{"id":2740,"date":"2007-11-02T10:38:26","date_gmt":"2007-11-02T09:38:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2740"},"modified":"2007-11-02T10:38:26","modified_gmt":"2007-11-02T09:38:26","slug":"hinweise-des-tages-518","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2740","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2740&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Klaus Zumwinkel: &ldquo;Ganz sicher mehr als 50 Prozent&rdquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Unsere L&ouml;hne liegen mit 11,43 Euro f&uuml;r Neueinsteiger und mit bis 16,63 Euro f&uuml;r langj&auml;hrige Postboten deutlich &uuml;ber dem vereinbarten Mindestlohn, der sich ja zwischen 8 und 9,80 Euro bewegt. Ein Wettbewerber, der trotz eines solchen Lohnabstands zu uns nicht vern&uuml;nftig kalkulieren kann, der sollte besser gleich die Finger vom Briefgesch&auml;ft lassen. &hellip; Die Frage ist doch, welche Arbeitswelt will die Politik, wollen wir alle in der Zukunft erleben? Soll wirklich der am Ende gewinnen, der die niedrigsten L&ouml;hne zahlt und seinen Wettbewerbsvorteil mit staatlichen Zusch&uuml;ssen erkauft oder sollen Unternehmen wie die Deutsche Post eine Zukunft haben, die &uuml;ber ausk&ouml;mmliche Bezahlung eine gute Qualit&auml;t sichern und dazu noch 2,3 Milliarden Euro j&auml;hrlich in die Sozialkassen einzahlen?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1236362\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Fachkr&auml;ftemangel in Baden-W&uuml;rttemberg?<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Mal so:<\/strong><br>\n<strong>Baden-W&uuml;rttemberg: Fachkr&auml;fte h&auml;nderingend gesucht<\/strong><br>\nManager fahnden nach Personal, das Arbeitsamt sucht Fachkr&auml;fte in Frankreich: In Baden-W&uuml;rttemberg sind so wenige Menschen ohne Job wie seit f&uuml;nfzehn Jahren nicht mehr. Nirgendwo sonst suchen die Unternehmen so h&auml;nderingend nach Fachkr&auml;ften &ndash; und versuchen mit Mitteln wie Kinderbetreuung ihr Personalproblem zu lindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/fachkraefte-haenderingend-gesucht\/?src=SZ&amp;cHash=648c2231b7\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Beitrag unterstellt, dass es unter den 244.428 arbeitslos Gemeldeten in Baden-W&uuml;rttemberg nur Stra&szlig;enkehrer, Putzhilfen oder Kellner gebe. Vielleicht sollte man im L&auml;ndle vom hohen Ross herabsteigen und Menschen einarbeiten oder qualifizieren. Wozu gibt es eigentlich Weiterbildungsangebote?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mal so:<\/strong><br>\n<strong>&ldquo;Die n&auml;chsten 30 Jahre werden super&rdquo;<\/strong><br>\nMaschinenbaupr&auml;sident Manfred Wittenstein &uuml;ber Ingenieure und den guten Standort Deutschland: &bdquo;Da wir seit 20 Jahren Personalmarketing machen, wissen wir, wie wir unseren Nachwuchs rekrutieren m&uuml;ssen. Deshalb haben wir gegenw&auml;rtig auch keine Probleme, Ingenieure und andere Fachkr&auml;fte zu bekommen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Maschinenbau;art271,2409064\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Gutachten: Lokf&uuml;hrerstreiks sind rechtens<\/strong><br>\nDie Lokf&uuml;hrerstreiks sind rechtm&auml;&szlig;ig &ndash; zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/5\/140705\/print.html\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Steuergeheimnis von Arbeitslosen eingeschr&auml;nkt<\/strong><br>\nDas Finanzamt darf Informationen &uuml;ber zus&auml;tzliche Eink&uuml;nfte von Arbeitslosengeld-Empf&auml;ngern an die Arbeitsagenturen