{"id":27092,"date":"2015-08-07T16:32:13","date_gmt":"2015-08-07T14:32:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092"},"modified":"2015-11-09T15:01:24","modified_gmt":"2015-11-09T14:01:24","slug":"hinweise-des-tages-ii-208","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h01\">Sch&auml;uble baut am deutschen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h02\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h03\">Ermittlungen gegen Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h04\">Junge und Alte oft nur befristet besch&auml;ftigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h05\">Sparkurs hat Investitionsstau bewirkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h06\">Kapitalismus auf Koks &ndash; wie die On-Demand-Economy die soziale Marktwirtschaft zerst&ouml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h07\">Serie &bdquo;Pikettys Thesen&ldquo; 5: Politische Ableitungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h08\">Spieltempel vom Steuerzahler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h09\">Viel zu tun f&uuml;r die Anst&auml;ndigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h10\">Mittelmeer: Grab f&uuml;r &uuml;ber 2.000 Migranten in diesem Jahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h11\">Das teure Gesch&auml;ft mit Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h12\">Lebensl&uuml;gen der nuklearen Abschreckung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h13\">Ukraine: Geschichtsunterricht mit Beigeschmack<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h14\">Amerikas ungriechische Trag&ouml;dien in Puerto Rico und Appalachia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h15\">Ein inoffizielles Plebiszit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h16\">Weiter hohe Bewerberzahlen: Kaum Entspannung f&uuml;r Studienbewerber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h17\">&bdquo;Merkel ist irre&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092#h18\">Zu guter Letzt: Asylis: Virusepidemie bedroht Deutschland!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27092&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sch&auml;uble baut am deutschen Euro<\/strong><br>\nEin Gespenst geht um in Europa: der Plan B des ehemaligen griechischen Finanzministers Varoufakis f&uuml;r eine digitale Parallelw&auml;hrung. Derweil schmiedet der deutsche Finanzminister, Wolfgang Sch&auml;uble, an seinem Plan A, dem deutschen Euro. [&hellip;]<br>\nEs klingt paradox, aber Sch&auml;uble wollte den Euro um Griechenland schrumpfen, um die Euro-Zone zu vertiefen &ndash; mehr Europa, mehr Deutschland, so sein Credo. Daf&uuml;r musste er Frankreich mit dem Grexit das F&uuml;rchten lehren.<br>\nK&uuml;rzlich wurde der Bericht der f&uuml;nf Pr&auml;sidenten von EU-Kommissionschef Juncker zur Reform der Euro-Zone ver&ouml;ffentlicht. Er sieht einen Euro-Finanzminister, ein Euro-Budget sowie f&uuml;r den demokratischen Anstrich ein Euro-Parlament und f&uuml;r den Bankensektor eine europ&auml;ische Einlagensicherung vor. Aber auch Wettbewerbsbeh&ouml;rden, die L&ouml;hne senken, wenn ein Land nicht &raquo;wettbewerbsf&auml;hig&laquo; genug ist.<br>\nDer Euro wird ohne Wirtschaftsregierung und Abfederung &ouml;konomischer Schocks zerbrechen. Eine W&auml;hrungsunion mit einer F&uuml;hrungsmacht wie Deutschland, die permanent mehr ins Ausland verkauft als von dort importiert, treibt die W&auml;hrungspartner in die Schuldenkrise. Da Sch&auml;uble am deutschen Gesch&auml;ftsmodell nichts &auml;ndern m&ouml;chte, sucht er nun den Kompromiss mit Paris: eine Transferunion mit schw&auml;bischem Sparansatz. So soll der Euro-Finanzminister (Treasurer oder Schatzkanzler) &uuml;ber ein eigenes Budget verf&uuml;gen, f&uuml;r den die kleinen Leute zahlen, etwa &uuml;ber einen Zuschlag auf die Mehrwertsteuer. Euro-Staaten, die sich Strukturreformen unterwerfen, die Arbeitsm&auml;rkte reformieren bzw. L&ouml;hne und Renten senken, d&uuml;rfen dann bei Stress auf Finanztransfers hoffen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/980244.schaeuble-baut-am-deutschen-euro.html\">Fabio De Masi im ND<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/536.sch%C3%A4ubles-plan-der-deutsche-euro.html\">Fabio De Masi (MdEP, Die Linke)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wieviel R&uuml;ckhalt hat Syriza?<\/strong><br>\nW&auml;hrend Studierende konstant &uuml;berdurchschnittlich SYRIZA w&auml;hlen und bei den Altergruppen die 45-bis-55j&auml;hrigen und die Jugendlichen weiterhin st&auml;rker als der Rest vertreten sind, hat sich bereits bei den Wahlen 2012 in einigen anderen Kategorien ein enormer Wandel vollzogen. Die Besch&auml;ftigten im &ouml;ffentlichen Dienst und Privat-sektor lagen im Juni 2012 bereits 6 bzw. 7 &uuml;ber dem Durchschnitt. 