{"id":27004,"date":"2015-07-31T16:19:31","date_gmt":"2015-07-31T14:19:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004"},"modified":"2015-07-31T16:22:57","modified_gmt":"2015-07-31T14:22:57","slug":"hinweise-des-tages-ii-207","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h01\">Reaktionen auf den Landesverrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h02\">Landesverrat. Wir machen mit. Unterst&uuml;tzt netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h03\">Heiko Maas und die SPD werden auch mal verraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h04\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h05\">Friedman hatte recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h06\">Arbeitsmarkt : Nur ein halber deutscher Boom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h07\">D&uuml;mmer geht&rsquo;s nimmer &ndash; der Einzelhandel verkauft deutlich weniger und Spiegel-Online jubelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h08\">Die Heimat des Terrors<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h09\">Industrie 4.0 und die Digitalisierung der Produktion &ndash; Hype oder Megatrend?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h10\">&ldquo;8 Thesen zur aktuellen hochschulpolitischen Lage in NRW und der BRD&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h11\">Olympia-Vergabe an Peking: &ldquo;Falsche Botschaft an die falschen Leute&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h12\">Nahost im 21. Jahrhundert: Kampf der Religionen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h13\">Propaganda machen immer nur die anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h14\">Rezension: Thomas Meyer, Die Unbelangbaren &ndash; Journalismus als Schlachtfest <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004#h15\">Zu guter Letzt: Millionen B&uuml;rger ermitteln gegen Generalbundesanwalt wegen Verdachts auf Hirnrissigkeit <\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27004&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Reaktionen auf den Landesverrat<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Bundesanwalt gegen &ldquo;netzpolitik.org&rdquo;: Bedingt ermittlungsbereit<\/strong><br>\nBisher blieb der Generalbundesanwalt in den gro&szlig;en Geheimdienstaff&auml;ren unt&auml;tig. Nun ermittelt er endlich &ndash; aber gegen die Falschen.<br>\nEs klingt wie ausgedacht. Daten aus den innersten Kreisen der Macht flie&szlig;en ins Ausland ab, Unterlagen &uuml;ber Geheimes gelangen in die &Ouml;ffentlichkeit. Die Kanzlerin kann Protokolle ihrer eigenen Telefonate im Internet nachlesen. Der Geheimdienst, der im Inland Spionageabwehr leisten soll, ist offenkundig machtlos. Der Generalbundesanwalt sieht sich au&szlig;erstande, gegen die T&auml;ter zu ermitteln. Es fehlt ihm an Indizien.<br>\nDas ist bundesdeutsche Realit&auml;t im Jahr 2015. Bundesministerien und auch die Kanzlerin selbst wurden abgeh&ouml;rt, der Verfassungsschutz hat in Sachen Spionageabwehr versagt. Der andere gro&szlig;e Geheimdienst, der BND, kooperiert sogar mit den mutma&szlig;lichen T&auml;tern. Generalbundesanwalt Harald Range sieht sich nicht in der Lage, f&uuml;r Aufkl&auml;rung zu sorgen.<br>\nBei einem anderen Thema sind beide, Verfassungsschutz und Generalbundesanwalt, deutlich agiler: Wenn es um die Einsch&uuml;chterung von Journalisten geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/kommentar-zu-ermittlungen-gegen-netzpolitik-org-a-1046096.html\">Christian St&ouml;cker auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine Warnung an alle<\/strong><br>\nGeheimdienstchef Maa&szlig;en d&uuml;rfte die Emp&ouml;rung &uuml;ber das Verfahren gegen &ldquo;netzpolitik.org&rdquo; nicht st&ouml;ren. Im Gegenteil. Was er am meisten f&uuml;rchtet, ist ein deutscher Snowden.<br>\nHans-Georg Maa&szlig;en ist kein Anf&auml;nger. Der Pr&auml;sident des Bundesverfassungsschutzes ist lange genug im Amt, um die Folgen seiner Handlungen und &Auml;u&szlig;erungen absch&auml;tzen zu k&ouml;nnen. Mit den Strafanzeigen gegen Markus Beckedahl und Andr&eacute; Meister von netzpolitik.org hat er die Medien praktisch gezwungen, seine eigentliche Botschaft zu verbreiten.<br>\nMaa&szlig;en muss klar gewesen sein, dass sich netzpolitik.org von einem Brief des Generalbundesanwalts nicht einsch&uuml;chtern lassen, sondern diesen im Gegenteil erst einmal ver&ouml;ffentlichen w&uuml;rde. Der Brief h&auml;ngt jetzt dekorativ neben Beckedahls Auszeichnung zum Journalisten des Jahres und dem Grimme Online Award.<br>\nAuch &uuml;ber die Reaktionen auf eine solche Anzeige und die ersten Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen Journalisten seit 1983 muss sich Maa&szlig;en im Klaren gewesen sein. Nat&uuml;rlich springen quer durch die Republik nun Redaktionen den Kollegen von netzpolitik.org zur Seite und machen Landesverrat zu einem lange nicht geh&ouml;rten und gef&auml;hrlich klingenden Signalwort. Genau darauf k&ouml;nnte es Maa&szlig;en abgesehen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2015-07\/landesverrat-netzpolitik-anzeige-verfassungsschutz-generalbundesanwalt-abschreckung\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Da scheint einiges aus dem Lot geraten&rdquo;<\/strong><br>\nDer Gr&uuml;nen-Politiker Konstantin von Notz bezeichnete die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen zwei Journalisten von &ldquo;netzpolitik.org&rdquo; wegen Landesverrats als &ldquo;maximal bizarren Vorgang&rdquo; und beklagte Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit: Im gr&ouml;&szlig;ten &Uuml;berwachungsskandal aller Zeiten r&uuml;hre die Bundesanwaltschaft seit zwei Jahren keinen Finger, sagte er im DLF.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ermittlungen-gegen-netzpolitik-org-da-scheint-einiges-aus.694.de.html?dram:article_id=326977\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Neulandesverrat<\/strong><br>\nIm vor einem Monat vorgestellten Verfassungsschutzbericht findet sich zum NSA-Skandal nur ein magerer Absatz (S. 154), der dem inoffiziellen Motto des Partnergeheimdienstes folgt: N(ever) S(ay) A(nything). Der von CIA\/NSA-Insider Edward Snowden bewirkte gr&ouml;&szlig;te Leak der Geheimdienstgeschichte ist weder f&uuml;r die Generalbundesanwaltschaft noch f&uuml;r den Inlandsgeheimdienst mit dem Tarnnamen Verfassungsschutz ein Anlass, wenigstens ein Ermittlungsverfahren gegen die pers&ouml;nlich bekannten Spione aus Fort Meade oder im Darmst&auml;dter Dagger Complex einzuleiten. Nicht einmal das quasi sogar von Pr&auml;sident Obama einger&auml;umte Abh&ouml;ren der Bundeskanzlerin vermochte die Spitzenbeamten zu juristischen Ma&szlig;nahmen stimulieren.