml;rche aus ihren Nestern auf. Ihr Ziel ist eine Lichtung inmitten dichter Akazienhecken: die ungarisch-serbische Grenze. Um Fl&uuml;chtlinge am Grenz&uuml;bertritt zu hindern, will die ungarische Regierung hier einen Zaun errichten, 175 Kilometer lang und vier Meter hoch. (&hellip;)<br>\nDer Zaun werde gebaut, versichert Kovacs. &laquo;Es gibt kein Zur&uuml;ck.&raquo; Best&auml;tigt wird sein Referat durch das rhythmische H&auml;mmern der Arbeiter, die Maschendraht an Aluminiumpfosten anbringen. Was die Journalisten zu sehen bekommen, sind vier Testvarianten, aus denen in der kommenden Woche eine Variante f&uuml;r die gesamte L&auml;nge ausgew&auml;hlt wird. Eine Option kommt vom &shy;Milit&auml;r: Nato-Draht, in mehreren Rollen nebeneinander- und &uuml;bereinandergelegt. Die linke Oppositionspartei DK k&uuml;ndigt Beschwerde bei der EU-Kommission an, da die scharfen Klingen schwerste Verletzungen verursachen k&ouml;nnen.<br>\nInnenminister Pinter betont, dass aus Br&uuml;ssel kein Protest gegen den Zaun gekommen sei. Ungarn habe handeln m&uuml;ssen, die Fl&uuml;chtlinge seien eine grosse Belastung f&uuml;r das Land. Die Regierung hat 6,5 Milliarden Forint (8,7 Millionen Franken) f&uuml;r das Projekt reserviert. Im Endausbau k&ouml;nnte die Anlage bis zu 22 Milliarden Forint kosten. Sie soll bis 30. November fertiggestellt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/europa\/mit-natodraht-gegen-die-fluechtlinge\/story\/13220677\">Tages-Anzeiger<\/a><\/li>\n<li><strong>Miethai erh&auml;lt fristlose K&uuml;ndigung<\/strong><br>\nDer Strom der Fl&uuml;chtlinge rei&szlig;t nicht ab. Binnen eines Jahres ist die Zahl der Asylbewerber, die jeden Monat in Berlin eintreffen, von 1.300 auf fast 5.000 gestiegen &ndash; mehr, als es Pl&auml;tze gibt. Private Anbieter nutzen das aus und verlangen f&uuml;r die Unterbringung mehrere hundert Euro am Tag. Ein Anbieter solcher Fl&uuml;chtlingswohnungen bekam jetzt die K&uuml;ndigung.<br>\nWie die &ldquo;tageszeitung&rdquo; am Freitag berichtet, hat der landeseigene Immobiliendienstleister Berlinovo den Mietvertrag der Firma BerlinLux fristlos gek&uuml;ndigt. Das Unternehmen habe in Lichtenberg R&auml;ume vertragswidrig an Fl&uuml;chtlinge untervermietet und dabei mehrere hundert Euro pro Tag kassiert &ndash; nicht von den Fl&uuml;chtlingen, sondern von der Berliner Sozialverwaltung, die die Kosten f&uuml;r private Unterbringung &uuml;bernimmt.<br>\nInsgesamt habe Berlinovo zw&ouml;lf Mietvertr&auml;ge wegen illegaler Untervermietung gek&uuml;ndigt. Die betroffenen Fl&uuml;chtlingsfamilien d&uuml;rften aber vorl&auml;ufig in den Wohnungen bleiben. Der Fall hatte Anfang der Woche f&uuml;r Aufsehen gesorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/politik\/thema\/fluechtlinge\/berlin\/Berlin-Immobilien-Dienstleister-kuendigt-Mietvertrag-wegen-ueberteuerter-Fluechtlingswohnung.html\">rbb<\/a><\/li>\n<li><strong>Fl&uuml;chtlinge m&uuml;ssen f&uuml;r Arbeitsvisum zur&uuml;ck ins Kriegsgebiet<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit will hochqualifizierte Fl&uuml;chtlinge schneller integrieren, doch noch st&ouml;rt die B&uuml;rokratie: So m&uuml;ssten Fl&uuml;chtlinge f&uuml;r eine &bdquo;Blue Card&ldquo; zur&uuml;ck in ihre Heimatl&auml;nder, um ein Visum zu beantragen. Das soll sich &auml;ndern. (&hellip;)<br>\nDie BA wolle f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge b&uuml;rokratische H&uuml;rden abbauen: Bislang m&uuml;ssten die Fl&uuml;chtlinge, &bdquo;um einen solchen Antrag zu stellen, (&hellip;) nach deutschem Recht zun&auml;chst zur&uuml;ck in ihr Heimatland, um dort ein spezielles Visum zu beantragen. Wenn sie vor Krieg und Verfolgung gefl&uuml;chtet sind, ist das eine absurde Vorstellung&ldquo;, kritisierte Becker. &bdquo;F&uuml;r diese F&auml;lle ben&ouml;tigen wir die M&ouml;glichkeit zum Spurwechsel.