{"id":2693,"date":"2007-10-15T09:04:25","date_gmt":"2007-10-15T07:04:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2693"},"modified":"2007-10-15T09:04:25","modified_gmt":"2007-10-15T07:04:25","slug":"hinweise-des-tages-504","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2693","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Arm ins Alter?<\/strong><br>\nMit diesem Jahr endet die befristete 58er-Regelung, die noch aus der &Auml;ra Kohl stammt. Damit konnten &auml;ltere Arbeitslose offiziell darauf verzichten, dass ihnen ein neuer Job vermittelt wird, und erhielten trotzdem weiter Arbeitslosenunterst&uuml;tzung. F&uuml;r &auml;ltere Hartz-IV-Empf&auml;nger hat es schwerwiegende Folgen, wenn diese Bestimmung gestrichen wird. Statt bis 65 Arbeitslosengeld II zu beziehen, ohne dass ihnen Jobs angeboten werden, m&uuml;ssen sie dann so fr&uuml;h wie m&ouml;glich in Rente gehen &ndash; auch wenn das dauerhafte Abschl&auml;ge beim Ruhegeld bedeutet. Und wenn sie nicht selbst den Rentenantrag stellen, kann das an ihrer Stelle die zust&auml;ndige Beh&ouml;rde tun, sogar gegen ihren Willen.<br>\n&raquo;Zwangsverrentung&laquo; nennen das Gewerkschaften und Sozialverb&auml;nde. Und Christina W&uuml;bbeke vom N&uuml;rnberger Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) f&uuml;rchtet: &raquo;Ein erheblicher Teil der Hartz-IV-Empf&auml;nger wird k&uuml;nftig eine Rente erhalten, die unterhalb des Sozialhilfeniveaus liegt.&laquo; Das hei&szlig;t, dass sie f&uuml;r den Rest ihres Lebens auf Unterst&uuml;tzung angewiesen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/2007\/42\/Zwangsrente\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein Leser weist uns darauf hin, dass, wer die 58er-Regelung benutzt hat, mit 60 gleichfalls 18 Prozent weniger Rente erh&auml;lt. Ab 2008 kann jeder gezwungen werden, mit diesem Abschlag in Rente gehen zu m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>40 Prozent mehr 55- bis 64-J&auml;hrige im Jahr 2020: Noch zu wenig betriebliche Ma&szlig;nahmen f&uuml;r &Auml;ltere<\/strong><br>\nSich auf &auml;ltere Belegschaften einzustellen, ist die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung f&uuml;r die Betriebe in den n&auml;chsten 15 Jahren. Betriebliche Ma&szlig;nahmen f&uuml;r &auml;ltere Besch&auml;ftigte sind aber noch eher selten, zeigt eine Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Ihre Verbreitung hat zwischen 2002 und 2006 sogar leicht abgenommen: Der Anteil der Betriebe mit Ma&szlig;nahmen f&uuml;r &Auml;ltere ist zwischen 2002 und 2006 von 19 auf 17 Prozent zur&uuml;ckgegangen.<br>\nDie Zahl der 55- bis 64-J&auml;hrigen wird bis 2020 um rund 40 Prozent zunehmen. Ein genereller Arbeitskr&auml;ftemangel ist bis dahin nicht zu erwarten: Das Angebot an Arbeitskr&auml;ften wird allenfalls leicht abnehmen. Erst nach 2020 wird ein sp&uuml;rbarer R&uuml;ckgang der Bev&ouml;lkerung und damit auch des Arbeitsangebots einsetzen,<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news229702\">idw<\/a><\/li>\n<li><strong>M&uuml;nteferings Goldenes Kalb<\/strong><br>\nIn der SPD-internen Debatte zum Arbeitslosengeld I besch&auml;digt sich Franz M&uuml;ntefering selbst. Aus Treue zur vormaligen Regierung Schr&ouml;der hat er sich zu einem Agenda-Fundamentalismus hinrei&szlig;en lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/meinung\/15\/137735\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es ist der Fundamentalismus von bornierten Dogmatikern, die ihre Weltanschauung &uuml;ber die Welt, wie sie ist, stellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>M&uuml;nte wird frech<\/strong><br>\nBeim Showdown mit SPD-Chef Beck geht es um eine winzige Korrektur der Agenda 2010. Der