{"id":27327,"date":"2015-08-26T09:37:48","date_gmt":"2015-08-26T07:37:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327"},"modified":"2015-08-26T09:51:04","modified_gmt":"2015-08-26T07:51:04","slug":"hinweise-des-tages-2445","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h01\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h02\">Staat erzielt im 1. Halbjahr 2015 &Uuml;berschuss von 21,1 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h03\">Export-Junkie D braucht h&ouml;here L&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h04\">Ukraine kurz vor dem Schuldenschnitt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h05\">Diese E-Mail von Apple-CEO Tim Cook ist 60 Milliarden Dollar wert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h06\">Diese Milliard&auml;re leiden unterm B&ouml;rsencrash<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h07\">Streit um Mindestlohn: Besch&auml;ftigte verlieren gegen Klinikum-Tochter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h08\">Hartz 4.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h09\">Viele Mittelst&auml;ndler sperren Arbeitnehmervertreter aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h10\">Teenagerm&uuml;tter: Nicht Kinder machen arm, sondern Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h11\">Europ&auml;isches Patentamt weitet Gesch&auml;ft mit Patenten auf Leben aus &ndash; Neues Patent auf Tomaten aus klassischer Z&uuml;chtung erteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h12\">Schweigen im Saustall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h13\">USA verlegen F-22-Kampfjets nach Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h14\">&raquo;Freiheit ist kapitalistischer Mainstream&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h15\">Jens Berger: Wie die Wirtschaft den Fu&szlig;ball kaputt macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327#h16\">zu guter Letzt: Hoffentlich packt&acute;s der Dax!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27327&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&bdquo;Die Mutti kommt zu Multi-Kulti&ldquo;<\/strong><br>\nArmut, Arbeitslosigkeit, Migration: Die Bundeskanzlerin diskutiert mit B&uuml;rgern in Marxloh &uuml;ber deren Viertel. Sie h&ouml;rt zu, redet mit Menschen. Doch eines hat sie nicht parat: L&ouml;sungen f&uuml;r die immensen Probleme im Bezirk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/angela-merkel-in-duisburg-marxloh-die-mutti-kommt-zu-multi-kulti\/12231716.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nachdem die Politik und vor allem die Bundesregierung die Probleme der Unterbringung von Fl&uuml;chtlingen viel zu lange Zeit verschlafen haben, gibt es nun geradezu ein Wettrennen der Politiker in Fl&uuml;chtlingsaufnahmelager. Es ist wie bei Wallfahrten, man verspricht sich bei solchen Besuchen Heilung oder Befreiung von den S&uuml;nden. Und so ist auch die Berichterstattung. Man spielt den Menschen vor, als w&uuml;rden sich die Politiker k&uuml;mmern. Aber welche politische Entscheidung ist bisher gefallen, um die Not zu lindern? Wer hilft den Kommunen, die die Probleme vor Ort l&ouml;sen m&uuml;ssen? <\/em><br>\n<em>Da ist es wohlfeil, das Maul gegen den rechten Mob aufzurei&szlig;en, ja sich sogar als Opfer zu inszenieren, wie etwa die <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/SPD-Zentrale-wurde-wegen-einer-Bombendrohung-geraeumt-2790775.html\">SPD-Parteizentrale<\/a>.<\/em><br>\n<em>Merkel hat auch nicht mehr zu bieten, als dass die Fl&uuml;chtlinge aus dem Balkan wieder raus m&uuml;ssten. Was mit denjenigen passieren soll, die hier Asyl finden, dazu hat sie keinerlei L&ouml;sungen anzubieten. Diese Abwehrhaltung bei gleichzeitiger Ratlosigkeit, das ist, was die Menschen verunsichert und sie f&uuml;r rechte Parolen empf&auml;nglich macht. Die weitverbreitete Stimmung ist doch: &bdquo;Ich habe nichts gegen Fl&uuml;chtlinge, aber&hellip;.&ldquo; Auf dieses &bdquo;aber&ldquo;  m&uuml;sste die Politik konkrete Antworten finden und zwar nicht nur mit sch&ouml;nen Reden, sondern mit praktischem Handeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bodo Ramelow &ldquo;Wir brauchen Menschen, die hierbleiben und arbeiten&rdquo;<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlinge aus armen L&auml;ndern in S&uuml;dosteuropa sollten leichter Arbeitsvisa erhalten, sagt Th&uuml;ringens Ministerpr&auml;sident Ramelow. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber &ldquo;ideologisch Verbeulte&rdquo; und die Mitschuld des Westens an V&ouml;lkerwanderungen&hellip;<br>\nIch spreche auch von einer V&ouml;lkerwanderung auf dem ganzen Globus, aber die CSU redet vor allem eine Krisenstimmung herbei. Mir geht es um etwas anderes. Zu uns kommen die Menschen aus Staaten, an deren Scheitern wir eine Mitschuld tragen. Wir ernten jetzt die Fr&uuml;chte einer Au&szlig;enpolitik, die der Westen kollektiv zu verantworten hat, weshalb wir jetzt Verantwortung &uuml;bernehmen m&uuml;ssen. F&uuml;r mehrere Fl&uuml;chtlingswellen ist der Westen mitverantwortlich: Despoten wie Saddam Hussein und Muammar al-Gaddafi wurden milit&auml;risch entfernt, aber daf&uuml;r sind Irak und Libyen nun kollabierende, gescheiterte Staaten. Deutschland hat vor mehr als 20 Jahren voreilig Kroatien und Slowenien anerkannt und dadurch die Kriege im damaligen Jugoslawien forciert. Und nun wundern wir uns, dass die Leute aus den verarmten Staaten wie Serbien und Albanien zu uns kommen&hellip;<br>\nWir m&uuml;ssen die Verfahren f&uuml;r alle Fl&uuml;chtlinge verk&uuml;rzen. Bei manchen d&uuml;rfte das ganz schnell gehen: Einem Syrer kann man doch per se den Fl&uuml;chtlingsstatus geben. Und den anderen m&uuml;ssen wir eine Perspektive geben, sonst l&ouml;sen wir das Problem nicht. Selbst wenn wir diese Staaten zu sicheren Herkunftsl&auml;ndern deklarieren, &auml;ndert sich dort noch gar nichts. Europa wird keine Ruhe haben, solange wir am Rande der EU dauerhaft Armutsl&auml;nder haben. So viele Z&auml;une kann keiner bauen&hellip;.<br>\nDie Politik muss den gro&szlig;en Wurf wagen. Deutschland braucht ein modernes Staatsb&uuml;rgerschaftsrecht und gleichzeitig ein Zuwanderungsrecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/bodo-ramelow-die-politik-muss-den-grossen-wurf-wagen-1.2619697\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Auch diesmal sind unsere Minister betroffen, entschlossen, hart<\/strong><br>\nSchon wieder gewaltt&auml;tige Ausschreitungen vor einer Fl&uuml;chtlingsunterkunft. Schon wieder Minister-Phrasen, Verurteilungen, Betroffenheitsrhetorik und gro&szlig;e Worte. Aber: In Heidenau gab es nur eine Festnahme.<br>\nWer seit einer gef&uuml;hlten Ewigkeit dar&uuml;ber diskutiert, wie man Fl&uuml;chtlinge so schnell wie m&ouml;glich loswird, wie man sie daran hindert, &uuml;berhaupt bis nach Deutschland zu kommen, wie sehr sie die Kommunen und die L&auml;nder finanziell belasten und wie viele von ihnen sowieso keinen Anspruch auf Asyl haben und nur kommen, um den Sozialstaat auszunehmen, darf sich &uuml;ber Heidenau nicht wundern. Gemeint sind in erster Linie Regierungspolitiker in Bund und L&auml;ndern.<br>\nSie verharmlosen, bagatellisieren und relativieren Rechtsextremismus seit Jahrzehnten systematisch. So sehr, dass sogar die &uuml;blichen Phrasen inzwischen eine unfreiwillige Komik annehmen. Jusitzminister Heiko Maas (SPD) und Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re etwa k&uuml;ndigten in betroffen-ernstem Ton, man m&uuml;sse gegen die Randalierer mit der H&auml;rte des Rechtsstaates reagieren.<br>\nDavon ausgehend m&uuml;sste man meinen, demn&auml;chst fallen Exempel-Urteile eins nach dem anderen. Die Wahrheit ist: Bei den Ausschreitungen am Freitag gab es keine einzige Festnahme. Am Samstag wurde immerhin ein Neo-Nationalsozialist festgenommen. Ihm werden sicher die Knie schlottern, wenn er s&auml;chsische Urteile &auml;hnlicher F&auml;lle liest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2015\/08\/24\/mob-diesmal-in-heidenau-auch-diesmal-sind-unsere-minister-betroffen-entschlossen-und-hart\/\">Migazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschlands Flucht vor der Wahrheit<\/strong><br>\nWer ist eigentlich schuld am Fl&uuml;chtlingschaos? Die Kanzlerin, die Politik, klar. Aber es gibt noch weitere Verantwortliche. Und die sind wir selbst.<br>\nWenn es darum geht, Schuldige f&uuml;r die aktuellen Fl&uuml;chtlingsprobleme zu finden, sind wir Deutschen ziemlich gut.<br>\nAuf Platz eins stehen die EU, die Kanzlerin, die anderen Politiker: logo. Sie k&uuml;mmern sich nicht genug um das Thema, zeigen keine Empathie. Sind &uuml;berfordert, chaotisch. Sie unternehmen zu wenig gegen rechts. Zum Beispiel in Heidenau. Richtig.<br>\nPlatz zwei: die anderen Europ&auml;er. Ungarn, Italiener, Serben, Griechen. Sie lotsen den Zug der Fl&uuml;chtlinge immer gleich zu uns, statt sich selbst zu k&uuml;mmern. Ist ja klar.<br>\nPlatz drei: Schleuser, Kriminelle, die an dem Fl&uuml;chtlingstreck gut verdienen. Auch richtig.<br>\nEine Gruppe aber fehlt in der Auflistung. Wir selbst, die gro&szlig;e Mehrheit der deutschen W&auml;hler.<br>\nWir sind mitschuld, weil wir uns am liebsten aus allen Problemen dieser Welt heraushalten. Nun kommen die Probleme zu uns in Gestalt von armen und verzweifelten Menschen, die zurecht unseren Schutz verdienen.