{"id":27267,"date":"2015-08-19T09:21:54","date_gmt":"2015-08-19T07:21:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267"},"modified":"2015-08-19T09:21:54","modified_gmt":"2015-08-19T07:21:54","slug":"hinweise-des-tages-2440","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/AM\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h01\">Den linken Euro gibt es nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h02\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h03\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h04\">Staatsterrorismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h05\">Rot-rot-gr&uuml;ne Kritik am &raquo;Zuchtmeister Europas&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h06\">Deutschland ramponiert sein Image<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h07\">TTIP und die europ&auml;ische Selbstentm&auml;chtigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h08\">Steuer-Geschenke f&uuml;r Quandt und Co.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h09\">Rohstoffcrash n&auml;hrt &Auml;ngste um kranke Weltwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h10\">Labor der Ausbeutung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h11\">EU-Kommission gibt Bericht zu Glyphosat nur an Monsanto heraus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h12\">Das Internet, das wir bewahren m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h13\">Syrien &ndash; Der gelenkte Zerfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h14\">Sch&auml;uble &auml;u&szlig;ert Zweifel an Kohls anonymen Spendern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h15\">Siggis schwarze Socke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h16\">Die zwei Fassadenbauer der CDU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h17\">Pharma-nahe Forschung: Uni K&ouml;ln und Bayer d&uuml;rfen Vertrag geheim halten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h18\">Wissenschaftliche Mitarbeiter: Nach zw&ouml;lf Jahren kommt das Nichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h19\">Den Winter in den Knochen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267#h20\">Zu guter Letzt: Abschreckungsvideo und Taschengeldk&uuml;rzungen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27267&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Den linken Euro gibt es nicht<\/strong><br>\nEs gibt keine neutrale W&auml;hrungsunion, die sich je nach Kr&auml;fteverh&auml;ltnis demokratisch und sozial ausrichten l&auml;sst. Martin H&ouml;pner &uuml;ber die strukturellen Zw&auml;nge, die vom Euro selbst ausgehen [&hellip;]<br>\nAber zur&uuml;ck zu den in den Euro eingepflanzten Fehlfunktionen: Lie&szlig;en sich diese nicht durch eine effektive transnationale Lohnkoordination wenn nicht v&ouml;llig abstellen, so doch zumindest beherrschbar machen? Dieser Einwand hat Substanz. An dem Problem, dass sich die Zinspolitik der EZB an Durchschnittswerten orientieren muss, k&ouml;nnte auch eine noch so effektive Lohnkoordination nichts &auml;ndern. Aber viele Probleme blieben uns erspart, lie&szlig;en sich einer horizontal, also ohne Einmischung aus Br&uuml;ssel erfolgenden Lohnkoordination die Aufgaben zuweisen, den dysfunktionalen Konjunkturimpulsen der europ&auml;ischen Zinspolitik entgegenzuwirken und gleichzeitig den Eintritt in Deflationierungswettl&auml;ufe deutscher Machart zu verhindern. Die politisch-institutionellen, organisatorischen und motivationalen Voraussetzungen einer solchen Lohnkoordination sind aber derart offensichtlich nicht gegeben, dass der Verweis auf ihre W&uuml;nschbarkeit nicht weiterhilft. Und wohlgemerkt: Die fehlenden motivationalen Voraussetzungen wiegen hier genauso schwer wie die groteske Unterschiedlichkeit der Lohnfindungsregime der Euro-Teilnehmer. In Deutschland schlie&szlig;t der Anti-Inflations-Konsens nicht nur alle gro&szlig;en Parteien, sondern auch die Gewerkschaften mit ein, namentlich die des Exportsektors. Wer etwa glaubt, die deutschen Gewerkschaften lie&szlig;en sich auf eine Strategie der gezielten Inflationierung verpflichten, um den S&uuml;den von einem Teil des auf ihm lastenden Deflationierungsdrucks zu entlasten, der hat gewiss noch nie mit einem Betriebsrat eines Exportunternehmens gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/981418.den-linken-euro-gibt-es-nicht.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Der Hinweis auf den Artikel von Martin H&ouml;pner erfolgt als eine Art Erg&auml;nzung auf den Hinweis Nummer 1 von gestern: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27231#h01\">R&uuml;ckkehr zur Drachme ist keine L&ouml;sung<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wohin flie&szlig;en die Griechenland-Milliarden?<\/strong><br>\n86 Milliarden Euro bekommt Griechenland in den kommenden drei Jahren. Wie schon bei den ersten Rettungspaketen gilt: Die griechische Bev&ouml;lkerung erh&auml;lt davon fast nichts.<br>\nEs ist eine riesige Summe, &uuml;ber die die Abgeordneten des Deutschen Bundestags am Mittwoch abstimmen. Insgesamt 86 Milliarden Euro soll Griechenland im Zuge des dritten Rettungsprogramms bis 2018 erhalten. Und vielleicht werden es sogar noch mehr: Weitere sechs Milliarden Euro k&ouml;nnten hinzukommen, berichtet die S&uuml;ddeutsche Zeitung am Dienstag. Die Zeitung beruft sich dabei auf Berechnungen aus dem Bundesfinanzministerium.<br>\nWoher kommt dieser riesige Finanzbedarf? War man doch zu Beginn des Jahres davon ausgegangen, dass Griechenland nach erfolgreichem Abschluss des zweiten Programms nur noch geringe Hilfen ben&ouml;tigen wird &ndash; vielleicht 15, allenfalls 20 Milliarden Euro. Warum ist diese Summe noch einmal so sprunghaft angewachsen? Und wohin flie&szlig;t das neue Geld?<br>\nF&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Summe gilt &Auml;hnliches wie schon beim ersten und zweiten Hilfspaket: Das Geld wird ben&ouml;tigt, um Altschulden abzul&ouml;sen und die Zinsen f&uuml;r die noch laufenden Kredite zu bezahlen. Nach Berechnungen der EU-Kommission muss Griechenland bis 2018 daf&uuml;r insgesamt 53,7 Milliarden Euro aufwenden. Knapp 36 Milliarden flie&szlig;en in die R&uuml;ckzahlung von Altkrediten und knapp 18 Milliarden Euro werden an Zinsen f&auml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-08\/griechenland-paket-86-milliarden-verteilung-schulden\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Athen braucht noch mehr Geld<\/strong><br>\nDas hochverschuldete Griechenland ben&ouml;tigt noch mehr Geld als bisher bekannt. Vor der Bundestagsabstimmung &uuml;ber ein drittes Hilfspaket f&uuml;r Athen am Mittwoch zeigt der Beschlussantrag des Bundesfinanzministeriums, dass der Finanzbedarf um weitere 6,2 Milliarden Euro gewachsen ist.