{"id":27374,"date":"2015-08-31T09:16:31","date_gmt":"2015-08-31T07:16:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374"},"modified":"2015-11-09T10:43:52","modified_gmt":"2015-11-09T09:43:52","slug":"hinweise-des-tages-2448","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AM\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h01\">Wir brauchen einen Plan B<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h02\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h03\">Schr&ouml;der will &ldquo;Einwanderung in unser Sozialsystem&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h04\">3. Hilfspaket: Gut f&uuml;r die Gl&auml;ubiger &ndash; schlecht f&uuml;r Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h05\">Ukrainischer Schuldenschnitt mit Haken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h06\">Neue Au&szlig;enwirtschaftsstrategie der EU: Handel und Investitionen vereinfachen, Zukunft sichern!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h07\">Krankenkassenbeitr&auml;ge &ndash; SPD will Arbeitgeber st&auml;rker beteiligen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h08\">Die Mittelschicht in Deutschland unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h09\">&raquo;Nicht mein Wille zu sterben&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h10\">Was bleibt f&uuml;r mich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h11\">Tafeln klagen &uuml;ber Engp&auml;sse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h12\">Bis zu 40.000 Ausbildungspl&auml;tze k&ouml;nnten unbesetzt bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h13\">R&uuml;stungsexporte und ihre machtpolitische Funktion &ndash; Rede von J&uuml;rgen Wagner bei der Kundgebung zum Antikriegstag in T&uuml;bingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h14\">EU-Datenschutzreform: Industrie lehnt Klausel gegen NSA-Spionage ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h15\">Paul Krugman: Crashtest-Dummies als republikanische Pr&auml;sidentschaftskandidaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h16\">Die verratene &Ouml;ffentlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h17\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374#h18\">Tr&auml;nen der Krokodile<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27374&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wir brauchen einen Plan B<\/strong><br>\nDie Institutionen der Eurozone funktionieren im Interesse der Reichsten. M&ouml;glich wird die gro&szlig;e Umverteilung durch die fortschreitende Zerst&ouml;rung der Demokratie.<br>\nDer Euro sollte die europ&auml;ische Einigung vollenden. In der Realit&auml;t bewirkt er aber das Gegenteil. &Ouml;konomisch wie politisch driften die Staaten der Eurozone auseinander.<br>\nW&auml;hrend deutsche Exportkonzerne nicht zuletzt dank des durch die Agenda 2010 erm&ouml;glichten Lohndumpings ihre Vorherrschaft ausbauen und auch der deutsche Staat von der Kapitalflucht aus den Krisenl&auml;ndern profitiert, werden L&auml;nder mit k&auml;mpferischeren Gewerkschaften deindustrialisiert, leiden unter hoher Arbeitslosigkeit und m&uuml;ssen sich wegen wachsender Verschuldung K&uuml;rzungs- und Privatisierungsdiktaten unterwerfen. Nicht, wer angesichts dieser Situation &uuml;ber Alternativen zur Einheitsw&auml;hrung nachdenkt, sondern wer das nicht tut, muss sich den Vorwurf des Nationalismus gefallen lassen.<br>\nDie Institutionen der Eurozone funktionieren im Interesse der Reichsten. Sinkende L&ouml;hne und Renten auf der einen, hohe Konzerngewinne, wachsende Million&auml;rsverm&ouml;gen und l&auml;ngst wieder fr&ouml;hlich spekulierende Finanzhaie auf der anderen Seite sprechen eine deutliche Sprache. M&ouml;glich wird diese gro&szlig;e Umverteilung durch die fortschreitende Zerst&ouml;rung der Demokratie. Zuletzt wurde die griechische Regierung von der Eurogruppe vor die Wahl gestellt, entweder den Euro aufzugeben oder die Ergebnisse der vorangegangenen Parlamentswahl und der Volksabstimmung f&uuml;r irrelevant zu erkl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gastwirtschaft\/eurozone-wir-brauchen-einen-plan-b,29552916,31622664.html\">Sahra Wagenknecht in der Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Asylpolitik auf Basis politischer Mythen<\/strong><br>\nDer Vorschlag, EU-Beitrittskandidaten automatisch als sichere Herkunftsl&auml;nder einzustufen, zeugt nicht nur von der abwehrenden Migrationspolitik der Bundesregierung &ndash; sie offenbart auch die Beharrlichkeit, mit der Realit&auml;ten in der EU und in den Beitrittsl&auml;ndern weichgezeichnet werden.<br>\nAuf dem Papier ist der Vorschlag von Innenminister de Maizi&egrave;re schl&uuml;ssig. Geradezu zwingend logisch. Denn Beitrittskandidaten der EU m&uuml;ssen einige Bedingungen erf&uuml;llen &ndash; die &bdquo;Kopenhagener Kriterien&ldquo; erfordern u.a. eine institutionelle Stabilit&auml;t, die Wahrung der Menschenrechte sowie Achtung und Schutz von Minderheiten. Da L&auml;nder wie Montenegro und Albanien offizielle EU-Beitrittskandidaten sind, m&uuml;ssen sie diese Pr&uuml;fung bestanden haben. Da Stabilit&auml;t, Menschenrechte und Minderheitenschutz gleichzeitig Kriterien von sicheren Herkunftsl&auml;ndern sind, ist es nur logisch, auch hinter dieser Frage einen gr&uuml;nen Haken zu setzen. Alles andere w&uuml;rde eine enorme Scheinheiligkeit entlarven, und scheinheilig sind EU-Beitrittsverhandlungen nicht, auf dem Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2015\/08\/28\/asylpolitik-auf-basis-politischer-mythen\/\">Migazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Abschiebung ohne Ansage<\/strong><br>\nSachsen-Anhalt will verhindern, dass sich abgelehnte Asylbewerber einer Abschiebung entziehen k&ouml;nnen. Innenminister Holger Stahlknecht hat deshalb die Bestimmungen versch&auml;rft.<br>\nDas deutsche Asylsystem arbeitet unter Volllast &ndash; und dar&uuml;ber hinaus. Die Zahl der Ankommenden steigt, die Aufnahmeeinrichtungen sind heillos &uuml;berf&uuml;llt. Angesichts dieses Drucks w&auml;chst nun offenbar die politische Bereitschaft, auch am Ende der Kette, bei den Abschiebungen, &Auml;nderungen vorzunehmen. Das Bundesinnenministerium etwa hat ein Papier zur &bdquo;Eind&auml;mmung der Asylmigration&ldquo; erarbeitet. Demnach sollen Bargeldzahlungen an Asylsuchende eingeschr&auml;nkt werden und deren Zeit in Erstaufnahmelagern von drei auf sechs Monate verl&auml;ngert werden, um sie im Falle einer Ablehnung schneller abschieben zu k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nMit der Versch&auml;rfung der Abschiebepraxis steht Sachsen-Anhalt nicht allein. Christoph Sander, Sprecher des Bundesamts f&uuml;r Migration will beobachtet haben, dass &bdquo;mehr und mehr Ausl&auml;nderbeh&ouml;rden auf die Ank&uuml;ndigung der Abschiebung verzichten&ldquo;. Ein bundesweit einheitliches Vorgehen gibt es jedoch auch auf diesem Feld der Asylpolitik nicht. Jedes Land kann die Abschiebungen auf seine Weise handhaben.<br>\nKein Termin f&uuml;r Kriminelle<br>\nSo legte das Land Niedersachsen noch 2014 eine Abschieberegelung vor, die am &bdquo;Paradigmenwechsel in der Ausl&auml;nder- und Fl&uuml;chtlingspolitik&ldquo; orientiert war, mit der sich die SPD-gef&uuml;hrte Landesregierung sichtbar von der rigorosen Abschiebepraxis der CDU-gef&uuml;hrten Vorg&auml;ngerregierung absetzen wollte.