{"id":2709,"date":"2007-10-22T09:34:17","date_gmt":"2007-10-22T07:34:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2709"},"modified":"2007-10-22T09:34:17","modified_gmt":"2007-10-22T07:34:17","slug":"hinweise-des-tages-509","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2709","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2709&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Ottmar Schreiner: Weiter Korrekturen m&uuml;ssen folgen<\/strong><br>\n&bdquo;Es gibt eine Reihe von anderen Experten, die sagen, dass die gute Konjunktur seit 2006 mit der Agenda 2010 nichts zu tun hat. Die Exportwirtschaft floriert, die Investitionsg&uuml;terindustrie floriert, insbesondere der Maschinenbau. Einen Zusammenhang zur Agenda 2010 kann ich kaum erkennen. Wir hatten im letzten Konjunkturzyklus bis zum Jahr 2000 einen deutlich h&ouml;heren Besch&auml;ftigungszuwachs als jetzt. Und damals gab es keine Agenda 2010. Der gute Konjunkturverlauf kann nur stabilisiert werden, wenn im Gegensatz zu den vergangenen Jahren die L&ouml;hne wieder angemessen steigen.&ldquo;<br>\nQuelle <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt4m1\/deutschland\/artikel\/253\/138965\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;ck: Abkehr von Agenda 2010 kostet SPD politisch den Kopf<\/strong><br>\nEine Abkehr von der Agenda 2010 koste die Regierungsf&auml;higkeit der SPD. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende (?) und Bundesfinanzminister Steinbr&uuml;ck warnte in der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; seine Partei vor Korrekturen an der Agenda 2010. Mit &Auml;nderungen w&uuml;rde sich die Partei gleich doppelt bestrafen. &ldquo;Bei der Durchsetzung der Agenda haben wir viele Schmerzen erlebt und Wahlen verloren. Und jetzt, wo die Agenda positiv wirkt, sagen wir: Das bringt alles nichts?&rdquo;, sagte Steinbr&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/6\/0,3672,7111238,00.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &Uuml;ber den Realit&auml;tsverlust unseres Finanzministers und Kandidaten f&uuml;r den SPD-Parteivorstand kann man sich nur noch wundern. Da verliert die SPD seit der Agenda eine Wahl nach der anderen; Steinbr&uuml;ck hat mit seiner Hauptparole &bdquo;Kurs halten&ldquo; in Nordrhein-Westfalen eine epochale Wahlniederlage bezogen; sie hat ihn selbst den Job des Ministerpr&auml;sidenten &bdquo;gekostet&ldquo;. Eine Abkehr von der Agenda w&uuml;rde vielleicht Steinbr&uuml;ck politisch den Kopf kosten, aber kaum die SPD.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Pflegereform, zweiter Akt<\/strong><br>\nMerkel: Finanzkonzept muss entworfen werden: &ldquo;Es wird der Tag kommen, da m&uuml;ssen wir eine Kapitaldeckung einf&uuml;hren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1230053\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Da freuen sich aber der Kapitalmarkt und seine Institute, und warten auf die Rentenreform, zweiter Akt. Professor Raffelh&uuml;schen l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Autobranche gehen Privatkunden verloren<\/strong><br>\nNur noch 38 Prozent der Neuzulassungen entfallen nach einem Medienbericht auf private Nutzer. Im dritten Quartal seien f&uuml;nf Prozent mehr Autos auf den Handel zugelassen worden als 2006, die Werkszulassungen h&auml;tten sogar 27,2 Prozent &uuml;ber dem Vorjahresniveau gelegen. Bei Privatkunden habe es dagegen einen R&uuml;ckgang um 24,6 Prozent gegeben. Das Kraftfahrtbundesamt hatte j&uuml;ngst einen R&uuml;ckgang bei den Neuzulassungen im September um elf Prozent auf rund 265.000 Fahrzeuge gemeldet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/:Autobranche%20Privatkunden\/268281.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wenn schon Autos keine Autos kaufen, so kaufen immerhin Firmen noch Autos.