{"id":2748,"date":"2007-11-06T09:38:38","date_gmt":"2007-11-06T08:38:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2748"},"modified":"2007-11-06T09:38:38","modified_gmt":"2007-11-06T08:38:38","slug":"hinweise-des-tages-520","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2748","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2748&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Erbitterter Streit um Mindestlohn f&uuml;r Briefzusteller im Bundestagsausschuss<\/strong><br>\nDie Konkurrenten der Deutschen Post AG stemmen sich weiterhin mit aller Kraft gegen den geplanten Mindestlohn f&uuml;r Briefzusteller. In einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung zu einem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur &Auml;nderung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes (16\/6735) am Montagnachmittag sprach der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA), Reinhard G&ouml;hner, in diesem Zusammenhang von einem &ldquo;Missbrauch des Tarifvertragsrechts&rdquo;. Unter den zwischen dem von der Deutschen Post AG dominierten Arbeitgeberverband Postdienste und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ausgehandelten Tarifvertrag, der die Grundlage f&uuml;r die Aufnahme der Briefzusteller ins Entsendegesetz sein soll, fielen nur rund 4.500 Besch&auml;ftigte (!). &ldquo;Hier sollen die Arbeitsbedingungen einer kleinen Minderheit einer gro&szlig;en Mehrheit aufgedr&uuml;ckt werden&rdquo;, betonte G&ouml;hner. Hierbei handele es sich ordnungspolitisch um einen &ldquo;dreisten Vorgang&rdquo;, f&uuml;gte Florian Gerster hinzu. Gerster ist Pr&auml;sident des Arbeitgeberverbandes der Neuen Brief- und Zustelldienste, in dem die Konkurrenten der Deutschen Post AG wie Pin Group und TNT zusammengeschlossen sind.<br>\nGerster betonte, sein Verband sei bereit, &uuml;ber einen &ldquo;realistischen Mindestlohn&rdquo; f&uuml;r Briefdienstleister von im Schnitt 7,50 Euro zu verhandeln. &ldquo;Mindestlohn ja, aber kein Monopolschutzlohn&rdquo;, sagte Gerster. Der vom Arbeitgeberverband Postdienste und von ver.di ausgehandelte Tarifvertrag, der Mindestl&ouml;hne von 9 Euro im Osten und 9,80 Euro im Westen vorsehe, werde aber auf einen Schlag Zehntausende Arbeitspl&auml;tze bei den Wettbewerbern der Post vernichten.<br>\nDagegen f&uuml;hrte Wolfhard Bender, Pr&auml;sident des Arbeitgeberverbands Postdienste, an, k&auml;me der Mindestlohn &uuml;ber das Entsendegesetz nicht p&uuml;nktlich zur Liberalisierung des Postmarktes Anfang 2008 werde es einen Verdr&auml;ngungswettbewerb geben. Dieser k&ouml;nne allein bei der Post AG zu einem Verlust von 32.000 Arbeitspl&auml;tzen f&uuml;hren. F&uuml;r bedenklich h&auml;lt es Bender dar&uuml;ber hinaus, dass die Konkurrenten der Post AG Wettbewerb staatlich subventioniert f&uuml;hren wollten. Denn bei einem Stundenlohn von rund 6 Euro m&uuml;sse der Staat die L&ouml;hne &uuml;ber Hartz-IV-Leistungen aufstocken. Auch der Berliner Betriebsrat der Post, Thomas Cosmar, zeigte sich &uuml;berzeugt, dass die Post AG einem Wettbewerb im Briefdienstleistungssektor nur &uuml;ber die Lohnh&ouml;he &ldquo;nicht lange standhalten&rdquo; k&ouml;nne.<br>\nKeine einheitliche Position fanden die geladenen Sachverst&auml;ndige auch in der Frage, ob &ndash; wie vom Gesetzgeber gefordert &ndash; mindestens 50 Prozent der Vollzeitbesch&auml;ftigten im Bereich der Briefzustellung von dem Tarifvertrag erfasst sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2007\/2007_278\/01.html\">Bundestag aktuell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Argumente der Gegner werden immer dreister. Da wird dann jeder Zeitungszusteller, der schon mal einen Brief abliefert zum Briefzusteller gemacht. In dieser Logik sind wir alle Briefzusteller, denn wer hat nicht schon einmal einen Brief f&uuml;r einen Nachbarn in Empfang genommen und zugestellt. Au&szlig;erdem bringen wir schlie&szlig;lich alle unsere Briefe zum Briefkasten. Deutschland ein Volk von Briefzustellern.