<br>\nDemnach soll der genaue Termin f&uuml;r eine Abschiebung dem Betroffenen nur dann nicht mitgeteilt werden, wenn er Krimineller ist oder er sich schon einmal einer Abschiebung entzogen hat. Die steigenden Asylbewerberzahlen setzen nun allerdings auch die rot-gr&uuml;ne Landesregierung unter Druck, die Regeln doch wieder zu versch&auml;rfen. Das Innenministerium in Hannover teilt dazu mit, man evaluiere &bdquo;derzeit, inwiefern sich die Bestimmungen dieses Erlasses in der Praxis bew&auml;hrt haben&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/cdu-in-sachsen-anhalt-will-abschiebungen-vereinfachen-13772203.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Diese &ldquo;Volllast&rdquo; im deutschen Asylsystem ist wohl eher eine Folge jahrzehntelanger mangelnder politischer Konzeptionslosigkeit. Personen wie Erhard Eppler haben fr&uuml;hzeitig vor den Folgen der Unt&auml;tigkeit gewarnt &ndash; z.B. hier:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Wer glaubt, gegen&uuml;ber dem Osten und dem S&uuml;den h&auml;tten wir nur die Aufgabe und die Wahl, entweder Millionen oder aber nur Zehntausende von Asylbewerbern ins Land zu lassen, bewegt sich am Rande der Wirklichkeit. Erstens werden wir f&uuml;r die perfekten Slums in Afrika und die werdenden Slums in Ru&szlig;land oder Rum&auml;nien noch viel mehr tun m&uuml;ssen, als wir heute ahnen, und zwar im eigenen Interesse. Zweitens gibt es auf dieser Welt allemal sehr viel mehr Elend, als im kleinen Deutschland jemals Platz hat &ndash; abgesehen davon, da&szlig; sich keineswegs immer die Elendsten um Asyl bewerben, sondern oft solche, die zu Hause gebraucht w&uuml;rden. Und drittens hat die Politik die verdammte Pflicht, das deutsche Gemeinwesen handlungsf&auml;hig zu erhalten. Weder dem S&uuml;den noch dem Osten ist mit einem Deutschland gedient, das Jahr f&uuml;r Jahr seine ganzen Energien auf die halbe oder dann einmal auch ganze Million Einwanderer via Asylrecht konzentrieren mu&szlig; und auf den Rechtsradikalismus, der dadurch gef&ouml;rdert wird. Konstruktive Entwicklungspolitik wird niemals von den Amerikanern oder von Japan ausgehen, sondern nur von Europa. Und ob sich in Europa die S&uuml;dpolitik durchsetzt, die Niederl&auml;nder, Skandinavier und teilweise auch Franzosen l&auml;ngst wollen, entscheidet sich im vereinigten Deutschland. Das ist um ein vielfaches wichtiger als der Asylstreit.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Weiter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1992\/45\/den-kopf-wieder-frei-machen\/seite-2\">schrieb Eppler<\/a> &ndash; und das erinnert an die aktuelle Situation:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Es ist peinlich, da&szlig; dies erst jetzt bereinigt werden soll, wo Neonazis w&uuml;ten. Schon um die Mitte der achtziger Jahre w&auml;re es n&ouml;tig gewesen, zusammen mit der Union L&ouml;sungen zu suchen. Sicher, die Union wollte nicht, sie wollte die SPD vorf&uuml;hren, und die CSU will es &ndash; kaum zu glauben, da&szlig; Politik so verblendet und verantwortungslos sein kann &ndash; auch heute noch. Aber auch wir Sozialdemokraten haben nicht begriffen, was da kommen mu&szlig;te, und sind nicht offen genug auf die Kl&uuml;geren in der Union zugegangen. Jetzt m&uuml;ssen beide sich bewegen: die SPD, indem sie sich zu einer pr&auml;zisierenden Erg&auml;nzung des Grundgesetzes durchringt, die Union, indem sie an dem Satz &bdquo;Politisch Verfolgte genie&szlig;en Asylrecht&ldquo; nicht mehr r&uuml;ttelt.&ldquo; <\/em><br>\n<em>Mit diesem Satz &bdquo;Politisch Verfolgte genie&szlig;en Asylrecht&ldquo; scheinen auch heute noch zu Viele in den Unionsparteien Probleme zu haben.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Die ungeheure Schlichtheit von Minister Herrmann<\/strong><br>\nHier die Guten, da die Schlechten: Man kann Angst bekommen, wenn man h&ouml;rt, wie ein CSU-Politiker &uuml;ber Vertriebene und Fl&uuml;chtlinge spricht.<br>\nDas Problem mit manchen Bayern ist, dass sie versuchen, sich klar und deutlich auszudr&uuml;cken. Ein Problem ist das deshalb, weil dabei oft ein ungeheurer Schmarrn herauskommt. Ungeheuer ist das, weil sich in den &Auml;u&szlig;erungen gerne eine Schlichtheit des Denkens offenbart, vor der man direkt Angst bekommen k&ouml;nnte. Insbesondere, wenn es sich um einen Regierungs-Bayern handelt, der diese &Auml;u&szlig;erung t&auml;tigt.<br>\nAm Donnerstag entdeckten &ouml;sterreichische Polizisten in einem abgestellten Lastwagen die Leichen von 71 vermutlich syrischen Fl&uuml;chtlingen, sie waren erstickt. Am selben Tag kenterten vor der libyschen K&uuml;ste zwei Fl&uuml;chtlingsboote, etwa 200 Menschen kamen ums Leben. (&hellip;)<br>\nAm Abend dieses Tages sa&szlig; der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in der ZDF-Talkshow von Maybrit Illner und sagte, der Vergleich von Vertriebenen mit Fl&uuml;chtlingen sei &ldquo;eine Beleidigung f&uuml;r die Vertriebenen&rdquo;. Das ist eine Aussage, wie man sie von Herrmann erwarten darf, aber es lohnt sich dennoch, dar&uuml;ber nachzudenken. Er sagte ja nicht, so ein Vergleich hinke, etwa aus historischen Gr&uuml;nden oder weil die heute Vertriebenen aus einem ganz anderen Kulturkreis k&auml;men. Dar&uuml;ber kann man diskutieren, wenn man spitzfindig sein will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/umstrittene-aeusserung-in-talkshow-die-ungeheure-schlichtheit-von-minister-herrmann-1.2626365\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&Uuml;ber Z&uuml;ndschnur und Streichholz<\/strong><br>\nAlles ist wie vor 23 Jahren in Rostock Lichtenhagen. Damals wurden auch Asylbewerberheime in Brand gesteckt. Dann verurteilten Politiker die Gewalt, um das zu wiederholen, was sie schon immer sagen: Wir k&ouml;nnen nicht allen helfen.<br>\nDeutschlands Bundespr&auml;sident Joachim Gauck lobt beim Besuch eines Fl&uuml;chtlingsheims in Berlin, im Schutz seiner Sicherheitsbeamten die vielen Freiwilligen, &bdquo;die zeigen wollen, es gibt ein helles Deutschland, das hier sich leuchtend darstellt gegen&uuml;ber dem Dunkeldeutschland, das wir empfinden, wenn wir von Attacken auf Asylbewerberunterk&uuml;nfte oder gar fremdenfeindlichen Aktionen gegen Menschen h&ouml;ren&ldquo;.<br>\nReden wir also &uuml;ber das Hell- und Dunkeldeutschland. &Uuml;ber Zusammenh&auml;nge.<br>\nErst &bdquo;verteidigt man Deutschland am Hindukusch&ldquo;, dann in Libyen, sp&auml;ter in Syrien und sonstwo &ndash; und zerst&ouml;rt dabei mit gutem Gewissen die Lebensgrundlagen der Menschen dort, mit der frivolen Behauptung, ihnen zu helfen.<br>\nDas nennt Hell-Deutschland wahlweise &bdquo;humanit&auml;re Intervention&ldquo; (Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien 1999) oder &bdquo;Kampf gegen den Terrorismus&ldquo; oder weniger verlogen: &bdquo;regime-change&ldquo;.<br>\nDann fliehen die Menschen &ndash; dorthin, wo diejenigen, die Krieg f&uuml;hren, in Ruhe leben. Dorthin, wo der Reichtum flie&szlig;t, wenn man die Ressourcen (&Ouml;l, Rohstoffe etc.) pl&uuml;ndert, mit und ohne Krieg.<br>\nDann meldet sich wieder Hell-Deutschland und spricht von &bdquo;Wirtschaftsfl&uuml;chtlingen&ldquo;, von Asylmissbrauch, z&uuml;giger Abschiebung und legt die Z&uuml;ndschnur, die von den Verursachern weg zu den Opfern f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2015\/08\/27\/hell-dunkeldeutschland-ueber-zuendschnur-streichholz\/%20\">Migazin<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der Terror ist schon da<\/strong><br>\nEs hagelt Ausschreitungen mit Ansage: Die rechte Szene setzt wieder auf eine Politik der Gewalt. Die ist weder neu noch war sie unvorhersehbar.<br>\nPl&ouml;tzlich sind die Warner da. &bdquo;Wo Geb&auml;ude brennen&ldquo;, sagt Berlins CDU-Innensenator Frank Henkel, &bdquo;brennen irgendwann auch Menschen.