{"id":27167,"date":"2015-08-11T09:06:46","date_gmt":"2015-08-11T07:06:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167"},"modified":"2015-08-11T09:06:46","modified_gmt":"2015-08-11T07:06:46","slug":"hinweise-des-tages-2435","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h01\">Deutschland ist der Krisengewinner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h02\">Die Emanzipation der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h03\">Wie die EU-F&ouml;rderpolitik die Konjunktur Griechenlands abw&uuml;rgt oder das M&auml;rchen vom 35 Mrd. Euro-Investitionspaket<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h04\">Warum die Linke lahmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h05\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h06\">Massenhafte &Uuml;berwachung sozialer Netzwerke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h07\">Wie Versicherer Millionen &uuml;ber T&ouml;chter abziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h08\">Selbstbewusst f&uuml;r einen &raquo;Dritten Weg&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h09\">Ausgelaugte Gewerkschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h10\">Verkehrspolitiker fordern Maut f&uuml;r Fernbusse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h11\">Das schmutzige Gesch&auml;ft mit dem Blut ungeborener K&auml;lber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h12\">Auf Sand gebaut &ndash; Das &raquo;chilenische Modell&laquo; in der Agonie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h13\">Spanisches Knebelgesetz: Strafen f&uuml;r sarkastische Tweets und Postings<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h14\">Die digitale Razzia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h15\">Merkels Einpeitscher haut daneben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h16\">Abschied von der Staatsfeindin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h17\">SPD-Kanzlerkandidatur: Gabriel offen f&uuml;r Mitgliederbefragung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167#h18\">Das Allerletzte &ndash; Was hilft Fl&uuml;chtlingen am besten? Der Neoliberalismus!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27167&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutschland ist der Krisengewinner<\/strong><br>\nDeutschland profitiert einer Studie zufolge finanziell stark von der Krise in Griechenland und anderen Euro-Staaten. Dank stark gesunkener Zinsen auf deutsche Staatspapiere habe der Bund seit 2010 insgesamt etwa 100 Milliarden Euro gespart, schrieb das Leibniz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Diese Summe lasse sich zumindest zum Teil direkt auf die Krise zur&uuml;ckf&uuml;hren.<br>\n&ldquo;Diese Einsparungen &uuml;bertreffen die Kosten der Krise &ndash; selbst dann, wenn Griechenland seine Schulden komplett nicht bedienen w&uuml;rde&rdquo;, schreiben die Forscher in ihrer Studie. Der deutsche Anteil an den Hilfsprogrammen f&uuml;r Griechenland liege bei etwa 90 Milliarden Euro&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/deutschland-profitiert-von-griechenland-krise-101.html%20\">Tagesschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150811-studie-germanys-benefit-from-the-greek-crisis-iwa-halle-10082015_.pdf\">Germany`s benefit from the Greek crisis &ndash; Leibniz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle &ndash; IWH [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man k&ouml;nnte man ja fast unterstellen, dass Sch&auml;uble und Merkel daran interessiert sind, dass Griechenland in &ouml;konomischer Agonie verharrt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu nochmals: Von armen Steuerzahlern und gener&ouml;sen Hilfspaketen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/von-armen-steuerzahlern-und-generoesen-hilfspaketen\/\">Paul Steinhardt\/Heiner Flassbeck auf flassbeck-economics<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Emanzipation der Demokratie<\/strong><br>\nDie Konferenz &raquo;This is not Greece&laquo; in Hamburg demontierte deutsche Zerrbilder Griechenlands<br>\nSeit dem 13. Juli diesen Jahres ist die Europ&auml;ische Union nicht mehr die alte &ndash; nicht nur, weil dieses Datum f&uuml;r die Fortsetzung und weitere Versch&auml;rfung jener Sparpolitik in Griechenland steht, die rund zwei Wochen zuvor von einer Mehrheit der griechischen Bev&ouml;lkerung abgelehnt wurde. Der 13. Juli markiert auch die R&uuml;ckkehr des h&auml;sslichen Deutschen, der in Gestalt des deutschen Finanzministers Sch&auml;uble kein Pardon gegen&uuml;ber Athen kennt und bereit ist, deutsche &Uuml;bermacht gegen alle &ouml;konomische, politische und historische Vernunft allein um ihrer selbst willen auszuspielen. Eine von antigriechischen Ressentiments besoffene nationale Presse bem&uuml;hte sich zudem nach Kr&auml;ften, das Bild der verschwenderischen, faulen und unehrlichen Griechen mit dem Phantasma des rechtschaffenen teutonischen Fr&uuml;haufstehers zu kontrastieren. Statt &uuml;ber Sparauflagen und erzwungene Privatisierungen diskutierte man lieber &uuml;ber den Kleidungsstil des griechischen Finanzministers, anstatt die tats&auml;chlichen Interessengruppen und Geldstr&ouml;me in der EU zu beschreiben, konstruierten deutsche Journalisten in pflichtbewusst-patriotischem Einklang mit ihrem Minister lieber das Subjekt des &raquo;deutschen Steuerzahlers&laquo;, dessen hart erarbeiteter Euro von vergn&uuml;gungss&uuml;chtigen Griechen verjuxt werde.