2015 waren es dann 8 und 3 Prozent. Die Zustimmung der Erwerbslosen f&uuml;r SYRIZA stieg auf 22 Prozent im Mai 2012, auf 37 Prozent im Juni und schlie&szlig;lich 44 Prozent 2015. Die Umw&auml;lzung der W&auml;hlerschaft wird vielleicht am deutlichsten beim Bildungsniveau. Hier wurde die Reihenfolge umge-kehrt. 2015 waren unter den SYRIZA-W&auml;hlern jene mit der geringsten Bildung mit 39 Prozent (+20 Pro-zent) erstmals am st&auml;rksten vertreten.<br>\nUmfragen im Mai und Juni 2012 ergaben, dass SYRIZA bei Facharbeitern 30 Prozent und bei unge-lernten Arbeitern 27 Prozent erreichen konnte. W&auml;h-rend bei den Facharbeitern die ND die st&auml;rkste Kon-kurrentin war und PASOK nur noch bei einem Prozent lag, war bei den ungelernten die faschistische Goldene Morgenr&ouml;te SYRIZA mit 25 Prozent auf den Fersen.<br>\nDie Werte SYRIZAs d&uuml;rften sich 2015 weiter stark verbessert haben. Von den W&auml;hlern, die sich der Un-terschicht zurechnen w&auml;hlten 2005 44 Prozent SYRI-ZA (+15,7 %) und 39,1 Prozent untere Mittelschicht. Diese R&uuml;ckkehr zu einem klassenm&auml;&szlig;igen Wahlver-halten wird auch in den urbanen Zentren deutlich. Hat-ten KKEes und Synaspismos fr&uuml;her ihre st&auml;rkste Zu-stimmung in den b&uuml;rgerlichen Vierteln, ist es heute umgekehrt. In volkst&uuml;mlichen Vierteln Athens wie Drapetsona, Peristeri, Nikaia und Aigaleo erreicht SY-RIZA bis zu 45 Prozent der Stimmen, w&auml;hrend in den Reichenvierteln Ekali, Filothei, Psychico nur 10 bis 15 Prozent erzielt wurden. 2015 wurden die letzten sicheren Hochburgen von ND und PASOK geschleift. Mit Zuw&auml;chsen von 12 bis 16 Prozent konnte SYRIZA erstmals Ergebnisse nahe am Durchschnitt bei ihren bisher schw&auml;chsten W&auml;hler-gruppen erzielen: Rentnern, Hausfrauen und Bauern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.academia.edu\/13371760\/Wieviel_R%C3%BCckhalt_hat_SYRIZA_Betrachtungen_%C3%BCber_die_soziale_Basis_der_griechischen_Linken\">Nico Biver in academia.edu<\/a><\/li>\n<li><strong>Das dritte Hilfspaket droht zu scheitern<\/strong><br>\nDie Rettungspolitik Griechenlands ist gescheitert. Frisches Geld ist praktisch nicht beim Staat angekommen, dagegen hat die Austerit&auml;tspolitik als Gegenleistung f&uuml;r die Finanzhilfen die Binnenwirtschaft in den Absturz getrieben. Das muss sich &auml;ndern&hellip;<br>\nAus der perspektivlosen Anschlussfinanzierung von alten Krediten durch die &Uuml;bernahme der neuen Kredite sollte ausgestiegen werden. Dazu ist eine langfristige Schuldentilgung auch f&uuml;r die Kredite des IWF und der EZB vorzusehen. Vergleichbar dem Londoner Abkommen &uuml;ber die deutschen Schulden von 1953 sollte die j&auml;hrliche R&uuml;ckzahlung nur erfolgen, wenn das Wirtschaftswachstum mindestens bei zwei Prozent liegt. Auf dieser Basis muss endlich &bdquo;frisches Geld&ldquo; zum Aufbau von Wirtschaftsstrukturen auch in der industriellen Exportwirtschaft und zum &ouml;kologischen Umbau besch&auml;ftigungswirksam eingesetzt werden. Dazu ist konzeptionelle Arbeit erforderlich. Derzeit liegen keine praktisch verwendbaren Konzepte zu diesem Strukturwandel auch zugunsten der kleinen und mittleren Unternehmen vor.<br>\nAuf den Fundamenten dieser Sanierungspolitik sowie der fortzusetzenden ausreichenden Sicherung des Bankensystems durch Notkredite der EZB und einem Sofortprogramm gegen soziale Armut konzentrieren sich die folgenden Aufgaben auf das griechische Parlament: Aufbau einer ausreichend mit Personal ausgestatteten Modernisierung der Verwaltung sowie die Durchsetzung einer gerechten Steuerpolitik auch mit den Instrumenten der Bek&auml;mpfung von Steuerhinterziehung und Korruption.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gastbeitraege\/griechenland-das-dritte-hilfspaket-droht-zu-scheitern,29976308,31403100.html\">Rudolf Hickel in der FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ermittlungen gegen Netzpolitik.org<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Verfassungsschutz verd&auml;chtige auch Bundestagsabgeordnete<\/strong><br>\nDas Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz hat mit seinen Strafanzeigen, die zu Ermittlungen wegen Landesverrats f&uuml;hrten, den Blick auch auf Bundestagsabgeordnete gelenkt. In zwei Anzeigen an das Landeskriminalamt Berlin vom 25. M&auml;rz und von Mitte April 2015 wird nach Informationen des SPIEGEL explizit das geheim tagende neunk&ouml;pfige Vertrauensgremium des Bundestages genannt. In einer Sitzung des Gremiums sei es um jene Pl&auml;ne des Verfassungsschutzes zur erweiterten Internet&uuml;berwachung gegangen, &uuml;ber die sp&auml;ter das Blog Netzpolitik.org berichtete, hei&szlig;t es in den Schreiben. Verantwortlich f&uuml;r die Anzeigen &ldquo;unter allen rechtlichen Gesichtspunkten&rdquo; ist Verfassungsschutzpr&auml;sident Hans-Georg Maa&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/verfassungsschutz-abgeordnete-in-netzpolitik-affaere-unter-verdacht-a-1047145.