{"id":27474,"date":"2015-09-08T08:57:39","date_gmt":"2015-09-08T06:57:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474"},"modified":"2015-09-08T09:37:04","modified_gmt":"2015-09-08T07:37:04","slug":"hinweise-des-tages-2454","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h01\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h02\">Zweiklassen-Wahlrecht durch die Hintert&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h03\">Pflegen macht arm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h04\">Pablo Iglesias, ein &bdquo;Emp&ouml;rter&ldquo; auf dem Weg zur Normalit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h05\">Warum linke Parteien in Europa scheitern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h06\">Wirtschaftskrise: Deutschlands Schuld an der Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h07\">Federal Reserve needs to worry about inequality, not inflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h08\">Daimler-Boss l&auml;sst in Fl&uuml;chtlingszentren nach Arbeitskr&auml;ften suchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h09\">Der Wirtschaft fehlt Gerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h10\">Saakashvili says Yatsenyuk&rsquo;s Cabinet thwarts reforms, serves oligarchs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h11\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h12\">Meinungsumfragen: Triumph der Anti-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h13\">Alarm! Christdemokraten, Liberale und Rechtskonservative wollen Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative &bdquo;Wasser ist ein Menschenrecht&ldquo; zum Scheitern bringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h14\">Auf die Stra&szlig;en gegen die Entdemokratisierung und TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474#h15\">Das Letzte &ndash; Auch Pazifismus kann t&ouml;ten &ndash; warum Deutschland sich in Syrien endlich milit&auml;risch engagieren muss<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27474&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Das Europa der Heuchler<\/strong><br>\nIn Deutschland werden Fl&uuml;chtlinge mit gro&szlig;er Herzlichkeit aufgenommen, viele europ&auml;ische L&auml;nder verweigern sich aber&hellip;<br>\nGriechenland war das Vorspiel; die ganz gro&szlig;e Herausforderung kommt jetzt. Jetzt geht es nicht um Euro und W&auml;hrungsunion, sondern um Menschen in bitterster Not. Es geht darum, ob und wie Europa das &Uuml;berleben von Hunderttausenden Fl&uuml;chtlingen organisieren will und kann. Vielleicht sind es auch noch sehr viel mehr Fl&uuml;chtlinge; vielleicht sind es zwei oder drei Millionen. Aber: Die Europ&auml;ische Union ist eine Union von 510 Millionen Menschen. Dieses Europa erstickt nicht, wenn es Kriegsfl&uuml;chtlinge aus Syrien aufnimmt. Dieses Europa erstickt, wenn es sie nicht aufnimmt: Es erstickt dann an seinem Geiz, an seinen nationalen Egomanien und an seiner Heuchelei.<br>\nJetzt muss sich zeigen, was die europ&auml;ischen Grundrechte wirklich wert sind&hellip;<br>\nEuropa lebt nicht nur vom Euro; es lebt von seinen Werten, von der Glaubens- und Gewissensfreiheit, der Freiheit der Person, der Gleichheit der Menschen vor dem Gesetz und der Freiz&uuml;gigkeit. Europa lebt davon, dass es die Menschenw&uuml;rde sch&uuml;tzt. Wenn ihm diese Werte nichts mehr wert sind, ist Europa das &Uuml;berleben nicht wert&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fluechtlinge-das-europa-der-heuchler-1.2636158\">Heribert Prantl in der SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Schuld der anderen<\/strong><br>\nDie Deutschen inszenieren sich in der Fl&uuml;chtlingskrise als die Guten. Doch die Bundesregierung hat die Misere mitverursacht. Ihre Asylpolitik ist bis heute im Kern egoistisch.<br>\nAm Bahnhof in Budapest hielten in den vergangenen Tagen verzweifelte Menschen Schilder in die Luft: &ldquo;Germany!&rdquo; und &ldquo;Mother Merkel, help us!&rdquo;<br>\nDie Rollen scheinen in der Fl&uuml;chtlingskrise klar verteilt: Das hilfsbereite, couragierte Deutschland auf der einen Seite, die skrupellose ungarische Regierung und eine unf&auml;hige Europ&auml;ische Union auf der anderen. Wer die Schlagzeilen in Zeitungen und Onlinemedien dieser Tage liest, k&ouml;nnte glauben, der n&auml;chste Friedensnobelpreis sei f&uuml;r Bundeskanzlerin Angela Merkel reserviert.<br>\nDoch so einfach ist das nicht. Deutschland handelt in der Fl&uuml;chtlingspolitik nicht weniger egoistisch als die meisten anderen EU-Staaten &ndash; oder kaum.<br>\nDas Dublin-Regime, diese perfide Regel, wonach Fl&uuml;chtlinge, lediglich in jenem europ&auml;ischen Land Asyl beantragen und dauerhaft leben d&uuml;rfen, welches sie zuerst betreten, ist mehr oder weniger eine deutsche Erfindung. Die Logik dahinter: Randstaaten, Krisenl&auml;nder wie Griechenland oder Bulgarien, sollen sich um die Fl&uuml;chtlinge k&uuml;mmern, nicht die reichen Nationen im Zentrum des Kontinents. Erst als das System offensichtlich kollabierte und die L&auml;nder an den Au&szlig;engrenzen begannen, Fl&uuml;chtlinge weiterzuschicken, stellten deutsche Politiker das Abkommen in Frage. Im Grundsatz h&auml;lt die Bundesregierung weiter an Dublin fest. Sie betont lediglich mit Nachdruck, dass Italiener, Griechen und Bulgaren die Fl&uuml;chtlinge gef&auml;lligst bei sich behalten sollen. Erst vor wenigen Wochen hat die Koalition eine Asylrechtsversch&auml;rfung beschlossen, die es den Beh&ouml;rden k&uuml;nftig erm&ouml;glicht, so gut wie jeden Fl&uuml;chtlinge, der &uuml;ber einen EU-Staat nach Deutschland einreist, zu inhaftieren. Dies ist keine Abkehr von Dublin, sondern eine Radikalisierung des Regimes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fluechtlingskrise-die-schuld-der-anderen-kommentar-a-1051540.