{"id":2722,"date":"2007-10-26T15:09:21","date_gmt":"2007-10-26T13:09:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2722"},"modified":"2007-10-26T15:09:21","modified_gmt":"2007-10-26T13:09:21","slug":"hinweise-des-tages-513","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2722","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2722&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Regierung senkt Wachstumsprognose<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Die Bundesregierung hat ihre Konjunkturprognose f&uuml;r 2008 zur&uuml;ckgeschraubt<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sagte am Donnerstag in Berlin, statt 2,4 w&uuml;rden jetzt nur noch zwei Prozent Wachstum erwartet. F&uuml;r das laufende Jahr w&uuml;rden 2,4 Prozent erwartet. 2008 werde die weltwirtschaftliche Dynamik etwas schw&auml;cher werden und das Wachstum &uuml;berwiegend von den binnenwirtschaftlichen Impulsen bestimmt werden. Es werde weiterhin eine lebhafte Investitionst&auml;tigkeit der Unternehmen erwartet. &ldquo;Die privaten Haushalte &uuml;bernehmen im kommenden Jahr die Rolle des Wachstumstr&auml;gers&rdquo;, sagte Glos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1232709&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die privaten Haushalte haben 2006 zu 0,6 und 2007 zu minus 0,1 Prozent zum Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts beigetragen (Gemeinschaftsgutachten S. 32, Tab. 3.2). Also auf geht`s ihr Haushalte konsumiert im n&auml;chsten Jahr mal sch&ouml;n!<br>\nWie sollten private Haushalte bei einer massenhaften Zunahme an niedrig bezahlter prek&auml;rer Arbeit, bei st&auml;ndigen Mahnungen zur Lohnzur&uuml;ckhaltung, bei dr&auml;ngenden Appellen zum &bdquo;Sparen f&uuml;rs Alter&ldquo;, bei minimalen Rentensteigerungen, bei weiteren &bdquo;Subventionsk&uuml;rzungen&ldquo; gerade bei den Lohneinkommensbeziehern usw. Tr&auml;ger des Wachstums im kommenden Jahr werden k&ouml;nnen? Es w&auml;re sch&ouml;n, wenn irgendeiner der Prognostiker mal erkl&auml;ren k&ouml;nnte, wie die r&uuml;ckl&auml;ufigen Exporte und Anlageinvestitionen durch den privaten Konsum ausgeglichen, ja sogar &uuml;berkompensiert werden sollten. Durch welches Wunder sollte das geschehen?<br>\nEtwa durch eine weitere Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung?<\/em><\/p><\/li>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Verteilt Schecks an die B&uuml;rger!<\/strong><br>\nDie deutsche Politik muss den Konsum stimulieren. Aktiv. Am besten sofort, bevor Amerika, Finanzkrise, Euro und &Ouml;lpreis der Wirtschaft die letzten Wachstumskr&auml;fte rauben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1232891&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare&amp;em_ivw=fr_kommentar&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1%20\">FR<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Callcenter in Deutschland: &ldquo;Good Jobs&rdquo; und &ldquo;Bad Jobs&rdquo;<\/strong><br>\nBundesweit arbeiten 415.000 Menschen in Callcentern, fast zehn Mal so viele wie vor zehn Jahren. Sie beantworten Kundenanfragen, verkaufen und werben am Telefon. Der Osten ist f&uuml;r die Unternehmen verlockend: Gen&uuml;gend gut ausgebildete Arbeitslose, g&uuml;nstiges Gewerbeland, Zusch&uuml;sse und ein niedrigeres Lohnniveau. Im Schnitt verdient ein Vollzeit-Agent in Westdeutschland demnach 22.618 Euro im Jahr, im Osten seien es 17.469 Euro. Arbeitnehmer berichten von hohem Druck, von &Uuml;berwachung und dauernder Angst um den Job.