{"id":27455,"date":"2015-09-07T09:33:12","date_gmt":"2015-09-07T07:33:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27455"},"modified":"2015-09-07T10:25:56","modified_gmt":"2015-09-07T08:25:56","slug":"die-illusion-der-chancengleichheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27455","title":{"rendered":"Die Illusion der Chancengleichheit"},"content":{"rendered":"<p>Am 31. August brachte die ARD in der Sendereihe &bdquo;Die Story im Ersten&ldquo; ein &ndash; wie ich finde &ndash; gut  gemachte und informative Sendung &uuml;ber die fehlende Chancengleichheit speziell in der Hochschulbildung, produziert vom Saarl&auml;ndischen Rundfunk. (Hier in <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Reportage-Dokumentation\/Die-Story-im-Ersten-Die-Illusion-der-Ch\/Das-Erste\/Video?documentId=30334000&amp;bcastId=799280\">der Mediathek<\/a>)<br>\nFernsehen muss Informationen &uuml;ber Bilder vermitteln und das geht am besten &uuml;ber Personalisierung der Botschaften. Trockene Fakten oder Statistiken oder auch historische Hintergr&uuml;nde k&ouml;nnen da &ndash; notwendigerweise &ndash; nur selten vorkommen. Ich habe deshalb f&uuml;r alle, die sich f&uuml;r das Thema Chancengleichheit interessieren, erg&auml;nzend zu dieser Sendung versucht ein wenig zus&auml;tzliches Informationsmaterial zusammenzustellen. Von <strong>Wolfgang Lieb<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><ol class=\"iii\">\n<li><strong>Wie sieht es mit Chancengleichheit aus?<\/strong><br>\n<strong>Sind Akademikerkinder bei der Studienplatzwahl und im Studium bevorzugt?<\/strong>\n<p>Weichenstellungen in Richtung Studium erfolgen der Hochschule zeitlich weit vorgelagert bereits w&auml;hrend der Schulzeit. Im Jahr 2009 <strong>war die Wahrscheinlichkeit, die gymnasiale Oberstufe auf einer weiterf&uuml;hrenden Schule zu besuchen, f&uuml;r Kinder von Akademiker(inne)n 1,8 Mal so hoch wie f&uuml;r Kinder von Nicht-Akademiker(inne)n (79&nbsp;% vs. 43&nbsp;%).<\/strong><\/p>\n<p>Letztere weisen hingegen eine 2,7fach h&ouml;here Wahrscheinlichkeit als Kinder von Akademiker(inne)n auf, <strong>zu einer beruflichen Schule zu wechseln (57&nbsp;% vs. 21&nbsp;%)<\/strong>.<\/p>\n<p>Unter der Ber&uuml;cksichtigung beider Zugangswege in ein Hochschulstudium (berufliche Schule und gymnasiale Oberstufe) beginnen <strong>von den Kindern aus einer nichtakademischen Herkunftsfamilie 23&nbsp;% ein Studium. Dieser Anteil ist bei den Kindern von Akademiker(innen) mit 77&nbsp;% etwa 3,3 Mal so hoch<\/strong>.<\/p>\n<p>Wenn man das grafisch darstellt hat der Bildungstrichter bei Akademikerkindern die Form eines Wasserglases, das sich bis zum Hochschulzugang leicht nach unten verj&uuml;ngt. Bei Nichtakademikerkindern sieht der Bildungstrichter wie ein richtiger Trichter aus, d.h. er verj&uuml;ngt sich stark von 100 auf 23.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150907-chancengleichheit-01_450.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Am h&ouml;chsten ist die akademische Reproduktion unter den Studierenden der Medizin.<\/p>\n<p>Die <strong>Chancengleichheit ist jedoch<\/strong> nicht nur eine Frage, ob die Kinder aus  einem Akademikerhaushalt stammen, sondern auch abh&auml;ngig von der soziale Stellung der Eltern.<\/p>\n<p><strong>Rd. 60 Prozent der Studierenden stammen aus Familien mit hoher und gehobener sozialer Herkunft, 15 % aus niedriger.<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150907-chancengleichheit-02_450.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/pubRD\/Handout.PDF\">Die Grafiken und Angaben aus der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks durchgef&uuml;hrt durch das HIS-Institut f&uuml;r Hochschulforschung [PDF &ndash; 399 KB]<\/a><\/p>\n<p>Die Sicherheit und Zwecksetzungen des Studiums sind ein Teil des &bdquo;sozialen Kapitals&ldquo;, die f&uuml;r die Bew&auml;ltigung eines Studiums wichtige Ressourcen darstellen. Arbeiterkinder bzw. Studierende aus bildungsfernen Schichten verf&uuml;gen kaum &uuml;ber solche Sicherheiten und Selbstverst&auml;ndlichkeiten verf&uuml;gen: F&uuml;r sie ist das Studium keineswegs selbstverst&auml;ndlich, viel mehr ein Wagnis; die Hochschule und deren akademische Kulturen sind f&uuml;r sie weithin fremde Welten.