<br>\nInsgesamt gehen die Geldgeber nun von einer Gesamtsumme von etwa 92 Milliarden Euro aus. Das &uuml;bersteigt deutlich jenen Betrag, der in der Erkl&auml;rung des Euro-Sondergipfels vom 12. Juli genannt wird. Im Beschluss der Euro-Staaten war von einem &ldquo;Programmfinanzierungsbedarf zwischen 82 und 86 Milliarden Euro&rdquo; die Rede.<br>\nWeiter hie&szlig; es, dass eine Verringerung des Finanzbedarfs durch &ldquo;h&ouml;here Einnahmen aus Privatisierungen&rdquo; gepr&uuml;ft werden sollte. Die Erl&ouml;se aus dem Verkauf von griechischem Staatsbesitz sollen demnach dazu f&uuml;hren, die Gesamtsumme des Rettungspakets zu senken.<br>\nDoch das Gegenteil ist der Fall: Im Beschlussantrag des Bundesfinanzministeriums hilft der Posten &ldquo;Privatisierung&rdquo; in H&ouml;he von 6,2 Milliarden Euro nun dabei, dass die vom Gipfel-Beschluss vorgegebene Maximalsumme von 86 Milliarden Euro nicht &uuml;berschritten wird.<br>\nWeil die erhofften Erl&ouml;se von 6,2 Milliarden Euro aus dem Verkauf von Staatseigentum bereits jetzt im Gesamtpaket verbucht werden, fehlen sie wiederum dem geplanten Privatisierungsfonds.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/griechenland-athen-braucht-noch-mehr-geld-1.2610711\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Passend dazu gibt die griechische Regierung ihre Zustimmung zum Verkauf von 14 profitablen Regionalflugh&auml;fen an die deutsche Fraport f&uuml;r rund 1,2 Mrd. Euro bekannt. Die anderen 30 Flugh&auml;fen bleiben dagegen im Besitz des griechischen Staates und m&uuml;ssen weiter subventioniert werden. Hei&szlig;t: Die Gewinne flie&szlig;en fortan in die deutschen Kassen, w&auml;hrend die griechische Regierung zusehen muss, woher sie das Geld f&uuml;r die F&ouml;rderung der &uuml;brigen Airports nimmt. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nein zum dritten K&uuml;rzungsdiktat<\/strong><br>\nLaut Albert Einstein ist es eine Definition von Wahnsinn, immer wieder das Gleiche zu tun und dabei andere Ergebnisse zu erwarten. Nach einem angeblichen &ldquo;Rettungspaket&rdquo; in H&ouml;he von 110 Milliarden Euro im Jahr 2010 und Krediten in H&ouml;he von 130 Milliarden Euro im Jahr 2012 soll Griechenland nun ein weiteres Mal &bdquo;gerettet&ldquo; werden: Mit gut 85 Milliarden Euro sollen alte Kredite refinanziert und Banken rekapitalisiert beziehungsweise die griechische Kapitalflucht der letzten Monate finanziert werden, die es ohne die Erpressungspolitik von Kanzlerin Merkel und Finanzminister Sch&auml;uble so gar nicht gegeben h&auml;tte. Wieder wird kaum ein Cent des Geldes bei der griechischen Bev&ouml;lkerung ankommen, der man aber trotzdem brutale K&uuml;rzungen zumutet. Wieder wird eine Krise nicht gel&ouml;st, sondern durch untragbare Kredite lediglich verl&auml;ngert. Wieder wird die griechische Wirtschaft in eine tiefe Rezession getrieben und durch erzwungene Privatisierungen und andere &bdquo;Reformen&ldquo; noch &auml;rmer und abh&auml;ngiger gemacht. Wieder wird die soziale Not durch erzwungene Rentenk&uuml;rzungen, Mehrwertsteuererh&ouml;hungen und Zwangsversteigerungen weiter versch&auml;rft. Wieder werden die Reichen geschont, w&auml;hrend die Konzerne von der erzwungenen Rechtlosigkeit der Besch&auml;ftigten und Gewerkschaften, die gegen zahlreiche Menschenrechts- und ILO-Konventionen verst&ouml;&szlig;t, sogar noch profitieren. Statt die horrende Arbeitslosigkeit zu bek&auml;mpfen, verlangen die Gl&auml;ubiger von Griechenland sogar weitere Massenentlassungen, was hoffentlich einmal als Ausdruck neoliberalen Wahnsinns in die Geschichtsb&uuml;cher eingehen wird.<br>\nDas angebliche &ldquo;Rettungsprogramm&rdquo; f&uuml;r Griechenland ist zum Scheitern verurteilt, das wei&szlig; der griechische Premier Alexis Tsipras so gut wie die Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds, Christine Lagarde, das wei&szlig; Kanzlerin Merkel so gut wie Finanzminister Sch&auml;uble. Letztere k&ouml;nnen es allerdings nicht zugeben, denn es w&auml;re das Eingest&auml;ndnis, dass ihre Politik krachend gescheitert ist und die zig Milliarden an Steuergeldern, mit denen sie seinerzeit die Banken herausgekauft haben, endg&uuml;ltig verloren sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/kolumne\/nein-dritten-kuerzungsdiktat\/\">Sahra Wagenknecht<\/a><\/li>\n<li><strong>Stabilit&auml;tshilfe zugunsten Griechenlands &ndash; Antrag des Finanzministers<\/strong><br>\nEinholung eines zustimmenden Beschlusses des Deutschen Bundestages, der Hellenischen Republik Stabilit&auml;tshilfe in Form einer Finanzhilfefazilit&auml;t zwischen der Hellenischen Republik und dem Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus (ESM)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/057\/1805780.pdf\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diesen Antrag hat der Bundestagspr&auml;sident am 17. August per Mail zugesandt bekommen. Einmal angenommen Herr Lammert hat diesen Antrag sofort an alle Abgeordneten weiter geleitet. <\/em><br>\n<em>K&ouml;nnen Sie glauben, dass ein beachtlicher Teil der Abgeordneten, die heute &uuml;ber diesen Antrag abstimmen werden, diesen Antrag lesen geschweige denn verstehen konnte?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie Merkel den IWF f&uuml;r ihre Zwecke missbraucht<\/strong><br>\nDer W&auml;hrungsfonds hat der Kanzlerin bisher immer den Job erleichtert. Blo&szlig; dieses Mal ziert sich IWF-Chefin Lagarde. Man kann sie verstehen.<br>\nAngela Merkel hat am Sonntag einen hinterh&auml;ltigen Satz gesagt. Der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF), so erkl&auml;rte die Kanzlerin, habe das j&uuml;ngste Hilfspaket f&uuml;r Griechenland mit ausgehandelt und werde sich deshalb auch an der Finanzierung beteiligen. Und: &ldquo;Ich habe keinen Zweifel daran, dass das, was Frau Lagarde gesagt hat, auch Realit&auml;t wird.