<br>\nNoch immer laufen BND-Schlapph&uuml;te und Kanzleramtschefs frei herum, die einen Gro&szlig;teil der innerdeutschen Kommunikation fr&ouml;hlich in die USA ausleiten. In dem Land, in dem theoretisch die Vorbereitung eines Angriffskrieges unter Strafe steht, d&uuml;rfen von Ramstein aus Menschen und ihre unbeteiligten Begleiter auf erstaunlich vager Verdachtslage hinterr&uuml;cks exekutiert werden&hellip;<br>\n Ein Ermittlungsverfahren wegen Landesverrats w&uuml;rde einen ernsthaften Anfangsverdacht voraussetzen. Zweifelhaft ist bereits, ob die Pl&auml;ne zur Einrichtung einer Referatsgruppe zur Internet&uuml;berwachung als Staatsgeheimnis gewertet werden k&ouml;nnen, denn diese Nachricht hatte ihren Weg schon in die Presse gefunden. Die konkreten Dokumente d&uuml;rften daher nicht sonderlich ins Gewicht fallen. Es reicht au&szlig;erdem nicht, lediglich Staatsgeheimnisse &ldquo;an einen Unbefugten gelangen zu lassen oder &ouml;ffentlich bekannt zu machen, um die Bundesrepublik Deutschland zu benachteiligen oder eine fremde Macht zu beg&uuml;nstigen, und dadurch die Gefahr eines schweren Nachteils f&uuml;r die &auml;u&szlig;ere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland herbeizuf&uuml;hren&rdquo;. Erforderlich ist vielmehr auch eine Absicht bzgl. dieser Gefahr.<br>\nAnders als bei vielen Tatbest&auml;nden des Strafgesetzbuches reicht eine blo&szlig; billigende Inkaufnahme nach herrschender Meinung nicht aus. Die Vorstellung, die Macher von netzpolitik.org h&auml;tten es auf eine Gef&auml;hrdung der &auml;u&szlig;eren Sicherheit abgesehen, d&uuml;rfte fernliegend sein.<br>\nAuf der Ebene der erforderlichen Rechtswidrigkeit darf man sich auch die Frage stellen, wer n&auml;her an der Verfassung ist &ndash; die Massen&uuml;berwacherprivater Internetkommunikation oder die Leute, die ihre Grundrechte aus Art. 5 GG und Art. 10 GG einfordern. Bei einem solchen Selbstverst&auml;ndnis, wie es aktuell der Geheimdienst beweist, bekommt man einen Vorgeschmack davon, was demn&auml;chst mit den Daten aus der Vorratsdatenspeicherung von Maas passieren k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45591\/1.html\">Markus Kompa auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Grenzenloser Verrat<\/strong><br>\nDie ganz klugen K&ouml;pfe werden den Bloggern, die in den vergangenen Jahren mehr investigative und aufkl&auml;rerische Arbeit als so manche Vollredaktion geleistet haben, einfach den Status als Journalisten absprechen. Was sie alle vergessen werden zu erw&auml;hnen, ist die Unt&auml;tigkeit der Bundesanwaltschaft angesichts der Massen&uuml;berwachung durch die NSA.<br>\nNun w&auml;re es nat&uuml;rlich eine recht billige Retourkutsche, Verfassungsschutz und BND f&uuml;r ihre Kumpanei, respektive Duldung ausl&auml;ndischer Geheimdienste selber Landesverrat vorzuwerfen. Der Fall ist in Wirklichkeit viel dramatischer, denn w&auml;hrend deutsche Beh&ouml;rden die NSA und rechtsradikale Terroristen gew&auml;hren lassen, Journalisten aber verfolgen, verraten sie die Ideale einer freien und demokratischen Gesellschaft. Und diese Ideale, von denen die Freiheit der Presse nur eines ist, kennen keine L&auml;ndergrenzen und bewegen sich damit jenseits von so anachronistischen Kategorien wie dem &bdquo;Landesverrat&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5220100\/\">Daniel Kretschmar in der taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Scharfe Kritik an Ermittlungen wegen Landesverrats <\/strong><br>\nLinke und liberale Politiker sehen die Pressefreiheit bedroht. Das sei ein schlechter Scherz, twittert SPD-Vize Stegner. Auch der Datenschutz-Experte Schaar ist entsetzt.<br>\nAuch der netzpolitische Sprecher der SPD, Lars Klingbeil, h&auml;lt das Verfahren f&uuml;r falsch. &ldquo;Eigentlich dachte ich, der Generalbundesanwalt ist mit Ermittlungen wegen Abh&ouml;ren von Kanzleramt und Ministerien voll ausgelastet&rdquo;, schrieb der Bundestagsabgeordnete auf Twitter.<br>\nVerst&auml;ndnislos &auml;u&szlig;erte sich auch Gr&uuml;nen-Politikerin Renate K&uuml;nast. &ldquo;Mich &auml;rgert das Missverh&auml;ltnis&rdquo;, sagte die Vorsitzende des Rechtsausschusses dem K&ouml;lner Stadt-Anzeiger. Der US-Geheimdienst NSA w&uuml;rde massenhaft aussp&auml;hen und abh&ouml;ren. &ldquo;Und da passiert gar nichts. Das erbost&nbsp; mich und ist rechtsstaatlich eine Blamage.&rdquo; Journalisten h&auml;tten einen gro&szlig;en Beitrag zur Aufkl&auml;rung dieser Sachverhalte geliefert: &ldquo;Wenn es keinen investigativen Journalismus g&auml;be, dann w&uuml;ssten wir gar nichts.&rdquo;&nbsp;<br>\nAuch die Partei Die Linke nannte das Verfahren auf dem netzpolitischen Twitter-Account aller Fraktionen &ldquo;einen Angriff auf die Pressefreiheit&rdquo;.<br>\nFDP-Chef Christian Lindner zieht Parallelen zu der sogenannten Spiegel-Aff&auml;re von 1962.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/2015-07\/pressefreiheit-ralf-stegner-netzpolitik\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Inzwischen hat sich Generalbundesanwalt <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/generalbundesanwalt-stoppt-ermittlungen-gegen-netzpolitik-13728725.html\">Harald Range gegen&uuml;ber der FAZ<\/a> zur&uuml;ckrudernd ge&auml;u&szlig;ert. Er verteidigt sein Vorgehen mit dem Argument, dass ein f&ouml;rmliches Verfahren notwendig sei, um festzustellen, ob es sich bei den Ver&ouml;ffentlichungen um Staatsgeheimnisse handelt. Da gen&uuml;gt doch eigentlich ein Blick auf die Unterlagen. Und da steht &ldquo;VS-vertraulich&rdquo;. Doch einfach geht bei Range nicht. So k&ouml;nnte der gelernte Jurist zum Beispiel auch die Kanzlerin fragen, ob es zutreffend ist, was in den Dokumenten steht, die Wikileaks k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlicht hat, tut er aber nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Landesverrat. Wir machen mit. Unterst&uuml;tzt netzpolitik.org<\/strong><br>\nDer Generalbundesanwalt ermittelt gegen unsere Kollegen von netzpolitik.org wegen Landesverrat. Dabei haben die nur das gemacht, was zur ureigenen Aufgabe von Journalisten geh&ouml;rt: Geheime Pl&auml;ne bekannt zu machen, damit die Gesellschaft dar&uuml;ber diskutieren kann. Die Attacke auf netzpolitik.org ist deshalb eine Attacke auf alle Medien. Lasst uns gemeinsam die Kollegen verteidigen!