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Landesverrat: Wir m&uuml;ssen davon ausgehen, umfassend vom Bundeskriminalamt &uuml;berwacht zu werden<\/strong><br>\nSeit einer Woche wissen wir, dass der Generalbundesanwalt gegen Andre, mich und Unbekannt ermittelt. Seit einigen Tagen wissen wir, dass die Ermittlungen bereits im Mai gestartet wurden. Gestern berichtete die Tagesschau, dass das BKA konkret mit Ermittlungen betraut wurde.<br>\nDer ehemalige Generalbundesanwalt Range erkl&auml;rte letzten Freitag, dass die Ermittlungen gegen uns ruhen w&uuml;rden. Einige Medien machten daraus, dass die Ermittlungen gestoppt seien. Davon kann gar keine Rede sein, denn ein &bdquo;Ruhen&ldquo; von Ermittlungen gibt es nach der Strafprozessordnung (StPO) nicht. Ein Versprechen, derzeit keine Ma&szlig;nahmen wie Festsetzung oder Hausdurchsuchung einzuleiten, ist exakt gar nichts wert: Die Beh&ouml;rde kann ihre Sicht der Dinge t&auml;glich &auml;ndern, zumal wenn der Beh&ouml;rdenleiter in den Ruhestand geschickt wird. Eine Sache kam aber bislang nicht zur Sprache: Werden wir seit Aufnahme der Ermittlungen als Privatpersonen und in unserer redaktionellen Arbeit &uuml;berwacht?<br>\nAuf meine Anfrage hin konnten dies am Montag die Sprecher von Innen- und Justizministerium nicht ausschlie&szlig;en. Es macht wenig Sinn, dass Ermittlungen seit Monaten laufen, ohne dass etwas passiert sein soll.<br>\nDie Begr&uuml;ndung, dass die Aufnahme von Ermittlungen notwendig gewesen sei, um ein Gutachten in Auftrag zu geben, ob die Aufnahme der Ermittlungen so in Ordnung gehen, &uuml;berzeugt uns auch nicht. Ein Gutachten zu der Frage h&auml;tte der Generalbundesanwalt auch ohne Ermittlungsverfahren vergeben k&ouml;nnen, wie uns Experten erkl&auml;rten. Gerade bei der Bundesanwaltschaft gibt es institutionalisierte Pr&uuml;f-Verfahren (beispielsweise sogenannte &bdquo;ARP-Verfahren&ldquo;) unterhalb der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/landesverrat-wir-muessen-davon-ausgehen-umfassend-vom-bundeskriminalamt-ueberwacht-zu-werden\/\">Markus Beckedahl auf netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ein autorit&auml;res Politik- und Demokratieverst&auml;ndnis&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r die Opposition im Bundestag ist die Aff&auml;re um die Ermittlungen gegen netzpolitik.org wegen Landesverrats noch lange nicht vom Tisch. Im Interview spricht der Vize-Fraktionschef der Linken, Jan Korte, von katastrophalen Zust&auml;nden in der Innen- und Rechtspolitik.<br>\nJan Korte (Linke): Landesverrat &ndash; &ldquo;Autorit&auml;res Demokratieverst&auml;ndnis in Deutschland&rdquo; (07.08.2015)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/morgenecho\/korte-zu-landesverrat-100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Junge und Alte oft nur befristet besch&auml;ftigt<\/strong><br>\nJunge und &auml;ltere Besch&auml;ftigte erhalten &uuml;berdurchschnittlich oft nur befristete Vertr&auml;ge. Das geht aus der Antwort (18\/5608) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (18\/5313) der Fraktion Die Linke hervor. Demnach lag im Jahr 2014 der Anteil befristeter Neueinstellungen bei den 15- bis 24-J&auml;hrigen mit 53,4 Prozent und bei den 55 bis 64-J&auml;hrigen mit 52 Prozent am h&ouml;chsten, gemessen an der Verteilung der Befristungen insgesamt. Die Bundesregierung betont jedoch, dass jungen Menschen hierzulande der &Uuml;bergang von der Schule ins Berufsleben im internationalen Vergleich &ldquo;&uuml;beraus gut&rdquo; gelinge. So habe der Anteil der hoch qualifizierten 15-bis 29-J&auml;hrigen, die keine Besch&auml;ftigung haben, bei nur 5,7 Prozent gelegen, schreibt die Regierung.