<br>\nWarum sollen eigentlich die anderen Briefzusteller aus dem Markt fallen, wenn alle die gleichen Mindestl&ouml;hne zahlen m&uuml;ssten, also die gleichen Rahmenbedingungen h&auml;tten. Doch nur, weil sie offenbar nicht so effizient sind, wie die Post. Sie k&ouml;nnen sich doch offenbar nur deshalb auf dem Markt halten, weil sie ihre Briefzusteller noch mehr ausbeuten als die Post und sich diese Ausbeutung auch noch vom Steuerzahler durch Lohnzusatzleistungen honorieren lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Koalitionsrunde: Nur noch faule Kompromisse<\/strong>\n<ul>\n<li>Im Streit um den Post-Mindestlohn erkannten die Sozialdemokraten Zweifel der Union als berechtigt an, dass der Tarifvertrag zwischen Post und Verdi mehr als die H&auml;lfte der Bediensteten umfasst. Da die Gewerkschaft Neuverhandlungen umgehend ablehnte, soll nun im Entsendegesetz f&uuml;r die Post festgeschrieben werden, dass der Mindestlohn nur f&uuml;r hauptberufliche Briefzusteller gilt.<\/li>\n<li>Offen ist noch, wie die geplante l&auml;ngere Auszahlung des Arbeitslosengelds I (ALG I) finanziert wird. Die Union besteht auf Einsparungen an anderer Stelle bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), um mit deren &Uuml;bersch&uuml;ssen den Arbeitslosenbeitrag noch unter 3,5 Prozent abzusenken, die SPD will einen Teil der BA-&Uuml;bersch&uuml;sse f&uuml;r die ALG-I-Verl&auml;ngerung nutzen. Eine Arbeitsgruppe soll bis zur Koalitionsrunde am n&auml;chsten Montag die Finanzspielr&auml;ume ausloten.<\/li>\n<li>Fest verabredet wurde in der Runde unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass die Einschr&auml;nkung der Pendlerpauschale bestehen bleibt, solange das Verfassungsgericht nicht anders entscheidet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2414192?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Soll also die Post ihre Briefzusteller auch noch nebenberuflich anstellen und deren Lohn durch Hartz IV aufstocken lassen? Die SPD hat der Union die Senkung der Beitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung auf 3,5% zugestanden ohne jede Gegenleistung. Die Pendlerpauschale regelt nicht die Politik, sondern das Gericht. Das nennt man faule Kompromisse?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Erbschaftssteuer: Eine nutzlose Reform<\/strong><br>\nEine merkw&uuml;rdige Reform ist das. Seit fast vier Jahren besch&auml;ftigen sich Union und SPD, viele Wissenschaftler und nat&uuml;rlich auch die Opposition mit einer Gesetzes&auml;nderung, die nichts &auml;ndert. Jedenfalls nicht am entscheidenden Punkt. Die Erbschaftsteuer in Deutschland liegt im internationalen Vergleich auf eher niedrigem Niveau &ndash; eine moderate Erh&ouml;hung w&auml;re also sinnvoll. Doch die gro&szlig;e Koalition verzichtet darauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2007%2F11%2F06%2Fa0119&amp;src=GI&amp;cHash=e5eabc3559&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Experten begr&uuml;&szlig;en Beitragsfreiheit bei Entgeltumwandlung<\/strong><br>\nDas geplante Festhalten an der Beitragsfreiheit bei der Entgeltumwandlung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung st&ouml;&szlig;t bei Experten weitgehend auf Zustimmung. In einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung zu einem Gesetzentwurf der Bundesregierung (16\/6539), &uuml;ber den am Donnerstag im Bundestag abgestimmt werden soll, bef&uuml;rworteten am Montag sowohl die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) als auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) den Vorsto&szlig;. F&uuml;r die BDA hob Gert Nachtigal hervor, dass gerade die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen von der Regelung profitierten. F&uuml;r den DGB f&uuml;gte Martina Perreng hinzu, w&uuml;rde die Sozialversicherungsfreiheit Ende des Jahres wegfallen, werde es zu &ldquo;Ausweichreaktionen&rdquo; kommen. So w&uuml;rden m&ouml;glicherweise viele Arbeitnehmer laufende Vertr&auml;ge k&uuml;ndigen, was zu erheblichen Verlusten f&uuml;hre. Der Sachverst&auml;ndige vom Sozialverband Deutschland, Ragnar Hoenig, anerkannte