{"id":27450,"date":"2015-09-04T16:50:14","date_gmt":"2015-09-04T14:50:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450"},"modified":"2015-11-09T10:42:34","modified_gmt":"2015-11-09T09:42:34","slug":"hinweise-des-tages-ii-212","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT\/AM)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h01\">Die Fl&uuml;chtlingsfrage als europ&auml;ische und gesamtdeutsche Aufgabe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h02\">Mit der Kamera in der ungarischen Stadt Bicske<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h03\">Befristete Besch&auml;ftigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h04\">Die Armutsgef&auml;hrdung, die von oben gewollt ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h05\">Immer riskantere EZB-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h06\">Gregor Gysi: Antrag: Auftreten statt Austreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h07\">J&uuml;rgen Fitschen hat keine Ahnung, wie die Deutsche Bank ihr Geld verdient<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h08\">Die &Auml;ngste der Deutschen 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h09\">Die netten Nazis vom &Ouml;kohof<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h10\">Amazons unfaires China-Business<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h11\">Wie Handelsriesen mit ihren Lieferanten umspringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h12\">Geheimoperation &ldquo;Glotaic&rdquo;: CIA hatte direkten Zugriff auf deutsche Telekommunikation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h13\">Obama hat n&ouml;tigen R&uuml;ckhalt f&uuml;r Iran-Abkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h14\">Paul Krugman: Tolle Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h15\">Klassenfrage Klimawandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h16\">Der gro&szlig;e Happen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h17\">Hinweis: Tagung: &Ouml;ffentlich vor privat! Die Zukunft der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge&rdquo; am 19.09.2015 in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450#h18\">Das Letzte: Ex-CIA-Chef m&ouml;chte Al-Qaida-Terroristen abwerben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27450&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Fl&uuml;chtlingsfrage als europ&auml;ische und gesamtdeutsche Aufgabe<\/strong><br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Fl&uuml;chtlingskrise seit Ende des zweiten Weltkriegs (EU-Innenkommissar Dimitris Avramopulos) f&uuml;hrt dazu, dass der Zustrom von Schutzsuchenden nach Europa deutlich ansteigen wird. Die weltweiten Fl&uuml;chtlingszahlen erreichen in den letzten Jahren immer neue H&ouml;chstmarken. So befanden sich Ende 2014 weltweit knapp 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Dies ist die h&ouml;chste Zahl, die jemals von UNHCR verzeichnet wurde. Bisher hat die Bundesregierung mit 450.000 AsylbewerberInnen in diesem Jahr gerechnet. Aktuell gehen die Beh&ouml;rden davon aus, dass mehr als 800.000 Fl&uuml;chtlinge nach Deutschland kommen werden. Die Zahl der in Deutschland eintreffenden Fl&uuml;chtlinge und AsylbewerberInnen hat im August erstmals in einem Monat die Marke von 100.000 &uuml;berschritten.<br>\nDie Verteilung der Schutzsuchenden ist in der EU und der Eurozone sehr unterschiedlich. Die aktuellen Reportagen belegen, dass Deutschland bei einem Gro&szlig;teil der Fl&uuml;chtlinge als Zielort eine hohe Anerkennung hat. Hier erwarten sie ein rechtstaatliches Verfahren bei dem Asylverfahren und eine humanit&auml;re Grundversorgung bei Unterbringung, Ern&auml;hrung, medizinischer Betreuung und Ausbildung. Die Fl&uuml;chtlinge haben ein klares Ziel: ein Leben in Sicherheit und die Chance f&uuml;r einen existentiellen Neubeginn.<br>\nDie meisten anderen europ&auml;ischen Mitgliedsstaaten haben weitaus gr&ouml;&szlig;ere Probleme bei der Bew&auml;ltigung der Fl&uuml;chtlingsbewegung. &Ouml;konomische Probleme, zum Gro&szlig;teil weitaus h&ouml;here Arbeitslosigkeit und zudem auch massive Schieflagen in den &ouml;ffentlichen Finanzen. Diese eigenen nationalstaatlichen Probleme k&ouml;nnen zwar die teils offenkundigen Abwehrma&szlig;nahmen gegen&uuml;ber der Aufnahme von Schutzsuchenden nicht legitimieren, aber sie sind ein wichtiger Grund zur Erkl&auml;rung der Fehlschl&auml;ge zur Entwicklung einer gemeinsamen europ&auml;ischen Konzeption.