{"id":26974,"date":"2015-07-29T09:20:37","date_gmt":"2015-07-29T07:20:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974"},"modified":"2015-07-29T09:20:37","modified_gmt":"2015-07-29T07:20:37","slug":"hinweise-des-tages-2426","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/AM\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h01\">&bdquo;Die Hoffnung noch nicht aufgegeben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h02\">Grexit-Pl&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h03\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h04\">Die Wirtschaftsweisen tricksen und t&auml;uschen wieder: Sondergutachten zu Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h05\">Vorbild Skandinavien? In Schweden br&ouml;ckelt der Glauben an die Sparpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h06\">Mangelnde Transparenz bei TTIP: Keiner will es gewesen sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h07\">Immer weniger Sozialwohnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h08\">Ungarn: Vollbesch&auml;ftigung durch Zwangsarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h09\">Kriegsvorbereitungen als &bdquo;friedensstiftende Ma&szlig;nahmen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h10\">Kein Campesino ohne eigenen Boden!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h11\">Auf die Flucht getrieben (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h12\">Amerikas geheimer Krieg in Laos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h13\">Geheimdienstkontrolleure pr&uuml;fen Klage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h14\">Killer robots: Tech experts warn against AI arms race<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h15\">SPD-Mitgliederbegehren gegen die Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h16\">Studienbewerbung &ndash; Der Marsch durch die Institutionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h17\">Information oder Unterhaltung? &ndash; Eine Programmanalyse von WDR und MDR<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h18\">Recherchehilfe f&uuml;r eine Masterarbeit: Verbreitung von online-Petitionen in sozialen Netzwerken<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Die Hoffnung noch nicht aufgegeben&ldquo;<\/strong><br>\ntaz: Frau Spiecker, Minister Sch&auml;uble hofft weiter auf den &bdquo;Grexit&ldquo;. Auch einige griechische Linke m&ouml;chten raus aus dem Euro. Eine gute Idee?<br>\nFriederike Spiecker: Nein. Beim Grexit w&uuml;rden alle verlieren. Das gilt f&uuml;r Griechenland genauso wie f&uuml;r die Eurozone.<br>\nWas w&auml;re das Problem?<br>\nGriechenland ist ein kleines Land, das sofort zum Spielball der Finanzm&auml;rkte w&uuml;rde. Die Spekulanten w&uuml;rden daf&uuml;r sorgen, dass die Drachme viel zu stark abwertet. Es w&auml;re ein Verarmungsprogramm f&uuml;r die griechische Bev&ouml;lkerung, die Rohstoffe und dringend ben&ouml;tigte Medikamente nicht mehr oder nur zu horrenden Preisen importieren k&ouml;nnte.<br>\nAber die Griechen h&auml;tten doch wieder ihre eigene Zentralbank. Warum k&ouml;nnte die griechische Notenbank die Drachme nicht st&uuml;tzen?<br>\nUm die eigene W&auml;hrung vor Abwertung zu sch&uuml;tzen und Attacken der Spekulanten abzuwehren, ben&ouml;tigt eine Zentralbank ausl&auml;ndische W&auml;hrungen &ndash; am besten Dollar oder Euro. Diese Devisen haben die Griechen aber nicht. Denn daf&uuml;r ben&ouml;tigt man Export&uuml;bersch&uuml;sse, die Griechenland bisher nicht erwirtschaftet. Zudem stellt sich die Eurozone ja vor, dass die Griechen ihre Kredite zur&uuml;ckzahlen sollen. Falls es Export&uuml;bersch&uuml;sse g&auml;be, w&uuml;rden sie in den Schuldendienst flie&szlig;en &ndash; und st&uuml;nden der griechischen Zentralbank nicht zur Verf&uuml;gung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-hoffnung-noch-nicht-aufgegeben\/%20\">Friederike Spiecker auf flassbeck-economics<\/a>\n<p><strong>passend dazu: The Eurozone&rsquo;s German Problem<\/strong><br>\nThe eurozone has a German problem. Germany&rsquo;s beggar-thy-neighbor policies and the broader crisis response that the country has led have proved disastrous. Seven years after the start of the crisis, the eurozone economy is faring worse than Europe did during the Great Depression of the 1930s. The German government&rsquo;s efforts to crush Greece and force it to abandon the single currency have destabilized the monetary union. As long as German Chancellor Angela Merkel&rsquo;s administration continues to abuse its dominant position as creditor-in-chief to advance its narrow interests, the eurozone cannot thrive &ndash; and may not survive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.socialeurope.eu\/2015\/07\/the-eurozones-german-problem\/\">Philippe Legrain auf Social Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Grexit-Pl&auml;ne<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Galbraith verteidigt Grexit-Arbeitsgruppe<\/strong><br>\nHat die griechische Regierung &uuml;ber einen &raquo;Plan B&laquo; nachgedacht f&uuml;r den Fall, dass die Gl&auml;ubiger einen Austritt aus der Eurozone erzwingen? Selbstverst&auml;ndlich, das haben inzwischen das B&uuml;ro des fr&uuml;heren Finanzministers Yanis Varoufakis und der US-Wirtschaftswissenschaftler James K. Galbraith best&auml;tigt.<br>\nDie Frage ist eher, warum der Vorgang und in wessen Interesse f&uuml;r solche Aufregung gesorgt hat. Seit einer Ver&ouml;ffentlichung der konservativen Athener Zeitung &raquo;Kathimerini&laquo; hatten Zitate f&uuml;r Schlagzeilen gesorgt, laut denen Varoufakis schon l&auml;nger Ma&szlig;nahmen wie ein paralleles Banken- und Bezahlsystem geplant habe. Es ging auch darum, Reservekonten f&uuml;r jede Steuernummer zu schaffen, um ein funktionierendes System in der Hinterhand zu haben.