{"id":26936,"date":"2015-07-27T09:59:44","date_gmt":"2015-07-27T07:59:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936"},"modified":"2015-07-27T09:59:44","modified_gmt":"2015-07-27T07:59:44","slug":"hinweise-des-tages-2424","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AM\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h01\">Bundestagswahl 2017: Steinbr&uuml;ck sieht kaum Siegchancen f&uuml;r die SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h02\">Interviews mit &Ouml;zdemir und Albig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h03\">Euro-Krise im Norden &ndash; Finnland befindet sich in Abw&auml;rtsspirale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h04\">Romano Prodi: &bdquo;Wir haben das Schlimmste vermieden, aber das Schlimme geschaffen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h05\">Wenn der Demokratie ihr Geist abhanden kommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h06\">Spanien und Portugal sind nicht besser als Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h07\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h08\">Ist Deutschlands automatischer Informationsaustausch mehr als symbolische Politik?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h09\">Lohnpolitischer Paradigmenwechsel in der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h10\">Nahles will Leiharbeit auch &uuml;ber 18 Monate hinaus zulassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h11\">Redezeit mit Harald Kujat: Brauchen wir eine neue Aufr&uuml;stung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h12\">Russland, Die Welt und Hulk &ndash; eine unglaubliche Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h13\">Hybride Kriegsf&uuml;hrung, verdeckte Operationen und geheime Kriege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h14\">Migration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h15\">Das &bdquo;Kollaps&ldquo;-Drama von Bayreuth: Merkel f&auml;llt vom Stuhl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h16\">Knapper Sieg f&uuml;r den SWR im Rechtsstreit gegen Daimler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h17\">Versicherungs-Aff&auml;re um ARD-Moderator Frank Plasberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h18\">&bdquo;&hellip; den M&auml;chtigen unbequem sein&ldquo; &ndash; Anspruch und Wirklichkeit der TV-Politikmagazine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936#h19\">Zugespitzt &ndash; Der satirische Monatsr&uuml;ckblick<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26936&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundestagswahl 2017: Steinbr&uuml;ck sieht kaum Siegchancen f&uuml;r die SPD<\/strong><br>\nDer ehemalige SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck meldet sich zur&uuml;ck &ndash; und redet die Siegchancen seiner Partei bei der kommenden Bundestagswahl klein.<br>\nTrotzdem soll die SPD aber mit einem Kandidaten antreten. SPD-Chef Sigmar Gabriel sei der beste Kanzlerkandidat, den die SPD vorzuweisen habe, sagte Steinbr&uuml;ck der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;: &ldquo;Unabh&auml;ngig von seinem Amt als Parteichef ist Gabriel derjenige, der sich aufgrund seiner F&auml;higkeiten am besten f&uuml;r den Job des Kanzlerkandidaten anbietet.&rdquo; [&hellip;]<br>\nSchuld an den schlechten Umfragewerten ist Steinbr&uuml;ck zufolge die Fixierung der SPD auf das Thema soziale Gerechtigkeit. Andere Parteien h&auml;tten das Thema auch f&uuml;r sich entdeckt. Die SPD m&uuml;sse sich wirtschaftliche und kulturelle Kompetenzen erarbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/steinbrueck-glaubt-nicht-an-wahlsieg-der-spd-a-1045363.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht sind die &Auml;u&szlig;erungen Steinbr&uuml;cks, dass Gabriel Kanzlerkandidat werden solle und der Rat seines fr&uuml;heren Sprechers Albig, dass die SPD gar keinen Kandidaten brauche, ja abgesprochen und eine sp&auml;te Rache an Gabriel. Man erinnere sich, nachdem der Parteivorsitzende Steinbr&uuml;ck 2013 als Kanzlerkandiat quasi sitzen lassen hat. Man erinnere sich: Aus der damaligen Troika meldete sich zun&auml;chst Steinmeier mit einem medialen Trick  hinter der Kulisse ab und danach erkl&auml;rte Gabriel, dass er nie Kanzlerkandidat habe werden wolle. Sie lie&szlig;en Steinbr&uuml;ck ins Verderben kandidieren. Nun r&auml;cht er sich und schiebt Gabriel auf den Bock.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Das war ja zu erwarten vom Experten f&uuml;r Wahlniederlagen in der Sozialdemokratie. Die Sichtweise Steinbr&uuml;cks hat sich &uuml;ber die Jahre hinweg nicht ver&auml;ndert. In einem Gastbeitrag f&uuml;r die <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2003\/47\/Steinbr_9fck\/\">Zeit schrieb er 2003 schon<\/a>. &#8232;&rdquo;Der Staat hat die Aufgabe, f&uuml;r eine gerechte Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung zu sorgen. Soziale Gerechtigkeit muss k&uuml;nftig hei&szlig;en, eine Politik f&uuml;r jene zu machen, die etwas f&uuml;r die Zukunft unseres Landes tun: die lernen und sich qualifizieren, die arbeiten, die Kinder bekommen und erziehen, die etwas unternehmen und Arbeitspl&auml;tze schaffen, kurzum, die Leistung f&uuml;r sich und unsere Gesellschaft erbringen. Um die &ndash; und nur um sie &ndash; muss sich Politik k&uuml;mmern.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Interviews mit &Ouml;zdemir und Albig<\/strong>\n<p><em><strong>Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Statt eines Kommentars eine Vorbemerkung zu den beiden Interviews, einmal mit Gr&uuml;nen-Chef &Ouml;zdemir und dann mit dem schleswig-holsteinischen Ministerpr&auml;sidenten Albig. Sowohl der Gr&uuml;ne als auch der Sozialdemokrat betonen die Notwendigkeit der Zuwanderung aus &ouml;konomischen Gr&uuml;nden. Wegen des angeblichen Fachkr&auml;ftemangels und wegen des wirtschaftlichen Nutzens der Zuwanderer f&uuml;r unsere Volkswirtschaft. D.h.: der Gr&uuml;ne und der Sozialdemokrat machen die Propaganda unbesehen mit. Es gibt nicht die Andeutung, nicht den Hauch einer &Uuml;berlegung dazu, dass man anderen V&ouml;lkern die gut ausgebildeten Leute weg holt. Im Gegenteil: diese Art von Ausbeutung ist g&auml;ngig und auch bei Gr&uuml;n und Rot hoff&auml;hig. Da ist es dann nur noch logisch, dass der schleswig-holsteinische Ministerpr&auml;sident der eigenen Partei empfiehlt, nicht auf Sieg &uuml;ber Frau Merkel zu setzen.<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Gr&uuml;nen-Chef &Ouml;zdemir<\/strong><br>\n&ldquo;Die T&uuml;rkei muss auch ihre Politik gegen&uuml;ber den Kurden &auml;ndern&rdquo;<br>\nCem &Ouml;zdemir hat die Angriffe der T&uuml;rkei auf Stellungen der IS-Terrorgruppe begr&uuml;&szlig;t. Das Land sei sp&auml;t genug aufgewacht, sagte der Gr&uuml;nen-Co-Chef dem DLF. Zu lange habe die T&uuml;rkei bei den islamistischen K&auml;mpfern weggeschaut. Angesichts der Kehrtwende warnte &Ouml;zdemir: Ankara d&uuml;rfe nicht l&auml;nger so tun, als seien die Kurden die Bedrohung. T&uuml;rken und Kurden m&uuml;ssten nach innen und au&szlig;en gleicherma&szlig;en zusammenstehen.