{"id":27313,"date":"2015-08-25T09:22:53","date_gmt":"2015-08-25T07:22:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313"},"modified":"2015-11-09T15:05:59","modified_gmt":"2015-11-09T14:05:59","slug":"hinweise-des-tages-2444","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h01\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h02\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h03\">Nato-Gro&szlig;man&ouml;ver Eine Botschaft an die Russen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h04\">TTIP: Freifahrt f&uuml;r Fracking<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h05\">VWL-Studenten kritisieren Theorien: Im Zweifel gegen die Lehre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h06\">Paul Krugman: Verschuldung ist gut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h07\">Gott schuf das Wort, und dann den Ordoliberalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h08\">Zum Diskurs um das Niveau der Renten und das Rentenniveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h09\">Jeder F&uuml;nfte rutscht bei Jobverlust sofort in Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h10\">Wohnungsriese Annington nimmt den Dax ins Visier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h11\">Gelddrucken im Treibhaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h12\">Steuerfrei e. V. &ndash; Millionengesch&auml;fte mit der Gemeinn&uuml;tzigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h13\">Der Spion aus den Alpen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h14\">Franz Josef Strau&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h15\">Wird Jeremy Corbyn gro&szlig; wie Margaret Thatcher?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h16\">&bdquo;Hart aber fair&ldquo; aus Mediathek gel&ouml;scht &ndash; WDR verteidigt Plasberg-Zensur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313#h17\">Das Letzte &ndash; Hohe L&ouml;hne, viel bezahlte Freizeit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27313&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Merkel: Rechtsextreme in Heidenau sind absto&szlig;end<\/strong><br>\nDie Ausschreitungen vor einem Fl&uuml;chtlingswohnheim im s&auml;chsischen Heidenau wurden von Mitgliedern der Bundesregierung mit ungew&ouml;hnlicher sprachlicher Sch&auml;rfe kritisiert. Es waren nicht nur die rechtsextremen Initiatoren und Gewaltt&auml;ter gemeint, auch tatenlose Mitl&auml;ufer und Herumstehende wurden eingeschlossen. Merkel nannte es &bdquo;absto&szlig;end&ldquo;, wie Rechtsextreme und Neonazis versuchen, ihre Hassbotschaft zu verbreiten. &bdquo;Und es ist genauso besch&auml;mend wie B&uuml;rger, sogar Familien mit Kindern, durch ihr Mitlaufen diesen Spuk unterst&uuml;tzen.&ldquo; Jeder Fl&uuml;chtling habe in Deutschland das Recht, sein Anliegen &bdquo;vorzutragen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/berlin-und-paris-wollen-fluechtlingszentren-schaffen-13766900.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch wenn es den einen oder anderen wieder zynisch erscheinen mag, aber die aktuellen Politikerstatements, die von Merkel, die des sogenannte Vizekanzler und aller anderen,  zu den Krawallen in Heidenau sind nicht mehr als Lippenbekenntnisse. <\/em><br>\n<em>Sind die Worte einer Bundeskanzlerin glaubw&uuml;rdig, die Millionen griechischer B&uuml;rger ohne Skrupel einer humanit&auml;ren und &ouml;konomischen Katastrophe &uuml;berantwortet, und von der bisher kein Wort der Kritik an der rassistischen Hetze der Medien &ndash; vorneweg die Bild-Zeitung ihrer Freundin Friede Springer &ndash; gegen Griechenland zu h&ouml;ren war? Sind die Worte eines Vizekanzlers glaubw&uuml;rdig, der als Wirtschaftsminister keine Probleme hat, R&uuml;stungsexporte zu genehmigen? Dabei sind die B&uuml;rgerkriege in Syrien, dem Irak und Syrien ein Hauptgrund f&uuml;r die anschwellenden Fl&uuml;chtlingszahlen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Merkel: &bdquo;Aber es ist genauso besch&auml;mend, wie B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger &ndash; sogar Familien mit Kindern &ndash; durch Mitlaufen diese Dinge noch einmal unterst&uuml;tzen&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-111439.html%20\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der menschenverachtende Hass und die rechte Gewalt gegen Fl&uuml;chtlinge sind also &bdquo;Dinge&ldquo;. Typisch Merkel, f&uuml;r die alles &bdquo;dinglich&ldquo; ist und die keinerlei Empathie f&uuml;r Menschen in Not aufbringen kann. <\/em><br>\n<em>Nebenbei bemerkt, das Verhalten der europ&auml;ischen Staaten gegen&uuml;ber den Fl&uuml;chtlingen, m&uuml;sste nach der Verarmungspolitik gegen&uuml;ber den Griechen eigentlich ein weiteres un&uuml;bersehbares Alarmsignal sein, dass es mit die vielbeschworenen europ&auml;ischen Werte auf den Hund gekommen sind. Der nationale Egoismus, der nichts anderes ist als Nationalismus feiert fr&ouml;hliche Urst&auml;nd.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Brief im Zorn<\/strong><br>\nSehr geehrte Pr&auml;sidenten und Regierungschefs! Ihr habt mit eurer jahrzehntelangen Kriegs- und Ausbeutungspolitik Millionen Menschen im Mittleren Osten und in Afrika ins Elend gesto&szlig;en. Wegen euch fl&uuml;chten weltweit die Menschen. Jeder 3. Fl&uuml;chtling in Deutschland stammt aus Syrien, Irak und Afghanistan. Aus Afrika kommt jeder 5. Fl&uuml;chtling.<br>\nEure Kriege sind auch Ursache des weltweiten Terrorismus. Statt ein paar 100 internationale Terroristen wie vor 15 Jahren haben wir jetzt &uuml;ber 100.000. Wie ein Bumerang schl&auml;gt eure zynische R&uuml;cksichtslosigkeit jetzt auf uns zur&uuml;ck.<br>\nWie &uuml;blich denkt ihr nicht daran, eure Politik wirklich zu &auml;ndern. Ihr kuriert nur an den Symptomen herum. Die Sicherheitslage wird dadurch jeden Tag gef&auml;hrlicher und chaotischer. Immer neue Kriege, Terrorwellen und Fl&uuml;chtlingskatastrophen werden die Zukunft unseres Planeten bestimmen.<br>\nAuch an Europas T&uuml;ren wird der Krieg eines Tages wieder klopfen. Jeder Gesch&auml;ftsmann, der so handeln w&uuml;rde, w&auml;re l&auml;ngst gefeuert oder s&auml;&szlig;e im Gef&auml;ngnis. Ihr seid totale Versager.