{"id":27336,"date":"2015-08-27T09:03:31","date_gmt":"2015-08-27T07:03:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336"},"modified":"2015-08-27T09:03:31","modified_gmt":"2015-08-27T07:03:31","slug":"hinweise-des-tages-2446","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AM\/AT\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h01\">Fremdenhass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h02\">Asylpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h03\">A spectre is haunting Europe &ndash; the spectre of democracy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h04\">Wohin mit Sch&auml;ubles zus&auml;tzlichen Milliarden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h05\">Frankreich ist nicht mehr deutscher Kunde Nummer eins<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h06\">&Uuml;bersch&auml;tzte Spielr&auml;ume<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h07\">Forscher: Weitere Deregulierung unn&ouml;tig und sch&auml;dlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h08\">Sozialministerin M&uuml;ller: &ldquo;St&auml;rkung der betrieblichen Altersversorgung dringend erforderlich &ndash; Reform noch 2015 auf den Weg bringen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h09\">Black-out on tobacco&rsquo;s access to EU trade talks an eerie indication of TTIP threat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h10\">Suche NSA-Spionagesoftware, biete deutsche Daten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h11\">&ldquo;Die andere Ansicht&rdquo; &ndash; Niedergang oder Sieg des Rechtsstaats?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h12\">Verdeckte Ermittlerin &ndash; Im Katz-und-Maus-Spiel aufgeflogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h13\">Vergiftetes L&ouml;schwasser in der Jagst: In kurzer Zeit war der Flussabschnitt tot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h14\">Geheimdienstberichte &uuml;ber Inherent Resolve versch&ouml;nt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h15\">Demokratie braucht Konkurrenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336#h16\">Zu guter Letzt: &ldquo;Entfolgt uns bei Facebook&rdquo;: die deutliche Botschaft von Joko &amp; Klaas an Hass-Kommentierer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27336&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fremdenhass<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Organisierte Nazis: Hass im Netz<\/strong><br>\nDie sogenannten Asylkritiker, die mit Brandanschl&auml;gen und Naziparolen auf sich aufmerksam machen, sind keine lokal begrenzte Erscheinung. Tats&auml;chlich formiert sich online mehr als eine w&uuml;tende Menge.<br>\nDie Bombendrohung gegen die SPD-Zentrale nach Sigmar Gabriels klaren Worten &uuml;ber den rassistischen Mob von Heidenau hat eine sinnvolle Folge: Jetzt ist jedem, der es wissen will, die rechtsterroristische Dimension des Hasses klar. Wer es nicht wissen will, wird auch dann noch nicht &uuml;berzeugt sein, wenn Tote zu beklagen sind.<br>\nUnd es werden Menschen sterben, das ist die bittere, die eklige Wahrheit. Jeden Tag brennt irgendwo ein fast bezugsfertiges Fl&uuml;chtlingsheim, und es wirkt nicht so, als w&uuml;rden sich die T&auml;ter vorher in der Katasterabteilung des Bundesamts f&uuml;r Migration erkundigen, ob die Geb&auml;ude nicht doch schon bewohnt sind. [&hellip;]<br>\nIm Netz kursiert ein detaillierter Leitfaden der Neonazipartei &ldquo;Der Dritte Weg&rdquo; mit dem Titel &ldquo;Kein Asylantenheim in meiner Nachbarschaft! Wie be- beziehungsweise verhindere ich die Errichtung eines Asylantenheims in meiner Nachbarschaft&rdquo;. Darin wird die Gr&uuml;ndung einer Facebook-Gruppe und die Vernetzung mit anderen Anti-Asyl-Initiativen empfohlen.<br>\nDie Professionalit&auml;t der Brosch&uuml;re &uuml;berrascht ebenso wie die Paragrafensicherheit im Text und die umfangreichen Musterformulare. Aber insbesondere durch den zwischen den Zeilen herausquellenden, blanken Hass liest sich das Papier wie eine Anleitung f&uuml;r genau die Communitys, in denen gewaltt&auml;tige Aktionen wie in Heidenau organisiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/wie-der-hass-gegen-fluechtlinge-im-internet-gesaet-wird-kolumne-a-1049883.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Heuchler von Heidenau<\/strong><br>\nNach den rechtsextremen Krawallen in Sachsen vergie&szlig;en Politiker aus SPD und CDU Krokodilstr&auml;nen. Doch inhaltlich sind sie nicht so weit entfernt vom rassistischen Mob, wie sie meinen<br>\nElf Minuten lang dauert das Video. Es zeigt einen randalierenden Lynchmob, der mit Steinen, Pyrotechnik und zuvor leergetrunkenen Bierflaschen Polizisten angreift und dabei rechte Parolen gr&ouml;lt. Die Beamten wirken unorganisiert, stark &uuml;berfordert, zahlenm&auml;&szlig;ig zu gering aufgestellt. Gedreht wurde der Clip am 22. August in dem Dresdner Vorort Heidenau. Zwei N&auml;chte lang tobten sich dort Rassisten, Neonazis und Hooligans aus. Ihr Ziel: Die Verhinderung einer Unterkunft f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in einem leerstehenden Baumarkt. Anwohner applaudierten, von einer sich dem Fremdenhass entgegenstellenden Zivilgesellschaft war kaum etwas zu sehen.