<br>\nUnterbrochen wurde diese Erz&auml;hlung nur von wenigen Medien und Journalisten, von denen sich einige am vergangenen Wochenende zu einer Konferenz in Hamburg trafen. &raquo;This is not Greece&laquo; war die zweit&auml;gige Veranstaltung auf Kampnagel &uuml;berschrieben, die dem neoliberalen Verblendungszusammenhang der Gegenwart nach- und dabei weit &uuml;ber den erw&auml;hnten medialen und politischen Diskurs in Deutschland hinaus ging. Von der bewussten Reproduktion nationaler Stereotypen in den meisten deutschen Medien &uuml;ber die fehlende demokratische Legitimation der Troika bis zur schleichenden Privatisierung staatlicher Souver&auml;nit&auml;t entfaltete die von Margarita Tsomou und Eike Wittrock initiierte Veranstaltung ein politisches Panorama der h&auml;ufig als bleiern empfundenen totalkapitalistischen Gegenwart. So herrschte etwa weitreichende &Uuml;bereinstimmung, dass das dritte Memorandum eine wichtige Wegmarke beim derzeit stattfindenden schleichenden &Uuml;bergang zu einer neuartigen Form autorit&auml;rer Kapitalherrschaft markiere oder dass die Erpressung der Tsipras-Regierung durch den Euro-Hegemon Deutschland als &raquo;Coup d&rsquo;etat&laquo; durch die Merkel-Regierung zu bewerten sei.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/980630.die-emanzipation-der-demokratie.html\">Neues Deutschland<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/voicerepublic.com\/talks\/greece-in-german-media\">Audiomitschnitt der Veranstaltung &ndash; Voicerepublic<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie die EU-F&ouml;rderpolitik die Konjunktur Griechenlands abw&uuml;rgt oder das M&auml;rchen vom 35 Mrd. Euro-Investitionspaket<\/strong><br>\nWir erinnern uns noch alle an den aufgeregten Kommissionspr&auml;sidenten Jean-Claude Juncker. Kurz vor Abbruch der Verhandlungen mit Griechenland Ende Juni will er Alexis Tsipras ein Investitionsprogramm von 35 Mrd. Euro versprochen haben. Das h&ouml;rte sich auf den Blick sehr gro&szlig;z&uuml;gig an&hellip;<br>\nWas uns Herr Juncker zun&auml;chst verschwiegen hat, und was erst vergangene Woche im Detail von der Kommission ver&ouml;ffentlicht wurde (Eng.): Hinter den 36 Mrd. Euro (so die exakte Summe), die Griechenland in der Zeit 2014 bis 2020 zustehen, verbirgt sich ein deutlicher R&uuml;ckgang der EU-Hilfen. Im Vergleich zu den Jahren 2007 bis 2013 soll Griechenland nach jetzigem Stand 14 Prozent weniger bekommen &ndash; das sind rund 6 Mrd. Euro weniger (Eng.).<br>\nKonkret: Die Mittel aus den Fonds sinken von 24 Mr. (Eng.) auf 20 Mrd. (Eng.) Euro und die Agrarsubventionen (Direktzahlungen an Landwirte und Marktst&uuml;tzungsma&szlig;nahmen) von 17 Mrd. (Eng.) auf 15 Mrd. (Eng.) Euro. Kein Wunder also, dass Tsipras &uuml;ber so viel Gro&szlig;herzigkeit nicht gerade in Freudentr&auml;nen ausgebrochen ist. Entweder hat Juncker selbst nicht verstanden wovon er redet oder er ist ein Demagoge vor dem Herrn.<br>\nW&auml;hrend also die EU ihre Hilfen f&uuml;r Griechenland tats&auml;chlich einschr&auml;nkt, kommt noch ein anderer gravierender Effekt hinzu, der die Erholung der griechischen Wirtschaft jetzt abw&uuml;rgt. Dieser hat mit dem Auszahlungsmuster der EU-Mittel zu tun. So werden vorhandene Gelder in vielen L&auml;ndern oft erst am Ende einer Finanzierungsperiode abgerufen, w&auml;hrend eine neue Periode meist sehr z&auml;h beginnt&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2015\/07\/19\/investitionsmaerchen-der-eu\/\">Weitwinkel Subjektiv<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.socialeurope.eu\/2015\/07\/myth-eus-e35bn-investment-package-greece\/\">Andr&eacute; K&uuml;hnlenz in Social Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum die Linke lahmt<\/strong><br>\nWarum haben Europas Linke so wenig Erfolg, Syriza und Podemos zum Trotz? Es gibt daf&uuml;r zwei Arten von Gr&uuml;nden: F&uuml;r die einen k&ouml;nnen die Linksparteien nichts, an den anderen sind sie selber schuld.<br>\nWof&uuml;r die Linksparteien nur wenig k&ouml;nnen, das ist der Siegeszug des Leitbildes, dem schon die Konstruktion des Euro vor 15 Jahren folgte. Von Anfang an gehorchte die &bdquo;Stabilit&auml;tspolitik&ldquo; dem neoliberalen Credo, wonach zur Sicherung der Stabilit&auml;t alles erlaubt ist, nur nicht das entschlossene Investieren der &ouml;ffentlichen Hand, wom&ouml;glich gar auf Kredit. Wer der falschen Ideologie von der &bdquo;schw&auml;bischen Hausfrau&ldquo; in der &Ouml;ffentlichkeit etwas entgegensetzen will, hat in Politik und Medien eine gro&szlig;e Mehrheit gegen sich&hellip;<br>\nIn diesem Umfeld w&auml;re es die Aufgabe einer europ&auml;ischen Linken gewesen, dem ungesunden Zwitterwesen aus (teilweise) gemeinsamer W&auml;hrung und getrennter Politik einen Neuaufbruch zur Vervollst&auml;ndigung Europas entgegenzustellen: einen alternativen Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt, der gemeinsame Investitionen ebenso umfasst h&auml;tte wie zum Beispiel gemeinsame Standards in der Steuer- und Sozialpolitik. Schwer genug w&auml;re das gewesen, denn nationale Parolen sind viel einfacher als die notwendigerweise etwas komplexeren Modelle f&uuml;r ein anderes Europa&hellip;.<br>\nAber noch schwerer haben es sich Europas Linke, das ist die andere Seite, selbst gemacht. So waren sich die entsprechenden Parteien viel zu lange nicht einig (und sind es teils bis heute nicht), ob sie f&uuml;r eine &bdquo;andere EU&ldquo; oder gar keine eintreten sollen, f&uuml;r einen anderen Euro oder keinen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/linksparteien--warum-die-linke-lahmt,1472596,31422570.html%20\">Stephan Hebel in der FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P. R.