<br>\nNicht zuletzt in deutschen Zeitungen war dies als &raquo;Grexit-Hack&laquo; bezeichnet worden und auf Emp&ouml;rung gesto&szlig;en. Inzwischen haben sich nicht nur Varoufakis selbst, sondern auch der an einer entsprechenden Arbeitsgruppe beteiligte &Ouml;konom Galbraith dazu ge&auml;u&szlig;ert. Es sei darum gegangen, eine Notfallplanung f&uuml;r m&ouml;gliche Versuche der Gl&auml;ubiger vorzubereiten, falls versucht w&uuml;rde, die griechische Regierung aus dem Euro zu dr&auml;ngen. [&hellip;]<br>\nEin selbst angestrebter Grexit, f&uuml;r den auf dem linken Fl&uuml;gel von SYRIZA durchaus Sympathien bestehen, hatte aber nie auf der Agenda der griechischen Regierung gestanden. Man habe dazu kein Mandat der Bev&ouml;lkerung, darauf hatten immer wieder f&uuml;hrende SYRIZA-Mitglieder und Minister hingewiesen. Darunter auch Varoufakis in einer Telefonkonferenz, von der &raquo;Kathimerini&laquo; Ausz&uuml;ge aus einem Mitschnitt ver&ouml;ffentlichte &ndash; die Grundlage f&uuml;r die Aufregung der vergangenen Tage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/979331.galbraith-verteidigt-grexit-arbeitsgruppe.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die k&uuml;nstliche Aufregung der deutschen Medien ist in der Tat kaum nachzuvollziehen. Es war nicht nur das legitime Recht, sondern angesichts der Verhandlungssituation sogar Pflicht f&uuml;r das griechische Finanzministerium einen &bdquo;Plan B&ldquo; zu entwerfen. Dagegen ist auch &uuml;berhaupt nichts einzuwenden. F&uuml;r au&szlig;enstehende Beobachter wirkt jedoch die Vorgehensweise skurril. Nehmen wir den viel zitierten &bdquo;Hack&ldquo;. Varoufakis erkl&auml;rt diesen Plan (er wurde ja nie vollzogen) damit, dass die Mitarbeiter im Finanzministerium, die &uuml;ber die n&ouml;tigen Daten verf&uuml;gen, der &bdquo;Troika unterstanden&ldquo; und man sich daher von au&szlig;en Zugriff auf die Daten verschaffen musste. Dies sollte man wohl nicht all zu w&ouml;rtlich nehmen. Die zust&auml;ndige Abteilungsleiterin verf&uuml;gte vielmehr &ndash; <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/griechenland--yanis-varoufakis--grexit-putsch-plan--war-so-realitaetsfern-wie-er-selbst-6361132.html\">nach Aussagen eines EZB-Mitarbeiters<\/a> &ndash; &uuml;ber &bdquo;gute Kontakte nach Br&uuml;ssel&ldquo; und h&auml;tte der Troika wom&ouml;glich Details zu den griechischen Planungen gesteckt. Und hier sind dann auch beim Kern des Problems von Syriza: Die griechische Linkspartei arbeitet nicht nur gegen die Troika, sondern auch gegen einen un&uuml;berschaubaren Block aus politischen Beamten, die noch von den Vorg&auml;ngerregierungen eingesetzt wurden und offenbar nicht loyal gegen&uuml;ber der griechischen Regierung sind. In diesem Kontext einen &uuml;berzeugenden &bdquo;Plan B&ldquo; zu entwickeln, d&uuml;rfte unm&ouml;glich sein. Dies wird dann wohl auch der Grund sein, warum das Team um Varoufakis nie einen echten &bdquo;Plan B&ldquo; entwickelt hat. Aber das kann man ihm wohl kaum zum Vorwurf machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Minister und sein Plan B<\/strong><br>\nWenn die internationalen Gl&auml;ubiger sich in Athen heute wieder zu Kredit-Verhandlungen mit der griechischen Regierung treffen, werden sie Gianis Varoufakis wohl nicht begegnen. Seit drei Wochen ist er nur noch ein einfacher Abgeordneter. Ein Medienereignis ist der 54-j&auml;hrige Wirtschaftswissenschaftler allerdings auch nach dem R&uuml;cktritt als Finanzminister geblieben. Seine &bdquo;Radical Chic&ldquo;-Aura l&auml;sst deutsche Wochenmagazine um die Wette hetzen, wer schneller die gro&szlig;e Homestory aus seinem Penthouse mit Blick auf die Akropolis bekommt. Gleichzeitig fabulieren Tageszeitungen &uuml;ber einen &bdquo;Staatsstreich&ldquo;, den Varoufakis angeblich vorbereitet haben soll. [&hellip;]<br>\nLaut Kathimerini wurde die Konferenz mit dem Wissen von Varoufakis mitgeschnitten. Der hat inzwischen die Authentizit&auml;t best&auml;tigt. Dass er einem geheimen Grexit-Plan gearbeitet habe, wies er allerdings vehement zur&uuml;ck.<br>\nTats&auml;chlich l&auml;sst sich eine solche Interpretation nur schwer aufrechterhalten. In dem Gespr&auml;ch betonte Varoufakis eindringlich, dass die Regierung kein Mandat der Bev&ouml;lkerung gehabt habe, aus dem Euro auszutreten. Das sei vielmehr die Linie des deutschen Finanzministers Wolfgang Sch&auml;uble, der &bdquo;auf Teufel komm raus&ldquo; nach wie vor einen Grexit wolle &ndash; wegen der disziplinierenden Wirkung auf andere Eurozonen-Staaten wie Frankreich. Der Auftrag f&uuml;r die griechische Regierung habe darin bestanden, mit der Eurogruppe hartn&auml;ckig um eine tragf&auml;hige Vereinbarung zu ringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Ex-Finanzminister-Griechenlands\/!5215749\/\">Pascal Beucker in der taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die griechische Katastrophe<\/strong><br>\nStellen Sie sich vor, Sie sind ein griechisches Kind in Athen, wurden von einem Auto angefahren und ben&ouml;tigen dringend medizinische Hilfe. Ihre Mutter ist wie drei Millionen andere Griechen jedoch nicht mehr im Besitz einer Krankenversicherung. Sie kann sich die Police nicht mehr leisten. Jetzt einen Krankenwagen zu rufen, ist au&szlig;erdem l&auml;ngst zum Gl&uuml;cksspiel verkommen, denn ein Gro&szlig;teil der diesbez&uuml;glichen Infrastruktur wurde aus Kostengr&uuml;nden stillgelegt. Aber auch wenn es Ihre Mutter mit Ihnen in ein Klinikum schaffen w&uuml;rde, m&uuml;sste sie Wartezeiten von bis zu zw&ouml;lf Stunden in Kauf nehmen und w&uuml;rde erst dann behandelt, wenn sie das Geld f&uuml;r die Not-Operation vorab in bar bezahlen kann.