<\/p>\n<p>Das soziale Klima an der Hochschule, besonders die Anonymit&auml;t an den Universit&auml;ten; sie ist f&uuml;r Arbeiterkinder mehr belastend (21 % zu 11 % andere).<\/p>\n<p>Arbeiterkindern wie anderen Bildungsaufsteigern mangelt es oftmals an ideeller oder praktischer Unterst&uuml;tzung durch das Elternhaus, die Eltern k&ouml;nnen das Unternehmen ihrer Kinder oft nur verst&auml;ndnislos und hilflos, manchmal sogar mit einigem Misstrauen begleiten.<\/p>\n<p>K&ouml;rperliche Behinderungen oder ein niedriger &ouml;konomischer Status der Eltern am st&auml;rksten f&uuml;r Benachteiligungen im Studium verantwortlich.<\/p>\n<p><strong>In Deutschland k&ouml;nnen Studierende aus Arbeiterfamilien nur zu 15 % (un- und angelernte Arbeiter) oder zu 20 % (Facharbeiter und Meister) v&ouml;llig auf das elterliche Geld zur Studienfinanzierung setzen; dagegen k&ouml;nnen Studierende mit &bdquo;Akademikereltern&ldquo; zu zwei Dritteln v&ouml;llig auf das Geld der Eltern vertrauen.<\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund der unzureichenden privaten (Eltern) wie &ouml;ffentlichen (BAf&ouml;G) finanziellen Ressourcen f&uuml;r das Studium sind Studierende aus Arbeiterfamilien, &auml;hnlich wie jene aus Familien kleiner Angestellter und Selbst&auml;ndiger, viel mehr auf eine <strong>Erwerbst&auml;tigkeit im Semester<\/strong> angewiesen. Aus dieser Herkunftsgruppe gehen fast <strong>80 %<\/strong> im Semester &ndash; neben den Vorlesungen und Seminaren, neben den Pflichten zum h&auml;uslichen Studium einer Erwerbsarbeit nach. <\/p>\n<p>Die m&ouml;glichen Vorteile eines k&uuml;rzeren und strukturierten Bachelor-Studiums<br>\nf&uuml;r Studierende aus den unteren Sozialschichten erweisen sich eher als Nachteil, wenn Workloads und Module zu strikt ausgelegt werden &ndash; wie es in der gegenw&auml;rtigen Umsetzung an den meisten Hochschulen in Deutschland der Fall ist. <\/p>\n<p>Mit den Workloads und den sukzessiven Modulen in den Bachelor-Studieng&auml;ngen mit ihren laufenden, selektiven Pr&uuml;fungen bei einem vorgeschriebenen Maximum von drei Studienjahren (an den Universit&auml;ten viel strikter als an den Fachhochschulen!) verst&auml;rkt sich diese Problematik f&uuml;r die betroffenen Studierenden immens. Hier liegt eine gewichtige soziale Schieflage vor, den Anforderungen folgen zu k&ouml;nnen. Davon sind besonders Arbeiterkinder und Bildungsaufsteiger ohne gr&ouml;&szlig;eren<br>\nfinanziellen R&uuml;ckhalt im Elternhaus betroffen.<\/p>\n<p>Mit den Leistungsanforderungen f&uuml;r sich haben Arbeiterkinder, die sich im Studium<br>\nbefinden, keine gr&ouml;&szlig;eren Schwierigkeiten; sie sind hinsichtlich ihrer Leistungsf&auml;higkeit eher eine hoch selektierte Gruppe. H&auml;ufiger sind die Randbedingungen des Studierens f&uuml;r sie schwieriger, um ihre vorhandene Leistungsf&auml;higkeit zu entwickeln, abzurufen und zu pr&auml;sentieren. <\/p>\n<p>Bislang spricht mehr daf&uuml;r, dass auch beim &Uuml;bergang in ein Masterstudium eine zus&auml;tzliche soziale Schieflage eintreten wird. <\/p>\n<p><strong>Die Durchf&uuml;hrung und Planung eines Studiums oder Aufenthaltes im Ausland sind in starkem Ma&szlig;e von der sozialen Herkunft abh&auml;ngig.