&rdquo;<br>\nBeim ersten Hinh&ouml;ren mag der Satz noch recht freundlich klingen, er ist es aber nicht. Vielmehr sichert sich Merkel damit f&uuml;r den Fall ab, dass es am Ende anders kommt. Dreht man ihre Aussage n&auml;mlich um, dann lautet sie: Gibt der Fonds wider Erwarten doch kein Geld mehr, dann war seine Chefin Christine Lagarde nicht stark genug, sich im eigenen Haus durchzusetzen. Oder sie hat ihr Wort gebrochen. So oder so: Der schwarze Peter l&auml;ge bei ihr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/griechenland-rettung-ein-versteck-namens-iwf-1.2610360\">Claus Hulverscheidt in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Das fatale Schweigen der Kanzlerin<\/strong><br>\nDas Prinzip Merkel st&ouml;&szlig;t in der Fl&uuml;chtlingsdebatte an seine Grenzen. L&auml;ngst h&auml;tte die Kanzlerin Position beziehen m&uuml;ssen, doch sie wartet wieder mal ab. Politik und B&uuml;rger sind verunsichert. Sollen zus&auml;tzliche Balkanstaaten zu sicheren Herkunftsl&auml;ndern erkl&auml;rt werden? Ist es richtig, Asylbewerber direkt nach ihrer Ankunft in Deutschland zu trennen &ndash; nach dem Motto &ldquo;legitim oder nicht&rdquo;? Man w&uuml;sste gerne, was Angela Merkel zu all diesen Fragen denkt, die im Moment diskutiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fluechtlinge-das-fatale-schweigen-von-kanzlerin-merkel-a-1048597.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Unzumutbarer Minister<\/strong><br>\n&bdquo;Unantastbar&ldquo; ist das wichtigste Wort im ersten Artikel des Grundgesetzes &mdash; doch davon, dass da etwas nur angetastet wird, kann keine Rede mehr sein. Die Menschenw&uuml;rde, die gleich am Anfang unserer Verfassung unter besonderem Schutz steht, wird mit Blick auf die Fl&uuml;chtlinge vom Balkan begrapscht, missachtet und mit F&uuml;&szlig;en getreten. Und als besonders &uuml;bergriffig hat sich der bayerische Innenminister Herrmann hervorgetan.<br>\nAusgerechnet den Innenminister, also den H&uuml;ter der Verfassung, muss man offensichtlich daran erinnern, dass Grundrechte in Deutschland nicht verhandelbar sind. Sie sind weder von der Kassenlage abh&auml;ngig noch auf bestimmte Personengruppen beschr&auml;nkt. Sie gelten f&uuml;r alle Menschen, die in Deutschland leben: Rentner, Pflegebed&uuml;rftige, Arbeitslose und eben auch Asylbewerber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/kommentar-unzumutbarer-minister-1.4594076\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><strong>Joachim Herrmann, &ldquo;Taschengeld&rdquo; f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge und Zumutungen f&uuml;r Steuerzahler<\/strong><br>\nWieder einmal versucht eine &ldquo;christliche&rdquo; Partei, die wohl nicht unbetr&auml;chtlichen ressentimentgeneigten Teile der eigenen W&auml;hlerschaft einzufangen. Ganz vorne an der Populismus-Front: Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Das geringe &ldquo;Taschengeld&rdquo; f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge von 143 Euro pro Monat h&auml;lt er f&uuml;r eine &ldquo;Zumutung f&uuml;r den Steuerzahler&rdquo;. Was aber, wenn man diese angebliche &ldquo;Zumutung&rdquo; echten Zumutungen f&uuml;r den Steuerzahler gegen&uuml;berstellt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1643\">Patrick Schreiner auf annotazioni<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Staatsterrorismus<\/strong><br>\nVorwiegend nachts Wohnviertel beschie&szlig;en und f&uuml;r Hunger sorgen. Zur Kriegf&uuml;hrung Kiews im Donbass<br>\nAn diesem Wochenende haben die Beh&ouml;rden der international nicht anerkannten &raquo;Volksrepublik Donezk&laquo; eine Bilanz der Opfer des Krieges seit Jahresbeginn ver&ouml;ffentlicht. Sie kamen auf 1.287 Tote und etwa 1.100 Verletzte. Da unter den Toten 1.088 M&auml;nner gewesen sein sollen, ist zu vermuten, dass auch K&auml;mpfer der Volksmilizen mitgez&auml;hlt wurden. Geht man aber davon aus, dass 200 Todesopfer Frauen waren, dann sind wahrscheinlich um die 400 der Opfer gleichwohl Zivilisten, viele davon Kinder. Nach Angaben der Donezker Beh&ouml;rden geht die Zahl der Toten und Verletzten in letzter Zeit zur&uuml;ck, obwohl die Intensit&auml;t des ukrainischen Beschusses zunehme. Das liege daran, dass die Schutzr&auml;ume in den H&auml;usern ausgebaut worden seien und die Bewohner inzwischen besser als zu Beginn des Krieges w&uuml;ssten, wie sie sich im Fall eines Angriffs verhalten m&uuml;ssten.<br>\nDie Sachsch&auml;den, die der ukrainische Beschuss verursacht, sind nach wie vor erheblich. Fast in jedem ihrer alle zwei Tage ver&ouml;ffentlichten Rechenschaftsberichte schreibt die OSZE-Beobachtungsmission davon, dass sie irgendwo eine kurze Waffenruhe zur Reparatur von Wasserleitungen oder Trafostationen vermittele. Nicht selten erwischt es dieselbe Anlage in der Nacht darauf von neuem. Die Strategie der Kiewer Streitkr&auml;fte gegen&uuml;ber den Volksrepubliken setzt offenkundig darauf, den Donbass unbewohnbar zu machen. Wom&ouml;glich ist dies &uuml;brigens der Grund, warum die ukrainische F&uuml;hrung sich beharrlich weigert, die Auseinandersetzung im Osten des Landes als Krieg zu definieren, sondern von einer &raquo;Antiterroroperation&laquo; schwafelt. Der Krieg ist n&auml;mlich v&ouml;lkerrechtlich geregelt, was Kiew unangenehmen Nachfragen aussetzen k&ouml;nnte; bei der &raquo;Terrorbek&auml;mpfung&laquo; ist dagegen alles erlaubt, auch Staatsterrorismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/08-17\/024.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Latest from OSCE Special Monitoring Mission<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.osce.org\/ukraine-smm\/177826\">OSZE-Beobachtungsmission<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rot-rot-gr&uuml;ne Kritik am &raquo;Zuchtmeister Europas&laquo;<\/strong><br>\nPapier von Bundestagsabgeordneten f&uuml;r Kurswechsel in der Krisenpolitik: Griechenland darf nicht &raquo;Schuldenkolonie&laquo; bleiben \/ Wagenknecht f&uuml;r &raquo;echten Schuldenschnitt&laquo; \/ DIW-Chef f&uuml;r wachstumsabh&auml;ngige Senkung<br>\nIn einem gemeinsamen Papier haben rot-rot-gr&uuml;ne Bundestagsabgeordnete eine deutliche Kurs&auml;nderung in der Krisenpolitik gefordert. Kurzfristige m&uuml;sse &raquo;eine wirkliche L&ouml;sung&laquo; f&uuml;r Griechenland auf drei Bausteinen basieren, hei&szlig;t es in einem &raquo;Denkansto&szlig;&laquo; von Lisa Paus (Gr&uuml;ne), Marco B&uuml;low (SPD) und Axel Troost (Linkspartei): &raquo;Erstens eine verbindliche Vereinbarung &uuml;ber l&auml;ngere Stundungs- und R&uuml;ckzahlungszeitr&auml;ume f&uuml;r laufende und neue Kredite. Zweitens sollten auf der Basis einer solchen Regelung auch die griechischen Kreditverpflichtungen gegen&uuml;ber IWF und EZB durch den ESM &uuml;bernommen werden. Drittens m&uuml;sste der sp&auml;ter zu leistende Zinsdienst abh&auml;ngig von der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit des Landes gemacht werden.&laquo;..