<br>\nEU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker hat den Mitgliedsstaaten vorgeschlagen, neben der bisher vereinbarten Umverteilung von rund 40.000 Fl&uuml;chtlingen (auf freiwilliger Basis) weitere 120.000 Schutzsuchende auf die EU-L&auml;nder zu verteilen. Der Plan der Kommission, diese 40.000 Fl&uuml;chtlinge aus den Mittelmeerl&auml;ndern Italien (bisher 24.000) und Griechenland (bisher 16.000) &uuml;ber verpflichtende Quoten auf alle EU-Staaten zu verteilen, war im Juni am Widerstand einer Reihe osteurop&auml;ischer Staaten und Gro&szlig;britanniens gescheitert. Vereinbart wurde im Juli lediglich die Verteilung von 32.000 Menschen auf freiwilliger Basis. Verteilt werden sollen nach Junckers Pl&auml;nen nun also insgesamt 160.000 Menschen. Dies kann bestenfalls als weiterer Schritt auf dem Weg zu einer europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingskonzeption gewertet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/nc\/die-linke\/nachrichten\/detail\/zurueck\/nachrichten\/artikel\/die-fluechtlingsfrage-als-europaeische-und-gesamt-deutsche-aufgabe\/\">Axel Troost, Die Linke<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mit der Kamera in der ungarischen Stadt Bicske<\/strong><br>\nViele Fl&uuml;chtlinge wollen &uuml;ber &Ouml;sterreich nach Deutschland. Doch Ungarn versperrt ihnen den Weg.<br>\nIn &Ouml;sterreich ist es Traiskirchen, in Ungarn die Stadt Bicske, in der sich die &Uuml;berforderung der europ&auml;ischen Staaten mit der Fl&uuml;chtlingsfrage widerspiegelt. Seit Donnerstag harren unz&auml;hlige Menschen in der ungarischen Stadt aus, weil man sie nicht weiter in den Westen, nach Deutschland und &Ouml;sterreich, reisen l&auml;sst.<br>\nWie es mit ihnen weitergeht, wei&szlig; niemand. Die ungarische Regierung h&auml;lt sich bislang strikt an geltende EU-Vertr&auml;ge &ndash; zum Leid der ankommenden Fl&uuml;chtlinge, die sich nach Sicherheit und Freiheit sehnen. Eine Fotodokumentation von J&uuml;rg Christandl:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kurier.at\/politik\/ausland\/fluechtlingschaos-in-ungarn-mit-der-kamera-in-der-ungarischen-stadt-bicske\/150.776.694\">Kurier<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Befristete Besch&auml;ftigung<\/strong><br>\nArbeitnehmer zwischen 15 und 25 Jahren arbeiten deutlich h&auml;ufiger (23,1 Prozent) in befristeten Arbeitsverh&auml;ltnissen als &auml;ltere Arbeitnehmer. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18\/5800) auf eine Kleine Anfrage (18\/5637) der Fraktion Die Linke. Daraus geht weiter hervor, dass bei den 25- bis 35-J&auml;hrigen 13,8 Prozent befristet arbeiten und mit steigendem Alter die Befristungsquote weiter sinkt. So arbeiteten laut Mikrozensus 2013 nur 4,8 Prozent der 45-bis 55-J&auml;hrigen und 3,7 Prozent der &uuml;ber 55-J&auml;hrigen in befristeten Arbeitsverh&auml;ltnissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_09\/-\/386840\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Prozentzahlen muten zun&auml;chst harmlos an. Schaut man auf die absoluten Zahlen, dann merkt man erst um wie viele Menschen es tats&auml;chlich geht: Nach Hochrechnungen des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) auf Basis des IAB-Betriebspanels 2013 ist die Zahl der befristeten Arbeitsvertr&auml;ge zwischen den Jahren 1996 und 2012 von etwa 1,3 auf &uuml;ber 2,7 Millionen gestiegen. Betroffen sind vor allem j&uuml;ngere Besch&auml;ftigte und Berufseinsteiger. 2013 waren 402.000 der 1,74 Millionen 15- bis 24-j&auml;hrigen Besch&auml;ftigten <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1634\">ohne Festanstellung<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Armutsgef&auml;hrdung, die von oben gewollt ist<\/strong><br>\nGeringqualifizierte haben in dieser Republik selbstverst&auml;ndlich selbst schuld. Sie h&auml;tten sich ja nicht geringqualifizieren m&uuml;ssen. W&auml;ren sie halt einfach hochqualifiziert geworden. Dem w&auml;re doch nichts im Wege gestanden. Jeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied. So weit jedenfalls die Parole der g&auml;ngigen &Ouml;konomie. Seit Jahren h&ouml;ren wir sie. Wer nur will, der kann alles werden. Und wer h&auml;tte dann geputzt, geliefert, einger&auml;umt, kassiert, serviert und was sonst noch alles getan? Wer h&auml;tte gemacht, was Geringqualifizierte heute so treiben m&uuml;ssen, um sich &uuml;ber Wasser zu halten? Oder fielen solche T&auml;tigkeiten einfach weg? Letzteres ist nat&uuml;rlich unvorstellbar. Denn Bessergestellte und Eliten brauchen und wollen nat&uuml;rlich ein Heer von Handlangern. Sie aber trotz der Unabwendbarkeit dieser Jobs mehr und mehr der Armutsgefahr auszusetzen, zeigt nur, was man von Menschen h&auml;lt, &raquo;die es nicht geschafft haben&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/09\/die-armutsgefahrdung-die-von-oben.html\">ad sinistram<\/a>\n<p>dazu: <strong>Geklauter Reichtum<\/strong><br>\n&bdquo;Die 55 reichsten Deutschen&ldquo; nennt und feiert heute die Bildzeitung. Mit kleineren Buchstaben erkl&auml;rt das Blatt: &bdquo;Milliarden mit Lebensmitteln, Autos, Kosmetik.