<br>\nCem &Ouml;zdemir im Gespr&auml;ch mit Barbara Schmidt-Mattern &hellip;<br>\n&Ouml;zdemir: Ich kann mich gut daran erinnern, wie unsere fr&uuml;heren Vorschl&auml;ge bei dem Thema immer abgelehnt worden sind. Offensichtlich hat sich auch bis in die Reihen der Union hinein herumgesprochen, dass wir einen eklatanten Fachkr&auml;ftemangel haben. Ich habe gestern und vorgestern ein Praktikum bei zwei Handwerksbetrieben gemacht und musste da immer wieder h&ouml;ren, was f&uuml;r Probleme die haben. Die w&uuml;rden gerne wachsen, die w&uuml;rden gerne Leute einstellen &ndash; sie finden sie nicht, sie kriegen sie nicht. Sie haben zum Teil hochqualifizierte Leute mit Migrationshintergrund, die hier leben, aber da gilt halt nach wie vor zum Beispiel die Vorrangregelung bei Fl&uuml;chtlingen. Das bedeutet, 15 Monaten lang muss man erstmal schauen, ob es einen Deutschen gibt f&uuml;r die Stelle, und erst dann darf man jemanden einstellen mit Migrationshintergrund. Das macht alles keinen Sinn. Also auch da freut es mich, wenn etwas mehr Pragmatismus langsam einzieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gruenen-chef-oezdemir-die-tuerkei-muss-auch-ihre-politik.868.de.html?dram:article_id=326433\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Albig: &ldquo;Es ist schwer, gegen Merkel zu gewinnen&rdquo;<\/strong><br>\nVor dem Hintergrund anhaltend schlechter Umfragewerte hat Schleswig-Holsteins Ministerpr&auml;sident Torsten Albig (SPD) infrage gestellt, ob die SPD f&uuml;r die kommende Bundestagswahl 2017 &uuml;berhaupt einen Kanzler-Kandidaten braucht. In einem Interview mit NDR 1 Welle Nord sagte der Regierungschef, er habe keinen Zweifel, dass Sigmar Gabriel es exzellent machen werde. Aber er glaube, dass es schwer sei, gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu gewinnen. &ldquo;Ich glaube, sie macht das ganz ausgezeichnet &ndash; sie ist eine gute Kanzlerin.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Albig-Es-ist-schwer-gegen-Merkel-zu-gewinnen,albig548.html\">NDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Euro-Krise im Norden &ndash; Finnland befindet sich in Abw&auml;rtsspirale<\/strong><br>\nVom ehemaligen Mustersch&uuml;ler zum Sorgenkind: Die Wettbewerbsf&auml;higkeit Finnlands ist schwach, Staatsschulden und Arbeitslosigkeit steigen. Die Regierung arbeitet an einem detaillierten Plan, um Staat und Wirtschaft zu sanieren.<br>\nDas Fazit f&auml;llt vernichtend aus: Die Wettbewerbsf&auml;higkeit ist schwach, die Wirtschaft leidet unter B&uuml;rokratie und &Uuml;berregulation, Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit steigen immer h&ouml;her, im Land herrschen &bdquo;Apathie, Reformunf&auml;higkeit und Vertrauensverlust&ldquo;. Ist die Rede von Griechenland? Nein. Die Bilanz zieht die Regierung Finnlands. In den Griechenland-Verhandlungen der vergangenen Wochen stand sie fest an der Seite Deutschlands und der Niederlande, als Teil der kompromisslosen Nord-Euro-Fraktion. &bdquo;Finnland und Deutschland befinden sich im gleichen Lager&ldquo;, sagte k&uuml;rzlich Finanzminister Alexander Stubb. Doch die Wahrheit ist: Mit Finnland geht es bergab. Nun plant die Regierung harte Einschnitte und droht den Gewerkschaft&hellip;\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/euro-krise-im-norden-finnland-befindet-sich-in-abwaertsspirale,10808230,31312142.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wenn diesen rechtsliberalen Mustersch&uuml;lern Sch&auml;ubles der Schneid abgekauft w&uuml;rde, w&auml;re das sehr hilfreich. Es t&auml;te uns, den Griechen und auch Finnland gut.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Romano Prodi: &bdquo;Wir haben das Schlimmste vermieden, aber das Schlimme geschaffen&ldquo;<\/strong><br>\nHalten Sie die Griechenland f&uuml;r seine Rettung auferlegten Bedingungen f&uuml;r  akzeptabel?<br>\nSie sind akzeptiert worden, also sind sie akzeptabel. Aber sie wurden auf die schlimmst-m&ouml;gliche Art und Weise durchgedr&uuml;ckt. Man hat aus einem kleinen Problem ein riesiges  gemacht. Bei gutem Willen und der Bereitschaft zur Solidarit&auml;t w&auml;re alles einfacher gewesen.Das Vertrauen, das die Grundlage der Beziehungen zwischen den europ&auml;ischen L&auml;ndern sein muss, ist zerst&ouml;rt worden. Wir haben das Schlimmste vermieden, aber das Schlimme geschaffen.<br>\nM&uuml;ssen die griechischen Schulden restrukturiert werden?<br>\nAlle wissen seit langem, dass Griechenland nicht in der Lage sein wird, die Gesamtheit seiner Schulden zur&uuml;ck zu zahlen. Kr&auml;ftiger Schuldenschnitt, niedrigere Zinsen oder Verl&auml;ngerung der Laufzeiten? Letztlich macht das praktisch keinen grossen Unterschied. Wenn ein Kranker sich in einem ernsten Zustand befindet, dann ist es aber besser, chirurgisch vorzugehen.<br>\nIm Laufe der Verhandlungen hat sich ein Graben zwischen dem Norden und dem S&uuml;den der W&auml;hrungsunion aufgetan. Kann der wieder zugesch&uuml;ttet werden?<br>\nDiesen Bruch gibt es zweifellos. Dabei ist es der Norden Europas, und sagen wir deutlicher Deutschland, der vom Euro profitiert hat. Ich hatte deshalb von dieser Seite  gr&ouml;ssere Aufmerksamkeit f&uuml;r das gemeinschaftliche Interesse erwartet, weil ihre nationalen Interessen erf&uuml;llt worden sind&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150727_prodi-Interview%20_le_monde_21juli2015.pdf\">Interview &bdquo;Le Monde&ldquo; vom 21. Juli 2015 &ndash; &Uuml;bersetzung von Christoph Habermann [PDF &ndash; 49 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wenn der Demokratie ihr Geist abhanden kommt<\/strong><br>\nGriechenland, Italien, Ungarn, Deutschland: Etwas ist faul an der Demokratie in Europa. Funktioniert der Parlamentarismus noch? Viele B&uuml;rger haben l&auml;ngst resigniert.<br>\n&ldquo;Merkel zufrieden &ndash; Tsipras muss sich beugen&ldquo;, titelte unsere Zeitung am Dienstag vor einer Woche &ndash; es war, ausgerechnet, der 14. Juli, bei unseren franz&ouml;sischen Nachbarn Revolutionsgedenktag &ndash; und dr&uuml;ckte damit gleich zweierlei aus. Eine Ungeheuerlichkeit: Der Chef einer demokratisch gew&auml;hlten Regierung &bdquo;beugt&ldquo; sich, nicht dem Souver&auml;n, sondern einer anderen Regierung beziehungsweise mehreren. Und das Aufatmen der Gegenseite: Wir k&ouml;nnen zufrieden sein, der St&ouml;renfried ist nach ein paar Monaten Gezappel endlich zur R&auml;son gebracht worden.<br>\nVolkssouver&auml;nit&auml;t, ein Schl&uuml;sselwert des Westens<br>\nUnd es wird immer ruhiger: Der gebeugte Tsipras jagt gerade ein von den &bdquo;Institutionen&ldquo; verlangtes Gesetzespaket nach dem anderen durchs &ndash; ja, durchs Parlament. Vertretung jenes Volks, das Tsipras das Mandat f&uuml;r g&auml;nzlich Anderes gegeben und in einem Referendum bekr&auml;ftigt hatte.<br>\nDie Beruhigung hat &uuml;ber die kurze, kleine Aufregung um das Ungeheure l&auml;ngst gesiegt. Dabei lie&szlig;en sich auch jenseits von Griechenland gen&uuml;gend Zeichen entziffern, dass es die Volkssouver&auml;nit&auml;t, ein westlicher Schl&uuml;sselwert, immer schwerer hat in der westlichen Wertegemeinschaft. Bei voller Einhaltung demokratischer Verfahren. In Italien regiert bereits die dritte Regierung, die nicht das Volk ins Amt gew&auml;hlt, sondern der Staatspr&auml;sident berufen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/europa-wenn-der-demokratie-ihr-geist-abhanden-kommt\/12098394.