{"id":27457,"date":"2015-09-07T09:11:44","date_gmt":"2015-09-07T07:11:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457"},"modified":"2015-09-07T10:57:47","modified_gmt":"2015-09-07T08:57:47","slug":"hinweise-des-tages-2453","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AM\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h01\">Solidarit&auml;t und Hilfe f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge erfordern ein grunds&auml;tzliches Umdenken!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h02\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h03\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h04\">Die Demokratisierung der Eurozone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h05\">The Top Tail of the Wealth Distribution in Germany, France, Spain, and Greece<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h06\">Bericht des Weltwirtschaftsforums: Soziale Ungleichheit l&auml;hmt Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h07\">Warum Skandinavien sozialer ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h08\">Kritik an &Ouml;PP auf der attac-Sommerakademie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h09\">Gro&szlig;britannien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h10\">Deutsche Offiziere sollen direkt an US-T&ouml;tungsmissionen in Afghanistan beteiligt gewesen sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h11\">Der Ruf nach F&uuml;hrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h12\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h13\">Das Ende der Deutungshoheit &ndash; Die Vierte Gewalt und die neue Macht der Vielen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h14\">Die Verteilung des Querfront-Etiketts l&auml;uft erkennbar an &ndash; ein Erfolg der sogenannten Studie der Otto Brenner Stiftung.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457#h15\">Das Versagen der JUNGEN WELT &ndash; Aufforderung zu einem offenen Gespr&auml;ch<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27457&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Solidarit&auml;t und Hilfe f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge erfordern ein grunds&auml;tzliches Umdenken!<\/strong><br>\nPositionspapier der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch<br>\nDie aktuelle Zahl der Flu&#776;chtlinge ist weltweit mit knapp 60 Millionen so hoch wie seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Die meisten von ihnen sind in ihren Heimatla&#776;ndern oder innerhalb von Krisenregionen auf der Flucht. Nach Deutschland kamen bis Ende August u&#776;ber 400.000 Flu&#776;chtlinge, doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2014. Westliche Staaten unter der Fu&#776;hrung der USA haben ganze Regionen destabilisiert, indem sie unter anderem Terrororganisationen mo&#776;glich gemacht und instrumentalisiert haben. Mo&#776;rderbanden, wie z.B. der Islamische Staat (IS), wurden indirekt unterstu&#776;tzt und auch von mit Deutschland verbu&#776;ndeten La&#776;ndern ungehindert mit Geld und Waffen beliefert. Millionen Menschen wurden so brutalen Kriegen und Bu&#776;rgerkriegen ausgesetzt. Aus Syrien, aber auch aus anderen Kriegs- und Krisengebieten werden viele weitere Flu&#776;chtlinge erwartet. Um die Situation der Menschen in den Herkunftsla&#776;ndern zu verbessern und Fluchtursachen zu beseitigen, ist eine Kurswende in der herrschenden Politik notwendig. Bundesregierungen unter Beteiligung von CDU\/CSU, SPD, FDP und GRU&#776;NEN haben sich an Interventionskriegen und Regime- Change-Politik direkt beteiligt oder sie indirekt unterstu&#776;tzt. Waffenexporte wurden und werden ausgeweitet. Zusa&#776;tzlich wird aus Profitgier durch Freihandelsabkommen, unfaire Wirtschafts- und Handelsbeziehungen und subventionierte Nahrungsmittelexporte die Herausbildung tragfa&#776;higer wirtschaftlicher Strukturen in den betroffenen La&#776;ndern unterbunden. Diese unverantwortliche Politik muss sofort beendet werden.<br>\nKlar ist: Mit der Integration von Hundertausenden von Flu&#776;chtlingen stehen der deutsche Staat und die Zivilgesellschaft vor einer gro&szlig;en Herausforderung, die es zu meistern gilt. Doch bislang entzieht sich der Bund seiner Verantwortung und bu&#776;rdet die Aufgabe und die Kosten der Flu&#776;chtlingsaufnahme und Unterbringung vor allem den La&#776;ndern und Kommunen auf. Dies und eine vo&#776;llig unzureichende Planung haben mit zu inakzeptablen Notunterbringungen gefu&#776;hrt, die eines reichen Landes unwu&#776;rdig sind. Die U&#776;berforderung einzelner Sta&#776;dte und Kommunen bildet auch einen Na&#776;hrboden fu&#776;r gefa&#776;hrlich erstarkte rassistische Proteste und U&#776;bergriffe gegen Flu&#776;chtlingsheime sowie ablehnende Haltungen in Teilen der Bevo&#776;lkerung. Die Bundesregierung hat versagt. Vor allem dem Engagement vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, Kommunalpolitikerinnen und -politiker ist es zu danken, dass es bislang nicht zu noch gro&#776;&szlig;eren Katastrophen gekommen ist. Die gro&szlig;e Offenheit und Hilfsbereitschaft in der Bevo&#776;lkerung du&#776;rfen nicht dadurch gefa&#776;hrdet werden, dass &sbquo;gute&lsquo; gegen &sbquo;schlechte&lsquo; Flu&#776;chtlinge ausgespielt werden. Dem Gerede u&#776;ber einen angeblich verbreiteten Asylmissbrauch muss sofort Einhalt geboten werden. Wir brauchen faire und schnelle Asylverfahren und wirksamen Schutz fu&#776;r alle, keine weiteren Gesetzesverscha&#776;rfungen. Europa darf nicht zur Festung ausgebaut werden. Das u&#776;berwa&#776;ltigend gro&szlig;e Engagement vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer bei der Flu&#776;chtlingsaufnahme mu&#776;ssen wir sta&#776;rken und mit guten staatlichen Aufnahmestrukturen vor Ort verbinden. Dies ist ohne weitere Belastung von 99 Prozent der Bevo&#776;lkerung durch ho&#776;here Steuern fu&#776;r Milliona&#776;re und gro&szlig;e Konzerne im Rahmen einer sozial gerechten Steuerreform oder kurzfristig durch Verwendung der Haushaltsu&#776;berschu&#776;sse finanzierbar. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/positionspapiere\/solidarita-t-hilfe-fu-r-flu-chtlinge-erfordern-grundsa-tzliches-umdenken\/\">Die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><strong>passend dazu: &ldquo;Eigentlich m&uuml;ssten die Europ&auml;er die USA in die Pflicht nehmen&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r den Nahostexperten Michael L&uuml;ders steht fest: Vor allem die USA sind verantwortlich f&uuml;r die Krisen in der Region. Die Fl&uuml;chtlingsbewegung sei die Quittung f&uuml;r die dortige Interventionspolitik. Washington habe keinen klaren Plan &ndash; und dem folgten Berlin und Br&uuml;ssel. Vor allem mit Blick auf &Auml;gypten k&ouml;nne das weitere Folgen haben. (&hellip;)<br>\nL&uuml;ders: Die Problematik der deutschen Politik besteht darin, dass sie gegen&uuml;ber den L&auml;ndern des Nahen und Mittleren Ostens wie auch die &uuml;brige Europ&auml;ische Union keine eigene Linie verfolgt. Im Wesentlichen ist die deutsche Politik eine Befolgung amerikanischer Ideen oder auch Vorgaben, und man setzt diese um oder versucht sie, ebenfalls mit umzusetzen, mit zwei Ausnahmen: Deutschland hat sich nicht beteiligt am Krieg 2003 gegen Saddam Hussein, und Deutschland hat sich nicht beteiligt an dem Sturz von Gaddafi. Aber