{"id":27213,"date":"2015-08-14T08:59:26","date_gmt":"2015-08-14T06:59:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213"},"modified":"2015-08-14T10:47:02","modified_gmt":"2015-08-14T08:47:02","slug":"hinweise-des-tages-2438","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h01\">&ldquo;Wir erzeugen k&uuml;nstlich einen gescheiterten Staat&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h02\">Zum neuen Memorandum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h03\">IWF dr&auml;ngt auf Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h04\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h05\">Der gro&szlig;e Coup &ndash; Wie Wirtschaftslobbyisten Gesetze machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h06\">Vereint schlagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h07\">E.ON Klage gegen Spanien mahnt: Mit TTIP entsteht Paradies f&uuml;r Konzerne!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h08\">Studie: OECD fordert strengere Besteuerung von Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h09\">In den USA kehren die Slums zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h10\">Netzpolitik.org: Skandal vorbei?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h11\">Das falsche Spiel mit der US-Zustimmungspflicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h12\">Atomkonzerne wollen raus aus&nbsp;der Haftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h13\">Von der Leyen auf dem hohen Ross: Mit der NATO ein Ritt in den Ost-Europa-Sumpf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h14\">Nr. 14 wurde wegen des nicht zu ertragenden Umfelds entfert.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h15\">Der Kauderwelsch und die Normalit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h16\">Ungenutzte Pressefreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213#h17\">Das Letzte: Hans-Peter Uhl zu #Landesverrat: Journalisten und Whistleblower arbeiten Terroristen zu<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27213&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Wir erzeugen k&uuml;nstlich einen gescheiterten Staat&rdquo;: Harald Schumann &uuml;ber Griechenland und die Zukunft Europas<\/strong><br>\nGriechenland habe mit den j&uuml;ngsten Kreditprogrammen zwar den Euro behalten aber die Demokratie verloren. Das Land sei zu einem Protektorat der anderen Eurostaaten degradiert worden. Die Troika-Institutionen&nbsp;agierten&nbsp;im rechtsfreien Raum, sie seien f&uuml;r keine ihrer Handlungen rechenschaftspflichtig, so Schumann. Die EZB verweigere bis heute Aufkl&auml;rung &uuml;ber Korruptionsf&auml;lle.<br>\nDer Bundesregierung gehe es mit dem dogmatischen Festhalten an einer &ouml;konomisch widersinnigen K&uuml;rzungspolitik darum, an Syriza ein Exempel zu statuieren: Eine Alternative zum von Deutschland dominierten Krisenregime solle scheitern, um potentielle Nachahmer etwa in Italien, Frankreich oder Spanien abzuschrecken. Sch&uuml;tzenhilfe erhalte die Bundesregierung von deutschen Medien, die in der Krise auf breiter Front versagt h&auml;tten: von Falschberichterstattung bis zur Verbreitung rassistischer Ressentiments.<br>\nW&auml;hrenddessen nutzen die marktradikalen Kr&auml;fte in der EZB&nbsp;die Krise, um den europ&auml;ischen Wohlfahrtsstaat zu schleifen. Statt ihrem Auftrag nachzugehen, Banken liquide zu halten, habe die EZB den Bank Run&nbsp;in Griechenland vors&auml;tzlich erzeugt.&nbsp;<br>\n&Ouml;konomisch destruktiv sei auch der Zwangsverkauf griechischer Flugh&auml;fen an die deutsche Fraport AG. Das sei, so Schumann, Privatisierung als Kolonisierung.<br>\nDie Eurozone sei zutiefst undemokratisch und neoliberal gepr&auml;gt und habe in dieser Form keine Zukunft. Doch eine Aufl&ouml;sung des Euro sei mit enormen Kosten verbunden und w&uuml;rde in eine schwere europaweite Rezession f&uuml;hren. Zu bef&uuml;rchten sei au&szlig;erdem, dass nationalistische Kr&auml;fte weiter Auftrieb erhalten und Europa eine Neuauflage von Konflikten erlebt, die nach dem 2. Weltkrieg &uuml;berwunden schienen. Daher sei ein Kampf f&uuml;r die Demokratisierung Europas sowie die Einrichtung eines Eurozonenparlaments&nbsp;dringend notwendig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/482\">Kontext.TV<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zum neuen Memorandum<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Leak: Womit Sch&auml;uble Griechenland weiter qu&auml;len will<\/strong><br>\nAus dem Bundesfinanzministerium wurde die Einigung zum neue Griechenland-Paket auf technischer Ebene sofort mit einem kurzen Papier beantwortet, &uuml;ber das dann Spiegel-Online und die BILD-Zeitung berichteten. Das kurze Papier ist tats&auml;chlich ein Skandal, weil es den Eindruck erzeugt, als w&auml;re die vereinbarten Ma&szlig;nahmen v&ouml;llig unzureichend. Von 9 betrachteten Kriterien wird nicht ein einziges als tats&auml;chlich im Sinne des Euro-Gipfel-Beschlusses als vollst&auml;ndig erf&uuml;llt angesehen.  Der neue Staatssekret&auml;r Jens Spahn verteidigte das Vorgehen daraufhin heute morgen im Deutschlandfunk-Interview.<br>\nMit dieser Vorgehensweise soll offensichtlich eine rasche Einigung in der Eurogruppe hintertrieben werden und Griechenland weitere harte Auflagen abgerungen werden. Wieder einmal steht hier die Innenpolitik Pate f&uuml;r die Europapolitik. Griechenland muss noch einmal zu Kreuze kriechen, um die Zustimmung in der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion zu erh&ouml;hen. Wie lange schauen sich das SPD und die Pro-Europ&auml;er in der CDU\/CSU dieses unverantwortliche Spiel noch an?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2015\/leak-wie-schaeuble-griechenland-weiter-quaelen-will\/\">Sven Giegold<\/a>\n<p>dazu: <strong>Kritik an Griechenland-Paket: Sch&auml;ubles M&auml;ngelliste schreckt SPD auf<\/strong><br>\nEin Analyse des Bundesfinanzministeriums zu Reformvereinbarungen mit Griechenland k&ouml;nnte f&uuml;r neue Konflikte in der Koalition sorgen. Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD), derzeit im Urlaub, wurde von dem Papier &uuml;berrascht. Es gebe keine abgestimmte Position der Bundesregierung, hie&szlig; es in seinem Umfeld. Gabriels Wirtschaftsministerium bewerte den Abschluss mit den Griechen deutlich positiver als offenbar das Finanzministerium.<br>\nDas zweiseitige englischsprachige Papier, das SPIEGEL ONLINE vorliegt, vergleicht das sogenannte Memorandum of Understanding mit dem Ergebnis des letzten Eurogipfels. Das Memorandum soll bis Ende der Woche vom griechischen Parlament beschlossen werden und bildet die Grundlage weiterer Finanzhilfen. Von den Vorhaben in insgesamt neun bewerteten Bereichen werden jedoch nur drei als &ldquo;&uuml;berwiegend erf&uuml;llt&rdquo; eingesch&auml;tzt. Vier seien &ldquo;teilweise erf&uuml;llt&rdquo; und zwei &ldquo;noch nicht erf&uuml;llt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-wolfgang-schaeuble-schreckt-mit-maengelliste-spd-auf-a-1047889.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Interessen speziell abgesichert<\/strong><br>\nHat sich die Bundesregierung in den Verhandlungen mit Griechenland die &Uuml;bernahme der regionalen Flugh&auml;fen durch das deutsche Staatsunternehmen Fraport extra absichern lassen? In der Grundsatzeinigung zwischen den Vertretern der Gl&auml;ubiger und der SYRIZA-gef&uuml;hrten Regierung &uuml;ber die umstrittenen Auflagen f&uuml;r ein drittes Kreditprogramm &ndash; dem so genannten Memorandum &ndash; werden ausdr&uuml;cklich &raquo;unwiderrufliche Schritte&laquo; von Athen verlangt, die regionalen Flugh&auml;fen an den bisherigen Gewinner des Bieterverfahrens zu verkaufen: die Frankfurter Fraport AG.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/981199.deutsche-interessen-speziell-abgesichert.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Troika-Maske der EZB f&auml;llt<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank hat kein allgemeinpolitisches Mandat. Das ist unstrittig. Um zu rechtfertigen, dass sie trotzdem als Teil der Troika den Krisenl&auml;ndern wirtschafts-, finanz- und sozialpolitische Ma&szlig;nahmen vorschreibt, reden sie sich meist damit heraus, sie w&uuml;rde nur den IWF und die EU-Kommission beraten, die in der Troika die Entscheidungen tr&auml;fen. Der Text des neuesten Memorandum of Understanding mit Athen spricht eine andere Sprache.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/454-troika-ezb\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Es wird ein viertes Hilfspaket geben&ldquo;<\/strong><br>\nDer erste Schritt ist getan in den Verhandlungen &uuml;ber ein drittes Rettungsprogramm f&uuml;r das krisengesch&uuml;ttelte Griechenland. Eine &bdquo;Grundsatzeinigung&ldquo; sei &bdquo;auf technischer Ebene&ldquo; erzielt worden, sagte eine Sprecherin der Br&uuml;sseler EU-Kommission am Dienstag. Es seien aber noch Details zu kl&auml;ren.<br>\n&Ouml;konomen und Politiker stehen dem vermeintlichen Erfolg allerdings kritisch gegen&uuml;ber. Gustav Horn, Direktor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, glaubt, ein viertes Schuldenpaket sei unvermeidbar. DIW-Chef Marcel Fratzscher geht von einem Schuldenerlass noch in diesem Jahr aus und Commerzbank-Chef&ouml;konom J&ouml;rg Kr&auml;mer warnt: &bdquo;Das Griechenland-Drama ist noch lange nicht beendet.&ldquo;<br>\nDie Vertreter der vier Institutionen &ndash; der EU-Kommission, der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) und des Euro-Rettungsschirms ESM &ndash; hatten sich in der Nacht zu Dienstag auf die Haushaltsziele f&uuml;r dieses und die kommenden drei Jahre geeinigt.<br>\nNach Angaben aus Regierungskreisen wird Griechenland von seinen internationalen Geldgebern Hilfen von rund 85 Milliarden Euro innerhalb von drei Jahren erhalten. Die Banken des Landes sollen kurzfristig mit zehn Milliarden Euro gest&uuml;tzt werden. Athen darf 2015 ein Prim&auml;rdefizit (ohne Schuldendienst) von 0,25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erwirtschaften. Im kommenden Jahr soll das Haushaltssaldo ohne Schuldendienst 0,5 Prozent des BIP ausmachen und in den beiden folgenden Jahren 1,75 und 3,5 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/griechenland-krise-es-wird-ein-viertes-hilfspaket-geben\/12174222.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>IWF dr&auml;ngt auf Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) fordert von Europa erneut Schuldenerleichterungen f&uuml;r das klamme Griechenland. Der Fonds k&ouml;nne seine Entscheidung &uuml;ber weitere Finanzhilfen f&uuml;r Athen erst treffen, wenn Ma&szlig;nahmen f&uuml;r eine Verringerung der Schuldenlast der Griechen ergriffen worden seien, sagte IWF-Vertreterin Delia Velculescu am Donnerstag.<br>\nDeutschland h&auml;lt eine Beteiligung des IWF an einen neuen Kreditprogramm f&uuml;r Griechenland f&uuml;r zwingend erforderlich, sieht aber keine M&ouml;glichkeiten f&uuml;r einen Schuldenschnitt.<br>\nIn Br&uuml;ssel beraten am Nachmittag die Finanzminister der Euro-Staaten bei einem Sondertreffen &uuml;ber neue Finanzhilfen f&uuml;r Griechenland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/neues-kreditpaket-iwf-fordert-schuldenschnitt-fuer-griechenland-1.2608376\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p>dazu: <strong>IWF: Geht sie von Bord?<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat Angst, dass die IWF-Chefin sie bei der Griechenland-Rettung im Stich l&auml;sst.<br>\nLagarde will einen Schuldenerlass f&uuml;r Griechenland, sie will, dass die Bundesregierung mehr investiert, und sie will, dass die Europ&auml;ische Zentralbank die Zinsen niedrig h&auml;lt. Der Wunschpartner &ndash; er wird immer mehr zum Angstgegner.