{"id":2729,"date":"2007-10-29T11:00:33","date_gmt":"2007-10-29T09:00:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2729"},"modified":"2007-10-29T11:00:34","modified_gmt":"2007-10-29T09:00:34","slug":"hinweise-des-tages-514","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2729","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2729&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Verkehrsminister Tiefensee: &ldquo;Wir haben uns durchgesetzt&rdquo;<\/strong><br>\nIn der Bundesregierung ist keiner so eng mit dem Bahn-B&ouml;rsengang verbunden wie Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Das Votum seiner Partei sieht er gelassen: An den B&ouml;rsenpl&auml;nen &auml;ndere das nichts. Wir sind nicht knapp entronnen, sondern wir haben gefochten und uns durchgesetzt. Ich empfinde das Signal vom Parteitag als deutliches Votum. Daf&uuml;r, dass die Teilprivatisierung umzusetzen ist unter der Bedingung, Vorzugsaktien zu begeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt1m8\/deutschland\/artikel\/444\/140148\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da entgeht der Verkehrsminister auf dem SPD-Parteitag nur dadurch, dass Kurt Beck die Debatte abbricht und quasi die Vertrauensfrage stellt, einer Abstimmungsblamage und schon deutet er die Mehrheitslage in der SPD als ein Votum f&uuml;r den B&ouml;rsengang um.<br>\nDer Parteitag hat zwar beschlossen, dass, wenn sich das Volksaktienmodell nicht durchsetzen lasse, ein erneuter Parteitag entscheiden m&uuml;sse. Wenn schon wenige Stunden nach diesem Verfahrenskompromiss der Verkehrsminister erkl&auml;rt, dass nun eben die Koalitionsfraktionen und der Bundesrat am Zuge seien, kann man jetzt schon bef&uuml;rchten, was dann passieren wird: Der Parteitagsbeschluss wird ausgehebelt. Wer sich auf den B&ouml;rsenkurs und dann mit der Volksaktie auf die Rutsche begibt, wird bei der Privatisierung und der spekulativen Aktie landen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Glos will Zusatzversicherung f&uuml;r l&auml;ngere ALG-Eins-Bezugsdauer<\/strong><br>\nIn der Debatte &uuml;ber eine verl&auml;ngerte Bezugsdauer f&uuml;r das Arbeitslosengeld Eins hat Bundeswirtschaftsminister Glos eine Zusatzversicherung vorgeschlagen. Statt ein wirksames Reformelement einfach r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, k&ouml;nnte man den Versicherten anbieten, eine l&auml;ngere Bezugsdauer f&uuml;r individuell h&ouml;here Beitr&auml;ge zu erkaufen, schreibt Glos in einem Beitrag f&uuml;r die &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. &Auml;hnliches gebe es bei der Krankenversicherung. Mit einem solchen Modell blieben die Arbeitskosten unber&uuml;hrt, und es w&auml;re kostenneutral f&uuml;r die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, meinte der CSU-Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/nachrichten\/200710270800\/3\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Zum Gl&uuml;ck ist es mittlerweile durchschaubar. Eine Leistung wird zuerst gepl&uuml;ndert, dann kaputt gespart, ist angeblich nicht mehr finanzierbar. Die Menschen verarmen. Die Leistungsquelle erzielt &Uuml;bersch&uuml;sse. Die Beitr&auml;ge werden gesenkt, um die verhassten Lohnnebenkosten zu senken. Die Zahl der Leistungsempf&auml;nger sinkt aufgrund kreativer Statistik &ndash; wobei jede bisherige Bundesregierung mehr oder weniger kreativ war. Dann wird vorgeschlagen, eine individuelle H&ouml;her- oder Zusatzversicherung einzurichten. Das k&ouml;nnen sich ja nur Gutverdiener leisten, und die soziale Spaltung versch&auml;rft sich. Die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche reibt sich die H&auml;nde und startet am Montag die ersten Auftragsgutachten bei den eigenen oder befreundeten Wirtschaftsforschungsinstituten und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis zur beitragsfreien Entgeltumwandlung f&uuml;r die