{"id":26990,"date":"2015-07-31T09:09:49","date_gmt":"2015-07-31T07:09:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990"},"modified":"2015-11-09T12:34:32","modified_gmt":"2015-11-09T11:34:32","slug":"hinweise-des-tages-2428","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h01\">Landesverrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h02\">Sch&auml;uble vs. Juncker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h03\">Warum Varoufakis in Griechenland unter Beschuss genommen wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h04\">Interviews mit Varoufakis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h05\">&raquo;Das ist ein Ergebnis der Erpressungspolitik&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h06\">Not durch Austerit&auml;tspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h07\">Von Tag zu Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h08\">Wie Parlamentspr&auml;sident Schulz mit dem Juncker-Bericht den Willen des EU-Parlaments missachtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h09\">Arbeitsmarkt im Juli 2015 <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h10\">Ausbildungsvertr&auml;ge: neu abgeschlossen und vorzeitig gel&ouml;st  <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h11\">Die Privatrente ist nicht sicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h12\">T&uuml;rkei:&nbsp;Linke und Gr&uuml;ne stellen deutschen Patriot-Einsatz in Frage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h13\">&ldquo;Die Regierung benutzt den Islamischen Staat als Vorwand&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h14\">Die Todesengel kommen wieder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h15\">Der h&auml;ssliche Deutsche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h16\">Paul Krugman: Zombies gegen Medicare<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h17\">Bohren bis die Kasse klingelt: Mit welchen Tricks Zahn&auml;rzte ihre Patienten dazu bringen, mehr zu zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990#h18\">Unruhe in der SPD: Die Zombie-Partei<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26990&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Landesverrat<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&bdquo;Verdacht des Landesverrats&ldquo;: Generalbundesanwalt ermittelt doch auch gegen uns, nicht nur unsere Quellen<\/strong><br>\nWenn es nach Verfassungsschutz-Chef Maa&szlig;en und Generalbundesanwalt Range geht, sitzen Markus und ich bald zwei Jahre lang im Gef&auml;ngnis. Heute wurden wir offiziell &uuml;ber Ermittlungen gegen uns und Unbekannt informiert. Der Vorwurf: Landesverrat.<br>\nWir haben Post vom Generalbundesanwalt erhalten. Darin best&auml;tigt er die Ermittlungen gegen Markus, mich und Unbekannt &bdquo;wegen Verdachts des Landesverrats&ldquo; nach &sect; 94 Strafgesetzbuch:<br>\nWer ein Staatsgeheimnis [&hellip;] an einen Unbefugten gelangen l&auml;&szlig;t oder &ouml;ffentlich bekanntmacht, um die Bundesrepublik Deutschland zu benachteiligen oder eine fremde Macht zu beg&uuml;nstigen, und dadurch die Gefahr eines schweren Nachteils f&uuml;r die &auml;u&szlig;ere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland herbeif&uuml;hrt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/verdacht-des-landesverrats-generalbundesanwalt-ermittelt-doch-auch-gegen-uns-nicht-nur-unsere-quellen\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Das h&auml;tten wir nicht erwartet&rdquo;<\/strong><br>\nDass tats&auml;chlich wegen Landesverrats gegen ihn ermittelt wird, damit habe er nicht gerechnet, sagt Netzpolitik-Gr&uuml;nder Beckedahl im Gespr&auml;ch mit tagesschau24. Man wolle ihn einsch&uuml;chtern, weil auch durch die Arbeit seiner Redaktion immer offenbarer werde, wie &ldquo;knietief&rdquo; die Bundesregierung &ldquo;im Sumpf von NSA &amp; Co&rdquo; stecke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/schalte-beckendahl-101.html\">Interview mit Markus Beckedahl auf tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Vorwurf Landesverrat &ndash; Bundesanw&auml;lte ermitteln gegen Netzpolitik.org<\/strong><br>\nZum ersten Mal seit Jahrzehnten und mehr als f&uuml;nfzig Jahre nach der Spiegel-Aff&auml;re wird Journalisten wieder Landesverrat und die Ver&ouml;ffentlichung von Staatsgeheimnissen vorgeworfen. Der Generalbundesanwalt hat jetzt gegen Verantwortliche des Online-Blogs Netzpolitik.org ein derartiges Strafverfahren&nbsp;eingeleitet.<br>\nNach Informationen von S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und WDR fiel diese Entscheidung nach Pr&uuml;fung einer Strafanzeige, die Verfassungsschutzpr&auml;sident Hans-Georg Maa&szlig;en zuvor beim Landeskriminalamt in Berlin gestellt hatte. Diese war dann an die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe weitergeleitet worden. Maa&szlig;en hatte in drei F&auml;llen Strafanzeige&nbsp;erstattet.<br>\nZwei davon betrafen die Ver&ouml;ffentlichung von Ausz&uuml;gen aus Dokumenten des Verfassungsschutzes durch den Blog; im dritten Fall ging es um einen geheimen Bericht &uuml;ber eine V-Mann-Aff&auml;re im Umfeld der rechtsextremen Terrorzelle NSU, &uuml;ber den die SZ und die beiden ARD-Sender berichtet&nbsp;hatten.<br>\nW&auml;hrend in diesem Fall, bislang zumindest, offenbar kein Anfangsverdacht gesehen wird, entschieden die Karlsruher Ankl&auml;ger, in den anderen beiden F&auml;llen gegen Netzpolitik.org zu ermitteln. Die Bundesanwaltschaft wollte auf Anfrage keine Stellung dazu&nbsp;nehmen.<br>\nIn den USA beispielsweise gibt es eine vergleichbare Vorschrift wie Landesverrat, die Journalisten betrifft, nicht. Andernfalls w&auml;re die Ver&ouml;ffentlichung der Papiere des Whistleblowers Edward Snowden &uuml;ber die NSA kaum m&ouml;glich gewesen. In der j&uuml;ngeren Vergangenheit hatte Karlsruhe in solchen Fragen stets eine restriktive Linie verfolgt und sich&nbsp;zur&uuml;ckgehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/verfahren-gegen-journalisten-vorwurf-landesverrat-bundesanwaelte-ermitteln-gegen-netzpolitikorg-1.2588647\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Landesverrat? Nein, netzpolitik.org sch&uuml;tzt die Demokratie<\/strong><br>\nOffensichtlich sind die staatlichen Instanzen, vor denen sich die Geheimdienste rechtfertigen m&uuml;ssen, nicht stark genug, um ernst genommen zu werden. Sonst h&auml;tte der BND dem NSA-Ausschuss nicht seitenweise geschw&auml;rzte Akten &uuml;bergeben. Sonst w&auml;re nicht der Vorwurf erhoben worden, der Verfassungsschutz habe die Fahndung nach den NSU-Mitgliedern gezielt sabotiert.