dar&uuml;ber hinaus teilt man diese Politik und hat nicht das R&uuml;ckgrat, eine falsche Politik zu korrigieren. Aktuelles Beispiel: Die Entscheidung der t&uuml;rkischen Regierung, gegen die Kurden Krieg zu f&uuml;hren, die wichtigste Gruppierung, die Krieg f&uuml;hrt gegen den Islamischen Staat. Eigentlich m&uuml;ssten die NATO, die Europ&auml;ische Union, die Regierung in Berlin die t&uuml;rkische Regierung in die Pflicht nehmen, ihr sagen, eure Politik ist wahnsinnig, dass ihr die Kurden bek&auml;mpft. Ihr m&uuml;sst sie im Gegenteil unterst&uuml;tzen. Das macht man aber nicht. Es gibt keinen einzigen Politiker der Bundesregierung, der die T&uuml;rkei hier &ouml;ffentlich kritisieren w&uuml;rde. Das ist ein falsches, ein r&uuml;ckgratloses Verhalten, und daf&uuml;r bezahlen wir einen hohen Preis, eben auch in Form der Fl&uuml;chtlingsbewegung. Und was in Gottes Namen reitet die Bundesregierung, in &Auml;gypten die Polizei auszubilden, auf dass sie die Demonstrationen, die k&uuml;nftig folgen werden in &Auml;gypten und mehr und mehr zunehmen werden, niederschlagen k&ouml;nnen? &Auml;gypten ist ein Land mit 90 Millionen Einwohnern. Wenn dieses nun auch ins Rutschen ger&auml;t, und danach sieht es aus, und von 90 Millionen auch nur zehnt Prozent, also neun Millionen auf die Idee kommen, &uuml;ber Libyen nach Europa zu fliehen, wohin soll das f&uuml;hren? Es ist h&ouml;chste Zeit, die Politik zu &uuml;berdenken, aber das geschieht nicht. Wir haben zu wenig Akteure, die nach vorne blicken und auch nur bereit sind, die Probleme in der Region zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlingskrise-eigentlich-muessten-die-europaeer-die-usa.694.de.html?dram:article_id=330225%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Am Telefon Karin Leukefeld mit Ken Jebsen &uuml;ber: Fl&uuml;chtlinge aus Syrien. Ramstein tr&auml;gt Mitschuld.<\/strong><br>\nEuropa wird aktuell von Fl&uuml;chtlingen aus dem Orient &uuml;berrannt und wei&szlig; nicht, wie es die hier eintreffenden Menschenmassen unterbringen oder auf die Schnelle integrieren soll. Besonders Deutschland ist bei den Fl&uuml;chtenden beliebt, und daf&uuml;r gibt es mehre Gr&uuml;nde. Es trat im Mittleren Osten nur selten als Kolonialmacht auf und es ist in Europa eines der reichsten L&auml;nder, das immer wieder den Kulturaustausch und Know-How-Transfer mit dem Ausland suchte. Zum Beispiel mit Syrien.<br>\nSyrien versteht sich als Land mit Mittelmeerk&uuml;ste als Nachbar Europas. Deutsch-Syrische Familien gibt es sowohl dort als auch in Deutschland zu hauf. Viele Syrer haben in Deutschland studiert, Maschinenbau oder Medizin. Aber in Deutschland steht eben auch Ramstein. Die wichtigste US-Milit&auml;rbasis au&szlig;erhalb der USA. Von hier aus werden die s&auml;mtliche Killerdrohnen, die &uuml;ber dem arabischen Gro&szlig;raum kreisen, koordiniert. Ohne das deutsche Ramstein w&auml;re der Drohnenterror nicht m&ouml;glich, und dieser Terror muss als Hauptursache f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me nach Europa benannt werden. KenFM sprach mit Auslandskorrespondentin Karin Leukefeld, die sich seit Wochen in Damaskus und Umgebung aufh&auml;lt. Wir erfahren, was es f&uuml;r das Land bedeutet, wenn seine Bildungschicht nach Europa flieht und wie es sich lebt in einem Land, das bis heute permanent von Killerkommandos im Auftrag der NATO heimgesucht wird. F&uuml;r Leukefeld steht fest: Wer die Fl&uuml;chtlingslawine stoppen will, kommt an Ramstein nicht vorbei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=90XHcrDOQc8\">KenFM<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> 18 Minuten. Lohnt sich. Aktuell, ganz nah und informativ.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Refugees Welcome!?<\/strong><br>\nDie &raquo;Fl&uuml;chtlingskrise&laquo; ist inzwischen nicht mehr wegzureden: Rund 310.000 Fl&uuml;chtlinge sind nach Angaben des UN-Fl&uuml;chtlingshilfswerks UNHCR seit Jahresbeginn &uuml;ber das Mittelmeer nach Europa geflohen. Bislang haben mehr als 2.500 Menschen 2015 auf der &Uuml;berfahrt ihr Leben verloren. Die Bilder des toten syrischen Fl&uuml;chtlingsjungen am Strand der t&uuml;rkischen Stadt Bodrum haben zudem viele Menschen aufger&uuml;ttelt.<br>\nAuch auf anderen Routen str&ouml;men Schutzsuchende massiv nach Europa. Die EU ist mit diesem Andrang politisch und organisatorisch v&ouml;llig &uuml;berfordert. Im ersten Quartal nahm Deutschland rund 40% der Gesamtzahl der erstmaligen AsylbewerberInnen auf, was zum damaligen Zeitpunkt 73.100 Menschen entsprach. Die absoluten Zahlen liegen im dritten Jahresquartal zwar deutlich h&ouml;her, die Relationen d&uuml;rften aber &auml;hnlich geblieben sein.<br>\nUngarn ebenfalls geh&ouml;rt zu den L&auml;ndern in Europa, die im ersten Quartal mit 18% aller Asylsuchenden einen hohen Anteil an Fl&uuml;chtlingen aufnahmen. In Frankreich, Gro&szlig;britannien und Italien &ndash; zusammen mit Deutschland die wichtigsten Volkswirtschaften in Europa &ndash; waren es deutlich weniger. Das Vereinigte K&ouml;nigreich hatte im ersten Quartal nur 4% aller Fl&uuml;chtlinge aufgenommen. Das waren 114 Fl&uuml;chtlinge pro eine Million Einwohner. Zum Vergleich: In Ungarn waren es 3.322, in Deutschland 905.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/refugees-welcome\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Moralischer Angriff auf Europa<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei hat zwei Millionen Fl&uuml;chtlinge aufgenommen. Deutlich mehr als die EU, sagt Pr&auml;sidenten Erdogan &ndash; und greift Europa hart an. Dort fehle es an Mitgef&uuml;hl. Die EU-Staaten h&auml;tten die ertrunkenen Fl&uuml;chtlinge auf dem Gewissen.<br>\nMit harschen Worten hat Recep Tayyip Erdogan die Fl&uuml;chtlingspolitik Europas gegei&szlig;elt: &ldquo;Ich stelle mit Bedauern fest, dass der Westen nicht in n&ouml;tigem Ma&szlig; Mitgef&uuml;hl f&uuml;r diese Menschen aufbringt&rdquo;, sagte der t&uuml;rkische Pr&auml;sident.<br>\nAusl&ouml;ser war das Foto des ertrunkenen Jungen Aylan Kurdi. Der Dreij&auml;hrige war am Mittwoch tot an einem Strand nahe dem Ferienzentrum Bodrum gefunden worden. &ldquo;Es ist nicht nur der Fl&uuml;chtling, der im Mittelmeer ertrinkt, sondern die Menschlichkeit.&rdquo; (&hellip;)<br>\n&ldquo;Wissen sie, wie viele Fl&uuml;chtlinge die EU-Staaten, die &uuml;ber weit mehr Mittel als die T&uuml;rkei verf&uuml;gen, bislang aufgenommen haben? Circa 200.000. Wir beherbergen mehr als zwei Millionen Fl&uuml;chtlinge&rdquo;, sagte Erdogan.<br>\nWenn die Zahlen von Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re stimmen, werden allein in diesem Jahr gut 800.000 Fl&uuml;chtlinge und Asylsuchende nach Deutschland kommen. Viele stammen vom Westbalkan. Pr&auml;sident Erdogans Augenmerk richtet sich aber im Wesentlichen auf L&auml;nder im Nahen Osten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/tuerkei-fluechtlinge-105.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Gewiss kann der t&uuml;rkische Pr&auml;sident wegen seiner (konservativ-religi&ouml;sen) Politik kritisiert werden.