<\/strong><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_arbp_202.pdf\">Entnommen aus Holger Bargel,\/Tino Bargel, Ungleichheit und Benachteiligungen im Hochschulstudium aufgrund der sozialen Herkunft der Studierenden, Arbeitspapier 202, Hans B&ouml;ckler Stiftung [PDF &ndash; 590 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Unterscheidung &bdquo;Chancengleichheit&ldquo; &ndash; &bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; ist etwas v&ouml;llig anderes als die Schaffung der (tats&auml;chlichen) Voraussetzungen f&uuml;r mehr &bdquo;Chancengleichheit&ldquo;. \n<p>Wenn Konservative Begriffe wie &bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; oder &bdquo;gleiche Zugangschancen&ldquo; im Munde f&uuml;hren, dann handelt es sich um nichts anderes als die bildungspolitische unterf&uuml;tterte Variante der Parole &bdquo;Jeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied&ldquo;. Denn wenn jeder (formal) gleiche Chancen auf Bildung und Qualifikation hat, dann ist eben ein ausbleibender beruflicher oder sozialer Aufstieg oder auch Arbeitslosigkeit und Armut den &bdquo;eigenen F&auml;higkeiten und Leistungen&ldquo; zuzurechnen, dann reichen eben seine Talente und F&auml;higkeiten nicht dazu aus, um aufzusteigen.<br>\n&bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; hei&szlig;t also nicht mehr und nicht weniger als die Verteidigung bestehender gesellschaftlicher Rollen und Verteilungsverh&auml;ltnisse.<\/p>\n<p>Der Begriff &bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; lenkt von den bestehenden Verh&auml;ltnissen ab und verweist in die Zukunft, n&auml;mlich vor allem auf (formal) gleiche Bildungschancen. Die Konservativen haben erkannt, dass Bildung einen Fluchtweg aus allen gegenw&auml;rtigen Problemen bietet. Bildung wird als &bdquo;K&ouml;nigsweg&ldquo; aus der Spaltung der Gesellschaft in oben und unten, aus der Arbeitslosigkeit, aus prek&auml;rer Besch&auml;ftigung, aus Altersarmut und schon gar aus der bestehenden Gerechtigkeitsl&uuml;cke angepriesen. (Das ist &ndash; nebenbei bemerkt &ndash; einer der Gr&uuml;nde, warum Bildung z.B. f&uuml;r die Bertelsmann Stiftung zum wichtigsten Thema geworden.) <\/p>\n<p><strong>Mit der Forderung nach mehr Chancengerechtigkeit im Bereich der Bildung versuchen konservative Kreise ihre Fortschrittlichkeit vorzut&auml;uschen.<\/strong> Doch Bildung ist ein langandauernder Prozess von der Kindertagesst&auml;tte, &uuml;ber die Schule, bis zur Berufsausbildung oder einen Hochschulabschluss, ja bis hin zur beruflichen Weiterbildung. Und weil die Fr&uuml;chte von Bildung vom Einzelnen, wie von der Gesellschaft erst nach vielen Jahren geerntet werden k&ouml;nnen, sind bildungspolitische Appelle zumal vom konservativen Lager oftmals nur politische Ablenkungsman&ouml;ver von wirtschafts- und sozialpolitischem Versagen gegen&uuml;ber den Problemen der Gegenwart.<\/p>\n<p><strong>&bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; das ist eines der wichtigsten Tarnw&ouml;rter der Konservativen.<\/strong> Dieser Begriff mit seiner sympathischen Anmutung f&uuml;r jedermann, verbirgt n&auml;mlich mehr, als dass er aufkl&auml;rt.<\/p>\n<p>Es geht bei <strong>Chancengleichheit und Durchl&auml;ssigkeit keineswegs nur um  eherne Werte, sondern es geht darum, das Bildungspotential der Bev&ouml;lkerung m&ouml;glichst optimal auszusch&ouml;pfen, um damit nicht nur ein H&ouml;chstma&szlig; an demokratischer Mitwirkung, sondern auch an volkswirtschaftlicher Wertsch&ouml;pfung zu erreichen.<\/strong><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16201\">Fluchtpunkt &bdquo;Chancengerechtigkeit&ldquo; &ndash; Oder: Wie die INSM &uuml;ber die Einkommens- und Verteilungsungerechtigkeit hinwegzut&auml;uschen versucht<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Ist die Bologna-Reform gescheitert?