<br>\nDie V&ouml;lker des Mittleren Ostens und Afrikas, deren L&auml;nder ihr zerst&ouml;rt und ausgepl&uuml;ndert habt sowie die Menschen Europas, die jetzt unz&auml;hlige verzweifelte Fl&uuml;chtlinge aufnehmen, zahlen f&uuml;r eure Politik einen hohen Preis. Ihr aber wascht eure H&auml;nde in Unschuld. Ihr geh&ouml;rt vor den Internationalen Strafgerichtshof. Und jeder eurer politischen Mitl&auml;ufer m&uuml;sste eigentlich den Unterhalt von mindestens 100 Fl&uuml;chtlingsfamilien finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/JuergenTodenhoefer\/photos\/a.10152271626075838.1073741827.12084075837\/10153191192290838\/?type=1&amp;fref=nf\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer auf facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Auf die Flucht getrieben<\/strong><br>\nDeutschland tr&auml;gt ma&szlig;gebliche Mitverantwortung f&uuml;r die Ursachen der Flucht zehntausender Menschen aus dem Kosovo. Dies belegt eine Analyse der Entwicklung in dem Sezessionsgebiet seit dem NATO-&Uuml;berfall im Jahr 1999, dessen Vorbereitung unter f&uuml;hrender Mitwirkung der Bundesrepublik geschah. Auch die anschlie&szlig;ende Besatzung des Kosovo haben deutsche Politiker in leitenden Positionen mitgestaltet. Dabei haben sie geholfen, Kommandeure und K&auml;mpfer der Mafiamiliz U&Ccedil;K in Pri&scaron;tina an die Macht zu bringen, unter deren Herrschaft sich international scharf kritisierte soziale Verh&auml;ltnisse herausgebildet haben. In einem Bericht des Europ&auml;ischen Rechnungshofs hie&szlig; es etwa im Jahr 2012, die Organisierte Kriminalit&auml;t bestehe im Kosovo auf &ldquo;hohem Niveau&rdquo; fort; im Europarat wurden sogar h&ouml;chstrangige Politiker, darunter ein langj&auml;hriger Ministerpr&auml;sident, der Mafia zugerechnet. Die Armut grassiert; rund ein Sechstel aller Kinder leidet wegen Mangelern&auml;hrung an Wachstumsst&ouml;rungen &ndash; nach ungef&auml;hr 16 Jahren von NATO und EU gef&uuml;hrter Besatzung, die ma&szlig;geblich von Berlin mitgestaltet wurde. Ohne R&uuml;cktransfers von Exil-Kosovaren k&ouml;nnten zahlreiche kosovarische Familien wohl nicht &uuml;berleben. Allein im ersten Halbjahr 2015 haben mehr als 28.600 Kosovaren keine andere Chance gesehen, als in Deutschland Asyl zu beantragen &ndash; faktisch ohne Aussicht aus Erfolg. Berlin bem&uuml;ht sich nun um Wege zu ihrer schnelleren Abschiebung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59182\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Keine Solidarit&auml;t in Europa: Die Schande beginnt in Berlin<\/strong><br>\nJetzt fordert die Bundesregierung eine gerechte Verteilung der Fl&uuml;chtlinge in Europa. Das ist heuchlerisch: Bislang hat sie sich f&uuml;r eine m&ouml;glichst ungerechte L&ouml;sung eingesetzt.<br>\nDie Bundesregierung hat festgestellt, dass das System der Fl&uuml;chtlingsverteilung in Europa ungerecht ist: Gro&szlig;britannien versteckt sich hinter dem Kanal, auch die osteurop&auml;ischen Staaten dr&uuml;cken sich nach Kr&auml;ften, Ungarn zeigt sich so rassistisch wie m&ouml;glich, um Fl&uuml;chtlinge abzuschrecken. Fair ist die Verteilung von Fl&uuml;chtlingen wirklich nicht. Aber die Emp&ouml;rung der Bundesregierung ist verlogen.<br>\nSeit Jahren sorgen die sogenannten Dublin-Verordnungen daf&uuml;r, dass Fl&uuml;chtlinge nur in dem Staat Asyl beantragen d&uuml;rfen, den sie bei ihrer Einreise in die EU als erstes betreten. Deutschland war damit fein raus: Fl&uuml;chtlinge kommen in der Regel nicht mit dem Flugzeug. Sie kommen zumeist also nicht in Deutschland an, sondern in Griechenland, Italien oder Spanien.<br>\nSeit einiger Zeit ist &ldquo;Dublin&rdquo; jedoch faktisch au&szlig;er Kraft gesetzt. L&auml;nder wie Griechenland, Italien und nat&uuml;rlich Ungarn winken die Fl&uuml;chtlinge nur noch durch. Was sollen sie auch machen? Dass Griechenland alle Syrer, Afghanen und Pakistaner aufnimmt, die &uuml;ber die T&uuml;rkei dort einreisen, ist ein geradezu l&auml;cherlicher Gedanke &ndash; was allerdings nicht jeden Politiker davon abh&auml;lt, ihn zu &auml;u&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Die-Schande-beginnt-in-Berlin-article15781406.html\">Hubertus Volmer auf n-tv<\/a><\/li>\n<li><strong>Flucht geht nicht von Schleppern oder Schleusern aus<\/strong><br>\nF&uuml;r den Journalisten Stefan Buchen ist die oft geh&ouml;rte Formulierung von &ldquo;menschenverachtenden Schleppern&rdquo; zu undifferenziert. In dieser Argumentation erschienen Fl&uuml;chtlinge als willf&auml;hrige Schafe, die von ihren Schl&auml;chtern zu irgendetwas gezwungen w&uuml;rden. &ldquo;Das geht komplett an der Realit&auml;t vorbei.&rdquo; Stefan Buchen im Gespr&auml;ch mit Stephanie Doetzer<br>\n&ldquo;Aus der Sicht des Staates sind das (Die &ldquo;Schlepper&rdquo;) die neuen Staatsfeinde. Sie haben nichts Positives. Man merkt das oder man h&ouml;rt das bei jeder Meldung. Wenn ein Schiff untergeht im Mittelmeer, wenn es Tote auf einem Lastwagen gibt, wo Fl&uuml;chtlinge erstickt sind, es kommt sofort gebetsm&uuml;hlenartig, automatisch, mechanisch der Kommentar von Politikern: die menschenverachtenden Schlepper, denen ist das Leben der Fl&uuml;chtlinge nichts wert. Und hier findet dann was sehr Perfides statt. Es wird der Eindruck erweckt, dass wir Politiker, wir Polizisten, wir besch&uuml;tzen die armen Fl&uuml;chtlinge vor den b&ouml;sen Schleppern. Und das ist ein Bild, das mit der Realit&auml;t, finde ich, nichts zu tun hat, weil nat&uuml;rlich Europa, die europ&auml;ischen Staaten, der Grenzschutz zun&auml;chst mal eine Mitverantwortung hat. Man hat die Grenzen dicht gemacht und Kriegsfl&uuml;chtlingen, also Menschen, die potenziell einen Anspruch haben, auch irgendwo anders aufgenommen zu werden, denen wird gar keine andere Chance gelassen, als mit Schleppern oder Fluchthelfern nach Europa zu kommen. Man muss aber sagen, dass dieses Argument, wir stellen uns sch&uuml;tzend vor die Fl&uuml;chtlinge, wir besch&uuml;tzen sie vor den b&ouml;sen Schleppern, dass das sehr verfangen hat. Das ist einer der gr&ouml;&szlig;ten Propagandaerfolge der deutschen und europ&auml;ischen Innenpolitik in den letzten Jahren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlinge-flucht-geht-nicht-von-schleppern-oder.1184.de.html?dram:article_id=326990\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Schlagworte und Brands&auml;tze: Die &ldquo;Asyldebatte&rdquo; gestern und heute<\/strong><br>\nIn den achtziger Jahren warnte die Union vor 50 Millionen &ldquo;Asylanten&rdquo;, die nach Deutschland kommen k&ouml;nnten; heute spricht die CSU davon, dass an den Grenzen 60 Millionen Fl&uuml;chtlinge st&uuml;nden und die Gesellschaft &ldquo;implodieren&rdquo; k&ouml;nne. Werden aus Schlagworten wieder Brands&auml;tze?<br>\n73 Prozent der Bundesb&uuml;rger\/innen hielten im Oktober 1992 das Thema &ldquo;Ausl&auml;nder und Migration&rdquo; einer Emnid-Umfrage zufolge f&uuml;r &ldquo;besonders wichtig&rdquo;. Weitere 23 Prozent meinten, es sei &ldquo;wichtig&rdquo;, das &ldquo;Problem der Ausl&auml;nder in den Griff zu bekommen&rdquo;. Macht zusammen 96 Prozent &ndash; beim Thema Ausl&auml;nder waren sich die Deutschen einmal wirklich einig.<br>\nDie Angst der Parteien, vom Volk ausgerechnet bei diesem Thema als unf&auml;hig angesehen zu werden, war derweil enorm. CDU-Generalsekret&auml;r R&uuml;he bezeichnete die SPD als &bdquo;Asylantenpartei&ldquo;, weil sie bei der von der Union angestrebten Grundgesetz&auml;nderung am Asylrecht nicht gleich mitzog.