<br>\nDeutschland ist nicht verantwortlich f&uuml;r die Kriege und Krisen auf der Welt, die Menschen dazu veranlassen, zu uns zu fliehen. Aber wir tragen Verantwortung daf&uuml;r, dass so wenig dagegen unternommen wird. Nun bekommen wir die Quittung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/kommentar-zu-merkel-heidenau-und-fluechtlingen-a-1049724.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.F.:<\/strong> Es ist nicht zu fassen, mit welchem Zynismus Roland Nelles das Thema kommentiert. Wir sind nicht schuld an dem Fl&uuml;chtlingsdrama, weil wir die L&auml;nder ausbeuten, die M&auml;rkte dort zerst&ouml;ren und Krieg und Waffen dorthin exportieren. Nein wir sind schuld, weil wir zu wenig deutsche Soldaten in die Welt entsenden und sollen uns ein Beispiel an den Amerikanern nehmen. Die tun n&auml;mlich was und bombardieren diese L&auml;nder. Wie verblendet oder ferngesteuert muss ein Journalist sein, solch einen Kommentar zu ver&ouml;ffentlichen? [&hellip;] Ich bin fassungslos was aus dem Spiegel geworden ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Staat erzielt im 1. Halbjahr 2015 &Uuml;berschuss von 21,1 Milliarden Euro<\/strong><br>\nDer Staat erzielte im ersten Halbjahr 2015 nach vorl&auml;ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) einen Finanzierungs&uuml;berschuss von 21,1 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/08\/PD15_306_813.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Sanierungsstau an Schulen wird immer gr&ouml;&szlig;er<\/strong><br>\nDer Sanierungsstau an Bremer Schulen ist auf mehr als 200 Millionen Euro angestiegen. Das Budget f&uuml;r notwendige Instandsetzungen betr&auml;gt dieses Jahr aber nur 40 Millionen Euro. 24 der insgesamt 150 Schulgeb&auml;ude werden derzeit renoviert. Nach Auskunft der Bremer Bildungsbeh&ouml;rde ist jede zweite Schule stark sanierungsbed&uuml;rftig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.radiobremen.de\/politik\/nachrichten\/sanierung-bremer-schulen100.html\">radio bremen<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Kritik des Rechnungshofs Rheinland-Pfalz vernachl&auml;ssigt den Stra&szlig;enbau<\/strong><br>\nDer Landesrechnungshof r&uuml;gt normalerweise die Landesregierung daf&uuml;r, dass sie zu viel oder unn&ouml;tig Geld ausgibt. Beim Zustand der Stra&szlig;en in Rheinland-Pfalz ist das Land aber offenbar zu geizig &ndash; meinen zumindest die Rechnungspr&uuml;fer.<br>\nMarode Br&uuml;cken, Schlagl&ouml;cher, jede Menge Baustellen: Mehr als ein Drittel der Landesstra&szlig;en in Rheinland-Pfalz sind laut Rechnungshof in einem schlechten oder sehr schlechten Zustand. Es geht um rund 2.500 Kilometer Stra&szlig;e. Sie ordentlich zu sanieren w&uuml;rde rund eine Milliarde Euro kosten. Der Landesrechnungshof sieht die Landesregierung in der Pflicht und wirft ihr Vers&auml;umnisse vor.<br>\nDass es &uuml;berhaupt soweit gekommen ist, liegt nach Darstellung der Beh&ouml;rde daran, dass die rot-gr&uuml;ne Landesregierung immer weniger Geld f&uuml;r die Stra&szlig;en ausgibt. 2011 habe das Land pro Jahr noch mehr als 60 Millionen Euro j&auml;hrlich in die Erhaltung der Stra&szlig;en investiert, inzwischen seien es im Schnitt weniger als 50 Millionen pro Jahr. Gehe das so weiter, m&uuml;ssten einige Strecken irgendwann gesperrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/rp\/kritik-des-rechnungshofs-rheinland-pfalz-vernachlaessigt-den-strassenbau\/-\/id=1682\/did=16047742\/nid=1682\/v25jcz\/index.html\">SWR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Export-Junkie D braucht h&ouml;here L&ouml;hne<\/strong><br>\nB&ouml;rsenkurse brechen ein, Finanzspekulanten rund um den Globus treiben die Notierungen f&uuml;r Aktien, Rohstoffen und W&auml;hrungen nach unten. Solide Gr&uuml;nde daf&uuml;r lassen sich eher schwer finden. Anl&auml;sse gibt es aber schon. Vor allem einen: Chinas Wirtschaftswachstum ist m&ouml;glicherweise schw&auml;cher als bislang erwartet. Dass deswegen auch um die deutsche Konjunktur gef&uuml;rchtet wird, zeigt das verfehlte Wirtschaftsmodell Deutschlands&hellip;<br>\nDass eine schwache Konjunktur in China und anderen Schwellenl&auml;ndern eine Gefahr f&uuml;r die hiesige Wirtschaft ist, zeigt die absurde Exportabh&auml;ngigkeit Deutschlands. Im zweiten Quartal 2015 wurde das deutsche Wirtschaftswachstum allein vom gewachsenen Export&uuml;berschuss um 0,7 Prozentpunkte getragen. Ohne diesen Effekt g&auml;be es ein Minus von 0,3 Prozent. Nachdem der Effekt durch den Mindestlohn aus dem ersten Quartal vor&uuml;ber ist, f&auml;llt der Konsum wieder zur&uuml;ck. Und der Staat ist weiterhin bei &ouml;ffentlichen Auftr&auml;gen extrem knauserig, obwohl die Steuereinnahmen sprudeln.