{"id":27390,"date":"2015-09-01T08:59:12","date_gmt":"2015-09-01T06:59:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390"},"modified":"2015-09-03T07:51:58","modified_gmt":"2015-09-03T05:51:58","slug":"hinweise-des-tages-2449","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h01\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h02\">Rechtsextremismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h03\">Der Putin-Komplex<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h04\">Spannungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h05\">Frankreichs Wirtschaftsminister Macron: &ldquo;Wir wollen eine Neugr&uuml;ndung Europas&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h06\">D&eacute;j&agrave; Vu: Germany Tightens Its Economic Power Over Europe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h07\">Sch&auml;ubles ehernes Geh&auml;use<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h08\">Klaus D&ouml;rre: Kapitalistischer Kannibalismus: Griechenland, Deutschland und die Europ&auml;ische Union<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h09\">HSH Nordbank hofft auf Milliarden-Finanzspritze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h10\">Billig, einfach, illegal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h11\">Metall-Arbeitgeber fordern neuen Einstiegstarif<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h12\">St&ouml;rung und Emp&ouml;rung sind Teil der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h13\">Branchendialog<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h14\">Gabriel und de Maizi&egrave;re warnen vor Verrohung im politischen Umgang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h15\">Die Illusion der Chancengleichheit &ndash; Wie der Geldbeutel &uuml;ber Studium und Karriere entscheidet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h16\">So frei sind Universit&auml;ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h17\">Fragen an den Autor: &ldquo;Gekaufte Forschung. Wissenschaft im Dienst der Konzerne&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h18\">Gro&szlig;demo gegen TTIP und Ceta im Oktober in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h19\">Statements des Rappers Blumio zur &bdquo;Querfront&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wir schaffen uns unsere Armutsmigranten selbst<\/strong><br>\nDeutschland ist mit daf&uuml;r verantwortlich, dass im Kosovo kein &uuml;berlebensf&auml;higer Staat entstanden ist. &Uuml;ber die Folgen d&uuml;rfen sich deutsche Politiker dann nicht wundern.<br>\nPolitiker aus Union und SPD fordern eine beschleunigte R&uuml;ckf&uuml;hrung abgelehnter kosovarischer Asylbewerber. M&ouml;glichst schnell wollen sie den jungen Balkanstaat zum &ldquo;sicheren Herkunftsland&rdquo; erkl&auml;ren, neben Syrien und Albanien eines der L&auml;nder, aus denen im Moment am meisten Asylsuchende kommen. Damit wollen sie die Zahl der &ldquo;Wirtschaftsfl&uuml;chtlinge&rdquo; aus dem jungen Balkanstaat verringern.<br>\nDiese Forderung ignoriert jedoch die politische und wirtschaftliche Lage im Kosovo, f&uuml;r die auch Deutschland Verantwortung tr&auml;gt. Deutschland war am Nato-Krieg gegen Serbien 1999 ma&szlig;geblich beteiligt und beteiligt sich seitdem als eines der f&uuml;hrenden L&auml;nder auch am Wiederaufbau der fr&uuml;heren serbischen Provinz zu einem eigenen Staat. Dies geschieht im Rahmen der &Uuml;bergangsadministration der Vereinten Nationen, UNMIK, und der Rechtsstaatlichkeitsmission der Europ&auml;ischen Union, EULEX. Beide Missionen haben einen gro&szlig;en Beitrag zum Frieden im Kosovo geleistet &ndash; aber gleichzeitig einen unhaltbaren Staat geschaffen.<br>\nBeispiel Arbeitsmarkt: Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) verlangte j&uuml;ngst, die Auszahlung des monatlichen Taschengeldes f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge zu &uuml;berdenken, und verglich die Leistung von 143 Euro pro Monat mit dem Einkommen eines kosovarischen Polizisten. Deutschland war aber als Teil der internationalen Gemeinschaft selbst daran beteiligt, im Kosovo einen desolaten, nicht nachhaltigen Arbeitsmarkt zu schaffen. Noch heute verdienen wenig bis gar nicht ausgebildete Arbeiter, Fahrer oder Putzfrauen, die f&uuml;r die internationale Gemeinschaft arbeiten, oft mehr als qualifizierte Fachkr&auml;fte oder Polizisten, die einen Ausbildungsberuf erlernt oder ein Studium absolviert haben und nun f&uuml;r ein privates Unternehmen oder den kosovarischen Staat arbeiten. Da l&auml;sst sich dann leicht &uuml;ber angebliche &ldquo;Armutsfl&uuml;chtlinge&rdquo; klagen.<br>\nSollte Deutschland ein ernstes Interesse daran haben, die Zahl der Fl&uuml;chtlinge aus dem Kosovo nachhaltig zu reduzieren, m&uuml;sste es vor allem daf&uuml;r sorgen, im Kosovo eine sich selbst tragende Wirtschaft mit einem entsprechenden Arbeitsmarkt und einen funktionsf&auml;higen Staat zu schaffen, die Vers&ouml;hnung f&ouml;rdern und die organisierte Kriminalit&auml;t bek&auml;mpfen. Dann, und nur dann, k&ouml;nnte der Kosovo tats&auml;chlich zu einem &ldquo;sicheren Herkunftsland&rdquo; werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/2015-08\/kosovo-deutschland-friedensmission-fluechtlinge\">Zeit<\/a>\n<p><strong>und: Fl&uuml;chtlingsmisere: Europas Schuld<\/strong><br>\nEuropa h&auml;lt sich von Kriegen lieber fern, beutet arme L&auml;nder aus, spart an Entwicklungshilfe &ndash; und tr&auml;gt dadurch eine Mitverantwortung f&uuml;r das Fl&uuml;chtlingsdrama.<br>\nEuropas Politiker m&uuml;ssen ein Signal entgegensetzen, das &uuml;ber die blo&szlig;e Behandlung der Symptome hinausgeht. Der Kampf gegen kriminelle Schleuser oder die Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen, selbst wenn sie in gro&szlig;z&uuml;gigem Umfang gesch&auml;he, sind aber nicht viel mehr als das. Die Bek&auml;mpfung der Ursachen verlangt nach einer konzertierten Au&szlig;en-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik, die &Uuml;berzeugungskraft, einen langen Atem und Geld kostet.<br>\nDarin aber haben die reichen Staaten bisher versagt. Die EU etwa hatte 2005 verk&uuml;ndet, die Ausgaben f&uuml;r Entwicklungshilfe bis 2015 auf 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung anzuheben. Doch selbst dieses bescheidene Ziel hat sie krachend verfehlt: Der Anteil d&uuml;mpelt seit Jahren bei rund 0,4 Prozent. F&uuml;r die afrikanischen Staaten s&uuml;dlich der Sahara, aus denen viele Fl&uuml;chtlinge stammen, haben die EU-L&auml;nder ihre Entwicklungshilfe sogar zur&uuml;ckgefahren. Nach Angaben der OECD sank sie zwischen 2005 und 2013 inflationsbereinigt von 18 auf 12 Milliarden Dollar pro Jahr &ndash; ein R&uuml;ckgang um ein volles Drittel.<br>\nDabei kann intelligent eingesetzte, langfristig wirkende Unterst&uuml;tzung ein probates Mittel gegen Fluchtbewegungen sein. Allerdings muss sie daf&uuml;r von der Umwelt-, der Au&szlig;en-, der Wirtschafts- und der Sicherheitspolitik flankiert werden. Und nicht zuletzt auch vom Verhalten der Verbraucher. Doch meist geschieht das genaue Gegenteil.