Arbeitslosenversicherung. Gute Nacht Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Aufschwung muss sich anderes Volk suchen<\/strong><br>\nDass die Verbraucher die ihnen im Herbstgutachten der Wirtschaftsinstitute zugedachte Rolle als Wachstumsst&uuml;tze doch nicht ausf&uuml;llen werden, &uuml;berrascht nicht jeden. V&eacute;ronique Riches-Flores, Chefvolkswirtin der franz&ouml;sischen Gro&szlig;bank Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale etwa, schreibt in einer wenige Tage alten Studie, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland &ldquo;dank des Exports oder &uuml;berhaupt nicht stattfinden&rdquo; werde.<br>\nDie hohen Erwartungen die von Politik und vielen marktliberalen &Ouml;konomen in den mit Gerhard Schr&ouml;ders Agenda 2010 begonnenen Abbau des Sozialstaats gesetzt werden, teilt die Volkswirtin nicht. Die Reformen auf der Angebotsseite h&auml;tten zwar die Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft beeindruckend gest&auml;rkt. Doch die Menschen profitierten davon nicht, hei&szlig;t es in der mit dem flotten Titel &ldquo;Der Konsument hat zu lange gelitten &hellip; vielleicht f&uuml;r einen hoffnungslosen Fall&rdquo; &uuml;berschriebenen Studie. Denn ob Deutschland &uuml;ber die F&ouml;rderung des Exportes langfristig gegen China gewinnen k&ouml;nne, sei fraglich. Das Problem der Reformen: Die in Deutschland typische Verbindung zwischen Exporterfolgen und anziehendem Konsum habe sich deutlich abgeschw&auml;cht. Schon seit dem Fr&uuml;hsommer seien negative Signale zu verzeichnen gewesen: &ldquo;Die g&auml;ngige Einsch&auml;tzung der Folgen der Reformen geh&ouml;rt daher &uuml;berdacht&rdquo;, folgert die &Ouml;konomin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1233625\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Kolumne: Die Billig-Arbeiter<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentliche Erniedrigung kennt offenbar keine Grenzen mehr. Wer im Wettbewerb um den geizigsten Kunden seinen schlecht bezahlten Arbeitsplatz behalten m&ouml;chte, der strampelt sich halt notgedrungen die Beine krumm. Koste es, was es wolle, nur nicht den Job.<br>\nDeshalb steht das von den Gro&szlig;verlagen Springer, Holtzbrinck und der WAZ betriebene Postdienstleistungsunternehmen Pin in meinen Augen nicht f&uuml;r schnelle, zuverl&auml;ssige und preiswerte Briefzustellung, sondern f&uuml;r die bittere Botschaft &ldquo;Postboten in Not&rdquo;. Dass die Privaten in der Hoffnung auf kr&auml;ftige &ldquo;Wachstumskurse&rdquo; ihren Mitarbeitern ein ungeheuerliches Ma&szlig; an Opfer- und Einsatzbereitschaft abverlangen, scheint nicht nur f&uuml;r viele Arbeitnehmer selbstverst&auml;ndlich geworden zu sein. Sondern auch f&uuml;r die &ouml;ffentliche Verwaltung, die ihre Beh&ouml;rdenpost fast ausschlie&szlig;lich von den &ldquo;Billigheimern&rdquo; transportieren l&auml;sst. Von Klaus Staeck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1233652\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Experiment eines italienischen Unternehmers: Chef lebt von Arbeiterlohn &ndash; und erh&ouml;ht die L&ouml;hne<\/strong><br>\nEinen Monat lang vom Gehalt eines seiner Arbeiter zu leben, das hatte der Nudelfabrikant Rossi in Mittelitalien sich vorgenommen. Schon am 20. des Monats war die Familie blank. Die Konsequenz des gescheiterten Experiments: Rossis Besch&auml;ftigte erhalten nun mehr Geld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/italien4.