<br>\nIn der kommenden Woche soll der Bundestag &uuml;ber ein drittes Rettungspaket f&uuml;r Griechenland entscheiden. Die Zustimmung f&auml;llt vielen Unionsabgeordneten schwer, die Sparvorgaben f&uuml;r Griechenland wurden wegen des dramatischen Einbruchs der Wirtschaft aufgeweicht. Umso wichtiger ist es f&uuml;r die Unionsfraktion, dass wenigstens der IWF die in ihn gesetzten Erwartungen erf&uuml;llt. Auch deshalb ist die Entfremdung zwischen Berlin und Washington politisch so brisant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/33\/iwf-christine-lagarde-griechenland-rettung\">Mark Schieritz auf Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Auf die Flucht getrieben (IV)<\/strong><br>\nDeutschland tr&auml;gt ma&szlig;gebliche Mitverantwortung f&uuml;r die Ursachen der Flucht zehntausender Menschen aus dem Kosovo. Dies belegt eine Analyse der Entwicklung in dem Sezessionsgebiet seit dem NATO-&Uuml;berfall im Jahr 1999, dessen Vorbereitung unter f&uuml;hrender Mitwirkung der Bundesrepublik geschah. Auch die anschlie&szlig;ende Besatzung des Kosovo haben deutsche Politiker in leitenden Positionen mitgestaltet. Dabei haben sie geholfen, Kommandeure und K&auml;mpfer der Mafiamiliz U&Ccedil;K in Pri&scaron;tina an die Macht zu bringen, unter deren Herrschaft sich international scharf kritisierte soziale Verh&auml;ltnisse herausgebildet haben. In einem Bericht des Europ&auml;ischen Rechnungshofs hie&szlig; es etwa im Jahr 2012, die Organisierte Kriminalit&auml;t bestehe im Kosovo auf &ldquo;hohem Niveau&rdquo; fort; im Europarat wurden sogar h&ouml;chstrangige Politiker, darunter ein langj&auml;hriger Ministerpr&auml;sident, der Mafia zugerechnet. Die Armut grassiert; rund ein Sechstel aller Kinder leidet wegen Mangelern&auml;hrung an Wachstumsst&ouml;rungen &ndash; nach ungef&auml;hr 16 Jahren von NATO und EU gef&uuml;hrter Besatzung, die ma&szlig;geblich von Berlin mitgestaltet wurde. Ohne R&uuml;cktransfers von Exil-Kosovaren k&ouml;nnten zahlreiche kosovarische Familien wohl nicht &uuml;berleben. Allein im ersten Halbjahr 2015 haben mehr als 28.600 Kosovaren keine andere Chance gesehen, als in Deutschland Asyl zu beantragen &ndash; faktisch ohne Aussicht aus Erfolg. Berlin bem&uuml;ht sich nun um Wege zu ihrer schnelleren Abschiebung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59182\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Lage der Fl&uuml;chtlinge auf Kos eskaliert: Claudia Roth: &ldquo;Das ist die H&ouml;lle auf Erden&rdquo;<\/strong><br>\nDie Lage auf Kos wird immer dramatischer. Mehr als 7.000 Fl&uuml;chtlinge sind bereits auf der Insel gestrandet. Verglichen mit Deutschland w&uuml;rde das bedeuten, dass innerhalb weniger Tage um die 15 Millionen Fl&uuml;chtlinge &uuml;ber die Grenze k&auml;men. &ldquo;Ich habe eine Insel au&szlig;er Kontrolle erlebt. Totales Chaos, Verzweiflung, Angst, Wut, wachsende Spannungen, Handgemenge, Rauchbomben, die die Leute in Panik versetzt haben&rdquo;, berichtet Bundestagsvizepr&auml;sidentin Claudia Roth (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) im Morgenecho-Interview.<br>\n&Uuml;berall in der Stadt, am Hafen, in jedem Park h&auml;tten Menschen gesessen, die schlie&szlig;lich in ein Stadion getrieben und eingeschlossen worden seien. Die Menschen h&auml;tten keine Basisversorgung erhalten, keine trockene Kleidung, keine medizinischen Checks, keine Nahrungsmittel, kein Wasser, keine menschenw&uuml;rdige Unterbringung. &ldquo;F&uuml;r die Menschen, die aus Syrien, aus dem Irak, aus Afghanistan dort ankommen und eh schon eine schreckliche Flucht hinter sich haben, muss das wie die H&ouml;lle auf Erden sein&rdquo;, sagt Roth. Das Stadion fasse gar nicht alle Fl&uuml;chtlinge und sei nicht mehr als ein gro&szlig;er Sandplatz. &ldquo;Da sind zwei Toiletten. Zwei Toiletten f&uuml;r tausend, f&uuml;r zweitausend Menschen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/morgenecho\/claudia-roth-kos-fluechtlinge-100.html\">WDR5<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin E.Z.:<\/strong> [&hellip;] Da arbeiten deutsche Politiker weiterhin an einer humanit&auml;ren Katastrophe f&uuml;r die griechische Bev&ouml;lkerung und Roth bem&auml;ngelt, dass die Fl&uuml;chtlinge nicht medizinisch versorgt werden und dass es nicht mal ein zust&auml;ndiges Ministerium daf&uuml;r gibt! Und dass bei 7000 Fl&uuml;chtlingen die Kirchen und Kl&ouml;ster verriegelt werden! Wie w&auml;re es, wenn man aus Deutschland mal Hilfe schicken und die Fl&uuml;chtlinge zu menschenw&uuml;rdigen Unterk&uuml;nften begleiten w&uuml;rde, anstatt die griechische Regierung und Bev&ouml;lkerung zu verurteilen. Nachdem, was durch die deutsche Regierung gerade in Griechenland angerichtet wird, sollte Roth mal vorschlagen, wie den Griechen, die zur Zeit kaum f&uuml;r sich selbst sorgen k&ouml;nnen, bei dem europ&auml;ischen (!)Fl&uuml;chtlingsproblem geholfen werden kann. Ich kenne S&uuml;ditaliener, die st&auml;ndig Fl&uuml;chtlinge &ldquo;vors Haus gesp&uuml;lt&rdquo; kriegen, die habe keine Wut auf die Fl&uuml;chtlinge, sondern auf Deutschland und andere &ldquo;meeresferne&rdquo; Staaten. Sie verstehen nicht, wie sich Deutschland mit ein paar Geld&uuml;berweisungen aus der Verantwortung stehlen kann, w&auml;hrend sich die italienische Bev&ouml;lkerung mit traumatisierten Menschen und auf der Flucht mehrfach vergewaltigten Frauen k&uuml;mmern soll. Diese Menschen wollen kein Geld, sondern Hilfe. [&hellip;]<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europas gescheiterte Staaten<\/strong><br>\nS&uuml;dosteuropa gleicht l&auml;ngst einem sozio&ouml;konomischen Notstandsgebiet, dessen politische Instabilit&auml;t zunimmt. (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung will die ansteigenden Fluchtbewegungen aus S&uuml;dosteuropa nun mit Aufkl&auml;rung und Propaganda eind&auml;mmen. Mit einer drastisch formulierten Anzeigenkampagne, die in den sechs meistgelesenen Zeitungen Albaniens initiiert wurde, sollen potenzielle Fl&uuml;chtlinge aus dem verarmten Balkanland abgeschreckt werden.