{"id":2718,"date":"2007-10-25T09:00:36","date_gmt":"2007-10-25T07:00:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2718"},"modified":"2007-10-25T17:44:40","modified_gmt":"2007-10-25T15:44:40","slug":"hinweise-des-tages-512","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2718","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<\/p><p>Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2718&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Ronald Schettkat: 50 Millionen Gutmenschen f&uuml;r gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland<\/strong><br>\nRund 70 % der Bundesb&uuml;rger sind laut einer Umfrage der ZEIT f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohnes, was sicher auf die sp&uuml;rbare Zunahme der Lohnspreizung in Deutschland zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Bef&uuml;rwortern gesetzlicher Mindestl&ouml;hne wird h&auml;ufig eine moralisch honorige Intention, aber zugleich auch fehlender Realit&auml;tsbezug unterstellt. Gutmenschen eben. Wer die Flexibilit&auml;t der L&ouml;hne nach unten begrenzt, der vernichte Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten, insbesondere f&uuml;r geringer qualifizierte Arbeitnehmer, doziert der Sachverst&auml;ndigenrat.<br>\nAber warum fordern dann in den USA sogar Nobelpreistr&auml;ger der Wirtschaftswissenschaften &ndash; unter ihnen wahre Giganten der Profession wie Kenneth Arrow (Stanford) und Robert Solow (MIT) &ndash; eine Heraufsetzung des gesetzlichen Mindestlohnes? Haben die das Einmaleins der &ouml;konomischen Theorie nicht verstanden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsimit_2007_09_kommentar.pdf\">WSI Mitteilungen [PDF &ndash; 112 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Mehr Kreativit&auml;t, weg mit der Arbeitslosenversicherung!&ldquo;<\/strong><br>\nReformunwillen, r&uuml;ckw&auml;rtsgewandte Gewerkschaften, Arbeitslosenversicherung: Der US-&Ouml;konom Edmund Phelps geht mit der deutschen Wirtschaftspolitik hart ins Gericht. In Mannheim erkl&auml;rte der Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger, was Europa braucht, um wettbewerbsf&auml;hig zu werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,513290,00.html\">SPIEGEL online<\/a>\n<p><em><strong>Es zitiert und kommentiert T.K. aus Berlin, erg&auml;nzt um einige Anmerkungen von AM:<\/strong><br>\n&ldquo;Eine absolute Horrorvorstellung ist f&uuml;r mich die Tatsache, dass man in Deutschland seinen Job k&uuml;ndigen, und sich anschlie&szlig;end hinstellen und Arbeitslosengeld verlangen kann. Und man bekommt es auch noch!&rdquo;<br>\nEine Horrorvorstellung w&auml;re es f&uuml;r mich vor einigen Jahren gewesen, ich h&auml;tte meinen Job, in dem ich monatelang gemobbt wurde, ohne Absicherung schmei&szlig;en m&uuml;ssen. So konnte ich, nachdem mir die Mobberei bewusst wurde, die Notbremse ziehen, und nach 2,5 Monaten hatte ich einen neuen Job. Ich denke, da stehe ich nicht allein da mit meiner Erfahrung.<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Phelps sieht das Land [Deutschland] aufgrund der demografischen Entwicklung vor einem &ldquo;riesigen Problemberg&rdquo;.<br>\nSo, und das gilt so nur f&uuml;r Deutschland (wenn&rsquo;s &uuml;berhaupt solch ein Problem ist&hellip;)? Das gilt nicht f&uuml;r &Ouml;sterreich, Italien, Skandinavien (die bekanntlich h&ouml;here Staatsquoten haben)?!<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Weg mit dem &ouml;ffentlichen Bankensektor, weg mit den Gewerkschaften, die notwendige gesellschaftliche &Auml;nderungen blockieren, weg mit K&uuml;ndigungsschutz und Arbeitslosenversicherung&ldquo;<br>\nFr&uuml;her sagten wir dazu: Anarchie for you and me!