{"id":26927,"date":"2015-07-24T16:22:48","date_gmt":"2015-07-24T14:22:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927"},"modified":"2015-07-24T16:22:48","modified_gmt":"2015-07-24T14:22:48","slug":"hinweise-des-tages-ii-206","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h01\">Albig: &ldquo;Es ist schwer, gegen Merkel zu gewinnen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h02\">Zum Vizekanzler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h03\">Eine Antwort des BMF auf den Brief der &Ouml;konomen? Nein, leider keine Antwort!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h04\">Erfolgreiche Erholung in Spanien mit 5,2 Millionen (22,5%) Arbeitslosen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h05\">Gab es einen Plan B bei SYRIZA?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h06\">Erhard Eppler: &ldquo;Deutsche Politik hat auf das falsche Pferd gesetzt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h07\">Stille Revolution &ndash; Oder: Von der Verrechtlichung neoliberaler Verh&auml;ltnisse in der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h08\">Kurswechsel: Merkel unterst&uuml;tzt Pl&auml;ne f&uuml;r Einwanderungsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h09\">Arbeitszeitgesetz: Kampf um den Acht-Stunden-Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h10\">Besser verdienen mit Tarifvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h11\">Konsequente Begr&uuml;ndung des Sozialstaats als einem Schutzwall gegen die Aush&ouml;hlung der demokratischen Substanz des GG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h12\">5 Jahre deutsche Einheit: Schwierige Startbedingungen Ostdeutschlands wirken noch immer nach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h13\">Ein Misstrauensreferendum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h14\">MH17: US-Geheimdienste sollen endlich liefern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h15\">Reaktion auf Griechenland-Beschl&uuml;sse: CDU-Politiker Bosbach legt Ausschussvorsitz nieder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927#h16\">Zu guter Letzt: FREITAL startet den Tag mit 21 h&uuml;bschen Plakaten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26927&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Albig: &ldquo;Es ist schwer, gegen Merkel zu gewinnen&rdquo;<\/strong><br>\nVor dem Hintergrund anhaltend schlechter Umfragewerte hat Schleswig-Holsteins Ministerpr&auml;sident Torsten Albig (SPD) infrage gestellt, ob die SPD f&uuml;r die kommende Bundestagswahl 2017 &uuml;berhaupt einen Kanzler-Kandidaten braucht. In einem Interview mit NDR 1 Welle Nord sagte der Regierungschef, er habe keinen Zweifel, dass Sigmar Gabriel es exzellent machen werde. Aber er glaube, dass es schwer sei, gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu gewinnen. &ldquo;Ich glaube, sie macht das ganz ausgezeichnet &ndash; sie ist eine gute Kanzlerin.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Albig-Es-ist-schwer-gegen-Merkel-zu-gewinnen,albig548.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die &Auml;u&szlig;erungen Albigs sind abenteuerlich, Zeichen der perfekten Anpassung der SPD an die Konservativen und der Aufl&ouml;sungserscheinung der SPD. Meine Prognose, die SPD mit Gabriel sei auf dem Weg zu den 20% Wahlergebnis wird damit noch wahrscheinlicher. Mehr zu einer vern&uuml;nftigen Wahlstrategie der SPD bei n&auml;chster Gelegenheit.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Exklusiv: Erste SPD-Wahlplakate f&uuml;r 2017 geleakt<\/strong><br>\nKiel (dpo) &ndash; Vorw&auml;rts, Genossen! Schleswig-Holsteins Ministerpr&auml;sident Torsten Albig (SPD) hat in einem Interview infrage gestellt, ob die SPD f&uuml;r die kommende Bundestagswahl 2017 &uuml;berhaupt einen Kandidaten gegen Merkel braucht (&ldquo;Ich glaube, sie macht das ganz ausgezeichnet &ndash; sie ist eine gute Kanzlerin&rdquo;). Dem Postillon liegen bereits jetzt exklusiv drei Plakatentw&uuml;rfe vor, mit denen die SPD 2017 in den Wahlkampf ziehen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2015\/07\/exklusiv-erste-spd-wahlplakate-fur-2017.html\">Der Postillon<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&bdquo;Das Sie entscheidet&ldquo;<\/strong><br>\nTorsten Albig &ndash; Ministerpr&auml;sident f&uuml;r Schleswig-Holstein meint, seine SPD braucht 2017 gar keinen eigenen Kanzlerkandidaten. Gegen Mutti hat der eh keine Chance. Wir meinen: Er hat recht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150724-Merkel-waehlen.jpg\" alt=\"Das Sie entscheidet\" title=\"Das Sie