-S.:<\/strong> Stephan Hebel erliegt einer Illusion, wenn er von der Linken fordert &ldquo;dem ungesunden Zwitterwesen aus (teilweise) gemeinsamer W&auml;hrung und getrennter Politik einen Neuaufbruch zur Vervollst&auml;ndigung Europas entgegenzustellen&rdquo;. Auch er &uuml;bersieht hier: Das k&uuml;nstliche von oben verordnete Konstrukt einer einheitlichen W&auml;hrung f&uuml;r ganz unterschiedliche Staaten mit sehr unterschiedlicher Wirtschaftsstruktur und Wirtschaftskraft, unterschiedlichen politischen Mentalit&auml;ten, verschiedener Traditionen und Lebensweisen ist nur um den Preis gro&szlig;er Verwerfungen zu haben. Mit dem &ldquo;Staatstreich von Br&uuml;ssel&rdquo; wird den Staaten und deren B&uuml;rgern von oben vorgeschrieben, was sie tun oder zu lassen haben. Parallel zum zunehmenden Souver&auml;nit&auml;tsverlust der Staaten sind &uuml;berall die Zustimmungswerte zur europ&auml;ischen Integration zur&uuml;ckgegangen, vielerorts regelrecht eingebrochen. Die EU und der EURO stehen f&uuml;r Sozialabbau, Rezession, Arbeitslosigkeit und Verarmung. Statt &uuml;ber eine sozialvertr&auml;gliche Aufl&ouml;sung der Euro-Zone nachzudenken, haben die LINKEN die Kritik am EURO und der EU einer politisch schmierigen Opposition &uuml;berlassen.  Stephan Hebel h&auml;tte sich hier bei der von ihm abschlie&szlig;end kurz referierten Chantal Mouffe f&uuml;r einen &ldquo;linken Populismus&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/themen_channel\/wz_reflexionen\/zeitgenossen\/758416_KonsensgefaehrdetdieDemokratie.html\">mehr Anregungen holen k&ouml;nnen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>So verdienen Griechenlands Milliard&auml;re an der Krise<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Mittelschicht unter dem Sparkurs &auml;chzt, profitieren Griechenlands Oligarchen von der Krise. M&ouml;glich machen das Steuerprivilegien, Vetternwirtschaft und Korruption.<br>\nSo wie die Solstice N, der Name hei&szlig;t ins Deutsche &uuml;bersetzt Sonnenwende, in diesen Tagen vor der Westk&uuml;ste Afrikas in Richtung der senegalesischen Hauptstadt Dakar kreuzt, ist sie ein relativ unspektakul&auml;res Schiff: Sie ist 222 Meter lang, transportiert Container, verrichtet ihren gewohnten Dienst. So wie Tausende Frachter tuckert sie tagein, tagaus &uuml;ber die Meere. So weit nichts Besonderes. Au&szlig;ergew&ouml;hnlich wird die Geschichte der Solstice N erst, wenn man wei&szlig;, unter welchem Namen sie noch vor drei Monaten durch die Weltmeere schipperte und was dann mit ihr passierte: Da hie&szlig; das Schiff William Shakespeare und geh&ouml;rte deutschen Privatanlegern. Rund 13 Millionen Euro hatten sie 2007 zum Bau des Schiffes beigesteuert. Doch statt Gewinne mit dem Containerschiff zu erwirtschaften, ist ihr Kapital nun dahin: Die eigens zur Finanzierung des Frachters gegr&uuml;ndete Firma hat Anfang Juni beim Amtsgericht Hamburg Insolvenz angemeldet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/europa\/griechenland-so-verdienen-griechenlands-milliardaere-an-der-krise\/12152026.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie aus diversen Statements des geschassten griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis zu entnehmen war, wurde der griechischen Regierung von der Troika und Berlin sogar untersagt, Ma&szlig;nahmen gegen die superreichen Steuerhinterzieher zu ergreifen. Wundern sollte man sich allerdings nicht, wenn nun derjenige, der Luxemburg zur gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Steueroase gemacht hat, der Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Kommission ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krank gespart<\/strong><br>\nWie dringend Griechenland auf Hilfe angewiesen ist, zeigt sich besonders deutlich im Gesundheitswesen: Der griechische Gesundheitsetat ist in den vergangenen Jahren um 40 Prozent gek&uuml;rzt worden. Kommt das neue Sparprogramm, drohen weitere K&uuml;rzungen. Fast ein Drittel der Bev&ouml;lkerung hat au&szlig;erdem keine Krankenversicherung mehr.<br>\nDas Wartezimmer in der Sozialklinik in Elliniko, einem s&uuml;dlichen Vorort von Athen, ist voll. &Uuml;ber 1.000 Patienten werden pro Monat hier behandelt. Es sind vor allem Griechen, die nicht krankenversichert sind &ndash; und zu dieser Gruppe geh&ouml;ren inzwischen drei Millionen von insgesamt 11 Millionen B&uuml;rgern. In der Sozialklinik ist die Behandlung kostenlos, ebenso die Medikamente, die von Spenden aus dem In- und Ausland gekauft werden. Deshalb ist auch Nikos Samaras hier. Er musste seinen Motorradladen wegen der Krise schlie&szlig;en &ndash; und verlor seinen Versicherungsschutz. Vergangenes Jahr wurde er in einem staatlichen Krankenhaus &ndash; entgegen den damaligen Bestimmungen &ndash; kostenlos am Herzen operiert. Der 61-J&auml;hrige:<br>\n&ldquo;25 Jahre habe ich eingezahlt. Doch nun stehe ich ohne Versicherung da. Nach der Operation brauche ich Medikamente f&uuml;r mein Herz. Die kosten im Monat 180 Euro. Das Geld habe ich aber nicht&rdquo;.<br>\nNikos Samaras wird zum Arzt gerufen. Der behandelt hier in seiner Freizeit Kranke &ndash; ohne Bezahlung &ndash; so wie 50 weitere Helfer. Der Kardiologe Giorgios Bichas hat die Sozialpraxis vor f&uuml;nf Jahren mitgegr&uuml;ndet. Er ist emp&ouml;rt, dass in Griechenland, als einzigem Land der Eurozone, Arbeitslose nicht krankenversichert sind. Die neue von der linken Syriza gef&uuml;hrte Regierung hatte eigentlich vor, eine Krankenkarte f&uuml;r alle Unversicherten einzuf&uuml;hren. Doch das Projekt wurde gestoppt, weil die Kreditgeber diesen Vorschlag nicht unterst&uuml;tzen wollten. Giorgios Bichas ist dar&uuml;ber ver&auml;rgert und berichtet von seinem Arbeitsplatz, einem Athener Krankenhaus. Von den schlechten Leistungen selbst f&uuml;r diejenigen, die krankenversichert sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechisches-gesundheitswesen-krank-gespart.795.de.html?dram:article_id=326994\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wir&rdquo; gegen &ldquo;die&rdquo;<\/strong><br>\nDie griechisch-deutsche Journalistin und Aktivistin Margarita Tsomou, Herausgeberin des &ldquo;Missy Magazine&rdquo;, ist eine der wichtigsten Kritikerinnen der Griechenland-Berichterstattung in deutschen Medien.