{"id":27294,"date":"2015-08-21T16:38:32","date_gmt":"2015-08-21T14:38:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294"},"modified":"2015-08-21T16:38:32","modified_gmt":"2015-08-21T14:38:32","slug":"hinweise-des-tages-ii-210","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h01\">Inszeniertes Theater vor aufziehendem Finanz-Tsunami<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h02\">Bourgeoisie im Bermudadreieck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h03\">Wagenknecht stellt Euro infrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h04\">Macht der Mitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h05\">Die Abwertung des Yuan ist kein Grund zur Panik!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h06\">Wenn ein Preu&szlig;e kneift<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h07\">Todeszone durch Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h08\">Migrants crisis: Slovakia &lsquo;will only accept Christians&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h09\">Die Mehrklassengesellschaft des Fl&uuml;chtlingslebens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h10\">Krisen d&auml;mpfen deutsche Konsumlaune<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h11\">Wenn der B&uuml;rgermeister zur Tafel muss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h12\">Arbeitslosigkeit in Gro&szlig;britannien &ndash; Erziehungslager f&uuml;r Jugendliche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h13\">Das ist Sicherheit in al Sisis Milit&auml;r-&Auml;gypten: Meinungsfreiheit ist Terrorismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h14\">Olympia: Rechnungshof warnt vor Kostenrisiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h15\">EXPO 2000: Was vom Traume &uuml;brig blieb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294#h16\">Zu guter Letzt: Lammert erkl&auml;rt IT<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27294&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Inszeniertes Theater vor aufziehendem Finanz-Tsunami<\/strong><br>\nAuch wenn in vielen Medien Tag f&uuml;r Tag etwas anderes behauptet wird: Nicht nur Griechenland, sondern das gesamte 2008 mit dem Geld der Steuerzahler gerettete globale Finanzsystem befindet sich derzeit in allerh&ouml;chster Not. Zudem ist auch die Stabilit&auml;t des politischen Systems aufs h&ouml;chste gef&auml;hrdet, denn einer stetig wachsenden Zahl von Menschen wird immer klarer: Alle Versprechungen nach dem Crash von 2008 waren nichts als L&uuml;gen.<br>\nDie Politik hat die Finanzindustrie zu keinem Zeitpunkt auch nur ann&auml;hernd in ihre Schranken gewiesen oder gar reguliert. Im Gegenteil: Gro&szlig;banken, Hedgefonds und andere internationale Finanzinstitutionen bestimmen den Lauf der Welt heute unumschr&auml;nkter als je zuvor und ihre Kriminalit&auml;t wird, wie die vielen Enth&uuml;llungen um Markt-Manipulationen zeigen, mit jedem Tag deutlicher. Genauso wie die immer schwerer zu verh&uuml;llende Tatsache, dass viele Mainstream-Medien und Politiker nichts anderes tun, als den Menschen die Interessen der Finanzindustrie als die eigenen zu verkaufen. [&hellip;]<br>\nSoweit die Vorzeichen, unter denen am Mittwoch die Griechenland-Abstimmung im Bundestag stattfand und bei der es nicht etwa um ein Abw&auml;gen von Inhalten oder den Austausch von Argumenten ging. Ziel der Inszenierung war es, die bereits von nicht gew&auml;hlten EU-, EZB- und IWF-Technokraten gefassten Beschl&uuml;sse zur Stabilisierung des Finanzsystems auf Kosten der weiteren Verelendung der schw&auml;chsten Teile der griechischen Bev&ouml;lkerung mit einem offiziellen Stempel zu versehen. [&hellip;]<br>\nFinanzminister Sch&auml;uble erhielt zum x-ten Mal die Gelegenheit, die Unwahrheit vom &ldquo;guten Weg, auf dem sich Griechenland im letzten Jahr befand&rdquo;, zu verbreiten und sich damit erneut in die ideologischen Fu&szlig;stapfen eines allseits bekannten Politikers zu begeben, der bereits vor achtzig Jahren erkannte, dass eine L&uuml;ge nur oft genug wiederholt werden muss, um sich im kollektiven Bewusstsein des deutschen Volkes einzubrennen. Auch der Begriff &ldquo;Hilfspaket&rdquo; f&uuml;r die an h&auml;rteste Bedingungen gekn&uuml;pften zinspflichtigen Kredite, von denen die meisten auf direktem Weg auf die Konten internationaler Finanzinstitutionen flie&szlig;en, dient einzig und allein der Irref&uuml;hrung der &Ouml;ffentlichkeit und muss auf die arbeitende griechische Bev&ouml;lkerung, insbesondere auf Arbeitslose, Rentner und ihrer Zukunft beraubte Jugendliche wie reiner Hohn wirken.  [&hellip;]<br>\nDass einige Abgeordnete w&auml;hrend der Debatte auch das Leid der griechischen Bev&ouml;lkerung erw&auml;hnten, die Ma&szlig;nahmen als unmenschlich kritisierten und das einige Dutzend Parlamentarier am Ende aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden gegen das Paket stimmten, war f&uuml;r die Regierenden keinesfalls, wie in den Medien behauptet, &ldquo;ein Schlag ins Gesicht&rdquo;. Im Gegenteil: Es war ganz in ihrem Sinne, denn es tr&auml;gt dazu bei, die eigene anti-demokratische Haltung zu kaschieren, der Durchsetzung diktatorischer Ma&szlig;nahmen einen Hauch von Glaubhaftigkeit zu verleihen und und der Gesamtinszenierung damit den beabsichtigten pseudo-demokratischen Deckmantel umzuh&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45756\/1.html\">Ernst Wolff auf Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Pers&ouml;nliche Erkl&auml;rung von Thomas Jurk zur Abstimmung &uuml;ber die Stabilit&auml;tshilfe f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nUrsache des Scheiterns der bisherigen Hilfsprogramme f&uuml;r Griechenland ist in erster Linie nicht die mangelhafte Umsetzung von Reformen (siehe &ldquo;Reform Responsiveness Score&rdquo; 2007 &ndash; 2014 der OECD in &ldquo;Going for Growth&rdquo; 2015), sondern das Au&szlig;erachtlassen grundlegender &ouml;konomischer Zusammenh&auml;nge, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen der Hilfsprogramme auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Dies wird mit dem nun vorliegenden MoU (Memorandum of Understanding, Anm. NDS) leider nicht korrigiert. So sollen bspw. Im Rentensystem im kommenden Jahr Leistungen im Umfang von 1 Prozent des BIP eingespart werden, was entsprechende negative Auswirkungen auf Kaufkraft und Binnennachfrage haben wird.<br>\nAuch die im MoU aufgef&uuml;hrten Ma&szlig;nahmen zur F&ouml;rderung von Investitionen oder zur Bek&auml;mpfung der Massenarbeitslosigkeit bleiben weit hinter dem dringend Notwendigen zur&uuml;ck. So stehen zur Unterst&uuml;tzung Griechenlands in der laufenden EU-F&ouml;rderperiode von 2014 bis 2020 etwa 35 Mrd. Euro an EU-Mitteln zur Verf&uuml;gung. Dies sind zun&auml;chst einmal 3 Mrd. Euro weniger als in der vorausgegangen F&ouml;rderperiode 2007 bis 2013. Zus&auml;tzlich stehen nun lediglich die im MoU in Aussicht gestellten, von Griechenland nicht abgerufenen Mittel der EU-Programme 2007 bis 2013 in H&ouml;he von gut 5 Mrd. Euro zur Verf&uuml;gung. Hinzu kommt, dass nach dem MoU die griechischen Haushalts&uuml;bersch&uuml;sse bis zum Erreichen des vereinbarten Prim&auml;r&uuml;berschussziels (und bei &Uuml;berschreiten des vereinbarten Prim&auml;r&uuml;berschussziels teilweise) zur Schuldensenkung verwendet werden m&uuml;ssen.<br>\nDiese Mittel stehen also nicht f&uuml;r Investitionen und Konsum zur Verf&uuml;gung, was die gesamtwirtschaftliche Nachfrage schw&auml;chen wird. Nennenswerte Wachstumsimpulse f&uuml;r die griechische Wirtschaft werden so auch mit dem neuen MoU nicht gesetzt, was ein Scheitern beim Erreichen der mittelfristigen Wachstumsziele und damit auch der Ziele bei der Konsolidierung der Staatsfinanzen zur Folge haben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thomas-jurk.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/150819_Erkl%C3%A4rung_Griechenland.pdf\">Thomas Jurk (MdB, SPD) [PDF]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bourgeoisie im Bermudadreieck<\/strong><br>\nReeder und &raquo;Troika&laquo;, Offshore-Kapitalismus und Hellas&rsquo; Trag&ouml;die. Anmerkungen zum Anteil der griechischen Oligarchie an der Krise<br>\nDie Zeiten des alten Klassenkampfes scheinen zur&uuml;ck zu sein. &raquo;Ran ans Geld der Reichen&laquo;, titelte Zeit online am 23. Juli. Nun, keine Sorge, der Hauspostille des deutschen Oberstudienrats geht es naturgem&auml;&szlig; nicht um die Familien Quandt, Otto, Oetker oder Aldi. &raquo;Griechenland muss endlich die gro&szlig;en Verm&ouml;gen besteuern&laquo;, wirft sich das Hamburger Blatt in die Brust. Die ungewohnte K&auml;mpferpose ist f&uuml;r die Zeit gefahrlos. Griechische Oligarchen geh&ouml;ren nicht zu ihren Hauptinserenten. Und wenn es darum geht, der Syriza-Regierung Unf&auml;higkeit zu unterstellen, sind auch Schlagzeilen erlaubt, die, auf Deutschland bezogen, wohl die sofortige Entlassung des zust&auml;ndigen Redakteurs zur Folge h&auml;tten.