{"id":27490,"date":"2015-09-09T09:23:58","date_gmt":"2015-09-09T07:23:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490"},"modified":"2015-09-09T09:23:58","modified_gmt":"2015-09-09T07:23:58","slug":"hinweise-des-tages-2455","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h01\">Oxfam-Bericht: Ungleichheit und Armut in Europa bedrohen sozialen Zusammenhalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h02\">Bericht des Weltwirtschaftsforums: Deutschland k&ouml;nnte st&auml;rker wachsen und ist zu ungerecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h03\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h04\">Schulmaterial zur Eurokrise &ndash; Die Griechen sind selbst schuld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h05\">Erg&auml;nzung zu unserem Beitrag &bdquo;Infografiken &ndash; Ungleich, ungleicher, Deutschland&ldquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h06\">Fabian Fritzsche: Chinakrise setzt sich fort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h07\">What an Individual EU Country Can Do Unilaterally to Counteract Base Erosion and Profit Shifting (BEPS)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h08\">G 20 Finanzminister: Warum ist die Weltwirtschaft in der Bredouille? Keine Ahnung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h09\">Arbeitskosten im 2. Quartal 2015 um 3,1 % h&ouml;her als im 2. Quartal 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h10\">Arbeitsvolumen entwickelt sich moderat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h11\">Deutschland: Au&szlig;enhandel Juli 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h12\">Wahlenthaltung in neoliberalen Gesellschaften: Wenn Individualisierung und Armut zusammenkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h13\">Erfolg bei B&uuml;rgerinitiative &lsquo;Recht auf Wasser&rsquo;: EU-Kommission muss B&uuml;rgerwillen respektieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h14\">Gro&szlig;britannien: Gezielte T&ouml;tung per Drohne in Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h15\">Saakaschwili gegen Jazenjuk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h16\">SPD-Linke: Morgen Gut Leben &ndash; 10 Thesen f&uuml;r eine gerechte und offene Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h17\">Exzellenz-Initiative Der Weg der Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h18\">Die ganz normale Verlogenheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490#h19\">probono Interview: Jens Berger &ndash; Der Kick des Geldes<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27490&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Oxfam-Bericht: Ungleichheit und Armut in Europa bedrohen sozialen Zusammenhalt<\/strong><br>\nInnerhalb der Eurozone ist Verm&ouml;gensungleichheit in Deutschland am zweith&ouml;chsten \/ Frauen verdienen im Vergleich zu M&auml;nnern deutlich weniger als in den meisten EU-L&auml;ndern<br>\nDie zunehmende Armut und Ungleichheit in Europa bedrohen den sozialen Zusammenhalt und untergraben die Demokratie. Davor warnt die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam in dem heute ver&ouml;ffentlichten Bericht &bdquo;Ein Europa f&uuml;r alle&ldquo;. Demnach fehlte im Jahr 2013 50 Millionen Menschen in Europa das Geld, ihre Wohnungen zu heizen oder unvorhergesehene Ausgaben zu bestreiten &ndash; ein Anstieg um 7,5 Millionen seit 2009. Fast ein Viertel der europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerung, insgesamt 123 Millionen Menschen, lebt an der Armutsgrenze oder darunter. Dem stehen auf der Sonnenseite der europ&auml;ischen Verm&ouml;gensskala 342 Milliard&auml;re gegen&uuml;ber, mehr als doppelt so viele wie noch im Jahr 2009. In Deutschland ist der Anteil der von Armut bedrohten Menschen zwischen 2005 und 2013 von zw&ouml;lf auf 16 Prozent gewachsen. Im gleichen Zeitraum wuchs das Nettoverm&ouml;gen aller Milliard&auml;re in Deutschland von 214 auf 296 Milliarden US-Dollar.<br>\nDer Bericht identifiziert drei Hauptursachen f&uuml;r die wachsende Ungleichheit und Armut:<br>\nReiche Einzelpersonen, Unternehmen und private Interessensgruppen kontrollieren die Entscheidungsprozesse in der Politik. Die Folge: Steuersysteme und Regierungspolitiken nutzen einigen wenigen, nicht aber der Mehrheit, weshalb die Einkommens- und Verm&ouml;gensungleichheit steigt.<br>\nIn einigen EU-Staaten ging die Sparpolitik im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ausschlie&szlig;lich zulasten der &Auml;rmsten. Mindestl&ouml;hne mussten auf Druck der Gl&auml;ubiger gek&uuml;rzt, der K&uuml;ndigungsschutz abgeschafft, der &ouml;ffentliche Sektor verkleinert werden. Nationale Tarifverhandlungen wurden in Spanien, Portugal und Griechenland zur&uuml;ckgedr&auml;ngt und durch Verhandlungen auf Firmenebene ersetzt.<br>\nUngerechte Steuersysteme vergr&ouml;&szlig;ern in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern die L&uuml;cke zwischen Arm und Reich, statt Einkommensungleichheiten zu verringern. Sie besteuern Arbeit und Konsum st&auml;rker als Kapital, was reichen Einzelpersonen, Gutverdienenden und gro&szlig;en Unternehmen erm&ouml;glicht, ihren Steuerverpflichtungen zu entgehen. So bezieht Spanien 90 Prozent seiner Steuereinnahmen aus Steuern auf Arbeit, Einkommen und Konsum, Unternehmenssteuern machen nur zwei Prozent der Einnahmen aus. Zugleich verlieren die EU-Staaten insgesamt eine Billion Euro pro Jahr durch Steuervermeidung.<br>\nErg&auml;nzend zum Bericht &bdquo;Ein Europa f&uuml;r alle&ldquo; ver&ouml;ffentlicht Oxfam eine Rangliste, die die EU-Mitgliedstaaten anhand sieben verschiedener Kennzahlen zu Armut und Ungleichheit einordnet:<br>\nIn Deutschland, Griechenland und Portugal herrscht EU-weit die h&ouml;chste Einkommensungleichheit vor Steuern und Sozialtransfers.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Ungleichheit bei den verf&uuml;gbaren Einkommen (nach Steuern) findet sich in Bulgarien, Lettland und Litauen. In Deutschland ist die diesbez&uuml;gliche Ungleichheit zwischen 2005 und 2013 signifikant gestiegen.<br>\nRum&auml;nien und Griechenland haben die h&ouml;chste Quote an Menschen, die trotz Arbeit von Armut bedroht sind. Auch in Deutschland stieg dieser Wert zwischen 2005 und 2013 kontinuierlich.<br>\nIn Deutschland, &Ouml;sterreich und Tschechien bestehen die h&ouml;chsten Einkommensgef&auml;lle zwischen M&auml;nnern und Frauen.