{"id":27340,"date":"2015-08-27T10:28:03","date_gmt":"2015-08-27T08:28:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27340"},"modified":"2024-08-28T18:58:37","modified_gmt":"2024-08-28T16:58:37","slug":"die-perfidie-ist-dass-diese-fluchtbewegungen-politisch-instrumentalisiert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27340","title":{"rendered":"\u201eDie Perfidie ist, dass diese Fluchtbewegungen politisch instrumentalisiert werden\u201c"},"content":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150827_leukefeld.jpg\" alt=\"Karin Leukefeld\" title=\"Karin Leukefeld\"><\/div><p>In den Medien ist bereits von einer <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45765\/1.html\">neuzeitlichen V&ouml;lkerwanderung<\/a> die Rede. Und auch &uuml;ber die Verantwortung sogenannter <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/973319.schlepperbanden.html\">Schlepperbanden<\/a> f&uuml;r die Flucht wom&ouml;glich krimineller, mindestens aber heimlich wohlhabende Fl&uuml;chtlinge wird diskutiert. Rassismus und Nationalismus haben Hochkonjunktur. Die Ursachen des Massenelends der Fl&uuml;chtigen werden jedoch kaum erforscht. Die Syrien-Korrespondentin <strong>Karin Leukefeld<\/strong> berichtet im Interview mit <strong>Jens Wernicke<\/strong> von einem Wirtschafts- und Stellvertreterkrieg, der zunehmend zum Exitus des syrischen Staates f&uuml;hre, die Bev&ouml;lkerung in den Hungertod treibe und bereits elf Millionen Syrer auf die Flucht getrieben hat.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Frau Leukefeld, Sie sind neben <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25848\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer<\/a> die einzige mir bekannte deutsche Journalistin, die im Mittleren Osten wirklich vor Ort unterwegs ist, mit den Menschen dort spricht und darauf aufbauend dann qualifizierte Analysen, die mehr als nur Stereotype bedienen, produziert. Im Moment kommen Sie gerade von einer Syrienreise zur&uuml;ck. Wie ist die Situation vor Ort? <\/strong><\/p><p>Es kommt darauf an, wo man sich in Syrien aufh&auml;lt. In der K&uuml;stenregion ist es ruhig, manche Syrer, die jetzt in Europa leben, fahren sogar zum Urlaub dorthin, um ihre Familien zu treffen. Allerdings gibt es dort sehr viele Inlandsvertriebene, es ist also &uuml;berall sehr eng geworden. <\/p><p>In Idlib, einer an die K&uuml;stenregion angrenzenden Provinz, herrschen die &bdquo;Armee der Eroberung&ldquo; und die Nusra Front, Zehntausende sind geflohen, manche D&ouml;rfer werden belagert. In Aleppo ist die Lage schlimm, es herrscht Krieg zwischen den bewaffneten Gruppen und der syrischen Armee. Viele Teile der Stadt sind zerst&ouml;rt, die Strom- und Wasserversorgung bricht immer wieder ein, Lebensmittel sind sehr teuer, wenn sie &uuml;berhaupt erh&auml;ltlich sind. Bewaffnete Gruppen feuern M&ouml;rsergranaten, Raketen und selbst gebaute Geschosse in Wohngebiete, die syrische Armee feuert zur&uuml;ck. <\/p><p>&Ouml;stlich von Aleppo gibt es Gebiete, die von Kurden kontrolliert werden, andere von dem selbst ernannten &bdquo;Islamischen Staat im Irak und in der Levante&ldquo; (IS). Dort ist es extrem unsicher, die Fronten wechseln t&auml;glich, die syrische Luftwaffe und die von den USA gef&uuml;hrte &bdquo;Anti-IS-Allianz&ldquo; fliegen Luftangriffe. Neuerdings fliegt auch die t&uuml;rkische Luftwaffe Angriffe. Im Nordirak greift sie Stellungen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) an. Im Norden Syriens greift sie die von den syrischen Kurden kontrollierten Gebiete an. Der Einsatz l&auml;uft unter dem Motto &bdquo;Kampf gegen den &bdquo;Islamischen Staat&ldquo;. Die USA will mit der T&uuml;rkei n&ouml;rdlich von Aleppo eine &bdquo;Schutzzone&ldquo; durchsetzen. Das ist eine milit&auml;rische Ma&szlig;nahme innerhalb Syriens, die der Genehmigung des UN-Sicherheitsrates bedarf. Die gibt es nicht, also handelt es sich um den Angriff auf einen souver&auml;nen Staat und ist eine Verletzung des V&ouml;lkerrechts.