Vizekanzler macht daraus eine Staatsaktion. Die Korrektur am Arbeitslosengeld I, die Beck vorschl&auml;gt, ist l&auml;cherlich. Sie &auml;ndert am Prinzip des Sozialabbaus, der Auspl&uuml;nderung allein der sozial Schw&auml;chsten, nicht das geringste, will keinen &raquo;Politikwechsel&laquo;. In Zeiten zunehmender Spannungen in der Gesellschaft reichen aber offenbar solche Geringf&uuml;gigkeiten, um prinzipielle Fragen aufzuwerfen &ndash; weit &uuml;ber die SPD und ihre Gro&szlig;kapitalfraktion hinaus. Die Schr&ouml;der\/M&uuml;ntefering-Botschaft &raquo;Es gibt f&uuml;r unten nichts mehr, nur noch f&uuml;r oben&laquo; macht jede Sozialstaatsforderung aus dieser Sicht automatisch zur Systemgef&auml;hrdung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/10-15\/014.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Zukunft des Sozialstaats<\/strong><br>\nDer Freitag hat die Artikel im Rahmen der Debatte unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Zukunft des Sozialstaates&rdquo; zusammengefasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/extra\/sozialstaat.html\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Engelen-Kefer: Kurt Beck hat Recht<\/strong><br>\nMit der Korrektur an der Agenda 2010 w&uuml;rde der SPD-Chef endlich auf die Stimmung bei den W&auml;hlern reagieren. Ihr Tipp an Beck: Als n&auml;chstes medienwirksames Thema sollte er sich die Leiharbeit vornehmen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=digitaz-artikel&amp;no_cache=1&amp;ressort=me&amp;dig=2007\/10\/13\/a0181&amp;src=GI&amp;cHash=6a32e45dd5&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD entt&auml;uscht die Dachdecker<\/strong><br>\nDie Bem&uuml;hungen aus den Reihen der SPD, das wenig geliebte Projekt der Rente mit 67 aufzubohren, sind vorerst gescheitert. Prominente Kritiker des Vorhabens mussten am Freitag einr&auml;umen, ihre Vorschl&auml;ge f&uuml;r Korrekturen an der Reform seien in weiten Teilen nicht realisierbar.<br>\nDer j&uuml;ngste R&uuml;ckzieher bedeutet einen Prestige-Erfolg f&uuml;r Arbeitsminister Franz M&uuml;ntefering (SPD). Der Vizekanzler hatte sich den &Auml;nderungspl&auml;nen seiner Parteifreunde in der Rentenpolitik vehement widersetzt und &ndash; wie Elke Ferner, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, andeutete &ndash; dabei auch schlagende Argumente. Freundliche Worte kamen gestern auch vom Koalitionspartner: Es sei &ldquo;gut, dass sich die Position des Arbeitsministers durchgesetzt und die SPD zur rentenpolitischen Vernunft zur&uuml;ckgefunden&rdquo; habe, sagte der CDU-Rentenexperte Peter Wei&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1225141\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Jobmaschine Wachstum<\/strong><br>\nDie Rekordzahl der Erwerbst&auml;tigen gilt flugs als Beleg f&uuml;r den Erfolg der Agenda 2010. Tats&auml;chlich wurden viele Jobs geschaffen: mit einem versteckten Konjunkturprogramm der Koalition. &Uuml;ber Zinsverbilligungen hat der Staat und seine Staatsbank KfW allein im vergangenen Jahr Investitionen von Immobilieneigent&uuml;mern in H&ouml;he von 30 Milliarden Euro initiiert &ndash; und damit rund eine halbe Million Arbeitspl&auml;tze im mittelst&auml;ndisch gepr&auml;gten Baugewerbe und lokalen Handwerk gesichert oder geschaffen. Eine Regierung, die wei&szlig;, dass sie das Wachstum positiv beeinflussen kann und es auch tut, sorgt ganz automatisch f&uuml;r mehr Besch&auml;ftigung. So einfach ist das,<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1225907\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Unvereinbarkeit der Mitgliedschaft bei SPD und INSM e.V.