zwar das Bestreben der Bundesregierung, die betriebliche Altersvorsorge zu st&auml;rken. Der eingeschlagene Weg sei aber &ldquo;nicht richtig&rdquo;, da er geringere Rentenanwartschaften und geringere Rentensteigerungen zur Folge habe. Auch der Einzelsachverst&auml;ndige Prof. Winfried Schm&auml;hl wies auf dieses Problem hin. Er schlug eine Befristung der Regelung vor, um weitere Erkenntnisse &uuml;ber die finanziellen Auswirkungen zu sammeln. Er wies zudem darauf hin, dass an der Finanzierung der Beitragsfreiheit alle sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten beteiligt seien, auch die, die nicht einen bestimmten Anteil ihres Lohnes oder ihres Gehaltes umwandeln k&ouml;nnten oder wollten. Der Experte der Deutschen Rentenversicherung Bund, Wolfgang Binne, erl&auml;uterte, dass die Auswirkungen der Beitragsausf&auml;lle auf den Rentenwert nach Sch&auml;tzungen seines Hauses bei zwei Prozent liegen w&uuml;rden. In der Anh&ouml;rung ging es zudem um zwei Antr&auml;ge der FDP-Fraktion (16\/6433, 16\/1675) und einen Antrag der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (16\/6606).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2007\/2007_277\/03.html\">Bundestag aktuell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu: <a href=\"?p=2542\">&ldquo;Betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung ist ein schlechtes Gesch&auml;ft&rdquo;<\/a>. Ein Trauerspiel, dass der DGB dazu seine Hand reicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche leisten 1,474 Milliarden &Uuml;berstunden<\/strong><br>\nDas Anziehen der Konjunktur wirkt sich nun auch auf die Arbeitszeit aus: Die Deutschen m&uuml;ssen in diesem Jahr wieder deutlich mehr &Uuml;berstunden machen.<br>\nDie deutschen Arbeitnehmer machen im Durchschnitt dieses Jahr 1,02 &Uuml;berstunden, im vorigen waren es 0,99, und f&uuml;r 2008 erwarten die Experten im Schnitt 1,03 &Uuml;berstunden in der Woche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/jobkarriere\/erfolggeld\/special\/895\/80815\/index.html\/jobkarriere\/artikel\/509\/141205\/article.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Kfz-Branche bleibt auf einem riesigen Fahrzeugpark sitzen<\/strong><br>\n&ldquo;Wir bewegen uns leider sehr deutlich auf das niedrigste Pkw-Zulassungsniveau seit der Wiedervereinigung zu&rdquo;, hatte VDIK-Pr&auml;sident Volker Lange vergangene Woche erkl&auml;rt. Deutschland bleibt mit der schwachen Pkw-Nachfrage deutlich hinter anderen europ&auml;ischen Staaten zur&uuml;ck. In den vergangenen Wochen hatten Italien, Frankreich und Spanien alle Steigerungen der Neuzulassungen im Oktober um bis zu neun Prozent gemeldet. Ein Lichtblick f&uuml;r die deutschen Autohersteller bleibt derPkw-Export, der trotz des starken Euro im Oktober um 15 Prozent auf 371.600 Fahrzeuge stieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/0,1518,515467,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das &ldquo;Armenhaus&rdquo; Deutschland produziert Autos f&uuml;rs Auslandsgesch&auml;ft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zocken mit der Rente<\/strong><br>\nMan sollte die Fondsmanager zwangsweise ebenfalls im Heim internieren.<br>\nUnd &uuml;berall reden alle Zukunftstr&auml;umerlis von der kapitalgedeckten Rente, vom Ansparmodell und verdammen einstimmig unsere umlagenfinanzierte staatliche Rente. Im Moment kann man sicherlich so reden. Doch die Halbwertszeit dieser vermeintlichen Wahrheit befindet sich deutlich im Abw&auml;rtstrend.