<\/strong>\n<p>Positive Auswirkungen sind z.B.:<\/p>\n<ul>\n<li>Es wird wieder &uuml;ber die Studienreform diskutiert<\/li>\n<li>Die Durchl&auml;ssigkeit zwischen FHS und Unis wurde ein wenig verbessert. Ein an einer FH erworbener Bachelor er&ouml;ffnet grunds&auml;tzlich den Zugang zu einem Masterstudium an einer Uni &ndash; und umgekehrt<\/li>\n<li>Ein wenig mehr Anerkennung von au&szlig;erhalb der Hochschulen erworbenen Kompetenzen, z.B. Meisterstudium<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dazu: Andreas Keller, GEW, <a href=\"http:\/\/www.bdwi.de\/forum\/archiv\/themen\/hopo\/8505901.html\">Studieren war noch nie so gefragt wie heute<\/a><\/p>\n<p>Studienreform kann jedoch grunds&auml;tzlich nur als Aushandlungsprozess gelingen, an dem Studierende, Hochschulbesch&auml;ftigte, Wirtschaft und Gewerkschaft und Staat auf Augenh&ouml;he beteiligt werden.<\/p>\n<p><strong>Die Reform wurde jdeoch den Hochschulen von au&szlig;en aufgedr&auml;ngt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Bologna-Prozess ist ein Unternehmen der EU-B&uuml;rokratie.<\/strong><\/p>\n<p>Nicht Bologna ist gescheitert sondern die Lissabon-Strategie (2000: <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/brussels\/website\/media\/Lexikon\/Pdf\/Lissabon_Strategie.pdf\">Europa zum wettbewerbsf&auml;higsten und dynamischsten wissensgest&uuml;tzten Wirtschaftsraum der Welt<\/a>) bzw. die Strategie Europa 2020 (<a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/europe2020\/index_de.htm\">2010<\/a>) und die Umsetzung der Bologna-Reformen durch die deutsche Bildungspolitik.<\/p>\n<p>Es ging im Kern um die St&auml;rkung des Wirtschaftsraums und der Wettbewerbsf&auml;higkeit.<\/p>\n<p>Der Bologna-Prozess bedeutet die radikalste Umgestaltung der deutschen Universit&auml;tseit seit zweihundert Jahren. Der eigentliche Beginn des Bologna-Prozesses ist auf das Jahr 1999 zu datieren, der Abschluss wurde auf das Jahr 2010 terminiert. 1999 legten die &bdquo;Europ&auml;ischen Bildungsminister&ldquo; ihre Bologna-Erkl&auml;rung vor. (Inzwischen von 47 Staaten unterzeichnet.) In ihr wurden die Universit&auml;ten verpflichtet, ihr Selbstverst&auml;ndnis neu zu definieren und ihre internen Strukturen, insbesondere im Bereich der Lehre, zu reorganisieren. Die politische Grundidee des Bologna-Prozesses wird in der Formel vom &bdquo;europ&auml;ischen Hochschulraum&ldquo; zusammengefasst, der wiederum Teil eines europ&auml;ischen Wirtschaftsraums sein soll. Dieser Hochschul- und Wirtschaftsraum soll, so hei&szlig;t es weiter, zur &bdquo;Errichtung eines vollst&auml;ndigeren und umfassenderen Europas&ldquo; dienen &ndash; so steht es tats&auml;chlich in der <a href=\"https:\/\/www.bmbf.de\/pubRD\/bologna_deu.pdf\">offiziellen deutschen &Uuml;bersetzung der Bologna-Erkl&auml;rung von 1999<\/a>.<\/p>\n<p>In der Bologna-Erkl&auml;rung von 1999 sind die wesentlichen Prinzipien festgehalten, die Seither in Deutschland auch tats&auml;chlich durchgesetzt wurden:<\/p>\n<ol>\n<li>die Arbeitsmarktorientierung der vormals akademischen Lehre;<\/li>\n<li>das Credit-Point-System;<\/li>\n<li>die daraus sich ergebende Modularisierung der Lehre;<\/li>\n<li>der konsekutive Aufbau von berufsqualifizierenden Bachelor- und<\/li>\n<li>die wissenschaftsorientierten Master-Studieng&auml;ngen; und schlie&szlig;lich<\/li>\n<li>die F&ouml;rderung der Mobilit&auml;t der Studierenden.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Hauptkritikpunkte:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Au&szlig;er bei den staatlich regulierten Studieng&auml;nge Jura, Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie, wurde die <strong>Zweistufigkeit in fast allen F&auml;chern auf Biegen und Brechen durchgesetzt<\/strong> &ndash; egal ob es in der jeweiligen Fachrichtung tats&auml;chlich m&ouml;glich und sinnvoll ist, einen wirklich berufsqualifizierenden Abschluss auf Bachelor-Niveau zu erwerben oder nicht. Rund 90 Prozent aller Studieng&auml;nge in Deutschland sind inzwischen auf den Bachelor\/Master-Modus umgestellt.\n<p>Nach den Pl&auml;nen der Bologna-Reformer in Deutschland sollte der Bachelor eigentlich zum Regelabschluss f&uuml;r zwei Drittel (und mehr) Studierende werden &ndash; und der Master zur elit&auml;ren Ausnahmeerscheinung. (Begr&uuml;ndung: Wirtschaftlichkeit (6 Semester kosten weniger als 9 oder 10), fr&uuml;heres Eintreten in den Beruf.)