entscheidet\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/extra3\/photos\/a.126985678917.103880.37621248917\/10153117279298918\/?type=1&amp;permPage=1\">Extra 3 via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zum Vizekanzler<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zickzack-Kurs: Sigmar Gabriel und die TTIP-Geheimgerichte<\/strong><br>\nNicht nur in der Griechenland-Debatte hat Sigmar Gabriels Zickzack-Kurs seine Partei verst&ouml;rt. Auch beim Freihandelsabkommen TTIP scheint der SPD-Vorsitzende nach der Devise zu handeln: Was k&uuml;mmert mich die Beschlusslage der eigenen Partei? Geheime Verhandlungsdokumente zeigen: Gabriels &ouml;ffentlichkeitswirksamer Kampf gegen die TTIP-Geheimgerichte ist eine gro&szlig;e Polit-Show. Hinter verschlossenen T&uuml;ren vertritt der SPD-Chef eine ganz andere Agenda.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/geheime-schiedsgerichte-100.html\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Das sind keine Klassenfeinde&laquo;<\/strong><br>\nSigmar Gabriel will seine Beliebtheit bei Unternehmensvertretern steigern. Bei einem gemeinsamen Auftritt verteidigte der SPD-Chef auch seine Reise nach Iran. Als Wirtschaftsminister m&uuml;sse man der Wirtschaft helfen.<br>\nZwischen sozialdemokratischer und wirtschaftsliberaler Politik sieht Sigmar Gabriel keine gro&szlig;en Widerspr&uuml;che. &raquo;Es gibt eine Verbundenheit der SPD mit Unternehmen. Diese sind Partner und keine Klassenfeinde&laquo;, sagte der Parteichef am Donnerstag vor der Bundespressekonferenz. Gabriel verwies darauf, dass der SPD-Gr&uuml;nder August Bebel selber Drechsler und Unternehmer gewesen sei. Die Wirtschaftsvertreter, mit denen Gabriel nun das &raquo;Aktionsprogramm Zukunft Mittelstand&laquo; pr&auml;sentierte, lie&szlig;en sich jedoch nicht mit dem Sozialisten Bebel vergleichen. So war etwa der Pr&auml;sident des des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Eric Schweitzer, bis zum Sommer 2012 Mitglied der FDP. Zudem sa&szlig;en Reinhold Festge, Vizepr&auml;sident des neoliberal ausgerichteten Bundesverbandes der Deutschen Industrie, und der Pr&auml;sident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, auf dem Podium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/978928.das-sind-keine-klassenfeinde.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eine Antwort des BMF auf den Brief der &Ouml;konomen? Nein, leider keine Antwort!<\/strong><br>\nDarum h&auml;tte Wolfgang Sch&auml;ubles &bdquo;Chef&ouml;konom&ldquo;, wenn er denn widersprechen und den Widerspruch begr&uuml;nden wollte, in seiner Antwort zeigen m&uuml;ssen, warum die Ergebnisse so schlecht waren, warum die Troika sich in der Erwartung der Heilung so massiv get&auml;uscht hat und wieso die Medizin diesmal besser wirken k&ouml;nnte. Doch seine Antwort enth&auml;lt nichts dergleichen. Bei seiner einzigen inhaltlichen Aussage beruft er sich auf Olivier Blanchard (der noch nicht wieder freier Wissenschaftler, sondern angestellter Berater des IWF ist) und sagt: &bdquo;Fiskale Austerit&auml;t war nicht blo&szlig; eine M&ouml;glichkeit, sondern eine Notwendigkeit. Denn leistungs- und zahlungsf&auml;hige Regierungen sind Voraussetzung f&uuml;r Wachstum. Nur dann k&ouml;nnen sie ihrer Wirtschaft einen guten Ordnungsrahmen und ihren B&uuml;rgern beispielsweise gute Bildung bieten.&ldquo;<br>\nAber auch die Aussage von Blanchard ist falsch, wie sich leicht zeigen l&auml;sst. Mein Kollege Richard Koo hat es in dem bei Westend erschienen Buch &bdquo;Handelt jetzt&ldquo; vor einiger Zeit noch einmal gezeigt, dass der Staat in einer Situation, wo die &uuml;brigen Sektoren versuchen zu sparen und vom Au&szlig;enhandel keine Entlastung kommt, keine M&ouml;glichkeit hat, selbst zu sparen, weil er mit seinem Sparversuch&#8232;unmittelbar die wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert und eine Sparspirale nach unten ausl&ouml;st, die wieder nur der Staat selbst &ndash; allerdings auf einem tieferen Niveau der Wirtschaftst&auml;tigkeit &ndash; durch antizyklisches Handeln beenden kann. Wer sich mit diesen &Uuml;berlegungen, also der Dynamik einer Marktwirtschaft, nicht auseinandersetzt, sagt gar nichts. Nicht einmal der alte deutsche Ordnungsrahmen ist ein Ersatz f&uuml;r das dringend notwendige aktive Bremsen einer Negativdynamik durch den Staat &ndash; was ja auch die Bundesregierung in der gro&szlig;en Rezession von 2008\/2009 f&uuml;r einen kurzen Moment verstanden und entsprechend agiert hat. Damals ging es ja auch um deutsche B&uuml;rger und damit um ihren eigenen