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diesen Selbstversuch sollte man f&uuml;r alle Manager, Wirtschaftswissenschaftler und Politiker obligatorisch machen. Wir w&uuml;rden uns viel dummes Geschw&auml;tz &uuml;ber das angebliche Hochlohnland Deutschland ersparen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Frau Merkel und der Zufall<\/strong><br>\nDas US-Nachrichtenmagazin Newsweek pr&auml;sentiert Angela Merkel als &ldquo;Lost Leader&rdquo;, sie wirke reformm&uuml;de und unbeteiligt. Mitverfasser der Geschichte ist Bild-Kolumnist Hugo M&uuml;ller-Vogg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/artikel\/67\/139774\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Gewinner der Agenda 2010 schie&szlig;en aus allen Rohren, siehe auch unsere Anmerkung zum veritablen Propagandafeuerwerk in den Medien vom 26.10.2007, Hinweis 13:<\/em><br>\n<a href=\"?p=2722\">NachDenkSeiten &ldquo;Hinweise des Tages&rdquo;<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Steuergeschenke f&uuml;r Heuschrecken &ndash; gro&szlig;z&uuml;gige Gesetze und ma&szlig;lose Manager<\/strong><br>\nPANORAMA, Das Erste, 18. Oktober 2007: SPD-Finanzminister Steinbr&uuml;ck. Schon seit Jahren f&ouml;rdert er die Branche. Nun soll es jedes Jahr rund 460 Mio. Euro zus&auml;tzlich geben. Steuergeschenke, auch f&uuml;r Topmanager. Schon heute kassieren viele von ihnen die H&auml;lfte ihres Hauptverdienstes, ihres Erfolgshonorars, v&ouml;llig steuerfrei. Der Satz wird leicht abge&auml;ndert, das Privileg soll im Gesetz erhalten bleiben.<br>\nProf. Lorenz Jarass, Wirtschaftswissenschaftler: &bdquo;Es gibt keinerlei Grund, warum das Honorar von Fondinitiatoren anders behandelt werden sollte, wie der Gewinn eines B&auml;ckermeisters. Dem B&auml;ckermeister nimmt man 45% plus Solidarit&auml;tszuschlag als Spitzensteuersatz ab. Diesem Investment-, diesem Fondsmanager, diesem Private-Equity-Manager, der das geschickt einf&auml;delt, der braucht sein Honorar nur zur H&auml;lfte zu versteuern. Daf&uuml;r gibt es &uuml;berhaupt keinen Grund.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2007\/t_cid-4340208_mid-4340746_.html\">Panorama (video)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/container\/file\/t_cid-4342176_.pdf\">Panorama (Transkript\/PDF) [PDF &ndash; 44 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>In wohlhabenden Gesellschaften tr&auml;gt ein steigendes Einkommen nur noch sehr bedingt zur Steigerung der Lebenszufriedenheit bei<\/strong><br>\nEindrucksvoll haben jetzt die beiden britischen &Ouml;konomen Richard Layard und Stephen Nickell zusammen mit Guy Mayraz die Erkenntnis vom sinkenden Grenznutzen von Einkommen empirisch best&auml;tigt. Vergleicht man den subjektiven Nutzen (&ldquo;allgemeine Lebenszufriedenheit&rdquo;), den jemand mit einem Mini-Einkommen aus einem zus&auml;tzlichen Euro bezieht mit dem Nutzen, den jemand aus einem weiteren Euro hat, der bereits 10 mal soviel Einkommen hat, dann ist der &ldquo;Grenznutzen&rdquo; des Gutverdienenden mehr als zehnmal so klein wie der des Geringverdieners.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=232090\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wer h&auml;tte das gedacht?! Die Frage ist nur, ab welchem Einkommen der Grenznutzen sinkt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Bestechung von Parlamentariern muss m&ouml;glich bleiben. Das scheint jedenfalls der Wille von Union und SPD zu sein<\/strong><br>\nVor ein paar Tagen haben die Gr&uuml;nen im Bundestag einen Gesetzentwurf eingebracht, der etwas regeln soll, was man f&uuml;r selbstverst&auml;ndlich gehalten h&auml;tte: Die Bestechung von Abgeordneten soll strafbar werden. Ja, da gibt es in Deutschland bisher eine L&uuml;cke.<br>\nEine UN-Konvention verlangt zwar von der Bundesrepublik seit Dezember 2005, den Straftatbestand zu erweitern. Aber das ist bis heute nicht geschehen. Und Berlin hat die Konvention darum bis heute nicht ratifiziert. Im Gegensatz zu L&auml;ndern, die man hierzulande vielleicht als Bananenrepubliken einstufen w&uuml;rde.