{"id":27250,"date":"2015-08-18T09:06:09","date_gmt":"2015-08-18T07:06:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250"},"modified":"2015-08-18T16:57:21","modified_gmt":"2015-08-18T14:57:21","slug":"hinweise-des-tages-2439","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h01\">Hilfe, bin ich links?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h02\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h03\">Ausverkauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h04\">Streit um Rohstoffe: Russland schickt Kriegsschiffe in die Arktis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h05\">Wo Europas Schwachstelle liegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h06\">&bdquo;Europa neu begr&uuml;nden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h07\">TTIP Freihandel, jetzt noch geheimer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h08\">Abschied vom Homo Oeconomicus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h09\">Kr&ouml;sus und seine Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h10\">So schonungslos verheizt Amazon seine Manager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h11\">Alter Manager sucht Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h12\">Negatives Anreizsystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h14\">Imtech &amp; Co: Ablenkungsman&ouml;ver &ndash; BER ist seit Jahren au&szlig;er Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h15\">USA wollen laut Bericht Drohnen-Nutzung ausweiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h16\">Das Kopftuch geh&ouml;rt ins Klassenzimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h17\">Wer eine Wut auf die extreme Mitte hat, bleibt heute zu Hause<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250#h18\">Gabriels Berater w&uuml;nschte sich SPD-Pleite<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27250&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hilfe, bin ich links?<\/strong><br>\nMeine erste Begegnung mit der derzeit g&uuml;ltigen Weltwirtschaftsordnung endete im Gel&auml;chter. Ich studierte Amerikanistik im Nebenfach und hatte mich in ein Seminar &uuml;ber Ronald Reagan eingeschrieben. Da ich an dem Tag, an dem die Referate vergeben wurden, als Letzter kam, blieb mir nur ein Thema, das sonst keiner machen wollte: Reaganomics, die Wirtschaftspolitik des US-Pr&auml;sidenten.<br>\nIch las mich also ein in Milton Friedman, Arthur Laffer und David Stockman und all die Ideologen des freien Marktes. Sie predigten Privatisierung, Austerit&auml;t und den totalen R&uuml;ckzug des Staates, Sozialpolitik galt ihnen als Irrweg, weil sie Unt&auml;tigkeit belohne. Wolle man den Armen helfen, m&uuml;ssen man die Reichen reicher machen, stand in den Manifesten der Neocons zu lesen, denn deren Reichtum werde irgendwann &uuml;ber ein Mehr an Arbeitspl&auml;tzen und Wachstum zu den Armen durchsickern.<br>\n1987 war das nicht so. Als ich an der Reihe war, die sogenannte Trickle-Down-Theory im Seminar vorzustellen, erntete ich trotz allen Bem&uuml;hens um Sachlichkeit Glucksen und Gel&auml;chter. Zu abseitig, zu radikal, zu katechistisch schienen die Dogmen der sogenannten angebotsorientierten Wirtschaftspolitik, auch &ldquo;Voodoo Economics&rdquo; genannt.<br>\nHeute, zweieinhalb Jahrzehnte sp&auml;ter, ist die Ideologie des freien Marktes unter dem Namen &ldquo;Neoliberalismus&rdquo; Grundprinzip des weltweiten Wirtschaftens. Auch in der EU ist sie als technokratische, quasi-wissenschaftliche Wahrheit anerkannt. Wer daran offen zweifelt, wie etwa Yanis Varoufakis oder die spanische Podemos-Bewegung, wird mindestens als r&uuml;ckw&auml;rtsgewandter Romantiker, wenn nicht als weltfremder linker Spinner angesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/leben\/essay-hilfe-bin-ich-links-1.2603848\">Sebastian Schoepp in der S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung  JK:<\/strong> Es ist schon fast bizarr, dass vormals harmlose sozialdemokratische Positionen inzwischen als linksradikal gelten. Die Forderung, dass jeder Mensch sein Auskommen hat und alle seine B&uuml;rgerrechte wahrnehmen kann, ist f&uuml;r die Neoliberalen aber schon zu viel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Das Jahrhundert-Problem<\/strong><br>\nDas Fl&uuml;chtlingsproblem ist nicht nur ein Problem des Sommers 2015; es ist das Problem des 21. Jahrhunderts. Es ist ein Problem, das viel gr&ouml;&szlig;ere Anstrengungen erfordern wird als die Stabilisierung des Euro und die Sanierung des griechischen Haushalts. Es geht hier nicht um das Schicksal von Banken, nicht um das &Uuml;berleben des Euro; es geht um das &Uuml;berleben von Millionen Menschen.<br>\nMan wird das 21. Jahrhundert einmal daran messen, wie es mit den Fl&uuml;chtlingen umgegangen ist. Man wird es daran messen, was es getan hat, um die Staaten im Chaos wieder zu entchaotisieren. Man wird es daran messen, welche Anstrengungen unternommen wurden, um entheimateten Menschen ihre Heimat wiederzugeben. Das ist eine gigantische Aufgabe, die von Politik und Wirtschaft ein radikales Umdenken verlangt.<br>\nDie Fl&uuml;chtlingszahlen, die Deutschland im Sommer 2015 beunruhigen, sind auch Folge dessen, was der Raubtierkapitalismus und die gewachsene Bereitschaft der Geostrategen, Interessenkonflikte mit Gewalt zu l&ouml;sen, angerichtet haben.<br>\nFlucht hat Ursachen &ndash; aber die Bek&auml;mpfung der Fluchtursachen ist zu einer Floskel geworden, mit der man eigentlich nur sagen will: Da kann man nichts machen, &ldquo;die&rdquo; sollen doch bleiben, wo sie sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fluechtlinge-jahrhundert-problem-1.2609060\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum macht ihr nicht den Mund auf?