<br>\nJ&ouml;rn Kalinski, Leiter der Kampagnenarbeit von Oxfam Deutschland, kommentiert: &bdquo;Global gesehen ist die EU eine Gruppe reicher L&auml;nder, doch  ein Viertel der Bev&ouml;lkerung ist auch hier von Armut bedroht. Dies ist kein unabwendbares Schicksal, sondern Folge fehlgeleiteter Politik, die sich &auml;ndern l&auml;sst. Es gibt Alternativen: Wir d&uuml;rfen Armut, Ungleichheit und die politische Vorherrschaft reicher Eliten nicht l&auml;nger hinnehmen. Denn dies bedroht den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaften und langfristig die Demokratie. Wir brauchen mehr Geld f&uuml;r &ouml;ffentliche Dienstleistungen, Steuersysteme, die den Armen und nicht den Reichen nutzen, sowie Standards f&uuml;r faire L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/sites\/www.oxfam.de\/files\/ox_eu_factsheet_ansicht19.pdf\">Oxfam &ndash; Der Bericht &bdquo;Ein Europa f&uuml;r alle&rdquo; [PDF &ndash; 530 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bericht des Weltwirtschaftsforums: Deutschland k&ouml;nnte st&auml;rker wachsen und ist zu ungerecht<\/strong><br>\nDeutschland bremst sich selbst, indem es zu wenig f&uuml;r einen bessern Ausgleich zwischen Arm und Reich tut &ndash; dies geht aus einem Vergleich von 112 L&auml;ndern durch das Weltwirtschaftsforum hervor. Im Grundsatz nutzen alle untersuchten Staaten die Chancen durch eine aktive Umverteilungspolitik laut der Studie unzureichend&hellip;.<br>\nAuf die Bundesrepublik, den vermeintlich vorbildhaften Sozialstaat, trifft dies aber besonders zu. In der Gruppe der wohlhabenden Nationen rangiert sie gerade im Mittelfeld beim Bem&uuml;hen, Wachstum und Gerechtigkeit miteinander zu verbinden. Bei Steuern und Sozialabgaben, einem f&uuml;r den Zusammenhalt und Chancengleichheit in der Gesellschaft ganz entscheidenden Feld, kommt sie auf Platz 27 von 30.<br>\nDieser f&uuml;r viele sicher &uuml;berraschende Befund deckt sich mit Erkenntnissen der OECD, einem Verbund von f&uuml;hrenden Wirtschaftsnationen auf allen Kontinenten. Auch die OECD r&uuml;ffelt Deutschland regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r die unfaire Belastung. Zwar nimmt der Staat relativ vom Einkommen ab. Er verschont aber die Spitzenverdiener, w&auml;hrend er die Mittelschicht ganz besonders schr&ouml;pft. Ab einem Einkommen, das bei etwa Eineinhalbfachen des Durchschnitts liegt, sinkt die Belastung wieder&hellip;<br>\nAnders als andere Staaten finanziert Deutschland wichtige Aufgaben wie die Arbeitslosen-, die Kranken-, die Pflege- und die Rentenversicherung nicht mit Steuern, sondern mit Sozialabgaben. Damit aber ist die Umverteilung gedeckelt. W&auml;hrend bei der Einkommensteuer der Tarif mit steigenden Einkommen zunimmt, rutscht er bei den Sozialabgaben ab einer bestimmten H&ouml;he auf Null&hellip;<br>\n&bdquo;Viele Volkswirtschaften mit einem hohen Niveau an Umverteilung und hohen Steuers&auml;tzen sind &auml;u&szlig;erst wettbewerbsf&auml;hig&ldquo;, stellt das Weltwirtschaftsforum fest und r&auml;umt so mit einem alten Vorurteil auf.<br>\nOECD-Generalsekret&auml;r Angel Gurr&iacute;a beschrieb den Zusammenhang so: &bdquo;Unsere Analyse zeigt, dass wir nur auf starkes und dauerhaftes Wachstum z&auml;hlen k&ouml;nnen, wenn wir der hohen und weiter steigenden Ungleichheit etwas entgegensetzen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/wirtschaft\/bericht-des-weltwirtschaftsforums-deutschland-koennte-staerker-wachsen-und-ist-zu-ungerecht--,20642182,31738504.html#plx2086110023%20\">Markus Sievers in der Mitteldeutschen Zeitung<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu: The Inclusive Growth and Development Report 2015: L&auml;nder nutzen <\/strong><br>\nihr vorhandenes Potenzial zur Reduzierung von Ungleichheiten und zur St&auml;rkung wirtschaftlichen Wachstums nicht<br>\nDem Bericht zufolge werden in allen L&auml;ndern die Chancen zur Reduzierung der Einkommensungleichverteilung bei gleichzeitiger St&auml;rkung wirtschaftlichen Wachstums unzureichend genutzt&hellip;<br>\nEs ist m&ouml;glich, sowohl pro-integrativ als auch wachstumsorientiert ausgerichtet zu sein. Dies zeigt sich zum Beispiel daran, dass mehrere der leistungsst&auml;rksten Vertreter beim Global Competitiveness Index (GCI) des Forums zur Einsch&auml;tzung der Wettbewerbsf&auml;higkeit gleichzeitig auch ein relativ starkes Profil f&uuml;r integratives Wachstum und Entwicklung aufweisen&hellip;<br>\nViele Volkswirtschaften mit einem hohen Niveau an Umverteilung und hohen Steuers&auml;tzen sind &auml;u&szlig;erst wettbewerbsf&auml;hig&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.weforum.org\/docs\/WEF_InclusiveGrowth2015_DE.pdf\">World Economic Forum [PDF &ndash; 331 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu noch <a href=\"http:\/\/widgets.weforum.org\/inclusive-growth-15\/\">die Grafik und das Ranking<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Weltwirtschaftsforum, wo sich allj&auml;hrlich, die sich wichtig nehmenden Wirtschaftsmanager und Politiker treffen, versteht sich ja auch als Fr&uuml;hwarnsystem f&uuml;r krisenhafte Entwicklungen der kapitalistischen Wirtschaft.<\/em><br>\n<em>Die Ungleichheit muss also schon weit fortgeschritten sein, wenn sich dieses Forum mit diesem Thema besch&auml;ftigt. Ganz entgegen der Behauptung etwa des <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27044\">Instituts der deutschen Wirtschaft<\/a>, wonach die Umverteilung in Deutschland funktionier, kommt Deutschland bei den &bdquo;Fiscal Transfers&ldquo; auf Platz 23 von 30 gerankten hoch entwickelten Staaten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Haushaltsdebatte im Bundestag &ndash; &bdquo;Wir k&ouml;nnen diese Herausforderung meistern&ldquo;<\/strong><br>\nAlles auf die &bdquo;schwarze Null&ldquo;: Finanzminister Sch&auml;uble peilt f&uuml;r 2016 einen ausgeglichenen Haushalt an. Daran sollen auch die Mehrausgaben f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge nichts &auml;ndern.<br>\nWolfang Sch&auml;uble brachte die Dimension der Fl&uuml;chtlingsfrage gleich auf dem Punkt. Sie sei die &bdquo;gr&ouml;&szlig;te Herausforderung seit langer Zeit&ldquo;, sagte der Bundesfinanzminister am Freitag im Bundestag zum Auftakt der Haushaltsberatungen. Die Bew&auml;ltigung habe &bdquo;oberste Priorit&auml;t&ldquo;, und zwar ohne die Aufnahme neuer Schulden, sagte der CDU-Politiker. Andere Ausgabenw&uuml;nsche h&auml;tten sich dem unterzuordnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/haushaltsdebatte-im-bundestag-wir-koennen-diese-herausforderung-meistern\/12290722.