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzender Kommentar AM:<\/strong><\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Es ist schon erstaunlich, dass man mit einem solchen Nachgeplapper den Nobelpreis erh&auml;lt. Zur demographischen Entwicklung zum Beispiel, dem angeblich &bdquo;riesigen Problemberg&ldquo;, schw&auml;tzt Phelps nur nach, was ihm sein Mannheimer Kollege B&ouml;rsch-Supan vorsagt.<\/em><\/li>\n<li><em>Bei seiner Kritik an K&uuml;ndigungsschutz und Arbeitslosenversicherung sollte er sich doch mal fragen, wieso wir hierzulande so wettbewerbsf&auml;hig sind und einen gro&szlig;en Leistungsbilanz&uuml;berschuss haben, w&auml;hrend sein Land einen riesigen, f&uuml;r uns alle gef&auml;hrlichen Problemberg von Leistungsbilanzdefiziten und Auslandsverschuldung vor sich herschiebt.<\/em><\/li>\n<li><em>Interessant ist, dass die Reformer es immer wieder und auf massive Weise verm&ouml;gen, Propaganda f&uuml;r ihre Reformen zu machen. F&uuml;r jene, die sich mit dem Aufbau einer Gegen&ouml;ffentlichkeit gegen diese Art von Indoktrination wehren wollen, kann das nur hei&szlig;en: dagegen kommt man nur an, wenn man die Glaubw&uuml;rdigkeit dieser Herren, ob das nun Phelps oder Sinn oder Raffelh&uuml;schen ist, in Zweifel zieht. Mit einer, zwei oder drei Gegeninformationen zur 1000-fachen Pr&auml;senz der neoliberalen Ideologie in den Medien kommt man nicht weiter.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Anrechnung der BAf&ouml;G-Leistungen auf das Arbeitslosengeld II &auml;ndern<\/strong><br>\nDas BAf&ouml;G soll nicht auf das Arbeitslosengeld II (ALG II) angerechnet werden &ndash; falls entsprechende Ausbildungsgeb&uuml;hren gezahlt werden m&uuml;ssen. Daf&uuml;r hat sich der Petitionsausschuss ausgesprochen und am Mittwochmorgen die zugrundeliegende Eingabe mehrheitlich an die Bundesregierung &ldquo;zur Erw&auml;gung&rdquo; &uuml;berwiesen. Der Petitionsausschuss stellte fest, dass bei den derzeitigen gesetzlichen Regelungen davon ausgegangen wird, dass ein umfassendes Angebot an &ouml;ffentlichen, geb&uuml;hrenfreien Ausbildungsst&auml;tten existiere. Daran hat der Ausschuss &ldquo;starke Zweifel&rdquo;: Die aktuellen Entwicklungen in den verschiedenen Bundesl&auml;ndern zeige, dass &ouml;ffentliche, geb&uuml;hrenfreie Ausbildungsst&auml;tten und Hochschulen immer seltener w&uuml;rden. Daher sei es zweifelhaft, inwieweit Leistungen nach dem BAf&ouml;G tats&auml;chlich zur Deckung der Lebenshaltungskosten dienten oder verst&auml;rkt auch f&uuml;r Ausbildungsaufwendungen eingesetzt werden m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/interakt\/impressum\/index.html\">Internet-Dienst des Deutschen Bundestages<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Ende einer &Auml;ra<\/strong><br>\nDie IG Metall forderte die Bundesregierung auf, das VW-Gesetz zu erhalten und europarechtskonform zu gestalten. &ldquo;Es gibt keinen Grund, das Gesetz als solches infrage zu stellen&rdquo;, teilte IG-Metall-Chef J&uuml;rgen Peters in Frankfurt am Main mit. Das Gericht habe nur bestimmte Punkte f&uuml;r europarechtswidrig erkl&auml;rt. Unber&uuml;hrt bliebe die Vorschrift, wonach zwei Drittel der Stimmen des Aufsichtsrats notwendig seien, um Produktionsstandorte zu verlegen. Es liege in der Hand der Regierung, ihren Beitrag f&uuml;r die Sicherheit der Arbeitspl&auml;tze bei VW zu leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1231461\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Bahnprivatisierung:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Den Bef&uuml;rwortern gehen die Argumente aus, die Volksaktie k&ouml;nnte ihnen als Schlupfloch dienen<\/strong><br>\nDerzeit stehen die Chancen gut, das zweitgr&ouml;&szlig;te Privatisierungsvorhaben in der deutschen Geschichte &ndash; nach der Treuhand-Abwicklung der DDR &ndash; zu Fall zu bringen. In zwei repr&auml;sentativen Umfragen von November 2006 (Emnid) und Juli 2007 (Forsa) sprechen sich jeweils zwei Drittel der Befragten f&uuml;r eine Bahn in &ouml;ffentlichem Eigentum aus. Auch die gro&szlig;en Medien schlie&szlig;en mittlerweile zur Mehrheitsmeinung auf. Die Unternehmerverb&auml;nde BDI und DIHK lehnen das vorliegende Privatisierungsgesetz ebenso ab wie einzelne CDU-gef&uuml;hrte Bundesl&auml;nder, die sonst eine brutale Privatisierungspolitik betreiben, etwa Hessen unter Roland Koch.<br>\nDoch folgendes Szenario droht: W&auml;hrend der Wahlk&auml;mpfe in Hessen und Niedersachsen k&uuml;hlt die Debatte ab, der Gesetzentwurf findet seinen Weg durch die Beratungen in den Aussch&uuml;ssen. Die Kritiker im Parlament erm&uuml;den indessen oder werden mit einigen Bonbons &agrave; la Volksaktienbahn bes&auml;nftigt; eine abschlie&szlig;ende zweite und dritte Lesung des Gesetzentwurfs wird kurzfristig f&uuml;r pfiffig ausgew&auml;hlte Zeitpunkte anberaumt, etwa an Ostern oder vor der Sommerpause 2008 &ndash; und die Privatisierung wird beschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/43\/07430401.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Detlef Hensche: Gebeugtes Streikrecht &ndash; Gerichte zensieren die Verfassung<\/strong><br>\nWas sind befristete Zugausf&auml;lle gegen die dauerhafte Stilllegung von Strecken und Bahnh&ouml;fen? Rechtlich gilt: Koalitionsfreiheit, Tarifautonomie und Streikfreiheit sind als Grundrechte vorbehaltlos gew&auml;hrleistet. Gesetzgeber und Richter k&ouml;nnen sie nicht etwa aus Gr&uuml;nden des Gemeinwohls oder sonstiger politischer Erw&auml;gungen einschr&auml;nken. Die Koalitionsfreiheit tritt nur dann zur&uuml;ck, wenn andere, im konkreten Konflikt gegenl&auml;ufige Grundrechte zu wahren sind. Dies k&ouml;nnen in engen Grenzen Grundrechte des Arbeitgebers sein. So darf der Arbeitskampf nicht auf dessen Existenzvernichtung zielen. Allein dann kann der Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit ins Spiel kommen, um Streikfreiheit und Berufsfreiheit des Unternehmers grundrechtsschonend aufeinander abzustimmen.<br>\nKeinesfalls darf ein Richter dagegen volkswirtschaftliche Fernwirkungen und die Interessen Dritter in die Abw&auml;gung einbeziehen. Sie haben in der verfassungsimmanenten, grundrechtsbezogenen Abstimmung zwischen Streik und Unternehmerfreiheit keinen Platz. Das gebietet schon die Tarifautonomie. Streikziele und Folgesch&auml;den gegeneinander abzuw&auml;gen, l&auml;uft auf Tarifzensur hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/43\/07430101.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Verbindungsnetz der Schweizer Staatsbahn ist gut ausgebaut und wird gro&szlig;z&uuml;gig subventioniert<\/strong><br>\nIn der Schweiz entscheiden die politischen Instanzen, wie viel Verkehrsinfrastruktur der Staat bereitstellt, und wer wie viel daf&uuml;r zahlen muss. Eine Grundversorgung mit Transportm&ouml;glichkeiten z&auml;hlt zum Service public, Verkehrswege und Bahnen geh&ouml;ren der &ouml;ffentlichen Hand. Folgerichtig f&ouml;rdert die Politik mit Investitionen und niedrigen Tarifen: Von den 14,8 Milliarden Franken (8,8 Milliarden Euro) Gesamtkosten der Bahn im Jahr 2005 deckten die Tarifeinnahmen aus dem G&uuml;ter- und Personenverkehr nur 25 Prozent. Die Nebeneinnahmen aus Pacht und Miete steuerten weitere 17 Prozent bei. Den L&ouml;wenanteil von 58 Prozent schulterten Bund, Kantone und Gemeinden in Form von Infrastrukturbeitr&auml;gen, Abgeltungen und Zinsen. Obwohl der Staat mehr als die H&auml;lfte aller Kosten deckt, protestiert kaum jemand; Unmut regt sich nur bei Tariferh&ouml;hungen. Die Bahnen sind uns heilig und werden besser gesch&uuml;tzt als W&ouml;lfe und B&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/43\/07430402.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Betriebsr&auml;te in mittelst&auml;ndischen Unternehmen weithin akzeptiert<\/strong><br>\nDer deutsche Mittelstand ist keine mitbestimmungsfreie Zone. Relativ gro&szlig;e, vom Management gef&uuml;hrte Unternehmen haben in der Regel einen Betriebsrat, zeigt eine Studie. Insgesamt ist die Einstellung der Mittelst&auml;ndler zur Mitbestimmung neutral bis positiv. Beide Betriebsparteien bewerten ihre Zusammenarbeit bemerkenswert &uuml;bereinstimmend als eher positiv.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/32014_89018.html\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/li>\n<li><strong>Zweifel an Mini-Gewerkschaft<\/strong><br>\nDas Amtsgericht K&ouml;ln lehnt Eintrag der neuen Briefzusteller-Organisation ins Vereinsregister ab. Die Organisation erf&uuml;lle die n&ouml;tigen Anforderungen an eine Gewerkschaft nicht, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts. F&uuml;r Zweifel an der Unabh&auml;ngigkeit der Gewerkschaft hatte zuvor der Chef des Arbeitgeberverbandes Neue Brief- und Zustelldienste, Florian Gerster, gesorgt: Bevor die GNBZ selbst an die &Ouml;ffentlichkeit ging, hatte er erkl&auml;rt, die Gewerkschaftsgr&uuml;ndung aufmerksam zu verfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1231458\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>DGB-NRW: &ldquo;Das sind keine dummen Leute&rdquo;<\/strong><br>\nDie Linkspartei hat in NRW ihren Landesverband gegr&uuml;ndet. Getragen wird die neue Partei von Exsozialdemokraten. Dass die neue Partei politik- und koalitionsf&auml;hig wird, hofft der DGB-Chef in Nordrhein-Westfalen, Guntram Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2007%2F10%2F24%2Fa0126&amp;src=GI&amp;cHash=a953c85b0e&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Umfrage: 73 Prozent meinen, die SPD habe das Vertrauen der Arbeiter verspielt<\/strong><br>\nZwei Drittel (66 Prozent) halten die Sozialdemokraten f&uuml;r zu zerstritten. 64 Prozent &auml;u&szlig;erten die Ansicht, es gebe bei den Sozialdemokraten keine &uuml;berzeugenden F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten. Dass sich die SPD in der gro&szlig;en Koalition zu wenig durchsetzt, denken 62 Prozent. Dagegen erkl&auml;rte nur jeder Zweite (51 Prozent), das Parteiprogramm sei nicht attraktiv genug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:%0A%09%09stern-Umfrage%0A%09%09%09-SPD-Vertrauen-Arbeiter\/600764.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es handelt sich zwar nur um eine Forsa-Umfrage, die h&auml;ufig im Geruch stehen tendenzi&ouml;s zu sein. Aber immerhin, die Werte sind ziemlich niederschmetternd.