<\/strong><br>\nGeht es um Fl&uuml;chtlinge, sind Spitzenpolitiker gerade sehr stumm. Wie zum Teufel kann das sein, bei mehr als 150 Anschl&auml;gen auf Asylbewerberheime? (&hellip;)<br>\nVor 15 Jahren brannte der Eingang einer Synagoge in D&uuml;sseldorf. Niemand wurde verletzt. Der damalige Kanzler Gerhard Schr&ouml;der forderte einen &bdquo;Aufstand der Anst&auml;ndigen&ldquo;. Der Satz ging in die Geschichtsb&uuml;cher ein. Er hat einen eigenen Wikipedia-Eintrag. Er hat gewirkt. Manchmal kann man politische Kultur in drei W&ouml;rtern zusammenfassen. Und manchmal tut das auch tats&auml;chlich jemand.<br>\nDamals brauchte es keinen Sommer voller Anschl&auml;ge auf Asylbewerberheime, keine Massenflucht, keine unmenschlichen Zust&auml;nde in Auffanglagern, keine humanit&auml;re Katastrophe und keine Leichen. Sondern nur das Gef&uuml;hl, dass dieses eine Feuer schon zu viel ist.  Lieber Politiker: Worauf wartest Du heute? Dein Schweigen ist unertr&auml;glich laut. Was muss noch passieren, bis Du etwas sagst?<br>\nIhr seid Opportunisten. Das wissen wir. Oder ahnen es zumindest, tief in uns drin. W&auml;re geschenkt. Aber ihr seid momentan ja nicht mal mehr darin gut. Der Vizekanzler trifft sich im Winter mit Pegida und im Sommer mit Til Schweiger. Statt sich einfach irgendwohin zu stellen und zu sagen: &bdquo;In dem Land, bei dessen politischer F&uuml;hrung ich ganz vorne stehe, sind Fl&uuml;chtlinge willkommen. Alle, die etwas anderes behaupten, liegen falsch.&ldquo;<br>\nWas ihr uns stattdessen bietet: Technische Begriffe rund um das Einwanderungsgesetzes. &bdquo;Verteilungsschl&uuml;ssel&ldquo;, &bdquo;Sichere Drittl&auml;nder&ldquo;, &bdquo;Schnellere Verfahren&ldquo;. Das sind wichtige Themen, keine Frage. Wir verstehen schon: Politik besteht aus kleinen Schritten. Aber was sollen wir mit diesen Begriffen anfangen, wenn wir am Hauptbahnhof in die n&auml;chste Gruppe Plastikt&uuml;tenexistenzen rennen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/594055\/Warum-macht-ihr-nicht-den-Mund-auf\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Meinungsmache &ndash; Mehr Schleuser in Deutschland gefasst Mit der &ldquo;Ware Mensch&rdquo; Kasse machen<\/strong><br>\nDie Zahl der festgenommenen Schleuser hat sich im ersten Halbjahr nahezu verdoppelt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Polizei fasste 1420 mutma&szlig;liche Menschenh&auml;ndler. Au&szlig;enminister Steinmeier forderte derweil eine schnellere Abschiebung abgelehnter Asylsuchender.<br>\nIm Zuge der aktuellen Fl&uuml;chtlingskrise werden in Deutschland einem Zeitungsbericht zufolge immer mehr Schleuser gefasst. Im ersten Halbjahr seien 1420 mutma&szlig;liche Schleuser festgenommen worden, berichtet die &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; unter Berufung auf Angaben der Bundespolizei. Im ersten Halbjahr 2014 seien es noch 773 gewesen. Damit hat sich die Zahl der von der Polizei gefassten Schleuser im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdoppelt. Insgesamt habe die Polizei im vergangenen Jahr 2149 Schleuser aufgegriffen. 2013 waren es demnach noch 1535.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/schleuser-121.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Paradebeispiel f&uuml;r Meinungsmache. Nun wird der &ldquo;Schleuser&rdquo; als neue Hassfigur aufgebaut und dieser Figur die Verantwortung f&uuml;r die wachsenden Fl&uuml;chtlingszahlen zu geschoben. So l&auml;sst sich von den wirklichen Verantwortlichen daf&uuml;r ablenken, die fast ausschlie&szlig;lich im &ldquo;Westen&rdquo; zu finden sind. Beispiel Libyen, dieses Land ist inzwischen eines der Hauptauflaufgebiete f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge, da aufgrund des v&ouml;lligen Zusammenbruchs staatlicher Strukturen Fl&uuml;chtlinge faktisch v&ouml;llig ungehindert nach Italien &uuml;bersetzen k&ouml;nnen bzw. das dort herrschende Chaos auch viele Libyer zur Flucht treibt. Dies ist alles eine Folge des durch den Westen herbeigebombten Sturz Gaddafis, ohne sich Gedanken dar&uuml;ber zu machen was nach Gaddafi kommen k&ouml;nnte.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Panikmache in Medien: Angst, Angst, Angst &ndash; und nicht fragen, wieso<\/strong><br>\nK&uuml;rzer denken, schneller berichten, nix erkl&auml;ren: Mit dem Fl&uuml;chtlingsstrom verdoppeln Medien ihre Angstrate &ndash; und halbieren ihre Lebenszeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/sibylle-berg-ueber-fluechtlinge-angst-und-panikmache-in-medien-a-1048196.html#ref=meinunghp\">Sibylle Berg auf  SPIEGEL Online<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ausverkauf<\/strong><br>\nIn Griechenland sollen Teile der Infrastruktur privatisiert werden. Gro&szlig;britannien zeigt, warum davon abzuraten ist: Wo das Profitdenken regiert, geht der Zusammenhalt verloren.<br>\nPir&auml;us ist nicht nur Athens Hafen seit dem f&uuml;nften Jahrhundert vor der Zeitrechnung, es ist auch eine Halbinsel. Dorthin, so erz&auml;hlte Platon, sei Sokrates gewandert und unversehens in eine Diskussion &uuml;ber Gerechtigkeit und Staatsf&uuml;hrung geraten. Der betagte Unternehmer Kephalos hielt es f&uuml;r unabdingbar, &ldquo;die Wahrheit zu sagen und seine Schulden zu bezahlen&rdquo;. Das war eine klare Ansage, und doch spielt Kephalos in Platons &ldquo;Politeia&rdquo; eine eher belanglose Rolle. Zu der Frage, wie man ein Gemeinwesen aufrechterh&auml;lt, fiel dem reichen Zugereisten im &uuml;brigen n&auml;mlich wenig ein. Vermutlich w&uuml;rde Kephalos, lebte er heute, die Griechenland-Politik der EU und des Internationalen W&auml;hrungsfonds guthei&szlig;en. Die Wahrheit sagen, seine Schulden bezahlen: Kephalos w&auml;re m&ouml;glicherweise ein Berater der &ldquo;Troika&rdquo; geworden.