<\/p><p>Die besiedelten Gebiete der zentralen Provinz Homs werden weitgehend von der syrischen Regierung und von der Armee kontrolliert. Die W&uuml;stengebiete, die sich im Osten bis an die Grenze zum Irak erstrecken, sind unsicher. Die Lage in Tadmur, der modernen Stadt die bei Palmyra liegt, ist unklar. Aus dem Kloster Deir Mar Elian, das ich sehr oft besucht habe, wurden Ende Mai der Priester Jacques Mourad und ein weiterer Geistlicher entf&uuml;hrt. Von beiden fehlt jede Spur. Inzwischen wurden die Menschen auch aus Qaryatayn und Sadat vom IS vertrieben, viele von ihnen Christen.<\/p><p>Damaskus beherbergt bis zu 7 Millionen Menschen, Inlandsvertriebene aus allen Teilen des Landes. Es ist weitgehend ruhig, Strom und Wasser sind knapp, aus den Vororten um Damaskus, wo die Islamische Front und die Nusra Front Basen haben, wird immer wieder auf die Stadt gefeuert, umgekehrt feuert die syrische Armee auch dorthin.<br>\nSweida, wo die Drusen und Christen leben, ist noch ruhig, ich fahre jedes Mal dorthin, wenn ich in Syrien bin. Deraa ist weiter umk&auml;mpft und der Golan, an der Grenze zu Israel, ebenso. Derzeit findet eine gro&szlig;e Schlacht um Zabadani statt, das liegt an der Grenze zum Libanon. Dort gibt es ein Hauptquartier der bewaffneten Gruppen, die um Damaskus herum agieren. Die syrische Armee und die libanesische Hisbollah, die gemeinsam k&auml;mpfen, wollen diese strategisch wichtige Basis der Kampfgruppen zur&uuml;ckerobern.<\/p><p>Das Leben ist teuer, das syrische Pfund hat nur noch ein F&uuml;nftel der Kaufkraft von 2010. Viele Menschen haben alles verloren, es wird gebettelt, Fleisch kommt nur noch selten auf den Tisch. Wenn die Leute &uuml;berhaupt noch einen Tisch haben. Die Arbeitslosigkeit liegt bei &uuml;ber 40 Prozent, Kinder arbeiten, um der Familie zu helfen und gehen nicht mehr in die Schule. Die H&auml;lfte der 500.000 syrischen Pal&auml;stinenser ist <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/palaestinenser-auf-der-flucht-vor-islamisten-in-syrien-vid-1.5272653\">geflohen<\/a>, weil ihre Lager, die eigentlich St&auml;dte waren, zerst&ouml;rt sind.<br>\nDie wirtschaftlichen Zentren Syriens &ndash; die um Aleppo, Homs und Damaskus angesiedelt waren &ndash; sind weitgehend zerst&ouml;rt. Syrien hatte eine eigene Pharmaindustrie, eine hervorragende Textilindustrie, eine Lebensmittelindustrie und gro&szlig;e Getreidereserven: alles ist zerst&ouml;rt, gepl&uuml;ndert und in die T&uuml;rkei verkauft. Die bescheidenen &Ouml;lvorkommen im Osten des Landes werden von Kampfgruppen kontrolliert, das &Ouml;l au&szlig;er Landes geschmuggelt und dort oder auch im Land verkauft, selbst an die Regierung. <\/p><p>Inzwischen sind viele &Ouml;lf&ouml;rderanlagen von der Anti-IS-Allianz bombardiert worden. Und dann die arch&auml;ologischen St&auml;tten in Syrien, die bis zu 10.000 Jahre vor die christliche Zeitrechnung zur&uuml;ckdatieren &ndash; von K&auml;mpfern besetzt und belagert, gepl&uuml;ndert, zerst&ouml;rt.<br>\nDie Lage ist hart, das Elend gro&szlig;. Besonders f&uuml;r die Syrer <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/syrische-fluechtlinge-105.html\">auf der Flucht<\/a>. 4 Millionen von ihnen sind in Nachbarstaaten geflohen, weitere 7 sind innerhalb Syriens auf der Flucht. <\/p><p>Die Perfidie ist, dass diese Fluchtbewegungen politisch instrumentalisiert werden. Der innersyrische Konflikt wurde zu einem regionalen und schlie&szlig;lich zu einem internationalen <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201503273477\/politik\/welt\/im-stellvertreterkrieg.html\">Stellvertreterkrieg<\/a> ausgeweitet. Dort, wo Menschen flohen, zogen bewaffnete Gruppen ein, die bis heute regional und international unterst&uuml;tzt werden. Und dann hie&szlig; es, die syrische Regierung hat keine Kontrolle mehr und ist ohnehin die &bdquo;Wurzel von allem B&ouml;sen&ldquo; in Syrien, wie es gerade erst wieder ein Sprecher des US-Au&szlig;enministeriums erkl&auml;rte. Syrien wird zu einem &bdquo;failed state&ldquo; erkl&auml;rt, in den man humanit&auml;r und milit&auml;risch eingreifen kann. <\/p><p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150827-interview-mit-karin-leukefeld-illustration.