&ldquo; Die Gr&uuml;nen-Fraktionschefin Katrin G&ouml;ring-Eckardt mahnt, es drohe ein &bdquo;neuer rechter Terrorismus &agrave; la NSU&ldquo;. Und selbst die Deutsche Polizeigewerkschaft &ndash; deren Zunft bei den NSU-Ermittlungen alles M&ouml;gliche hinter der Mordserie vermutete, aber keine neonazistischen T&auml;ter &ndash; warnt, dass auf die derzeitige &bdquo;konzeptlose&ldquo; Fl&uuml;chtlingspolitik &bdquo;im Ergebnis Gewalt, Extremismus und auch Rechtsterrorismus folgen werden&ldquo;. Es muss also ernst sein.<br>\nUnd es ist ernst.<br>\nEs sind die Bilder von Heidenau, die mit einem Schlag wieder einen lange gemiedenen Terminus in die deutsche &Ouml;ffentlichkeit schleudern: M&uuml;ssen wir von einem &bdquo;rechten Terrorismus&ldquo; reden? Randalierende Rechtsextreme vor einer Asylunterkunft, die aus Baustellenz&auml;unen Barrikaden errichten, B&ouml;ller z&uuml;nden, Steine werfen und Beamte verletzen. Es sind auch die Bilder von verkohlten Resten angez&uuml;ndeter Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte. Oder es ist das Entsetzen &uuml;ber zwei Rechtsextreme, die auf Fl&uuml;chtlingskinder urinierten.<br>\nVon einer neuen Qualit&auml;t rechter Gewalt ist die Rede. Nur: Es stimmt in gleich mehrfacher Hinsicht nicht. Die Gewalt ist weder neu noch war sie unvorhersehbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Essay-Rechtsextremismus-in-Deutschland\/!5223882\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der inszenierte Notstand<\/strong><br>\nEs sind erschreckende Bilder: Unter stechender Sonne hausen in Dresden und Berlin zahlreiche Fl&uuml;chtlinge in Zeltst&auml;dten oder unter offenem Himmel. Die Bundeshauptstadt sorgt mit meist nicht einl&ouml;sbaren Hostelgutscheinen gar f&uuml;r Obdachlosigkeit unter den Schutzsuchenden. Ein &auml;hnliches Schicksal ist in Bayern im vergangenen Herbst sogar Kindern widerfahren, die ohne Decken im Freien &uuml;bernachten mussten.[1] In der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung erscheinen die Fl&uuml;chtlinge dadurch als Problem: Die Neuank&ouml;mmlinge, so wirkt es, &uuml;berfordern ob ihrer Menge die Zust&auml;ndigen von der Kommune bis zum Bund. Und tats&auml;chlich erleben wir derzeit die weltweit gr&ouml;&szlig;te Fluchtbewegung seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Allein f&uuml;r Deutschland rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr inzwischen mit 750&thinsp;000 neu einreisenden Asylsuchenden, nachdem sie lange von viel weniger ausging.<br>\nDoch die Bilder zeigen eine Krise, die es nicht geben m&uuml;sste. Der aktuelle Notstand h&auml;tte durch vorausschauendes Handeln vermieden werden k&ouml;nnen. Nicht die schiere Zahl gefl&uuml;chteter Menschen stellt die &ouml;rtlichen Verwaltungen vor Herausforderungen &ndash; sondern jahrelange Fehlplanungen der Bundespolitik. Obwohl der Anstieg der Fl&uuml;chtlingszahlen lange absehbar war, hat die Gro&szlig;e Koalition viel zu sp&auml;t reagiert. Daher entstehen jetzt ad hoc vielerorts Notunterk&uuml;nfte, Zeltst&auml;dte und andere Provisorien f&uuml;r Asylsuchende.<br>\nW&auml;hrend sich viele Kommunen trotz aller Widrigkeiten ernsthaft um schnelle und gute L&ouml;sungen bem&uuml;hen, inszenieren andere den Notstand: ein brandgef&auml;hrliches Vabanquespiel, welches das bislang noch &uuml;berwiegend positive gesellschaftliche Klima gegen&uuml;ber den Asylsuchenden zum Kippen bringen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/september\/fluechtlinge-der-inszenierte-notstand\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>EU: Eine Milliarde Euro als Anreiz f&uuml;r R&uuml;ck&uuml;bernahme von Migranten in Afrika<\/strong><br>\nEU-Afrika-Treuhandfonds soll Kooperation afrikanischer Staaten mit neuen Anreizen forcieren<br>\nDer deutsche Innenminister de Maizi&egrave;re hatte die Richtung bereits vor einer Woche nach einem Treffen mit seinem franz&ouml;sischen Kollegen Cazeneuve angek&uuml;ndigt: Die Bereitschaft zur &ldquo;R&uuml;ck&uuml;bernahme&rdquo; von Migranten in afrikanischen L&auml;ndern solle &ldquo;mit anderen Politikfeldern, etwa mit Entwicklungshilfe&rdquo; verkn&uuml;pft werden: &ldquo;Hilfe nur bei R&uuml;ck&uuml;bernahme.&rdquo;<br>\nIn diesem Sinne sollte mehr Druck auf die EU-Kommission ausge&uuml;bt werden, forderte de Maizi&egrave;re. Nach Informationen des Spiegel liegen in der EU nun konkretere Pl&auml;ne vor, die Kooperation afrikanischer Staaten mit neuen Anreizen zu &ldquo;forcieren&rdquo;: &Uuml;ber einen EU-Afrika-Treuhandfonds will die EU-Kommission mehr als eine Milliarde Euro anbieten:<br>\nDie Auszahlung der Mittel soll nach Vorstellung vieler EU-Innenminister aber st&auml;rker als bisher an die Kooperation der afrikanischen Staaten bei der R&uuml;ckf&uuml;hrung der Fl&uuml;chtlinge gekn&uuml;pft werden.<br>\nWelche EU-Innenminister hinter dem Vorschlag stehen, der beim Sondergipfel der EU mit afrikanischen Staaten am 11. und 12. November in Malta unterbreitet werden soll, ist nicht bekannt, eben so wenig genauere Regelungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45834\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Das erinnert an den Umgang des ehemaligen Bundeskanzlers Kohl mit den aus der T&uuml;rkei stammenden Gastarbeitern. Sp&auml;ter schrieb &bdquo;Spiegel Online&ldquo; dazu u.a.:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Kohl probiert es mit seinem liebsten politischen Mittel: mit Geld. &ldquo;Er beabsichtige, die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge der t&uuml;rkischen Arbeiter zu kapitalisieren und ihnen eine Abfindung zu geben&rdquo;, hei&szlig;t es im Thatcher-Protokoll. Tats&auml;chlich verabschiedet die schwarz-gelbe Koalition 1983 ein &ldquo;Gesetz zur befristeten F&ouml;rderung der R&uuml;ckkehrbereitschaft von Ausl&auml;ndern&rdquo;, versucht die T&uuml;rken mit einem Abschiedsgeld von 10.500 D-Mark und Auszahlung ihrer Rentenversicherungsbeitr&auml;ge zu k&ouml;dern, zur&uuml;ck in die Heimat zu ziehen. Dieses Programm allerdings erweist sich als Schlag ins Wasser. &ldquo;Nur etwa 100.000 T&uuml;rken sind gegangen&rdquo;, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18165#h02\">sagt Historiker Herbert<\/a>. Und im Gegenzug kommen Zehntausende als Asylbewerber in die Bundesrepublik.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schr&ouml;der will &ldquo;Einwanderung in unser Sozialsystem&rdquo;<\/strong><br>\nGerhard Schr&ouml;der fordert eine &ldquo;Agenda 2020&rdquo; f&uuml;r eine moderne Zuwanderungspolitik. &ldquo;Wir m&uuml;ssen diese Migration nach Europa steuern&rdquo;, schreibt der ehemalige Bundeskanzler in der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;.<br>\nDer fr&uuml;here Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) fordert eine &ldquo;Agenda 2020&rdquo; f&uuml;r eine &ldquo;moderne Zuwanderungspolitik&rdquo;. &ldquo;Wenn wir auch in Zukunft ein sozial und wirtschaftlich starkes Land sein wollen, dann brauchen wir Zuwanderung&rdquo;.<br>\nIn Deutschland werde die Bev&ouml;lkerung im erwerbsf&auml;higen Alter stark schrumpfen. &ldquo;Was wir also brauchen, ist eine Einwanderung in unser Sozialsystem. Denn ohne diese k&ouml;nnen wir Renten in der Zukunft gar nicht mehr finanzieren&rdquo;, so Schr&ouml;der.<br>\nDas Asylverfahren biete vielen keine Perspektive auf einen Verbleib in Deutschland. &ldquo;Wenn wir versuchen, die T&uuml;r zum Asylverfahren zu schlie&szlig;en, dann m&uuml;ssen wir daher eine legale T&uuml;r zur Zuwanderung &ouml;ffnen. Nur in der Legalisierung der Zuwanderung besteht die Chance, diese kontrolliert zu halten&rdquo;, schreibt Schr&ouml;der.