<\/em><br>\n<em>Es sollte jedoch den politisch Verantwortlichen in Deutschland und der EU peinlich zumute werden bzw. sie sollten sich zum Nachdenken angeregt f&uuml;hlen, wenn Herr Erdogan diese Zahlenvergleiche anstellt. Die &ouml;konomisch l&auml;ngst nicht so gut dastehende T&uuml;rkei nimmt viel mehr Fl&uuml;chtlinge auf als wir, obwohl die Bundeskanzlerin betont hatte: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/generaldebatte-im-bundestag-merkel-deutschland-geht-es-so-gut-wie-nie-zuvor\/4584808.html\">Deutschland geht es so gut wie nie zuvor<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ein massiver Umbau der Gesellschaft&rdquo;<\/strong><br>\nArbeitsmarkt, Wohnungsmarkt, Sozialsysteme &ndash; 800.000 Fl&uuml;chtlinge allein in diesem Jahr stellen Politik und Gesellschaft in Deutschland vor Herausforderungen. Im Gespr&auml;ch mit tagesschau.de erkl&auml;rt Sozialwissenschaftler Meinhard Miegel, welche Ver&auml;nderungen auf uns zukommen.<br>\ntagesschau.de: Das Innenministerium rechnet in diesem Jahr mit 800.000 Fl&uuml;chtlingen. Ist Deutschland damit ge- oder &uuml;berfordert?<br>\nMeinhard Miegel: Deutschland ist ein starkes und reiches Land. Das hei&szlig;t aber nicht, dass man in unbegrenzter Zahl Menschen aufnehmen kann. Aller Voraussicht nach wird es im kommenden Jahr und im Jahr darauf bei Zahlen in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung bleiben, und dann sprechen wir von 2,5 Millionen Menschen innerhalb von drei Jahren.<br>\ntagesschau.de: Welche gesellschaftlichen Auswirkungen wird der Zuzug so vieler Menschen haben?<br>\nMiegel: Wir bekommen ver&auml;nderte Strukturen &ndash; auf dem Arbeitsmarkt, auf dem Wohnungsmarkt. Auch wenn das schwer vergleichbar ist: Nach dem Zweiten Weltkrieg str&ouml;mten zw&ouml;lf Millionen Menschen in ein kriegszerst&ouml;rtes Land. Da wurden gro&szlig;e Anstrengungen unternommen, um diese Menschen aufzunehmen und zu integrieren. Was es damals leichter machte, war die Tatsache, dass die zugewanderten Menschen denselben kulturellen Hintergrund hatten und vor allem dieselbe Sprache sprachen. M&ouml;glich ist eine solche Anstrengung aber auch jetzt. Sie bringt aber auf jeden Fall eine finanzielle Belastung und dann auch eine massiven Umbau der Gesellschaft mit sich. Ob es im Zuge des Prozesses eher zu Verwerfungen oder Fortschritten kommt, l&auml;sst sich kaum vorhersagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fluechtlingspolitik-miegel-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das war leider zu erwarten. Nun nutzen neoliberale Lobbyisten der Finanz- und Versicherungswirtschaft, wie Meinhard Miegel, die Fl&uuml;chtlingssituation zur erneuten Meinungsmache in eigener Sache. Das ist sch&auml;big.<\/em><\/p>\n<p><em>zu den inhaltlichen Punkten siehe auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27425\">Demographischer Wandel, die Rente und Fachkr&auml;ftemangel &ndash; wie Fl&uuml;chtlinge instrumentalisiert werden<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Berlin plant Waffeneinsatz gegen Schlepper<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will sich im Rahmen des EU-Milit&auml;reinsatzes im Mittelmeer mit zwei Kriegsschiffen an der Jagd auf Schleuser beteiligen. Daf&uuml;r ben&ouml;tigt sie ein Mandat des Bundestags. Ziel ist es, die Schiffe der Menschenh&auml;ndler aufzubringen.<br>\nDie Bundesregierung will sich im Rahmen der EU-Mission im Mittelmeer mit zwei Kriegsschiffen an der Jagd auf Schleuser beteiligen und sucht daf&uuml;r ein Mandat des Bundestages. Der Staatssekret&auml;r im Ausw&auml;rtigen Amt, Markus Ederer, habe am Abend die Bundestagsfraktionen &uuml;ber den Plan informiert, berichtet die ARD. Da bei dem Einsatz gegen Schlepper auch der Gebrauch von Schusswaffen erlaubt sei, sei die Zustimmung des Bundestages notwendig. Der Bundestag solle am 24. September &uuml;ber das Mandat beraten und Anfang Oktober dar&uuml;ber abstimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Berlin-plant-Waffeneinsatz-gegen-Schlepper-article15870051.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Und wieder einmal steht der Schutz vor den Fl&uuml;chtlingen und nicht der Schutz der Fl&uuml;chtlinge im Mittelpunkt der EU-Politik. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Heuchlerische Aufregung &uuml;ber Schlepper<\/strong><br>\nDie perfektionierte Abschottung an den EU-Au&szlig;engrenzen f&uuml;hren zu immer riskanteren Fluchtrouten. Die Illegalisierung der Flucht f&uuml;hrt zur Illegalisierung der Fluchthilfe und schafft den &bdquo;Markt f&uuml;r Schlepper&ldquo;.<br>\nIm Jahr 1990, dem Jahr des gro&szlig;en Umbruchs in Osteuropa, erschien der fiktive Film &bdquo;Der Marsch&ldquo; nach dem Buch von William Nicholson. Das Drama erz&auml;hlt die Geschichte von Tausenden Menschen aus Afrika, die sich auf Booten nach Europa aufmachen. Was damals als apokalyptische Fiktion erschien, ist inzwischen von der Realit&auml;t &uuml;berholt worden. Viele Menschen hatten vor 25 Jahren die Hoffnung, das Ende des Kalten Krieges und der atomaren Bedrohung w&uuml;rde den Weg f&uuml;r eine Welt freimachen, die sich den wirklichen Menschheitsproblemen stellt, dem Hunger, der Unterentwicklung, der Arbeitslosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2015\/09\/03\/heuchlerische-aufregung-ueber-schlepper\/\">Migazin<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Verantwortung der Gl&auml;ubiger<\/strong><br>\nDie g&auml;ngige Antwort auf die Griechenland-Krise ist, Reformen von Griechenland zu fordern. Doch die Gl&auml;ubiger sind ma&szlig;geblich f&uuml;r die Krise mitverantwortlich, betont Suleika Reiners, Finanzmarktexpertin bei der Stiftung World Future Council. Sie beschreibt, warum Griechenlands Schulden illegitim sind &ndash; und was die EU tun muss, um aus der Euroraum-Krise herauszukommen.<br>\nEin Paket aus Schuldenerlass und Umschuldung sollte, neben einem Aufbauprogramm, selbstverst&auml;ndlich sein. Die 2015 gew&auml;hlte griechische Regierung hatte vorgeschlagen, die H&auml;lfte der insgesamt gut 300 Milliarden Euro Schulden zu streichen. Selbst wenn man Griechenlands 90 Milliarden Euro Schulden bei Deutschland komplett erl&auml;sst, hat Deutschland immer noch profitiert. Eine Studie zeigt: Deutschland hat durch die Euro-Krise &uuml;ber 100 Milliarden Euro gespart. Grund daf&uuml;r sind Zinsersparnisse durch die Flucht in deutsche Anleihen als &ldquo;sicherer Hafen&rdquo;. F&uuml;r einen Schuldenerlass beim IWF m&uuml;ssten allerdings auch Nicht-EU-L&auml;nder wie Japan, Brasilien oder anteilig gar afrikanische L&auml;nder aufkommen. Das geht geschickter:<br>\nSchulden streichen mit der EZB: Zentralbanken k&ouml;nnen technisch problemlos Schulden streichen, indem sie Staatsanleihen erwerben und dauerhaft in ihrer Bilanz verbuchen. M&ouml;glich ist das, weil Zentralbanken &ndash; in ihrer eigenen W&auml;hrung &ndash; Geld sch&ouml;pfen k&ouml;nnen. Es ist ein riesiger Vorteil, dass die griechischen Schulden in Euro sind. Einen Schritt in diese Richtung ist die EZB 2013 bereits in Irland gegangen. Sie stimmte zu, dass die irische Zentralbank f&auml;llige Kredite, die Irland f&uuml;r die Bankenrettung aufgenommen hatte, in g&uuml;nstigere Anleihen tauschte.