<br>\nDie &bdquo;Asyldebatte&ldquo; der 1990er Jahre war aber nicht vom Himmel gefallen. Dem &bdquo;Asylkompromiss&ldquo; war eine jahrelange erbitterte Debatte vorausgegangen. Bereits Anfang der 1980er Jahre entdeckten Strategen der Union das Thema f&uuml;r sich. Zwar kamen damals kaum Fl&uuml;chtlinge nach Deutschland, doch versprachen Ressentiments gegen Zuwandernde, insbesondere T&uuml;rk\/innen, schmissige Wahlkampfparolen.<br>\n1985 verstieg sich CSU-Chef Strau&szlig; zu der Aussage, dass ohne eine &Auml;nderung des Grundrechtes auf Asyl Deutschland &bdquo;bald die Kanaken im Land&ldquo; haben werde. 1986 forcierten CDU und CSU gezielt die Debatten &uuml;ber die Asylpolitik und k&uuml;rten diese zum wichtigsten Wahlkampfthema bei den anstehenden Abstimmungen in Bayern sowie im Bund. &bdquo;Um die Stimmung im Volk rechtzeitig zu den Wahlen anzuheizen, helfen Unionspolitiker mit schreckenerregenden Zahlen nach&ldquo;, schrieb &bdquo;Der Spiegel&ldquo; damals.<br>\nArgumentationshilfe habe ein &bdquo;Horror-Papier&ldquo; aus der CDU\/CSU-Fraktion geliefert: &ldquo;Als &ndash; nach der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte &ndash; m&ouml;gliche Asylberechtigte&rdquo;, hei&szlig;t es darin, k&auml;men Afrikaner und Asiaten &ldquo;in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 50 Mio&rdquo; in Betracht; jeder zweite Einwohner Westdeutschlands k&ouml;nnte danach eines Tages ein &bdquo;Asylant&ldquo; sein.<br>\n&ldquo;Selten&rdquo;, kommentierte damals die &ldquo;Stuttgarter Zeitung&rdquo;, habe &bdquo;ein Thema die B&uuml;rger offenbar so aufgew&uuml;hlt wie die Diskussion um das Asyl.&rdquo; Aus vielen Leserbriefen breche, res&uuml;miert das Blatt, nun blanker Hass hervor: Man solle die &ldquo;Schweine, Herumtreiber, Faulenzer, in &rdquo;Arbeitslager sperren oder vergasen&rdquo;. Der verbale Hass tobte sich vor der digitalen Revolution in den Leserbriefspalten aus, heute potenziert er sich in den (a)sozialen Netzwerken.<br>\nDass sich der in der Bev&ouml;lkerung vorhandene Hass durch Worten und Taten ausdr&uuml;ckt, ist also alles andere als neu. Und dass sich das gesellschaftliche Potential an Hass und Gewalt nicht nur leicht aktivieren, sondern auch instrumentalisieren l&auml;sst, zeigte unter anderem der damalige Bundesinnenminister Rudolf Seiters, der noch w&auml;hrend der rassistischen Gewaltorgie in Rostock-Lichtenhagen im August 1992 sagte: &bdquo;Wir m&uuml;ssen handeln gegen den Missbrauch des Asylrechts, der dazu gef&uuml;hrt hat, dass wir einen unkontrollierten Zustrom in unser Land bekommen haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/demokratie-reloaded.de\/schlagworte-und-brandsaetze-die-asyldebatte-gestern-und-heute\/\">Demokratie Reloaded<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Der Ausverkauf Griechenlands<\/strong><br>\nVerm&ouml;gensentwicklungsplan<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150824_vermoegensentwicklungsplan.pdf\">Interne Arbeits&uuml;bersetzung des BMF [PDF &ndash; 283 KB]<\/a><br>\nPrivatisierungsprogramm<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150825-privatisierungsprogramm.pdf\">Interne Arbeits&uuml;bersetzung des BMF [PDF &ndash; 66 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So detailliert wird die Verramschung von Griechenlands Tafelsilber geplant, obwohl alle Welt wei&szlig;, dass das reine Luftbuchungen sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Eurokrise in der Schule: Kinder, die Griechen sind selbst schuld<\/strong><br>\nIn Schulb&uuml;chern kommt die Eurokrise kaum vor. Umso umtriebiger versuchen private Initiativen ihr Unterrichtsmaterial in die Klassen zu bekommen. Eine Auswertung zeigt nun: Die darin vermittelte &ouml;konomische Sichtweise ist extrem einseitig&hellip;<br>\nDer Sozial&ouml;konom Till van Treeck von der Uni Duisburg-Essen und sein Mitautor Philipp Kortendiek haben Unterrichtshilfen zur Eurokrise ausgewertet und kommen zu einem ern&uuml;chternden Fazit: Die Krise wird in vielen F&auml;llen einseitig dargestellt, schreiben sie in einer Expertise, die SPIEGEL ONLINE vorab vorliegt. Dem IW-Material attestieren die Autoren &ldquo;eine klare neoklassische Ausrichtung&rdquo; &ndash; also eine Schlagseite zugunsten marktfreundlicher und unternehmensnaher L&ouml;sungsans&auml;tze. Als &auml;hnlich einseitig empfanden die Duisburger auch eine Brosch&uuml;re des Schulbuchverlages Schroedel zur Eurokrise und Materialien aus der Reihe &ldquo;Handelsblatt macht Schule&rdquo;, die von der Wirtschaftszeitung herausgegeben wird.<br>\nZu allen erdenklichen Themen ist eine F&uuml;lle an Unterrichtsmaterial im Umlauf. Im Jahr 2012 gab es nach Recherchen von Augsburger Forschern 882.540 kostenlose Arbeitsbl&auml;tter im Netz; 16 der 20 umsatzst&auml;rksten Unternehmen gaben demnach Reihen f&uuml;r die Schule heraus. Wie oft sie verwendet werden, ist unbekannt. Doch gerade bei aktuellen Themen wie der Eurokrise, die es noch nicht in die Schulb&uuml;cher geschafft haben, haben private Interessengruppen ein leichtes Spiel, bef&uuml;rchtet van Treeck. &ldquo;Es gibt eine Lobby, die mit richtig viel Geld dieses Material in die Schulen dr&uuml;ckt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/unterrichtsmaterial-zur-eurokrise-sehr-einseitig-a-1048073.html%20\">Bernd Kramer im Schulspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nato-Gro&szlig;man&ouml;ver Eine Botschaft an die Russen<\/strong><br>\nUnter dem Titel &bdquo;Trident Juncture&ldquo; organisiert die Nato das gr&ouml;&szlig;te Man&ouml;ver seit dem Ende des Kalten Kriegs. Das hat nichts mit dem Ukraine-Konflikt zu tun &ndash; zumindest nicht offiziell.<br>\nEin solches Bild hat es &ndash; nicht nur in Deutschland &ndash; seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben: Am kommenden Mittwoch werden rund 1000 Fallschirmj&auml;ger in voller Kampfmontur &uuml;ber dem Truppen&uuml;bungsplatz Hohenfels in der Oberpfalz aus ihren Flugzeugen abspringen. Die &Uuml;bung ist der spektakul&auml;re H&ouml;hepunkt des gr&ouml;&szlig;ten Man&ouml;vers, das die Luftstreitkr&auml;fte der Nato seit dem Ende des Kalten Krieges organisieren. 5000 Soldaten aus elf der 28 Nato-Staaten nehmen daran noch bis Mitte September in Deutschland und Bulgarien teil.<br>\nZiel der Operation sei es, die M&ouml;glichkeit der Allianz zu &bdquo;schnellen Eins&auml;tzen f&uuml;r ein starkes und sicheres Europa&ldquo; zu demonstrieren, hei&szlig;t es in einer Erkl&auml;rung des US-Kommandos in Grafenw&ouml;hr, wo das B&uuml;ndnis ein gemeinsames Trainingszentrum unterh&auml;lt. Offiziell wird in der Erkl&auml;rung kein Bezug zur Abk&uuml;hlung des Verh&auml;ltnisses zwischen der Nato und Russland durch den Ukraine-Konflikt hergestellt. Dennoch ist klar, was der fr&uuml;here US-amerikanische Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski in diesem Sommer gesagt hat: &bdquo;Wir befinden uns in einem neuen Kalten Krieg&ldquo;&hellip;.