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150827-interview-mit-karin-leukefeld-illustration-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p><p><strong>Und diese Armut, dieses Elend, das Sie beschreiben, und vor dem die Leute fliehen: Wo kommen die her, woraus resultieren die? Und wie meinen Sie das mit dem Stellvertreterkrieg? Bitte f&uuml;hren Sie das doch kurz aus&hellip;<\/strong><\/p><p>Syrien ist ein Entwicklungsland. Es war 2010 auf dem aufsteigenden Ast und sollte 2015, also in diesem Jahr, die f&uuml;nftst&auml;rkste Wirtschaftsmacht der arabischen Welt sein.<br>\nHeute liegt Syrien knapp vor Somalia. Die durch den Krieg entstandene Wirtschaftskrise wird durch die <em>Wirtschaftssanktionen<\/em> der EU noch versch&auml;rft. Was wir hier beobachten, ist auch ein Wirtschaftskrieg gegen ein aufstrebendes Land.<\/p><p>Die Wirtschaftssanktionen der EU begannen bereits Ende 2011 und betrafen den &Ouml;l- und Gashandel sowie den Finanzsektor. Die syrische Fluggesellschaft durfte europ&auml;ische Flugh&auml;fen nicht mehr anfliegen, alle bilateralen Projekte wurden gestoppt, das Personal abgezogen, Syrien wurde isoliert. Anfangs konnten Staat und die Bev&ouml;lkerung M&auml;ngel aus eigenen Ressourcen &uuml;berbr&uuml;cken, doch die waren eines Tages aufgebraucht. Der Staat erhielt finanzielle Unterst&uuml;tzung und nahm beim Iran Kredite auf. Damit konnten Verluste aus der &Ouml;lindustrie verringert werden, &Ouml;l und Gas konnte an die Bev&ouml;lkerung, an die noch funktionierende Industrie und die Armee geliefert werden. Doch die nationale &Ouml;konomie wurde dem Krieg untergeordnet, es entstand eine Kriegs&ouml;konomie. <\/p><p>Offiziell will die EU mit ihren Wirtschaftssanktionen die politische und milit&auml;rische F&uuml;hrung Syriens unter Druck setzen, dass sie nachgeben und zur&uuml;cktreten soll. Das ist nicht geschehen. Stattdessen wurde die Gesellschaft bestraft, ihre m&uuml;hsam aufgebaute Existenzgrundlage zerst&ouml;rt. Geld konnten fortan diejenigen  verdienen, die vom Krieg profitierten: Milizen, Schmuggler, Schwarzmarkth&auml;ndler.<\/p><p>Jenseits der Sanktionspolitik wurde die Wirtschaft Syriens auch gezielt materiell zerst&ouml;rt. Am besten war das in Aleppo und in Damaskus zu sehen. Im Sommer 2012 gab es einen koordinierten Angriff, der eigentlich zum Sturz der syrischen F&uuml;hrung f&uuml;hren sollte. In Damaskus wurden bei einem Anschlag im Nationalen Sicherheitsrat vier hochrangige Milit&auml;rs und Geheimdienstler get&ouml;tet. Unmittelbar darauf folgten Angriffe auf Aleppo und Damaskus. Ausgef&uuml;hrt wurden diese Angriffswellen von K&auml;mpfern, die aus Homs abgezogen worden waren, nachdem der Kampf um Baba Amr sich zugunsten der Streitkr&auml;fte entschieden hatte. Diese K&auml;mpfer hatten sich im Umland der beiden gro&szlig;en St&auml;dte gesammelt, wo sie von lokalen Kr&auml;ften unterst&uuml;tzt wurden. Der Umsturz gelang nicht, sowohl die Aleppiner als auch die Damaszener weigerten sich, den Kampfgruppen die Tore in ihre St&auml;dte zu &ouml;ffnen. Als Reaktion auf diese Weigerung wurden die Industriegebiete um Aleppo und um Damaskus zerst&ouml;rt, gepl&uuml;ndert und zu St&uuml;tzpunkten f&uuml;r weitere Angriffe auf die beiden St&auml;dte gemacht.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div style=\"text-align: center; border: 1px solid #cccccc; padding: 20px; margin: 0px 0px 10px;\">\n<p><em>&bdquo;Seit &uuml;ber vier Jahren f&uuml;hren die USA mit ihren Verb&uuml;ndeten verdeckt Krieg gegen Syrien: sie beliefern islamistische Gruppen mit modernsten Waffen und lassen sie von Milit&auml;rberatern in Lagern in der T&uuml;rkei und Jordanien f&uuml;r den blutigen Einsatz in Syrien ausbilden. Das wahabitische Regime in Saudi-Arabien und die Golfmonarchien stellen &auml;hnlich wie in den 70er und 80er Jahren in Afghanistan Milliarden Dollar f&uuml;r die Rekrutierung und Bewaffnung von ISIS und Al Nusra zur Verf&uuml;gung.<\/em><br>\n<em>An diesem schmutzigen Krieg gegen Syrien beteiligen sich EU und Bundesregierung. Seit 2011 haben sie ein Embargo gegen Syrien verh&auml;ngt.