<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sOvkHYoA9qg&amp;feature=youtu.be\">correctiv.org via YouTube<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/blog\/2015\/07\/31\/landesverrat-netzpolitik-org-soll-er-doch-gegen-uns-alle-ermitteln\/\">Landesverrat? Soll er doch gegen uns alle ermitteln!<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150731_bild.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung NDS:<\/strong> Auch wir ver&ouml;ffentlichen die Dokumente, deretwegen der Verfassungsschutzpr&auml;sident Hans-Georg Maa&szlig;en Strafanzeige gegen  Markus Beckedahl und Andre Meister von netzpolitik.org gestellt hat und woraufhin die Bundesanwaltschaft Ermittlungen wegen Landesverrats und der Ver&ouml;ffentlichung von Staatsgeheimnissen aufgenommen hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>Hier die Ver&ouml;ffentlichung von Andre Meist vom 15. April 2015:<\/strong><br>\nGeheime Referatsgruppe: Wir enth&uuml;llen die neue Verfassungsschutz-Einheit zum Ausbau der Internet-&Uuml;berwachung (Updates)<br>\nDas Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz errichtet f&uuml;r mehrere Millionen Euro eine neue Einheit zum Ausbau der Internet-&Uuml;berwachung. Das geht aus dem geheimen Konzept zur &bdquo;Erweiterten Fachunterst&uuml;tzung Internet&ldquo; hervor, das wir ver&ouml;ffentlichen. &Uuml;ber 75 Spione sollen Chats und Facebook &uuml;berwachen, Bewegungsprofile und Beziehungsnetzwerke erstellen sowie &bdquo;verdeckte Informationen erheben&ldquo;&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/geheime-referatsgruppe-wir-praesentieren-die-neue-verfassungsschutz-einheit-zum-ausbau-der-internet-ueberwachung\/\">netzpolitik.org<\/a><\/p>\n<p><strong>Und hier noch die Ver&ouml;ffentlichung vom 25. Februar 2015<\/strong><br>\nGeheimer Geldregen: Verfassungsschutz arbeitet an &bdquo;Massendatenauswertung von Internetinhalten&ldquo; (Updates)<br>\nDer Verfassungsschutz arbeitet daran, massenhaft Internet-Inhalte zu erheben und auszuwerten, darunter Kontaktlisten und Beziehungsge&#64258;echte bei Facebook. Daf&uuml;r hat der Inlandsgeheimdienst einen Posten von 2,75 Millionen Euro in seinem geheimen Haushalt eingeplant, den wir ver&ouml;ffentlichen. Diese Daten sollen mit anderen verkn&uuml;pft und gerastert werden, um &bdquo;bislang unbekannte Zusammenh&auml;nge festzustellen&ldquo;.<br>\nGeheimer Haushalt<br>\nWie viel Geld die deutschen Geheimdienste erhalten und wof&uuml;r sie das ausgeben, wird als geheimhaltungsbed&uuml;rftig eingestuft und soll nicht &ouml;ffentlich bekannt werden. Im offiziellen Bundeshaushalt tauchen nur &bdquo;Zusch&uuml;sse&ldquo; auf. Im Jahr 2013 bekam das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) 206 Millionen Euro &bdquo;Zuschuss&ldquo;, dieses Jahr 230 Millionen Euro, ein Plus von 12 Prozent.<br>\nDie einzelnen Haushaltsposten werden im Bundestag nicht vom Haushaltsausschuss verhandelt, sondern im Geheimen vom Vertrauensgremium entschieden. Wir haben jetzt einen Teil dieses geheimen Haushaltsplans f&uuml;r den Verfassungsschutz aus dem Jahr 2013 erhalten (und ver&ouml;ffentlichen ihn). Demnach veranschlagte der Inlandsgeheimdienst 2,75 Millionen Euro f&uuml;r den Posten &bdquo;Technische Unterst&uuml;tzung des Prozesses Internetbearbeitung&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/geheimer-geldregen-verfassungsschutz-arbeitet-an-massendatenauswertung-von-internetinhalten\/\">netzpolitik.org<\/a><\/p>\n<p>Hier der <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/verdacht-des-landesverrats-generalbundesanwalt-ermittelt-doch-auch-gegen-uns-nicht-nur-unsere-quellen\/\">Brief des Generalbundesanwalts<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Petition: Einstellung des Verfahrens wegen Landesverrats gegen Netzpolitik.org<\/strong><br>\nWir fordern den Generalbundesanwalt und den Bundesjustizminister auf, das Verfahren gegen die Betreiber von Netzpolitik.org, Herrn&nbsp;Markus Beckedahl und Andre Meister, wegen Landesverrates sofort einzustellen. Dieses Verfahren dient nicht der Aufkl&auml;rung, sondern ist ein massiver Eingriff in die Pressefreiheit und ein Versuch die Arbeit von Netzpolitik.org zu beeinflussen und die Betreiber einzusch&uuml;chtern. Es gab seit der Spiegel-Aff&auml;re keinen solchen Schritt gegen die Presse in Deutschland.<br>\nSo werden Journalisten und insbesondere ihre Quellen vor zuk&uuml;nftigen Recherchen abgeschreckt und ein Klima der Angst geschaffen. Dieses gef&auml;hrdet den investigativen Journalismus in Deutschland, der sehr wichtig f&uuml;r unsere demokratische und freiheitliche Gesellschaft ist.<br>\nAnstatt gegen die journalistische T&auml;tigkeit von Blogs wie Netzpolitik.org vorzugehen, sollte der Generalbundesanwalt die wirklichen Probleme angehen. Gerade in der NSA und BND Aff&auml;re w&auml;re ein entschiedenes und konsequentes vorgehen von Herrn Range wichtig. Dies ist aber bisher leider nur unzureichend geschehen.<br>\nPetition unterschreiben<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/landesverrat-stoppt-das-verfahren-gegen-netzpolitik-org-heikomaas?utm_source=action_alert&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=358444&amp;alert_id=XtHowUpuBk_FOaUbzwERjNGOyuTuYf%2FSERvtSkEVdFX7JSO1%2FqOwXaeGdbs0A8%2BthAKc0cOC%2B6e\">Change.org<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Spendenzusagen f&uuml;r Netzpolitik.org schnellen in die H&ouml;he <\/strong><br>\nSZ: Ihre Seite Netzpolitik.org finanziert sich &uuml;ber Spenden. Nun ermitteln die Bundesanw&auml;lte gegen Sie wegen Landesverrats. Macht sich das bei den finanziellen Zusagen bemerkbar?<br>\nMarkus Beckedahl: Wir sp&uuml;ren jedenfalls viel Solidarit&auml;t im Netz. Da wird zum Beispiel unsere IBAN-Nummer als Hashtag getrendet. Wie es jetzt tats&auml;chlich auf unserem Konto aussieht, kann ich nicht sagen. Unsere Buchhaltung hat freitags ihren freien Tag.<br>\nWomit rechnen Sie denn angesichts der Reaktionen?<br>\nIch glaube, die Zusagen &uuml;ber Nacht liegen inzwischen irgendwo zwischen 500 und 1000 Spenden. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 3000 einzelne Spender. Wenn jetzt nur jeder Zweite seine Ank&uuml;ndigung wahr macht, dann k&ouml;nnen wir zuk&uuml;nftig noch mehr investigativ recherchieren, wie unsere Geheimdienste im &Uuml;berwachungssumpf eingebunden sind. Das w&auml;re nat&uuml;rlich ein sch&ouml;ner Nebeneffekt der Ermittlungen gegen uns.