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu: Immer mehr Europ&auml;er misstrauen der Demokratie<\/strong><br>\nKritik an Politik und Wirtschaftsordnung steigt dramatisch<br>\nEuropa schlittert nach der Schuldenmisere zusehends in eine politische Sinnkrise. Hohe Arbeitslosigkeit, geringes Wachstum und sich auft&uuml;rmende finanzielle Verbindlichkeiten fordern inzwischen nicht nur in Griechenland einen hohen gesellschaftlichen Tribut. Vor allem in S&uuml;deuropa hat ein dramatischer Vertrauensverlust in die staatlichen Institutionen eingesetzt. Aber auch in L&auml;ndern wie Frankreich oder Gro&szlig;britannien glauben die B&uuml;rger immer weniger an das demokratische System und die liberale Wirtschaftsordnung. Zu diesem alarmierenden Befund kommt eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln (IW K&ouml;ln), die der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; vorliegt. &ldquo;Es gibt einen Teufelskreis aus &ouml;konomischer Krise und Misstrauen in die Politik&rdquo;, sagt IW-Chef Michael H&uuml;ther.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/wams\/article144445537\/Immer-mehr-Europaeer-misstrauen-der-Demokratie.html\">Die Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Spanien und Portugal sind nicht besser als Griechenland<\/strong><br>\nSpanien, Portugal und Irland werden oft als Beispiele f&uuml;r das Funktionieren der Sparpolitik gelobt. (&hellip;)<br>\nDass es auf der iberischen Halbinsel nicht weiter abw&auml;rts geht, hat jedoch nichts mit einer m&auml;rchenhaften &bdquo;Gesundung&ldquo; zu tun. Der Grund ist viel simpler: Die Regierungen sparten sich das Sparen. So verabschiedete sich die konservative spanische Regierung schon 2013 in aller Stille von der K&uuml;rzungspolitik, und prompt setzte die Konjunktur wieder ein. Die Arbeitslosenquote liegt zwar noch immer bei 22 Prozent. Aber die Richtung stimmt. Daf&uuml;r allerdings bediente sich Finanzminister de Guindos ungeniert am Kapitalmarkt. Er hatte versprochen, 2014 nur noch neue Kredite in H&ouml;he von 2,8 Prozent der Wirtschaftsleistung aufzunehmen. Tats&auml;chlich waren es mit 5,8 Prozent mehr als doppelt so viel und weit mehr als in Griechenland. Doch die Eurogruppe l&auml;sst Madrid gew&auml;hren. Ein drohender Regierungswechsel in Spanien wiegt wohl schwerer als das Spardogma.<br>\n&Auml;hnlich verl&auml;uft die angebliche Erfolgsgeschichte in Portugal. Dort stoppte das Verfassungsgericht 2012 weitere K&uuml;rzungen im &ouml;ffentlichen Dienst, weil diese nach Meinung der Richter die Last der Anpassung zu ungerecht verteilte. Seitdem schrumpft Portugals Wirtschaft zumindest nicht mehr und die Arbeitslosigkeit sinkt. Der wichtigste Grund daf&uuml;r ist allerdings die anhaltende Auswanderungswelle. Woche f&uuml;r Woche verlassen rund 1000 Portugiesen ihr Land. (&hellip;)<br>\nAuch Irlands Schuldenlast, verursacht durch die Rettung von f&uuml;nf Pleitebanken, war nicht tragf&auml;hig. 31 Milliarden Euro davon, entsprechend fast 20 Prozent der Wirtschaftsleistung, kamen von der Zentralbank. Eigentlich h&auml;tte Irland sie l&auml;ngst zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen, weil die Staatsfinanzierung mit der Notenpresse in Euroland verboten ist. Aber die Iren verwandelten die Zahlungspflicht kurzerhand in Anleihen, die sie erst ab 2038 tilgen werden &ndash; und die EZB lie&szlig; sie gew&auml;hren. Seitdem geht es aufw&auml;rts in Dublin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/fuehrt-sparpolitik-doch-zum-erfolg-spanien-und-portugal-sind-nicht-besser-als-griechenland\/12105360.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>TTIP nach dem Etappensieg im EU-Parlament<\/strong><br>\nW&auml;hrend am Mittwoch, 8. Juli 2015, in Stra&szlig;burg vor dem EU-Geb&auml;ude globalisierungskritische Gruppen gegen das Freihandelsabkommen protestierten, sprach sich das Europaparlament grunds&auml;tzlich f&uuml;r das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP aus.<br>\nEs war der gro&szlig;e Sieg des nieders&auml;chsischen SPD-Europaabgeordneten und Vorsitzenden des Handelsausschusses des EU-Parlaments, Bernd Lange. Seinen &ldquo;Lange-Bericht&rdquo; nahm das EU-Parlament mit 436 Stimmen daf&uuml;r, 241 dagegen und 32 Enthaltungen an. Unter deutschen EU-Parlamentsabgeordneten (MdEP) lag die Zustimmungsquote sogar f&uuml;nf Prozentpunkte h&ouml;her:<br>\n64 der 96 deutschen MdEP unterst&uuml;tzten einen Abschluss von TTIP, 27 stimmten dagegen.<br>\ngeschlossene Zustimmung f&uuml;r Bernd Langes Empfehlungen gab es bei CDU\/CSU und FDP, geschlossene Ablehnung bei den Gr&uuml;nen und den Linken.<br>\nEs votierten von den 27 EU-SPD-lern nur drei gegen diese grunds&auml;tzliche Zustimmung zu TTIP: Maria Noichl, Ismael Ertug und Dietmar K&ouml;ster.<br>\nMit dieser Abstimmung begr&uuml;&szlig;te das Europaparlament offiziell TTIP. Die EU-Kommission kann davon ausgehen, dass sie nach Schluss der Verhandlungen eine mehrheitliche Zustimmung erreichen kann &mdash; als Vorbedingung daf&uuml;r, dass TTIP in Kraft treten k&ouml;nnte. Eine Bedingung daf&uuml;r w&auml;re, dass die Kommission viele der &ldquo;Empfehlungen&rdquo; des Parlaments bei den Verhandlungen ber&uuml;cksichtigt.<br>\nEU-Parlament stimmt mit Vorbehalten f&uuml;r &ldquo;erfolgreichen Abschluss&rdquo; von TTIP<br>\nZum umstrittensten Aspekt der Verhandlungen zwischen den USA und der EU, dem Investitionsschutz, bittet das EU-Parlament in seiner Entschlie&szlig;ung vom 8. Juli 2015, &ldquo;das ISDS-Verfahren durch ein neues Verfahren &hellip; zu ersetzen [&hellip; mit] &ouml;ffentlich bestellten, unabh&auml;ngigen Berufsrichtern&rdquo;, &ldquo;&ouml;ffentlichen Verfahren&rdquo; nach &ldquo;demokratischen Grunds&auml;tzen&rdquo; sowie mit einer &ldquo;Berufungsinstanz&rdquo;, damit &ldquo;die Ziele des Gemeinwohls nicht durch private Interessen untergraben werden k&ouml;nnen.&rdquo; Diese &ndash; und viele andere &ndash; Forderungen des Lange-Kompromisspapiers haben den vagen Charakter von &ldquo;Empfehlungen an die Kommission&rdquo;.<br>\n&Uuml;ber einen &Auml;nderungsantrag, mit dem ein klares Verbot der privaten Schiedsstellen gefordert werden sollte, lie&szlig; Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz nach langer Tagesordnungsdebatte gar nicht erst abstimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45519\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Schummeln geh&ouml;rt zum Gesch&auml;ft<\/strong><br>\nEin Lobbyistenregister der EU soll bei den TTIP-Verhandlungen f&uuml;r Transparenz sorgen. Aber die Regeln sind viel zu soft<br>\nNa, wer h&auml;tte das gedacht: Wenn in Hinterzimmern &uuml;ber das transatlantische Freihandelsabkommen debattiert wird, bekommen zivilgesellschaftliche Vertreter keine Einladung. Die Nichtregierungsorganisationen &bdquo;Alter-EU&ldquo; und &bdquo;Transparency International&ldquo; haben Statistiken ver&ouml;ffentlicht, mit welchen Lobbyisten sich die Mitglieder der Europ&auml;ischen Kommission im Zuge der TTIP-Verhandlungen besonders h&auml;ufig treffen. Wenig &uuml;berraschend: In den Top Ten der wichtigsten Akteure fehlen Umwelt-, Verbraucher- und Arbeitnehmerinteressen. Stattdessen liest sich das Ranking wie das Who&rsquo;s Who der Wirtschaftselite.