<br>\nDie Europ&auml;er &uuml;berweisen Hilfsgelder, wenn St&uuml;rme oder Fluten Tausende t&ouml;ten &ndash; blasen aber weiter fr&ouml;hlich Treibhausgase in die Luft, was solche Wetterkatastrophen wahrscheinlicher macht. Sie bauen M&auml;rkte in armen L&auml;ndern auf, um sie dann mit subventionierten Produkten zu &uuml;berschwemmen. Sie kaufen gern billige Kleidung, die f&uuml;r Hungerl&ouml;hne hergestellt wird. Sie lieben g&uuml;nstige Smartphones, f&uuml;r die Minerale unter katastrophalen Umst&auml;nden aus der Erde gekratzt werden. Sie kaufen Fr&uuml;chte aus L&auml;ndern, die f&uuml;r den Anbau ihre letzten Wasserreserven verschleudern. Konflikten vor der eigenen Haust&uuml;r sehen sie oft nur zu (wie in Syrien) oder verlieren sie nach einem kurzen Eingreifen aus den Augen (wie in Libyen). Die Folgen dieses Tuns treffen genau jene L&auml;nder, deren Menschen jetzt an Europas Grenzen stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/fluechtlings-drama-europa-traegt-mitschuld-kommentar-a-1050220.html#ref=meinunghp\">SPON<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie Merkel Fremdenfeindlichkeit zur Chefsache macht<\/strong><br>\n[&hellip;] Ihr Bekenntnis ist erfreulich und bitter n&ouml;tig. Bitter n&ouml;tig, weil am Ende eben doch entscheidend ist, welche Botschaft eine Kanzlerin angesichts von Hass, Gewalt, Ausl&auml;nderfeindlichkeit aussendet. Merkel hat keinen Raum gelassen f&uuml;r Erkl&auml;rungsmuster, die nach Verstehen, manchmal gar nach Verst&auml;ndnis aussehen. Rechte P&ouml;bler, fremdenfeindliche Gewaltt&auml;ter, ignorante Mitl&auml;ufer will Merkel nicht erkl&auml;ren, gar verstehen. Sie will sie bek&auml;mpfen. Ohne Wenn, ohne Aber.<br>\nWichtig freilich w&auml;re es, wenn geschehen w&uuml;rde, was die Kanzlerin auch angek&uuml;ndigt hat: dass die Gewalttaten gegen Fl&uuml;chtlinge und deren Unterk&uuml;nfte nicht nur entdeckt, sondern auch aufgekl&auml;rt und hart bestraft w&uuml;rden. Daran hapert es leider bislang gewaltig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fremdenfeindlichkeit-merkels-chefsache-1.2628272\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Als ob irgendein Fremdenhasser in Heidenau oder ein &bdquo;besorgter B&uuml;rger&ldquo; von Pegida etwas darauf geben w&uuml;rde, was Angela Merkel zu diesem Thema sagt. Nat&uuml;rlich ist es wichtig und richtig ein Statement gegen Fremdenfeindlichkeit abzugeben. Sonntagsreden alleine reichen jedoch nicht. Wer Fremdenfeindlichkeit anprangert und nichts gegen deren Ursachen unternimmt, handelt unlauter. Es ist ja auch l&ouml;blich, wenn Merkel das ehrenamtliche Engagement der B&uuml;rger positiv hervorhebt. Noch l&ouml;blicher w&auml;re es aber, wenn sie den &uuml;berforderten Gemeinden zus&auml;tzlich einen Milliardenbetrag in Aussicht gestellt h&auml;tte, um eine ad&auml;quate Grundversorgung sicherzustellen. Was Angela Merkel betreibt, ist reine Symbolpolitik, die an der Oberfl&auml;che bleibt. Zu den Ursachen der Fluchtbewegung sagt die Kanzlerin daher lieber auch gar nichts.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rechtsextremismus<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Meine Jugend in Sachsen: &ldquo;Klassenkameraden reckten den Arm zum Hitlergru&szlig;&rdquo;<\/strong><br>\nDas erste Mal wurde ich bewusst mit &ldquo;Rechts-Sein&rdquo; in der sechsten oder siebten Klasse konfrontiert. Zwei Klassenkameraden reckten den Arm stolz zum Hitlergru&szlig;, aber nur, wenn die Lehrerin nicht hinschaute. Beide verlie&szlig;en das Gymnasium irgendwann und wechselten auf eine der vielen Mittelschulen, von denen es immer hie&szlig;, dass sie mit Neonazis nur so durchsetzt seien.<br>\nWenn ich meine Freundinnen damals daheim besuchte, war es nicht selten der Fall, dass einer der gro&szlig;en Br&uuml;der ein Fascho war. War halt so. Was soll&rsquo;s? Auf den D&ouml;rfern rund um Pirna und Heidenau waren (und sind?) alle Jugendklubs in der Hand von Neonazis. Nobody cares.<br>\nIch kann mich an N&auml;chte erinnern, in denen wir (Kids, die keine Nazis waren) einfach an den Elbwiesen abh&auml;ngen wollten, den billigen Tankstellen-Sangria in der Hand, wir uns aber nicht treffen konnten, ohne von Nazis quer durch die Stadt gejagt zu werden. Normalit&auml;t in Sachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/leben\/jugend-in-sachsen-was-in-heidenau-passiert-ist-nichts-neues-a-1049897.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man muss es noch einmal betonen, alle Bekenntnisse gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, die aktuell von mitte-links bis rechts aus Politikerm&uuml;ndern ert&ouml;nen sind verlogen. Wie aus den obenstehendes Bericht zu entnehmen ist, hat sich in den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern, explizit in Sachsen, eine bereite und tiefverwurzelte rechtsextreme und rassistische Jugendkultur entwickelt. So etwas geschieht nicht von heute auf morgen und man kann auch nicht behaupten, dass diese Entwicklung im Verborgenen stattgefunden hat. Gerade der NSU ist nicht vom Himmel gefallen. <\/em><br>\n<em>Die CDU ist in Sachsen seit der Wiedervereinigung die politisch bestimmende Kraft, hat dagegen aber bisher nicht das Geringste unternommen. Lebt sich diese rechtsextreme und rassistische Jugendkultur unter Beifall und Mitwirkung der Bev&ouml;lkerung einmal exzessiv aus, wie etwa in Heidenau, ist das Geschrei gro&szlig;. Da sollte sich dann aber Bundesinnenminister de Maizi&egrave;re (CDU) doch einmal an seine Parteigenossen in Sachsen wenden, bevor er in der &Ouml;ffentlichkeit vollmundig gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus Stellung nimmt<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Verfassungsschutz sieht neue Dimension der Gewalt<\/strong><br>\nDie rechtsextremen Ausschreitungen in Heidenau sind f&uuml;r den s&auml;chsischen Verfassungsschutz eine neue Dimension der Gewalt. &ldquo;Neu ist die Brutalit&auml;t und die Bereitschaft, Polizisten zu attackieren&rdquo;, sagte Beh&ouml;rdenpr&auml;sident Gordian Meyer-Plath der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. Fr&uuml;her h&auml;tten sich Rechtsextremisten bem&uuml;ht, gegen&uuml;ber der Polizei als &ldquo;Sauberm&auml;nner&rdquo; aufzutreten.<br>\nBei den Ausschreitungen in der Kleinstadt nahe Dresden wurden vor einer Woche rund 30 Polizisten verletzt, als sie vor einer Notunterkunft f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge von Rechtsradikalen mit Steinen und Flaschen beworfen wurden. So etwas habe er in Sachsen noch nicht erlebt, sagte Meyer-Plath.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/heidenau-verfassungsschutz-sieht-neue-dimension-der-gewalt-a-1050550.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Da hat wohl jemand das &ldquo;rechte Auge&rdquo; dieser Beh&ouml;rde ge&ouml;ffnet, die sich im NSU-Skandal nicht mit Ruhm bekleckert hat (um es milde zu  formulieren). Unter &ldquo;Landesamt f&uuml;r Verfassungsschutz Sachsen&rdquo; ist bei Wikipedia unter dem Stichwort &ldquo;NSU&rdquo; u.a. zu lesen: &ldquo;Nach dem    Auffliegen des NSU-Trios im November 2011 wurden mehr als 800 Aktenst&uuml;cke zur rechtsextremen Szene vernichtet. Laut einem Pr&uuml;fbericht des Datenschutzbeauftragten Andreas Schurig wurden bei   der L&ouml;schung die gesetzlichen Vorschriften eingehalten. Es ist aber unklar, ob auch Akten mit Informationen &uuml;ber das NSU-Trio vernichtet worden sind.[19] Im Juni 2012 wurde der    stellvertretende s&auml;chsische Verfassungsschutzpr&auml;sident Olaf Vahrenhold versetzt. Der Gr&uuml;nde waren, unter anderem, drei neu aufgetauchte Akten &ndash; es handelte sich dabei um Informationen zum &ldquo;Klux-Klan&rdquo;, &ldquo;Blood &amp; Honour&rdquo; und der Operation &ldquo;Terzett&rdquo;.