Machterhalt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/eine-antwort-des-bmf-auf-den-brief-der-oekonomen-nein-leider-keine-antwort\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p>dazu: <strong>Frickes Welt: Warum Sparen so unterschiedlich wirkt<\/strong><br>\nNoch ist offen, wie das dritte Rettungspaket genau aussehen wird. Nur eins gilt jetzt schon: die Griechen erleben in diesen Tagen die siebte gro&szlig;e Welle von K&uuml;rzungen und Steuererh&ouml;hungen seit Beginn der Krise. Und die Frage ist: Droht jetzt die n&auml;chste Rezession? Oder k&ouml;nnte derlei Austerit&auml;t diesmal Wunder wirken, wie jene prophezeien, die stets auf die Balten verweisen? Esten, Letten und Litauer h&auml;tten auch hart gek&uuml;rzt &ndash; und kurz darauf zu wachsen begonnen. Also doch Grund zur Hoffnung?<br>\nKaum zu bestreiten ist, dass jeder Wirtschaft erst einmal Verluste drohen, wenn wie jetzt die Mehrwertsteuer steigt. Oder wenn Rentner weniger Geld haben. Und der Staat weniger Auftr&auml;ge vergibt. Entscheidend ist, ob diese Verluste durch positive Austerit&auml;tseffekte wettgemacht werden &ndash; etwa dadurch, dass Firmen mit einem Krisenende rechnen und investieren. Oder die Wirtschaft so wettbewerbsf&auml;hig wird, dass sie im Ausland mehr extra verkauft, als sie im Inland einb&uuml;&szlig;t.<br>\nViele Beispiele f&uuml;r eine aufheiternde Austerit&auml;t haben &Ouml;konomen in der Geschichte nicht finden k&ouml;nnen, sagt der schottische Wirtschaftswissenschaftler Mark Blyth. Meist brechen Gesch&auml;fts- und Konsumklima erst einmal ein. Schon eher k&ouml;nnte die Wette auf das Ausland aufgehen. Bei den sagenumwobenen Balten fielen L&ouml;hne und Preise so stark, dass sie in der Tat Marktanteile gewannen und die Litauer ihren Export nach Deutschland seit 2008 um fast 90 Prozent steigerten. Ob das zur &Uuml;bertragung auf die Griechen taugt, ist damit nicht gesagt &ndash; zumal keines der drei L&auml;nder bis 2014 den Einbruch der Wirtschaft wettmachen konnte.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/griechenland-warum-sparen-so-unterschiedlich-wirkt-1.2579365\">S&uuml;ddeutsche<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2015\/07\/24\/frickes-welt-warum-sparen-so-unterschiedlich-wirkt\/\">WirtschaftsWunder<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Erfolgreiche Erholung in Spanien mit 5,2 Millionen (22,5%) Arbeitslosen?<\/strong><br>\nDie gebeutelte konservative spanische Regierung braucht dringend Erfolgsmeldungen vor den Parlamentswahlen im Herbst und fatalen Ergebnissen der Volkspartei (PP) bei den Regionalwahlen im Mai, als sie in fast allen Regionen und vielen St&auml;dten die Macht verlor. So war es absehbar, dass Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy (PP) die Daten als &ldquo;weiteres Zeichen f&uuml;r die wirtschaftliche Erholung&rdquo; Spaniens einstuft.<br>\nNoch im ersten Quartal stieg die Arbeitslosenquote, obwohl zwar einige Stellen geschaffen wurden, aber die Zahl der Auswanderer steigt und die Zahl der aktiven Bev&ouml;lkerung sank. Doch was geben die neuen Zahlen des Statistikinstituts (INE) zum zweiten Quartal her?<br>\nDemnach sind, trotz eines relativ starken Wachstums, noch immer fast 22,5% der Bev&ouml;lkerung ohne Stelle. Das sind weiter fast 5,2 Millionen Menschen. Abgeschlagen in der EU und der Eurozone konkurriert Spanien dabei nur mit Griechenland, das eine noch h&ouml;here Quote ausweist, und beide L&auml;nder liegen mit 50% Jugendarbeitslosigkeit gleichauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Erfolgreiche-Erholung-in-Spanien-mit-5-2-Millionen-22-5-Arbeitslosen-2761391.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gab es einen Plan B bei SYRIZA?<\/strong><br>\nEs wurde in den vergangenen Tagen viel davon geredet, warum SYRIZA bei den Verhandlungen mit den Gl&auml;ubigern so naiv war und einfach glaubte, man k&ouml;nne verhandeln, ohne ein Druckmittel in der Hand zu haben. Auch einen Plan B, meinen manche, h&auml;tten sie haben m&uuml;ssen.<br>\nBeides aber, ein Druckmittel und einen Plan B, was im Prinzip auf das Gleiche hinausl&auml;uft, h&auml;tte vorausgesetzt, dass, erstens, SYRIZA die Situation richtig einsch&auml;tzt, was offensichtlich nicht der Fall war, und, zweitens, dass man sich sehr intensiv Gedanken &uuml;ber ein Druckmittel in den anstehenden Verhandlungen macht, was aber auch nicht der Fall war. Das Referendum war dann der verzweifelte Akt, ein Druckmittel zu schaffen, aber auch das war Illusion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/gab-es-einen-plan-b-bei-syriza\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Erhard Eppler: &ldquo;Deutsche Politik hat auf das falsche Pferd gesetzt&rdquo;<\/strong><br>\nDer 88-j&auml;hrige SPD-Politiker Erhard Eppler gilt als moralische Instanz der SPD. Er beklagt im Zuge der Griechenland-Krise einen deutschen Ansehensverlust in Europa. Fr&uuml;her sei man vorangegangen. Heute werde man eher &ldquo;als Leute mit der Peitsche, die hinterherlaufen&rdquo; empfunden.