<br>\nDie meisten Treffen gab es mit dem &bdquo;Trans-Atlantic Business Council&ldquo;. Hinter dieser Organisation verbergen sich Vorstandsmitglieder von rund 70 global agierenden Konzernen. Deutsche Bank, Siemens, BASF &ndash; alle sind mit an Bord. Hervorgegangen ist die Organisation aus dem &bdquo;Trans-Atlantic Business Dialogue&ldquo;. Das ist eine offizielle Beratergruppe, die &ndash; wie es der Zufall will &ndash; von EU-Kommission und US-Regierung ins Leben gerufen wurde.<br>\nDem Business Council folgt auf Platz zwei der Verband der europ&auml;ischen Handels- und Industriekammern &bdquo;Eurochambres&ldquo; und dahinter der &bdquo;Europ&auml;ische Runde Tisch der Industriellen&ldquo; und die &bdquo;Union der Europ&auml;ischen Eisenbahn-Industrien&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/josephine-schulz\/schummeln-gehoert-zum-geschaeft\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Im Dickicht der Studien<\/strong><br>\nDas vielzitierte Chlorhuhn, der umstrittene Investitionsschutz und intransparente Verhandlungen: Die gro&szlig;en Kritikpunkte am Freihandelsabkommen von EU und USA (TTIP) sind bekannt. Jetzt gibt es erneut Kritik, aber an anderer Stelle. &Ouml;konomen schie&szlig;en sich auf die offiziellen Wachstumsprognosen und die Vorhersagen zu Besch&auml;ftigung, Z&ouml;llen und Binnenhandel ein.<br>\nTTIP sei unabdingbar f&uuml;r den internationalen Wettbewerb und m&uuml;sse daher kommen, so das Argument der EU. Aber was w&uuml;rde tats&auml;chlich passieren, wenn die EU die TTIP-Verhandlungen abbrechen w&uuml;rde? &bdquo;Nicht viel&ldquo;, sagte Matthias L&uuml;cke, Senior Researcher am Institut f&uuml;r Weltwirtschaft der Universit&auml;t Kiel, gegen&uuml;ber ORF.at. &bdquo;Das Leben geht weiter &ndash; ohne TTIP wie auch jetzt schon.&ldquo; Es werde ja &uuml;ber ein m&ouml;gliches Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU seit mindestens 20 Jahren immer wieder geredet, fr&uuml;her unter dem K&uuml;rzel TAFTA (Trans-Atlantic Free Trade Agreement).<br>\n&bdquo;Die Verhandlungen sind fr&uuml;her nie weit gekommen, und offenbar hat niemand in den letzten 20 Jahren TAFTA ernsthaft vermisst&ldquo;, so L&uuml;cke. Die Ergebnisse einer 2013 von der EU in Auftrag gegebenen Studie des Centre for Economic Policy Research (CEPR) beurteilt er daher mit Zur&uuml;ckhaltung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/orf.at\/stories\/2288490\/2288491\/\">ORF.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Das TTIP-Lobbykarussell rotiert in Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nNur Monate nach seinem Abgang wechselt Ex-Handelskommissar Karel de Gucht, der TTIP gestartet hat, die Seiten, seine F&uuml;hrungskr&auml;fte ebenso.<br>\nIn Br&uuml;ssel l&auml;uft die zehnte Verhandlungsrunde zum Freihandelsabkommen TTIP. Anstelle der &uuml;blichen Leaks von Teilen des Vertragstexts dominieren diesmal aufwendige Dokumentationen zum Lobbyistenumfeld der Gespr&auml;che die Kritik. Die detaillierte Aufstellung der Kontakte von Mitgliedern der EU-Handelskommission durch die Nichtregierungsorganisation Corporate Europe Observatory (CEO) gibt Einblicke in die Lobbyaktivit&auml;ten seit den Anf&auml;ngen von TTIP im Jahr 2012.<br>\nWie schnell die Dreht&uuml;r zwischen EU-Kommission und Industrie rotiert, wird anhand des im Oktober 2014 aus dem Amt geschiedenen EU-Handelskommissars De Gucht ersichtlich. Er hatte bereits im M&auml;rz 2015 die Freigabe der Kommission f&uuml;r einen Managementposten beim belgischen Marktf&uuml;hrer im Telekombereich erhalten. Zwei seiner Mitarbeiter sind in der F&uuml;hrungsriege internationaler Lobbyfirmen angelangt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fm4.orf.at\/stories\/1760800\/\">FM4.ORF.at<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP und die Froschlurche<\/strong><br>\nIn der Juristerei gibt es so etwas neuerdings auch, eine rechtliche Metamorphose: bei TTIP, dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Der Vertrag ist als &ldquo;living agreement&rdquo; geplant, als lebendes, lebendiges Abkommen &ndash; als v&ouml;lkerrechtliches Abkommen, das nach der Ratifikation noch w&auml;chst, das sich ver&auml;ndert, das sich fortentwickelt.<br>\nDer TTIP-Vertrag soll n&auml;mlich von Expertenkommissionen (vor allem dem Rat f&uuml;r regulatorische Kooperation\/Regulatory Cooperation Body RCB) laufend fortgeschrieben, ver&auml;ndert und neuen Entwicklungen angepasst werden. Diese Expertenkommissionen sollen weitreichende Erg&auml;nzungen und Anh&auml;nge zum TTIP-Vertragswerk schreiben k&ouml;nnen &ndash; ohne dass die Parlamente diesen &Auml;nderungen zustimmen m&uuml;ssen. Der Vertrag k&ouml;nnte also nach seiner Ratifizierung ohne parlamentarische Mitwirkung grundlegend umgestaltet werden. Die Expertenkommissionen sollen allein mit Vertretern der Regierungen und Verwaltungen besetzt sein.<br>\nDiese Pl&auml;ne machen auch der Bundesregierung Sorgen, die offiziell immer wieder verk&uuml;ndet, dass das TTIP-Abkommen rechtsstaatlichen und demokratischen Prozessen nicht schaden werde. Intern warnt die Bundesregierung aber vor einer Teil-Entmachtung des Europaparlaments durch das &ldquo;living agreement&rdquo;. Das journalistische Rechercheb&uuml;ro Correctiv hat soeben via Foodwatch ein als Verschlusssache gekennzeichnetes Protokoll eines deutschen Regierungsmitarbeiters an das Wirtschaftsministerium publiziert. Es handelt sich um ein Protokoll zu einem Treffen der EU-Mitgliedstaaten mit der EU-Kommission vom Januar 2015 in Br&uuml;ssel, bei dem &uuml;ber die Probleme von TTIP beraten wurde. Es liegt der SZ vor. Deutschland und Frankreich &auml;u&szlig;ern sich darin kritisch &uuml;ber das Hauptorgan des &ldquo;living agreement&rdquo;, den Rat f&uuml;r regulatorische Kooperation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/freihandelsabkommen-ttip-und-die-froschlurche-1.2581192\">Heribert Prantl in der SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ist Deutschlands automatischer Informationsaustausch mehr als symbolische Politik?<\/strong><br>\nAm 15. Juli ver&ouml;ffentlichte das Finanzministerium die Kabinettsentw&uuml;rfe zweier Gesetze zur Umsetzung des neuen OECD-Common Reporting Standard, dem neuen globalen System f&uuml;r einen automatischen steuerlichen Informationsaustausch. Auf der Internetseite des BMF l&auml;sst sich Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble wie folgt zitieren:<br>\n&bdquo;Deutschland wird ab 2017 mit anderen Staaten in den automatischen steuerlichen Informationsaustausch &uuml;ber Finanzkonten eintreten. Dies ist das wirksamste Mittel, um Steuerflucht und Steuerhinterziehung umfassend einzud&auml;mmen. Damit handeln wir im Interesse aller steuerehrlichen B&uuml;rger und Unternehmen.&ldquo;<br>\nDas h&ouml;rt sich gut an, und Deutschland steht einmal mehr in der selbstgerechten Pose vor der Welt (oder doch eher dem Spiegel eigener Eitelkeit?), schon immer auf das richtige hingearbeitet zu haben (wir &uuml;bersehen hier einmal geflissentlich, dass Herr Sch&auml;uble noch vor kurzem das Gegenteil, n&auml;mlich den anonymen Amnestieweg f&uuml;r Steuers&uuml;nder mit der Schweiz beschreiten wollte).