<br>\nEbenso wie Russland kn&uuml;pft die Nato mit ihren aktuellen &Uuml;bungen an die Tradition der &bdquo;Herbstman&ouml;ver&ldquo; an. Mit ihnen trainierte und demonstrierte der Westen in Zeiten der Konfrontation mit dem Osten seine milit&auml;rische Kampfkraft&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/nato-grossmanoever-eine-botschaft-an-die-russen,1472596,31542402.html%20\">Thomas Kr&ouml;ter in der FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist immer das Gleiche: Wenn Russland ein Gro&szlig;man&ouml;ver oder auch ein kleineres Man&ouml;ver abh&auml;lt, dann ist dies &bdquo;S&auml;belrasseln&ldquo;, eine rein offensive Aktion. Und wenn die NATO ein Gro&szlig;man&ouml;ver abh&auml;lt, dann ist dies &bdquo;eine Botschaft an die Russen&ldquo;, eine rein defensive Reaktion. Schon klar, die NATO rasselt nie mit ihren S&auml;beln und veranstaltet derlei Man&ouml;ver nat&uuml;rlich nur um ihre Verteidigungsbereitschaft zu demonstrieren. Wer glaubt derlei Unsinn eigentlich? Die mangelnde F&auml;higkeit, objektiv und mit gebotener Kritik &uuml;ber derlei archaische Kraftmeierei zu berichten, scheint den deutschen Medien vollkommen abhanden gekommen zu sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Ukraine-Gipfel: Putin muss drau&szlig;en bleiben<\/strong><br>\nDer Kreml-Chef ist nicht zu den Gespr&auml;chen zwischen Merkel, Hollande und Poroschenko eingeladen. Die Stimmung zwischen der Ukraine und Russland bleibt aufgeheizt&hellip;<br>\nAm Morgen nutzte Poroschenko seine Rede zum Nationalfeiertag dazu, erneut eindringlich vor einem russischen Einmarsch zu warnen. Russland verfolge nach wie vor die Idee eines direkten Angriffs, erkl&auml;rte er vor 2 000 Soldaten von der ostukrainischen Front auf dem Kiewer Maidan.<br>\nRussland habe an der Grenze zur Ukraine mehr als 50 000 Soldaten stationiert, sagte Poroschenko. Im Kriegsgebiet Donbass seien 40 000 K&auml;mpfer im Einsatz, darunter 9000 aktive russische Milit&auml;rangeh&ouml;rige. Als Konsequenz k&uuml;ndigte er sogleich eine weitere St&auml;rkung des eigenen Milit&auml;rs an.<br>\nMan darf bezweifeln, dass diese T&ouml;ne besonders goutiert wurden, als Poroschenko dann am Abend &ndash; nach einem Empfang durch Bundespr&auml;sident Joachim Gauck &ndash; beim Dreier-Gipfel mit Merkel und Hollande den Vertrag von Minsk retten sollte.<br>\nNicht nur, dass Russland die Kiewer Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ckweist, es plane einen Einmarsch oder r&uuml;ste die Separatisten fortw&auml;hrend auf.<br>\nAuch Deutschland und Frankreich sehen ungern, dass die ukrainischen Regierungstruppen die Waffenruhe und die Abzugsvereinbarungen von Minsk nicht weniger verletzten als die pro-russischen Rebellen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/ukraine\/ukraine-gipfel-putin-muss-draussen-bleiben,26429068,31583704.html%20\">Steven Geyer in der FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Gro&szlig;man&ouml;ver, einseitige Parteinahme f&uuml;r Poroschenko mehr Konfrontation gegen Russland geht kaum noch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>TTIP: Freifahrt f&uuml;r Fracking<\/strong><br>\n&hellip;gerade die EU plant, k&uuml;nftig im Rahmen der neuen Europ&auml;ischen Energieunion in gro&szlig;em Ma&szlig;stab Gas und Erd&ouml;l aus Nordamerika zu importieren, das mit dem umweltsch&auml;dlichen Frackingverfahren gef&ouml;rdert wurde. Auf diese Weise will Br&uuml;ssel &ndash; weitgehend unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit &ndash; eine radikale Kehrtwende in seiner Energieversorgung vollziehen, die zugleich die Abh&auml;ngigkeit von Russland verringern soll. Von dort beziehen die EU-Staaten bislang etwa ein Drittel ihres Erd&ouml;ls, Gases und ihrer Kohle im Wert von rund ungef&auml;hr 133 Mrd. Euro pro Jahr.[1]<br>\nDie einzigen Anbieter, die solche Mengen mittelfristig ersetzen k&ouml;nnten, sind die in Nordamerika aktiven Energieunternehmen. In den vergangenen Jahren haben sich die USA und Kanada durch den Einsatz neuer Technologien bei der F&ouml;rderung von Erd&ouml;l und Gas zu den weltweit wichtigsten Produzenten entwickelt. Gerade die Vereinigten Staaten, ehemals gr&ouml;&szlig;ter Importeur von Erd&ouml;l, sind heute eine Energiesupermacht. Erstmals seit 1975 &uuml;berholten sie 2014 die gr&ouml;&szlig;ten Erd&ouml;lf&ouml;rderstaaten Saudi-Arabien und Russland; beim Erdgas belegen sie schon seit dem Vorjahr den weltweit ersten Platz.[2]<br>\nAus klimapolitischer Sicht ist dieser Spitzenplatz jedoch teuer erkauft. Denn die fossile Energie wird in Nordamerika mittels extrem umweltsch&auml;dlicher F&ouml;rderverfahren gewonnen: in den USA vor allem durch Fracking, in Kanada durch Teersandf&ouml;rderung&hellip;.<br>\nDessen ungeachtet verfolgen die EU-Kommission wie auch die Bundesregierung die geplante Neuausrichtung der europ&auml;ischen Energiepolitik. Als entscheidenden T&uuml;r&ouml;ffner sehen sie dabei die Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) bzw. Kanada (CETA).<br>\nSo versprach Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem j&uuml;ngsten USA-Besuch Anfang Mai vor der amerikanischen Handelskammer, der Energiesektor werde &bdquo;m&ouml;glicherweise die gr&ouml;&szlig;ten Gewinne&ldquo; aus dem angestrebten Freihandelsvertrag TTIP ziehen. Das Abkommen erm&ouml;gliche eine &bdquo;vertiefte Energiekooperation&ldquo; und biete einen Weg, Europa von einer &bdquo;unilateralen&ldquo; Versorgungsquelle unabh&auml;ngig zu machen, erl&auml;uterte Merkel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/august\/ttip-freifahrt-fuer-fracking%20\">Malte Daniljuk in den Bl&auml;ttern f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>VWL-Studenten kritisieren Theorien: Im Zweifel gegen die Lehre<\/strong><br>\nZu realit&auml;tsfern, zu marktgl&auml;ubig, zu einseitig: Seit der Finanzkrise rebellieren Wirtschaftsstudenten gegen die herrschende Lehre in ihrem Fach. Laut Hochschulmagazin &ldquo;duz&rdquo; finden sie damit allm&auml;hlich auch Geh&ouml;r bei den Professoren.<br>\nGegen die Vorherrschaft neoklassisch gepr&auml;gter Volkswirtschaftslehre k&auml;mpft auch Professor Dr. Helge Peukert. Nach wie vor werde &ldquo;viel zu h&auml;ufig letztendlich eine Marktgl&auml;ubigkeit vermittelt&rdquo;, kritisiert der Finanzwissenschaftler von der Uni Erfurt. In einem komprimierten Zeitplan w&uuml;rden Studierende durch Mikro-, Makro&ouml;konomie und Statistik gejagt, f&uuml;r Fach- oder Wirtschaftsgeschichte sowie die Lekt&uuml;re von Werken abseits des Mainstreams fehle die Zeit.<br>\nEin Zeichen des Aufbruchs<br>\nEr f&uuml;rchtet eine zunehmende thematische Verengung bis hin zu einseitiger Indoktrinierung der Studenten: &ldquo;Was hei&szlig;t denn wertneutrale wissenschaftliche Lehre und Forschung, wenn Sie im &lsquo;Commerzbank&rsquo; oder im &lsquo;Deutsche Bank&rsquo; Lecture Room stattfinden und diese Institutionen auch noch Professuren stiften?