{"id":27405,"date":"2015-09-02T09:26:33","date_gmt":"2015-09-02T07:26:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405"},"modified":"2015-09-02T09:26:33","modified_gmt":"2015-09-02T07:26:33","slug":"hinweise-des-tages-2450","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h01\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h02\">Nach dem Platzen der Hoffnungen &ndash; Die Debatte u&#776;ber den zweiten Schritt vor dem ersten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h03\">Merkel versucht mit Lob die Rettung des spanischen Regierungschefs Rajoy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h04\">Lohnbetrug, eingefrorene Gehirne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h05\">Aufruf: KMU gegen TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h06\">&ldquo;Corbynomics&rdquo; statt Austerit&auml;tspolitik &ndash; Hoffnung auf einen linken Aufbruch in England<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h07\">Arbeitsmarkt im August 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h08\">Begrenzte Elterngeldbeteiligung von V&auml;tern: Steigender Anteil auf weiterhin niedrigem Niveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h09\">ALG II: Familienversicherung entf&auml;llt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h10\">&ldquo;Massiver Missbrauch&rdquo; von Werkvertr&auml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h11\">Religionskritik oder Rassismus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h12\">Bundestags-Zeitung &bdquo;Das Parlament&ldquo; als Vork&auml;mpferin f&uuml;r Hetze gegen Russland und RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h13\">Goldene Zeiten f&uuml;r Waffenproduzenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h14\">Geht man so mit Lesern um?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h15\">Gedanken zum 01. September (Weltfriedenstag)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h16\">Leserbrief von Wolfgang Bittner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405#h17\">Zu guter Letzt: Der wunderbare Neger und das Pack<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27405&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Was im August wichtig war &ndash; Teil 1: Das Boot ist noch lange nicht voll<\/strong><br>\nAber wir k&ouml;nnen doch nicht alle aufnehmen, h&ouml;rt man immer wieder. Das ist richtig, aber es ist ein Totschlagargument ohne Substanz. Wir werden auch nicht &bdquo;alle&ldquo; aufnehmen m&uuml;ssen. Aber selbst wenn zehn Millionen Menschen aus Nordafrika und dem Mittleren Osten fliehen, kann die Europ&auml;ische Union mit einer Einwohnerzahl von weit &uuml;ber 400 Millionen nicht ernsthaft sagen, &bdquo;das Boot ist voll&ldquo;. Wenn Deutschland eine Million oder sogar zwei Millionen aufnimmt, ist noch lange nichts voll. Der deutsche Staat muss dann allerdings Geld in die Hand nehmen (das am Kapitalmarkt nur darauf wartet, vom Staat aufgenommen zu werden) und die Infrastruktur schaffen, die man braucht, um menschenw&uuml;rdige Unterk&uuml;nfte f&uuml;r die &Uuml;bergangszeit zu schaffen und den Fl&uuml;chtlingen die Eingliederung zu erleichtern. Das schafft Wirtschaftswachstum und Arbeitspl&auml;tze und schadet dem Rest der deutschen Bev&ouml;lkerung in keiner Weise.<br>\nWer an der falschen Wirtschaftspolitik festh&auml;lt, wird freilich weder dieses noch irgendein anderes Problem l&ouml;sen k&ouml;nnen. Wenn man derzeit h&ouml;rt, dass Gemeinden, die Fl&uuml;chtlinge aufnehmen sollen, nicht gen&uuml;gend Geld haben, um Unterk&uuml;nfte herzurichten oder zu bauen, dann ist das ein intellektuelles Armutszeugnis und ein vollkommenes Versagen der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Nicht anders als beim Gezerre um die Entlohnung f&uuml;r Kita-Mitarbeiter oder bei der mangelnden Investitionsbereitschaft der staatlichen Institutionen generell ist die Weigerung des deutschen Staates, auch bei &Uuml;bersch&uuml;ssen im Staatshaushalt seine Restriktionspolitik aufzugeben, in h&ouml;chstem Ma&szlig;e unverst&auml;ndlich. Wer jetzt nicht investiert, belastet die zuk&uuml;nftigen Generationen in unertr&auml;glicher Weise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/was-im-august-wichtig-war-teil-1-das-boot-ist-noch-lange-nicht-voll\/\">flassbeck economics<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Heuchler<\/strong><br>\nDas medial gut plazierte Poltern mag als Bekenntnis zum Kampf gegen die rechten Ausschreitungen aufgefasst werden. Erlaubt sein muss aber auch die Frage: Welche Rolle spielen eigentlich Gabriel und der Rest der Bundesregierung in dem als &ldquo;Fl&uuml;chtlingsdrama&rdquo; verharmlosten Sterben von hunderten, tausenden Menschen, die sich auf der Flucht vor Krieg und Elend auf dem Weg nach Europa machen?<br>\nAufschluss &uuml;ber die Ernsthaftigkeit von Sigmar Gabriels Interesse am Wohlergehen von Fl&uuml;chtlingen gibt eine andere Meldung, die wenige Tage vor den Stra&szlig;enschlachten des Heidenauer Lynchmobs an die &Ouml;ffentlichkeit kam: Die deutschen Waffenexporte befinden sich auf Rekordkurs. Informationen zufolge, die das Nachrichtenmagazin Der Spiegel publik gemacht hatte (1), hat sich das Volumen der Ausfuhr von R&uuml;stungsg&uuml;tern drastisch erh&ouml;ht. Der Umfang der sogenannten Einzelgenehmigungen stieg um rund 50 Prozent auf nun 3,31 Milliarden Euro, addiert man die Sammelausfuhrgenehmigungen kommt man auf 6,35 Milliarden Euro. Nicht unbedeutend ist zudem, wohin die Waffen verkauft werden. Die Exporte in arabische Staaten haben sich nahezu verdoppelt.