<br>\nIn dieser Situation sterben jeden Tag Menschen in Griechenland, w&auml;hrend die Troika dem Land unl&auml;ngst noch weitergehenden Sozialkahlschlag aufgezwungen hat. Jens Wernicke sprach hierzu mit Prof. Athanassios Giannis von den Universit&auml;ten Leipzig und Patras, der zurzeit in Griechenland weilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45553\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> NachDenkSeiten-Mitarbeiter Jens Wernicke sprach f&uuml;r die Telepolis mit Prof. Dr. Athanassios Giannis &uuml;ber die humanit&auml;re Lage in Griechenland und daf&uuml;r verantwortliche Schreibtischt&auml;ter. Wir hatten gestern bereits auf die entsprechende Spendenaktion <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26967\">in diesem Kontext hingewiesen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Das Interview wurde honorarfrei gef&uuml;hrt; die Rechte liegen nach wie vor beim Autor. Wenn auch Sie die Griechenland-Hilfe unterst&uuml;tzen und den Text hierzu ggf. in Volltext weiterverbreiten m&ouml;gen: Bitte kontaktieren Sie uns.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Putsch in der Syriza<\/strong><br>\nWiderspr&uuml;che in Griechenland: Erst vor drei Wochen, am 5. Juli 2015, sagten 61,3 Prozent der abstimmenden Griechen Nein zu dem &raquo;Juncker-Plan&laquo; der Euro-L&auml;nder und des Internationalen W&auml;hrungsfonds. Doch noch w&auml;hrend die Bev&ouml;lkerung auf den Stra&szlig;en das Ergebnis feierte, trat Finanzminister Gianis Varoufakis, der nach Alexis Tsipras wichtigste Politiker der Regierung, zur&uuml;ck. &Uuml;ber seinen Beweggrund lie&szlig; er niemanden im unklaren: Er war von Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras geschasst worden. Er wurde geopfert, um Br&uuml;ssel und Berlin gn&auml;dig zu stimmen.<br>\nSeitdem geht es Schlag auf Schlag: Der gerade benannte Finanzminister Euklid Tsakalotos legte umgehend ein neues griechisches Angebot f&uuml;r ein &raquo;Reformpaket&laquo; vor, das dem eben vom Volk zur&uuml;ckgewiesenen wie ein Ei dem anderen glich. Gemeldet wurde, dass ihm bei der Ausarbeitung franz&ouml;sische Beamte zur Hand gegangen seien. Einige dar&uuml;ber d&uuml;pierte Abgeordnete von Syriza k&uuml;ndigten an, sich dieser Missachtung des Volkswillens zu verweigern. Doch Tsipras wandte sich umgehend an die rechte Opposition im Parlament mit der Bitte, ihm mit ihren Stimmen auszuhelfen. In normalen Zeiten bedeutet f&uuml;r eine Regierung der Verlust ihrer Mehrheit den sicheren R&uuml;cktritt, da sich eine Opposition regelm&auml;&szlig;ig nicht f&uuml;r die St&uuml;tzung einer Minderheitsregierung hergibt. Nicht so diesmal in Athen. Ermutigt durch ihre Parteifreunde in Br&uuml;ssel und Berlin boten sowohl die konservative Nea Dimokratia als auch die sozialdemokratische Pasok Tsipras bereitwillig ihre Unterst&uuml;tzung an. In der Nacht zum 11. Juli wurde daher das griechische Verhandlungsangebot auch mit den Stimmen der rechten Opposition auf den Weg gebracht. Dabei war auch die liberale &raquo;EU-freundliche&laquo; Partei &raquo;To Potami&laquo; (Der Fluss). Deren Vorsitzender hatte noch kurz vor dem Referendum Syriza verd&auml;chtigt, aus Griechenland ein zweites Nordkorea machen zu wollen. Nun war das vergessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/07-28\/007.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Die verunsicherte Revolution<\/strong><br>\nW&auml;hrend Syriza langsam aus dem Schock der letzten Wochen erwacht, sucht Premier Alexis Tsipras nach seiner Rolle. Griechenland nach Referendum, Bankenschlie&szlig;ung und Br&uuml;sseler Diktat. Eine Recherche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/misik.at\/2015\/07\/die-verunsicherte-revolution\/\">Robert Misik<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Meine Worte haben die deutsche &Ouml;ffentlichkeit nie erreicht&rdquo;<\/strong><br>\nDie Medien h&auml;tten ihn von Anfang an als Verr&uuml;ckten hingestellt, sagt der Ex-Finanzminister ZEITmagazin und ZEIT ONLINE. Dabei f&uuml;hle er sich Deutschland eng verbunden.<br>\nDer ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis bedauert, dass es ihm nicht gelungen sei, der deutschen Bev&ouml;lkerung seine enge Verbundenheit zu Deutschland zu vermitteln. &ldquo;Die Medien haben mich von Anfang an als diesen Verr&uuml;ckten hingestellt, der den Deutschen ans Geld will. Meine Worte haben die deutsche &Ouml;ffentlichkeit nie erreicht&rdquo;, sagte Varoufakis in einem Gespr&auml;ch mit dem ZEITmagazin und ZEIT ONLINE. Das sei f&uuml;r ihn eine der gr&ouml;&szlig;ten Entt&auml;uschungen seiner Amtszeit, sagte Varoufakis, der im Juli als Finanzminister zur&uuml;ckgetreten war.<br>\nIm Interview erz&auml;hlt Varoufakis, wie stark Deutschland ihn in seiner Jugend pr&auml;gte: &ldquo;W&auml;hrend der griechischen Milit&auml;rdiktatur bin ich praktisch mit dem Radioprogramm der Deutschen Welle aufgewachsen. Das war eine Stimme der Freiheit.&rdquo; F&uuml;r seine Eltern sei Deutschland so etwas wie eine spirituelle Heimat gewesen. Seine Mutter habe eine Ausbildung zur Deutschlehrerin abgeschlossen. &ldquo;In den siebziger Jahren verbrachten wir regelm&auml;&szlig;ig die Sommermonate in den deutschen und &ouml;sterreichischen Alpen. Es gibt noch einen Familienfilm, in dem ich mit Freunden flie&szlig;end Deutsch spreche.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-07\/yanis-varoufakis-ruecktritt-deutschland-beziehung-scheitern\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Sparen bis zum Kollaps<\/strong><br>\nEuropa wird entweder demokratisch und solidarisch sein, oder es wird nicht sein.<br>\nDie griechische Regierung zur Annahme des Unm&ouml;glichen gezwungen, eine Volksabstimmung abgeb&uuml;gelt, die deutsch-franz&ouml;sische Partnerschaft besch&auml;digt, europ&auml;ische Kompromissdiplomatie durch Ultimaten ersetzt, den Euro zur Disposition gestellt, in weiten Teilen Europas anti-deutsche &Auml;ngste und Ressentiments mobilisiert und weitere 83 Milliarden f&uuml;r ein zum Scheitern verurteiltes &bdquo;Rettungspaket&ldquo; versenkt: Erfolgreiche Politik sieht anders aus.