<br>\nW&auml;hrend die Koalitionspolitiker immer mal gerne die &Uuml;berwachung des Normalb&uuml;rgers versch&auml;rfen (und sich im Fall der Vorratsdatenspeicherung auch ausdr&uuml;cklich auf die Umsetzung internationaler Verpflichtungen berufen), m&ouml;chte man in Parlamentarierkreisen trotzdem gerne an dem Privileg festhalten, straflos bestochen zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/blog\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1286&amp;blogId=6\">stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Rentenversicherung: &ldquo;Es gibt nichts Sichereres&rdquo;<\/strong><br>\nHerbert Rische, Chef der Deutschen Rentenversicherung, verteidigt sein Produkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1232939^\">FR<\/a>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong> In dem <a href=\"http:\/\/www.rentenblicker.de\/\">Interview<\/a> wird auf eine Informationskampagne der Deutschen Rentenversicherung verwiesen.<br>\nUnter <a href=\"http:\/\/www.rentenblicker.de\/index.php?id=224\">RentenBlicker<\/a> findet sich dort u.a. dieser interessante Absatz: &bdquo;Vorurteil: Im Alter wird man von der Rentenversicherung weniger an Rente herausbekommen als man eingezahlt hat. Die Rendite wird also f&uuml;r k&uuml;nftige Rentner negativ sein. Der Rentenblicker meint dazu: &bdquo;F&uuml;r die heutigen Rentner liegt die Rendite in der Rentenversicherung zwischen drei und vier Prozent. Aber auch Versicherte, die erst in den n&auml;chsten Jahrzehnten in Rente gehen, k&ouml;nnen in der Regel mit einer deutlich positiven Rendite rechnen. Das ist das Ergebnis von Renditeberechnungen der Deutschen Rentenversicherung. Diese Berechnungen werden von unabh&auml;ngigen Institutionen best&auml;tigt, wie etwa vom Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder der Stiftung Warentest.&ldquo;<\/p><\/li>\n<li><strong>Sozialer Status und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Kindersterblichkeit und soziale Situation: Ein internationaler Vergleich<\/strong><br>\nDie hohe Kindersterblichkeit weltweit ist angesichts ihrer Vermeidbarkeit keine geografisch-klimatisch bedingte Ungleichheit, sondern eine sozio&ouml;konomisch und politisch bedingte Ungerechtigkeit.<br>\nTodesf&auml;lle bei Kindern unter 5 Jahren sind gr&ouml;&szlig;tenteils vermeidbar, wirksame Interventionen sind bekannt. Dennoch ist das Sterberisiko f&uuml;r Kinder weltweit extrem ungleich verteilt. Zwischen L&auml;ndern wie beispielsweise Sierra Leone versus Schweden unter-scheidet es sich um einen Faktor von bis zu 70. Dieser Faktor ist deutlich h&ouml;her als der Faktor 54, um den sich die S&auml;uglingssterblichkeit in Deutschland im Jahr 1870 von der im Jahr 2004 unterscheidet.<br>\nHohe Gesundheitsausgaben garantieren aber nicht, dass Ungleichheiten innerhalb einer Gesellschaft vermieden werden. Das Beispiel der S&auml;uglingssterblichkeit in Deutschland zeigt, dass auch von einer effektiven und finanziell zug&auml;nglichen medizinischen Versorgung nicht alle Menschen in gleicher Weise profitieren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/v4\/archiv\/artikeldruck.asp?id=57331\">&Auml;rzteblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS)<\/strong><br>\nFestzustellen ist in Deutschland nicht nur eine st&auml;rkere Verbreitung von Gesundheitsproblemen und -risiken in der unteren Statusgruppe, sondern auch in der mittleren im Vergleich zur hohen Statusgruppe. Der Einfluss des sozialen Status auf die Gesundheit l&auml;sst sich sowohl im Kindes- als auch im Jugendalter beobachten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/v4\/archiv\/artikeldruck.asp?id=57330\">&Auml;rzteblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Gegen&uuml;ber vieldiskutierten Krankheitsrisiken wird der gr&ouml;&szlig;te Risikofaktor oft vernachl&auml;ssigt: die Armut. Das Council of Science Editors, eine internationale Organisation von Wissenschaftsredakteuren, hat diesen Skandal zum Anlass genommen, einen entsprechenden Themenschwerpunkt zu organisieren. Weltweit nehmen 234 Fachbl&auml;tter teil, darunter f&uuml;hrende Zeitschriften wie Science, Nature, Cell, das