<br>\nZust&auml;ndig daf&uuml;r ist unter anderem Sigmar Gabriel. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201509013647\/politik\/inland\/der-heuchler.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>Die deutsche Dublin-Irritation<\/strong><br>\nHat Deutschland die EU-Regel ausgesetzt, Fl&uuml;chtlinge nicht mehr in ihre Ankunftsl&auml;nder zur&uuml;ckzuschicken? Ungarn und &Ouml;sterreich lie&szlig;en sie nach M&uuml;nchen reisen.<br>\nDie Z&uuml;ge aus Budapest sind &uuml;berf&uuml;llt, Hunderte Fl&uuml;chtlinge erreichen so in diesen Tagen den M&uuml;nchener Hauptbahnhof. Das sollte nach den Regeln der EU aber so gar nicht m&ouml;glich sein. Denn die Menschen aus Syrien, Afghanistan oder Eritrea sind &uuml;ber Ungarn und &Ouml;sterreich eingereist, also aus EU-Staaten nach Deutschland gekommen.<br>\nDas Dublin-Verfahren der Europ&auml;ischen Union sieht eigentlich vor, dass Fl&uuml;chtlinge grunds&auml;tzlich in dem Land das Asylverfahren durchlaufen, in dem sie ankommen. Deutschland legt im Artikel 16a des Grundgesetzes fest, dass, &ldquo;wer aus einem Mitgliedstaat der Europ&auml;ischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist (&hellip;)&rdquo;, sich nicht darauf berufen kann, Asyl zu erhalten.<br>\nAber die Fl&uuml;chtlinge am Budapester Bahnhof wollten nach Deutschland &ndash; und &Ouml;sterreich sowie Ungarn lie&szlig;en sie durchreisen. Vertreter beider L&auml;nder forderten von Deutschland Klarheit dar&uuml;ber, ob die Dublin-Regelung &uuml;berhaupt noch gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-09\/dublin-verordnung-asylbewerber-europa\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Alles nur ein Missverst&auml;ndnis, l&auml;sst die Bundesregierung wissen. So ist das eben, wenn im Alltag permanent mit instabilen Sprechblasen und Sprachregelungen hantiert wird. Oder aber mit einem Abkommen, das L&auml;nder an der EU Au&szlig;engrenze einfach im Regen stehen l&auml;sst, w&auml;hrend der Norden neue Vokabeln erfindet und sich &uuml;ber so etwas wie &bdquo;erkennbare Nichtbleibeperspektiven&ldquo; den Kopf zerbricht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Unser Leser J.H. merkt zur Situation in Budapest an:<\/strong> Eine kleine Information, die ich nat&uuml;rlich nur als Augenzeuge belegen kann. Da ich mich gerade in Budapest aufhalte und gestern Abend am Bahnhof Keleti vorbeischaute: Anders als in vielen Medien beschrieben, kann von &ldquo;st&uuml;rmen&rdquo; des Bahnhofs keine Rede sein. Die Menschen standen alle ganz brav an den (leider v&ouml;llig &uuml;berforderten) Ticketschaltern an. Im allgemeinen war die Stimmung sehr friedlich. Kinder spielten im Bahnhof und erstaunlicherweise kann ich von einer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Anh&auml;ufung von M&uuml;ll oder Verwarlosung der, zum campieren im U- Bahnhof gezwungenen Menschen ebenfalls nicht berichten. Sehr zivilisiert also. Doch diese Wortwahl, wie nat&uuml;rlich auch das sich die Polizei vom Bahnhof &ldquo;zur&uuml;ckziehen&rdquo; musste, passt nat&uuml;rlich zu dem Bild der unkontrollierten &ldquo;Flut&rdquo; von Fl&uuml;chtenden. Doch ob Orban oder Seehofer, man freut sich sicherlich &uuml;ber die negative Wirkung dieser von der Ungarischen Regierung erzeugten Situation. Es wurden doch keine anderen Unterk&uuml;nfte bereitgestellt und die Erlaubnis sich Tickets zu kaufen, wurde nach der mittlerweile von der deutschen Regierung wieder relativierten Aussetzung des Dublin Verfahrens erteilt. [&hellip;]<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nach dem Platzen der Hoffnungen &ndash; Die Debatte u&#776;ber den zweiten Schritt vor dem ersten<\/strong><br>\nSichtbar geworden ist zugleich, dass es um Deutschland herum einen gro&szlig;en harten Kern neoliberaler Regierungen gibt, die einander wechselseitig best&auml;rken. Die Haarrisse, die in der Schlussphase sichtbar wurden, betrafen die Einsch&auml;tzung der &mdash; vor allem politischen &mdash; Wirkungen eines Grexit, nicht jedoch die Essentials des Euro-Regimes: Schuldenabbau mittels zerst&ouml;rerischer Austerit&auml;tspolitik und Steigerung der Wettbewerbsf&auml;higkeit durch &raquo;Strukturreformen&laquo; zur Deregulierung von Arbeits- und Gu&#776;term&auml;rkten.<br>\nDeren Durchsetzung aber hat sich als unvereinbar mit der Demokratie in einem Mitgliedsland erwiesen, dessen Bev&ouml;lkerung sich mehrheitlich gegen die Unterwerfung unter diese &raquo;Regeln &laquo; ausgesprochen hat&hellip;.<br>\nRealistischerweise muss die jetzt neu aufflammende linke Diskussion u&#776;ber &raquo;mehr oder weniger Integration&laquo; stets die machtpolitisch relevante Hauptkonfliktlinie zwischen autorit&auml;rer Integration und nationalistischem Egoismus im Blick behalten. In keinem Moment sollten sich Linke in das eine oder andere Fahrwasser begeben (etwa mit dem an die Bundesregierung gerichteten Vorwurf einer &raquo;Insolvenzverschleppung&laquo;). Linke Europapolitik kann bis auf weiteres nur ein &raquo;dritter Weg&laquo; jenseits der miteinander konkurrierenden Strategien der Eliten sein&hellip;.<br>\nWer &ndash; so sehe ich es &ndash; europapolitische Reformen von links f&ouml;rdern m&ouml;chte, darf sich nicht in eine auf Institutionen fixierte Diskussion begeben.