<br>\nDer Pr&auml;sident des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, forderte eine wachstumsabh&auml;ngige Senkung der griechischen Schuldenlast. Eine &auml;hnliche Forderung hatte auch schon fr&uuml;her der ehemalige Finanzminister Griechenlands, Yanis Varoufakis, formuliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/981557.rot-rot-gruene-kritik-am-zuchtmeister-europas.html\">Vincent K&ouml;rner im Neuen Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschland ramponiert sein Image<\/strong><br>\nNach dem Sommerm&auml;rchen von 2006, nach dem sich die Deutschen freuten, nun endlich als modern und weltoffen zu gelten, folgten weitere Streichelheiten f&uuml;r das kollektive Ego der einst verhassten Nation &ndash; bis hin zu einer internationalen BBC-Umfrage, in der Deutschland zum beliebtesten Land &uuml;berhaupt gek&uuml;rt wurde. Die Stimmung drehte sich zuerst in Europa mit der Finanzkrise, und schlie&szlig;lich wurde in aller Herren L&auml;nder besorgt &uuml;ber die Dresdner &bdquo;Pegida&ldquo;-Massendemonstrationen gegen Islam und Asylbewerber berichtet. Ein neuer Tiefpunkt ist mit den Schlagzeilen &uuml;ber brennende Fl&uuml;chtlingsheime erreicht.<br>\nEine Auswahl von Pressestimmen der letzten Wochen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/fluechtlinge-und-griechenland-politik--deutschland-ramponiert-sein-image--,1472596,31497544.html\">Steven Geyer in der FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Bild von den Deutschen im Ausland wird immer negativer. In unsere Medien ist Deutschland nach wie vor der Musterknabe<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TTIP und die europ&auml;ische Selbstentm&auml;chtigung<\/strong><br>\nEine Europ&auml;ische Union! Das war nach der Selbstzerfleischung in zwei Kriegen einmal eine sch&ouml;ne Idee! Ein Europa der V&ouml;lker. Ein Europa der Demokratien. Ein Europa der B&uuml;rger. &ndash; Sp&auml;testens mit dem Vertrag von Maastricht 1992, allersp&auml;testens aber mit der Einf&uuml;hrung des Euro 1999 wurde diese Idee zur Illusion.<br>\nStatt die Nationen sozial, politisch und kulturell zusammen zu f&uuml;hren, statt &uuml;bernationale europ&auml;ische Institutionen zu demokratisieren, schufen die Regierenden und die von ihnen geh&auml;tschelten Lobbyisten ein Europa der Banken und der Wirtschaftsf&ouml;rderung. Die gro&szlig;e Idee von der &Uuml;berwindung der Nationalstaaten und der demokratischen Erneuerung wurde Schritt f&uuml;r Schritt zu einem durch eine demokratieferne Br&uuml;sseler B&uuml;rokratie gesteuerten Projekt der gro&szlig;en Konzerne und des Finanzkapitals. Der letzte Beweis daf&uuml;r ist die Brutalit&auml;t, mit der die EU das unbotm&auml;&szlig;ige Griechenland ganz im Sinne der Banken abstraft und in die Knie zwingt &ndash; w&auml;hrend sich diese Banken immer noch an den exorbitanten Zinsen f&uuml;r griechische Staatsanleihen freuen.<br>\nDass es sich auch bei den Verhandlungen um das sogenannte Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA um ein Projekt handelt, bei dem es keineswegs um das Wohl der B&uuml;rger geht, sondern ausschlie&szlig;lich um die Profite internationaler Konzerne, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Zwar gaukeln die europ&auml;ischen Verhandlungsf&uuml;hrer der &Ouml;ffentlichkeit immer noch vor, es ginge bei TTIP um das Wohl der B&uuml;rger und darum, Arbeitspl&auml;tze und Wohlstand f&uuml;r alle zu schaffen &ndash; und das, indem man einfach nur ein paar l&auml;stige Handelsschranken beseitige. Doch straften sie diese Behauptung allein dadurch L&uuml;gen, dass sie nicht blo&szlig; die Verhandlungen, sondern auch das Verhandlungsmandat, also das, wor&uuml;ber &uuml;berhaupt verhandelt wird, von vornherein streng geheim hielten &ndash; und halten. Also offenkundig etwas zu verbergen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr3.de\/zeitgeschehen\/ttip-europaeische-selbstentmaechtigung-100.html%20\">Peter Meisenberg in wdr 3<\/a>\n<p><strong>dazu auch: TTIP und die europ&auml;ische Selbstentm&auml;chtigung<\/strong><br>\nEine Europ&auml;ische Union! Das war nach der Selbstzerfleischung in zwei Kriegen einmal eine sch&ouml;ne Idee! Ein Europa der V&ouml;lker. Ein Europa der Demokratien. Ein Europa der B&uuml;rger. &ndash; Sp&auml;testens mit dem Vertrag von Maastricht 1992, allersp&auml;testens aber mit der Einf&uuml;hrung des Euro 1999 wurde diese Idee zur Illusion.<br>\nStatt die Nationen sozial, politisch und kulturell zusammen zu f&uuml;hren, statt &uuml;bernationale europ&auml;ische Institutionen zu demokratisieren, schufen die Regierenden und die von ihnen geh&auml;tschelten Lobbyisten ein Europa der Banken und der Wirtschaftsf&ouml;rderung. Die gro&szlig;e Idee von der &Uuml;berwindung der Nationalstaaten und der demokratischen Erneuerung wurde Schritt f&uuml;r Schritt zu einem durch eine demokratieferne Br&uuml;sseler B&uuml;rokratie gesteuerten Projekt der gro&szlig;en Konzerne und des Finanzkapitals. Der letzte Beweis daf&uuml;r ist die Brutalit&auml;t, mit der die EU das unbotm&auml;&szlig;ige Griechenland ganz im Sinne der Banken abstraft und in die Knie zwingt &ndash; w&auml;hrend sich diese Banken immer noch an den exorbitanten Zinsen f&uuml;r griechische Staatsanleihen freuen.<br>\nDass es sich auch bei den Verhandlungen um das sogenannte Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA um ein Projekt handelt, bei dem es keineswegs um das Wohl der B&uuml;rger geht, sondern ausschlie&szlig;lich um die Profite internationaler Konzerne, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Zwar gaukeln die europ&auml;ischen Verhandlungsf&uuml;hrer der &Ouml;ffentlichkeit immer noch vor, es ginge bei TTIP um das Wohl der B&uuml;rger und darum, Arbeitspl&auml;tze und Wohlstand f&uuml;r alle zu schaffen &ndash; und das, indem man einfach nur ein paar l&auml;stige Handelsschranken beseitige. Doch straften sie diese Behauptung allein dadurch L&uuml;gen, dass sie nicht blo&szlig; die Verhandlungen, sondern auch das Verhandlungsmandat, also das, wor&uuml;ber &uuml;berhaupt verhandelt wird, von vornherein streng geheim hielten &ndash; und halten. Also offenkundig etwas zu verbergen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr3.de\/zeitgeschehen\/ttip-europaeische-selbstentmaechtigung-100.html\">WDR3<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steuer-Geschenke f&uuml;r Quandt und Co.<\/strong><br>\nDie Nachkommen der verstorbenen Milliard&auml;rin werden die Steuer auf ihr Erbe gut verkraften &ndash; der Politik sei Dank.