weiterleiten. Das geht aus einem am Mittwoch bekanntgegebenen Beschluss des Bundesfinanzhofes in M&uuml;nchen hervor. Danach ist die Weitergabe von Informationen trotz des Steuergeheimnisses erlaubt, wenn die Arbeitsagentur pr&uuml;fen muss, ob Arbeitslosengeld zu Unrecht gezahlt worden ist. (Az: VII B 110\/07)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/servlets\/page?section=704&amp;item=795790\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>G&ouml;tterd&auml;mmerung bei VW<\/strong><br>\nDie Elite-Autobauer von Porsche sichern ihre Position und ihre Pr&auml;mien vorbeugend zu Lasten der VW-Belegschaft, die bis jetzt von Werksschlie&szlig;ungen und Massenentlassungen verschont blieb. Das k&ouml;nnte sich nach der Macht&uuml;bernahme durch die Porsche-Autodynastie &auml;ndern. Gro&szlig;e Sektoren der acht Marken von VW gelten als unrentabel. Schon kursieren Ger&uuml;chte, dass der VW-Konzern unter dem Dach der neuen Holding in seine Einzelteile zerschlagen werden soll. Die Vision vom neuen Auto-Giganten ist unglaubw&uuml;rdig, zumal gerade erst der Traum einer industriellen &ldquo;Welt AG&rdquo; bei DaimlerChrysler geplatzt ist. Porsche stellt in Wirklichkeit einen globalen &ldquo;Hedgefonds mit Automobilproduktion&rdquo; (Wirtschaftswoche) dar. Die horrenden Gewinne, mit denen VW gekauft wurde, stammen gr&ouml;&szlig;tenteils aus W&auml;hrungsspekulationen und Optionsgesch&auml;ften, w&auml;hrend der Beitrag des eigentlichen Autogesch&auml;fts stetig sinkt. Auf l&auml;ngere Sicht ist es eher wahrscheinlich, dass Porsche VW filetiert und st&uuml;ckweise auf den globalen Unternehmensmarkt wirft, w&auml;hrend die Besch&auml;ftigung abgeschmolzen wird. Der Wolfsburger Weltuntergang hat gerade erst begonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/44\/07440102.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Ausma&szlig; der Nichterfassung in der offiziellen Arbeitsmarktstatistik liegt inzwischen bei 29,5 Prozent der tats&auml;chlich Arbeitslosen<\/strong><br>\nLeider wird aus der offiziellen Arbeitslosenzahl eine gro&szlig;e Zahl von Menschen ausgeblendet, die ebenfalls ohne festen Arbeitsplatz sind. Sie werden versteckt &ldquo;geparkt&rdquo;, sei es in so genannten &ldquo;arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen&rdquo;, sei es in &ldquo;Sonderregelungen.&rdquo; Darunter fallen Ma&szlig;nahmen zur beruflichen Weiterbildung, Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen, Vorruhestandsregellungen, Ich-AGs und Ein-Euro-Jobs. Im Monat Oktober waren dies 1,434 Millionen Arbeitslose.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/arbeit-karriere\/arbeit\/:Statistik-Der-Trick-Arbeitslosen\/601494.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Welches Interesse allerdings gerade die &bdquo;Stiftung Marktwirtschaft&ldquo; an der Ver&ouml;ffentlichung dieser Zahlen hat, wird im Beitrag ziemlich klar: Fortsetzung der sog. Arbeitsmarktreformen statt einer aktiven Konjunktur und Besch&auml;ftigungspolitik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke: Niemand versteht uns<\/strong><br>\nDeutschlands &Ouml;konomiedenker haben einen merkw&uuml;rdigen Hang, sich mit unbeholfenen Querfeldein-Appellen zu W&auml;chtern &uuml;ber die grunds&auml;tzliche Reformbereitschaft ihrer &ouml;konomisch hilfsbed&uuml;rftigen Mitmenschen zu machen und sich dann in Selbstmitleid zu ergehen, dass niemand auf sie h&ouml;rt. Statt n&uuml;chtern zu diagnostizieren, wie welche Reform wirkt. Selbst wenn sich dabei herausstellt, dass nicht alle Reformen so viel bewirkt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne%20Thomas%20Fricke%20Niemand\/273571.