<br>\nMargarita, was ist das au&szlig;ergew&ouml;hnliche an der deutschen Berichterstattung &uuml;ber die Griechenland-Krise?<br>\nHarald Schumann, der Macher des Films &uuml;ber die Troika &bdquo;Macht ohne Kontrolle&ldquo; und Gast in der Konferenz, meinte neulich zu mir: &bdquo;Was die deutschen Journalisten angeht, da ist die Griechenland-Krise, was der Irak-Krieg f&uuml;r die amerikanischen Kollegen war: vollst&auml;ndiges Versagen auf breiter Front.&ldquo; Das Versagen beginnt damit, dass die Erkl&auml;rung &uuml;ber die Ursachen der Krise einseitig war, wie es auch mittlerweile in Studien belegt wurde. Es begegnete einem wenig differenzierte Berichterstattung, sondern vor allem eine Narration: Die Krise ist eine hausgemachte Krise der griechischen Finanzen, und das liegt an der Schlamperei und der Trickserei der griechischen Bev&ouml;lkerung. Das hei&szlig;t: Wir hatten &uuml;berwiegend negative Berichte, die Krise wurde als Griechenlandkrise reduziert dargestellt und mit Mentalit&auml;tsanalysen des griechischen &bdquo;Volks-Charakters&ldquo; erkl&auml;rt. Dabei wurde &bdquo;der Grieche&ldquo; als der Betr&uuml;ger, als der unaufrichtige Kleinkriminelle und als der Raffgierige dargestellt. Eine Verschiebung in der Debatte gab es allerdings durch die Niederlage der griechischen Regierung in den Verhandlungen in der Nacht zum 13. Juli.<br>\nWas f&uuml;r eine Verschiebung?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krautreporter.de\/864--wir-gegen-die\">Sebastian Esser auf Krautreporter<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Massenhafte &Uuml;berwachung sozialer Netzwerke<\/strong><br>\nDer Wirbel ist gro&szlig;, die Ermittlungen wegen Landesverrats sind inzwischen eingestellt: Doch was steht eigentlich in den bei Netzpolitik.org publizierten Papieren? Manfred Kloiber hat sich die Unterlagen des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutz genauer angesehen.<br>\n&Uuml;ber 40 Blatt Papier spuckt mein Drucker aus. Die beiden Artikel von netzpolitik.org, um die es so viel Wirbel gab &ndash; ich will sie schwarz auf wei&szlig;.<br>\nVor allem die Stellenpl&auml;ne und die komplizierten Erl&auml;uterungen aus den geheimen Unterlagen des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz &ndash; sie sind einfach besser zu &uuml;berblicken, wenn sie vor einem ausgebreitet auf dem Tisch liegen. Ich habe Professor Hartmut Pohl gefragt, ob er mit mir einen Blick auf die ver&ouml;ffentlichten Dokumente des K&ouml;lner Amtes mit dem K&uuml;rzel BfV wirft.<br>\nDer Erl&auml;uterungsteil macht in kryptischem Beh&ouml;rdendeutsch klar, dass der Verfassungsschutz seine &Uuml;berwachungsstrategie massiv ausweiten will. Bislang hat das Amt potentielle Gef&auml;hrder immer nur ganz gezielt &uuml;berwacht. In Zukunft aber sollen Informationen &uuml;ber Terroristen und Extremisten aus dem gro&szlig;en Datenmeer des Internets gefischt werden. Wir lesen: Um gro&szlig;e Datenmengen automatisiert aufbereiten und systematisch analysieren zu k&ouml;nnen, soll in Kooperation mit externen Stellen aus Forschung und Entwicklung ein System zur Gewinnung, Verarbeitung und Auswertung von gro&szlig;en Datenmengen aus dem Internet entwickelt werden.<br>\nHartmut Pohl erkl&auml;rt, was also genau &uuml;berwacht werden soll: &ldquo;Die Kommunikation mit sozialen Medien. Davon gibt es ja eine ganze Reihe, in denen man sich wie auch immer tummeln kann, chatten kann, Bilder austauschen, Videos austauschen kann. Dazu geh&ouml;ren auch berufliche Plattformen. Und diese Massendaten m&uuml;ssen auch massiv gefiltert werden, damit die Auswertung ein brauchbares Ergebnis erzielt.&rdquo;<br>\nAlles, was in Facebook, Twitter, Instagram, Xing oder wo auch immer erscheint, soll vom Verfassungsschutz abgegriffen und dann auf Zusammenh&auml;nge untersucht werden. Dazu nutzt man Analyse-Software, die quasi in einem Heuhaufen Stecknadeln findet. Big Data nennt sich diese Technologie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/plaene-des-verfassungsschutzes-massenhafte-ueberwachung.976.de.html?dram:article_id=327919\"> Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: Wer soll entscheiden, was ein Staatsgeheimnis ist?<\/strong><br>\nDie Aff&auml;re um Netzpolitik.org f&uuml;hrt vor Augen, dass die Geheimdienste politische Zeichen nicht zu lesen verstehen. Und dass die Politik aus der &bdquo;Spiegel&ldquo;-Aff&auml;re 1962 nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen hat.<br>\nDass in letzter Zeit in Deutschland dutzendweise geheime Papiere ihren Weg in die &Ouml;ffentlichkeit fanden, musste den &Auml;rger der Geheimen auf sich ziehen. Nun galt es offenbar, ein Mittel zu suchen, um zu verhindern, dass das Leaken aus Geheimdienstkreisen in Teilen der Presse g&auml;ngig wird. Es dr&auml;ngt sich der Eindruck f&ouml;rmlich auf, dass die Strafanzeige des Inlandsgeheimdienstes &bdquo;Verfassungsschutz&ldquo; und die darauffolgende Einleitung von Ermittlungen der Bundesanwaltschaft wegen Landesverrats eine Reaktion einer durch immer mehr Leaks und harsche Kritik bedr&auml;ngten Beh&ouml;rde ist, deren Selbstbild mit der Au&szlig;enwahrnehmung kaum mehr in Einklang zu bringen ist.