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/97937\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Her mit dem Hungerlohn<\/strong><br>\nPrivate Zustelldienste mobilisieren ihre Besch&auml;ftigten zu einer Demo in Berlin. Am 9. Oktober fand in Berlin die erste Demonstration f&uuml;r Hungerl&ouml;hne statt. Rund 1000 Zusteller privater Postdienste trugen ihren Protest gegen den Mindestlohn auf die Stra&szlig;e &ndash; dazu ermuntert von ihren Arbeitgebern. Besonders erfolgreich hatte die PIN Mail AG ihre Niedrigl&ouml;hner mobilisiert. Der Protest war Teil einer Kampagne der privaten Postdienste gegen die Ausweitung des tariflichen Mindestlohns in H&ouml;he von 8 bis 9,80 Euro, den ver.di mit dem Arbeitgeberverband Postdienste ausgehandelt hat. J&uuml;ngster Coup in der Kampagne: Die Bildung einer Pseudo-Gewerkschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di News<\/a><\/li>\n<li><strong>In der gro&szlig;en Koalition geht die Post ab<\/strong><br>\nDer Streit um Mindestl&ouml;hne entz&uuml;ndet sich in der Koalition aufs Neue: Die Union will die privaten Postdienstleister vorerst nicht ins Entsendegesetz aufnehmen. Die SPD ist sauer. Denn jetzt steht ein l&auml;ngst ausgehandelter Kompromiss auf der Kippe. Die Union k&uuml;ndigte an, der Aufnahme der Postdienstleister ins Entsendegesetz vorerst nicht zuzustimmen. Ihr Arbeitsmarktexperte Ralf Brauksiepe sagte, der Gesetzentwurf m&uuml;sse gepr&uuml;ft werden. Er sieht vor, den Tarifvertrag zwischen dem von der Deutschen Post dominierten Arbeitgeberverband Postdienste und der Gewerkschaft Verdi f&uuml;r die gesamte Branche verbindlich zu machen. Dagegen protestieren die privaten Postdienstleister &ndash; mit R&uuml;ckenwind aus der Union. Ihr Argument: Der anvisierte Mindestlohn von 8 bis 9,80 Euro pro Stunde helfe der Deutschen Post dabei, ihre Monopolstellung zu halten. Kleinere Konkurrenten w&uuml;rden aus dem Markt gedr&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2007%2F10%2F26%2Fa0057&amp;src=GI&amp;cHash=c7044b938b&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Allensbach-Studie: Angst vor Altersarmut nach wie vor auf hohem Niveau<\/strong><br>\nJeder sechste Deutsche bef&uuml;rchte, seinen Lebensunterhalt im Alter nicht mehr aus eigenen Mitteln bestreiten zu k&ouml;nnen. Nur 60 Prozent aller Berufst&auml;tigen k&ouml;nnten aktuell im Alter Geld aus einer privaten Altersvorsorge erwarten. Die ideale Form der Vorsorge f&uuml;rs Rentenalter sei f&uuml;r gut ein Drittel der Bundesb&uuml;rger die staatliche gef&ouml;rderte Riester-Rente. Das ist mehr als doppelt soviel wie 2003.<br>\nPostbank-Marketingvorstand Michael Meyer forderte die Politik zum Handeln auf. &ldquo;Die Altersvorsorge-Situation der Deutschen muss dringend weiter verbessert werden&rdquo;, mahnte er. 43 Prozent der Bev&ouml;lkerung seien daf&uuml;r, die private Altersvorsorge zur gesetzlichen Pflicht zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.today.reuters.com\/news\/newsArticle.aspx?type=topNews&amp;storyID=2007-10-25T092547Z_01_HAG533935_RTRDEOC_0_DEUTSCHLAND-ALTERSVORSORGE-STUDIE.xml&amp;archived=False\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Also um die Botschaft zu bef&ouml;rdern, die private Altersvorsorge zur Gesetzespflicht zu machen, beauftragt die <a href=\"?p=2052\">Postbank regelm&auml;&szlig;ig Allensbach<\/a>, mit regelm&auml;&szlig;ig dem gleichen Ergebnis. Man kann die Ergebnisse auch umgekehrt lesen: Zwei Drittel halten die Riester-Rente nicht f&uuml;r ideal und 57 Prozent sind gegen eine private Zwangsversicherung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Geheime Studie zur Bahn-Privatisierung: Drehbuch f&uuml;r den Kahlschlag<\/strong><br>\nEs ist das Bahn-Dokument mit der h&ouml;chsten Geheimhaltungsstufe. Das Gutachten der US-Bank Morgan Stanley gilt als Drehbuch f&uuml;r den geplanten B&ouml;rsengang. Der Inhalt beweist: Der privatisierte Konzern soll beim Schienennetz radikal sparen &ndash; zum Vorteil der Investoren, aber zu Lasten des Steuerzahlers und der Kunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1232993&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Neues aus dem Casino:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Bank of America streicht 3000 Stellen<\/strong><br>\nIm Zuge der Krise an den Kapitalm&auml;rkten will die Bank of America 3000 Stellen streichen. Vor allem die Sparte f&uuml;r Gesch&auml;ftskunden und Investment-Banking sei vom Abbau betroffen, teilte die zweitgr&ouml;sste US-Bank mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/bank_of_america_streicht_3000_stellen_1.574496.