British Medical Journal und Jama, aber auch das Fiji Medical Journal oder das New Iraqi Journal of Medicine, in Deutschland das Deutsche &Auml;rzteblatt. Weitere Artikel sind zu finden unter:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/v4\/archiv\/next.asp\">&Auml;rzteblatt<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Die Menschen hinter den roten Zahlen<\/strong><br>\nSoziologen der TU Chemnitz erforschen die Verbraucherinsolvenz &ndash; erste Ergebnisse ihrer Befragung liegen vor. Neben dem moralischen Makel wird den Schuldnern oft eine gesellschaftlich randst&auml;ndige Existenz unterstellt &ndash; was allerdings nicht der Realit&auml;t entspricht. Die Studie der TU Chemnitz zeigt, dass Insolvenz und &Uuml;berschuldung in jeder Bev&ouml;lkerungsgruppe auftreten. Im Vergleich zur Gesamtbev&ouml;lkerung finden sich in der Stichprobe der Untersuchung &uuml;berproportional viele Haushalte von Alleinerziehenden, die, so deuten die gewonnenen Daten an, h&auml;ufig erst durch eine Scheidung oder Trennung in die &Uuml;berschuldung gerieten. Auch zeigt die Untersuchung, dass Haushalte mit Kindern st&auml;rker von Verbraucherinsolvenz bedroht sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=232183\">Informationsdienst Wissenschaft e.V.<\/a><\/li>\n<li><strong>Bertelsmann<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>European Public Sector Award &ndash; eine Initiative der Bertelsmann Stiftung, der Verwaltungshochschule Speyer und der European Group of Public Administration<\/strong><br>\nDer EPSA wurde in drei Themenbereichen ausgeschrieben: &ldquo;Gemeinsam handeln&rdquo;, &ldquo;Zielerrei-chung mit knappen Mitteln&rdquo; und &ldquo;Den demographischen Wandel steuern&rdquo;. Mehr als 300 Verwal-tungen aus 25 europ&auml;ischen Nationen bewarben sich. 16 Verwaltungen wurden vor Ort in Augen-schein genommen. Eine international besetzte Jury aus Verwaltungsexperten legte die sechs Preistr&auml;ger fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=232254\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Bertelsmann ist &uuml;berall, auch als Partner einer unter Aufsicht des rheinland-pf&auml;lzischen Wissenschaftsministeriums stehenden Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts.<br>\nMan k&ouml;nnte die Themen des Wettbewerbs auch so &uuml;bersetzen: Einf&uuml;hrung von unternehmerischen Managementstrukturen, Rationalisierung, betriebswirtschaftliche Finanzplanung in die &ouml;ffentliche Verwaltung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Eine Kasse f&uuml;r sich<\/strong><br>\n200 Bertelsmann-Kritiker tagten in Frankfurt. Sie werfen der Konzernstiftung vor, Privatisierung und Sozialabbau voranzutreiben. Davon profitiert: Bertelsmann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/medien\/artikel\/1\/eine-kasse-fuer-sich\/?src=MT&amp;cHash=c5d007c80e\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Anti-Bertelsmann-Kongre&szlig;: Resolution gegen reaktion&auml;ren Think-Tank aus G&uuml;tersloh<\/strong><br>\nMehr als 200 Diskutanten einigten sich auf drei Forderungen gegen den Konzern. Erstens: Der Bertelsmann- Stiftung ist ihre Gemeinn&uuml;tzigkeit abzuerkennen. Zweitens: Parteinahe politische Stiftungen, Gewerkschafter und Verb&auml;nde werden aufgefordert, die Kooperation mit der Bertelsmann- Stiftung zu beenden. Drittens: Die Hochschulrektorenkonferenz, Hochschulen, universit&auml;re Einrichtungen, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sollen ihre Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Stiftung sowie den mit ihr assoziierten Einrichtungen und Forschungsprojekten (zum Beispiel Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung, Centrum f&uuml;r angewandte Politikforschung, Centrum f&uuml;r Krankenhausmanagement) einstellen.