<br>\nDas Schlimmste an der deutschen Politik ist nicht, dass sie hart und kompromisslos gegen die &bdquo;reformunwilligen &ldquo; Griechen vorgeht, sondern dass sie falsch ist. Anstatt mit einer nachhaltigen Schuldenrestrukturierung und Unterst&uuml;tzung von Realinvestitionen Zeit und Akzeptanz f&uuml;r die schwierigen und zum Teil langwierigen Strukturreformen zu schaffen, wurde den Griechen erneut mehr vom Gleichen verordnet: Sparen bis zum Kollaps. Die Fortsetzung dieser erfolglosen Politik mit schw&auml;bischer Gr&uuml;ndlichkeit und preu&szlig;ischer H&auml;rte durchgesetzt zu haben, macht Wolfgang Sch&auml;uble in der Heimat popul&auml;r und im Ausland zum ungeliebten deutschen Zuchtmeister. Diese Politik hat in Europa viel deutsches Vertrauen und Ansehen zerst&ouml;rt&hellip;<br>\n Dass die Griechen, trotz Bankenschlie&szlig;ung und drohendem Wirtschaftschaos, dennoch &uuml;berw&auml;ltigend f&uuml;r Tsipras und gegen die Troika gestimmt haben, zeigt: Mehr Austerit&auml;t geht unter demokratischen Verh&auml;ltnissen nicht. Zuk&uuml;nftige Generationen k&ouml;nnen nicht auf Jahrzehnte in Haftung f&uuml;r eine korrupte Elite genommen werden,  zumal Europa jahrelang gegen&uuml;ber der griechischen Verantwortungslosigkeit beide Augen zugedr&uuml;ckt hat und eine gewisse Komplizenschaft nicht leugnen kann.<br>\nWer die unabweisbare Notwendigkeit des Kurswechsels in der Griechenlandpoltik mit Verweis auf bestehende Vertr&auml;ge und Vertragsdiktate ignorieren will, betreibt Realit&auml;tsverweigerung. Das Griechenland als alternativlos aufgeherrschte Austerit&auml;tsprogramm ist wahrscheinlich seit Bestehen des IWF das erste, das selbst die &bdquo;Mutter aller Austerit&auml;tsprogramme&ldquo; von Anfang an als aussichtslos einstuft&hellip;<br>\nEuropa wird entweder demokratisch und solidarisch sein, oder es wird nicht sein. Europ&auml;ische Integration &uuml;ber supranational institutionalisierte Marktmacht herbei konkurrieren zu wollen, ist eine Illusion technokratischer Tr&auml;umer. Die Wirklichkeit passt nicht in das Korsett von Maastricht. An der demokratischen Vertiefung der wirtschaftlichen und politischen Union f&uuml;hrt kein Weg vorbei, wenn man die einheitliche W&auml;hrung behalten will.<br>\nDeutschland droht vom erfolgreichen Pfade der integrierenden Bescheidenheit und der pragmatischen L&ouml;sungen abzukommen. Aber dies ist nicht alternativlos und auch nicht unvermeidliches Beiprodukt gr&ouml;&szlig;erer Macht, sondern ein Fehler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/europaeische-integration\/artikel\/sparen-bis-zum-kollaps-1010\/\">Frank Hoffer (ILO) in Internationale Politik und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Wirtschaftsweisen tricksen und t&auml;uschen wieder: Sondergutachten zu Griechenland<\/strong><br>\nDie vier Trickser und T&auml;uscher unter den Wirtschaftsweisen bleiben mit dem heute vorgelegten Sondergutachten zu Griechenland ihrer Gewohnheit treu, Falsches ohne Beleg zu behaupten und wissenschaftliche Belege f&uuml;r eigene Behauptungen aufzuf&uuml;hren, die das Behauptete gar nicht belegen&hellip;<br>\nDie Weisenmehrheit und Mario Draghi, sowie indirekt der F&uuml;nfpr&auml;sidentenbericht st&uuml;tzen sich auf eine einzige, v&ouml;llig veraltete Studie von der klar ist, dass ihre Ergebnisse f&uuml;r Krisenzeiten nicht stimmen und v&ouml;llig unklar ist, ob sie unter heutigen Verh&auml;ltnissen in ruhigen Zeiten stimmen. Beide verschleiern das auf &auml;hnliche Weise.<br>\nSie sollten sich allesamt sch&auml;men f&uuml;r diese Vorgehensweise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/449-weise-tricksen-wieder\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>dazu: Abweichende Meinung von Peter Bofinger zum Sondergutachten des Sachverst&auml;ndigenrats zu den Konsequenzen aus der Griechenland-Krise fu&#776;r einen stabileren Euro-Raum<\/strong><br>\nDie entscheidende institutionelle Ver&auml;nderung, die die Mehrheit in diesem Sondergutachten gegenu&#776;ber dem Status quo fordert, ist ein Insolvenzmechanismus fu&#776;r Staatsanleihen, der jedoch im Einzelnen nicht genauer spezifiziert wird. Die Mehrheit scheint davon auszugehen, dass damit die Rahmenbedingungen in der W&auml;hrungsunion so fundamental ver&auml;ndert werden, dass es nicht mehr zu sich selbstverst&auml;rkenden Bond-runs auf den Anleihem&auml;rkten des Euro-Raums kommen wird.<br>\nIn Anbetracht des spezifischen Insolvenzrisikos, dem die Mitgliedstaaten des Euro-Raums ausgesetzt sind, k&ouml;nnte ein solcher Insolvenzmechanismus jedoch genau das Gegenteil bewirken. Die Marktteilnehmer mu&#776;ssten dann davon ausgehen, dass es grunds&auml;tzlich zu einer Umstrukturierung von Staatsanleihen kommt, sobald ein Land auf den Kapitalm&auml;rkten unter Druck ger&auml;t. Somit k&ouml;nnte es schon bei kleineren St&ouml;rungen zu einem Bond-run kommen, der dann nicht mehr zu stoppen ist. Natu&#776;rlich k&ouml;nnte wiederum die EZB eingreifen, aber genau das wird von der Mehrheit vehement abgelehnt&hellip;<br>\nMit einem solchen Insolvenzmechanismus wu&#776;rde man zudem den h&ouml;herverschuldeten Mitgliedstaaten die M&ouml;glichkeit nehmen, auf eine gravierende Rezession mit hohen Staatsdefiziten zu reagieren. Die Erfahrungen der Jahre 2009\/10 zeigen, dass eine hoch dosierte antizyklische Fiskalpolitik wesentlich dazu beigetragen hat, eine Wiederholung der Gro&szlig;en Depression zu vermeiden. In der Welt des Maastricht 2.0 mu&#776;ssten Staaten mit hohen Schuldenstandsquoten jederzeit damit rechnen, dass die M&auml;rkte in Panik geraten und damit einen sich selbstverst&auml;rkenden Bond-run ausl&ouml;sen&hellip;<br>\nIn einer Situation, in der das Vertrauen in die Integrit&auml;t der W&auml;hrungsunion, nicht zuletzt durch die Diskussion u&#776;ber einen tempor&auml;ren Austritt Griechenlands aus dem Euro-Raum, ohnehin besch&auml;digt ist, k&ouml;nnte eine politische Initiative fu&#776;r ein staatliches Insolvenzregime verheerende Wirkungen haben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150729-bofinger-eine-andere-meinung-sg-svr-2015.pdf\">Sondergutachten des Sachverst&auml;ndigenrats zu den Konsequenzen aus der Griechenland-Krise fu&#776;r einen stabileren Euro-Raum [PDF &ndash; 303 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/newsinfo.html?