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lafontaine wirft SPD r&uuml;ckw&auml;rtsgewandte Politik vor<\/strong><br>\nDas ist keine Rolle r&uuml;ckw&auml;rts. Das ist eine Rolle vorw&auml;rts, denn das, was in den letzten Jahren in Deutschland unter dem Stichwort Modernisierung verkauft wurde, war eine gewaltige Rolle r&uuml;ckw&auml;rts. Am schlimmsten war das bei den Renten. Dort haben wir wieder Altersarmut programmiert. Also wir haben eine Rolle r&uuml;ckw&auml;rts gemacht ins vorletzte Jahrhundert und diese Rolle r&uuml;ckw&auml;rts m&uuml;ssen wir wieder wenn man so will nach vorne ver&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/684850\/drucken\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;plusminus&ldquo; zur Privaten Altersvorsorge: Magere Renditen, entt&auml;uschte Anleger<\/strong><br>\n&ldquo;Man kann im Grundsatz sagen, dass eine private Rentenversicherung eine Wette auf ein langes Leben ist. Wenn Sie glauben, dass sie deutlich &auml;lter als 90 Jahre werden, dann rechnet sich ein solcher Abschluss. Alle anderen zahlen im Endeffekt drauf. Das hei&szlig;t: Sie bekommen nichts oder keine sinnvolle Rendite auf ihren eingesetzten Betrag.&rdquo;<br>\nKaum lohnender ist es, sein Geld Monat f&uuml;r Monat bei einer Versicherung anzusparen, denn auch der garantierte einmalige Auszahlungsbetrag ist eher entt&auml;uschend.<br>\nQuelle 1 (Text): <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,weyn6me1ystkcsdh~cm.asp%20\">ARD-PlusMinus<\/a><br>\nQuelle 2 (Video): <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/videowindow_320_dyn~x,320~y,184~real,plusminus\/plumi_071023_4.rm~cm.asp\">ARD-PlusMinus<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche sparen so viel wie noch nie<\/strong><br>\nSparkassenverband: Bundesb&uuml;rger vernachl&auml;ssigen aber nach wie vor die Altersvorsorge<br>\nDie Bundesb&uuml;rger werden in diesem Jahr voraussichtlich 163 Milliarden Euro auf die hohe Kante legen &ndash; vier Milliarden Euro mehr als im vergangenen Jahr und damit so viel wie noch nie. Das geht aus dem gestern vorgestellten Verm&ouml;gensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) hervor. Im Durchschnitt seien das 10,5 Prozent des jeweils verf&uuml;gbaren Einkommens, also knapp 2 000 Euro pro Kopf. Der Studie zufolge ist damit das gesamte Geldverm&ouml;gen der privaten Haushalte auf einen Rekordwert von 4,5 Billionen Euro gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/696288.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Durchschnittswert sagt gar nichts aus. Die entscheidende Frage w&auml;re, wer kann sparen und wie viel?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>M&uuml;ntefering erwartet &bdquo;Rentenerh&ouml;hung&ldquo; auch im n&auml;chsten Jahr<\/strong><br>\nIn der Kabinettssitzung heute habe Arbeitsminister Franz M&uuml;ntefering (SPD) zum 1. Juli 2008 eine &bdquo;Rentenanpassung etwa in der Gr&ouml;&szlig;enordnung des Jahres 2007&ldquo; in Aussicht gestellt, verlautete aus Regierungskreisen. Derzeit gehe die Rentenversicherung von einer Rentenerh&ouml;hung zum 1. Juli 2008 um 0,49 Prozent im Westen und von 0,69 Prozent im Osten aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/pswiwo\/fn\/ww2\/sfn\/buildww\/id\/125\/id\/317287\/fm\/0\/SH\/0\/depot\/0\/index.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das w&auml;ren f&uuml;r 2007 und 2008 im Westen insgesamt 1,03 Prozent &bdquo;Erh&ouml;hung&ldquo;, bei einem inflationsbedingten Kaufkraftverlust von mindestens 4 Prozent.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>300.000 &Auml;lteren droht die Zwangsverrentung<\/strong><br>\nAb dem 1. Januar 2008 werden &auml;ltere Arbeitnehmer, deren Arbeitslosengeld I ausl&auml;uft, mit hohen Abschl&auml;gen von bis zu 18 Prozent zwangsverrentet. Das berichtet das ARD-Magazin Monitor in seiner n&auml;chsten Ausgabe. Auch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit best&auml;tigt gegen&uuml;ber Monitor, dass dies die Rechtslage ab 1. Januar zwingend vorschreibe.