<br>\nEinen Tag sp&auml;ter dann ganz andere Bilder. Etwa 300 antifaschistische Aktivisten waren angereist, um dem Treiben Einhalt zu gebieten und die Aufgabe zu &uuml;bernehmen, die eigentlich &ndash; zumindest ihrem Selbstverst&auml;ndnis nach &ndash; die Polizei h&auml;tte l&auml;ngst &uuml;bernehmen m&uuml;ssen: Die gewaltt&auml;tigen Faschisten von der Stra&szlig;e treiben. Urpl&ouml;tzlich aber fand sich die Staatsmacht nun in der Lage, gr&ouml;&szlig;ere Menschenmassen zu kontrollieren. Als es zu einer Auseinandersetzung zwischen Neonazis und Antifaschisten kam, griff die Polizei mit aller H&auml;rte ein. Augenzeugen berichten von massivem Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock, auch am Boden liegende Menschen wurden getreten. Es gab Kopfverletzungen, Br&uuml;che, mehrere Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201508263642\/politik\/inland\/die-heuchler-von-heidenau.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>D&eacute;j&agrave; vu: Aufmarsch der Heuchler<\/strong><br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel machte den Anfang. Es folgten Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re, Bundespr&auml;sident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Besuchen in Fl&uuml;chtlingseinrichtungen. Einigkeit herrscht unter ihnen, dass es sich bei den gewaltsamen Protesten gegen die Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen um eine &raquo;Schande&laquo; f&uuml;r &raquo;unser Land&laquo; handele. Doch tats&auml;chlich hat die Bundesregierung die jetzige Situation sehenden Auges heraufbeschworen. Steigende Fl&uuml;chtlingszahlen waren absehbar. Doch weder wurden rechtzeitig ausreichend Unterk&uuml;nfte geschaffen, noch ein Finanzierungskonzept des Bundes f&uuml;r die mit den Organisationsproblemen alleingelassenen Kommunen vorgelegt. Statt dessen &uuml;bt sich die Bundesregierung in populistischen Scheindebatten &uuml;ber &raquo;richtige&laquo; und &raquo;falsche&laquo; Fl&uuml;chtlinge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/08-27\/048.php\">Ulla Jelpke, junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Fremdenhass im S&uuml;dwesten<\/strong><br>\nDer fremdenfeindliche Mob marschiert nicht erst seit Heidenau auf. Er ist schon lange aktiv. Das zeigen die zahlreichen Attacken gegen Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte. Die Amadeu Antonio Stiftung und Pro Asyl haben sie zu einer ersch&uuml;tternden Chronik zusammengestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/230\/fremdenhass-im-suedwesten-3098.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>Hinweis: Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Keine Wurst von der NPD:<\/strong> Im s&auml;chsischen Heidenau tritt die NPD als Brandstifter auf, in Me&szlig;stetten will sie ihre Landeszentrale einrichten. Kein Grund zur Beunruhigung, meint Landrat G&uuml;nther-Martin Pauli (CDU). Selbst wenn die Rechtsextremen k&auml;men, halte die Demokratie auf der Zollernalb dem &ldquo;trostlosen Haufen&rdquo; stand.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>NSU-Aussch&uuml;sse koordinieren:<\/strong> Wenn der Bundestag einen weiteren NSU-Untersuchungsausschuss beschlie&szlig;t, w&auml;re das der zehnte Versuch, die Mordserie parlamentarisch auszuleuchten. Wolfgang Drexler will die Arbeit der Aussch&uuml;sse besser koordinieren, damit Erkenntnisse nicht im Gestr&uuml;pp des F&ouml;deralismus verloren gehen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Brief an den Br&uuml;ckenabbauer:<\/strong> Vor f&uuml;nf Jahren ist der Nordfl&uuml;gel des Stuttgarter Hauptbahnhofs gefallen. Peter D&uuml;bbers, Enkel des Erbauers Paul Bonatz, nimmt das Datum zum Anlass, Oberb&uuml;rgermeister Fritz Kuhn (Gr&uuml;ne) brieflich die Leviten zu lesen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Wasser f&uuml;r Milliarden:<\/strong> In einer Mannheimer Fl&uuml;chtlingsunterkunft gab es wegen Wassermangels Tumulte. Dabei flie&szlig;t sauberes Trinkwasser hierzulande fast umsonst im &Uuml;berfluss: aus dem Hahn. Trotzdem schleppen auch Deutsche massenweise Flaschen aus den L&auml;den nach Hause &ndash; f&uuml;r &uuml;ber drei Milliarden Euro j&auml;hrlich.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Schluckauf mit Egon:<\/strong> Unser Wetterer Peter Grohmann &uuml;ber die traditionelle deutsche Entwicklungshilfe und Fl&uuml;chtlinge und die Hasstiraden gegen sogenannte Fremde.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext: Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf kontextwochenzeitung.de und samstags als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Asylpolitik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Es ist schlichtweg unertr&auml;glich<\/strong><br>\nNichts ist gut in Berlin. Zumindest nicht vor dem Lageso, dem Berliner Landesamt f&uuml;r Gesundheit und Soziales. Dabei sollte dort jetzt alles besser sein. Am Montag hat die Caritas die Koordination der Hilfe f&uuml;r die vor dem Lageso darbenden Fl&uuml;chtlinge &uuml;bernommen. Die Anwohnerinitiative &bdquo;Moabit hilft&ldquo; ist entlastet. Theoretisch. Aber die MoabithelferInnen st&ouml;hnen. Nichts als Chaos herrsche weiter auf dem Wiese vor dem Amt. Als Journalist m&uuml;sste ich das jetzt gegenrecherchieren. Aber ich will, ich kann hier gerade kein Journalist mehr sein. [&hellip;]<br>\nStunden zuvor hatte Kanzlerin Angela Merkel verk&uuml;ndet, was sie f&uuml;r Fl&uuml;chtlingspolitik h&auml;lt. 1.: Mehr sichere Herkunftsl&auml;nder definieren (damit weniger Menschen kommen d&uuml;rfen). 