&rdquo;   <\/em><br>\n<em>Da kann der Eindruck entstehen: Jahrelang scheint die rechte Szene gesch&uuml;tzt und durch Schriften z.B. a la Sarrazin (der ja immer noch in der SPD bleiben darf) gef&ouml;rdert worden zu sein und nun   pl&ouml;tzlich greift Aktionismus um sich.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Putin-Komplex<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es zu viel Verst&auml;ndnis f&uuml;r die friedensgef&auml;hrdende Politik Moskaus<br>\nSeit dem vergangenen Jahr, seit der Annexion der Krim und der Entfesselung eines Sezessionskriegs im Osten der Ukraine, kann man sich schwerlich noch dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen: Das Russland Wladimir Putins &ndash; und ein anderes gibt es nach Ausschaltung aller Oppositionen nicht mehr &ndash; ist dabei, die 1991 vertraglich fixierte Ordnung des postsowjetischen Raums in Frage zu stellen oder jedenfalls hegemonial neu zu justieren.<br>\n&Auml;hnlich wie die &ldquo;Breschnew-Doktrin&rdquo; der fr&uuml;heren UdSSR, umrei&szlig;t die neue &ldquo;Putin-Doktrin&rdquo; eine Zone begrenzter Souver&auml;nit&auml;t der Nachbarstaaten, in der so vage wie weitr&auml;umig definierte &ldquo;Sicherheitsinteressen&rdquo; Moskaus Vorrang vor allen W&uuml;nschen der betreffenden Bev&ouml;lkerungen selbst haben sollen. Diese &ldquo;Sicherheitsinteressen&rdquo; umfassen heute wie damals nicht nur die au&szlig;enpolitischen Beziehungen und milit&auml;rischen B&uuml;ndnisse, sondern ebenso die wirtschaftlichen Orientierungen und die innere Ordnung der Nachbarstaaten. Auch die Breschnew-Doktrin von 1968 versteckte sich hinter der Behauptung, dass die demokratischen Reformen in der Tschechoslowakei keine blo&szlig;e innere Angelegenheit mehr seien, sondern ein Einfallstor f&uuml;r die &ldquo;imperialistischen Kr&auml;fte der Aggression und der Revanche&rdquo; geschaffen h&auml;tten.<br>\nDie heutige Putin-Doktrin versucht mit noch waghalsigeren Konstruktionen ein noch w&uuml;steres Bedrohungsszenario an die Wand zu malen. Demokratische &ldquo;Farbenrevolutionen&rdquo;, hei&szlig;t es vom Pr&auml;sidenten selbst, seien vom Westen mittels Geld und &ldquo;f&uuml;nften Kolonnen&rdquo; wie oppositionellen Nichtregierungsorganisationen k&uuml;nstlich angezettelt worden, um im Nahen Osten genau wie in der Ukraine oder Georgien und sogar (vergeblich) in Russland selbst soziale und politische Unruhen zu entfesseln und auf diese Weise &ldquo;Faschisten&rdquo; oder &ldquo;Islamisten&rdquo; an die Macht zu bringen. Zugleich werde auf jede erdenkliche Weise, etwa mittels homosexueller und &ldquo;Gender&rdquo;-Propaganda&rdquo;, die Integrit&auml;t aller, noch nicht von westlicher Dekadenz angefressener Staaten und Gesellschaften untergraben. Das alles im Interesse kapitalistischer Wirtschaftsinteressen und amerikanischer Weltmachtpl&auml;ne. Fast geniert man sich, diesen Stuss auch nur zu referieren &ndash; der jeden sowjetischen Weltverschw&ouml;rungswahn von einst ebenso in den Schatten stellt wie die paranoidesten Konstruktionen der US-Weltpolitik in den Zeiten des Kalten Kriegs oder Pr&auml;sident Bushs ber&uuml;hmte &ldquo;Achse des B&ouml;sen&rdquo; von 2002.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2015\/33_35\/titelseite\/-\/384988\">Das Parlament<\/a>\n<p><strong>Dazu ein <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150901_leser_ab.pdf\">Leserbrief unserer Leserin A.B. [PDF &ndash; 61 KB]<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Spannungspolitik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Gewalt-Explosion in Kiew &ndash; Wer steckt dahinter?<\/strong><br>\nBei einer Explosion vor dem ukrainischen Parlament sind ein Polizist get&ouml;tet und mehr als 100 Menschen verletzt worden&hellip;.<br>\nHunderte Anh&auml;nger der oppositionellen nationalistischen Partei Swoboda hatten vor dem Parlamentsgeb&auml;ude demonstriert. Der rechtsextreme Prawy Sektor hatte zuvor nach eigenen Angaben die Zufahrtsstra&szlig;en zum Parlament blockiert&hellip;.<br>\nDer ukrainische Innenminister Awakow sieht die Drahtzieher in der in der Westukraine verankerten Partei Swoboda. Die Radikale Partei unter anderem lehnt die Reform ab, da eine Passage ein Sondergesetz &uuml;ber die Separatistengebiete Luhansk und Donezk vorschreibt&hellip;<br>\nDie Gew&auml;hrung eines Sonderstatus&rsquo; f&uuml;r Teile der weitgehend von prorussischen Separatisten kontrollierten Regionen Donezk und Luhansk ist ein zentraler Punkt der im Februar im wei&szlig;russischen Minsk erzielten Friedensvereinbarung&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/ukraine\/mindestens-30-verletzte-bei-explosion-vor-dem-parlament-42396374.bild.html\">Bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Entschuldigung f&uuml;r die Quelle, aber sie war gestern Abend am ausf&uuml;hrlichsten auch mit den Videos. Immer muss nun auch die Bild-Zeitung einr&auml;umen, dass in der Ukraine der Einfluss rechtsextremer Kr&auml;fte auf der Stra&szlig;e und im Parlament sehr hoch ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Unter Protest aus Russland &ndash; USA und Ukraine starten Milit&auml;rman&ouml;ver<\/strong><br>\nUnter Protest aus Russland hat vor der K&uuml;ste der Ukraine das von den USA angef&uuml;hrte Marineman&ouml;ver &ldquo;Sea Breeze&rdquo; (Seebrise) im Schwarzen Meer begonnen. Mit rund 2500 Soldaten aus 11 L&auml;ndern sei dies die gr&ouml;&szlig;te &Uuml;bung seit dem Beginn der internationalen Seeman&ouml;ver 1997, berichteten ukrainische Medien.<br>\nDutzende Schiffe liefen aus dem Hafen von Mykolajiw im S&uuml;den des Landes zu der knapp zweiw&ouml;chigen &Uuml;bung aus. Auch Bundeswehrsoldaten beteiligen sich. Russland sieht angesichts des Krieges zwischen ukrainischem Milit&auml;r und moskautreuen Separatisten im Osten der Ukraine in dem Man&ouml;ver der Nato-Staaten eine neue Provokation&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/USA-und-Ukraine-starten-Militaermanoever-article15831466.html\">n-tv<\/a>\n<p><strong>Dazu: Vertrauensbildende Ma&szlig;nahmen statt Man&ouml;ver &ndash; Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Kriegsdienstverweigerer<\/strong><br>\nDie &auml;rztliche Friedensorganisation IPPNW begr&uuml;&szlig;t die aktuellen Bem&uuml;hungen um einen vollst&auml;ndigen Waffenstillstand und den &uuml;berwachten Abzug schwerer Waffen. Gleichzeitig appelliert sie an die Bundesregierung, sich st&auml;rker f&uuml;r vertrauensbildende Ma&szlig;nahmen zwischen NATO und Russland einzusetzen. Milit&auml;rman&ouml;ver in Ost-Europa h&ouml;hlen die NATO-Russland-Grundakte weiter aus. Die daf&uuml;r vom Verteidigungsministerium eingeplanten zus&auml;tzlichen 20 Millionen Euro w&auml;ren eine gute Investition in Zivile Konfliktbearbeitung, zum Beispiel in den Ausbau ziviler Strukturen wie der OSZE. Diese war jetzt beim Zustandekommen der Vereinbarungen zwischen der Regierung in Kiew und den K&auml;mpfern in der Ostukraine vermittelnd t&auml;tig und ist f&uuml;r die &Uuml;berwachung ihrer Umsetzung unabdingbar.<br>\nDie geplante Verlegung der US-amerikanischen F-22-Jets sowie die Stationierung von 250 US-Panzern und weiterem schweren Ger&auml;t an der Ostgrenze der NATO dagegen sind das Gegenteil dessen, was als Vertrauen schaffende Ma&szlig;nahmen notwendig w&auml;re. &ldquo;Ein neuer Entspannungsprozess braucht politische Zusagen, z.B. dass die NATO keine weitere Osterweiterung anstrebt und das geplante Raketenabwehrsystem nicht errichtet&rdquo;, so die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst.<br>\nTrotz des Minsk-2-Abkommens befindet sich die Ukraine in einem latenten B&uuml;rgerkrieg. Dass er bisher nicht offen ausgebrochen ist, liegt auch daran, dass die Regierung trotz massiver Unterst&uuml;tzung durch die USA und andere NATO-Staaten milit&auml;risch schwach ist. Die Zahl der Kriegsdienstverweiger ist hoch. Die Sch&auml;tzungen sprechen von 18.000 M&auml;nnern, die in die umliegenden L&auml;nder oder in die Illegalit&auml;t gefl&uuml;chtet sind, Tausende haben sich freigekauft.<br>\nBei der sechsten Welle der Mobilisierung f&uuml;r die &ldquo;Antiterroroperation&rdquo; im Osten Mitte August 2015 konnte die Regierung anstatt der geplanten 25.000 Personen nur 13.000 mobilisieren. Tausende Ordungs-  und Strafverfahren sollen gegen Personen eingeleitet worden sein, die sich entzogen haben. Auch alle legalen M&ouml;glichkeiten werden ausgesch&ouml;pft &ndash; von der Heirat mit alleinstehenden M&uuml;ttern mit mindestens drei Kindern bis zum Dienst als Service-Personal auf Kreuzschiffen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/de\/vertrauensbildende-massnahmen-statt.html\">ippnw<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Litauisch-Polnisch-Ukrainische- Brigade: Ein gef&auml;hrliches Man&ouml;ver in der Sicherheitspolitik?<\/strong><br>\nMulti-nationale Milit&auml;rverb&auml;nde sind ein g&auml;ngiges Werkzeug westlicher Sicherheitspolitik. Doch im ostpolnischen Lublin entsteht gerade eine Brigade, die aus dem Rahmen f&auml;llt. Dort bauen Polen, Litauen und die Ukraine eine gemeinsame mechanisierte Infanterie-Brigade auf &ndash; 4.500 Mann sollen es werden. Zwei NATO-Staaten gr&uuml;nden einen milit&auml;rischen Gro&szlig;verband mit einem Land, das sich de facto mit Russland, dem Hauptgegner der NATO, im Krieg befindet &ndash; das ist wirft Fragen auf. Welches Kalk&uuml;l steckt hinter dem Projekt und wie gef&auml;hrlich ist diesem sicherheitspolitischen Man&ouml;ver der drei osteurop&auml;ischen Staaten?<br>\nLange schien das Vorhaben vor allem aus politischen Absichtserkl&auml;rungen zu bestehen. Ende Juli unterzeichneten die Verteidigungsminister der Partnerl&auml;nder nun ein technisches Memorandum, das den Fahrplan zum Aufbau des Gro&szlig;verbandes festlegt, begleitet und bewertet von einer Begutachtungskommission. Ihre volle Operationsf&auml;higkeit soll die Brigade im Juli 2016 erreichen. Eine erste Gro&szlig;&uuml;bung namens &bdquo;Triple Bravery&ldquo; ist aber schon f&uuml;r Dezember diesen Jahres in Polen angek&uuml;ndigt. Das Land ist Haupt-Truppensteller, Antreiber und Spiritus Rector des Projekts.<br>\nDie &bdquo;Litauisch-Polnisch-Ukrainische&ldquo;-Brigade war eine Idee von Polens konservativem Ex-Verteidigungsminister Bogdan Klich, der von 2007 bis 2011 im Amt war. Damals unterhielten die Polen je ein Kooperationsbataillon mit Litauern und Ukrainern. Polen wollte die Bataillone in einer Brigade zusammenf&uuml;hren, um die Zusammenarbeit zu intensivieren &ndash; Ziel war es damals, eine Plattform f&uuml;r die Ukraine zu schaffen, damit sich der NATO-Anw&auml;rter besser an Auslandsmissionen  des Westens beteiligen kann.Die Rede war von Eins&auml;tzen unter dem Dach der Vereinten Nationen, sowie der  NATO und der EU. Das breite Spektrum sollte den Ukrainern unterchiedliche M&ouml;glichkeiten bieten, sich in die westlich dominierte Sicherheitsarchitektur einzuklinken und als verl&auml;sslicher und engagierter Partner zu beweisen. Das solcherma&szlig;en gewachsene Renomee sollte aber vor allem dazu dienen, ein positives Umfeld f&uuml;r den NATO-Beitritt der Ukraine zur schaffen.Diese zu erreichen, ist ein Hauptziel der Sicherheitspolitik Polens wie auch Litauens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bits.de\/public\/gast\/15moeller-01.htm\">bits<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Frankreichs Wirtschaftsminister Macron: &ldquo;Wir wollen eine Neugr&uuml;ndung Europas&rdquo;<\/strong>\n<ul>\n<li>Der franz&ouml;sische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron schl&auml;gt vor, einen Kommissar f&uuml;r den Euro in Br&uuml;ssel zu installieren.<\/li>\n<li>Der soll die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik der 19 Euro-L&auml;nder koordinieren und &uuml;ber ein erhebliches Budget verf&uuml;gen.<\/li>\n<li>Falls man in der W&auml;hrungsunion zu keiner Form von Finanztransfer bereit sei, k&ouml;nne man den Euro und die Eurozone vergessen&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>&ldquo;Der Status Quo f&uuml;hrt in die Selbstzerst&ouml;rung&rdquo;, sagte Macron der SZ, &ldquo;die Fliehkr&auml;fte sind zu gro&szlig;, politisch wie &ouml;konomisch.&rdquo;&hellip; &ldquo;Wollen wir die Neugr&uuml;nder Europas sein &ndash; oder seine Totengr&auml;ber?&rdquo;&hellip;<br>\nMacron konkretisiert im SZ-Interview j&uuml;ngste Vorschl&auml;ge des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Francois Hollande, in der Euro-Zone eine &ldquo;Wirtschaftsregierung&rdquo; zu etablieren. Dazu will Macron einen neuen &ldquo;Euro-Kommissar&rdquo; in Br&uuml;ssel installieren, der die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik der 19 Euro-L&auml;nder koordinieren soll: &ldquo;Die Euro-Regierung w&uuml;rde gef&uuml;hrt von einem Kommissar mit weitreichenden Befugnissen,&rdquo; sagte Macron, &ldquo;das w&auml;re nicht nur ein Euro-Finanzminister, sondern jemand, der auch Investitionsmittel vergibt oder in der Arbeitsmarktpolitik mitredet.&rdquo;..<br>\nMacron r&auml;umte ein, dass sein Vorsto&szlig; &ldquo;von Deutschland Tabubr&uuml;che verlangt&rdquo;. Bisher lehnte Berlin Pl&auml;ne f&uuml;r eine &ldquo;Transferunion&rdquo; strikt ab. Macron warnt jedoch: &ldquo;Falls die Mitgliedstaaten wie bisher zu keiner Form von Finanztransfer in der W&auml;hrungsunion bereit sind, k&ouml;nnen wir den Euro und die Eurozone vergessen.&rdquo; Weiter sagte er: &ldquo;Eine W&auml;hrungsunion ohne Finanzausgleich &ndash; das gibt es nicht! Die Starken m&uuml;ssen helfen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/emmanuel-macron-im-interview-wir-wollen-eine-neugruendung-europas-1.2628139\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein einziger &bdquo;Euro-Kommissar&ldquo; mit derartigen Machtbefugnissen und ohne demokratische Kontrolle, das ist unter dem gegenw&auml;rtigen &ouml;konomischen Dogma eine Horrorvorstellung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>D&eacute;j&agrave; Vu: Germany Tightens Its Economic Power Over Europe<\/strong><br>\nGermany&rsquo;s leaders herded their European counterparts into imposing harsh austerity on Greece. It was the price, they insisted, that Greece had to pay to receive bailout credits from the European Union, European Central Bank and International Monetary Fund (IMF). The Europeans required those bailout credits to be used mostly to pay back loans the Greek government had gotten earlier from private banks (chiefly German, French and Greek). Those credits could not be used to get Greece out of the 2008 crash that afflicted all of Europe.