<br>\nMan m&uuml;sse nach den Buchstaben des Sozialgesetzbuches so handeln, weil die Bundesregierung die alte Vorruhestandsregelung zum 1. Januar aufgek&uuml;ndigt habe und damit der Anspruch auf Rente vorrangig gegen&uuml;ber dem Anspruch auf Arbeitslosengeld II sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article1294597\/300.000_Aelteren_droht_die_Zwangsverrentung.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> W&auml;re man Zyniker, w&uuml;rde man dazu sagen: Aber in der Statistik wird die Arbeitslosigkeit &Auml;lterer sinken.<br>\nIn meinem Beitrag &bdquo;Der menschenverachtende Populismus der Hartz-IV-Hardliner&ldquo; vom 12. Oktober 2007 http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2690 habe ich auf diese Zwangsverrentung mit hohen Abschl&auml;gen hingewiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stimme der Freiheit ?<\/strong><br>\nDie Bundeswehr nutzt deutsche Nichtregierungsorganisationen zur verdeckten Lancierung ihrer Propagandabotschaften im besetzten Afghanistan. Dies geht aus einer Ende 2004 verfassten wissenschaftlichen Arbeit hervor. Demnach lie&szlig; sich die Truppe f&uuml;r Operative Information (OpInfo), die f&uuml;r die psychologische Kriegf&uuml;hrung zust&auml;ndig ist, in Kunduz von dem in Deutschland als gemeinn&uuml;tzig anerkannten Verein &ldquo;Mediothek f&uuml;r Afghanistan e.V.&rdquo; bei der Herstellung einer Zeitung der westlichen Besatzungsm&auml;chte unterst&uuml;tzen. Die angestellten afghanischen Redakteure sind strenger Kontrolle durch deutsche Milit&auml;rs unterworfen; wollen sie nicht genehme Aussagen in Zeitungsartikeln ver&ouml;ffentlichen, werde &ldquo;ein bisschen Druck&rdquo; ausge&uuml;bt, erkl&auml;rte ein verantwortlicher Offizier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57039\">german-foreign-policy.com<\/a><\/li>\n<li><strong>Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung: Ranking der Universit&auml;ten zunehmend unter Kritik<\/strong><br>\nBerliner Studenten wollen das Ranking des Centrums f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) boykottieren. Doch auch international w&auml;chst die Kritik an den umstrittenen Hitlisten und der &Ouml;konomisierung des Bildungssystems.<br>\nAls die ersten Rankings in den 80er Jahren Lob und Tadel &uuml;ber die nationalen und internationalen Hochschullandschaften verteilten, war die Aufregung gro&szlig;. Da die wenigsten Bildungseinrichtungen ihre Platzierung als Best&auml;tigung jahrzehntelanger Arbeit interpretieren konnten, wurden vielerorts Aktionspl&auml;ne geschmiedet, um einen weiteren Abstieg zu verhindern und das ramponierte Image schnellstm&ouml;glich wieder aufzupolieren. Denn es galt immerhin als wahrscheinlich, dass sich der aktuelle Rang unmittelbar auf die Anzahl der Studienanf&auml;nger, die H&ouml;he der Drittmittel oder die Berufsperspektiven der Absolventen auswirken k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/26\/26469\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Elitebildung statt Bildungsf&ouml;rderung<\/strong><br>\nIn den meisten Berliner Medien wurde mit gro&szlig;em Jubel berichtet, dass die Freie Universit&auml;t Berlin von der Exzellenzinitiative ausgezeichnet worden ist. Das Pr&auml;sidium der Freien Universit&auml;t sieht sich in ihren Kurs best&auml;tigt und lehnt alle Vorschl&auml;ge ab, in Berlin eine einheitliche