<br>\nImmerhin r&auml;umt der Artikel des Weiteren ein, dass Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras es versucht hat. &raquo;Mit einer Sonderabgabe von zw&ouml;lf Prozent wollte er Verm&ouml;gende mit mehr als 500.000 Euro Einkommen belegen. Auch kleinere Einkommen von 20.000 bis 30.000 Euro sollten 1,4 Prozent zus&auml;tzlich abgeben.&laquo; Das klingt nun nicht gerade existenzvernichtend. Doch &raquo;die Reichen&laquo; hatten Gl&uuml;ck. &raquo;Die Troika untersagte die Umsetzung&laquo;, mit der Vertr&ouml;stung auf eine Gesamtregelung im Rettungspaket III. [&hellip;]<br>\nJe katastrophaler nun die Krisenwirkungen, je unsicherer die politische Lage und je n&auml;her der &raquo;Grexit&laquo;, umso gr&ouml;&szlig;er die Motivation, das Geld ins Ausland, zu den einschl&auml;gigen Steuerfluchthelfern, wie den Schweizer Banken, den Offshore-Konten auf den Bermudas, in Liberia, Panama, den Marshall oder Cayman Islands zu transferieren. Die privaten Bankeinlagen bei griechischen Banken haben sich seit Krisenbeginn auf unter 120 Milliarden Euro halbiert. Einen derartig ruin&ouml;sen Aderlass h&auml;lt kein Banksystem aus, vor allem dann nicht, wenn es wie das Griechenlands zuletzt von der Geldversorgung der Zentralbank abgeschnitten ist.<br>\nDie griechischen Verm&ouml;genswerte allein in der Schweiz werden auf bis zu 200 Milliarden Euro gesch&auml;tzt. Genaues ist nicht bekannt. Die Offshore-Hehler, die inzwischen hohe Billionen-Werte verborgen halten, sind an der Weitergabe der Daten naturgem&auml;&szlig; nicht sehr interessiert, die b&uuml;rgerlichen oder rechtssozialdemokratischen Regierungen in Europa, entgegen ihrer Selbstdarstellung, offensichtlich ebensowenig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/08-21\/001.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wagenknecht stellt Euro infrage<\/strong><br>\nDie zuk&uuml;nftige Fraktionschefin der Linken kritisiert das W&auml;hrungssystem. Sie warnt vor einer abnehmenden demokratischen Legitimation in Europa.<br>\nDie designierte Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hat den Euro offen in Frage gestellt. &bdquo;Es zeigt sich einfach, dass der Euro nicht funktioniert, sondern immer gr&ouml;&szlig;ere wirtschaftliche Ungleichgewichte erzeugt, und am dramatischsten zeigt sich das eben in Griechenland&ldquo;, sagte Wagenknecht der Welt. &bdquo;Darum beginnt in der Linken zu Recht eine Debatte dar&uuml;ber, welchen Spielraum eine Politik jenseits des neoliberalen Mainstreams im Rahmen des Euro &uuml;berhaupt hat oder ob wir dieses W&auml;hrungssystem nicht generell infrage stellen m&uuml;ssen.&ldquo;<br>\nDamit setze Wagenknecht sich in einer europaweit unter Linken gef&uuml;hrten Debatte an die Spitze jener, die sich vom Euro abwenden, schrieb die Zeitung. Wagenknecht verwies demnach auf ein von den Chefs von f&uuml;nf EU-Institutionen &ndash; EU-Kommission, Europ&auml;ischer Rat, EU-Parlament, EZB und Euro-Gruppe &ndash; vorgelegtes Papier zur &bdquo;Rettung der Euro-Zone&ldquo;. An diesem Papier sei deutlich zu erkennen, &bdquo;wohin die Reise mit dem Euro gehen soll&ldquo;. &bdquo;Alles deutet darauf hin, dass es immer mehr Integrationsschritte gibt, die jede nationale Souver&auml;nit&auml;t erledigen&ldquo;, kritisierte die Linkspolitikerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Finanzkrise-in-Europa\/!5225313\/\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Lafontaine will &raquo;Plan B&laquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here SPD-Vorsitzende Oskar Lafontaine macht sich f&uuml;r eine schrittweise Abkehr vom Euro als Einheitsw&auml;hrung stark. &raquo;Ich pl&auml;diere f&uuml;r die R&uuml;ckkehr zu einem Europ&auml;ischen W&auml;hrungssystem, EWS, das die Erfahrungen, die mit diesem W&auml;hrungssystem gemacht wurden, ber&uuml;cksichtigt und seine Konstruktion im Interesse aller teilnehmenden L&auml;nder verbessert,&laquo; erkl&auml;rte der Linke-Politiker in einem ausf&uuml;hrlichen Meinungsbeitrag zur Euro-Krise in der Wochenendausgabe der Tageszeitung junge Welt. Unter der &Uuml;berschrift &raquo;Die Linke und Europa&laquo; geht er der Frage nach, welche Lehren aus der Erpressung der Syriza-Regierung durch die &raquo;Troika&laquo; zu ziehen seien.