<br>\nThose private banks had gladly and profitably pushed too many loans onto the Athens government for many years. When the 2008 global crash brought forward the moment when the Greek government could no longer carry its bloated, excess private debts, default loomed. Had that happened, those private banks would have required second bailouts (their first occurred in 2008-2009) from their governments. But the speed and generosity of those first bailouts had enraged much public opinion in France, Germany and Greece. A second bailout, required if Greece had defaulted, would have finished those countries&rsquo; leaders&rsquo; political careers. Cleverly, the leaders arranged for those institutions to lend to Greece to pay off its private creditors: no need then for second bailouts.<br>\nTo cover this maneuver with &ldquo;public relations&rdquo; distractions, German Chancellor Angela Merkel and others promised to require Greece to undergo a tough austerity treatment, portrayed as economic pain and punishment that Greeks brought on themselves. It was necessary &ldquo;medicine&rdquo; that would soon deliver economic recovery. All leaders everywhere promised and still promise recovery to austerity&rsquo;s victims. In fact, since 2010, austerity brought Greece further economic decline, not recovery. Indeed, recoveries proved elusive or painfully slow for most Europeans as they struggled with austerities of varying intensities.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rdwolff.com\/content\/d%C3%A9j%C3%A0-vu-germany-tightens-its-economic-power-over-europe\">Professor Richard D. Wolff<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sch&auml;ubles ehernes Geh&auml;use<\/strong><br>\nWenn noch jemand einen Beleg brauchte, wie gef&auml;hrlich Volksentscheide f&uuml;r die Funktionsf&auml;higkeit moderner Demokratien sind, hier ist er erbracht,&ldquo; wetterte Roland Nelles auf Spiegel Online am 6. Juli 2015 nach dem Ausgang des griechischen Referendums. Die Schockstarre, die das griechische Nein in Deutschland ausl&ouml;ste, r&uuml;hrt von dem Frontalzusammensto&szlig; zweier wirtschaftlicher und politischer Weltanschauungen.<br>\nDie eine, die auch der Referendumsidee zugrunde liegt, beruht auf einer genuin politischen Auffassung von Regieren: Die Stimme des Volkes hat Vorrang vor den Regeln der Buchhaltung; eine gew&auml;hlte Regierung kann die Regeln auch &auml;ndern. Der andere Ansatz bindet das Regierungshandeln strikt an die festgelegten Regeln. Die Politiker k&ouml;nnen handeln, d&uuml;rfen aber diesen Rahmen nicht verlassen, der de facto durch demokratische Verfahren nicht infrage gestellt werden darf. Eben diese Geisteshaltung verk&ouml;rpert Finanzminister Sch&auml;uble. F&uuml;r ihn sind die Regeln g&ouml;ttliche Gesetze, wie sein Exkollege Varoufakis bemerkt hat.<br>\nDiese &bdquo;deutsche Ideologie&ldquo; hat einen Namen: Ordoliberalismus. Wie die angels&auml;chsischen &bdquo;Laissez faire&ldquo;-Verfechter sind auch die Ordoliberalen strikt dagegen, dass der Staat dem Markt die H&auml;nde bindet. Aber anders als Erstere gehen die Ordoliberalen davon aus, dass sich die gelobte freie Konkurrenz nicht naturw&uuml;chsig entfaltet. Der Staat muss sie vielmehr organisieren, muss den rechtlichen, technischen, sozialen, moralischen und kulturellen Rahmen f&uuml;r das Walten des Markts schaffen &ndash; und f&uuml;r die Einhaltung der Regeln sorgen. Foucault hat das Neue am Neoliberalismus deutscher Pr&auml;gung gegen&uuml;ber dem alten Liberalismus des 19. Jahrhundert klar benannt: &bdquo;Es soll sich viel mehr um einen Staat unter der Aufsicht des Marktes handeln als um einen Markt unter Aufsicht des Staates.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Aus-Le-Monde-diplomatique\/!5227959\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Beitrag ist relativ lang, aber sehr informativ. Man sollte sich die Zeit nehmen um den blinden wirtschaftspolitischen Dogmatismus der Bundesregierung zu verstehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Klaus D&ouml;rre: Kapitalistischer Kannibalismus: Griechenland, Deutschland und die Europ&auml;ische Union<\/strong><br>\nWie auch immer man das Diktat des Eurogipfels im Detail bewertet &ndash; f&uuml;r die Europapolitik allgemein und die Politik der europ&auml;ischen Linken im Besonderen bedeutet es eine historische Z&auml;sur. In ihrer bestehenden Formd&uuml;rfte die Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion (WWU) keine Zukunft haben.<br>\nIhr Konstruktionsfehler, die europ&auml;ische Integration den M&auml;rkten zu &uuml;berantworten, um so h&ouml;chst heterogene &Ouml;konomien und Sozialmodelle &bdquo;nachziehen&ldquo; zu lassen, wird mittlerweile selbst von ehemaligen Bef&uuml;rwortern wie dem Ex-EU-Kommissar G&uuml;nter Verheugen &ouml;ffentlich diskutiert.<br>\nBleibt es indessen beim Status quo, so ist die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) jederzeit in der Lage, abweichende Politiken mit dem Entzug der Liquidit&auml;t zu bestrafen. Politische Alternativen zu einem sich nunmehr offen autorit&auml;r geb&auml;rdenden Wirtschaftsliberalismus, der den europ&auml;ischen Binnenmarkt von vermeintlich wachstumshemmenden Regularien zu befreien sucht, sind unter diesen Bedingungen nahezu ausgeschlossen&hellip;<br>\nDaran, dass die Rechnung der Austerit&auml;tsbef&uuml;rworter vorerst aufgegangen ist, tr&auml;gt die europ&auml;ische Sozialdemokratie eine Mitverantwortung. Das gilt insbesondere f&uuml;r die SPD. Die SPD hat sich nicht nur dem Austerit&auml;tsdiktat des Fiskalkonservatismus untergeordnet, sie hat in Gestalt ihres Parteivorsitzenden Gabriel gar versucht, Merkel und Sch&auml;uble rhetorisch rechts zu &uuml;berholen. Nach dem griechischen Referendum, das sich mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit gegen die Fortsetzung der Sparpolitik aussprach, behauptete Gabriel nach Presseberichten allen Ernstes, Tsipras habe die letzten Br&uuml;cken f&uuml;r eine Verst&auml;ndigung mit den Geberl&auml;ndern eingerissen. Zuvor hatte er dem griechischen Regierungschef vorgehalten, dieser wolle eine &bdquo;andere EU&ldquo;&hellip;.<br>\nDas kommt dem Verzicht auf  ein sozialdemokratisches Projekt gleich, es bedeutet ideologische und politische Kapitulation&hellip;<br>\nDer beste demokratische Rahmen n&uuml;tzt wenig, falls die Politik marktradikal bleibt&hellip;<br>\nDas Instrument der W&auml;hrungsabwertung darf nicht &uuml;bersch&auml;tzt werden.  Schon vor der Einf&uuml;hrung des Euro hatte es sich als wenig wirkungsvoll erwiesen.<br>\nZu bedenken ist, dass Gl&auml;ubiger-Schuldner-Beziehungen mit dem Ausstieg aus dem Euro nicht beseitigt werden. Stattdessen w&uuml;rden Interessengegens&auml;tze zwischen Mitgliedsstaaten &ndash; etwa bei der Frage, in welcher W&auml;hrung Schulden verrechnet werden sollen &ndash; noch an Sch&auml;rfe gewinnen.<br>\nAuch deshalb w&auml;ren die Kosten einer Euro-Abwicklung gegenw&auml;rtig wohl immens hoch. Hinzu kommt, dass ein kontrollierter Euro-Ausstieg &bdquo;von links&ldquo; politisch sorgf&auml;ltig vorbereitet und von Bev&ouml;lkerungsmehrheiten getragen werden m&uuml;sste. Schon deshalb ist er f&uuml;r Griechenland gegenw&auml;rtig keine gute Option&hellip;<br>\nIn ihrer Ausschlie&szlig;lichkeit vermag keine der hier nur grob skizzierten Positionen vollends zu &uuml;berzeugen. Umso wichtiger ist es, innerhalb der intellektuellen und politischen Linken mit einer sachlichen Krisen- und Strategiediskussion zu beginnen, die keine der skizzierten Positionen voreilig ausgrenzt. Man kann die Kritik an Austerit&auml;tspolitik, institutioneller Verfasstheit der Eurozone und Juncker-Plan teilen und doch zu anderen Schlussfolgerungen gelangen als die Bef&uuml;rworter einer R&uuml;ckbau-Position. Zu bedenken ist jedoch, dass auch die bislang formulierten Alternativen zum R&uuml;ckbau der WWU schwach sind&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.europa-neu-begruenden.