<\/em><\/p>\n<p><em>Erkl&auml;rtes Ziel dieses Embargos ist es, die Wirtschaft Syriens zum Erliegen zu bringen und seine Bev&ouml;lkerung zum Aufstand gegen die eigene Regierung zu treiben. Gemeinsam mit den USA und den Herrschern Saudi-Arabiens und der Golfmonarchien haben EU und Bundesregierung die Auslandsguthaben dieses Landes &bdquo;eingefroren&ldquo; und die Importe aus Syrien, besonders von Roh&ouml;l, verboten. Jeder Geldverkehr wurde unterbunden, um dem Land seine Einnahmen zum Einkauf der G&uuml;ter zu entziehen, die es f&uuml;r seine Bev&ouml;lkerung und Wirtschaft ben&ouml;tigt. Selbst &Uuml;berweisungen syrischer Gastarbeiter an ihre Verwandten sind nicht mehr m&ouml;glich.<\/em><\/p>\n<p><em>Exporte nach Syrien, insbesondere von Treibstoff, Heiz&ouml;l sowie von Technologie und Ausr&uuml;stung zur F&ouml;rderung und Raffination von Erd&ouml;l bzw. Verfl&uuml;ssigung von Erdgas und f&uuml;r Kraftwerke zur Stromgewinnung, wurden untersagt. Ohne Treibstoff und Strom aber kommen Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, Handwerk, Industrie zum Erliegen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zynisch fragte die Tagesschau bereits am 14. Februar&nbsp;2012: &bdquo;Wie lange h&auml;lt Assads Wirtschaft das durch?&ldquo; und fuhr triumphierend fort: &bdquo;Jetzt geht es Syriens Wirtschaft schlecht. 30 Prozent der Menschen lebten schon vor dem Volksaufstand von nicht viel mehr als einem Euro am Tag. Die Inflation galoppiert. Lebensmittel sind doppelt so teuer, Diesel und Importe knapp. Strom wird selbst in Damaskus drei Stunden abgeschaltet, anderswo l&auml;nger&ldquo;. Heute, drei Jahre sp&auml;ter, ist das Sozialprodukt Syriens um 60 % eingebrochen, die Arbeitslosenquote von knapp 15 Prozent auf 58 Prozent hochgeschnellt. 64,7 Prozent der Syrer leben in extremer Armut und k&ouml;nnen sich selbst die notwendigsten Lebensmittel nicht mehr kaufen. In dieser verzweifelten Situation gedeihen Gewalt, Fanatismus, Kriminalit&auml;t, k&ouml;nnen Terrororganisationen wie ISIS und Al Nusra leicht rekrutieren.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Aufruf: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.freundschaft-mit-valjevo.de\/wordpress\/?p=1048\">Das Aushungern des syrischen Volkes muss beendet werden!<\/a>&ldquo;<\/p>\n<\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Und dass es sich hier um einen Stellvertreterkrieg handelt, wird klar, wenn man versteht, dass der sogenannte Islamische Staat, der vor Ort &bdquo;Daish&ldquo; genannt wird, anders als in unseren Leitmedien gern verbreitet, alles andere als aus dem Nichts aufgetaucht ist. Regionale und internationale Sponsoren stehen hinter ihm, sodass er offenbar &uuml;ber unersch&ouml;pfliche finanzielle Ressourcen verf&uuml;gt. <\/p><p>Diese Sponsoren benutzen die K&auml;mpfer, um die Nationalstaaten zu zerst&ouml;ren, die vor 100 Jahren in der Levante gegen den Willen der damaligen Bev&ouml;lkerung geformt worden waren. Damals ging es um die kolonialen Interessen von Gro&szlig;britannien und Frankreich, heute geht es um die Sicherung von Rohstoffen f&uuml;r die von den USA angef&uuml;hrte westliche Welt. Der Zorn der Golfstaaten auf die unabh&auml;ngige Politik, die in Syrien verteidigt wird, schl&auml;gt sich nieder in der Bewaffnung und Ausbildung von irregul&auml;ren Kampfgruppen, die von &bdquo;Daish&ldquo; dominiert werden. Der gesellschaftliche Boden, der sie n&auml;hrt, ist <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201503273477\/politik\/welt\/im-stellvertreterkrieg.html\">Armut<\/a>.<\/p><p><strong>Haben Sie f&uuml;r derlei &bdquo;Spirale in die Armut&ldquo;, um die es ja offenkundig geht, vielleicht ein konkretes Beispiel parat?<\/strong><\/p><p>Nehmen wir einen Betrieb, der medizinische Einrichtungen f&uuml;r Praxen und Kliniken verkauft. Bisher hat der Betrieb die Einrichtungen aus Deutschland bezogen. Aufgrund der EU-Sanktionen konnte nichts gekauft und nichts mehr geliefert werden. Und in einem anderen Land zu kaufen war schwierig f&uuml;r den Betrieb, weil s&auml;mtliche Geldgesch&auml;fte unterbrochen waren. Die syrische Zentralbank steht unter Sanktionen, niemand darf mit ihr Gesch&auml;fte machen. Um das zu umgehen, liefert nun beispielsweise die deutsche Firma die Produkte an ein Unternehmen im Libanon, das sie dann an die syrische Firma weiterverkauft. Libanon ist an die EU-Sanktionen nicht gebunden. Der Warentransfer wird so extrem teuer. <\/p><p>Ein