{"id":2716,"date":"2007-10-24T09:09:32","date_gmt":"2007-10-24T07:09:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2716"},"modified":"2007-10-24T09:09:32","modified_gmt":"2007-10-24T07:09:32","slug":"hinweise-des-tages-511","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2716","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2716&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>EuGH kippt das VW-Gesetz: Porsche vor Macht&uuml;bernahme<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof hat gestern das umstrittene VW-Gesetz zu Fall gebracht, da es den freien Kapitalverkehr behindere. Mehrheitseigent&uuml;mer Porsche ist erfreut, IG Metall und Betriebsrat sch&auml;umen. &bdquo;Mit dem EuGH-Urteil werden die Interessen des Kapitalmarktes h&ouml;her bewertet als die der Besch&auml;ftigten und von Niedersachsen&ldquo;, sagte Hartmut Meine von der IG Metall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachrichten.at\/wirtschaft\/606122?PHPSESSID=3641163008ba8002e7cb440e673c11f5\">O&Ouml;Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Am 22. Oktober hat Christine Wicht auf den NachDenkSeiten den Mechanismus beschrieben, wie die Regierungschefs auf der europ&auml;ischen Ebene Entscheidungen treffen, mit denen der Gesetzgeber im eigenen Land ausgehebelt werden kann. Die Entscheidung des EuGH macht das deutlich. Da wurde &bdquo;in Europa&ldquo; die v&ouml;llige Kapitalsverkehrsfreiheit entschieden und konsequenterweise kippt das Gericht das VW-Gesetz, f&uuml;r das die Bundesregierung und das Land Niedersachsen (angeblich) eintraten. Das zeigt, dass man die nationale Politik nicht mehr etwa zum Schutz von Arbeitnehmerinteressen, zur Erhaltung von Arbeitspl&auml;tzen oder zur Abwehr von ausl&auml;ndischen Heuschrecken gestalten kann.<br>\nDie Kapitalverkehrsfreiheit gilt als das h&ouml;here Gut.<br>\nDie <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar%20Signal%20Protektionismus\/269093.html\">FTD<\/a> bringt es auf den Punkt, was das hei&szlig;t:<br>\n&bdquo;Das bedeutet f&uuml;r das Unternehmen selbst nur Gutes, f&uuml;r die VW-Arbeiter h&ouml;chstwahrscheinlich allerdings einen Verlust von Privilegien. Der Wind bei VW d&uuml;rfte bald rauer wehen, daf&uuml;r aber die Profitabilit&auml;t des Unternehmens deutlich steigen.&ldquo;<br>\nDie Steigerung der Profite ist also das h&ouml;chste Gut.<br>\n&Uuml;brigens: Das Urteil sollte den Anh&auml;ngern der stimmrechtslosen Volksaktie bei der Bahnprivatisierung zu denken geben. Nach der Logik dieses Urteils d&uuml;rfte auch dieses Gesetz vom EuGH bald gekippt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&Uuml;berrumpelungsman&ouml;ver &ndash; Alles, nur keine Volksabstimmung. Zur Einigung des Lissabonner EU-Gipfels auf einen Reformvertrag<\/strong><br>\nDer vorgelegte Reformvertrag ist bis auf die wenigen (im Beitrag) beschriebenen &Auml;nderungen der alte Verfassungsvertrag. Dies wird von den herrschenden Eliten auch gar nicht bestritten. Dass es so kommen w&uuml;rde, war schon auf dem Gipfel vom Juni 2007 klar, wo ein sehr pr&auml;zises Mandat f&uuml;r die nachfolgende Regierungskonferenz verabschiedet wurde. Val&eacute;ry Giscard d&rsquo; Estaing, der ehemalige Konventspr&auml;sident, bezeichnet denn auch den Reformvertrag als &raquo;alte(n) Brief im neuen Umschlag&laquo;. Nach Angela Merkel bleibt &raquo;die Substanz der Verfassung erhalten&laquo;. Und der irische Premier Bertie Ahern geht sogar davon aus, da&szlig; &raquo;90 Prozent noch vorhanden sind&laquo;. Lediglich der britische Premier Gordon Brown, konfrontiert mit massiven Forderungen nach einem Referendum, tut so, als handele es sich um einen vollkommen neuen Vertrag. Die gegen&uuml;ber dem gescheiterten Verfassungsvertrag vorgebrachte Kritik gilt denn auch f&uuml;r den neuen Reformvertrag.