&ldquo; Das ist besch&ouml;nigend oder besser gelogen. Es m&uuml;sste da stehen: &bdquo;Milliarden durch die Arbeit von Millionen Besch&auml;ftigten&ldquo;. Schon der gro&szlig;e franz&ouml;sische Schriftsteller Honor&eacute; de Balzac wusste: Hinter jedem gro&szlig;en Verm&ouml;gen steht ein Verbrechen. Durch welches Verbrechen sind diese Leute so reich geworden? Sie haben das, was Millionen andere erarbeitet haben, sich angeeignet oder gestohlen und sind dadurch reich. Wir leben in der &bdquo;Privatwirtschaft&ldquo;. Privare ist ein lateinisches Wort und hei&szlig;t rauben. Zur Zeit der Aufkl&auml;rung waren die Leute noch kl&uuml;ger. Sie sagten: Eigentum entsteht durch Arbeit. Diese &bdquo;Reichen&ldquo; sagen: Milliardenverm&ouml;gen entsteht dadurch, dass wir anderen das Ergebnis ihrer Arbeit wegnehmen. Bild schreibt: &bdquo;Deutschlands Unternehmer sind erfolgreich wie nie&ldquo; und vergisst hinzuzuf&uuml;gen, erfolgreich wie nie darin, anderen den Ertrag ihrer Arbeit wegzunehmen. Das ist verst&auml;ndlich. Unter den 55 reichsten Familien befindet sich auf Platz 29 Friede Springer mit 4 Milliarden Euro. Wie sagte der Gr&uuml;ndungsherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Paul Sethe?: &bdquo;Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten ihre Meinung zu verbreiten.&ldquo; Dazu geh&ouml;rt auch die Freiheit, die L&uuml;ge oder das M&auml;rchen zu drucken, die vielen Milliarden seien von ihnen selbst durch ihre &bdquo;unternehmerische Leistung&ldquo; erarbeitet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/946002882127846\/?type=1&amp;fref=nf&amp;pnref=story\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> So ist es.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Immer riskantere EZB-Politik<\/strong><br>\nObwohl schon bislang mehr als 1,1 Billionen Euro gedruckt werden sollen (Europ&auml;ische Zentralbank verschie&szlig;t letzte Patrone), k&uuml;ndigte EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag an, dass wegen der tr&uuml;beren Wachstumsaussichten in China das Programm zum Ankauf von Staatsanleihen auch weiter ausgeweitet werden k&ouml;nne. An den B&ouml;rsen wurde das am Donnerstag mit einem Feuerwerk gefeiert, denn die Junkies freuen sich schon auf die n&auml;chste Geldspritze.<br>\nDraghi meinte, die bisherige quantitative Lockerung (Quantitative Easing, QE) k&ouml;nne nicht ausreichen und m&uuml;sse gegebenenfalls ausgeweitet werden. Dabei erkl&auml;rte der EZB-Chef auch, man habe &ldquo;Beweise&rdquo;, dass das Programm funktioniere, mit dem seit M&auml;rz monatlich f&uuml;r 60 Milliarden Euro Anleihen aufgekauft werden. Angeblich war das Ziel dabei, die Inflation anzuheizen. Doch schaut man sich die Entwicklung an, dann ist sie seit drei Monaten stabil niedrig auf 0,2%. Sie liegt damit sogar noch etwas niedriger als im M&auml;rz (0,3%) und weit entfernt vom EZB-Inflationsziel (2%). Und auff&auml;llig war, dass die EZB nun sogar die bisherige Prognose kassiert hat. F&uuml;r 2015 wurde sie von 0,3% auf jetzt bei 0,1% nach unten korrigiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45891\/1.html\">Ralf Streck auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Das ist nur ein Artikel, der sich mit der Entscheidung der EZB vom Donnerstag besch&auml;ftigt QE (Quantitative Easing) beizubehalten oder gar auszuweiten. Das wird kritisiert, weil ja nichts von dem eingetreten sei, was Draghi mit dem Programm bezweckte. Die Teuerungsrate bleibt im Keller und die Konjunktur lahmt weiter vor sich hin. Die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/kommentar-mehr-schadet-mehr-13784002.html\">FAZ fordert deshalb<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Also ist es h&ouml;chste Zeit, &uuml;ber die Diagnose und das Rezept nachzudenken statt die Dosis fragw&uuml;rdiger Medikamente weiter zu erh&ouml;hen.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Nur was sollte die Zentralbank stattdessen tun? Die Zinsen erh&ouml;hen? Ist wirklich die EZB-Politik riskant oder nicht vielleicht doch die Politik einer Bundesregierung, die am Sparstarrsinn festh&auml;lt, wie J&ouml;rg Bibow heute <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/jackson-hole-2015-zu-den-raetseln-und-herausforderungen-der-niedrigen-inflation\/\">auf flassbeck-economics schreibt<\/a>?