<br>\nGewiss ber&uuml;hmter als Sokrates&rsquo; Ausflug nach Pir&auml;us ist die Schlagerzeile &ldquo;Ich bin ein M&auml;dchen von Pir&auml;us&rdquo;. Weh muss vielen Griechen dabei zumute sein, ihren alten Hafen zu verlieren. Zusammen mit vielem anderen soll er im Rahmen des Privatisierungsprogramms verkauft werden. In diesem Sommer wurde die Rhetorik angeheizt: Die Privatisierungen sollen nun &ldquo;beschleunigt&rdquo; vonstattengehen, als ob die bisherigen Erl&ouml;se von vier Milliarden Euro nicht schon hektisch genug zusammengebracht worden w&auml;ren. Der Privatisierungsfonds erinnert an die Treuhandanstalt, die seinerzeit DDR-Unternehmen im Stundentakt verschleuderte. Wohlstand ist in Ostdeutschland damit nicht eingekehrt, wohl aber der Umstand, dass die Abwanderung mangels Arbeitspl&auml;tzen bis heute anh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/griechisches-staatsvermoegen-ausverkauf-1.2610278\">Franziska Augstein in der S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Streit um Rohstoffe: Russland schickt Kriegsschiffe in die Arktis<\/strong><br>\nMoskau spekuliert auf die Bodensch&auml;tze in der Arktis &ndash; und zeigt milit&auml;rische Pr&auml;senz: Ein Marineverband steuert die Barentssee an, geplant ist ein Man&ouml;ver. Auch in der Ostukraine droht sich die Lage erneut zu versch&auml;rfen.<br>\nMithilfe der Kriegsmarine betont Russland seine Anspr&uuml;che auf einen Teil der Arktis. Ein Schiffsverband habe den Heimathafen Seweromorsk verlassen und sei in die Barentssee eingelaufen, sagte Nordflotten-Sprecher Andrej Lusik. Ein Ziel der Fahrt sei, die Nordflanke Russlands zu beobachten, wo durch die Klimaerw&auml;rmung das Eis schneller schmelze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/russland-schickt-kriegsschiffe-in-die-arktis-a-1048461.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Eigentlich ist es erstaunlich, dass eine solche Meldung es zu einer &bdquo;Top-Meldung&ldquo; bei SPIEGEL Online bringt. Die USA veranstalten beispielsweise j&auml;hrlich ihre &bdquo;ICEX-Man&ouml;ver&ldquo;, die jenen Russlands fast <a href=\"http:\/\/www.defenceiq.com\/naval-and-maritime-defence\/articles\/u-s-navy-conducts-icex-exercise-in-arctic-reinforc\/\">bis ins kleinste Detail gleichen<\/a>. Die Wichtigkeit der Arktis f&uuml;r die USA unterstreicht auch die &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.navy.mil\/docs\/USN_arctic_roadmap.pdf\">Arctic Roadmap<\/a>&ldquo; der US-Marine. Vergleichbare Strategiepapiere gibt es sicher in Moskau auch. Das Thema ist aus globalstrategischer Sicht sehr spannend und sowohl Russland als auch die USA sind voll auf Kurs zu einem neuen kalten Krieg in der Arktis. Und auch die Rolle der europ&auml;ischen Staaten Norwegen und D&auml;nemark sollte einmal n&auml;her untersucht werden. &Uuml;berhaupt nicht spannend ist  esjedoch, wie SPIEGEL Online das Thema einseitig und holzschnittartig serviert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wo Europas Schwachstelle liegt<\/strong><br>\nGriechenland ist als einziger Euro-Staat bankrott und wird auch f&uuml;r absehbare Zeit von der Europ&auml;ischen Union gepflegt werden m&uuml;ssen. Aber der Rest der Euro-Zone erholt sich gerade &ndash; und zwar auch deshalb, weil die Europ&auml;ische Zentralbank mit ihrer Geldpolitik massiv eingreift und damit die Austerit&auml;tspolitik de facto beendet hat. Daher scheint die Zukunft des Euro, jedenfalls auf mittlere Sicht, gesichert zu sein.<br>\nAls der Euro eingef&uuml;hrt wurde, da verwandelte sich jene politischen Union, die einst um die f&uuml;nf gro&szlig;en L&auml;nder Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Gro&szlig;britannien errichtet wurde, in eine sehr viel buntere wirtschaftliche Union mit 27 Mitgliedern. In diesem Europa gibt es eine nicht zu &uuml;berh&ouml;rende Kakofonie der Interessen und Ziele. Und so kommt nun, in der Krise, ein Europa zum Vorschein, in dem die Trennlinie nicht zwischen dem Norden und dem S&uuml;den verl&auml;uft. Diese Trennlinie verl&auml;uft zwischen jenen L&auml;ndern, die dauerhaft Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse erzielen k&ouml;nnen &ndash; und jenen, die das nicht k&ouml;nnen; zwischen jenen Staaten, die vom Euro profitieren &ndash; und jenen, die das nicht k&ouml;nnen, weil ihnen eine eigene W&auml;hrung fehlt. Diesen L&auml;ndern bleibt nur die M&ouml;glichkeit, schmerzvolle Einschnitte vorzunehmen &ndash; oder den Ausgang aus der W&auml;hrungsunion zu suchen.<br>\nZwar schaffen es L&auml;nder wie Portugal und Spanien, &Uuml;bersch&uuml;sse zu erzielen, aber nur, weil ihre Binnennachfrage zusammengebrochen ist. Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit in diesen L&auml;ndern ist es fraglich, ob diese Politik auf Dauer durchzuhalten ist. Jobs in der Exportindustrie k&ouml;nnen einfacher durch Kapital ersetzt werden als in anderen Bereichen der Wirtschaft. Deshalb gehen die anspruchsvollen Jobs im verarbeitenden Gewerbe langfristig zur&uuml;ck. Das mag zwar dazu f&uuml;hren, dass die Exportwirtschaft gute Gesch&auml;fte macht. Wenn aber weite Teile der Bev&ouml;lkerung nicht profitieren, weil L&ouml;hne und Besch&auml;ftigung nicht steigen, wird dies zum Problem.