<br>\nSchuldendienst an Wirtschaftsentwicklung koppeln: Internationale Wissenschaftler &ndash; darunter Charles Goodhart, Inge Kaul und Joseph Stiglitz &ndash; pl&auml;dieren daf&uuml;r, den Schuldendienst an die Wirtschaftsentwicklung zu binden: Erst, wenn das BIP sich erh&ouml;ht, fallen entsprechend Zinsen an. Erfreulicherweise hat dieser Vorschlag erste Bef&uuml;rworter in der deutschen Politik wie dem rot-rot-gr&uuml;nen Institut Solidarische Moderne gefunden. Wichtig dabei bleibt, soziale und wirtschaftliche Indikatoren zu ber&uuml;cksichtigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/sections\/finanzen-und-wirtschaft\/griechenland-krise-die-verantwortung-der-glaeubiger-317085\">EurActiv<\/a><\/li>\n<li><strong>Edmund Phelps Verleugnung der Austerit&auml;t in Griechenland: Ergebnis eines kapitalen Datenfehlers<\/strong><br>\nIn der Debatte um die Krise in Griechenland war weiten Teilen von Politik und Medien kein Klischee zu billig, um nicht bedient und keine Behauptung zu dumm und falsch, um nicht ge&auml;u&szlig;ert zu werden. Die &bdquo;faulen Griechen&ldquo; oder die &bdquo;Pleitegriechen&ldquo; sollten doch bitte endlich auch mal anfangen zu sparen, war immer wieder zu h&ouml;ren und zu lesen.<br>\nDabei wurde geflissentlich &uuml;bersehen, dass der griechische Staat seit sp&auml;testens 2010 innerhalb weniger Jahre eine brutale Austerit&auml;tspolitik hatte umsetzen m&uuml;ssen, mit Ausgabenk&uuml;rzungen und Einnahmenerh&ouml;hungen von &ndash; je nach Messung &ndash; mehr als 20 % des Bruttoinlandsproduktes. Dass hier ein enger Zusammenhang zu der katastrophalen Wirtschaftskrise in Griechenland besteht, sollte unmittelbar einsichtig sein.<br>\nMittlerweile Konsens: Austerit&auml;tspolitik hat wesentlich zur Rezession beigetragen<br>\nIWF-Chef&ouml;konom Olivier Blanchard hat schon vor einiger Zeit eingestanden, dass die Fiskal-Multiplikatoren, sprich die negativen Wirkungen der Austerit&auml;tspolitik, viel zu gering veranschlagt worden sind. Mittlerweile hat sich auch in der internationalen Fachdebatte die Einsicht durchgesetzt, dass die restriktive Finanzpolitik in den europ&auml;ischen Krisenstaaten und damit gerade auch in Griechenland wesentlich zur Schwere und Dauer der dort herrschenden Rezession beigetragen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/edmund-phelps-verleugnung-der-austeritaet-in-griechenland-ergebnis-eines-kapitalen-datenfehlers\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Demokratisierung der Eurozone<\/strong><br>\nWie Macbeth neigen politische Entscheidungstr&auml;ger dazu, neue S&uuml;nden zu begehen, um ihre alten Verfehlungen zu verschleiern. Und der Wert politischer Systeme bemisst sich daran, wie schnell sie den aufeinander folgenden, sich gegenseitig verst&auml;rkenden politischen Fehlern ihrer Amtstr&auml;ger ein Ende setzen. Gemessen an diesem Ma&szlig;stab hinkt die Eurozone, der 19 etablierte Demokratien angeh&ouml;ren, der gr&ouml;&szlig;ten undemokratischen Volkswirtschaft der Welt hinterher.<br>\nNach dem Einsetzen der Rezession im Anschluss an die weltweite Finanzkrise 2008, haben die politischen Entscheidungstr&auml;ger in China sieben Jahre damit zugebracht, die schwindende Nachfrage nach den Nettoexporten ihres Landes durch eine hausgemachte Investitionsblase zu ersetzen, die durch aggressiv betriebene Landverk&auml;ufe der Lokalregierungen aufgebl&auml;ht wurde. Und als in diesem Sommer der Tag der Abrechnung kam, gab die chinesische F&uuml;hrung 200 Milliarden US-Dollar an schwer verdienten Devisenreserven aus, um K&ouml;nig Knut zu spielen, der versucht die Flut eines Kursverfalls an den B&ouml;rsen aufzuhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/eurozone-democratic-deficit-by-yanis-varoufakis-2015-09\/german\">Yanis Varoufakis auf Project Syndicate<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The Top Tail of the Wealth Distribution in Germany, France, Spain, and Greece<\/strong><br>\nWe analyze the top tail of the wealth distribution in Germany, France, Spain, and Greece based on the Household Finance and Consumption Survey (HFCS). Since top wealth is likely to be underrepresented in household surveys we integrate the big fortunes from rich lists, estimate a Pareto distribution, and impute the missing rich. Instead of the Forbes list we mainly rely on national rich lists since they represent a broader base for the big fortunes.<br>\nAs a result, the top percentile share of household wealth in Germany jumps up from 24 percent in the HFCS alone to 33 percent after top wealth imputation. For France and Spain we find only a small effect of the imputation since rich households are better captured in the survey. The results for Greece are ambiguous since the data do not show clear concentration patterns.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.513263.de%20\">Stefan Bach, Andreas Thiemann, Aline Zucco in DIW Discussion Papers<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bericht des Weltwirtschaftsforums: Soziale Ungleichheit l&auml;hmt Deutschland<\/strong><br>\nWie gut gelingt es Staaten, eine nachhaltige Wirtschaftspolitik mit sozialer Gerechtigkeit zu vereinen? Deutschland landet in einer Studie des Weltwirtschaftsforums nur im Mittelfeld. Vor allem das Steuersystem schneidet schlecht ab.<br>\nDie Kluft zwischen Arm und Reich ist in Deutschland besonders gro&szlig;, gr&ouml;&szlig;er als irgendwo sonst in der Eurozone. Neue Berechnungen zeigen, dass sie sogar noch weitaus st&auml;rker ausgepr&auml;gt ist als bisher angenommen: Die reichsten f&uuml;nf Prozent besitzen mehr als die H&auml;lfte des gesamten Verm&ouml;gens, die &auml;rmsten 50 Prozent hingegen nur 2,5 Prozent. Kein Zweifel &ndash; Deutschland hat ein profundes Gerechtigkeitsproblem.<br>\nDie massive Ungleichheit ist aber nicht nur ein moralisches Problem, sondern auch ein &ouml;konomisches: In j&uuml;ngerer Zeit haben mehrere Studien auf einen engen Zusammenhang zwischen sozialer Gerechtigkeit und Wirtschaftswachstum hingewiesen. Die Industriel&auml;nderorganisation OECD etwa kam zu dem Ergebnis, dass Deutschland sein Bruttoinlandsprodukt deutlich steigern k&ouml;nnte, wenn es die Ungleichheit entschiedener bek&auml;mpfen w&uuml;rde.<br>\nEine umfassende Vergleichsstudie belegt nun erneut Handlungsbedarf in Deutschland. Das Weltwirtschaftsforum hat 112 Staaten in Bezug darauf untersucht, wie sie Wirtschaftswachstum f&ouml;rdern und gleichzeitig daf&uuml;r sorgen, dass der Wohlstand gerecht in der Bev&ouml;lkerung verteilt wird. Ergebnis ist der erste Bericht zu Wachstum und gerechter Verteilung, der k&uuml;nftig regelm&auml;&szlig;ig erstellt werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/soziale-gerechtigkeit-und-wachstum-deutschland-mittelmaessig-a-1051414.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum Skandinavien sozialer ist<\/strong><br>\nDie skandinavischen Gesellschaften liegen bei der Chancengleichheit weit vorn. Eine aktuelle Analyse zeigt: Das ist das Ergebnis politischer Anstrengungen, vor allem in den Bereichen Bildung und Geschlechtergleichstellung.<br>\nMit den &bdquo;Three Worlds of Welfare Capitalism&ldquo; hat der Politikwissenschaftler G&oslash;sta Esping-Andersen, der an der Universit&auml;t Pompeu Fabra in Barcelona lehrt, Anfang der 1990er-Jahre einen viel zitierten Beitrag zur Sozialstaatsforschung geleistet. Der Angelpunkt dieses Beitrags ist die Unterscheidung zwischen dem liberal-angels&auml;chsischen, dem konservativ-kontinentaleurop&auml;ischen und dem sozialdemokratisch-skandinavischen Regime. Um seine Thesen vom Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Regimetyp weiter zu untermauern, hat Esping-Andersen nun neue Auswertungen vorgelegt. Seine Analyse zeigt, dass der egalit&auml;re Charakter der nordischen L&auml;nder auf politische Reformen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist.<br>\nDass der Norden Europas bei der sozialen Gerechtigkeit relativ gut dasteht, sei ziemlich unstrittig, so der Forscher. Nach seinen Berechnungen ist die soziale Mobilit&auml;t in den USA, Gro&szlig;britannien oder Frankreich deutlich geringer. Der Zusammenhang zwischen dem eigenen und dem fr&uuml;heren Einkommen der Eltern ist in diesen L&auml;ndern dreimal so gro&szlig; wie in D&auml;nemark. Fraglich erscheine dabei, was die Ursache f&uuml;r die Besonderheiten des skandinavischen Modells ist: Sind nordeurop&auml;ische Gesellschaften traditionell st&auml;rker egalit&auml;r orientiert und leisten sich daher einen gro&szlig;z&uuml;gigeren Sozialstaat? Oder hat der Sozialstaat die nordeurop&auml;ischen Gesellschaften egalit&auml;rer gemacht?<br>\nEsping-Andersen h&auml;lt Letzteres f&uuml;r zutreffend und verweist auf die historische Entwicklung. Die nordischen L&auml;nder h&auml;tten ihre Ausnahmestellung erst nach den wohlfahrtsstaatlichen Reformen der 1960er-Jahre erlangt. Dass S&ouml;hne von ungelernten V&auml;tern einen h&ouml;heren Schulabschluss machen, war Daten der OECD zufolge bei in den 1940er-Jahren geborenen D&auml;nen und Norwegern nur geringf&uuml;gig wahrscheinlicher als anderswo. In Schweden war der Effekt der sozialen Herkunft &auml;hnlich stark ausgepr&auml;gt wie in Deutschland und st&auml;rker als in Gro&szlig;britannien oder den USA. Erst bei den 1955 bis 1964 geborenen Skandinaviern und besonders bei den Jahrg&auml;ngen ab 1970 sei eine Egalisierung festzustellen. In Deutschland, den USA oder Gro&szlig;britannien habe es dagegen keinen vergleichbaren Trend gegeben. Mittlerweile h&auml;tten Schweden aus bildungsfernen Familien eine dreimal, D&auml;nen eine viermal so gro&szlig;e Chance auf h&ouml;here Bildung wie Deutsche oder Amerikaner. Die Wahrscheinlichkeit, als Sohn eines Ungelernten sp&auml;ter im unteren F&uuml;nftel der Einkommenspyramide zu landen, war laut der Gemeinschaftsstatistik &uuml;ber Einkommen und Lebensbedingungen f&uuml;r die Jahrg&auml;nge 1945 bis 1957 in allen L&auml;ndern &auml;hnlich. F&uuml;r 1968 bis 1977 geborene Skandinavier sei ein signifikanter R&uuml;ckgang festzustellen, w&auml;hrend es in Frankreich, Italien oder Spanien keine messbare &Auml;nderung gegeben habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/54153_54160.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kritik an &Ouml;PP auf der attac-Sommerakademie<\/strong><br>\nVom 5. bis 9. August 2015 fand in Marburg die attac-Sommerakademie statt. In zwei Workshops hat GiB dort zum Thema &Ouml;PP aufgekl&auml;rt und insbesondere die Ergebnisse der Fratzscher-Kommission vorgestellt. Referiert haben Arno Behlau, Gerlinde Schermer sowie Dr. Sabine Reiner.  (&hellip;)<br>\nWorkshop &bdquo;PPP\/&Ouml;PP &ndash; Infrastruktur in Deutschland&ldquo;<br>\nIn Workshop ging es darum, wie Deutschlands Infrastruktur an Banken und Versicherungen verkauft werden soll und wie dazu die Antwort der Gewerkschaften lautet. Dass es bei den Kommunen hinten und vorne an Mitteln f&uuml;r Infrastrukturausgaben und gesellschaftlich notwendige Dienstleistungen fehlt, hat sich auch bis zum Wirtschaftsminister herumgesprochen. Er setzte daraufhin eine Kommission &bdquo;zur St&auml;rkung von Investitionen in Deutschland&ldquo;, die sog. &bdquo;Fratzscher-Kommission&ldquo;, ein, die im April ihren Bericht vorgelegt hat: Noch mehr private Investoren sollen via PPP ins Boot geholt werden und Nutzerfinanzierung gilt als Patentrezept. Es geht also um lukrative Anlagem&ouml;glichkeiten f&uuml;r die Finanzbranche, aber B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zahlen immer drauf. Die ebenfalls in der Kommission vertretenen Gewerkschaften sehen das anders und haben ihre Meinung in einem Sondervotum formuliert. Diskutiert wurden die Streitpunkte in der Kommission sowie die Vorschl&auml;ge der Mehrheit und das Sondervotum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/kritik-an-oepp-auf-der-attac-sommerakademie\/%20\">GIB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Das Ph&auml;nomen<\/strong><br>\nJeremy Corban inszeniert sich nie. Und bis vor Kurzem galt der Linke eher als ein Au&szlig;enseiter in seiner Labour-Partei. Jetzt ist er aber der hei&szlig;e Favorit f&uuml;r ihren Vorsitz&hellip;<br>\nSeit 32 Jahren sitzt der 66-J&auml;hrige f&uuml;r Labour im Parlament und geh&ouml;rt seit jeher zum sehr linken Fl&uuml;gel. Von der Neuerfindung der Partei unter Tony Blair als &ldquo;New Labour&rdquo; hielt er ziemlich genau nichts, was er gern und oft zum Ausdruck brachte. F&uuml;r Fraktionszw&auml;nge hat er sich nie interessiert, wenn er anderer Meinung als die Parteispitze war, dann stimmte er auch so ab&hellip;.<br>\nEs ist wenig verwunderlich, dass er mit dieser Haltung nie f&uuml;r ein wichtiges politisches Amt infrage kam. Bis zu diesem Fr&uuml;hjahr hatte au&szlig;er politischen Insidern kaum jemand von Jeremy Corbyn geh&ouml;rt. Dass er Parteivorsitzender werden k&ouml;nnte, galt als ungef&auml;hr so wahrscheinlich wie ein WM-Sieg der englischen Fu&szlig;baller. Die Wettanbieter boten eine Quote von 900 zu 1.<br>\nDas hat sich in den vergangenen drei Monaten drastisch ge&auml;ndert. Corbyn ist mittlerweile klarer Favorit auf den Parteivorsitz. Der neue Labour-Chef wird in einer Urwahl bestimmt, am n&auml;chsten Samstag wird das Ergebnis auf einem Sonderparteitag bekanntgegeben. Die Umfrage-Institute sind einig, dass Corbyn mit gro&szlig;em Abstand vorne liegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/grossbritannien-das-phaenomen-1.2634595\"> Christian Zaschke in der SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Jeremy Corbyn: Ein Hauch von britischer Revolutionsromantik<\/strong><br>\nUnter Jeremy Corbyn wird die britische Labour Party scharf nach links r&uuml;cken. Der Staat kehrt als wirtschaftspolitischer Akteur zur&uuml;ck. &bdquo;Der Sparkurs ist eine politische Entscheidung, keine &ouml;konomische Notwendigkeit&ldquo;, sagt Corbyn.<br>\nDas Lied von der &bdquo;Red Flag&ldquo; ist die Hymne der britischen Labour Party. Das Absingen der alten Kampfmelodie (&bdquo;Auch wenn Feiglinge zur&uuml;ckweichen und Verr&auml;ter spotten\/Wir lassen die rote Fahne hier wehen&ldquo;) zum Ende eines Parteitags geh&ouml;rt zu den Ritualen der Bewegung. In der New-Labour-&Auml;ra unter Tony Blair wirkte es oft nur mehr wie ein Lippenbekenntnis &ndash; im wahrsten Sinn des Wortes.<br>\nDoch das wird sich nun &auml;ndern: Die Wahl des Altlinken Jeremy Corbyn zum neuen Parteichef am 12. September gilt als so gut wie sicher. Und wie der &bdquo;Independent&ldquo; von einer Wahlveranstaltung mit sichtlicher Verwunderung berichtete, &bdquo;scheint Corbyn im Gegensatz zu anderen Labour-Vertretern der j&uuml;ngeren Vergangenheit den gesamten Text des Liedes zu kennen&ldquo;.<br>\nDas ist nicht der einzige Unterschied zwischen Corbyn und den Modernisierern von New Labour, aber er ist symptomatisch. Der 66-j&auml;hrige Abgeordnete aus London will die Partei scharf nach links r&uuml;cken. Sein Wirtschaftsprogramm erteilt dem Spar- und Sanierungskurs (Austerity) des konservativen Schatzkanzlers, George Osborne, eine klare Abfuhr: &bdquo;Der Sparkurs ist eine politische Entscheidung, keine &ouml;konomische Notwendigkeit&ldquo;, sagt er.