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist immer wieder erfrischend, wie Thomas Fricke als Anh&auml;nger der sog. Reformpolitik den Kollegen seiner Zunft den Spiegel vorh&auml;lt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Reiche bauen sich ihre eigenen St&auml;dte<\/strong><br>\nEs geht erst los in Deutschland mit der Segregation, der Aussonderung bestimmter Bev&ouml;lkerungsgruppen, der Bildung von Ghettos, den gro&szlig;en sozialen Konflikten, wie sie in vielen Nachbarl&auml;ndern ausgebrochen sind. Das ist eine der Warnungen des gro&szlig;en &bdquo;urban future&rdquo;-Kongresses in Frankfurt\/Main, der gestern zu Ende ging. Was sich in Ostdeutschland bereits in millionenfachen Wohnungsleerst&auml;nden niederschl&auml;gt, werde in Westdeutschland schon bald zur Zuspitzung gesellschaftlicher Konflikte in &bdquo;Quartieren mit schlechtem Ruf&rdquo; f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/kultur\/article1317672\/Reiche_bauen_sich_ihre_eigenen_Staedte.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><strong>Stadt mietet Stra&szlig;en<\/strong><br>\nIn Harsewinkel wird im November die erste kommunale Stra&szlig;e im Rahmen eines Public-Private Partnership(PPP)-Projekts dem Verkehr &uuml;bergeben.&bdquo;Bis jetzt l&auml;uft alles nach Plan&ldquo;, sagt der st&auml;dtische Projektkoordinator Heinz Niebur. &bdquo;Was die n&auml;chsten 29 Jahre betrifft, kann ich noch nichts sagen.&ldquo; So lange &ndash; genau 30 Jahre &ndash; dauert die &ouml;ffentlich-private Partnerschaft zwischen Harsewinkel und einer Unternehmensgruppe aus der Region.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhrnachrichten.de\/nachrichten\/exklusiv\/wirtschaft\/art1545,114671\">Ruhrnachrichten<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkels blinde Flecken<\/strong><br>\nAuch auf Auslandsreisen, jetzt in Indien wieder, zeigt sich das Manko der Kanzlerin. Sie macht einen guten Eindruck. Inhaltlich aber bewegt sie zu wenig, sendet weder soziale noch friedenspolitische Signale aus.<br>\nDie Kanzlerin verdient wieder gute Haltungsnoten. Selbstbewusst, aber nicht unbescheiden ist sie in Indien aufgetreten. Die Wertsch&auml;tzung der Gastgeber f&uuml;r sie war offenkundig. Die Frau aus Deutschland, der m&auml;chtige M&auml;nner fremder L&auml;nder so manches offene Wort nachsehen, die Neues gern aufsaugt und dabei von Amts wegen die Welt f&uuml;r sich entdeckt: Sie ist kein komplizierter Gast. Sie hat ihr Herzensthema Klimaschutz, das mittlerweile weltpolitisch die Marke Merkel definiert. Ein Goodwill-Thema letztlich. Da lassen sich die M&auml;chtigen gern auch mal zu langfristigen Zielen dr&auml;ngen, an denen irgendwann die Nachfolger gemessen werden. Aber sonst? Viel echte Freundlichkeit, wenig echte Ambition. Das war auch in Indien so.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1236868\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Volker Pispers zu Angela Merkel<\/strong><br>\nund zum Thema Mehrwertsteuererh&ouml;hung &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.2xfun.de\/view.php?file=7601#item\">2xFUN<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wunderbare Satire &uuml;ber gute Stimmung trotz Angela Merkel als Kanzlerin.