<br>\nNach der ganzt&auml;gigen kritischen Veranstaltung wird es wohl unter den Diskutanten in der Fachhochschule Frankfurt niemanden mehr geben, der Bertelsmann f&uuml;r einen harmlosen B&uuml;cherclub h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/10-29\/036.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Akademischer Senat der TU Berlin lehnt die Pl&auml;ne des Wissenschaftssenators Z&ouml;llner f&uuml;r ein &ldquo;International Forum of Advanced Studies&rdquo; (IFAS) strikt ab<\/strong><br>\nDer AS der TU Berlin weist jedoch die Gr&uuml;ndung eines &ldquo;International Forums for Advanced Studies&rdquo;, das mit Promotions- und Graduierungsrecht ausgestattet sein soll, entschieden zur&uuml;ck. Eine solche Einrichtung w&uuml;rde den Wissenschafts- und Innovationsstandort Berlin empfindlich schw&auml;chen, da die Berliner Universit&auml;ten im Verbund mit den au&szlig;eruniversit&auml;ren Einrichtungen in wesentlich st&auml;rkerem Ma&szlig;e erfolgreich sind, als dies durch die Errichtung einer zus&auml;tzlichen, im Wettbewerb mit den bestehenden Berliner Universit&auml;ten stehenden Universit&auml;t erreicht werden k&ouml;nnte. Der AS der TU Berlin lehnt auch den Plan des Wissenschaftssenators ab, einerseits den Hochschulen die Ausbildung des &uuml;berwiegenden Teils der Studierf&auml;higen, n&auml;mlich 40 Prozent eines jeden Jahrgangs, zu &uuml;berlassen und andererseits die Eliteausbildung in einem &ldquo;International Forum for Advanced Studies&rdquo; zu konzentrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=232185\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Nach Z&ouml;llner soll die Hierarchisierung der Hochschullandschaft weiter gehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Betrieb Schule<\/strong><br>\nLehre, Erziehung, Bildung resultieren nicht aus der &ouml;konomischen Effizienz, sondern aus der Redundanz: Das ist Zeit, das ist Wiederholung, das ist liebevolle Zuwendung. F&uuml;r sie braucht der Lehrer psychische Kraft. Das ist eine andere Professionalit&auml;t als die von der neuen Schule propagierte. Manchmal wurde die daf&uuml;r erforderliche Freiheit von den Lehrern missbraucht. Aber sie ist notwendig. &bdquo;Schola&ldquo; bedeutet &bdquo;Mu&szlig;e&ldquo;. Die ist nicht berechenbar. Wahre Bildung ist weder Produkt noch Ware; und Schule ist kein Betrieb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/Kommentare;art141,2408550\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Jens Wernicke: &bdquo;Stipendien versch&auml;rfen Bildungsungerechtigkeit&ldquo;<\/strong><br>\nDie Studienfinanzierung ist &ndash; insbesondere in Zeiten von Studiengeb&uuml;hren &ndash; zunehmend ein Problem bei der Realisierung der Studienoption. Und weil das BAf&ouml;G seit Jahren kaputt gespart wird, sollen nun Stipendien aushelfen. W&auml;hrend es auf BAf&ouml;G hingegen einen Rechtsanspruch gibt &ndash; unter bestimmten &ouml;konomischen Voraussetzungen (der Eltern) wird die Unterst&uuml;tzung gew&auml;hrt &ndash; sind Stipendien Almosen. Anders formuliert: Es gibt kein Recht auf ein Stipendium. Ihre Vergabe ist die Folge einer Auswahl durch die Stipendiengeber: Diese entscheiden selbst, nach welchen Kriterien sie die Stipendien vergeben, so dass eine Reproduktion von Eliten die Konsequenz sein kann, wenn die Stiftungen nicht aktiv gegensteuern. Tats&auml;chlich steigt mit h&ouml;herer sozialer Herkunft auch der Anteil der Studierenden, die ein Stipendium erhalten. Das bedeutet konkret: Die Studierenden aus wohlhabendem Elternhaus erhalten mit mehr als doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit ein Stipendium als jene, bei denen es besser aufgehoben w&auml;re.