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ermittlungen-wegen-landesverrats-spendenzusagen-fuer-netzpolitikorg-schnellen-in-die-hoehe-1.2590075\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Heiko Maas und die SPD werden auch mal verraten<\/strong><br>\nSo schnell kann es eben gehen: Die Vorratsdatenspeicherung wird unter dem Verdacht des &bdquo;Landesverrats&ldquo; ein Mittel der Beh&ouml;rden zur Bek&auml;mpfung ihrer Kritiker. Das ist genau das Szenario der sich verselbstst&auml;ndigenden Dienste, vor dem die Gegner der Vorratsdatenspeicherung immer gewarnt haben, und es ist genau das, was die Erben Noskes in der SPD immer bestritten haben. Jetzt ist es da, und Heiko Maas, der sonst so plauderfreudige Twitterer, schweigt sich &uuml;ber das Treiben seinen ermittelnden Untergebenen und das Eintreffen der schlimmsten Bef&uuml;rchtungen wegen seines Gesetzes aus. Wollen Generalbundesanwalt und Verfassungsschutz einfach mal schauen, wie weit sie gehen k&ouml;nnen, und ob sich die &Ouml;ffentlichkeit einsch&uuml;chtern l&auml;sst? Oder haben sie verstanden, dass Maas jetzt nicht mehr zur&uuml;ck kann und mit einem Gesetz in den Bundestag muss, das man nicht nur wegen &bdquo;schwerster Straftaten, sondern wegen ein paar Unterlagen gegen Leute anwenden kann, die Journalisten des Jahres und Grimmepreistr&auml;ger sind?<br>\nFr&uuml;her h&auml;tte ein sozialdemokratischer Justizminister sein Schweigen nach so einem Debakel, nach so einer &ouml;ffentlichen Desavouierung durch untergebene &Auml;mter vermutlich geutzt, um eine wohlformulierte Entlassungsbitte zu formulieren. Wie Justizminister Heiko Maas mit dieser Machtdemonstration gegen&uuml;ber einem von der Verfassung gesch&uuml;tzten, aber hier vom Verfassungsschutz angezeigten Medium umgeht, wird sich zeigen. Es ist ein Skandal, und es ist leider erst ein Vorgeschmack auf die M&ouml;glichkeiten, zu denen Maas genau diese &Auml;mter erm&auml;chtigen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/deus\/2015\/07\/31\/heiko-maas-und-die-spd-werden-auch-mal-verraten-2767\/\">FAZ Blogs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>IWF macht bei neuem Hilfspaket vorerst nicht mit <\/strong><br>\nJetzt ist der IWF deutlich geworden: Der Fonds macht beim dritten Hilfspaket f&uuml;r Griechenland vorerst nicht mit. Er setzt die europ&auml;ischen Gl&auml;ubiger unter Druck.<br>\nDer IWF macht weitere Hilfen f&uuml;r Griechenland von einer Vereinbarung zwischen der Regierung in Athen und den europ&auml;ischen Partnern &uuml;ber die Schuldentragf&auml;higkeit abh&auml;ngig. &bdquo;Der IWF kann nur ein umfassendes Programm unterst&uuml;tzen&ldquo;, sagte ein Vertreter des Internationalen W&auml;hrungsfonds am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Demnach erwartet der Fonds, dass noch einige Zeit vergehen wird, bis beide Seiten eine Vereinbarung erzielen.<br>\nZuvor hatte die &bdquo;Financial Times&ldquo; von IWF-Mitarbeitern berichtet, in deren Augen sich Griechenland als Schuldner disqualifiziere. Ihre Einsch&auml;tzung wollten sie demnach dem Verwaltungsrat des Fonds mitteilen. Sie f&uuml;hren zwei Gr&uuml;nde an: Das Schuldenniveau sei zu hoch und Griechenland habe bisher nur geringe Erfolge bei der Umsetzung von Programmen vorweisen k&ouml;nnen, die Voraussetzung f&uuml;r die Kreditgew&auml;hrung waren. Aktuell nehmen Vertreter des W&auml;hrungsfonds auf Einladung der griechischen Regierung an Gespr&auml;chen &uuml;ber ein drittes Rettungspaket teil.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland\/iwf-hilfen-nur-gegen-schuldenschnitt-und-reformen-13727331.html\">FAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2015\/07\/30\/will-the-imf-throw-the-spanner-in-the-works-as-i-feared-and-dr-schauble-hoped\/\">Yanis Varoufakis<\/a><\/li>\n<li><strong>Von armen Steuerzahlern und gener&ouml;sen Hilfspaketen<\/strong><br>\nDie Behauptung, dass es zwischen den Hilfspaketen f&uuml;r Griechenland und dem deutschen Steuerzahler einen engen Zusammenhang gibt, scheint so offensichtlich richtig zu sein, dass sich niemand bem&uuml;&szlig;igt f&uuml;hlt, diesen Zusammenhang zu erl&auml;utern. Allen scheint klar, dass Angela Merkel verantwortungslos mit deutschen Steuergeldern umgeht. Man macht dabei geltend, dass es bei den Hilfspaketen, die Griechenland erhalten hat und erhalten soll, um Kredite geht, deren fristgerechte Bedienung in Frage steht. [&hellip;]<br>\nWas aber steckt genau dahinter, wenn man sagt, dass deutsche Steuergelder in Zukunft nach Griechenland flie&szlig;en werden (wie z.B. hier)? Denn, daran kann kein Zweifel bestehen, bis heute sind noch keine deutschen Steuergelder nach Griechenland geflossen. Im Zuge der Eurokrise sind hingegen die Belastungen f&uuml;r den Zinsdienst der vorhandenen Staatsschulden in Deutschland erheblich gefallen. Ist insoweit der deutsche Steuerzahler nicht auch schon entlastet worden und in welcher Steuersenkung hat sich das niedergeschlagen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/von-armen-steuerzahlern-und-generoesen-hilfspaketen\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><strong>Syriza-Sonderparteitag im September<\/strong><br>\nAlexis Tsipras mutiert zum TINA-Fan, die Wirtschaft im Land hat kaum noch &Uuml;berlebenschancen<br>\nDie Regierung konnte sich im innerparteilichen Machtkampf beim Zentralkomitee der Regierungspartei Syriza knapp behaupten. Der dringend erforderliche Parteitag, bei dem die 180-Grad-Wendung der Regierung besprochen werden soll, wurde auf den September gelegt. Der griechische Premierminister Alexis Tsipras demonstrierte bei seiner Rede vor dem Zentralkomitee vor allem ein Credo: Frei nach Margret Thatchers ber&uuml;hmt ber&uuml;chtigten Motto &ldquo;There is no alternative&rdquo; &ndash; kurz nach den Anfangsbuchstaben TINA genannt &ndash; sprach auch Tsipras vom Fehlen einer Alternative zur rigorosen Sparpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45592\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> Praktikable Alternativen f&uuml;r ein kleines Land wie Griechenland zum tats&auml;chlichen und erfolgreichen (!) Verlassen des Euroraums unter den gegebenen institutionellen und machtpolitischen Umst&auml;nden kann ich nicht erkennen. Jeglicher Erfolg w&uuml;rde, k&ouml;nnte und m&uuml;sste (!) von institutioneller Seite verhindert werden, da ein solcher die Existenz des Euroraumes und seiner Institutionen selbst direkt und erfolgreich in Frage stellte und bedrohte. [&hellip;]<\/em><br>\n<em>Das einzig Sinnvolle und Machbare, das die griechische Regierung unter den gegebenen Umst&auml;nden f&uuml;r sich selbst wie f&uuml;r Griechenland und den Euroraum insgesamt leisten kann und konnte, hat es soweit geleistet, indem es die Absurdit&auml;t und Ohnmacht angesichts der Konstruktion und Politik (und die entsprechenden L&uuml;gen) des Euroraumes dauerhaft offenkundig und publik macht. In diesem Sinne w&auml;re das Beste, was die griechische Regierung erreichen k&ouml;nnte, ein Durchhalten und ein Schadensbegrenzen, bis diese Konstruktion und Politik an anderen und machtvolleren L&auml;ndern der Eurozone scheiterte.