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>M&uuml;nchen z&auml;hlt am Wochenende 20 000 Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nAm Ende eines historischen Wochenendes z&auml;hlt die Polizei M&uuml;nchen 20 000 Menschen, die seit Samstag in der Landeshauptstadt angekommen sind &ndash; davon 13 000 am Sonntag. Zahlreiche Einsatzkr&auml;fte und ehrenamtliche Helfer sorgten daf&uuml;r, dass die Menschen herzlich begr&uuml;&szlig;t und unb&uuml;rokratisch in Erstaufnahmeeinrichtungen gebracht wurden&hellip;.<br>\nIn der Tat erinnern die Zahlen an die gro&szlig;en Einwanderungswellen, die Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg bew&auml;ltigt hat. Das waren nicht nur die zw&ouml;lf Millionen Vertriebenen, die bis 1950 im geteilten Nachkriegsdeutschland Zuflucht fanden. So zogen allein zwischen 1969 und 1973 mehr als zwei Millionen Gastarbeiter hierher, um zu bleiben. Und auch nach dem Fall der Mauer 1989 kamen Millionen, zumeist Sp&auml;taussiedler und Fl&uuml;chtlinge aus dem jugoslawischen B&uuml;rgerkrieg&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/fluechtlinge-in-deutschland-muenchen-zaehlt-am-wochenende-fluechtlinge-1.2636233\">Thomas Anlauf, Jan Bielicki, Florian Fuchs, Tom Soyer, Kassian Stroh und Susi Wimmer in der SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer soll das alles bezahlen?<\/strong><br>\nL&auml;nder und Gemeinden klagen &uuml;ber die steigenden Kosten f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge. Dabei sind die Steuereinnahmen so hoch wie nie. K&ouml;nnen wir uns das wirklich nicht leisten?<br>\nBis zu 800.000 Fl&uuml;chtlinge werden allein in diesem Jahr nach Deutschland kommen &ndash; fast doppelt so viel wie bislang erwartet. Vermutlich wird auch deren Unterbringung und Lebensunterhalt doppelt so viel kosten wie bisher gedacht, rund zehn Milliarden Euro. Die Zahl ergibt sich aus der Sch&auml;tzung, dass L&auml;nder und Kommunen etwa 12.000 bis 13.000 Euro pro Fl&uuml;chtling und Jahr ausgeben. Zehn Milliarden Euro, das sind gut acht Milliarden mehr als 2014.<br>\nManch ein Politiker in Deutschland fordert deshalb schon Steuererh&ouml;hungen. Wenn es gar nicht anders geht, dann m&uuml;sse der Staat eben &ldquo;die Einnahmeseite verbessern&rdquo;, sagt beispielsweise die Finanzministerin von Schleswig-Holstein Monika Heinold (Gr&uuml;ne). Mancherorts verschicken Stadtk&auml;mmerer mittlerweile sogar Bescheide &uuml;ber Grundsteuererh&ouml;hungen, in denen sie erkl&auml;rten, die Aufnahme der Fl&uuml;chtlinge k&auml;me die Kommune derzeit so teuer, dass diese Erh&ouml;hung notwendig mache. Aber ist die Finanzlage der &ouml;ffentlichen Haushalte wirklich so schlecht?<br>\nGegen diese These steht eine andere Zahl, die Politiker und Steuersch&auml;tzer dieser Tage vermelden: 10,5 Milliarden Euro, so viel wird der Bund allein 2015 mehr einnehmen als bisher gedacht. Die Steuereinnahmen steigen deutlich, weil die Unternehmen satte Gewinne machen, die Besch&auml;ftigung w&auml;chst und die Kauflaune ungetr&uuml;bt ist. Von den zus&auml;tzlichen Einnahmen entfallen knapp vier Milliarden auf den Bund, 4,8 Milliarden auf die L&auml;nder und 1,8 auf die Gemeinden. Und wahrscheinlich wird die positive Entwicklung anhalten: In den kommenden Jahren sollen jedes Jahr rund acht Milliarden Euro mehr in die Staatskasse flie&szlig;en als im jeweiligen Vorjahr, prognostizieren die Steuersch&auml;tzer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-08\/fluechtlinge-unterbringung-kosten-laender-bund-verteilung-ueberschuesse-steuerausgleich\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Um den Finanzierungsbedarf  f&uuml;r die erwarteten Fl&uuml;chtlinge mittelfristig zu decken, m&uuml;ssen Finanzierungsquelle gesucht werden. Es ist bekannt, das die reichsten zehn Prozent 64% des Verm&ouml;gens auf sich vereinen, mit geschickten und legalen Ma&szlig;nahmen (wie k&uuml;rzlich bei der Familie Quandt praktiziert) weitgehend umgehen, das Stiftungsrecht f&uuml;r ihre private Verm&ouml;genssteuerung (wie Frau Mohn bei Bertelsmann) l&auml;cherlich machen und angesammelte dubiose Verm&ouml;gen aus der Vergangenheit als &ldquo;pers&ouml;nliche Leistungen&rdquo; darstellen. Es ist auch bekannt, dass dieses Verm&ouml;gen 2014 um 12,4% gesteigert wurden.<\/em><br>\n<em>Vielleicht sollte man seitens der Politik nicht nur &ldquo;ernsthaft&rdquo; nachdenken, sondern den Steuerspitzensatz auf das Niveau von 1975 anheben, die Erbschaftssteuer von sehr gro&szlig;en Verm&ouml;gen ver&auml;ndern und eine Finanztransaktionssteuer einf&uuml;hren, die diesen Namen verdient, dann k&ouml;nnte der Solidarit&auml;tszuschlag abgeschafft, eine Steuererh&ouml;hung wegen der mittelfristigen Fl&uuml;chtlingkostenfinanzierung vermieden werden. Damit w&uuml;rde gleichzeitig die Unterschiede in der Verm&ouml;gensverteilung auf internationalem Niveau gesenkt werden k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Auch die USA r&uuml;sten an der Grenze zu Mexiko auf<\/strong><br>\nDie ersten &Uuml;berwachungst&uuml;rme mit zahlreichen Sensoren vom israelischen R&uuml;stungskonzern Elbit werden gerade in Arizona getestet<br>\nDie USA schauen weg, was die Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me im Mittelmeerraum und Europa betrifft. Die Fl&uuml;chtlinge kommen aus den L&auml;ndern, in die die USA mit wechselnden Koalitionen wie in Afghanistan, dem Irak, Syrien und Libyen milit&auml;risch interveniert hat. Die humanit&auml;ren Folgelasten, die daraus entstanden, schwache Staaten oder failed states, verstrickt in B&uuml;rgerkriegen, sowie erstarkte islamistische Terrororganisationen hinterlassen zu haben, interessieren in Washington bislang nicht, so lange weiter gegen den IS gek&auml;mpft und die Nato-Aufr&uuml;stung gegen Russland aufrechterhalten wird.<br>\nNur 10.000 syrische Fl&uuml;chtlinge sollen aufgenommen werden, wobei die USA &uuml;berhaupt eine restriktive, sehr politisch ausgerichtete Asylpolitik haben. 