<br>\nDie Geheimen sehen das nicht gern<br>\nDass dieses Vorgehen von Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maa&szlig;en im Innenministerium geduldet, m&ouml;glicherweise gar gef&ouml;rdert wurde, zeugt nicht nur von einer absurden rechtlichen Bewertung, sondern auch von einer fatalen politischen Fehleinsch&auml;tzung in Bezug auf die Reaktion. Unbestritten sollte die Strafanzeige in erster Linie ein Schuss vor den Bug f&uuml;r potentielle Informanten sein und der Abschreckung von Nachahmern dienen, aber dass der Kollateralschaden betr&auml;chtlich sein w&uuml;rde, war durchaus absehbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/aus-dem-maschinenraum\/netzpolitik-org-das-staatsgeheimnis-neu-fassen-13741794.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie Versicherer Millionen &uuml;ber T&ouml;chter abziehen<\/strong><br>\nDie Versicherungen geraten in Verruf: Sie geben ihren Tochterunternehmen teure Kredite und ziehen so Geld aus der Lebensversicherung ab. Kunden drohen niedrigere &Uuml;bersch&uuml;sse und noch weitere Schwierigkeiten.<br>\nNiedrige Zinsen machen Lebensversicherern zu schaffen. Die Politik hat deshalb bereits die Aussch&uuml;ttung an Kunden begrenzt. So m&uuml;ssen Versicherer keine Kursgewinne auf Anleihen mehr auszahlen, wenn sie das Geld brauchen, um vertraglich garantierte Zinsen langfristig bezahlen zu k&ouml;nnen. Viele brauchen das Geld tats&auml;chlich. Immerhin: Versicherer, die Reserven zur&uuml;ckhalten, d&uuml;rfen keine Dividende an ihre Eigent&uuml;mer aussch&uuml;tten.<br>\nDoch: Geld erhalten viele Konzernm&uuml;tter auf einem anderen Weg. Sie geben  Lebensversicherungst&ouml;chtern Kredite, f&uuml;r die hohe Zinsen f&auml;llig werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge\/versicherung\/lebensversicherung-wie-versicherer-millionen-ueber-toechter-abziehen\/12154728.html?mbnl=10082015&amp;mbnl=10082015\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Selbstbewusst f&uuml;r einen &raquo;Dritten Weg&laquo;<\/strong><br>\nIm Sozial- und Erziehungsdienst stellte sich die ver.di-Basis auf die Hinterbeine &ndash; auch gegen die eigenen Verhandler<br>\nObwohl ver.di-Chef Bsirske die Annahme des Schlichterspruchs empfohlen hatte, warben Aktive f&uuml;r ein &raquo;Nein&laquo; bei der Mitgliederbefragung und machten Vorschl&auml;ge, wie es weitergehen k&ouml;nnte.<br>\nF&uuml;nf Wochen dauerte die Mitgliederbefragung von ver.di zum Schlichterspruch im Sozial- und Erziehungsdienst. Trotz der Sommerferien verliefen die begleitenden Debatten lebhaft. Das ausgehandelte Ergebnis sowie die Chancen, eine Aufwertung doch noch durchzusetzen, wurden h&ouml;chst unterschiedlich bewertet.<br>\nBemerkenswert an dem vierw&ouml;chigen Arbeitskampf war die Einbeziehung der Streikenden. Ver.di hatte bei der Vorbereitung der Auseinandersetzung auf ungew&ouml;hnlich breite Selbstorganisierung gesetzt und beispielsweise fr&uuml;hzeitig mit dem Aufbau von Aktionsr&auml;ten begonnen. Die Bereitschaft der Kollegen, aktiv an dem Streik zu partizipieren, war gro&szlig;: 25 000 Mitglieder hat allein ver.di w&auml;hrend der Auseinandersetzung gewonnen, Beteiligungsm&ouml;glichkeiten stie&szlig;en auf starke Resonanz.<br>\nEin D&auml;mpfer f&uuml;r diese neu erprobte innergewerkschaftliche Demokratie war dann der pl&ouml;tzliche Streikabbruch aufgrund der Schlichtung. Gleichzeitig haben die mutigen Schritte in Richtung Streikdemokratie den Boden bereitet f&uuml;r einen selbstbewussten Umgang mit der Empfehlung der Gewerkschaftsspitze. Die n&auml;chsten Tage werden zeigen, ob der Weg zu mehr Streikdemokratie tats&auml;chlich weiter beschritten wird oder ob er vorerst endet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/980580.selbstbewusst-fuer-einen-dritten-weg.html\">Nelli T&uuml;gel im ND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ausgelaugte Gewerkschaft<\/strong><br>\nDas Motto des kommenden Verdi-Bundeskongresses soll Optimismus verbreiten: &ldquo;St&auml;rke. Vielfalt. Zukunft.&rdquo; Ein Fall von Autosuggestion. Denn bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft l&auml;uft es derzeit alles andere als rund. &ldquo;St&auml;rke&rdquo; und &ldquo;Zukunft&rdquo; geh&ouml;ren nicht gerade zu den naheliegendsten Begriffen, wenn es um die mit knapp 2,1 Millionen Mitgliedern immer noch zweitgr&ouml;&szlig;te deutsche Gewerkschaft geht.<br>\nUm es deutlicher zu formulieren: Verdi befindet sich in einer veritablen Krise. Das F&uuml;hrungspersonal um den Dauervorsitzenden Frank Bsirske, der seit der Gr&uuml;ndung von Verdi 2001 an der Spitze steht, und seine beiden StellvertreterInnen Andrea Kocsis und Frank Werneke wirkt konzeptionslos und ausgelaugt.<br>\nDoch hoffnungsvolle Nachwuchskr&auml;fte, die an ihre Stelle treten k&ouml;nnten, sind nicht in Sicht. Alle drei m&uuml;ssen nicht mal mit einer Gegenkandidatur rechnen.<br>\nDaf&uuml;r spricht die dramatisch schlechte Figur, die die Verdi-Spitze zuletzt in gleich zwei zentralen Arbeitsk&auml;mpfen abgegeben hat: im Tarifkonflikt im Sozial- und Erziehungsdienst und in der Auseinandersetzung bei der Post.<br>\nDas Ergebnis war das gleiche. In beiden F&auml;llen hat die F&uuml;hrung ihre Mitglieder in den unbefristeten Streik gef&uuml;hrt &ndash; und ist dann jeweils zum v&ouml;lligen Unverst&auml;ndnis ihrer k&auml;mpferischeren Basis vor den Arbeitgebern eingeknickt.<br>\nHinter vorgehaltener Hand hei&szlig;t es, die Streikkosten seien dem Vorstand zu teuer geworden. Auf fast 100 Millionen Euro werden sie bei der Post und den Kitas bislang gesch&auml;tzt.<br>\nJedenfalls hat Kocsis, die den Poststreik organisiert hatte, bis heute keine plausible Erkl&auml;rung geliefert, warum sie einen Tarifabschluss unterschrieben hat, &uuml;ber den sich nur die Post-Aktion&auml;re freuen konnten.