<br>\nMit der Unterst&uuml;tzung des Reformvertrages durch den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Sarkozy und den niederl&auml;ndischen Ministerpr&auml;sidenten Balken-ende werden die ablehnenden Voten der franz&ouml;sischen und der niederl&auml;ndischen Bev&ouml;lkerung dreist missachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/10-24\/008.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Zum Streik der Lokf&uuml;hrer<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Beck wirft Lokf&uuml;hrern St&ouml;rung des Betriebsfriedens vor<\/strong><br>\nKurt Beck f&auml;hrt den Lokf&uuml;hrern in die Parade: Er halte nichts von einem eigenen Tarifvertrag f&uuml;r diese Berufsgruppe, sagte der SPD-Chef. Die Forderungen der Gewerkschaft GDL seien nicht gut f&uuml;r den Betriebsfrieden. &ldquo;Wenn das Schule macht, kann das im Chaos enden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-512945,00.html\">SPIEGEL online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Gl&uuml;ckwunsch Herr Beck, 19 000 potentielle SPD-W&auml;hler weniger! Was hat Kurt Beck nur getrieben, sich in eine Reihe mit den aktuellen GDL-Abwatschern Bundesbank-Chef Axel Weber, Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser oder Arbeitgeberpr&auml;sident Dieter Hundt zu stellen. Wahrscheinlich sind es diese plumpen Taktikspielchen, mit denen die W&auml;hler der Mitte gesichert werden sollen. Kaum hat man dem Wahlvolk mit dem Beschluss zur l&auml;ngeren Bezugsdauer von ALG I signalisiert, wir sind sozial, wird jetzt angezeigt, aber keine Sozialrevolution&auml;re: Ordnung muss sein.<br>\nBesonders peinlich ist Becks Aussage auf einer anderen Ebene: &ldquo;Die Forderung, in einem Betrieb f&uuml;r die gleiche T&auml;tigkeit zwei Tarifvertr&auml;ge mit unterschiedlichen Leistungen zu wollen, ist nicht gut f&uuml;r den Betriebsfrieden.&rdquo; Sie zeigt, dass Beck doch sehr weit weg vom eigentlichen Problem bzw. von den Gewerkschaften ist. In der GDL sind zu 80% Arbeitnehmer mit gleicher T&auml;tigkeit organisiert, n&auml;mlich Triebfahrzeugf&uuml;hrer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Lokf&uuml;hrer weiter ungebrochen<\/strong><br>\nDer Bahn und ihren Kunden stehen ab Donnerstagnacht 30 Stunden Streiks der Lokf&uuml;hrer bevor, ab Mittwochmittag gibt es einen Ersatzfahrplan. Dennoch stehen die Deutschen weiter mehrheitlich auf Seiten der Streikenden. 59 Prozent der Befragten erkl&auml;rten sich solidarisch mit der Gewerkschaft der Lokf&uuml;hrer GDL, wie eine vom Sender N24 am Dienstag ver&ouml;ffentlichte Umfrage ergab. Nur 32 Prozent gaben demnach an, sie st&uuml;nden eher auf der Seite der Bahn. Die deutliche Mehrheit von 64 Prozent ist allerdings daf&uuml;r, es bei einem Tarifvertrag f&uuml;r alle Bediensteten zu belassen. 32 Prozent sehen die Forderung der GDL nach einem eigenst&auml;ndigen Tarifvertrag als richtig an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/wirtschaft\/unternehmen\/787830.html\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung &uuml;ber die Berufungen der Gewerkschaft<\/strong><br>\nund der Bahn erst am 2. November<br>\nDas S&auml;chsische Landesarbeitsgericht hat den Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung gegen das Ausgangsurteil vom 5. Oktober erst knapp einen Monat sp&auml;ter angesetzt. Das Urteil d&uuml;rfte also noch l&auml;nger auf sich warten lassen. Bis dahin sind Streiks im Fern- und G&uuml;terverkehr verboten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.justiz.sachsen.de\/lag\/docs\/Presse-Info-Nr._5-07.pdf\">S&auml;chsisches Landesarbeitsgericht [PDF &ndash; 56 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Mit dem &uuml;beraus s&auml;umigen Verfahren greift das Gericht unmittelbar in die Tarifauseinandersetzung ein. Es nimmt der GDL in der aktuellen Auseinandersetzung das wichtigste Kampfmittel aus der Hand.