<br>\nDem prominenten Geschwisterpaar, dessen Verm&ouml;gen mehr als 30 Milliarden Euro betr&auml;gt, geh&ouml;rt nunmehr fast die H&auml;lfte von BMW, was exorbitante Dividendenzahlungen mit sich bringt (im Fr&uuml;hjahr 2015 f&uuml;r das vorangegangene Gesch&auml;ftsjahr: 815 Millionen Euro), aber auch mehr oder weniger gro&szlig;e Anteile einer Vielzahl anderer Konzerne und Banken.<br>\nIn nennenswertem Ausma&szlig; zur Erbschaftssteuer herangezogen werden die Geschwister wohl nicht, denn seit 2009 gelten Steuerprivilegien f&uuml;r Firmenerben, die das Bundesverfassungsgericht am 17. Dezember 2014 zwar teilweise f&uuml;r mit dem Grundgesetz unvereinbar erkl&auml;rt, aber nicht aufgehoben hat&hellip;.<br>\nAber selbst dann, wenn sich Stefan Quandt und Susanne Klatten bereits der neu eingef&uuml;hrten Verschonungsbedarfspr&uuml;fung unterziehen m&uuml;ssten, w&uuml;rde sie die betriebliche Erbschaftssteuer nicht ruinieren. W&uuml;rden sie ihre Besitzverh&auml;ltnisse nicht offenlegen, m&uuml;ssten sie nach siebenj&auml;hriger Fortf&uuml;hrung der ihnen von Johanna Quandt vererbten Firmen und Einhaltung der Lohnsummenregel im Rahmen der sogenannten Optionsverschonung h&ouml;chstens 19,5 Prozent Erbschaftssteuer entrichten.<br>\nUnd das bei einem ihnen v&ouml;llig leistungslos zufallenden Gro&szlig;verm&ouml;gen, wohingegen der Gesetzgeber selbst durchschnittlich verdienenden Arbeitnehmern einen h&ouml;heren Steuersatz bei der Einkommenssteuer zumutet. Auf diese Weise sorgen CDU, CSU und SPD daf&uuml;r, dass sich der Reichtum in Deutschland k&uuml;nftig noch ungleicher verteilt als bisher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gastbeitraege\/erben-steuer-geschenke-fuer-quandt-und-co-,29976308,31487172.html\">Christoph Butterwegge in der FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rohstoffcrash n&auml;hrt &Auml;ngste um kranke Weltwirtschaft<\/strong><br>\nDiesel-Fahrer freuen sich schon seit Wochen. Und nun greift diese Freude auch auf Besitzer von Autos mit Benzinmotor &uuml;ber. Denn die Preise sinken auf breiter Front. Benzin kostet im Schnitt derzeit wieder weniger als 1,40 Euro je Liter, Diesel sogar unter 1,15 Euro.<br>\nDieser Abw&auml;rtstrend d&uuml;rfte sogar noch eine ganze Weile anhalten, und nicht nur bei den Energiepreisen. Denn der gesamte Rohstoffkomplex befindet sich im freien Fall. Doch was bei Autofahrern f&uuml;r Erleichterung sorgt, hat besorgniserregende Ursachen. Die Preise sinken, weil die globale Wirtschaft wieder auf Krisenmodus schaltet. Vor allem deutsche Firmen und deutsche Arbeitnehmer werden das zu sp&uuml;ren bekommen. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Das ist einfach das Spiel von Angebot und Nachfrage&rdquo;, sagt Erik Nielsen, Chefvolkswirt der Unicredit. Denn das Angebot auf dem &Ouml;lmarkt steigt seit Jahren stetig. Zun&auml;chst durch das Fracking, das in den USA zu einem neuen &Ouml;lboom gef&uuml;hrt hat. Und neuerdings auch durch den Atomvertrag mit dem Iran, der zur Folge hat, dass die Sanktionen gegen das Land nach und nach aufgehoben werden.<br>\nDie Weltbank hat erst vor wenigen Tagen in einer Szenarioanalyse ausgerechnet, dass allein dadurch der &Ouml;lpreis im kommenden Jahr im Schnitt um zehn Dollar niedriger liegen wird als bisher erwartet.<br>\nGleichzeitig jedoch stagniert die Nachfrage, trotz eines passablen globalen Wirtschaftswachstums. Die Dynamik ist jedoch anders verteilt als fr&uuml;her. &ldquo;Das Wachstum verschiebt sich, hin zu den energieeffizienten OECD-Staaten und weg von den relativ ineffizienten Schwellenl&auml;ndern&rdquo;, sagt Nielsen. &ldquo;Ich w&auml;re daher nicht &uuml;berrascht, wenn der Preis f&uuml;r Brent-&Ouml;l unter 40 Dollar je Barrel f&auml;llt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/geldanlage\/article145323241\/Rohstoffcrash-naehrt-Aengste-um-kranke-Weltwirtschaft.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Wieder ein typisches Beispiel f&uuml;r die beliebige Konstruktion von Begr&uuml;ndungen, um zu erkl&auml;ren, was mit dem &Ouml;lpreis an den M&auml;rkten passiert. Irgend ein Chefvolkswirt wird schon was Passendes dazu sagen. Dabei hat das Auf und Ab der Kurse wenig mit Angebot und Nachfrage, dem Wirtschaftswachstum oder neuerdings mit dem Atomvertrag zu tun, sondern vielmehr mit einer Investorenherde und deren Erwartungshaltung, die mal in die eine und mal in die andere Richtung ausschlagen kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Labor der Ausbeutung<\/strong><br>\nJeff Bezos ist ein Mensch, der gerne experimentiert. Nicht nur mit einem Paketversand per Drohne, sondern auch mit der Frage, wie weit man Mitarbeiter treiben kann. Der Chef des Versandriesen Amazon wollte sein Unternehmen einst &ldquo;Relentless.com&rdquo; nennen, &ldquo;gnadenlos&rdquo;. Statt Klimaanlagen leistete sich Amazon fr&uuml;her in den &uuml;berhitzten Versandzentren lieber Rettungswagen, die kollabierte Arbeiter abtransportierten, das war billiger.<br>\nUm schw&auml;chelnde B&uuml;roangestellte in der Unternehmenszentrale in Seattle loszuwerden, behilft sich Bezos mit dem, was Amazon am besten kann: mit Datenauswertung. Daten sagen, welcher Manager am wenigsten verkauft, die meisten Kundenbeschwerden verursacht oder Nachschub zu sp&auml;t bestellt. Sie sagen, wer zu fr&uuml;h nach Hause geht, zu oft krank ist oder im Urlaub sp&auml;t auf E-Mails antwortet. Um noch mehr Daten zu sammeln, fordert Amazon Mitarbeiter auf, ihre Kollegen anzuschw&auml;rzen, falls ihnen Schw&auml;chen auffallen. Daten sind gnadenlos. Und Menschen, die um ihren Job f&uuml;rchten, wenn jemand besser ist als sie, sind es auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/amazon-labor-der-ausbeutung-1.2610362\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU-Kommission gibt Bericht zu Glyphosat nur an Monsanto heraus<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat der Nichtregierungsorganisation Testbiotech e.V. zufolge die Herausgabe eines Berichts des Bundesinstituts f&uuml;r Risikobebewertung (BfR) zum Pflanzenschutzmittel Glyphosat verweigert. Gleichzeitig hatten Monsanto und andere Hersteller von Glyphosat Zugang zu ihm. Der Bericht spielt eine wichtige Rolle in der laufenden EU-Debatte um die Wiederzulassung des Pflanzenschutzmittels. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte es k&uuml;rzlich als &bdquo;wahrscheinlich krebserregend&ldquo; eingestuft. Das Bundesinstitut f&uuml;r Risikobewertung hingegen hat das Mittel bereits 2014 f&uuml;r unbedenklich erkl&auml;rt und die Wiederzulassung empfohlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/08\/eu-kommission-gibt-bericht-zu-glyphosat-nur-an-monsanto-heraus\/\">Lobby Control<\/a>\n<p><strong>dazu: EU-Kommission gew&auml;hrt Informationszugang nach Gutsherrenart<\/strong><br>\nAnfragen auf Informationszugang werden nicht fristgerecht und unvollst&auml;ndig beantwortet. Au&szlig;erdem verbessert die Kommission ihr Dokumenten-Register nicht, damit Anfragen gezielter gestellt werden k&ouml;nnen.