2015 ist ein Deckel von 70.000 vorgesehen, aus Europa und Zentralasien hat ebenso wie aus Lateinamerika kaum jemand eine Chance, nur Kubanern stand man offener gegen&uuml;ber &ndash; aus durchsichtigen politischen Gr&uuml;nden. Ansonsten haben die Amerikaner an ihrer 3000 km langen S&uuml;dgrenze ein &auml;hnliches Problem wie derzeit die Europ&auml;er. Obgleich man sich als Einwanderungsland versteht, sieht man sich von Einwanderern aus Lateinamerika &uuml;berflutet und die alternde wei&szlig;e, englischsprachige Noch-Mehrheit im Land f&uuml;rchtet von den Latinos an den Rand gedr&auml;ngt zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45906\/1.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zweiklassen-Wahlrecht durch die Hintert&uuml;r<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen wenden sich entt&auml;uscht von unserem politischen System ab &ndash; vor allem &auml;rmere und benachteiligte. Dies wird durch eine aktuelle Studie der wirtschaftsliberalen Bertelsmann-Stiftung eindrucksvoll best&auml;tigt. Demnach war die Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl im September 2013 in Vierteln mit reicheren Bewohnern um bis zu 40 Prozentpunkte h&ouml;her als jene in Stadtvierteln mit hoher Arbeitslosigkeit und Armut. Vereinfacht gesagt: Je weniger Geld und Perspektiven die Menschen haben, desto seltener gehen sie zur Wahl. Das hat nat&uuml;rlich verheerende Folgen f&uuml;r unser parlamentarisches System. Denn die Volksvertreter vertreten einen gro&szlig;en Teil der Menschen gar nicht mehr, wenn ausgerechnet die Stimmen der Schw&auml;cheren und Benachteiligten fehlen.<br>\nDie Folge ist eine Politik, die die Interessen der besserverdienenden Minderheit bedient und die Schw&auml;cheren ausgrenzt. Auf der einen Seite Abschaffung der Verm&ouml;genssteuer, keine richtige Besteuerung gro&szlig;er Erbschaften, geringer Spitzensteuersatz und auf der anderen Seite wachsender Niedriglohnsektor, Leiharbeit, prek&auml;re Besch&auml;ftigung und millionenfache Altersarmut. Wir leben in einer Gesellschaft, in der sich die Interessen der wohlhabenden Minderheit durchsetzen. Aber schon der griechische Staatsmann Perikles wusste: &bdquo;Die Demokratie darf die Staatsmacht nicht einer Minderheit, sondern nur dem ganzen Volke anvertrauen.&ldquo; Vielleicht sollte man dies in gro&szlig;en Buchstaben im Plenarsaal des Bundestags neben den Bundesadler schreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\">Oskar Lafontaine auf facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pflegen macht arm<\/strong>\n<ul>\n<li>Die pflegepolitische Sprecherin der Linken, Pia Zimmermann, h&auml;lt die Pflegeversicherung f&uuml;r gescheitert.<\/li>\n<li>Die Deutschen mussten in den letzten Jahren immer h&ouml;here Kosten f&uuml;r die Pflege von Angeh&ouml;rigen aufbringen.<\/li>\n<li>Zimmermann warnt vor einem Armutsrisiko f&uuml;r die Angeh&ouml;rigen von Pflegebed&uuml;rftigen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um die Kosten der Pflege im Alter zu decken, mussten die Deutschen in den vergangenen Jahren immer mehr eigenes Geld aufwenden. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. F&uuml;r die pflegepolitische Sprecherin der Linken, Pia Zimmermann, ist das sogenannte Teilleistungsprinzip der gesetzlichen Pflegeversicherung, die stets nur f&uuml;r einen Teil der Kosten aufkommt, damit &ldquo;gescheitert&rdquo;. Stattdessen m&uuml;sse die Koalition &ldquo;endlich zu einer Pflegevollversicherung kommen, die sich an den realen Pflegebed&uuml;rfnissen orientiert&rdquo;.<br>\nBei Heimbewohnern mit Pflegestufe eins &uuml;bernahm die gesetzliche Pflegeversicherung im Jahr 2013 im Mittel etwa 72 Prozent der Kosten, 1999 waren es noch 88 Prozent. Bei Pflegestufe zwei sank der Versicherungsanteil an den Pflegekosten im selben Zeitraum von 84 auf 68 Prozent. Pflegebed&uuml;rftige mit Stufe drei, also dem h&ouml;chsten Hilfebedarf, konnten zuletzt nur noch 66 Prozent der Kosten aus der Versicherung erhalten, Ende der Neunzigerjahre waren es noch 72 Prozent. Die durchschnittlichen monatlichen Eigenanteile stiegen demnach bei station&auml;rer Pflege und Stufe drei von 696 Euro im Jahr 2005 auf 815 Euro im Jahr 2013.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/pflegereform-pflege-als-armutsrisiko-1.2637856\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pablo Iglesias, ein &bdquo;Emp&ouml;rter&ldquo; auf dem Weg zur Normalit&auml;t<\/strong><br>\nGlauben Sie immer noch, dass Sie die Wahlen gewinnen werden?<br>\nWenn ich das nicht glaubte, wenn ich es nicht f&uuml;r m&ouml;glich hielte, die Institutionen von 1978 zu ver&auml;ndern (1978 ist die spanische Verfassung in Kraft getreten), h&auml;tte ich mich nicht der Urwahl gestellt. Dann w&auml;re ich Abgeordneter des Europaparlaments geblieben. Wenn ich meinte, unser einziges Ziel sei es, dritte Kraft in Spanien zu werden, dann h&auml;tte ich andere Kameraden gebeten diese Herausforderung anzunehmen.<br>\n&Uuml;bersetzung des Interviews von Isabelle Piquer mit dem Chef der spanischen &bdquo;Podemos, Pablo Iglesias, <a href=\"http:\/\/www.lemonde.fr\/europe\/article\/2015\/09\/03\/pablo-iglesias-un-indigne-en-voie-de-normalisation_4744067_3214.html\">in &bdquo;Le Monde&ldquo; vom 4. September 2015<\/a> von Christoph Habermann<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150908-uebersetzung-Interview-pablo-iglesias-492015.pdf\">&Uuml;bersetzung [PDF &ndash; 82 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Warum linke Parteien in Europa scheitern<\/strong><br>\nDie SPD r&uuml;ckt immer weiter nach rechts, doch was bringt ihr das? Nichts. Der Syriza-Partei droht dasselbe Schicksal. Wenn Europas Linke &uuml;berleben will, muss sie endlich aufh&ouml;ren, mit der neoliberalen Doktrin zu kuscheln.<br>\nPolitische Binsenweisheiten stimmen so lange, bis sie nicht mehr stimmen. Eine davon ist, dass linke Parteien nur aus der Mitte heraus Wahlen gewinnen. Beispiele gibt es genug: Gerhard Schr&ouml;der, Tony Blair, zuletzt Matteo Renzi.