<br>\nEinen Master machen jedoch 53 % an den Fachhochschulen und 77 % an den Universit&auml;ten.<br>\nWenn es sich heute genau umgekehrt verh&auml;lt &ndash; kann der Bachelor offenbar nicht &uuml;berzeugen?<\/p>\n<p>Das hat ganz reale Gr&uuml;nde. Ein Beispiel: Kein einziges Bundesland erkennt den Bachelor als berufsqualifizierenden Abschluss fu&#776;r den Beruf der Lehrerin und des Lehrers an, Voraussetzung fu&#776;r den Zugang zum Referendariat ist ein Masterabschluss oder das Staatsexamen &ndash; zu Recht, denn die Anforderungen an Lehrerinnen und Lehrer sind fu&#776;r alle Schulformen und Schulstufen so komplex, dass eine Ausbildung auf der Kompetenzstufe acht des Europ&auml;ischen Qualifikationsrahmens Voraussetzung ist.<\/p><\/li>\n<li>Selbst wenn es ausreichend Masterstudienpl&auml;tze g&auml;be und kein Numerus Clausus verh&auml;ngt werden mu&#776;sste, wird die <strong>Zulassung zum Masterstudium<\/strong> vielerorts von einer Mindestnote im Bachelor-Zeugnis, einer Eingangspr&uuml;fung oder von besonderen Qualifikationen abh&auml;ngig gemacht. Bei einem Studienortwechsel und schon gar bei einem Wechsel etwa nach Gro&szlig;britannien wird sogar h&auml;ufig ein Empfehlungsschreiben der abgebenden Hochschule verlangt.\n<p>Ein Viertel aller Masterstudieng&auml;nge ist zulassungsbeschr&auml;nkt.<\/p><\/li>\n<li><strong>F&ouml;rderung der Mobilit&auml;t &ndash; Europ&auml;ischer Hochschulraum: &bdquo;Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet&ldquo;<\/strong>\n<p>Zwar hat sich die Auslandsmobilit&auml;t an den Fachhochschulen geringfu&#776;gig verbessert, an den Universit&auml;ten stagniert sie jedoch, in den Bachelorstudieng&auml;ngen gibt es sogar eine r&uuml;ckl&auml;ufige Entwicklung.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass <strong>die Mobilit&auml;t von Studierenden aus niedrigen sozialen Herkunftsgruppen noch niedriger liegt.<\/strong><\/p>\n<p>Neben den sozialen und finanziellen Hu&#776;rden sind es vor allem <strong>Anerkennungsprobleme<\/strong>, die die Mobilit&auml;t im Europ&auml;ischen Hochschulraum erschweren.<\/p>\n<p><strong>Hinzu kommt, dass die Mobilit&auml;t sogar innerhalb des deutschen Hochschulraums immer schwieriger wird.<\/strong> Der Wechsel von Berlin nach Potsdam kann fu&#776;r Studierende gr&ouml;&szlig;ere Anerkennungsprobleme aufwerfen als von Riga nach Lissabon.<\/p><\/li>\n<li>Die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudieng&auml;nge ging in Deutschland mit einem <strong>Wettbewerb um m&ouml;glichst unverwechselbare Studienangebote<\/strong> einher. Man studiert heute nicht mehr einfach Betriebswirtschaftslehre, sondern &bdquo;Technologie- und Managementorientierte BWL&ldquo;, &bdquo;Business Administration and Economics&ldquo;, oder &bdquo;BWL Innovativ, Integrativ, International&ldquo;, aber auch &bdquo;BWL &ndash; Messe-, Kongress- und Eventmanagement&ldquo;, &bdquo;BWL &ndash; Food Management&ldquo; oder &bdquo;BWL &ndash; Controlling &amp; Consulting&ldquo;.\n<p>Die Folge des <strong>Profilierungswettbewerbs<\/strong> ist, dass der <strong>Wechsel von einer Hochschule an die andere, egal ob mit oder ohne Bachelorzeugnis, h&auml;ufig ausgeschlossen ist oder aber voraussetzt, dass eine Reihe an Kreditpunkten nachgeholt werden muss.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Damit ist aber eine zentrale Legitimation der Studienstrukturreform &ndash; die Erleichterung der Mobilit&auml;t durch ein System leicht verst&auml;ndlicher und vergleichbarer Abschl&uuml;sse &ndash; ad absurdum gef&uuml;hrt worden.<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Vergleichbarkeit der Studieng&auml;nge<\/strong><br>\nHeute gibt es 16.000 Studienangebote, wovon &uuml;ber 3.000 grundst&auml;ndige Studieng&auml;nge sind.