<br>\nAn dieser Version kommen jedem aufmerksamen Leser jedoch schnell Zweifel. Schon im Juni berichteten wir von einigen schier unglaublichen Schw&auml;chen im (nicht &ouml;ffentlichen) Referentenentwurf des Finanzministeriums (hier ist der alte Blogeintrag dazu). Nun bewahrheiten sich einige schlimme Bef&uuml;rchtungen. Um nicht alle der Schw&auml;chen des vorigen Eintrags zu wiederholen, sei an dieser Stelle lediglich auf eine besondere Verirrung hingewiesen.<br>\nSo sollen Finanzinstitute, selbst wenn diese mit Vorsatz nicht ordentlich deutsche Finanzkonten melden, mit einer Lappalienbestrafung quasi zum Missbrauch eingeladen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2015\/07\/ist-deutschlands-automatischer.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lohnpolitischer Paradigmenwechsel in der EU<\/strong><br>\nIm Bereich der Lohnpolitik brachte die im Zuge der Wirtschaftskrise seit 2010 eingef&uuml;hrte neue wirtschaftspolitische Steuerung der EU einen grundlegenden Wechsel mit sich. Dieser f&uuml;hrte von der Akzeptanz der Tarifautonomie der Kollektivvertrags(KV)-Partner hin zu einem europ&auml;ischen Interventionismus in den nationalen Lohnpolitiken. Als nachhaltige Ausrichtung gewerkschaftlicher Politik erscheint eine Strategie der autonomen Revitalisierung  erfolgversprechend f&uuml;r eine Reregulierung des Arbeitsmarktes und die St&auml;rkung der institutionellen S&auml;ulen.<br>\nLohnpolitische Interventionen<br>\nDiese Eingriffe zielen, wie sich einem Bericht der EU-Kommission entnehmen l&auml;sst, auf Deregulierung der Arbeitsm&auml;rkte und einen neoliberal ausgerichteten Umbau der historisch gewachsenen KV-Systeme in Europa. Die wichtigsten Eingriffe sind:\n<ul>\n<li>die Dezentralisierung der KV-Verhandlungen, <\/li>\n<li>die Reduzierung des kollektivvertraglichen Deckungsgrades, beispielsweise durch Beschr&auml;nkungen f&uuml;r Allgemeinverbindlichkeitserkl&auml;rungen von Branchen-KV, <\/li>\n<li>die Senkung der nationalen gesetzlichen Mindestl&ouml;hne und &ndash; hier kommt das Ziel der Entmachtung der Gewerkschaften ganz offen zum Ausdruck &ndash; <\/li>\n<li>die F&ouml;rderung von Ma&szlig;nahmen, die zu einer generellen Reduzierung der Lohnsetzungsmacht von Gewerkschaften f&uuml;hren. (&hellip;)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch die Zertr&uuml;mmerung institutioneller S&auml;ulen sowie die massive Schw&auml;chung ihrer Marktmacht (sinkender Organisationsgrad, hohe Arbeitslosigkeit) sind die Gewerkschaften in S&uuml;deuropa zur&uuml;ckgeworfen auf ihre organisatorischen Ressourcen, ihre politische Mobilisierungsf&auml;higkeit und ihre Streikf&auml;higkeit.<br>\nAls nachhaltige mittel- und l&auml;ngerfristige Ausrichtung gewerkschaftlicher Politik erscheint eine Strategie der autonomen Revitalisierung  erfolgversprechend. Diese beruht auf der St&auml;rkung und Erneuerung der organisatorischen Machtressourcen sowie auf systematischen Bem&uuml;hungen um zivilgesellschaftliche Verb&uuml;ndete. Beides k&ouml;nnte die Voraussetzungen schaffen f&uuml;r die R&uuml;ckgewinnung von Verhandlungs- und Marktmacht sowie letztlich f&uuml;r das Aufhalten der institutionellen Erosion und f&uuml;r Reregulierung des Arbeitsmarktes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/lohnpolitischer-paradigmenwechsel-in-der-eu\/%20\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nahles will Leiharbeit auch &uuml;ber 18 Monate hinaus zulassen<\/strong><br>\nDie Regulierung von Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen war ein gro&szlig;es Thema der SPD. Nun kommt sie den Unternehmen entgegen &ndash; allerdings nur, wenn diese nach Tarif zahlen. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r den Herbst plant Nahles die gesetzliche Regulierung der Zeitarbeit. Bisher hatte sie sich f&uuml;r eine maximale &ldquo;Ausleihe&rdquo; von 18 Monaten ausgesprochen. Nach bereits neun Monaten sollen die Leiharbeiter ihren Pl&auml;nen zufolge den gleichen Lohn wie Angeh&ouml;rige der Stammbelegschaft erhalten. Die Arbeitgeber kritisierten diese Regelung und verwiesen darauf, dass sich Zeitarbeit gerade wegen ihrer Flexibilit&auml;t als Besch&auml;ftigungsmotor erwiesen habe.Anders als von den Gewerkschaften gefordert will Nahles dem Medienbericht zufolge die Arbeitgeber bei Werkvertr&auml;gen lediglich verpflichten, &ldquo;den Betriebsrat zu informieren&rdquo;. Die Gewerkschaften verlangen hingegen klare Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmervertreter. Sie bef&uuml;rchten, dass Besch&auml;ftigte mit Zeitvertr&auml;gen sonst zu Mitarbeitern zweiter Klasse werden.<br>\nZeitarbeiter werden laut einem Bericht des Spiegel &uuml;berproportional h&auml;ufiger arbeitslos als andere Besch&auml;ftigte. Zu diesem Ergebnis kommt eine interne Analyse, die das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) f&uuml;r die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit erstellt hat und die dem Nachrichtenmagazin vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-07\/andrea-nahles-zeitarbeit-leiharbeit-arbeitslosigkeit-spd\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Von welchem Tarif geht Bundesministerin Nahles eigentlich aus &ndash; von dem der Leiharbeit oder dem der sonst &uuml;blichen Branche? Es kann der Eindruck entstehen, dass Frau Nahles entweder den Sachverhalt nicht genau kennt oder ganz dreist die Arbeitnehmerschaft f&uuml;r dumm h&auml;lt.<\/em><br>\n<em>Und nur zur Erinnerung: Bis Oktober 2007 stand im Grundsatzprogramm der SPD, dass Leiharbeit zu verbieten ist, <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/linkableblob\/1812\/data\/berliner_programm.pdf\">was hier nachgelesen werden kann [PDF &ndash; 2.3 MB]<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Redezeit mit Harald Kujat: Brauchen wir eine neue Aufr&uuml;stung?<\/strong><br>\nHarald Kujat war Generalinspekteur der Bundeswehr unter Rudolf Scharping und sp&auml;ter Vorsitzender des NATO-Milit&auml;rausschusses. Auch nach seiner Pensionierung fordert er, dass Deutschland mehr f&uuml;r R&uuml;stung ausgeben muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/neugiergenuegt\/redezeit\/harald-kujat-100.html\">WDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Russland, Die Welt und Hulk &ndash; eine unglaubliche Geschichte<\/strong><br>\n&bdquo;Skandal vor der WM-Auslosung in Russland&ldquo;, &bdquo;Losfee Hulk ausgeladen&ldquo;, &bdquo;Wahrscheinlich aus einem bestimmten Grund, von wegen &sbquo;Verpflichtungen&lsquo;&ldquo; &ndash; es ist schon ein gruseliges St&uuml;ck voller Konjunktive und unbelegter Behauptungen, das Patrick Krull da in &bdquo;Die Welt&ldquo; zu Papier gebracht hat. Doch was war eigentlich geschehen?<br>\nGlaubt man dem Autor, ist der brasilianische St&uuml;rmerstar Hulk vom russischen Fu&szlig;ballklub Zenit St. Petersburg das j&uuml;ngste Opfer Wladimir Putins, der kritische Stimmen zum Schweigen bringen will. Denn eigentlich sollte Hulk als &bdquo;Losfee&ldquo; bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen f&uuml;r die WM 2018 in Russland dabei sein. &bdquo;Doch dann sprach Hulk die Wahrheit. Nun wurde er ausgetauscht.