2. EU-Standards f&uuml;r R&uuml;ckf&uuml;hrung definieren (also schneller abschieben). Und 3. menschenw&uuml;rdigere Fl&uuml;chtlingslager in Jordanien schaffen (damit keiner kommt). Mit anderen Worten: Bleibt, wo der Pfeffer w&auml;chst. Zur Lage der Fl&uuml;chtlinge in Deutschland: kein Wort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Fluechtlinge-in-Berlin\/!5222620\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Bundesregierung kennt &ldquo;Asylmissbrauch&rdquo; nicht<\/strong><br>\nDas M&auml;rchen vom &ldquo;Asylmissbrauch&rdquo;: Besonders der bayrische Teil der Bundesregierung warnt immer wieder vor diesem eingebildeten Ph&auml;nomen. Hat die Regierung eigentlich Zahlen dazu? Wie viel &ldquo;Asylmissbrauch&rdquo; gibt es in Deutschland?<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 24. August 2015<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\/videos\/vb.573823342629618\/1086492401362707\/?type=2&amp;theater&amp;notif_t=notify_me_page\">Jung &amp; Naiv via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT: Mit anderen Worten:<\/strong> Der Sprecher der Bundesregierung distanziert sich vom Gerede der Bundesregierung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fl&uuml;chtlinge vom Balkan: De Maizi&egrave;re setzt auf Abschreckung<\/strong><br>\nAsylverfahren f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge vom Balkan sollen in Zukunft schneller abgewickelt werden. Das ist das Kernziel eines Katalogs von weitreichenden Gesetzes&auml;nderungen, die Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re vorgelegt hat. Am Ende sollen sie auch die Abschiebung erleichtern.<br>\nAm Dienstag &uuml;bersandte Innen-Staatssekret&auml;rin Emily Haber den anderen Ministerien eine Sammlung von Vorschl&auml;gen &ldquo;zur Eind&auml;mmung der Asylmigration&rdquo;. Das vierseitige Papier, das nun abgestimmt werden muss, liegt SPIEGEL ONLINE vor.<br>\nMit seinen Ideen macht de Maizi&egrave;re beim Thema Balkan-Fl&uuml;chtlinge Tempo, es ist in der Koalition heftig umstritten. Aus Sicht des Innenministers sollen raschere Verfahren f&uuml;r Menschen, die kaum eine Aussicht auf Asyl in Deutschland haben, eine Signalwirkung in die Heimatl&auml;nder senden &ndash; und so den Zustrom bremsen. F&uuml;r Fl&uuml;chtlinge aus Krisenregionen wie Syrien k&ouml;nnten so mehr Kapazit&auml;ten freiwerden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fluechtlinge-vom-balkan-de-maiziere-setzt-auf-abschreckung-a-1049899.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Menschenfeindliche Logik der Politik<\/strong><br>\nEin humaner Umgang mit Fl&uuml;chtlingen scheitert schon seit Jahren an den selbstbez&uuml;glichen Mechanismen der Politik. Der asylpolitische Diskurs wird von Panikmache bestimmt. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend anl&auml;sslich von Blockupy in Frankfurt zehntausend Polizisten und alle Wasserwerfer der Republik die Europ&auml;ische Zentralbank sch&uuml;tzen sollten, wurden keine Einheiten zum Schutz von Menschen nach Heidenau oder Freital verlegt. [&hellip;]<br>\nDer sogenannte Asylkompromiss, der als Dublin-Verordnung auf ganz Europa ausgedehnt wurde, verlagert zudem faktisch die Verantwortung f&uuml;r den Grenzschutz auf die s&uuml;dlichen und &ouml;stlichen Mitgliedstaaten &ndash; das Ergebnis sehen wir heute jeden Tag in Italien, Ungarn oder auf den griechischen Inseln. Die restlichen Mitgliedstaaten weigerten sich, solidarischen Regelungen zuzustimmen. Im letzten Jahrzehnt verwaisten daher die Aufnahmelager in der Bundesrepublik und wurden teilweise umgewidmet.<br>\nDoch dann wurde das europ&auml;ische Grenzregime br&uuml;chig, die au&szlig;ereurop&auml;ischen Grenzw&auml;chter funktionierten nicht mehr verl&auml;sslich und Konflikte, insbesondere in Syrien, eskalierten. Das Verdr&auml;ngte kehrte zur&uuml;ck. Europa wurde die Rechnung f&uuml;r seine Lebensweise pr&auml;sentiert. Darauf war es nicht vorbereitet.<br>\nUnd nun werden als populistische Ma&szlig;nahmen und eben nicht als Probleml&ouml;sungen Z&auml;une errichtet, neue &bdquo;sichere Herkunfts- und Transitstaaten&ldquo; konstruiert und das Milit&auml;r am Eurotunnel aufgestockt. Doch das wird nicht helfen: Menschen, die vor Tod und Verw&uuml;stung fliehen, lassen sich nicht aufhalten. Das ist in der Migrationsforschung eine ziemlich banale Erkenntnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gastbeitraege\/fluechtlinge-menschenfeindliche-logik-der-politik,29976308,31588836.html\">Sonja Buckel in der FR<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>A spectre is haunting Europe &ndash; the spectre of democracy<\/strong><br>\nA spectre is haunting Europe &ndash; the spectre of democracy. All the powers of old Europe have entered into a holy alliance to exorcise this spectre: The state- sponsored bankers and the Eurogroup, the Troika and Dr Sch&auml;uble, Spain&rsquo;s heirs of Franco&rsquo;s political legacy and the SPD&rsquo;s Berlin leadership, Baltic governments that subjected their populations to terrible, unnecessary recession and Greece&rsquo;s resurgent oligarchy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2015\/08\/25\/10081\/\">Yanis Varoufakis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wohin mit Sch&auml;ubles zus&auml;tzlichen Milliarden?