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/209_doerre.pdf\">Europa neu begr&uuml;nden [PDF &ndash; 327 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine informative Darstellung linker Positionen &uuml;ber die europ&auml;ischen Entwicklungsperspektiven.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>HSH Nordbank hofft auf Milliarden-Finanzspritze<\/strong><br>\nFaule Schiffskredite verhageln die Bilanz der gemeinsamen Landesbank. Daher forderte Vorstandschef Constantin von Oesterreich unmissverst&auml;ndlich, dass die L&auml;nder die Bank nun substanziell entlasten m&uuml;ssten. Sollten Schleswig-Holstein und Hamburg faule Kredite aus der Bank herauskaufen, w&uuml;rden sie Risiken in Milliardenh&ouml;he &uuml;bernehmen.<br>\nW&auml;hrend der Pressekonferenz sagte von Oesterreich: &ldquo;Was wir erreichen m&uuml;ssen, ist, dass die Bank so entlastet wird, dass sie gut leben kann. Ohne Belastungen, die uns daran hindern, diesen Erfolg weiter auszubauen.&rdquo; Schleswig-Holstein und Hamburg h&auml;tten 2009 eine sogenannte Zweitverlustgarantie von zehn Milliarden Euro gegeben. &ldquo;Und deshalb haben die L&auml;nder auch Interesse, uns von den Altlasten in dem Rahmen zu befreien, wie wir es brauchen, um erfolgreich nach vorne marschieren zu k&ouml;nnen&rdquo;, erkl&auml;rte der Vorstandsvorsitzende. NDR 1 Welle Nord und Schleswig-Holstein Magazin hatten am Donnerstag dar&uuml;ber berichtet, dass die L&auml;nder konkret erw&auml;gen, der Landesbank faule Kredite abzukaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/HSH-Nordbank-hofft-auf-Milliarden-Finanzspritze,hshnordbank736.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Prima, f&uuml;r die  Rettung der Banken scheint immer noch genug Geld dazu sein. Hier gilt offenbar keine schwarze Null.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die aktuellen Probleme sind hausgemacht und keineswegs neu. Bereits <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/504\/alle-reeder-stehen-still\">2009<\/a> (und noch einmal <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18132\">2013<\/a>) thematisierte ich das Problem der unrealistisch kalkulierten Schiffskredite der HSH Nordbank. Die Bank h&auml;tte also sechs Jahre Zeit gehabt, diese &bdquo;faulen&ldquo; Papiere zu entsch&auml;rfen und das Gesch&auml;ftsmodell zu &auml;ndern. Nichts davon ist passiert und nun soll der Staat mal wieder in die Bresche springen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Billig, einfach, illegal<\/strong><br>\nSchwermetalle im Boden, &auml;tzende Abw&auml;sser, giftige D&auml;mpfe. Der technische Fortschritt des Westens bedeutet f&uuml;r viele L&auml;nder in Afrika und Asien vor allem: verseuchte Landschaften, kranke Menschen. Denn gerade die &Auml;rmsten streunen &uuml;ber illegale Halden und versuchen, aus alten PCs, Fernsehern und Elektroger&auml;ten zumindest noch ein paar verwertbare Rohstoffe zu holen. Mit verheerenden Folgen f&uuml;r sie selbst und die Umwelt.<br>\nDenn noch immer wird beispielsweise in der EU nur etwa ein Drittel der ausgemusterten Ger&auml;te richtig und vor allem umweltschonend entsorgt, ergab eine Studie der Londoner Umweltorganisation CWIT. Die anderen zwei Drittel, allein aus den 28 Mitgliedsstaaten waren das 2012 etwa 6,2 Millionen Tonnen, w&uuml;rden falsch recycelt, einfach weggeworfen &ndash; oder eben ins Ausland geschafft, oft von organisierten Banden als &ldquo;Gebrauchte Ger&auml;te&rdquo; deklariert. Billig, einfach, illegal.<br>\nVolkswirtschaftliche Sch&auml;den in Milliardenh&ouml;hhe<br>\n1,3 Millionen Tonnen Elektroschrott und gro&szlig;teils noch funktionsf&auml;hige Computer h&auml;tten so 2012 die EU in nicht angemeldeten Exporten verlassen, hei&szlig;t es in dem Bericht weiter, der von mehreren Uno-Organisationen und der internationalen Polizeiorganisation Interpol in Auftrag gegeben wurde. Innerhalb Europas sieht die Situation noch d&uuml;sterer aus: 4,7 Millionen Tonnen Elektroschrott werden zwischen den EU-L&auml;ndern illegal hin und her verschoben. Das ist mehr als zehnmal so viel wie offiziell deklariert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/elektroschrott-billig-einfach-illegal-1.2627162\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Metall-Arbeitgeber fordern neuen Einstiegstarif<\/strong><br>\nF&uuml;r weniger anspruchsvolle T&auml;tigkeiten in der Metall- und Elektroindustrie sollten nach Ansicht des Metall-Arbeitgeberverbandes Nordrhein-Westfalen niedrigere L&ouml;hne gezahlt werden. Es gebe Arbeitspl&auml;tze, die weniger anspruchsvoll w&uuml;rden, weil der Computer einen Gro&szlig;teil der Arbeit abnehme, sagte Arndt Kirchhoff, Pr&auml;sident des Arbeitgeberverbands Metall NRW, der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;. &ldquo;Diesen Fall bildet die Tarifpolitik bislang nicht ab.&rdquo;<br>\n&ldquo;In unserer niedrigsten Tarifgruppe verdienen Ungelernte bereits mehr als 14,50 Euro die Stunde&rdquo;, sagte Kirchhoff der Zeitung. Darin seien Urlaubs- und Weihnachtsgeld noch nicht enthalten. &ldquo;Wenn wir hierzulande aber auch weiterhin einfache Arbeit anbieten wollen &ndash; auch f&uuml;r schwer Vermittelbare oder ganz aktuell f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge -, m&uuml;ssen wir das auch bezahlen k&ouml;nnen&rdquo;, f&uuml;gte er hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/lohngruppen-metall-arbeitgeber-fordern-neuen-einstiegstarif-a-1050633.html\">SPON<\/a>\n<p><strong>und: BWIHK-Pr&auml;sident will Mindestlohn f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge aufweichen<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident des Baden-W&uuml;rttembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) will den Mindestlohn zur besseren Integration von Fl&uuml;chtlingen aufweichen. Asylbewerber k&ouml;nnten auf Stundenbasis im Haushalt, im Garten oder bei der Familienbetreuung eingesetzt werden, sagte Peter Kulitz am Montag in Stuttgart. Durch die N&auml;he zur Bev&ouml;lkerung k&ouml;nne das die Integration f&ouml;rdern.<br>\nAllerdings m&uuml;sse in diesen F&auml;llen vom gerade erst eingef&uuml;hrten gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro Abstand genommen werden. Kosten und Dokumentationspflichten schreckten viele Familien ab, die gerne Arbeit anbieten w&uuml;rden. &bdquo;Ich pl&auml;diere f&uuml;r eine rasche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch Arbeit und fordere die Bundespolitik auf, dass die Aussetzung des Mindestlohns f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge gepr&uuml;ft wird&ldquo;, sagte Kulitz am Rande des Industriedialogs im Wirtschaftsministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/regional\/baden-wuerttemberg\/fluechtlinge-bwihk-praesident-will-mindestlohn-fuer-fluechtlinge-aufweichen_id_4899774.html\">FOCUS<\/a><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Tarifflucht und Prekarisierung: Zur Situation der Besch&auml;ftigten im Einzelhandel<\/strong><br>\nDer Einzelhandel ist nach dem Bereich &bdquo;Gesundheit und Soziales&ldquo; die zweitgr&ouml;&szlig;te &ldquo;Frauen-Branche&rdquo;. Der harte Konkurrenzkampf hat hier dazu beigetragen, dass sich der Druck auf die L&ouml;hne immens erh&ouml;ht hat und prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zunehmend existenzsichernde Arbeitspl&auml;tze verdr&auml;ngen. Dies sei nachfolgend am Beispiel der Bundesl&auml;nder Bremen und Niedersachsen aufgezeigt.