<\/em> <\/p>\n<p>Dazu: <strong>Br&uuml;ning reloaded<\/strong><br>\nDie Sparpolitiken in der EU f&uuml;hren h&auml;ufig zu Vergleichen mit der &Auml;ra Br&uuml;ning. Tats&auml;chlich gibt auch bei n&auml;herer Betrachtung beunruhigende Parallelen zwischen dem Kurs des Reichskanzlers und den Memoranden der Troika.<br>\nAls ein renommierter Wirtschaftswissenschaftler in einem Beitrag f&uuml;r ein deutsches Fachblatt der liberalen &Ouml;konomie die These aufstellt, man bef&auml;nde sich wegen zu hoher Lohnkosten und &uuml;ppiger Sozialpolitik bereits mitten in einer Depression, und als Rezeptur eine Mischung von Lohn-, Preis und Budgetk&uuml;rzungen empfiehlt, dann f&auml;llt so ein Befund nicht mehr weiter auf im Rauschen des Bl&auml;tterwaldes. Vielmehr reiht er sich ein in den Konsensus der Mainstream-&Ouml;konomie und Wirtschaftsredaktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2015\/09\/04\/bruening-reloaded\/\">le boh&eacute;mien<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gregor Gysi: Antrag: Auftreten statt Austreten<\/strong><br>\nDer Fall Griechenlands, die oktroyierte Austertit&auml;tspolitik durch die Euro-Finanzgruppe und die Erpressung der griechischen Regierung zur Umsetzung neoliberaler Programme durch Hardliner der deutschen und einiger anderer Regierungen wird von einigen in Partei und Fraktion genutzt, um die bisherige Politik bzw. die bisher g&uuml;ltige Position von Partei und Fraktion gegen&uuml;ber der W&auml;hrungsunion und der Europ&auml;ischen Union in Richtung einer Austrittsoption zu &auml;ndern. Es ist daher an der Zeit, sich einiges in Erinnerung zu rufen&hellip;<br>\nEs geht f&uuml;r die Linke in Europa darum, endlich gemeinsam und vernehmbar aufzutreten statt auszutreten! Wir d&uuml;rfen uns nicht wegducken, sondern m&uuml;ssen ver&auml;ndern. Dazu geh&ouml;rt hier und in allen Mitgliedstaaten auf nationaler Ebene gegen die neoliberalen Hardliner in den Regierungen zu k&auml;mpfen, sich europaweit endlich zu koordinierten Kampagnen und Aktionen bereit zu finden, die EU-weite Kooperation der Linken deutlich zu intensivieren und so an der Schaffung einer europ&auml;ischen (Gegen)&Ouml;ffentlichkeit zu arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150904_Gregor_Gysi_Auftreten_statt_Austreten.pdf\">Gregor Gysi [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Es w&auml;re einfach nett von Gysi, wenn er Ross und Reiter nennen w&uuml;rde, uns unkundige Leserinnen und Leser seines Antrags wissen liese, welche relevanten Personen denn vorschlagen, dass Deutschland aus dem Euro austreten sollte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>J&uuml;rgen Fitschen hat keine Ahnung, wie die Deutsche Bank ihr Geld verdient<\/strong><br>\nWie schaffen Banken Mehrwert?, fragt der Chef der Deutschen Bank in einem Gastkommentar im heutigen Handelsblatt (paid). Seine Antwort: &bdquo;Sie vergeben Kredite an Unternehmen, Privatkunden und Staaten. Sie finanzieren diese durch anvertraute Einlagen und aufgenommene Kredite.&ldquo; Warum das Unsinn ist, erkl&auml;ren die Bundesbank und die Bank von England.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/463-fitschen-geldschoepfung#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die &Auml;ngste der Deutschen 2015<\/strong><br>\nEine Studie des Infocenters der R+V Versicherung<br>\nAktuelle Bedrohungen und Herausforderungen, die von au&szlig;en auf Deutschland zukommen, bereiten den B&uuml;rgern sehr gro&szlig;e Sorgen, so das Fazit der R+V-Langzeitstudie &ldquo;Die &Auml;ngste der Deutschen 2015&rdquo;. Welche Themen dieses Jahr im Fokus stehen, erl&auml;utert Rita Jakli, Leiterin des Infocenters der R+V Versicherung: &ldquo;Spitzenreiter ist die Bef&uuml;rchtung, dass die Euro-Schuldenkrise teuer f&uuml;r die deutschen Steuerzahler wird. Und: Jeder zweite Bundesb&uuml;rger hat Angst vor Konflikten durch Zuwanderung und politischem Extremismus.&rdquo; Den st&auml;rksten Anstieg verzeichnet die repr&auml;sentative Studie im Jahr 2015 bei der Furcht vor Terror und einem Krieg mit deutscher Beteiligung. Auch die immer h&auml;ufiger auftretenden Naturkatastrophen beunruhigen die B&uuml;rger &ndash; dieses Thema steht bei den langj&auml;hrig abgefragten Sorgen erstmals ganz vorn. Bei gro&szlig;en wirtschaftspolitischen Fragen sind die Deutschen jedoch erstaunlich entspannt. Die &Auml;ngste vor einer Wirtschaftsflaute oder vor Arbeitslosigkeit &ndash; vor 10 Jahren noch Top-Themen der Deutschen &ndash; sind heute geringer als je zuvor im Verlauf der Studie. Erstaunlich: Die seit &uuml;ber zwei Jahrzehnten konstant gro&szlig;e Furcht vor steigenden Lebenshaltungskosten ist um 10 Prozentpunkte abgesackt &ndash; mehr als jede andere Sorge in diesem Jahr.