<\/strong><br>\nEs ist gerade mal etwas weniger als das gesamte Bruttoinlandsprodukt des Staates Albanien. 21,1 Milliarden Euro betr&auml;gt der Haushalts&uuml;berschuss in Deutschland in der ersten H&auml;lfte des Jahres 2015. Das ist ein Rekord, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. F&uuml;r die Monate Januar bis Juni haben die Statistiker noch nie einen derart satten &Uuml;berschuss errechnet.<br>\nNun stellt sich nat&uuml;rlich schnell die Frage, was man mit dem ganzen Geld anfangen soll oder kann. In vergangenen Jahren war dabei oft die Rede von Steuersenkungen. Doch die Zeiten haben sich ge&auml;ndert. Wirtschaftspolitiker der Union jedenfalls haben eine andere Verwendung im Sinn.<br>\n&ldquo;Zus&auml;tzliche Einnahmen wie diese m&uuml;ssen grunds&auml;tzlich in die Schuldentilgung flie&szlig;en. Das ist die beste Zukunftsinvestition&rdquo;, sagte der Vorsitzende derMittelstandsvereinigung der Union, Carsten Linnemann, der &ldquo;Welt&rdquo;. Es w&auml;re vollkommen falsch, sich neue Ausgaben einfallen zu lassen.<br>\nAuch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union, Michael Fuchs (CDU), warnt vor &uuml;ppigen neuen Ausgaben. &ldquo;Diese Betr&auml;ge sollten in die Schuldentilgung flie&szlig;en&rdquo;, sagte er der &ldquo;Welt&rdquo;. Gerade vor dem Hintergrund der Fl&uuml;chtlingsproblematik sei es zudem wichtig, Geld in der Hinterhand zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article145642425\/Wohin-mit-Schaeubles-zusaetzlichen-Milliarden.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bei den Neoliberalen fragt man sich gelegentlich ob ihre Position auf abgrundtiefer Borniertheit oder auf eiskaltem Kalk&uuml;l gr&uuml;ndet? Die in der Meldung zitierten &Auml;u&szlig;erungen des Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung der Union, Carsten Linnemann, belegen dies sehr sch&ouml;n. <\/em><br>\n<em>Wer die Nachrichten aufmerksam verfolgt, kann Meldungen &uuml;ber den zunehmenden Verfall der &ouml;ffentlichen Infrastruktur kaum &uuml;bergehen. Da sollen dann also die erzielten Haushalts&uuml;bersch&uuml;sse ausschlie&szlig;lich f&uuml;r die Schuldentilgung verwendet werden und das ist dann &ldquo;die beste Zukunftsinvestition&rdquo;. Wobei sich selbst Vertreter des Kapitals &uuml;ber den zunehmenden Verfall der Infrastruktur beklagen und dies schon als Gefahr f&uuml;r den &ldquo;Standort Deutschland&rdquo; sehen. Womit wir wieder bei den Neoliberalen w&auml;ren. Einerseits soll der Staat f&uuml;r eine intakte Infrastruktur zum Nutzen der deutschen Unternehmen sorgen, andererseits soll er keine Schulden machen und erzielte &Uuml;bersch&uuml;sse ausschlie&szlig;lich in den Schuldendienst investieren. Tja, was denn nun?<\/em><br>\nNat&uuml;rlich ist die Staatsphobie ein wesentliches Moment der neoliberalen Ideologie. Das Ziel ist dabei immer die staatliche Handlungsf&auml;higkeit soweit einzuschr&auml;nken wie m&ouml;glich, auch um Bereiche aus denen sich der Staat dann mangels finanzieller Ressourcen zur&uuml;ck ziehen muss, der privaten Profitmaximiering zu &uuml;berantworten.\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Frankreich ist nicht mehr deutscher Kunde Nummer eins<\/strong><br>\nEs ist das Ende einer &Auml;ra: Nach mehr als 50 Jahren haben die USA unser Nachbarland Frankreich als wichtigsten Absatzmarkt f&uuml;r Waren &ldquo;made in Germany&rdquo; abgel&ouml;st. Ein Wechsel mit Ansage.<br>\nFrankreich verliert nach mehr als einem halben Jahrhundert seinen Status als wichtigster Kunde der deutschen Wirtschaft. Befl&uuml;gelt vom schwachen Euro, zogen die Ausfuhren in die USA im ersten Halbjahr 2015 um fast 24 Prozent auf knapp 56 Milliarden Euro an.<br>\nDamit l&ouml;st die weltgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft erstmals Frankreich als wichtigsten Absatzmarkt f&uuml;r Waren &ldquo;made in Germany&rdquo; ab: Die Gesch&auml;fte mit Frankreich wuchsen nur um rund vier Prozent auf knapp 53,5 Milliarden Euro. &ldquo;Eine &Auml;ra geht damit zu Ende&rdquo;, sagte der Au&szlig;enwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. [&hellip;]<br>\nDie deutsche Industrie blickt derzeit aber dennoch skeptischer auf ihr Exportgesch&auml;ft. Die Aussichten der Betriebe tr&uuml;bten sich im August weiter ein, wie das M&uuml;nchner Ifo-Institut am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 2700 Firmen mitteilte. &ldquo;Die schwierige konjunkturelle Situation in den Schwellenl&auml;ndern und China setzt den Exporteuren zu&rdquo;, sagte Ifo-Pr&auml;sident Hans-Werner Sinn. Die Unternehmen rechneten zwar noch mit anziehenden Exporten, jedoch mit geringeren Zuwachsraten als zuletzt.