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Wirtschaftliche Risiken steigen &ndash; h&ouml;here Einkommen jetzt!<\/strong><br>\nEine Antwort von ver.di auf das Gemeinschaftsgutachten der Konjunkturforschungsinstitute<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/wirtschaftspolitische_informationen\/data\/07-05_konjunkturinfo.pdf\">Wirtschaftspolitische Informationen 5\/2007 [PDF &ndash; 168 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Chef des am Gemeinschaftsgutachten beteiligten IMK durfte auf Gehei&szlig; der Bundesregierung nicht mitwirken<\/strong><br>\nDer Spiegel schreibt: &ldquo;Nicht einmal das gewerkschaftsnahe Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung h&auml;lt die Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengelds f&uuml;r sinnvoll&rdquo;. Dabei h&auml;tte ein Blick in die Publikationen des IMK gen&uuml;gt, um diese Behauptung als falsch zu entlarven. Wiederholt hat das Institut die Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldes begr&uuml;&szlig;t. Auch in dem Gemeinschaftsgutachten findet sich diese Position, wenn auch nur in allgemeiner Form und dazu noch in einer Fu&szlig;note. Zur&uuml;ckgeschreckt ist das IMK vor der sch&auml;rfsten Form der Intervention gegen die Mehrheitsmeinung, ein eigenes Minderheitsvotum.<br>\n&ldquo;Das w&auml;re kaum m&ouml;glich gewesen&rdquo;, erkl&auml;rte IMK-Chef Gustav Horn auf FR-Anfrage. Ein solcher Versuch w&auml;re wohl schon daran gescheitert, dass das IMK nur im Verbund mit zwei anderen Instituten die Aufnahme in den Kreis der Gutachter f&uuml;r die Bundesregierung geschafft hatte. Das IWH, einer der beiden Konsortiumspartner, lehnt jedoch die l&auml;ngeren Arbeitslosengeldzahlungen klar ab.<br>\nDer Chef des IMK selbst, einer breiten &Ouml;ffentlichkeit bekannt als (linker) Nachfrage&ouml;konom mit Sympathie f&uuml;r die Lehre von Keynes, durfte an dem Gutachten nicht pers&ouml;nlich mitwirken. Dies hatte sich die Bundesregierung als Voraussetzung f&uuml;r einen Zuschlag an das IMK ausbedungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1231444\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das k&ouml;nnte man auch gewerkschaftliche Einbindung durch Ausgrenzung nennen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dem wirklichen deutschen Potenzial ein St&uuml;ck n&auml;her<\/strong><br>\nIn die r&uuml;hrenden Bem&uuml;hungen, den gescholtenen Reformen der vergangenen Jahre pl&ouml;tzlich hohe Wachstumswirkung zuzuschreiben, hat sich jetzt auch die Bundesbank eingeschaltet &ndash; mit etwas wirklichkeitsn&auml;heren Ergebnissen als bei manchem mutigen Sch&auml;tzer der vergangenen Wochen.<br>\nGemessen an der Wachstumsbeschleunigung von knapp eins auf knapp drei Prozent zwischen 2003 und 2006\/07 bedeutet das sozusagen, dass grob ein Zehntel des Aufschwungs reformbedingt ist, 90 Prozent aber reine Konjunkturdynamik ist. Was einiges plausibler klingt als etwa die Sch&auml;tzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), das den Anteil der Reformen k&uuml;rzlich arg gro&szlig;z&uuml;gig auf ein Drittel veranschlagt hatte (siehe hier). Oder die Diagnose des Berliner &Ouml;konomen Michael Burda, der irgendwie den ganzen Aufschwung auf die prima Angebotspolitik der vergangenen Jahre zur&uuml;ckf&uuml;hrt.