anderes Beispiel ist, dass Eltern, deren Kinder im Ausland studieren, ihnen kein Geld mehr schicken k&ouml;nnen, weil mit den syrischen Banken keine Gesch&auml;fte gemacht werden d&uuml;rfen. Das gleiche gilt &uuml;brigens auch f&uuml;r Stipendien der syrischen Regierung f&uuml;r Studierende im Ausland. Oder Medikamente: bisher waren sie sehr billig, weil sie in Syrien produziert wurden. Die Pharmaindustrie ist weitgehend zerst&ouml;rt, also werden Medikamente aus dem Libanon eingef&uuml;hrt oder aus der T&uuml;rkei geschmuggelt &ndash; das treibt den Preis in schwindelnde H&ouml;hen. <\/p><p><strong>Und die Interessen im Hintergrund dieses Konfliktes &ndash; von welchen Kr&auml;ften sprechen wir hier? Wen meinen Sie, wenn Sie &bdquo;Sponsoren&ldquo; sagen?<\/strong><\/p><p>Sponsoren sind diejenigen, die die bewaffneten Gruppen gegen die syrische Regierung und Armee unterst&uuml;tzen. Russland und Iran, die die syrische Regierung st&uuml;tzen, sind deren Alliierte oder B&uuml;ndnispartner, weil sie mit dem syrischen Staat durch v&ouml;lkerrechtlich bindende Vertr&auml;ge verbunden sind. Die Regionalstaaten T&uuml;rkei, Saudi Arabien und Katar sind eher &bdquo;Sponsoren&ldquo;, weil sie Gruppen f&uuml;r eigene Zwecke benutzen, sie aber auch, wenn es opportun ist, wieder fallen lassen k&ouml;nnen. Das gilt auch f&uuml;r die Sponsoren unter den europ&auml;ischen Staaten, Australien und die USA. <\/p><p>Von dem Chaos, das sich &uuml;ber den Irak und Syrien ausbreitet, profitieren vor allem die Golfstaaten, die T&uuml;rkei und die USA. Nicht die Bev&ouml;lkerung nat&uuml;rlich, sondern politische und industrielle Eliten, allen voran die R&uuml;stungsindustrie. Die arabische Halbinsel ist in den letzten 5 Jahren zu einem riesigen Waffenlager aufger&uuml;stet worden. Westliche Milit&auml;rs, staatliche und private, bilden K&auml;mpfer aus, bewaffnen sie und schicken sie in den Krieg. Die USA liefert R&uuml;stungsg&uuml;ter in Milliardenh&ouml;he an die Golfstaaten ebenso wie an Israel. Deutschland bewaffnet die nordirakischen kurdischen Peschmerga und bildet sie aus und die T&uuml;rkei profitiert als NATO-Land von ihrer Frontstellung zu Syrien und zum Irak. Nat&uuml;rlich wird Syrien von Russland und Iran milit&auml;risch unterst&uuml;tzt, aber das geschieht wie gesagt auf der Basis von bilateralen Vertr&auml;gen.  <\/p><p>&Uuml;brigens haben in keinem der vom &bdquo;Arabischen Fr&uuml;hling&ldquo; betroffenen L&auml;nder die Protestbewegungen der jungen, aufgekl&auml;rten und modernen Jugend &uuml;berlebt, nirgends! In Tunesien, &Auml;gypten und Syrien wird das Geschehen vom politischen Islam bestimmt, ob als Kampf- oder Oppositionsgruppe.<\/p><p><strong>Relevant ist bei alldem aber sicher doch auch der religi&ouml;se Fanatismus der Menschen vor Ort, der dazu beitr&auml;gt, dass es sozusagen regelrechte &bdquo;Religionskriege&ldquo; gibt&hellip;<\/strong><\/p><p>Die Syrer waren nie religi&ouml;se Fanatiker! Lediglich die Muslim Bruderschaft, die den politischen Islam propagiert, genauer gesagt, ein Fl&uuml;gel in der syrischen Muslim Bruderschaft versuchte Ende der 1970iger Jahre den Aufstand gegen die Baath Partei, die einen s&auml;kularen Staat durchgesetzt hatte. Dieser Aufstand endete 1982 mit dem Massaker von Hama. Tausende starben beim Luftangriff der syrischen Armee, tausende verschwanden ganz oder in Gef&auml;ngnissen. Wer konnte floh, die Muslim Bruderschaft wurde bei Todesstrafe verboten. <\/p><p>Das wirkt nat&uuml;rlich nach und viele junge Leute, die sich heute bei islamistischen Kampfverb&auml;nden verdingt haben, erinnern an Hama, wenn man sie fragt, warum sie k&auml;mpfen. Ein junger Mann, der allerdings friedlich demonstrierte, erz&auml;hlte mir 2011, als alles begann, dass sein Onkel in Hama verschwunden sei und die ganze Familie deswegen die Opposition unterst&uuml;tze. Allerdings muss man auch daran erinnern, dass der Damaskus-Fl&uuml;gel der Muslim Bruderschaft damals, in den 1970iger Jahren, gegen den bewaffneten Aufstand war. <\/p><p>Die Rolle der Muslim Bruderschaft bei der Entstehung des radikalen politischen Islam darf dennoch nicht untersch&auml;tzt werden. Auch die Regierungspartei AKP in der T&uuml;rkei ist eine Schwesterpartei der Muslim Bruderschaft und eine Umfrage hat ergeben, dass mehr als 10 Prozent der t&uuml;rkischen Bev&ouml;lkerung den &bdquo;Islamischen Staat im Irak und in der Levante&ldquo; nicht als terroristische Organisation oder als Gefahr ansehen, sondern f&uuml;r legitim halten und unterst&uuml;tzen. Das ist nur m&ouml;glich, weil die t&uuml;rkische Regierung selber eine Linie des politischen Islam verfolgt. In einem s&auml;kularen Staat w&auml;re so etwas nicht denkbar.