<br>\nAdministrative Unterlagen der Kommission und des Rats sind bis heute trotz Dr&auml;ngens des EU-Parlaments nicht &ouml;ffentlich zug&auml;nglich. Technisch m&ouml;glich w&auml;re dies, da die Kommission f&uuml;r diese ein Register in der ARES-Datenbank f&uuml;hrt, die alle Dokumente enth&auml;lt. Wichtig w&auml;re das etwa, um Lobby-Aktivit&auml;ten nachzuvollziehen oder Korruptionsprozessen in der Verwaltung vorzubeugen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/EU-Kommission-gewaehrt-Informationszugang-nach-Gutsherrenart-2781506.html\">Heise News<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Internet, das wir bewahren m&uuml;ssen<\/strong><br>\nDas Netz, das ich liebte und f&uuml;r das ich jahrelang in einem iranischen Gef&auml;ngnis sa&szlig;, war divers, dezentral und voller Debatten. Heute ist alles flach und selbstbezogen. [&hellip;]<br>\nDie Stimmen, die wir t&auml;glich in vielen Apps abgeben&#8202; &ndash; die Likes, die Plus, die Sternchen, und die Herzen&#8202; &ndash; haben mehr mit der S&uuml;&szlig;e des Profilbilds zu tun oder dem Grad der Prominenz des Autors, als mit dem eigentlichen Inhalt. Ein brillanter Absatz einer gew&ouml;hnlich aussehenden Person schafft es nicht in den Stream, w&auml;hrend das dumme Gelaber eines Promis sofortige Internetpr&auml;senz erh&auml;lt.<br>\nDie Algorithmen hinter dem Stream verwechseln nicht nur Neuheit und Popularit&auml;t mit Relevanz. Sie zeigen uns auch immer mehr dessen, was uns jetzt schon gef&auml;llt. Diese Dienste erfassen unser Verhalten und passen unsere Newsfeeds, die Meldungen, Bilder und Videos ganz pr&auml;zise an das an, was wir ihrer Ansicht nach mit gr&ouml;&szlig;ter Wahrscheinlichkeit sehen wollen. [&hellip;]<br>\nDoch die unheimlichste Folge dieser Informationszentralisierung in Zeiten sozialer Netzwerke ist eine andere: Sie macht uns alle machtloser im Verh&auml;ltnis zu Regierungen und Unternehmen. [&hellip;]<br>\nDer Stream, mobile Apps und Bewegtbild, all das zeigt, dass wir uns von einem B&uuml;cherinternet hin zu einem Fernsehinternet bewegen. Wir scheinen uns von einer nicht-linearen Art der Kommunikation &ndash; Knoten, Netzwerke und Links &ndash; hin zu einer linearen mit Zentralisierung und Hierarchien bewegt zu haben.<br>\nDas Netz wurde nicht ls Form des Fernsehens konzipiert. Aber ob wir es m&ouml;gen oder nicht, es &auml;hnelt ihm immer mehr: linear, passiv, programmatisch durchgeplant und selbstbezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2015-07\/social-media-blogger-iran-gefaengnis-internet\/komplettansicht\">Hossein Derakhshan auf ZEIT.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Syrien &ndash; Der gelenkte Zerfall<\/strong><br>\nWas l&auml;ngst im Gange ist, erkl&auml;ren einflussreiche US-Experten jetzt zur Strategie: die Zerst&uuml;ckelung von Syrien. Das ist fatal. Doch wo bleibt der Aufschrei?<br>\nDas B&uuml;rgerkriegsland Syrien wird in seine Bestandteile zerlegt, zerst&ouml;rt, zerschreddert. Es scheint niemanden zu k&uuml;mmern, es gibt keine UN-Dringlichkeitssitzungen, keine Nato-Sondergipfel, keinen weltweiten Aufschrei.<br>\nVor gut einem Monat hat die Brookings-Institution, einer der einflussreichsten Thinktanks der USA, ein Papier vorgelegt. Es stellt die wilde These auf, dass genau dies, also die Zerst&ouml;rung des Landes, die einzig geeignete Strategie zur L&ouml;sung des syrischen Problems sei.<br>\nAu&szlig;erdem zeichnet sich in Grundz&uuml;gen schon l&auml;ngst das ab, was das Papier &bdquo;Deconstructing Syria: A new strategy for America&rsquo;s most hopeless war&ldquo; empfiehlt. Der Zerfall Syriens ist bereits in vollem Gange &ndash; manchmal ohne Zutun der USA, mehrheitlich jedoch direkt von Washington orchestriert. Manchmal sind die von Washington erw&auml;hlten Akteure am Zuge, meistens aber die falschen.<br>\nSo haben sich die syrischen Kurden ihren Teil des Landes gesichert und dort staats&auml;hnliche Strukturen aufgebaut. In einem Drittel des Landes herrscht der Islamische Staat, im Rest k&auml;mpft die syrische Armee von Pr&auml;sident Assad gegen Rebellen und Islamisten. Im Norden will die T&uuml;rkei eine Sicherheitszone auf syrischem Gebiet einrichten. Das soll Teil einer Vereinbarung sein, die den Amerikanern die Nutzung von Milit&auml;rflugpl&auml;tzen f&uuml;r Angriffe gegen den IS erlaubt. Washington bestreitet das, aber die Basen werden bereits genutzt.<br>\nAll das ist darauf angelegt, die K&auml;mpfe anzuheizen, und verschlimmert die Lage der Menschen in Syrien noch.<br>\nDer syrische B&uuml;rgerkrieg und das W&uuml;ten der Dschihadisten, ob als IS oder unter anderem Namen, wird noch Dekaden so weitergehen. Vielleicht endet der Krieg erst, wenn alle Nichtk&auml;mpfer aus dem Land gefl&uuml;chtet sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/leitartikel\/leitartikel-syrien---der-gelenkte-zerfall,29607566,31478590.html\">FR Online<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Naher Osten &ndash; &ldquo;Wir machen uns unsere Feinde selbst&rdquo;<\/strong><br>\nAl Kaida, Taliban, Islamischer Staat: Der Erfolg der einflussreichsten Terrorgruppen der vergangenen zehn Jahre ist unter anderem das Ergebnis einer falschen Politik des Westens, meint der Politikwissenschaftler Michael L&uuml;ders. Westlich Akteure h&auml;tten im Nahen Osten nichts aus ihren Fehlern gelernt, sagte L&uuml;ders im DLF.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/naher-osten-wir-machen-uns-unsere-feinde-selbst.1310.de.html?dram:article_id=314398%20\">Monika Dittrich im DLF<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Wer den Wind s&auml;t&hellip; Was westliche Politik im Orient anrichtet\/Michael L&uuml;ders<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=syygOaRlwNE\">SWR Tele-Akademie<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sch&auml;uble &auml;u&szlig;ert Zweifel an Kohls anonymen Spendern<\/strong><br>\nHinweis auf schwarze Kassen aus Zeit der Flick-Aff&auml;re<br>\nDer Bundesfinanzminister und fr&uuml;here CDU-Chef Wolfgang Sch&auml;uble hat Zweifel an der hartn&auml;ckigen Darstellung von Altkanzler Helmut Kohl (CDU) ge&auml;u&szlig;ert, Geld von anonymen Spendern erhalten zu haben. Wie der Sender SWR am Dienstag mitteilte, antwortete Sch&auml;uble auf die Frage des Dokumentarfilmers Stephan Lamby nach den Spendern: &raquo;Es gibt keine. Es gab aus der Zeit von Flick schwarze Kassen.