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Andere Ausgabenw&uuml;nsche h&auml;tten sich der Bew&auml;ltigung der Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen unterzuordnen. Das ist ein Satz von ungeheurer politischer Sprengkraft. Hei&szlig;t er doch in die Praxis &uuml;bersetzt, wenn k&uuml;nftig weniger Geld f&uuml;r Sozialleistungen, Bildung, f&uuml;r ausreichende bezahlbare Wohnungen, f&uuml;r Kitas oder Schwimmb&auml;der in den Kommunen vorhanden ist, dann sind &bdquo;die Fl&uuml;chtlinge&ldquo; Schuld. Waren fr&uuml;her etwa die &bdquo;&Uuml;beralterung&ldquo; der Gesellschaft oder die &bdquo;Globalisierung&ldquo;, oder die osteurop&auml;ischen &bdquo;Sozialbetr&uuml;ger&ldquo; die Hebel zum Abbau des Sozialstaats oder der Gemeinschaftsaufgaben, so werden es &ndash; wenn es bei der Sch&auml;uble-Linie bleibt &ndash; k&uuml;nftig die Fl&uuml;chtlinge sein, die f&uuml;r die K&uuml;rzungen (bei der bisherigen Bev&ouml;lkerung) verantwortlich gemacht werden. Hier wird den dumpfen Kampagnen &bdquo;das Boot ist voll&ldquo; der N&auml;hrboden bereitet und man kann schon voraussehen, dass hier ein Gegeneinander erzeugt wird und  damit wieder einmal die Schw&auml;chsten (die Fl&uuml;chtlinge) gegen die Schwachen (die auf staatliche Transfers angewiesen sind) ausgespielt werden.<\/em><br>\n<em>Mit solchen Argumenten wird ja derzeit schon &ndash; etwa von der CSU &ndash; in populistischer Manier gegen die Aufnahme der Fl&uuml;chtenden Stimmung gemacht. Statt nach L&ouml;sungen der auch derzeit schon vorhandenen und sich nat&uuml;rlich durch die Fl&uuml;chtenden erh&ouml;hten Probleme (bezahlbare Wohnungen, ausreichend Kita-Pl&auml;tze) zu suchen, wird wieder einmal ein S&uuml;ndenbock angeboten, der f&uuml;r das ganz allgemeine Versagen der Politik geopfert werden kann. <\/em><br>\n<em>Siehe dazu zum Beispiel schon jetzt: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/alternative-fuer-deutschland-afd-politiker-fordert-schutzanlagen-gegen-migranten\/12292864.html\">AfD-Politiker fordert &bdquo;Schutzanlagen&ldquo; gegen Migranten<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das ist so typisch deutsch<\/strong><br>\nDie Anteilnahme mit Fl&uuml;chtlingen artet in ein Selbstdarstellungsspektakel aus. Das ist so l&auml;cherlich.<br>\nImmer diese Extreme. Erst gegen Ausl&auml;nder sein und alles, was fremd ist, unter Generalverdacht stellen, jahrelang nix mitbekommen, wenn eine Nazibande durchs Land zieht und Leute auf offener Stra&szlig;e killt, und dann Kehrtwende um 180 Grad, und alle Fl&uuml;chtlinge sind pl&ouml;tzlich gut, der Islam geh&ouml;rt zu Deutschland, Vielfalt ist super, blablabla. Wir singen zusammen im Fl&uuml;chtlingschor gegen Ausl&auml;nderfeindlichkeit und den b&uuml;rgerlichen Nazimob: &bdquo;Wir lagen vor Lampedusa und hatten keinen Pass an Bord.&ldquo;<br>\nWas kotzt mich mittlerweile dieser Common Sense von Willkommenskultur an. Hauptsache, alles in einen Topf werfen und sch&ouml;n verallgemeinern. Refugees welcome! Wer jetzt? Nur die guten oder auch die b&ouml;sen? Egal! Hauptsache mitmachen. Letztes Jahr war&rsquo;s noch die Icebucketchallenge, jetzt sind es die Fl&uuml;chtlinge. Und so wenig, wie heute noch &uuml;ber den Kampf gegen ALS gesprochen wird, so unglaubw&uuml;rdig ist die Anteilnahme, wenn sie Teil eines Spektakels wird, bei dem es vielmehr um das Image des engagiertesten Wohlt&auml;ters zu gehen scheint, als um die Frage, wie man aus den Fehlern der Vergangenheit lernen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/fluechtlingspolitik-das-ist-so-typisch-deutsch\/12267808.html\">Serdar Somuncu in der WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Serdar Somuncu  hat vollkommen Recht. Die &bdquo;Fl&uuml;chtlingsfreundlichkeit&ldquo; der letzten Woche erinnert frappierend an einen kurzfristigen Hype. Morgen &ndash; bitte verzeihen Sie mir den Ausdruck &ndash; wird aber wieder die n&auml;chste Sau durchs Dorf getrieben und die &bdquo;Refugees-Welcome-Plakate&ldquo; verschwinden. Die Fremdenfeindlichkeit bleibt jedoch, aber daf&uuml;r haben &bdquo;wir&ldquo; ja immerhin gezeigt, dass &bdquo;wir&ldquo; auch &bdquo;gut&ldquo; sein k&ouml;nnen. Den Fl&uuml;chtlingen ist damit jedoch nicht geholfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hort der Abwehr. EU-Grenzregime made in Germany<\/strong><br>\nSeitdem in den letzten Tagen tausende Fl&uuml;chtlinge in M&uuml;nchen angekommen sind, scheint sich das Bild von Deutschland zu wandeln. Die deutsche Bundesregierung wird f&uuml;r ihre vermeintlich gro&szlig;e Aufnahmebereitschaft international gelobt. Dabei wird vergessen, dass Deutschland ein Hauptkonstrukteur des europ&auml;ischen Grenzregimes ist.<br>\nSolch &uuml;berschw&auml;ngliche Worte &uuml;ber die deutsche Bundesregierung unter Angela Merkel (CDU) h&ouml;rt man selten von Sozialdemokrat*innen. Die Sektion 8 innerhalb der SP&Ouml;, die es sich zur Aufgabe gemacht die SP&Ouml; zu repolitisieren, postete am 1. September auf ihrer Facebook-Seite:<br>\n&bdquo;So bedrohlich Deutschland in seiner Wirtschafts- und Europapolitik ist, so sehr ist es aber auch ein Hort der Vernunft in der Asylpolitik. [&hellip;] Kanzlerin Merkel hat sich entschieden das idiotische Dublin II Abkommen (demgem&auml;&szlig; Fl&uuml;chtlinge in ihr Einreiseland zur&uuml;ckgeschickt werden sollten) f&uuml;r alle syrischen Fl&uuml;chtlinge auszusetzen. Die deutsche Kanzlerin beschw&ouml;rt mit einer f&uuml;r &Ouml;sterreich unvorstellbaren Klarheit ihre eigenen B&uuml;rgerInnen nicht dem Fremdenhass zu erliegen. [&hellip;] Deutschland pr&auml;sentiert sich derzeit als Bollwerk der Menschlichkeit in Europa. Wenn es sich so verh&auml;lt darf es gerne eine F&uuml;hrungsrolle in der EU &uuml;bernehmen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nWer angesichts dieser Chronologie die deutsche Bundesregierung als &bdquo;Bollwerk der Menschlichkeit&ldquo; bezeichnet, findet es wom&ouml;glich weiterhin vertretbar, dass die Europ&auml;ische Union den Friedensnobelpreis verdient hat. Die derzeitige Aufnahmebereitschaft in Deutschland speist sich jedenfalls nicht aus einer fl&uuml;chtlingsfreundlichen Haltung der Bundesregierung. Sie ist erstens das Ergebnis der Arbeit vielf&auml;ltiger ehrenamtlicher Initiativen, No-Border-Gruppen und Willkommensb&uuml;ndnissen, die versuchen Fl&uuml;chtlingen die Aufnahme in Deutschland zu erleichtern &ndash; auch gegen den in Deutschland w&uuml;tenden rechten Terror. Und zweitens f&uuml;hrt die Kraft des Faktischen zu dieser Situation, sprich: die Wanderungen der tausenden von Fl&uuml;chtlingen, die jeden Tag unter erheblichen Schwierigkeiten die au&szlig;er- und innereurop&auml;ischen Grenzen &uuml;berqueren. Es mag sein, dass die deutsche Bundesregierung im Vergleich zu den Regierungen anderer EU-Mitgliedsstaaten in ihrer Rhetorik vergleichsweise humanit&auml;r agiert &ndash; jedoch erst seit dem rechtsradikalen Aufmarsch im s&auml;chsischen Heidenau. Entscheidend ist vielmehr welchen faktischen Beitrag sie zu einer humanen Fl&uuml;chtlingspolitik leistet. Die Zeichen stehen jedenfalls auf weitere Abschottung. Angela Merkels CDU bereitet eine Grundgesetz&auml;nderung vor, die das Recht auf Asyl an die Anerkennungsquoten von Fl&uuml;chtlingen bindet, dementsprechend den politischen Konjunkturen unterwirft. Derweil f&uuml;hrt Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) Verhandlungen mit den despotischen Regimen im Sudan und in Eritrea, um die Flucht der Menschen aus diesen Staaten zu verhindern. Eine kritische &Ouml;ffentlichkeit m&uuml;sste diese Politiken skandalisieren, damit die Rolle Deutschlands in einigen Jahren nicht falsch gedeutet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mosaik-blog.at\/eu-grenzregime-made-in-germany\/\">mosaik<\/a><\/li>\n<li><strong>die story &ndash; Hungrig nach Profit &ndash; Wem dient die deutsche Entwicklungshilfe?