<br>\nDie deutsche Politik m&uuml;sse begreifen, dass sie in der Bew&auml;ltigung der Griechenlandkrise auf das falsche Pferd gesetzt habe, sagte Eppler im Deutschlandradio Kultur. Es m&uuml;sse klar werden, dass man in Deutschland begriffen habe, was da vor sich ging und woran die Bundesregierung schuld sei. Wenn dies durch ein anderes Handeln und einen anderen Ton deutlich w&uuml;rde, dann k&ouml;nne man in einigen Jahren den entstandenen politischen Schaden reparieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/griechenland-krise-deutsche-politik-hat-auf-das-falsche.1008.de.html?dram:article_id=326286\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p>dazu: <strong>H&auml;ssliche Deutsche? Wie ausl&auml;ndische Medien auf Deutschland blicken<\/strong><br>\nMelissa Eddy &ndash; &bdquo;New York Times&ldquo;: &bdquo;Ich finde in den letzten zwei Wochen die deutsche Berichterstattung war manchmal ein bisschen zu defensiv. Dass die Deutschen versucht immer wieder haben zu verteidigen die Position von der Berliner Regierung. Statt die Rolle anzunehmen wie wir auf Englisch &bdquo;the fifth estate&ldquo;, diejenigen die hinterfragen, die versuchen abzuw&auml;gen, um das in Erw&auml;gung zu bringen. Dass man hinterfragt tats&auml;chlich, stimmt das, was die sagen? Ist das richtig der beste Weg?&ldquo;<br>\nHans Kundnani, Publizist: &bdquo;Also in Gro&szlig;britannien zum Beispiel ist diese Beziehung zwischen Journalisten und Politikern viel konfrontativer. Also jeder politische Journalist versucht im Grunde genommen, die Politiker zu st&uuml;rzen. In Deutschland arbeiten die anscheinend viel enger zusammen.&ldquo; [&hellip;]<br>\nHans Kundnani, Publizist: &bdquo;Von Anfang an war das Narrativ in Deutschland, dass das eine Krise war, die von anderen verursacht worden ist, also vor allem nat&uuml;rlich von den Griechen. Also nicht eine Krise, zu der Deutschland selber beigetragen hat. Und deswegen war die L&ouml;sung aus deutscher Sicht, dass andere L&auml;nder mehr wie Deutschland werden sollten.&ldquo;<br>\nAlle sollen die Regeln einhalten, die die EU vorgibt: Schulden vermeiden, sparen. Finden andere Ideen &uuml;berhaupt Geh&ouml;r in Deutschland?<br>\nAndrea Tarquini, &bdquo;La Repubblica&rdquo;, Italien: &bdquo;Seri&ouml;se kritische Stimmen, wie die Stimmen von Wirtschaftsexperten wie Piketty oder Krugman oder Stieglitz, die liest man &uuml;berall in der freien Welt, aber fast nie in den deutschen Medien, das gibt Grund zur Sorge. Stimmen, die sagen, Moment &ndash; vielleicht angesichts der Rezession und sozialen Not -, man muss die Sparpolitik  weiter denken. Das kommt nicht auf die B&uuml;hne, sagen wir, in deutschen Medien.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/haessliche-deutsche-100.html\">Monitor<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stille Revolution &ndash; Oder: Von der Verrechtlichung neoliberaler Verh&auml;ltnisse in der EU<\/strong><br>\nJuni 2010. Der damalige Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso am European University Institute in Florenz.<br>\nWir haben es mit einer stillen Revolution zu tun &ndash; einer stillen Revolution im Sinne einer st&auml;rkeren &ouml;konomischen Governance in kleinen Schritten. Die Mitgliedsstaaten haben akzeptiert &ndash; und hoffentlich auch genau verstanden &ndash;, dass den Europ&auml;ischen Institutionen, gr&ouml;&szlig;ere &Uuml;berwachungsbefugnisse und eine sehr viel strengere Kontrolle der &ouml;ffentlichen Finanzen &uuml;bertragen werden.<br>\nSeptember 2011. Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz mit ihrem portugiesischen Amtskollegen, Ministerpr&auml;sident Pedro Passos Coelho.<br>\nO-TON Merkel<br>\nWir leben ja in einer Demokratie, und das ist eine parlamentarische Demokratie, und deshalb ist das Budgetrecht ein Kernrecht des Parlaments, und insofern werden wir Wege finden, wie die parlamentarische Mitbestimmung so gestaltet wird, dass sie trotzdem auch marktkonform ist.<br>\nWas bedeutet &sbquo;marktkonforme Demokratie&lsquo; genau, welche Ver&auml;nderungen hat der demokratische Rechtsstaat zu erwarten, wenn das Recht dem Markt angepasst werden soll? Das l&auml;sst sich aktuell vor allem beim Thema Freihandelsabkommen beobachten; also TTIP, CETA oder TISA. Dabei sollen Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialpolitik der demokratischen Kontrolle weitgehend entzogen werden. Doch die Wurzeln des Modells &sbquo;Marktkonforme Demokratie&lsquo; reichen tiefer.