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article145777823\/Schroeder-will-Einwanderung-in-unser-Sozialsystem.html%20\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wir m&uuml;ssen immer wieder die gleiche Erfahrung machen: im Interesse einer vern&uuml;nftigen Zuwanderungspolitik werden die irrsinnigsten Parolen verbreitet. Schr&ouml;der bleibt bei seinem Irrtum, den er zur Einf&uuml;hrung der Riester-Rente schon zu glauben vorgab. Ohne Einwanderung in das Sozialsystem seien die Renten in der Zukunft nicht mehr zu finanzieren. Er hat auch 13 Jahre nach dem Beginn von F&ouml;rderrenten (1.1.2002) immer noch nicht kapiert, dass Produktivit&auml;t, Erh&ouml;hung der Erwerbsquote und eine Reihe anderer Ma&szlig;nahmen volle Pulle ausreichen, um die Renten zu finanzieren. &ndash; Ich f&uuml;rchte, den Unsinn der falschen Argumentation  zum demographischen Wandel werden wir nicht mehr los.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>3.Hilfspaket: Gut f&uuml;r die Gl&auml;ubiger &ndash; schlecht f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nDas 86 Mrd. &euro; Hilfspaket f&uuml;r Griechenland ist geschn&uuml;rt. Der Gro&szlig;teil der Mittel sind Durchlaufposten, die Gelder gehen direkt an Gl&auml;ubigerInnen weiter. Erneut muss Griechenland daf&uuml;r EU-Sparrezepte umsetzen. Die Ma&szlig;nahmen werden vermutlich zu einer neuen Rezession in Griechenland f&uuml;hren. Das Ziel der Troika, die Senkung der Schuldenquote, r&uuml;ckt damit in weite Ferne. Auch viele andere Eurostaaten k&auml;mpfen mit ihren Schuldenquoten &ndash; trotz Sparens. In Sieben Eurozonen-L&auml;ndern liegen sie bei 100 % und mehr.<br>\nDas 86 Mrd. &euro; &ndash; &bdquo;Hilfspaket&ldquo;<br>\nGriechenland kann bereits seit 2010 (so gut wie) keine Gelder mehr &uuml;ber den privaten Finanzmarkt aufnehmen. Die M&ouml;glichkeit der Refinanzierung auslaufender Kredite &uuml;ber den Finanzmarkt besteht im Gegensatz zu den anderen EU-Mitgliedstaaten derzeit nicht. Das neue Paket mit einem Volumen von 86 Mrd. &euro; dient daher haupts&auml;chlich dazu auslaufende Kredittranchen zu bedienen und Zinsen f&uuml;r laufende Kredite zu zahlen. Von einem Hilfspaket zu sprechen, grenzt fast an Hohn, denn die KreditgeberInnen helfen vor allem sich selbst: 54 Mrd. &euro; flie&szlig;en auf direktem Weg an Gl&auml;ubigerInnen wie die EZB und den IWF zur&uuml;ck. Weitere 7,5 Mrd. &euro; sind zur Bezahlung weiterer Verbindlichkeiten bestimmt. 25 Mrd. &euro; dienen der Bankenrekapitalisierung &ndash; Geld, das im &Uuml;brigen aus Privatisierungserl&ouml;sen zur&uuml;ckzuzahlen ist. Es bleiben 7,5 Mrd. &euro;, die zum Aufbau einer finanziellen Reserve dienen soll. Aus dem Hilfspaket kommt also kein einziger Cent, um die Wirtschaft anzukurbeln oder finanzielle Mittel zur Bek&auml;mpfung von Armut und Arbeitslosigkeit bereitzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/3-hilfspaket-gut-fuer-die-glaeubiger-schlecht-fuer-griechenland\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ukrainischer Schuldenschnitt mit Haken<\/strong><br>\nDass man einem Land, dessen Wirtschaft in diesem Jahr um 8,7% schrumpft, helfen muss, liegt auf der Hand. Angesichts dr&uuml;ckender Schulden ist nat&uuml;rlich auch ein Schuldenschnitt absolut vern&uuml;nftig. Entsprechend haben die Gl&auml;ubiger der Ukraine nach langen Verhandlungen jetzt auf 3,6 Mrd. US-$ (= 20% der Schulden) verzichtet und Laufzeiten gestreckt. Aber die Sache hat seine Haken.<br>\nZum einen sa&szlig; ein wichtiger Gl&auml;ubiger &ndash; Russland &ndash; nicht mit am Tisch. Ihm rief der ukrainische Ministerpr&auml;sident Jazenjuk zu, Russland erhalte keine anderen Bedingungen und solle also gef&auml;lligst auch auf 20% der 3 Mrd. verzichten, die im Dezember 2015 f&auml;llig werden, zudem den Rest zeitlich strecken. Der russische Finanzminister winkte sofort ab: Russland bestehe auf der vollst&auml;ndigen R&uuml;ckzahlung. Alternativ schlug Jazenjuk vor, Russland k&ouml;nne sich ja das Geld sonst bei der im Februar gest&uuml;rzten Vorg&auml;ngerregierung zur&uuml;ckholen. Man male sich einmal aus, Tsipras h&auml;tte seinen Gl&auml;ubigern in der EU angeboten, sie k&ouml;nnten sich ja f&uuml;r die R&uuml;ckzahlung des Geldes an seine Vorg&auml;nger aus Nea Demokratia und Pasok wenden.<br>\nRussland f&uuml;r die Konsolidierung der aktuellen ukrainischen Regierung und damit der erweiterten westlichen Einflusszone zur Kasse beten zu wollen, ist realpolitisch absurd und wird nicht funktionieren. Vielmehr m&uuml;ssten die westlichen Einflusszonenm&auml;chte die Schulden der Ukraine bei Russland abl&ouml;sen, um die entsprechende Abh&auml;ngigkeit der Ukraine zur konkurrierenden Seite zu beseitigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gruene-friedensinitiative.de\/cms\/ukrainischer-schuldenschnitt-mit-haken\/\">Gr&uuml;ne Friedensinitiative<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Sch&ouml;n, dass sich diese gr&uuml;ne Initiative wohltuend von der mittlerweile oliv-gr&uuml;nen Partei abgrenzt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neue Au&szlig;enwirtschaftsstrategie der EU: Handel und Investitionen vereinfachen, Zukunft sichern!<\/strong><br>\nIm Herbst 2015 ver&ouml;ffentlicht die Europ&auml;ische Union ihre neue Handelsstrategie, die den Rahmen f&uuml;r die Handelspolitik der n&auml;chsten Jahre bilden wird. F&uuml;r die Exportnation Deutschland ist eine erfolgreiche Handelspolitik von gro&szlig;er Bedeutung. Sie muss neue M&auml;rkte &ouml;ffnen und den zunehmend protektionistischen Tendenzen auf globaler Ebene entgegenwirken. Erkl&auml;rtes Ziel der Kommission ist es, die Effektivit&auml;t ihrer Handelspolitik zu steigern. Der DIHK fordert hierf&uuml;r folgende Ansatzpunkte:<br>\nEine Liberalisierung &uuml;ber die Welthandelsorganisation (WTO) ist und bleibt der K&ouml;nigsweg, da die in diesem Rahmen getroffenen Vereinbarungen weltweit gelten. Die EU muss daher weiter eine Vorreiterrolle bei den Bem&uuml;hungen zum Abschluss der aktuellen WTO-Runde (Doha-Runde) sowie einem ambitionierten Post-Doha-Arbeitsprogramm f&uuml;r die WTO einnehmen. (&hellip;)<br>\nDer Abschluss bilateraler Handelsabkommen mit allen L&auml;ndern der Welt ist nicht m&ouml;glich. Die EU muss deshalb in ihrer Strategie klare Priorit&auml;ten setzen. Zuerst sollten laufende Verhandlungen abgeschlossen sowie ausverhandelte Abkommen umgesetzt werden. Sofern neue Verhandlungen begonnen werden, sollten wirtschaftliche Kriterien ausschlaggebend sein. Dazu z&auml;hlen das wirtschaftliche Potenzial des Partnerlandes, ein breiter Verhandlungsansatz sowie die realistische Chance auf einen zeitnahen Abschluss, der auch das globale Handelssystem voranbringen kann. Handelsabkommen d&uuml;rfen nicht als Indikator guter diplomatischer Beziehungen gelten oder aus rein politischen Gr&uuml;nden abgeschlossen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/inx.odav.de\/inxmail22\/d\/d.pdf?q000hbs000bpxo00d0000000000000000ej2ozmi305\">DIHK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Obwohl die zugenommene Liberalisierung der Welt vielfach gro&szlig;en Schaden verursacht hat, kennt dieser Lobbyverband auf dieser &bdquo;Einbahnstra&szlig;e&ldquo; offenbar keine Grenzen und fordert weitere Schritte in diese Richtung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Krankenkassenbeitr&auml;ge &ndash; SPD will Arbeitgeber st&auml;rker beteiligen<\/strong><br>\nAngesichts steigender Krankenkassenbeitr&auml;ge kommen aus der SPD nun Forderungen, die Arbeitgeber wieder st&auml;rker zu beteiligen. Die h&ouml;heren Lasten f&uuml;r Versicherte sto&szlig;en