<br>\nDoch diese Binse funktioniert nicht immer und &uuml;berall. Wir sehen das an dem stetigen Niedergang der SPD, die noch nie konservativer war als unter ihrem jetzigen Parteichef Sigmar Gabriel. Der unterst&uuml;tzt das Freihandelsabkommen mit den USA und war zuletzt auf der Linie von Wolfgang Sch&auml;uble in den Verhandlungen mit Griechenland. Die SPD r&uuml;ckt immer weiter nach rechts, und es hilft trotzdem nicht in den Umfragen.<br>\nDie griechische Linkspartei Syriza ereilt gerade dasselbe Schicksal. Ihr Parteichef Alexis Tsipras kam an die Macht mit dem Versprechen, die gescheiterte Sparpolitik zu beenden. Er gewann sogar ein Referendum. Und dann knickte er ein und mutierte von einem jungen wilden Linken zu einem etablierten Sozialdemokraten. Im Juli akzeptierte er nicht nur ein weiteres Programm, sondern eines, das h&auml;rter ist als alle anderen zuvor.<br>\nEs ist f&uuml;r die griechischen W&auml;hler offensichtlich, dass es Tsipras nur um den Machterhalt geht, &auml;hnlich wie Gabriel und seinen Genossen. Inhaltlich stehen diese Leute f&uuml;r dieselbe Politik wie die Konservativen. Es ist also kein Wunder, dass viele Syriza-W&auml;hler sich frustriert von ihrer Partei abwenden. In den Umfragen hat die Partei ihren haushohen Vorsprung eingeb&uuml;&szlig;t, in einigen hat die Opposition sogar die Nase vorn. Wie konnte das passieren?<br>\nDer Grund ist der gleiche wie der bei der SPD. Der kardinale politische Fehler der Sozialdemokraten und anderer linker Parteien in Europa ist die Akzeptanz einer neoliberalen Wirtschaftsdoktrin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/muenchau-warum-linke-parteien-in-europa-scheitern-a-1051700.html\">Wolfgang M&uuml;nchau auf SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> M&uuml;nchau vergisst (?) allerdings zu erw&auml;hnen, dass die SPD nicht erst in der Gro&szlig;en Koalition (seit 2013? seit 2005?), also sozusagen unter Anleitung der Union, konservativ geworden ist, sondern den Neoliberalismus unter Schr&ouml;der seit 1999 aktiv vorangetrieben hat &ndash; und dass er, M&uuml;nchau, die &ldquo;Reformen&rdquo; von Schr&ouml;der samt und sonders bef&uuml;rwortet hat. Untragbare Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse hat Deutschland nicht erst seit 2013.<\/em><br>\n<em>Sehr interessant aber M&uuml;nchaus Einsch&auml;tzung, dass die &ldquo;neoliberale[&hellip;] Doktrin [&hellip;] in den europ&auml;ischen Vertr&auml;gen [tief verankert]&rdquo; ist. Wenn durch Wahlen, die bspw. nominal Sozialdemokraten an die Macht bringen, an der neoliberalen Politik nichts ge&auml;ndert werden kann, dann ist die Demokratie am Ende und eine vern&uuml;nftige Wirtschaftspolitik auf dem Boden der EU nicht m&ouml;glich. Wenn man das wirklich so hart sieht &ndash; ich kenne mich zu schlecht mit den Vertr&auml;gen aus und traue mir da kein Urteil zu -, dann m&uuml;sste man konsequenterweise wirklich f&uuml;r die Aufl&ouml;sung der EU eintreten.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich ist M&uuml;nchau nichts mehr hinzuzuf&uuml;gen. Wie der Linken wieder zu Erfolg verholfen werden kann, dazu hat Jakob Augstein vor kurzem einige &Uuml;berlegungen geliefert.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27354#h01\"><strong>Demonstriert lieber gegen die Banken<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Konsens gef&auml;hrdet die Demokratie<\/strong><br>\nDie Philosophin Chantal Mouffe kritisiert die Sozialdemokratie als Komplizin des Neoliberalismus und pl&auml;diert f&uuml;r einen Linkspopulismus mit repr&auml;sentativem Anspruch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/themen_channel\/wz_reflexionen\/zeitgenossen\/758416_KonsensgefaehrdetdieDemokratie.html\">Wiener Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wirtschaftskrise: Deutschlands Schuld an der Eurokrise<\/strong><br>\nDie Euro-Krise ist auch eine Folge der von Ex-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der initiierten imperialistischen Wirtschaftspolitik, sie hat zu einer europaweiten Prekarisierung gef&uuml;hrt.<br>\nDie griechische Regierung musste im Juli kapitulieren. Sie beugte sich der Macht ihrer Gl&auml;ubiger, vor allem der Macht von Merkel und Sch&auml;uble. Es war wie ein Putsch gegen das griechische Volk. Erinnerungen an den 11. September 1973, den Putsch gegen Allende in Chile, wurden wach. Kein Wunder, dass wie damals intensive Diskussionen &uuml;ber die Handlungsm&ouml;glichkeiten linker Politik gef&uuml;hrt werden. Bislang kreisen diese sehr stark um die europ&auml;ischen Institutionen und um den Euro selbst. Doch diese Debatten f&uuml;hren in die Irre.<br>\nDer Ausstieg aus dem Euro, der &bdquo;Grexit&ldquo;, w&auml;re eine noch gr&ouml;&szlig;ere Katastrophe f&uuml;r das griechische Volk als das jetzige Memorandum. Wer das nicht einsieht, sollte zumindest akzeptieren, dass die Mehrheit in Griechenland den Ausstieg f&uuml;rchtet und im Euro bleiben will.<br>\nDurchg&auml;ngig in der Debatte ist der Tenor, dass die neoliberale Erpressung Griechenlands Resultat der Strukturen der EU und der Eurozone sind. Dies l&auml;uft dann alles zusammen in der Kritik am Euro selbst: Er sei schlecht f&uuml;r Griechenland, aber auch f&uuml;r die L&auml;nder der Euro-Zone. Er sei gescheitert, und die R&uuml;ckkehr zu nationalen W&auml;hrungen mit europ&auml;ischer Kooperation sei die linke Alternative.<br>\nStarker Tobak. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit des Europ&auml;ischen W&auml;hrungssystems (EWS). Damals versuchte die Politik, die Austauschverh&auml;ltnisse von D-Mark, Gulden, Francs, Drachme und den anderen Geldern zu fixieren. Vergeblich. Das EWS war eine Einladung an die Finanzm&auml;rkte, gegen diese politischen Kurse zu spekulieren. Europas W&auml;hrungen wurden zum Spielplatz der internationalen Finanzzocker. Nein, statt dem Euro eine R&uuml;ckkehr zu diesen Gruselzeiten ist der falsche Weg.