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/stille-revolution-oder-von-der-verrechtlichung-neoliberaler.media.68bf74f7d4409c563650589f65549f39.pdf\">DLF Manuskript der Sendung vom 17. Juli [PDF]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/stille-revolution-von-der-verrechtlichung-neoliberaler.1170.de.html?dram:article_id=324149\">Beitrag im Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kurswechsel: Merkel unterst&uuml;tzt Pl&auml;ne f&uuml;r Einwanderungsgesetz<\/strong><br>\nDie CDU vollzieht einen Kurswechsel in der Zuwanderungspolitik: Nach Informationen des SPIEGEL soll bei einer Vorstandssitzung im September die Forderung nach einem Einwanderungsgesetz beschlossen werden. Zugrunde liegt der Bericht einer Arbeitsgruppe unter Leitung des nordrhein-westf&auml;lischen Landeschefs Armin Laschet, die Anfang 2014 vom Parteivorstand eingesetzt worden war. Darin hei&szlig;t es, es gebe bereits zahlreiche gesetzliche Regelungen zur Einwanderung. &ldquo;Wir m&uuml;ssen diese guten Ans&auml;tze widerspruchsfrei und besser miteinander verkn&uuml;pfen und in einem Gesetz zusammenf&uuml;hren.&rdquo;<br>\nDer Bericht soll vom CDU-Bundesvorstand als Antrag f&uuml;r den Parteitag im Dezember verabschiedet werden. CDU-Chefin Angela Merkel hat intern Zustimmung signalisiert. Ihrem Generalsekret&auml;r Peter Tauber schwebt ein einfaches, &uuml;bersichtliches Einwanderungsgesetz vor, in dem &ldquo;die schon bestehenden guten Regelungen zusammengefasst werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/angela-merkel-unterstuetzt-nun-einwanderungsgesetz-a-1045182.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Kurswechsel ist wohl &uuml;bertrieben. Merkel m&ouml;chte eher rhetorische Streicheleinheiten verteilen und das bereits bestehende unter einem neuen Namen vermarkten. So etwas nennt man &uuml;blicherweise Etikettenschwindel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitszeitgesetz: Kampf um den Acht-Stunden-Tag<\/strong><br>\nAuch Hans-Peter Kl&ouml;s vom arbeitgebernahen Institut der Wirtschaft, Mitglied des von Nahles ins Leben gerufenen Beraterkreises, sagte: &ldquo;Der gesetzliche Korridor passt nicht mehr in eine Welt, die 24 Stunden am Tag in Echtzeit online unterwegs ist.&rdquo; Die Flexibilit&auml;tsanforderungen der Wirtschaft m&uuml;ssten mit legitimen Schutzanspr&uuml;chen der Arbeitnehmer in Einklang gebracht werden. &ldquo;Der Gesetzgeber wird den gesetzlichen Arbeitszeitrahmen lockern m&uuml;ssen.&rdquo; Tarif- und Betriebsparteien m&uuml;ssten mehr selbst regeln. Die Gewerkschaften lehnen die Arbeitgeber-Forderung jedoch strikt ab&hellip;&rdquo; Siehe dazu die Debatte um Industrie\/Arbeit 4.0 und:<br>\nHoffmann: Arbeitgeber missbrauchen Digitalisierungs-Debatte<br>\n&ldquo;Die Arbeitgeber missbrauchen die Debatte um die Auswirkung der Digitalisierung, um die Rolle r&uuml;ckw&auml;rts bei den Arbeitszeiten einzuleiten&rdquo;, kritisiert der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. &ldquo;Mit altbackenen L&ouml;sungen gestaltet man aber keine Zukunft.&rdquo;&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/alltag\/az\/flexi\/arbeitszeitgesetz-kampf-um-den-acht-stunden-tag-erneut\/\">LabourNet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Besser verdienen mit Tarifvertrag<\/strong><br>\nWieviel verdient eine Maschinenbauerin, wie gut oder schlecht ein Sozialp&auml;dagoge? Der LohnSpiegel der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zeigt auf, was ein Beruf an Geld verspricht &ndash; &bdquo;tats&auml;chlich&ldquo; und nicht nur auf dem Papier. Mit Studis Online spricht der Sozialwissenschaftler Heiner Dribbusch &uuml;ber Zweck und Nutzen des Projekts&hellip;<br>\nWir haben ermittelt, dass 34 Prozent der Jungakademiker mit bis zu einem Jahr Berufserfahrung nur mit einem Zeitvertrag besch&auml;ftig sind. In der Gruppe derer mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung gilt das noch f&uuml;r jeden Vierten. Aber die Werte gehen je nach Branche und T&auml;tigkeit weit auseinander. Im Fahrzeugbau sind nur sechs Prozent der Nachwuchsakademiker auf Zeit angestellt, w&auml;hrend es an Hochschulen und anderen Wissenschaftseinrichtungen &uuml;ber 80 Prozent sind&hellip;<br>\nNimmt man etwa Ingenieure, dann verdient man in Unternehmen, die nach Tarif zahlen, im Mittel mal eben 816 Euro mehr als die