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lokf&uuml;hrerstreik<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Offener Brief an den Bahnvorstand<\/strong><br>\nEin Lokf&uuml;hrer schrieb einen offenen Brief an den Bahnvorstand. Daraus ein Auszug:<br>\n&bdquo;Ist Ihnen bekannt, dass mir als Lokf&uuml;hrer die Jahresarbeitszeit von 1984 Stunden auf 2087 Stunden erh&ouml;ht wurde? &hellip; Damit h&auml;tten wir zun&auml;chst eine Lohnsenkung von 5%<br>\nnachgewiesen. Ist Ihnen bekannt, dass mir ein Urlaubstag gestrichen wurde? &hellip; Ist Ihnen bekannt, dass meine famose Interessenvertretung, der mehrheitlich von der Transnet gesteuerte Gesamtbetriebsrat, mit dem Management eine Betriebsvereinbarung geschlossen hat, die es, vorbei an jeglichen gesetzlichen Bestimmungen, erlaubt, Schichten mit bis zu 14 Stunden zu planen, wobei dann der AN zwei Stunden unbezahlt als &bdquo;Pause&ldquo; zu &uuml;bernehmen hat? &hellip; Das sind wieder einige Zehntelprozent &uuml;bers Jahr. Dazu nehmen wir noch einen (zu optimistischen) Satz von zwei Prozent Teuerung und unser fantastischer Abschlu&szlig; mit Transnet und Gdba ist als herrliches Geschenk an Sie entlarvt&hellip; Die o.g. effektiven Lohnabz&uuml;ge hat es nur bei den Lokf&uuml;hrern gegeben. Haben Sie etwas geh&ouml;rt von Protesten anderer Berufsgruppen zu einer derartigen Behandlung der Lokf&uuml;hrer? Wer hat hier das Recht, von Solidarit&auml;t aller Besch&auml;ftigten zu reden?!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gdl.de\/redaktionssystem\/downloads\/offener-brief-an-mehdorn.pdf\">Gewerkschaft Deutscher Lokf&uuml;hrer [PDF &ndash; 24 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Das hohle Lied der Solidarit&auml;t &ndash; Neoliberal darf offenbar nur die Bahn selbst sein<\/strong><br>\nBahnchef Mehdorn predigt anderen gern vom Wasser der Beweglichkeit, m&ouml;chte selbst aber weiter m&ouml;glichst viel vom Wein der Gleichf&ouml;rmigkeit genie&szlig;en. Glaubw&uuml;rdig ist das nicht. Wenn die Marktmacht die Geh&auml;lter von Ackermann &amp; Co bestimmt, muss das auch f&uuml;r Lokf&uuml;hrer gelten. Merke: Was du nicht willst, das man dir tut, das f&uuml;g&rsquo; auch keinem andern zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/Kommentare;art141,2404311?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesbank-Chef ruft GDL zur Vernunft<\/strong><br>\nUngew&ouml;hnliches Statement von Bundesbank-Pr&auml;sident Axel Weber: Er meldet sich im Bahn-Tarifkonflikt zu Wort und bezieht indirekt Partei gegen die Lokf&uuml;hrer. Ein zu hoher Lohnabschlu&szlig;, warnt er, k&ouml;nne die Inflationsgefahr weiter steigern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-512658,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar Orlando Pascheit:<\/strong> Wehe, es wird Kritik an der Geldpolitik der Zentralbanken ge&uuml;bt, dann wird deren Unabh&auml;ngigkeit beschworen. Aber mit der gr&ouml;&szlig;ten Selbstverst&auml;ndlichkeit mischen sich deren Vertreter vornehmlich in die Angelegenheiten der Tarifparteien ein. Daran &auml;ndert auch nichts, schnell nachgeschoben, das obligate &ldquo;man akzeptiere aber die Tarifautonomie.&rdquo; Vollkommen l&auml;cherlich ist die Sorge &uuml;ber die &ldquo;in den letzten Monaten schon h&ouml;heren Abschl&uuml;sse &hellip; in der Metallindustrie, in der Chemie, auch am Bau.&rdquo; Warum kommentiert Axel Weber nicht das Zustandekommen der Preise f&uuml;r Kraftstoffe und Lebensmittel oder die angek&uuml;ndigten unversch&auml;mten Erh&ouml;hungen der Strom- und Gasversorger. Die &ldquo;h&ouml;heren Abschl&uuml;sse&rdquo; werden bald aufgezehrt sein.