&laquo; Kohl hat sein Schweigen &uuml;ber die angeblichen Spender seit 1999 damit begr&uuml;ndet, er habe diesen sein Ehrenwort gegeben, ihre Namen nicht zu nennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/981636.schaeuble-aeussert-zweifel-an-kohls-anonymen-spendern.html%20\">ND<\/a>\n<p><strong>dazu: Muss der Kohl-Spendenskandal neu geschrieben werden?<\/strong><br>\nEin Fernsehfilm &uuml;ber Wolfgang Sch&auml;uble enth&auml;lt eine heikle Interview-Passage. Darin gibt der CDU-Politiker eine erstaunliche Antwort auf eine Frage zur Spendenaff&auml;re um Helmut Kohl. [&hellip;]<br>\nNur 15 Sekunden dauert eine einschl&auml;gige Interview-Passage im Film. Aber diese 15 Sekunden haben es in sich. Sie k&ouml;nnten wom&ouml;glich dazu f&uuml;hren, dass die ganze Wahnwitz-Geschichte neu geschrieben werden muss. Sch&auml;uble wird von Lamby gefragt, wer denn die Millionen-Spender von Kohl waren, die dieser mit seinem angeblichen Ehrenwort gedeckt und bis heute nicht benannt hat. Sch&auml;uble sagt darauf trocken und knapp, was er fr&uuml;her einmal nur vage angedeutet hatte: &ldquo;Es gibt keine Spender.&rdquo;<br>\nWenn das so war: Warum hat Kohl dann ein Strafverfahren auf sich genommen und die CDU an den Abgrund gef&uuml;hrt? Der Interviewer fragt irritiert nach. Sch&auml;uble darauf: Aus der Zeit von Flick habe es eben schwarze Kassen gegeben. Die Frage lautet: Inwieweit w&auml;re das im Jahr 2000 noch strafbar gewesen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/cdu-affaere-muss-der-kohl-spendenskandal-neu-geschrieben-werden-1.2612201\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die sp&auml;te Rache Sch&auml;ubles an Kohl.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Siggis schwarze Socke<\/strong><br>\nEin Ex-Christdemokrat soll Sigmar Gabriel wieder in die Erfolgsspur bringen. Thomas H&uuml;ser wurde ausgerechnet von Bodo Hombach empfohlen. (&hellip;)<br>\nMit Blick auf seine Beratert&auml;tigkeit ist H&uuml;ser im Mai aus der CDU ausgetreten, &bdquo;der guten Ordnung halber&ldquo;. Inhaltliche Gr&uuml;nde f&uuml;r seinen Austritt sind nicht bekannt. Der SPD empfiehlt er Altbekanntes: Sie m&uuml;sse &bdquo;die gel&auml;hmte Mitte aktivieren&ldquo;. Die Sozialdemokraten sollten &bdquo;neuen Sinn stiften, die Zukunft anpacken, neue Visionen f&uuml;r Deutschlands Zukunft entwickeln&ldquo;, hei&szlig;t es in seinem am Montag ver&ouml;ffentlichten Gastkommentar in der Welt. Konkret schl&auml;gt er Steuersenkungen vor. Selbstverst&auml;ndlich h&auml;lt H&uuml;ser nichts von Rot-Rot-Gr&uuml;n, der zurzeit einzig denkbaren Alternative zur Gro&szlig;en Koalition.<br>\nWarum holt sich Gabriel ausgerechnet einen konservativen Phrasendrescher? Daf&uuml;r gibt es nur eine logische Erkl&auml;rung: Die Personalie deutet darauf hin, dass er jegliche Hoffnung auf einen Regierungswechsel nach der Bundestagswahl 2017 aufgegeben und sich mit der Rolle des Juniorpartners arrangiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Neuer-PR-Berater-fuer-SPD-Parteichef\/!5220413\/\">Pascal Beucker in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die zwei Fassadenbauer der CDU<\/strong><br>\nTauber und Spahn wollen das st&auml;dtische B&uuml;rgertum f&uuml;r die CDU zur&uuml;ckgewinnen. Einerseits mit bemerkenswert mehr Basisn&auml;he, andererseits mit dem tr&uuml;gerischen Schein von mehr Toleranz. Peter Tauber und Jens Spahn: Das sind die zwei Herren in der CDU, bei denen man immer denkt, sie w&uuml;rden gleich das Expos&eacute; f&uuml;r eine hippe Eigentumswohnung aus der Tasche ziehen. Aber das stimmt nicht. Sie haben so etwas Altmodisches wie eine Kommission geleitet, und heraus kam eine CDU, die durch die fast modellgleichen Loftbewohner-Brillen von Tauber und Spahn wahrscheinlich genauso modern aussieht wie sie selbst. [&hellip;]<br>\nAber niemand sollte sich von einer Fassadenrenovierung t&auml;uschen lassen: Gerade Tauber und Spahn stehen f&uuml;r eine ganz spezielle Form der &bdquo;Modernit&auml;t&ldquo;. Die Aura gesellschaftspolitischer Toleranz verbinden sie mit einem harten konservativen Kern. Unter Zuwanderern zum Beispiel sch&auml;tzt Jens Spahn, wie er jetzt in einem Interview sagte, besonders diejenigen mit &bdquo;Werten&ldquo; (welchen auch immer) und &bdquo;unternehmerischer Selbstst&auml;ndigkeit&ldquo;. Zugleich singt er das Lied der vagabundierenden Rassisten von &bdquo;all den Denk- und Sprechverboten&ldquo;, die angeblich in Deutschland herrschen. &bdquo;Wer mit der Burka ein Problem hat, ist nicht gleich islamophob&ldquo; &ndash; als h&auml;tte das jemand behauptet.<br>\nEines gilt nach wie vor: Eine Partei wird noch lange nicht modern, indem sie Unsinn auch digital verbreitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/aktuelle-kommentare\/peter-tauber-und-jens-spahn-die-zwei-fassadenbauer-der-cdu,30085308,31489696.html\">Stephan Hebel in der FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Pharma-nahe Forschung: Uni K&ouml;ln und Bayer d&uuml;rfen Vertrag geheim halten<\/strong><br>\nWie private Geldgeber die Forschung an deutschen Unis beeinflussen, ist undurchsichtig &ndash; und wird es wohl auch bleiben. Ein Gericht entschied: Die Uni K&ouml;ln darf ihren Geheimvertrag mit dem Pharmariesen Bayer weiter unter Verschluss halten&hellip;<br>\n&ldquo;Wir m&uuml;ssen verhindern, dass die Forschung an Universit&auml;ten ausschlie&szlig;lich den Interessen gro&szlig;er Unternehmen dient&rdquo;, sagt Philipp Mimkes, der selbst einst an der Uni K&ouml;ln Physik studiert hatte. &ldquo;Schon jetzt verschwinden bei industriefinanzierten Studien negative Ergebnisse oft in der Schublade.&rdquo;<br>\nDiesen Verdacht hat er auch in K&ouml;ln. Doch &uuml;berpr&uuml;fen kann er seine Vermutung nicht, denn Uni und Pharmaunternehmen verweigern ihm seit Jahren den Einblick in den Vertrag.<br>\nUnd die Abmachung darf auch weiter geheim bleiben, entschied das Oberverwaltungsgericht M&uuml;nster am Dienstag in zweiter Instanz (Aktenzeichen: 15 A 97\/13). Mimkes hatte sich auf das nordrhein-westf&auml;lische Informationsfreiheitsgesetz berufen, das &ouml;ffentliche Einrichtungen zur Herausgabe von Informationen verpflichtet. Vergeblich: Die Hochschule verwies auf eine Ausnahmeregelung f&uuml;r Forschungseinrichtungen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/urteil-zum-geheimvertrag-zwischen-der-uni-koeln-und-bayer-a-1048618.html%20\">Armin Himmelrath auf Spiegel Online Unispiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So effektiv ist also die Transparenzregel im neuen NRW-Hochschul-Zukunftsgesetzes, im Ergebnis ist dieser <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140608_Anhoerung_Stellungnahme.pdf\">Paragraf eine Geheimhaltungsklausel<\/a>. <\/em><br>\n<em>Meine fr&uuml;here These wurde nun auch gerichtlich best&auml;tigt.