Kollegen in tariflosen Bereichen. Wir wissen aber auch, dass sich nicht jede und jeder &ndash; gerade auch frischgebackene Hochschulabsolventen nicht &ndash; v&ouml;llig frei aussuchen kann, in welchem Betrieb er unterkommt. Oder nehmen wir das Thema Geschlechterungleichheit. Die Gehaltsl&uuml;cke zwischen Akademikern und Akademikerinnen betr&auml;gt im Schnitt 21,5 Prozent. Im Falle von universit&auml;ren Diplom-Abschl&uuml;ssen fanden wir sogar einen Abstand von 30 Prozent. Dies hat nicht zuletzt mit den unterschiedlichen Karrierechancen in den Unternehmen zu tun. Hier werden ganz offenbar M&auml;nner noch immer bevorzugt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Karriere\/art-1854-LohnSpiegel.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Konsequente Begr&uuml;ndung des Sozialstaats als einem Schutzwall gegen die Aush&ouml;hlung der demokratischen Substanz des GG<\/strong><br>\nEs gilt, an ein Ereignis von vor 20 Jahren zu erinnern, das den damaligen Mehrheitspositionen in Wissenschaft und Politik in der Hochzeit der neoliberalen Siegesz&uuml;ge der 90er-Jahre ein deutliches Halt! entgegensetzte.<br>\nGemeint ist das Sondervotum, das der Verfassungsrichter Wolfgang B&ouml;ckenf&ouml;rde am<br>\n22. 6. 1995 gegen den Versuch der Mehrheit des 2.Senats des Verfassungsgerichtes &ndash; unter Leitung des stramm neoliberal ausgerichteten Vorsitzenden Paul Kirchhoff &ndash; formulierte, in dem er der Umdeutung der Verm&ouml;genssteuer in eine Sollertrags- statt einer Substanzsteuer widersprach, den damit verbundenen sog. Halbteilungssatz als nicht dem GG entsprechend gei&szlig;elte und ein inhaltlich wie auch sprachlich flammendes Fanal f&uuml;r einen zupackenden Sozialstaat setzte, der als bewusst aktiv werdender Regulator der kapitalistischen Wirtschaftsweise nicht nur als GG-vertr&auml;glich, sondern als im Sinne des GG notwendig beschrieben wurde.<br>\nDie Begr&uuml;ndung, daran zum 20. Jahrestag dieser &Auml;u&szlig;erungen zu erinnern, ergibt sich daraus, dass Wolfgang B&ouml;ckenf&ouml;rde seine Position mit einer derartig geschliffenen Grunds&auml;tzlichkeit vorgetragen hat, die weit &uuml;ber politisch pragmatische Begr&uuml;ndungen hinausreicht.<br>\nO-Ton: &bdquo;Im Eigentum gerinnt die Ungleichheit der freigesetzten Gesellschaft zur Materie und wird Ausgangspunkt neuer Ungleichheiten. Stellt man dieses unter Sicherung von dessen unbegrenzter Akkumulation sakrosankt, besteht die Gefahr, dass sich die Ungleichheit ungez&uuml;gelt potenzieren kann und sich dar&uuml;ber die freiheitliche Rechtsordnung selbst aufhebt.&ldquo;<br>\nHier formuliert ein radikaler b&uuml;rgerlicher Demokrat schn&ouml;rkellos den Geburtsmakel der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft und weist auf die systemischen Konsequenzen hin, wenn diesem Makel nicht wirksam begegnet wird. Hier geht es nicht nur um kaputte Infrastruktur und die notwendige Finanzierung &ndash; obwohl es ihm dann auch darum geht &ndash; hier geht es aus seiner Sicht um den Erhalt des zentralen Kerns eines demokratischen Staates und darum, zu verhindern, dass sich der Reichtum diesen Staat (immer mehr) unterwirft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/serveDocument.php?id=2947&amp;file=3\/3\/d8b.pdf\">Lutz Schr&ouml;der bei Axel Troost [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>5 Jahre deutsche Einheit: Schwierige Startbedingungen Ostdeutschlands wirken noch immer nach<\/strong><br>\nDie schwierigen Startbedingungen Ostdeutschlands wirken noch immer nach, lautet die Bilanz des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nach 25 Jahren deutscher Einheit. In der aktuellen Ausgabe 1\/2015 des Magazins IAB-Forum halten die Arbeitsmarktforscher fest: &bdquo;Auch heute, 25 Jahre nach dem Mauerfall, sind die Einkommen in Ostdeutschland deutlich niedriger und die Arbeitslosigkeit deutlich h&ouml;her als im Westen.&ldquo;<br>\nDie Arbeitslosigkeit, lange Zeit fast doppelt so hoch wie im Westen, liegt heute noch bei dem 1,5-fachen. W&auml;hrend sich beim Abbau der Arbeitslosigkeit eine stetige Ann&auml;herung zeigt, gleichen sich Ost und West seit der Jahrtausendwende in puncto Produktivit&auml;t und Durchschnittseinkommen kaum noch an. Der Lohnunterschied betr&auml;gt rund 20 Prozent. &bdquo;Die Lohnentwicklung wurde durch die niedrigere Produktivit&auml;t und die hohe regionale Arbeitslosigkeit begrenzt&ldquo;, erkl&auml;ren die IAB-Forscher.