<br>\nDieses neue Europa ist ein Trittbrettfahrer, der davon profitiert, dass andere Geld ausgeben. Damit aber liegt auch das Schicksal der europ&auml;ischen Wirtschaft in fremden H&auml;nden. Da die Asiaten und Europ&auml;er zur gleichen Zeit auf den Export setzen, droht das ganze System ziemlich schnell an seine Grenzen zu geraten: N&auml;mlich dann, wenn der Rest der Welt aufh&ouml;rt zu konsumieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/samstagsessay-ohnmacht-der-kleinen-1.2607113\">Mark Blyth in der S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Europa neu begr&uuml;nden&ldquo;<\/strong><br>\nStellungnahme von Hans-J&uuml;rgen Urban und Steffen Lehndorff, den Verantwortlichen f&uuml;r die Internetseite &raquo;Europa neu begr&uuml;nden&laquo;:<br>\nMit der Unterschrift der griechischen Regierung unter ein ihr aufgezwungenes drittes &raquo;Memorandum&laquo; mit Troika und Eurogruppe ist das eingetreten, was wir mit der auf dieser Seite vorgestellten Erkl&auml;rung zu verhindern helfen wollten. Nicht allein, dass aller Voraussicht nach das nun errichtete Protektorat die Krise in Griechenland zun&auml;chst weiter vertiefen wird. Auch die Chance f&uuml;r die Neuorientierung auf ein demokratisches und soziales Europa, die im erstmaligen Aufbegehren eines Landes gegen die zerst&ouml;rerische &raquo;Euro-Rettungspolitik&laquo; lag, konnte bislang nicht genutzt werden. Doch der Konflikt um die Ausrichtung der EU und der W&auml;hrungsunion hat erst begonnen. Die Forderungen beider hier vorgestellter Aufrufe aus den Jahren 2015 (s.u.) und 2012 &mdash; &raquo;Griechenland nach der Wahl &ndash; keine Gefahr sondern eine Chance f&uuml;r Europa&laquo; und &raquo;Europa neu begr&uuml;nden&laquo; &mdash; sind unvermindert aktuell.<br>\nDeshalb betreiben wir diese Internetseite weiter, gleichwohl mit neuen Schwerpunkten. Unter &raquo;Aktuelles&laquo; stellen wir wichtige Dokumente und Stellungnahmen zur aktuellen Entwicklung rund um Griechenland zur Verf&uuml;gung. Und unter &raquo;Debatte&laquo; informieren wir &uuml;ber uns besonders interessant erscheinende Beitr&auml;ge zur neu aufgeflammten Diskussion &uuml;ber die Gefahren eines &raquo;deutschen Europa&laquo; und &uuml;ber m&ouml;gliche Strategien f&uuml;r einen demokratischen und sozialen Kurswechsel in Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.europa-neu-begruenden.de\/\">Europa neu begr&uuml;nden<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TTIP Freihandel, jetzt noch geheimer<\/strong><br>\nMinister aus EU-L&auml;ndern, die wissen wollen, was Europ&auml;er und Amerikaner in Sachen TTIP verhandeln, erhalten die Dokumente nun nicht mehr. Stattdessen d&uuml;rfen sie die Papiere nur zu bestimmten Zeiten in einem Br&uuml;ssler Leserraum einsehen.<br>\nDie Verhandlungen sind gr&ouml;&szlig;tenteils geheim, bestimmte Details kennen noch nicht einmal deutsche Parlamentarier, die aber &uuml;ber den Vertrag abstimmen sollen.<br>\nIn Sachen Transparenz ist Cecilia Malmstr&ouml;m ein gebranntes Kind. 2010, damals war sie noch EU-Innenkommissarin, musste sie miterleben, wie das EU-Parlament das Swift-Abkommen ablehnte &ndash; die Verhandlungen &uuml;ber den Austausch von Bankdaten mit den USA. Einer der Fehler, so sagte sie sp&auml;ter, sei wohl mangelnde Transparenz gewesen. Das sollte sich bei ihrem n&auml;chsten gro&szlig;en Projekt nicht wiederholen.<br>\nInzwischen ist die Schwedin Handelskommissarin, zust&auml;ndig auch f&uuml;r das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP &ndash; und wollte diesen Fehler nicht wiederholen. &ldquo;Wir m&uuml;ssen mehr Transparenz in die Verhandlungen bringen&rdquo;, sagte sie kurz nach Amtsantritt der SZ. &ldquo;Wir k&ouml;nnen Vertrauen schaffen, indem wir in einen offenen Dialog treten.&rdquo; Doch ein knappes Jahr sp&auml;ter haben sich die Dinge schon wieder ge&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ttip-freihandel-jetzt-noch-geheimer-1.2607433\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder ein Beleg, wie grunds&auml;tzlich anti-demokratisch das TTIP ist. Allein die Tatsache, dass &uuml;ber etwas unter absoluter Geheimhaltung verhandelt wird, was die Lebensumst&auml;nde von ann&auml;hernd  800  Millionen Menschen fundamental ver&auml;ndern kann, ist v&ouml;llig grotesk. <\/em><br>\n<em>&bdquo;&hellip;.. bestimmte Details kennen noch nicht einmal deutsche Parlamentarier, die aber &uuml;ber den Vertrag abstimmen sollen.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Liebe Leser und Leserinnen, fragen Sie doch einmal die Abgeordneten ihres Wahlkreises ob diese dem TTIP zustimmen wollen? Ist die Antwort ja, dann fragen Sie doch wie es dann um deren Demokratieverst&auml;ndnis bestellt ist, wenn diese etwas zustimmen, dessen Inhalt sie gar nicht genau kennen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Abschied vom Homo Oeconomicus<\/strong><br>\nL&auml;uft nicht so gut mit dem Kapitalismus. Etwa weil er den Menschen v&ouml;llig falsch einsch&auml;tzt? Wir m&uuml;ssen auf unsere soziale Seite h&ouml;ren, sagt die Forscherin Tania Singer.