<\/em><br>\n<em>Siehe dazu auch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24970\">Drittmittel korrumpieren mehr und mehr die Idee der Universit&auml;t<\/a>&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wissenschaftliche Mitarbeiter: Nach zw&ouml;lf Jahren kommt das Nichts<\/strong><br>\nErst Ausbeutung, dann Arbeitslosigkeit: Eric Linhart, 39, war zw&ouml;lf Jahre lang befristet angestellt. Dann ging es f&uuml;r den Juniorprof pl&ouml;tzlich nicht mehr weiter. Wie Tausende ist er Opfer einer unsinnigen Politik geworden. [&hellip;]<br>\nDer Grund f&uuml;r Linharts Situation ist, dass er insgesamt schon zw&ouml;lf Jahre lang befristet an Hochschulen angestellt war &ndash; erst als Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann als Juniorprofessor. Jetzt darf er nicht mehr verl&auml;ngern, das verbietet das &ldquo;Wissenschaftszeitvertragsgesetz&rdquo;. Linhart bleibt eigentlich nur noch eine M&ouml;glichkeit: eine dauerhafte Anstellung. Und das sind fast ausschlie&szlig;lich &ldquo;richtige&rdquo; Professuren, die extrem begehrt sind. Auf eine Ausschreibung kommen etwa 20 qualifizierte Bewerber. Wie viele Versuche er schon unternommen hat, eine der Stellen zu bekommen, m&ouml;chte Linhart nicht sagen: Er f&uuml;rchtet, es k&ouml;nnte seinem Ruf schaden.<br>\nLinharts Fall zeigt, wie das deutsche Wissenschaftssystem den Forschernachwuchs ausbeutet und verprellt. 168.000 wissenschaftliche Mitarbeiter sind an deutschen Hochschulen besch&auml;ftigt, sie machen den sogenannten Mittelbau aus. Diese M&auml;nner und Frauen schreiben Antr&auml;ge, geben Seminare und halten Vorlesungen. Sie betreuen Abschlussarbeiten, forschen und arbeiten in Drittmittelprojekten. Ohne sie liefe nur wenig an den Unis, doch eine feste Perspektive haben die &ldquo;Postdocs&rdquo; oft nicht.<br>\nNeun von zehn sind befristet angestellt, bei der H&auml;lfte l&auml;uft der Vertrag nur ein Jahr oder k&uuml;rzer. Eine planbare Karriere? Unm&ouml;glich. Der Berufsweg gleicht oft Wanderjahren; von Vertrag zu Vertrag, von Universit&auml;t zu Universit&auml;t, manchmal von Bundesland zu Bundesland. Und das alles f&auml;llt meist genau in eine Phase, in der viele Menschen &uuml;ber Heirat, Kinder und eine Eigentumswohnung nachdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/jobundberuf\/wissenschaftlicher-mitarbeiter-erst-ausbeutung-dann-arbeitslosigkeit-a-1042945.html\">UniSpiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Linhart hat <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/35\/wissenschaft-forschung-wissenschaftler\">vor rund einem Jahr in der Zeit<\/a> ebenfalls auf seine Situation aufmerksam gemacht und dabei einen wichtigen Punkt angesprochen, der das Dilemma des Wissenschaftsbetriebes und der darin Besch&auml;ftigten ganz gut beschreibt.<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Vielleicht bin ich da naiv rangegangen. Ich dachte mir: Wenn ich meine Arbeit ausreichend gut erledige, dann wird das schon klappen. Aber so einfach ist es nicht. Ich habe den Lehrpreis der Fakult&auml;t bekommen, ich habe eine knappe halbe Million Euro an Drittmitteln eingeworben, ich habe &uuml;ber 20 Artikel in Fachzeitschriften publiziert. Was soll ich denn noch tun?&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Das klingt so, als betriebe nur derjenige eine gute Wissenschaft, der viel Drittmittel einwirbt, viel publiziert und einen Preis gewinnt. Das soll nicht hei&szlig;en, dass die Betroffenen schlechte Forschungsarbeit leisten. Sie sind aber dazu verdonnert, permanent etwas abzuliefern. Denn offenbar ist die Quantit&auml;t ein wichtiger Ma&szlig;stab. Ein Immanuel Kant, der nach seiner Berufung an die K&ouml;nigsberger Universit&auml;t rund zehn Jahre lang nichts publizierte, sondern nachdachte und an der &bdquo;Kritik der reinen Vernunft&ldquo; arbeitete, w&auml;re heutzutage wohl schon l&auml;ngst gefeuert worden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Den Winter in den Knochen<\/strong><br>\nDer &raquo;Friedenswinter&laquo; ist beendet, doch der harte Konflikt wirkt nach in der Bewegung<br>\nDer Konflikt um die Mahnwachen hat der Friedensbewegung geschadet. Und schon k&uuml;ndigen sich neue Kontroversen um eine geplante Aktion gegen die US Airbase Ramstein an.<br>\nWeder die Russlandfrage noch Afghanistanausstieg oder Nahostkonflikt haben die Friedensbewegung derart tief gespalten wie die Montagsmahnwachen, die an den Aktionen unter dem Titel &raquo;Friedenswinter&laquo; beteiligt waren. Im Kern fanden dabei zwischen Dezember und Mai zwei Demonstrationen in Berlin statt, mit jeweils rund 4000 Teilnehmern, parallel dazu besuchten sich Vertreter der beiden Spektren bei ihren Aktivit&auml;ten. Begleitet waren diese sechs Monate von heftigen internen Angriffen und vernichtender Medienresonanz. Der Friedenswinter ist beendet, doch die Auseinandersetzung wirkt nach. Politische Freundschaften sind zerbrochen, neue Mobilisierungen gegen Kriegspolitik haben mit Misstrauen zu k&auml;mpfen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/981580.den-winter-in-den-knochen.html\">Ines Wallrodt im ND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Abschreckungsvideo und Taschengeldk&uuml;rzungen<\/strong>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180819-kari_20150817_abschreckung_kol.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180819-kari_20150817_abschreckung_kol-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikaturarchiv_5792.html\">Stuttmann Karikaturen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT\/AM\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27267","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27267","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27267"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27267\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27270,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27267\/revisions\/27270"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27267"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27267"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27267"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}