<br>\nDringend notwendig ist endlich ein deutlicher und l&auml;ngerfristiger Anstieg der Binnennachfrage &ndash; durch deutlich h&ouml;here L&ouml;hne und mehr &ouml;ffentliche Investitionen in Infrastruktur und Dienstleistungen. Sonst droht bei einem wirklichen Crash der Weltwirtschaft auch hierzulande das b&ouml;se Erwachen.<br>\nEs kommt hinzu, dass der Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss Deutschlands sich seit 2000 auf rund zwei Billionen Euro summiert. Im laufenden Jahr wird Deutschland einen Leistungsbilanz&uuml;berschuss &ndash; Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss plus Transferzahlungen &ndash; erzielen, der acht Prozent (!) der Wirtschaftsleistung betr&auml;gt. Exportweltmeister China erreicht nicht halb so viel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/\">Michael Schlecht MdB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ukraine kurz vor dem Schuldenschnitt<\/strong><br>\nDie privaten Gl&auml;ubiger wollen der Ukraine wohl ein F&uuml;nftel ihrer Schulden erlassen. Damit kommen sie der Regierung weiter entgegen. Die pleitebedrohte Ukraine und ihre Privatgl&auml;ubiger stehen Medienberichten zufolge kurz vor einer Einigung auf einen erheblichen Schuldenschnitt. Die wichtigsten nicht&ouml;ffentlichen Geldgeber h&auml;tten angeboten, Kiew 20 Prozent des Nominalwertes ihrer Kredite zu erlassen, berichtete das &bdquo;Wall Street Journal&ldquo; am Dienstag. Die Gruppe h&auml;lt fast die H&auml;lfte des Schuldenberges von 19 Milliarden Dollar (16,5 Milliarden Euro), um den es in den Verhandlungen geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/mit-privatglaeubigern-ukraine-kurz-vor-dem-schuldenschnitt-13768733.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Auch hier ist von Bedingungen und Auflagen die Rede, um den Gl&auml;ubigern entgegenzukommen. Die sofortige Einstellung des B&uuml;rgerkriegs d&uuml;rfte vermutlich nicht darunter fallen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Diese E-Mail von Apple-CEO Tim Cook ist 60 Milliarden Dollar wert<\/strong><br>\nApple-CEO Tim Cook griff angesichts des B&ouml;rsencrashs zu einer extrem ungew&ouml;hnlichen Ma&szlig;nahme: Er informierte CNBC-Marktkommentator James Cramer dar&uuml;ber, wie Apples Gesch&auml;fte in China laufen &ndash; n&auml;mlich unver&auml;ndert gut! Nach Bekanntwerden der Email schoss die Apple-Aktie in der Spitze um 18 Prozent nach oben: Vom Tiefpunkt nach Handelser&ouml;ffnung bis zum Schluss an der Wall Street erholte sich Apple um immerhin 60 Milliarden Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/08\/25\/tim-cook-e-mail-an-us-boersenjournalisten-rettet-apple-60-milliarden-dollar\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email%20\">MEEDIA<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn es noch eines Beweises bedurft h&auml;tte, welche herdentriebsm&auml;&szlig;ige Zockerei an den B&ouml;rsen stattfindet, dann ist es diese Meldung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Diese Milliard&auml;re leiden unterm B&ouml;rsencrash<\/strong><br>\nDer anhaltende Absturz der B&ouml;rse hat die Aktion&auml;re schwer getroffen. Innerhalb von wenigen Tagen verloren sie ohne ihr eigenes Zutun Teile ihres Verm&ouml;gens. Die gr&ouml;&szlig;ten Verlierer im &Uuml;berblick.<br>\nDie 15 reichsten Menschen der Welt verloren allein am Montag zusammen rund 27,5 Milliarden US-Dollar. Das sind umgerechnet etwa 24 Milliarden Euro &ndash; etwa so viel gibt die deutsche Krankenversicherung in einem Vierteljahr aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/-absturz-sote-der-boerse,10808230,31587700.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Ein leidiges Thema: Ein paar G&auml;nsef&uuml;&szlig;chen h&auml;tten der &Uuml;berschrift gutgetan.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ach Gottchen, die armen Milliard&auml;re. Vielleicht hilft ja ein Blick auf den 3-Jahres-Chart des DAX und des Dow Jones, um das Mitleid ein wenig zu z&uuml;geln.<\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150826-boersencrash-1.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150826-boersencrash-2.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\n<em>Die &bdquo;schweren Verluste&ldquo; haben gerade einmal den Zugewinn der letzten 15 Monate ein wenig korrigiert. Mittel- bis langfristig ist das Wachstum des Verm&ouml;gens der Milliard&auml;re immer noch atemberaubend.