<br>\nDas Leben im Sp&auml;tkapitalismus ist nicht unbedingt das gl&uuml;cklichste, wie wir gerade &uuml;berall auf der Welt beobachten. K&ouml;nnte es sein, dass unser Wirtschaftssystem auf einer grunds&auml;tzlich falschen Annahme &uuml;ber den Menschen basiert? Dass es n&auml;mlich diesen sogenannten Homo Oeconomicus gar nicht gibt? Diese These vertritt Tania Singer. Sie ist Psychologin und Professorin f&uuml;r Soziale Neurowissenschaften, leitet das Max-Planck-Institut f&uuml;r Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und war die erste Lehrstuhlinhaberin f&uuml;r Neuro&ouml;konomie in Z&uuml;rich. Sie ist aber vor allem eine der wichtigsten s&auml;kularen Ethikerinnen unserer Zeit. Ihre gesamte Arbeit ist auf das Ziel ausgerichtet, dass wir Menschen unser Mitgef&uuml;hl aktivieren, damit unser Alltag, aber auch die Weltwirtschaft und die internationale Politik st&auml;rker von prosozialem Verhalten bestimmt werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2015-08\/wirtschaftspolitik-tania-singer-resource-projekt-10nach8\">ZEIT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kr&ouml;sus und seine Kinder<\/strong><br>\nLondon ist auf dem Weg, zu einem Zentrum der globalen Geldelite zu werden, die sich selbst &ndash; und ihr Verm&ouml;gen &ndash; in London in Sicherheit glaubt. Denn tats&auml;chlich ist der Sicherheitsfaktor der am h&auml;ufigsten genannte Grund f&uuml;r den Zuzug. In London wird niemand festgenommen, exekutiert, ins Gef&auml;ngnis gesteckt, und niemand muss f&uuml;rchten, dass sein Geld konfisziert wird, weil es einem Machthaber gerade in den Sinn kommt. Im Gegenteil: England empf&auml;ngt Menschen mit prallgef&uuml;llten Portemonnaies mit offenen Armen. So gelten f&uuml;r Beg&uuml;terte vereinfachte Visabestimmungen und Aufenthaltserlaubnisse; auch Boris Johnson, Londons ehrgeiziger B&uuml;rgermeister, wirkt in dieser Hinsicht offenbar vertrauenerweckend: &laquo;Solange Boris am Ruder ist, k&ouml;nnen Milliard&auml;re, die in London leben, sicher sein, dass kein Gesetz &ndash; national, regional oder lokal &ndash; erlassen wird, welches das Geldmachen erschweren wird&raquo;, schrieb das Wirtschaftsmagazin &laquo;Forbes&raquo; im vergangenen Jahr.<br>\nNat&uuml;rlich hat dieser Lebensstandard auch seinen Preis: Die Kosten f&uuml;r Liegenschaften im Top-Segment stehen in der britischen Metropole an dritter Stelle weltweit, nur Monaco und Hongkong sind noch teurer. Dennoch floriert in Englands Kapitale der sogenannte &laquo;Super Prime&raquo;-Bereich. In begehrten Stadtteilen wie Kensington und Knightsbridge erwerben beg&uuml;terte Klienten Wohnungen und H&auml;user, oft als Feriendomizil oder als einen Wohnsitz unter vielen, aber auch als Anlageobjekte. Dementsprechend sind viele dieser H&auml;user mehrheitlich oder g&auml;nzlich unbewohnt und machen ganze Strassenz&uuml;ge zu Geistervierteln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/kroesus-und-seine-kinder-1.18596134\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>So schonungslos verheizt Amazon seine Manager<\/strong><br>\nAmazon hat die Anforderungen an seine Angestellten klar umrissen: 14 Kernpunkte listet das Unternehmen auf seiner Website auf. Dazu geh&ouml;ren Effizienz, Innovation und absolute Kundenorientierung. Erreicht wird dies jedoch dem Bericht zufolge mit Methoden, die Marathon-Konferenzen am Ostersonntag, 85-Stunden-Wochen sowie E-Mails nach Mitternacht umfassen &ndash; plus einer SMS, warum die Mail noch nicht beantwortet worden ist.<br>\nWer doch hinter den Erwartungen zur&uuml;ck bleibt, dem wird die K&uuml;ndigung nahe gelegt, so die &laquo;New York Times&raquo;. So berichtet Molly Jay, die im Kindle-Team arbeitete, von der Reaktion der Firma, als sie aufgrund der Krebserkrankung ihres Vaters die Arbeitszeit reduzieren wollte. Dies lehnte ihr Chef ab, stattdessen wurde sie von ihm als &laquo;ein Problem&raquo; bezeichnet. Ihr bitteres Fazit: &laquo;Wenn du nicht f&auml;hig bist, absolut alles zu geben, 80 Stunden die Woche, dann sehen sie das als grosse Schw&auml;che.&raquo;<br>\nAndere Insider berichten &uuml;ber zwei Frauen, die an Krebs erkrankten und mitgeteilt bekamen, dass aufgrund schlechter Leistung ihre Jobs gef&auml;hrdet seien. Ihre Krebserkrankungen wurden als &laquo;Schwierigkeiten&raquo; in ihrem &laquo;Privatleben&raquo; eingestuft. Eine andere Angestellte erlitt eine Fehlgeburt &ndash; und wurde am Tag darauf von ihrem Vorgesetzten schon wieder auf eine Dienstreise geschickt mit den Worten: &laquo;Es tut mir leid, aber die Arbeit muss trotzdem erledigt werden.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bazonline.ch\/wirtschaft\/standard\/So-schonungslos-verheizt-Amazon-seine-Manager\/story\/13585403\">Basler Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Jeff Bezos wird nicht umsonst unter den reichsten Menschen der Welt auf Platz 15 gelistet. Und nun darf sich jeder &uuml;berlegen was er schon alles bei Amazon bestellt hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>Und: Auch deutsche Amazon-Mitarbeiter berichten von Schikane<\/strong><br>\nBeim weltgr&ouml;&szlig;ten Online-Versandh&auml;ndler Amazon werden Mitarbeiter offenbar auch in Deutschland gezielt schikaniert und unter Druck gesetzt, um sie zu noch mehr Einsatz zu zwingen.<br>\nEine fr&uuml;here Amazon-Mitarbeiterin sagte der S&uuml;ddeutschen Zeitung, es sei &uuml;blich, dass Chefs ihre Untergebenen anschrien. Zum Weinen gehe man auf Toilette, an Geschluchze aus der Nachbarkabine gew&ouml;hne man sich schnell. Auch gebe es eine Art Wettbewerb, wer abends als letzter nach Hause geht und auf Rundmails am Wochenende am schnellsten antwortet.<br>\nIn den USA sorgt derzeit ein Bericht der New York Times f&uuml;r Aufsehen. Die Zeitung hat mit mehr als 100 Amazon-Insidern gesprochen. Nach ihren Aussagen erwartet die Amazon-F&uuml;hrung zum Beispiel von Angestellten, dass sie E-Mails auch nach Mitternacht beantworten.