<br>\nUnd wenn es einmal richtig knallt an den M&auml;rkten, sieht alles pl&ouml;tzlich v&ouml;llig anders aus. Dann ist Papier nur noch Papier. Dann gilt: Erde zu Erde und Asche zu Asche. Bei allen Gedanken an das Gold als letzte Sicherheit, sollte man dennoch nicht verkennen: Das Sicherste auf der ganzen Welt, das ist die steuerliche Leistungsf&auml;higkeit flei&szlig;iger B&uuml;rger &ndash; selbst in einem angekratzten Land. Sie ist sicherer als alles Gold, welches ja in der Krise auch nur dann verkauft oder getauscht werden kann, wenn jemand anders &uuml;ber etwas verf&uuml;gt, was er daf&uuml;r geben kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wallstreet-online.de\/nachrichten\/nachricht\/2182063.html\">Wallstreet Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Staat pumpt Anleger an<\/strong><br>\nDas deutsche Fondsuniversum wird um eine Anlageklasse reicher: Mit der Novellierung des Investmentgesetzes hat die Bundesregierung den Weg frei gemacht f&uuml;r offene Infrastrukturfonds. Sie sollen von 2008 an bei Privatanlegern Kapital einsammeln, um damit Immobilienneubauvorhaben und Infrastrukturprojekte f&uuml;r die &ouml;ffentliche Hand zu finanzieren und zu betreiben.<br>\n&ldquo;Bei fest vereinbarten Mieten muss der private Partner einen Preisaufschlag wegen der Unsicherheit &uuml;ber die zuk&uuml;nftige Kostenentwicklung berechnen&rdquo;, sagt Colliers-International-Sprecherin Gabriele Stegers. Dahingegen k&ouml;nnten Bund, L&auml;nder und Kommunen auf Kommunalkredite zugreifen, deren Zinsen deutlich unter denen liegen, die privatwirtschaftliche Unternehmen zahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/geldanlage\/:Portfolio%20Staat%20Anleger\/274727.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Werner Vontobel: Hypothekarkrise? Die wahre Hypothek ist das Finanz&shy;system selbst<\/strong><br>\nAlle reden von Merrill Lynch und UBS, von Pleiten und Milliardenverlusten. Doch die Hypokrise ist nur die Sumpfbl&uuml;te. Wenden wir uns lieber dem Sumpf zu. Zwei Stichworte gen&uuml;gen: Globalisierung und Shareholder-Value. Die Globalisierung gab den Unternehmen Gelegenheit, die L&ouml;hne unter Druck zu setzen, die Shareholder-Philosophie gab ihnen die Rechtfertigung dazu, diese Chance zu nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blick.ch\/news\/wirtschaft\/vontobel\/reissen-uns-die-banken-in-die-krise-75180\">Blick<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Lucas Zeise: Der eigentliche Grund f&uuml;r die Krise an den Kreditm&auml;rkten d&uuml;rfte der aufgebl&auml;hte Finanzsektor sein<\/strong><br>\nDie Experten hatten vor Ausbruch der Krise die sch&ouml;nen neuen Eigenschaften des modernen Finanzmarkts gepriesen. Banken, so hie&szlig; es, seien eigentlich keine Kreditinstitute mehr. Sie verg&auml;ben zwar noch Kredite. Sie hielten sie aber nicht mehr in den B&uuml;chern, sondern verkauften sie weiter. Die Risiken w&uuml;rden auf diese Weise viel weniger klumpen, sie w&uuml;rden vom Bankensektor auf jene Investoren verteilt, die diese Risiken besser verkraften k&ouml;nnten. Nun zeigt sich, dass die Kredite zwar neu verpackt, ma&szlig;geschneidert und umgruppiert wurden, ein gro&szlig;er Teil aber doch wieder bei den Banken gelandet ist &ndash; nicht in ihren Bilanzen, sondern in frei schwebenden, nicht mit Eigenkapital, sondern durch Commercial Paper finanzierten Finanzvehikeln.<br>\nWie die allein in der Gr&ouml;&szlig;enordnung verschiedenen F&auml;lle IKB und Citigroup zeigen, k&ouml;nnen sich die Banken von den Liquidit&auml;tsgarantien gegen&uuml;ber ihren Finanzvehikeln nicht freimachen. So kommt die Krise doch wieder da an, wo sie ihren Ausgang genommen hat: bei der Kreditvergabe.<br>\nDie Neuverpackung und Umverteilung der Kredite hat schlie&szlig;lich an deren Qualit&auml;t nichts ver&auml;ndert. Der Zweck der neuen, massenhaft angebotenen Dienstleistung war vornehmlich die Generierung von Provisionen, Geb&uuml;hren und Kommissionen, die Investmentbanken, Ratingagenturen, Makler und Rechtsberater in diesem Gesch&auml;ft abgreifen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/275076.