{"id":26884,"date":"2015-07-22T09:15:05","date_gmt":"2015-07-22T07:15:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884"},"modified":"2015-07-22T09:15:05","modified_gmt":"2015-07-22T07:15:05","slug":"hinweise-des-tages-2421","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h01\">Betreuungsgeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h02\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h03\">Abwehrchefin Angela Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h04\">Drohungen und Lockungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h05\">Was die EU von S&uuml;deuropa lernen kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h06\">Alternative zu IWF und Weltbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h07\">Progressiv besteuern &ndash; es gibt noch Luft nach oben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h08\">Wie sich franz&ouml;sische Verm&ouml;gende politischen Einfluss erkaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h09\">Nahles &bdquo;InCharge&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h10\">Monopolkommission will Deutsche Bahn zerschlagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h11\">Knapp 1.000 Kilometer daneben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h12\">Kulturzeit-Gespr&auml;ch mit Michael L&uuml;ders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h13\">Ukraine: Rechter Sektor &ndash; Gefahr f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h14\">&ldquo;Saudi-Leaks&rdquo;: Diplomatie mit dem Scheckheft enttarnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h15\">Rechtsverletzungen statt Kampf gegen die NSA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h16\">Vorsicht, bissig!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884#h17\">Ich will die Welt ver&auml;ndern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26884&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Betreuungsgeld<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Aus f&uuml;r die Herdpr&auml;mie &ndash; Totalschaden f&uuml;r fragw&uuml;rdiges Gesetz<\/strong><br>\nDas Betreuungsgeld-Gesetz ist verfassungswidrig, denn der Bund war gar nicht zust&auml;ndig, urteilte das Bundesverfassungsgericht. Damit ist das Gesetz schon an formellen Voraussetzungen gescheitert. Zu inhaltlichen Gr&uuml;nden &auml;u&szlig;erten sich die Richter deshalb auch nicht. Der Hamburger Senat hatte vor zwei Jahren Klage gegen das Betreuungsgeld eingereicht.<br>\nEs gab und gibt keinen politisch plausiblen und akzeptablen Grund f&uuml;r das Betreuungsgeld. Seit Dienstag ist klar, dass von Anfang an auch die Gesetzgebungskompetenz des Bundes daf&uuml;r fehlte. Einstimmig entschieden nun die Richter, dass die staatliche Betreuungspr&auml;mie eben nicht zur Herstellung gleichwertiger Lebensverh&auml;ltnisse in Deutschland diente. Nur dann, wenn es darum gegangen w&auml;re, drohende Ungerechtigkeiten und Nachteile im Sozialgef&uuml;ge auszugleichen, h&auml;tte der Bund ein solches Gesetz &uuml;berhaupt erlassen d&uuml;rfen.<br>\nAber darum ging es in Wahrheit auch nie. Dass wider besseres Wissen, und gegen jeden kompetenten juristischen Rat, 2013 die als &ldquo;Herdpr&auml;mie&rdquo; geschm&auml;hte Subvention trotzdem verabschiedet wurde, hat nur einen einzigen Grund: Die CSU, allen voran Horst Seehofer, machte das Zustandekommen der Koalition davon abh&auml;ngig. Es war also pure Erpressung im politischen R&auml;nkespiel, der das vernichtende Urteil aus Karlsruhe deutlich die Grenze wies. Niemals kann die blo&szlig;e Durchsetzung des politischen Willens eine bundesgesetzliche Regelung begr&uuml;nden, warnt das Bundesverfassungsgericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/info\/sendungen\/kommentare\/Totalschaden-fuer-fragwuerdiges-Gesetz-,betreuungsgeld220.html\">NDR-Info<\/a><\/li>\n<li><strong>Gut, dass es weg ist <\/strong><br>\nSelbst wenn sich Fehlanreize allenfalls vermuten lassen, ist es gut, dass das Betreuungsgeld jetzt f&auml;llt, wenigstens auf Bundesebene. Denn es leidet an einem grandiosen Konstruktionsfehler: Eine staatliche Leistung f&uuml;r die Nicht-Inanspruchnahme einer Leistung &ndash; das war von Anfang an eine Absurdit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/aus-fuers-betreuungsgeld-gut-dass-es-weg-ist-1.2575930\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Aus f&uuml;r Betreuungsgeld: Sieg der Vernunft<\/strong><br>\nManche Unionspolitiker k&ouml;nnten auf die Idee kommen, das Urteil zum Betreuungsgeld als ideologisch motiviert zu gei&szlig;eln. Aber ehe sie das tun, sollten sie sich erst bewusst machen, wer da geurteilt hat.<br>\nDer Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat die &ldquo;Herdpr&auml;mie&rdquo; einstimmig kassiert &ndash; obwohl er aus Menschen mit v&ouml;llig unterschiedlichen Familienmodellen und Charakteren besteht. Die kinderlose, in einer lesbischen Partnerschaft lebende Richterin Susanne Baer hat ebenso gegen das Gesetz votiert wie der aus Bayern stammende und von der Union nominierte Richterkollege Michael Eichberger, ein verheirateter Vater von vier Kindern.