auch beim Deutschen Gewerkschaftsbund auf Kritik&hellip;<br>\nDer Arbeitgeberbeitrag ist derzeit bei 7,3 Prozent festgesetzt. Die Arbeitnehmer bezahlen ebenfalls 7,3 Prozent plus einen Zusatzbeitrag, den jede Kasse allein festsetzt. Im Schnitt zahlen die Kassenmitglieder zurzeit einen Zusatzbeitrag von 0,8 bis 0,9 Prozent. Kassen-Sch&auml;tzungen vom Juni gehen davon aus, dass die Zusatzbeitr&auml;ge von 2016 an bis zum Jahr 2019 auf 1,4 bis 1,8 Prozent steigen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/krankenkassenbeitraege-spd-will-arbeitgeber-staerker-beteiligen\/12251728.html%20\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wer hat eigentlich mit daf&uuml;r gesorgt, dass seit Januar 2015 der Arbeitgeberbeitrag auf 7,3 Prozent gedeckelt wurde? War die SPD etwa daran unbeteiligt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Mittelschicht in Deutschland unter Druck<\/strong><br>\nSeit Mitte der 1990er Jahre hat in Deutschland die Einkommensungleichheit st&auml;rker als in vielen anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern zugenommen. Der Anteil der Haushalte mit einem mittleren Markteinkommen (60 bis 200% des Medianeinkommens) ging um gut acht Prozentpunkte von 56,4% im Jahre 1992 auf 48% im Jahre 2013 zur&uuml;ck.<br>\nDer Sozialstaat hat die wachsende Ungleichheit der Markteinkommen nur zum Teil auffangen k&ouml;nnen. In der Sekund&auml;rverteilung, also nach Steuern, Sozialabgaben und Sozialtransfers, schrumpfte der Anteil der Mittelschicht von 83% im Jahre 2000 auf knapp 78% im Jahre 2013.<br>\nDie oberen Einkommensklassen haben nicht nur mehr Verdiener, sondern auch deutlich l&auml;ngere Arbeitszeiten. Mit wachsendem Einkommen steigt die Zahl der bezahlten Arbeitsstunden aller Haushaltsmitglieder. Die Abst&auml;nde in der bezahlten Arbeitszeit zwischen den Schichten sind in den letzten 20 Jahren gestiegen und haben die Ungleichheit vergr&ouml;&szlig;ert.<br>\nImmer weniger Haushalte der Unterschicht und der unteren Mittelschicht k&ouml;nnen von ihren Erwerbseink&uuml;nften leben. Unter ihnen gibt es vermehrt Singlehaushalte und Haushalte mit nur geringer Erwerbst&auml;tigkeit, in vielen Branchen haben sie oft nur noch Zugang zu Minijobs und kurzer Teilzeitarbeit.<br>\nWichtigstes Ziel der Besch&auml;ftigungs- und Wirtschaftspolitik muss die Verringerung der Ungleichheit bei den Markteinkommen sein, u.a. durch den neuen Mindestlohn, aber auch durch die Verbesserung der Erwerbschancen der Haushaltsmitglieder aus den unteren Einkommensschichten und die Ausweitung ihrer Arbeitszeiten. Die Fehlanreize f&uuml;r Besch&auml;ftigte, nur kurz zu arbeiten, und f&uuml;r Unternehmen, nur Minijobs anzubieten, m&uuml;ssen beseitigt werden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-report\/2015\/report2015-04.php%20\">Gerhard Bosch und Thorsten<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-report\/2015\/report2015-04.pdf\">IAQ-Report [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Nicht mein Wille zu sterben&laquo;<\/strong><br>\nHartz-IV-Gegner Ralph Boes nach 61 Tagen hungern am Ende seiner Kr&auml;fte. Arbeitsministerium beruft sich auf Essensmarken und &raquo;bedauert&laquo; ihn.<br>\nDem seit 61 Tagen &ouml;ffentlich hungernden Hartz-IV-Bezieher Ralph Boes geht es gesundheitlich zunehmend schlechter. Sp&auml;testens am Montag wolle er einen Arzt aufsuchen. Im Notfall werde er in die Klinik gehen, sagte Boes am Sonntag gegen&uuml;ber junge Welt. Am Freitag sei es ihm erstmals so schlecht gegangen, dass er seine abendliche Aktion vor dem Brandenburger Tor fast abgeblasen h&auml;tte. Zugleich beteuerte der Aktivist: &raquo;Es ist nicht mein Wille, zu sterben.&laquo; Er habe nur beschlossen, auf seinem verfassungsm&auml;&szlig;ig garantierten Grundrecht auf ein Leben in W&uuml;rde zu bestehen. Hartz IV zwinge Menschen permanent dazu, sich zwischen W&uuml;rde und Leben zu entscheiden, f&uuml;gte er an. &raquo;Da mache ich nicht mit&laquo;.<br>\nBoes stellte klar, es handele sich nicht um einen &raquo;Hungerstreik&laquo;. Vielmehr esse er nichts, weil ihn das Jobcenter Berlin-Mitte mittels Sanktionen dazu zwinge. Seit Mitte 2013 k&uuml;rzt ihm das Amt nach und nach s&auml;mtliche Leistungen: Regelsatz, Miete, Sozialversicherung. &Uuml;berlebt habe er bis Ende Juni mit Darlehen von Freunden. Seit 1. Juli nimmt er die freiwilligen Zuwendungen nicht mehr an. Andere Sanktionierte &ndash; allein im M&auml;rz 2015 lebten laut Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) rund 6.500 Hartz-IV-Berechtigte mit einer dreimonatigen Vollsanktion &ndash; h&auml;tten auch kein solches Angebot, so der Aktivist. Ein Ende der Strafen ist indes nicht abzusehen: Am Donnerstag erhielt der 58j&auml;hrige die zehnte 100-Prozent-K&uuml;rzung in Folge&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/08-31\/026.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was bleibt f&uuml;r mich?<\/strong><br>\nVerst&auml;ndlich, dass viele Menschen an der Marktwirtschaft zweifeln: Ihre L&ouml;hne steigen viel zu langsam.<br>\nVor mehr als 3.000 Jahren verfasste der Dorfschreiber einer Ansiedlung in der N&auml;he der &auml;gyptischen Handelsmetropole Theben eine dringliche Note an seinen Dienstherrn. &ldquo;Ich teile meinem Herrn mit, dass wir Handwerker &auml;u&szlig;erst elend geworden sind&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht. Und weiter: &ldquo;Nicht leicht ist das Schleppen von Steinen. M&ouml;ge mein Herr handeln, dass unser Lebensunterhalt uns gew&auml;hrt wird! Denn wir sind schon am Sterben, wir sind kaum noch am Leben.&rdquo; Der Name des Dorfes: Deir el-Medina. In den folgenden Tagen und Wochen entspann sich dort am Rand der W&uuml;ste der erste dokumentierte Arbeitskampf der Menschheitsgeschichte.<br>\nEs sollte nicht der letzte bleiben. Die Geschichte der Menschheit ist auch eine Geschichte des Ringens um den angemessenen Lohn. Die westlichen Industrienationen verdanken ihren wirtschaftlichen Aufstieg unter anderem der Tatsache, dass sie einen Ausgleich der Interessen von Arbeit und Kapital erm&ouml;glichten. Anders als von Karl Marx im 19. Jahrhundert vorhergesagt, verarmten die Arbeiter nicht etwa, sondern konnten an den Segnungen des &ouml;konomischen Fortschritts teilhaben, was ihnen ein Leben in bis dahin unvorstellbarem Wohlstand erlaubte. (&hellip;)<br>\nDie Gewerkschaften haben sich diesen Machtverlust auch selbst zuzuschreiben. W&auml;hrend der &Ouml;lkrisen der 1970er Jahre setzten sie ohne R&uuml;cksicht auf Verluste &uuml;berh&ouml;hte Gehaltssteigerungen durch, die am Ende zu mehr Inflation f&uuml;hrten. Doch wie h&auml;ufig in der Geschichte schlug das Pendel danach zu weit in die Gegenrichtung aus. In den USA und Gro&szlig;britannien spielen Gewerkschaften in vielen Branchen faktisch keine Rolle mehr, und auch in Deutschland haben sie an Bedeutung verloren. Nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung war in Deutschland im Jahr 1996 noch die Entlohnung von 82 Prozent aller Besch&auml;ftigten durch einen Tarifvertrag geregelt, im Jahr 2010 waren es nur noch 62 Prozent.