<br>\nSeit 1992 befragt das R+V-Infocenter in einer repr&auml;sentativen Studie jedes Jahr im Sommer rund 2.400 B&uuml;rger nach ihren gr&ouml;&szlig;ten wirtschaftlichen, politischen und pers&ouml;nlichen &Auml;ngsten. Die bundesweit einzige Langzeitstudie zu den Sorgen der deutschen Bev&ouml;lkerung gilt inzwischen als Seismograph f&uuml;r die Befindlichkeiten der B&uuml;rger. Die &Auml;ngste der Deutschen 2015: Hauptthemen\n<ul>\n<li>Die Angst ums Geld: Euro-Schuldenkrise bleibt gr&ouml;&szlig;te Sorge<\/li>\n<li>Deutsche f&uuml;rchten um ihre Sicherheit &ndash; gr&ouml;&szlig;ere Furcht vor Terror und Krieg<\/li>\n<li>Gro&szlig;e Angst vor Konflikten durch Zuwanderung<\/li>\n<li>Rekordtief bei &Auml;ngsten vor schlechter Wirtschaftslage und Arbeitslosigkeit<\/li>\n<li>Im Osten dominiert die Angst ums Geld und vor politischen Spannungen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.ruv.de\/de\/presse\/r_v_infocenter\/studien\/aengste-der-deutschen.jsp\">R + V Versicherung, dort auch die Studie zum Download<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zumindest an den Haupt&auml;ngsten &bdquo;der Deutschen&ldquo; l&auml;sst sich ablesen, wie weit &Auml;ngste von der Wirklichkeit entfernt sein k&ouml;nnen. Hier zeigt sich, dass Angst durch die ver&ouml;ffentlichte Meinung und durch politische Parolen erzeugt worden ist, denn weder k&ouml;nnen die Befragten konkrete Erfahrungen gemacht haben (Wie viel Terroranschl&auml;ge gab es in Deutschland? Haben die Deutschen viel von der Bankenrettung gesp&uuml;rt?), noch d&uuml;rften sie die Zusammenh&auml;nge zwischen der Euro-Schuldenkrise und dem eigenen Geldbeutel durchschauen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die netten Nazis vom &Ouml;kohof<\/strong><br>\nManch eine Urlauberin wird es vielleicht gar nicht bemerken, aber seit einigen Jahren ziehen extrem Rechte ins Gr&uuml;ne, um dort, jenseits gr&ouml;&szlig;erer St&auml;dte, zu siedeln. Die Bev&ouml;lkerungsdichte auf dem Land ist geringer, die Immobilienpreise sind niedriger und die Wertvorstellungen traditioneller. So finden die Siedler mit ihrem reaktion&auml;ren Denken leicht Ankn&uuml;pfungspunkte. Sie bauen alte Bauernh&ouml;fe wieder auf, ihre zahlreichen Kinder bringen Leben ins Dorf und mit ihren Berufen kurbeln sie die regionale Wirtschaft an. Sie arbeiten als Landwirte, Kunsthandwerkerinnen, Erzieherinnen oder G&auml;rtner. Ihre politische Einstellung tragen sie nicht vor sich her, vielmehr treten sie als freundliche und hilfsbereite Nachbarn auf, engagieren sich in Vereinen, in der Schule oder der freiwilligen Feuerwehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2015\/36\/52611.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Amazons unfaires China-Business<\/strong><br>\nAuf Amazon.de verkaufen immer mehr chinesische H&auml;ndler, die f&uuml;r Rechtsverst&ouml;&szlig;e nicht belangt werden k&ouml;nnen. Die Beh&ouml;rden sind machtlos, die Konkurrenz hat das Nachsehen.<br>\nImmer mehr chinesische Online-H&auml;ndler lagern ihre Produkte in den deutschen Logistik-Zentren von Amazon ein und genie&szlig;en dadurch einen unfairen Wettbewerbsvorteil: Sie k&ouml;nnen genauso schnell liefern wie deutsche H&auml;ndler, m&uuml;ssen aber bei unsicheren Produkten, Umweltvergehen oder Steuerhinterziehung keine Bu&szlig;gelder f&uuml;rchten, weil sie au&szlig;erhalb der Reichweite der deutschen Markt&uuml;berwacher und Finanz&auml;mter sitzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Amazons-unfaires-China-Business-2805036.html\">heise.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie Handelsriesen mit ihren Lieferanten umspringen<\/strong><br>\nLeere Regale bei Real, Zahncreme-Bann bei dm, Preisschlachten bei Aldi &ndash; nie war der Ton zwischen H&auml;ndlern und Herstellern rauer. Mit allen Mitteln feilschen die Konzerne um Konditionen. Die n&auml;chsten Streitigkeiten zeichnen sich jetzt schon ab.<br>\nThomas Roeb kann nur noch weniges im deutschen Einzelhandel &uuml;berraschen. Der Professor f&uuml;r Handel und Marketing an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg kennt die Branche aus dem Effeff. Schlie&szlig;lich war er jahrelang selbst als Manager bei Aldi im Einsatz, bevor er in den Wissenschaftsbetrieb wechselte. Doch als er im Rahmen einer Untersuchung zu Lieferbeziehungen im Lebensmittelhandel j&uuml;ngst etliche mittelst&auml;ndische Hersteller interviewte, war Roeb dann doch erstaunt &ndash; zun&auml;chst &uuml;ber die Aussagen seiner Gespr&auml;chspartner, sp&auml;ter &uuml;ber die Folgen der Untersuchung.