<br>\nIm Mittelpunkt des &bdquo;Corbynomics&ldquo; getauften Wirtschaftsprogramms steht wieder Sozialpolitik: &bdquo;Wir werden immer f&uuml;r die Leistungen der &ouml;ffentlichen Hand und die Unterst&uuml;tzung der &Auml;rmsten eintreten.&ldquo; Corbyn formuliert bewusst einen Kontrapunkt zu Osbornes drastischen K&uuml;rzungen, mit denen dieser nicht nur den Haushalt sanieren, sondern auch den Staat zur&uuml;ckschrauben will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/politik\/aussenpolitik\/4814435\/Jeremy-Corbyn_Ein-Hauch-von-britischer-Revolutionsromantik?_vl_backlink=\/home\/politik\/index.do\">Die Presse.com<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutsche Offiziere sollen direkt an US-T&ouml;tungsmissionen in Afghanistan beteiligt gewesen sein<\/strong><br>\nNach der New York Times waren schwedische und deutsche Offiziere aktiv in Entscheidungsprozesse von gezielten T&ouml;tungen eingebunden<br>\nDie New York Times berichtet, dass an den meist mit bewaffneten Drohnen durchgef&uuml;hrten T&ouml;tungsmissionen von mutma&szlig;lichen Aufst&auml;ndischen in Afghanistan Schweden und Deutschland direkt beteiligt gewesen seien. Der Hinweis k&auml;me von zwei Regierungsmitarbeitern, die Kenntnis von dem Programm haben, aber nicht namentlich genannt werden. Peinlich ist dies f&uuml;r die deutsche Regierung, weil man bislang versuchte hatte, eine direkte Beteiligung an dem Programm der gezielten T&ouml;tungen mittels des &ldquo;Isaf-Targeting-Prozesses&rdquo; abzustreiten, und nur eine Mitwirkung bei der Erstellung der Liste einr&auml;umen wollte. Dazu kommt der Vorwurf, dass von Deutschland aus, n&auml;mlich vom US-St&uuml;tzpunkt Ramstein, Drohneneins&auml;tze durchgef&uuml;hrt werden (Bundesregierung: Augen zu und durch).<br>\nAls das Thema vor 5 Jahren erstmals aufkam, erkl&auml;rte der damalige Au&szlig;enminister Westerwelle, dass gezielte T&ouml;tungen legal seien. Dem stimmte auch die Bundeswehr zu (Bundesregierung bleibt ungenau bei gezielten T&ouml;tungen). Man sei an der Erstellung der Liste verd&auml;chtiger Extremisten beteiligt, nicht aber an deren T&ouml;tung, was man den Amerikanern oder anderen Nato-Truppen &uuml;berlasse (Bundesregierung will weiter das heikle Thema des &ldquo;gezielten T&ouml;tens&rdquo; umschiffen). Unklar blieb seinerzeit, ob von deutscher Seite aus auch Empfehlungen zum T&ouml;ten der Personen ausgesprochen wurden, die auf der Liste landeten. Sp&auml;ter wurde durch eine solche &ldquo;Joint Prioritized Effects List&rdquo; (JPEL) vermutet, dass der BND und die Bundeswehr nicht nur an der Erstellung der Listen, sondern auch aktiv an dem Programm beteiligt waren, bei dem nicht nur mit Drohnen, sondern etwa auch mit Kampfhubschraubern gezielte T&ouml;tungen ausgef&uuml;hrt wurden. Ende 2014 erkl&auml;rte Ex-Nato-Kommandeur Ramms, es sei &ldquo;selbstverst&auml;ndlich&rdquo;, dass die Bundeswehr bei der Erstellung der Todeslisten mitgewirkt habe (Bundeswehr beteiligt an &ldquo;gezielten T&ouml;tungen&rdquo; in Afghanistan).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45896\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Ruf nach F&uuml;hrung<\/strong><br>\nDie deutsche Dominanz &uuml;ber die EU wird von nennenswerten Teilen der Eliten in zahlreichen L&auml;ndern weltweit akzeptiert und in nicht wenigen F&auml;llen positiv bewertet. Dies behauptet die deutsche Entwicklungsorganisation GIZ in einer aktuellen Untersuchung &uuml;ber das internationale Image der Bundesrepublik. Demnach werde Berlins &ldquo;F&uuml;hrungsrolle in Europa&rdquo; weithin &ldquo;n&uuml;chtern festgestellt und neutral bis anerkennend gesehen&rdquo;. Dar&uuml;ber hinaus hei&szlig;e es immer wieder, Deutschland solle sich k&uuml;nftig auch st&auml;rker an Kriegen beteiligen als bisher. Oft werde die Bundesrepublik explizit &ldquo;als Gegengewicht zum Hegemon USA&rdquo; eingestuft. Die Untersuchung basiert auf einer Umfrage, die die GIZ in 26 Staaten auf vier Kontinenten durchgef&uuml;hrt hat. Befragt wurden &uuml;berwiegend Personen, die enge pers&ouml;nliche, politische oder gesch&auml;ftliche Bindungen in die Bundesrepublik unterhalten und die selbst zu den bessergestellten oder sogar herrschenden Kreisen (&ldquo;Entscheidungstr&auml;ger&rdquo;) in ihren Heimatl&auml;ndern z&auml;hlen. Im Ergebnis zeigt die Studie, dass das deutsche Establishment sich bei seinem globalen Machtstreben auf prinzipiell kooperationswillige Segmente in den Eliten anderer Staaten st&uuml;tzen kann. Ignoriert wurden in der Umfrage die unteren Mittel- und die Unterschichten, die etwa in Griechenland von Berlin in die Verarmung getrieben wurden. Bei ihnen w&auml;chst der Unmut &uuml;ber die deutsche Dominanz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59190\">German-Foreign-Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu: Chancen der Fl&uuml;chtlingskrise: Tsch&uuml;s, altes Deutschland!<\/strong><br>\nKrisen, Kriege, Konflikte: Mit dem Chaos in direkter Nachbarschaft wandelt sich Deutschlands Rolle in der Welt. Egal ob Zuwanderung oder Eurokrise &ndash; wir m&uuml;ssen neue Wege gehen. (&hellip;)<br>\n4.&Uuml;ber mehr internationale Verantwortung:<br>\nDeutschland hat &uuml;ber Jahrzehnte von einer Friedensordnung profitiert, die andere geschaffen haben. Nun muss Deutschland selbst mehr tun, um diese Ordnung zu sichern. Ja, im &auml;u&szlig;ersten Fall auch milit&auml;risch. Dass zuletzt eine Mehrheit der Deutschen angab, einen Nato-Partner im Falle eines Angriffs nicht verteidigen zu wollen, ist kein Zeichen von Friedfertigkeit, sondern grober Unfug. Mehr Verantwortung bedeutet nicht Weltmachtgetue oder neokonservativen Interventionismus, sondern konkrete Hilfe &ndash; diplomatisch, entwicklungspolitisch, milit&auml;risch &ndash; um Katastrophen wie in Syrien einzud&auml;mmen. Auf jeden Fall bedeutet es mehr, als den Kurden ein paar Gewehre zu &uuml;berlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fluechtlingskrise-was-deutschland-und-merkel-tun-koennen-a-1051313.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Mit dieser Forderung (&bdquo;mehr internationale Verantwortung&ldquo;) ist dieses &bdquo;Spiegel&ldquo;-Medium voll auf Linie mit dem Bundespr&auml;sidenten, dem Bundesau&szlig;enminister und der Bundesverteidigungsministerin.<\/em><br>\nLesen Sie bitte erneut:<\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20578\">Ein Geflecht von spie&szlig;b&uuml;rgerlichen Klischees und Unwahrheiten f&uuml;hrt den Bundespr&auml;sidenten zum gewollten Schluss: Mehr &bdquo;Verantwortung&ldquo;, mehr Milit&auml;reinsatz.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24935#h01\">Rede von Au&szlig;enminister Steinmeier bei der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz 2015<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.bmvg.de\/portal\/a\/bmvg\/!ut\/p\/c4\/NYvBCsIwEET_aDfpTW_WgngREUHrRdJmCQtNUtZtvfjxJofOwIPhMfjC0uRWDk45JzfhE_uR98MXhrgGiJz4oyS8RPAk722DkKeEj3r3BGNOpJVKSbkwiNMsMGfRqZpFpBhgj72xXWus2WJ_u_vpeLk2je3O7Q3nGA9_o3h5fQ!!\/\">Manuskript der Rede der Verteidigungsministerin anl&auml;sslich der 51. M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Im Rausch der Mythen: Das Impulspapier des SPD-Pr&auml;sidiums<\/strong><br>\nF&uuml;r einen auch f&uuml;r alle Mitglieder offenen Parteitag am 10. Oktober 2015 hat das SPD-Pr&auml;sidium einen Leitantrag zur Diskussion gestellt, der inzwischen in den Gremien der SPD kursiert.