<br>\nInzwischen wird &uuml;ber 140 als unterschiedlich spezialisiert ausgewiesenen grundst&auml;ndigen Informatikstudieng&auml;ngen differenziert. Wo fr&uuml;her bestenfalls zwischen Informatik und Elektrotechnik, zwischen Soziologie und P&auml;dagogik oder zwischen Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre entschieden werden musste, stehen heute in allen Fachrichtungen unz&auml;hlige Alternativen zur Auswahl.\n<p>Bei den grundst&auml;ndigen Studieng&auml;nge, hat deren Zahl seit Beginn der Reform im Jahr 1999 um mehr als 1.400 Prozent zugelegt. Damals konnte noch zwischen 180 unterscheidbaren und mehr oder weniger klar definierbaren Studienf&auml;chern ausgew&auml;hlt werden. In den 1970er Jahren waren es sogar lediglich 70.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-1824-glueckssache-studienwahl.php\">Marco Schr&ouml;der, Gl&uuml;cksache Studienwahl<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mit der Modularisierung ist schlie&szlig;lich ein drittes Reformelement auf der Negativliste<\/strong> der Zwischenbilanz zu verbuchen, das in Deutschland geradezu typisch fu&#776;r die Umsetzung der Bologna-Reformen ist.\n<p>Bereits der Begriff des Studierens ist verschwunden. An seine Stelle ist &bdquo;workload&ldquo; getreten. Workload ist die abstrakte Arbeitszeit, die ein an einer Universit&auml;t immatrikulierter Mensch tats&auml;chlich oder virtuell erbringt und f&uuml;r die er einen Nachweis in Form von Credit Points erh&auml;lt.<\/p>\n<p>Ein deutscher Immatrikulierter muss im Jahr bis  zu 1800 Stunden f&uuml;r sein Studium arbeiten &ndash; das entspricht ungef&auml;hr der Jahresarbeitszeit eines deutschen Angestellten &ndash; und er erh&auml;lt daf&uuml;r 60 Credit Points. Nach einem Workload von 3 x 1800, also 5400 Arbeitsstunden oder 180 Credit Points ist das erste Studium abgeschlossen. <\/p>\n<p>Die 1800 Stunden werden aufgeteilt in &bdquo;Kontaktzeiten&ldquo; &ndash; sie hie&szlig;en fr&uuml;her Vorlesungen und Seminare &ndash; und in das, was im Bologna-Prozess &bdquo;selbst&auml;ndiges Lernen&ldquo; hei&szlig;t. Der immatrikulierte Student erh&auml;lt abschlie&szlig;end ein Zertifikat, in dem ihm bescheinigt wird, dass er eben diese 5400 Stunden in irgendeiner Form mit der Universit&auml;t in Kontakt stand &ndash; sei es durch pers&ouml;nliche Pr&auml;senz oder mental oder virtuell &ndash; und den akademischen Titel eines Bachelor f&uuml;hren darf.<\/p>\n<p><strong>Bu&#776;rokratisierung und &Uuml;berregulierung, Verschulung und Verdichtung des Studiums, &Uuml;berma&szlig; an Workload und Pru&#776;fungslast<\/strong><br>\nWas 2009 in den Bildungsprotesten von Studierenden, aber auch vieler Lehrenden mit Wucht an Frust zum Ausdruck kam, hat in den KMK-Vorgaben zur Modularisierung ihre Grundlage. <strong>Das Modulhandbuch ist zum Schrecken nicht nur vieler Studierender, sondern auch Lehrender geworden.<\/strong><\/p>\n<p>Mit ihren im Jahr 2000 vorgelegten (und erst 2009 gelockerten) &bdquo;Rahmenvorgaben fu&#776;r die Einfu&#776;hrung von Leistungspunktsystemen und die Modularisierung von Studieng&auml;ngen&ldquo; ist die KMK weit u&#776;ber die Vorgaben der Bologna-Erkl&auml;rung hinausgeschossen.<\/p>\n<p>Die Modularisierung, die in anderen Unterzeichnerstaaten der Bologna-Erkl&auml;rung teilweise g&auml;nzlich unbekannt ist, ist ein Beispiel dafu&#776;r, wie die Landesregierungen in Deutschland die Gunst der Stunde nutzten und unter dem Vorwand Bologna ihre eigene, technokratische hochschulpolitische Agenda durchsetzten. Kritik daran lie&szlig;en sie abprallen: Sie mussten ja angeblich nur die Bologna-Reformen umsetzen.<\/p>\n<p>Bei der Umstellung auf so genannte <strong>Studien-Module und das ECTS-Kreditpunktesystem<\/strong> wurde von fast allen Hochschulen so verfahren, dass fortan jedes Modul verpflichtend mit einer obligatorischen Klausur oder Pr&uuml;fung abzuschlie&szlig;en ist. Wom&ouml;glich sogar mit Androhung der Exmatrikulation bei zweimaligem Scheitern. <\/p>\n<p>Kurzum: Der Leistungsdruck der Studierenden wird vielerorts exorbitant erh&ouml;ht. Das bedeutet f&uuml;r die Studierenden, dass sie im Extremfall bis zu 50 oder gar 60 Stunden die Woche f&uuml;r ihr Studium einsetzen m&uuml;ssen.