<br>\nDer Presse kommt angesichts dieser Schw&auml;che eine wichtige Kontrollfunktion zu. Netzpolitik.org betreibt das mit gro&szlig;er Beharrlichkeit. Das Blog tickert beispielsweise aus den Sitzungen des NSA-Untersuchungsausschusses live. Hier kann jeder lesen, was Geheimdienst-Zeugen aussagen. Das mag manchem auf die Nerven gehen. Aber es ist kein Landesverrat. Es dient dem Schutz der freiheitlichen Demokratie. Und sollte Antrieb f&uuml;r Regierung und Bundestag sein, endlich eine starke Geheimdienstkontrolle einzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/2015-07\/netzpolitik-bundesanwaltschaft-landesverrat-demokratie-geheimdienste-kontrollen\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das muss man sich einmal klarmachen: Der Generalbundesanwalt Range ist durch Verfassungsschutzpr&auml;sident Maa&szlig;en aus dem Tiefschlaf gerissen worden und erkennt nun Hinweise, die es zu verfolgen lohnt und die im Zusammenhang mit Spionage und &Uuml;berwachung stehen. Doch die Ermittlungen sind nicht etwa gegen die mutma&szlig;lichen Spione und &Uuml;berwacher gerichtet, die mit ihrem Tun offensichtlich die Verfassung brechen und damit Straftaten begehen, sondern gegen Journalisten, die zur Aufkl&auml;rung der Grundrechtsverst&ouml;&szlig;e beitragen, damit eigentlich den Job von Range erledigen und ganz nebenbei staatliches Versagen offenlegen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Prof. Dr. Henning Ernst M&uuml;ller, Experte f&uuml;r Strafrecht und Kriminologie<\/strong><br>\nMan wird abwarten m&uuml;ssen, wie das Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen von netzpolitik.org ausgeht. Aber einerseits nicht einmal einen Anfangsverdacht zu bejahen wegen der unerh&ouml;rten, von deutschen Geheimdiensten offenbar unterst&uuml;tzten Spionage gegen B&uuml;rger und Politiker des eigenen Staates durch die NSA, andererseits stante pede ein Ermittlungsverfahren wegen Landesverrats einzuleiten gegen Journalisten, aufgrund der Strafanzeige des Beh&ouml;rdenleiters einer Beh&ouml;rde, die sich im vergangenen Jahrzehnt als skandal&ouml;s unf&auml;hig erwiesen hat, terroristische Gefahren von rechts zu erkennen und einzud&auml;mmen &ndash; diese Koinzidenz ist es, die geeignet ist, das Vertrauen in die Beh&ouml;rden BfV und GBA und ihre derzeitigen Leitungen nachhaltig zu st&ouml;ren. Man kann nur hoffen, dass die Justiz, notfalls das Bundesverfassungsgericht die Gelegenheit erh&auml;lt, ein deutliches Wort f&uuml;r die Presse- und Informationsfreiheit zu sprechen und Geheimdienste und politisch orientierte Strafverfolgung in ihre rechtsstaatlichen Schranken zu weisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.beck.de\/2015\/07\/20\/der-generalbundesanwalt-und-die-nsa\">beck-blog Die Experten<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sch&auml;uble vs. Juncker<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Sch&auml;uble will EU-Kommission entmachten<\/strong><br>\nNach Ansicht des Bundesfinanzministers kann die Kommission nicht EU-Regierung und H&uuml;terin der Vertr&auml;ge sein. Er denkt daran, die Funktionen an politisch unabh&auml;ngige Beh&ouml;rden auszugliedern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland\/griechenland-krise-schaeuble-will-eu-kommission-entmachten-13725683.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie Sch&auml;uble die EU-Kommission entmachten will<\/strong><br>\nEU-Kommissionspr&auml;sident Juncker interpretiert die Rolle seiner Beh&ouml;rde zunehmend politisch. Bundesfinanzminister Sch&auml;uble sieht das kritisch. Eine politische Kommission sei unvereinbar mit ihrer klassischen Aufgabe als neutraler H&uuml;terin der Vertr&auml;ge. Der Konflikt droht die EU weiter zu spalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/eu-kommission-der-verstaendnisvolle-herr-juncker-1.2588841\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Fight Club: Sch&auml;uble vs. Juncker<\/strong><br>\n&ldquo;Sch&auml;uble baut weiter am deutschen Europa&rdquo;, kommentiert der Europaabgeordnete Fabio De Masi die Debatte um Pl&auml;ne des Bundesfinanzministers Wolfgang Sch&auml;uble, der EU Kommission die Rechtsaufsicht &uuml;ber Binnenmarkt und Wettbewerb zu entziehen. De Masi weiter: &ldquo;Sch&auml;ubles Plan f&uuml;r mehr Kartellbeh&ouml;rde und weniger Juncker ist wenigstens ehrlich. Die EU ist f&uuml;r Deutschland vor allem eine Freihandelszone f&uuml;r deutsche Konzerne mit Beamten, die wettebewerbsm&uuml;de Staaten in die Schranken weisen. Die gro&szlig;en Jungs und M&auml;dels &ndash; Sch&auml;uble und Angela Merkel &ndash; k&uuml;mmern sich hingegen um die Politik. Die wird mit einer Euro-Regierung nach den Ideen Sch&auml;ubles auch zuk&uuml;nftig in Berlin entschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/533.fight-club-sch%C3%A4uble-vs-juncker.html\">Fabio De Masi (MdEP, Die Linke)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Es ist schon erstaunlich: Auf der einen Seite wird gegen den ehemaligen griechischen Finanzminister &lrm;Varoufakis&#8236; <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-yanis-varoufakis-droht-wegen-grexit-plan-prozess-a-1045949.html\">nachgetreten<\/a>. Dem sch&auml;umenden deutschen Boulevard gef&auml;llt das absurde Gerede &uuml;ber Putschpl&auml;ne und gei&szlig;elt das blo&szlig;e Nachdenken des Griechen &uuml;ber einen Plan B. Auf der anderen Seite wird Bundesfinanzminister &lrm;Sch&auml;uble&#8236; f&uuml;r das aktive Aushebeln der EU-Vertr&auml;ge bewundert bzw. nicht ernsthaft f&uuml;r seine Pl&auml;ne kritisiert, die heiligen Regeln und Institutionen nach seinen Vorstellungen umschreiben und umgestalten zu wollen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Gewinner und Verlierer<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150731-heute-show-grexit_.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/heuteshow\/photos\/a.302789020985.156311.264820405985\/10152942520535986\/?type=1&amp;permPage=1\">heute show via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Warum Varoufakis in Griechenland unter Beschuss genommen wird<\/strong><br>\nGriechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis antwortet auf die gegen ihn erstatteten Strafanzeigen in Zusammenhang mit seinem Plan B.<br>\nGriechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis kommentiert mittels einer von seinem B&uuml;ro ausgegebenen Bekanntmachung die Strafanzeigen und Gerichtsakten, die wegen der Ausarbeitung eines Plans B bez&uuml;glich einer parallelen W&auml;hrung an das Parlament &uuml;bermittelt wurden.