&amp;no_cache=1&amp;L=0&amp;tx_ttnews[tt_news]=1814&amp;cHash=a478322ba18ef99f66d3ff9de88158f2%20\">Mehrheitsmeinung der &bdquo;Sachverst&auml;ndigen&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Zum Sachverst&auml;ndigenrat: Nichts, was meiner Rede wert w&auml;re<\/strong><br>\nDer Sachverst&auml;ndigenrat hat heute ein Sondergutachten zur Eurokrise vorgestellt und ich habe es kurz &uuml;berflogen. Peter Bofinger hat ein Minderheitsvotum verfasst.<br>\nDas Ergebnis meines &Uuml;berfliegens ist einfach: Es lohnt nicht, dar&uuml;ber zu schreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/zum-sachverstaendigenrat-nichts-was-meiner-rede-wert-waere\/\">Heiner Flassbeck<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vorbild Skandinavien? In Schweden br&ouml;ckelt der Glauben an die Sparpolitik<\/strong><br>\nSp&auml;testens seit der Parlamentswahl im September 2014 ist in Schweden nicht nur links der Mitte eine Debatte um die restriktive Finanzpolitik der letzten zwei Jahrzehnte entbrannt. Obwohl diese schon fr&uuml;her kritisiert worden war, h&ouml;rt man nun auch Stimmen aus den sozialdemokratisch gesinnten Reihen, die hinsichtlich einer hohen Arbeitslosigkeit, einer &uuml;ber Jahre hinweg geschw&auml;chten Sozialdemokratie sowie einem gro&szlig;en Investitionsbedarf im Wohlfahrtssektor und in die Infrastruktur offen f&uuml;r eine Neuausrichtung der Finanz- und Investitionspolitik pl&auml;dieren &ndash; und damit die rot-gr&uuml;ne Regierungskoalition unter Druck setzen wollen.<br>\nBesonders deutlich wird dies in einem kurzen Papier zur Lage der Linken in Schweden und Europa, das der Chef&ouml;konom des progressiven Think Tank Arena Id&eacute; Sandro Scocco verfasst hat. F&uuml;r Scocco hat die Linke (hier Sozialdemokratie und Parteien links derselben) in den letzten Jahrzehnten den Kampf um die Problemformulierung verloren und somit den b&uuml;rgerlichen Kr&auml;ften, die f&uuml;r eine Ausweitung von europaweiter Austerit&auml;tspolitik stehen, die diskursive Hegemonie &uuml;berlassen. In Bezug auf die Wahlen in Schweden 2014 und in Gro&szlig;britannien 2015 stellt er fest, dass &bdquo;Ed Miliband und Stefan L&ouml;fven beide mit der Fortsetzung einer missgl&uuml;ckten wirtschaftlichen Politik zur Wahl gingen&ldquo;. Die vorherrschende Austerit&auml;tspolitik, die sich in Schweden seit Mitte der 1990er Jahre durch ein &bdquo;&Uuml;berschussziel&ldquo; im Haushalt ausdr&uuml;ckt und die seit der Finanzkrise Ende der 2000er europaweit Norm geworden ist, basiere, so Scocco, zum gr&ouml;&szlig;ten Teil auf technisch falschen Berechnungen der &Ouml;konomen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/soziale-demokratie\/artikel\/vorbild-skandinavien-1009\/\">Gero Maa&szlig;, Niels Stpber FES Stockholm in Internationale Politik und Gesellschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mangelnde Transparenz bei TTIP: Keiner will es gewesen sein<\/strong><br>\nNicht einmal die Bundestagsabgeordneten k&ouml;nnen Einsicht in die Verhandlungstexte &uuml;ber das TTIP-Abkommen nehmen. Jetzt blieb sogar eine Intervention von Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert erfolglos. US-Botschaft und deutsches Wirtschaftsministerium schieben sich gegenseitig die Schuld zu.<br>\nVermutlich gibt es in Deutschland keine Verhandlungen, die mit mehr Argwohn begleitet werden, als die &uuml;ber TTIP. Sogar Bef&uuml;rworter des Freihandelsabkommens zwischen den USA und der EU beklagen die Intransparenz der Gespr&auml;che. Nicht einmal die Bundestagsabgeordneten k&ouml;nnen Einsicht in die Verhandlungstexte nehmen. Dabei sind sie &ndash; und nicht die deutschen Beamten in Br&uuml;ssel und Berlin &ndash; die gew&auml;hlten Vertreter der Bundesb&uuml;rger. Entsprechend gro&szlig; ist die Ver&auml;rgerung vieler Abgeordneter &uuml;ber die Geheimniskr&auml;merei bei der &ldquo;Transatlantic Trade and Investment Partnership&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/umstrittenes-freihandelsabkommen-ttip-keiner-will-es-gewesen-sein-1.2584104\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Immer weniger Sozialwohnungen<\/strong><br>\nWohnen wird immer teurer, nicht nur, aber besonders in den Gro&szlig;st&auml;dten. Die schwarz-rote Bundesregierung k&auml;mpft beispielsweise mit der Mietpreisbremse gegen die Kostenexplosion an. Auch das Wohngeld f&uuml;r Geringverdiener soll 2016 sp&uuml;rbar steigen. Zugleich aber verliert ein Instrument an Bedeutung, das jahrzehntelang Menschen mit geringen Einkommen zu einer bezahlbaren Wohnung verhelfen sollte. Der soziale Wohnungsbau setzt seine Talfahrt ungebremst fort, wie eine Kleine Anfrage der Linkspartei bei der Bundesregierung zeigt.<br>\nDie Zahl dieser &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Wohnungen sank laut Bundesbauministerium im Jahr 2013 um 63 000 auf 1,48 Millionen. Damit schrumpfte der Bestand auf ein Rekordtief. &bdquo;Der Abbau ist angesichts der Wohnungsnot ein Skandal&ldquo;, sagt Caren Lay, Fraktionsvize der Linkspartei. N&ouml;tig sei der Neubau von mindestens 150 000 Sozialwohnungen im Jahr, um den Mietanstieg eind&auml;mmen zu k&ouml;nnen.