<br>\nVon Ideologie oder Familienfeindlichkeit also keine Spur, im Gegenteil: Der Karlsruher Richterspruch ist eine Chance, wieder Familienpolitik mit Vernunft zu betreiben. Der Bund kann sich nicht aus einem &ldquo;gesellschaftspolitischen Wunsch&rdquo; heraus Kompetenzen anma&szlig;en, die er nicht hat, stellt Karlsruhe klar. Wenn wir das durchgehen lie&szlig;en, sagen die Richter, w&auml;re das f&uuml;r den Staat die &ldquo;vollst&auml;ndige Freistellung von verfassungsrechtlicher Kontrolle&rdquo;. Es ist beunruhigend, dass man dies der Politik noch extra sagen muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/betreuungsgeld-urteil-aus-karlsruhe-kommentar-a-1044643.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Wenn die Gef&uuml;hlspartei CSU daneben liegt <\/strong><br>\nNun wird es allenthalben hei&szlig;en: wieder eine Niederlage f&uuml;r die CSU. Es wird aufgez&auml;hlt werden, wie die Projekte der CSU der Reihe nach scheitern. Es wird geschildert werden, wie aus einer f&auml;higen Partei eine unf&auml;hige geworden sei, und dass daran Horst Seehofer Schuld trage. Selbst scharfe alte CSU-Kritiker werden nostalgisch raunen von den alten Zeiten dieser Partei, in denen fast alles, was diese angefasst habe, zu Gold geworden sei.<br>\nHeute, so sagt man, sei das Gegenteil eingetreten: Die CSU sei zur Partei der politischen St&uuml;mperei verkommen; was immer sie anfasse, zerfalle ihr unter der Hand. Man wird zum Beweis auf die Pkw-Maut verweisen und auf das Betreuungsgeld &ndash; auf das von der CSU spektakelhaft erstrittene Gesetz also, das vom Bundesverfassungsgericht soeben f&uuml;r nichtig erkl&auml;rt worden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/betreuungsgeld-wenn-die-gefuehlspartei-csu-daneben-liegt-1.2575453\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Die ZDF heute show Redaktion bringt es in einer Grafik etwas pr&auml;ziser als Prantl auf den Punkt.<\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150722-heute-show-zur-csu_.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/heuteshow\/photos\/a.302789020985.156311.264820405985\/10152929334470986\/?type=1\">Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Europas rachs&uuml;chtiger Privatisierungsplan f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nAm 12. Juli diktierten die Staats- und Regierungschefs der Eurozone auf ihrem Gipfeltreffen Griechenlands Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras ihre Kapitulationsbedingungen, und Tsipras hat sie &ndash; aus Angst vor den Alternativen &ndash; allesamt akzeptiert. Eine dieser Bedingungen betraf die Ver&auml;u&szlig;erung des verbleibenden &ouml;ffentlichen Verm&ouml;gens Griechenlands.<br>\nDie Staats- und Regierungschefs der Eurozone verlangten, dass die staatlichen griechischen Verm&ouml;genswerte einem treuhandartigen Privatisierungsfonds &uuml;bertragen w&uuml;rden: einem Ausverkaufsfonds &auml;hnlich jenem, der nach dem Fall der Berliner Mauer zum Einsatz kam, um das gesamte Verm&ouml;gen des damals aufgel&ouml;sten ostdeutschen Staates unter gro&szlig;em finanziellen Verlust und mit verheerenden Auswirkungen f&uuml;r die Besch&auml;ftigungslage zu privatisieren.<br>\nDiese griechische Treuhand sollte &ndash; man wagt es kaum zu sagen &ndash; ihren Sitz in Luxemburg haben und von einer vom deutschen Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble, dem Urheber des Plans, &uuml;berwachten Organisation betrieben werden. Der Ausverkauf sollte dabei innerhalb von drei Jahren abgewickelt werden. Doch w&auml;hrend die Arbeit der urspr&uuml;nglichen Treuhand mit enormen westdeutschen Investitionen in die Infrastruktur und sozialen Transferleistungen gro&szlig;en Umfangs f&uuml;r die ostdeutsche Bev&ouml;lkerung einherging, sollten die Menschen in Griechenland keine entsprechenden Leistungen irgendwelcher Art erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/greece-privatization-plan-public-assets-by-yanis-varoufakis-2015-07\/german\">Yanis Varoufakis auf Project Syndicate<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Griechenland tr&auml;gt keine Schuld<\/strong><br>\nDie Bundesregierung war im Umgang mit Griechenland kompromisslos und sch&uuml;rte &Auml;ngste, schreibt der Linkenfraktionschef. Sie habe die rechten Kr&auml;fte in Europa gest&auml;rkt.<br>\nDie Syriza-Regierung ist mit ihrem Anliegen, bei der Bew&auml;ltigung der griechischen Schuldenkrise einen f&uuml;r alle Seiten vertretbaren Kompromiss auszuhandeln, eher gescheitert. Das ist nicht ihre Schuld, zumindest nicht in der Hauptsache. Erkennbar liegt die Hauptursache im Unwillen der deutschen Regierung, &uuml;ber einen anderen Weg bei der Bew&auml;ltigung des Schuldenproblems auch nur nachzudenken.