<br>\nLafontaine f&uuml;hrt aus: &raquo;Das Europ&auml;ische W&auml;hrungssystem f&ouml;rderte, und darauf kommt es an, im Gegensatz zum Euro die fortschreitende Zusammenarbeit der V&ouml;lker Europas. Durch regelm&auml;&szlig;ige Auf- und Abwertungen wurde das zu starke Auseinanderdriften der europ&auml;ischen Volkswirtschaften verhindert. Zwar war die Dominanz der Bundesbank ein gro&szlig;es Problem, aber ein ungleich geringeres als die heutige Bevormundung der Europ&auml;er durch die deutsche Wirtschaft und die Merkel-, Sch&auml;uble-, Gabriel-Regierung.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/08-22\/001.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Macht der Mitte<\/strong><br>\nDas wirtschaftliche Ungleichgewicht in Europa l&auml;sst sich durch die Kernbildung nicht beheben, im Gegenteil: Die Dominanz der Bundesrepublik wird dadurch institutionalisiert. Der europ&auml;ische Krisenherd liegt nicht an der Peripherie, sondern in der (deutschen) Mitte. Gewiss: Kerneuropa w&auml;re handlungsf&auml;higer als das jetzige EU-Konglomerat, es w&auml;re aber eine Form der Herrschaft &uuml;ber andere L&auml;nder.<br>\nDie Kanzlerin h&ouml;rt es wahrscheinlich nicht gern, wenn der Boulevard sie als &bdquo;m&auml;chtigste Frau der Welt&ldquo; hinausposaunt. Sie kennt Liz Mohn (Bertelsmann), Friede Springer, und Susanne Klatten (Quandt-Gruppe) und wei&szlig;, wo die Macht wirklich sitzt. Das ihr zugeschriebene Wort von der &bdquo;marktkonformen Demokratie&ldquo; trifft die Realit&auml;t ganz gut. Auf den M&auml;rkten, die hier gemeint sind, wird nicht mit Tomaten gehandelt, sondern mit Investitionen und Nicht-Investitionen.<br>\nEin Europa als Markt m&ouml;glichst ohne Schutzrechte f&uuml;r Schw&auml;chere ist der Aktionsraum der &ouml;konomischen Eliten, wenngleich nicht nur der deutschen. Kerneuropa &auml;ndert daran nichts. Es w&auml;re ein verst&auml;rkter institutioneller Arm der wirtschaftlichen Macht, irgendwann auch mit der angemessenen milit&auml;rischen Ausstattung.<br>\nDie Alternative von Status quo und neuer Zentralisierung erscheint wie eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Gibt es keine andere L&ouml;sung? Ja und nein. Vor &uuml;ber einem Jahr hat der franz&ouml;sische &Ouml;konom Thomas Piketty die Schaffung eines europ&auml;ischen Budgetparlaments vorgeschlagen, in dem alle 19 Euro-l&auml;nder gleichberechtigt vertreten w&auml;ren. Zu seinen Aufgaben sollte eine Steuergesetzgebung geh&ouml;ren, die darauf zielt, die ungleiche Verteilung des Reichtums &ndash; zwischen oben und unten und regional &ndash; zu beheben. Pikettys Werk Das Kapital im 21. Jahrhundert war ein Riesenerfolg in den Feuilletons und auf dem Buchmarkt. Politisch war es ein totaler Flop. Seine Europa-&Uuml;berlegungen wurden weithin totgeschwiegen. Sie passen nicht zum aktuellen Design der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/georg-fuelberth\/macht-der-mitte\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Abwertung des Yuan ist kein Grund zur Panik!<\/strong><br>\n&bdquo;China schockt erneut die M&auml;rkte &ndash; Zweite Yuan-Abwertung in Folge&ldquo; Zeitungstitel wie dieser verbreiteten in den vergangenen Tagen Alarmstimmung. W&auml;hrend moderate Kommentatoren gr&uuml;belten, ob nun ein f&uuml;r alle Volkswirtschaften sch&auml;dlicher Abwertungswettlauf beginne, sprachen andere bereits von einem &bdquo;W&auml;hrungskrieg&ldquo;. F&uuml;r den Milliard&auml;r Donald Trump, derzeit Scharfmacher Nr. 1 im US-Pr&auml;sidentschaftswahlkampf, stand das Urteil &uuml;ber China fest. In einem Interview sagte er: &bdquo;Sie zerst&ouml;ren uns!&ldquo; Was war geschehen?<br>\nVor dem Hintergrund unbefriedigender Wachstumsraten setzte die chinesische Zentralbank PBoC binnen drei Tagen den Kurs des Yuan zum US-Dollar um 3,5 Prozent herab. Durch diese st&auml;rkste Abwertung seit 20 Jahren werden chinesische Exportwaren billiger und nach China importierte Waren verteuern sich.