<br>\nDer eigentliche Knackpunkt der Eurokrise liegt nicht in der W&auml;hrungsfrage. Die europ&auml;ischen Institutionen bergen sicher sehr viel Undemokratisches in sich, aber sie und als Inkarnation des Ganzen den Euro entscheidend daf&uuml;r verantwortlich zu machen, dass Griechenland zu einem Protektorat wurde, ist eine falsche Analyse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gastbeitraege\/wirtschaftskrise-deutschlands-schuld-an-der-eurokrise,29976308,31729098.html\">Michael Schlecht in der FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Federal Reserve needs to worry about inequality, not inflation<\/strong><br>\nAt the end of every August, central bankers and financiers from around the world meet in Jackson Hole, Wyoming, for the US Federal Reserve&rsquo;s economic symposium. This year, the participants were greeted by a large group of mostly young people, including many African- and Hispanic Americans.<br>\nThe group was not there so much to protest as to inform. They wanted the assembled policymakers to know that their decisions affect ordinary people, not just the financiers who are worried about what inflation does to the value of their bonds or what interest-rate hikes might do to their stock portfolios. And their green T-shirts were emblazoned with the message that for these Americans, there has been no recovery.<br>\nEven now, seven years after the global financial crisis triggered the Great Recession, &ldquo;official&rdquo; unemployment among AfricanAmericans is more than 9%. According to a broader (and more appropriate) definition, which includes part-time employees seeking full-time jobs and marginally employed workers, the unemployment rate for the US as a whole is 10.3%.<br>\nBut, for African Americans &ndash; especially the young &ndash; the rate is much higher. For example, for African Americans aged 17 to 20 who have graduated from high school but not enrolled in college, the unemployment rate is over 50%. The &ldquo;jobs gap&rdquo; &ndash; the difference between today&rsquo;s employment and what it should be &ndash; is three million.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/business\/2015\/sep\/07\/federal-reserve-needs-to-worry-about-inequality-not-inflation\">Joseph Stiglitz im Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Daimler-Boss l&auml;sst in Fl&uuml;chtlingszentren nach Arbeitskr&auml;ften suchen<\/strong><br>\nEiner der gr&ouml;&szlig;ten Industriearbeitgeber Deutschlands will gezielt Fl&uuml;chtlinge einstellen. Daimler-Chef Dieter Zetsche k&uuml;ndigte an, in den Fl&uuml;chtlingszentren Arbeitskr&auml;fte zu suchen und f&uuml;r sein Unternehmen anzuwerben.<br>\n&ldquo;Ich k&ouml;nnte mir vorstellen, dass wir in den Aufnahmezentren die Fl&uuml;chtlinge &uuml;ber M&ouml;glichkeiten und Voraussetzungen informieren, in Deutschland oder bei Daimler Arbeit zu finden&rdquo;, sagte Zetsche der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; (&ldquo;BamS&rdquo;). &ldquo;Die meisten Fl&uuml;chtlinge sind jung, gut ausgebildet und hoch motiviert. Genau solche Leute suchen wir doch.&rdquo;<br>\nZetsche f&uuml;gte demnach hinzu: &ldquo;Sie k&ouml;nnen uns &ndash; &auml;hnlich wie vor Jahrzehnten die Gastarbeiter &ndash; helfen, unseren Wohlstand zu erhalten beziehungsweise zu vermehren. Deutschland kann doch die freien Arbeitspl&auml;tze gar nicht mehr allein mit Deutschen besetzen.&rdquo;<br>\nK&uuml;rzlich hatte bereits Daimler-Vorstandsmitglied Christine Hohmann-Dennhardt in einem Zeitungsinterview angeregt, die Regeln zur Arbeitsaufnahme allgemein zu lockern und Asylbewerbern nach einem Monat zu gestatten, eine Arbeit aufzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/daimler-chef-will-in-fluechtlingszentren-neue-arbeitskraefte-finden-a-1051654.html#ref=rss\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Von welchen freien Arbeitspl&auml;tzen redet Zetsche? Will Zetsche uns schon wieder das alte M&auml;rchen eines Fachkr&auml;ftemangels auftischen? Der ja f&uuml;r Unternehmer bekanntlich bereits existiert, wenn sich auf eine ausgeschriebene Stelle nicht gleich f&uuml;nfzig oder mehr Kandidaten bewerben. Wenn es einen Fachkr&auml;ftemangel gibt, wie kann es dann sein, dass viele Stellen f&uuml;r Berufseinsteiger nur befristet angeboten werden? Eine Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsbildung (IAB) aus dem Jahr 2012 ergab, dass der Anteil befristeter Neueinstellungen zwischen 2001 und 2011 von 32 auf 45 Prozent stieg. Wie kann es dann sein, dass man mit auch mit besten Qualifikationen mit Ende vierzig und Anfang f&uuml;nfzig faktische keine Chance mehr hat auf dem deutschen Arbeitsmarkt? Es f&auml;llt schwer zu glauben, dass gerade Daimler, als einer der renommiertesten deutschen Arbeitgeber, sich &uuml;ber einen Mangel an Bewerbern zu beklagen h&auml;tte. <\/em><br>\n<em>Es ist klar, das Thema bietet Angriffsfl&auml;che f&uuml;r Falschinterpretationen. Die Kritik, die zu &uuml;ben ist, entspringt aber nicht der Logik deutsche Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r Deutsche, sondern der Intention des Herren Zetsche und anderer Kapitalvertreter. Nat&uuml;rlich geht es Zetsche nicht um humanit&auml;re Hilfe und um die Integration von Migranten. Nach Zetsche sind &bdquo;die meisten Fl&uuml;chtlinge &hellip; jung, gut ausgebildet und hoch motiviert.&ldquo; Allerdings verga&szlig; er den Satz in diesem Sinn zu beenden: Und sind wohl auch bereit, zu niedrigeren L&ouml;hnen zu Arbeiten und sind noch nicht mit Vorstellungen von irgendwelchen Sozialklimbim versaut, sind durch ihre Flucht Entbehrungen und Strapazen gew&ouml;hnt,  und &bdquo;genau solche Leute suchen wir doch.