<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlinge sollen nicht fliehen, sondern ihre Lebensbedingungen vor Ort verbessern &ndash; wir helfen dann auch gern. So war es &uuml;ber Jahre immer wieder von f&uuml;hrenden deutschen Politikern zu vernehmen. Doch was tut die deutsche Entwicklungshilfe wirklich, um die Lebensbedingungen von Menschen in deren Heimat zu verbessern?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/video\/sendungen\/die_story\/videohungrignachprofitwemdientdiedeutscheentwicklungshilfe100.html\">WDR Mediathek<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schulmaterial zur Eurokrise &ndash; Die Griechen sind selbst schuld<\/strong><br>\nIn Deutschland lernen Sch&uuml;lerInnen andere Ursachen f&uuml;r die Eurokrise als in Nachbarl&auml;ndern. Die meisten Materialien sind zu einseitig.<br>\n&bdquo;Erl&auml;utern Sie, wie es zur Schuldenkrise in Griechenland kam und diskutieren Sie L&ouml;sungsans&auml;tze.&ldquo; So k&ouml;nnte eine Abituraufgabe im Fach Politik lauten. Aber f&uuml;r welche Antworten vergibt der Lehrer die volle Punktzahl?<br>\nOb die Griechen tats&auml;chlich &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse gelebt oder die ausl&auml;ndischen Rating-Agenturen das Land in den Ruin getrieben haben, wird in der &Ouml;ffentlichkeit kontrovers diskutiert. Und damit sollte es auch im Unterricht kontrovers behandelt werden. So schreibt es zumindest der Beutelsbacher Konsens vor, deren Leitlinien seit 1976 f&uuml;r die politische Bildungsarbeit in Deutschland gelten. Dass Schulmaterialien diese Vorgabe nicht immer einhalten, ist das Ergebnis der Studie &bdquo;Griechenland unterrichten&ldquo; der Universit&auml;t Duisburg-Essen.<br>\nIm Unterricht werde, &auml;hnlich wie in deutschen Medien, ein einseitiges Bild gezeichnet, res&uuml;miert Professor van Treeck: Schuld an der Krise seien in den meisten Publikationen &ndash; die Griechen. Da es zu solch aktuellen Themen wegen langwieriger Zulassungsverfahren kaum Schulb&uuml;cher gibt, m&uuml;ssen Lehrer kreativ sein, wenn sie mit ihren Sch&uuml;lern &uuml;ber Syriza oder die Troika diskutieren wollen &ndash; oder auf Onlinematerialien zur&uuml;ckgreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Schulmaterial-zur-Eurokrise\/!5228166\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Erg&auml;nzung zu unserem Beitrag &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27480\">Infografiken &ndash; Ungleich, ungleicher, Deutschland<\/a>&ldquo;<\/strong><br>\nUnser Leser U.K. bem&auml;ngelt, dass die 3D-Grafiken f&uuml;r die Darstellung der Daten &bdquo;suboptimal&ldquo; seien und hat uns eine selbst erstellte Alternativversion geschickt. Nat&uuml;rlich stellen wir Ihnen auch diese Version gerne zur Verf&uuml;gung:\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150909-verteilung_png_version.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150909-verteilung_png_version-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche: Chinakrise setzt sich fort<\/strong><br>\nNachdem ich noch vor zwei Monaten an dieser Stelle beklagt habe, dass angesichts der Dominanz Griechenlands in den Krisenmeldungen die m&ouml;glicherweise viel gr&ouml;&szlig;ere Baustelle China unbeachtet bleibt, hat sich dies mittlerweile gr&uuml;ndlich ge&auml;ndert. Mehr Meldungen bedeuten aber nicht mehr Klarheit. So sind etwa die ver&ouml;ffentlichen Zahlen nicht eindeutig; das BIP-Wachstum entsprach in den beiden ersten Quartalen genau der Regierungsvorgabe von 7% und eine pl&ouml;tzliche Abschw&auml;chung von einem solch hohen Niveau in die Rezession erscheint zumindest unwahrscheinlich.<br>\nDie Devisenreserven erlauben allerdings m&ouml;glicherweise einen genaueren Einblick in den Zustand der chinesischen Wirtschaft als die offiziellen Wirtschaftsdaten&hellip;.<br>\nNach Sch&auml;tzungen etwa der Societe Generale und verschiedenen Medienberichten hat China zuletzt US-Staatsanleihen im dreistelligen Milliardenbereich verkauft. Noch ist dies in den Zahlen nicht zu sehen, am 16. September werden die Zahlen f&uuml;r Juli, einen Monat sp&auml;ter die f&uuml;r August ver&ouml;ffentlicht. Nach Sch&auml;tzungen von Bloomberg sind die gesamten chinesischen W&auml;hrungsreserven in den vergangenen 12 Monaten um &uuml;ber 400 Mrd. USD gesunken. Allerdings kann dies auch auf Wert- und Wechselkurs&auml;nderungen einzelner Bestandteile zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein.<br>\nSollten sich die Meldungen jedoch best&auml;tigen, w&auml;re das ein sehr besorgniserregendes Zeichen. Anders als viele Kommentatoren dies sehen, w&auml;re ein solcher Abbau von Reserven weder eine Ma&szlig;nahme zur Konjunkturst&uuml;tzung noch eine  Drohung gegen&uuml;ber den USA. In beiden F&auml;llen ist das Gegenteil richtig. Der Yuan hat im August gegen&uuml;ber dem USD abgewertet. Dieser Schritt der chinesischen Zentralbank wurde bereits zu dem Zeitpunkt als negatives Zeichen interpretiert, da die Notenbank offenbar mit einer schw&auml;cheren W&auml;hrung die Konjunktur st&uuml;tzen m&ouml;chte. Im Zusammenhang mit dem recht massiven Abbau von US-Staatsanleihen (sofern sich die Meldungen als richtig herausstellen) ergibt sich aber noch ein ganz anderes Bild. Die Abwertung war dann kein bewusst geplanter Schritt zur Konjunkturbelebung, vielmehr hat die Notenbank den Marktdruck teilweise nachgegeben und durch die Verk&auml;ufe eine st&auml;rkere Abwertung lediglich verhindert. Die Verk&auml;ufe sind somit absolut im Interesse der USA, die eine weitere Aufwertung des USD f&uuml;rchten m&uuml;ssen. Vor allem aber zeigt die Yuan-Abwertung bei gleichzeitigem Abbau von W&auml;hrungsreserven, dass  China derzeit offenbar von erheblichen Kapitalabfl&uuml;ssen betroffen ist. Diesem Problem sahen sich die asiatischen &bdquo;Tigerstaaten&ldquo; bereits in der Asienkrise Ende der 1990er Jahre konfrontiert und die Lehre aus der damaligen Krise war es, hohe W&auml;hrungsreserven aufzubauen, um f&uuml;r pl&ouml;tzliche Kapitalabfl&uuml;sse gewappnet zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2015\/09\/07\/fabian-fritzsche-chinakrise-setzt-sich-fort\/\">WirtschaftsWunder<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>What an Individual EU Country Can Do Unilaterally to Counteract Base Erosion and Profit Shifting (BEPS)<\/strong><br>\nIn June 2015 the European Commission presented proposals for &ldquo;A Fair and Efficient Corporate Tax System in the European Union&rdquo; which need for realization EU unanimity.