<\/em><br>\n<em>Doch das allein scheint schon nahezu aussichtslos, angesichts der auf wirtschaftliches und politisches Zersetzen und Scheitern angelegten Br&uuml;ssler-Vereinbarung. D.h., es ist ein Leichtes, erfolgreich politischen Zwist zu s&auml;en und Syriza wom&ouml;glich ma&szlig;geblich zu zersetzen, wie es der Artikel skizziert. Es scheint dennoch die einzige sinnvolle &lsquo;Alternative&rsquo; im Rahmen der erpresserischen Alternativlosigkeit zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Friedman hatte recht<\/strong><br>\nDer Euro war eine gro&szlig;e wirtschaftspolitische Fehlentscheidung &ndash; jetzt gilt es, zu retten, was noch zu retten ist. Wir brauchen eine W&auml;hrungsunion, in der Staaten pleitegehen k&ouml;nnen&hellip;<br>\nDie vergangenen Wochen haben gezeigt: Friedman hatte recht. Der Euro ist vielleicht eine der gr&ouml;&szlig;ten wirtschaftspolitischen Fehlentscheidungen des vergangenen Jahrhunderts &ndash; und wenn nicht schnell etwas passiert, wird er Europa zerst&ouml;ren.<br>\nGewiss: Der Grexit ist vorerst abgewendet, und der Bruch der W&auml;hrungsunion konnte gerade noch einmal abgewendet werden. Doch um welchen Preis? Die Einigung kostet viel Geld, doch dass sie Griechenland Wachstum und Wohlstand bringt, ist eher unwahrscheinlich. Griechenland ist dabei nur das krasseste Beispiel f&uuml;r das Scheitern der europ&auml;ischen Rettungsbem&uuml;hungen. In den anderen Krisenstaaten mag die Wirtschaft nicht mehr akut von dem Zusammenbruch bedroht sein, aber das bedeutet noch lange nicht, dass dort alles in Ordnung w&auml;re. Die Arbeitslosigkeit liegt zum Beispiel in Spanien immer noch bei &uuml;ber 20 Prozent. Wenn das schon als Erfolg gilt, was w&auml;re dann eigentlich ein Misserfolg?<br>\nDer Euro hat sich eben nicht als Wohlstandsmaschine, sondern als Wohlstandsvernichtungsmaschine erwiesen. In mehr als der H&auml;lfte aller Mitgliedsl&auml;nder der W&auml;hrungsunion liegt die Wirtschaftsleistung heute unter dem Niveau des Jahres 2007. Die europ&auml;ischen Staaten mit einer eigenen W&auml;hrung dagegen stehen heute alle besser da als damals&hellip;<br>\nEine W&auml;hrungsunion mit Pleiteoption ist durchaus vorstellbar. Die wichtigste Voraussetzung w&auml;re die radikale Vergemeinschaftung des Bankenwesens. Alle europ&auml;ischen Kreditinstitute m&uuml;ssten direkt der europ&auml;ischen Bankenaufsicht unterstellt und im Pleitefall aus einem gemeinsamen europ&auml;ischen Fonds saniert werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/31\/waehrungsunion-euro-europa-krise\/komplettansicht\">Mark Schieritz auf Zeit Online Wirtschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die beiden Hauptursachen, die wir auf den NachDenkSeiten oft dargestellt haben, n&auml;mlich Dumping mittels Senkung der Lohnst&uuml;ckkosten und Auskonkurrieren durch niedrigere Inflationsraten vor allem Deutschlands gegen&uuml;ber den L&auml;ndern er Europ&auml;ischen W&auml;hrungszone, w&auml;re mit einer Vergemeinschaftung des Bankenwesens nicht beseitigt. Vielleicht k&ouml;nnten die Banken nicht mehr pleite gehen, aber was hilft den Menschnen dann ein Staatsbankrott.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt: Nur ein halber deutscher Boom<\/strong><br>\nDer Arbeitsmarkt ist heute ein anderer als noch vor der Jahrtausendwende<br>\n(IMK ). Minijobs, Teilzeitarbeit, prek&auml;re Besch&auml;ftigung, Frauenerwerbsbeteiligung h&auml;tten zugenommen. So ist der m&auml;nnliche Industriearbeiter in Vollzeit l&auml;ngst nicht mehr die Norm.<br>\nIn Zahlen ausgedr&uuml;ckt liest sich das so: Die Besch&auml;ftigung hat seit 1995 um 12,6 Prozent zugelegt, w&auml;hrend die geleisteten Arbeitsstunden im gleichen Zeitraum lediglich um 0,8 Prozent gestiegen sind. Das hei&szlig;t, der Arbeitsmarkt ist gemessen am Arbeitsvolumen im vergangenen Jahr wieder da angekommen, wo er vor langer Zeit ( Mitte der 90-er Jahre ) einmal war.<br>\nAber diese Umverteilung von einer Vollzeitbesch&auml;ftigung auf Teilzeitbesch&auml;ftigung erfolgt h&auml;ufig nicht mit dem Einverst&auml;ndnis dieser betroffenen Besch&auml;ftigten, stellt der Chef&ouml;konom der Gewerkschaft Verdi fest.<br>\nHirschel weist darauf hin, dass selbst im Besch&auml;ftigungsboom in den Jahren 2012 und 2013 das Arbeitsvolumen noch gesunken sei. &ldquo;Wir hatten einen R&uuml;ckgang des Arbeitsvolumens um 300 000 Stunden, w&auml;hrend die Besch&auml;ftigung um 700 000 K&ouml;pfe gestiegen ist.<br>\nErst im vergangenen Jahr mache das Arbeitsvolumen wieder einen Sprung nach oben &ndash; auf ein 20-Jahres-Hoch, wenn man so will. Hirschel erkl&auml;rt das damit, dass die Binnennachfrage angesprungen sei. Sie trug zwei Drittel zum deutschen Wachstum bei. &nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frax\/frax-nur-ein-halber-arbeitsmarkt-boom,30514708,31347716.html\">Daniel Baumann in der FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>D&uuml;mmer geht&rsquo;s nimmer &ndash; der Einzelhandel verkauft deutlich weniger und Spiegel-Online jubelt<\/strong><br>\nSchon die Meldungen Anfang der Woche zu den Arbeitslosenzahlen f&uuml;r Juli waren zum Schreien. Alle meldeten wunderbare Werte, aber tats&auml;chlich war die Arbeitslosigkeit zum ersten Mal seit einigen Monaten in saisonbereinigter Betrachtung (um 9000 Personen) klar gestiegen.<br>\nHeute nun meldet Spiegel-Online, dass die Deutschen &bdquo;kaufen und kaufen&ldquo;. Aber wie das so ist mit dem Jubeljournalismus, gerade kaufen sie deutlich weniger. Im Juni sind die Ums&auml;tze des Einzelhandels &ndash; wiederum saisonbereinigt, also in der einzig sinnvollen Betrachtung, die es gibt &ndash; deutlich gesunken (nachzuschauen: <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/Redaktion\/DE\/Downloads\/Statistiken\/Unternehmen_Und_Private_Haushalte\/Umsaetze\/i4eh.pdf?