&rdquo;&hellip;<br>\nManche Beobachter werten es als Zeichen eines Aufbruchs, wenn Wirtschaftsexperten wie Thomas Piketty oder der Nobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz in ihren viel diskutierten Arbeiten die Verteilungsproblematik &ndash; die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich &ndash; als eine der kommenden Forschungsfragen des Fachs formulieren. Doch an den Unis bewegt sich offenkundig bislang wenig: Paech beobachtet hingegen einen Trend, die kritisierten Methoden noch intensiver anzuwenden. Doch Volkswirt Peukert ist sich sicher, dass die Wirtschaftswissenschaften in absehbarer Zeit gezwungen sein werden, sich neu aufzustellen: &ldquo;Die n&auml;chste Finanzkrise kommt bestimmt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/netzwerk-plurale-oekonomik-studenten-gegen-vwl-lehrplaene-a-1045879.html%20\">Claudia Wessling im Unispiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman: Verschuldung ist gut<\/strong><br>\nVor ein paar Tagen hat Rand Paul etwas Witziges gesagt. Ja, wirklich &ndash; obwohl er das natu&#776;rlich nicht absichtlich getan hat. Auf Twitter beklagte er die Verantwortungslosigkeit der amerikanischen Finanzpolitik mit den Worten: &bdquo;Die Vereinigten Staaten waren 1835 zum letzten Mal schuldenfrei.&ldquo;<br>\nWitzbolde merkten schnell an, dass die amerikanische Wirtschaft in diesen 180 Jahren eigentlich ganz gut gefahren sei, und dass es also vielleicht ja gar keine schlechte Sache sei, wenn der Staat der Privatwirtschaft Geld schulde. Die britische Regierung ist u&#776;brigens schon seit u&#776;ber drei Jahrhunderten verschuldet, und das ist eine Zeitspanne, die die industrielle Revolution, den Sieg u&#776;ber Napoleon und noch viel mehr umfasst.<br>\nIst es jetzt aber blo&szlig; so, dass Staatsverschuldung gar nicht so schlimm ist wie oft gesagt wird?<br>\nOder kann Staatsverschuldung vielleicht sogar eine gute Sache sein?<br>\nOb Sie es glauben oder nicht, es gibt viele Wirtschaftler, die sagen, die Wirtschaft brauche ein gutes Stu&#776;ck Staatsverschuldung, um reibungslos zu laufen. Doch was ist nun ein gutes Stu&#776;ck?<br>\nEventuell mehr, als das, was wir derzeit haben. Das hei&szlig;t, man kann vernu&#776;nftigerweise sagen, dass die Weltwirtschaft jetzt zum Teil daran krankt, dass die Staaten nicht hoch genug verschuldet sind.<br>\nIch wei&szlig;, das mag verru&#776;ckt klingen. Schlie&szlig;lich haben wir einen Gro&szlig;teil der letzten fu&#776;nf oder sechs Jahre in einer Finanzpanik verbracht, und all die So Ernsthaften Leute haben behauptet, wir mu&#776;ssten die Defizite gewaltig abbauen und die Verschuldung jetzt-jetzt-jetzt verringern, damit wir nicht wie Griechenland, ich sage nur Griechenland enden wu&#776;rden.<br>\nDoch die Macht der Defizit-Kritiker war immer ein Triumph der Ideologie u&#776;ber Beweise, und es gibt zunehmend mehr wirklich ernst zu nehmende Leute &ndash; zuletzt Narayana Kocherlakota, den scheidenden Pr&auml;sidenten der Minneapolis Fed &ndash; die sagen, dass wir mehr und nicht weniger Staatsverschuldung brauchen.<br>\nWarum?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/08\/21\/opinion\/paul-krugman-debt-is-good-for-the-economy.html\">Paul Krugman, NYT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gott schuf das Wort, und dann den Ordoliberalismus<\/strong><br>\nAls Sohn eines protestantischen Pastors habe ich einen Sensor f&uuml;r religi&ouml;sen Eifer entwickelt, auch wenn es mich in die Finanzwirtschaft verschlagen hat. Dieser Sensor schl&auml;gt immer &ouml;fter bei einem unreligi&ouml;sen Thema an, der &Ouml;konomie, besonders oft dann, wenn deutsche &Ouml;konomen beteiligt sind. Dies brachte mich auf die Idee, die 10 Gebote der deutschen Volkswirtschaftslehre niederzuschreiben.\n<ol>\n<li>Du sollst keinen anderen Theorien als dem Ordoliberalismus folgen.<\/li>\n<li>Du sollst dich von empirischen Wissenschaften fernhalten.<\/li>\n<li>Du sollst den Euro nicht f&uuml;r falsche Zwecke missbrauchen, noch inflationieren.<\/li>\n<li>Du sollst den Sonntag heiligen und von jeglicher &ouml;konomischer T&auml;tigkeit freihalten.<\/li>\n<li>Du sollst die EZB und die Bundesbank ehren, auf dass der Wert des Geldes lange stabil bleiben m&ouml;ge.<\/li>\n<li>Du sollst nichts leihen.<\/li>\n<li>Du sollst nicht mehr importieren als du exportierst.<\/li>\n<li>Du sollst keinen Mindestlohn einf&uuml;hren.<\/li>\n<li>Du sollst immer alle deine Verpflichtungen erf&uuml;llen.<\/li>\n<li>Du sollst denen nicht helfen, die ihre Verpflichtungen nicht einhalten, denn sie geben ein schlechtes Beispiel.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Lassen Sie mich nun eine kurze Exegese durchf&uuml;hren.<br>\n&Ouml;konomen haben einen Hang zur reinen Lehre, nicht erst seit Milton Friedman. In Deutschland ist der Ordoliberalismus das erste Gebot, dem fast alle huldigen. Der Erfolg der Sozialen Marktwirtschaft hat ihm einen Heiligenschein verliehen. Ein unsch&ouml;ner Nebeneffekt: Vom Ordoliberalismus abweichende Ansichten werden ungern ber&uuml;cksichtigt, Fehler nicht zugegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boersen-zeitung.de\/index.php?li=310&amp;subm=ausgaben&amp;artsubm=bz&amp;ersch_datum=2015-08-20&amp;artsubm=bz&amp;ersch_datum=2015-08-20&amp;page_number=1#jump\">B&ouml;rsen-Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Thomas Trares:<\/strong>  Die Inhalte sind zwar f&uuml;r die NachDenkSeiten-Leser Allgemeingut. Ein derart kritischer Artikel &uuml;ber die deutschen Ordnungs&ouml;konomen von einem f&uuml;hrenden Finanzmarktakteur in einer f&uuml;hrenden Finanzmarktzeitung ist aber dann doch was Besonderes. Leider relativiert der Autor am Ende des Artikels seine Aussagen etwas. Leider hat die B&ouml;rsen-Zeitung nur f&uuml;nf Arbeitstage ihre Artikel online. Dieser hier d&uuml;rfte also nur noch einen einzigen Tag online sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zum Diskurs um das Niveau der Renten und das Rentenniveau<\/strong><br>\nDie Alterssicherungspolitik in Deutschland bedarf weit mehr als nur einer Nachjustierung verschiedener Stellschrauben &ndash; n&ouml;tig ist eine vollkommene Umorientierung. Die Anhebung des Niveaus zahlreicher Renten durch das Rentenpaket des vergangenen Jahres kann die allgemeine Rentenniveausenkung nicht korrigieren &ndash; im Gegenteil wird die Entwertung der Renten f&uuml;r alle durch die Beg&uuml;nstigungen f&uuml;r wenige weiter forciert. Zudem ist das ideologisierte &raquo;Drei-S&auml;ulen-Konstrukt&laquo; aus relativ sinkender gesetzlicher Rente, vermehrter privater Vorsorge sowie betrieblicher Altersversorgung l&auml;ngst am eigenen sozialpolitischen Anspruch gescheitert. Die Teilprivatisierung der Vorsorge tr&auml;gt bei zur Versch&auml;rfung der Einkommensungleichheit im Alter und sie erh&ouml;ht das Risiko von Altersarmut. Nur Lebensstandardsicherung und Solidarprinzip als strukturpr&auml;gende Leitbilder der sozialen Pflichtversicherung k&ouml;nnen eine personell umfassende finanzielle Absicherung der sozialen Risiken Alter, Invalidit&auml;t und Todesfall gew&auml;hrleisten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/rente\/fuer-eine-rente-mit-niveau\">Johannes Steffen in Portal Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jeder F&uuml;nfte rutscht bei Jobverlust sofort in Hartz IV<\/strong><br>\nWer Arbeitslosengeld bekommen will, muss zuvor lang genug in die Sozialversicherung eingezahlt haben. Doch wegen prek&auml;rer Arbeitsverh&auml;ltnisse schaffen das viele Besch&auml;ftigte nicht. Laut einer DGB-Studie f&auml;llt jeder F&uuml;nfte sofort auf Hartz-IV-Niveau.