<br>\nDie Stipendien werden nicht an die Studierenden mit finanziellen Problemen vergeben. Urs&auml;chlich hierf&uuml;r ist die Vergabepraxis der Stiftungen, wobei etwa 65 Prozent aller &ouml;ffentlichen Studienstipendien von nur vier der staatlich anerkannten elf Begabtenf&ouml;rderwerke vergeben werden. Diese vier Einrichtungen (Stiftung der Deutschen Wirtschaft, Konrad-Adenauer-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung, Studienstiftung des deutschen Volkes) geh&ouml;ren dem konservativen Spektrum der F&ouml;rderwerke an; politisch steht hier der Elitegedanke oft vor dem Gedanken des sozialen Ausgleichs. Die Quote der zumindest potenziell &ldquo;sozial Bed&uuml;rftigen&rdquo; unter den Stipendiaten dieser Werke liegt daher wenig verwunderlich bei maximal 18, die Quote derjenigen mit sehr wohlhabendem Elternhaus hingegen bei &uuml;ber 50 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/26\/26455\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie Michael Naumann in die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung kommt<\/strong><br>\nIm Juni 2004 schrieb Naumann in der &ldquo;Zeit&rdquo;: &bdquo;Bild ist das Geschlechtsteil der deutschen Massenmedien.&ldquo; Nun erkl&auml;rte er sich bereit, am vergangenen Montag bei der Pr&auml;sentation des neuesten Buches von &ldquo;Bild&rdquo;-Chef Kai Diekmann als Laudator aufzutreten. Daf&uuml;r gibt es eine recht plausible Erkl&auml;rung. Naumann ist neuerdings Spitzenkandidat der SPD f&uuml;r die B&uuml;rgerschaftswahl in Hamburg, die im kommenden Februar stattfindet. Und dabei ist es ein bisschen unpraktisch, dass er &mdash; wie verschiedene Beobachter meinen &mdash; von Diekmanns Zeitung weitgehend ignoriert wird.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/2564\/die-bild-zeitung-jetzt-wieder-neu-mit-naumann\">BILDBLOG<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/2559\/wie-michael-naumann-in-die-bild-zeitung-kommt\">BILDBLOG<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Do-It-Yourself-Staat<\/strong><br>\nSie f&uuml;hren B&uuml;chereien, restaurieren Denkm&auml;ler, bauen Br&uuml;cken. &Uuml;berall in Deutschland wollen sich die B&uuml;rger nicht mehr damit abfinden, dass der Staat versagt und aus Geldnot seine Aufgaben nicht mehr erf&uuml;llen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.t-online.de\/BTO\/news\/2007\/10\/28\/buerger-staat\/beispiel-eigeninitiative,geo=2788400.html\">BILD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein typisches Beispiel f&uuml;r die Verwischung von Journalismus und PR und daf&uuml;r, wie sich die BILD-Zeitung ganz offen vor den Karren der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) spannen l&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Pl&ouml;tzlich wird das Morden zur sozialen Tat&rdquo;<\/strong><br>\nInterview mit Horst-Eberhard Richter: &bdquo;Wie kann man behaupten, dass die Soldaten in Afghanistan f&uuml;r Frieden und Freiheit ihr Leben verloren haben? Nach sechs Jahren Krieg ist doch der Frieden so fern wie unter der sowjetischen Besatzung. Und Freiheit? Nicht mal die Soldaten k&ouml;nnen sich au&szlig;erhalb der hochmilitarisierten Zentren frei bewegen. Die deutsche Bev&ouml;lkerung hat bei fast allen Umfragen erkl&auml;rt, dass sie von der milit&auml;rischen Verteidigung unserer Interessen am Hindukusch nichts h&auml;lt. Und stetig w&auml;chst der Unmut &uuml;ber die unbeirrten Anstrengungen von Jung und Sch&auml;uble, das noch an der Vergangenheit arbeitende deutsche Bewusstsein planvoll zu remilitarisieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2007%2F10%2F26%2Fa0106&amp;src=GI&amp;cHash=f86c0d700d&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehr als ein Sack Reis, der umf&auml;llt<\/strong><br>\nSollen die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen wegen des Dalai Lama aufs Spiel gesetzt werden? Die Vertreter der deutschen Wirtschaft meinen: Nein! Von Michael R. Kr&auml;tke<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2007\/43\/10849.php?print=1\">Jungle-World<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar Orlando Pascheit:<\/strong> Michael R. Kr&auml;tke, der beachtliche Analysen des herrschenden neoliberalen Wirtschaftsregimes geliefert hat, &uuml;bernimmt hier doch ziemlich unkritisch die Argumentation der Hauptakteure dieses Regimes.