<br>\nDie Bewohner Albaniens sollten &ldquo;skrupellosen Gesch&auml;ftemachern keinen Glauben&rdquo; schenken, die &ldquo;aus Profitgier M&auml;rchen &uuml;ber Asylgew&auml;hrung, Arbeitsstellen und Wohnungen in Deutschland&rdquo; verbreiteten, hie&szlig; es in den &ldquo;Kein Wirtschaftsasyl in Deutschland&rdquo; betitelten Zeitungsanzeigen der Bundesregierung. Deutschland droht in der Kampagne potenziellen Asylbewerbern ungeschminkt mit dem finanziellen Ruin, sollten sie die in die Bundesrepublik wagen:<br>\nRuinieren Sie nicht durch Aufgabe Ihrer Lebensgrundlage an Ihrem Wohnort Ihre Zukunft und die Zukunft Ihrer Kinder!<br>\nSelbstverst&auml;ndlich wird die Subventionierung des albanischen Zeitungswesens den einzigen nennenswerten Effekt dieser deutschen Medienkampagne bilden, da einem jeden fluchtwilligen Einwohner Albaniens deren falsche Logik sofort ins Auge springen d&uuml;rfte. Die wenigsten ausreisewilligen Einwohner dieser europ&auml;ischen Armenh&auml;user verf&uuml;gen &uuml;berhaupt &uuml;ber eine gesicherte &ldquo;Lebensgrundlage&rdquo;, die sie bei der Ausreise &ldquo;aufgeben&rdquo; w&uuml;rden. Die &ldquo;Wirtschaftsfl&uuml;chtlinge&rdquo; S&uuml;deuropas fliehen gerade deswegen in die westlichen Zentren der EU, weil sie keine Lebensgrundlagen mehr in ihren zerfallenden &Ouml;konomien finden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45671\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der gro&szlig;e Coup &ndash; Wie Wirtschaftslobbyisten Gesetze machen<\/strong><br>\nFinanzkrise, Bankencrashs, Rettungen mit hunderten Milliarden an Steuergeldern. Keiner hat gewarnt; auch nicht die gro&szlig;en Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften, die die Gefahren in den Bilanzen eigentlich h&auml;tten erkennen m&uuml;ssen. Auch deshalb wollte die EU strengere Regeln f&uuml;r die Branche einf&uuml;hren und verbieten, dass Wirtschaftspr&uuml;fer ein Unternehmen gleichzeitig beraten und pr&uuml;fen k&ouml;nnen. Aber daraus wurde nichts &ndash; die Lobbyisten der vier gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftspr&uuml;fergesellschaften haben offenbar ganze Arbeit geleistet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/wirtschaftspruefer-102.html\">Monitor<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wenn der Pr&uuml;fer auch Berater ist<\/strong><br>\nVier Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften sind f&uuml;r einen Gro&szlig;teil der Pr&uuml;fungen bei aktiennotierten Unternehmen in Deutschland verantwortlich. Mehr noch: Die &ldquo;Big Four&rdquo; pr&uuml;fen genau die Unternehmen, die sie auch beraten. Monitor hat sich die Marktmacht der &ldquo;Big Four&rdquo; n&auml;her angeschaut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/politik\/investigativ\/monitor-big-four-100.html\">WDR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Das ist schon interessant. Aus Sicht der Lobbyisten gibt es gar keinen Lobbyismus, sondern immer nur fachliche Unterst&uuml;tzung.<\/em><\/p>\n<p>Dazu auch: <strong>European Roundtable of Industrialists: Lobbybudget von unter 10.000 Euro?<\/strong><br>\nGemeinsam mit unseren europ&auml;ischen Partnerorganisationen haben wir uns Ende Juli &uuml;ber f&uuml;nf fragw&uuml;rdige Eintr&auml;ge von einflussreichen Br&uuml;sseler Lobbyakteuren im freiwilligen EU-Lobbyregister beschwert: Sie alle gaben an, weniger als 10.000 Euro f&uuml;r Lobbyarbeit im Jahr auszugeben. Drei der f&uuml;nf Akteure haben auf unsere Beschwerde hin angek&uuml;ndigt, ihre Eintr&auml;ge zu korrigieren. Die Korrektur des Industrial Roundtables steht bedauerlicherweise noch aus. (&hellip;)<br>\nAlle f&uuml;nf Akteure haben bis 2014 Lobbyausgaben zwischen 150.000 und 800.000 Euro angegeben. Erst nach dem Update des Registers im April 2015 machten sie pl&ouml;tzlich Angaben, die in allen F&auml;llen unglaubw&uuml;rdig sind. Nicht ein einziger Lobbyist kann von 10.000 Euro bezahlt werden. Cisco Systems, der European Roundtable of Industrialists und die ASD haben bereits zugegeben, dass es sich um einen Fehler handelt.<br>\nCisco hat seine Lobbyausgaben auf &euro;900.000 &ndash; 999.000 korrigiert. Die Eintr&auml;ge der AeroSpace and Defence Industries Association und des European Roundtable of Industrialists bleiben trotz angek&uuml;ndigter Korrekturen bisher unver&auml;ndert. Vom Conseil de Coop&eacute;ration Economique und dem Europ&auml;ischen Verband des Vieh- und Fleischhandels fehlt bislang jegliche Reaktion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/08\/european-roundtable-of-industrialists-lobbybudget-von-unter-10-000-euro\/\">Lobby Control<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Vereint schlagen<\/strong><br>\nWas sich aus den Erfahrungen der j&uuml;ngsten Streikbewegungen lernen l&auml;sst (&hellip;)<br>\nAngesichts der Erfahrungen der Vollstreiks stehen die Besch&auml;ftigten und ihre Gewerkschaften jetzt vor gro&szlig;en Herausforderungen: Die Entschlossenheit der &ouml;ffentlichen Arbeitgeber ist deutlich geworden. Sie wollen eine Aufwertung verhindern, da sie Angst davor haben, dass das Tarifgef&uuml;ge und damit die politisch organisierten kommunalen Sparzw&auml;nge insgesamt ins Wanken geraten k&ouml;nnten, wenn andere Besch&auml;ftigtengruppen dem Beispiel der SuE folgen. Ein schneller Erfolg war und ist daher nicht zu erwarten. F&uuml;r den Ausgang der Tarifbewegung wird es entscheidend sein, die von den aktiven Besch&auml;ftigten ausgehende demokratische Dynamik weiter zu st&auml;rken und ausgehend davon eine neue Streikstrategie zu entwickeln. Auf zwei Herausforderungen m&uuml;ssen neue Antworten gefunden werden: Bisher sind die kommunalen Arbeitgeber kaum unter finanziellen Druck geraten, da sie die Geh&auml;lter nicht zahlen m&uuml;ssen und die Kitageb&uuml;hren von vielen Eltern weiter gezahlt wurden. Die Forderungen der Besch&auml;ftigten hatten gro&szlig;en R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung, auch bei vielen Eltern; andererseits gerieten die Streikenden an manchen Orten durch den Unmut