<br>\nDie Bekanntmachung des B&uuml;ros des Herrn Varoufakis lautet im Detail:<br>\nIn der Person des Herrn Yanis Varoufakis wird die f&uuml;nfmonatige harte Verhandlung der Regierung verfolgt, die dem griechischen Volk wieder W&uuml;rde gab. Ziel ist, dass die Periode Januar &ndash; Juli als ein &bdquo;Riesenfehler&ldquo; verzeichnet oder &ndash; noch &bdquo;besser&ldquo; &ndash; die f&uuml;nfmonatige harte Verhandlung der Regierung der Linken kriminalisiert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.griechenland-blog.gr\/2015\/07\/warum-varoufakis-in-griechenland-unter-beschuss-genommen-wird\/2135642\/\">Griechenland Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Interviews mit Varoufakis<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Varoufakis im stern: &ldquo;Ich dachte an die Einf&uuml;hrung einer Parallelw&auml;hrung in Griechenland&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Wir hatten von Januar an ein Kriegskabinett, f&uuml;nf sechs Leute, die sich mit dem Szenario des Grexits besch&auml;ftigten.&rdquo; Gemeinsam habe man &ldquo;alle m&ouml;glichen Szenarien angedacht, durchgespielt und dann auch verworfen&rdquo;. Dass er, wie kolportiert, an die Gelder der Zentralbank wollte, um Renten zu bezahlen, bestritt Varoufakis: &ldquo;Wir haben nie an so etwas wie einen Einbruch gedacht. Wir sind keine Abenteurer!&rdquo;<br>\n&ldquo;Sch&auml;uble kann schon explodieren&rdquo;<br>\nIn den Sitzungen verfolgte er &ldquo;eine psychologische Kriegsf&uuml;hrung auf allen Ebenen&rdquo;. Dabei sei er immer ruhig geblieben. Es gehe dort &ldquo;oft r&uuml;pelhaft, r&uuml;de und ungehobelt zu&rdquo;, sagte Varoufakis dem stern. &ldquo;Sch&auml;uble kann schon explodieren und sehr scharf sein. Ich habe mal erlebt, wie er den Eurogruppenchef Dijsselbloem zusammengefaltet hat, nicht sch&ouml;n.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/sonst\/vorabmeldungen\/ex-finanzminister-varoufakis-im-stern--ich-dachte-an-die-einfuehrung-einer-parallelwaehrung-in-griechenland-6362560.html\">stern.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In der Printfassung des stern sagt Varoufakis nicht nur, dass Sch&auml;uble den Eurogruppenchef Dijsselbloem &bdquo;zusammengefaltet&ldquo; habe, sondern dass er auch erlebt habe, wie der den EZB-Chef Mario Draghi &bdquo;runtergeputzt&ldquo; habe. Dieses Runterputzen wirft ein bezeichnendes Licht auf die vielbeschworene &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit&ldquo; der EZB.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Yanis Varoufakis: &ldquo;Ich wurde als gef&auml;hrlicher Dummkopf dargestellt&rdquo;<\/strong><br>\nMittwoch vergangener Woche, es ist hei&szlig; in Athen, schrille Stimmen, durch Megafone verst&auml;rkt, hallen durch die Stadt. Die Griechen demonstrieren gegen neue Reformpakete, &uuml;ber die an diesem Tag im Parlament abgestimmt wird.<br>\nVerabredet ist ein Interview mit dem ehemaligen Finanzminister Yanis Varoufakis in dessen Wohnung. Er ist weiterhin Abgeordneter und muss im Parlament &uuml;ber die neuen Reformen in der griechischen Justiz und im Bankwesen mitentscheiden. Deshalb wird das Gespr&auml;ch in das Hotel Titania verlegt. Varoufakis kommt dann direkt aus dem nahen Parlament, er f&auml;hrt mit seinem Motorrad vor, wieder einmal.<br>\nDas Hotelrestaurant ist voll, es ist Mittagspause &ndash; Fotografieren ist hier schwierig, wir k&ouml;nnten ihn am n&auml;chsten Tag in seiner Wohnung fotografieren, sagt Varoufakis. Viele der G&auml;ste begr&uuml;&szlig;en ihn, der Hotelmanager l&auml;dt ihn zum Kaffee ein. Es sind Szenen wie diese, die Varoufakis in der Welt bekannt gemacht haben. Als einen Mann, der nicht in die geordnete, streng hierarchische Welt der Finanzpolitik zu passen scheint. Ein Mann, der polarisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/zeit-magazin\/2015\/31\/yanis-varoufakis-griechenland-europa-krise-interview\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Zeitschriften und Varoufakis &ndash; Zu Hause bei Gianis<\/strong><br>\n&bdquo;Spiegel&ldquo;, &bdquo;Stern&ldquo; und &bdquo;Zeit Magazin&ldquo; haben den fr&uuml;heren griechischen Finanzminister Varoufakis getroffen. Ein Vergleich.<br>\nInfogehalt<br>\nSpiegel: niedrig. Wenig Substanzielles zu Theorien, seiner Arbeit und Europa. Daf&uuml;r umso mehr Heldenmythos. Wir erfahren, die &bdquo;Linke hatte lange keinen Helden mehr&hellip;<br>\nStern: hoch. Varoufakis erz&auml;hlt aus seiner Sicht &uuml;ber die Verhandlungen mit der Euro-Gruppe, spricht vom &bdquo;Kriegskabinett&ldquo; innerhalb von Syriza, die den Grexit geplant haben, verteidigt sich gegen den Vorwurf, gegen die Armut in Griechenland wenig getan und die Reichen verschont zu haben. Ansonsten: keine pers&ouml;nliche Frage.<br>\nZeit Magazin: mittel. Mehr Pers&ouml;nliches als politisch Relevantes. Wir erfahren &uuml;ber seine Eltern, die in den 1960ern Deutsche Welle h&ouml;rten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Deutsche-Zeitschriften-und-Varoufakis\/!5219690\/\">Anne Fromm in der taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&raquo;Das ist ein Ergebnis der Erpressungspolitik&laquo;<\/strong><br>\nHessen und Frankfurt am Mai haben die Mehrheit bei der Fraport AG &ndash; und die will 14 griechische Flugh&auml;fen &uuml;bernehmen. Ein Gespr&auml;ch mit Janine Wissler. (&hellip;)<br>\nGriechenland soll seine Staatsbetriebe privatisieren und so insgesamt 50 Milliarden Euro erwirtschaften, um Schulden zu bezahlen. Die Frankfurter Fraport AG steht bereit, um ausgerechnet die 14 Flugh&auml;fen zu &uuml;bernehmen, die durch das Touristenaufkommen am gewinnbringendsten sind. Wie kann ein f&uuml;r Griechenland derart verh&auml;ngnisvoller Deal zustande kommen?<br>\nDass Griechenland nun sein Tafelsilber verkaufen muss, ist ein Ergebnis der Erpressungspolitik, die in den vergangenen Wochen insbesondere der deutsche Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) gegen&uuml;ber der griechischen Regierung betrieben hat. Gegen jede volkswirtschaftliche Vernunft soll jetzt das griechische Staatseigentum unter Wert verscherbelt werden &ndash; zugunsten ausl&auml;ndischer Konzerne.<br>\n&raquo;Das ist ein Modell, das so noch nirgendwo in Europa angewandt wurde. Das passt eher zu einer Kolonie als zu einem EU-Mitgliedsland&laquo;, hat der griechische Infrastrukturminister Christos Spirtzis festgestellt. Wie positioniert sich die hessische schwarz-gr&uuml;ne Landesregierung dazu?