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Was die Bosse wirklich verdienen<\/strong><br>\nNicht der langfristige Unternehmenserfolg, ein stetiges Wachstum und eine breite Gesch&auml;ftsbasis sind gut f&uuml;r den Manager. Um sein Einkommen zu optimieren, ist es besser, er geht h&ouml;here Risiken ein, optimiert kurzfristig die Rendite und sorgt f&uuml;r Aktienh&ouml;chstst&auml;nde immer dann, wenn die Bonusberechnung ansteht. Langfristige Investitionen sind in diesem Kalk&uuml;l nur pers&ouml;nliche Gehaltsvernichter.<br>\nAnleger, Mitarbeiter, ja selbst die Kunden leiden darunter, wenn technologische Fortschritte, etwa in der Medizin oder beim Umweltschutz, auf sich warten lassen, weil weniger entwickelt wird. Grundlagenforschung bleibt heutzutage zunehmend staatlichen Einrichtungen &uuml;berlassen, weil die Chance auf schnelle Rendite dabei gering ist. Die Struktur der Managerversorgung f&uuml;hrt dazu, dass Unternehmenschefs h&auml;ufig nicht wie Unternehmer handeln, sondern wie Zocker. Geht die Wette auf das schnelle Geld schief, fliegt man zwar raus. Aber immerhin gibt es dann Abfindung, &Uuml;bergangsgeld &ndash; und meist schnell wieder einen neuen Job.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/finanzen-versicherung\/finanzen\/:Geh%E4lter-Was-Bosse\/600448.html?nv=ct_cb\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> So unterschiedlich funktioniert das &bdquo;Anreiz&ldquo;-System zwischen oben und unten:<br>\nBei den Managern bedeutet &bdquo;Anreiz&ldquo;: Millionengehalt, Sonderzahlungen, Aktienoptionen, Luxusrenten und dicke Abfindungen, wenn sie rausfliegen. Bei den Arbeitnehmern hei&szlig;t &bdquo;Anreiz&ldquo;: Druck auszu&uuml;ben und die Drohung mit dem raschen Absturz auf das Existenzminimum.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stadtwerke verklagen Deutsche Bank<\/strong><br>\nNicht nur die Stadt Pforzheim, auch die Stadtwerke haben bei riskanten Derivat-Gesch&auml;ften mit der Deutschen Bank Federn gelassen. Die SWP sprechen von &bdquo;eklatanter Falschberatung&ldquo; und ziehen vor Gericht. &Auml;hnlich wie den Stadtwerken Pforzheim erging es bereits der Stadt Pforzheim und laut SWP mehreren hundert St&auml;dten, kommunalen Versorgungsunternehmen und auch privaten mittelst&auml;ndischen Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pz-news.de\/hompage\/story9\/index.html\">Pforzheimer Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>IW-Chef Michael H&uuml;ther: Der Anspruch der Marktwirtschaft und die Funktionsweise des demokratischen Gruppenstaates sind sich fremd<\/strong><br>\nDer Chef des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in seinem &bdquo;ordnungspolitischen Einspruch&ldquo; im Handelsblatt: &bdquo;&Ouml;konomisches Denken und politische Logik sind selten harmonisch zu verbinden. Individuelle Entscheidungsfreiheit und Haftung, Wettbewerb und Leistungsgerechtigkeit sind der Funktionsweise des demokratischen Gruppenstaates durchaus fremd. Der Anspruch der Marktwirtschaft an die Politik, sich vor allem auf die Definition von Regeln zu konzentrieren und im &Uuml;brigen auf die Effizienz dieses ansonsten dezentral gesteuerten Systems zu setzen, ist dagegen bescheiden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.handelsblatt.de\/einspruch\/eintrag.php?id=43\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Selten kann man so eindeutig nachlesen, welches Verh&auml;ltnis der Wirtschaftsliberalismus zum demokratischen Staat des Grundgesetzes hat: Marktradikalismus und demokratische Herrschaft sind sich &bdquo;fremd&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&raquo;Die Medien kommen ihrer Verpflichtung nicht nach&laquo; <\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit Florian Opitz. &Uuml;ber den Dokumentarfilm &raquo;Der gro&szlig;e Ausverkauf&laquo;, Widerstand