<br>\nDie Wettbewerbssituation im Einzelhandel wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Eine wichtige Rolle spielen hier beispielsweise die Einkommensverh&auml;ltnisse. In den vergangenen zehn Jahren hat sich hier die &auml;u&szlig;erst zur&uuml;ckhaltende Reallohnentwicklung bemerkbar gemacht (siehe Abbildung 1). Bis 2009 lagen die Lohnsteigerungen deutlich unter der Inflationsrate&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1562%20\">Marion Salot auf annotazioni<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>St&ouml;rung und Emp&ouml;rung sind Teil der Demokratie<\/strong><br>\nDas Grundrecht der Versammlungsfreiheit ist kein Larifari-Grundrecht, eine Demonstration ist keine Larifari-Veranstaltung; sie geh&ouml;rt zum Kern der Demokratie. Das ist die Lehre des Wochenendes, das ist die Lehre von Heidenau, das hat das Bundesverfassungsgericht den Beh&ouml;rden und Gerichten in Sachsen ins Stammbuch geschrieben.<br>\nDemonstrationen enthalten das St&uuml;ck urspr&uuml;nglich-ungeb&auml;ndigte Politik, die eine Demokratie lebendig sein und bleiben l&auml;sst; Demos sind das direkt-demokratische Minimum. Der Rang des Grundrechts fordert Anstrengungen bei Sicherheitsbeh&ouml;rden und Polizei; und man kann sich diese Anstrengungen nicht dadurch ersparen, dass man den &ldquo;polizeilichen Notstand&rdquo; ausruft. Das ist ein Missbrauch des Worts Notstand. Notstand meint nicht, dass man gerade keine Zeit und anderes, vermeintlich Besseres, zu tun hat.<br>\nK&ouml;nnten die Sicherheitsbeh&ouml;rden k&uuml;nftig einen Notstand ausrufen, weil sie einige Not damit haben, eine Versammlung zu sichern: dann g&auml;be es bald keine Demonstrationen mehr &ndash; jedenfalls nicht zu besonders umstrittenen Themen und in aufgeheizter Stimmung; dann w&auml;re die Demokratie in Not.<br>\nDemonstrationsfreiheit ist auch die Freiheit, gegen Fl&uuml;chtlinge zu demonstrieren<br>\nDas Hin und Her um die Versammlungsverbote von Heidenau zeigt, dass es um das Bewusstsein des Werts der Versammlungsfreiheit nicht so weit her ist. Um eine Demonstration zu verbieten, gen&uuml;gt es nicht, allgemein von Gefahren zu reden; die Gefahren m&uuml;ssen schon sehr konkret sein; und diese Gefahren m&uuml;ssen durch Auflagen wie die Verlegung der Demo an einen anderen Ort nicht beseitigt werden k&ouml;nnen. Vor drei&szlig;ig Jahren, im Brokdorf-Beschluss, hat das Bundesverfassungsgericht das Demonstrationsgrundrecht als &ldquo;Zeichen der Freiheit, Unabh&auml;ngigkeit und M&uuml;ndigkeit des selbstbewussten B&uuml;rgers&rdquo; beschrieben. Das ist eine anspruchsvolle Definition. Die Beh&ouml;rden sollten an diesem Anspruch nicht scheitern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/heidenau-stoerung-und-empoerung-sind-teil-der-demokratie-1.2627039\">Heribert Prantl in der SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Branchendialog<\/strong><br>\nDie Bundesregierung bekennt sich nachdr&uuml;cklich zur F&ouml;rderung der deutschen R&uuml;stungsindustrie. In einem entsprechenden &ldquo;Strategiepapier&rdquo;, das das Kabinett unl&auml;ngst verabschiedet hat, werden unter anderem &ldquo;verst&auml;rkte Investitionen&rdquo; in die Entwicklung &ldquo;verteidigungsrelevanter Technologien&rdquo; angek&uuml;ndigt. Zudem ist eine forcierte &ldquo;exportpolitische Flankierung&rdquo; der Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit deutscher Waffenschmieden vorgesehen. Diese k&ouml;nne bei Bedarf auf nicht der EU oder der NATO angeh&ouml;rende &ldquo;Drittstaaten&rdquo; ausgedehnt werden und umfasse explizit auch die Ausfuhr von Kriegswaffen, hei&szlig;t es. Geplant ist au&szlig;erdem der Abschluss bilateraler Vereinbarungen mit &ldquo;Partnerstaaten&rdquo;, um die &ldquo;Chancen deutscher Unternehmen&rdquo; bei &ldquo;gro&szlig;en ausl&auml;ndischen Beschaffungsvorhaben&rdquo; von R&uuml;stungsg&uuml;tern zu verbessern. Die genannten Ma&szlig;nahmen folgen den Forderungen deutscher Waffenbauer, die sich bereits seit l&auml;ngerem in einem &ldquo;Dialog&rdquo; mit Vertretern der Bundesregierung befinden. Ergebnis der Beratungen war nicht zuletzt die Ank&uuml;ndigung von Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), R&uuml;stungsfirmen beim &ldquo;Einstieg in die Wachstumsm&auml;rkte der zivilen Sicherheitstechnologien&rdquo; ebenso zu unterst&uuml;tzen wie bei &ldquo;Kooperationen mit Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59187\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gabriel und de Maizi&egrave;re warnen vor Verrohung im politischen Umgang<\/strong><br>\nVizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) und Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) haben vor einer Verrohung des politischen Diskurses gewarnt. Ihm bereite Sorgen, &ldquo;dass in der Mitte der Gesellschaft der Anteil derjenigen w&auml;chst, die Politik, Politiker und Parteien verachten&rdquo;, sagte Gabriel der S&uuml;ddeutschen Zeitung (Samstag-Ausgabe). Randalierer wie im s&auml;chsischen Heidenau seien ein &ldquo;Sicherheitsproblem&rdquo;, so der SPD-Vorsitzende. &ldquo;Aber die Politikver&auml;chter in der Mitte der Gesellschaft stellen ein demokratisches, ein tiefsitzendes gesellschaftliches Problem dar. Dem m&uuml;ssen wir uns dringend widmen.&rdquo;<br>\nNach dem Besuch Gabriels in Heidenau hatten die SPD-Zentrale in Berlin bis zum Ende der Woche weit &uuml;ber 1000 Mails mit zum Teil w&uuml;sten Beleidigungen erreicht. In mindestens 26 F&auml;llen pr&uuml;ft die Partei eine Strafanzeige. Gabriel wies den Vorwurf zur&uuml;ck, er habe in Heidenau die Stimmungslage weiter angeheizt, weil er die Krawallmacher als &ldquo;Pack&rdquo; bezeichnet hatte. &ldquo;Da gibt es gar nichts mehr anzuheizen&rdquo;, so der Parteichef.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/hasstiraden-im-netz-gabriel-und-de-maizire-warnen-vor-verrohung-im-politischen-umgang-1.2626611\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bez&uuml;glich der Aussagen von Gabriel, wie sagte Clint Eastwood alias Dirty Harry: You made my day! Dem sogenannten Vizekannzler bereitet also Sorgen, &ldquo;dass in der Mitte der Gesellschaft der Anteil derjenigen w&auml;chst, die Politik, Politiker und Parteien verachten&rdquo;. Ach wirklich, ist das so? Hat sich der sogenannte Vizekanzler schon einmal gefragt warum das so ist? Hat der sogenannte Vizekanzler vielleicht schon einmal in den Spiegel geschaut? Was sollen die Menschen wohl von Politikern halten, die quasi t&auml;glich ihre Position und ihre Haltung &auml;ndern? Einmal f&uuml;r das TTIP, einmal dagegen. Was sollen Menschen von Politikern halten, welche die neoliberale Ideologie als alternativlose predigen? Eine Ideologie, welche die Lebensumst&auml;nde f&uuml;r 90 Prozent der Menschen verschlechtert, die zu einer unglaublichen sozialen Polarisierung gef&uuml;hrt hat. Mit obsz&ouml;ner Reichtumsanh&auml;ufung auf der einen Seite und zunehmenden sozialem Elend auf der anderen Seite. Was sollen die Menschen wohl von Politikern halten, die das Hartz IV System eingef&uuml;hrt haben oder die Einf&uuml;hrung nach wie vor als &ldquo;Wegbereiter f&uuml;r die Entwicklung Deutschlands zum Wirtschaftswunderland&ldquo; feiern. Ein System, dass die betroffenen Menschen einer unendlichen Kette von Dem&uuml;tigungen und Schikanen aussetzt. Was sollen die Menschen von Politikern halten, die hier das Fl&uuml;chtlingselend beklagen aber Waffenexporte genehmigen und die Kriegspolitik der USA unterst&uuml;tzen. Was sollen die Menschen von Politikern halten, die sie als &ldquo;Pack&rdquo; bezeichnen und damit ungewollt ihre generelle Haltung gegen&uuml;ber den B&uuml;rgern dieses Landes ausdr&uuml;cken. Ja, was sollen die Menschen wohl von solchen Politikern halten?