__blob=publicationFile\" target=\"_blank\">hier [PDF &ndash; 84.8 KB]<\/a>). Damit ist der Umsatz im zweiten Quartal praktisch genauso hoch wie im ersten. Das bedeutet, dass nach dem Anstieg, den es tats&auml;chlich im Winterhalbjahr gegeben hat, keine Impulse mehr vorhanden sind, die f&uuml;r weitere Dynamik sorgen k&ouml;nnten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/duemmer-gehts-nimmer-der-einzelhandel-verkauft-deutlich-weniger-und-spiegel-online-jubelt\/\">flassbeck-economics<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/einzelhandel-umsatz-waechst-im-ersten-halbjahr-2015-a-1046140.html\">Meldung bei Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Auch in der <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/07\/PD15_275_45212.html\" target=\"_blank\">Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes<\/a> steht, dass die Ums&auml;tze im Vergleich zum Vormonat real wie nominal gesunken sind. Die &Uuml;berschrift mit dem Vergleich zum Vorjahr f&uuml;hrt dabei in die Irre. Denn wie im Text auch zu lesen ist, hatte der Vorjahresmonat ganze zwei Verkaufstage weniger, was die vergleichsweise h&ouml;heren Ums&auml;tze in diesem Juni erkl&auml;rt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Heimat des Terrors<\/strong><br>\nFremdenhass ist wieder Mode. In Deutschland geh&ouml;rt Gewalt erneut zur Normalit&auml;t und die neue Parteienkonstellation tr&auml;gt ihren Teil dazu bei.<br>\nIn der ersten H&auml;lfte des Jahres 2015 gab es bereits 24 Brandanschl&auml;ge auf Fl&uuml;chtlingseinrichtungen und 74 k&ouml;rperliche Angriffe auf Fl&uuml;chtlinge. Das ist mehr als im gesamten Jahr 2014. In Sachsen, Bayern und Berlin ist die Sicherheit der Menschen nicht mehr gew&auml;hrleistet. Die Angriffe auf Fl&uuml;chtlinge und Fl&uuml;chtlingsheime sind keine Einzeltaten mehr, sie sind systematisch organisiert und werden von den konservativen und rechten Parteien hingenommen bis unterst&uuml;tzt.<br>\nAls 1992 in Rostock-Lichtenhagen die Zentrale Aufnahmestelle f&uuml;r Asylbewerber angez&uuml;ndet wurde, gab es nicht nur Emp&ouml;rung. Edmund Stoiber verurteilte die Ereignisse, hatte aber auch Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Probleme der Rostocker und forderte eine versch&auml;rfte Einreisekontrolle. Die CDU\/CSU bestritt ihre Wahlk&auml;mpfe bereits vor der Wende mit Antiasylparolen und die &ldquo;Bild&rdquo; half ihr dabei.<br>\nDas Pogrom von Rostock hatte also einen breiten politischen und medialen Unterbau. Gewaltbereite B&uuml;rger aus Rostock haben sich durch die CDU\/CSU und die Bild-Zeitung best&auml;rkt gef&uuml;hlt, gegen ihre Feinde aus dem Ausland handeln zu d&uuml;rfen.<br>\nHeute ist die Bild in Bezug auf das Thema Asyl ambivalent und die CDU\/CSU hat ihre fremdenfeindlichen Kampagnen zum gr&ouml;&szlig;ten Teil beendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/katapult-magazin.de\/de\/artikel\/artikel\/fulltext\/die-heimat-des-terrors\/\">Kommentar von Benjamin Fredrich im Katapult Magazin<\/a>\n<p><strong>Dazu: &raquo;Die rassistische Gewalt hat l&auml;ngst terroristische Z&uuml;ge angenommen&laquo;<\/strong><br>\nDie Menschenrechtsorganisation &raquo;Pro Asyl&laquo; forderte am Mittwoch von der Politik eine klare Verurteilung rassistischer Gewalt sowie umfassende Ma&szlig;nahmen zum Schutz von Fl&uuml;chtlingen:<br>\nSeit Wochen kommt es in Deutschland fast jeden Tag zu rassistisch motivierten Gewalttaten gegen Fl&uuml;chtlinge, Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte oder Menschen, die Fl&uuml;chtlinge unterst&uuml;tzen. Ziel der T&auml;terinnen und T&auml;ter ist es, Angst und Schrecken unter Fl&uuml;chtlingen und Migranten zu verbreiten, politische Gegner einzusch&uuml;chtern, ihre rassistische Agenda zu propagieren und den Staat gewaltsam an der Wahrnehmung seiner verfassungsgem&auml;&szlig;en Aufgabe zu hindern, Fl&uuml;chtlingen ein faires Asylverfahren und menschenw&uuml;rdige Aufnahmebedingungen zu gew&auml;hren. Die rassistische Gewalt hat damit l&auml;ngst terroristische Z&uuml;ge angenommen. (&hellip;) Pro Asyl fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel und die zust&auml;ndigen Minister auf, diese erschreckende Entwicklung nicht l&auml;nger schweigend hinzunehmen. Pro Asyl fordert eine eindeutige Verurteilung des rassistischen Terrors durch die Kanzlerin. Es kann nicht sein, dass eine derartige Welle rassistisch motivierter Gewalt nicht kommentiert wird. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/07-30\/038.php\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Ein richtiger Deutscher halt<\/strong><br>\nWie gesagt, ich will nicht kleinlich sein. Aber so geht es dauernd. Gro&szlig;- und Kleinschreibung variieren lustig. Verben beginnt er mit Gro&szlig;buchstaben. Nomen klein. Griechenland hei&szlig;t bei ihm immer &raquo;griechenland&laquo; &ndash; ob das Absicht und Zeichen seiner Geringsch&auml;tzung ist, wei&szlig; ich nicht. Auszuschlie&szlig;en ist es nicht. Er hat sich in den letzten Jahren als gro&szlig;er Griechenhasser geoutet. Und als standhafter Asylgegner. Als einer &uuml;berdies, der immer wieder die Integration von ausl&auml;ndischen Mitmenschen als Unm&ouml;glichkeit abtat &ndash; und der zum Beispiel forderte, dass Leute, die des Deutschen nicht m&auml;chtig werden, auch rausfliegen sollten aus diesem Land. [&hellip;]<br>\nUm wen es geht? Um Markus S&ouml;der. Um einen, der immer eine Witzfigur in meinen Augen war, aber seitdem ich seinen Facebook-Auftritt entdeckt habe, finde ich meine Vermutung tats&auml;chtlich best&auml;tigt. Neben allerlei sprachlichen Leistungen, bietet er tiefe Einsichten in die Seele einer Politikerh&uuml;lse. Irgendwo schreibt er, dass er froh sei, an Gott und Jesus Christus zu glauben. Ob sie es auch sind, dass so einer es tut? Und die Eindr&uuml;cke aus seinem Jugendzimmer, von denen ich oben sprach, handeln vom Poster, das damals &uuml;ber seinem Bett hing. Eines von Franz-Josef Strau&szlig;. Irgendwann im Mai erl&auml;uterte er passend dazu auf Facebook, dass man diesen gro&szlig;en Deutschen in die Galerie der Walhalla aufnehmen m&uuml;sste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/07\/ein-richtiger-deutscher-halt.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Industrie 4.0 und die Digitalisierung der Produktion &ndash; Hype oder Megatrend?<\/strong><br>\nKeine Angst vor dem digitalen Tsunami. Industrie-4.0: Der Mensch steht weiterhin im Mittelpunkt&rdquo; titelten die &ldquo;Osthessen News&rdquo; im M&auml;rz 2015.