<br>\nDie Fokussierung auf Institutionen ist genau das, was den herrschenden Diskurs kennzeichnet. Vom sozialen Inhalt der Politik in der Eurozone wird dort grunds&auml;tzlich abstrahiert. Eine Reform der europ&auml;ischen Institutionen ohne Reform der politischen Inhalte bringt jedoch keinen Fortschritt&hellip;<br>\nIn der linken Exit-Debatte ist Griechenland jedoch lediglich der Anlass fu&#776;r die viel grunds&auml;tzlichere Diskussion u&#776;ber die M&ouml;glichkeit fortschrittlicher Politik im eisernen K&auml;fig der EU-Institutionen. Wirtschaftlicher Dreh- und Angelpunkt dabei ist die Ru&#776;ckkehr zu freien oder zumindest ver&auml;nderbaren Wechselkursen (im Rahmen eines neuen W&auml;hrungssystems, das den Vorl&auml;ufern der jetzigen W&auml;hrungsunion nicht un&auml;hnlich ist, zu dessen konkreter Ausgestaltung aber verschiedene Vorschl&auml;ge<br>\nkursieren). Dahinter steckt der wichtige, in letzter Instanz ausschlaggebende Gedanke, dass eine demokratisch basierte Angleichung der nominalen Lohnstu&#776;ckkostenentwicklungen und der Inflationsraten als Voraussetzung einer funktionierenden W&auml;hrungsunion v&ouml;llig unrealistisch sei&hellip;<br>\nFreie Wechselkurse sind ebenso wenig ein linkes Projekt wie der Euro. In einer linken Perspektive ist die W&auml;hrungsunion ebenso wie jedes andere W&auml;hrungssystem eine real existierende Ausgangs- oder Rahmenbedingung fu&#776;r fortschrittliche Politik, nicht mehr und auch nicht weniger. Die einzig relevante Frage ist deshalb, ob die eine oder die andere W&auml;hrungsordnung fortschrittliche Politik erleichtern wu&#776;rde. Ich betone: wu&#776;rde &ndash; denn in keinem europ&auml;ischen Land au&szlig;er in Griechenland hat sich bislang diese Frage praktisch gestellt. Sie ins Zentrum einer linken Strategiedebatte zu stellen, bedeutet, sich die K&ouml;pfe hei&szlig; zu reden &uuml;ber den zweiten Schritt anstelle des ersten.<br>\nFortschrittliche Reformbewegungen mu&#776;ssen in mehr L&auml;ndern als Griechenland erst einmal so stark werden, dass sich die Frage &raquo;Euro ja oder nein&laquo; praktisch stellt. Bis dieser Fall eintritt, ist die linke Exit-Debatte nichts anderes als eine erleichternde Flucht aus der Realit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150902-steffen-lehndorff-hinweise.pdf\">Steffen Lehndorff im Sozialismus S. 35 ff. [PDF &ndash; 930 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Merkel versucht mit Lob die Rettung des spanischen Regierungschefs Rajoy<\/strong><br>\nDas von der Kanzlerin gelobte starke spanische Wachstum ist nicht nachhaltig und basiert auf Tourismus und erneut auf Baut&auml;tigkeit<br>\nBeim Besuch des Spaniers Mariano Rajoy bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin stellte der Konservative seine angebliche &ldquo;erfolgreiche Erholung&rdquo; und seine Reformpolitik in den Vordergrund. Er pr&auml;sentiere sich als &ldquo;Mustersch&uuml;ler&rdquo;der Berliner Politik, titelt eine Tageszeitung in seiner Heimat Galicien zum Besuch.<br>\nRajoy prognostizierte, die Wirtschaft werde mit 3,3% die h&ouml;chste Wachstumsrate in der Eurozone haben. Sie wuchs im zweiten Quartal um 1%. Deutschland k&ouml;nne sich davon &ldquo;eine Scheibe abschneiden&rdquo;, meinte Merkel. Sie blendete dabei v&ouml;llig aus, dass Spanien lange Jahre heftig geschrumpft ist. &ldquo;Es liegt auf der Hand, dass der eingeschlagene Kurs zu guten Ergebnissen f&uuml;hrt.&rdquo; Ob sie damit auch Griechenland meint, das mit 0,8% nach Angaben der Europ&auml;ischen Statistikbeh&ouml;rde Eurostat fast genauso stark gewachsen ist?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Merkel-versucht-mit-Lob-die-Rettung-des-spanischen-Regierungschefs-Rajoy-2798110.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist nur allzu verst&auml;ndlich. Gewinnt die Podemos, die Parlamentswahl im Herbst und sei es nur das sie st&auml;rkste Partei wird, ger&auml;t das deutsche Austerit&auml;tsdiktat &uuml;ber Europa ins wanken. Mit Spanien als f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft kann man kaum so umspringen wie mit Griechenland. Es wird zudem zu beobachten sein welche Kampagnen die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; fahren werden je n&auml;her die Wahlen in Spanien r&uuml;cken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lohnbetrug, eingefrorene Gehirne<\/strong><br>\nEines der gr&ouml;&szlig;ten L&uuml;genw&ouml;rter unserer Sprache ist das Wort Lohnnebenkosten. Ich bin selbst in den 80er Jahren darauf hereingefallen. Wir m&uuml;ssten den G&uuml;rtel enger schnallen, hie&szlig; es. Wie viele andere meinte ich die Lohnnebenkosten m&uuml;ssten sinken damit neue Arbeitspl&auml;tze entstehen. Bis ich den Betrug gemerkt habe. Es gibt keine Lohnnebenkosten, er gibt nur den Lohn. Das ist das Geld, das der Unternehmer f&uuml;r den Besch&auml;ftigten zahlt. Wer Lohnnebenkostensenkung fordert, fordert die Senkung des Geldes, das der Unternehmer f&uuml;r den Besch&auml;ftigten zahlt, also Lohnsenkung. Es hat die Unternehmer immer ge&auml;rgert, dass der Bundestag mit einem einfachen Beschluss die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge, also die L&ouml;hne erh&ouml;hen kann. Um den Besch&auml;ftigten die Lohnnebenkostensenkung, sprich die Lohnsenkung schmackhaft zu machen, erz&auml;hlt man ihnen, es ginge um die Senkung ihrer Sozialversicherungsbeitr&auml;ge und verschweigt, dass sie durch diese Senkung sp&auml;ter weniger Rente, weniger Arbeitslosengeld und weniger Hilfe im Krankheitsfall usw. bekommen. Jetzt geht es um die Krankenkassenbeitr&auml;ge. 2010 wurde der Arbeitgeberanteil an der Krankenversicherung bei 7,3 Prozent &bdquo;eingefroren&ldquo;.