<br>\nDer Weg h&auml;tte darin bestehen k&ouml;nnen, die Problematik der dringend erforderlichen institutionellen Modernisierungen Griechenlands, einschlie&szlig;lich der ebenso dringenden wirtschaftlichen Ansch&uuml;be, von der Bew&auml;ltigung des Schuldenproblems zu trennen. F&uuml;r Letzteres h&auml;tte es eine gesamteurop&auml;ische L&ouml;sung geben m&uuml;ssen.<br>\nStattdessen ist die Europ&auml;ische Union in einen Zustand eingetreten, in dem die einzelnen Staaten als egoistische Nutzenmaximierer gegeneinander konkurrieren. Die Alternative w&auml;re eine solidarische Gemeinschaft, in der Kooperationsgewinne zur Entfaltung des wirtschaftlichen Lebens, zum Ausbau &ouml;ffentlicher Infrastrukturen und sozialer Sicherungssysteme genutzt w&uuml;rden. Offenbar herrscht insbesondere in Deutschland die fast schon paranoide Vorstellung, dass es sich alle anderen EU-L&auml;nder auf Kosten Deutschlands gut gehen lassen k&ouml;nnten, ohne einen Finger krumm machen zu m&uuml;ssen.<br>\nDiese Angst ist &ndash; unter aktiver Mitwirkung der Bild-Zeitung &ndash; auf Griechenland projiziert worden. Aber es geht nicht nur um Griechenland, sondern ebenso um Italien und Frankreich. Was mich besonders beunruhigt: Die Politik Merkels und Sch&auml;ubles &ndash; ich habe mich zwischendurch gefragt, wer eigentlich die Regierung f&uuml;hrt &ndash; st&auml;rkt die europafeindlichen Kr&auml;fte im In- und Ausland. Die deutsche Dominanz f&uuml;hrte zur AfD und st&auml;rkt den Front National.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-07\/europaeische-union-griechenland-gregor-gysi\">Gastbeitrag von Gregor Gysi in der Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine verh&auml;ngnisvolle Alternative<\/strong><br>\nAuch nach der Einf&uuml;hrung neuer Austerit&auml;tsma&szlig;nahmen in Griechenland dauern die internationalen Proteste gegen die deutschen Spardiktate an. Paris fordert zum wiederholten Male die Schaffung einer Wirtschaftsregierung f&uuml;r die Eurozone, die in der Lage w&auml;re, die krassen Ungleichheiten innerhalb des W&auml;hrungsgebiets ohne harte K&uuml;rzungsprogramme auszutarieren. US-&Ouml;konomen dringen weiterhin auf einen Schuldenschnitt f&uuml;r Athen. Der Vorsitzende des franz&ouml;sischen Parti socialiste (PS), Jean-Christophe Cambad&eacute;lis, warnt, sollte Berlin auch weiterhin &ldquo;der kontinentalen Solidarit&auml;t den R&uuml;cken&rdquo; kehren, dann riskiere es, &ldquo;Europa faktisch vor eine verh&auml;ngnisvolle Alternative zu stellen&rdquo;: &ldquo;F&uuml;r oder gegen Deutschland.&rdquo; In der Tat werden inzwischen erste Aufrufe laut, den Kauf deutscher Waren zu boykottieren; allein so k&ouml;nne man etwas gegen die austerit&auml;tsgetriebenen deutschen Exportoffensiven erreichen, die andere Staaten in die Verschuldung dr&auml;ngten, hei&szlig;t es zur Erkl&auml;rung. In Griechenland selbst ist gestern die von Berlin und Br&uuml;ssel erzwungene Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer unter anderem auf Grundnahrungsmittel in Kraft getreten. Sie w&auml;lzt die gew&uuml;nschte Steigerung der Staatseinnahmen vor allem auf die &auml;rmeren Bev&ouml;lkerungsteile ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59164\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland: Der Kampf geht weiter<\/strong><br>\nIch meine, dass das Referendum ganz klar ein Versuch war, sich aus der Falle zu befreien, in welche die Regierung im Verhandlungsprozess geraten ist.<br>\nEs war tats&auml;chlich recht offensichtlich, dass die Regierung wie Tsipras im Laufe der Abw&auml;rtsspirale immer weiterer Zugest&auml;ndnisse erkannt haben, dass kein Vorschlag die Troika jemals zufriedengestellt h&auml;tte. In der letzten Juniwoche war dann klar, dass die Vereinbarung, die sich langsam herauskristallisierte, innerhalb von Syriza durchfallen w&uuml;rde und ebenso auch in der &ouml;ffentlichen Meinung.<br>\nAus den parteieigenen Reihen, auch weit &uuml;ber die Linke Plattform hinaus, gab es Appelle an die F&uuml;hrung und an Tsipras selbst, dass dies nicht akzeptabel sei. Am Ende jener Woche gab es dann einen deutlichen Umschwung in der &ouml;ffentlichen Meinung. Die Leute hatten den Prozess endloser Verhandlungen schlichtweg satt. Es herrschte die Auffassung, dass die Troika ausschlie&szlig;lich darauf aus war, die griechische Regierung zu dem&uuml;tigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/marx21.de\/griechenland-der-kampf-geht-weiter\/\">Stathis Kouvelakis, Mitglied im Parteivorstand von Syriza und f&uuml;hrendes Mitglied der Linken Plattform auf marx21.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Abwehrchefin Angela Merkel<\/strong><br>\n&bdquo;Es k&ouml;nnen nicht alle kommen&ldquo; &ndash; diese Parole des Rechtspopulismus macht sich die Kanzlerin in der Asylpolitik zu eigen. Sie k&ouml;nnte auch f&uuml;r mehr Gro&szlig;z&uuml;gigkeit werben.