<br>\nMehr als ein F&uuml;nftel der Besch&auml;ftigten, die im ersten Halbjahr 2015 ihren Arbeitsplatz verloren haben, sind gleich zu Beginn ihrer Arbeitslosigkeit auf Hartz-IV-Zuwendungen angewiesen. Dies geht aus einer Auswertung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen durch den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) hervor. Demnach rutschten von den insgesamt 1,238 Millionen Menschen, die zwischen Anfang Januar und Ende Juni ihren sozialversicherten Job verloren, 264.000 oder 21,3 Prozent unmittelbar in Hartz IV.<br>\nViele Betroffene erhielten entweder gar kein Arbeitslosengeld oder nur so niedrige Leistungen, dass sie erg&auml;nzend auf Hartz IV angewiesen seien, hei&szlig;t es in einem Papier des Leiters der DGB-Fachabteilung Arbeitsmarktpolitik, Wilhelm Adamy. &ldquo;Diese Zahlen zeigten, dass der Weg vom Besch&auml;ftigten zum Hartz-IV-Empf&auml;nger sehr kurz sein kann und das soziale Auffangnetz der Arbeitslosenversicherung gro&szlig;e Sicherungsl&uuml;cken hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/jeder-fuenfte-rutscht-bei-jobverlust-sofort-in-hartz-iv-a-1049569.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wohnungsriese Annington nimmt den Dax ins Visier<\/strong><br>\nVor drei Jahren stand Deutsche Annington mit dem R&uuml;cken zur Wand &ndash; jetzt k&ouml;nnte Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Wohnungskonzern als erste Immobiliengesellschaft &uuml;berhaupt in den Leitindex Dax einziehen.<br>\nAus dem Sorgenkind ist ein Mustersch&uuml;ler geworden. Vergessen sind die Zeiten, als die Schuldenlast so gro&szlig; war, dass ein Sanierungsplan her musste. Und auch an den holprigen B&ouml;rsengang, der im Sommer 2013 erst im zweiten Anlauf gelang, erinnert sich kaum noch jemand. Ein neuer Mann an der Spitze, der fr&uuml;here Bertelsmann-Manager Rolf Buch, hat f&uuml;r frischen Wind gesorgt: Mit Zuk&auml;ufen katapultierte er den B&ouml;rsenwert des Bochumer Konzerns, der demn&auml;chst unter &ldquo;Vonovia&rdquo; firmiert, von vier auf 13 Milliarden Euro. Bundesweit verwaltet Annington jetzt 350.000 Wohnungen und ist damit von der Konkurrenz kaum mehr einzuholen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/companiesNews\/idDEKCN0QT0PZ20150824\">reuters<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die Akte Annington<\/strong><br>\nDeutschlands gr&ouml;&szlig;ter Vermieter sitzt in Bochum und D&uuml;sseldorf: Die Deutsche Annington vermietet nach eigenen Angaben &uuml;ber 220 000 Wohnungen in Deutschland. Eine riesige Ansammlung von kleinen und gro&szlig;en Mietskasernen, Hochh&auml;usern und Werkssiedlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/fernsehen\/dokumentation_reportage\/die-story\/sendungen\/die-akte-annington100.html\">wdr<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich d&uuml;rfte ein derart essentielles Bed&uuml;rfnis, wie ein Dach &uuml;ber dem Kopf zu haben, nicht an private Profitinteressen ausgeliefert werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gelddrucken im Treibhaus<\/strong><br>\nGinge alles mit rechten Dingen zu, dann w&auml;re die Fabrik am Stadtrand von Perm eine wahre Wunderwaffe im Kampf gegen den Klimawandel. Binnen eines Jahres versiebenfachte der Kunststoffhersteller Halo Polymer zu F&uuml;&szlig;en des Uralgebirges seine Einsparungen an klimasch&auml;dlichen Emissionen. G&auml;be es nicht einen Haken. Die Treibhausgase, die Halo Polymer einsparte, hatte die Fabrik zuvor selbst erzeugt, und zwar absichtlich: Mit dieser Art Klimaschutz verdiente die Firma Millionen. Moskauer Beh&ouml;rden, so ergeben Recherchen von WDR und S&uuml;ddeutscher Zeitung, schauten offenbar wohlwollend zu.<br>\nAns Licht gebracht hat die Klimatricksereien ein Report f&uuml;r das Wissenschaftsmagazin Nature Climate Change, der an diesem Dienstag erscheint. Danach haben Firmen in Russland und der Ukraine jahrelang systematisch am Klimaschutz verdient &ndash; und das in vielen F&auml;llen, ohne nur ein Gramm Treibhausgas einzusparen. &ldquo;Es ging darum, Profite zu machen, und das auf Kosten des Klimas&rdquo;, sagt Lambert Schneider vom Stockholm Environment Institute, einer der Autoren der Studie.<br>\nHinter dem Gesch&auml;ftsmodell stehen Vorgaben aus dem Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz. Danach lassen sich eingesparte Emissionen international handeln, in Form spezieller Zertifikate. Dem Klima ist es schlie&szlig;lich egal, wo die Treibhausgase eingespart werden; Hauptsache, sie werden eingespart &ndash; das war die Philosophie des 1997 verabredeten Kyoto-Protokolls. So schuf das Protokoll etwa die &ldquo;Joint Implementation&rdquo; etwa, kurz: JI. Die Idee: Wer viel f&uuml;r das Klima tut, kann sich daf&uuml;r Zertifikate gutschreiben lassen. Die wiederum lassen sich gewinnbringend an andere Firmen verkaufen &ndash; die damit Klimaauflagen etwa der EU erf&uuml;llen. Doch wie unverfroren vor allem Industriestaaten Osteuropas diesen Mechanismus ausbeuteten, das wird erst jetzt richtig klar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/tricksen-beim-klimaschutz-gelddrucken-im-treibhaus-1.2619248\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist schon erstaunlich. Jetzt, wo es um &bdquo;osteurop&auml;ische&ldquo; &ndash; also vor allem russische &ndash; Unternehmen geht, wird das Thema auch von der S&uuml;ddeutschen thematisiert. Ich selbst hatte bereits im Jahre 2009 zu diesem Thema <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/31\/31728\/1.html\">einen kritischen Bericht<\/a> geschrieben, in dem es allerdings vor allem um die milliardenschweren Gewinne von Wall Street und westlichen Unternehmen in diesem neuen &bdquo;Karbonkapitalismus&ldquo; geht. Damals hat das Thema den Mainstream jedoch noch nicht interessiert. Warum?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Steuerfrei e. V. &ndash; Millionengesch&auml;fte mit der Gemeinn&uuml;tzigkeit<\/strong><br>\nElit&auml;re Vereine wie der Berliner Golfclub am Wannsee, knallharte Industrie-Lobbygruppen wie die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Wehrtechnik und Kommerzverb&auml;nde wie der Deutsche Fu&szlig;ball-Bund &ndash; anhand dieser drei brisanten Beispiele schauen die Autoren Sascha Adamek und Martin Hahn hinter die Kulissen angeblicher Gemeinn&uuml;tzigkeit. Wohl selten wurden Journalisten so h&auml;ufig vor die T&uuml;r gesetzt.