von Eltern stark unter Druck. Die Auseinandersetzung ist daher nur zu gewinnen, wenn &ndash; wie Frank Bsirske ank&uuml;ndigte &ndash; &raquo;unkonventionelle&laquo; Aktionen stattfinden, die f&uuml;r die Gegenseite schwer zu kalkulieren sind und wenn es st&auml;rker als bisher gelingt, politischen Druck aufzubauen. Ver.di hat die M&ouml;glichkeit, in einen aktiven tariflosen Zustand zu gehen: immer wieder wellenf&ouml;rmig zu agieren, ohne die Kr&auml;fte zu schnell zu verausgaben und ohne die Eltern gegen die Streikenden aufzubringen. Aktionen wie &raquo;Besuche&laquo; bei B&uuml;rgermeistern, Stadtratssitzungen oder &ouml;rtlichen SPD-Abgeordneten (die f&uuml;r die Streikenden bisher nur Lippenbekenntnisse &uuml;brig hatten) k&ouml;nnen f&uuml;r Druck sorgen. Wie von ver.di begonnen, sollte der Tarifkonflikt konsequent als gesellschaftspolitische Auseinandersetzung um die Aufwertung der Arbeit mit den Menschen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Geschlechtergerechtigkeit f&uuml;r alle gef&uuml;hrt werden. Um B&uuml;ndnisse mit den Eltern zu st&auml;rken, sollten Forderungen nach einem Kitaqualit&auml;tsgesetz f&uuml;r bessere Lernbedingungen, weniger Arbeitsstress und mehr Personal mit der nach Aufwertung und der nach einer besseren Finanzierung der Kommunen st&auml;rker verbunden werden. Die Bundesregierung muss dazu gebracht werden, die f&uuml;r das verfassungswidrige Betreuungsgeld eingeplanten Finanzmittel zur Unterst&uuml;tzung der Kommunen bei den Kosten einer Aufwertung zu verwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/08-13\/003.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Es war ein Fehler in die Schlichtung zu gehen. Damit hat sich die Gewerkschaft der Wirkung ihrer gut gew&auml;hlten Strategie beraubt. Nach der Ablehnung eines &ouml;ffentlich kommunizierten &bdquo;Kompromissvorschlags&ldquo; wird es nun sehr viel schwerer fallen, die Botschaft zu vermitteln, dass es den Besch&auml;ftigten vornehmlich um eine Aufwertung sozialer Berufe geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>E.ON Klage gegen Spanien mahnt: Mit TTIP entsteht Paradies f&uuml;r Konzerne!<\/strong><br>\nDer Energiekonzern E.ON hat eine Klage gegen Spanien vor einem privaten Schiedsgericht eingereicht. Das s&uuml;deurop&auml;ische K&ouml;nigreich strich die Subventionen f&uuml;r erneuerbare Energie zusammen. E.ON beklagt dies nun und beruft sich dabei auf die Investitionsschutzregeln im Energiechartavertrag, den Spanien unterzeichnet hat. Erneut zeigen sich die T&uuml;cken der umstrittenen Schiedsgerichtsbarkeit (ISDS) in aller Deutlichkeit.<br>\nE.ON hatte vor der Finanzkrise von 2008 in den Ausbau erneuerbarer Energien in Spanien investiert, weil dort &Ouml;kostrom gef&ouml;rdert wurde. Infolge der Finanzkrise und dem Ausbruch der Eurokrise war Spanien zu massiven Einsparungen gezwungen und schaffte deshalb unter anderem die F&ouml;rderungsma&szlig;nahme f&uuml;r &Ouml;kostrom ab.<br>\nNun fordert E.ON vor einem privaten Schiedsgericht unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit Schadensersatz f&uuml;r die ver&auml;nderten Investitionsrahmenbedingungen. Und das, obwohl sich der Energiekonzern mittlerweile aus Spanien zur&uuml;ckgezogen hat. W&uuml;rde der Energieriese Erfolg mit seiner Klage haben, k&auml;men auf die Steuerzahler in Spanien unter Umst&auml;nden enorme zus&auml;tzliche Belastungen zu!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/08\/e-on-klage-gegen-spanien-mahnt-mit-ttip-entsteht-paradies-fuer-konzerne\/\">Lobby Control<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Studie: OECD fordert strengere Besteuerung von Reichen<\/strong><br>\nIn den meisten Industriel&auml;ndern sind die Steuerbeh&ouml;rden offenbar nicht angemessen auf die Pr&uuml;fung von Wohlhabenden eingerichtet. Zu diesem Schluss kommt die OECD in einer vergleichenden Studie &ndash; und mahnt die Steuerbeh&ouml;rden, ihrer reichen Klientel aufmerksamer auf die Finger zu schauen als bislang.<br>\nDie Industriel&auml;nderorganisation untersucht regelm&auml;&szlig;ig die Steuerverwaltungen ihrer Mitglieder. Die nun erschienene Studie &ldquo;Tax Administration 2015&rdquo; ist bereits die sechste derartige Publikation, sie vergleicht dabei sowohl die Strukturen als auch die Effektivit&auml;t der Steuerbeh&ouml;rden in 56 L&auml;ndern.<br>\nBereits in der Vorg&auml;ngerstudie von 2009 war die steuerliche Behandlung von Reichen einer der untersuchten Aspekte &ndash; verbunden mit einem konkreten Ratschlag f&uuml;r die Steuerbeh&ouml;rden. In der nun erschienenen Studie ziehen die Autoren allerdings ein ern&uuml;chtertes Fazit &uuml;ber die Umsetzung: &ldquo;Obwohl die Zahl und der Wohlstand der Reichen in den vergangenen Jahren offensichtlich deutlich gewachsen ist, haben nur relativ wenige Steuerbeh&ouml;rden spezielle Abteilungen f&uuml;r sie eingerichtet, wie es in der Studie von 2009 empfohlen wurde.&rdquo;<br>\nKonkret hatten nur 17, also rund ein Drittel der 56 untersuchten L&auml;nder eigene Abteilungen in den Steuerbeh&ouml;rden eingerichtet &ndash; Deutschland geh&ouml;rt nicht dazu. Und nur in f&uuml;nf Staaten seien jene Abteilungen auch gut ausgestattet: Australien, Indonesien, Gro&szlig;britannien, die USA &ndash; und ausgerechnet Griechenland. Das Krisenland hat eine entsprechende Abteilung demnach im Laufe des Jahrs 2013 eingerichtet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steuern-oecd-fordert-strengere-besteuerung-von-reichen-a-1047906.