<br>\nUnd der kleine Wirtschaftsexkurs am Ende ist auch nicht schlecht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie ein Pharmahersteller die Politik beeinflussen will<\/strong><br>\nNach Angaben des renommierten Pharmakologen Ulrich Schwabe k&ouml;nnten alle 485 000 AMD-Patienten im Jahr f&uuml;r insgesamt 32 Millionen Euro mit Avistan versorgt werden. Eine Behandlung mit Lucentis w&uuml;rde dagegen mehrere Milliarden Euro kosten. Avastin, dosiert f&uuml;r eine Spritze in den Augapfel, kostet 50 Euro, w&auml;hrend Novartis f&uuml;r eine Dosis Lucentis mehr als 1 500 Euro verlangt. Ein &ldquo;ungeheuerlicher&rdquo; Preis, wie Pharmaexperte Gerd Glaeske findet.<br>\nDer Beobachter reibt sich nun verwundert die Augen. Warum beantragt Roche f&uuml;r sein Mittel Avastin nicht eine Zulassung f&uuml;r die AMD-Behandlung, sondern &uuml;berl&auml;sst dem Konkurrenzprodukt das Feld? Denn eigentlich ist es &uuml;blich, dass ein Pharmahersteller eine m&ouml;glichst breite Zulassung anstrebt, um viel zu verkaufen.<br>\nDie Antwort ist einfach: Novartis und Roche sind durch Beteiligungen miteinander verbunden. Roche hat also gar kein Interesse daran, gegen das Novartis-Mittel Lucentis anzutreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/politik\/698780.html?_=print\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe die <a href=\"?p=2644\">Hinweise unserer Leser vom 18. September 2007.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Routensuche f&uuml;r die Ostseepipeline<\/strong><br>\nSchweden findet die umstrittene deutsch-russische Gasleitung &ldquo;&ouml;kologisch problematisch&rdquo; und fordert, die Route des Projekts zu verlagern. Dabei deutet einiges darauf hin, was bei einer Untersuchung herauskommen k&ouml;nnte: dass eine Landroute billiger w&auml;re und einen geringeren Eingriff in die Umwelt bedeuten w&uuml;rde. Damit w&uuml;rde sich die Pipelinef&uuml;hrung durch die Ostsee als eine ausschlie&szlig;lich politisch begr&uuml;ndete erweisen. Ein solches Zusammenspiel mit Russland mit dem alleinigen Zweck, EU-Mitgliedsstaaten zu umgehen, d&uuml;rfte f&uuml;r Deutschland wiederum schwer zu rechtfertigen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/routensuche-fuer-die-ostseepipeline\/?src=SZ&amp;cHash=9515e040e9\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>London ist um das Elffache reicher als Nordost-Rum&auml;nien<\/strong><br>\nEurostat-Report aus Br&uuml;ssel: Die Weltwirtschaftsmacht EU hat ein ernsthaftes Armutsproblem<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/44\/07440601.php\">Freitag 44<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein wenig suggeriert der zusammenfassende Artikel, dass die zunehmenden Disparit&auml;ten sozusagen ein neues Armutsproblem abbilden. Dabei ergibt sich mit der Aufnahme weniger entwickelten Volkswirtschaften in die EU die Zunahme regionaler Disparit&auml;ten statistisch von selbst. Das war so bei der S&uuml;derweiterung wie eben auch bei der ersten und zweiten Osterweiterung.<br>\nDen Durchschnittswerten f&uuml;r 1994-1996 zufolge reichte das Spektrum in den 208 NUT 2 Regionen der alten EU von Epirus (Griechenland) mit 43% des EU15-Durchschnitts bis zu Inner London mit 222%. Inner London lag damals erstmals mit deutlichem Abstand an der Spitze, was auf eine Neuklassifizierung in einigen L&auml;ndern zur&uuml;ckzuf&uuml;hren war. Zuvor befand sich die Region weiter unten auf der Liste unter der Bezeichnung &lsquo;Greater London&rsquo;. Ihr folgt Hamburg (194%), das zuvor die Spitzenposition eingenommen hatte. (Alles auf KKS-Basis)<br>\nDie eigentlich interessante Frage ist, ob es seit der S&uuml;derweiterung bis zur Osterweiterung, sinnvoller Weise m&uuml;&szlig;te man aus statistischen Gr&uuml;nden die Norderweiterung au&szlig;en vor lassen, zu einer Abnahme der regionalen Disparit&auml;ten gekommen ist, wie es durch das Binnenmarktprojekt propagiert wurde. Grob gesch&auml;tzt ist dies nicht der Fall. Das verhei&szlig;t aber f&uuml;r Osteuropa, dass der Konvergenzproze&szlig; &uuml;ber den gemeinsamen Binnenmarkt, vorsichtig formuliert, sehr lange dauern wird.