<br>\nDanach sieht es aber nicht aus. Seit rund eineinhalb Jahrzehnten f&auml;hrt die Politik die F&ouml;rderung von Sozialwohnungen zur&uuml;ck. Mit der F&ouml;deralismusreform von 2006 &uuml;bertrug sie die Zust&auml;ndigkeit ausschlie&szlig;lich an die L&auml;nder, so dass die regionalen Unterschiede seitdem gro&szlig; sind&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/wohnungsbau-immer-weniger-sozialwohnungen,1473632,31322988.html\">Markus Sievers in der FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ungarn: Vollbesch&auml;ftigung durch Zwangsarbeit<\/strong><br>\nDie Besch&auml;ftigungsprogramme der Regierung setzen Mindestlohn und K&uuml;ndigungsschutz au&szlig;er Kraft&hellip;<br>\nSeit gut zwei Jahren prahlt der rechtspopulistische Ministerpr&auml;sident Viktor Orb&aacute;n mit einer sinkenden Arbeitslosenzahl. Von 11,8 Prozent Anfang 2013 sei die Arbeitslosigkeit auf gegenw&auml;rtig 7,1 Prozent gesunken, so die Angaben der ungarischen Beh&ouml;rden. Doch die Statistik tr&uuml;gt. Dem R&uuml;ckgang der offiziellen Arbeitslosenzahl entspricht ein Teilnahmerekord bei den Besch&auml;ftigungsprogrammen, die die Regierung vor drei Jahren eingef&uuml;hrt hat. Rund 200.000 Menschen tauchen zurzeit nicht mehr in der offiziellen Arbeitslosenstatistik auf, weil sie in die gemeinn&uuml;tzige Arbeit gezwungen wurden. Durch eine &Auml;nderung des Arbeitsgesetzbuchs im Jahr 2011 wurde die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld auf drei Monate begrenzt. Wer nach dieser Zeit keine neue Stelle gefunden hat, gilt als langzeitarbeitslos. Und Langzeitarbeitslosen kann jede Unterst&uuml;tzung gestrichen werden, wenn sie sich weigern, gemeinn&uuml;tzige Arbeit, auch fern von ihrem Wohnsitz, zu leisten&hellip;<br>\nAnstatt eine Stra&szlig;enreinigungskraft einzustellen und ihr mindestens 320 Euro im Monat zu zahlen, kann jetzt im Rahmen der Sonderprogramme ein Langzeitarbeitsloser f&uuml;r die gleiche Aufgabe eingesetzt werden &ndash; und kostet die Gemeinde nur 150 Euro im Monat. Das Programm wird daher von vielen Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften sowie einigen Kirchenvertretern heftig kritisiert.<br>\nWeiterer Kritikpunkt ist die Rhetorik der Regierung, die den von ihr als &ldquo;arbeitsunwillig&rdquo; diskriminierten Menschen immer wieder mit der Streichung s&auml;mtlicher Sozialleistungen droht. &ldquo;Wir in Ungarn haben erkannt, dass das westeurop&auml;ische Modell des Wohlfahrtstaats nicht mehr zeitgem&auml;&szlig; ist&rdquo;, erkl&auml;rte Viktor Orb&aacute;n auf einer Konferenz in Berlin. &ldquo;Stattdessen haben wir angefangen, den Staat auf einer neuen Grundlage, auf der Grundlage der Arbeit, umzubauen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2015\/ausgabe-05\/gewerkschaft\/international\/seite-8\/A0%20\">Silviu Mihai in ver.di publik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kriegsvorbereitungen als &bdquo;friedensstiftende Ma&szlig;nahmen&ldquo;<\/strong><br>\nAm 20. Mai 2015 lie&szlig; der ukrainische Staatspr&auml;sident Petro Poroschenko &ndash; die Hardliner der westlichen Allianz im R&uuml;cken &ndash; die Welt&ouml;ffentlichkeit wissen: &bdquo;Wir sind in einem echten Krieg mit Russland&ldquo; und er warnte in einem Interview vor einer &bdquo;weiteren russischen Offensive. (1) Zum Gl&uuml;ck wurde diese Kriegserkl&auml;rung von russischer Seite ignoriert.<br>\nDennoch erkl&auml;rte der von NATO-Man&ouml;vern in seinem Land begeisterte polnische Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak wenig sp&auml;ter: &bdquo;Die Periode des Friedens in Europa ist Vergangenheit.&ldquo; (2) Vorher hatten die drei baltischen Staaten schon eine dauerhafte NATO-Pr&auml;senz gefordert, da nahe ihrer Grenzen &bdquo;des &Ouml;fteren russische Milit&auml;rflugzeuge gesichtet worden&ldquo; seien. (3) Und die Bild-Zeitung jubelte kurz darauf: &bdquo;Bild beim Man&ouml;ver in Polen &ndash; Nato probt Krieg gegen Russland&hellip; Sie sind Teil der schnellen Eingreiftruppe der Nato, die hier &uuml;bt, wie schnell sie auf die neue Bedrohungslage im Osten reagieren kann&hellip; &sbquo;Wir sind bereit&lsquo; erkl&auml;rte Nato-General Breedlove.&ldquo; (4)&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201507283614\/globales\/terrorismus\/kriegsvorbereitungen-als-friedensstiftende-massnahmen.html\">Wolfgang Bittner im Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kein Campesino ohne eigenen Boden!<\/strong><br>\nVon den Medien weitestgehend unbeachtet blieb die revolution&auml;re Papstrede beim Treffen in den Volksbewegungen in Bolivien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150729_hinweisteil_papstrede_pufo_2015-14-campesino035.pdf\">Publik Forum  Nr. 14 von 20015 [PDF &ndash; 2.4 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die Papstrede, die &ldquo;weitgehend unbeachtet blieb&rdquo;, sehe ich als ein Beispiel f&uuml;r das &ldquo;Verschweigen als Methode zur Meinungsmache&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Auf die Flucht getrieben (II)<\/strong><br>\nDie Bundesregierung legitimiert deutsche Milit&auml;reins&auml;tze mit der angeblichen Bek&auml;mpfung von Fluchtursachen. Die Bundeswehr m&uuml;sse in Mali operieren, damit &ldquo;Menschen nicht mehr fliehen m&uuml;ssen vor Gewalt und Hoffnungslosigkeit&rdquo;, behauptete Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen Anfang dieser Woche bei einem Besuch in der malischen Hauptstadt Bamako. Damit nutzt sie die aktuelle Fl&uuml;chtlingskrise in Deutschland, um Sympathien f&uuml;r Interventionen der deutschen Streitkr&auml;fte zu wecken. Tats&auml;chlich tr&auml;gt die Bundesrepublik mit ihrer aggressiven Au&szlig;enpolitik aktiv dazu bei, Fluchtursachen erst zu schaffen. Ein herausragendes Beispiel ist die bundesdeutsche Afghanistan-Politik seit den 1980er Jahren. Bonn heizte damals gemeinsam mit anderen westlichen Staaten durch Hilfen f&uuml;r die Mujahedin den afghanischen B&uuml;rgerkrieg an; Millionen Menschen flohen aus dem Land. Von den politischen, &ouml;konomischen und vor allem sozialen Verw&uuml;stungen hat sich Afghanistan nie erholt. Auch dem im Jahr 2001 gestarteten Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch, dessen Hauptteil im vergangenen Jahr beendet wurde, folgt nun eine neue Fluchtbewegung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59171\">German-Foreign-Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Amerikas geheimer Krieg in Laos<\/strong><br>\nVor &uuml;ber 30 Jahren ersch&uuml;tterten die Bilder des Vietnamkrieges die Welt&ouml;ffentlichkeit. Der parallel im Nachbarland Laos gef&uuml;hrte Konflikt erscheint jedoch in keinem Geschichtsbuch. Zwischen 1965 und 1973 regneten 2,1 Millionen Tonnen amerikanischer Bomben auf das Land, mehr als auf Deutschland und Japan w&auml;hrend des Zweiten Weltkrieges.