<br>\nBesonders beim DFB stie&szlig;en die Autoren auf eine Mauer des Schweigens &uuml;ber die Frage, wohin die im internationalen Fu&szlig;ball-Zirkus verdienten Millionen genau flie&szlig;en. Gleichzeitig klagen Vereine, die oft Hunderten Kindern und Jugendlichen das Fu&szlig;ballspielen im Ort erm&ouml;glichen, &uuml;ber Finanzn&ouml;te. Manchen droht die Pleite.<br>\nEin ehemaliger DFB-Spitzenfunktion&auml;r und hochrangiger Insider spricht offen und vor der Kamera &uuml;ber vermeintliche Gemeinn&uuml;tzigkeit und dar&uuml;ber, wie hoch das Steuerprivileg des Deutschen Fu&szlig;ball-Bundes eigentlich ist. Dass eine offiziell gemeinn&uuml;tzige Lobbygruppe wie die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Wehrtechnik ihre internationalen Treffen als Bildungsveranstaltungen tarnt, h&auml;lt sie nicht davon ab, hinter verschlossenen T&uuml;ren &uuml;ber weltweite R&uuml;stungsgesch&auml;fte zu tagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/steuerfrei-e-v-100.html\">ARD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist beileibe nicht nur der DFB, der von der vermeintlichen Gemeinn&uuml;tzigkeit massiv profitiert. Auch fast alle Bundesligaklubs sind auf der Kapitalseite im Besitz von &bdquo;eingetragenen Vereinen&ldquo; und m&uuml;ssen die Renditen und Dividenden ihrer als Kapitalgesellschaft firmierenden Lizenzspielerabteilungen aus dem Profibereich nicht versteuern. Und auch bei diesen &bdquo;Vereinen&ldquo; st&ouml;&szlig;t man als kritischer Journalist auf eine Mauer des Schweigens, wie ich bei den Recherchen zu meinem j&uuml;ngsten Buch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/der-kick-des-geldes-oder-wie-unser-fussball-verkauft-wird-jens-berger.html#.VdwEos6PqaE\">Der Kick des Geldes<\/a>&ldquo; immer wieder feststellen musste.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Spion aus den Alpen<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Schweiz hat wohl den Chef der Steuerfahndung Wuppertal bespitzeln lassen. Das berichtet das Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz.<\/li>\n<li>Auftraggeber sei der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) gewesen, das eidgen&ouml;ssische Gegenst&uuml;ck zum deutschen BND und zum Verfassungsschutz.<\/li>\n<li>Der Vorgang w&auml;re nicht nur ein Politikum, sondern auch eine Straftat.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Schweiz hat m&ouml;glicherweise einen Spion auf den deutschen Steuerfahnder Peter Beckhoff und seine Kollegen angesetzt. Das berichtet das Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz.<br>\nBeckhoff ist Chef der Steuerfahndung Wuppertal und einer der erfolgreichsten Schwarzgeld-J&auml;ger im Land. Er trifft sich mal hier, mal dort und auch jenseits der deutschen Grenzen mit Informanten, die Datens&auml;tze anbieten. Meist geht es um die Kontounterlagen Tausender Bundesb&uuml;rger, die bei Banken im Ausland ihre Verm&ouml;gen vor dem Fiskus verstecken.<br>\nNur ein Staat ist f&uuml;r Beckhoff bei seinen Eins&auml;tzen seit einiger Zeit tabu: Ausgerechnet die Schweiz, deren Bankgeheimnis der Wuppertaler Ermittler mit Hilfe gekaufter CDs voller Kontodaten schon oft geknackt hat. Schweizer Beh&ouml;rden haben 2012 einen nationalen Haftbefehl gegen den Beckhoff und zwei seiner Kollegen erlassen. Die Vorw&uuml;rfe lauten auf Gehilfenschaft zum wirtschaftlichen Nachrichtendienst, also Wirtschaftsspionage, sowie Verletzung des Bankgeheimnisses.<br>\nJetzt stellt sich heraus, dass die Schweiz im Zuge des Ermittlungsverfahrens selbst zum Instrument der Spionage gegriffen haben k&ouml;nnte. Wie Bilanz berichtet, hat ein Agent Informationen &uuml;ber die Steuerfahnder aus dem Ruhrgebiet beschaffen sollen. Auftraggeber sei der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) gewesen, das eidgen&ouml;ssische Gegenst&uuml;ck zum deutschen BND und zum Verfassungsschutz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/steuerflucht-der-spion-der-aus-den-alpen-kam-1.2618497\">SZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Franz Josef Strau&szlig;<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wie die deutsche Wirtschaft Strau&szlig; alimentierte<\/strong><br>\nDer damals 34 Jahre alte Jurist Reinhold Kreile, ein Studienfreund von Marianne Strau&szlig; und sp&auml;terer CSU-Bundestagsabgeordneter, ersann eine Treuhand-Konstruktion, die es Strau&szlig; und seiner Frau erlaubte, &ldquo;nicht nach au&szlig;en als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer aufzutreten&rdquo;. Alles sollte v&ouml;llig geheim bleiben: &ldquo;&Uuml;ber die praktischen T&auml;tigkeiten der Gesellschaft&rdquo;, schrieb Kreile, &ldquo;verst&auml;ndigen wir uns am besten m&uuml;ndlich.&rdquo; Unternehmen der Flick-Gruppe zahlten f&uuml;r angebliche Beratungst&auml;tigkeit, dasselbe machten BMW, Bertelsmann, Daimler-Benz und Dornier; auch der Film-Unternehmer Leo Kirch gab sein Scherflein. Allein von Ende 1964 bis 1968 gingen rund 491 000 Mark auf dem Konto ein &ndash; gemessen an der Kaufkraft, w&auml;re diese knappe halbe Million heute fast das Vierfache wert. Die gener&ouml;sen Zuwendungen, so Siebenmorgen, seien bis in die Achtzigerjahre geflossen, wobei Strau&szlig; in seinen Zeiten als Minister darauf achtete, das Treuhand-Konto nicht weiter zu f&uuml;llen&hellip;<br>\nDie gesamte Industrie, vor allem die R&uuml;stungsbetriebe, schreibt der Spiegel, habe Anlass gehabt, Strau&szlig; dankbar zu sein. In der Tat hat er als Verteidigungsminister von 1957 bis 1962 viele Bundeszusch&uuml;sse nach Bayern gelenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/enthuellungen-zu-franz-josef-strauss-alimente-fuer-fjs-1.2618479%20\">Franziska von Augstein in der SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Einer der nahm, was er kriegen konnte<\/strong><br>\nFranz Josef Strau&szlig; war als Politiker verschlagen und prinzipienlos. Die CSU schwelgt dennoch gern in verkl&auml;rten Erinnerungen &ndash; und wird sich auch von der Forderung, den Flughafen umzubenennen, nicht beirren lassen.<br>\nVor 700 Jahren wurde der Herzog von Oberbayern erst zum r&ouml;misch-deutschen K&ouml;nig und sp&auml;ter zum Kaiser gew&auml;hlt: &ldquo;Ludwig der Bayer&rdquo; &ndash; auf ihn bezieht sich der Spruch &ldquo;Wir sind Kaiser&rdquo;. In seiner republikanischen Fassung hei&szlig;t er &ldquo;Mia san mia&rdquo;.<br>\nDiesem Motto und zeitweise auch der CSU hat der vor hundert Jahren geborene Franz Josef Strau&szlig; zu fast universaler Geltung verholfen. Es gab au&szlig;erhalb Bayerns oft Versuche, das sich darin spiegelnde bayerische Selbstverst&auml;ndnis, das sich auf Geschichte und Geschichten gr&uuml;ndet, als hohl zu entlarven; der Spiegel widmet diesem Versuch soeben aus Anlass des bevorstehenden Strau&szlig;-Geburtstags sein Heft; der Spiegel hat darin allerdings viel vergessen.