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/buerokratie-fluechtlinge-muessen-fuer-arbeitsvisum-zurueck-ins-kriegsgebiet-13708921.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin Z.:<\/strong> Es ist ein Trauerspiel, dass nun auch Fl&uuml;chtlinge in zwei Klassen unterteilt werden &mdash; als h&auml;tten sie nicht bereits genug Leid erfahren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>10 Jahre Linkspartei: Merkels Machtgarant<\/strong><br>\nVor zehn Jahren trat die Linke an, um die Bundespolitik zu revolutionieren. Seitdem feierte die Partei etliche Erfolge, doch ihre Gr&uuml;ndungsidee scheiterte &ndash; davon profitiert bis heute die CDU.<br>\nDie Linke hat einen neuen Heilsbringer, seit ihrem Wunder von Erfurt: Im rot-rot-gr&uuml;n regierten Th&uuml;ringen ist Bodo Ramelow seit Dezember Ministerpr&auml;sident, der erste seiner Partei. Und das soll erst der Anfang sein, immerhin sitzt die Nachfolgepartei von SED, PDS und der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) nicht nur im Bundestag und im Europaparlament, sondern auch in zehn Landtagen und B&uuml;rgerschaften. Klingt nach einer linken Erfolgsgeschichte? Ist es aber nicht.<br>\nDenn als die PDS am 17. Juli 2005 zur Linkspartei wurde, hatte sie ihr Kernanliegen in den neuen Parteinamen gelegt: Die Bundesrepublik sollte wieder mehr Geld f&uuml;r Ausgegrenzte und Bed&uuml;rftige ausgeben statt f&uuml;r Wirtschaftswachstum und Milit&auml;reins&auml;tze. Kurzum: Deutschland und die von Kanzler Gerhard Schr&ouml;der gef&uuml;hrte SPD sollten nach links rutschen, vor allem aber sollten die Agenda 2010 und mit ihr die verhassten Hartz-Gesetze wieder verschwinden. Nichts davon geschah.<br>\nBei der Bundestagswahl 2005 zog die Linke zwar locker ins Parlament ein, doch zeitgleich begann der Niedergang der SPD &ndash; und eine neue &Auml;ra: Seit der Geburt der Linkspartei regiert Angela Merkel. Mal zerbr&ouml;selt unter ihrer &Auml;gide die FDP, mal qu&auml;len sich die Sozialdemokraten in die Gro&szlig;e Koalition, in zwei Jahren versuchen es wom&ouml;glich die Gr&uuml;nen mit der CDU-Kanzlerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/die-linke-ist-angela-merkels-machtgarant-kommentar-a-1039417.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Historie ist einigerma&szlig;en korrekt beschrieben, und es stimmt auch, da&szlig; DIE LINKE. ihre erkl&auml;rten Ziele nicht erreicht hat. Aber ist Merkels Macht wirklich die Schuld der Linken? Warum soll eigentlich ausgerechnet DIE LINKE. daran schuld sein, da&szlig; sich die SPD immer weiter nach rechts bewegt und ihr Vorsitzender inzwischen offen chauvinistisch-nationalistisch auftritt? War nicht DIE LINKE. die wesentliche Ursache daf&uuml;r, da&szlig; die deutsche Politik nicht noch neoliberaler geworden ist als ohnehin schon, da&szlig; es weiterhin eine gesetzliche Krankenkasse gibt und keine Kopfpauschale, da&szlig; immerhin ein (viel zu niedriger und nicht allgemeiner und fl&auml;chendeckender) Mindestlohn beschlossen wurde? Die SPD h&auml;tte sowohl 2005 als auch 2013 eine Rot-Rot-Gr&uuml;ne Regierung bilden k&ouml;nnen, war dazu aber nicht bereit. 2008 hatte die SPD die Landtagswahl in Hessen gewonnen und doch Roland Koch weiterregieren lassen. Ist nicht vielmehr die strikte Weigerung der SPD, sich wenigstens ansatzweise sozialdemokratisch zu verhalten, die Machtgarantie f&uuml;r Merkel?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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