<br>\nAm Montag haben sich die Innenminister der EU mal wieder getroffen, um &uuml;ber die Verteilung von 40 000 Fl&uuml;chtlingen zu reden, die in Griechenland oder Italien gelandet sind. Und &uuml;ber weitere 20 000, die aus Fl&uuml;chtlingslagern in Konfliktgebieten kommen sollen. Seit Wochen hatten die EU-Regierungen gezackert und sich gewunden, als ginge es um Menschen mit einer unheilbaren und ansteckenden Krankheit. So kleinlich verlief die Debatte, dass Deutschland mit seiner Aufnahmebereitschaft f&uuml;r 12 100 Personen sich schon ganz schrecklich gro&szlig;z&uuml;gig f&uuml;hlt.<br>\nAm Wochenende zuvor hatten junge Leute in Halberstadt Steine auf die Mitarbeiter einer Fl&uuml;chtlingsunterkunft geworfen. In Remchingen, mitten im gem&uuml;tlich-wohlhabenden Baden-W&uuml;rttemberg, hatte ein Heim gebrannt, so wie immer wieder eins brennt in diesem weltoffenen Land. F&uuml;hrende CSU-Politiker besch&auml;ftigten sich gleichzeitig mit der Frage, wie man schneller abschieben kann. Wie immer. [&hellip;]<br>\nOb das Gezacker um ein paar tausend Asylbewerber, das Abschiebe-Geschrei oder das neue Bleiberecht: All dies atmet den Geist rechter Scharfmacherei: &bdquo;Wir k&ouml;nnen nicht alle aufnehmen!&ldquo; Das war vielleicht das Schlimmste an der Szene mit Reem: Deutschlands Bundeskanzlerin bedient sich eines Satzes, der zu den &uuml;belsten Propagandawerkzeugen des rechten Populismus geh&ouml;rt. Er folgt der arglistigen Methode, eine Behauptung, der niemand widerspricht, f&uuml;r eine bestimmte Politik in Anspruch zu nehmen und deren Gegner in die Ecke des Realit&auml;tsverlusts zu stellen. [&hellip;]<br>\nVor allem aber m&uuml;ssten Politiker angesichts der Dimension des Problems f&uuml;r Gro&szlig;z&uuml;gigkeit werben und sie praktizieren, statt rechte Parolen nachzubeten. Und zwar nicht nur, wenn es um Arbeitskr&auml;fte geht (das hat mit Asyl nichts zu tun!), sondern aus schlichter Menschlichkeit.<br>\nEs stimmt, in unserer Gesellschaft gibt es Ressentiments, nicht nur bei denen, die Fl&uuml;chtlingsheime abfackeln. Aber wer  so redet wie die deutsche Regierung, um die Politik der Abschottung zu rechtfertigen, bedient sich dieser Ressentiments als Vorwand, statt sie zu bek&auml;mpfen &ndash; und best&auml;tigt die Hetzer stets von Neuem. Wer sagt denn, dass die Gesellschaft insgesamt nicht lernen k&ouml;nnte, was die Mehrheit l&auml;ngst wei&szlig;: dass wir auch, sagen wir, einer Million Fl&uuml;chtende gut verkraften k&ouml;nnten, wenn alle an einem Strang z&ouml;gen, um f&uuml;r Aufnahme zu sorgen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/leitartikel\/asyl-politik-abwehrchefin-angela-merkel,29607566,31266648.html\">Stephan Hebel in der FR<\/a>\n<p><strong>dazu: EU-Minister verpassen Einigung in Fl&uuml;chtlingsfrage<\/strong><br>\nDie EU-L&auml;nder haben sich auf die Verteilung von knapp 55.000 Fl&uuml;chtlingen in Europa geeinigt. Das eigentlich schon &auml;u&szlig;erst bescheidene Ziel von 60.000 verpassten sie damit erneut.<br>\nWie sollen 60.000 Fl&uuml;chtlinge aus Griechenland und Italien in Europa verteilt werden? Diese Frage k&ouml;nnen die Staaten der Europ&auml;ischen Union auch nach ihrem neuesten Treffen nicht beantworten. &ldquo;Wir sind noch nicht ganz da, wo wir urspr&uuml;nglich hatten sein wollten&rdquo;, sagte die deutsche Staatssekret&auml;rin Emily Haber nach einem Sondertreffen der EU-Innenminister am Montag in Br&uuml;ssel, wo sie Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re vertrat.<br>\nDamit ist das Treffen der EU-Innenminister bei seinem wichtigsten Vorhaben gescheitert: festzulegen, welches EU-Land in den kommenden zwei Jahren wie viele von insgesamt 60.000 Fl&uuml;chtlingen aufnimmt. Am Ende des Br&uuml;sseler Treffens kamen Zusagen f&uuml;r die Aufnahme von 54.760 Migranten zusammen. Das entspricht einem Anteil von rund einen Hundertstel Prozent der etwa 500 Millionen Menschen, die in den den 28 Staaten der EU leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/fluechtlinge-in-eu-innenminister-uneinig-ueber-verteilung-a-1044542.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Drohungen und Lockungen<\/strong><br>\nDie Diskussion im Vereinigten K&ouml;nigreich &uuml;ber einen Ausstieg aus der EU alarmiert die deutsche Wirtschaft. Mit Zuckerbrot und Peitsche soll Gro&szlig;britannien im B&uuml;ndnis gehalten werden.