<\/p>\n<p><strong>Studierende, die um ihr Studium zu finanzieren nebenher arbeiten m&uuml;ssen, haben es erheblich schwerer als Kinder deren Studium die Eltern finanzieren. <\/strong><\/p>\n<p>&Uuml;ber den Hebel der Einf&uuml;hrung von gestuften Bachelor- und Masterstudieng&auml;ngen finden sich vielfach reine Lernstudieng&auml;nge an den Hochschulen, in denen Wissen eingepaukt und in zahllosen Klausuren schlicht reproduziert wird. <strong>Die Prinzipien der Wissenschaftlichkeit (fragende, kritische Haltung, Problem- und Methodenbewusstsein, Strukturierungsf&auml;higkeit, Selbstst&auml;ndigkeit) und des forschungsorientierten Lernens, wie sie der Wissenschaftsrat reklamierte, wurden durch workload ersetzt &ndash; also durch das Arbeitspensum zum Erwerb von &bdquo;Kreditpunkten&ldquo;. Die &bdquo;hohen Schulen&ldquo; wurden so mehr und mehr zu Lern-Fabriken, in denen die Masse der Studierenden durch ein Kurzstudium geschleust werden soll.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Trotz Verschulung ist jedoch die Abbruchquote bei Bachelor-Studierenden an den Universit&auml;ten von 25% auf 33% gestiegen (Anders an den Fachhochschulen: R&uuml;ckgang von 39 auf 23%)<\/strong><\/p>\n<p>Finanzielle Probleme sind &uuml;brigens der zweith&auml;ufigste Grund f&uuml;r einen Studienabbruch. Jeder F&uuml;nfte Studienabbrecher gibt finanzielle Gr&uuml;nde an.<\/p>\n<p>Der Weg, die Anerkennung der Qualit&auml;t der Studieng&auml;nge zu einem <strong>Akkreditierungsgesch&auml;ft<\/strong> zu machen, und einem Markt u&#776;berwiegend privatrechtlich verfasster Akkreditierungsagenturen zu &uuml;berlassen, birgt die Gefahr, dass unter dem Deckmantel der Qualit&auml;tssicherung eine abgeschottete und intransparente Bu&#776;rokratie von Experten und Lobbyisten etabliert wird, die die Studieninhalte bestimmen.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bdwi.de\/forum\/archiv\/themen\/hopo\/8505901.html\">Viele Gedanken und teilweise auch die Formulierungen verdanke ich Andreas Keller, Alles bestens nach Bologna?<\/a><\/p><\/li>\n<li>Stand fr&uuml;her eine allgemeine <strong>wissenschaftliche Ausbildung<\/strong> im Vordergrund, so ist es heute die <strong>&bdquo;Besch&auml;ftigungsf&auml;higkeit&ldquo;<\/strong> der Studierenden.\n<p>Ein Studienabschluss f&uuml;hrte vor der Bologna-Reform jedenfalls in aller Regel zur Bef&auml;higung zur selbstst&auml;ndigen Bearbeitung von neuen Problemen mit wissenschaftlichen Methoden. Wenigstens dem Anspruch nach galt das Humboldtsche Prinzip der &bdquo;Bildung durch Wissenschaft&ldquo;.<\/p>\n<p>Die Differenzierung der Studieng&auml;nge folgt derzeit h&auml;ufig dem Ziel f&uuml;r die Arbeitsm&auml;rkte am Hochschulstandort passgenaue Arbeitskr&auml;fte anzubieten. D.h. man produziert f&uuml;r den aktuellen Bedarf.<br>\nWas hei&szlig;t das aber f&uuml;r die so Spezialisierten, wenn sich der Arbeitsmarkt wandelt oder die Nachfrage nach einer speziellen Ausbildung ges&auml;ttigt ist?<\/p>\n<p>Eine akademische Ausbildung sollte dazu bef&auml;higen, eine breitere Palette an T&auml;tigkeiten und Fertigkeiten abzudecken. Ich habe nichts dagegen, wenn bei einem Master-Studiengang oder anderen weiterf&uuml;hrenden Studieng&auml;ngen auf Spezialisierung gesetzt wird. Nur sollte das nicht schon beim Bachelor losgehen, der ja nach Definition ein grundst&auml;ndiger Studiengang ist.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Was ist der Bachelor wert?