&ldquo;<br>\nHulk hatte sich am vergangenen Montag zu einem Rassismusvorfall am ersten Spieltag der russischen Liga ge&auml;u&szlig;ert, bei dem der Ghanaer Emmanuel Frimpong die Affenrufe des Publikums mit dem Mittelfinger quittiert hatte und daf&uuml;r vom Platz flog. Darauf angesprochen, gab Hulk seine Erfahrungen mit Rassismus zu Protokoll: &bdquo;Das passiert in der russischen Liga in jedem Spiel. Fr&uuml;her habe ich mich aufgeregt. Heute werfe ich den Fans K&uuml;sse zu. Dennoch ist es eine Schande. Wenn das in drei Jahren ebenfalls passiert, w&auml;re es h&auml;sslich und widerlich.&ldquo; Dass die FIFA wenige Tag sp&auml;ter verk&uuml;ndete, Hulk w&uuml;rde entgegen der urspr&uuml;nglichen Planung nicht f&uuml;r die Auslosung zur Verf&uuml;gung stehen, l&auml;sst f&uuml;r Patrick Krull dann auch nur einen Schluss zu: &bdquo;Weil unangenehme Wahrheiten im Putin-Reich nun mal Konsequenzen nach sich ziehen, ist davon auszugehen, dass Hulk kurzerhand ausgeladen wurde.&ldquo;<br>\nWas Krull allerdings entgangen ist: Die FIFA und der russische Verband hatten Hulks Nominierung erst am 22. Juli, also zwei Tag nach seinen &Auml;u&szlig;erungen, verk&uuml;ndet. W&auml;re der Brasilianer tats&auml;chlich in Ungnade gefallen, er w&auml;re wohl gar nicht erst eingeladen worden. Im &Uuml;brigen wurde Hulk auch nicht ausgeladen. FIFA und Russisches Organisationskomitee erkl&auml;rten &uuml;bereinstimmend, der St&uuml;rmerstar habe aufgrund sportlicher Verpflichtungen absagen m&uuml;ssen. Hulk selbst lie&szlig; &uuml;ber die Website seines Klubs Zenit St. Petersburg verlauten, er bedauere es, nicht an der Auslosung teilnehmen zu k&ouml;nnen, da er am n&auml;chsten Tag im 2000 km entfernten Jekaterinburg ein Ausw&auml;rtsspiel habe: &bdquo;Long flight and time zone changes make it impossible for me to be presented. I would like to thank everyone in the Organizing Committee of the World Cup for the invitation again.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/demokratie-reloaded.de\/russland-die-welt-und-hulk-eine-unglaubliche-geschichte\/\">Demokratie Reloaded<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hybride Kriegsf&uuml;hrung, verdeckte Operationen und geheime Kriege<\/strong><br>\nDer Terrorismus der westlichen Welt &ndash; Teil 3<br>\nDie NATO ist verunsichert angesichts einer neuartigen Bedrohung aus Russland. Diese neue Art des Krieges wird &ldquo;hybride Kriegsf&uuml;hrung&rdquo; genannt. &ldquo;Propaganda, verdeckte Aktionen, schlie&szlig;lich bewaffnete Auseinandersetzungen, in denen so genannte Separatisten oder Soldaten ohne Hoheitsabzeichen angreifen &ndash; auf der Krim hat Russland damit erstmals zugeschlagen&rdquo;, wei&szlig; der SWR im Februar 2015 zu berichten. Die Welt kann davon erz&auml;hlen, dass die NATO sogar &ldquo;unzureichend auf solche Konflikte vorbereitet&rdquo; ist. Und Matthias Nass von der Zeit kann als mental vollst&auml;ndig embedded aus den &ldquo;Gegenstrategien&rdquo; der NATO berichten: &ldquo;Fassungslos verfolgt die Nato das Geschehen&rdquo;. Fassungslos macht jedoch lediglich die Berichterstattung dar&uuml;ber.<br>\nZwar erkennt Nass immerhin, dass &ldquo;der Westen die einzelnen Elemente des &lsquo;hybrid warfare&rsquo; in seinem Repertoire&rdquo; hat, aber es w&auml;re nicht die Zeit, wenn nicht sofort relativiert w&uuml;rde: &ldquo;Was heute anders ist, was die hybride Kriegsf&uuml;hrung so gef&auml;hrlich macht, ist die Schnelligkeit, mit der ein Konflikt in der digitalisierten Welt eskalieren kann.&rdquo;<br>\nDas Offensichtliche aber ist von Nass nicht zu vernehmen. Denn das, was den Unterschied &ldquo;heute&rdquo; ausmacht, ist, dass nicht die NATO, eine Koalition von Willigen, oder nur die USA die Eskalationsdynamik bestimmen, sondern dass dieses Mal Russland interveniert. Neu ist daran allerdings gar nichts, lediglich der Protagonist hat sich ge&auml;ndert. Und w&auml;hrend es dem Westen vollkommen egal ist, wenn die eigenen oder zumindest &ldquo;befreundete&rdquo; Truppen irgendwo einfallen, fallen Qualit&auml;tsjournalisten aus allen Wolken, wenn Russland das Vorgehen kopiert. Ebenso wie es absurd ist anzunehmen, die USA bzw. die NATO w&uuml;rden nicht in der Ukraine agieren, ist es abwegig zu glauben, Russland w&uuml;rde dort nicht intervenieren.<br>\nDer Sinn verdeckter Operationen beruht schlie&szlig;lich auf der in den 1950er Jahren in den USA entwickelten politischen Doktrin der &ldquo;Plausible Deniability&rdquo; (plausiblen Abstreitbarkeit). &ldquo;Im Kern zielte diese darauf ab, F&uuml;hrungsstrukturen und Befehlsketten auf einer informellen Basis so zu strukturieren, dass diese f&uuml;r Au&szlig;enstehende weder nachvollziehbar noch zu rekonstruieren waren und im Fall politischer Verwerfungen glaubhaft bestritten werden konnte, eine gegebene verdeckte Operation sei im Auftrag von bestimmten politisch verantwortlichen F&uuml;hrungspersonen durchgef&uuml;hrt worden.&rdquo;[1]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45422\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Migration<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Im Kielwasser von Megayachten und Fl&uuml;chtlingsbootenz<\/strong><br>\nUnter den Superreichen w&auml;chst das Bewusstsein f&uuml;r die Risiken, welche die wachsende Ungleichheit mit sich bringt<br>\nEs gibt eine &ldquo;Safe Swimmer&rsquo;s Pledge&rdquo;, mit der sich Erstschwimmer verpflichten, nie allein zu schwimmen, sich nicht in die N&auml;he von Saug- und Abflussrohren zu begeben, immer mit den F&uuml;&szlig;en zuerst ins Wasser zu springen und alle Pool-Regeln zu befolgen.<br>\nUnd da ist eine andere &ldquo;Pledge&rdquo;, die zu&auml;chst einmal nichts mit Wasser zu tun hat. Es ist die von Bill Gates, Warren Buffett, Michael Bloomberg und einigen weiteren Milliard&auml;ren ins Leben gerufene &ldquo;Giving Pledge-&ldquo;, deren Ziel es ist, die reichsten Individuen und Familien Amerikas dazu einzuladen, den gr&ouml;&szlig;ten Anteil ihres Verm&ouml;gens der Philanthropie zur Verf&uuml;gung zu stellen.<br>\nDer amerikanische Journalist Robert Frank war einst beim Wall Street Journal, jetzt bei CNBC verantwortlich f&uuml;r das Thema Superreichtum. Er ist Autor des Bestsellers &ldquo;Richistan&rdquo;. P&uuml;nktlich zum Sommerbeginn beschrieb er in der New York Times, wie wenig das Leben der neuen Superreichen sich auf blo&szlig;es luxuri&ouml;ses Strandleben reduzieren l&auml;sst. Nach dem World Economic Forum in Davos, dem Cannes Lions International Festival of Creativity, der Art Basel und einigen weiteren Events habe nun der &ldquo;Mediterranean Milk Run&rdquo; (etwa: &ldquo;Routine T&ouml;rn&rdquo;) begonnen &ndash; die sommerliche Megayacht-Prozession von Saint-Tropez nach Portofino, Capri usw.<br>\nDoch auch die Bootsfl&uuml;chtlinge des Mittelmeers und ihre Schlepper sind auf einem &ldquo;Milk Run&rdquo;, einem ganz anderen zwar. Schon in den ersten Monaten des Jahres 2015 ertranken Tausende von Menschen, davon allein an einem Tag 400 vor der K&uuml;ste Libyens und 700 in der Stra&szlig;e von Sizilien. 