<br>\nBesonders pikant ist, dass die Fraport AG zu 51 Prozent der Stadt Frankfurt am Main und dem Land Hessen geh&ouml;rt. Eine tolle Privatisierung! Die Landesregierung betreibt also die Auspl&uuml;nderung Griechenlands mit. Ministerpr&auml;sident Volker Bouffier (CDU) hat sich vor der Presse damit gebr&uuml;stet, dass er sich in Br&uuml;ssel bei Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker f&uuml;r das Gesch&auml;ft eingesetzt hat. Das bedeutet, dass ein Staatskonzern bzw. ein Konzern, der sich mehrheitlich in &ouml;ffentlichem Besitz befindet, den Griechen ihre profitablen Flugh&auml;fen abnimmt und sie mit den unrentablen alleine l&auml;sst.<br>\nNeben Stadt und Land ist auch die Lufthansa mit knapp zehn Prozent an Fraport beteiligt, die &uuml;ber ihre Consulting-Tochter den EU-Privatisierungsfonds ber&auml;t. Das stinkt alles zum Himmel. Dieses Gesch&auml;ft ist nur ein plakatives Beispiel f&uuml;r die verheerenden Forderungen der Euro-Staaten an Griechenland.<br>\nWie ist das aus wirtschaftspolitischer Sicht zu beurteilen?<br>\nDieser Handel ist v&ouml;lliger Unsinn. Zum einen sind wir als Linke der Meinung, dass Flugh&auml;fen als Teil der &ouml;ffentlichen Infrastruktur sowieso in &ouml;ffentliche Hand geh&ouml;ren. Sie m&uuml;ssen nicht profitabel sein &ndash; aber wenn sie es sind, dann ist das gut, um defizit&auml;re Infrastruktur auszugleichen. Nur die profitablen Flugh&auml;fen zu verscherbeln, ist v&ouml;llig irrsinnig. Da der momentan zu erzielende Verkaufspreis krisenbedingt weit unter Wert liegen wird, ist es nicht einmal kurzfristig ein gutes Gesch&auml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/07-27\/026.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Not durch Austerit&auml;tspolitik<\/strong><br>\n&bdquo;Folgende harten Fakten und Zahlen verdeutlichen die Situation in meinem Land: Mehr als drei der insgesamt rund 11 Millionen Griechen sind momentan ohne Krankenversicherung und also ohne Zugang zu medizinischen Leistungen und Medikamenten. 3,8 Millionen Griechen leben an der Armutsgrenze mit rund 430 Euro pro Monat und weitere 2,5 Millionen unterhalb derselben. Letztere versuchen mit durchschnittlich 230 Euro pro Monat zu leben und &uuml;berleben. Das bedeutet: Rund 60 Prozent der griechischen Bev&ouml;lkerung leben in Armut oder an der Grenze derselben.<br>\nZudem haben um die 10.000 Menschen in den vergangenen f&uuml;nf Jahren Selbstmord begangen. Und das in Griechenland, das hei&szlig;t, im Land mit der bisher niedrigsten Suizidrate Europas. Und auch die Sterblichkeitsrate von Leuten &uuml;ber 55 Jahre hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.<br>\nAll diese Trends stehen in direktem Zusammenhang mit der Austerit&auml;tspolitik in Griechenland, mit der daraus resultierenden Arbeitslosigkeit und dem fehlenden Zugang zu medizinischen Leistungen und Behandlungen f&uuml;r chronisch kranken Menschen.&ldquo;<br>\nUnterst&uuml;tzt werden kann die Hilfsaktion von Prof. Dr. Athanassios Giannis mit einer Spende an:<br>\nMedikamenten-Nothilfe f&uuml;r Griechenland<br>\nBankverbindung:<br>\nIBAN: DE80 4306 0967 1134 2196 02<br>\nBIC: GENODEM1GLS<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/979584.not-durch-austeritaetspolitik.html\">Wortmeldungen auf Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Von Tag zu Tag<\/strong><br>\nSeit Wochen wird vom &ldquo;Grexit&rdquo; gesprochen, nun wird &uuml;ber einen Euro-Ausstieg Finnlands (&ldquo;Fixit&rdquo;) diskutiert, aber k&ouml;nnte man nicht auch die Frage stellen, ob nicht auch Deutschland &ndash; der Staat, der sich als besonderer W&auml;chter europ&auml;ischer Austerit&auml;tspolitik sieht &ndash; aussteigen k&ouml;nnte? W&uuml;rde ein &ldquo;Dexit&rdquo; mit einem Deutschland mit besonders harter W&auml;hrung helfen, die Unterschiede in Europa auszugleichen?<br>\nRainer Rosenberg fragt den &Ouml;konomen Stephan Schulmeister, ob er diesen Gedanken f&uuml;r v&ouml;lligen Unsinn h&auml;lt, und n&uuml;tzt die Gelegenheit, um &uuml;ber die &ndash; nicht nur &ouml;konomischen &ndash; Konsequenzen der Auseinandersetzungen um Griechenland, &Ouml;konomie und Zusammenarbeit zu diskutieren. Um in der europ&auml;ischen Krise die Kette gegenseitiger Schuldzuweisungen zu beenden, schl&auml;gt Schulmeister einen Diskurs mit familientherapeutischen Aspekten vor, denn die Perspektive des Anderen einnehmen zu k&ouml;nnen, bringt oft weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oe1.orf.at\/programm\/409857\">ORF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie Parlamentspr&auml;sident Schulz mit dem Juncker-Bericht den Willen des EU-Parlaments missachtet<\/strong><br>\nErstmals durfte EU-Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz seinen Namen mit auf das Deckblatt eines Pr&auml;sidentenberichts zur Fortentwicklung der W&auml;hrungsunion setzen. Er gab seinen Namen, um ein zutiefst undemokratischen Plan ein demokratisches M&auml;ntelchen &uuml;berzuh&auml;ngen und missachtete dabei den Willen des EU-Parlaments&hellip;<br>\nBei der Abfassung der &bdquo;Analytical Note&ldquo;, die Juncker, Ratspr&auml;sident Tusk, EZB-Pr&auml;sident Draghi, und Eurogruppenchef Dijsselbloem dem informellen EU-Gipfel am 12. Februar 2015 pr&auml;sentierten, war Schulz noch nicht beteiligt. Die vier anderen setzten allein die Agenda des Berichts, indem sie die Ausgangslage und die Probleme der W&auml;hrungsunion beschrieben.&nbsp;<br>\nNoch in einem Papier der Kommission vom 21. April 2015 &nbsp;ist von den &bdquo;vier Pr&auml;sidenten und dem Pr&auml;sidenten des EU-Parlaments&ldquo; die Rede. Da er das f&uuml;nfte Rad am Wagen darstellt, wir Schulz folgerichtig im F&uuml;nfpr&auml;sidenenbericht als letzter genannt. Sein Job war es schlie&szlig;lich nur, den Anschein von demokratischer Legitimit&auml;t zu geben. Irgendjemand muss beim informellen Eurogipfel gemerkt haben, dass in der Pr&auml;sentation von Juncker und Co. die Wortgruppe Demokratie\/demokratisch nicht vorkam. Kein einziges Mal.<br>\nDas EU-Parlament befasste sich in Eigenregie mit der gleichen Fragestellung, also der Komplettierung der W&auml;hrungsunion, und arbeitete parallel zu den f&uuml;nf Pr&auml;sidenten einen Bericht dazu aus, den sogenannten Ber&eacute;s-Bericht, nach der Berichterstatterin Pervenche Ber&eacute;s. Junckers politische Alliierte im EU-Parlament schafften es allerdings die letztendliche Verabschiedung des Berichts im Parlament so lange zu verz&ouml;gern, dass er erst am 24. Juni, zwei Tage nach dem F&uuml;nfpr&auml;sidentenbericht verabschiedet wurde. Das war vor allem wichtig f&uuml;r Martin Schulz, denn formal hatte er auf diese Weise keine Willens&auml;u&szlig;erung seines Parlaments zu beachten&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/450-schulz-juncker-bericht#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im Juli 2015 <\/strong>\n<ul>\n<li>2,773 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 99.000 (3,4%) weniger als im Juli 2014.