<br>\nAuch bei den Bundesbank-Rechnungen staunt man dennoch &uuml;ber den hastigen Eifer, m&ouml;glichst jede Besserung auf Reformen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren und sich dabei rasch im Kreis zu drehen, nach dem Motto: weil die Arbeitslosigkeit annahmegem&auml;&szlig; strukturbedingt war, muss der R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit definitionsgem&auml;&szlig; ja mit besseren Strukturen zu tun haben. Dabei r&auml;umt selbst die Bundesbank ein, dass sich die Potenziale so stark gar nicht vergr&ouml;&szlig;ert haben &ndash; und selbst jetzt noch deutlich unter den Raten bleiben, die es selbst in den sp&auml;teren 90er Jahren noch gab: in einer Zeit also, als es am Arbeitsmarkt definitiv weniger Flexibilit&auml;t in Form von Minijobs, Ein-Euro-Jobs, Zeitarbeit und Arbeitszeitflexibilit&auml;t gab als heute.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=900&amp;blogId=10\">FTD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/download\/volkswirtschaft\/mba\/2007\/200710mba_wachstum.pdf\">Bundesbank [PDF &ndash; 180 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesundheitsreform &ndash; Zweiklassenmedizin<\/strong><br>\nKarl Lauterbach (SPD) streitet mit Volker Leienbach vom Verband der privaten Krankenversicherungen &uuml;ber die Gesundheitspolitik<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2007%2F10%2F23%2Fa0119&amp;src=GI&amp;cHash=bc4984f666&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Union will Verm&ouml;gende steuerlich beg&uuml;nstigen<\/strong><br>\nFr&uuml;her ging es um Arbeitspl&auml;tze. Heute geht es vielfach nur noch um &ldquo;Jobs&rdquo;. Teilweise ist auch von &ldquo;Minijobs&rdquo; die Rede und davon, dass Menschen von ihren Eink&uuml;nften kaum leben k&ouml;nnen. Die Unions-Fraktion will nun &ldquo;Jobs&rdquo; in Privathaushalten st&auml;rker steuerlich f&ouml;rdern. &Uuml;ber eine solche Initiative berieten die CDU\/CSU-Abgeordneten am Dienstag in Berlin. Das Konzept hatten die beiden Experten f&uuml;r Steuern und Arbeit, Michael Meister und Ilse Falk (beide CDU) erarbeitet. Wenn ein Privathaushalt &ldquo;als Arbeitgeber&rdquo; ein sozialversicherungspflichtiges oder ein geringf&uuml;giges Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis eingeht, sollten danach die Aufwendungen uneingeschr&auml;nkt steuerlich geltend gemacht werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?H=N&amp;Nr=16822\">ngo-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Bei allem Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, dass auch sog. haushaltsnahe Dienstleistungen f&uuml;r viele aus der Not geborene Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten bieten k&ouml;nnten. Eine steuerliche Privilegierung der Haushalte, die sich das leisten wollen, geht noch einen Schritt hinter die Dienstbotengesellschaft des 19. Jahrhunderts zur&uuml;ck.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Brutto-Skandal<\/strong><br>\nNetto und unter Ber&uuml;cksichtigung der Preissteigerung haben Besch&auml;ftigte heute weniger als vor zehn Jahren. Obwohl der j&auml;hrlich zu verteilende Reichtum seither um 85 Milliarden Euro gestiegen ist. Wo ist er geblieben? Hat der Staat uns geschr&ouml;pft? Nein! Unternehmer und Reiche haben den Zuwachs in die eigene Tasche gesteckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/wirtschaftspolitik_aktuell\/data\/07_19_bruttoskandal.pdf\">Wirtschaftspolitik aktuell ver.di [PDF &ndash; 52 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Neues aus dem Casino:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Geier-Fonds &ndash; Albtraum der Armen<\/strong><br>\nZu den umstrittensten Akteuren an den Finanzm&auml;rkten z&auml;hlen die Geier-Investoren &ndash; sie wollen Entwicklungsl&auml;ndern Milliarden abpressen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/artikel\/641\/139351\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Stephan Schulmeister: Die manisch-depressiven Preisschwankungen auf den Finanzm&auml;rkten &ndash; wie macht das die &ldquo;unsichtbare Hand&rdquo;?