<\/strong><br>\nAntrag des Bezirks Mittelfranken auf dem SPD-Bundesparteitag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/spd-pb-prod01-m64.pironet-ndh.com\/servlet\/PB\/show\/1728689\/G005_Bez_Mfr_Unvereinbarkeit%20der%20Mitgliedschaft%20bei%20SPD%20un.pdf\">Bayern SPD [PDF &ndash; 40 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Edmund Phelbs h&auml;lt sich derzeit in Deutschland auf &ndash; auf Einladung der INSM<\/strong><br>\nDa kann man sich schon denken, warum er hier ist, und das SZ-Interview best&auml;tigt das auf eindrucksvolle Weise. Einige der Plattit&uuml;den, die er im Interview abgibt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oeffingerfreidenker.blogspot.com\/2007\/10\/phelbs-in-deutschland.html\">Oeffinger Freidenker<\/a><\/li>\n<li><strong>Miegel-Institut schlie&szlig;t 2008<\/strong><br>\nDas Bonner Institut f&uuml;r Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) wird sp&auml;testens Mitte kommenden Jahres geschlossen. Das best&auml;tigte IWG-Vorstand Meinhard Miegel der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&ldquo;. Die Gr&uuml;nder, neben Miegel noch der fr&uuml;here s&auml;chsische Ministerpr&auml;sident Kurt Biedenkopf, h&auml;tten urspr&uuml;nglich vorgehabt, das Institut zu erhalten und die F&uuml;hrung an einen J&uuml;ngeren zu &uuml;bergeben. &bdquo;Doch wir haben keinen Nachfolger f&uuml;r uns gefunden&ldquo;, sagte Miegel dem Blatt laut Vorabmitteilung vom Samstag. Das Institut war vor genau 30 Jahren gegr&uuml;ndet und vor allem mit seiner Warnung vor den Folgen des demographischen Wandels bekannt geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.epochtimes.de\/articles\/2007\/10\/13\/181302.html\">Epoch Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der demografische Wandel macht eben auch vor Meinhard Miegel nicht Halt. Die dadurch bewirkte Schlie&szlig;ung seines sog. &bdquo;Instituts&ldquo; beweist einmal mehr, welche positiven Auswirkung dieser Wandel auch haben kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Elefantenrunde gegen Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\n&Uuml;ber ein Gro&szlig;ereignis der Jahrestagung (des Vereins f&uuml;r Socialpolitik) muss an dieser Stelle unbedingt noch berichtet werden: das Treffen der hochkar&auml;tigen Arbeitsmarktexperten Sinn, Snower und Zimmermann, so eine Art Elefantenrunde zum Abbau der Erwerbslosigkeit. Um eins vorwegzunehmen: Richtig abgebaut war die Arbeitslosigkeit danach nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=865&amp;blogId=18\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So gern man der Polemik von Thomas Fricke folgen m&ouml;chte, ein Leserkommentar (Rottmann) dazu verweist v&ouml;llig zu Recht darauf, dass die Herren Sinn, Snower und Zimmermann trotz mancher Differenzen sich darin einig sind, dass die hohe Arbeitslosigkeit bei Geringqualifizierten auf die zu hohen L&ouml;hnen in diesem Bereich und auf die hohen Transferentzugsraten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren seien, welche zu geringe Anreize b&ouml;ten, eine Arbeit zu geringerem Lohn aufzunehmen.<br>\nUnd dieser Konsens wird sowohl von den Elefanten wie von Fricke v&ouml;llig untersch&auml;tzt. Genau hier setzte die Agenda 2010 an und ist inzwischen Dogma des politischen, wissenschaftlichen wie auch journalistischen Mainstreams. Die Politiker haben sehr wohl den Wissenschaftlern zugeh&ouml;rt und taten alles, um die marktr&auml;umenden L&ouml;hne des neoklassischen Modells Wirklichkeit werden zu lassen.