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kartell der Abkassierer<\/strong><br>\nEin 30-seitiges Papier des Bundeskartellamts bilanziert: In geheimen Treffen sollen die gro&szlig;en deutschen Stromkonzerne &uuml;ber viele Jahre gemeinsame Strategien abgesprochen und M&auml;rkte untereinander aufgeteilt haben. Selbst die Preise k&ouml;nnten manipuliert worden sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,druck-515368,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die M&uuml;nchener R&uuml;ck profitiert von der Steuerreform und verdient pr&auml;chtig<\/strong><br>\nZu den guten Zahlen der M&uuml;nchener R&uuml;ck tr&auml;gt in besonderem Ma&szlig;e die Unternehmensteuerreform bei. Zwar tritt die im Juli verabschiedete Reform erst am 1. Januar 2008 in Kraft, das neue Gesetz beeinflusst aber bereits jetzt die Steuerlast der Unternehmen. Ab 2008 zahlt die M&uuml;nchener R&uuml;ck als Folge der Steuerreform nur noch 33 Prozent statt bisher 40 Prozent Steuern. Das wirkt sich bereits heute aus, weil der Konzern die Vorsorge, die er f&uuml;r k&uuml;nftige Steuern bilden muss, wegen des niedrigeren Steuersatzes reduzieren kann. Im Konzern f&uuml;hrt das zu Entlastungen von 432 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Unternehmen-Muenchner-Rueck;art129,2414230?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie begr&uuml;ndete doch Bundesfinanzminister Steinbr&uuml;ck, die Unternehmensteuerreform 2008:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die Unternehmensteuerreform wird diesen Aufschwung unterst&uuml;tzen. Sie wird dazu beitragen, dass dieser Aufschwung, diese konjunkturelle Entwicklung verstetigt wird. Wir werden es mit einer Verbesserung des Investitionsklimas zu tun haben. Wir werden es auch damit zu tun haben, dass gleichzeitig die Steuerbasis in Deutschland gesichert und damit die Finanzierung &ouml;ffentlicher Aufgaben breiter abgesichert wird.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/lang_de\/nn_86\/nsc_true\/DE\/Aktuelles\/Reden_20und_20Interviews\/050,templateId=renderPrint.html%20\">Bundesministerium der Finanzen<\/a><\/p>\n<p><em>Durch die Mehr-Gewinne der M&uuml;nchner R&uuml;ck wird also der Aufschwung unterst&uuml;tzt und die Steuerbasis gesichert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wenn unangenehme Beh&ouml;rdenpost kommt<\/strong><br>\nNordrhein-Westfalens B&uuml;rger m&uuml;ssen sich ab sofort z&uuml;gig Rechtsrat suchen, wenn sie unangenehme Beh&ouml;rdenpost von Land und Kommunen bekommen. Ab dem 1. November 2007 hat der Landtag f&uuml;r fast alle Verfahren nach Landesrecht das kostenfreie Widerspruchsverfahren abgeschafft. Wer gegen Beh&ouml;rdenbescheide vorgehen will, muss direkt vom dem Verwaltungsgericht klagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rundschau-online.de\/html\/artikel\/1193152644160.shtml\">K&ouml;lnische Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> So kann man den Rechtsstaat auch beschneiden, man von den Beh&ouml;rden noch nicht einmal mehr um eine rechtsmittelf&auml;hige Begr&uuml;ndung eines Widerspruchs verlangen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neues Gentechnik-Gesetz<\/strong><br>\nErste Lesung bei Nacht und Nebel?<br>\nAm Freitag, den 9. November  nachts zwischen 3:50 und 4:20 Uhr soll im Bundestag die erste Lesung zur &Auml;nderung des Gentechnik-Gesetzes stattfinden.<br>\nCampact l&auml;uft Sturm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.campact.de\/gentec\/ml4\/mailer\">Campact<\/a><\/li>\n<li><strong>Untersuchung der poltischen und gesellschaftlichen Einflussnahme der Bertelsmann Stiftung auf die Reformen im &ouml;ffentlichen Bereich<\/strong><br>\nEine Diplomarbeit von Susanne Schiller<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.anti-bertelsmann.de\/2007\/EinflussBertelsmannStiftung.pdf\">www.antibertelsmann.de [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Nach dem Exzellenz-Wettbewerb der deutschen Universit&auml;ten<\/strong><br>\nDie langfristig f&uuml;r Deutschland zentrale Frage hat freilich mit Quisquilien akademischer Anerkennung wenig zu tun. Vielmehr geht es darum, ob das Land die bisher meist &uuml;bersehene und doch wohl singul&auml;re Qualit&auml;t seines Universit&auml;tssystems erhalten will, die in der simplen Tatsache liegt, dass eine wirklich schwache Universit&auml;t in Deutschland &ndash; bis jetzt jedenfalls &ndash; nicht existiert. Der Ehrgeiz, endlich in der internationalen Arena zu strahlen &ndash; es gibt allj&auml;hrlich ein in der Volksrepublik China erstelltes Ranking der &laquo;500 weltbesten Universit&auml;ten&raquo;, wo deutsche Hochschulen nie unter den ersten f&uuml;nfzig und nur selten unter den ersten hundert landen &ndash;, diese Ambition k&ouml;nnte an Deutschlands Universit&auml;ten ein Gef&auml;lle erzeugen, das bald die Qualit&auml;t einiger Hochschulen &ndash; wie es in den Vereinigten Staaten der Fall ist &ndash; unter das bildungspragmatisch akzeptable Minimum fallen lie&szlig;e.