<br>\nEin Grund f&uuml;r das Handeln der PBoC war, dass schon seit l&auml;ngerer Zeit die W&auml;hrungen anderer gro&szlig;er Wirtschaftsregionen erheblich an Wert verloren und dadurch Chinas Exporte verteuert haben. Dieser Trend ist vor allem der falschen Wirtschaftspolitik in diesen Regionen geschuldet. So hat Japan durch drastische Mehrwertsteuererh&ouml;hungen die Binnennachfrage stark geschw&auml;cht. Die EU hat sich einen mannigfaltigen Schrumpfungskurs verordnet. Alleine im vergangenen Jahr wertete hierdurch der Euro gegen&uuml;ber dem Yuan um rund 20 Prozent ab. Die j&uuml;ngste Abwertung des Yuan, f&auml;llt im Vergleich dazu &auml;u&szlig;erst gering aus (siehe Grafik). Entsprechend ist die Abwertung auch kein Grund zur Panik f&uuml;r deutsche Exporteure. Ein schw&auml;chelndes Wachstum in China w&uuml;rde hiesige Unternehmen viel deutlicher treffen.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150821_DGB_klartext.gif\" alt=\"Die Abwertung des Yuan ist kein Grund zur Panik\" title=\"Die Abwertung des Yuan ist kein Grund zur Panik\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++ab95f17e-47de-11e5-a42a-52540023ef1a\">DGB klartext<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wenn ein Preu&szlig;e kneift<\/strong><br>\nThomas de Maizi&egrave;re macht einen auf schwer besch&auml;ftigt, statt sich dem Rechtsausschuss zu stellen und sein Verhalten in der Netzpolitik-Aff&auml;re zu kl&auml;ren. Das sagt einiges &uuml;ber den Bundesinnenminister aus.<br>\nThomas de Maizi&egrave;re gilt als Pflichtmensch, und so etwas ist ja in unsicheren Zeiten ganz beliebt. Die preu&szlig;isch-zackige Sprechweise l&auml;sst selbst noch den unappetitlichen Vorschlag, Asylbewerbern das Leben m&ouml;glichst schwerzumachen, wie die Verlesung eines Naturgesetzes klingen. Was f&uuml;r weniger illiberale Geister &uuml;brigens bedeutet: Vor dem Mann muss man sich h&uuml;ten.<br>\nWas aber weder Freund noch Feind dem Innenminister zugetraut h&auml;tten, das ist: Kneifen. Doch genau das hat de Maizi&egrave;re am Mittwoch getan, und zwar im Zusammenhang mit dem skandal&ouml;sen Verfahren gegen die Journalisten von Netzpolitik.org. Statt sich dem Rechtsausschuss, der ihn eingeladen hatte, zu stellen und ein f&uuml;r alle Mal sein Verhalten in dieser Aff&auml;re zu kl&auml;ren, ist der Mann mit dem scheinbar so geraden Kreuz einfach weggeblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/aktuelle-kommentare\/thomas-de-maizi-re-wenn-ein-preusse-kneift,30085308,31512632.html\">Stephan Hebel in der FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Todeszone durch Europa<\/strong><br>\nRassistische Hetze, Stacheldraht und Grenzz&auml;une gegen Menschen: EU-Politik provoziert dramatische Zust&auml;nde<br>\nW&uuml;rde heute in Frankreich ein neues Staatsoberhaupt gew&auml;hlt, h&auml;tte Marine Le Pen mit ihren Neofaschisten gute Chancen, die Abstimmung zu gewinnen. Umfragen sehen sie mit um die 30 Prozent auf dem ersten oder zweiten Platz, ein Sieg in der Stichwahl scheint nicht mehr ausgeschlossen. Auch in Schweden nimmt der Einfluss der Rassisten weiter zu. Die &raquo;Schwedenpartei&laquo; wurde in einer am Donnerstag von der Tageszeitung Metro ver&ouml;ffentlichten Umfrage erstmals st&auml;rkste Kraft.<br>\nDie &raquo;demokratischen&laquo; Politiker reagieren auf die Gefahr von rechts einmal mehr mit der &Uuml;bernahme neofaschistischer und rassistischer Parolen. So erkl&auml;rte der Sprecher des slowakischen Innenministeriums, Ivan Metik, im Gespr&auml;ch mit der britischen BBC, Bratislava werde in den kommenden Jahren nur Christen aufnehmen, muslimische Migranten w&uuml;rden nicht akzeptiert. &Auml;hnliche T&ouml;ne kommen aus Lettland, Estland und Polen. Der ungarische Staatspr&auml;sident J&aacute;nos &Aacute;der bezeichnete durch sein Land reisende Fl&uuml;chtlinge als &raquo;Belagerer&laquo; und sprach von einer neuen &raquo;V&ouml;lkerwanderung&laquo;. Diese Formulierung w&auml;hlte auch CSU-Generalsekret&auml;r Andreas Scheuer, um gegen &raquo;massenhaften Asylmissbrauch&laquo; zu hetzen.<br>\nIn Calais unterzeichneten der franz&ouml;sische Innenminister Bernard Cazeneuve und seine britische Amtskollegin Theresa May am Donnerstag ein Abkommen, um die Grenze zwischen beiden L&auml;ndern noch mehr abzuschotten. Ein gemeinsames Kommando- und Kontrollzentrum soll die Jagd auf Fl&uuml;chtlinge koordinieren, die versuchen, durch den Eurotunnel auf die Insel zu kommen. Schon jetzt sollen hohe Z&auml;une und Stacheldraht sowie schwerbewaffnete Polizisten die Menschen abschrecken. Mazedonien verh&auml;ngte am Donnerstag den Ausnahmezustand &uuml;ber zwei Regionen. 