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/tax\/forum-on-tax-administration\/publications-and-products\/tax-administration-23077727.htm\">OECD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Wirklich neu ist die Erkenntnis der laxen Besteuerung der Superreichen nicht, diese ist politisch gewollt. So sollen mehr als 32 Billionen Dollar weltweit in Steueroasen lagern (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27034#h04\">siehe hier<\/a>). Unternommen wird dagegen so gut wie nichts. Eine der gr&ouml;&szlig;ten Steueroasen, Luxemburg, liegt sogar mitten in der EU. Schon seit langem fordern Kenner der Materie die Einrichtung einer zentralen Bundessteuerfahndung, um diese l&auml;nder&uuml;bergreifend zu koordinieren. Auch hier geschieht politisch gewollt nichts (<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/07\/steuerfahnder-finanzbeamte\">siehe hier<\/a>). Interessant in diesem Zusammenhang, dass Finanzminister Sch&auml;uble gegen&uuml;ber Griechenland gnadenlos auf die Einhaltung der &ldquo;Regeln&rdquo; pocht, mit Steuerbetrug und Steuerhinterziehungen auf Seiten der &ouml;konomischen Eliten aber keinerlei Probleme hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>In den USA kehren die Slums zur&uuml;ck<\/strong><br>\nWer Armut in Amerika erleben will, muss meist nicht sehr weit fahren. In die Au&szlig;enbezirke von St. Louis, Missouri, zum Beispiel, in den Rust Belt rund um die Auto-Stadt Detroit &ndash; oder in die Kleinstadt Syracus. Gerade mal 150.000 Einwohner leben in dem Ort rund 400 Kilometer n&ouml;rdlich von Manhattan. Kaum irgendwo ist die Spaltung in Arm und Reich und Schwarz und Wei&szlig; so eindeutig wie hier. 65 Prozent der afroamerikanischen Einwohner leben inzwischen in den &auml;rmsten Gebieten der Stadt. Noch vor 15 Jahren waren es 43 Prozent.<br>\nEs h&auml;tten sich regelrechte Slums gebildet, warnen Experten angesichts der Zahlen. 13,8 Millionen Amerikaner leben derzeit in Gegenden mit extremer Armut, im Jahr 2000 waren es 7,2 Millionen. Zwischen 2000 und 2013 hat sich die Zahl fast verdoppelt. Noch nie, schreibt Paul Jargowsky, Politik-Professor an der Rutgers Universit&auml;t, in einer aktuellen Analyse, sei die Zahl so hoch gewesen.<br>\nDie Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind vielf&auml;ltig. Als Millionen von Menschen im Zuge der Rezession &uuml;berall im Land ihren Job verloren, zogen diejenigen weg, die es sich leisten konnten &ndash; und lie&szlig;en Arbeiterfamilien zur&uuml;ck, deren Jobs in der Automobilindustrie gestrichen oder nach &Uuml;bersee verlagert wurden. Wer eine neue Stelle finden konnte, blieb h&auml;ufig weit unter dem bisherigen Einkommen und konnte sich das alte Leben nicht mehr leisten. &Uuml;brig blieben moderne Industrie-W&uuml;sten wie Detroit, aus denen mit den wohlhabenderen Bewohnern auch die Steuergelder verschwanden. Den hoch verschuldeten &ouml;ffentlichen Haushalten fehlte es an Ressourcen f&uuml;r &ouml;ffentliche Sozialprogramme, die neue Chancen erm&ouml;glicht h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-08\/slum-armut-diskriminierung-usa\">Zeit Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Studie zu Einfluss und Ungleichheit in den USA: Macht Geld Politik?<\/strong><br>\nIn repr&auml;sentativen Demokratien m&uuml;ssen die Interessen der Bev&ouml;lkerung von der Politik ber&uuml;cksichtigt werden. Das Prinzip politischer Gleichheit verlangt zudem, dass nicht nur die Interessen einiger weniger, sondern die Interessen aller Repr&auml;sentierten gleicherma&szlig;en Einfluss auf die politischen Entscheidungen der Regierenden haben.<br>\nIn den letzten Jahren haben verschiedene US-amerikanische Studien gezeigt, dass die Meinung sozial schlechter gestellter Gruppen kaum Einfluss auf politische Entscheidungen hat, politische Entscheidungstr&auml;ger sich aber sehr wohl an den Meinungen der bessergestellten orientieren. Ihre Befunde haben eine Debatte &uuml;ber den Zusammenhang von &ouml;konomischer Ungleichheit und politischer Repr&auml;sentation ausgel&ouml;st, die hierzulande noch viel zu wenig gef&uuml;hrt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verteilungsfrage.org\/2015\/08\/studie-zu-einfluss-und-ungleichheit-in-den-usa-macht-geld-politik\/\">Verteilungsfrage.org<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Netzpolitik.org: Skandal vorbei?<\/strong><br>\nDie Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen zwei Journalisten wegen Landesverrats wurden eingestellt. Aber ist der Skandal damit vorbei? Die Chronik der letzten Monate zeigt: Der Verfassungsbruch war von Anfang an mit einkalkuliert. Angeschoben vom Pr&auml;sidenten des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutz, mit Wissen des Bundesinnenministeriums. Nicht nur wir fragen uns: D&uuml;rfen solche &bdquo;Verfassungssch&uuml;tzer&ldquo; im Amt bleiben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/netzpolitik-126.html\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das falsche Spiel mit der US-Zustimmungspflicht<\/strong><br>\nEs ist nat&uuml;rlich nett, wenn die Bundesregierung die US-Seite vorher fragt. W&auml;re es ok, wenn sie die Listen mit faulen Suchbegriffen der Amerikaner an den NSA-Untersuchungsausschuss weiterreicht? Ja, unter Freunden ist dies das richtige&nbsp;Verhalten.<br>\nAuch wenn es nat&uuml;rlich &uuml;berhaupt nicht nett von den Datenspionen der NSA war, Suchbegriffe auf Analyserechner des Bundesnachrichtendienstes (BND) zu spielen, die offenbar eindeutig gegen deutsche Interessen gerichtet waren. Europ&auml;ische Unternehmen wie EADS und Airbus und franz&ouml;sische Ministerien geh&ouml;rten etwa in das Suchprofil der&nbsp;Amerikaner.