<br>\nGegen die Klagen unserer &ouml;konomischen Spitzenleute die Rede von der &ldquo;spektakul&auml;ren Besserung am deutschen Arbeitsmarkt &rdquo; in das Feld zu f&uuml;hren, ist ein Angriff auf dem falschen Feld. So sehr man versteht, dass Fricke von der jahrelangen Miesmacherei des deutschen Standorts durch unsere &ldquo;Spitzen&ouml;konomen&rdquo; genug hat und sich seit einiger Zeit daran erfreut, etwas Positives zu berichten zu k&ouml;nnen, die Daten der BA sollte er doch etwas genauer studieren und nicht nur die propagandistischen Leits&auml;tze &uuml;bernehmen. Stichworte w&auml;ren: der Anstieg von unsicherer und schlecht bezahlter Leiharbeit, Zunahme der ausschlie&szlig;lich geringf&uuml;gig entlohnt Besch&auml;ftigten, Stagnation bei den sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten, von denen mehr als 2 Mio. zus&auml;tzlich einen geringf&uuml;gig entlohnten Nebenjob aus&uuml;ben m&uuml;ssen usw.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dieter Wermuth: Was den Dollar treibt?<\/strong><br>\nEs bleibt dabei: Die amerikanische Leistungsbilanz ist ein bedeutendes, wenn nicht tats&auml;chlich das bedeutendste Ungleichgewicht der Weltwirtschaft, das durch Dollarabwertung und\/oder Wachstumsdifferenzen beseitigt werden muss. Beide Prozesse laufen. Die Leistungsbilanzen spielen zusammen mit den Zinsdifferenzen (Japan!) letztlich doch die entscheidende Rolle f&uuml;r die Wechselkurse. Dass sie sich nicht immer sofort durchsetzen, liegt an den Interventionen der L&auml;nder, die ihre Wechselkurse zum Dollar zu stabilisieren versuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2007\/10\/12\/was-den-euro-treibt_224\">Zeit webblog<\/a><\/li>\n<li><strong>Reiche tragen leichtere B&uuml;rde<\/strong><br>\nZehn Prozent der gut 27 Millionen Steuerpflichtigen mit den h&ouml;chsten Einkommen haben im Jahr 2003 &uuml;ber die H&auml;lfte der festgesetzten Einkommensteuer gezahlt. Zu dieser Gruppe z&auml;hlt, wer &uuml;ber 65 950 Euro verdiente. Auf ein Prozent der Einkommensreichsten entfielen immerhin 20 Prozent der Einkommensteuer.<br>\nMan kann die Geschichte auch anders erz&auml;hlen: Blickt man auf die ganze Wahrheit, also auf Steuern und Sozialabgaben, dann ergibt sich folgendes Bild: W&auml;hrend die obersten zehn Prozent am Markt 33 Prozent des Gesamteinkommens erwirtschaften, bel&auml;uft sich ihr Anteil am Nettomarkteinkommen, also nach staatlichen Abgaben, auf 35,6 Prozent. Relativ sind sie also noch reicher geworden!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1225119\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Gutes Berlin, schlechtes Berlin<\/strong><br>\nVon der Spitze bis ans Schlusslicht: 12 Monate, 17 Rankings. Berlin durchl&auml;uft einen St&auml;dtevergleich nach dem anderen &ndash; was sagen die Ergebnisse eigentlich aus?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/Staedtevergleich;art270,2399237\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie hei&szlig;t es doch so sch&ouml;n: Souver&auml;n ist, wer &uuml;ber die Ranking-Kriterien bestimmt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Manager erobern Kontrolle an den Unis<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft gewinnt an Hochschulen mehr und mehr Einfluss: In den neu entstehenden Hochschulr&auml;ten stellen Manager bereits ein Drittel aller Mitglieder. Von den Vorsitzenden dieser Kontrollgremien kommt sogar fast jeder zweite aus der Wirtschaft. F&uuml;r die Hochschulen ein Engagement mit Zukunft.<br>\nJe mehr Forschung die Uni im Auftrag Wirtschaft treibt, desto mehr Manager sitzen auch im Hochschulrat. Nach den Uniangeh&ouml;rigen und den Vertretern der Wirtschaft folgen an dritter Stelle Politiker, Vertreter der &Ouml;ffentlichen Verwaltung und Richter. Unter ferner liefen rangieren dagegen die Gewerkschaften: Sie stellen nur jeden hundertsten Hochschulrat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/printpage.aspx?