<br>\n&ldquo;Sind Sie besoffen?&rdquo;<br>\nDenn was die Vertreter der Hersteller Roeb unter Zusicherung von Anonymit&auml;t berichteten, klingt nicht unbedingt nach friedlicher Gesch&auml;ftspartnerschaft. Im Gegenteil: Vor allem die Verhandlungen bei einem der gro&szlig;en deutschen Handelskonzerne haben es demnach in sich. &bdquo;Sind Sie besoffen?&ldquo;, habe ihn ein Eink&auml;ufer angeherrscht, berichtete der Manager eines Lieferanten, nachdem er gewagt hatte, eine m&ouml;gliche Preiserh&ouml;hung anzudeuten.<br>\nAuch Beleidigungen wie &bdquo;Vollidiot&ldquo; will einer von Roebs Gespr&auml;chspartnern beim Preisgezerre vernommen haben. Bei Pr&auml;sentationen w&uuml;rden Teilnehmer &bdquo;ostentativ g&auml;hnen&ldquo; oder &bdquo;spielen mit ihrem Handy&ldquo;, gab ein anderer Hersteller zu Protokoll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/handel\/aldi-lidl-rewe-und-edeka-wie-handelsriesen-mit-ihren-lieferanten-umspringen\/12272928.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Geheimoperation &ldquo;Glotaic&rdquo;: CIA hatte direkten Zugriff auf deutsche Telekommunikation<\/strong><br>\nDie Central Intelligence Agency (CIA), der Auslandsgeheimdienst der USA, hatte in einer Geheimoperation mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) direkten und m&ouml;glicherweise ungefilterten Zugriff auf Telekommunikationsdaten aus Deutschland.<br>\nNach SPIEGEL-Informationen wurden in der Operation &ldquo;Glotaic&rdquo; zwischen 2004 und 2006 Telefon- und Faxverkehre des US-Anbieters MCI an dessen deutschem Standort Hilden &uuml;berwacht. Dabei wurden die Audiodaten abgeh&ouml;rter Gespr&auml;che &ldquo;direkt nach USA geroutet&rdquo;, damit &ldquo;die Audiofunktion ohne Aussetzer funktioniert&rdquo;, wie es in einem vertraulichen Papier des BND hei&szlig;t.<br>\nBislang hatten BND-Mitarbeiter im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags angegeben, alle Gespr&auml;che seien vom BND gefiltert und gepr&uuml;ft worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/cia-hatte-direkten-zugriff-auf-deutsche-telekommunikation-a-1051407.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Obama hat n&ouml;tigen R&uuml;ckhalt f&uuml;r Iran-Abkommen<\/strong><br>\nAls 34. Demokratin hat die US-Senatorin Barbara Mikulski ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den Atomdeal mit Iran angek&uuml;ndigt.<br>\nDamit hat US-Pr&auml;sident Obama die n&ouml;tige Mehrheit zusammen, um das Abkommen gegen den Widerstand der Republikaner durchsetzen zu k&ouml;nnen.<br>\nGen&uuml;gend Stimmen f&uuml;r Atomdeal beisammen<br>\nUS-Pr&auml;sident Barack Obama hat ausreichend R&uuml;ckendeckung im Kongress f&uuml;r das Atomabkommen mit Iran. Am Mittwoch erkl&auml;rte die Demokratin Barbara Mikulski als 34. der 100 Senatoren ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den umstrittenen Deal. Damit kann Obama eine m&ouml;gliche Blockade durch das Parlament mit seinem Veto&nbsp;brechen.<br>\nEine Ratifizierung des Abkommens durch den US-Kongress ist nicht erforderlich. Allerdings hat das Parlament bei den von den USA verh&auml;ngten Sanktionen ein Mitspracherecht und k&ouml;nnte sich gegen die Aufhebung sperren. Da die Republikaner in beiden Kammern die Mehrheit haben, w&auml;re dies wahrscheinlich. F&uuml;r den Fall einer Blockade drohte Obama bereits mit seinem Veto, das nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Senat und im Repr&auml;sentantenhaus &uuml;berstimmt werden kann. F&uuml;r diese h&auml;tten die Republikaner weitere demokratische Senatoren gewinnen&nbsp;m&uuml;ssen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/usa-obama-hat-noetigen-rueckhalt-fuer-iran-abkommen-1.2632386\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Paul Krugman: Tolle Arbeit<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich hat das Desaster in New Orleans der Bush-Administration sehr geschadet &ndash; und die Konservativen haben nie aufgegeben, sich daf&uuml;r r&auml;chen zu wollen. Immer, wenn irgendetwas unter Pr&auml;sident Obama schief lief, nannten Kritiker das schnell &ldquo;Obamas Katrina&ldquo;. Wie viele Katrinas Mr. Obama bis jetzt hatte? Einer Sch&auml;tzung nach 23.