<br>\nAber statt sich deshalb mit den Amerikanern anzulegen, erfindet die Bundesregierung etwas von einer Zustimmungspflicht der US-Regierung. Die Bundesregierung sei verpflichtet, so eine Einwilligung einzuholen. Kanzleramtsminister Peter Altmaier hat diese Haltung jetzt gegen&uuml;ber dem Spiegel noch einmal bekr&auml;ftigt. Ohne Zustimmung kein Einblick in die Liste f&uuml;r Abgeordnete. Es gebe eben Regeln zwischen Geheimdiensten, an die sich die Regierungen zu halten h&auml;tten, sagt Altmaier. Die also v&ouml;lkerrechtlich verbindlich&nbsp;sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nsa-spaehlisten-das-falsche-spiel-mit-der-us-zustimmungspflicht-1.2607856\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Das ganze Dilemma f&auml;ngt schon mit der Wortsch&ouml;pfung &bdquo;Konsultationsverfahren&ldquo; an. Der Begriff suggeriert etwas scheinbar Bedeutendes und Kompliziertes, bei dem sich der normale Zuschauer denkt, oh je schwierige Materie. Die US Seite hat nun deutlich gemacht, dass es sich um eine simple Anfrage handelte, die auch binnen kurzer Zeit beantwortet werden kann. Dennoch druckst die Bundesregierung weiter herum und tut so, als m&uuml;sse sie Informationen sch&uuml;tzen, die von ihr selbst bereits scheibchenweise zu den Medien durchgesteckt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Atomkonzerne wollen raus aus&nbsp;der Haftung<\/strong><br>\nDas Schlupfloch schien so diskret wie wirksam zu sein. Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Energiekonzern Eon wollte die eigene Aufspaltung Anfang 2016 in eine gr&uuml;ne Eon und das Kraftwerksunternehmen Uniper gerne dazu nutzen, auch gleich noch ein l&auml;stiges Risiko loszuwerden: die unbegrenzte Haftung f&uuml;r seine Atomkosten. Denn nach deutschem Recht gen&uuml;gte es bislang, die Atomsparte einfach in ein neues Unternehmen auszugliedern, um die ewige Haftung auf gerade mal f&uuml;nf Jahre zu begrenzen. Angesichts der offenen Frage, ob die deutschen Atomr&uuml;ckstellungen von 38 Milliarden Euro in den n&auml;chsten Jahrzehnten tats&auml;chlich ausreichen oder weitere Milliarden gebraucht werden, ein lukrativer&nbsp;Schachzug.<br>\nDoch die Bundesregierung will das Vorhaben nun offenbar vereiteln. Im Bundeswirtschaftsministerium von Sigmar Gabriel (SPD) kursieren Pl&auml;ne, die fragliche F&uuml;nfjahresregel noch vor der Eon-Aufspaltung abzuschaffen. Im Management der Energiekonzerne sorgt das f&uuml;r so gro&szlig;e Unruhe, dass man bereits das unkonkrete Vorhaben mit schwerem Gesch&uuml;tz bek&auml;mpft. &ldquo;Wir halten das, was angedacht wird, f&uuml;r verfassungswidrig&rdquo;, sagte Konzernchef Johannes Teyssen am Mittwoch im Hinblick auf geplante Einschr&auml;nkungen der F&uuml;nfjahresfrist. Sein Unternehmen habe in der Sache eine rechtliche Analyse externer Gutachter an die beteiligten Ministerien geschickt. Der Eon-Chef deutete damit an, dass der Konzern auch im Streit &uuml;ber die Atomhaftung eine Verfassungsklage f&uuml;r m&ouml;glich h&auml;lt. Die Regierung solle zun&auml;chst die Ergebnisse ihrer eigenen Kommission abwarten, bevor sie &ldquo;ohne genaue Kenntnis der Sachlage&rdquo; Schl&uuml;sse ziehe, wetterte Teyssen. Die AKW-Betreiber RWE und Eon wehren sich bereits mit einer Verfassungsklage gegen den beschleunigten Atomausstieg und fordern von der Bundesregierung einen Milliarden-Schadenersatz f&uuml;r das Abschalten ihrer&nbsp;Kraftwerke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/atomausstieg-raus-ausder-haftung-1.2606125\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Von der Leyen auf dem hohen Ross: Mit der NATO ein Ritt in den Ost-Europa-Sumpf<\/strong><br>\nIn eine Husaren-Uniform gegossen stellte die Verteidigungsministerin das sp&auml;te Pferdem&auml;dchen dar, als sie mit anderen Quadrille-Reitern die Reit-Europameisterschaften in Aachen er&ouml;ffnete. Und schnell warf es die deutschen Medien vor Begeisterung aus dem Sattel: &ldquo;Pferdammt mutig, Frau Ministerin!&rdquo; dichteten die Primitivos von der BILD. Die entsetzlich originelle FAZ entdeckte eine &ldquo;Pferdeoper der gro&szlig;en Gef&uuml;hle&rdquo; und auch, dass Frau von der Leyen &ldquo;begeisterte&rdquo;. Das lie&szlig; die Zeilenschinder vom SPIEGEL nicht ruhen, sie nutzten eine v&ouml;llig verschlissene Metapher &ldquo;Von der Leyen sitzt fest im Sattel&rdquo;, w&auml;hrend die ARD allen m&ouml;glichen anderen Medien die Wortanweisung vom &ldquo;heimlichen Star&rdquo; der Reit-EM lieferte. Von der RHEINISCHEN POST &uuml;ber die ZEIT bis zum FOCUS: Um die zehn weitere Nachrichtenzutr&auml;ger folgten gehorsamst dieser Sprachregelung aus dem ARD-Wort-Hauptquartier.<br>\nDass die von der Leyen eher ein unheimlicher Star ist, dessen sardonisches Dauer-Grinsen wie ein Teil einer Totenmaske wirkt, mag der versammelte Unverstand deutscher Medien nicht erkennen. Erst j&uuml;ngst entsandte die Ministerin ihre Bundeswehr-Dienstboten in die Ukraine, um gemeinsam mit anderen gef&auml;hrlich Bewaffneten ausgerechnet in einem B&uuml;rgerkriegsland den Krieg gegen Russland zu proben: Fast 2.000 Soldaten spielten an der Seite von ukrainischen Nazi-Einheiten Krieg. Und ausgerechnet parallel zu einem neuen ukrainischen Gesetz, das die Stationierung vom Atomwaffen ausdr&uuml;cklich legitimiert: &ldquo;Potentielle Tr&auml;ger von Kernwaffen und anderen Arten von Massenvernichtungswaffen werden nach internationalen Abkommen der Ukraine f&uuml;r eine Stationierung auf Zeit in der Ukraine erlaubt, sofern die geeignete Steuerung hinsichtlich der Stationierung auf dem Territorium der Ukraine durch die Ukraine selbst gesichert ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/von-der-leyen-auf-dem-hohen-ross.html\">RationalGalerie<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong><em>Nr. 14 wurde wegen des nicht zu ertragenden Umfelds entfert.<\/em><\/strong><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Kauderwelsch und die Normalit&auml;t<\/strong><br>\nDie Abgeordneten des Bundestages sind einzig ihrem Gewissen unterworfen. So will es das Grundgesetz. Und da Parteivorsitzende und\/oder Bundeskanzler ja kein Grundgesetz sind, sondern einfach blo&szlig; Leute, die ihren Willen durchpauken m&ouml;chten, wollen sie von derlei Gewissensfragen recht wenig wissen. Das subjektive Gewissen ist ihnen einfach zu vage, l&auml;sst sich nicht richtig fassen und kalkulieren. Also muss man den Abgeordneten da packen, wo es nicht ganz so schwammig ist: Am Prestige, vielleicht auch am Geldbeutel &ndash; und an seiner Karriere auf alle F&auml;lle. Wenn er n&auml;mlich Angst um seine Zukunftsplanung hat, dann ist das Gewissen zun&auml;chst deaktiviert. Die einzige Gewissensfrage in diesem Prozess ist letztlich nur, wie stark man den Druck dosiert und wie gut man ihn vor den Medien als Rhetorik verkleiden kann, damit diese nicht aufschreien. Tja, und exakt da hat der Bundeskanzlerin Knecht versagt.