<br>\nDas Impulspapier der SPD lebt von der Kraft des optimistischen Selbstbetrugs. Diese Kraft sollte nicht untersch&auml;tzt werden, weil sie es m&ouml;glich macht, dass die Partei, die aus einer &ouml;konomischen und sozialen Sicht durchweg negativen Folgen ihrer Regierungszeit (insbesondere der Jahre 1999 bis 2005) als zwar schmerzliche, aber letztlich objektiv notwendige Opfer verkl&auml;ren kann. Der Misserfolg ihrer Politik, die Abwahl 2005, kann so im R&uuml;ckblick noch als eine Art von uneigenn&uuml;tziger Opfergang erscheinen.<br>\nEin seltsamer Optimismus<br>\nDie Spitze der SPD konstruiert durch ihre Suche nach &Uuml;bereinstimmung mit den oberfl&auml;chlichsten Alltagserfahrungen in der Bev&ouml;lkerung mehrere Mythen: Es wird konstatiert, dass Deutschland 25 Jahre nach dem Fall der Mauer &bdquo;wirtschaftlich stark&ldquo; dastehe (S. 5). Sie registriert eine gesunkene Quote der Staatsverschuldung, einen ausgeglichenen Staatshaushalt und lobt ein kluges industrielles Innovationsmodell, das gepaart mit einer internationalen Wertsch&ouml;pfungskette zu einer &bdquo;beispiellosen Exportst&auml;rke&ldquo; gef&uuml;hrt habe. Offensichtlich gelten diese Begriffe der SPD-Spitze als Merkmale eines erfolgreichen Wirtschaftens. Zugleich f&auml;llt auf, dass der Blick einer Gesellschaft in einer W&auml;hrungsunion nur auf eine Volkswirtschaft in dieser Union zielt und die anderen Volkswirtschaften und deren Zustand aus dem Blick geraten sind. Aus einer makro&ouml;konomischen Sicht ist diese Konzentration auf Deutschland allein wissenschaftlich v&ouml;llig wertlos, weil mit dieser Fokussierung auf die Bundesrepublik die Frage, ob Deutschlands relative St&auml;rke auch auf der relativen Schw&auml;che der anderen Gesellschaften in dieser Union basiert, v&ouml;llig aus dem Blickfeld ger&auml;t oder in einer sehr schiefen Weise, n&auml;mlich als Resultat eines f&uuml;r Deutschland erfolgreichen Wettbewerbs zwischen den verschiedenen Nationen in der W&auml;hrungsunion, wahrgenommen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/forum-dl21.de\/im-rausch-der-mythen-das-impulspapier-des-spd-praesidiums\/%20\">Forum-DL21<\/a>\n<p><strong>Dazu: Asylpolitik: SPD-Linke warnt Gabriel vor Rechtsruck<\/strong><br>\nDer linke Fl&uuml;gel in der SPD hat den Vorsitzenden der Partei, Sigmar Gabriel, davor gewarnt, der Union beim Koalitionsgipfel am Sonntag Zugest&auml;ndnisse bei der Asylpolitik zu machen. &raquo;Sich im konservativen Lager auf Stimmenfang zu begeben, ist ein gef&auml;hrlicher Kurs, der vom W&auml;hler ohnehin nicht honoriert wird&laquo;, sagte Hilde Mattheis, Vorsitzende des linken SPD-Forums DL 21, der &raquo;Rheinischen Post&laquo;. Eine Erweiterung der Liste sicherer Herkunftsl&auml;nder halte sie f&uuml;r einen &raquo;Fehler&laquo;. Auf alle F&auml;lle gelte: &raquo;H&auml;nde weg vom Grundgesetz.&laquo;<br>\nDie Frage der Asylpolitik spielt auch in den programmatischen Auseinandersetzungen der SPD eine Rolle. Die Parteilinke hat nach Informationen des &raquo;Tagesspiegel&laquo; eigene Vorschl&auml;ge zur Ausrichtung der SPD vorgelegt &ndash; es ist eine klare Absage an den Vorsto&szlig; von Gabriel, &raquo;die Programmatik der SPD in Richtung Union zu verschieben und damit eine vermeintliche Mitte anzusprechen&laquo;. Dies sei &raquo;der falsche Weg&laquo;, hei&szlig;t es in einem Thesenpapier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/983598.asylpolitik-spd-linke-warnt-gabriel-vor-rechtsruck.html\">neues deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Stimmung nach<\/strong><br>\nMit seinem Zickzackkurs erreicht Parteichef Gabriel nur eines: Er st&auml;rkt die Kanzlerin. Dabei w&auml;re es sein Job, endlich Alternativen aufzuzeigen<br>\nMan soll ja die Dinge auch mal positiv sehen. Also: Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands hat den f&uuml;r sie idealen Chef. Sigmar Gabriel repr&auml;sentiert die Gesamtheit der SPD in geradezu perfekter Weise. In seiner Person bildet sich die Partei mit all ihren Fl&uuml;geln und Fl&uuml;gelchen fast vollst&auml;ndig ab. Ihm ist es gelungen, die streitenden Str&ouml;mungen zumindest in einer Frage zu einen. Wie bitte? Sie haben genau das Gegenteil geh&ouml;rt? Sie haben gelesen, dass Gabriel sich st&auml;ndig selbst widerspricht? Dass er die unterschiedlichen Positionen in der Partei gerade nicht kl&auml;rt, sondern sich beim Reden mal in diese Richtung neigt und mal in jene? Richtig! Aber genau das macht ihn zum passgenauen Repr&auml;sentanten einer Partei, die nicht mehr wei&szlig;, wo rechts und links ist. Das hat nat&uuml;rlich den einen oder anderen Nachteil. Zum Beispiel den, dass der SPD-Chef am Ende nichts tut, was seiner Kanzlerin missf&auml;llt. Und auch die Einigkeit bezieht sich leider nur auf einen Punkt: &Uuml;ber innerparteiliche Lagergrenzen hinweg w&auml;chst die &Uuml;berzeugung, dass man die traditionsreichste Partei Deutschlands so nicht f&uuml;hren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/der-stimmung-nach\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Wahlkampfstar bei der SPD &ndash; Der talentierte Mr. Messina<\/strong><br>\nDer US-Wahlkampfstratege und Obama-Vertraute Jim Messina will die SPD zum Sieg gegen Angela Merkel f&uuml;hren. Am Samstag schaute er sich Berlin und sein Projekt mal aus der N&auml;he an. Wei&szlig; er, worauf er sich einl&auml;sst?<br>\nWenn man sich in Washington nach Jim Messina erkundigt, bekommt man die unterschiedlichsten Reaktionen. Die einen halten ihn f&uuml;r brillant. Die anderen halten ihn f&uuml;r r&uuml;cksichtslos. In einem scheinen sich aber alle einig zu sein: &ldquo;Angst hat Jim vor niemandem&rdquo;, hei&szlig;t es.<br>\nDas ist keine ganz schlechte Voraussetzung f&uuml;r Messinas n&auml;chsten Job. Der 45-j&auml;hrige US-Demokrat, der 2012 f&uuml;r Barack Obama die Wiederwahl organisierte und in diesem Jahr dem Briten David Cameron zu einem spektakul&auml;ren Last-Minute-Sieg verhalf, mischt sich fortan in die deutsche Politik ein. Messina will mit der SPD bei der n&auml;chsten Bundestagswahl Angela Merkel schlagen. Es gibt leichtere Aufgaben. [&hellip;] Es ist schon richtig: Wenn die SPD &uuml;berhaupt eine Chance gegen Merkel haben will, braucht sie dringend Expertise auf diesem Gebiet. Der letzte Wahlkampf unter Peer Steinbr&uuml;ck verlief schlampig, Merkel schrammte nur knapp an der absoluten Mehrheit vorbei. Aber ist Messina der richtige Mann f&uuml;r diese Aufgabe? [&hellip;]<br>\nMessina, der in D.C. seine eigene Beratungsfirma gegr&uuml;ndet hat, wird im Willy-Brandt-Haus nicht den gesamten Wahlkampf verantworten, so viel steht fest. Er soll f&uuml;r die SPD die Wege optimieren, potenzielle W&auml;hler ausfindig zu machen. Daf&uuml;r will Messina mit einer deutschen IT-Firma eine Datenbank errichten. &ldquo;Wir wollen auch wieder diejenigen erreichen, die sich von der klassischen Art des Wahlkampfs abgewandt haben&rdquo;, sagt Generalsekret&auml;rin Yasmin Fahimi- [&hellip;]<br>\nIn Washington ist mancher verwundert &uuml;ber seine Engagements, einige halten sie sogar f&uuml;r fragw&uuml;rdig. Der Grund: Barack Obama, David Cameron, SPD &ndash; eine politische Linie ist in seinen Engagement nicht wirklich zu erkennen. Wichtiger aber ist: Messina, der Obama-Vertraute, wird von der SPD gegen Angela Merkel eingesetzt, zu der der US-Pr&auml;sident inzwischen ein vern&uuml;nftiges Arbeitsverh&auml;ltnis aufgebaut hat. Man kann das als Interessenkonflikt sehen. Gegen&uuml;ber SPIEGEL ONLINE wollte sich Messina nicht &auml;u&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jim-messina-bei-der-spd-us-wahlkampfstar-soll-spd-zum-sieg-verhelfen-a-1051277.