<br>\nDie Agenda-SPD will das pl&ouml;tzlich &auml;ndern. Ob sie was gemerkt haben? Wenn es gelingt, die eingefrorenen Gehirne aufzutauen und die Erkenntnis zu vermitteln, dass &bdquo;Arbeitgeberbeitr&auml;ge&ldquo; L&ouml;hne sind, dann w&auml;re das Gejammer &uuml;ber die zu hohen Lohnnebenkosten schwieriger. In Deutschland, dem Land, das seine Exporterfolge auch durch Lohndr&uuml;ckerei erreicht, w&auml;re das ein Segen. Wir h&auml;tten wieder die &bdquo;parit&auml;tische&ldquo; Sozialversicherung und wenn die L&ouml;hne dann noch nach der Formel Produktivit&auml;t plus Preissteigerung j&auml;hrlich wachsen w&uuml;rden, dann w&auml;re das ein erster Schritt aus dem neoliberalen Irrenhaus. Und um die S&uuml;nden der Agenda 2010 auszugleichen und die Ungleichgewichte in Europa abzubauen m&uuml;ssten die L&ouml;hne in den n&auml;chsten Jahren noch viel st&auml;rker wachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/944822368912564\/?type=1\">Oskar Lafontaine auf Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Aufruf: KMU gegen TTIP<\/strong><br>\nAls Kleine und Mittelst&auml;ndische Unternehmen sind wir f&uuml;r einen fairen, transparenten Freihandel auf Grundlage hoher Umwelt- und Sozialstandards. Das geplante Freihandelsabkommen der EU mit den USA (TTIP) widerspricht diesen Grunds&auml;tzen. Daher fordern wir den sofortigen Stopp der Verhandlungen &uuml;ber TTIP.<br>\nWir widersprechen der Bundesregierung und der Europ&auml;ischen Kommission, wenn sie behaupten, TTIP w&uuml;rde dem Mittelstand nutzen. Das Gegenteil ist der Fall. Zentrale Elemente des geplanten Abkommens wie die Investor-Staat-Schiedsgerichtsverfahren (ISDS), die Vereinheitlichung von Normen und Standards sowie die Markt&ouml;ffnung im Bereich der Kultur, der Daseinsvorsorge und der &ouml;ffentlichen Ausschreibungen nutzen vor allem den Interessen globaler Konzerne, die mit besserer Kapital- und Personalausstattung kleine und mittelst&auml;ndische Unternehmen vom Markt verdr&auml;ngen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kmu-gegen-ttip.de\/\">KMU<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Corbynomics&rdquo; statt Austerit&auml;tspolitik &ndash; Hoffnung auf einen linken Aufbruch in England<\/strong><br>\nAm 10. September[1] wird eine wichtige Weichenstellung f&uuml;r die englische Sozialdemokratie getroffen: Wird &bdquo;New Labour&ldquo; weitergef&uuml;hrt oder der Kurs nach links korrigiert? Ein Kurswechsel w&auml;re &uuml;ber Gro&szlig;britannien hinaus ein starker Impuls f&uuml;r die europ&auml;ische Linke und Sozialdemokratie, der die Zukunft Europas st&auml;rker pr&auml;gen k&ouml;nnte als die Wahl Syrizas in Griechenland.<br>\nDer Abgeordnete Jeremy Corbyn gilt als linkes Urgestein der sozialdemokratischen Labour-Party, der f&uuml;r seine &Uuml;berzeugungen bereits &uuml;ber 300 mal bei Abstimmungen aus der Fraktionslinie ausgeschert ist. Er steht f&uuml;r einen starken Sozialstaat, h&ouml;here Besteuerung von Unternehmen und Wohlhabenden, eine keynesianische Nachfragepolitik und &ouml;ffentliche Investitionsoffensive.<br>\n&Uuml;berraschend f&uuml;hrt er nun in Umfragen als Anw&auml;rter[2] auf den Parteivorsitz, dessen Wahl f&uuml;r Anfang September angesetzt ist. Er genie&szlig;t die Unterst&uuml;tzung von Gewerkschaften und entfacht Entsetzen in der Parteif&uuml;hrung aus dem &bdquo;New Labour&ldquo;-Fl&uuml;gel um den fr&uuml;heren Premier Tony Blair, dessen rechte Neuausrichtung auch Pate stand f&uuml;r Schr&ouml;ders Agenda 2010 in Deutschland. Verglichen mit der deutschen Parteienlandschaft w&auml;re die radikale Kurskorrektur durch eine Nominierung Corbyns vergleichbar mit einer Nominierung von Andrea Ypsilanti durch die SPD oder von Christian Str&ouml;bele durch die gr&uuml;ne Basis. Entsprechend wird auch in der deutschen Presse bereits das Bild eines linken Extremisten oder Populisten gezeichnet[3] &ndash; meines Erachtens zu Unrecht, da Corbyn authentisch wie kein Zweiter seit Jahrzehnten klassische sozialdemokratische Grunds&auml;tze vertritt.<br>\nAuch bei seinem Wirtschaftsprogramm handelt es sich &ndash; aller Anfeindungen zum Trotz &ndash; um seri&ouml;se[4] und moderate[5] Vorschl&auml;ge aus einer keynesianischen Wirtschaftstradition, an welche sich auch die deutsche Sozialdemokratie wieder erinnern sollte. Die im innerparteilichen Wahlkampf ge&auml;u&szlig;erten wirtschaftspolitische Ideen bzw. Ank&uuml;ndigungen Corbyns[6] werden auf der Insel bereits als &bdquo;Corbynomics&ldquo; diskutiert. Richard Murphy, ein &Ouml;konom und Steuerexperte[7], gilt als wichtiger, wenn auch informeller &ouml;konomischer Berater der Corbynomics. Die Ideen dazu werden jedoch schon l&auml;nger von progressivlinken Einrichtungen wie dem Tax Justice Network, der Green New Deal Group[8] sowie der New Economics Foundation[9] ausgearbeitet und popularisiert.<br>\nCorbyn fordert eine gro&szlig;e &ouml;ffentliche Investitionsoffensive, die sich aus zwei Quellen speisen soll: Steuergerechtigkeit und &bdquo;Gr&uuml;nem Quantitative Easing&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/8640.corbynomics-statt-austeritaetspolitik-hoffnung-auf-einen-linken-aufbruch-in-england.html\">Axel Troost<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im August 2015<\/strong>\n<ul>\n<li>5,115 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,390 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 13.000 (0,3%) mehr als im August 2014 <\/li>\n<li>2,796 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 106.000  (3,7%) weniger als im August 2014,  23.000 mehr als im Juli 2015 <\/li>\n<li>69,6% der Arbeitslosen sind im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert (August 2014: 67,8%)<\/li>\n<li>Von den 2,796 Millionen Arbeitslosen waren 851.000 (30,4%) im Rechtskreis SGB III (bei den 156 Arbeitsagenturen!) und 1,945 Millionen (69,6%) im Rechtskreis SGB II (bei den 408 Jobcentern!) registriert.