<br>\nWe have developed tax measures that can be implemented unilaterally by individual EU Member States (like Germany) without the need for beforehand international harmonisation:\n<ul>\n<li>Unconditioned withholding taxes on all interest and license fee payments.<\/li>\n<li>Conditioned limitations of the allowed tax deduction for interest and license fee payments going directly or indirectly to tax havens.<\/li>\n<\/ul>\n<p>The measures concur with all EU-directives and complement the EC-proposals. They tendentially increase the tax revenue of those countries introducing the measures as well as the competitiveness of their enterprises and may encourage other EU Member States to take similar actions.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jarass.com\/Steuer\/B\/Business%20Taxation,%20published.pdf%20\">Gustav M. Obermair and Lorenz Jarass in tax notes international Volume 19 August 2015<\/a><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu: <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/sides\/getDoc.do?pubRef=-%2f%2fEP%2f%2fNONSGML%2bCOMPARL%2bPE-564.938%2b01%2bDOC%2bPDF%2bV0%2f%2fDE\">Entwurf des Abschlussberichts des Sonderausschusses gegen Steuervermeidung in der EU des Europ&auml;ischen Parlaments<\/a> <\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>G 20 Finanzminister: Warum ist die Weltwirtschaft in der Bredouille? Keine Ahnung!<\/strong><br>\n&Uuml;berhaupt ist die deutsche Reaktion auf die neuerliche Ank&uuml;ndigung von Mario Draghi, noch mehr zu tun (hier die Pressekonferenz als Video), um aus der Deflation zu entkommen, nur schizophren zu nennen. Man kritisiert die Politik des leichten Geldes, hat aber keinerlei Alternative anzubieten. Man lebt halt in der eingebildeten Welt eines Aufschwungs, wo die EZB die Zinsen erh&ouml;hen k&ouml;nnte und ihr Ankaufprogramm zur&uuml;ckfahren k&ouml;nnte. Da man nicht zur Kenntnis nehmen will, was die EZB sehr wohl zur Kenntnis nimmt, dass es n&auml;mlich gar keinen Aufschwung gibt, kritisiert man die EZB. Diese Kritik ist zwar v&ouml;llig aus der Zeit gefallen, aber man kann sich damit beruhigen, dass man die EZB f&uuml;r ihre &bdquo;inflation&auml;re Politik&ldquo; kritisiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/g-20-finanzminister-warum-ist-die-weltwirtschaft-in-der-bredouille-keine-ahnung\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitskosten im 2. Quartal 2015 um 3,1 % h&ouml;her als im 2. Quartal 2014<\/strong><br>\nIn Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im Zeitraum vom zweiten Quartal 2014 bis zum zweiten Quartal 2015 kalenderbereinigt um 3,1 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 0,9 %.<br>\nDie Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Die Kosten f&uuml;r Bruttoverdienste erh&ouml;hten sich im Zeitraum vom zweiten Quartal 2014 bis zum zweiten Quartal 2015 kalenderbereinigt um 3,4 %, die Lohnnebenkosten stiegen um 2,0 %.<br>\nF&uuml;r das erste Quartal 2015 liegen f&uuml;r 26 der 28 Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union (EU) Ver&auml;nderungsraten der Arbeitskosten im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit im Vergleich zum Vorjahr kalenderbereinigt um 2,8 %. In der gesamten EU lag der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum bei 2,5 %. Die h&ouml;chsten Wachstumsraten innerhalb der EU wiesen Lettland (+ 7,3 %), Rum&auml;nien (+ 7,1 %) und Bulgarien (+ 6,9 %) auf. In Zypern (&ndash; 1,8 %) waren die Arbeitskosten r&uuml;ckl&auml;ufig. In Frankreich fiel der Anstieg der Arbeitskosten mit + 1,6 % niedriger aus als in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/09\/PD15_328_624.html;jsessionid=6D340AFB6AA4F444AEA729B64E56CEFA.cae3%20\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Alle paar Monate die gleiche Meldung &uuml;ber die steigenden &bdquo;Arbeitskosten&ldquo;. Die Arbeitskosten werden immer herangezogen, wenn gegen h&ouml;here L&ouml;hne argumentiert wird. Hohe L&ouml;hne &ndash; so wird uns st&auml;ndig eingebl&auml;ut &ndash; gef&auml;hrden ja unsere Wettbewerbsf&auml;higkeit und damit Arbeitspl&auml;tze. Dabei sind die Arbeitskosten gerade im Zusammenhang mit der Wettbewerbsf&auml;higkeit von geringer Aussagekraft. Den Arbeitskosten muss vielmehr die Produktivit&auml;t gegen&uuml;bergestellt werden, deshalb sind das Ma&szlig; f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit die &bdquo;Lohnst&uuml;ckkosten&ldquo;, denn diese stehen in enger Verbindung mit der Preisbildung eines Produkts. Bei der Entwicklung der Lohnst&uuml;ckkosten, hat jedoch Deutschland in den letzten zwanzig Jahren seine Nachbarn und seine wirtschaftlichen Konkurrenten ausgebootet. <\/em><br>\n<em>Das belegt eine <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/09\/PD15_327_51.html\">Statistik des Bundesamtes<\/a> vom gleichen Tag: Deutsche Exporte im Juli 2015: + 6,2 % zum Juli 2014.  Die Au&szlig;enhandelsbilanz schloss im Juli 2015 mit einem Rekord&uuml;berschuss von 25,0 Milliarden Euro ab. Das hei&szlig;t im Umkehrschluss: Im Juli hat sich das Ausland gegen&uuml;ber Deutschland mit 25 Milliarden verschuldet. Und morgen wird wieder &uuml;ber die Schuldenkrise anderer L&auml;nder geklagt. Merkt man eigentlich diese Widerspr&uuml;che nicht?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitsvolumen entwickelt sich moderat<\/strong><br>\nErwerbst&auml;tige haben im zweiten Quartal 2015 insgesamt rund 13,8 Milliarden Stunden gearbeitet, berichtet das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das bedeutet eine Zunahme um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Saison- und kalenderbereinigt zeigt sich gegen&uuml;ber dem Vorquartal keine Ver&auml;nderung.<br>\n&bdquo;Die Abflachung des Trends beim Arbeitsvolumen ist auf den R&uuml;ckgang bei den Minijobbern und Selbst&auml;ndigen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Bei der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung geht es dagegen weiter steil bergauf&ldquo;, betont Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs &bdquo;Prognosen und Strukturanalysen&rdquo;. Auch die Entwicklung bei den Erwerbst&auml;tigen insgesamt sei weiter positiv. Im zweiten Quartal 2015 stieg die Zahl der Erwerbst&auml;tigen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 Prozent auf gut 42,8 Millionen. Saison- und kalenderbereinigt nahm die Zahl im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozent zu.