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Acht Milliarden Dollar abgeschrieben<\/strong><br>\nDie Kreditkrise dr&uuml;ckt die US-Bank Merrill Lynch tief in die roten Zahlen. Die Investmentstrategen m&uuml;ssen knapp acht Milliarden Dollar abschreiben &ndash; so viel wie noch kein Unternehmen zuvor. F&uuml;r das dritte Quartal meldet Merrill einen Nettoverlust von 2,3 Milliarden Dollar. Der IWF sch&auml;tzt das Volumen der mit dem Subprime-Segment verbundenen Kredite auf rund 200 Milliarden US-Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/geld\/artikel\/0,2828,druck-513280,00.html\">manager-magazin<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Arbeitslose als T&auml;ter<\/strong><br>\nDie Debatte um ALG II ventiliert unverdrossen schlimmen ideologischen Ballast. Und l&auml;sst die Verantwortung der Unternehmer f&uuml;r den &auml;rmlichen Aufschwung unthematisiert<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2007%2F10%2F26%2Fa0112&amp;src=GI&amp;cHash=31a54a9f5e&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ich kann allerdings den Optimismus von Wolfgang Storz nicht teilen, dass sich an dem Vorschlag von Beck die Wege von Agenda-Gegnern und deren Bef&uuml;rwortern trennten oder dass Beck sich damit von einem wesentlichen Punkt der Agenda-Politik verabschiedete.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Beck: Ich gehe nicht r&uuml;ckw&auml;rts<\/strong><br>\nDer SPD-Vorsitzende Beck hat unmittelbar vor dem SPD-Parteitag in Hamburg weitergehende Ver&auml;nderungen an den Agenda-2010-Gesetzen der rot-gr&uuml;nen Koalition abgelehnt. &bdquo;Von einem Dammbruch kann nicht die Rede sein. Ich will und werde nicht r&uuml;ckw&auml;rtsgehen&ldquo;, sagte er der Zeitung &bdquo;Rheinische Post&ldquo;. Dies gelte vor allem f&uuml;r Forderungen aus der SPD-Linken, die eine Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze der Hartz-IV-Gesetze sowie eine Erh&ouml;hung des &bdquo;Schonverm&ouml;gens&ldquo; verlangten. Damit wandte sich Beck auch gegen Vorhalte, er wolle die SPD nach links r&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~E5598BFD3A12142A4A144E218211E51FB~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Christoph Butterwegge: Neoliberalismus in der Krise<\/strong><br>\nDie internationale Finanzkrise, deren Folgen keineswegs bew&auml;ltigt sind, ist nicht nur eine Folge der zu freigiebigen Kreditvergabe US-amerikanischer Hypothekenbanken, sondern auch die zwangsl&auml;ufige Konsequenz eines nach neoliberalen Vorstellungen umgestalteten Bankensystems. Dieses System verk&ouml;rpert jenen &raquo;Kasinokapitalismus&laquo; (Susan Strange), vor dessen Anf&auml;ngen schon der britische &Ouml;konom John Maynard Keynes gewarnt hat. Statt auf industrieller Wertsch&ouml;pfung beruht es auf hoch spekulativen Geldanlagen, wof&uuml;r die Banken immer komplexere Angebote (Derivate) entwickeln. Dadurch entsteht unvorstellbarer Reichtum bei wenigen Finanzmagnaten und immer mehr Armut nicht nur in der sogenannten Dritten Welt, sondern auch in den Konsumgesellschaften des Nordens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/textsicht.php?id=3299\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><strong>Privatschulen in Frankfurt a.M. boomen. Unternehmen, Banken, Investoren sponsern<\/strong><br>\nInternational ausgerichtete Privatschulen boomen. Ihr Angebot ist nicht nur interessant f&uuml;r die Kinder hier ans&auml;ssiger Ausl&auml;nder, sondern auch f&uuml;r deutsche Eltern, die ihre Spr&ouml;sslinge bilingual aufwachsen lassen wollen. Ein kulturell breites Schulangebot ist aber auch ein wichtiger Standortfaktor, und