<\/li>\n<li>Als Arbeitsuchende waren im August 2015 insgesamt 4,815 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 147.000 (3,0%) weniger als im August 2014.<\/li>\n<li>Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im August 2015 3,586 Millionen, 172.000 (4,6%) weniger als im August 2014.<\/li>\n<li>Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im August 2015 802.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,390 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die rechnerisch lediglich etwa 78.000 sog. Aufstocker\/Parallelbezieher (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im August 2015 etwa 5,115 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) und\/oder Arbeitslosengeld II, &bdquo;36.000 Menschen weniger&ldquo; als ein Jahr zuvor.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2015-09-01_alo0815t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung&#8232;und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 405 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201508.pdf\">Monatsbericht der Arbeitsagentur f&uuml;r Arbeit [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Begrenzte Elterngeldbeteiligung von V&auml;tern: Steigender Anteil auf weiterhin niedrigem Niveau<\/strong>\n<ul>\n<li>Seit seiner Einf&uuml;hrung wird das Elterngeld weit &uuml;berwiegend von Frauen in Anspruch genommen.  Das gilt auch f&uuml;r den aktuellen Berichtszeitraum (1\/2013 bis 3\/2015):<br>\nUnter allen Elterngeldbeziehenden von Kindern, die im Jahr 2013 geboren wurden, machten M&uuml;tter einen Anteil von 75,1 Prozent aus.<\/li>\n<li>Nichtsdestotrotz beteiligen sich auch V&auml;ter an der Betreuung der Kinder und dies mit einem geringf&uuml;gig, aber kontinuierlich steigenden Anteil. Unter den Elterngeldbeziehenden von Kindern, die im Jahr 2008 geboren wurden, waren 17,7 Prozent m&auml;nnlich, f&uuml;r Kinderaus dem Jahr 2013 ist der V&auml;teranteil auf ein knappes Viertel (24,9 Prozent) angestiegen.<\/li>\n<li>Die Beteiligungsquote der V&auml;ter erh&ouml;ht sich, wenn  der Elterngeldbezug aus der Perspektive der Kinder betrachtet wird. Demnach haben etwa ein Drittel aller V&auml;ter, deren Kinder im Jahr 2013 geboren wurden, Elterngeld bezogen. Aber auch aus diesem Blickwinkel dominiert die M&uuml;tterbeteiligung deutlich: 96,2% aller Frauen, die im Jahr 2013 Mutter wurden, haben das Elterngeld beansprucht.<\/li>\n<li>Der insgesamt  positive Trend  der V&auml;terbeteiligung  ist sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesl&auml;ndern zu beobachten. Dabei verl&auml;uft die Zunahme des M&auml;nneranteils in Ostdeutschland auf einem h&ouml;heren Niveau als im Westen Deutschlands.<\/li>\n<li>Allerdings  ist mit dieser Entwicklung noch kein genereller Einstellungswandel hinsichtlich der famili&auml;ren Rollenverteilung angezeigt.  Schlie&szlig;lich  beschr&auml;nkt sich der Elterngeldbezug der V&auml;ter &uuml;berwiegend auf die sogenannten Partnermonate. W&auml;hrend Frauen von im Jahr 2013 geborenen Kindern das Elterngeld im Durchschnitt f&uuml;r 11,6 Monate bezogen haben, liegt die durchschnittliche Bezugsdauer der M&auml;nner bei 3,1 Monaten. Lediglich bei M&auml;nnern, die vor der Geburt des Kindes kein Erwerbseinkommen erzielten, ist die durchschnittliche Bezugsdauer auf 4,8 Elterngeldmonate angestiegen. F&uuml;r Frauen hingegen spielt der vormalige Erwerbsstatus nahezu keine  Rolle.<\/li>\n<\/ul>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150902_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Familienpolitik\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbVII39_Grafik_Monat_09_2015.pdf\">Sozialpolitik aktuell in Deutschland [PDF &ndash; 247 KB]<\/a><\/p>\n<p><em>Hinweis: Auf <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik aktuell<\/a> finden Sie auch f&uuml;r den zur&uuml;ckliegenden Monat wieder eine Reihe interessanter Dokumente f&uuml;r sozialpolitisch Interessierte <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>ALG II: Familienversicherung entf&auml;llt<\/strong><br>\nBetroffene m&uuml;ssen sich bis Ende 2015 selbst versichern<br>\nAb dem 31. Dezember 2015 entf&auml;llt der Vorrang der Familienversicherung f&uuml;r Bezieher von Arbeitslosengeld II. Das hei&szlig;t, sie m&uuml;ssen ab Ende des Jahres eigenst&auml;ndiges Mitglied in einer Krankenkasse ihrer Wahl werden. Hierbei sollten die ALG II-Bezieher besonders auf die H&ouml;he des Zusatzbeitrags achten. [&hellip;]<br>\nWichtig: Entscheidet sich der Versicherte f&uuml;r eine Kasse mit einem h&ouml;heren Zusatzbeitrag, muss er die Mehrkosten aus dem Regelbedarf bestreiten!