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/kultur\/aktuell\/alles_beim_alten_1.579812.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Exzellenzinitiative ist dabei eher symptomatisch f&uuml;r eine Entwicklung, f&uuml;r die Gumbrechts richtige Beobachtung steht, dass der geforderte Ideenwettbewerb, eher erstaunliche Talente an die F&uuml;hrungsetagen der Universit&auml;ten hervorgebracht hat. Er nennt hier explizit den Pr&auml;sidenten der Freien Universit&auml;t Berlin, der seine Hochschule binnen k&uuml;rzester Zeit in eine F&uuml;hrungsrolle man&ouml;vrieren konnte. Und hier lohnt es sich, genau hinzuschauen. Das F&ouml;rdermitglied der &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; f&uuml;hlte bei der Auszeichnung der FU durch das Wirtschaftsmagazin karriere und das Prognos-Institut  zur &ldquo;unternehmerischsten Hochschule&rdquo; seinen &ldquo;Kurs zur unternehmerischen Gestaltung der Universit&auml;t gerade in Zeiten knapper Kassen&rdquo;  best&auml;tigt. Belohnt wird hier die Produktion von Ausbildung und Wissen unter Bedingungen des Marktes.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht m&uuml;sste man sogar sagen: Belohnt wird das Marketing.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Evaluation &ndash; Die Krankheit der Wissenschaft<\/strong><br>\nEine Krankheit hat die Wissenschaft befallen: die Evaluitis. Heute werden in immer k&uuml;rzeren Abst&auml;nden ganze Universit&auml;ten, Fakult&auml;ten, Fachbereiche, Institute, Forschungsgruppen und einzelne Forschende begutachtet. Evaluationen und daraus abgeleitete Ranglisten sind im Wissenschaftsbetrieb allgegenw&auml;rtig. Unter &ldquo;Evaluation&rdquo; wird hier die nachtr&auml;gliche Einsch&auml;tzung der Leistung einer Organisation oder Person durch von au&szlig;en kommende Experten verstanden. Evaluationen haben verborgene und damit gew&ouml;hnlich vernachl&auml;ssigte Kosten. Ihr Nutzen wird &uuml;berbewertet. Insoweit diese Effekte nicht ber&uuml;cksichtigt werden, wird der Nettonutzen dieses Instruments systematisch &uuml;bersch&auml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A\/Doc~ED1E41FB4929F43DF82DD5F0C94C65119~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Abschied von der Moderne?<\/strong><br>\n&bdquo;Die SPD hat mit ihrem Hamburger Parteitag dem Neid neue politische Relevanz gegeben. Die Umverteilung wird als Hauptaufgabe sozialdemokratischer Politik betont: Leistungstr&auml;ger werden zu Melkk&uuml;hen degradiert, der sozial Schwache wird idealisiert.&ldquo; Meint Ulf Poschardt, Chefredakteur von &ldquo;Vanity Fair&rdquo; Deutschland<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/politischesfeuilleton\/690632\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> F&uuml;r derartige Ignoranz bezahlt der DLF wom&ouml;glich noch Kommentatorenhonorar. F&uuml;r alle die das noch nicht bemerkt haben sollten: Vanity Fair hei&szlig;t auf Deutsch Jahrmarkt der Eitelkeit. Zu mehr als Eitelkeit scheint Poschardt auch nicht mehr in der Lage zu sein. Abschied von der Wirklichkeit gelandet als Schiffschaukelanschieber auf dem Jahrmarkt!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2748","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2748","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2748"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2748\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2748"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2748"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2748"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}