gegen Privatisierungen und das Versteckspiel von IWF und Weltbank: &bdquo;Ich denke auch, dass die Ideologie des Neoliberalismus in den Medien als alternativlos dargestellt worden ist. Ich glaube aber, das h&auml;ngt vor allem damit zusammen, dass der wirtschaftliche Sachverstand in den Medien, zumal in den elektronischen, nicht so stark entwickelt ist, dass man bestimmte Glaubenss&auml;tze, die ja wirklich sehr weit verbreitet sind, hinterfragt. &hellip; Ich glaube, dass einfach die &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten einen etwas weiteren Horizont und mehr Platz hatten auch f&uuml;r nicht genuin Journalistisches. Und man merkt heute schon sehr, dass es bei dieser nachger&uuml;ckten Generation auch ein Bed&uuml;rfnis gibt, sich abzul&ouml;sen von den Vorg&auml;ngern, von diesen &raquo;Alt-68ern&laquo;, mit anderen Worten, &ouml;ffentlich-rechtliche Z&ouml;pfe abzuschneiden und der Quote nachzuschielen. Ich glaube, dass das eine sehr sch&auml;dliche Entwicklung ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/10-20\/007.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Exzellenzinitiative: Der Elite-Wettbewerb schw&auml;cht die Hochschulen<\/strong><br>\nSpitzenunis findet Richard M&uuml;nch &uuml;berhaupt nicht spitze &ndash; sondern &uuml;berfl&uuml;ssig. Im Interview erkl&auml;rt der Bamberger Soziologe, warum er das Geld aus der Exzellenzinitiative f&uuml;r ein &ldquo;problematisches Geschenk&rdquo; h&auml;lt und den Studenten eher Nachteile drohen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,druck-512066,00.html\">SPIEGEL online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In der Sache geht es bei der Elite-Initiative um die Verteilung unzureichender Mittel f&uuml;r universit&auml;re Forschung durch die staatlichen Haushalte. Um von der Unterfinanzierung der Forschung in Deutschland abzulenken, wird ein ruin&ouml;ser Wettbewerb um &bdquo;Exzellenz&ldquo; und um den Titel &bdquo;Eliteuniversit&auml;t&ldquo; veranstaltet. Wer nicht gewinnt, steigt ab. Allein das j&auml;hrliche Budget von Harvard ist h&ouml;her als der Betrag, der im Rahmen der Exzellenzinitiative f&uuml;r die erfolgreichen Universit&auml;ten in den kommenden f&uuml;nf Jahren zur Verf&uuml;gung stehen wird. F&uuml;r die &bdquo;zweitklassigen&ldquo; Unis wird das Eliteprogramm eher zu einem weiteren Abstieg f&uuml;hren. Der Bund bezahlt den L&ouml;wenanteil der &bdquo;Elite-Geld-Spritze&ldquo; und zwingt die L&auml;nder, ein Viertel des Zuschusses selbst beizusteuern. Diese Mitfinanzierung d&uuml;rfte in den meisten L&auml;ndern durch K&uuml;rzungen bei jenen Unis oder Fachbereichen erwirtschaftet werden, die nicht zur Elite z&auml;hlen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur &bdquo;Exzellenzinitiative&ldquo;: <a href=\"?p=1974\">siehe auch nochmals Michael Hartmann<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Und der Chef des Bertelsmannschen CHE, M&uuml;ller-B&ouml;lling, fordert schon jetzt h&ouml;here Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r Elite-Universit&auml;ten: &bdquo;Eine Uni, die viele Studenten anzieht, muss auch mehr Geld bekommen&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Hochschulfrderung-Eliteuniversitten-Wahl\/600414.html\">Stern<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschland bricht Bildungsabkommen<\/strong><br>\nMit den Studiengeb&uuml;hren verst&ouml;&szlig;t Deutschland gegen internationale Vereinbarungen, r&uuml;gen Gewerkschaften und Studierendenverb&auml;nde. Heute legen sie dazu einen Bericht vor. Darin fordern sie die UN auf, gegen Deutschland vorzugehen<br>\nAls die Bundesl&auml;nder das Bezahlstudium berieten und schlie&szlig;lich einf&uuml;hrten &ndash; bislang sind es sieben L&auml;nder mit