Universit&auml;t zu schaffen. Allerdings gibt es gerade unter aktiven Studierenden nicht nur Freude &uuml;ber die Exzellenzauszeichnung. Der AStA der FU hat in einer Presseerkl&auml;rung sogar seine &ldquo;Best&uuml;rzung&rdquo; &uuml;ber die Entscheidung ausgedr&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/26\/26472\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>In der Herkunftsfalle<\/strong><br>\nErste Studie, in der Kinder selbst zu Wort kommen: Schon bei Achtj&auml;hrigen sind Zukunftschancen festgelegt. Kinder Berufst&auml;tiger empfinden mehr Zuwendung. Die schlechteren Startchancen von Kindern aus den &raquo;unteren Herkunftsschichten&laquo; pr&auml;gen &raquo;alle Lebensbereiche&laquo;. W&auml;hrend beispielsweise nur 21 Prozent der Kinder der untersten Bildungsschicht das Abitur als angestrebten Schulabschluss angaben, liege der Anteil der Kinder aus oberen Bildungsschichten mit dem Abitur als Ziel bei 82 Prozent. Ein Viertel der Eltern der befragten Kinder gab an, aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage dem Nachwuchs keine besonderen Anregungen bieten zu k&ouml;nnen.<br>\nDie Schlussfolgerung der Autoren: Die &raquo;Familienzentriertheit der Kinderpolitik&laquo; in Deutschland m&uuml;sse endlich abgebaut werden. Kinder d&uuml;rften nicht l&auml;nger &raquo;auf Gedeih und Verderb&laquo; auf ihre Eltern angewiesen sein. Die wiederum sollten von ihrer faktischen Alleinzust&auml;ndigkeit f&uuml;r den Bildungserfolg des Nachwuchses entlastet werden, fordert Klaus Hurrelmann.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/10-25\/029.php?print=1\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.worldvisionkinderstudie.de\/downloads\/zusammenfassung-kinderstudie2007.pdf\">World Vision Kinderstudie: Kinder in Deutschland 2007 [PDF &ndash; 84 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Intellektuelle 1914\/1999<\/strong><br>\nAlles, was im Antrag stehe, so stellte Johano Strasser als Versammlungsleiter des PEN fest, sei falsch. Den &raquo;Hufeisenplan&laquo; etwa, mit dem die Bombardierung Jugoslawiens begr&uuml;ndet wurde, habe es doch gegeben. Sein Freund Scharping habe ihm das ausdr&uuml;cklich versichert. Und jetzt schnell abstimmen, sonst wird das Essen kalt. 78 Mitglieder stimmten gegen den Antrag, ganze neun stimmten zu, und die deutschen Intellektuellen, soweit sie im PEN angesiedelt sind, konnten ihr Essen warm einnehmen.<br>\nDie Mitglieder des deutschen PEN stehen heute mit diesen 78 Nein-Stimmen kaum schlechter da als 1914 die 93 ber&uuml;hmten Schriftsteller und Professoren mit ihrem Aufruf &raquo;An die Kulturwelt&laquo;. Sie stellten sich, damals, als unser Volk sich erhoben hatte &raquo;wie ein Mann&laquo;, ebenfalls hinter Wilhelm II., den &raquo;Schirmherrn des Weltfriedens&laquo;, hinter &raquo;Deutschlands reine Sache&laquo; und verk&uuml;ndeten: &raquo;Es ist nicht wahr, dass unsere Kriegf&uuml;hrung die Gesetze des V&ouml;lkerrechts missachtet.&laquo; Von Otto K&ouml;hler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/46cc2ab968fb8\/1.phtml\">Sopos.org \/ Ossietzky<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2718","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2718","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2718"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2718\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2718"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2718"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2718"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}