<br>\nIch mache mir gro&szlig;e Sorgen&laquo;, sagte Marcel Fratzscher vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem Finanzmagazin Cash. Der Pr&auml;sident des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hatte einen m&ouml;glichen &raquo;Brexit&laquo; im Blick. Also den nicht auszuschlie&szlig;enden Fall, dass die Bev&ouml;lkerung Gro&szlig;britanniens, wenn sie im n&auml;chsten oder im &uuml;bern&auml;chsten Jahr per Referendum &uuml;ber die EU-Mitgliedschaft ihres Landes entscheiden darf, f&uuml;r einen Austritt aus dem Staatenbund votieren wird. DIW-Chef Fratzscher, der &ndash; so will es sein Job &ndash; konsequent die Interessen der deutschen Wirtschaft im Blick hat, pl&auml;dierte daf&uuml;r, einen &raquo;Brexit&laquo; unbedingt zu vermeiden. &raquo;Ich glaube, f&uuml;r uns ist es noch wichtiger, Gro&szlig;britannien in der Europ&auml;ischen Union zu halten als Griechenland&laquo;, erkl&auml;rte er im Gespr&auml;ch mit Cash. &raquo;Nichts gegen Griechenland&laquo; &ndash; nat&uuml;rlich nicht, auch dort verdienen deutsche Firmen gutes Geld &ndash;, doch aufgrund seiner &raquo;wirtschaftlichen und finanziellen Bedeutung ist Gro&szlig;britannien nat&uuml;rlich vielfach wichtiger&laquo;. Leider aber stehe &raquo;die Diskussion, wie ein Brexit vermieden werden kann&laquo;, noch &raquo;relativ weit unten auf der politischen Agenda in Europa&laquo;. Und das kann sich r&auml;chen, meinte Fratzscher: &raquo;Ich w&uuml;rde mir w&uuml;nschen, dass es sehr viel schneller, sehr viel h&ouml;her auf die Agenda kommt, weil ich glaube, f&uuml;r Europa und gerade f&uuml;r Deutschland w&auml;re ein Austritt Gro&szlig;britanniens ein harter Schlag.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/07-22\/023.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Was die EU von S&uuml;deuropa lernen kann<\/strong><br>\nDas Bild von S&uuml;deuropa in den internationalen Medien ist das eines Unruheherdes mit unberechenbaren Wirtschaftsstrukturen, der die Stabilit&auml;t des Kontinents bedroht. In der Tat hat Spanien seit 2011 einen Zustand politischer Instabilit&auml;t erlebt, so werden Szenarien denkbar, die bis vor Kurzem noch als Science Fiction erschienen. Ich habe den Eindruck, dass man das aus n&ouml;rdlicher Sicht nur als st&ouml;rendes Get&ouml;se empfindet. Doch das ist nicht so. In Wahrheit ist es ein kreativer Prozess, eine Neuordnung, die auf den ersten Blick zerst&ouml;rerisch wirken mag. Aber er stellt keine Bedrohung f&uuml;r Europa dar, sondern eine Chance.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/aussenansicht-von-suedeuropa-lernen-1.2573905\">C&eacute;sar Rendueles in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Alternative zu IWF und Weltbank<\/strong><br>\nDie BRICS-Entwicklungsbank hat ihre Arbeit aufgenommen. Mit ihrer Hilfe wollen Schwellenl&auml;nder sich unabh&auml;ngig von IWF sowie Weltbank machen und Entwicklungsprojekte f&ouml;rdern. Gr&ouml;&szlig;ter Anteilseigner ist China.<br>\nBanker, Minister und Diplomaten aus den f&uuml;nf BRICS-Staaten beklatschen sich und ihre neue Bank. Seit mehreren Jahren ist sie geplant, nun hat sie in Shanghai den Betrieb aufgenommen &ndash; zumindest symbolisch. Die &ldquo;Neue Entwicklungsbank&rdquo; werde Dinge anders angehen, sagte Leslie Maasdorp aus S&uuml;dafrika, der Vizepr&auml;sident der neuen Bank. [&hellip;]<br>\nBef&uuml;rworter der neuen Bank sehen neue Chancen f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder. Kritiker hingegen sorgen sich davor, dass die BRICS-Staaten noch weniger als Weltbank und IWF darauf achten, dass in den gef&ouml;rderten Staaten Sozialstandards und Menschenrechte eingehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/brics-bank-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Die Sorgen der Kritiker sind schon komisch, angesichts der &ouml;konomischen und sozialen Verw&uuml;stungen, die gerade der IWF mit seinen Programmen angerichtet hat. Aktuell verleiht der Internationale W&auml;hrungsfonds sogar Kredite an die Regierung der Ukraine, die im eigenen Land einen brutalen B&uuml;rgerkrieg f&uuml;hrt und in dem der von Kiew gestreichelte Rechte Sektor vollends au&szlig;er Kontrolle ger&auml;t.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Progressiv besteuern &ndash; es gibt noch Luft nach oben<\/strong><br>\nNach jahrzehntelangem Abw&auml;rtstrend steigen die Spitzensteuers&auml;tze in den OECD-L&auml;ndern wieder, und auch die Steuers&auml;tze auf Kapitaleinkommen haben sich seit der Krise stabilisiert. Von einer progressiven Trendumkehr in der Steuerpolitik sind wir jedoch weit entfernt. Dabei fehlt den ewigen Umverteilungsgegnern l&auml;ngst der wissenschaftliche R&uuml;ckenwind. Wenn nun selbst die OECD steigende Einkommensungleichheit als m&ouml;gliches Wachstumshemmnis bem&auml;ngelt und der IWF L&auml;ndern Spielr&auml;ume f&uuml;r die Erh&ouml;hung der Spitzensteuers&auml;tze ortet, scheinen die Zeichen f&uuml;r einen Politikwandel nicht schlecht.<br>\nWas hat sich seit der Krise getan?<br>\nTats&auml;chlich haben einige Staaten angesichts der finanziellen Not nach der Finanzkrise mit alten steuerpolitischen Tabus gebrochen. So wurden in etwa der H&auml;lfte der OECD-L&auml;nder die Spitzensteuers&auml;tze erh&ouml;ht. Der OECD-Durchschnitt stieg damit zum ersten Mal seit 1981 wieder an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/progressiv-besteuern-es-gibt-noch-luft-nach-oben\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Italiens Ministerpr&auml;sident Renzi plant jedoch Steuersenkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie sich franz&ouml;sische Verm&ouml;gende politischen Einfluss erkaufen<\/strong><br>\nReiche Industrielle und Verm&ouml;gende kaufen sich ihre Medien, ihre &ldquo;danseuse&rdquo; (T&auml;nzerin), wie es im Branchenjargon hei&szlig;en soll.