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Es ist ja nicht so, dass Neoliberale, Kapital- und Verm&ouml;gensbesitzern pl&ouml;tzlich ihre altruistische Ader entdeckt h&auml;tten, wenn etwa Unternehmerverb&auml;nde sich pl&ouml;tzlich f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge einsetzen. Die demographische Entwicklung zu diskutieren, mag Sinn machen, die Bef&uuml;rchtungen der Kapitalvertreter geht aber in die Richtung, dass es wom&ouml;glich eines Tages nicht mehr ein &Uuml;berangebot der Ware Arbeitskraft geben k&ouml;nnte und dann gem&auml;&szlig; der Marktlogik der Preis daf&uuml;r, sprich die L&ouml;hne, steigen. Diese Entwicklung sieht kein Unternehmer gern. Deswegen muss bei Zeiten daf&uuml;r gesorgt werden, dass die Reservearmee an Arbeitskr&auml;ften gen&uuml;gend gro&szlig; bleibt. Das steckt dahinter, wenn Herr Zetsche pl&ouml;tzlich sein Herz f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge entdeckt haben will.<\/em><br>\n<em>Diese Darstellung erscheint zu d&uuml;ster? Dann sollte man bedenken, dass von Unternehmerseite die Einf&uuml;hrung des Hartz IV Systems vehement gefordert und begr&uuml;&szlig;t wurde. Eines Systems, dass die Betroffenen einer &auml;u&szlig;erst repressivem und dem&uuml;tigendem Prozedur aussetzt, und das bewusst Angst erzeugen und die Menschen gef&uuml;gig machen soll. Hartz IV wurde mit dem Ziel eingef&uuml;hrt die L&ouml;hne nach unten zu dr&uuml;cken. Man sieht das Herz der Unternehmer f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge entspringt nicht gerade einer humanit&auml;ren Intention.<\/em><br>\n<em>Und ja, es mag wiederum zynisch klingen, aber auch der Bundesregierung scheint das aktuelle Geschehen ganz recht zu kommen um von anderen Themen abzulenken und sich als H&uuml;ter der Humanit&auml;t aufzuspielen, obwohl durch Hartz IV die Menschenw&uuml;rde von vielen B&uuml;rgern seit zehn Jahren mit F&uuml;ssen getreten wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Wirtschaft fehlt Gerechtigkeit<\/strong><br>\nStudie: Soziale Ungleichheit zugleich &ouml;konomisches Problem<br>\nSoziale Ungerechtigkeit ist f&uuml;r Gesellschaften nicht nur ein ethisches Problem, sondern schadet der Wirtschaft. Vielen L&auml;ndern mangelt es an Teilhabechancen. In der Kritik steht auch Deutschland.<br>\nSoziale Ungerechtigkeit ist f&uuml;r Gesellschaften nicht nur ein ethisches Problem, sondern schadet der Wirtschaft. Diese Erkenntnis ist relativ neu; erst in den vergangenen Jahren nahm die Debatte zu Inclusive Growth (inklusives Wachstum) Fahrt auf. Studien etwa der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ergaben, dass Gleichheit und wirtschaftliche St&auml;rke sich gegenseitig bedingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/983841.der-wirtschaft-fehlt-gerechtigkeit.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Saakashvili says Yatsenyuk&rsquo;s Cabinet thwarts reforms, serves oligarchs<\/strong><br>\nMikheil Saakashvili has lashed out at Prime Minister Arseniy Yatsenyuk and his Cabinet, saying that they are sabotaging economic, customs and other reforms and serve oligarchs&rsquo; interests. &hellip;.<br>\n&ldquo;Every day I talk about sabotage not by Russia, &hellip; &ldquo;We&rsquo;re talking about sabotage by central government.&rdquo;<br>\nHe added that the Cabinet was &ldquo;giving with one hand and taking away with the other.&rdquo;<br>\nHe said that he had &ldquo;fallen victim to their talk and confidence tricks. I believe I&rsquo;ve been deceived. Lies should have some limits. I hear lies every day.&rdquo;<br>\nHe also called for a thorough reshuffle of the Ukrainian government.<br>\n&ldquo;Now the government is paralyzed,&rdquo; Saakashvili said. &ldquo;There must be a total reset of the Ukrainian government on all levels.&rdquo;<br>\nA petition has been filed on the president&rsquo;s site for appointing Saakashvili as prime minister, although he said he was not planning to become head of the government.<br>\nHowever, political analyst Taras Berzovets interpreted Saakashvili&rsquo;s statements as the beginning of a bid to become prime minister. Saakashvili argued that corruption had increased since Yatsenyuk became prime minister in February 2014 and oligarchs&rsquo; influence was gigantic.<br>\n&ldquo;Oligarchs&rsquo; interests control the Ukrainian government,&rdquo; he said.<br>\nAn example of the Cabinet&rsquo;s sabotage of reforms is the situation at customs offices, Saakashvili argued. &ldquo;The situation at the customs agency is worse than under Yura of Yanekieve,&rdquo; he said, &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kyivpost.com\/content\/kyiv-post-plus\/s-aakashvili-says-yatsenyuks-cabinet-thwarts-reforms-serves-oligarchs-397217.html\">Kyiv Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.L.:<\/strong> Der Typ funktioniert offenbar nicht wie geplant. Oder seine US-Freunde haben entschieden, dass er dort das Ruder &uuml;bernimmt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Milit&auml;risch gegen den &ldquo;Fluch der b&ouml;sen Tat&rdquo; vorgehen?<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien und Frankreich wollen angesichts des Fl&uuml;chtlingsstroms aus Syrien den Kampf gegen den &ldquo;Islamischen Staat&rdquo; forcieren<br>\nBislang hatte sich Fran&ccedil;ois Hollande dem verweigert, wof&uuml;r er heute die ersten Schritte ank&uuml;ndigte: Angriffe der franz&ouml;sischen Luftwaffe auf Ziele des &ldquo;Islamischen Staates&rdquo; in Syrien. Ab Dienstag beginnen Aufkl&auml;rungsfl&uuml;ge &uuml;ber Syrien. Deren Informationen dienen der Vorbereitung f&uuml;r Luftangriffe gegen den &ldquo;Islamischen Staat&rdquo;, gab der franz&ouml;sische Pr&auml;sident auf einer Pressekonferenz bekannt.