<br>\nVon den 2,773 Millionen Arbeitslosen waren 830.000 (29,9%) im Rechtskreis SGB III (bei den 156 Arbeitsagenturen!) und 1,943 Millionen (70,1%) im Rechtskreis SGB II (bei den 408 Jobcentern!) registriert.<\/li>\n<li>Ver&auml;nderungsraten (registrierte Arbeitslose) in den L&auml;ndern (Juli 2014 &ndash; Juli 2015):<br>\nM&auml;nner und Frauen: &ndash;8,7% in Brandenburg bis +0,3% in Bremen<br>\nFrauen &ndash;9,0% in Brandenburg bis -0,3% in Bremen (Bund: -4,0%)<br>\nM&auml;nner: -8,4% in Brandenburg bis +2,1% im Saarland (Bund: -2,9%)<br>\nunter 25 Jahre: -24,5% in Brandenburg bis -2,2% in Bremen und Th&uuml;ringen (Bund: -6,7%)<\/li>\n<li>70,1% der Arbeitslosen sind im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert (Juli 2014: 68,3%)<\/li>\n<li>Als Arbeitsuchende waren im Juli 2015 insgesamt 4,845 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 134.000 (2,7%) weniger als im Juli 2014. Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im Juli 2015 3,589 Millionen, 166.000  (4,4%) weniger als im Juli 2014.<\/li>\n<li>Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im Juli 2015 796.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,407 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 93.000 sog. Aufstocker\/Parallelbezieher (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Juli 2015 etwa 5,110 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) und\/oder Arbeitslosengeld II, &bdquo;53.000 Menschen weniger&ldquo; als ein Jahr zuvor.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2015-07-30_alo0715t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 501 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Siehe auch: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201507.pdf\">Monatsbericht Juli 2015 der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit [PDF &ndash; 1.9 MB]<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ausbildungsvertr&auml;ge: neu abgeschlossen und vorzeitig gel&ouml;st<\/strong><br>\n2014 insgesamt 518.391 neu abgeschlossene Ausbildungsvertr&auml;ge, 47.433 (8,4%) weniger als drei Jahre zuvor.<br>\n143.457 vorzeitig gel&ouml;ste Ausbildungsvertr&auml;ge (2014), 6.303 (4,2%) weniger als 2011.<br>\nDie L&ouml;sungsquote (insgesamt) stieg im Beobachtungszeitraum von 23,0 Prozent (2010) auf 25,0 Prozent 2013 und sank 2014 geringf&uuml;gig auf 24,7 Prozent.<br>\nDie L&ouml;sungsquote bei den weiblichen Auszubildenden lag im gesamten Beobachtungszeitraum &uuml;ber der L&ouml;sungsquote bei den m&auml;nnlichen Auszubildenden.<br>\nDer Abstand zwischen der unterdurchschnittlichen L&ouml;sungsquote im Ausbildungsbereich Industrie und Handel (2014: 21,5%) und der weit &uuml;berdurchschnittlichen L&ouml;sungsquote im Handwerk (2014: 33,1 Prozent), der im Beobachtungszeitraum von 7,5 (2010) auf 12,0 Prozentpunkte (2013) zunahm, sank 2014 geringf&uuml;gig auf 11,6 Prozentpunkte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2015-07-29_azubi-vertraege-neu-geloest-2010-2014.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 276 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Privatrente ist nicht sicher<\/strong><br>\nMit Talanx gibt der erste gro&szlig;e deutsche Versicherer die traditionelle Lebensversicherung auf. Die Branche will Zinsen nicht mehr garantieren&hellip;<br>\nTalanx ist nun der erste deutsche Lebensversicherer, der das Gesch&auml;ft mit klassischen Rentenpolicen komplett aufgibt. Begr&uuml;ndet wird das mit h&ouml;heren Renditechancen, die Kunden bei neuen Gesch&auml;ftsmodellen haben sollen. Dabei investiert der Versicherer mehr Geld in riskante Anlagen. Geht das schief, bekommen KundInnen anders als heute keine Verzinsung. Das ist ein Trend: Die italienische Generali hatte im Mai angek&uuml;ndigt, aus den Garantievertr&auml;gen auszusteigen, die Schweizer Zurich ist bereits ausgestiegen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5216274\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kommentar private Altersvorsorge: Nicht noch mehr Geld f&uuml;r Reiche<\/strong><br>\nDie Branche ist die falsche Adresse f&uuml;r Altersvorsorge: Die Versicherungen wollen das Risiko bei privaten Renten auf die B&uuml;rgerInnen abw&auml;lzen.<br>\nDie private Altersvorsorge ist gescheitert. Immer mehr Versicherungsgesellschaften geben das traditionelle Gesch&auml;ftsmodell auf, das bei der rot-gr&uuml;nen Rentenreform als Garant f&uuml;r die k&uuml;nftige Alterssicherung galt: die Garantieverzinsung der Kundengelder, die immerhin einen Inflationsschutz gibt.<br>\nDie Versicherer wollen mitnichten das Gesch&auml;ft mit der Altersvorsorge aufgeben. Sie wollen, dass ihre KundInnen das Kapitalmarktrisiko tragen. Das zeigt: Diese Branche ist die falsche Adresse f&uuml;r die Altersvorsorge der B&uuml;rgerInnen.<br>\nWas die Anbieter noch zu garantieren bereit sind, ist der Erhalt der gezahlten Beitr&auml;ge. Doch angesichts der Inflation verlieren KundInnen damit Geld. Noch schlimmer: Die private Zusatzrente zur gesetzlichen Rente, mit der VerbraucherInnen bei der Planung ihres Ruhestandes rechnen k&ouml;nnen, sinkt&hellip;<br>\nStatt mit Riesterf&ouml;rderung und Steueranreizen Leute in die Arme der Assekuranz zu treiben, sollte der Staat die gesetzliche Rentenversicherung st&auml;rken. Dazu geh&ouml;rt eine vern&uuml;nftige Mindestrente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5216104\/\">Anja Kr&uuml;ger in der taz<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Versicherungskrise: Unverantwortliche Tatenlosigkeit der Bundesregierung auf Kosten der Versicherten<\/strong><br>\nDie Finanzaufsicht BaFin hat am gestrigen Mittwoch eine Erhebung zur Kapitalausstattung der deutschen Lebensversicherer ver&ouml;ffentlicht. Sie stellt darin fest, dass fast die H&auml;lfte aller Unternehmen an den neuen europ&auml;ischen Versicherungsregeln Solvabilit&auml;t II scheitern w&uuml;rden, wenn es nicht eine gro&szlig;z&uuml;gige &Uuml;bergangsfrist g&auml;be. Denn erst nach 16 Jahren m&uuml;ssen alle Anforderungen eingehalten werden. Insgesamt fehlen der Branche 12 Mrd. Euro, allerdings auch nur bei sehr optimistischen Annahmen. Das Bundesfinanzministerium hat daraufhin trotzdem erkl&auml;rt, es g&auml;be keinen akuten Handlungsbedarf.