<br>\nDie Arbeitszeit der Erwerbst&auml;tigen pro Kopf stieg im zweiten Quartal 2015 gegen&uuml;ber dem Vorjahresquartal um 0,2 Prozent auf 323,1 Stunden. Saison- und kalenderbereinigt ist sie im Vergleich zum Vorquartal aber um 0,1 Prozent gesunken.<br>\nDie Stundenproduktivit&auml;t nahm im zweiten Quartal 2015 um 1,0 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahresquartal zu. &bdquo;Die Entwicklung der Produktivit&auml;t hat nach jahrelanger Flaute wieder deutlich angezogen&ldquo;, erl&auml;utert IAB-&Ouml;konom Weber.<br>\nDie tarifliche oder betriebs&uuml;bliche Wochenarbeitszeit bei Voll- und Teilzeitbesch&auml;ftigten lag weiter bei rund 30 Stunden. Vollzeitbesch&auml;ftigte arbeiteten im Durchschnitt 38 Stunden, Teilzeitbesch&auml;ftigte 16 Stunden. Auf jeden Besch&auml;ftigten kamen im zweiten Quartal 2015 im Durchschnitt 5,0 bezahlte und 6,3 unbezahlte &Uuml;berstunden. Die Besch&auml;ftigten haben ihr Guthaben auf den Arbeitszeitkonten im zweiten Quartal 2015 um 0,2 Stunden aufgebaut. Der Krankenstand lag mit 3,5 Prozent rund 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahresquartal. Im zweiten Quartal 2015 waren besch&auml;ftigte Arbeitnehmer damit durchschnittlich rund zwei Arbeitstage krank.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/arbeitsmarktdaten\/tab-az1502.pdf\">Die Quartalszahlen zur Entwicklung der Arbeitszeit ab 2012 [PDF &ndash; 52,7 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/arbeitsmarktdaten\/AZ_Komponenten.xlsx\">Eine lange Zeitreihe mit den Jahreszahlen ab 1991<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/aktuell\/2014\/aktueller_bericht_1407.pdf\">Weitere Informationen zur Verbreitung von bezahlten und unbezahlten &Uuml;berstunden [PDF &ndash; 308 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal eine der typischen Jubelmeldungen des wissenschaftlichen Schreibtisches der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Das Arbeitsvolumen stagniert seit Jahren und lag 1991 (mit 51.777 Millionen Stunden) h&ouml;her als 2014 (<a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/arbeitsmarktdaten\/AZ_Komponenten.xlsx\">mit 49.089 Millionen Stunden<\/a>). Wenn also mehr Erwerbst&auml;tige gez&auml;hlt werden, so hei&szlig;t das nur, dass die Arbeit auf mehr K&ouml;pfe verteilt, d.h. die Arbeitszeit pro Kopf gesunken ist. Auch das h&ouml;rt sich auf den ersten Blick positiv an, doch faktisch bedeutet das, dass immer weniger Arbeitnehmer vollzeitbesch&auml;ftigt sind und in Teilzeit abgedr&auml;ngt werden. Was nat&uuml;rlich Konsequenzen f&uuml;r die L&ouml;hne und die Altersvorsorge hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutschland: Au&szlig;enhandel Juli 2015<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute berichtete, stiegen die deutschen Exporte von Waren und G&uuml;tern (unbereinigte Originaldaten) im Juli 2015 um +6,2% zum Vorjahresmonat, auf 107,081 Mrd. Euro. Saisonbereinigt stieg der Export um +2,4% zum Vormonat. Bis dato scheint Deutschland noch einer der ganz wenigen Gewinner der Abwertungsstrategie vieler Volkswirtschaften zu sein. [&hellip;]<br>\nDie Genese des Erfolges ist auch eine der Abwertung, mittels dem Korsett der Weichw&auml;hrung Euro. Deutschland versteckt sich mit seiner Leistungskraft hinter anderen schwachen europ&auml;ischen Volkswirtschaften, in einer f&uuml;r Deutschland viel zu schwachen Einheitsw&auml;hrung. So zeichnet sich der Schein von Deutschland, als einer der letzten Gewinner weltweiter W&auml;hrungsabwertungen, auch etwas anders, wenn man das Exportvolumen in Dollar betrachtet. Nur zum Vorjahresmonat wertete der Euro gegen&uuml;ber dem Dollar um -18,0%:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/deutschland-aussenhandel-juli-2015\/\">Quersch&uuml;sse<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wahlenthaltung in neoliberalen Gesellschaften: Wenn Individualisierung und Armut zusammenkommen<\/strong><br>\nEine Studie der Bertelsmann-Stiftung lieferte j&uuml;ngst neue Hinweise f&uuml;r einen Zusammenhang, der seit einigen Jahren regelm&auml;&szlig;ig diskutiert wird: Arme gehen seltener w&auml;hlen als Reiche. F&uuml;r eine Demokratie, in der idealerweise und prinzipiell die Interessen aller Menschen vertreten werden sollen, ist dies ein Problem. Und es verst&auml;rkt sich noch, wenn Gesellschaften individualistischer werden &ndash; wie die neoliberalen seit Jahrzehnten.<br>\nWirklich &uuml;berraschend ist der Befund der Bertelsmann-Studie nicht: Armut erh&ouml;ht die Wahrscheinlichkeit, dass jemand nicht w&auml;hlen geht; soziale Ungleichheit ist damit ein Problem f&uuml;r Demokratien. Und individualistische Haltungen der Menschen haben den gleichen Effekt&hellip;<br>\nGerade die jungen Menschen mit den &ldquo;geringsten Chancen&rdquo; lernen die Welt also als &ldquo;Kampf nach dem Prinzip survival oft the fittest&rdquo; kennen. Und wer die soziale Welt als solchen kennenlernt, der wird Schwierigkeiten haben, sein Eigeninteresse an demokratischem Streit und kollektiver Interessenvertretung zu erkennen. Der wird Machtverh&auml;ltnisse nicht hinterfragen. Und das gilt gewiss nicht nur f&uuml;r Jugendliche mit Migrationshintergrund.<br>\nDie f&uuml;r neoliberale Gesellschaften typische, zunehmende soziale Ungleichheit ist damit f&uuml;r Demokratien ein doppeltes Problem: Sie f&uuml;hrt zu ungleicher Wahlbeteiligung und best&auml;rkt Ideologien, die den gleichen Effekt haben. Was die Machtverh&auml;ltnisse schleichend immer weiter zu Ungunsten der unteren Klassen verschiebt .<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1661\">Patrick Schreiner auf annotazioni.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Erfolg bei B&uuml;rgerinitiative &lsquo;Recht auf Wasser&rsquo;: EU-Kommission muss B&uuml;rgerwillen respektieren<\/strong><br>\nAm&hellip;Dienstag hat eine Mehrheit von Abgeordneten der Gr&uuml;nen\/EFA- , sozialdemokratischen und linken Fraktionen im Europ&auml;ischen Parlament die europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative gegen die Privatisierung der Wasserversorgung unterst&uuml;tzt. Konservative, liberale und rechtskonservative Abgeordnete hatten versucht, die B&uuml;rgerinitiative mit einer Alternativresolution zu Fall zu bringen. Sie konnten sich damit aber nicht durchsetzen.