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Immer wieder das gleiche. Ein Blick &uuml;ber den Teich. Das war schon in den 1960ern so. Die SPD sucht nach Hilfe aus Amerika, statt sich hier auf den Hosenboden zu setzen und die Strategien auszudenken. Viel Gl&uuml;ck!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Ende der Deutungshoheit &ndash; Die Vierte Gewalt und die neue Macht der Vielen<\/strong><br>\n&bdquo;L&uuml;genpresse &ndash; auf die Fresse&ldquo; &ndash; diesen Slogan, gern kehlig gebr&uuml;llt und rhythmisch wiederholt, kennt man von einschl&auml;gigen Aufm&auml;rschen am rechten Rand. Heute geh&ouml;rt er zum Vokabular der Pegida-Demonstrationen und ihrer diversen Ableger. Mittlerweile aber wird er auch in leicht abgemilderter Form (zumeist ohne die &bdquo;Fresse&ldquo;) von biederen Familienv&auml;tern in die Kameras der Rundfunkanstalten gesprochen&hellip;.<br>\nGegen die teils blo&szlig; herabw&uuml;rdigende, teils aber eben auch berechtigte Kritik hilft letztlich etwas ganz Simples und doch so Schweres: Aufkl&auml;rung, kritische Analyse und engagiertes Widerstreiten. Der klassische Journalismus allein kann diesen Dienst an der Gesellschaft derzeit nicht leisten. Dazu ist er vielleicht zu stark mit sich selbst besch&auml;ftigt. Doch es gibt die engagierten Projekte im Netz und dar&uuml;ber hinaus, die sich genau diesem Anspruch verpflichtet f&uuml;hlen und von daher ideale Kooperationspartner sind&hellip;.<br>\nImmerhin: Auch die etablierten Medien beginnen heute umzudenken, ihre Nutzer einzubinden und ernst zu nehmen. So landet man am Ende &ndash; und das ist vielleicht gar nicht so paradox, wie es auf den ersten Blick scheinen mag &ndash; bei Otto Groth, einem Nestor der Publizistik. In seinem Mammutwerk &bdquo;Die unerkannte Kulturmacht&ldquo; schrieb er schon 1960: &bdquo;Denn immer ist der Journalismus als solcher DIENER und nicht HERR des Publikums.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/september\/das-ende-der-deutungshoheit\">Steffen Grimberg in den Bl&auml;ttern f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Verteilung des Querfront-Etiketts l&auml;uft erkennbar an &ndash; ein Erfolg der sogenannten Studie der Otto Brenner Stiftung.<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>EU-Referendum in Gro&szlig;britannien<\/strong><br>\nUkip-Chef will linken Labour-Chef<br>\nQuerfront auf der Insel? Der rechte EU-Gegner Nigel Farage will gemeinsam mit Mitte-Links-Kr&auml;ften f&uuml;r einen EU-Austritt Gro&szlig;britanniens k&auml;mpfen.<br>\nLONDON afp | Der britische Rechtspopulist Nigel Farage hofft auf einen Sieg des linken Politikers Jeremy Corbyn bei der Wahl eines neuen Labour-Vorsitzenden. Er wolle gemeinsam mit Corbyn f&uuml;r einen EU-Austritt Gro&szlig;britanniens k&auml;mpfen, sagte Farage am Freitag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/EU-Referendum-in-Grossbritannien\/!5229994\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Die neue Achse Lafontaine-Gauland<\/strong><br>\nLinksau&szlig;en Oskar Lafontaine und Rechtsau&szlig;en Alexander Gauland sind sie sich einig: Die USA tragen erhebliche Schuld am Fl&uuml;chtlingsdrama &ndash; und verweigern ihre Verantwortung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.geolitico.de\/2015\/09\/05\/die-neue-achse-lafontaine-gauland\/%20\">Geolitico<\/a>\n<p><strong>und <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article146067881\/In-diesem-Punkt-sind-Gauland-und-Lafontaine-sich-einig.html\">vom gleichen Autor in Die Welt<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Offensichtlich glaubt man nun mit &ldquo;Querfront&rdquo; den Kn&uuml;ppel gegen Medien- und Politikkritiker gefunden zu haben. Lafontaine kritisiert die USA, ein AfD-Mann auch, peng, Querfront. Und schon ist die Kritik an den USA kompromittiert. Das Sch&ouml;ne, man kann jede linke Position damit diffamieren, da sich bestimmt irgendwo eine formal &auml;hnliche rechte Position finden l&auml;sst. Neo-Nazis machen ja auch teilweise Front gegen das TTIP; Attac auch, schon wieder Querfront.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Versagen der JUNGEN WELT &ndash; Aufforderung zu einem offenen Gespr&auml;ch<\/strong><br>\nDie JUNGE WELT ist eine wichtige linke Zeitung. Nicht wenige ihrer Autoren sind f&uuml;r die linke &Ouml;ffentlichkeit unverzichtbar. Bei anderen wiederum muss die Frage gestellt werden, was denn f&uuml;r sie links ist. Die Autorin Christel Buchinger* hat diese und andere Fragen in einem Essay fomuliert, der &uuml;ber den JUNGE WELT-Komplex hinausgeht. Leider gab es auf ihren Text von der JUNGEN WELT keine Resonanz. Wie die Zeitung auch einer ganzen Reihe anderer Leser keine M&ouml;glichkeit zur Diskussion gab und gibt.<br>\nDie RATIONALGALERIE will der notwendigen Debatte Raum verschaffen. Wenn das in der Rubrik SCHMOCK geschieht, dann zum einen, weil die Site technisch nicht sonderlich gelenk ist und keinen anderen Platz bietet. Zum anderen, weil manche Artikel der JW in den letzten Monaten tats&auml;chlich ziemlich verschmockt waren.<br>\n&Uuml;ber eine Beteiligung an der Debatte w&uuml;rde ich mich sehr freuen. Und nat&uuml;rlich auch, wenn Kolleginnen und Kollegen der JUNGEN WELT ihre Meinung &auml;u&szlig;ern wollten.<br>\nUli Gellermann<br>\nDER TEXT VON CHRISTEL BUCHINGER<br>\nIch habe die Junge Welt gek&uuml;ndigt, weil sie ausgerechnet an Brennpunkten der politischen Entwicklung versagt, wo es gerade heute bedeutsam ist, genau hinzuschauen, in die Tiefe zu gehen, zu recherchieren, zu diskutieren, zu fragen. Ich spreche damit neben der Berichterstattung zu Griechenland, das v&ouml;llige Versagen beim Thema Geschlechterverh&auml;ltnisse an, vor allem aber den &ldquo;Friedenswinter&rdquo;. Ich will den Umgang mit dem Friedenswinter, respektive mit den Montagsmahnwachen, kritisch beleuchten, wissend, dass die Junge Welt auch diese Meinungs&auml;u&szlig;erung dazu nicht ernst nehmen wird. Wer Rainer Rupp derma&szlig;en abblitzen l&auml;sst (1), schert sich um die Meinung einer ehemaligen Leserin nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/schmock\/das-versagen-der-jungen-welt.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Hier st&ouml;&szlig;t Uli Gellermann von der Rationalgalerie eine notwendige Diskussion an.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/AM\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27457","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27457","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27457"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27457\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27469,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27457\/revisions\/27469"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27457"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27457"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27457"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}