4.000 im Grenzgebiet zwischen dem Balkanstaat und Griechenland festsitzende Menschen blockierten die Bahnstrecke von Thessaloniki nach Skopje. Ungarn errichtet einen 175 Kilometer langen Zaun an der Grenze zu Serbien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/08-21\/050.php\">Junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Mazedonien: Polizei setzt Tr&auml;nengas gegen Fl&uuml;chtlinge ein<\/strong><br>\nDie Lage in Mazedonien spitzt sich zu, immer mehr Fl&uuml;chtlinge dr&auml;ngen in das Land. Erst rief die Regierung den Ausnahmezustand aus, jetzt greift die Polizei mit aller H&auml;rte durch.<br>\nDie mazedonische Polizei ist an der Grenze zu Griechenland mit Tr&auml;nengas und Blendgranaten gegen Fl&uuml;chtlinge vorgegangen. Die hinter Stacheldraht verschanzten Bereitschaftspolizisten wollte die aufgebrachte Menge davon abhalten, von Griechenland nach Mazedonien zu kommen, berichtete ein Reporter der Agentur Reuters.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/mazedonien-polizei-setzt-traenengas-gegen-fluechtlinge-ein-a-1049194.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Migrants crisis: Slovakia &lsquo;will only accept Christians&rsquo;<\/strong><br>\nSlovakia says it will only accept Christians when it takes in Syrian refugees under a EU relocation scheme.<br>\nThe country is due to receive 200 people from camps in Turkey, Italy and Greece under the EU plan to resettle 40,000 new arrivals.<br>\nInterior ministry spokesman Ivan Netik said Muslims would not be accepted because they would not feel at home&hellip;<br>\nLast month, EU member states agreed to take in 32,000 asylum seekers arriving in Italy and Greece over the next two years &ndash; fewer than the 40,000 target.<br>\nThe scheme was made voluntary after some nations &ndash; including Slovakia &ndash; refused to accept set quotas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/news\/world-europe-33986738\">BBC<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und wir w&uuml;rden am liebsten nur gut ausgebildete Facharbeiter auf Berufsfeldern, wo ein tats&auml;chlicher oder vermeintlicher Facharbeitermangel herrscht, akzeptieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Mehrklassengesellschaft des Fl&uuml;chtlingslebens<\/strong><br>\nEindr&uuml;cke von der Insel Kos &ndash; Schleuser, Helfer und Abzocker<br>\n[&hellip;]<br>\nDie hohen Preise f&uuml;r die Flucht lassen bei vielen Beobachtern und interessierten Lesern die Frage aufkommen, wie die Fl&uuml;chtlinge so viel Geld f&uuml;r die beschwerliche und risikoreiche Reise aufbringen k&ouml;nnen.<br>\nIm Fall der Afghanen kostet die Reise aus dem Heimatland in den Iran mindestens 1.000 Dollar. F&uuml;r die Weitereise in die T&uuml;rkei nach Istanbul sind wenigstens weitere 1.600 Dollar n&ouml;tig. Die Passage vom Iran in die T&uuml;rkei wird &uuml;berwiegend per Pedes organisiert. &ldquo;I saw a lot of dead bodies in the mountains&rdquo; &ndash; &ldquo;Ich sah viele Leichen in den Bergen&rdquo; war ein Teil der typischen Wegbeschreibung eines jungen Afghanen.<br>\nVon Istanbul aus zur Mittelmeerk&uuml;ste der T&uuml;rkei sind erneut knapp 1.000 Dollar f&auml;llig. Und schlie&szlig;lich muss auch noch die Passage nach Kos, Lesbos oder eine der anderen griechischen Inseln bezahlt werden. Falls das Schlauchboot, mit dem die Fl&uuml;chtenden die T&uuml;rkei verlassen m&ouml;chten, die &Uuml;berfahrt aus welchen Gr&uuml;nden auch immer nicht schafft, dann m&uuml;ssen die Betroffenen erneut f&uuml;r eine Passage zahlen. Erm&auml;&szlig;igungen gibt es nicht.<br>\nSumma summarum kommen viele Fl&uuml;chtlinge und Immigranten auf Kosten von 6.000 Dollar, um in die ersehnte EU zu gelangen. Bei den meisten Syrern ist die Frage der Geldquelle leicht zu kl&auml;ren. Die Mittelschicht des umk&auml;mpften Landes verkauft all ihr Hab und Gut und macht sich dann auf den Weg. Das mitgebrachte Tablet oder das iPhone ist dann meist die einzige Erinnerung an ein fr&uuml;heres, unbeschwertes Leben. Zudem dient es f&uuml;r den Kontakt in die Heimat.