<br>\nKlimm berichtet &uuml;ber den Kauf des traditionsbehafteten, &ldquo;gehobenen Boulevardblatts&rdquo; Le Parisien (t&auml;gliche Verkaufszahl: 380.000 Exemplare) durch die Holding LVMH des &ldquo;Luxusmagnaten&rdquo; Bernard Arnault. Arnault und seine Familie liegen laut Forbes-Reichenliste auf Platz zwei in Frankreich. Gesch&auml;tztes Verm&ouml;gen: knapp 40 Mrd. US-Dollar. Da erscheint der vermutete Kaufpreis von 50 Mio. Euro doch als Peanuts. LVMH geh&ouml;rte bereits zuvor die Wirtschaftszeitung Les Echos.<br>\nUnd dies ist kein Einzelfall. Wie Klimm berichtet, bauen viele Superreiche ihren eigenen &ldquo;publizistisch-industriellen Komplex&rdquo; auf, im konservativen wie im progressiven Lager:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verteilungsfrage.org\/2015\/06\/wie-sich-franzoesische-vermoegende-politischen-einfluss-erkaufen\/\">verteilungsfrage.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nahles &bdquo;InCharge&ldquo;<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Deutsche Firmen helfen Europas arbeitsloser Jugend<\/strong><br>\nF&uuml;nf Millionen junge Europ&auml;er haben keinen Job. Eine Initiative deutscher Firmen will helfen &ndash; in den Heimatl&auml;ndern der Betroffenen. Ziel ist nicht, die Bestqualifizierten nach Deutschland zu holen.<br>\nDeutsche Unternehmen wollen im Kampf gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in einigen europ&auml;ischen L&auml;ndern verst&auml;rkt vor Ort die Ausbildungsanstrengungen erh&ouml;hen. &ldquo;Wir f&uuml;hlen uns verantwortlich und suchen nach den richtigen Wegen&rdquo;, sagte der Chef des Autobauers Opel und Sprecher der Initiative InCharge (verantwortlich), Karl-Thomas Neumann. Die Besch&auml;ftigungsf&auml;higkeit junger Menschen solle in ihren Heimatl&auml;ndern erh&ouml;ht werden. Es gehe nicht darum, die besten K&ouml;pfe aus den L&auml;ndern abzuziehen. &ldquo;Wir wollen keine begabten Pedros nach Deutschland holen, um aus ihnen einen Peter zu machen&rdquo;, sagte der Opel-Chef. Wer als Jugendlicher lange und vergeblich nach einem Job suche, gerate leicht in eine &ldquo;Spirale aus Frust und Verzweiflung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article144285913\/Deutsche-Firmen-helfen-Europas-arbeitsloser-Jugend.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><strong>Seelische Kostenfaktoren<\/strong><br>\nJeder zweite Jugendliche in Spanien ist arbeitslos. Die deutsche Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will das &auml;ndern. Im Verbund mit mehreren Wirtschaftsunternehmen hat sie die Initiative &raquo;In Charge&laquo; (Verantwortung) gegr&uuml;ndet und am Dienstag in Berlin vorgestellt.<br>\nF&uuml;r Nahles steht fest: &raquo;Echte Jobs k&ouml;nnen nur Unternehmen bieten.&laquo; Deshalb sei sie auch so froh &uuml;ber die gro&szlig;e Resonanz auf ihre Kampagne. 800 Jugendliche h&auml;tten sich f&uuml;r das Pilotprojekt im spanischen Saragossa beworben, nur 420 konnten angenommen werden. [&hellip;]<br>\nSabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, kommentierte den Nahleschen Industriepakt f&uuml;r S&uuml;deuropa: &raquo;Die deutsche Regierung hat ma&szlig;geblich daf&uuml;r gesorgt, dass in den Krisenstaaten durch Ausgaben- und Investitionsk&uuml;rzungen die wirtschaftliche Lage verschlimmert wurde und deshalb die Arbeitslosigkeit vor allem unter J&uuml;ngeren stark anstieg.&laquo; Wenn sich nun Frau Nahles als Retterin hinstelle, sei das wenig glaubw&uuml;rdig, so Zimmermann weiter. Notwendig seien ein Ende der K&uuml;rzungen und ein EU-weites Investitionsprogramm in H&ouml;he von j&auml;hrlich 500 Milliarden Euro. So entst&uuml;nden wirtschaftliches Wachstum und damit die dringend ben&ouml;tigten Arbeitspl&auml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/07-22\/064.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Andrea Nahles kennt die Ursache f&uuml;r die massenhafte Jugendarbeitslosigkeit<\/strong><br>\nWir fragen Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) nach den Ursachen f&uuml;r die Jugendmassenarbeitslosigkeit in Europa. Andrea kennt &amp; benennt die Antwort&hellip; und beschlie&szlig;t als Mitglied der Bundesregierung trotzdem gerade mehr davon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\/videos\/1064026730275941\/\">jung und naiv<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Der Brandstifter kann nicht Feuerwehrmann sein<\/strong><br>\n&ldquo;Der Brandstifter kann nicht Feuerwehrmann sein. Die deutsche Regierung hat ma&szlig;geblich daf&uuml;r gesorgt, dass in den Krisenstaaten durch Ausgaben- und Investitionsk&uuml;rzungen die wirtschaftliche Lage verschlimmert wurde und deshalb die Arbeitslosigkeit