ohne Zweifel spiegelt sich darin die Internationalit&auml;t der Stadt. Ob es eine Reaktion auf den &ldquo;Pisa-Schock&rdquo; oder der Wunsch gut situierter Eltern nach fr&uuml;her Vorbereitung ihrer Kinder auf das Leben in einer globalisierten Welt ist &ndash; nicht nur in Frankfurt lebende Ausl&auml;nder, auch immer mehr deutsche Eltern schicken ihren Nachwuchs auf international ausgerichtete Privatschulen. Unternehmen, Banken, Investoren und Wirtschaftsf&ouml;rderer haben das Potenzial der Bildungsinstitutionen entdeckt. In Frankfurt zum Beispiel die Deutsche B&ouml;rse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cms.frankfurt-live.com\/front_content.php?idcat=10&amp;idart=21614\">Frankfurt-Live<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Selbstredend ist auch der der Chef der Bertelsmann Music Group Rolf Schmidt-Holtz unter den Investoren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;68 ist vorbei, nur der Markt, der macht uns frei!&rdquo;<\/strong><br>\nAm Freitag knallten die Korken an der Freien Universit&auml;t Berlin &ndash; sie wurde zur Eliteuni gekr&ouml;nt. Der Kater kam nach der Party: Protestierende Studenten machten die Immatrikulationsfeier zur Farce. Sie m&ouml;gen den neuen Titel ihrer Uni nicht. Asta-Referentin Inga N&uuml;then griff in ihrer Rede die Exzellenzinitiative f&uuml;r die Unis an: &ldquo;Wir sind als Studierende Teil eines europaweiten Experiments, das gerade an der FU besonders fehlschl&auml;gt.&rdquo; Die Universit&auml;ten seien nicht mehr der Ort f&uuml;r Forschung und Bildung. Und &ldquo;was am vergangenen Freitag als exzellent ausgezeichnet wurde&rdquo;, seien in erster Linie &ldquo;gut vermarktbare Forschungsergebnisse&rdquo;. Ihren eigenen Uni-Pr&auml;sidenten Lenzen nannte sie &ldquo;antidemokratisch&rdquo; und &ldquo;neoliberal&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,513355,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Lobbyisten-Medien&ldquo;<\/strong><br>\nEs gibt zahlreiche &bdquo;Lobbyisten-Medien&ldquo;, die l&auml;ngst als solche enttarnt sind. Sie versuchen, Einfluss auf die &ouml;ffentliche Meinung zu nehmen und zu bestimmen, was man denken und was man wissen soll. In ihren Methoden sind sie von der herk&ouml;mmlichen Presse kaum mehr zu unterscheiden &ndash; und deshalb werden die perfiden Angriffe auf unser Denken nicht immer ohne weiteres wahrgenommen.<br>\nBeispielsweise kamen die &bdquo;Bertelsmann Stiftung&ldquo;, die &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; (INSM) oder der &bdquo;B&uuml;rgerkonvent&ldquo; ins Gerede, weil sie durch die Wirtschaft massiv finanziell unterst&uuml;tzt wurden. Sie alle profitieren au&szlig;erordentlich vom Internet &ndash; ein Beispiel mag das erl&auml;utern: Die K&ouml;lner INSM tritt im Internet mit dem Slogan &bdquo;Chancen f&uuml;r alle&ldquo; auf. In Wahrheit verbirgt sich dahinter die Arbeitgeberlobby, die Leute wie den Gr&uuml;nen-Politiker und medialen Dauerschw&auml;tzer Oswald Metzger, den geschassten Arbeitsagentur-Chef Florian Gerster oder den Mehrfachverdiener Friedrich Merz (CDU) vor ihren Karren spannt, um den &ouml;ffentlichen Diskurs zu bestimmen. Mit Hilfe der Werbeagentur &bdquo;Scholz &amp; Friends&ldquo; und durch die Journalisten der INSM, wie zum Beispiel Tasso Enzweiler (fr&uuml;her Chefredakteur der Financial Times Deutschland) oder Dieter Rath (fr&uuml;her Pressechef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie) dringt ihr Presselobbyismus quasi durch das Hintert&uuml;rchen in die K&ouml;pfe. Sie sind die &bdquo;APO des Kapitals&ldquo;, wie die Zeitschrift Medien 1\/05 schreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=11632\">NRhZ Online<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Oswald Metzger: Vorw&auml;rts Genossen, es geht zur&uuml;ck!