<\/strong><br>\nDie &bdquo;manisch-depressiven&ldquo; Schwankungen so fundamentaler Preise wie Wechselkurse, Rohstoffpreise und Aktienkurse d&auml;mpfen die realwirtschaftliche Entwicklung auf doppelte Weise:<br>\nErstens sind Turbulenzen auf den Finanzm&auml;rkten wichtige Ursachen f&uuml;r Rezessionen (wie etwa 2000\/2004 als der Verfall der Aktienkurse und der Anstieg von Erd&ouml;lpreis und Eurokurs wesentlich zum Wirtschaftabschwung in Europa beitrug).<br>\nZweitens verlagert sich das (unternehmerische) Gewinnstreben von realwirtschaftlichen Aktivit&auml;ten zu Finanzveranlagung und &ndash;spekulation, was wesentlich zur Wachstumsabschw&auml;chung seit Anfang der 1970er Jahre beigetragen hat.<br>\nSpekulative Preise wie jene f&uuml;r Aktien oder Devisen schwanken in irregul&auml;ren Zyklen um den Bereich des realwirtschaftlichen Gleichgewichts, ohne eine Tendenz, zu diesem Gleichgewicht zu konvergieren, wie das der wirtschaftswissenschaftliche Mainstream annimmt.<br>\nDie herrschende Lehre muss jedoch dieser Gleichgewichtsthese folgen, sonst w&uuml;rden ja die &bdquo;freiesten&ldquo; aller M&auml;rkte, die Finanzm&auml;rkte, systematisch falsche Preissignale setzen, und dann kollabierte das gesamte Theoriegeb&auml;ude. Dieses aber hat man in m&uuml;hevoller Restaurationsarbeit in den letzten drei Jahrzehnten wieder aufgerichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wifo.ac.at\/wwa\/servlet\/wwa.upload.DownloadServlet\/bdoc\/WP_2007_305$.PDF\">WIFO &Ouml;sterreichisches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung [PDF &ndash; 172 KB]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Bundesweiter Demonstrationsaufruf zum Stopp der Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nDer Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ruft unter dem Motto &bdquo;Freiheit statt Angst &ndash; F&uuml;r die Grundrechte!&ldquo; zu bundesweiten Demonstrationen am 6. November 2007 auf, um die von der Koalition geplante Vorratsdatenspeicherung noch in letzter Minute zu stoppen.<br>\nAnlass f&uuml;r die Demonstrationen ist die Abstimmung des Deutschen Bundestags am 9. November &uuml;ber den Gesetzesentwurf zur Neugestaltung der Telekommunikations&uuml;berwachung. Das Gesetz soll ab 2008 f&uuml;r Sicherheitsbeh&ouml;rden r&uuml;ckblickend &uuml;ber 6 Monate nachvollziehbar machen, wer wann mit welchen Adressen das Internet genutzt hat und wer mit wem per Telefon oder E-Mail Kontakt hatte, bei Handy-Nutzung einschlie&szlig;lich des Standorts. Diese Pl&auml;ne der Regierungskoalition zur Aufzeichnung von Informationen &uuml;ber die Kommunikation, Beziehungen, Bewegung und Mediennutzung jedes B&uuml;rgers stellen die bislang gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r unser Recht auf ein furchtloses, selbstbestimmtes und privates Leben dar. Wir fordern die Abkehr von diesem verfassungswidrigen Generalangriff auf B&uuml;rgerrechte und Datenschutz in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/content\/view\/151\/1\/lang,de\/\">Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><strong>Ex-Innenminister Schily dr&uuml;ckt sich um Transparenz<\/strong><br>\n140 000 Euro soll Sozialdemokrat Schily vom 1. M&auml;rz bis zum 30. September 2006 f&uuml;r