vor allem unter J&uuml;ngeren stark anstieg. Sie liegt beispielsweise in Spanien bei 49 Prozent und in Griechenland bei 53 Prozent. Wenn sich nun Frau Nahles als Retterin hinstellt, ist das wenig glaubw&uuml;rdig&rdquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/brandstifter-kann-nicht-feuerwehrmann\/\">Sabine Zimmermann (MdB, Die Linke)<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Monopolkommission will Deutsche Bahn zerschlagen<\/strong><br>\nDas Staatsunternehmen soll sein Schienennetz abgeben, die G&uuml;tertransportt&ouml;chter sollen privatisiert werden<br>\nWenn die Monopolkommission mit Bahnchef R&uuml;diger Grube fertig ist, ist von der Deutschen Bahn AG (DB) kaum mehr etwas &uuml;brig. Seit Jahren arbeitet sich das unabh&auml;ngige Beratungsgremium der Bundesregierung am Staatsunternehmen Bahn ab, kritisiert die starke, in vielen Bereichen dominante Stellung des Verkehrsriesen und fordert, dass ihm das Schienennetz weggenommen wird. Doch im neuesten Gutachten, das der &ldquo;Welt&rdquo; in Ausz&uuml;gen vorliegt, geht die Kommission noch ein St&uuml;ck weiter.<br>\nIn ihrem Sondergutachten &ldquo;Wettbewerbspolitik aus der Spur&rdquo;, das am heutigen Mittwoch der Bundesregierung &uuml;bergeben wird, stellen die Experten fest, dass die &ldquo;Perspektiven f&uuml;r eine erfolgreiche Entwicklung des Wettbewerbs unbefriedigend&rdquo; seien. Private Bahnen beziehungsweise die Deutschland-T&ouml;chter ausl&auml;ndischer Staatsunternehmen w&uuml;rden durch die &ldquo;bestehende Marktmacht&rdquo; der Deutschen Bahn weiterhin &ldquo;behindert&rdquo;. Dieser Befund ist fast schon ein Mantra der Kommission, neu ist hingegen, mit welcher Konsequenz eine Korrektur gefordert wird. Die Bahn soll das Schienennetz abgeben. Jene DB-Sparten also, die den Personen- und G&uuml;terverkehr organisieren, sollen von der DB-Netz, die die Fahrwege und Bahnh&ouml;fe verwaltet, getrennt werden. Und f&uuml;r das Logistik- und Schieneng&uuml;tergesch&auml;ft sieht die Monopolkommission &ndash; anders als f&uuml;r den Personenverkehr &ndash; eine Privatisierung vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/wirtschaft\/article144297890\/Monopolkommission-will-Deutsche-Bahn-zerschlagen.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> In der Monopolkommission sitzen &uuml;brigens drei Unternehmer\/Manager und zwei neoliberale &Ouml;konomen. Der Vorsitzende der Kommission, Daniel Zimmer, schrieb &uuml;brigens vor zwei Jahren ein Buch mit dem Titel &bdquo;Weniger Politik! Pl&auml;doyer f&uuml;r eine freiheitsorientierte Konzeption von Staat und Recht&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Knapp 1.000 Kilometer daneben<\/strong><br>\nHei&szlig;, Frank-Walter. Ganz hei&szlig;. Die Richtung stimmte schon. Du h&auml;ttest dich mehr nach Osten orientieren m&uuml;ssen. Havanna lag zu weit im Westen. Es w&auml;re nur noch ein Katzensprung gewesen. Nach Guant&aacute;namo. Und noch n&auml;her lag Florida. Dort h&auml;ttest du sogar einen Adressaten gehabt.<br>\nLetzte Woche gurkte ich mal wieder mit dem Wagen durch die Gegend. Ich h&ouml;rte wie so oft Autoradio. Das meldete, dass der Steinmeier auf Kuba sei und dort die Einhaltung der Menschenrechte einforderte. Oh, du geographischer Simpel, dachte ich mir. Guant&aacute;namo liegt auf Kuba. Das stimmt zwar. Aber verantwortlich daf&uuml;r ist nicht Fidel oder Ra&uacute;l. Dazu h&auml;tte er r&uuml;bermachen m&uuml;ssen. In die Staaten. Und wenigstens in den Osten der Insel. Irgendwas brachte er da durcheinander. Denn die schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit und damit Menschenrechtsverletzungen auf der kubanischen Insel, werden nicht von Kubanern begangen, sondern von Amerikanern. Und dann dachte ich an Murat Kurnaz und daran, wie diese milit&auml;rische US-Enklave schon mal eine Rolle im Leben dieses deutschen Au&szlig;enministers spielte. Und wie er es herunterspielte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/07\/knapp-1000-kilometer-daneben.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kulturzeit-Gespr&auml;ch mit Michael L&uuml;ders<\/strong><br>\nzum Iran und der Intervention des Westens: Der fanatische Islam, der Terror, die brutale Gewalt des IS: Das ganze Desaster w&auml;re nicht in der Welt ohne die fatalen Interventionen des Westens, ist der Autor Michael L&uuml;ders &uuml;berzeugt. Ein Gespr&auml;ch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/?mode=play&amp;obj=53015\">3sat Mediathek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ukraine: Rechter Sektor &ndash; Gefahr f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nDie Lage in der Ukraine spitzt sich immer mehr zu. Im Osten gibt es schwere K&auml;mpfe und Tote. Die Regierungstruppen versch&auml;rfen Angriffe und verletzten dadurch das Minsk-II-Abkommen. Im Westen toben die Ultranationalisten des Rechten Sektors (RS) und drohen Pr&auml;sident Poroschenko zu st&uuml;rzen. Die Sicherheit Europas ist bedroht.