<br>\nDieser Kontakt wiederum ist auch Schleppern wichtig. Denn so gelangen sie &uuml;ber die Mundpropaganda an neue Kunden. Die Schlepper tun im &Uuml;brigen alles, um die gesamte Fahrt und Passage gef&auml;hrlich erscheinen zu lassen. Das gilt auch f&uuml;r die Weiterreise ins &uuml;brige Europa. Die Schlepper lassen sich alle ihrer Dienste teuer bezahlen.<br>\nF&uuml;r Fl&uuml;chtlinge aus Afghanistan oder Pakistan bedeutet dies, dass sie auf ihren Zwischenstationen nach Arbeit suchen. Sie dienen im Iran oder in der T&uuml;rkei als willkommene Arbeitssklaven, die klaglos und bis zur Ersch&ouml;pfung oft gesundheitsgef&auml;hrdende Arbeiten ausf&uuml;hren. Rechtlos und sparsam versuchen sie, dabei so viel wie m&ouml;glich zur Seite zu schaffen. Kommt es dennoch zu einem finanziellen Engpass, so bitten sie die Verwandtschaft in der Heimat um ein Darlehen, welches dann per &Uuml;berweisung via Western Union gew&auml;hrt wird. Somit ist das Mobiltelefon, welches vor Ort mit der jeweils passenden SIM-Karte ausgestattet wird, f&uuml;r die Reisenden wortw&ouml;rtlich &uuml;berlebenswichtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45748\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Krisen d&auml;mpfen deutsche Konsumlaune<\/strong><br>\nDer GfK-Konsumklimaindex f&uuml;r September sinkt auf 9,9 Punkte. Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind Chinas Wirtschaftsflaute, die Fl&uuml;chtlingswelle und Griechenland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sat1.de\/news\/wirtschaft2\/krisen-daempfen-deutsche-konsumlaune-102957\">SAT.1<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist immer wieder faszinierend, welche Begr&uuml;ndungen den Pulsf&uuml;hlern bei den Konsumenten so als Begr&uuml;ndung f&uuml;r ihre Klimaschwankungen einfallen. Da sind Wetterprognosen um ein Vielfaches nachvollziehbarer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wenn der B&uuml;rgermeister zur Tafel muss<\/strong><br>\nHolger Klukas lebt von Hartz IV &ndash; und ist Chef einer Gemeinde. Belohnt wird er f&uuml;r das Ehrenamt nicht. [&hellip;]<br>\nKlukas wehrt sich dagegen, dass er nur einen Teil seiner Aufwandsentsch&auml;digung f&uuml;r sein Ehrenamt behalten darf und der Rest mit dem Hartz-IV-Regelsatz verrechnet wird. &ldquo;Wenn ich eine Arbeit h&auml;tte, k&ouml;nnte ich das Geld behalten. So erzeugt man eine Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den ehrenamtlichen B&uuml;rgermeistern.&rdquo;<br>\nDie Hartz-IV-B&uuml;rgermeister sind ein ostdeutsches Ph&auml;nomen, nicht zuletzt, weil dort in einigen Landstrichen die Arbeitslosigkeit auch 25 Jahre nach der deutschen Einheit hoch geblieben ist. Wie viele es gibt, ist nicht bekannt. Klukas kennt zumindest zwei weitere Hartz-IV-Kollegen im Landkreis Ludwigslust-Parchim, zu dem auch seine Gemeinde geh&ouml;rt. &ldquo;Von denen redet aber keiner dar&uuml;ber, vielleicht, weil sie sich sch&auml;men&rdquo;, sagt er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/arbeitslosigkeit-wenn-der-chef-zur-tafel-muss-1.2614726\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit in Gro&szlig;britannien &ndash; Erziehungslager f&uuml;r Jugendliche<\/strong><br>\nEin Leben auf St&uuml;tze soll keine Option mehr sein, findet die britische Regierung &ndash; und f&uuml;hrt strenge Ma&szlig;nahmen f&uuml;r arbeitslose Jugendliche ein.<br>\nDie britische Regierung will ab April &uuml;bern&auml;chsten Jahres &bdquo;Erziehungslager&ldquo; f&uuml;r arbeitslose Jugendliche einrichten. Das gab der zust&auml;ndige Staatssekret&auml;r Matthew Hancock am Montag bekannt. Menschen zwischen 18 und 21 Jahren sollen binnen drei Wochen nach Beantragung von Sozialhilfe ein intensives Trainingsprogramm von 70 Stunden durchlaufen, in dem sie lernen, Bewerbungen zu schreiben und sich bei Vorstellungsgespr&auml;chen anst&auml;ndig zu pr&auml;sentieren. Wer nicht mitmacht, bekommt kein Geld.<br>\nDie Tories hatten bereits in der Opposition 2008 angek&uuml;ndigt, dass sie &bdquo;Wohlfahrtszahlungen f&uuml;r k&ouml;rperlich gesunde Menschen unter 21, die seit mehr als drei Monaten arbeitslos sind, abschaffen&ldquo; w&uuml;rden. Das betrifft 14 Prozent der jungen Leute zwischen 16 und 21 &ndash; rund eine halbe Million. Manche von ihnen seien &bdquo;Teil einer F&uuml;rsorgekultur, die in einigen der gef&auml;hrdetsten Gemeinden Gro&szlig;britanniens vorherrscht&ldquo;, sagte Hancock.