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_08\/-\/384976\">Bundestag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150807_Kleine_Anfrage.pdf\">Antwort auf die Kleine Anfrage [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sparkurs hat Investitionsstau bewirkt<\/strong><br>\nDer Sparkurs der Bundes&#64257;nanzminister Hans Eichel, Peer Steinbr&uuml;ck bis hin zu Wolfgang Sch&auml;uble (&bdquo;schwarze Null&ldquo;) hat in den letzten 15 Jahren vor allem staatliche Investitionsprojekte getroffen, weil K&uuml;rzungen in diesem Bereich &ndash; zumindest zun&auml;chst &ndash; f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit weniger f&uuml;hlbar sind und weniger Widerstand hervorrufen als die Absenkung von Sozialleistungen oder von Geh&auml;ltern der Staatsbediensteten. Das Ergebnis liegt jetzt offen zutage. Es hat in Deutschland stark gestiegene Fallzahlen von unterlassenen Instandhaltungen und gestrichenen Erweiterungen der &ouml;ffentlichen Infrastruktur gegeben. Die Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau (KfW), der Deutsche Landkreistag sowie der Deutsche St&auml;dte- und Gemeindebund haben den R&uuml;ckstau an staatlichen Infrastruktur investitionen f&uuml;r diese unterste staatliche Ebene gesch&auml;tzt. Im neuesten Kommunalpanel stellt die KfW einen Anstieg des Investitionsr&uuml;ckstands von 118 Mrd. Euro (2013) auf 132 Mrd. Euro (2014) fest. Es mag zwar stimmen, dass kommunale Spitzenverb&auml;nde bei solchen Sch&auml;tzungen auch ihre eigenen Interessen verfolgen, weil sie sich von einer Investitionsoffensive deutlich h&ouml;here Einnahmen versprechen. Von den Rechnungsh&ouml;fen des Bundes und der L&auml;nder wird man dies nicht sagen k&ouml;nnen. Zunehmend attestieren sie ihren Gebietsk&ouml;rperschaften eine Mitschuld am Verfall der Infrastruktur. So warf der Bundesrechnungshof dem Bundesverkehrsministerium im April 2014 erneut vor, f&uuml;r den Erhalt der Infrastruktur vorgesehene Mittel zweckentfremdet, n&auml;mlich f&uuml;r Neubauten statt f&uuml;r Sanierungen, eingesetzt zu haben.<br>\nQuelle1: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/files\/2015\/08\/Wirtschaftsdienst_8-2015_Holtfrerich_Staatsschulden.pdf\">Prof. Dr. Carl-Ludwig Holtfrerich in: Staatsschulden: Ursachen, Wirkungen und Grenzen [PDF]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2015\/08\/01\/staatsschulden-eine-belastung-fuer-kuenftige-generationen_8741\">Zeit Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kapitalismus auf Koks &ndash; wie die On-Demand-Economy die soziale Marktwirtschaft zerst&ouml;rt<\/strong><br>\nDie Regeln des Sozialpaktes werden stillschweigend neu definiert. Mit Apps ausgestattet, werden die Arbeitnehmer in digitale Leistungsbienen verwandelt, deren Arbeitsschritte sich live &uuml;berwachen und f&uuml;r alle &ouml;ffentlich sichtbar bewerten lassen: f&uuml;nf Sterne f&uuml;r P&uuml;nktlichkeit, aber nur zwei f&uuml;r Qualit&auml;t, leider kein Folgeauftrag f&uuml;r dich.<br>\nOn-Demand-Besch&auml;ftigte wie Evgeny Valtser m&uuml;ssen sich zumeist selbst um Krankenversicherung oder Altersvorsorge k&uuml;mmern, einen Urlaubsanspruch haben sie nicht. Ihr Lohn wird zum Vorteil der Startups (Provisionen) und Kunden (niedrigere Preise) dezimiert. [&hellip;]<br>\nSteuern wir also mit jedem Softwareupdate unseres iPhones auf einen digitalen Feudalismus zu? Von Optimisten gern als Sharing-Economy sch&ouml;ngeredet? Der Internetkritiker Andrew Keen warnt jedenfalls, die On-Demand-Wirtschaft sei das &ldquo;Betriebssystem eines neuen, zunehmend ungerechten Silicon- Valley-Kapitalismus&rdquo;. W&auml;hrend Karl Marx noch prophezeite, die Welt werde sich teilen in jene, die die Produktionsg&uuml;ter bes&auml;&szlig;en und jene, die f&uuml;r sie arbeiten m&uuml;ssten, stellt sich die Situation inzwischen ganz anders dar. Die Macht hat der, dem die Algorithmen geh&ouml;ren und der damit ganze Dienstleisterarmeen steuert. Ihre Werkzeuge (Autos, Putzlappen, Rasenm&auml;her) bringen diese zur Arbeit selbst mit. [&hellip;]<br>\nUber &amp; Co. folgen bei der Bezahlung einer eiskalten Marktlogik, statt eines Tarifvertrags entscheiden Angebot und Nachfrage sekundengenau &uuml;ber den Lohn. Bei Unf&auml;llen soll die private Versicherung des Einzelnen einspringen. Uber will in der Regel erst zahlen, wenn ein Unfallschaden die Obergrenze des Fahrers &uuml;bersteigt. [&hellip;]<br>\nForscher der Universit&auml;t Stanford sehen das On-Demand-Gewerbe in einem differenzierteren Licht. Sie haben 1330 Freischaffende befragt und dabei herausgefunden, dass die meisten ihre Jobs nur aus&uuml;ben, um ein anderes Einkommen aufzubessern. Krankenversicherung, Altersvorsorge oder bezahlter Urlaub seien nach wie vor Leistungen, die von den Befragten sehr gesch&auml;tzt werden. Zudem verliere die in Aussicht gestellte Flexibilit&auml;t schnell an Attraktivit&auml;t, wenn einem die Plattformen diktierten, zu welchen Uhrzeiten am meisten Geld verdient werden kann. Der Algorithmus &uuml;bernimmt die Rolle des Vorarbeiters.