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdk.de\/rheinland-pfalz\/pages\/alg_ii\/69966\/keine_familienversicherung_fuer_alg_ii-bezieher_ab_2016\">vdk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Und wenn der Zusatzbeitrag weiter steigt, was heute schon absehbar ist, k&ouml;nnen sicherlich auch die ALG II Empf&auml;nger ein Sonderk&uuml;ndigungsrecht geltend machen, das ihnen einen Wechsel in eine &bdquo;g&uuml;nstigere&ldquo; Kasse erm&ouml;glicht. Dann h&auml;tte der Hartz IV Bezieher wieder etwas mehr Geld zur Verf&uuml;gung, das schon vorher nicht zum Leben gereicht hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Massiver Missbrauch&rdquo; von Werkvertr&auml;gen<\/strong><br>\nDie IG Metall hat der Metall- und Elektroindustrie &ldquo;massiven Missbrauch&rdquo; von Werkvertr&auml;gen vorgeworfen. Ihr Zweiter Vorsitzender J&ouml;rg Hofmann sagte in Berlin, es gehe den Firmen um &ldquo;Lohndumping und die Schaffung betriebsratsfreier und tarifloser Zonen&rdquo;. Hofmann st&uuml;tzte den Vorwurf auf eine Befragung von 4000 Betriebsratschefs. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall sprach von einer &ldquo;Pseudo-Umfrage&rdquo;.<br>\nGewerkschaft und Arbeitgeber streiten seit Langem um Werkvertr&auml;ge und wie sie zu bewerten sind. Wer einen Werkvertrag vergibt, bezahlt einen anderen f&uuml;r eine bestimmte Leistung (ein &ldquo;Werk&rdquo;); wie dieser andere dies schafft, ist ihm &uuml;berlassen. Jeder Privatmann, der den Maler kommen l&auml;sst, schlie&szlig;t mit diesem einen Werkvertrag ab, ebenso jede Firma, die einer anderen das Betreiben der Kantine &uuml;berl&auml;sst. Die IG Metall hat nichts gegen Werkvertr&auml;ge an sich. Was sie st&ouml;rt, ist, dass Werkvertr&auml;ge &ldquo;inzwischen die Kernbereiche der Wertsch&ouml;pfungskette in den Unternehmen betreffen&rdquo;, wie ihr Vorstandsmitglied Christiane Benner am Dienstag sagte.<br>\n23 Prozent der Metall- und Elektrofirmen lagerten inzwischen Logistik-Aufgaben aus, bei den Gro&szlig;unternehmen sogar 41 Prozent. Mittlerweile beschr&auml;nkten sich zum Beispiel Logistiker nicht mehr nur auf Logistik. Sie &uuml;bern&auml;hmen auch die Reinigung und Best&uuml;ckung von Maschinen, sie montierten komplette Fahrzeugteile. Nach Darstellung der IG Metall nehmen Werkvertr&auml;ge in fast jedem vierten Unternehmen der Branche zu. Je gr&ouml;&szlig;er der Betrieb, desto mehr Werkvertr&auml;ge gebe es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/werkvertraege-massiver-missbrauch-von-werkvertraegen-1.2629765\">Detlef Esslinger in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Religionskritik oder Rassismus?<\/strong><br>\nDer Aufstieg der falschen Antifaschisten<br>\nRassismus will sich keiner nachsagen lassen &ndash; noch nicht einmal Rechtspopulisten. Er habe nichts gegen Muslime, sondern nur gegen den Islam, weil er den als eine faschistische Ideologie betrachte, beteuert Geert Wilders treuherzig, wann immer er ein Interview gibt. So &auml;hnlich formulieren das auch andere &ldquo;Islamkritiker&rdquo; wie Ayaan Hirsi Ali, Alice Schwarzer, Necla Kelek und Hamed Abdel-Samad.<br>\nAlice Schwarzer h&auml;lt den Rassismusvorwurf ohnehin nur f&uuml;r einen &ldquo;Trick gewisser Linker und Liberaler&rdquo;, um sie &ldquo;einzusch&uuml;chtern&rdquo;. Und Necla Kelek findet, der Begriff werde von Muslimen &ldquo;missbraucht&rdquo;, als Migrantin f&uuml;hlt sie sich &uuml;ber diesen Vorwurf erhaben.<br>\nZur Not verweist man, wie der verstorbene Ralph Giordano es gemacht hat, mit Nachdruck auf die eigene j&uuml;dische Herkunft und antifaschistische Vita, um den Vorwurf der rassistischen Hetze gegen Minderheiten voller Emp&ouml;rung weit von sich zu weisen. Selbst die Schweizer Pfarrerin Christine Dietrich, nach ihrer Nebent&auml;tigkeit als Mitbegr&uuml;nderin und Autorin von &ldquo;Politically Incorrect&rdquo; gefragt, behauptete, &ldquo;dass wir keine Rassisten sind, sondern islamkritisch sind, dass wir nicht gegen Menschen uns richten, egal welcher Herkunft oder Hautfarbe, sondern gegen politische Systeme und Ideologien&rdquo;. Und Ideologiekritik ist doch etwas Gutes, oder nicht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45837\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundestags-Zeitung &bdquo;Das Parlament&ldquo; als Vork&auml;mpferin f&uuml;r Hetze gegen Russland und RT Deutsch<\/strong><br>\n&bdquo;Das Parlament&ldquo;, offizielles Presseorgan des Bundestages und oft in Schulen als Infomaterial genutzt, hat seine aktuelle Ausgabe unter dem Titel &bdquo;Der Putin-Komplex&ldquo; ganz dem Thema Russland gewidmet. Ausrichtung und Duktus ist in transatlantischer Einseitigkeit kaum zu &uuml;berbieten. Ein Artikel versucht sich auch an RT Deutsch abzuarbeiten, scheitert aber bereits am falsch &bdquo;recherchierten&ldquo; Namen des Chefredakteurs. Ganz dem Motto folgend, der Zweck heiligt die Mittel, wird als Kronzeuge gegen die &bdquo;anti-deutschen Tendenzen&ldquo; von RT Deutsch zudem v&ouml;llig unkritisch ein bekannter Rechtspopulist aufgeboten. Der k&uuml;rzlich verstorbene Egon Bahr wird zudem als &bdquo;Querfrontler&ldquo; diskreditiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rtdeutsch.com\/30273\/inland\/bundestags-zeitung-das-parlament-als-vorkaempferin-fuer-hetze-gegen-russland-und-rt-deutsch\/\">RTDeutsch<\/a>\n<p><em>Hinweis: Siehe dazu auch Albrecht M&uuml;ller  <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27400\">&bdquo;Wandel durch Konfrontation&ldquo; &ndash; das scheint die neue ostpolitische Linie zu sein<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Goldene Zeiten f&uuml;r Waffenproduzenten<\/strong><br>\nAm 1. September &ndash; dem Antikriegstag &ndash; erinnern Gewerkschafter und Aktivisten der Friedensbewegung an den Einmarsch Nazi-Deutschlands 1939 in Polen, gedenken der &uuml;ber 55 Millionen Toten des barbarischen Vernichtungskrieges und mahnen: &raquo;Nie wieder darf Krieg von deutschem Boden ausgehen.