verschiedenen Varianten &ndash; , brach die Zahl der Erstsemester sofort um 17 Prozent ein. Die Studienzur&uuml;ckhaltung ist auch am Anteil der Studienanf&auml;nger unter Abiturienten abzulesen: 2004\/2005 nahmen fast 80 Prozent ein Studium auf, mit der beginnenden Geb&uuml;hrendebatte waren es nur noch 72 Prozent, zuletzt ging deren Zahl auf 60 Prozent zur&uuml;ck. &Auml;hnliche Beobachtungen hat die OECD gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2007%2F10%2F22%2Fa0138&amp;src=GI&amp;cHash=b1824d772d&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Zentralabitur und Abiturstandards: Sieg des taktischen Lernens<\/strong><br>\nMan kann Pr&uuml;fungen auch ganz anders verstehen, als einen Spiegel, in dem die Sch&uuml;ler sich erkennen. Lernen als Umwandelung des Mangels in St&auml;rken. Aber das geht nicht, wenn Sch&uuml;ler meinen, ihre Schw&auml;chen verbergen zu sollen. Wie k&ouml;nnen also Pr&uuml;fungen das Engagement f&uuml;rs Lernen steigern? K&ouml;nnen sie dazu beitragen, Lernen zum gro&szlig;en Projekt des eigenen Lebens zu machen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/online\/2007\/43\/zentralabitur-bildungskolumne\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das einzige, was unseren Bildungspolitikern zur F&ouml;rderung der Qualit&auml;t einf&auml;llt, sind Pr&uuml;fungen und Tests und die teure Entwicklung von Standards. Zur besseren Ausstattung mit Lehrern und zur Verbesserung p&auml;dagogischer Konzepte ist kein Geld da. Erfolgreiche<br>\nBildungssysteme wie das Finnlands haben die Inspektion inzwischen abgeschafft und setzen auf Vertrauen in ihre Lehrerinnen, Lehrer und Schulleitungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kritik an der Offenen Ganztagsschule in NRW<\/strong><br>\nErgebnis einer Befragung unter offenen Ganztagsschulen in Nordrhein-Westfalen durch GEW und ver.di: &ldquo;Zusammengefasst kann man sagen, dass das System Offene Ganztagsgrundschule weiterhin kritisch eingesch&auml;tzt wird; es werden aber auch die Chancen gesehen, die es durch sein Vorhandensein unter dem Dach der Grundschule mit sich bringt. Die OGS wird als Teil der GS von der Idee her &uuml;berwiegend akzeptiert, ihre p&auml;dagogischen M&ouml;glichkeiten werden aber aufgrund der geringen finanziellen Ausstattung stark kritisiert. Das, was aus der OGS gemacht worden ist, ist denen zu verdanken, die sich &uuml;ber das bezahlte Ma&szlig; hinaus engagieren und sich mit ihrer Arbeit identifizieren. Aus gewerkschaftlicher Sicht ist allerdings unakzeptabel, dass die Besch&auml;ftigten &ndash; einschlie&szlig;lich der verantwortlichen Schulleitungen &ndash; ausgenutzt werden. Zufriedene Eltern, zufriedene Kinder durch sich aufopfernde Besch&auml;ftigte? Nein, die OGS muss besser finanziert werden! Zur Erinnerung: In den Horten stehen 2 ausgebildete Kr&auml;fte f&uuml;r 20 Kinder zur Verf&uuml;gung. F&uuml;r die OGS wird in etwa ein Drittel der Hortkosten je Gruppe veranschlagt. Jetzt wurden auch noch die Mittel f&uuml;r die Betreuung bis 13 Uhr von 4.000 Euro je Gruppe auf 5.500 Euro je OGS gek&uuml;rzt. Statt auf Qualit&auml;t hat das Land NRW auf Quantit&auml;t gesetzt. Das muss sich &auml;ndern!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/071023_Hinweis15.pdf%20\">GEW, ver.di OWL [PDF &ndash; 252 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2709","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2709","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2709"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2709\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2709"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2709"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2709"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}