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/magazin\/artikel\/on-demand-economy-vs-soziale-marktwirtschaft-a-1043623-2.html\">manager magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Serie &bdquo;Pikettys Thesen&ldquo; 5: Politische Ableitungen<\/strong><br>\nWas sind Pikettys Ableitungen aus den von ihm festgestellten zunehmenden gesellschaftlichen Ungleichheiten? Im letzten Teil unserer Serie zu &bdquo;Pikettys Thesen &ndash; kurz und b&uuml;ndig&ldquo; stellen wir diese vor: Wenn die steigende Ungleichheit nicht durch politische Ma&szlig;nahmen einged&auml;mmt wird, werden sich soziale Unruhen h&auml;ufen und demokratische Strukturen ausgeh&ouml;hlt. Um das weitere Aufgehen der Schere zwischen Arm und Reich zu bremsen, ist eine progressive Besteuerung von Verm&ouml;gen und Einkommen unerl&auml;sslich.<br>\nPiketty bezeichnet den Rentier als &bdquo;Feind der Demokratie&ldquo; und macht damit deutlich, dass eine extreme Verm&ouml;genskonzentration demokratische Gesellschaftsstrukturen untergr&auml;bt. Diese Gefahr ergibt sich aus dem fundamentalen Widerspruch zwischen der Logik der Verm&ouml;gensakkumulation und dem Gerechtigkeitsverst&auml;ndnis in unserer Gesellschaft. Moderne Gerechtigkeitsvorstellungen fordern gleiche Lebenschancen f&uuml;r alle Menschen anstatt eines schiefen Spielfelds von Geburt an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/piketty-politische-ableitungen\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Spieltempel vom Steuerzahler<\/strong><br>\nVorabdruck. Wie der Staat den Bau und die Modernisierung von Stadien bezuschusst. Die Fu&szlig;ballsaison 2015\/2016 hat begonnen. Die Freunde des Tretsports str&ouml;men wieder in die Stadien. Passend zum Start erscheint am 10. August im Westend Verlag aus Frankfurt am Main ein Buch &uuml;ber die finanziellen Seiten der Profivereine. Geh&auml;lter, Sponsoren, &Uuml;bertragungsrechte, Kapitalgeber &ndash; all das wird unter die Lupe genommen. Fu&szlig;ball ist ein Riesengesch&auml;ft. Jens Berger hat das Buch &raquo;Der Kick des Geldes&laquo; verfasst; er schreibt f&uuml;r die Nachdenkseiten und f&uuml;hrt den eigenen Blog Spiegelfechter. jW ver&ouml;ffentlicht aus seinem Buch einen Auszug aus dem Kapitel &raquo;Elf Subventionsempf&auml;nger sollt Ihr sein! Wie das Milliardengesch&auml;ft Fu&szlig;ball vom Steuerzahler subventioniert wird&laquo;. Auf die zahlreichen Quellenangaben wurde verzichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/08-07\/008.php\">Jens Berger auf Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Jens Bergers Buch <a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/der-kick-des-geldes-oder-wie-unser-fussball-verkauft-wird-jens-berger.html#.VcSA8XgiO-h\">&ldquo;Der Kick des Geldes oder wie unser Fu&szlig;ball verkauft wird&rdquo;<\/a> erscheint am kommenden Montag im Westend Verlag.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Viel zu tun f&uuml;r die Anst&auml;ndigen<\/strong><br>\nDer Appell von Fernsehjournalistin Anja Reschke gegen Fremdenhass k&ouml;nnte verpuffen &ndash; weil die Ressentiments etwa von der CSU verst&auml;rkt werden. [&hellip;]<br>\nDas Problem ist gr&ouml;&szlig;er: Ressentiments gegen&uuml;ber den sogenannten Armutsfl&uuml;chtlingen, von denen sich viele, nicht nur Hardliner, w&uuml;nschen, dass sie unser Land auf schnellstem Weg wieder verlassen, werden von der gegenw&auml;rtigen Politik nicht etwa hinterfragt, sondern oft sogar verst&auml;rkt. Etwa durch die CSU, die schon Anfang 2014 eine sachlich kaum zu begr&uuml;ndende Kampagne gegen Einwanderer aus den EU-L&auml;ndern Rum&auml;nien und Bulgarien startete und zuletzt spezielle Abschiebelager f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge vom Westbalkan ank&uuml;ndigte.<br>\nDamit werden Stimmungen gesch&uuml;rt, von denen die CSU in Form von W&auml;hlerstimmen profitieren will, durch die sich aber auch Hassschreiber ermuntert f&uuml;hlen. Vielleicht h&auml;tte Anja Reschke gut daran getan, in ihrem Appell auch die bayerische Regierungspartei direkt anzusprechen. Deren Vertreter bedienen sich mit ihren geplanten Lagern einer rassistischen Symbolik &ndash; und die tr&auml;gt zu dem von Reschke kritisierten Klima von Missgunst und Ablehnung bei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/ressentiments-gegen-armutsfluechtlinge-viel-zu-tun-fuer-die-anstaendigen-1.2598358\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p>dazu: <strong>Noch brodelt es<\/strong><br>\nDas Dorf Tr&ouml;glitz in Sachsen-Anhalt machte im Fr&uuml;hjahr Schlagzeilen mit ausl&auml;nderfeindlichen Vorf&auml;llen. Wie ist heute die Lage in dem Ort? [&hellip;]<br>\n&ldquo;Nach dem Brandanschlag, den Politikerbesuchen und dem Medienrummel&rdquo;, sagt Susanna Nierth, &ldquo;ist kein Ruck durch den Ort gegangen.