<br>\nVon deutlichen D&auml;mpfern berichteten demnach die Unternehmen aus der Mineral&ouml;l verarbeitenden und der chemischen Industrie. &ldquo;Der sinkende &Ouml;lpreis hinterl&auml;sst hier seine Spuren&rdquo;, f&uuml;gte Sinn hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article145661909\/Frankreich-ist-nicht-mehr-deutscher-Kunde-Nummer-eins.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Das ist ja wieder ein tolles Beispiel f&uuml;r die Beliebigkeit des mutma&szlig;lich besten &Ouml;konomen Deutschlands. Der sinkende &Ouml;lpreis hinterlasse seine Spuren und mache Unternehmen zu schaffen, sagt Sinn. Vor gut einem Jahr hat der Chef des ifo-Instituts das noch ganz anders prognostiziert und den sinkenden &Ouml;lpreis quasi als Segen f&uuml;r die deutsche Wirtschaft und damit als <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ifo-index-billiges-oel-gibt-deutscher-wirtschafts-schubkraft-a-1009209.html\">Konjunkturprogramm interpretiert<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&Uuml;bersch&auml;tzte Spielr&auml;ume<\/strong><br>\nRaus aus dem Euro? Die Propagierung eines anderen W&auml;hrungsmechanismus l&auml;uft letztlich auf Unterwerfung unter den internationalen Kapitalverkehr hinaus. Ein Beitrag zur linken Euro-Debatte von Axel Troost. [&hellip;]<br>\nKeine Frage: Das gerade auf den Weg gebrachte &raquo;Unterst&uuml;tzungsprogramm&laquo; f&uuml;r Griechenland verdeutlicht: Die Krise der Eurozone und der europ&auml;ischen &Ouml;konomien ist bei weitem nicht &uuml;berwunden. Die Zukunft der europ&auml;ischen Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion h&auml;ngt ma&szlig;geblich von einem &uuml;berzeugenden Konzept zur &Uuml;berwindung der &ouml;konomischen und sozialen Ungleichgewichte durch wirtschaftliche und finanzpolitische Koordination ab. Die aktuellen Reparaturma&szlig;nahmen sind v&ouml;llig unzureichend. Die Eurozone findet nur aus der Krise durch eine Politik, die vor allem den s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern die Chance er&ouml;ffnet, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Dazu ist eine gesamteurop&auml;ische Anstrengung n&ouml;tig, die diesen L&auml;ndern hilft, eine Art &raquo;europ&auml;ischem New Deal&laquo;. [&hellip;]<br>\nDie Propagierung eines anderen W&auml;hrungsmechanismus und die Forderung nach R&uuml;ckkehr zu einer nationalstaatlichen Gestaltung der &Ouml;konomien sollten wir den rechtspopulistischen Parteien &uuml;berlassen. Eine solche politische Strategie l&auml;uft letztlich auf eine Unterwerfung unter den internationalen Kapitalverkehr hinaus. Die Bef&uuml;rworter einer Renationalisierung &uuml;bersch&auml;tzen die Spielr&auml;ume nationalstaatlicher Politik. Vor dem Hintergrund freier Kapital- und Warenstr&ouml;me sowie einer gemeinsamen W&auml;hrung k&ouml;nnen nationale Regierungen in den zentralen Feldern der Wirtschafts-, Sozial- und Lohnpolitik keine progressive Politik im nationalen Alleingang durchhalten. Was aber im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass eine enge Zusammenarbeit der zwei\/drei gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaften (Deutschland, Frankreich, Italien) nicht neue Handlungsspielr&auml;ume schaffen k&ouml;nnte. Zudem h&auml;ngt die Stabilit&auml;t nationaler Austerit&auml;tsregime immer noch sehr eng mit der Stabilit&auml;t nationaler Regierungen zusammen. Insofern hat der Nationalstaat keinesfalls ausgedient.<br>\nEine R&uuml;ckkehr zu nationalen W&auml;hrungen &ndash; die radikalste Variante einer Renationalisierung &ndash; ist keine w&uuml;nschenswerte politische Option. Dieser Weg w&uuml;rde mit dramatischen &ouml;konomischen und sozialen Verwerfungen einhergehen. Die Alternative zu weniger Europa ist mehr Europa, aber anders. Ziel ist ein demokratisches und soziales Europa, das mit der neoliberalen Logik des Maastrichter Vertrags bricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/982480.ueberschaetzte-spielraeume.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Forscher: Weitere Deregulierung unn&ouml;tig und sch&auml;dlich<\/strong><br>\nEine Analyse der tariflichen Arbeitszeitbestimmungen belegt quer &uuml;ber alle Wirtschaftszweige hinweg ein kaum noch zu steigerndes Ma&szlig; an flexiblen Anpassungsm&ouml;glichkeiten an betriebliche Produktions- und Arbeitserfordernisse. &ldquo;Wir brauchen keine Aufweichung von Schutzregelungen, sondern eine kluge Nutzung der bestehenden Gestaltungspielr&auml;ume&rdquo;, sagt Dr. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs. &ldquo;Pauschale Forderungen nach noch mehr Flexibilisierung sind aber nicht nur unn&ouml;tig, sie w&uuml;rden auch die Probleme noch weiter versch&auml;rfen, die Besch&auml;ftigte haben, wenn sie Arbeit und Familienleben unter einen Hut bringen m&uuml;ssen.