<\/p><p>Doch zur&uuml;ck zu Syrien. Es gab viele politische Konflikte, aber kulturell und religi&ouml;s war Syrien immer ein sehr tolerantes und offenes Land. Auch diese Toleranz soll jetzt zerst&ouml;rt werden. Das kommt allerdings nicht &bdquo;von unten&ldquo; oder &bdquo;aus dem Wesen der Menschen&ldquo; vor Ort &ndash; das ist Folge der geopolitischen Interessen und strategischen Auseinandersetzungen. <\/p><p><strong>Die Leute fliehen und leiden also, weil der sogenannte Westen ihre Heimat mit Krieg &uuml;berzieht und wirtschaftlich in die Knie zwingt? B&ouml;se <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/973319.schlepperbanden.html\">Schlepperbanden<\/a>, &uuml;ber die wir medial viel h&ouml;ren, sind also nicht das Hauptproblem, aufgrund dessen inzwischen 11 Millionen Syrer auf der Flucht sind?<\/strong><\/p><p>Die Schlepperbanden sind die Folge einer v&ouml;llig falschen Politik im Mittleren Osten, nicht die Ursache. Diese Schlepperbanden sind integraler Teil der Kriegswirtschaft. Ohne Krieg h&auml;tten sie gar kein Gesch&auml;ft. Sie benutzen die gleichen Wege, &uuml;ber die Waffen, Munition, Ausr&uuml;stung, Satellitentelefone und K&auml;mpfer ebenso geschmuggelt werden wie Drogen und andere Dinge, die f&uuml;r den Krieg in Syrien gebraucht werden. <\/p><p>Die Fl&uuml;chtlinge begegnen auf diesen Schmuggelpfaden den K&auml;mpfern, die Organisatoren sind die gleichen. Das B&uuml;ro der Vereinten Nationen f&uuml;r Drogen- und Verbrechensbek&auml;mpfung hat &uuml;ber diese Schmuggelpfade einen ausf&uuml;hrlichen Bericht vorgelegt. <\/p><p>Solange sich mit Krieg und dem Leid betroffener Menschen viel Geld verdienen l&auml;sst, wird sich wohl auch nichts daran &auml;ndern.<\/p><p><strong>Wie kommt es, das in unseren Medien hier&uuml;ber kaum &uuml;berhaupt und wenn dann in aller Regel vollkommen undifferenziert berichtet wird?<\/strong><\/p><p>Diese Fragen muss man den gro&szlig;en, den so genannten Leitmedien stellen. Sie sollen das Denken und die Wahrnehmung der Bev&ouml;lkerung leiten, anleiten und &bdquo;einordnen&ldquo;, wie es neuerdings hei&szlig;t. F&uuml;r mich hei&szlig;t das so viel wie: Sie geben vor, in welche Richtung zu denken und ein Konflikt &bdquo;einzuordnen&ldquo; ist. Mit der Realit&auml;t in den Konfliktregionen hat das wenig zu tun, zumal viele Kollegen gar nicht dort, sondern in der Stadt eines Nachbarlandes oder auch im Heimatstudio eines Senders sind. Ein Pendant zu dieser Darstellung w&auml;re eine Berichterstattung, die &uuml;ber kriegerische Optionen und Entwicklungen zwar berichtet, die nicht-bewaffneten und politischen Vorschl&auml;gen, Initiativen und Entwicklungen aber mindestens ebenso viel, wenn nicht mehr Raum einr&auml;umen w&uuml;rde.   <\/p><p><strong>Was m&uuml;sste Ihrer Einsch&auml;tzung nach geschehen, damit in Syrien wieder Frieden m&ouml;glich wird? Und: Gibt es etwas, das wir, die deutsche Bev&ouml;lkerung, tun k&ouml;nnen, um zu unterst&uuml;tzen und helfen gegen das Elend vor Ort?<\/strong><\/p><p>Die USA und Russland m&uuml;ssen sich auf ein gemeinsames Vorgehen zu Stabilisierung Syriens und des Iraks einigen und die syrische Regierung und Streitkr&auml;fte ebenso wie die Regierung und Armee des Iraks einbeziehen. Vorbedingungen &ndash; wie &bdquo;Assad hat keine Zukunft in Syrien&ldquo; &ndash; haben zu unterbleiben. Die syrischen Akteure m&uuml;ssen dabei unterst&uuml;tzt und nicht davon abgehalten werden, sich an einen Tisch zu setzen. Einflussnahme im eigenen Interesse hat zu unterbleiben. Die T&uuml;rkei muss &ndash; von der NATO oder bilateral von einzelnen NATO-Staaten &ndash; dazu gezwungen werden, ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den sogenannten Islamischen Staat einzustellen. Falls sie das nicht tut, muss die T&uuml;rkei milit&auml;risch sanktioniert werden.