<br>\nAmazon hat auch in Deutschland keinen guten Ruf. So erstellt die Firma in ihren Versandzentren sogenannte Inaktivit&auml;tsprotokolle. In einem dieser Protokolle aus dem Jahr 2014, das der SZ vorliegt, wird einem Mitarbeiter vorgeworfen, sich &ldquo;von 07.27 bis 07.36 Uhr unterhalten&rdquo; zu haben. Stefanie Nutzenberger, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Verdi, sagte, das System Amazon bestehe auch hierzulande aus &ldquo;Arbeitshetze und Druck&rdquo;. Davon zeugten extrem hohe Krankenquoten von 20 Prozent und mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/online-versandhaendler-auch-deutsche-amazon-mitarbeiter-berichten-von-schikane-1.2611333\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Alter Manager sucht Job<\/strong><br>\nDrei Monate, dann habe ich einen neuen Job, dachte ein Top-Manager und unterschrieb den Aufhebungsvertrag. Er hatte sich noch nie so geirrt. Protokoll einer verzweifelten Jobsuche &ndash; mit gl&uuml;cklichem Ausgang.<br>\nAls Martin Maler, 50 (Name ge&auml;ndert), die Annonce aufgab, glaubte er noch an den Satz: Gute Leute werden immer gesucht. Klar. Er hatte immer zu den Guten geh&ouml;rt.<br>\nDeshalb unterschrieb er auch den Aufhebungsvertrag, als seine Firma ins Schlingern geriet. Er ist Vertriebler, hatte alles genau kalkuliert: Kurzurlaub, Bewerbungen schreiben, Headhunter einschalten. H&ouml;chstens drei Monate, dachte er, dann geht es in einem neuen Job weiter &ndash; ein Treppchen h&ouml;her auf der Karriereleiter. Er hatte sich noch nie so geirrt.<br>\nZehn Monate und 50 Absagen sp&auml;ter kommt der Brief von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: In zwei Monaten l&auml;uft das Arbeitslosengeld aus. Bedeutet: Martin Maler muss vom Ersparten leben. Fonds aufl&ouml;sen, Sparvertr&auml;ge, Lebensversicherungen. Ist das Geld weg, droht Hartz IV. Sp&auml;testens dann wird er die Raten f&uuml;rs Haus nicht mehr zahlen k&ouml;nnen.<br>\nGerade noch Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer &ndash; 40 Mitarbeiter, neun Millionen Euro Umsatz, 60-Stunden-Woche. Bald Kunde im Jobcenter &ndash; Nummer ziehen, in einem stickigen Flur in der Schlange stehen. &ldquo;Mit f&auml;hig oder unf&auml;hig hat das nichts zu tun&rdquo;, sagt die M&uuml;nchener Karriereberaterin Petra Cockrell. Martin Maler arbeitet in der Verlagsbranche, und die leidet unter der Digitalisierung. &ldquo;Da nutzt Erfahrung nichts, da wird das Netzwerk l&ouml;chrig. Jeder bringt sich selbst in Sicherheit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/bewerbung-50-plus-wie-aeltere-arbeitnehmer-jobs-finden-a-1045086.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Artikel schildert die traurige und absurde Realit&auml;t in Deutschland, ab sp&auml;testens 50 ist man f&uuml;r den Arbeitsmarkt tot und sei man noch so qualifiziert. Nichts desto trotz wird weiter von Jobwunder, Besch&auml;ftigungsrekord und Fachkr&auml;ftemangel geschwafelt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Negatives Anreizsystem<\/strong><br>\nSeit Ende 2014 regiert mit Bodo Ramelow ein linker Ministerpr&auml;sident im Freistaat Th&uuml;ringen. Mit ihrer Partei in dieser Verantwortung seien auch die Sanktionen gegen ungehorsame Hartz-IV-Bezieher gesunken, freute sich Anfang August die Th&uuml;ringer Abgeordnete Ina Leukefeld (Die Linke). Laut Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) war die Sanktionsquote von 3,3 Prozent in 2013 auf 3,2 Prozent im Jahr darauf gesunken. Im M&auml;rz 2015 waren demnach 2,9 Prozent der Leistungsbezieher von einer K&uuml;rzung der Grundsicherung betroffen. Doch der Jubel kam zu fr&uuml;h: Im April kletterte dieser Wert im Freistaat nach neuesten Zahlen wieder auf 3,1 Prozent. Damit lag Th&uuml;ringen an vierter Stelle hinter Berlin (4,1 Prozent), Sachsen (3,5) und Rheinland-Pfalz (3,2) und noch &uuml;ber dem Bundesdurchschnitt von 3,0 Prozent.<br>\nF&uuml;r Junge gelten h&auml;rtere Regeln als f&uuml;r &Auml;ltere: Beim ersten &raquo;Vergehen&laquo; kann ihnen bereits der gesamte Regelsatz f&uuml;r drei Monate gestrichen werden, beim zweiten droht auch der Wegfall der Miete und Krankenkassenbeitr&auml;ge. Ersatzweise k&ouml;nnen Jobcenter Gutscheine f&uuml;r Lebensmittel ausgeben. Mittel zur soziokulturellen Teilhabe oder Hygieneartikel gibt es daf&uuml;r nicht, sondern nur Nahrung &raquo;ohne Alkohol- und Tabakwaren&laquo;. Superm&auml;rkte sind nicht verpflichtet, die Scheine zu akzeptieren. Laut Bundesagentur waren im M&auml;rz 6.426 Hartz-IV-Bezieher derart drastischen Strafen unterworfen.<br>\nDie Bundesregierung will die Strafpraxis nicht aufgeben, wie sie in diesem Jahr mehrfach gegen&uuml;ber jW betonte. Der Wissenschaftliche Beirat des Finanzministeriums bejubelte bereits 2008 in einem Gutachten das &raquo;negative Anreizsystem&laquo;, das dazu diene, &raquo;mehr Besch&auml;ftigung im Niedriglohnsektor zu erreichen&laquo;. Weiter hei&szlig;t es darin: &raquo;Bei hinreichend scharfen Sanktionen auf eine Arbeitsverweigerung bedarf es keiner weiteren finanziellen Anreize zur Arbeitsaufnahme&laquo;, letztere k&ouml;nnten &raquo;aus Kostengr&uuml;nden unterbleiben&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/08-17\/035.php\">junge welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Imtech &amp; Co: Ablenkungsman&ouml;ver &ndash; BER ist seit Jahren au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nVor einer Woche die Imtech-Pleite. Jetzt Kungeleien mit Siemens, Bosch und der Telekom-Tochter T-Systems. Schlimmer geht&rsquo;s immer beim BER. Haben die Pr&uuml;fer in den vergangenen Jahren eigentlich geschlafen?<br>\nDie Hiobsbotschaften vom Hauptstadtflughafen BER rei&szlig;en nicht ab. Vergangene Woche war es die Insolvenz von Imtech, der Schl&uuml;sselfirma auf der Baustelle. Hier geht es um Preisabsprachen, Scheinrechnungen, Bestechung und eine Geld&uuml;bergabe auf einer Autobahnrastst&auml;tte &ndash; wer h&auml;tte gedacht, dass es so was noch gibt? Jetzt stehen einem Medienbericht zufolge leitende BER-Mitarbeiter und die deutschen Traditionskonzerne Siemens, Bosch und Deutsche Telekom unter Betrugsverdacht.