<br>\nDie Produktivit&auml;t, zu DDR-Zeiten bei einem Drittel des Westniveaus, liegt heute bei rund drei Viertel des westdeutschen Stands. Nach wie vor bestehen strukturelle Nachteile der ostdeutschen Wirtschaft: Ostdeutschland hat nur einen relativ kleinen Industriesektor und vergleichsweise wenige wirtschaftlich erfolgreiche Gro&szlig;unternehmen. Es gibt ein Defizit an wissensintensiven Unternehmensdienstleistungen sowie an Forschungs- und Entwicklungst&auml;tigkeiten der Wirtschaft. &bdquo;Bis heute sind die Zentralen vieler Unternehmen, die im Osten aktiv sind, nicht in Ost- sondern in Westdeutschland angesiedelt&ldquo;, schreiben die IAB-Forscher. Da Unternehmenszentralen und Entwicklungsabteilungen &uuml;berwiegend im Westen zu finden sind, sind auch die Patentanmeldungen und die Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r &uuml;berdurchschnittlich gut qualifizierte Besch&auml;ftigte im Westen zahlreicher.<br>\nIn Ostdeutschland gebe es aber dennoch viele hochproduktive Betriebe, die westdeutschen Betrieben in nichts nachstehen, so das IAB. So h&auml;tten sich beispielsweise &bdquo;regionale Leuchtt&uuml;rme&ldquo; wie Jena oder Dresden mit wertsch&ouml;pfungsintensiven Branchen und hochrangigen Forschungseinrichtungen herausgebildet, die selbst einem internationalen Vergleich standhalten.<br>\nAnsatzpunkte f&uuml;r eine weitere Verbesserung der Lage biete die Technologiepolitik, mit der gezielt Innovationen gef&ouml;rdert werden sollten, die Besch&auml;ftigungsgewinne erwarten lassen. Zudem l&auml;gen in einer internationalen &Ouml;ffnung Ostdeutschlands Chancen: &bdquo;Die schneller wachsenden Volkswirtschaften in Osteuropa bieten Entwicklungsperspektiven, die bisher zu wenig genutzt werden. Berlin k&ouml;nnte zur Drehscheibe f&uuml;r den Handel mit diesen Regionen werden und eine &auml;hnliche Funktion einnehmen wie einst Singapur f&uuml;r die M&auml;rkte S&uuml;dostasiens&ldquo;, erl&auml;utern die Arbeitsmarktforscher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/fo0115.aspx\">Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zuerst wurden von der Treuhand alle Betriebe verscherbelt und anschlie&szlig;end von den &bdquo;Investoren&ldquo; platt gemacht. Wenn die industriellen Kerne erst einmal entkernt sind, braucht man sich nicht zu wundern, wenn Unternehmenszentralen oder Entwicklungsabteilungen nicht vorhanden sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein Misstrauensreferendum<\/strong><br>\nIm Berliner Polit-Establishment wird der Ruf nach einer Ausweitung der Unterst&uuml;tzungszahlungen an die Ukraine laut. Das Land stehe &ouml;konomisch am Abgrund und ben&ouml;tige &ldquo;insbesondere finanzielle Hilfen&rdquo;, hei&szlig;t es in einem Beitrag in der aktuellen Ausgabe des Fachblattes &ldquo;Internationale Politik&rdquo;. &ldquo;Wichtig&rdquo; sei es auch, &ldquo;eine rege T&auml;tigkeit von Auslandsinvestoren in der Ukraine&rdquo; zu f&ouml;rdern, hei&szlig;t es in einem zweiten Beitrag, der &ldquo;die Voraussetzungen f&uuml;r den Erfolg&rdquo; einer &ldquo;echten Reformierung&rdquo; in der prowestlich gewendeten Ukraine deutlich &ldquo;verbessert&rdquo; nennt. Tats&auml;chlich kann sich der ukrainische Staatspr&auml;sident, ein Oligarch, der aktuell die Zustimmung von gerade einmal 13 Prozent der Bev&ouml;lkerung genie&szlig;t, zur Zeit nur mit M&uuml;he gegen faschistische Putschbestrebungen an der Macht halten. Der F&uuml;hrer der faschistischen Organisation &ldquo;Rechter Sektor&rdquo; hat soeben eine landesweite Agitation zum Sturz der Regierung angek&uuml;ndigt. Die politische Zuspitzung erfolgt in einer Situation, in der weite Teile der Bev&ouml;lkerung dramatisch verarmen und die Preise f&uuml;r Strom, Wasser und vor allem f&uuml;r Erdgas f&uuml;r Privathaushalte um dreistellige Raten in die H&ouml;he schie&szlig;en. Keine eineinhalb Jahre nach dem von Berlin unterst&uuml;tzten Umsturz ist die Lage in der Ukraine desolat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59168\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>MH17: US-Geheimdienste sollen endlich liefern<\/strong><br>\nDer Abschlussbericht des internationalen Teams, das unter der F&uuml;hrung des Dutch Safety Board den Absturz von MH17 untersucht hat, wird am 10. August einem internationalen Expertenkreis vorgelegt werden &ndash; allerdings hinter verschlossenen T&uuml;ren, wie Interfax berichtet. Der Bericht, der nach Ma&szlig;gabe der International Civil Aviation Organization (ICAO ) eigentlich ein Jahr nach einem Absturz vorgelegt werden muss, wurde den beteiligten L&auml;ndern bereits am 2. Juni vorgelegt.