<br>\nDazu erkl&auml;rt Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen im Europaparlament:<br>\nDie Tatenlosigkeit der Bundesregierung ist unverantwortlich. Die deutschen Lebensversicherer sind auf breiter Front unterkapitalisiert. Wenn die Niedrigzinsphase anh&auml;lt, k&ouml;nnen die Unternehmen ihre Verpflichtungen gegen&uuml;ber den Versicherten nicht erf&uuml;llen. Es droht eine Versicherungskrise mit Leistungsk&uuml;rzungen oder milliardenschweren Subventionen aus dem Bundeshaushalt, um die Zahlungsversprechen der Lebensversicherer erf&uuml;llen zu k&ouml;nnen. Bundesfinanzminister Sch&auml;uble muss endlich handeln, statt l&auml;nger zuzuwarten. Angemessen w&auml;ren l&auml;ngst eine Dividendensperre, die Begrenzung sehr hoher Geh&auml;lter bzw. Boni sowie Einsparungen bei den &Uuml;berschussbeteiligungen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2015\/versicherungskrise-unverantwortliche-tatenlosigkeit-bundesregierung\/\">Sven Giegold<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>T&uuml;rkei:&nbsp;Linke und Gr&uuml;ne stellen deutschen Patriot-Einsatz in Frage<\/strong><br>\nWegen des milit&auml;rischen Vorgehens der T&uuml;rkei gegen die PKK haben Linke und Gr&uuml;ne den Einsatz der Bundeswehr in dem Land in Frage gestellt.<br>\nDer Gr&uuml;nen-Bundestagsabgeordnete Trittin sagte im Handelsblatt, wenn der Krieg des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Erdogan gegen die Kurden eskaliere, m&uuml;sse ernsthaft ein R&uuml;ckzug der deutschen Soldaten gepr&uuml;ft werden. Der Vorsitzende der Partei Die Linke, Riexinger forderte, die Patriot-Raketen aus dem S&uuml;dosten der T&uuml;rkei abzuziehen und R&uuml;stungsexporte in das Land zu stoppen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/tuerkei-linke-und-gruene-stellen-deutschen-patriot-einsatz.447.de.html?drn:news_id=508944\">DLF<\/a>\n<p><strong>Dazu: T&uuml;rkei-Eskalation alarmiert Berlin<\/strong><br>\nLinkspartei-Chef Bernd Riexinger forderte die Bundesregierung auf, sich nicht weiter zum &bdquo;Komplizen der verheerenden Politik Erdogans&ldquo; zu machen, dem zum Erhalt seiner eigentlich schon verlorenen Macht jedes Mittel recht sei. &bdquo;Die Patriot-Raketen m&uuml;ssen abgezogen und R&uuml;stungsexporte in die T&uuml;rkei gestoppt werden&ldquo;, sagte Riexinger dem Handelsblatt. &bdquo;Alles andere w&auml;re letztendlich eine Unterst&uuml;tzung der Terroristen des so genannten Islamischen Staates.&ldquo; Deutschland d&uuml;rfe sich nicht mitschuldig an dessen Gr&auml;ueltaten machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/sorge-um-bundeswehr-soldaten-gruene-sehen-kein-grundlage-mehr-fuer-patriot-einsatz\/12126570-3.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Die Regierung benutzt den Islamischen Staat als Vorwand&rdquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Offensive der t&uuml;rkischen Regierung gegen die linke Opposition und die kurdische Befreiungsbewegung<br>\n&#350;erife Ceren Uysal ist Anw&auml;ltin. Sie ist aktiv im gr&ouml;&szlig;ten linken Anwaltsverband des Landes, der Progressiven Anwaltsvereinigung (&Ccedil;a&#287;da&#351; Hukuk&ccedil;ular Derne&#287;i, CHD). Thomas Eipeldauer sprach mit ihr f&uuml;r Hintergrund &uuml;ber die j&uuml;ngsten Entwicklungen in der T&uuml;rkei.<br>\nDie AKP-Regierung hat in den vergangenen Tagen eine gro&szlig;angelegte Verhaftungswelle in der T&uuml;rkei durchgef&uuml;hrt. &Uuml;ber eintausend Menschen wurden festgenommen. Handelt es sich um eine Operation gegen den Islamischen Staat, wie die Regierung behauptet?&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br>\nEs ist ganz klar, dass es sich bei diesen Ma&szlig;nahmen nicht um Aktionen gegen den IS handelt. &Uuml;ber tausend Menschen wurde verhaftet, aber nur einige Dutzend von ihnen werden beschuldigt, Verbindungen zum Islamischen Staat zu haben. Den meisten wirft man Mitgliedschaft in der kurdischen PKK oder in der linken DHKP-C vor. Die Regierung hat den IS als Vorwand benutzt, um die Linke und insbesondere die kurdische Bewegung zu unterdr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201507303617\/politik\/welt\/qdie-regierung-benutzt-den-islamischen-staat-als-vorwandq.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Todesengel kommen wieder<\/strong><br>\n&ldquo;Vom K&ouml;rper meines Bruders blieb fast nichts &uuml;brig. Er wurde in St&uuml;cke gerissen&rdquo;, erinnert sich der 28-j&auml;hrige Islam an jenen schicksalhaften Tag vor drei Jahren. Im Juli 2012 wurde Islams j&uuml;ngerer Bruder Sadiq Rahim Jan im ostafghanischen Paktia von einer Drohne get&ouml;tet.&nbsp;&nbsp;<br>\nDer 21-j&auml;hrige Sadiq hatte einen Lebensmittelstand, den einzigen im Ort Gardda Zarrai in der afghanischen Provinz. Der junge Afghane war der Hauptversorger seiner Familie, die aus seinen Eltern sowie seinen vier Geschwistern besteht. Warum er zum Ziel eines Drohnenpiloten wurde, der wom&ouml;glich irgendwo in der W&uuml;ste Nevadas sa&szlig;, wei&szlig; bis heute keiner von ihnen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br>\nSeit Sadiqs Tod ist die Existenz der Familie bedroht. Seine Geschwister haben inzwischen auch begonnen zu arbeiten, aber kommen manchmal nur knapp &uuml;ber die Runden. Die extreme Armut in der Gegend und der Krieg machen die Lage nicht leichter. Verwandte Sadiqs leben auch im Ausland, unter anderem in Deutschland. &ldquo;Wir versuchen, ihnen finanziell unter die Arme zu greifen, soweit es geht&rdquo;, sagt Farhad (Name ge&auml;ndert), ein Cousin Sadiqs, der in Deutschland lebt.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-07\/drohnen-opfer-afghanistan-umdenken-politik\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Drohnenkrieg &ndash; Tod aus der Luft<\/strong><br>\n&ldquo;Gezielte T&ouml;tungen&rdquo; durch Kampfdrohnen &ndash; gesteuert von Soldaten, die zehntausende Kilometer entfernt sitzen. Auch die Bundesrepublik plant, bewaffnete Drohnen zu beschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek#\/beitrag\/video\/2454522\/Drohnenkrieg---Tod-aus-der-Luft\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Kampagne &bdquo;Stopp Ramstein: Kein Drohnenkrieg!&ldquo;<\/strong><br>\nDer US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt Ramstein ist ein zentrales Drehkreuz f&uuml;r die Vorbereitung und Durchf&uuml;hrung v&ouml;lkerrechtwidriger Angriffskriege. Die meisten t&ouml;dlichen Eins&auml;tze US-amerikanischer Kampfdrohnen, u.a. in Irak, Afghanistan, Pakistan, Jemen, Syrien und Afrika, werden &uuml;ber die Satellitenrelaisstation auf der US-Air-Base Ramstein durchgef&uuml;hrt.