<br>\nNicht einmal in die Schlichtung ist sie gegangen. Nach dem klaren Votum der Mitgliederbefragung wird im Sozial- und Erziehungsdienst die Verdi-Spitze jetzt mehr herausholen m&uuml;ssen. Ob ihr das gelingt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Verdi-vor-dem-Bundeskongress\/!5219044\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verkehrspolitiker fordern Maut f&uuml;r Fernbusse<\/strong>\n<ul>\n<li>Verkehrspolitiker von CSU, SPD und Opposition fordern eine Maut auch f&uuml;r Fernbusse. Diese sollten ebenfalls an den Kosten f&uuml;r Stra&szlig;ensch&auml;den und Feinstaubbelastung aufkommen.<\/li>\n<li>Verkehrsminister Dobrindt und die Unionsfraktion lehnen den Vorschlag ab.<\/li>\n<li>Seit der Markt&ouml;ffnung des Linienverkehrs w&auml;chst die Fernbusbranche. F&uuml;r 2015 rechnen Experten mit 30 Millionen Kunden&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Seit der Markt&ouml;ffnung des Linienverkehrs &uuml;ber 50 Kilometer fahren immer mehr Menschen mit dem Fernbus. Im vergangenen Jahr z&auml;hlte die Branche etwa 19 Millionen Fahrg&auml;ste. F&uuml;r 2015 rechnen Marktforscher mit 30 Millionen Kunden. Die bis zu 18 Tonnen schweren Busse d&uuml;rfen die Stra&szlig;en kostenlos nutzen, obwohl von Oktober 2015 an auch Lkws mit mehr als 7,5 Tonnen Gewicht in das Mautsystem einbezogen werden. Z&uuml;ge m&uuml;ssen f&uuml;r die Nutzung der Schienen hingegen Geb&uuml;hren zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/auto\/vorstoss-von-verkehrspolitikern-maut-auch-fuer-fernbusse-1.2601289%20\">Thomas &Ouml;chsner in der SZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das schmutzige Gesch&auml;ft mit dem Blut ungeborener K&auml;lber<\/strong>\n<ul>\n<li>Mehrere Pharmaunternehmen werden verd&auml;chtigt, &uuml;ber mehrere Jahre Blutserum von ungeborenen K&auml;lbern mit falschen Herkunftsbezeichnungen vertrieben zu haben, unter anderem auch in Deutschland.<\/li>\n<li>F&ouml;tales K&auml;lberserum ist der geheime Treibstoff der Pharmabranche, der als N&auml;hrl&ouml;sung und in der Medikamentenentwicklung eingesetzt wird.<\/li>\n<li>Durch verunreinigte Sera k&ouml;nnte auch eine Gefahr f&uuml;r Patienten bestehen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>F&auml;lschungen und Manipulationen im Milliardengesch&auml;ft mit Blutserum von ungeborenen K&auml;lbern alarmieren nach Informationen von S&uuml;ddeutscher Zeitung und NDR Beh&ouml;rden in Deutschland und Frankreich. Bei Gesch&auml;ften mit f&ouml;talem K&auml;lberserum ist es deutschen und franz&ouml;sischen Ermittlern zufolge zu Panschereien, Manipulationen und F&auml;lschungen im gro&szlig;en Stil gekommen. &Uuml;ber mehrere Jahre sollen Unternehmen demnach Serum mit falschen Herkunftsnachweisen auf den Markt gebracht haben. Auch in Deutschland sollen gr&ouml;&szlig;ere Mengen des gepanschten Serums vertrieben worden sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/pharmaindustrie-das-schmutzige-geschaeft-mit-dem-blut-ungeborener-kaelber-1.2602820\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Auf Sand gebaut &ndash; Das &raquo;chilenische Modell&laquo; in der Agonie<\/strong>\n<ul>\n<li>Der sich seit Mitte letzten Jahres allm&auml;hlich aufbauende Skandal um die offenkundig weit verbreitete, illegale Finanzierung der Wahlkampagnen ehemaliger sowie amtierender Parlamentarier_innen durch Unternehmen hat das politische System Chiles in eine tiefe Legitimationskrise gest&uuml;rzt.<\/li>\n<li>Indessen ist dies nur der Kulminationspunkt eines vor gut einer Dekade einsetzen den Prozesses, der mit der Artikulation des Unbehagens einer st&auml;ndig wachsenden  Zahl von B&uuml;rger_innen mit dem Status quo begann und schlie&szlig;lich in eine Sozialbewegung m&uuml;ndete, die Forderungen nach Reformen in zahlreichen Politikfeldern auf die Tagesordnung setzte.<\/li>\n<li>Die 2013 gew&auml;hlte Regierung Bachelet war die letzte Chance des postdiktatorialen Systems, die &uuml;berkommenen Defizite des wirtschaftlichen wie politischen Modells aus sich selbst heraus zu &uuml;berwinden. Die fatale Kombination aus dem Widerstand der Wirtschaftsoligarchie gegen jegliche Reform einerseits sowie der Diskreditierung s&auml;mtlicher Institutionen der repr&auml;sentativen Demokratie andererseits hat diesem Versuch der Selbsterneuerung ein fr&uuml;hes Ende gesetzt.<\/li>\n<li>Die Hoffnungen ruhen nun auf einer verfassungsgebenden Versammlung, die das politische System neu legitimiert, die Agonie des &raquo;chilenischen Modells&laquo; beendet und die am Horizont aufscheinende M&ouml;glichkeit eines neopopulistischen Regimes abwendet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/iez\/11553.pdf\">Reiner Radermacher in Internationale Politik und Gesellschaft IPG [PDF &ndash; 199 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Spanisches Knebelgesetz: Strafen f&uuml;r sarkastische Tweets und Postings<\/strong><br>\nEinen Protestaufruf etwa per Facebook zu verbreiten kann Haft bedeuten.<br>\nEs ist ein regelrechter Euphemismus: das am 1. Juli in Kraft getretene spanische &ldquo;B&uuml;rgerschutzgesetz&rdquo;. Die von seinen Gegnern zu Recht als &ldquo;Ley Mordaza&rdquo;, zu Deutsch &ldquo;Knebelgesetze&rdquo;, heftig kritisierten Reformen schr&auml;nken nebst vielem anderem auch die Freiheit im WWW massiv ein.<br>\nNicht einzig die &ldquo;New York Times&rdquo; nannte es im Editorial &ldquo;franquistisch&rdquo;. Erinnert es doch an Gesetze der Franco-Diktatur, die dem Land und seinen B&uuml;rgern von 1939 bis zum Tod des &ldquo;Generalisimo&rdquo; 1975 &ndash; und 1978, den ersten, freien Wahlen &ndash; vor allem eines nahmen: jegliche Freiheiten. Sei es der Information, der Versammlung, der Demonstration oder der Meinung. Zudem trat zeitgleich ein ebenso wie die &ldquo;B&uuml;rgerschutzgesetze&rdquo; von der Uno heftig kritisiertes, versch&auml;rftes Strafgesetzbuch in Kraft.