[1] Industrie 4.0 scheint schicksalhaft und machtvoll wie ein Tsunami &uuml;ber uns zu kommen. Dabei im Mittelpunkt zu stehen beruhigt aber kaum &ndash; ist doch die Mitte eines Tsunamis nur Eines: ein Ort ohne jede Sicherheit. Ob Industrie 4.0 schicksalhaft &uuml;ber uns kommt oder gestaltbar ist, ob dabei der Mensch &ndash; im guten oder im be&auml;ngstigenden Sinne &ndash; im Mittelpunkt steht: &Uuml;ber all das wird aktuell lebhaft debattiert.<br>\nZumindest begrifflich hat Industrie 4.0 fast Tsunami-Qualit&auml;t und erf&uuml;llt damit diskursiv die Merkmale eines Megatrends:[ Auf der Hannover Messe 2011 erstmals einer breiteren &Ouml;ffentlichkeit vorgestellt, schwappte der Begriff in k&uuml;rzester Zeit von einem engeren Fachdiskurs in die allgemeine Wahrnehmung. Mit dem Reden &uuml;ber Industrie 4.0 ist die industrielle Produktion nach langer Phase weitgehender Nichtbeachtung wieder ins Licht der Aufmerksamkeit ger&uuml;ckt. Was noch vor Kurzem als old economy galt, wird als Nukleus IT-basierten Fortschritts in disruptiver Qualit&auml;t gefeiert. Auf politischer Ebene gilt Industrie 4.0 als zentrales strategisches Ziel von Wirtschafts- und Industriepolitik. Der Diskurs ist vielf&auml;ltig, un&uuml;bersichtlich und interessengeleitet &ndash; die Liste der unter diesem Label diskutierten technischen Optionen wird t&auml;glich l&auml;nger. Industrie 4.0 ist der Meinung ihrer Vorreiter nach nichts weniger als eine &ndash; eben die vierte &ndash; industrielle Revolution: &ldquo;Nach Mechanisierung, Elektrifizierung und Informatisierung der Industrie l&auml;utet der Einzug des Internets der Dinge und Dienste in die Fabrik eine 4. Industrielle Revolution ein. Unternehmen werden zuk&uuml;nftig ihre Maschinen, Lagersysteme und Betriebsmittel als Cyber-Physical Systems (CPS) weltweit vernetzen.&rdquo;<br>\nDie Begriffe &ldquo;Internet der Dinge&rdquo; und &ldquo;Cyber-Physical Systems&rdquo; zeigen, worum es im Kern geht: m&ouml;glichst alle Elemente von Produktionsprozessen, die sie flankierenden Dienstleistungen und die verbindenden Logistikprozesse durchg&auml;ngig digital miteinander zu vernetzen; das Stoffliche soll mit dem Digitalen verschmelzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/209955\/industrie-4-0-und-die-digitalisierung-der-produktion#footnode5-5\">Sabine Pfeiffer, Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;8 Thesen zur aktuellen hochschulpolitischen Lage in NRW und der BRD&rdquo;<\/strong><br>\nNeue Brosch&uuml;re des Landes-ASten-Treffen NRW ver&ouml;ffentlicht<br>\nDas Landes-ASten-Treffen (LAT NRW) hat eine gemeinsame Stellungnahme zur aktuellen hochschulpolitischen Lage in NRW und der BRD erarbeitet. Darin &auml;u&szlig;ern sich die Studierendenvertretungen in 8 knappen Thesen zu den wichtigsten Belangen der Finanzierung von Wohnen, Ausbildung und Hochschulen, Familienfreundlichkeit, Digitalisierung sowie Internationalisierung, in welchen dringend Handlungsbedarf besteht.<br>\nEine freie und qualitativ hochwertige Bildung muss Grundlage eines m&uuml;ndigen und aufgekl&auml;rten Menschen sein. Nur durch Bildung wird jede Person dazu bef&auml;higt aktiv an der Gesellschaft zu partizipieren, zu dessen Gestaltung beizutragen, sowie bestehende Verh&auml;ltnisse kritisch zu hinterfragen.<br>\nDazu erkl&auml;rt Michael Schema, Koordinator des Landes-ASten-Treffen NRW:<br>\n&ldquo;Bildung ist f&uuml;r das LAT NRW die Grundvoraussetzung eines funktionierenden demokratischen Staates, sowie f&uuml;r Fortschritte und Entwicklung innovativer Ideen in Bereichen der Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik. Um dem hohen Stellenwert der Bildung gerecht zu werden, m&uuml;ssen endlich 10% des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r Bildung zur Verf&uuml;gung gestellt werden &ndash; so wie es Bund und L&auml;nder 2008 auf dem Bildungsgipfel in Dresden bis 2015 vereinbart haben. Dieses Ziel wurde noch nicht erreicht&rdquo;.<br>\nDas LAT NRW fordert daf&uuml;r ein gemeinsames Handeln von Bund, L&auml;ndern und Kommunen f&uuml;r alle Bereiche einer Bildungsbiographie. Von der KiTa-F&ouml;rderung im U3-Bereich, &uuml;ber Ganztagsschulen, einer Ausbildungsgarantie und der Bereitstellung ausreichender Studienpl&auml;tze, bis hin zur beru&#64258;ichen Weiterbildung an Hochschulen, sowie einer gesamtgesellschaftlichen Inklusion und dem Ausbau der Schulsozialarbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/latnrw.de\/lat-blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/LAT-2015-8-Thesen-zur-aktuellen-hochschulpolitischen-Lage-in-NRW-und-der-BRD.pdf\">Landes-Asten-Treffen NRW (LAT) [PDF &ndash; 248 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nahost im 21. Jahrhundert: Kampf der Religionen?<\/strong><br>\nIm Jahre f&uuml;nf nach den arabischen Revolten sieht die arabische Welt erschreckend aus: Staaten wie Irak und Libyen sind zusammengebrochen, Jemen und Syrien und vielleicht auch Libanon auf dem Weg dahin. Eine nicht mehr &uuml;berschaubare Zahl von Banden, die sich auf die Religion berufen, verbreiten Angst und Schrecken &ndash; bis in die Kanzleien des Westens. Die USA stehen nicht mehr an der vordersten Front der kaum mehr z&auml;hlbaren bewaffneten Konflikte, die die Region wie ein Fl&auml;chenbrand &uuml;berziehen. Unmittelbar nach dem Sturz des tunesischen Diktators Ben Ali hatte Washington die Arabellion enthusiastisch begr&uuml;&szlig;t. Philip Crowley, Sprecher des US-Au&szlig;enministeriums, sagte bei einem Besuch in Algier am 18. Februar 2011: &bdquo;Der Wandel ist notwendig. Wir ermutigen diesen Wechsel, und wir wollen einen friedlichen Wandel.&ldquo; [&hellip;]<br>\nDie Ausblendung von 200 Jahren Geschichte und imperialistischer Pr&auml;senz im Nahen Osten und der von ihr verursachten Konflikthaftigkeit macht die Wirksamkeit des Huntington&rsquo;schen Paradigmas (und das Vertuschen eigener Schuld) m&ouml;glich. Huntingtons Paradigma mutierte zur self-fulfilling prophecy: F&uuml;r den Westen wurde ein neues Feindbild geschaffen, das sich mit dem 11. September 2001 empirisch zu best&auml;tigen schien, im Nahen Osten, wo Religionen unter &bdquo;dem Islam&ldquo; anderthalb Jahrtausende recht friedlich zusammengelebt hatten, wurde die Religionszugeh&ouml;rigkeit pl&ouml;tzlich zur Konfliktursache und Konflikterkl&auml;rung zugleich stilisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/32541\">Linksnet<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Olympia-Vergabe an Peking: &ldquo;Falsche Botschaft an die falschen Leute&rdquo;<\/strong><br>\nKritik von Menschenrechtlern, Spott von Sportlern und Freude bei Chinas M&auml;chtigen: Die Entscheidung des IOC, die Olympischen Winterspiele an Peking zu vergeben, hat sehr unterschiedliche Reaktionen ausgel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/wintersport\/olympische-winterspiele-2022-in-peking-kritik-an-ioc-entscheidung-a-1046234.