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Arbeitslosigkeit-in-Grossbritannien\/!5220604\/\">Ralf Sotscheck in der taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das ist Sicherheit in al Sisis Milit&auml;r-&Auml;gypten: Meinungsfreiheit ist Terrorismus<\/strong><br>\n&ldquo;Der &auml;gyptische Staatschef Abdel Fattah al-Sisi hat ein umstrittenes weitreichendes Anti-Terror-Gesetz in Kraft gesetzt, das unter anderem hohe Strafen f&uuml;r Journalisten bei abweichender Darstellung extremistischer Angriffe vorsieht&rdquo; aus dem Artikel &ldquo;&Auml;gyptens Pr&auml;sident schr&auml;nkt die Pressefreiheit ein&rdquo; am 17. August 2015 in neues deutschland und was ein extremistischer Angriff ist bestimmt nat&uuml;rlich &ndash; wer wohl? Siehe auch drei weitere aktuelle Beitr&auml;ge zur verblichenen Pressefreiheit in &Auml;gypten und weiteren diktatorischen Ma&szlig;nahmen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/aegypten\/politik-aegypten\/das-ist-sicherheit-in-al-sisis-militaer-aegypten-meinungsfreiheit-ist-terrorismus\/\">LabourNet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Olympia: Rechnungshof warnt vor Kostenrisiko<\/strong><br>\nDer Landesrechnungshof hat der Olympia-Euphorie in Hamburg einen D&auml;mpfer verpasst. Die obersten Rechnungspr&uuml;fer der Hansestadt warnen vor den Kostenrisiken einer Bewerbung f&uuml;r die Olympischen Spiele 2024. Insbesondere der Zeitpunkt des Referendums wird in dem vertraulichen Entwurf, der NDR 90,3 vorliegt, als zu fr&uuml;h angesehen.<br>\nAuf insgesamt 55 Seiten hat der Rechnungshof die Hamburger Bewerbung analysiert und bewertet. Das vorl&auml;ufige Urteil der Rechnungspr&uuml;fer ist eindeutig: Wenn die Hamburger wie geplant am 29. November &uuml;ber die Olympia-Bewerbung abstimmen sollen, fehlten die wichtigsten Informationen. Zu diesem Zeitpunkt gebe es keine abgeschlossenen Bedarfsplanungen und keine angemessene Nutzen-Kosten-Untersuchung. Auch ein verbindliches Finanzierungskonzept d&uuml;rfte dann noch nicht vorliegen, kritisieren die Rechnungspr&uuml;fer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/sport\/olympia\/Olympia-Rechnungshof-warnt-vor-Kostenrisiko,olympiarechnungshof100.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Wie hei&szlig;t es doch so sch&ouml;n: Dabei sein, ist alles.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>EXPO 2000: Was vom Traume &uuml;brig blieb<\/strong><br>\nEs gibt Dokumentationen, die zeigen, was passiert, wenn der Mensch auf der Erde verschwinden w&uuml;rde. St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck w&uuml;rde sich die Natur die steinernen Hinterlassenschaften der Menschheit zur&uuml;ckerobern. Selbst jahrhundertealte Baudenkm&auml;ler w&auml;ren dem Verfall ausgesetzt. Eine Ahnung davon bekommt man an einigen Ecken des Weltausstellungs-Gel&auml;ndes an der Stadtgrenze Hannovers. Im Jahr 15 nach der ersten EXPO auf deutschem Boden hat manch ein Pavillon mittlerweile nicht nur Patina angesetzt, sondern zeigt erste Spuren des scheinbar unaufhaltsamen Verfalls. Nun entbrennt eine Diskussion, wie mit dem &ndash; zum Teil steinernen &ndash; Erbe der Weltausstellung umzugehen ist. Der polnische Pavillon soll eigentlich mit der Abrissbirne dem Boden gleichgemacht werden. Doch nun streiten die vietnamesische Eigent&uuml;merin und die stadteigene &ldquo;EXPO Grund&rdquo; &uuml;ber die Zukunft des mittlerweile arg mitgenommenen Geb&auml;udes. NDR.de hat sich 15 Jahre danach auf dem Gel&auml;nde am Rande Hannovers umgeschaut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/hannover_weser-leinegebiet\/EXPO-2000-Was-vom-Traume-uebrig-blieb,expo526.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Lammert erkl&auml;rt IT<\/strong><br>\nWenn das IT-Netzwerk repariert ist, brauchen die Bundestagsabgeordneten neue Passw&ouml;rter. Relativ simpel &ndash; in der Theorie. Vorsichtshalber erkl&auml;rt ihnen der Bundestagspr&auml;sident ganz genau, wie sie &ldquo;wieder reinkommen&rdquo; &ndash; ganz wichtig: das Passwort&auml;nderungsverfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/lammert-passwort-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Herrlich. Ist halt alles Neuland.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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