<br>\nDie Wochen zuvor wollte Hollande von solchen Vorschl&auml;gen zur Erweiterung des Einsatzes nichts wissen. Zwar ist die Luftwaffe Teil der Anti-IS-Koalition und hat laut Generalstab bisher etwa 200 Luftangriffe auf IS-Ziele im Irak, aber einem Einsatz in Syrien verwehrte sich Hollande mit dem Argument, dass man damit dem syrischen Pr&auml;sidenten helfe, an der Macht zu bleiben. Der Pr&auml;sident postulierte, dass al-Assad und der IS &ldquo;zwei Seiten derselben Medaille&rdquo; seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45912\/1.html\">Thomas Pany auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>General-Amnesie &ndash; Mit Al-Qaida gegen IS<\/strong><br>\nMit Beelzebub gegen den Teufel. Mit afghanischen &raquo;Freiheitsk&auml;mpfern&laquo; ein Jahrzehnt lang gegen die sowjetische Besatzung. Mit US-Truppen gegen eben diese &raquo;Freiheitsk&auml;mpfer&laquo;, da sie zwischenzeitlich zu verdammensw&uuml;rdigen Terroristen &ndash; sprich: Taliban &ndash; mutiert waren. Und nochmals heftiger gegen die Taliban, weil diese Osama bin Laden und seine Recken der Al-Qaida als ideelle Gesamtterroristen in den Bergen Afghanistans Unterschlupf gew&auml;hrten. Und heute? Mit eben den Al-Qaida-Leuten in der Nach-bin Laden-&Auml;ra, in Syrien organisiert in der Al-Nusra-Front, gegen den &raquo;Islamischen Staat&laquo; (IS)? Kein Problem: Das jedenfalls ist dieser Tage laut The Daily Beast die Botschaft von David Petraeus, Eines Mannes, der vor allem w&auml;hrend der achtj&auml;hrigen Amtszeit von US-Pr&auml;sident George W. Bush (Januar 2001 bis Januar 2009) eine glanzvolle Karriere hinlegte &ndash; vom &raquo;Aufstandsbek&auml;mpfungs&laquo;-Strategen im Irak, &uuml;ber den Posten des ISAF-Kommandeurs in Afghanistan bis hin zum Direktor der CIA von 2011 bis 2012. In beiden genannten L&auml;ndern ist der Name Petraeus untrennbar verbunden mit der Ausweitung von Bombenangriffen der US-Luftwaffe, die jeweils einen hohen Blutzoll unter der Zivilbev&ouml;lkerung forderten.<br>\nExgeneral David Howell Petraeus (62) wurde bis 2012 vor allem von den US-amerikanischen Leitmedien als Darling unter den Milit&auml;rs &uuml;ber den gr&uuml;nen Klee gelobt. Bis er wegen einer Aff&auml;re mit Paula Broadwell, einer fr&uuml;heren Reserveoffizierin und Biographin des Generals, strauchelte. Petraeus hatte der Dame dar&uuml;ber hinaus Zugang zu vertraulichen Akten und E-Mails verschafft, was ihm nach einem Schuldeingest&auml;ndnis im April dieses Jahres eine Geldstrafe von 100.000 Dollar und eine zweij&auml;hrige Haftstrafe auf Bew&auml;hrung einbrachte. Peanuts f&uuml;r den einstigen Viersternegeneral, der ohnehin seit Mai 2013 in der milliardenschweren Investmentfirma Kohlberg, Kravis Roberts &amp; Co. den dort f&uuml;r ihn ma&szlig;geschneiderten Job eines Vorsitzenden des KKR Global Institute innehat.<br>\nWas man nicht alles tut, um den syrischen Pr&auml;sidenten Baschar Al-Assad in die Knie zu zwingen. Wer heute &uuml;ber &ndash; vornehmlich afghanische, irakische, libysche und syrische &ndash; Fl&uuml;chtlinge redet, darf &uuml;ber die Architekten dieser &raquo;gescheiterten Staaten&laquo; und die eigentlichen Schleuser nicht schweigen. Wer nach dem 11. September 2001nach dreisten L&uuml;gen andere L&auml;nder mit staatsterroristischen Akten, mit Krieg, Verw&uuml;stung und uns&auml;glichem Leid &uuml;berzog, geh&ouml;rte eigentlich l&auml;ngst vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gestellt. Statt dessen sitzen zahlreiche Verantwortliche dieser desastr&ouml;sen Politik nach wie vor an wichtigen Schalthebeln der Macht, re&uuml;ssierten als Berater in R&uuml;stungskonzernen oder wie eben der einstige Vorzeigeneral Petraeus als hochdotierte Experten in Wirtschaftsunternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/09-07\/018.php\">junge welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Meinungsumfragen: Triumph der Anti-Politik<\/strong><br>\nDer Unterschied zwischen dem Handeln und den Meinungen der Deutschen ist riesig. Nur so ist der politische Erfolg von Kanzlerin Angela Merkel zu erkl&auml;ren.<br>\nSelbst 44 Prozent aller Gr&uuml;nen-W&auml;hler sind laut ARD-Deutschlandtrend mit der Bundesregierung zufrieden. Wahrscheinlich hat sich in ihren Hirnen schon ein mittelgro&szlig;er Bouffier ausgebildet. Bitte mal Fieber messen.<br>\n&Uuml;berhaupt beschleicht einen der Eindruck, dass sehr viele Leute sehr wenig dar&uuml;ber nachdenken, was sie eigentlich so meinen. Dass sie eine Art politischer Schizophrenie kultivieren. So hei&szlig;t es ja oft, das Volk h&auml;tte die Politik total satt. Rufe stets: Alles Dreck! Alle korrupt! Alsdann w&auml;hlt es zu aktuell 42 Prozent CDU, juchu!<br>\nIst Anti-Politik also nur Attit&uuml;de? Anderswo l&auml;sst sich mit der Behauptung, kein Politiker zu sein, prima Politik machen. Silvio Berlusconi gewann drei Wahlen mit der Masche. Marine Le Pen wurde bei der letzten Europawahl mit lauter Anti-Politik st&auml;rkste Kraft. Ich bin kein Politiker! deklamieren auch Viktor Orb&aacute;n, Vladimir Putin und &ndash; neu im Zirkus &ndash; Donald Trump. Der sagt, die in Washington seien &bdquo;alle dumm. Nicht b&ouml;se, aber dumm.&ldquo; Und die USA schreien: &bdquo;Hurra!&ldquo;<br>\nEigentlich, so zeigen Untersuchungen, ist das Vertrauen ins System hierzulande hoch. Wie viel aber l&auml;sst sich daraus ableiten? In Skandinavien ist das Systemvertrauen noch gr&ouml;&szlig;er. Und doch grassiert hier jetzt die Anti-Politik. Norwegens ultrarechte &bdquo;Fortschrittspartei&ldquo; hat ein Comeback erlebt und regiert mit. Wie auch die &bdquo;wahren Finnen&ldquo; und die d&auml;nische Volkspartei. Selbst die &bdquo;Schwedendemokraten&ldquo; liegen in Umfragen bei 20 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kolumnen\/meinungsumfragen-triumph-der-anti-politik,29976192,31730418.html\">Tom Schimmeck in der FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Alarm! Christdemokraten, Liberale und Rechtskonservative wollen Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative &bdquo;Wasser ist ein Menschenrecht&ldquo; zum Scheitern bringen<\/strong><br>\nHelfen Sie, den Angriff in letzter Minute abzuwehren!