<br>\nDer Hauptstadtflughafen setzt offenbar jede Menge krimineller Energie frei. Es ist ein Schock. Es sind gro&szlig;e deutsche Unternehmensnamen, die dem einstigen Vorzeigeprojekt Deutschlands hier &uuml;bel mitspielten. Das ist ein Skandal. Aber der viel gr&ouml;&szlig;ere Skandal ist der BER und wie diese Baustelle gemanagt wird. Nicht die Imtech-Pleite, Scheinrechnungen und Preisabsprachen drohen den Er&ouml;ffnungstermin ein weiteres Mal &uuml;ber den Haufen zu werfen, sondern die mangelnde Kontrolle am BER.<br>\nAls die Insolvenz der Deutschland-Tochter des niederl&auml;ndischen Geb&auml;udeausr&uuml;sters vor einer Woche bekannt wurde, wusste der Vorstand angeblich wieder einmal von nichts. Warum wird das Management immer wieder kalt erwischt? Die Pleite war absehbar. Jeder, den es interessiert hat, konnte wissen, dass Imtech Deutschland tief in finanziellen Schwierigkeiten steckte. Die Bilanzen der Jahre 2012 und 2013 weisen summiert einen Verlust von 300 Millionen Euro aus (siehe Bundesanzeiger rechts). Vergangenes Jahr kamen noch einmal 48 Millionen Miese dazu. &ldquo;Was hat die Controlling-Abteilung des BER jahrelang gemacht? Warum wurden die Vertr&auml;ge nicht aufgek&uuml;ndigt&rdquo;, fragt Danny Seifert von der gleichnamigen Unternehmensberatung. Er hat schon mit einer Reihe von Subunternehmern zusammengearbeitet, die durch Verz&ouml;gerungen auf Gro&szlig;baustellen zu Sanierungsf&auml;llen geworden sind.<br>\nDie Insolvenz von Imtech kommt dem Management m&ouml;glicherweise nicht ungelegen. Der Vorstand kann die Schuld f&uuml;r eine weitere Verschiebung des Er&ouml;ffnungstermins wieder einmal jemand anderem in die Schuhe schieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Schlimmer-gehts-immer-am-BER-Das-Controlling-bleibt-ein-Mysterium-article15730836.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> War der Berliner Flughafen und sein auf den Sankt Nimmerleinstag Tag verschobener Er&ouml;ffnungstermin bisher eine Lachnummer, ist dies nun eine kriminelle Korruptionsgeschichte. Vor diesem Hintergrund bekommt auch das neoliberale Geschwafel, dass der Staat nicht in der Lage sei, Gro&szlig;projekte erfolgreich zu managen, eine ganz andere Klangfarbe. Dass Projekte wie der Berliner Flughafen sich verz&ouml;gern und die Kosten explodieren, liegt offenbar daran, dass die vielgelobten privaten Unternehmen solche durch die &ouml;ffentliche Hand finanzierte Projekte offenbar als gute Gelegenheit begreifen, sich auf Kosten der Allgemeinheit schamlos zu bereichern. Offenbar hat keiner der Verantwortlichen Interesse daran das Projekt fertig zu kriegen, schlie&szlig;lich w&uuml;rde dann lukrative Einkommensquellen wegfallen. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu nochmals: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26868#h13\">Die unheimliche Firma<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>USA wollen laut Bericht Drohnen-Nutzung ausweiten<\/strong><br>\nDas US-Milit&auml;r will die Nutzung von Drohnen in Kriegs- und Krisengebieten in den kommenden vier Jahren einem Medienbericht zufolge deutlich ausweiten. Das Verteidigungsministerium plane, die Zahl der Fl&uuml;ge von t&auml;glich 61 auf 90 im Jahr 2019 zu erh&ouml;hen, sagte ein ranghoher Mitarbeiter des Pentagon dem &ldquo;Wall Street Journal&rdquo;.<br>\nDie Armee wolle damit ihre Aufkl&auml;rungs- und Angriffsf&auml;higkeiten in L&auml;ndern wie der Ukraine, dem Irak oder Syrien sowie in Regionen wie dem s&uuml;dchinesischen Meer und Nordafrika verbessern.<br>\nDer Einsatz von unbemannten und mit Waffen best&uuml;ckten Flugzeugen ist hoch umstritten. Kritiker bem&auml;ngeln, dass bei den Angriffen in L&auml;ndern wie Pakistan oder dem Jemen auch zahlreiche Zivilisten get&ouml;tet wurden. Unabh&auml;ngigen Sch&auml;tzungen zufolge liege die Zahl der unschuldigen Opfer bei 3.000 Toten, hei&szlig;t es in dem Bericht des &ldquo;Wall Street Journal&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000020819442\/Bericht-US-Militaer-will-Nutzung-von-Drohnen-ausweiten\"> derStandard<\/a>\n<p><strong>Dazu: Drone attacks in Pakistan are counterproductive, says report<\/strong><br>\n&ldquo;The CIA&rsquo;s programme of &ldquo;targeted&rdquo; drone killings in Pakistan&rsquo;s tribal heartlands is politically counterproductive, kills large numbers of civilians and undermines respect for international law, according to a report by US academics. The study by Stanford and New York universities&rsquo; law schools, based on interviews with victims, witnesses and experts, blames the US president, Barack Obama, for the escalation of &ldquo;signature strikes&rdquo; in which groups are selected merely through remote &ldquo;pattern of life&rdquo; analysis. &hellip; The study goes on to say: Publicly available evidence that the strikes have made the US safer overall is ambiguous at best &hellip; The number of &lsquo;high-level&rsquo; militants killed as a percentage of total casualties is extremely low &ndash; estimated at just 2% [of deaths]. Evidence suggests that US strikes have facilitated recruitment to violent non-state armed groups, and motivated further violent attacks &hellip; One major study shows that 74% of Pakistanis now consider the US an enemy.