<br>\nIrgendwie haben diese vermeintlichen Katrinas aber nie die politische Wirkung des t&ouml;dlichen Debakels von vor 10 Jahren erreicht&hellip;<br>\nDer Hurrikan Katrina war auch in politischer Hinsicht etwas Besonderes, weil er die riesige Kluft zwischen Schein und Sein offen legte. Seit 9\/11 hatte sich George W. Bush als starker, erfolgreicher F&uuml;hrer dargestellt, der f&uuml;r Amerikas Sicherheit sorgte. Das war er nicht, und das tat er nicht. Aber solange er Terroristen mit starken Worten verurteilte, war es f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit schwer, zu erkennen, wie j&auml;mmerlich er tats&auml;chlich herumst&uuml;mperte. Ein inl&auml;ndisches Desaster, das jedem, der einen Fernseher hatte, die Vetternwirtschaft und Inkompetenz dieser Administration deutlich vor Augen f&uuml;hrte, lie&szlig; die Schaumblase schlie&szlig;lich platzen.<br>\nIn anderen Worten, wir h&auml;tten aus Katrina lernen k&ouml;nnen, dass politische Schaumschl&auml;ger, die nichts als Wichtigtuerei zu bieten haben, es tats&auml;chlich schaffen k&ouml;nnen, vielen Leuten starke F&uuml;hrungsqualit&auml;ten vorzugaukeln. Und das ist eine Lektion, die wir jetzt w&auml;hrend des Pr&auml;sidentschaftswahlkampfes 2016 noch einmal lernen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/08\/31\/opinion\/paul-krugman-a-heckuva-job.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Klassenfrage Klimawandel<\/strong><br>\nHauptverursacher der Erderw&auml;rmung sind die Konzerne des reichen Nordens &ndash; die Leidtragenden vor allem die Elenden des S&uuml;dens<br>\nAls am Morgen des 29. August 2005 Hurrikan &raquo;Katrina&laquo; bei New Orleans die USA erreichte, bekam die Welt vorgef&uuml;hrt, wie in einer vom Turbokapitalismus und eurozentrischen Rassismus beherrschten Welt mit den Opfern von Naturkatastrophen umgegangen wird. Die meist farbigen &auml;rmeren Bewohner der US-Metropole blieben sich selbst &uuml;berlassen. &Uuml;ber 1.000 &auml;ltere B&uuml;rger starben. Wei&szlig;e bewaffneten sich und schossen auf schwarze &Uuml;berlebende, nachdem die Zeitungen und Funkmedien voll mit erfundenen oder ma&szlig;los &uuml;bertriebenen Geschichten von Pl&uuml;nderungen waren. Mindestens elf Todesf&auml;lle durch Schussverletzungen wurden gez&auml;hlt, andere Quellen sprechen gar von 18. Die Opfer waren durchweg junge Schwarze, die T&auml;ter ausnahmslos wei&szlig;. Im Nachbarst&auml;dtchen Gretna wurden zu Fu&szlig; Fl&uuml;chtende von Polizisten mit vorgehaltener Waffe vom Betreten der Stadt abgehalten und ohne Hilfe zur&uuml;ckgeschickt.<br>\nDabei war &raquo;Katrina&laquo; kein &uuml;berm&auml;&szlig;ig starker Hurrikan. Er nahm nur einen besonders ung&uuml;nstigen Kurs und traf auf eine Stadt, die hinter l&ouml;chrigen Deichen zwischen Mississippi und Golf auf meist niedrigem Grund eingeklemmt liegt. Der miserable Zustand der Deiche war seit langem amtlich dokumentiert, die Hurrikan-Gefahr in der Region ebenfalls. Dennoch wurden sie nicht ausgebessert und erh&ouml;ht, dennoch gab es offensichtlich weder ad&auml;quate Evakuierungspl&auml;ne noch ausreichend Notrationen, Notstromgeneratoren oder Notfallpl&auml;ne.<br>\nDoch was hat &raquo;Katrina&laquo; mit dem Klimawandel zu tun? Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Sturm eine Folge der globalen Erw&auml;rmung war. Ob Hurrikane, Taifune und Zyklone in einem w&auml;rmeren globalen Klima h&auml;ufiger auftreten, ist ungewiss und wird von Region zu Region variieren. Sicher ist bisher nur, dass die Ereignisse auf jeden Fall intensiver werden. Die Geschichte &raquo;Katrinas&laquo; ist dennoch interessant, um den Umgang mit dem Klimawandel zu verstehen.<br>\nWie im Falle New Orleans sind es immer die &Auml;rmeren, die als erste und am h&auml;rtesten betroffen sind. Jene, die keine M&ouml;glichkeit haben, sich rechtzeitig zu informieren, keine Mittel, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, jene, die sich keine Nahrungsmittel mehr leisten k&ouml;nnen, wenn deren Preise aufgrund pl&ouml;tzlicher Verknappung nach gr&ouml;&szlig;eren Ernteausf&auml;llen in die H&ouml;he schie&szlig;en. Viele Folgen des Klimawandels werden aussehen wie ganz normale Naturkatastrophen, und so wie die Verantwortlichen in der EU heute zuschauen, wie Jahr f&uuml;r Jahr Tausende Fl&uuml;chtlinge im Mittelmeer ertrinken, so werden die reichen Staaten in den kommenden Jahrzehnten zuschauen, wenn tropische Wirbelst&uuml;rme das steigende Meer auf die K&uuml;sten Bangladeschs dr&uuml;cken oder K&uuml;stenmetropolen in Westafrika unterzugehen drohen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/09-04\/001.