&laquo;<br>\nInitiativen wie &raquo;Gewerkschafter f&uuml;r den Frieden&laquo; engagieren sich f&uuml;r eine aktive Friedenspolitik, fordern den Stopp von Waffenexporten und pl&auml;dieren f&uuml;r eine Umstellung von der R&uuml;stungsproduktion auf eine sozial n&uuml;tzliche und &ouml;kologisch sinnvolle Produktion.<br>\nDieses Engagement ist wichtiger denn je: Nie gab es seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges weltweit mehr regionale Konflikte, zwischenstaatliche Kriege und B&uuml;rgerkriege. In kaum einem der Krisen- oder Kriegsgebiete sind nicht Waffen aus deutschen R&uuml;stungsschmieden im Einsatz. Der R&uuml;stungsexport &raquo;Made in Germany&laquo; boomt, insbesondere in sogenannte Drittl&auml;nder, also Staaten au&szlig;erhalb von NATO und EU wie &Auml;gypten, Katar, Oman, Saudi-Arabien, in denen Menschenrechte keine gesch&uuml;tzte zivilgesellschaftliche Errungenschaft sind. Todbringende Waffenexporte sind eine wesentliche Ursache von Krieg und Elend.<br>\nDas Jahr 2015 k&ouml;nnte f&uuml;r die deutschen Waffenproduzenten zum Rekordjahr werden. So wurden schon in den ersten sechs Monaten Ausfuhren von insgesamt 6,35 Milliarden Euro genehmigt.[1] Damit wurde bereits der Gesamtwert der Waffenexporte erreicht, den die Bundesregierung im ganzen Jahr 2014 genehmigte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/goldene-zeiten-fuer-waffenproduzenten\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Geht man so mit Lesern um?<\/strong><br>\nDie &raquo;Bild&laquo; mokiert sich nun unentwegt und schreibt von der &raquo;Nazi-Schande&laquo;, die dieses Land ersch&uuml;ttert. Sie nennt die Teilnehmer von Aufm&auml;rschen &raquo;Idioten&laquo; und verteidigt die Kanzlerin ihnen gegen&uuml;ber. Nanana! Wer wird denn seine Leser so r&uuml;de beleidigen wollen? Geht man so mit den Leuten um, die die Arbeitspl&auml;tze in der eigenen Redaktion sichern? Die Hand bei&szlig;en, die einen f&uuml;ttert? Wie bescheuert muss man eigentlich sein, sich sein Publikum so zu verprellen? Man muss dieser Zeitung wohl gesch&auml;ftssch&auml;digendes Verhalten in eigener Sache nachsagen. So geht die Verkaufskurve, die schon lange nach unten weist, nicht wieder hoch. Man muss seine Leser bei Laune halten.<br>\nJahrelang hat man die Sinne der Leserschaft gesch&auml;rft. Asyl war nach &raquo;Bild&laquo; nichts weiter, als eine Einladung f&uuml;r Kriminelle und Betr&uuml;ger, ein voller Trog f&uuml;r Menschen, die aus dem Dunkeln des Auslands ins Licht Deutschlands kommen. Asyl war nicht einfach Asyl. Es war Asyl-Betrug oder Asyl-Schmarotzer. Man berichtete von &raquo;Vorf&auml;llen&laquo;. Und eigentlich nur von Vorf&auml;llen. Man erboste sich zum Beispiel, weil Asylbewerber sich Mobiltelefone kauften, um Kontakt zur Heimat, zur Mutter, zum alten Leben zu halten. Von Menschen in Angst, ohne Heimat, verfolgt und alleine in der Fremde, berichtete man eher nicht. Denn dann h&auml;tte man von Asyl reden m&uuml;ssen. Aber Asyl alleine und ohne Zusatz nach einem Bindestrich war im Agenda Setting nicht vorgesehen. Man schrieb lieber von den Roma, im Osten Europas ausgegrenzt und verfolgt, wie von einer Seuche. Wortwahl wie aus dem Reichspropagandaministerium teilweise. Man erteilte Menschen eine Stimme, die nochmal betonen wollten, dass Roma eigentlich eine Plage seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/09\/geht-man-so-mit-lesern-um.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gedanken zum 01. September (Weltfriedenstag)<\/strong><br>\nDer 01. September als Antikriegs- bzw. Weltfriedenstag ist nicht mehr allzu pr&auml;sent im kollektiven Bewusstsein unserer Gesellschaft &ndash; sonst m&uuml;ssten sehr viel mehr Menschen hier versammelt sein.Das liegt zum einen an den 76 Jahren, ein ganzes Lebensalter, die zwischen heute und dem &Uuml;berfall der deutschen Wehrmacht auf Polen liegen. Damit begann der 2. Weltkrieg. Zum anderen wurden seit 1945 weltweit &uuml;ber 200 Kriege gef&uuml;hrt &ndash; seit dem Wegfall des Ost-West-Konfliktes etliche Kriege unter Beteiligung der Bundeswehr. Da passt es nicht so richtig in die politische Gro&szlig;wetterlage, einen Antikriegstag oder Weltfriedenstag zu begehen und sich der verheerenden Rolle Deutschlands im 20. Jahrhundert zu erinnern. Doch auch ohne die Gedenktage kommen uns in diesen Wochen Kriege bedrohlich nahe &ndash; nicht zuletzt deshalb, weil Menschen, die sich vor der Zerst&ouml;rungskraft von Kriegen in Sicherheit zu bringen versuchen, also fl&uuml;chten, zu uns sto&szlig;en, bei uns Schutz und &ndash; Frieden suchen. Das Absurde: Diese Situation f&uuml;hrt nicht dazu, dass bei uns eine gro&szlig;e Debatte anl&auml;uft, wie es zu einer Befriedung in den Kriegsgebieten, im Nahen Osten oder in der Ukraine kommen kann. Stattdessen ist zu lesen, dass die Fl&uuml;chtlingswelle ihre Ursache auch darin haben soll, dass Europa, dass Deutschland sich aus zu vielen Konflikten heraush&auml;lt &ndash; wobei unter &bdquo;heraushalten&ldquo; alles subsumiert wird, was jenseits von milit&auml;rischen Interventionen liegt. Es ist ein Elend, ja eine politische Bankrotterkl&auml;rung, wenn &bdquo;Intervention&ldquo;, also das Eingreifen in politische Entwicklungen, allein milit&auml;risch verstanden wird. Solange wir aber versuchen, gewaltfreie Konfliktl&ouml;sungsstrategien konsequent