<br>\nDie im Artikel angenommene Verteilung der Armutsbev&ouml;lkerung zwischen L&auml;ndern und Regionen hat in der alten EU nicht stattgefunden, trotz realer Personenfreiz&uuml;gigkeit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Studiengeb&uuml;hren-Gegner triumphieren erneut<\/strong><br>\nHessen kassiert Studiengeb&uuml;hren von allen Studenten &ndash; aber verfassungsrechtlich ist das Gesetz fragw&uuml;rdig. So sehen es auch Gie&szlig;ener Richter: Sie ordneten jetzt an, dass ein Medizin-Student bis zur endg&uuml;ltigen Kl&auml;rung keine Campusmaut zahlen muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,514892,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein bedingungsloses Grundeinkommen kommt den Steuerzahler teuer zu stehen <\/strong><br>\n&hellip; und wird die Arbeitsmoral schw&auml;chen. Eine Alternative zu Hartz IV ist es daher nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/dokumentation\/?em_cnt=1236269\">fr-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Was die beiden Autoren schreiben, ist zwar nicht so besonders neu. Die meisten Argumente fanden Sie schon bei uns. Dennoch insgesamt ein lesenswerter Beitrag. Die Kritik der Autoren an den Berechnungen der Vertreter des Grundeinkommens ist mit dem folgenden Satz sehr gut zusammengefasst: &bdquo;Von entscheidender Bedeutung ist bei diesen Berechnungen (gemeint sind jene von Wolfgang Strengmann-Kuhn und Michael Opielka) aber, dass die Simulationen statischer Natur sind &ndash; Verhaltens&auml;nderungen werden also nicht ber&uuml;cksichtigt.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Philippinische Arbeitsmigranten: Die Arroganz der Wohlhabenden<\/strong><br>\nEine Kolumnistin des &ldquo;Manila Bulletin&rdquo; mokiert sich &uuml;ber Filipinos, die im Ausland schuften m&uuml;ssen, um daheim ihre Familie ern&auml;hren zu k&ouml;nnen. Die Redaktion des Manila Bulletin wurde nach diesem Artikel von w&uuml;tender Leserpost &uuml;berh&auml;uft, aber die Autorin legte in ihrem Blog noch nach: &ldquo;Auch wenn es f&uuml;r einige elit&auml;r klingen mag, ist es nun mal eine Tatsache, dass unser Land auf der Grundlage von denen, die haben, denen, die nicht haben, und denen, die gerne h&auml;tten, existiert. Eine dieser Gruppen wird nie die Kultur der andere verstehen. Ich lege auch gar keinen Wert darauf, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Klassen zu &uuml;berbr&uuml;cken. Ich &uuml;berlasse das den Politikern in meiner Familie, die glauben, sie k&ouml;nnten helfen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/asien\/artikel\/1\/die-arroganz-der-wohlhabenden\/?src=SZ&amp;cHash=371959c433\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Genau in diese Richtung bewegen sich die Verh&auml;ltnisse in Deutschland. Wie sagte Stichwortgeber Ifo Chef Hans-Werner Sinn vor kurzem erst: &ldquo;Mit etwas mehr Ungerechtigkeit lebt es sich besser&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2740","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2740","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2740"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2740\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2740"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2740"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2740"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}