2014 kamen mehr als 3 Tsd. Fl&uuml;chtlinge ums Leben, seit dem Jahr 2000 sind nach vorsichtigen Sch&auml;tzungen 30 Tsd. im Mittelmeer geblieben. (&hellip;)<br>\nUnd doch: Die mediterranen Kielwasser deuten auf neue M&ouml;glichkeiten. In &ldquo;Richistan&rdquo;, in der virtuellen &ldquo;Nation&rdquo; der Superreichen, spricht niemand mehr &uuml;ber ein (oder sein) Land im Singular. L&auml;ndergrenzen sind sinnlos geworden. Das zumindest haben die Superreichen mit den Fl&uuml;chtlingen gemeinsam.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45438\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>V&ouml;lkischer Zorn<\/strong><br>\nIst Deutschland auf dem Weg zu einem neuen rechten Terror? Zumindest brechen zivilisatorische Hemmschwellen, auch angesichts des Treibens im Internet<br>\nReale und verbale Gewalt gegen Asylsuchende und deren (k&uuml;nftigen) Unterk&uuml;nfte w&auml;chst in Deutschland. Parteien vom rechten Rand wittern Morgenluft und liefern sich untereinander ein Wettrennen um die Gunst der rechten Wutb&uuml;rger.<br>\nRichtete sich ihre Hetzpropaganda bis vor Monaten noch &uuml;berwiegend gegen Muslime, so agitieren sie heute schwerpunktm&auml;&szlig;ig wieder gegen &ldquo;Asylbetr&uuml;ger&rdquo;, &ldquo;Scheinasylanten&rdquo;, die &ldquo;Asylflut&rdquo; oder gar einem &ldquo;Asyl-Tsunami&rdquo;. Der Konfliktforscher Andreas Zink warnt, Deutschland drohe ein rechter Terror.<br>\nAuf welcher Gratwanderung man sich in Deutschland derzeit befindet, zeigt ein Blick zur&uuml;ck: in den 1990er Jahren waren Asylsuchende und deren Unterk&uuml;nftig massenhaft Ziel von Anschl&auml;gen, es kam zu Toten. Schlie&szlig;lich richtete sich der &ldquo;Volkszorn&rdquo; auch gegen alle in Deutschland lebenden Migranten, etwa bei dem m&ouml;rderischen Anschlag in Solingen mit f&uuml;nf toten T&uuml;rkinnen, darunter drei Kinder. Der braune Mob differenzierte Anfang und Mitte der 1990er Jahre nicht mehr: Alles Fremde musste weg und falls n&ouml;tig wollte man die Migranten so lange feindselig terrorisieren, bis sie es auch verstanden und das Land freiwillig verlassen w&uuml;rden. Aus jener Ursuppe heraus entstand sp&auml;ter der NSU, der nach dem Prinzip &ldquo;Taten statt Worte&rdquo; handelte. Das &ldquo;Terror-Trio&rdquo; hatte offenbar erkannt, dass der allt&auml;gliche braune Terror Migranten nicht genug &uuml;berzeugte, also musste ein anderes Kaliber her.<br>\nWer wissen will, warum Neonazis nicht nur dar&uuml;ber diskutierten, in den Untergrund zu gehen und zu k&auml;mpfen, sondern dies seinerzeit auch zu tun bereit waren, der sollte sich durch zahlreiche Rechtsrock-Songs jener Tage h&ouml;ren. Rechtsextreme Musik war damals das wichtigste Propagandainstrument der Szene, braune Schl&auml;ger, Brandstifter und M&ouml;rder sagten etwa vor Gericht aus, jene Musik habe sie aufgeputscht, dann seien sie zur Tat geschritten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45531\/1.html%20\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Geistige Brandstifter und reale Feuerteufel<\/strong><br>\nEs brennt in Deutschland &ndash; im &uuml;bertragenen wie auch im w&ouml;rtlichen Sinne. Angriffe auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte weiter nehmen zu. In Dresden-Friedrichstadt wurden am 24. Juli drei DemonstrantInnen, die gegen einen NPD-Aufmarsch vor einer DRK-Notunterkunft f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge aus Syrien protestierten, von Rechtsradikalen angegriffen und verletzt.<br>\nDer Fremdenhass eskaliert &ndash; Hetze und Gewalt nehmen dramatische Ausma&szlig;e an. L&uuml;beck, Vorra, Freital, Mei&szlig;en, Reichertshofen, Mengerskirchen &ndash; diese St&auml;dte und Gemeinden haben eines gemeinsam: Bevor Menschen dort Schutz vor Krieg und Verfolgung finden konnten, wurden ihre Unterk&uuml;nfte mit Naziparolen beschmiert und angez&uuml;ndet.<br>\nZuletzt tobte in Freital bei Dresden wochenlang eine Auseinandersetzung um eine Erstaufnahmeeinrichtung. Rechtsradikale &raquo;Wutb&uuml;rger&laquo;, unter ihnen Pegida-Chef Lutz Bachmann, erzeugten eine progromartige Stimmung. 30 Kilometer entfernt brannte es in der Domstadt Mei&szlig;en in einer Unterkunft, in die 35 AsylberwerberInnen einziehen sollten. Dies geschah wenige Stunden, nachdem sich der rechte Mob, die &raquo;Initiative Heimatschutz&laquo;, zusammengerottet hatte. In B&ouml;hlen, s&uuml;dlich von Leipzig, schossen Unbekannte auf ein Fl&uuml;chtlingsheim.<br>\nDie Bundesregierung registrierte im Jahr 2013 offiziell 55 Angriffe auf Fl&uuml;chtlingsheime durch rechtsmotivierte T&auml;ter, in 2014 waren es schon 198 &ndash; ein Anstieg um nahezu das Vierfache. Im ersten Halbjahr 2015 wurden nach Angaben des Bundesinnenministeriums bereits 202 Attacken auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte ver&uuml;bt. Organisationen wie &raquo;Pro Asyl&laquo; vermelden eine noch h&ouml;here Zahl von Angriffen: Demnach kam es bereits 2014 neben 36 Brandstiftungen zu 211 &Uuml;bergriffen, darunter Straftaten wie Sprengstoffanschl&auml;ge, Hausfriedensbruch, K&ouml;rperverletzung, Sachbesch&auml;digung. Die Amadeu Antonio Stiftung, die sich dem Kampf gegen rechte Gewalt verschrieben hat, listet f&uuml;r 2014 dar&uuml;ber hinaus 292 fl&uuml;chtlingsfeindliche Kundgebungen auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/geistige-brandstifter-und-reale-feuerteufel\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das &bdquo;Kollaps&ldquo;-Drama von Bayreuth: Merkel f&auml;llt vom Stuhl<\/strong><br>\nUm 22:59 Uhr hatte Bild.de das unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Schock in Bayreuth: Angela Merkel &ndash; Kollaps!&ldquo; gemeldet.<br>\nKeine halbe Stunde sp&auml;ter alarmiert eine Reihe von Online-Medien seine Leser mit Eilmeldungen. &bdquo;Festspiele in Bayreuth: Merkel offenbar kurzzeitig kollabiert&ldquo;, berichtet &bdquo;Spiegel Online&ldquo;. &bdquo;Kollaps w&auml;hrend der Pause &ndash; Schock in Bayreuth: Angela Merkel bricht zusammen&ldquo;, tickert &bdquo;Focus Online&ldquo;. &bdquo;Zusammenbruch! Sorge um die Kanzlerin&ldquo;, schreibt Bunte.de&hellip;.<br>\nEineinhalb Stunden sp&auml;ter rudert AFP zur&uuml;ck:<br>\nRegierungssprecher: Merkel bei Wagner-Festspielen nicht kollabiert &ndash; Kein Schw&auml;chefall &ndash; Stuhl der Kanzlerin brach zusammen<br>\nBerlin (AFP) &ndash; Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Er&ouml;ffnung der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth am Samstag trotz eines Zwischenfalls in der Pause unbeschadet &uuml;berstanden. Merkel habe keinen Schw&auml;cheanfall erlitten, lediglich der Stuhl der Kanzlerin sei zusammengebrochen, sagte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter der Nachrichtenagentur AFP.