_p=200050&amp;_t=ftprint&amp;_b=1335790\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Von der &bdquo;unternehmerischen&ldquo; zur von Unternehmern gef&uuml;hrten Hochschule. Das Wirtschaftsblatt jubelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsches Studentenwerk: &ldquo;Gesicherte Studienfinanzierung ist Grundlage f&uuml;r erfolgreiche Bildungspolitik&rdquo;<\/strong>\n<ul>\n<li>40% der Studierenden bezeichnen ihre Studienfinanzierung als unsicher<\/li>\n<li>DSW-Generalsekret&auml;r Achim Meyer auf der Heyde fordert rasche BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung<\/li>\n<li>Studienfinanzierung heute: Eltern, Jobben, BAf&ouml;G &ndash; nur 2% der Studierenden erhalten ein Stipendium.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Meyer auf der Heyde sprach sich erneut f&uuml;r eine rasche Anhebung der BAf&ouml;G-Bedarfss&auml;tze um 10% und der Freibetr&auml;ge um mindestens 9% aus. Die in Deutschland herrschende Abh&auml;ngigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft, wie sie der j&uuml;ngste OECD-Bildungsbericht nachweist, kann nur mit einem starken BAf&ouml;G aufgebrochen werden, das den Kreis der F&ouml;rderberechtigten weit in die untere Mittelschicht hinein ausweitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=229734\">idw<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Quote von 2 Prozent mag demn&auml;chst empor schnellen: An einigen Hochschulen werden die Studiengeb&uuml;hren daf&uuml;r verwendet, Stipendien an Studierende zu vergeben. Man darf gespannt sein, wie viel das Betteln im Armenhaus bringt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/show\/143504.html\">fzs<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europas st&auml;rkste Rechtspartei in der Schweiz<\/strong><br>\n&bdquo;Bist du f&uuml;r ihn oder gegen ihn&ldquo; &ndash; der Milliard&auml;r und Rechtspopulist Christoph Blocher stellt die Schweiz vor die Glaubensfrage. Sein Wahlkampf ist hart und polemisch. Er wird gewinnen. Ab kommender Woche ist seine SVP laut Umfragen Europas st&auml;rkste Rechtspartei Blocher als Parlamentsabgeordneter dem Land schon seit mehr als zwei Jahrzehnten seinen Stempel aufgedr&uuml;ckt. Der Schweizer Isolationismus, das Nein zur EU: haupts&auml;chlich Blochers Werk. Versch&auml;rftes Ausl&auml;nderrecht, extremer Wirtschaftsliberalismus, Glorifizierung von Heimat und Nation, die enorme Wertsch&auml;tzung von Armee und Landesverteidigung, der Kampf gegen &bdquo;Sozialschmarotzer&ldquo; und gegen die &bdquo;korrupte Elite&ldquo; der poltischen Klasse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Die-Dritte-Seite-Schweiz;art705,2399286?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Ex-Kommandeur gei&szlig;elt &ldquo;Alptraum ohne Ende&rdquo;<\/strong><br>\nAttacke auf George W. Bush: In bisher unbekannter Sch&auml;rfe rechnet der fr&uuml;here Kommandeur der US-Truppen im Irak mit der Strategie des Pr&auml;sidenten ab. Ricardo Sanchez bezeichnet die Regierung als &ldquo;inkompetent&rdquo; und den amerikanischen Einsatz als &ldquo;Alptraum ohne absehbares Ende&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,511296,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das ist allerdings die Kritik eines Milit&auml;rstrategen, mehr auch nicht. Aber selbst unter diesem Gesichtspunkt ganz interessant.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2693","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2693","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2693"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2693\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2693"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2693"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2693"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}