&rdquo; Defizite gebe es vielmehr bei belastbaren Regelungen zur besseren Umsetzung der Arbeitszeitinteressen von Besch&auml;ftigten. &ldquo;Es ist h&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine gesellschaftliche Debatte &uuml;ber eine Arbeitszeitpolitik, die sich an den wechselnden Interessen der Besch&auml;ftigten im Lebensverlauf orientiert. Dabei spielt auch eine weitere Arbeitszeitverk&uuml;rzung eine wichtige Rolle&rdquo;, so der Tarifexperte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2015_08_26.pdf\">WSI [PDF &ndash; 74,1 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sozialministerin M&uuml;ller: &ldquo;St&auml;rkung der betrieblichen Altersversorgung dringend erforderlich &ndash; Reform noch 2015 auf den Weg bringen&rdquo;<\/strong><br>\nBayerns Sozialministerin Emilia M&uuml;ller forderte heute in M&uuml;nchen vom Bund, die im Koalitionsvertrag auf Bundesebene vereinbarte Reform der betrieblichen Altersvorsorge nicht l&auml;nger auf die lange Bank zu schieben. &ldquo;Eine St&auml;rkung der betrieblichen Altersversorgung ist f&uuml;r die Stabilit&auml;t der Alterssicherung enorm wichtig. Bundesarbeitsministerin Nahles muss die dringend notwendige Reform noch heuer auf den Weg bringen. Dabei muss es das Ziel sein, die betriebliche Altersversorgung noch viel st&auml;rker in kleinen und mittleren Unternehmen zu etablieren&rdquo;, so die Ministerin.<br>\nM&uuml;ller nannte f&uuml;r die notwendige Reform drei Eckpunkte. &ldquo;Um die betriebliche Altersversorgung f&uuml;r mittlere und kleinere Unternehmen attraktiver zu machen, m&uuml;ssen wir Unternehmen gezielt entlasten. Dazu sollte die derzeitige Arbeitgeberhaftung f&uuml;r sie begrenzt wegfallen&rdquo;, forderte die Ministerin. In einem weiteren Schritt m&uuml;ssten Arbeitgeber bei der Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung Unterst&uuml;tzung erhalten. Gerade das anhaltende Niedrigzinsniveau erfordert sowohl von Arbeitgebern als auch von Arbeitnehmern einen deutlich h&ouml;heren Vorsorgeaufwand. &ldquo;Wir m&uuml;ssen Anreize schaffen, um den Arbeitgebern wieder eine st&auml;rkere Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung zu erm&ouml;glichen. Hierzu halte ich eine Korrektur des steuerlichen Rechnungszinssatzes f&uuml;r Pensionsr&uuml;ckstellungen bedenkenswert&rdquo;, erg&auml;nzte M&uuml;ller. Aber auch f&uuml;r Arbeitnehmer m&uuml;sste die betriebliche Altersversorgung noch attraktiver werden. Bayerns Sozialministerin sprach sich daf&uuml;r aus, aktuell ung&uuml;nstige Regelungen wie bei der Krankenversicherung und Grundsicherung auf den Pr&uuml;fstand zu stellen. &ldquo;Mit diesen Ma&szlig;nahmen st&auml;rken wir die betriebliche Altersversorgung als zentrale S&auml;ule der Alterssicherung nachhaltig&rdquo;, zeigte sich M&uuml;ller &uuml;berzeugt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stmas.bayern.de\/presse\/pm1508-202.php\">Sozialministerium Bayern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.H.:<\/strong> Diese &ldquo;zentrale S&auml;ule&rdquo; (bei wohlgemerkt maximal drei S&auml;ulen!) soll also, obwohl sie f&uuml;r Arbeitgeber wie Arbeitnehmer unattraktiv ist, unterst&uuml;tzt und &ldquo;nachhaltig&rdquo; gest&auml;rkt werden. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung:<\/strong> siehe dazu auch den gestrigen Beitrag &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27322\">Das Drei-S&auml;ulen-Modell in der Altersvorsorge funktioniert nicht<\/a>&ldquo; hier auf den NachDenkSeiten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Black-out on tobacco&rsquo;s access to EU trade talks an eerie indication of TTIP threat<\/strong><br>\nEarlier this week, the European Commission &lsquo;released&rsquo; very heavily redacted documents (see PDFs below) concerning their contacts with the tobacco industry on EU trade negotiations, including the ongoing EU-Japan and EU-US trade talks (TTIP). In all four documents (correspondence with and minutes of meetings with tobacco lobbyists) virtually all the content is removed (blacked out) including the names of all tobacco lobbyists and Commission officials involved. In a 14-page letter from British American Tobacco, for instance, less then 5% of the text is visible (a few fairly meaningless sentences about introductory and closing remarks ). In a one-page summary of a meeting with Philip Morris even the date of the meeting is removed and there is no mention of which trade negotiations were discussed. The Commission describes this as &ldquo;partial access&rdquo;.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150826_black-out.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/corporateeurope.org\/international-trade\/2015\/08\/black-out-tobaccos-access-eu-trade-talks-eerie-indication-ttip-threat\">Corporate Europe Observatory<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Da kann man mal sehen, was die EU-Kommission unter einem teilweisen Zugang versteht. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Suche NSA-Spionagesoftware, biete deutsche Daten<\/strong><br>\nInterne Dokumente belegen: Der Verfassungsschutz bekam von der NSA die begehrte Spionagesoftware XKeyscore &ndash; und versprach als Gegenleistung daf&uuml;r Daten aus Deutschland.