<br>\nPr&auml;sident Petro Poroschenko und seine Nationalgarde befinden sich heute in einem Krieg an zwei Fronten &ndash; Im Osten mit der DNR und der LNR, im Westen mit der nationalistischen Gruppierung &bdquo;Rechter Sektor&ldquo;. Poroschenko kam an die Macht mit Unterst&uuml;tzung der Neonazis. Der F&uuml;hrer des Rechten Sektors, Dmitri Jarosch, wurde nach dem Maidan zum Abgeordneten der Werchowna Rada und dann zum Berater des ukrainischen Generalstabs ernannt. Der RS-F&uuml;hrer rechnete darauf, dass er auf die neue Regierung Druck aus&uuml;ben kann, dass seine Bataillone autonomen Status erhalten und dass er die Situation im Lande unter seine Kontrolle stellen kann. Doch hat sich Jarosch verrechnet.<br>\nDie Konfrontation mit Kiew schlug sich in einen bewaffneten Konflikt um. Dmitri Jarosch droht offen Poroschenko zu st&uuml;rzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neopresse.com\/europa\/ukraine-rechter-sektor-gefahr-fuer-europa\/\">NEOPresse<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Saudi-Leaks&rdquo;: Diplomatie mit dem Scheckheft enttarnt<\/strong><br>\nWikileaks hat Tausende Dokumente aus dem saudi-arabischen Au&szlig;enministerium ver&ouml;ffentlicht. Sie enth&uuml;llen das wesentliche Mittel der Au&szlig;enpolitik des Landes: das Scheckheft. Doch das Geld flie&szlig;t nicht nur zu anderen Politikern, auch die Medien werden geschmiert. [&hellip;]<br>\nDie Papiere erlauben einen selten Einblick in die Politik des sunnitischen K&ouml;nigreiches und seine Rivalit&auml;t mit dem schiitischen Iran, dem Erzrivalen in der Region. Riads Konkurrenz mit Teheran dominiert die Dokumente: Das Wort &ldquo;Iran&rdquo; taucht in rund 1400 der 60.000 ver&ouml;ffentlichten Depeschen auf. Saudi-Arabien geht es vor allem darum, den Einfluss des Landes in der arabischen Welt einzud&auml;mmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Diplomatie-mit-dem-Scheckheft-enttarnt-article15558991.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Rechtsverletzungen statt Kampf gegen die NSA<\/strong><br>\nDie Privatsph&auml;re ihrer B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zu sch&uuml;tzen, ist die Aufgabe der europ&auml;ischen Regierungen. Da gibt es eine Menge zu tun: Sp&auml;testens nach den Snowden-Enth&uuml;llungen ist bekannt, dass Geheimdienste durch Massen&uuml;berwachungsprogramme millionenfach das Menschenrecht auf Privatsph&auml;re verletzen. W&auml;hrend die Geheimdienste technisch aufr&uuml;sten, hat die Gesetzgebung mit dieser Entwicklung und den einhergehenden neuen &Uuml;berwachungsm&ouml;glichkeiten nicht Schritt gehalten. Doch statt zu handeln, um die Massen&uuml;berwachung zu stoppen, planen die Regierungen die Befugnisse von Geheimdiensten sogar noch auszuweiten. Die paradoxe europ&auml;ische Antwort auf die globale Verletzung der Privatsph&auml;re besteht in noch mehr Rechtsverletzungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gastbeitraege\/nsa-skandal-rechtsverletzungen-statt-kampf-gegen-die-nsa,29976308,31266000.html\">Selmin &Ccedil;aliskan, Generalsekret&auml;rin der deutschen Sektion von Amnesty International, in der FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Vorsicht, bissig!<\/strong><br>\nder Freitag: Herr Uthoff, was kann Kabarett? Was soll es heute leisten?<br>\nMax Uthoff: Kabarett ist f&uuml;r mich ein Versuch, Menschen intelligent zu unterhalten &ndash; wenn es dabei gelingt, noch andere Kleinigkeiten zu erreichen wie ein bisschen Emp&ouml;rung, ein bisschen Wut oder auch nur Erstaunen &uuml;ber bestimmte Zust&auml;nde in diesem Land, dann ist das ein gelungener Abend. Aber ich halte Kabarett f&uuml;r weit davon entfernt, die gesellschaftliche Umw&auml;lzung voranzutreiben.<br>\nSehen Sie es als Teil der Gegen&ouml;ffentlichkeit?<br>\nEs ist ein winziger Mosaikstein darin. Aber dieser Stein ist da &ndash; und die Gegen&ouml;ffentlichkeit besteht aus ganz vielen Mosaiksteinen. Da ist eine Protestveranstaltung von Attac genauso wichtig wie ein Abend im Kabarett, die Nachdenkseiten von Albrecht M&uuml;ller im Netz oder ein Artikel im Freitag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jan-pfaff\/vorsicht-bissig\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ich will die Welt ver&auml;ndern<\/strong><br>\nHeute wird Norbert Bl&uuml;m 80 Jahre alt. Ein engagierter, humorvoller Politiker und streitbarer Gegner, der es immer noch wichtig findet, &ldquo;Nein&rdquo; zu sagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/neugiergenuegt\/redezeit\/norbert-bluem-102.html\">WDR 5 Redezeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung NDS:<\/strong> Wir, die Nachdenkseiten-Macher gratulieren Norbert Bl&uuml;m. Er ist zu einem Partner der Aufkl&auml;rung geworden. Und das w&uuml;nschen wir ihm und uns auch weiterhin.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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