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2012\/sep\/25\/drone-attacks-pakistan-counterproductive-report\">theguardian<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Kopftuch geh&ouml;rt ins Klassenzimmer<\/strong><br>\nNRW und Niedersachen kippen pauschales Kopftuchverbot f&uuml;r Lehrerinnen und damit die Illusion von einem &bdquo;neutralen Klassenzimmer&ldquo;. Bayern, Berlin und Saarland dagegen tun sich noch schwer. Welche Gefahr meinen die Gegner des Kopftuches von ihm ausgehen zu sehen? Sind ihre Argumente stichhaltig? Ein zusammenfassender Beitrag zum Schulstart &uuml;ber gebetsm&uuml;hlenartig wiederholte, festsitzende Vorurteile und die unbeachtete Meinung der jungen Deutschen von Armin Begi&#263;<br>\nJahrelange Aushandlungsprozesse gesellschaftlichen Wandels am K&ouml;rper angehender muslimischer Lehrerinnen scheinen ihr Ende gefunden zu haben. Doch obwohl das Bundesverfassungsgericht (BVG) ein pauschales Kopftuchverbot f&uuml;r Lehrerinnen als rechtswidrig erkl&auml;rt hat und die in zahlreichen Bundesl&auml;ndern etablierten Schulgesetze als Versto&szlig; gegen die Religionsfreiheit einstuft, l&auml;sst es noch Spielraum f&uuml;r Interpretationen zu, die zuk&uuml;nftig neue Kontroversen heraufbeschw&ouml;ren k&ouml;nnten. Kontroversen durch die Kopftuchtr&auml;gerinnen das Unterrichten dennoch erschwert werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2015\/08\/13\/zum-schulbeginn-das-kopftuch-klassenzimmer\/\">Migazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Es w&auml;re vermutlich &ndash; auch p&auml;dagogisch &ndash; sinnvoller gewesen, das &ouml;ffentliche Schulsystem generell von religi&ouml;sen Einfl&uuml;ssen zu befreien. Vorbilder k&ouml;nnten z.B. Frankreich und die T&uuml;rkei sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wer eine Wut auf die extreme Mitte hat, bleibt heute zu Hause<\/strong><br>\nDer pakistanisch-britische Intellektuelle und Aktivist Tariq Ali ortet in seinem k&uuml;rzlich erschienenen Buch neue Chancen f&uuml;r die Linke. Diese m&uuml;sse von Syriza und Podemos lernen, wie er im Gespr&auml;ch betont.<br>\n&laquo;Die Sozialdemokratie ist &uuml;berfl&uuml;ssig geworden&raquo;, schreibt der pakistanisch-britische Intellektuelle Tariq Ali in seinem neuen Buch &laquo;The Extreme Centre&raquo;, das Anfang Jahr auf Englisch erschienen ist. Als die Sozialdemokratie in den neunziger Jahren begonnen habe, sich dem Kapital unterzuordnen, habe sie dem demokratischen Prozess den R&uuml;cken gekehrt und sich damit zum Selbstmord entschlossen &ndash; alles, was sie den traditionellen Anh&auml;ngerInnen heute noch bieten k&ouml;nne, seien leere ideologische Floskeln.<br>\nAli ortet eine existenzielle Krise der europ&auml;ischen Demokratie: Eine reaktion&auml;re Finanzmaschinerie gebe in der EU den Ton an, w&auml;hrend gleichzeitig in den Medien eine neue Kultur der Konformit&auml;t zu beobachten sei. Die Symbiose zwischen Macht und Geld habe extreme Ausmasse angenommen.<br>\nDie Entwicklungen, vor denen Ali in seinem Buch warnt, sieht er am deutlichsten in seiner Wahlheimat: &laquo;Nirgendwo in Westeuropa hat eine sozialdemokratische Partei so bereitwillig und vollumf&auml;nglich vor den Forderungen eines deregulierten Kapitalismus kapituliert.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1533\/tariq-ali\/wer-eine-wut-auf-die-extreme-mitte-hat-bleibt-heute-zu-hause\">WOZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Gabriels Berater w&uuml;nschte sich SPD-Pleite<\/strong><br>\nDer Essener PR-Profi Thomas H&uuml;ser ist in Nordrhein-Westfalen eine feste Gr&ouml;&szlig;e, jetzt soll der Mann das Image von Sigmar Gabriel und der Bundes-SPD aufpolieren. Noch vor wenigen Wochen CDU-Mitglied, schreibt der H&uuml;ser seit einigen Wochen Strategiepapiere f&uuml;r Gabriel und hat schon einen &ldquo;Online-Workshop&rdquo; im Willy-Brandt-Haus veranstaltet. Auf Facebook postet er nette Beitr&auml;ge und Artikel &uuml;ber Gabriel. Doch er hat den Sozialdemokraten auch schon einmal &ouml;ffentlich ein schlechtes Abschneiden bei der Bundestagswahl 2017 gew&uuml;nscht, wie die &ldquo;Welt&rdquo; nun berichtet.<br>\n&ldquo;Gabriel wird beim n&auml;chsten Mal wieder 20 plus x einfahren (&hellip;) Und das ist auch gut so (&hellip;)&rdquo;, schrieb H&uuml;ser der Zeitung zufolge am 6. Dezember 2014 in einem Kommentar auf der Facebook-Seite Gabriels. Darin kritisierte er den SPD-Chef f&uuml;r dessen Haltung zur Bildung der rot-rot-gr&uuml;nen Koalition in Th&uuml;ringen. Auf den Kommentar angesprochen, sagte H&uuml;ser: &ldquo;Ich bin immer noch kein Freund von Rot-Rot-Gr&uuml;n. Ich glaube auch, dass Koalitionen mit der Linken nicht unbedingt positive Auswirkungen auf das Bundestags-Wahlergebnis der SPD haben k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nEr sehe den dauerhaften Erfolg der SPD in der Mitte. Nun wolle er alles daf&uuml;r tun, dass seine 20-Prozent-plus-x-Prognose revidiert werde. Nachdem er im Fr&uuml;hjahr die Gabriel-Beratung &uuml;bernommen hatte, war H&uuml;ser im Mai nach zehn Jahren aus der CDU ausgetreten. Das sei aber keine Bedingung Gabriels gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Gabriels-Berater-wuenschte-sich-SPD-Pleite-article15731201.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dieser Partei ist nicht mehr zu helfen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27250","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27250","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27250"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27250\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27266,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27250\/revisions\/27266"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27250"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27250"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27250"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}