<br>\nDie Beamten des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) waren schwer beeindruckt. Das wollten sie auch k&ouml;nnen: Am 6. Oktober 2011 f&uuml;hrten ihnen Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA im bayerischen Bad Aibling vor, was die Spionagesoftware XKeyscore alles kann. Um die Demonstration m&ouml;glichst anschaulich zu machen, f&uuml;tterten die Amerikaner ihr Programm mit Daten, die das BfV selbst bei einer Abh&ouml;raktion gesammelt hatte. Ein interner Vermerk zeigt die Begeisterung der Verfassungssch&uuml;tzer: Die Analyse der Daten mithilfe der Software, hei&szlig;t es da in sperrigem Beh&ouml;rdendeutsch, habe &ldquo;eine hohe Erkennung genutzter Applikationen, Internetanwendungen und Protokolle&rdquo; ergeben. Und: XKeyscore habe in den Daten &ldquo;bspw. Hotmail, Yahoo oder auch Facebook erkannt. Ebenfalls konnten Benutzernamen und Passw&ouml;rter ermittelt werden.&rdquo; Lauter Volltreffer also. [&hellip;]<br>\nDieses &ldquo;Terms of Reference&rdquo; genannte Dokument vom April 2013, das ZEIT und ZEIT ONLINE einsehen konnten, ist mehr als aufschlussreich. Es zeigt zum ersten Mal, was der deutsche Inlandsnachrichtendienst den US-Kollegen als Gegenleistung f&uuml;r die begehrte Software versprach. In dem Papier hei&szlig;t es: &ldquo;The BfV will: To the maximum extent possible share all data relevant to NSA&rsquo;s mission.&rdquo; Auf Deutsch: Das BfV verpflichtete sich, die mithilfe von XKeyscore gewonnenen Informationen so weit wie irgend m&ouml;glich mit der NSA zu teilen. Das war der Deal: Daten gegen Software.<br>\nF&uuml;r den Verfassungsschutz war das ein sch&ouml;nes Gesch&auml;ft. Die &Uuml;berlassung der Software sei ein &ldquo;Vertrauensbeweis&rdquo;, freute sich ein Beamter. Ein anderer nannte XKeyscore ein &ldquo;cooles System&rdquo;.<br>\nPolitisch und juristisch aber ist die Abmachung &auml;u&szlig;erst brisant. Denn bis heute kontrolliert niemand au&szlig;erhalb des BfV, welche Daten auf der Grundlage der &ldquo;Terms of Reference&rdquo; an die NSA gelangen. Weder der Datenschutzbeauftragte noch das zur &Uuml;berwachung des Verfassungsschutzes eingesetzte Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestages (PKGr) wurden bislang vollst&auml;ndig &uuml;ber die Abmachung informiert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2015-08\/xkeyscore-nsa-verfassungsschutz\/komplettansicht\">Kai Biermann und Yassin Musharbash, Zeit Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2015-08\/xks-xkeyscore-vertrag\">Die &Uuml;bereinkunft zwischen NSA und Verfassungsschutz im Wortlaut<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Die andere Ansicht&rdquo; &ndash; Niedergang oder Sieg des Rechtsstaats?<\/strong><br>\nDas &ldquo;Dissenting Vote&rdquo; &ndash; die &ldquo;Abweichende Meinung&rdquo; &ndash; ist vielen Rechtskulturen besonders wertvoll. In Deutschland aber gilt sie als Ausdruck von Querulantentum und Besserwisserei. Warum blo&szlig;? [&hellip;]<br>\nDie Abgeordneten des deutschen Volks sind v&ouml;llig weisungsfrei, was sie uns gern dadurch beweisen, dass sie sich immer wieder einmal gegenseitig unter Tr&auml;nen der R&uuml;hrung den &ldquo;Fraktionszwang&rdquo; aufheben, wenn es richtig ernst wird: Also nicht beim Haushalt, aber zum Beispiel bei der Frage, ob der deutsche Mensch das Recht habe zu sterben, wann er will. Dann geben die F&uuml;hrer rechtzeitig vorher Hinweise heraus: Wisse, Gefolge, dass es erlaubt wurde, die Gefolgschaft zu versagen! F&uuml;rchte Dich nicht! Lass es raus! Bis zur endg&uuml;ltigen Abstimmung werden wir durch w&ouml;chentliche Probeabstimmungen unverbindlich feststellen, auf wen von Euch Verlass ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2015-08\/abweichende-meinung-rechtskultur-fischer-im-recht\">Bundesrichter Thomas Fischer, Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verdeckte Ermittlerin &ndash; Im Katz-und-Maus-Spiel aufgeflogen<\/strong><br>\nInnerhalb weniger Monate hat die linke Szene in Hamburg eine zweite verdeckte Ermittlerin enttarnt. Die Polizei best&auml;tigte den Fall bereits. Auch der Einsatz von Maria B. wirft Fragen auf.<br>\nDas Foto zeigt eine junge Frau. Sie lacht, den Mund weit ge&ouml;ffnet. Ein paar Haarstr&auml;hnen, zu langen Dreadlocks verzwirbelt, liegen auf der Schulter. Aufgenommen wurde es augenscheinlich in einer griechischen Taverne, vermutlich 2009, anl&auml;sslich eines linken Protestcamps gegen die europ&auml;ische Grenzpolitik. Die Frau jedoch ist keine linke Aktivistin. Sie ist eine verdeckte Ermittlerin aus Hamburg.<br>\nIn der Nacht zu Mittwoch wurde die Polizeibeamtin Maria B., die sich in der Szene als &ldquo;Maria Block&rdquo; vorgestellt haben soll, enttarnt. Eine linke Recherchegruppe ver&ouml;ffentlichte kurz nach Mitternacht ein Internet-Dossier &uuml;ber ihren verdeckten Einsatz. Auf etwa 20 Seiten trugen die Verfasser Fotos und pers&ouml;nliche Daten zusammen, zeichneten ihre Aktivit&auml;ten und ihren Werdegang nach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article145683902\/Im-Katz-und-Maus-Spiel-aufgeflogen.