<br>\nGemeint ist z.B. keine Waffen mehr zu liefern oder der T&uuml;rkei mit der Aussetzung der Teilhabe an NATO Strukturen zu drohen.<br>\nUnd die Heimatl&auml;nder der internationalen Dschihadisten m&uuml;ssen die Ausreise islamistischer K&auml;mpfer oder Unterst&uuml;tzer unterbinden. Dazu geh&ouml;rt in den jeweiligen Staaten auch eine Auseinandersetzung &uuml;ber ein respektvolles Zusammenleben und Chancengleichheit.<\/p><p>Die Bev&ouml;lkerung muss vor allem den in Deutschland eintreffenden Fl&uuml;chtlingen zur Seite stehen. Allerdings darf die Bundesregierung, die mit einer falschen Politik zu deren Flucht beigetragen hat, nicht aus der Verantwortung f&uuml;r diese Menschen entlassen werden. Im Bundestag, in den Landesparlamenten, Gewerkschaften, Schulen, Kirchen, in Blogs und politischen Versammlungen &ndash; &uuml;berall muss &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde des Krieges in Syrien aufgekl&auml;rt werden. Das ist Sache von jeder und jedem, der diesen Krieg beenden will.<\/p><p><strong>Noch ein letztes Wort?<\/strong><\/p><p>Ja.<\/p><p>70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges will ich an das Gedicht von Wolfgang Borchert erinnern: &bdquo;Dann gibt es nur eins, sag Nein&ldquo;. In der direkten Nachbarschaft Europas, im &ouml;stlichen Mittelmeerraum und in Teilen Afrikas finden seit 25 Jahren ununterbrochen Kriege statt, die sich immer mehr ausweiten. Nehmen wir den Israel-Pal&auml;stina-Konflikt hinzu, haben wir seit 1948 Krieg im Mittleren Osten. Mit der v&ouml;lkerrechtswidrigen Besatzung des Iraks 2003 haben die USA schlie&szlig;lich &bdquo;das Tor zur H&ouml;lle&ldquo; ge&ouml;ffnet, vor dem viele bereits damals warnten:<\/p><p>Pal&auml;stinenser sind seit bald 70 Jahren auf der Flucht oder leben &ndash; etwa in Gaza oder der Westbank &ndash; wie Gefangene in ihrem eigenen Land. Iraker sind auf der Flucht, jetzt die Syrer. Der Westen befeuert diese Kriege, auch Deutschland, das Waffen liefert und zum Bruch des V&ouml;lkerrechts schweigt. Die politische Opposition im Bundestag oder im Europaparlament wird ihrer Aufgabe in Sachen Krieg und Frieden nicht gerecht. Und viele Medien agieren wie Kriegstrommler. <\/p><p>Ich vermisse die gro&szlig;e Friedens- und Antikriegsbewegung, die einst gegen den Irakkrieg noch auf die Stra&szlig;e ging. Sie muss zusammenstehen und darf sich nicht spalten lassen. Die Friedensbewegung muss gegen diese Kriege auf die Stra&szlig;en! <\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Karin Leukefeld<\/strong>, Jahrgang 1954, studierte Ethnologie, Islam- und Politikwissenschaften und ist ausgebildete Buchh&auml;ndlerin. Organisations- und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit unter anderem beim Bundesverband B&uuml;rgerinitiativen Umweltschutz (BBU), Die Gr&uuml;nen (Bundespartei) sowie der Informationsstelle El Salvador. Seit dem Jahr 2000 ist sie als freie Korrespondentin zum Mittleren Osten t&auml;tig. Ihre Webseite ist <a href=\"http:\/\/leukefeld.net\/\">leukefeld.net<\/a>.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weitersehen:<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"236\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/O43P3VZka98\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center;\"><strong>Karin Leukefeld: Syrien jenseits der Medienpropaganda<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"236\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/2uLY29PuqrI\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center;\"><strong>Karin Leukefeld: Stellvertreterkrieg in Syrien: &bdquo;Die Menschen haben alles verloren&ldquo;<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"236\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/TBVxzLHrcLQ\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center;\"><strong>KenFM im Gespr&auml;ch mit Karin Leukefeld &uuml;ber: ISIS in Syrien<\/strong><\/p><p><strong>Weiterlesen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Buch: <a href=\"http:\/\/shop.papyrossa.de\/Leukefeld-Karin-Flaechenbrand\">Karin