{"id":27400,"date":"2015-09-01T15:10:07","date_gmt":"2015-09-01T13:10:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27400"},"modified":"2015-09-03T07:51:36","modified_gmt":"2015-09-03T05:51:36","slug":"wandel-durch-konfrontation-das-scheint-die-neue-ostpolitische-linie-zu-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27400","title":{"rendered":"\u201eWandel durch Konfrontation\u201c \u2013 das scheint die neue ostpolitische Linie zu sein"},"content":{"rendered":"<p>Es ist allgemein bekannt, dass sich die Verantwortlichen der Ostpolitik um Willy Brandt Anfang der sechziger Jahre eine politische Strategie ausgedacht hatten: Sie wollten eine innere Ver&auml;nderung in der Sowjetunion und im Warschauer-Pakt dadurch erreichen, jedenfalls m&ouml;glich machen, dass die Konfrontation abgebaut wird. Auf Zusammenarbeit sollte der Westen umstellen, &bdquo;vertrauensbildende Ma&szlig;nahmen&ldquo;, wie es damals etwas b&uuml;rokratisch hie&szlig;, waren gefordert und auch umgesetzt. Jetzt wird die gegenteilige Strategie gefahren. De facto jedenfalls, von vielen sicherlich so nicht gewollt: der Westen geht in die Konfrontation, es werden Sanktionen verh&auml;ngt, es wird b&ouml;se vom anderen gesprochen und geschrieben. Eigentlich m&uuml;sste man wissen, dass genau dies zu einer Verschlechterung der inneren und rechtspolitischen Lage in Russland f&uuml;hren kann. Diese Verh&auml;rtung nimmt man offensichtlich billigend in Kauf. &ndash; Jetzt ist &bdquo;rechtzeitig&ldquo; zum Antikriegstag im offiziellen Blatt des Deutschen Bundestags &bdquo;Das Parlament&ldquo; ein beispielhaftes St&uuml;ck und ein Beleg f&uuml;r den neu begonnenen kalten Krieg erschienen   (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2015\/33_35\/titelseite\/-\/384988\">Das Parlament<\/a>.) In den Hinweisen von heute ist schon darauf hingewiesen worden. Siehe hier: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h03\">Der Putin-Komplex<\/a> . Untertitel: &bdquo;In Deutschland gibt es zu viel Verst&auml;ndnis f&uuml;r die friedensgef&auml;hrdende Politik Moskaus&ldquo;.  <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n&bdquo;Das Parlament&ldquo; ist nicht irgendwas, nicht irgend ein St&uuml;ck Papier. Dahinter steht die Autorit&auml;t des Deutschen Bundestags; &bdquo;Das Parlament&ldquo; wird kostenlos weit verbreitet. Ein grundlegender Artikel wie jener des Historikers Gerd Koenen erscheint dort nicht ohne offene oder zumindest stillschweigende Zustimmung des Bundestagspr&auml;sidenten und vermutlich auch nicht ohne Kenntnis der Pr&auml;sidiumsmitglieder, vielleicht mit Ausnahme des Mitglieds der Linkspartei.<\/p><p>Wenn Sie sich f&uuml;r das Thema der neuen Konfrontation zwischen West und Ost und f&uuml;r das traurige Begr&auml;bnis der &bdquo;Gemeinsamen Sicherheit in Europa&ldquo; interessieren, dann sollten Sie den Text von Koenen lesen. Ich will meinerseits ein paar Hinweise dazu geben:<\/p><ol>\n<li>Koenen tut so, als habe der neue kalte Krieg mit der sogenannten Annexion der Krim und der Entfesselung eines Sezessionskriegs (so nennt er das) im Osten der Ukraine begonnen. Kein Wort zu den dokumentierten milliardenschweren Versuchen der USA, in der Ukraine gegen Russland zu mobilisieren. Kein Wort von der dem Geist der Verabredungen von 1989 ff widersprechenden Ausdehnung der NATO bis an die Grenzen Russlands. Kein Wort vom Putsch in der Ukraine.<\/li>\n<li>Die sogenannten Farbenrevolutionen und ihre Bedeutung f&uuml;r die Destabilisierung in verschiedenen L&auml;ndern werden von Koenen oberfl&auml;chlich abgehandelt.