<br>\nIhn traf es als Ersten: Eduardo D&iacute;az (27), Facebook-User aus Teneriffa. Er kritisierte B&uuml;rgermeisterin und Lokalpolizei &uuml;ber das Sozialnetzwerk. Gar ein wenig untergriffig. Die Ordnungsh&uuml;ter w&auml;ren &ldquo;Dr&uuml;ckeberger&rdquo;. Sechs Stunden nachdem er den nun als Delikt geltenden Mausklick setzte, klopften auch schon zwei Beamte an seine Haust&uuml;r: &ldquo;Wir kommen, um das Bu&szlig;geld einzufordern. Wegen Ihres Postings im Internet.&rdquo; Bei leichten Vergehen rangiert dieses zwischen 100 und 600 Euro. In einem Interview, dass D&iacute;az &ldquo;El Mundo&rdquo; gab, emp&ouml;rte er sich: &ldquo;Die Regierung will damit kritische B&uuml;rger zum Schweigen bringen.&rdquo;<br>\nNicht nur das: Ein Protestaufruf etwa per Facebook oder etwa WhatsApp verbreiten, das ist fortan auch ein &ldquo;No-Go&rdquo;. Das weit teurer zu stehen kommen kann, n&auml;mlich mit bis einem Jahr Haft. Das Verbreiten reicht wohlgemerkt aus, selbst wenn man nicht der Organisator der Demo ist. Sollte der Protest gar eskalieren, stehen darauf auch zwischen 30.000 und 600.000 Euro. Zudem gelten fortan auch bis zu vier Jahre Haft f&uuml;r passiven Widerstand. Sei es ein Sitzstreik in einer Bankfiliale oder der Versuch, eine der vielen Zwangsdelogierungen in Spanien zu stoppen. Spontane Proteste sind nun auch g&auml;nzlich untersagt, vor dem Madrider Parlament sowieso.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000020292336\/Spanisches-Knebelgesetz-Strafen-fuer-sarkastische-Tweets-und-Postings\">der standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dabei gilt Spanien als vorbildlich bei der Umsetzung der neoliberalen Austerit&auml;tspolitik. Aber ist es nicht naiv zu glauben, eine Politik, die f&uuml;r 90 Prozent der Bev&ouml;lkerung eine Verschlechterung der Lebenssituation bedeutet, lie&szlig;e sich ohne Repression durchsetzen? Und vor diesem Hintergrund k&auml;men f&uuml;r Nachdenkseiten wohl einige Jahre Gef&auml;ngnis zusammen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die digitale Razzia<\/strong><br>\nMit der Funkzellenabfrage kontrolliert die Polizei die Mobiltelefone unschuldiger B&uuml;rger. Doch wer kontrolliert eigentlich die Polizei?<br>\nFernab von &ouml;ffentlicher Kontrolle ist die nicht individualisierte Funkzellenabfrage zu einem Standard-Ermittlungsinstrument deutscher Polizeibeh&ouml;rden geworden. Wer hat mit wem telefoniert oder SMS geschrieben? Wo befanden sich die Personen? Waren sie schon einmal in Tatortn&auml;he? Eine digitale Razzia.<br>\nNat&uuml;rlich kennen auch Konzerne wie Facebook oder Apple unsere Kommunikationsdaten, doch die Nutzer liefern sie &ndash; mehr oder weniger &ndash; freiwillig aus. Nicht so beim Zugriff durch den Staat, der jeden B&uuml;rger durchschnittlich zehn Mal im Jahr einer Straftat verd&auml;chtigt. So viel l&auml;sst sich sagen, auch wenn die Datenlage einem Puzzle mit nur sehr wenigen Teilen gleicht.<br>\nJede Funkzellenabfrage ist ein schwerer Eingriff in die grundrechtlich gesch&uuml;tzte Privatsph&auml;re unschuldiger B&uuml;rger. Notwendig ist eine umfassende Transparenz und Evaluierung der Datensammelwut. Doch beides fehlt. Nur auf parlamentarische Anfrage hin r&uuml;cken Beh&ouml;rden mit Daten heraus &ndash; meist mit vielen Monaten Versp&auml;tung und ohne Nennung von Details. Der Berliner Bericht f&uuml;r 2014 lieferte nur ein Bruchteil der vom Parlament abgefragten Daten. Wieder einmal soll ein &Uuml;berwachungsinstrument im Verborgenen bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5219021\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Merkels Einpeitscher haut daneben<\/strong><br>\nEs muss schon einiges passiert sein, wenn Abgeordnete so &uuml;ber ihren Fraktionschef reden. &ldquo;Erschreckend und besch&auml;mend&rdquo; seien Volker Kauders &Auml;u&szlig;erungen, sagt der CDU-Parlamentarier Alexander Funk. &ldquo;Damit disqualifiziert er sich als Vorsitzender.&rdquo; Die Meinungsfreiheit werde mit F&uuml;&szlig;en getreten, beklagt sein Kollege Andreas Mattfeldt. &ldquo;Es kann nicht sein, dass man nur noch Stimmvieh der Parteif&uuml;hrung ist.&rdquo; Das ist ziemlich deftig.<br>\nMit seiner offenen Drohung, jene Abgeordnete, die Kanzlerin Angela Merkel bei der Griechenland-Rettung nicht folgen wollen, in Zukunft wichtige Ausschussposten vorzuenthalten, hat Unionsfraktionschef Kauder einen Sturm der Entr&uuml;stung in den eigenen Reihen ausgel&ouml;st. Und die Frage, die sich nicht nur die angesprochenen Gegner eines dritten Hilfspakets, sondern auch Kauder-Freunde in der Union stellen, lautet: Was hat ihn da nur geritten?<br>\nNun ist es Kauders Job, auch mal den Zuchtmeister zu spielen, da muss man sich nichts vormachen &ndash; vom &ldquo;Whip&rdquo;, dem Einpeitscher, spricht man im Englischen. Normalerweise aber holt ein Fraktionschef, und zwar nicht nur in der Union, die Peitsche hinter den Kulissen raus. Dort wird Druck ausge&uuml;bt, und wer mehrfach als Abweichler auff&auml;llig wird, darf sich &ndash; freies Mandat hin oder her &ndash; nicht &uuml;ber einen Karriereknick wundern. Die CDU-Abgeordneten Klaus-Peter Willsch oder Alexander Funk etwa mussten nach der vergangenen Bundestagswahl ihre Pl&auml;tze im Haushaltsausschuss r&auml;umen, weil sie grunds&auml;tzlich gegen den Euro-Rettungskurs sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/volker-kauder-vor-griechenland-votum-der-einpeitscher-haut-daneben-a-1047472.