&rdquo; Die Mehrheit wolle das Geschehene vergessen, so, als w&auml;re nichts gewesen. [&hellip;]<br>\nDie Stimmung im Dorf, sie ist zwar an der Oberfl&auml;che ruhig. Doch darunter brodelt es. Es gibt keine Anti-Asyl-Demos mehr; doch in Internetforen und Sozialen Netzwerken wird weiter gehetzt. Der Ort ist auch gespalten in der Frage, wer wohl den Brand gelegt hat. Einige zweifeln vehement an, dass es Rechtsextreme waren. Dabei fehlt noch eine hei&szlig;e Spur zu den T&auml;tern. Die Arbeit der 17-k&ouml;pfigen Ermittlungsgruppe Kanister ist ins Stocken geraten. Zuletzt rief die Polizei mit einer Flugblattaktion alle Tr&ouml;glitzer dazu auf, sich erneut an die Brandnacht zu erinnern. Zwei Hinweise trafen daraufhin ein. Er habe sich mehr erhofft, sagte dazu der Sprecher des Landeskriminalamtes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/32\/troeglitz-brand-asylbewerberheim\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mittelmeer: Grab f&uuml;r &uuml;ber 2.000 Migranten in diesem Jahr<\/strong><br>\nZwischenbilanz der Internationalen Organisation f&uuml;r Migration (IOM): die Route zwischen Libyen und Sizilien ist die weitaus gef&auml;hrlichste f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<br>\n&Uuml;ber 2.000 Migranten sind laut Angaben der Internationalen Organisation f&uuml;r Migration (IOM) in diesem Jahr bei Versuchen gestorben, &uuml;ber das Mittelmeer an europ&auml;ische K&uuml;sten zu gelangen. Im Vergleichszeitraum 2014 waren es 1.600, die auf tragische Weise ums Leben kamen. Insgesamt wurden im letzten Jahr 3.279 Personen gez&auml;hlt, die bei Fluchtversuchen im Mittelmeer starben.<br>\nAls gef&auml;hrlichste Route wird die Meeresverbindung zwischen Libyen und Sizilien genannt. Zwar sei die Zahl der Migranten, die nach Griechenland und nach Italien kommen, vergleichbar gro&szlig;, aber bei den t&ouml;dlichen Ungl&uuml;cksf&auml;llen gibt es einen eklatanten Unterschied: Nach Italien sind im laufenden Jahr gesch&auml;tzte 97.000 Migranten gekommen, nach Griechenland etwa 90.000. W&auml;hrend die IOM 60 Tote bei den Fl&uuml;chtlingen registriert, die auf dem Weg nach Griechenland waren, sind es im Fall Italien 1.930 Tote.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45630\/1.html\">Thomas Pany auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das teure Gesch&auml;ft mit Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nften<\/strong><br>\nDie Unterbringung von Fl&uuml;chtlingen hat sich auch in Norddeutschland l&auml;ngst zum Gesch&auml;ftsmodell entwickelt. In Elmshorn bietet ein Immoblienmakler dem Sozialamt an, Fl&uuml;chtlinge zum Satz von 23,90 Euro pro Person und Tag unterzubringen. Das w&auml;ren rund 700 Euro im Monat &ndash; und bei einer Drei-Zimmer-Wohnung 2.100 Euro Miete im Monat. Normal sind in dem siebengeschossigen Wohnblock ansonsten Mieten um etwa 600 Euro pro Monat. [&hellip;]<br>\nOb Fl&uuml;chtlinge vorrangig in Gemeinschaftsunterk&uuml;nften oder Wohnungen untergebracht werden, variiert je nach Bundesland. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg leben mehr als 60 Prozent der Fl&uuml;chtlinge in Wohnungen &ndash; deutlich mehr als im Rest Deutschlands. Die Stadt Hannover bringt Fl&uuml;chtlinge vor allem in Gemeinschaftsunterk&uuml;nften unter, aber auch die werden zum Teil von privaten Unternehmen betrieben.<br>\nMarktf&uuml;hrer ist das Unternehmen European Homecare, das 50 Unterk&uuml;nfte in Deutschland betreibt, unter anderem im nieders&auml;chsischen Gifhorn. In die Schlagzeilen geriet das Unternehmen im vergangenen Jahr. Dabei ging es um Misshandlungen von Fl&uuml;chtlingen durch einen privaten Sicherheitsdienst in einer der Unterk&uuml;nfte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/Das-Geschaeft-mit-Fluechtlingsunterkuenften,fluechtlinge2188.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Lebensl&uuml;gen der nuklearen Abschreckung<\/strong><br>\nUns wird immer wieder erz&auml;hlt: Nachdem nun einmal Atomwaffen in der Welt seien, also der &ldquo;Geist aus der Flasche&rdquo; sei, m&uuml;sse man auf Dauer damit leben. Die Existenz von Atomwaffen und des entsprechenden Know-how k&ouml;nne niemand mehr r&uuml;ckg&auml;ngig machen. Es seien Pessimisten und Panikmacher, die die Ansicht verbreiteten, dass Atomwaffen jederzeit eingesetzt werden k&ouml;nnten; die Erfahrungen seit 1945 widerlegten diese Angstmacherei.<br>\nAtomwaffen h&auml;tten sogar einen positiven Effekt: Sie h&auml;tten die Welt seit den Atombombenabw&uuml;rfen auf Hiroshima und Nagasaki vor einem nuklearen Konflikt bewahrt und uns eine lange Periode des Friedens gew&auml;hrleistet. Sie seien deshalb selbst die beste Abschreckung vor einem Einsatz von nuklearen Sprengk&ouml;rpern und gegen milit&auml;rische Angriffe durch andere.