<\/em><br>\n<em>Und noch zum Thema Hetzparolen: &ldquo;Deshalb werden Europa und Deutschland sich nicht erpressen lassen. Und wir werden nicht die &uuml;berzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung durch die deutschen Arbeitnehmer und ihre Familien bezahlen lassen&ldquo;.  Von wem stammt diese Auslassung? Vielleicht aus einem rechtsnationalen Internetblog? Nein, sie stammt genau von dem Herren, der nun Krokodilstr&auml;nen &uuml;ber Politikerverachtung im Netz vergie&szlig;t.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Illusion der Chancengleichheit &ndash; Wie der Geldbeutel &uuml;ber Studium und Karriere entscheidet<\/strong><br>\nFast alle Studienf&auml;cher werden von den Unis mit einem Numerus Clausus (NC) verbarrikadiert. Wer kein Einser-Abi hat, muss oft jahrelang warten, bis er einen Studienplatz bekommt. Bestes Beispiel: Medizin. Hier liegt der NC mittlerweile bei 1,0-1,2. Wer schlechter ist, kommt auf die Warteliste und kann die Jahre oft nur &uuml;ber eine Ausbildung &uuml;berbr&uuml;cken. Um dieses Problem hat sich l&auml;ngst eine Anwaltsindustrie entwickelt: F&uuml;r viel Geld k&ouml;nnen &ldquo;schlechte&rdquo; Abiturienten sich in ihren Wahlstudiengang einklagen. Dadurch gelangen vor allem Kinder beg&uuml;terter Eltern in den Genuss des begehrten Studienplatzes. Die anderen haben das Nachsehen.<br>\nDer gute alte Diplom-Ingenieur, im In- und Ausland hoch anerkannt, wurde abgeschafft und durch den nebul&ouml;sen &ldquo;Master of irgendwas&rdquo; ersetzt. Eine Folge der Harmonisierung auf EU-Ebene. Doch die Bachelor- und Masterstudieng&auml;nge werden f&uuml;r viele Studierende zum Alptraum. Statt Orientierung und Entwicklung an der Uni m&uuml;ssen sie mit aufgesetzten Scheuklappen und in Rekordzeit &ldquo;Creditpoints&rdquo; sammeln&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/die-illusion-der-chancengleichheit-100.html%20\">die Story im Ersten, dort auch das Video der gestrigen Sendung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>So frei sind Universit&auml;ten<\/strong><br>\nHochschulen in Deutschland bekommen laut einer neuen Studie tendenziell mehr Autonomie. Selbst in NRW, das einige Freiheiten r&uuml;ckg&auml;ngig machte, sind die &Auml;nderungen wenig dramatisch.<br>\nDie &Auml;nderungen der Hochschulgesetze in diesem L&auml;ndern sind l&auml;ngst beschlossen. Doch sie sind weniger dramatisch, als die Proteste der Hochschulen vermuten lassen w&uuml;rden. Das stellt jetzt zumindest eine Studie des privaten Forschungsinstituts f&uuml;r Bildungs- und Sozial&ouml;konomie im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung fest, die dem Tagesspiegel vorliegt. Die Studie vergleicht, wie sich die Autonomie zwischen 2009 und 2014 entwickelte&hellip;<br>\nOhnehin liegt NRW immer noch auf dem von dem Institut entwickelten &bdquo;Autonomie-Indikator&ldquo; vorne&hellip;<br>\n&Uuml;ber den wissenschaftlichen Erfolg sagen die Autonomiegrade in den L&auml;ndern nur bedingt etwas aus. In der Exzellenzinitiative haben die drei gro&szlig;en Berliner Unis zum Beispiel fast genauso viel eingeworben wie die ein Dutzend Unis aus NRW zusammengenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/studie-zur-autonomie-von-hochschulen-so-frei-sind-universitaeten\/12232736.html%20\">Tilmann Warnecke im Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das sich in NRW am Leitbild der unternehmerischen Universit&auml;t mit der Hochschulgesetznovelle nur wenig ge&auml;ndert hat, konnten Sie auch schon vor mehr als einem Jahr nachlesen, z.B. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21135\">hier<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Fragen an den Autor: &ldquo;Gekaufte Forschung. Wissenschaft im Dienst der Konzerne&rdquo;<\/strong><br>\nChristian Krei&szlig;, &ldquo;Gekaufte Forschung. Wissenschaft im Dienst der Konzerne&rdquo;.<br>\nForschungsgelder, Stiftungsprofessuren, Drittmittel &ndash; wo bleiben die akademische Freiheit und die Autonomie der Hochschulen? Wie wird manipuliert?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pcast.sr-online.de\/play\/fragen\/2015-08-31_kreiss_gekaufte_forcshung_30_8_15.mp3\">SR2<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Gro&szlig;demo gegen TTIP und Ceta im Oktober in Berlin<\/strong><br>\n&Uuml;ber 30 zivilgesellschaftliche Organisationen rufen dazu auf, den Protest gegen die transatlantischen Handelsabkommen TTIP und Ceta auf die Stra&szlig;e zu tragen. Sie erwarten mehr als 50.000 Teilnehmer.<br>\nEin breites zivilgesellschaftliches B&uuml;ndnis fordert den Stopp der Verhandlungen &uuml;ber das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA. Die beteiligten rund 30 Organisationen dr&auml;ngen zudem darauf, das schon fast fertige euro-kanadische Handelsabkommen Ceta nicht zu ratifizieren. Das B&uuml;ndnis ruft zu einer Gro&szlig;demo am 10. Oktober in Berlin auf, auf der B&uuml;rger den Forderungen Nachdruck verleihen und f&uuml;r einen &ldquo;gerechten Welthandel&rdquo; eintreten sollen. Damit wollen die Veranstalter ein &ldquo;deutliches Zeichen an die Politik senden&rdquo;.<br>\nVon Attac bis zum WWF<br>\nZu den Organisatoren geh&ouml;ren der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sowie Gruppen aus den Bereichen Umwelt-, Entwicklungs- und Sozialpolitik, Demokratie, B&uuml;rger- und Verbraucherrechte sowie Kultur. Die Palette reicht von Attac &uuml;ber Brot f&uuml;r die Welt und Greenpeace bis zum World Wide Fund For Nature (WWF). Zu den unterst&uuml;tzenden Parteien z&auml;hlen die Gr&uuml;nen, die Linke, die &Ouml;DP und die Piraten. Gemeinsam f&uuml;rchten sie, dass mit den &ldquo;demokratiegef&auml;hrdenden und intransparent verhandelten&rdquo; Vertr&auml;gen &ldquo;negative Auswirkungen auf viele Bereiche des t&auml;glichen Lebens drohen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Grossdemo-gegen-TTIP-und-Ceta-im-Oktober-in-Berlin-2791952.html?wt_mc=nl.ho.2015-08-27\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben am letzten Freitag (Hinweise des Tages II) darauf hingewiesen, dass auch der DGB zu dieser Gro&szlig;demonstration aufruft: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27367#h10\">TTIP und CETA? Fairer Handel geht anders<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Statements des Rappers Blumio zur &bdquo;Querfront&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Blumio\/photos\/a.427168441993.226934.80042251993\/10153023933216994\/?type=1&amp;fref=nf\">Facebook<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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