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der gro&szlig;e Happen<\/strong><br>\nIm Schatten der NATO-Kriegstreiberei in Europa erlebt Brasilien eine v&ouml;llig neue, deutlich maidan-m&auml;&szlig;ig synchronisierte Hasskampagne einschlie&szlig;lich erster t&auml;tlicher Ausschreitungen und Rechtsbeugungen. Sie richten sich gegen die Pr&auml;sidentin, gegen ihren Vorg&auml;nger Luiz In&aacute;cio Lula da Silva, gegen die Arbeiterpartei PT (Partido dos Trabalhadores) und gegen unbequeme Linke aller Couleur. &bdquo;Ein Ph&auml;nomen&ldquo;, wie selbst der fr&uuml;here, rechtslastige Wirtschaftsminister Luiz Carlos Bresser Pereira zugibt, &bdquo;das ich nie in Brasilien gesehen habe. Ein pl&ouml;tzlicher, kollektiver Hass der Oberschicht, der Reichen, auf eine Partei und eine Pr&auml;sidentin.<br>\nNicht Besorgnis oder Angst, sondern Hass. Hass, weil da zum ersten Mal eine Mitte-links-Regierung ist, die auch links geblieben ist. Sie hat Kompromisse gemacht, sich aber nicht ausgeliefert [&hellip;]. Hass, weil die Regierung eine starke und klare Pr&auml;ferenz f&uuml;r die Arbeiter und die Armen gezeigt hat.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniora.org\/politik-wirtschaft\/711-der-grosse-happen\">Seniora.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hinweis: Tagung: &Ouml;ffentlich vor privat! Die Zukunft der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge&rdquo; am 19.09.2015 in Berlin<\/strong><br>\nIn vierzehn Tagen findet diese Tagung statt. Wer sich noch anmelden m&ouml;chte, kann dies ganz einfach hier tun.&#8232;&#8232;&Ouml;ffentliche Daseinsvorsorge ist ein zentrales gesellschaftliches Zukunftsthema. Auf unserer Tagung wollen wir die Ursachen der Privatisierungs- und Sparpolitik, ihre gesellschaftlichen Folgen und denkbare Alternativen diskutieren.<br>\nProgramm:<br>\nLutz Brangsch (Institut f&uuml;r Gesellschaftsanalyse der Rosa Luxemburg Stiftung): Entstehung des &Ouml;ffentlichen Sektors im Kapitalismus &ndash; und aktuelle Konfliktlinien um seine Zukunft<br>\nWolfgang Lieb (NachDenkSeiten): Funktionale Privatisierung staatlicher Aufgaben &ndash; am Beispiel &ouml;ffentlicher Hochschulen<br>\nMechthild Schrooten (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik): Zukunft des &ouml;ffentlichen Dienstes &ndash; Zwischen Produktvielfalt, Wertsch&auml;tzung und Finanzierungsnot<br>\nG&uuml;nter S&ouml;lken (attac Berlin): TISA, TTIP und CETA &ndash; Auswirkungen auf den &ouml;ffentlichen Sektor<br>\nCornelia Heintze (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik): Zur Bedeutung egalit&auml;rer Versorgungsstrukturen bei der Kinderbetreuung &ndash; Deutschland im Skandinavienspiegel<br>\nRoman Jaich (Bildungsforscher): Aktuelle Entwicklungen der Bildungsfinanzierung in Deustchland und Handlungsnotwendigkeiten<br>\nDie Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/termine\/event_28015.html\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (Das Programm der Tagung und die M&ouml;glichkeit zur Anmeldung finden sich&nbsp;hier)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Ex-CIA-Chef m&ouml;chte Al-Qaida-Terroristen abwerben<\/strong><br>\nAusgerechnet K&auml;mpfer des Al-Qaida-Ablegers Al-Nusra-Front (Jabhat al-Nusra) in Syrien als Verb&uuml;ndete der USA im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS)?<br>\nDiese &auml;u&szlig;erst irritierende &Uuml;berlegung stammt von David Petraeus, dem fr&uuml;heren Chef der US-Streitkr&auml;fte im Irak und in Afghanistan. Wie das Nachrichtenportal Daily Beast berichtet, empfiehlt der Ex-General und Ex-CIA-Direktor, unter den als Terroristen eingestuften islamistischen K&auml;mpfern einige abzuwerben.<br>\n&Uuml;berraschend ist der Vorschlag, weil die Al-Nusra-Front 2011 urspr&uuml;nglich vom heutigen Kopf des &ldquo;Islamischen Staates&rdquo; Abu Bakr al-Bagdadi gegr&uuml;ndet wurde und sich nach einem Streit mit diesem offiziell der al-Qaida angeschlossen hat. So ist die Organisation zwar ein Gegner der IS-Terroristen. Das aber ist auch das syrische Regime unter Diktator Baschar al-Assad &ndash; der als Verb&uuml;ndeter im Kampf gegen den &ldquo;Islamischen Staat&rdquo; f&uuml;r die USA auch nicht in Frage kommt. Und al-Qaida betrachtet die USA als einen ihrer gr&ouml;&szlig;ten Feinde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/buergerkrieg-in-syrien-ex-cia-chef-moechte-al-qaida-terroristen-abwerben-1.2631664\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT\/AM)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27450","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27450","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27450"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27450\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28369,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27450\/revisions\/28369"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27450"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27450"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}