<br>\nDie B&uuml;rgerinitiative &bdquo;Recht auf Wasser&ldquo; war nicht zu Letzt durch die Aufkl&auml;rung mit dem Film &bdquo;Water Makes Money&ldquo; die erste erfolgreiche Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative. Jetzt haben die Fraktionen der Konservativen und Christdemokration (EVP) sowie die Rechtkonservativen einen Resolutionsantrag eingebracht, der die B&uuml;rgerinitiative &bdquo;Recht auf Wasser&ldquo; zum Scheitern bringen w&uuml;rde. Damit soll ein zur Abstimmung vorliegender Antrag des Umweltausschusses komplett zu Fall gebracht werden, der die Forderungen der Europ&auml;ischen B&uuml;rgerinitiative aufnimmt. Weitere konservative Abgeordnete haben zudem noch &Auml;nderungsantr&auml;ge gestellt, um der Resolution des Umweltausschusses die Z&auml;hne zu ziehen, falls die Globalalternative der beiden Fraktionen keine Mehrheit findet. Die Globalalternative hat jedoch eine Chance auf eine Mehrheit, weil auch viele liberale Abgeordnete und rechte Europagegner gegen ein europ&auml;isch garantiertes Recht auf Wasser sind.<br>\nDie Abstimmung des Europaparlaments findet am kommenden Dienstag, dem 08.09.2015 in Strasbourg statt. Der Antrag des Umweltausschusses forderte mit Unterst&uuml;tzung von Sozialdemokraten, Gr&uuml;nen und Linken die Kommission auf, umfassende Initiativen f&uuml;r ein Menschenrecht auf Wasser zu ergreifen.<br>\nDie konservativen &Auml;nderungsantr&auml;ge sind ein skandal&ouml;ser Schlag ins Gesicht der 1,9 Millionen Europ&auml;er und &uuml;ber 1,3 Millionen Deutschen, die die B&uuml;rgerinitiative unterst&uuml;tzt haben. Die Wasserversorgung in &ouml;ffentlicher Hand muss umfassend gesch&uuml;tzt und Rekommunalisierungen unterst&uuml;tzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fame2012.org\/actions\/de\/ebi-kampagne-recht-auf-wasser\/\">European Water Movement<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Auf die Stra&szlig;en gegen die Entdemokratisierung und TTIP<\/strong><br>\nTTIP wird von der deutschen Regierung als Mittel zur Sicherung des Wohlstands angepriesen, wahr ist das nicht, doch es klingt besser als Freihandel zugunsten der St&auml;rksten und Entdemokratisierung der Gesellschaft. Am 10.10 soll es in Berlin eine Demonstration gegen TTIP und die Unterordnung der Demokratie unter den Willen der M&auml;rkte geben.<br>\nDie Demonstration richtet sich dabei nicht nur gegen die Abschaffung von &ouml;kologischen und sozialen Standards, die durch TTIP gef&auml;hrdet werden d&uuml;rften, sondern auch gegen die Gefahr der weiteren Entdemokratisierung der Gesellschaft. So hat nicht mal der Vorsitzende des Parlamentsausschusses f&uuml;r internationalen Handel, Bernd Lange, die M&ouml;glichkeit alle TTIP Dokumente in g&auml;nze zu sehen, geschweige denn konkret &uuml;ber Ver&auml;nderungen zu verhandeln. Dieses Privileg ist der EU-Kommission, welche nicht demokratisch von der Bev&ouml;lkerung gew&auml;hlt wurde, vorbehalten. Auch die US-amerikanischen Abgeordneten haben wenig Rechte, wenn es um TTIP und Freihandel geht, sie d&uuml;rfen wenn ein Gesetzesvorschlag des Wei&szlig;en Hauses Erfolg hat, nur noch Freihandelsabkommen als Ganzem zustimmen, &Auml;nderungen d&uuml;rften sie aber nicht mehr einbringen. Gemeinsam haben deswegen fast ein Drittel der Mitglieder des Abgeordnetenhauses einen Brief an den Pr&auml;sidenten gerichtet um sogenannten Fast-Track-Abkommen zu verhindern, ob sie damit Erfolg haben wird sich noch zeigen. Die Sorge vor Entdemokratisierung und den negativen Folgen des Abkommens ist daher berechtigt und sollte Motivation genug sein am 10.10 an der Gro&szlig;demonstration gegen TTIP teilzunehmen, die sowohl von Gewerkschaften, als auch NGOS, wie auch Linken und Gr&uuml;nen unterst&uuml;tzt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/auf-die-strassen-gegen-die-entdemokratisierung-und-ttip\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Auch Pazifismus kann t&ouml;ten &ndash; warum Deutschland sich in Syrien endlich milit&auml;risch engagieren muss<\/strong><br>\nDer Syrien-Krieg etwa galt lange Zeit als &bdquo;vergessener Konflikt&ldquo;. Wenn wir uns selbst gegen&uuml;ber ehrlich sind, m&uuml;ssen wir uns eingestehen, dass den meisten Deutschen diese mit brutalsten Mitteln gef&uuml;hrte Auseinandersetzung lange Zeit herzlich egal war. Selbst, als der syrische Dikator Bashar al-Assad begann, Giftsgas gegen die eigene Bev&ouml;lkerung einzusetzen.<br>\nGerade einmal drei Flugstunden von Deutschland entfernt, 200 Kilometer vor der K&uuml;ste des EU-Landes Zypern, sind seit 2011 Hunderttausende Menschen gestorben. Sind St&auml;dte ausgel&ouml;scht und Millionen Existenzen vernichtet worden, ohne dass uns dies eine gr&ouml;&szlig;ere Debatte wert war.<br>\nWir m&uuml;ssen umdenken. Und das schlie&szlig;t auch mit ein, dass wir uns k&uuml;nftig dort, wo alle diplomatischen Mittel versagt haben, wieder st&auml;rker milit&auml;risch engagieren.<br>\nNiemand w&uuml;nscht sich eine Neuauflage der neokonservativen Kriegspolitik, die Amerika in den Nullerjahren zu verantworten hatte &ndash; mit allen damit einhergehenden Irrt&uuml;mern und L&uuml;gen. Der Irakkrieg war ein Jahrhundertfehler, der das Ansehen westlicher Politik zerst&ouml;rt und Millionen Menschen uns&auml;gliches Leid beschert hat.<br>\nAber daraus zu folgern, dass staatlich gewollte Gewaltlosigkeit die L&ouml;sung f&uuml;r alles Elend auf dieser Welt ist, w&auml;re ebenso falsch.<br>\nDenn Teil der Wahrheit ist auch, dass der Bosnien-Krieg erst nach den Luftangriffen der USA im Jahr 1995 ein Ende genommen hat. Viele haben das hierzulande bereits vergessen. Aber das Nicht-Handeln der EU in den Jugoslawien-Kriegen ist ein dunkles Kapitel der j&uuml;ngeren europ&auml;ischen Geschichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.de\/2015\/09\/07\/pazifismus-toedlich_n_8099408.html?ncid=fcbklnkdehpmg00000003\">The Huffington Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Widerw&auml;rtigster und verlogener Propagandajournalismus.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Wernicke:<\/strong> Ein wenig Recherche zu besagtem Autor offenbart qua Foto nicht nur umgehend seine &bdquo;Grundhaltung&ldquo;, sondern auch sein Eingebunden sein in elit&auml;re Netzwerke, <a href=\"http:\/\/www.droemer-knaur.de\/autoren\/7768528\/sebastian-christ\">deren Spr&ouml;ssling er zu sein scheint<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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