<br>\nDer Niedergang der Gewerkschaftsbewegung ist inzwischen ein wesentlicher Grund f&uuml;r die Lohneinbu&szlig;en der Arbeitnehmer. In einem Arbeitspapier kommen Florence Jaumotte und Carolina Osorio Buitron &ndash; zwei &Ouml;konominnen des Internationalen W&auml;hrungsfonds &ndash; zu dem Ergebnis, dass die Schw&auml;chung der Gewerkschaften etwa zur H&auml;lfte zum Anstieg der Ungleichheit in den vergangenen Jahren beigetragen habe, indem sie &ldquo;die Verhandlungsmacht der Arbeiter im Vergleich zu Topverdienern und Kapitaleigent&uuml;mern reduziert&rdquo; habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/35\/loehne-arbeitskampf-gewerkschaften-lohnklau-oekonomie\/komplettansicht?user_suggested=true&amp;commentstart=9#comments\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Tafeln klagen &uuml;ber Engp&auml;sse<\/strong><br>\nDie Tafeln in Hessen haben Probleme, Hilfsbed&uuml;rftige ausreichend mit Lebensmitteln zu versorgen. &laquo;Wir haben gerade ein tiefes Tal&raquo;, sagte der Sprecher der hessischen L&auml;ndervertreter, Harald W&uuml;rges, der Deutschen Presse-Agentur. Als Grund f&uuml;r den Engpass nannte er die steigende Zahl von Hilfesuchenden, darunter viele Fl&uuml;chtlinge. Die ersten der 54 hessischen Tafeln haben bereits Aufnahmestopps verh&auml;ngt.<br>\n&laquo;Wir k&ouml;nnen unser System kurzfristig nicht erweitern &ndash; das macht uns Kopfzerbrechen&raquo;, sagte W&uuml;rges. Die meisten Tafeln versuchten, die zur Verf&uuml;gung stehenden Lebensmittel m&ouml;glichst solidarisch zu verteilen. &laquo;Zwei Drittel unserer Kunden sind bereit zu teilen &ndash; auch wenn sie dadurch selbst weniger bekommen&raquo;, sagte W&uuml;rges.<br>\nVor allem Asylsuchende stellen die Tafeln vor Herausforderungen: Denn &laquo;viele der Waren helfen Fl&uuml;chtlingen nicht, weil sie keine Gelegenheit haben zu kochen&raquo;, erkl&auml;rte W&uuml;rges. Sie seien auf Joghurt oder Getr&auml;nke angewiesen. Die Tafel in Gie&szlig;en habe wegen der gro&szlig;en Nachfrage bereits eine Warteliste f&uuml;r Hilfesuchende. In Kassel und Marburg gebe es gar einen generellen Aufnahmestopp.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/rhein-main\/tafeln-in-hessen-tafeln-klagen-ueber-engpaesse,1472796,31623110.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Der Skandal ist nicht der Aufnahmestopp der Tafeln, sondern dass es &uuml;berhaupt 900 Tafeln in Deutschland gibt, die privat betrieben werden. Gelder sind zum &ldquo;Retten&rdquo; der Finanzindustrie in Milliardenh&ouml;he vorhanden und gleichzeitig sind nur unzureichende staatlichen Mittel f&uuml;r die &Auml;rmsten der Armen vorhanden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bis zu 40.000 Ausbildungspl&auml;tze k&ouml;nnten unbesetzt bleiben<\/strong><br>\nZu Beginn des neuen Ausbildungsjahres suchen viele Betriebe noch h&auml;nderingend nach Lehrlingen. &bdquo;In den letzten 20 Jahren war es f&uuml;r Unternehmen noch nie so schwer, ihre offenen Ausbildungspl&auml;tze zu besetzen&ldquo;, sagte der Pr&auml;sident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&ldquo;. Es drohten knapp 40 000 Pl&auml;tze unbesetzt zu bleiben.<br>\nNach einer aktuellen DIHK-Umfrage unter den Mitgliedsbetrieben, die der Zeitung vorliegt, konnten fast ein Drittel der Unternehmen schon im Vorjahr nicht alle Ausbildungspl&auml;tze besetzen. Das sind fast dreimal so viele wie noch zehn Jahre zuvor. Als Gr&uuml;nde nannte Schweitzer die r&uuml;ckl&auml;ufige Zahl an Schulabg&auml;ngern und den wachsenden Trend zum Studium.<br>\nAber auch Angebot und Nachfrage passen oft nicht zusammen. So gibt es regelm&auml;&szlig;ig einen Ansturm auf einige wenige Berufe, wie das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in N&uuml;rnberg der Deutschen Presse-Agentur erkl&auml;rte. Gut ein Drittel der jungen Leute entscheiden sich f&uuml;r einen der zehn gefragtesten Berufe. Und auch die regionale Verteilung ist h&ouml;chst unterschiedlich. In einigen Regionen gibt es im Verh&auml;ltnis zur Bewerberzahl zu viele, in anderen zu wenig Ausbildungspl&auml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/industrie\/dihk-umfrage-unter-unternehmern-bis-zu-40-000-ausbildungsplaetze-koennten-unbesetzt-bleiben\/12252346.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.G.:<\/strong> Eigentlich sollte das bei diesem Fl&uuml;chtlingsstrom kein Problem sein, Auszubildende zu finden.<\/em><br>\nDas ist aber auch kein Wunder wenn Unternehmer nicht auf &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/armutsgefahr-fuer-geringqualifizierte-in-deutschland-steigt-a-1050054.html\">Geringqualifizierte mit nur einem Haupt- oder Realschulabschluss<\/a>&ldquo; zur&uuml;ckgreifen will.<br>\n<em>Also, raus mit der Sprache: Auf was wartet ihr Unternehmer denn jetzt? Auf Fl&uuml;chtlinge mit Abitur oder auf deutsche Abiturienten mit Bachelor und Master Abschluss? Haupt-und Realsch&uuml;ler mit Abschluss k&ouml;nnt ihr ja nicht gebrauchen, oder?<\/em><br>\n<em>PS : Ich habe &bdquo;nur&ldquo; einen Hauptschulabschluss und bin Industriemeister Elektrotechnik.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben mehrfach das Thema aufgegriffen; z.B. hier:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27367#h08\">Bev&ouml;lkerung ohne beruflichen Abschluss: L&auml;ndervergleich 2014 in ausgew&auml;hlten Altersgruppen <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25726\">Die unsoziale Lage der Jugend im Land<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23587\">(Kein) Mindestlohn f&uuml;r Jugendliche: &Uuml;ber Diskriminierung und Ausgrenzung wird nicht gesprochen<\/a> <\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14967\">L&uuml;gen mit Zahlen auf dem &bdquo;Lehrstellenmarkt&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>R&uuml;stungsexporte und ihre machtpolitische Funktion &ndash; Rede von J&uuml;rgen Wagner bei der Kundgebung zum Antikriegstag in T&uuml;bingen<\/strong><br>\nUmfragen zufolge bef&uuml;rworten 82% der deutschen Bev&ouml;lkerung ein Verbot oder zumindest eine drastische Einschr&auml;nkung der R&uuml;stungsexporte!<br>\nWir sollten uns allerdings keinen Illusionen hingeben, dass wir in dieser Frage allzu viele Verb&uuml;ndete in der Politik h&auml;tten. Und das gilt auch f&uuml;r Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, obwohl ihm f&auml;lschlicherweise vorgeworfen wird, er bet&auml;tige sich als Totengr&auml;ber der deutschen R&uuml;stungsindustrie.<br>\nDass das Unfug ist, zeigten schon die k&uuml;rzlichen Meldungen, denen zufolge die Exportgenehmigungen von Januar bis Juni 2015mit 6,35 Mrd. Euro bereits fast den Gesamtwert von 2014 erreicht haben!<br>\nLiebe Freundinnen und Freunde,<br>\ndie Wahrheit ist: Deutschland exportiert weiter Waffen auf Teufel komm raus!<br>\nWer Gabriels r&uuml;stungspolitische Grundsatzrede vom 8. Oktober 2014 genau verfolgt hatte, dem war ohnehin klar, dass an dem Gejammer der R&uuml;stungsindustrie, der Wirtschaftsminister wolle ihr an den Kragen, absolut nichts dran ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2015\/08\/29\/ruestungsexporte-und-ihre-machtpolitische-funktion\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>EU-Datenschutzreform: Industrie lehnt Klausel gegen NSA-Spionage ab<\/strong><br>\nEin Dachverband der IT-Wirtschaft best&uuml;rmt den europ&auml;ischen Gesetzgeber, einen Paragrafen aus der geplanten Datenschutzverordnung zu streichen, wonach Konzerne pers&ouml;nliche Informationen nicht einfach an Drittstaaten ausliefern d&uuml;rften.<br>\nDie Lobbyschlacht um die europ&auml;ische Datenschutzreform, die im November auch in die Kinos kommt, geht munter weiter. In die laufenden Verhandlungen zwischen Rat, Parlament und Kommission der EU &uuml;ber den finalen Text der Datenschutz-Grundverordnung hat sich jetzt ein breites B&uuml;ndnis der IT- und Internetwirtschaft lautstark eingebracht. Es macht gegen den umstrittenen Paragrafen 43a mobil. Er legt fest, dass Telekommunikations- und Internetkonzerne Daten nur auf Grundlage europ&auml;ischen Rechts oder vergleichbarer Abkommen an Beh&ouml;rden in Drittstaaten wie die USA &uuml;bermitteln d&uuml;rften.