<br>\nBis heute haben diese geschickt inszenierten und subtil wirkenden Mythen bei vielen Menschen ihre &Uuml;berzeugungskraft nicht eingeb&uuml;&szlig;t. Vielen ist dabei gar nicht bekannt, jedenfalls nicht bewusst: Die Anzahl der Situationen, in denen die Welt in den letzten Jahrzehnten unmittelbar am nuklearen Abgrund stand, ist betr&auml;chtlich. In den vergangenen 60 Jahren gab es zumindest zwanzig &auml;u&szlig;erst kritischer Situationen &ndash; sowohl im Osten als auch im Westen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45638\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Weltfriedensrat zu Hiroschima und Nagasaki<\/strong><br>\nDie Pr&auml;sidentin des Weltfriedensrates, Maria do Socorro Gomes Coelho, ver&ouml;ffentlichte am Mittwoch einen offenen Brief zum 70. Jahrestag der Bombardierung von Hiroschima und Nagasaki:<br>\nAn diesem 70. Jahrestag der verbrecherischen US-Bombardements der japanischen St&auml;dte Hiroschima und Nagasaki schreiben wir an Sie, um unsere Solidarit&auml;t mit dem japanischen Volk, dem Opfer des entsetzlichen Beginns der Nutzung von Atomwaffen in der Welt, zu bekr&auml;ftigen. Wir erweisen unsere Achtung den Tausenden Opfern dieses Kriegsverbrechens und des Verbrechens gegen die Menschlichkeit, das vom US-Imperialismus ver&uuml;bt wurde, der daf&uuml;r noch zur Rechenschaft gezogen werden muss. (&hellip;)<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/08-07\/049.php\">Junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wpc-in.org\/statements\/statement-cppc-70th-anniversary-nuclear-bombing-against-hiroshima-and-nagasaki\">World Peace Council<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ukraine: Geschichtsunterricht mit Beigeschmack<\/strong><br>\nIn ukrainischen Lehrb&uuml;chern werden dunkle historische Kapitel aus patriotischen Gr&uuml;nden umgedeutet oder verschwiegen &ndash; Teil 1<br>\nSchon seit der Unabh&auml;ngigkeit 1991 steht die nationale Identit&auml;tsbildung im Fokus des ukrainischen Bildungssystems. &Uuml;ber das Schulwesen versuchten die Regierungen, Nationalstolz und Heimatliebe in den heranwachsenden Generationen zu verwurzeln. Die M&auml;chtigen des Landes wollten vor allem eine durchg&auml;ngige Nationalgeschichte vermitteln, um das neue Staatswesen und die eigenen Machtanspr&uuml;che zu legitimieren. Dazu werden bis heute bestimmte Ereignisse zu Nationalmythen ausstaffiert, w&auml;hrend unsch&ouml;ne Teile der Geschichte weggelassen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45633\/1.html\">Stefan Korinth auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Amerikas ungriechische Trag&ouml;dien in Puerto Rico und Appalachia<\/strong><br>\nAm Freitag gab die Regierung von Puerto Rico bekannt, sie werde eine f&auml;llige Anleihezahlung nicht leisten k&ouml;nnen. Sie behauptete, aus formalrechtlichen Gr&uuml;nden bedeute das keine Staatspleite, aber das ist eine feine Unterscheidung, die keinen Unterschied macht.<br>\nIst Puerto Rico also Amerikas Griechenland? Nein, das ist es nicht, und es ist wichtig, zu erkennen, warum.<br>\nPuerto Ricos Haushaltskrise ist im Prinzip die Begleiterscheinung einer schweren Rezession.<br>\nDie Regierung des Commonwealth hat nur langsam auf die sich verschlechternden Fundamentalfaktoren reagiert und das Problem mit Kreditaufnahmen &uuml;bert&uuml;ncht. Und jetzt ist sie gegen die Wand gefahren.<br>\nWas ist schief gelaufen?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/08\/03\/opinion\/paul-krugman-americas-un-greek-tragedies-in-puerto-rico-and-appalachia.html\">Paul Krugman in der New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ein inoffizielles Plebiszit<\/strong><br>\nMit gemischten Gef&uuml;hlen reagiert das deutsche Establishment auf die Ank&uuml;ndigung eines inoffiziellen Plebiszits zur Abspaltung Kataloniens von Spanien. Der katalanische Regierungschef Artur Mas hat die Regionalwahl am 27. September zum De-facto-Referendum &uuml;ber die Sezession des Gebiets erkl&auml;rt. Erh&auml;lt seine Einheitsliste die absolute Mehrheit, will er binnen acht Monaten die Trennung von Spanien verk&uuml;nden. Die Bundesrepublik hat in der Vergangenheit immer wieder eine Abspaltung Kataloniens beg&uuml;nstigt; zuletzt haben sich einflussreiche deutsche Think-Tanks daf&uuml;r ausgesprochen, der Sezession keine Steine in den Weg zu legen. Widerst&auml;nde gibt es hingegen aus Wirtschaftskreisen. Katalonien ist ein zentraler Standort deutscher Unternehmen in Spanien, die ihre Gesch&auml;fte jedoch nicht auf die Region beschr&auml;nkt sehen wollen, sondern auf den Handel mit ganz Spanien zielen; daf&uuml;r