<br>\nDer Vietnamkrieg fand vor den Augen der Welt&ouml;ffentlichkeit statt, dagegen waren die bewaffneten Auseinandersetzungen im Nachbarland Laos eine der gr&ouml;&szlig;ten Geheimoperationen in der Geschichte des amerikanischen Geheimdienstes CIA. Bis heute ist ungekl&auml;rt, wie vielen Menschen er das Leben gekostet hat, und bis heute dauern seine Nachwehen an. Denn 30 Jahre nach Ende des Vietnamkrieges liefern &Uuml;berbleibsel der geheimen CIA-Armee sich noch immer vereinzelte Gefechte mit den kommunistischen laotischen Regierungstruppen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/030738-000\/amerikas-geheimer-krieg-in-laos\">arte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Geheimdienstkontrolleure pr&uuml;fen Klage<\/strong><br>\nDer Unmut &uuml;ber den Umgang der Bundesregierung mit der NSA-Aff&auml;re geht quer durch das Parlament. Zuletzt weigerte sich die Bundesregierung, die Liste der Selektoren offenzulegen &ndash; also von Suchbegriffen der NSA. Nun pr&uuml;fen die Geheimdienstkontrolleure eine Klage.<br>\nDie G-10-Kommission des Bundestags pr&uuml;ft eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht, um Einsicht in die Bad Aiblinger Selektorenliste der NSA zu erzwingen. Sie hat nach Informationen von NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; daf&uuml;r bereits Juristen beauftragt.<br>\nDie Kommission kontrolliert die Arbeit der Geheimdienste. Die Bundesregierung weigert sich bislang, den Mitgliedern der Kommission die Selektorenliste zur Verf&uuml;gung zu stellen. Auch der NSA-Untersuchungsausschuss im Bundestag bekommt keine Einsicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/selektoren-gzehn-klagepruefung-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Killer robots: Tech experts warn against AI arms race<\/strong><br>\nMore than 1,000 tech experts, scientists and researchers have written a letter warning about the dangers of autonomous weapons.<br>\nAmong the signatories are scientist Stephen Hawking, entrepreneur Elon Musk and Apple co-founder Steve Wozniak.<br>\nThe letter will be presented at an international AI conference today.<br>\n&ldquo;Killer robots&rdquo; are currently the subject of much debate and have recently been discussed by committees at the United Nations, which is considering the potential for a ban on certain types of autonomous weapons.<br>\nNow, the experts have called for a specific ban on the use of artificial intelligence to manage weapons that would be &ldquo;beyond meaningful human control&rdquo;.<br>\n&ldquo;Just as most chemists and biologists have no interest in building chemical or biological weapons, most AI researchers have no interest in building AI weapons &ndash; and do not want others to tarnish their field by doing so,&rdquo; they add.<br>\nMIT professor Noam Chomsky, Google AI chief Demis Hassabis, and consciousness expert Daniel Dennett are among others to have endorsed the letter.<br>\nThe text, which has been published online by the Future of Life Institute (FLI), will be presented to delegates of the International Joint Conference on Artificial Intelligence in Buenos Aires.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/news\/technology-33686581\">BBC<\/a>\n<p><strong>dazu: Aufruf zum Bann autonomer Waffen: Wenn Maschinen den Abzug dr&uuml;cken<\/strong><br>\nEin Szenario wie aus einem Science Fiction-Film: Bewaffnete Drohnen mit automatischen Waffen ziehen in den Krieg. Wann sie auf den Abzug dr&uuml;ckt, entscheidet eine Maschine. Nun warnen Forscher vor einem globalen Wettr&uuml;sten mithilfe k&uuml;nstlicher Intelligenz.<br>\nEin globales Wettr&uuml;sten mit autonomen Waffen, die &uuml;berall zug&auml;nglich sind und leicht in die H&auml;nde von Terroristen und Warlords gelangen k&ouml;nnen &ndash; m&ouml;glich werden k&ouml;nnte das mithilfe k&uuml;nstlicher Intelligenz. Davor warnen mehrere tausend Experten in einem offenen Brief im Netz. In dem Aufruf machen die Wissenschaftler auf die Gefahren eines Einsatzes autonomer Waffensysteme aufmerksam und fordern einen Bann dieser Waffen. Ver&ouml;ffentlicht wird der Appell anl&auml;sslich der internationalen IJCAI-Konferenz f&uuml;r k&uuml;nstliche Intellligenz in Buenos Aires, die am Dienstag (28.07.2015) beginnt. Worum es geht, erkl&auml;rt Ipke Wachsmuth, emeritierter Professor der Universit&auml;t Bielefeld und Unterzeichner des Appells.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/wissen\/aufruf-autonome-waffen-100.html\">WDR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/futureoflife.org\/AI\/open_letter_autonomous_weapons\">Open Letter (Offener Brief)<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>SPD-Mitgliederbegehren gegen die Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nDie Vorratsdatenspeicherung besch&auml;ftigt die SPD weiter. Nachdem der Parteikonvent sich Mitte Juni mehrheitlich daf&uuml;r ausgesprochen hatte, wurde nun ein Mitgliederbegehren gegen die VDS angesto&szlig;en. Die Initiatoren hoffen, das Gesetz so noch zu stoppen.<br>\nBrian Nickholz kann es immer noch nicht glauben. &bdquo;Es kann nicht sein, dass solch ein Beschluss zustande kommt, wenn so viele in der Partei dagegen sind.