<br>\nDie sogenannte Anti-Fisa-Klausel, die im Lichte der NSA-Aff&auml;re vor allem eine Weitergabe personenbezogener Informationen auf Basis des Foreign Intelligence Surveillance Act (Fisa) verhindern soll, br&auml;chte viele Firmen in eine Zwickm&uuml;hle, warnt die Industry Coalition for Data Protection (ICDP) in einem heise online vorliegenden Schreiben an die Verhandlungsf&uuml;hrer der EU-Gremien. Sie m&uuml;ssten sich damit wohl entscheiden, ob sie europ&auml;isches Recht oder gesetzliche Auflagen in anderen Staaten br&auml;chen. Es bliebe ihnen quasi allein die Wahl zwischen Pest oder Cholera.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/EU-Datenschutzreform-Industrie-lehnt-Klausel-gegen-NSA-Spionage-ab-2792913.html%20\">Stefan Krempl auf heise online<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: US-Gericht hebt Verf&uuml;gung gegen NSA-Telefon&uuml;berwachung auf<\/strong><br>\n2013 hatte ein Gericht befunden, dass die Vorratsdatenspeicherung der NSA wahrscheinlich illegal ist. Ein Berufungsgericht hat diese Verf&uuml;gung nun aufgehoben und schickt den Fall zur&uuml;ck an den Start. F&uuml;r die Kl&auml;ger ist das keine gute Nachricht&hellip;<br>\nIm Dezember 2013 hatte Richter Richard J. Leon vom Bundesbezirksgerichts f&uuml;r den District of Columbia eine Einstweilige Verf&uuml;gung gegen die NSA-Vorratsdatenspeicherung erlassen; denn dieses &Uuml;berwachungsprogramm versto&szlig;e h&ouml;chstwahrscheinlich gegen die US-Verfassung. Das Verfahren hei&szlig;t Klayman v Obama. Aufgrund der gro&szlig;en Bedeutung der &Uuml;berwachung f&uuml;r die Regierung stellte Leon seine Verf&uuml;gung aber sofort ruhend; die &Uuml;berwachung konnte damit weiterlaufen, bis die Berufungsinstanz entschieden hat.<br>\nDiese hat nun entschieden und die Einstweilige Verf&uuml;gung aufgehoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/US-Gericht-hebt-Verfuegung-gegen-NSA-Telefonueberwachung-auf-2794046.html%20\">Daniel AJ Sokolov auf heise online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Paul Krugman: Crashtest-Dummies als republikanische Pr&auml;sidentschaftskandidaten<\/strong><br>\nWird Chinas B&ouml;rsenkrach eine weitere weltweite Finanzkrise ausl&ouml;sen? Wahrscheinlich nicht. Aber die gro&szlig;en Marktschwankungen der vergangenen Woche haben uns vor Augen gefu&#776;hrt, dass der n&auml;chste Pr&auml;sident wohl mit einigen der gleichen Probleme zu tun haben wird wie George W. Bush und Barack Obama. Die finanzielle Unsicherheit geht weiter.<br>\nMachen wir also einen Test: Wie wu&#776;rden die M&auml;nner und Frauen, die die Pr&auml;sidentschaft anstreben, reagieren, wenn es unter ihrer &Auml;gide eine Krisensituation g&auml;be?<br>\nAuf der republikanischen Seite jedenfalls scheint da die Antwort zu sein: mit Toben und mit China-Bashing. Es gibt nicht den geringsten Hinweis darauf, dass auch nur einer der GOPKandidaten das Problem u&#776;berhaupt versteht oder aber die Schritte, die notwendig sein k&ouml;nnten, sollte die Weltwirtschaft auf ein weiteres Schlagloch treffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/08\/28\/opinion\/paul-krugman-rash-test-dummies-as-republican-candidates-for-president.html\">NYT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die verratene &Ouml;ffentlichkeit<\/strong><br>\nMan f&uuml;hlte sich unversehens ins alte Preu&szlig;en zur&uuml;ckversetzt: Ende Juli wurde bekannt, dass die Generalbundesanwaltschaft (GBA) wegen Landesverrats gegen das Blog Netzpolitik.org ermittelte. Im Fokus standen dessen Gr&uuml;nder Markus Beckedahl und Andre Meister, einer der Redakteure. Sie wurden beschuldigt, Staatsgeheimnisse verraten zu haben. Ein schwerwiegender Vorwurf: Laut Paragraf 94 StGB droht daf&uuml;r mindestens ein Jahr, im schlimmsten Fall lebenslange Haft.<br>\nAusgel&ouml;st hatte die Ermittlungen der Pr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz, Hans-Georg Maa&szlig;en. Seine zwei Strafanzeigen im M&auml;rz und April dieses Jahres bezogen sich auf Blogbeitr&auml;ge, in denen es unter anderem um die Aussp&auml;hung sozialer Netzwerke durch eine neue Referatsgruppe des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) geht. Die GBA nahm am 13. Mai die Ermittlungen auf. Beckedahl und Meister setzte sie davon allerdings erst am 30. Juli in Kenntnis &ndash; weil die in Betracht kommenden Delikte andernfalls verj&auml;hrt w&auml;ren.[1]<br>\nSofort brach ein Proteststurm los: Politiker wie Journalisten kritisierten, dass die Nachforschungen die Pressefreiheit verletzten. Nach einem kurzen Gerangel zwischen dem damaligen Generalbundesanwalt Harald Range und seinem Dienstherrn, Bundesjustizminister Heiko Maas, wurden die Ermittlungen am 10. August eingestellt.<br>\nMan k&ouml;nnte die Causa damit als Sommerloch-Intermezzo abtun. Tats&auml;chlich aber birgt sie auch jetzt noch erheblichen Sprengstoff und ist zugleich ein Lehrst&uuml;ck sondergleichen &ndash; in rechtlicher, medialer und politischer Hinsicht. Vor allem verdeutlicht sie, dass der eigentliche Verrat bislang folgenlos blieb &ndash; n&auml;mlich jener, den die Bundesregierung an der politischen &Ouml;ffentlichkeit begeht.<br>\nR&uuml;ckblickend ergeben sich drei Fragen: Warum waren das BfV und die GBA erstens so bem&uuml;ht, den Vorwurf des Landesverrats zu konstruieren? Zweitens: Sind Blogger &uuml;berhaupt Journalisten und genie&szlig;en sie damit die in Artikel 5 GG gew&auml;hrleistete Pressefreiheit? Und schlie&szlig;lich: Welche Auswirkungen haben die Ermittlungen auf die noch immer schwelende NSA-\/BND-Aff&auml;re?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/september\/die-verratene-oeffentlichkeit%20\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Datenschutz-Beh&ouml;rden: EU-Datenschutzreform krankt in zentralen Bereichen<\/strong><br>\nDie Datenschutzreform, wie sie dem Rat der Europ&auml;ischen Union vorschwebt, gef&auml;llt deutschen Datenschutzbeauftragten an einigen wichtigen Punkten nicht.<br>\nDie Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der L&auml;nder fordert, dass die Reform des europ&auml;ischen Datenschutzes in zentralen Bereichen nachgebessert wird. Nur so k&ouml;nne mit ihr das Schutzniveau gegen&uuml;ber der bisherigen Regelung erh&ouml;ht werden, da die Verhandlungen zur Europ&auml;ischen Datenschutz-Reform nun in die letzte, entscheidende Phase eintreten.<br>\nDer Rat der Europ&auml;ischen Union habe das Prinzip der Datensparsamkeit aufgegeben; die Datensch&uuml;tzer fordern jetzt, dass es &ldquo;explizit vorgegeben&rdquo; wird. Insbesondere die Profilbildung durch eine Zusammenf&uuml;hrung und Auswertung von personenbezogenen Daten m&uuml;sse &ldquo;strikt&rdquo; geregelt werden. Die vorgesehenen Regelungen griffen &ldquo;zu kurz&rdquo;.<br>\nAuch d&uuml;rfe die Zweckbindung nicht aufgeweicht werden, meinen die Datensch&uuml;tzer. Mit ihr k&ouml;nne die Datenverarbeitung den Betroffenen transparent und vorhersehbar gestaltet werden. Die vom Rat vorgeschlagene Regelung erlaube zum Unmut der Datensch&uuml;tzer jedoch &Auml;nderungen so weit, &ldquo;dass das in der Europ&auml;ischen Grundrechtecharta enthaltene Prinzip der Zweckbindung preisgegeben w&auml;re&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Datenschutz-Behoerden-EU-Datenschutzreform-krankt-in-zentralen-Bereichen-2791591.html?wt_mc=nl.ho.2015-08-27\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Datenschutzreform: Industrie lehnt Klausel gegen NSA-Spionage ab<\/strong><br>\nEin Dachverband der IT-Wirtschaft best&uuml;rmt den europ&auml;ischen Gesetzgeber, einen Paragrafen aus der geplanten Datenschutzverordnung zu streichen, wonach Konzerne pers&ouml;nliche Informationen nicht einfach an Drittstaaten ausliefern d&uuml;rften.