<br>\nUntersucht wurde hier allerdings nur die technische Ursache. Allerdings k&ouml;nnen aus der Absturzursache, also ob die Maschine von einer Buk- oder einer Luft-Luft-Rakete abgeschossen wurde, bereits Hinweise auf die T&auml;ter abgeleitet werden. Sollte es sich um eine Buk-Rakete handeln, bliebe allerdings umstritten, ob sie von Separatisten, ukrainischen Soldaten oder gar von russischen Soldaten abgefeuert wurde. Untersucht wurde aber auch, ob in einem solchen Fall &uuml;ber einem Kriegsgebiet, in dem bereits hoch fliegende Flugzeuge abgeschossen wurden, nicht die Pflicht f&uuml;r Kiew bestanden h&auml;tte, den Luftraum zu schlie&szlig;en. Und Malaysia Airlines h&auml;tte vermutlich keine Maschinen &uuml;ber dem Gebiet fliegen lassen d&uuml;rfen. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Jemand l&uuml;gt&rdquo;, sagen die Ex-Geheimdienstmitarbeiter. Die USA aber st&uuml;nden in Verantwortung, weil niemand mehr Ressourcen habe, um einen Beweis zu liefern. Das m&uuml;ssten die Autoren als ehemalige Agenten eigentlich wissen. Anstatt eigene Informationen vorzulegen, habe sich die Regierung auf zweifelhafte Daten und Informationen aus Sozialen Netzwerken gest&uuml;tzt. Unverst&auml;ndlich sei, warum man seit einem Jahr nicht weitergekommen ist. Obama wird aufgefordert, ehrliche Geheimdienstanalysten zu suchen, vor allem wenn sie das herrschende Gruppendenken in Frage stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45525\/2.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Reaktion auf Griechenland-Beschl&uuml;sse: CDU-Politiker Bosbach legt Ausschussvorsitz nieder<\/strong><br>\nEr ist unzufrieden mit der Griechenlandpolitik der Bundesregierung, jetzt zieht er Konsequenzen: CDU-Mann Wolfgang Bosbach legt sein Amt als Vorsitzender des Bundestagsinnenausschusses nieder. Sein Parlamentsmandat will er aber behalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/wolfgang-bosbach-legt-ausschussvorsitz-nieder-a-1044989.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Viel Get&ouml;se vom Talk-Show-Dauergast. Statt der Niederlegung des Innenausschussvorsitzes h&auml;tte er als Konsequenz aus den Griechenland-Beschl&uuml;ssen auch den Austritt aus einem Kaninchenzuchtverein erkl&auml;ren k&ouml;nnen. Beides hat &auml;hnliche Bedeutung und mit der Sache rein gar nichts zu tun.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: FREITAL startet den Tag mit 21 h&uuml;bschen Plakaten<\/strong><br>\nFREITAL startet den Tag mit 21 h&uuml;bschen Plakaten. Bisher meine gr&ouml;&szlig;te Intervention in einer verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kleinen Stadt, in der ein kleiner brauner p&ouml;belnder Mob so viel unangenehme Aufmerksamkeit herbeif&uuml;hrte. Nun prangen auf der Hauptverkehrsstra&szlig;e zwischen S Hainsberg und S Potschappel zehn unterschiedliche Motive gegen Rechts.<br>\nDas Problem hei&szlig;t immer noch Rassismus.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150724-Fundstueck-der-Woche.jpg\" alt=\"FREITAL startet den Tag mit 21 h&uuml;bschen Plakaten\" title=\"FREITAL startet den Tag mit 21 h&uuml;bschen Plakaten\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/352841264901019\/photos\/a.423860707799074.1073741834.352841264901019\/423860771132401\/?type=1&amp;permPage=1\">K&uuml;nstler Dies Irae via Facebook<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>K&uuml;nstler trollt Freitaler Fremdenfeinde<\/strong><br>\nIn Freital d&uuml;rfte gerade ein Witz die Runde machen. Er beginnt so: &ldquo;Ein Banker, ein Bildzeitungsleser und ein Asylbewerber sitzen am Tisch mit 20 Keksen.&rdquo; Die Pointe macht nachdenklich. [&hellip;] Verbreitet hat den Witz ein bisher unbekannter K&uuml;nstler. Er hat ihn mit schwarzer Farbe auf ein riesiges Plakat geschrieben und in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag an Bushaltestellen in der s&auml;chsischen Stadt aufgeh&auml;ngt &ndash; zusammen mit 20 anderen Plakaten, die Motive gegen Rechtsextremismus tragen:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/plakat-aktion-kuenstler-trollt-freitaler-fremdenfeinde-1.2580470\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AM\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-26927","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26927","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26927"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26927\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26930,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26927\/revisions\/26930"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26927"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26927"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26927"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}