<\/li>\n<li>Mit einer d&uuml;mmlichen Polemik gegen Putin und seinen &bdquo;frisch vergoldeten Zarenthron&ldquo; heizt der Autor Emotionen an.<\/li>\n<li>Koenen polemisiert gegen jene &uuml;berparteiliche Initiative von Politikern, die gegen die neue Konfrontation zwischen West und Ost mit dem Aufruf &bdquo;Nicht in unserem Namen&ldquo; angetreten sind.<\/li>\n<li>Egon Bahr wird zusammen mit Winfried Scharnagel und Antje Vollmer einer weit ausgef&auml;cherten Querfront zugeordnet. Siehe dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27390#h03\">den Kommentar beim heutigen Hinweis<\/a>.<\/li>\n<li>Unsere Medien nennt Koenen &bdquo;unbestechliche Qualit&auml;tsmedien&ldquo;. Das ist nicht als Lachnummer gedacht sondern ernst gemeint. Von diesen sogenannten Qualit&auml;tsmedien hat nach meinen Recherchen keines mit einem kritischen Kommentar oder mit einer Analyse auf die neue Ausgabe von &bdquo;Das Parlament&ldquo; reagiert. Das spricht B&auml;nde. Man hat es RT Deutsch &uuml;berlassen, den der Eigenwerbung entsprechenden &bdquo;fehlenden Part&ldquo; zu &uuml;bernehmen. Siehe hier: <a href=\"http:\/\/www.rtdeutsch.com\/30273\/inland\/bundestags-zeitung-das-parlament-als-vorkaempferin-fuer-hetze-gegen-russland-und-rt-deutsch\/\">Bundestags-Zeitung &bdquo;Das Parlament&ldquo; als Vork&auml;mpferin f&uuml;r Hetze &hellip;<\/a> <\/li>\n<\/ol><p>Mir ist angesichts dieses Textes in &bdquo;Das Parlament&ldquo;, ein Blatt das mich Jahrzehnte begleitet hat, nicht zum Lachen zumute. Hier wird von offizieller Seite und von einem Medium mit Autorit&auml;t auf Feindmodus umgeschaltet und es wird damit billigend oder willentlich in Kauf genommen, dass in Russland jene Kr&auml;fte gest&auml;rkt werden, denen man nicht vertrauen kann und vor denen man sich f&uuml;rchten muss. Das ist die Konfrontation, die manche und offenbar viele im Westen wollen. Und das kann insgesamt kriegsentscheidend sein.<\/p><p>P.S.: Wenn Sie auf das Blatt &bdquo;Das Parlament&ldquo; in Schulen oder bei ihrem Abgeordneten sto&szlig;en, dann kl&auml;ren Sie bitte auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist allgemein bekannt, dass sich die Verantwortlichen der Ostpolitik um Willy Brandt Anfang der sechziger Jahre eine politische Strategie ausgedacht hatten: Sie wollten eine innere Ver&auml;nderung in der Sowjetunion und im Warschauer-Pakt dadurch erreichen, jedenfalls m&ouml;glich machen, dass die Konfrontation abgebaut wird. Auf Zusammenarbeit sollte der Westen umstellen, &bdquo;vertrauensbildende Ma&szlig;nahmen&ldquo;, wie es damals etwas<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27400\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,187,11],"tags":[1268,397,1534,259,260],"class_list":["post-27400","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-bundestag","category-strategien-der-meinungsmache","tag-kalter-krieg","tag-ostpolitik","tag-querfront","tag-russland","tag-ukraine"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27400","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27400"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27400\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27419,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27400\/revisions\/27419"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27400"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27400"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27400"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}