<br>\nKauder hat jetzt also Druck ausge&uuml;bt. Wer abweicht, so meinte er, dem w&uuml;rden die Posten, die der Parlamentarismus so bietet, k&uuml;nftig vorenthalten bleiben. Eine Entscheidung gegen den Kurs der Regierung hei&szlig;t demnach, dass man kaltgestellt wird, wenn man mit ihm nicht warm wird. Der vorherige Bundeskanzler hat es &auml;hnlich gehandhabt. Er wollte unbedingt seine Reformen im Zuge der Agenda 2010 auf Kurs bringen und drohte mit R&uuml;cktritt und sagte &raquo;Basta!&laquo; und stellte den Volksvertretern in Aussicht, dass sie bei Neuwahlen schon bald nicht mehr hier in gem&uuml;tlicher Runde sitzen w&uuml;rden. Und so ging ein Ruck durch die Fraktion und mit Hartz I bis IV auch gleich noch durch Deutschland. So geht man mit dem Gewissen aus dem Grundgesetz um, wenn man unbedingt ein Gesetz haben m&ouml;chte. Wenn man es &ndash; das Gewissen &ndash; schon nicht kontrollieren kann, so muss man seine Leute eben zu Gewissenlosigkeit zwingen, dann k&ouml;nnen sie in sich hineinhorchen und sagen: &raquo;Huch, ich habe ja gar kein Gewissen, dem ich verpflichtet sein sollte. Na, dann kann ich auch das Sch&ouml;ne mit dem N&uuml;tzlichen verbinden und mir die Posten offenhalten, die mir sonst verschlossen blieben.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/981079.der-kauderwelsch-und-die-normalitaet.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ungenutzte Pressefreiheit<\/strong><br>\nDie Ermittlungen gegen Netzpolitik.org wegen Landesverrats sind am Montag eingestellt worden. Ein Sieg der Pressefreiheit, sagen viele, und es stimmt auch. Ob sie deshalb aber gut dasteht, ist eine andere Frage. Zeigt denn der Verlauf dieser Aff&auml;re, dass wir Deutschen uns um die Pressefreiheit nicht sorgen m&uuml;ssen?<br>\nWenn man die Frage so stellt, melden sich erhebliche Zweifel. Viel Medienkritik ist im letzten Jahr ge&auml;u&szlig;ert worden, meist im Zusammenhang mit der Berichterstattung zur Ukrainekrise. Es gab da M&auml;ngel, die einem jetzt wieder einfallen, so weit hergeholt es auch scheinen mag, diese Krise mit den Ermittlungen gegen Netzpolitik.org zu vergleichen.<br>\nEin bezeichnender Mangel war, dass die Medien &uuml;ber das Minsker Abkommen vom 5. September 2014 nur wenig und dann allenfalls pauschal berichteten. Das Abkommen wurde nicht im Einzelnen analysiert, kein Leitfaden wurde erarbeitet, anhand dessen die Medien h&auml;tten verfolgen k&ouml;nnen, ob und wie das Abkommen von Kiew und der ostukrainischen Seite umgesetzt wurde. Da das alles nicht geschah, fiel es den Medien umso leichter, immerzu nur Russland zu beschuldigen.<br>\nDieser Mangel tritt in der Aff&auml;re, die uns jetzt besch&auml;ftigt, noch krasser zutage. Auch da gibt es ein zentrales Dokument, das zu analysieren Aufgabe der Medien gewesen w&auml;re: das von Netzpolitik.org ver&ouml;ffentlichte Dokument des Verfassungsschutzes. Markus Beckedahl und Andre Meister, die das Onlinemagazin betreiben, haben die Aufgabe gut bew&auml;ltigt. Aber wer hat es aufgegriffen und ihre Arbeit fortgef&uuml;hrt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/michael-jaeger\/ungenutzte-pressefreiheit\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Hans-Peter Uhl zu #Landesverrat: Journalisten und Whistleblower arbeiten Terroristen zu<\/strong><br>\n&bdquo;Kontrovers&ldquo;, das politische Streitgespr&auml;ch des DLF, lud zu seiner vergangenen Ausgabe unter anderem Hans-Peter Uhl ein. Der ehemalige Vorsitzende der Arbeitsgruppe Innenpolitik des CDU\/CSU-Bundestagsfraktion und Bundestagsabgeordnete diskutierte dabei &auml;u&szlig;erst kontrovers mit den Zuh&ouml;rern und den geladenen Studiog&auml;sten Martina Renner (Linke) und Johannes Fechner (SPD). Hier eine kleine Zitatesammlung des stets gut gelaunten Bajuwaren, der nie um einen unpassenden Vergleich verlegen ist. [&hellip;]<br>\nDas [&hellip;] ist der Fall, denn da m&uuml;ssen Sie in die Ver&ouml;ffentlichung der Netzpolitik gehen, und dann sehen Sie, dass dort seitenweise im Orginaltext dargestellt wird, wo die Schwachstellen der Bundesrepublik sind in der Ermittlung von Terrorgefahren, in der Ermittlung von Spionageangriffen auf Deutschland und dass man diesen Schwachstellen begegnen muss, indem man ganz dezidiert Personal f&uuml;r bestimmte Aufgaben, Methoden der Ermittlung und Erkenntnisgewinnung und auch Technik einschalten wird. Das hei&szlig;t, wer jetzt zum Beispiel einen Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt vorhat, der IS, der wei&szlig; jetzt genau, was er verhindern muss, umgehen muss, dass er nicht vom Verfassungsschutz entdeckt wird.<br>\nEs empfiehlt sich, die Passage aufgrund des gesprochenen Wortes zweimal zu lesen, um zu erfassen, was Uhl da eigentlich sagt. Er behauptet &ndash; offenkundig ohne genaue Kenntnis unserer Ver&ouml;ffentlichungen &ndash;, dass wir direkt &bdquo;Terroristen&ldquo;, namentlich IS, zuarbeiten w&uuml;rden. Diese dreiste Unterstellung ist nicht nur unwahr, sondern w&uuml;rde in der Konsequenz bedeuten, dass &uuml;ber Methoden der Geheimdienste gar nicht mehr berichtet werden d&uuml;rfte, ohne sich dem Vorwurf auszusetzen, man sei quasi &bdquo;Terrorhelfer&ldquo;. Das ist die Logik in der Welt des Hans-Peter Uhl.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/hans-peter-uhl-zu-landesverrat-journalisten-und-whistleblower-arbeiten-terroristen-zu\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27213","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27213"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27213\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27217,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27213\/revisions\/27217"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}