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eher das Geld, als der Schnee haben mal wieder den Ausschlag f&uuml;r die Vergabe der olympischen Winterspiele 2022 gegeben. Mit Pr&auml;sident Thomas Bach an der Spitze des IOC hat sich offenbar nichts ver&auml;ndert.<\/em><br>\n<em>&bdquo;Neuer Markt statt Wintersporttradition, k&uuml;nstlicher Schnee statt eines nat&uuml;rlichen Bergpanoramas, weite Entfernungen statt kurze Wege&hellip;Fehlender Naturschnee, ein alles andere als kompaktes Konzept  und notwendige Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur hatten die Mehrheit der 85 stimmberechtigten IOC-Mitglieder nicht von ihrer Entscheidung abhalten k&ouml;nnen&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/sport\/olympia\/article144664320\/IOC-vergibt-olympische-Winterspiele-2022-an-Peking.html\">schreibt die Welt<\/a>.<\/em><br>\n<em>Offenbar, kann man Olympische Spiele am besten in autorit&auml;r gef&uuml;hrten L&auml;ndern durchf&uuml;hren, wo man keinen Widerstand der Bev&ouml;lkerung bef&uuml;rchten muss.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Propaganda machen immer nur die anderen<\/strong><br>\nDie Aufstockung des Budgets der Deutschen Welle Anfang des Jahres war begleitet von Konflikten und kritischen Kommentaren &uuml;ber die neue politische Ausrichtung des Auslandssenders. Inzwischen lassen sich Tendenzen und Zusammenh&auml;nge erkennen, die bestehende Bef&uuml;rchtungen weitgehend best&auml;tigen: Der Ausbau der Deutschen Welle steht offensichtlich im Zusammenhang mit au&szlig;enpolitischen Frontstellungen der EU. Ausmachen l&auml;sst sich das vor allem &ndash; wenn auch nicht nur &ndash; am Verh&auml;ltnis zu Russland und zum Ukraine-Konflikt. Dabei ist die Neuausrichtung der Deutschen Welle in eine gesamteurop&auml;ische Medienstrategie gegen Moskau eingebunden. Der diskursive Einfluss russischer Akteure soll &uuml;ber politische Gegenprogramme einged&auml;mmt werden, aber auch durch restriktive Ma&szlig;nahmen gegen regierungsnahe Journalisten. Das von Deutsche-Welle-Intendant Peter Limbourg formulierte Ansinnen, russischen Medien &ldquo;Paroli zu bieten&rdquo; ist also Teil eines umfassenden Medienkrieges um die K&ouml;pfe der Menschen in West und Ost. Hier ein Zwischenres&uuml;mee.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45583\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rezension: Thomas Meyer, Die Unbelangbaren &ndash; Journalismus als Schlachtfest<\/strong><br>\nWof&uuml;r ist die Pressefreiheit da? Gewiss nicht daf&uuml;r, Machtgel&uuml;ste von Politikberichterstattern zu befriedigen. Eine Streitschrift versucht sich an einer Versachlichung der Debatte um die &ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo;&hellip;<br>\nBei Suhrkamp ist sein Traktat &uuml;ber Die Unbelangbaren erschienen, womit er die politischen &ldquo;Alpha-Journalisten&rdquo; meint, denen er vorwirft, dass sie sich als &ldquo;Ko-Politiker&rdquo; verstehen, die im politischen Gesch&auml;ft mitmischen&nbsp;wollen.<br>\nDiese angeblich Unbelangbaren will Meyer k&uuml;nftig belangen &ndash; wenn auch nicht so recht deutlich wird, wie das geschehen soll. Sie sollen sich jedenfalls irgendwie verantworten m&uuml;ssen, und zwar nicht nur dann, wenn sie Gesetze verletzen, sondern auch dann, wenn sie Kampagnen betreiben mit einer &ldquo;manisch-selbstgef&auml;lligen Lust an der Inszenierung&rdquo; und wenn sie in ihren Texten die &ldquo;destruktive Selbst&uuml;bersch&auml;tzung&rdquo;&nbsp;pflegen&hellip;.<br>\nDas von Meyer beklagte Mainstreaming hat sich auch gezeigt, als der SPD-Kanzler Schr&ouml;der seine Agenda 2010 vorstellte &ndash; und sie allenthalben bejubelt wurde. Diese Agenda war auch Ergebnis einer publizistischen Gro&szlig;kampagne, wie es sie in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie gegeben hatte. Die Situation in Deutschland wurde von den Schlagzeilen und von den politischen Talkshows &uuml;ber Jahre hin so katastrophalisiert &ndash; Deutschland im Niedergang, Deutschland als Schlusslicht Europas -, dass fast alles, was sich Reform nannte, die Vermutung des Notwendigen f&uuml;r sich hatte. Die Verbetriebswirtschaftlichung des Gemeinwesens wurde auch vom Journalismus jahrelang wie ein Dogma verk&uuml;ndet. Das st&ouml;rt Meyer in seiner Medienkritik nicht. Es war dies damals ja Schr&ouml;der&rsquo;sche&nbsp;SPD-Politik&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/luegenpresse-debatte-journalismus-als-schlachtfest-1.2479824\">Heribert Prantl in der SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Heribert Prantl h&auml;tte ruhig selbstkritisch hinzuf&uuml;gen k&ouml;nnen, dass auch die S&uuml;ddeutsche Schr&ouml;ders Agenda 2010 bejubelte und Teil der &bdquo;publizistischen Gro&szlig;kampagne&ldquo; war. Aber immerhin, wird hier zugegeben, was sonst bestritten wird, n&auml;mlich dass diese &bdquo;Reformen&ldquo; Produkt einer Kampagne waren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Millionen B&uuml;rger ermitteln gegen Generalbundesanwalt wegen Verdachts auf Hirnrissigkeit <\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Das hat es schon seit mehr als drei Jahrzehnten in Deutschland nicht mehr gegeben: Millionen Bundesb&uuml;rger ermitteln seit gestern Abend gegen Generalbundesanwalt Harald Range wegen des dringenden Verdachts auf Hirnrissigkeit. Demnach deute vieles darauf hin, dass Range bei seinen Ermittlungen gegen die Betreiber des Blogs netzpolitik.org wegen Landesverrats weder seinen Verstand noch seine Unabh&auml;ngigkeit als Jurist in ausreichendem Ma&szlig;e benutzt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2015\/07\/millionen-burger-ermitteln-gegen.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27004","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27004","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27004"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27004\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27009,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27004\/revisions\/27009"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27004"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27004"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27004"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}