Leukefeld: &bdquo;Fl&auml;chenbrand&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Artikel: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201503273477\/politik\/welt\/im-stellvertreterkrieg.html\">Karin Leukefeld: &bdquo;Im Stellvertreterkrieg: &Uuml;berlegungen zur geostrategischen Rolle des Islamischen Staates&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Artikel: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/asansoerpress35\/karin-leukefeld-die-waffen-muessen-schweigen\">Karin Leukefeld: &bdquo;Die Waffen m&uuml;ssen schweigen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Artikel: <a href=\"http:\/\/leukefeld.net\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/141013-leukefeld-syrien-irak.pdf\">Karin Leukefeld: &bdquo;Staaten zerschlagen&ldquo; [PDF &ndash; 372 KB]<\/a><\/li>\n<li>Artikel: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201508223637\/feuilleton\/zeitfragen1\/vorboten-einer-neuzeitlichen-voelkerwanderung.html\">Peter Vonnahme: &bdquo;Vorboten einer neuzeitlichen V&ouml;lkerwanderung. Ein nachdenklicher Zwischenruf eines ehemaligen Asylrichters&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Interview: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2015\/03\/31\/islamischer-staat-es-geht-um-armut-nicht-um-religion\/\">Jens Wernicke: &bdquo;Islamischer Staat: &sbquo;Es geht um Armut, nicht um Religion&lsquo;&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Interview: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25848\">Jens Wernicke: &bdquo;Inside IS: 10 Tage im &sbquo;Islamischen Staat&lsquo;&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Artikel: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27289\">Jens Berger: &bdquo;Afrikas Fl&uuml;chtlinge, Afrikas Probleme und unsere Verantwortung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Aufruf: <a href=\"http:\/\/pressejournalismus.com\/2015\/06\/aufruf-das-aushungern-des-syrischen-volkes-muss-beendet-werden\/\">&bdquo;Das Aushungern des syrischen Volkes muss beendet werden!&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em>Weitere Ver&ouml;ffentlichungen von Jens Wernicke finden Sie auf seiner Homepage <a href=\"http:\/\/www.jenswernicke.de\">jenswernicke.de<\/a>. Dort k&ouml;nnen Sie auch eine <a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DE\">automatische E-Mail-Benachrichtigung<\/a> &uuml;ber neue Texte bestellen.<\/em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/7c9e4cfd965040ef8698c9040cc83424\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150827_leukefeld.jpg\" alt=\"Karin Leukefeld\" title=\"Karin Leukefeld\"\/><\/div>\n<p>In den Medien ist bereits von einer <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45765\/1.html\">neuzeitlichen V&ouml;lkerwanderung<\/a> die Rede. Und auch &uuml;ber die Verantwortung sogenannter <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/973319.schlepperbanden.html\">Schlepperbanden<\/a> f&uuml;r die Flucht wom&ouml;glich krimineller, mindestens aber heimlich wohlhabende Fl&uuml;chtlinge wird diskutiert. Rassismus und Nationalismus haben Hochkonjunktur. Die Ursachen des Massenelends der Fl&uuml;chtigen werden<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27340\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[35,209,20,171],"tags":[912,1055,1202,1955,906,1418,1553,1019],"class_list":["post-27340","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-interviews","category-landerberichte","category-militaereinsaetzekriege","tag-buergerkrieg","tag-fluechtlinge","tag-isis","tag-leukefeld-karin","tag-ruestungsindustrie","tag-regime-change","tag-syrien","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27340","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27340"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27340\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":120359,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27340\/revisions\/120359"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27340"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27340"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27340"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}