<br>\nDazu sagt Claude Turmes, Mitglied im Umwelt- und Gesundheitsausschuss:<br>\n&bdquo;Es ist Aufgabe des Europ&auml;ischen Parlaments das Grundrecht auf Wasser zu verteidigen &ndash; erst recht wenn so viele Menschen mit einer B&uuml;rgerinitiative daf&uuml;r eintreten. Die konservativ-liberale Mehrheit ist mit ihrem Boykottversuch gescheitert. Das st&auml;rkt die Glaubw&uuml;rdigkeit des Europ&auml;ischen Parlaments als Vertretung der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. In vielen EU-Mitgliedsstaaten haben wir negative Erfahrungen mit der Privatisierung der Wasserversorgung gemacht. In Griechenland ist die Privatisierung Teil des Programms. Es ist h&ouml;chste Zeit, dass es eine klare gesetzliche Grundlage gibt, die das Recht auf Wasser verankert und die Wasserversorgung von Freihandelsvertr&auml;gen wie  TTIP oder TISA ausschlie&szlig;t. Das darf die EU-Kommission unter den Teppich kehren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2015\/erfolg-bei-buergerinitiative-recht-auf-wasser-eu-kommission-muss-buergerwillen-respektieren\/%20\">Sven Giegold<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien: Gezielte T&ouml;tung per Drohne in Syrien<\/strong><br>\nMitten in die Diskussion &uuml;ber britische Luftangriffe auf Syrien wurde bekannt wurde, dass zwei britische Staatsb&uuml;rger von einem solchen Royal-Air-Force Angriff get&ouml;tet wurden, auf syrischem Boden, mit einer Drohne.<br>\nBemerkenswert ist die Begr&uuml;ndung, die Cameron dazu abgab. Sie k&ouml;nnte einer Zusammenarbeit zwischen George W.Bush und den Monty Pythons entspringen: &ldquo;Selbstverteidigung&rdquo;.<br>\nIt was necessary and proportionate for the individual self-defence of the UK.<br>\nDass Gro&szlig;britannien mit einer gezielten T&ouml;tung im fernen syrischen Ort Raqqa verteidigt werden musste, h&auml;ngt damit zusammen, dass man einen Mann verd&auml;chtigte, einen &ldquo;barbarischen Anschlag&rdquo; im Vereinigten K&ouml;nigreich geplant zu haben. Es habe keine anderen Mittel gegeben, dies zu vereiteln, so Cameron. Konkrete Nachweise f&uuml;r die Anschlagpl&auml;ne lieferte er nicht. Die T&ouml;tung erfolgte auf Verdacht, in Zusammenarbeit mit amerikanischen Geheimdiensten.<br>\nDass die T&ouml;tung ohne nachvollziehbare Beweise, ohne Verhandlung, also ohne rechtsstaatliche Begr&uuml;ndung, unter Verletzung der Souver&auml;nit&auml;tsrechte Syriens geschieht, ist f&uuml;r Cameron offenbar nicht wichtig. Er gibt sich gar nicht die M&uuml;he, auf solche Bedenken einzugehen. Das ist abenteuerlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45918\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Syrien? Dazu sagen wir nix&hellip;<\/strong><br>\nDie britische Regierung r&uuml;hmt sich, angebliche IS-K&auml;mpfer aus UK in Syrien get&ouml;tet zu haben. Doch dies f&uuml;hrt nun zu Verwicklungen in Br&uuml;ssel. Darf London EU-B&uuml;rger t&ouml;ten, so die Frage.<br>\nEigentlich nicht &ndash; denn in der EU ist die Todesstrafe abgeschafft, jeder hat Anrecht auf ein ordentliches Gerichtsverfahren. Doch die EU-Au&szlig;envertreterin Mogherini will sich zu dem Fall nicht &auml;u&szlig;ern.<br>\nSie d&uuml;rfte demn&auml;chst noch &ouml;fter in Verlegenheit kommen, denn auch Frankreich will den &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo; in Syrien ausweiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/darf-london-eu-buerger-toeten\/\">Eric Bonse, Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Saakaschwili gegen Jazenjuk<\/strong><br>\nIn der Ukraine werden m&ouml;gliche Nachfolger von Premierminister Jazenjuk diskutiert. Der ehemalige georgische Pr&auml;sident Saakaschwili l&auml;sst seinen Hut in den Ring werfen.<br>\nEs wird einsam um Arsenij Jazenjuk. Die Medien handeln seinen engsten Partner bei der Macht&uuml;bernahme nach dem Maidan-Putsch, Olexandr Turtschynow, als m&ouml;glichen Nachfolger in der nahen Zukunft &ndash; und der dementiert nicht. Eine Parlamentsabgeordnete seiner eigenen Partei Volksfront, Viktoria Siumar, gibt Glavcom ein Interview unter dem Titel &bdquo;Jazenjuk ist sehr m&uuml;de&ldquo;. In diesem Interview kritisiert sie in vorgeblich respektvoller Weise politische Entscheidungen des Premierministers und Parteif&uuml;hrers und diskutiert mit Glavcom Turtschynow (lobend) und die eingeb&uuml;rgerte ukrainischst&auml;mmige US-Amerikanerin in der Regierung Natalia Jaresko (eher ungeeignet) als m&ouml;gliche Nachfolger im Amt des Premierministers. Siumar war fr&uuml;her Journalistin der Stimme Amerikas in der Ukraine und sitzt seit Dezember 2014 dem Parlamentsausschuss f&uuml;r &bdquo;Meinungsfreiheit und Informationspolitik&ldquo; vor.<br>\nDer eingeb&uuml;rgerte georgische Gouverneur von Odessa, Mikheil Saakaschwili, wirft Jazenjuk offen vor, seine Regierung w&uuml;rde die Reformen in der Wirtschaft, im Zollwesen und in weiteren Bereichen sabotieren und den Interessen der Oligarchen dienen. [&hellip;]<br>\nJazenjuk ist der Verlierer dieser Entwicklung. Er war der Mohr, den die USA in der Phase der unbedingten Konfrontation mit Russland brauchten und diese Phase ist, trotz der gerade noch einmal erweiterten Sanktionen, vorbei. Der Mohr kann gehen. Jazenjuk wird als Vertreter der Kriegspartei wahrgenommen und ist f&uuml;r die nun f&auml;llige Entspannungsphase und das Einfrieren des Konflikts ungeeignet. [&hellip;]<br>\nWarum kommt es pl&ouml;tzlich zu einer Einigung? Sowohl die USA als auch die EU haben derzeit viel dr&auml;ngendere Probleme als die Ukraine, bez&uuml;glich derer sich zudem die Hoffnungen auf politische und wirtschaftliche Fortschritte und die damit verbundenen Profitchancen nicht erf&uuml;llt haben. In den USA noch viel mehr als in der EU hat sich die Meinung vieler Politiker gegen die gegenw&auml;rtige ukrainische Regierung gewandt. Der Einsatz faschistischer Freiwilligenbataillone in der Ostukraine ist im Repr&auml;sentantenhaus thematisiert worden und der US-Regierung wurde von den Abgeordneten verboten, solche Einheiten zu unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/gunnar-jeschke\/saakaschwili-gegen-jazenjuk?seite=1\">Gunnar Jeschke auf freitag.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>SPD-Linke: Morgen Gut Leben &ndash; 10 Thesen f&uuml;r eine gerechte und offene Gesellschaft<\/strong><br>\nGerechtigkeit ist und bleibt die Kernkompetenz der Sozialdemokratie  &ndash; daran muss sich jeder programmatische Beitrag messen lassen.<br>\n1.Wirtschafts- und Verteilungskompetenz geh&ouml;ren untrennbar zusammen. Wir sind &uuml;berzeugt, dass eine gerechtere Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen die Voraussetzung f&uuml;r ein nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum ist. Verteilungsfragen finden zuallererst auf dem Arbeitsmarkt statt. Deshalb sind die von der SPD  durchgesetzten Reformen auf dem Arbeitsmarkt wie die Einf&uuml;hrung des Mindestlohns  oder die Regulierung von Leiharbeit so wichtig. Die SPD muss sich weiter als Partei der Guten Arbeit und Ausbildung positionieren, f&uuml;r eine St&auml;rkung der Tarifbindung streiten und prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse konsequent bek&auml;mpfen,  denn der  Arbeitsmarkt wird sich in den kommenden Jahren radikal wandeln&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jusos.de\/sites\/default\/files\/spd-linke_-_morgen_gut_leben.pdf%20\">Jusos<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein Thesenpapier von Parteivize Ralf Stegner, der Sprecher der Parlamentarischen Linken (PL), Matthias Miersch, und Juso-Chefin Johanna Uekermann, die als Antwort auf ein von Gabriel initiiertes Debattenpapier gehandelt werden, mit dem er im Sommer empfahl, die &ldquo;arbeitende Mitte&rdquo; ins Zentrum der Strategie vor der Bundestagswahl 2017 zu stellen.