<br>\nZweifellos sind der Gro&szlig;handel wie auch die Gro&szlig;industrie, welche nicht nur nach China exportiert, sondern dort auch produzieren l&auml;sst, Profiteure der Wirtschaftsbeziehungen zu China, nur dass Deutschland, wie die EU gesamtwirtschaftlich gegen&uuml;ber China, wie &uuml;berhaupt gegen&uuml;ber S&uuml;dostasien, ein zunehmendes Au&szlig;enhandelsdefizit ausweisen, d.h. die Importe liegen deutlich &uuml;ber den Exporten.<br>\nZudem verweisen die viel gelobten Erfolge unserer Exporteure auf eine zentrale Schw&auml;che unserer Binnenwirtschaft, n&auml;mlich die mangelnde Binnennachfrage. Jedes Lehrbuchmodell nennt als Voraussetzung eines Freihandel , welcher zu gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrtssteigerungen f&uuml;hren soll, dass den Verteilungseffekten des Freihandels nur durch eine entsprechende Umverteilungspolitik begegnet werden kann. Davon ist der Exportweltmeister weit entfernt, im Gegenteil: gerade die Chinadimension der Globalisierung wird h&auml;ufig &uuml;ber Verlagerungsdrohungen dazu instrumentalisiert, hierzulande die L&ouml;hne zu dr&uuml;cken. Damit kommen die rasanten Wachstumsraten der Exporte gesamtwirtschaftlich viel zu Wenigen zugute.<br>\nKr&auml;tke weist durchaus detailliert daraufhin, dass sich China keinen Deut um die in der WTO festgelegten Regeln des Freihandels schert, sondern diese systematisch au&szlig;er Kraft setzt. All das hat wenig mit der gegenw&auml;rtig stagnierenden Welthandelsrunde zu tun, diese Themen geh&ouml;ren vor die WTO. Unabh&auml;ngig von den weitergehenden Verhandlungen verst&ouml;&szlig;t China bereits heute gegen bestehende, unterschriebene WTO-Regeln. Die Situation ist reichlich paradox. So wirft beispielsweise EU-Handelskommissar Peter Mandelson China offen vor, den Diebstahl geistigen Eigentums zu tolerieren oder &ldquo;wissentlich zu ignorieren&rdquo;, aber eine m&ouml;gliche Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) wird nicht erwogen.<br>\nDeutschland sollte im Rahmen der EU dazu beitragen, die chinesischen Verst&ouml;&szlig;e zu sanktionieren, statt sich auf Wunsch der Industrie in politischem Wohlgefallen zu &uuml;ben. Dabei verliert man nur sein Gesicht. Sollten sich dadurch die chinesische Exortdynamik mildern &ndash; China liefert inzwischen mehr Waren nach Europa als in die USA &ndash; k&auml;me dies uns durchaus zugute, w&uuml;rde doch damit im Sinne Samuelsons die Globalisierung verlangsamt. Zeit zum Besinnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nur die f&uuml;r Gott und Vaterland<\/strong><br>\nRom spricht 498 Priester selig, die im spanischen B&uuml;rgerkrieg ermordet wurden &ndash; aber kein einziges Franco-Opfer. Die Rolle, die sie selbst spielte w&auml;hrend des B&uuml;rgerkriegs und w&auml;hrend der Diktatur, reflektiert die offizielle Kirche nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1232941\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Der Irakkrieg ist ein gigantisches Gesch&auml;ft&ldquo;<\/strong><br>\nWenn Flutwellen, Terror oder Krieg die Menschen ersch&uuml;ttern, schl&auml;gt die Stunde der Neoliberalen. Denn sie nutzen Katastrophen aus, sagt Naomi Klein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Sonntag-Irakkrieg-Globalisierungskritik-Wirtschaftspolitik;art2566,2407851\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2729","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2729","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2729"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2729\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2729"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2729"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2729"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}