juristische Beratung der Firma Siemens erhalten haben &ndash; einem &ldquo;von Korruptionsvorw&uuml;rfen gesch&uuml;ttelten&rdquo; Unternehmen, wie der Spiegel schreibt. Das Problem: Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert erfuhr davon nicht in einem Schriftsatz des 75-J&auml;hrigen, sondern aus den Medien. Deshalb hat Schily jetzt Post von der Bundestagsverwaltung bekommen. Der Alterspr&auml;sident des aktuellen Bundestages soll sagen, ob die Meldungen stimmen. Das tut er nicht. &ldquo;Angaben &uuml;ber Einzelheiten meiner Anwaltst&auml;tigkeit sind mir aufgrund meiner anwaltlichen Verschwiegenheitsverpflichtung auch gegen&uuml;ber dem Bundestagspr&auml;sidenten nicht m&ouml;glich&rdquo;, lie&szlig; er das Magazin wissen. Eine Behauptung, &uuml;ber die sich streiten l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1230720\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>M&uuml;ntefering: &bdquo;Wir d&uuml;rfen nicht zur&uuml;ck&ldquo;<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich ist die Agenda keine Gesetzestafel, kein Grundsatzprogramm, nicht einmal ein Ziel. Sie besteht aus Ma&szlig;nahmen &ndash; geleitet von klaren Prinzipien, die weiter gelten m&uuml;ssen. Die drei Prinzipien lauten: Entweder wir gestalten die k&uuml;nftige Entwicklung sozial, oder wir werden gestaltet &ndash; von &ouml;konomischen Interessen. Soziale Gerechtigkeit ist Verteilungsgerechtigkeit, aber auch Chancen- und Generationengerechtigkeit. Mehr Eigenverantwortung steht ganz vorne, darauf baut sich dann die organisierte Solidarit&auml;t des Staates auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1231338\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> M&uuml;ntefering wird offenbar selbst schon von &ouml;konomischen Interessen sozial gestaltet.<br>\nDenn was zeichnet seine Sturheit, das kurze Arbeitslosengeld I beizubehalten, anderes aus, als dass er den &ouml;konomischen Interessen folgt, auf die Arbeitslosen Druck auszu&uuml;ben, dass sie jeden Job zu jedem Preis annehmen m&uuml;ssen. Diese Haltung entspricht exakt dem Dogma der Wirtschaft, dass die L&ouml;hne nur niedrig genug (marktr&auml;umend) sein m&uuml;ssten, um die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Mit sozialer Gestaltung hat das ziemlich wenig zu tun.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Bertelsmann-Stiftung stellt den Staat als verkrustet dar und bietet sich selbst als Probleml&ouml;serin an<\/strong><br>\nver.di und attac informieren &uuml;ber die dahinter stehenden Interessen. Ein Interview mit dem Personalratsvorsitzenden Karsten Arendt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2007\/ausgabe_10\/gesellschaft\/politik\/seite_11\/A2\">ver.di Publik<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Netzwerk der Macht &ndash; Bertelsmann&laquo;: die zweite erweiterte Auflage ist ausgeliefert!<\/strong><br>\nNach der enormen medialen und politischen Resonanz und dem raschen Verkauf der im Mai<br>\n2007 erschienenen ersten Auflage haben sich der Verlag und die Herausgeber Jens Wernicke und Torsten Bultmann kurzfristig entschlossen, eine erweiterte zweite Auflage zu ver&ouml;ffentlichen. Diese wurde um insgesamt vier Beitr&auml;ge erg&auml;nzt: zwei neue Beitr&auml;ge besch&auml;ftigen sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln kritisch mit der Praxis der Bertelsmann-Tochter Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE). Ein weiterer neuer Beitrag hinterfragt die Versuche der Bertelsmann Stiftung, die deutsche Einwanderungspolitik zu beeinflussen; schlie&szlig;lich ist noch ein Artikel zu Privatisierungen der Kommunalverwaltungen, vorrangig an den Beispielen W&uuml;rzburg und Dormagen, hinzugekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bdwi.de\/show\/564228.html\">BdWi<\/a><\/li>\n<li><strong>fzs begr&uuml;&szlig;t Entscheidung des EuGH &ndash; Reform der Studienfinanzierung zur Mobilit&auml;tsf&ouml;rderung dringend n&ouml;tig.