<br>\nUS-Drohnenpiloten auf verschiedensten Milit&auml;rbasen nutzen Ramstein f&uuml;r die Steuerung der Killerdrohnen in weltweiten und illegalen Kriegseins&auml;tzen. In Ramstein analysieren und aktualisieren ca. 650 MitarbeiterInnen st&auml;ndig die &Uuml;berwachungsdaten der vermeintlichen Zielpersonen und leiten ihre Daten dann weiter.<br>\nDie US-Regierung hat mittels Drohnen in Pakistan, Jemen und Somalia fast 5000 Menschen au&szlig;ergerichtlich get&ouml;tet sowie &uuml;ber 13.000 im Afghanistan-Krieg. Ungez&auml;hlte Opfer gab es durch US-Drohnen im Irak, in Syrien und in Libyen. Die gro&szlig;e Mehrzahl der Opfer waren Unbeteiligte wie Frauen, Kinder und alte Menschen. Die Mordbefehle werden per Joystick &uuml;ber die Satelliten-Relaisstation in Ramstein an die jeweiligen Drohnen &uuml;bermittelt. Ohne Ramstein w&uuml;rde der gesamte Drohnenkrieg auf unbestimmte Zeit empfindlich behindert.<br>\nZugleich war Ramstein logistisch unverzichtbar f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung des brutalen US\/NATO-Kriegs in Afghanistan und des US-Angriffskriegs in Irak. Gleiches gilt f&uuml;r drohende US-Interventionskriege, einschlie&szlig;lich an den Grenzen zu Russland.<br>\nDie Komponenten des US-Raketenabwehrschildes sind in verschiedenen NATO-Staaten stationiert, eine seiner Befehlszentralen ist in das AIRCOM, das Hauptquartier aller NATO-Luftwaffen, auf der US-Air Base Ramstein integriert.<br>\nAu&szlig;ergerichtliches T&ouml;ten von B&uuml;rgerInnen anderer Staaten auf deren Territorien verst&ouml;&szlig;t nicht nur gegen die Menschenrechts-Charta der UNO und gegen das V&ouml;lkerrecht, sondern auch &ndash; wenn das Verbrechen von deutschem Hoheitsgebiet ausgeht &ndash; gegen unser Grundgesetz. Das wollen wir nicht l&auml;nger hinnehmen, weder das illegale Treiben der USA in Deutschland noch deren V&ouml;lkerrechtsverbrechen von deutschem Boden aus, noch deren Unterst&uuml;tzung durch die Bundesregierung.<br>\nWir fordern daher vom Deutschen Bundestag und von der Bundesregierung, den USA die Nutzung von Ramstein als Basis zur Drohnenkriegsf&uuml;hrung zu verbieten und die Satelliten-Relaisstation zu schlie&szlig;en, zugleich selbst auf die Anschaffung von Kampfdrohnen f&uuml;r die Bundeswehr zu verzichten und die Einf&uuml;hrung von Kampfrobotern im Milit&auml;r zu &auml;chten, sowie die illegalen Aussp&auml;hpraktiken der NSA in Zusammenarbeit mit dem BND, wof&uuml;r Ramstein ein Kristallisationspunkt ist, zu beenden.<br>\nOhne pers&ouml;nlichen Einsatz und demonstrative Aktionen kann die brandgef&auml;hrliche Milit&auml;rpolitik der Bundesregierung und die Kriegshandlungen der US\/NATO nicht gestoppt werden.<br>\nDeswegen rufen wir im Rahmen einer l&auml;ngerfristigen und umfassenden Kampagne auf zur Demonstration und Kundgebung vor der Air Base Ramstein am 26.09.15 sowie zu einer gro&szlig;en &ouml;ffentlichen Veranstaltung in Kaiserslautern am 25.09. und einem Auswertungs- und Zukunftstreffen am 26.09. abends.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ramstein-kampagne.eu\/\">Stopp Ramstein<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Albrecht M&uuml;ller und Jens Wernicke von den NachDenkSeiten geh&ouml;ren zu den Erstunterzeichnern dieses Appells.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der h&auml;ssliche Deutsche<\/strong><br>\nDie Bundesregierung wird ihre im vergangenen Jahr gestartete au&szlig;en- und milit&auml;rpolitische Offensive weiterf&uuml;hren und ihr mit verst&auml;rkter Propagandat&auml;tigkeit im Inland eine breitere Unterst&uuml;tzung durch die Bev&ouml;lkerung zu sichern versuchen. Dies best&auml;tigen Stellungnahmen einflussreicher Mitarbeiter der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik (BAKS). Demnach werden die Bundeskanzlerin und die Bundesregierung, die l&auml;ngst &ldquo;die Schl&uuml;sselfiguren in Europa&rdquo; geworden seien, auch weiterhin auf &ldquo;einer st&auml;rkeren au&szlig;enpolitischen Rolle&rdquo; Deutschlands beharren. Zugleich strafft die BAKS als &ldquo;sicherheitspolitische Weiterbildungsst&auml;tte der Bundesregierung&rdquo; einerseits ihre Anstrengungen zur St&auml;rkung der au&szlig;en- und milit&auml;rpolitischen Eliten-Netzwerke und intensiviert andererseits ihre Bem&uuml;hungen, bei &ldquo;einer breiteren &Ouml;ffentlichkeit ein umfassendes Verst&auml;ndnis&rdquo; f&uuml;r die Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik der Bundesregierung zu f&ouml;rdern. Wie es in der BAKS hei&szlig;t, sei scharfe Kritik an der Berliner Politik, wie sie etwa anl&auml;sslich des deutschen Durchmarschs in der Griechenland-Krise ge&auml;u&szlig;ert worden sei, &ldquo;eine Grundtatsache im Leben, mit der gr&ouml;&szlig;ere M&auml;chte immer konfrontiert sind&rdquo;. Dasselbe Argumentationsmuster findet sich mittlerweile auch in den Massenmedien. Mit Blick auf die aktuelle Debatte um das im Streit um Griechenland wiederauflebende Bild vom &ldquo;h&auml;sslichen Deutschen&rdquo; hei&szlig;t es in einer prominenten Wochenzeitung: &ldquo;Deutschland wird m&auml;chtiger &ndash; und unpopul&auml;rer. Das m&uuml;ssen wir aushalten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59172\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Paul Krugman: Zombies gegen Medicare<\/strong><br>\nMedicare wird diese Woche 50, und das war ein wirklich gutes halbes Jahrhundert. VorInkrafttreten des Programms warnte Ronald Reagan, Medicare wu&#776;rde Amerikas Freiheit zerst&ouml;ren; Nach allgemeiner Einsch&auml;tzung hat es das nicht getan. Stattdessen hat es zu einer enormen Verbesserung der finanziellen Absicherung fu&#776;r &auml;ltere Mitbu&#776;rger und ihre Familien gefu&#776;hrt, und in vielen F&auml;llen war es sogar buchst&auml;blich ein Lebensretter.Trotzdem hat die Rechte nie den Wunsch aufgegeben, das Programm abzuschaffen. Und so war es dann auch gar nicht u&#776;berraschend, dass Jeb Bush ku&#776;rzlich erkl&auml;rte, er wolle zwar den derzeitigen Empf&auml;ngern von Medicare nicht ihre Privilegien nehmen, doch man &bdquo;mu&#776;sse einen Weg finden, wie man dieses Programm sp&auml;ter auslaufen lassen kann.&ldquo;<br>\n&Uuml;berraschend allerdings ist die von ihm dafu&#776;r angefu&#776;hrte Argumentation, die nun vor fu&#776;nf Jahren noch plausibel geklungen haben mag, jetzt aber u&#776;berhaupt nicht mehr zeitgem&auml;&szlig; ist.