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Streit um Mindestlohn: Besch&auml;ftigte verlieren gegen Klinikum-Tochter<\/strong><br>\nDieses Urteil k&ouml;nnte richtungsweisend sein: Am Arbeitsgericht Brandenburg gingen am Mittwoch die ersten Prozesse zu Ende, in denen um den Mindestlohn gestritten wurde. Vier Besch&auml;ftigte des Klinik-Service-Center Brandenburg (KSC), einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft des St&auml;dtischen Klinikums, hatten dort gegen ihren Arbeitgeber geklagt &ndash; erfolglos, wie sich nun herausstellte.<br>\nIm Kern stritten die Parteien darum, ob das Weihnachts- und Urlaubsgeld auf den Grundlohn anrechenbar ist oder nicht, um die gesetzliche Grenze von 8,50 Euro zu erreichen. Das KSC hatte Ende letzten Jahres neue Arbeitsvertr&auml;ge aufsetzen lassen, nach denen die so genannten Jahressonderzahlungen nicht mehr wie zuvor im Mai und im November ausgezahlt werden, sondern verteilt auf alle zw&ouml;lf Jahresmonate.<br>\nHintergrund: Nur so gelang es der KSC, alle Besch&auml;ftigten &uuml;ber die Mindestlohngrenze von 8,50 Euro zu hieven. Bei 170 KSC-Besch&auml;ftigten war dies bis Ende 2014 nicht der Fall. Gelockt wurden die Arbeitnehmer von Klinikchefin Gabriele Wolter mit einer an die Vertrags&auml;nderung gekn&uuml;pften Gehaltserh&ouml;hung von zwei Prozent. Nicht alle Mitarbeiter haben die neuen Vertr&auml;ge unterschrieben. Insgesamt etwa 20 von ihnen sind gegen den Arbeitgeber vor Gericht gezogen. Der Prozess war seit April anh&auml;ngig.<br>\nRichter Peer Siggel lie&szlig; am Mittwoch schnell durchblicken, dass er die Rechtsauffassung der beklagten Seite f&uuml;r korrekt h&auml;lt. &bdquo;Es geht einzig und allein um die Frage, ob bestimmte Zulagen auf den Grundlohn angerechnet werden d&uuml;rfen, um den Mindestlohn zu erreichen&ldquo;, sagte er mehrmals, um gleich hinterher zu schieben: &bdquo;Ja, d&uuml;rfen sie.&rdquo; Demnach seien Urlaubs- und Weihnachtsgeld einzig und allein an das Arbeitsverh&auml;ltnis gebunden &ndash; die Anrechenbarkeit sei daher gegeben. Direkt an den Lohn gekn&uuml;pfte Sonderzahlungen mit &bdquo;Entgeltcharakter&ldquo; d&uuml;rfen also auf den Grundlohn angerechnet werden, um die gesetzliche Grenze zu &uuml;berschreiten. F&uuml;r extra vereinbarte Belohnungen wie Bonuszahlungen d&uuml;rfte das nicht gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maz-online.de\/Lokales\/Brandenburg-Havel\/Beschaeftigte-verlieren-gegen-Klinikum-Tochter\">M&auml;rkische Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Alles legal, denn im Grunde genommen ist Weihnachts- und Urlaubsgeld auch Lohn. Der Arbeitgeber h&auml;tte aber fairerweise sagen sollen, um den Mindestlohn zahlen zu k&ouml;nnen, k&uuml;rzen wir euch das Weihnachts- und Urlaubsgeld. Gleiches h&auml;tte auch das f&uuml;r den Mindestlohn zust&auml;ndige Arbeitsministerium den Leuten klar machen m&uuml;ssen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz 4.0<\/strong><br>\nDie neue Arbeitswelt der SPD: Wirkungsloser Mindestlohn, prek&auml;res Miniprogramm. Ministerin Nahles sucht Anregung f&uuml;r mehr Jobs in den USA<br>\nLeiharbeit, Teilzeitjobs, Lohndumping: Der zu Beginn dieses Jahres in der Bundesrepublik eingef&uuml;hrte Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde hat die Zahl der Hartz-IV-Aufstocker kaum verringert. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) hervor, die der Rheinischen Post (Dienstagausgabe) vorliegen. Danach arbeiteten im M&auml;rz rund 1,23 Millionen Besch&auml;ftigte f&uuml;r so geringe L&ouml;hne, dass sie erg&auml;nzend Arbeitslosengeld II ben&ouml;tigten. Das sind rund 27 Prozent der rund 4,43 Millionen Hartz-IV-Bezieher. Im M&auml;rz 2014 hatte die BA mit 1,29 Millionen Aufstockern nur marginal mehr gemeldet.<br>\nIn der Arbeitslosenstatistik, die zuletzt im Juli 2,773 Millionen Betroffene meldete, tauchen diese nicht auf. F&uuml;r Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sind nicht sie, sondern die &raquo;Langzeitarbeitslosen&laquo; das Problem: Man kann sie nicht einfach aus dem Zahlenwerk verschwinden lassen, wie man es mit Aufstockern, &uuml;ber 58j&auml;hrigen und Minijobbern macht. In der Gruppe werden Hartz-IV-Bezieher zusammengefasst, die ein Jahr oder l&auml;nger ohne jede Erwerbst&auml;tigkeit auskommen m&uuml;ssen. Gut eine Million Leistungsberechtigte, rund 24 Prozent, sind es derzeit nach Angaben der BA. Nahles will diese Zahl senken. Ihr Programm namens &raquo;Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt&laquo;, angelegt bis Ende 2018, steht zu diesem Zweck in den Startl&ouml;chern. [&hellip;]<br>\nVom Prinzip her ist Nahles&rsquo; Arbeitsmarktkonzept, das im Fr&uuml;hsommer ein Rennen unter Jobcentern und Kommunen um diese Mittel ausgel&ouml;st hatte, eine Neuauflage von &raquo;B&uuml;rgerarbeit&laquo; und &raquo;Ein-Euro-Jobs&laquo; unter h&uuml;bscherem Namen. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r den nichtaufstockenden Teil der Besch&auml;ftigten weilt unterdessen Ministerin Nahles mit dem Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, in Washington. Ganz oben auf ihrer Agenda steht ihr seit dem Fr&uuml;hjahr propagiertes Konzept &raquo;Arbeiten 4.0&laquo;. Das Wirtschaftsministerium der USA, wo 2014 fast 50 Millionen Erwerbslose und -arme von Essenmarken &uuml;berlebten, soll ihr dabei helfen, &raquo;mehr neue Arbeitspl&auml;tze zu schaffen, als alte wegfallen&laquo;, wie Nahles am Dienstag mitteilte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/08-26\/043.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Viele Mittelst&auml;ndler sperren Arbeitnehmervertreter aus<\/strong><br>\nBei zahlreichen Unternehmen fehlt ein Aufsichtsrat, obwohl sie laut Gesetz dieses Kontrollgremium einrichten m&uuml;ssen. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind trivial.<br>\nMehr als die H&auml;lfte der deutschen Mittelst&auml;ndler, die einen Aufsichtsrat einrichten m&uuml;ssten, besitzen kein solches Kontrollorgan. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Gesellschaftsrechtlers Walter Bayer von der Universit&auml;t Jena. Die Rechtslage: Unternehmen mit 501 bis 2000 Arbeitnehmern m&uuml;ssen nach dem &bdquo;Drittelbeteiligungsgesetz&ldquo; ein solches Gremium bilden, in dem Besch&auml;ftigtenvertreter ein Drittel der Sitze haben. (&hellip;) Doch laut Bayer versto&szlig;en 56 Prozent der verpflichteten Unternehmen gegen das Gesetz &ndash; darunter bekannte Namen wie Media-Saturn Deutschland, Alltours Flugreisen und der Waschtechnikkonzern Herbert Kannegiesser GmbH.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/viele-mittelstaendler-haben-keinen-aufsichtsrat-13766705.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Teenagerm&uuml;tter: Nicht Kinder machen arm, sondern Hartz IV<\/strong><br>\nTeenagerm&uuml;tter sind im Schnitt &auml;rmer als Frauen, die sp&auml;ter Kinder kriegen. Eine Studie zeigt jetzt: Die Ursache sind nicht fr&uuml;he Schwangerschaften &ndash; sondern Hartz IV.<br>\nKeine oder nur eine schlechte Ausbildung, instabile Beziehungen, miese Berufsaussichten und in der Folge weniger Geld: F&uuml;r Frauen, die schon als Teenager, also im Alter zwischen 15 und 19 Jahren, ein Kind bekommen, sind die wirtschaftlichen Aussichten nicht gut.<br>\nUnklar war bisher die Ursache: Ist es &Uuml;berforderung mit der fr&uuml;hen Mutterschaft, die junge Frauen keine Ausbildungsstelle finden l&auml;sst? Oder sind es die generell problematischen Lebensumst&auml;nde, die Teenager fr&uuml;her schwanger werden lassen? Und welche Rolle spielen Vorbilder wie alleinerziehende M&uuml;tter und Patchworkfamilien oder gar die Religion?<br>\nDas Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hat dem Thema eine Untersuchung gewidmet (die Ver&ouml;ffentlichung finden Sie hier). Der WSI-Forscher Eric Seils hat daf&uuml;r eine Reihe internationaler Studien ausgewertet, vor allem aus den USA und Kanada.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/teenagermuetter-hartz-iv-ist-ursache-fuer-perspektivlosigkeit-a-1048709.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_disp_200.pdf\">WSI [PDF &ndash; 759 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Europ&auml;isches Patentamt weitet Gesch&auml;ft mit Patenten auf Leben aus &ndash; Neues Patent auf Tomaten aus klassischer Z&uuml;chtung erteilt<\/strong><br>\nEin Monopol auf spezielle Tomaten mit einem erh&ouml;hten Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen, sogenannten Flavonolen wurde jetzt vom Europ&auml;ischen Patentamt (EPA) an den Schweizer Konzern Syngenta vergeben. Das Patent umfasst die Pflanzen, das Saatgut und die Tomatenfr&uuml;chte. Das Patent EP1515600 beruht auf der Kreuzung von wilden Tomaten mit bereits gez&uuml;chteten Sorten. Die Pflanzen sind nicht gentechnisch ver&auml;ndert, sondern stammen aus der klassischen Zucht.<br>\nDie europ&auml;ischen Patentgesetze verbieten Patente auf Pflanzensorten ebenso wie auf klassische Z&uuml;chtungsverfahren. Doch im M&auml;rz 2015 hatte das EPA entschieden, dass Patente auf Pflanzen, Saatgut und deren Ernte, die mithilfe klassischer Z&uuml;chtung hergestellt werden, doch patentiert werden. Das EPA, das seine Einnahmen aus der Erteilung von Patenten bezieht, ebnet mit dieser inakzeptablen Auslegung des Patentrechts den Weg f&uuml;r seine eigenen Interessen ebenso wie f&uuml;r die der Industrie. Diese Entscheidung des Patentamts rief bereits verschiedene politische Reaktionen hervor: Die Niederlande k&uuml;ndigten eine politische Initiative auf der Ebene der EU an, die Regierungen von Deutschland und Frankreich scheinen bereit zu sein, gemeinsam gegen die Praxis des EPA vorzugehen. Bereits 2012 hatte das Europ&auml;ische Parlament gefordert, die Erteilung dieser Patente zu stoppen. In Deutschland hat sich j&uuml;ngst auch der Bundesrat gegen Patente auf konventionelle Z&uuml;chtung positioniert.