<\/strong>\n<p>Bachelor-Absolventen m&ouml;gen hochspezialisiert sein. Vielleicht gehen ihnen aber andere Talente ab, die die Arbeitgeber an Diplom- oder Magister-Absolventen zu sch&auml;tzen gelernt haben: Also die F&auml;higkeit, &uuml;ber den Tellerrand zu schauen, zu improvisieren, aus einem breiten Wissensschatz zu sch&ouml;pfen, flexibel auf Ver&auml;nderungen zu reagieren &ndash; eben all das, was eine umfassende akademische Ausbildung mit sich bringen sollte.<\/p>\n<p>Eine <a href=\"http:\/\/www.dihk.de\/presse\/meldungen\/2015-04-23-schweitzer-bachelor\">DIHK-Umfrage von anfangs dieses Jahres<\/a>,  ob die Erwartungen der Unternehmen an die Bachelor-Absolventen erf&uuml;llt werden, kam zum Ergebnis, dass dies in den letzten vier Jahren immer weniger der Fall ist. <strong>Waren 2011 noch 63 Prozent der Unternehmen zufrieden, sind es heute nur noch 47 Prozent<\/strong>. Ein Unterschied von 16 Prozentpunkten!<\/p>\n<p>Machen die Studenten weiter bis zum Master-Abschluss &ndash; das sind immerhin zwei Drittel der Studierenden an Unis &ndash; stellt sich die Sache schon etwas anders dar. 78 Prozent der Unternehmen seinen mit ihnen zufrieden, 2011 waren es nur 65 Prozent. Der Masterabschluss k&auml;me der Wirtschaft zugute und schaffe auf jeden Fall bessere Chancen, so der DIHK-Pr&auml;sident. &bdquo;Nur 15 Prozent der Betriebe sagen, dass die Bachelor-Absolventen gut auf den Arbeitsmarkt vorbereitet sind.&ldquo;<\/p>\n<p>Diese Klage, dass Studierende und Sch&uuml;ler nicht auf den Beruf vorbereitet sind, gibt es, seit es ein Bildungssystem gibt. Es war doch gerade die Wirtschaft, die auf die Verk&uuml;rzung der Bildungsg&auml;nge, also Abitur nach acht Jahren (G 8), Bachelor nach 6 Semester, arbeitsmarktorientiert Differenzierung von Studieng&auml;ngen etc. gedr&auml;ngt hat. Das Idealbild war doch ein Absolvent Anfang 20, der so viel Wissen mitbringen wie ein Diplom- oder Magisterabsolvent, dazu internationale Erfahrung und eine gro&szlig;e Pers&ouml;nlichkeit mit m&ouml;glichst abgeschlossener Familienphase. <\/p>\n<p>Der Unterschiedliche Wertsch&auml;tzung l&auml;sst sich am einfachsten am Lohn ablesen:<br>\n&bdquo;Ungef&auml;hr gleich&ldquo; ist das Einkommen von Bachelor- und Master-Absolventen blo&szlig; in der H&auml;lfte der F&auml;lle (53,3 Prozent). 16 Prozent der Befragten zahlen bis zu f&uuml;nf Prozent mehr, 21 Prozent zwischen zehn und 15 Prozent mehr und 9,1 Prozent lassen sich den Master zwischen 15 und 20 Prozent mehr kosten.<br>\nAndere Studien kommen auf viel gr&ouml;&szlig;ere Unterschiede. <\/p>\n<p>Siehe Ralf Wurzbacher,  <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Karriere\/art-1826-bachelor-hui-oder-pfui.php\">Widerspr&uuml;chliche Studien zum Bachelor<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 31. August brachte die ARD in der Sendereihe &bdquo;Die Story im Ersten&ldquo; ein &ndash; wie ich finde &ndash; gut gemachte und informative Sendung &uuml;ber die fehlende Chancengleichheit speziell in der Hochschulbildung, produziert vom Saarl&auml;ndischen Rundfunk. (Hier in <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Reportage-Dokumentation\/Die-Story-im-Ersten-Die-Illusion-der-Ch\/Das-Erste\/Video?documentId=30334000&amp;bcastId=799280\">der Mediathek<\/a>)<br \/> Fernsehen muss Informationen &uuml;ber Bilder vermitteln und das geht am besten &uuml;ber Personalisierung der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27455\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[206,17,123],"tags":[320,521,408],"class_list":["post-27455","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-chancengerechtigkeit","category-hochschulen-und-wissenschaft","category-kampagnentarnworteneusprech","tag-bolognaprozess","tag-hochschulzugang","tag-soziale-herkunft"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27455"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27455\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27464,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27455\/revisions\/27464"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}