<br>\nHier wie ja auch sonst h&auml;ufig wirkt Mr. Bush wie ein Rip van Winkle, der alles verschlafen hat, was nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Gouverneurs passiert ist &ndash; er bru&#776;stet sich schlie&szlig;lich immer noch mit Floridas Immobilienblasenboom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/07\/27\/opinion\/zombies-against-medicare.html\">New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bohren bis die Kasse klingelt: Mit welchen Tricks Zahn&auml;rzte ihre Patienten dazu bringen, mehr zu zahlen<\/strong><br>\nDie Zahn&auml;rzte sichern sich ab<br>\nMit den Zuzahlungen der Patienten hat die Politik einen intransparenten Markt fast ohne Verbraucherschutz geschaffen. Es ist ein besonderes System, weder ganz privat, noch rein staatlich, sondern irgendwas dazwischen: &ouml;ffentliche Gesundheitskassen bezuschussen private Zahnarztrechnungen, bekommen sie aber nie zu sehen. Seit Jahren gibt es deshalb Streit um die hohen Preise. Doch die Zahn&auml;rzte haben ihre Freiheiten dabei erfolgreich politisch abgesichert. Auch mithilfe fragw&uuml;rdiger Lobby-Methoden.<br>\n2011 reformierte die schwarz-gelbe Regierung mit jahrelanger Versp&auml;tung die Geb&uuml;hrenordnung der Zahn&auml;rzte (GOZ). Die privaten Krankenversicherer machten Druck: sie wollten niedrigere Preise f&uuml;r ihre Patienten durchsetzen &ndash; mit einer sogenannten &Ouml;ffnungsklausel: Die m&auml;chtigen Versicherungen wollten aus der Geb&uuml;hrenordnung ausbrechen und direkte Einzelvertr&auml;ge mit g&uuml;nstigen Zahn&auml;rzten aushandeln.<br>\nAuch die AOK schloss sich der Forderung an. Schlie&szlig;lich d&uuml;rfen die Krankenkassen solche Rabattvertr&auml;ge zum Beispiel mit Pharmafirmen schon seit Jahren abschlie&szlig;en. Doch die Zahn&auml;rzte liefen Sturm. &Auml;rzte und Zahn&auml;rzte warnten in einer Stellungnahme vor &bdquo;ruin&ouml;sem Preiswettbewerb&ldquo;. Und davor, dass, &bdquo;ganze Landstriche ohne zahn&auml;rztliche Versorgung&ldquo; bleiben k&ouml;nnten. Am Ende setzten sie sich durch.<br>\nIm Bundestag erinnern sich einige noch genau daran, wer damals gegen die Reform gearbeitet hat. &bdquo;Das war zum einen der Gesundheitsminister Dr. Philipp R&ouml;sler, der ja den Verordnungsentwurf auf den Weg gebracht hat. Und im Parlament selbst war es der Obmann im Gesundheitsausschuss, Dr. Rolf Koschorrek&ldquo;, sagt der SPD-Abgeordnete Steffen-Claudio Lemme, der damals im Gesundheitsausschuss sa&szlig;. Koschorrek habe sich auf diversen Podiumsdiskussionen massiv gegen die &Ouml;ffnungsklausel eingesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/recherchen\/stories\/2015\/07\/29\/abkassiert-beim-zahnarzt\/\">correctiv.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Unruhe in der SPD: Die Zombie-Partei<\/strong><br>\nNeulich war es mal wieder soweit: Ein f&uuml;hrender Sozialdemokrat lobte Angela Merkel &uuml;ber den gr&uuml;nen Klee: &ldquo;Sie ist eine Kanzlerin, wie Deutsche sie offensichtlich m&ouml;gen&rdquo;, sagte Torsten Albig, Ministerpr&auml;sident von Schleswig-Holstein: &ldquo;Ich glaube, es ist schwer, gegen diese Bundeskanzlerin eine Wahl zu gewinnen.&rdquo; Albig ging noch weiter und legte seiner Partei nahe, bei den kommenden Wahlen 2017 einfach nur mit einem Spitzenkandidaten ins Rennen zu gehen: &ldquo;Ob da die Bezeichnung Kanzlerkandidat noch richtig ist, das werden wir sehen.&rdquo;<br>\nWas hat der Fischkopp? War das Labskaus schlecht? Schon im M&auml;rz hatte Albig gesagt: &ldquo;Frau Merkel verk&ouml;rpert geradezu idealtypisch, was die Deutschen sich in dieser Rolle erwarten.&rdquo; Aber die Wahrheit ist: Albig spricht nicht nur f&uuml;r sich. Sondern aus dem tiefsten Herzen seiner Partei. Die SPD ist am Ende. Sie ist eine untote Partei. Sie bewegt sich noch. Aber sie hat keine Seele mehr. Der Anblick ist schier unertr&auml;glich.<br>\nSigmar Gabriel hat neulich gesagt: &ldquo;Wir f&uuml;hren dieses Land. Alle entscheidenden Projekte dieser Regierung stammen von uns. Wir sind in 14 von 16 Landesregierungen vertreten und stellen dabei neun Ministerpr&auml;sidenten. Au&szlig;erdem neun von zehn Oberb&uuml;rgermeister in den Gro&szlig;st&auml;dten. Das sah nun wirklich vor wenigen Jahren ganz anders aus&rdquo;. Das ist einerseits richtig. Allein &ndash; was hilft es? Die SPD kann ja darum bitten, dass auf der R&uuml;ckseite der Kanzlerportr&auml;ts von Angela Merkel der sozialdemokratische Beitrag zur Regierungsleistung vermerkt wird.<br>\nAber wenn es um die Macht im Bund geht, hat die Sozialdemokratie einfach kapituliert. Sie traut sich den Gegenentwurf nicht mehr zu. Steuern, Chancengleichheit, Europa, Datenschutz &ndash; es g&auml;be viel zu tun f&uuml;r einen sozialdemokratischen Kanzler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-die-zombie-partei-augstein-kolumne-a-1046004.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Man kann, nein, muss Augstein leider zustimmen. Das einzige was die SPD noch anzutreiben scheint, ist der Wunsch endg&uuml;ltig von der politischen B&uuml;hne zu verschwinden. Es f&auml;llt einem schwer nicht zu unterstellen, dass Figuren wie Albig oder der sogenannte Vizekanzler nicht von au&szlig;en gesteuert werden. So gesehen w&auml;re das alles konsequent. Die SPD hat mit der Durchsetzung der neoliberalen Agenda 2010 f&uuml;r die herrschenden Eliten ihre historische Mission erf&uuml;llt und wird nicht mehr ben&ouml;tigt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JW:<\/strong> Auch das ist Postdemokratie: Die SPD stirbt, weil das &ndash; erst recht rigorose &ndash; Vertreten der Interessen von Armen und Erwerbst&auml;tigen aufgrund verschobener Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse zwischen Arbeit und Kapital eben &bdquo;schwerer&ldquo; geworden ist als einst &ndash; und man es da lieber gleich l&auml;sst; sich dann aber wundert: Warum w&auml;hlt uns keiner mehr?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-26990","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26990","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26990"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26990\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28450,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26990\/revisions\/28450"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26990"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26990"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26990"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}