<br>\nDie Lobbyschlacht um die europ&auml;ische Datenschutzreform, die im November auch in die Kinos kommt, geht munter weiter. In die laufenden Verhandlungen zwischen Rat, Parlament und Kommission der EU &uuml;ber den finalen Text der Datenschutz-Grundverordnung hat sich jetzt ein breites B&uuml;ndnis der IT- und Internetwirtschaft lautstark eingebracht. Es macht gegen den umstrittenen Paragrafen 43a mobil. Er legt fest, dass Telekommunikations- und Internetkonzerne Daten nur auf Grundlage europ&auml;ischen Rechts oder vergleichbarer Abkommen an Beh&ouml;rden in Drittstaaten wie die USA &uuml;bermitteln d&uuml;rften.<br>\nNSA-Aff&auml;re<br>\nDie sogenannte Anti-Fisa-Klausel, die im Lichte der NSA-Aff&auml;re vor allem eine Weitergabe personenbezogener Informationen auf Basis des Foreign Intelligence Surveillance Act (Fisa) verhindern soll, br&auml;chte viele Firmen in eine Zwickm&uuml;hle, warnt die Industry Coalition for Data Protection (ICDP) in einem heise online vorliegenden Schreiben an die Verhandlungsf&uuml;hrer der EU-Gremien. Sie m&uuml;ssten sich damit wohl entscheiden, ob sie europ&auml;isches Recht oder gesetzliche Auflagen in anderen Staaten br&auml;chen. Es bliebe ihnen quasi allein die Wahl zwischen Pest oder Cholera.<br>\n&ldquo;Der vorgeschlagene Paragraf w&uuml;rde nur gro&szlig;e Rechtsunsicherheit schaffen, ohne sein angegebenes Ziel zu erreichen&rdquo;, warnt die Lobbyvereinigung. Einschl&auml;gige &Auml;nderungen der Praxis des Datentransfers k&ouml;nnten allein &uuml;ber bi- und multilaterale Kan&auml;le zwischen Regierungen ernsthaft in Angriff genommen werden. Den betroffenen Unternehmen drohten andernfalls empfindliche Strafen. Die Klausel sei daher zu streichen oder h&ouml;chstens in anderer Form in die parallele Richtlinie f&uuml;r Polizei und Justiz aufzunehmen, die den Mitgliedsstaaten mehr Spielraum bei der Umsetzung lie&szlig;e.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/EU-Datenschutzreform-Industrie-lehnt-Klausel-gegen-NSA-Spionage-ab-2792913.html?wt_mc=nl.ho.2015-08-29\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>NSA und XKeyscore: BND als Dienstleister des Verfassungsschutzes<\/strong><br>\nNach der Ver&ouml;ffentlichung einer &Uuml;bereinkunft zwischen der NSA und den deutschen Nachrichtendiensten steht die Rolle des Bundesnachrichtendienstes auf dem Pr&uuml;fstand.<br>\nDer Bundesnachrichtendienst (BND) spielt eine herausgehobene Rolle als zentraler Dienstleister: Er allein bekam von der NSA die Schn&uuml;ffelsoftware Keyscore, installierte diese beim Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) und sorgte f&uuml;r den technischen Support des Systems, das beim BfV unter dem Codenamen &ldquo;Poseidon&rdquo; betrieben wird. Das geht aus einer &Uuml;bereinkunft zwischen der NSA mit den deutschen Geheimdiensten hervor, die die Zeit nun ver&ouml;ffentlicht hat. Damit geht die Zusammenarbeit der beiden gro&szlig;en Geheimdienste weit &uuml;ber das hinaus, was in Deutschland bisher darunter verstanden wurde.<br>\nUS-B&uuml;rger tabu<br>\nDas Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz besorgte laut Zeit nur den Server (der den Namen &ldquo;Goldelse&rdquo; bekam) und die Red-Hat-Basis-Software. Die eigentliche XKeyscore-Installation wie Schulung und Support &uuml;bernahm der BND, dem wiederum ein technischer High-Level-Support bei der NSA zugeordnet war. Erkenntnisse, die das BfV &uuml;ber das Programm gewonnen hat, sollten komplett an die NSA ausgeleitet werden, sofern diese dem Aufgabengebiet des US-Nachrichtendienstes entsprechen.<br>\nBeide deutschen Geheimdienste verpflichteten sich zudem, mit dem System keine US-B&uuml;rger auszuspionieren. Alle drei Geheimdienste verpflichteten sich, die &Uuml;bereinkunft vor keinem Gericht oder internationalen Gerichtshof anzufechten oder sie auf andere Weise zu ver&ouml;ffentlichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/NSA-und-XKeyscore-BND-als-Dienstleister-des-Verfassungsschutzes-2792705.html?wt_mc=nl.ho.2015-08-29\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Hungriges Windows 10<\/strong><br>\nDas Software-Unternehmen Microsoft hat dieses Jahr das Betriebssystem Windows 10 ver&ouml;ffentlicht. Seitdem hagelt es Kritik. Bei Verbrauchersch&uuml;tzern und Anwendern w&auml;chst das Unbehagen gegen&uuml;ber der Sammelwut der Nutzungsdaten durch den Hersteller.<br>\n&ldquo;Insgesamt kann man sagen: Der Verbraucher wird bei der Nutzung komplett &uuml;berwacht, ausgeforscht &ndash; das hat technische Hintergr&uuml;nde. Das hat aber auch Gr&uuml;nde f&uuml;r Marketingzwecke&rdquo;, &hellip;<br>\nManfred Kloiber: &hellip; sagt Christian Gollner von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Er hat sich genauer angesehen, welche Daten Windows 10 bei den Anwendern einsammelt und an die Microsoft-Server &uuml;bermittelt. Doch genau diese Datensammelei k&ouml;nnte sich als b&ouml;ser Bumerang erweisen &ndash; und zwar f&uuml;r Microsoft. Warum Peter Welchering?<br>\nPeter Welchering: Weil die B&uuml;rger und Anwender diese umfassende Datensammelei und Profilbildung nicht mehr so mitmachen wollen. Der Widerstand dagegen w&auml;chst. Und genau das kann sich Microsoft nicht leisten. Microsoft tritt mit Windows 10 letztlich auch gegen Android an. Deshalb haben die Entwickler sehr stark auf eine sehr komfortable Bedienung, auf mehr Sicherheit als bisher Wert gelegt. Dass die vielen Daten, die Windows 10 erhebt, dabei zum Problem werden k&ouml;nnen, haben sie einfach nicht einkalkuliert. Aber Microsoft muss darauf reagieren. Nicht sofort, sie haben noch Zeit daf&uuml;r. Die Stimmung ist noch nicht gekippt, aber das Unbehagen, dass ein Betriebssystem alle relevanten Nutzungsdaten an den Systemhersteller schickt, das w&auml;chst. Das ist in Europa nat&uuml;rlich viel ausgepr&auml;gter als in den USA. Und auf diesen Unbehagen muss Microsoft reagieren. Da schwitzen die Strategen in Redmond schon &uuml;ber ihren Hausarbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nutzungsdaten-hungriges-windows-10.684.de.html?dram:article_id=329648\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Tr&auml;nen der Krokodile<\/strong><br>\nAm 1. September j&auml;hrt sich der Beginn des Zweiten Weltkriegs. Aus diesem Anlass ein Gedicht von Wolfgang Bittner.\n<p><strong>Die Tr&auml;nen der Krokodile<\/strong><\/p>\n<p>Wer jemals wieder ein Gewehr,<br>\n&#8232;dem soll die Hand verdorren.&#8232;<br>\nErinnert Euch! Ihr wisst es noch?<\/p>\n<p>Doch gab es einen Gott,&#8232;<br>\nder Eisen wachsen lie&szlig;,<br>\n&#8232;und Ideologen, Profiteure.<br>\n&#8232;Die Augen rechts! Die Augen geradeaus!&#8232;<br>\nUnd Waffenfabrikanten, &Ouml;lmagnaten.<br>\n&#8232;Pr&auml;sentiert das &hellip;!&#8232;<\/p>\n<p>So geht&rsquo;s im Gleichschritt an die Front<br>\n&#8232;nach Osten wie nach Westen,<br>\n&#8232;mal robben sie, mal stehn sie still,<br>\n&#8232;mal sitzen sie am Monitor<br>\n&#8232;und spielen Scheibenschie&szlig;en.<\/p>\n<p>Marsch, marsch, ihr Jungs und M&auml;dels!<br>\n&#8232;Die Gr&auml;ber sind schon vorbereitet,&#8232;<br>\ndie Trauerfeiern mit den Trommeln,<br>\n&#8232;den Trompeten und den Trauerreden.<br>\n&#8232;Und soll &ndash; verflucht &ndash; die Hand verdorren!<\/p>\n<p><em>Aus: Wolfgang Bittner, &bdquo;S&uuml;dlich von mir&ldquo;, Lyrikedition 2000, M&uuml;nchen 2014.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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