<\/strong><br>\nDer freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) begr&uuml;&szlig;t die heutige Entscheidung des Europ&auml;ischen Gerichtshofs zur Auslandsf&ouml;rderung des BAf&ouml;G. Die Auslandsf&ouml;rderung konnten Studierende bislang nur bekommen, wenn sie zuvor ein Jahr lang in Deutschland studiert hatten. Das Gericht hat nun entschieden, dass diese Regel die Freiz&uuml;gigkeit innerhalb der Europ&auml;ischen Union einschr&auml;nkt, da alle, die nicht freiwillig auf ihre BAf&ouml;G-F&ouml;rderung verzichten wollen, gezwungen werden, zun&auml;chst ein Jahr in der BRD zu studieren. &ldquo;Nun bekommen zumindest die Studierenden ihr Anrecht auf BAf&ouml;G, die innerhalb der EU studieren&rdquo;, fasst fzs-Vorstandsmitglied Regina Weber zusammen. &ldquo;Allerdings sind deutlich Reformen im BAf&ouml;G weiter notwendig. Alle, die au&szlig;erhalb der EU studieren wollen, m&uuml;ssen nach wie vor erst ein Jahr in Deutschland bleiben.&rdquo;<br>\nZwei Studentinnen aus NRW hatten geklagt, weil sie ihr Studium gleich im Ausland begonnen hatten. Beide Studieng&auml;nge gab es in der BRD gar nicht. &ldquo;Das BAf&ouml;G entstand zu einer Zeit, in der die Mobilit&auml;t von Studierenden eine Ausnahme war. Die Zeiten haben sich ge&auml;ndert, das BAf&ouml;G muss sich nun auch &auml;ndern&rdquo;, fordert fzs-Vorstandsmitglied Martin Menacher. &ldquo;Die Politik ist gefordert, in der kommenden Novelle auch diese dringend n&ouml;tigen Korrekturen vorzunehmen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/aktuelles\/presse\/145215.html\">fzs<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Mal sehen, ob die Bundesregierung auf dieses Urteil genauso schnell reagiert wie beim Urteil gegen das VW-Gesetz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD-Bildungspolitiker bef&uuml;rwortet EUGH-Beschluss zu Auslands-BaF&ouml;G<\/strong><br>\nDer bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, J&ouml;rg Tauss, hat das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs zum uneingeschr&auml;nkten Anrecht auf BaF&ouml;G im Ausland begr&uuml;&szlig;t. Es sei eine Anpassung an die Lebenswirklichkeit der Studierenden. Heutzutage sei ein Auslandsstudium nicht mehr die Ausnahme und beeintr&auml;chtige auch nicht die Qualit&auml;t der Ausbildung, so Tauss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/684722\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die &bdquo;Lebenswirklichkeit&ldquo; der Studierenden ist leider heute vielmehr, dass durch die Verschulung mit der Einf&uuml;hrung von Bachelor-Studieng&auml;ngen und durch die nicht mehr vorhandene Vergleichbarkeit der Studieninhalte kaum noch ein Wechsel der Uni in Deutschland, geschweige denn ins Ausland, ohne erheblichen Verlust an Studienzeit mehr m&ouml;glich ist. Das f&uuml;hrt wiederum zum Verlust der Ausbildungsf&ouml;rderung wegen &Uuml;berschreitens der Regelstudienzeit.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2716","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2716","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2716"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2716\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2716"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2716"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2716"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}