&ldquo; Was der Juso aus Marl meint, ist das Ergebnis des SPD-Parteikonvents am 20. Juni. Der hatte sich mit knapper Mehrheit f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen. 124 Delegierte stimmten damals f&uuml;r den Entwurf des Parteivorstands, 88 dagegen, sieben enthielten sich.<br>\n&bdquo;Die Mehrheit der SPD-Mitglieder ist gegen die Vorratsdatenspeicherung&ldquo;, ist sich dagegen Brian Nickholz sicher. &bdquo;Der Parteikonvent ist nicht in der Lage gewesen, die Meinung der Mitglieder darzustellen.&ldquo; Gemeinsam mit Benjamin Mikolajewski, Jaqueline Rutke, Katrin Steindler und Arvid Weber, alle Mitglieder im Kreisverband Recklinghausen, hat Nickholz deshalb das Mitgliederbegehren &bdquo;F&uuml;r den Stopp der Wiedereinf&uuml;hrung der Vorratsdatenspeicherung&ldquo; gestartet. Am Montag ist es im Willy-Brandt-Haus in Berlin eingegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/spd-mitgliederbegehren-gegen-vorratsdatenspeicherung\">Vorw&auml;rts<\/a>\n<p><strong>dazu: Vorratsdatenspeicherung: Maas verteidigt seinen Meinungswandel<\/strong><br>\nBundesjustizminister Heiko Maas erkl&auml;rt seinen Meinungswandel. Nach dem islamistischen Anschlag auf &ldquo;Charlie Hebdo&rdquo; hat er die Chance f&uuml;r eine &ldquo;grundrechtsvertr&auml;gliche Form der Vorratsdatenspeicherung&rdquo; gesehen.<br>\nBundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat sich gegen Vorw&uuml;rfe gewehrt, mit seinem seinem Vorsto&szlig; f&uuml;r eine neue Vorratsdatenspeicherung eine Kehrtwende vollzogen zu haben. &ldquo;Eine Vorratsdatenspeicherung, wie sie sich die Sicherheitspolitiker stets gew&uuml;nscht haben&rdquo;, lehne er nach wie vor entschieden ab, erkl&auml;rte Maas einem Interview der tageszeitung. Deren Ansatz, &ldquo;deutlich mehr Daten&rdquo; &uuml;ber l&auml;ngere Zeitr&auml;ume vorzuhalten, sei &ldquo;so nicht geplant&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Vorratsdatenspeicherung-Maas-verteidigt-seinen-Meinungswandel-2763691.html\">Heise online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Heiko-Maas-und-Vorratsdatenspeicherung\/!5215559\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Studienbewerbung &ndash; Der Marsch durch die Institutionen<\/strong><br>\nAm 14.07.2015 hat der Deutschlandfunk in einem Interview Probleme der Hochschulzulassung behandelt. Die Studentin Eva Ku&#776;hle hatte sich an den Sender gewandt. Moderator Markus Dichmann hat sie selbst und Martin Scholz, den Vorsitzenden der Gesellschaft f&uuml;r Information, Beratung und Therapie an Hochschulen und hauptberuflichen Studienberater, interviewt. Das Vorhaben, Studierende selbst mit ihren Problemen zu Wort kommen zu lassen, ist aller Ehren wert. Im Ergebnis erhielt Eva Ku&#776;hle von Moderator und Studienberater Steine statt Brot. Das Interview geriet zum bildungspolitischen &Auml;rgernis. Hier folgt eine Detailanalyse von Kurt Bunke. Der Text des Interviews ist ungeku&#776;rzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150729-analyse-interview-dlf.pdf\">Kurt Bunke [PDF &ndash; 90 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Information oder Unterhaltung? &ndash; Eine Programmanalyse von WDR und MDR<\/strong><br>\nMit einer Analyse der Programme des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) und des Westdeutschen Rundfunks (WDR) kn&uuml;pft Professor Joachim Trebbe an seine 2013 zusammen mit der Otto Brenner Stiftung ver&ouml;ffentlichte Studie &ldquo;Zwischen Boulevard und Ratgeber-TV&rdquo; an, in der er den S&uuml;dwestrundfunk (SWR) und den Norddeutschen Rundfunk (NDR) unter die Lupe genommen hatte. Die Studie leistet einen wichtigen Beitrag zur Schlie&szlig;ung der Forschungsl&uuml;cke im Bereich der &ouml;ffentlich-rechtlichen dritten Programme.<br>\nDie Studie best&auml;tigt wesentliche Ergebnisse der Vorg&auml;ngerstudie, die eine Boulevardisierung der dritten Programme festgestellt hatte. So nehmen Human-Touch-Themen mittlerweile einen &auml;hnlich gro&szlig;en Raum ein wie bei der privaten Konkurrenz. Gleichzeitig liegt der Informationsanteil deutlich unter den von den Sendern kolportierten Werten.<br>\nDie Studie zeigt aber auch deutliche Unterschiede zwischen den untersuchten Fernseh-Programmen: So ist der MDR der Sender mit dem gr&ouml;&szlig;ten Unterhaltungsanteil. Der WDR wiederum f&auml;llt durch einen hohen Anteil regionalspezifischer Inhalte auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-shop.de\/publikationen\/obs-arbeitspapiere\/shop\/obs-arbeitspapier-nr-17-information-oder-unterhaltung.html%20\">Joachim Trebbe \/ Anne Beier \/ Matthias Wagner, OBS-Arbeitspapier Nr.17<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Recherchehilfe f&uuml;r eine Masterarbeit: Verbreitung von online-Petitionen in sozialen Netzwerken<\/strong><br>\nim Rahmen meiner Masterarbeit an der Technischen Universit&auml;t Ilmenau f&uuml;hre ich eine Umfrage zum Thema &ldquo;Verbreitung von online-Petitionen in sozialen Netzwerken&rdquo; durch. Diese Umfrage richtet sich an Personen, die bereits eine oder mehrere online-Petition\/ Petitionen &uuml;ber mindestens eines der folgenden Internetangebote verbreitet haben: Facebook, Twitter, E-Mail, Weblog, Instant Messenger (Whatsapp)&hellip;<br>\nIhre Angaben werden selbstverst&auml;ndlich anonym behandelt. Ihr Name wird an keiner Stelle abgefragt und somit auch nicht gespeichert. Alle Angaben dienen rein wissenschaftlichen Zwecken.<br>\nIch bin Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich 10-15 Minuten Zeit f&uuml;r die Beantwortung der Fragen nehmen k&ouml;nnten. Ein Fortschrittsbalken im oberen Teil der Umfrage gibt an, wie weit Sie mit der Bearbeitung des Fragebogens fortgeschritten sind<br>\nLaufzeit: 28.07.2015 &ndash; 18.08.2015<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.unipark.de\/uc\/online-Petitionen\/\">unipark<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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