w&auml;re eine Losl&ouml;sung des Gebiets von Madrid wom&ouml;glich hinderlich. Regierungsberater halten die Probleme allerdings f&uuml;r l&ouml;sbar. Manche &Ouml;konomen wenden zudem mit Blick auf die EU-W&auml;hrung ein, der Euro k&ouml;nne langfristig wohl nur in einem einheitlicheren Wirtschaftsgebiet erhalten bleiben. Dazu w&uuml;rde nach Lage der Dinge Spanien nicht geh&ouml;ren &ndash; m&ouml;glicherweise aber ein abgespaltenes Katalonien, die st&auml;rkste Wirtschaftsregion der iberischen Halbinsel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59178\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Weiter hohe Bewerberzahlen: Kaum Entspannung f&uuml;r Studienbewerber<\/strong><br>\nDas Portal&nbsp;Studis Online&nbsp;hat die Ergebnisse der Zulassungsverfahren f&uuml;r das kommende Wintersemester mit denen des vergangenen verglichen.&nbsp;Demnach kann bisher nicht von einer Entspannung der Lage gesprochen werden.<br>\nDie Grenznoten und Wartesemester, die schon im Hauptverfahren einen Studienplatz gebracht haben, sind fast &uuml;berall praktisch identisch mit dem&nbsp;Vorjahr. In einigen F&auml;llen sind in diesem Jahr in der ersten Runde sogar h&auml;rtere Grenznoten zustande gekommen und mehr Wartesemester gefordert.&nbsp;Nur selten kamen etwas leichtere Grenznoten und eine geringere Wartezeit heraus.&nbsp;<br>\nIm Bereich&nbsp;BWL \/ Wirtschaftswissenschaften&nbsp;haben sich bspw. an der RWTH Aachen trotz weniger Studienpl&auml;tze (180 statt 196 im Vorjahr) sogar noch&nbsp;mehr beworben: 3579 statt 3295 &ndash;&nbsp;19,9 Bewerbungen pro Studienplatz. An der Uni Frankfurt waren es zwar weniger Bewerbungen bei&nbsp;Wirtschaftswissenschaften (5725 statt 6553), allerdings sank auch die Zahl der Studienpl&auml;tze auf 555 (von 670), im Ergebnis daher dieses Jahr 10,3&nbsp;Bewerbungen pro Studienplatz nach 9,8 im Vorjahr.<br>\nBei BWL gibt es durchaus auch gen&uuml;gend zulassungsfreie Studienangebote (vgl.&nbsp;http:\/\/www.studis-online.de\/StudInfo\/zulassungsfrei.php?fachnr=53&nbsp;),&nbsp;bei&nbsp;Psychologie&nbsp;gibt es f&uuml;r echte 1-Fach-Bachelor &ndash; au&szlig;er als Fernstudium oder geb&uuml;hrenpflichtig an einer Privathochschule &ndash; das gar nicht. Kein&nbsp;Wunder also, dass hier noch viel mehr Bewerbungen auf einen Studienplatz kommen. An der RWTH Aachen aktuell&nbsp;4162 Bewerbungen auf 62 Pl&auml;tze&nbsp;= 67,1 (nach&nbsp;3228 auf 47 Pl&auml;tze im Vorjahr = 68,7), an der TU Darmstadt 2319 auf 60 = 38,7 (2325 auf 60 im Vorjahr = 38,8). An der Uni D&uuml;sseldorf steigt die&nbsp;Grenznote auf 1,2 (ersatzweise 18 Wartesemester) nach 1,3 (oder 12 Wartesemester) im Vorjahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-1857-zulassungsverfahren2015-2016.php\">Studis Online<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Eine Recherche nach &bdquo;NC-Werten&ldquo; der letzten Semester ist &uuml;ber&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/StudInfo\/nc-werte.php\">diesen Link<\/a>&nbsp;m&ouml;glich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;Merkel ist irre&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Wenn die Kanzlerin sich mit Irren einl&auml;sst, wie z.B in der Ukraine &ndash; also mit Leuten, die ihr eigenes Volk beschie&szlig;en und behaupten, das sei &bdquo;Terroristenabwehr&ldquo;; mit Leuten, die bereit sind, mit Faschisten zu paktieren; mit Leuten, die bereit sind, in ihrem Parlament die Grundlage f&uuml;r einen Atomkrieg zu schaffen, mit dem Gesetz 2953 j&uuml;ngst im Juni noch, die sind ja nicht gescheit. Sie gef&auml;hrden ja sogar sich selbst. Wer so wenig gescheit ist, wie eine alte Freundin von Frau Merkel, n&auml;mlich Frau Timoschenko, welche &bdquo;die Russen&ldquo; (die Russen wohlgemerkt, die auf dem Territorium der Ukraine leben) vor ein paar Monaten noch mit einer Atombombe ausl&ouml;schen wollte&hellip; Wer sich mit denen einl&auml;sst, der kann ja nicht gescheit sein. Und was ist einer, wenn er nicht gescheit ist? Er ist verr&uuml;ckt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/652-merkel-ist-irre\">Weltnetz.TV<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Asylis: Virusepidemie bedroht Deutschland!<\/strong><br>\nAnsteckend und gef&auml;hrlich: immer mehr Menschen in Deutschland stecken sich mit einem Virus an, das Hass ausl&ouml;st. Alles dar&uuml;ber in dieser Folge &#8234;&lrm;quer-beckstage mit Laura Beck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/fernsehen\/bayerisches-fernsehen\/sendungen\/quer\/150807-quer-beckstage-asylis100.html\">beckstage quer auf BR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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