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Es w&auml;re interessant, zu erfahren, der Verfolgung welcher Straftaten der Einsatz der beiden Polizeibeamtinnen dienen sollte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vergiftetes L&ouml;schwasser in der Jagst: In kurzer Zeit war der Flussabschnitt tot<\/strong><br>\nGiftiges L&ouml;schwasser, das im Kreis Schw&auml;bisch Hall ein gro&szlig;es Fischsterben ausgel&ouml;st hat, wird nach Beh&ouml;rdeneinsch&auml;tzung in den Neckar flie&szlig;en. Das Landratsamt Heilbronn r&auml;t dringend davon ab, im Fluss zu baden, zu fischen, Wasser zu entnehmen oder Kanu zu fahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.vergiftetes-loeschwasser-in-der-jagst-in-kurzer-zeit-war-der-flussabschnitt-tot.4258aefb-45ef-4e77-8b4f-f0c9ee6f8fa4.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.S.:<\/strong> Umweltkatastrophen in China sind interessant &ndash; &uuml;ber die in Deutschland wird dagegen kaum berichtet.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Nachbemerkung AM:<\/strong> Inzwischen haben doch relativ viele Medien berichtet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Geheimdienstberichte &uuml;ber Inherent Resolve versch&ouml;nt?<\/strong><br>\nDer Generalinspekteur untersucht Vorw&uuml;rfe, w&auml;hrend die US-Luftangriffe den IS nicht gro&szlig; geschw&auml;cht haben, aber die humanit&auml;re Krise gewachsen ist<br>\nSeit mehr als einem Jahr f&uuml;hren die USA mit einer Koalition einen Luftkrieg gegen Stellungen des Islamischen Staats in Syrien und im Irak, nachdem US-Pr&auml;sident Obama 2009 ein Ende des Kriegs erkl&auml;rt und die Truppen abgezogen hatte. Jetzt befinden sich wieder 3,400 US-Soldaten im Irak, die irakische Truppen offenbar mit wenig Erfolg ausbilden und beraten.<br>\nIrak h&auml;ngt fast v&ouml;llig von &Ouml;lexporten ab und st&uuml;rzt nun mit den durch die China-Krise weiter fallenden Preisen in eine Finanzkrise, w&auml;hrend die Zentralregierung und die Kurden &uuml;ber die Einnahmen aus kurdischen &Ouml;lgesch&auml;ften weiter streiten. Die Kurdische Regionalregierung will sich mit &Ouml;lverk&auml;ufen weitgehend unabh&auml;ngig machen, Bagdad fordert, dass die Eink&uuml;nfte &uuml;ber die Zentralregierung laufen m&uuml;ssen. Regierungschef Abadi fordert angesichts der sinkenden &Ouml;leinnahmen dazu auf, die Privatwirtschaft zu st&auml;rken und die Arbeitslosenrate zu senken. Dazu sollen 5 Billionen Dinar investiert werden. W&auml;hrenddessen gibt es weiterhin Demonstrationen gegen die Regierung in Bagdad und in anderen Orten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45817\/1.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Demokratie braucht Konkurrenz<\/strong><br>\nWeil die SPD weiter schw&auml;chelt, ist allein die CDU noch eine echte Volkspartei. Das mag ihre Vorsitzende Angela Merkel freuen, ist aber nicht ohne Risiko f&uuml;r das Land und das politische System. (&hellip;)<br>\nDie Beobachtung, dass das Ende der Volksparteien bevorstehe, ist nicht neu. Vor allem die beiden gro&szlig;en Parteien, die selbstverst&auml;ndlich f&uuml;r sich in Anspruch nehmen, das Volk in seiner Breite so zu vertreten, dass sie sich auch mit seinem Namen schm&uuml;cken k&ouml;nnen, klagen &uuml;ber Mitgliederschwund. Besonders die SPD hat viele Mitglieder verloren. Die CDU kann sich ihre Verluste damit ein bisschen sch&ouml;nreden, dass der jahrzehntelange, erhebliche Vorsprung der Sozialdemokraten bei den Mitgliederzahlen inzwischen verschwunden ist. Aber das ist ein schwacher Trost. (&hellip;)<br>\nKonkurrenz ist f&uuml;r eine von Parteien getragene Demokratie lebenswichtig. Sonst besteht die Gefahr, dass die Partei, die st&auml;ndig dominiert, vergisst, dass ihr die Macht vom Volk nur auf Zeit verliehen wurde. Doch mit einer SPD, die sich allm&auml;hlich im 25-Prozent-Eck einrichtet, und zwei linken Oppositionsparteien, die keinen rechten Regierungswillen erkennen lassen, wird sich an dieser Situation nichts &auml;ndern.<br>\nVielleicht findet sich nach der n&auml;chsten Wahl ja eine kleine Partei, die mit der gr&ouml;&szlig;eren &ndash; vermutlich also der CDU &ndash; eine Regierung bildet. Noch einmal gro&szlig;e Koalition w&auml;re f&uuml;r die Union bequem (und f&uuml;r eine darbende SPD die einzige Chance zur Beteiligung an der Macht). F&uuml;r den politischen Wettbewerb w&auml;re sie l&auml;hmend und auf Dauer sogar gef&auml;hrlich. Man muss den Wechsel nicht wollen. Aber er muss m&ouml;glich bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/volkspartei-cdu-demokratie-braucht-konkurrenz-13765220.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Pure Meinungsmache und Reklame f&uuml;r die CDU. Ein Trauerspiel f&uuml;r den deutschen Journalismus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: &ldquo;Entfolgt uns bei Facebook&rdquo;: die deutliche Botschaft von Joko &amp; Klaas an Hass-Kommentierer<\/strong><br>\nJetzt haben auch die beiden beliebten ProSieben-Entertainer Joko &amp; Klaas (&ldquo;Circus Halligalli&rdquo;) ihre Stimme in der Debatte um Fl&uuml;chtlinge erhoben. In einem YouTube-Video beziehen Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf klar Position f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge und haben f&uuml;r Hass-Kommentierer eine &uuml;beraus deutliche Botschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/08\/26\/entfolgt-uns-bei-facebook-die-deutliche-botschaft-von-joko-klaas-an-hass-kommentierer\/\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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