<br>\nDazu geh&ouml;rte der Hinweis, dass den gro&szlig;en Kaiser und den gro&szlig;en Politiker au&szlig;er dem Stolz ihrer Nachfahren auch noch das Ende verbindet, das sie gefunden haben: Beide starben auf der Jagd; der eine bei F&uuml;rstenfeldbruck, der andere bei Regensburg. Wer solche Gemeinsamkeiten verachtet, kann Bayern nicht verstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/franz-josef-strauss-disteln-zum-hundertsten-1.2617993\">Heribert Prantl in der SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Zugegeben &ndash; man steht diesen, nur als zynisch zu nennenden Tatsachen durchaus hilflos gegen&uuml;ber. Gerade aus der Ecke der CSU kam und kommt mit die schlimmste Hetze gegen Griechenland. Dabei ist diese Partei selbst bis auf die Knochen korrupt, deren Klientelpolitik steht den Zust&auml;nden in Griechenland in nichts nach und dennoch ist sie in Bayern v&ouml;llig unangefochten. <\/em><\/p>\n<p><em>Dazu noch einmal:<\/em><br>\n<em>Wilhelm Schl&ouml;tterer<\/em><br>\n<em>Wahn und Willk&uuml;r<\/em><br>\n<em>Strau&szlig; und seine Erben oder wie man ein Land in die Tasche steckt<\/em><br>\n<em>448 Seiten<\/em><br>\n<em>ISBN: 978-3-453-20047-0<\/em><br>\n<em>Heyne<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wird Jeremy Corbyn gro&szlig; wie Margaret Thatcher?<\/strong><br>\nDas Wunder, das in Gro&szlig;britannien derzeit Freunde wie Feinde in seinen Bann zieht, hei&szlig;t Jeremy Corbyn. Ein uncharismatischer Redner, der selten die Stimme hebt, noch seltener lacht und den so viele Menschen h&ouml;ren wollen, dass vor den Hallen Monitore aufgestellt werden m&uuml;ssen, um seine Worte zu &uuml;bertragen. Ein vermeintlich chancenloser Alibikandidat f&uuml;r den Vorsitz der Labour-Partei, der auf seine Nominierung mit den trockenen Worten reagierte: &ldquo;Ich bin etwas erstaunt, aber jetzt ist es halt so&rdquo;, und seitdem die Umfragen anf&uuml;hrt.<br>\nEin linker Au&szlig;enseiter, der 400.000 Briten dazu gebracht hat, der daniederliegenden Labour-Partei beizutreten. Ein m&uuml;rrischer Hinterb&auml;nkler, der sich im Parlament 500 Mal dem Fraktionszwang widersetzt und gegen die eigene Partei gestimmt hat. Ein hoffnungslos altmodischer Gutmensch, von dessen kometenhaftem Aufstieg selbst die erfahrensten Kommentatoren &uuml;berrascht wurden. Ein Faktotum der Friedensbewegung, ein politischer Dinosaurier, humorloser Vegetarier und Abstinenzler &ndash; dieses leibhafte Gegenteil eines fernsehtauglichen Karrierepolitikers ver&auml;ndert derzeit nicht nur die politische Landschaft in Gro&szlig;britannien.<br>\nDamit stellt er jenen marktfreundlichen Trend nach rechts infrage, den New Labour unter Tony Blair einst begr&uuml;ndet hat und dem seitdem Sozialdemokraten in ganz Europa gefolgt sind. Die britische &ldquo;Corbymania&rdquo; offenbart, wie gro&szlig; das W&auml;hlerpotenzial links der nach rechts gewanderten Mitte ist. In einem sind sich die verbl&uuml;fften Berichterstatter n&auml;mlich einig: Corbyn trifft deshalb den Nerv der Zeit, weil die Kluft zwischen Arm und Reich in Gro&szlig;britannien so gro&szlig; werden konnte, dass sein Ruf nach &ldquo;Anstand&rdquo; von vielen nicht als Drohung, sondern als Versprechen empfunden wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article145576645\/Wird-Jeremy-Corbyn-gross-wie-Margaret-Thatcher.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Die britische &ldquo;Corbymania&rdquo; offenbart, wie gro&szlig; das W&auml;hlerpotenzial links der nach rechts gewanderten Mitte ist.&ldquo; Na ja, die SPD und der sogenannte Vizekanzler sehen das hierzulande bekanntlich anders.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Hart aber fair&ldquo; aus Mediathek gel&ouml;scht &ndash; WDR verteidigt Plasberg-Zensur<\/strong><br>\nJetzt hat sich J&ouml;rg Sch&ouml;nenborn, Fernsehdirektor des WDR, ge&auml;u&szlig;ert: Er verteidigt sein Vorgehen, die &bdquo;Hart aber fair&ldquo;-Sendung &bdquo;Nieder mit den Ampelm&auml;nnchen&ldquo; vom 2. M&auml;rz 2015 aus der Mediathek gel&ouml;scht zu haben &ndash; und k&uuml;ndigte zugleich an, das Thema Gleichberechtigung der Geschlechter erneut aufzugreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/ard\/stellungnahme-wdr-aufstand-gegen-ard-42307636.bild.html%20\">Bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Einmal v&ouml;llig abgesehen davon, ob man diese Sendung f&uuml;r &bdquo;mediathek-w&uuml;rdig&ldquo; h&auml;lt oder nicht, der Vorwurf der &bdquo;Zensur&ldquo;, der vor allem von den Printmedien und den hinter ihnen stehenden Verlegerverb&auml;nden erhoben wird, ist an Scheinheiligkeit nicht zu &uuml;berbieten. Waren es doch gerade die Zeitungsverleger, die daf&uuml;r gesorgt haben, dass nach dem 12. Rundfunk&auml;nderungsstaatsvertrag Telemedienangebote der &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nur kurze Zeit im Netz stehen d&uuml;rfen und dass mehr als 6 Millionen Euro Rundfunkgeb&uuml;hren daf&uuml;r missbraucht worden sind, um Sendungen, die im Internet abrufbar waren, zu &bdquo;depublizieren&ldquo;, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9147\">das hei&szlig;t zu l&ouml;schen<\/a>. <\/em><br>\n<em>Merke: &bdquo;Zensur durch den Markt&ldquo; hilft angeblich der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3288\">Informationsfreiheit und vor allem den Verlegerinteressen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Hohe L&ouml;hne, viel bezahlte Freizeit<\/strong><br>\nDeutschland steht f&uuml;r starke Industrie und geringe Arbeitslosigkeit. Doch es ist gleichzeitig das Land des bezahlten M&uuml;&szlig;iggangs &ndash; nirgends in Europa gibt es mehr Urlaubs- und Ferientage als hierzulande.<br>\nEine erfolgreiche Industrienation, warnte Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) im Jahr 1993, lasse sich &bdquo;nicht als kollektiver Freizeitpark organisieren&ldquo;. Der Ausspruch vor dem Hintergrund der Einf&uuml;hrung der 35-Stunden-Woche in der deutschen Metall- und Elektroindustrie l&ouml;ste damals eine Welle der Entr&uuml;stung aus. Zwei Jahrzehnte und einige Arbeitsmarktreformen sp&auml;ter hat sich Deutschland den Ruf einer erfolgreiche Industrienation zur&uuml;ckerk&auml;mpft.<br>\nNun allerdings gibt es neue Warnungen vor zu viel Freizeitdrang: Zum einen haben Industriebesch&auml;ftigte in keinem anderen Land so viele bezahlte freie Tage wie hierzulande. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der bayerischen Arbeitgeberverb&auml;nde, die damit aus Sicht der Verb&auml;nde ein wachsendes Kostenproblem hiesiger Unternehmen belegt. Zum anderen gehen hierzulande nach wie vor viele Arbeitnehmer recht fr&uuml;h in den Ruhestand. Das zeigt eine vergleichende Analyse der Beratungsgesellschaft PWC. Beide Studien liegen der F.A.Z. vorab vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/deutscher-arbeitsmarkt-hohe-loehne-viel-bezahlte-freizeit-13765023.html\">faz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Neoliberale Arbeitgeber-Propaganda vom Feinsten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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