aus dem politischen Diskurs auszuklammern, werden wir immer wieder in der Sackgasse des Krieges landen. Krieg aber bedeutet &ndash; v&ouml;llig unabh&auml;ngig von einer unterstellten &bdquo;Berechtigung&ldquo;, v&ouml;llig unabh&auml;ngig davon, ob ein &bdquo;christliches Abendland&ldquo; verteidigt, ein islamischer Staat errichtet, eine nationale Einheit wiederhergestellt oder ein diktatorisches System beseitigt werden sollen &ndash; Krieg bedeutet:\n<ol class=\"abc\">\n<li>Zerst&ouml;rung aller Werte des menschlichen Lebens;<\/li>\n<li>Zerst&ouml;rung der Lebensgrundlagen der Menschen in den Kriegsregionen;<\/li>\n<li>kulturelle und soziale Verwilderung der Menschen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Um sich davor zu sch&uuml;tzen, fliehen Menschen vor Krieg &hellip;<br>\nEin letzter Gedanke: Dass derzeit weltweit Millionen Menschen auf der Flucht sind und dass einige dieser Fl&uuml;chtlinge nach Europa dr&auml;ngen und wir einige dieser Einigen in Deutschland aufnehmen sollen, erzeugt &ndash; wie wir seit einigen Wochen erleben &ndash; neue, auch innergesellschaftliche Konfliktfelder. Wer nun meint, diese Konflikte mit Gewalt l&ouml;sen zu k&ouml;nnen, der setzt das fort, wovor die Menschen fl&uuml;chten: Krieg. Darum ist mit jedem Fl&uuml;chtling, der zu uns kommt, ein neuer Friedensauftrag verbunden: Zusammenleben erm&ouml;glichen unter Bedingungen der Gewaltlosigkeit. Hoffentlich werden wir in diesem Auftrag gerecht. en und B&uuml;rgerkriegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wolff-christian.de\/gedanken-zum-01-september\/\">Christian Wolff<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Leserbrief von Wolfgang Bittner zum Artikel: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27394\">Lassen Sie uns doch einmal &uuml;ber das Thema &bdquo;Fl&uuml;chtlinge&ldquo; reden<\/a><\/strong><br>\n<blockquote><p>\nLieber Jens Berger,<br>\ndie Behauptung Christoph Butterwegges, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27371\">Migration sei ein Menschenrecht<\/a>, ist zwar gut gemeint &ndash; wie vieles in dieser Frage &ndash;, aber sie geht an der Praxis und den M&ouml;glichkeiten einzelner L&auml;nder v&ouml;llig vorbei. Ich habe zeitweise in Kanada gelebt, einem der klassischen Einwanderungsl&auml;nder, h&auml;tte jedoch f&uuml;r den Erwerb der kanadischen Staatsb&uuml;rgerschaft zahlreiche nicht ganz einfache Bedingungen erf&uuml;llen m&uuml;ssen.<br>\nUnd in einem m&ouml;chte ich vielen Gutmeinenden widersprechen: Ein Land ist kein Einwanderungsland, wenn viele Menschen einwandern\/zuwandern wollen. Ein Land ist ein Einwanderungsland, wenn es sich dazu erkl&auml;rt.<br>\nMit der Fl&uuml;chtlingsproblematik habe ich mich &ndash; allerdings weniger dezidiert &ndash; bereits vor einem Jahr in einer Vorbemerkung zu meinem Buch &bdquo;Die Eroberung Europas durch die USA&ldquo; besch&auml;ftigt. Hier der Auszug:<br>\nWenn es Probleme gibt &ndash; im eigenen Leben oder in der Politik &ndash;, ist es immer sinnvoll und zumeist auch erhellend, nach den Ursachen zu fragen. Zum Beispiel beklagen wir die Zunahme von Fl&uuml;chtlingen aus Afrika, aus dem vom B&uuml;rgerkrieg ersch&uuml;tterten Syrien oder aus dem Irak. F&uuml;r Afrika kann man fraglos behaupten, dass es f&uuml;r die Menschen dort ein Ungl&uuml;ck ist, wenn ihre L&auml;nder &uuml;ber &Ouml;l oder sonstige Bodensch&auml;tze verf&uuml;gen; sie werden derer enteignet und fallen einer grenzenlosen Armut anheim. In manchen dieser L&auml;nder herrschen b&uuml;rgerkriegs&auml;hnliche Verh&auml;ltnisse. Das ist auch in Syrien und im Irak der Fall, wo die Menschen st&auml;ndig damit rechnen m&uuml;ssen, zwischen die Fronten zu geraten. Sie fl&uuml;chten, denn wer will schon an einem Ort bleiben, an dem man tagt&auml;glich um sein Leben f&uuml;rchten muss?<br>\nWir sollten also nicht st&auml;ndig beklagen, dass so viele Fl&uuml;chtlinge nach Europa und nach Deutschland kommen wollen oder dass wir zu wenige aufnehmen. Die Antwort auf die Frage nach den Ursachen der Fl&uuml;chtlingskatastrophen liegt auf der Hand: Die USA und einzelne der NATO angeh&ouml;rende Staaten m&uuml;ssen aufh&ouml;ren, f&uuml;r ihre machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessen andere L&auml;nder zu unterminieren und aufzumischen. Es ist doch absurd, f&uuml;r die Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen einzutreten, wenn gleichzeitig ihre L&auml;nder zerst&ouml;rt werden. Nicht wenige der vor dem Krieg vor dem Assad-Regime gefl&uuml;chteten Syrier sind heute der Auffassung, dass es dem Land mit Assad besser gehe als ohne ihn. Ein Blick auf andere von den USA unter Beteiligung europ&auml;ischer Staaten ins Chaos gest&uuml;rzte L&auml;nder wie Afghanistan, Irak oder Libyen zeigt deutlich, wessen man sich dort schuldig gemacht hat. Das Gleiche trifft auf die Ukraine zu &hellip;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Der wunderbare Neger und das Pack<\/strong><br>\nViele Menschen haben in der Fl&uuml;chtlingsfrage die Orientierung verloren. Dummerweise geh&ouml;ren einige dieser Menschen unserer aktuellen Regierung an. Unsere Satiriker Werner Doy&eacute; und Andreas Wiemers helfen gerne weiter: Toll!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/kanaluebersicht\/aktuellste\/460#\/beitrag\/video\/2481336\/Toll!-Das-Pack-und-der-wunderbare-Neger\">Frontal 21<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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