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/68248\/das-kollaps-drama-von-bayreuth-merkel-faellt-vom-stuhl\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+bildblog+%28BILDblog%29\">Stefan Niggemeier in BILDBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Knapper Sieg f&uuml;r den SWR im Rechtsstreit gegen Daimler<\/strong><br>\nIm juristischen Streit um einen TV-Beitrag &uuml;ber Arbeitsbedingungen beim Autobauer Daimler ging auch in der zweiten Instanz der S&uuml;dwestrundfunk (SWR) als Sieger hervor: Das OLG Stuttgart wies die Unterlassungsklage ab, die dem Sender die weitere Ausstrahlung der Doku &bdquo;Hungerlohn am Flie&szlig;band&rdquo; verbieten sollte. Das &ouml;ffentliche Interesse &uuml;berwiege die illegale Bildbeschaffung, so die Richter. Der Fall zeigt, auf welch d&uuml;nnem Eis sich investigative Journalisten bewegen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/auto\/daimler-gegen-swr-autobauer-unterliegt-im-streit-um-verdeckte-reportage\/12028342.html%20\">WiWo<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.olg-stuttgart.de\/pb\/,Lde\/Startseite\/PRESSE\/Urteil+zur+Klage+der+Daimler+AG+gegen+den+SWR+wegen+Aufnahmen+mit+versteckter+Kamera\/?LISTPAGE=1178276\">Die Pressemitteilung des OLG Stuttgart<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Versicherungs-Aff&auml;re um ARD-Moderator Frank Plasberg<\/strong><br>\nDie Firma von Moderator Frank Plasberg hat angeblich im Namen seiner ARD-Talkshow &ldquo;Hart aber fair&rdquo; zu einer Veranstaltung der Versicherungs-Lobby eingeladen, die Plasbergs Frau Anne moderieren soll.<br>\nARD-Moderator Frank Plasberg (&ldquo;Hart aber fair&rdquo;) ist nach einem Bericht der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; in eine Lobby-Aff&auml;re verwickelt. Plasbergs Firma Ansager &amp; Schnipselmann, die die Talkshow &ldquo;Hart aber fair&rdquo; produziert, hat G&auml;ste zu einer Veranstaltung der Versicherungslobby eingeladen. In den Briefen wird zudem mit der &ldquo;bekannten ARD-Moderatorin Anne Gesthuysen&rdquo; geworben, die mit Plasberg verheiratet ist.<br>\nUnterzeichnet sind die Einladungsschreiben vom Chef vom Dienst der Redaktion &ldquo;Hart aber fair&rdquo;. Der WDR hat das Vorgehen der Plasberg-Firma gegen&uuml;ber &ldquo;BamS&rdquo; kritisiert: &ldquo;Der WDR hat Ansager &amp; Schnipselmann darauf hingewiesen, dass dies nicht zul&auml;ssig ist und k&uuml;nftig zu unterbleiben hat.&rdquo;<br>\nDer K&ouml;lner Medien-Professor Hektor Haark&ouml;tter ist laut &ldquo;BamS&rdquo;-Bericht entsetzt &uuml;ber den Vorgang: &ldquo;Im Namen einer bekannten ARD-Sendung werden hier G&auml;ste f&uuml;r eine Lobby-Veranstaltung der Versicherungsbranche gek&ouml;dert.&rdquo; Das sei eine &ldquo;komplette Vermischung von Redaktions- und Lobby-Arbeit, nur damit sich Herr Plasberg die Taschen vollmacht.&rdquo; Eine R&uuml;ge vom WDR reiche Haark&ouml;tter bei weitem nicht aus: &ldquo;Hier muss gepr&uuml;ft werden, ob ein Versto&szlig; gegen das WDR-Gesetz vorliegt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/kultur\/tv\/frank-plasberg--versicherungs-affaere-um--hart-aber-fair--moderator-6359602.html\">stern.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&bdquo;&hellip; den M&auml;chtigen unbequem sein&ldquo; &ndash; Anspruch und Wirklichkeit der TV-Politikmagazine<\/strong><br>\nIn den Zeiten der &bdquo;Pubert&auml;t der Republik&ldquo; konnten sich die ersten politischen Magazine im Fernsehen noch als &bdquo;die Unbequemen&ldquo; f&uuml;hlen &ndash; so der Titel des R&uuml;ckblicks auf 50 Jahre Panorama von Anja Reschke (2011). Gemeinsam mit wenigen Print-Magazinen wie dem &bdquo;Spiegel&ldquo; oder gelegentlich auch dem &bdquo;stern&ldquo; hielten sie der Gesellschaft den Spiegel vor. Zugleich agierten sie als deren Scharfrichter&hellip;<br>\nDen politischen Magazinen ist es im Laufe des Beobachtungszeitraums hin und wieder gelungen, mit einzelnen Themen die &ouml;ffentlichen Debatten mitzubestimmen, sie durch neue Informationen zu bereichern oder ihnen eine markante Richtung zu geben. Die Panorama-Enth&uuml;llungen zu den &bdquo;Luxemburg-Leaks&ldquo; haben ein gro&szlig;es Echo in Publizistik und Politik gefunden. Zur Beschaffungskrise der Bundeswehr und zur Fl&uuml;chtlingswelle haben mehrere Magazine brisante Informationen beigetragen.<br>\nSo blieben diese Themen in aller Munde. Generell aber gab es zu wenige Highlights, zu viele durchschnittliche Berichte, die teilweise eher in Regionalmagazinen gut aufgehoben gewesen w&auml;ren, als dass man den politischen Magazinen dauerhaft und nachhaltig die Eigenschaft h&auml;tte zusprechen k&ouml;nnen, f&uuml;r das Agenda Setting eine bedeutende Kraft zu sein.<br>\nDies hat sehr viel mit der Themenauswahl und der Art der Berichterstattung zu tun.<br>\nSelbst wenn zu konstatieren ist, dass die politischen Magazine immer wieder interessante Einzelheiten pr&auml;sentieren, wagen sie sich zu selten an gro&szlig;e Themen heran. Dabei geht es nicht in erster Linie darum, dass dieses oder jenes Thema (Ukraine, NSU, NSA) im Beobachtungszeitraum kaum vorkam. Dies mag vorher oder sp&auml;ter wieder der Fall gewesen sein. Es geht um das Selbstverst&auml;ndnis der Magazine.<br>\nWenn in den politischen Magazinen w&auml;hrend eines Vierteljahrs die Bundeskanzlerin Angela Merkel nie als Gegenstand der Analyse, sondern allenfalls als Satire-Objekt vorkommt, wenn Parteien und Parlament nur am Rande gestreift werden, wenn Europa nur in einem einzigen &ouml;konomischen Exkurs thematisiert wird, wenn nie nach der politischen und milit&auml;rischen Zukunft Europas gefragt wird, dann ist die Leerstelle zu gro&szlig;. Auch in der Analyse gesellschaftspolitischer Gro&szlig;trends sind Defizite festzustellen. Die Wirtschaftsmagazine im Fernsehen sind nahezu vollst&auml;ndig zu Sendungen f&uuml;r den Verbraucher mutiert. Deshalb  w&auml;re es eine dankbare Aufgabe f&uuml;r politische Magazine, sich etwa der Zukunft der Arbeitsgesellschaft in Zeiten der Digitalisierung zuzuwenden. Schon an den ersten Arbeiten der Panorama-Redaktion zur &bdquo;Sharing Economy&ldquo; konnte man das auf uns alle zukommende<br>\nKonfliktpotenzial erahnen&hellip;.<br>\nAber auch die politischen Magazine tragen dazu bei, die Zuschauer nicht als Staatsb&uuml;rger, sondern als Konsumenten anzusprechen, wenn sie den konsensorientierten Deutschen einerseits in ihrer Abneigung gegen&uuml;ber streitenden Parteien nur folgen und sie andererseits in ihrem Glauben an den Staat best&auml;rken.<br>\nDaran l&auml;sst sich eine unpolitische Haltung erkennen, die wiederum mit einem Regierungsstil korrespondiert, in dem Politik vor allem als routinierte Betriebsamkeit zur Produktion von Wohlstand und Sicherheit f&uuml;r den B&uuml;rger dargestellt wird&hellip;<br>\nEine auf Partizipation und die Er&ouml;rterung politischer Alternativen setzende journalistische Aufbereitung von Interessenkonflikten w&uuml;rde anders aussehen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-shop.de\/uploads\/tx_mplightshop\/AH81_TVMagazine_WEB.pdf\">Bernd G&auml;bler in einer Studie der Otto Brenner Stiftung [PDF &ndash; 2 MB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zugespitzt &ndash; Der satirische Monatsr&uuml;ckblick<\/strong><br>\nVon und mit Max Uthoff<br>\nEin satirischer Monatsr&uuml;ckblick von und mit dem M&uuml;nchner Kabarettisten Max Uthoff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/kultur\/radiospitzen\/zugespitzt-max-uthoff-102.html\">Bayern 2<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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