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der vorgebliche Unmut der Unionsabgeordneten ist nicht mehr als Theaterdonner. Jeder wei&szlig;, dass die viel ger&uuml;hmten Unabh&auml;ngigkeit der Abgeordneten des Bundestages, die angeblich nur ihrem Gewissen (sofern vorhanden) verpflichtet sein sollen, bestenfalls auf dem Papier existiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Abschied von der Staatsfeindin<\/strong><br>\nNach jahrelanger &Uuml;berwachung muss der Geheimdienst seine Akten &uuml;ber Linken-Abgeordnete vernichten. Bayern f&auml;llt das Schreddern schwer.<br>\nDer bayerische Verfassungsschutz hat es sich nicht leicht gemacht. Neun Monate br&uuml;tete er &uuml;ber seiner Antwort an die Bundestagsabgeordnete Nicole Gohlke, dann erst ging Ende April der Brief in die Post. In feinstem Amtsdeutsch teilte Bayerns Verfassungsschutzchef Burkhard K&ouml;rner der Bildungsexpertin der Linksfraktion mit: &bdquo;Zu Ihrer Person sind im Rahmen der Beobachtung linksextremistischer Personenzusammenschl&uuml;sse personenbezogene Daten gespeichert.&ldquo;<br>\nDann listete er Aktivit&auml;ten auf, die Gohlke f&uuml;r den bayerischen Geheimdienst zur wohl letzten Verfassungsfeindin im Bundestag machten&hellip;.<br>\nAuf Nachfrage lehnt der bayerische Verfassungsschutz jede Auskunft zu ihrem Fall ab. Der Beh&ouml;rdensprecher beruft sich auf das Datenschutzrecht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5221420\/\">Astrid Geisler in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>SPD-Kanzlerkandidatur: Gabriel offen f&uuml;r Mitgliederbefragung<\/strong><br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel h&auml;lt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Bundestagswahl 2017 f&uuml;r schlagbar, weil in einer &ldquo;Demokratie jeder schlagbar&rdquo; sei. Die SPD werde &ldquo;einen Kanzlerkandidaten aufstellen und um die Kanzlerschaft k&auml;mpfen&rdquo;, sagte Gabriel der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung (Montagausgabe). Offen zeigte sich der Parteichef f&uuml;r den Vorschlag, den n&auml;chsten SPD-Kanzlerkandidaten in einer Mitgliederbefragung zu ermitteln.<br>\nGabriel reagierte mit seinen &Auml;u&szlig;erungen zu den Chancen auf einen Sieg gegen Merkel auf &Auml;u&szlig;erungen des schleswig-holsteinischen Ministerpr&auml;sidenten Torsten Albig (SPD), der k&uuml;rzlich gesagt hatte, die Sozialdemokraten sollten angesichts der St&auml;rke der Amtsinhaberin auf einen Kanzlerkandidaten verzichten und sich darauf konzentrieren, Juniorpartner in einer gro&szlig;en Koalition zu bleiben.<br>\nGabriel zeigte sich zudem offen f&uuml;r eine in der SPD diskutierte Mitgliederbefragung &uuml;ber den Kanzlerkandidaten 2017: &ldquo;Ich habe immer gro&szlig;en Wert darauf gelegt, die direkte Beteiligung in der Partei zu erh&ouml;hen. Deshalb haben die Mitglieder auch &uuml;ber den Koalitionsvertrag abgestimmt.&rdquo;<br>\nZudem br&auml;chte ein Mitgliederentscheid &uuml;ber die Kanzlerkandidatur vor der Wahl eine gro&szlig;e Mobilisierung f&uuml;r die SPD. &ldquo;Daf&uuml;r br&auml;uchte es dann aber mehr als nur einen Kandidaten. Damit besch&auml;ftigen wir uns Ende 2016&rdquo;, k&uuml;ndigte der Parteichef an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/spd-kanzlerkandidatur-gabriel-offen-fuer-mitgliederbefragung,1472596,31422964.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Verfahren Gabriel und andere nach dem Motto &ldquo;eine schlechte Berichterstattung ist besser als keine&rdquo; oder wollen die einfach das sog. Sommerloch f&uuml;llen?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es darf wieder einmal gelacht werden. Was sind eigentlich die Aussagen des sogenannten Vizekanzlers &uuml;berhaupt Wert? Dass die SPD mit Gabriel &bdquo;um die Kanzlerschaft k&auml;mpfen&rdquo; will, glaubt Gabriel doch nicht einmal selbst. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Zu guter Letzt &ndash; Vizekanzler<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150811_01_.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: NDR &ndash; extra 3\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Allerletzte &ndash; Was hilft Fl&uuml;chtlingen am besten? Der Neoliberalismus!<\/strong><br>\nDa viele Fl&uuml;chtlinge zumeist mittellos nach Deutschland kommen, sind sie schnell auch Klienten des Sozialstaates. So r&uuml;hrend und verdienstvoll Kleider- und Sachspenden sind, so heroisch wie liebenswert das Engagement von Nachbarschaften, Kirchen und Sozialverb&auml;nden ist, am Ende wird diese ungelenkte Form der Migration einen sowieso &uuml;berdimensionierten Sozialstaat fordern und damit am Ende den Steuerzahler.<br>\nIntegration gelingt dort am besten, wo Migranten einer geregelten Arbeit nachgehen. Parallelgesellschaften und Kriminalit&auml;t wachsen, wo die Arbeit als t&auml;glicher Austausch mit der gastgebenden Mitwelt ausf&auml;llt. Vor diesem Hintergrund wirken die sozialpolitischen Triumphe der SPD wie der Mindestlohn und die Versch&auml;rfung der Praktikumsregeln ziemlich kontraproduktiv.<br>\nDie Regulierung und Entflexibilisierung verhindern, dass viele der arbeitswilligen Migranten, die ihr gesamtes Hab und Gut f&uuml;r ein Leben in einer freien, kapitalistischen Gesellschaft riskiert haben, schnell Chancen auf Besch&auml;ftigung finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article144954231\/Was-hilft-Fluechtlingen-am-besten-Der-Neoliberalismus.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Mindestlohn verhindert also die schnelle Integration der Fl&uuml;chtlinge? So h&auml;tten es die Herrschaften gerne, dass die Menschen, die durch weltweite neoliberalen Ausbeutung ihrer Existenzgrundlage beraubt, ihre einzige Chance im verlassen ihrer Heimat sehen, hier ihre Haut f&uuml;r 2,50 Euro zu Markte tragen. Geht es noch bl&ouml;der?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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