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,513499,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir verweisen auf diesen Beitrag nicht wegen seines Inhalts. Er enth&auml;lt eigentlich nichts Neues, au&szlig;er den &uuml;blichen Behauptungen, dass die Agenda- 2010-Reformen f&uuml;r gut ein Drittel der Erholung der volkswirtschaftlichen Leistung sorgten. Selbst die Bundesbank setzt die Wirkung allenfalls mit 10 Prozent an.<br>\nNein, interessant ist der Beitrag des Gr&uuml;nen <a href=\"?p=446\">Kronzeugen der INSM f&uuml;r deren neoliberale Propaganda<\/a> eigentlich nur im Kontext mit einem veritablen Propagandafeuerwerk in den Medien im Vorfeld des SPD Parteitags zugunsten des Agenda-Kurses und der Weiterf&uuml;hrung der sog. Reformen<\/em>:<\/p>\n<ul>\n<li><em>Da kommt auf Einladung der INSM der amerikanische Nobelpreistr&auml;ger Professor Edmund S. Phelps nach Deutschland und verk&uuml;ndet: &bdquo;Deutschland darf bei Arbeitsmarktreformen jetzt nicht den R&uuml;ckw&auml;rtsgang einlegen.&ldquo;<\/em><\/li>\n<li><em>Ein Nobelpreistr&auml;ger wird nat&uuml;rlich mit dieser Botschaft in den gro&szlig;en Medien von der <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/Datenpool\/Tagesnachrichten\/Archiv\/Weitere_Resonanzen_auf_den_Deutschlandbesuch_eines_Nobelpreistraegers__15.10.2007.html\">BILD-Zeitung, &uuml;ber die SZ, FAZ, Welt und Handelsblatt zitiert<\/a>.<\/em><\/li>\n<li><em>Der SPIEGEL gew&auml;hrt ihm am 24. Oktober ein gro&szlig;es Interview <a href=\"?p=2718\">(siehe NachDenkSeiten Hinweise Ziffer 2)<\/a>.<\/em><\/li>\n<li><em>Am gleichen Tag erscheint in der S&uuml;ddeutschen Zeitung ein <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/703\/139413\/\">&bdquo;Aquariumgespr&auml;ch&ldquo; mit Prof. Sinn<\/a> regelm&auml;&szlig;iger wissenschaftlicher Kronzeuge der INSM mit der gleichen Botschaft. <\/em>\n<\/li><li><em>Am 22.Oktober lobt Martin Kannegiesser, Pr&auml;sident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall und Kuratoriumsmitglied der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) im Handelsblatt die Reformerfolge.<\/em><\/li>\n<li><em>Und nun eben noch der &bdquo;INSM-Berater&ldquo; Oswald Metzger.<\/em><\/li>\n<li><em>Man k&ouml;nnte noch viele Beispiele f&uuml;r diese Inszenierung anf&uuml;hren.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Nirgends wird nat&uuml;rlich auf die Verbindungen der Personen oder deren Auftritte mit der INSM hingewiesen, niemand kommt auf die Idee, dass es sich hier um eine politische Inszenierung handeln k&ouml;nnte, um das Meinungsbild vor dem Parteitag einer der Regierungsparteien zu pr&auml;gen.<br>\nAlles nur reiner Zufall?!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Bundesregierung sieht in der Verbreitung von fertigen H&ouml;rfunkbeitr&auml;gen und Zeitungsartikeln an Medien durch eine PR-Agentur keine &ldquo;Schleichwerbung&rdquo;<\/strong><br>\nDen Medien sei es selbst &uuml;berlassen, ob sie das Angebot der Agentur annehmen, hei&szlig;t es in der Antwort (16\/6548) auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16\/6284). Auch w&uuml;rden die Verlage und Sender nicht durch Vertr&auml;ge unter Druck gesetzt, in denen ein Abdruck oder ein Abspielen der Beitr&auml;ge festgelegt sei, weil ein Ministerium gleichzeitig Anzeigen schalte. So genannte PR-Kampagnen f&uuml;hre die Regierung selten durch, es handele sich lediglich um normale Pressearbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip.bundestag.de\/btd\/16\/065\/1606548.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 132 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2722","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2722","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2722"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2722\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2722"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2722"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2722"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}