<\/em><br>\n<em>Siehe dazu &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27470\">Partei ohne Kompass<\/a>&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Exzellenz-Initiative Der Weg der Milliarden<\/strong>\n<ul>\n<li>Der F&ouml;rderatlas zeigt, an welchen Universit&auml;ten die Mittel der Exzellenz-Initiative investiert werden.<\/li>\n<li>Die Angst, dass durch die Drittmittelvergabe die Ungleichheit der Unis vergr&ouml;&szlig;ert wird, hat sich nicht best&auml;tigt.<\/li>\n<li>Spitzenreiter sind M&uuml;nchen und Berlin.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das umfangreiche Zahlenwerk fasst die Forschungsf&ouml;rderung in Deutschland der Jahre 2011 bis 2013 zusammen. &ldquo;Es hat sich nicht die Bef&uuml;rchtung best&auml;tigt, dass die Exzellenz-Initiative die Ungleichheit bei der Drittmittelvergabe vergr&ouml;&szlig;ert&rdquo;, erg&auml;nzte sie. Eher im Gegenteil: So habe die DFG in dem Zeitraum der Hochschule mit der h&ouml;chsten F&ouml;rdersumme &ndash; der Universit&auml;t M&uuml;nchen &ndash; das Vierfache dessen bewilligt, was die Universit&auml;t Halle-Wittenberg auf Platz 40 der Rangliste erhielt. Im Zeitraum 2005 bis 2007 hatte der Spitzenreiter aus Aachen noch das F&uuml;nffache der DFG-Drittmittel von Leipzig bekommen, das damals auf Platz 40 stand.<br>\nInsgesamt konzentriert sich in dem Drei-Jahres-Zeitraum aber sehr viel Forschungsgeld auf die 45 Universit&auml;ten, die an der Exzellenz-Initiative teilnehmen durften oder d&uuml;rfen. Sie erhielten zwischen 2011 und 2013 fast 87 Prozent der 6,7 Milliarden Euro, die die DFG ausgesch&uuml;ttet hat. Bezogen auf alle Drittmittel, also einschlie&szlig;lich der Zuwendungen von Bund, EU, Stiftungen und Wirtschaft, lag der Anteil der 45 Hochschulen im Jahr 2012 bei 76 Prozent.<br>\nRechne man die 1,1 Milliarden Euro f&uuml;r die Exzellenz-Initiative heraus, &auml;ndere sich an diesen Verh&auml;ltnissen wenig, sagte Dzwonnek. Dann entfielen auf die 45 Universit&auml;ten immer noch 75 Prozent aller Drittmittel und 84 Prozent s&auml;mtlicher DFG-Zusagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/wissenschaftspolitik-der-weg-der-milliarden-1.2634887%20\">Christopher Schrader in der SZ<\/a><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu: DFG F&ouml;rderatlas 2015<\/strong><br>\nKennzahlen zur &ouml;ffentlich finanzierten Forschung in Deutschland<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dfg.de\/sites\/flipbook\/foerderatlas_2015\/\">DFG<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die ganz normale Verlogenheit<\/strong><br>\nDie &raquo;Bild&laquo; bleib einen ganzen Tag ohne Fotos. Wer auf eine Entschuldigung f&uuml;r all die Urheberrechtsverletzungen, Abbildungen von Verungl&uuml;ckten und unverpixelten Straft&auml;tern erhofft hatte, irrte sich gewaltig.<br>\nWer jetzt allerdings meint, &raquo;Bild&laquo; habe die Ausgabe mit den vielen grauen Leerstellen deshalb produziert, um Abbitte f&uuml;r die vielen F&auml;lle zu leisten, in denen das Blatt illegal Fotos von Facebook-Profilen kopiert hat, Fotos von Opfern von Unf&auml;llen oder Kriminalit&auml;t ohne Verpixelung gedruckt wurden bzw. verurteilte Straft&auml;ter nach Verb&uuml;&szlig;ung ihrer Haft in Gro&szlig;aufnahme nochmals &ouml;ffentlich gezeigt und damit erneut gerichtet wurden, der irrt. &raquo;Bild&laquo; bleibt seiner Bigotterie treu. Die Dienstagausgabe der &raquo;Bild&laquo; ohne Fotos, sei &raquo;eine Verneigung vor der Kraft der Fotos&laquo;, schreibt der Online-Chefredakteur der Springer-Postille, Julian Reichelt. &raquo;Ohne Fotos w&auml;re die Welt noch ignoranter, w&auml;ren die Schwachen verloren, unsichtbar. Ohne Fotos blieben viele Verbrechen nicht nur unges&uuml;hnt &ndash; sie w&uuml;rden nicht einmal erinnert. Fotos sind der Aufschrei der Welt.&laquo;<br>\nDer selbe Reichelt hatte &uuml;brigens vor einer Woche die Ver&ouml;ffentlichung des Fotos von dem toten Fl&uuml;chtlingskind als &raquo;nicht nur f&uuml;r vertretbar, sondern f&uuml;r zwingend&laquo; geboten bezeichnet. Die Botschaft der gestrigen Ausgabe lautet also: Wenn ihr uns daf&uuml;r kritisiert, dass wir Bilder unverpixelt zeigen, macht ihr euch zu Kumpanen von Gewalt, Kriminalit&auml;t und Terror und fallt den Schwachen dieser Welt in den R&uuml;cken; ohne die &raquo;Bild&laquo; w&auml;re die Welt noch schlechter.<br>\nSo viel Verlogenheit ist f&uuml;r die &raquo;Bild&laquo; allerdings der Normalfall &ndash; und zu diesem kehrte die Postille auch schnell wieder zur&uuml;ck: Bereits am Mittag war der Online-Auftritt wieder mit bunten Bildern zugem&uuml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/983916.die-ganz-normale-verlogenheit.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>Dazu: Das wird man ja wohl noch zeigen d&uuml;rfen!<\/strong><br>\nDie &bdquo;Bild&ldquo;-Medien trommeln heute mal wieder kr&auml;ftig in eigener Sache.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/69689\/das-wird-man-ja-wohl-noch-zeigen-duerfen\/\">Bildblog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>probono Interview: Jens Berger &ndash; Der Kick des Geldes<\/strong><br>\nEs lebe K&ouml;nig Fu&szlig;ball. Es lebe der Sport!<br>\nIm neuen probono Interview spricht unser Finanzjournalist Lars Schall mit Jens Berger &uuml;ber den Wirtschaftsfaktor Fu&szlig;ball.<br>\nDank Jens Berger verliert nun auch der Profifu&szlig;ball seine Unschuld<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6GD7FiU_cPk\">probone TV auf YouTube<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27490","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27490","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27490"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27490\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27493,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27490\/revisions\/27493"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27490"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27490"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27490"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}