<br>\n&bdquo;Mit der Erteilung dieser Patente ignoriert das EPA die Interessen der Allgemeinheit und bedient stattdessen die eigene Klientel. Wenn diese Entwicklung nicht schnell gestoppt wird, geraten wir alle in die Abh&auml;ngigkeit gro&szlig;er Konzerne wie Monsanto, Syngenta und Dupont, die dann immer mehr Patente auf unsere Nahrungspflanzen anmelden&ldquo;, sagt Christoph Then f&uuml;r Keine Patente auf Saatgut!. &bdquo;Die Bundesregierung muss noch entschiedener gegen diese Aktivit&auml;ten des Patentamts einschreiten. Andernfalls kommt es Schritt f&uuml;r Schritt zum Ausverkauf unserer Nahrungsgrundlagen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/no-patents-on-seeds.org\/fr\/node\/320\/european-patent-office-boosts-its-business-patents-life%20\">No patents on seeds<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schweigen im Saustall<\/strong><br>\nVor zwei Jahren sollte noch Transparenz geschaffen werden im Umgang mit Antibiotika in der Tierzucht in Deutschland. Davon ist wenig &uuml;brig: Das Landwirtschaftsministerium verbietet den L&auml;ndern sogar, Daten herauszugeben. Berlin will so wohl vor allem verbergen, wie l&uuml;ckenhaft die Datenbanken oft sind.<br>\nDie fr&uuml;here Bundesagrarministerin Ilse Aigner geizt nicht mit Eigenlob, als es endlich vollbracht ist. Nun sei endlich der Weg frei &ldquo;f&uuml;r mehr Transparenz beim Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung&rdquo;, l&auml;sst sie ihr Ministerium verk&uuml;nden. Grund f&uuml;r die freudige Botschaft ist eine entsprechende Novelle des Arzneimittelgesetzes, das der Bundesrat im Sommer 2013 nach langem Ringen beschlossen hat. Kaum zwei Jahre sp&auml;ter ist der Jubel verklungen. Und auch das Wort Transparenz h&ouml;rt man im Bundesagrarministerium nicht mehr so gern. Dort hat inzwischen nicht mehr Aigner, sondern ihr CSU-Parteikollege Christian Schmidt das Sagen.<br>\nAnstatt f&uuml;r Durchblick zu sorgen, versucht die Bundesregierung nun, Informationen &uuml;ber den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung zu unterdr&uuml;cken. Nach Recherchen von NDR, WDR und S&uuml;ddeutscher Zeitung hat das Bundeslandwirtschaftsministerium den Bundesl&auml;ndern untersagt, Parlamentsabgeordnete und Journalisten &uuml;ber Daten zum Medikamenteneinsatz zu informieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/medikamente-in-der-tierhaltung-transparenz-unerwuenscht-1.2619262\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>Dazu: Antibiotika im Stall: Meyer will sich &bdquo;Maulkorb&ldquo; widersetzen<\/strong><br>\nNiedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Gr&uuml;ne) k&uuml;ndigte im Gespr&auml;ch mit unserer Redaktion Widerstand gegen die Anweisung des Bundeslandwirtschaftsministeriums an, Daten zum Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft nicht zu ver&ouml;ffentlichen. Meyer sagte: &bdquo;Es ist dreist, dass der Bund versucht, uns einen Maulkorb zu verpassen.&ldquo; Niedersachsen sehe sich rechtlich verpflichtet, die Zahlen auf Anfrage zu ver&ouml;ffentlichen. &bdquo;Welche statistischen Fakten will der Bund unterdr&uuml;cken?&ldquo;, so Meyer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/niedersachsen\/artikel\/609649\/antibiotika-im-stall-meyer-will-sich-maulkorb-widersetzen\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>USA verlegen F-22-Kampfjets nach Europa<\/strong><br>\nAls Abschreckungsmittel gegen russische Drohgeb&auml;rden schicken die USA ihre modernsten Kampfflugzeuge nach Europa. Die Jets vom Typ F-22 &ldquo;Raptor&rdquo; w&uuml;rden &ldquo;sehr bald&rdquo; zu &Uuml;bungen mit Nato-Verb&uuml;ndeten verlegt, sagte Luftwaffen-Staatssekret&auml;rin Deborah Lee James im Pentagon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/usa-verlegen-f-22-kampfjets-nach-europa-a-1049645.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Alles rein defensiver Natur, weil der Russe laut Poroschenko mal wieder kurz vor dem Einmarsch in die Ukraine steht. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Freiheit ist kapitalistischer Mainstream&laquo;<\/strong><br>\nDie Mittelschicht schafft sich ab, Bildungsabschl&uuml;sse verlieren an Wert, und der Neoliberalismus vereinnahmt selbst diejenigen, die ihn bek&auml;mpfen sollten &ndash; beste Voraussetzungen, um das ganze Gesellschaftssystem ins Wanken zu bringen, meint die Soziologin Cornelia Koppetsch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/43404\">S&uuml;ddeutsche Zeitung Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Jens Berger: Wie die Wirtschaft den Fu&szlig;ball kaputt macht<\/strong><br>\nZwei Drittel des Volksverm&ouml;gens geh&ouml;ren den reichsten 10 Prozent der Bev&ouml;lkerung. Nicht die einzige Ungerechtigkeit, die Jens Berger hinterfragt. Der Journalist und Blogger kritisiert auch den gro&szlig;en Einfluss der Wirtschaft auf den Volkssport Fu&szlig;ball.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Leute-night\/Jens-Berger-Wie-die-Wirtschaft-den-Fu%C3%9Fb\/SWR-Fernsehen\/Video?documentId=30114788&amp;bcastId=8758476\">ARD Mediathek via SWR1 Leute<\/a>\n<p><strong>Dazu: Teure Pille<\/strong><br>\nFu&szlig;ball ist Herzenssache. Oder? Der Journalist Jens Berger sieht das anders: Von der Herzenssache Fu&szlig;ball ist nicht mehr viel &uuml;brig. Stattdessen geht es ums Geld. Und dar&uuml;ber entscheiden nicht die Fans sondern Funktion&auml;re und Investoren wie VW und Red Bull.<br>\nFan und Verein: Lange Zeit war das eine Einheit. Das hat sich ge&auml;ndert, sagt Jens Berger. Die Vereine sehen die Fans nicht mehr als Unterst&uuml;tzer, die dazu geh&ouml;ren. Nein, f&uuml;r die Vereine sind Fans in erster Linie eine Zielgruppe, mit der Ums&auml;tze erzielt werden. So einfach und so wirtschaftlich ist das Verh&auml;ltnis der Vereine zu den Fans.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dradiowissen.de\/beitrag\/jens-berger-fussball-der-kick-des-geldes\">DRadio Wissen<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Werdet nicht wie wir!<\/strong><br>\nDie Bundesliga eifert der Premier League nach. Das versetzt die deutschen Fans in Sorge &ndash; und auch die englischen. Ein Appell von der Insel an die DFL und die deutschen Kurven. [&hellip;]<br>\nWir haben Kommentare aus den Chefetagen der DFL geh&ouml;rt, von &raquo;unpopul&auml;ren Ma&szlig;nahmen&laquo; war da die Rede, von &raquo;Traditionen&laquo;, die es zu &auml;ndern gilt, um mit dem Markt mitzuhalten. Glaubt uns, wir haben die gleiche Rhetorik hierzulande zu Beginn der neunziger Jahre geh&ouml;rt. Was wir bekommen haben, ist der Verkauf des Fu&szlig;balls, er wurde aus den H&auml;nden der Arbeiter gerissen, die diesen Sport erst geformt haben. Das Ganze war ein lange vorbereiteter Schwindel, um nicht zu sagen: ein kultureller Diebstahl. [&hellip;]<br>\nDas Pay-TV entzieht der &Ouml;ffentlichkeit den Fu&szlig;ball und leitet ihn in die abgelegenen, privaten R&auml;ume der Reichen. Der englische Supercup, also das Spiel zwischen dem Meister und Pokalsieger, hei&szlig;t &raquo;Community Shield&laquo;, doch wurde nur im Bezahlfernsehen &uuml;bertragen. Damit schlie&szlig;en sie genau die &raquo;Community&laquo;, also (Fu&szlig;ball-)Gemeinde aus, die sie vorgeben zu repr&auml;sentieren.<br>\nWir sehen, dass in Deutschland die 50+1-Regel mehr und mehr ausgeh&ouml;hlt wird. Dem sollten deutsche Fans entgegentreten. Wenn du ihnen einen Zentimeter l&auml;sst, nehmen sie einen Kilometer. Wir haben eine Sache gelernt: Sponsoren sind genau da empfindlich, wenn du ihre vergiftete Beziehung zum Fu&szlig;ball nachweisen kannst (deswegen zieht sich Barclays Bank gerade zur&uuml;ck). [&hellip;]<br>\nHabt ihr schon von dem Eine-Milliarde-Schuldenberg geh&ouml;rt, den die zweite englische Liga angeh&auml;uft hat, weil sich zu viele Vereine suizidale Kapriolen leisteten, um an das gro&szlig;e Geld zu kommen? Nein, habt ihr nicht? Nun, sie reden nicht gerne dar&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.11freunde.de\/artikel\/offener-brief-aus-england-deutsche-fans-und-funktionaere\">11Freunde<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Allerdings ist die Bundesliga auch schon zu einer ausrechenbaren Veranstaltung geworden, bei der alle Teams angesichts der wirtschaftlichen und sportlichen Dominanz der Bayern regelm&auml;&szlig;ig kapitulieren und stattdessen den Kampf um die Pl&auml;tze 2 bis 18 ausrufen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Hoffentlich packt&acute;s der Dax!<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150826_zuguterletzt.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.titanic-magazin.de\/postkarten\/karte\/baerenhunger-13705\/\">Titanic<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27327","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27327"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27327\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27330,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27327\/revisions\/27330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}