{"id":27506,"date":"2015-09-10T09:11:24","date_gmt":"2015-09-10T07:11:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506"},"modified":"2015-09-10T14:42:31","modified_gmt":"2015-09-10T12:42:31","slug":"hinweise-des-tages-2456","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h01\">Abwehr statt Aufnahme: Gro&szlig;e Koalition beschlie&szlig;t Ma&szlig;nahmenpaket gegen Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h02\">Debatte Europa: Die Killerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h03\">Von Demokratieverlust und Wissensentzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h04\">Hessen: &Auml;rger f&uuml;r schwarz-gr&uuml;ne Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h05\">Zuwanderer haben die h&ouml;heren Abschl&uuml;sse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h06\">Vern&uuml;nftig, menschlich, illegal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h07\">Sarrazin fordert drastische Einschr&auml;nkung des Asylrechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h08\">Topografie des Horrors<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h09\">Der Ruf nach F&uuml;hrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h10\">Nicht den Euro verlassen, sondern mit seiner neoliberalen Verfasstheit brechen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h11\">&ldquo;Daimler verl&auml;ngert Zukunftssicherung f&uuml;r Besch&auml;ftigte bis Ende 2020&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h12\">Klaus Ernst: Gericht schr&auml;nkt Grundrecht ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h13\">Immer weniger Anw&auml;lte vertreten Hartz IV Bezieher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h14\">Prognose bis 2024: Erbschaften zementieren Ungleichheit in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h15\">Privat gegen Gesetzlich: Niedrige Zinsen setzen private Versicherungen unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h16\">Wasserprivatisierung: Angriff abgewehrt &ndash; aber trotzdem eine herbe Niederlage!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506#h18\">Br&uuml;sseler Dreht&uuml;r<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27506&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Abwehr statt Aufnahme: Gro&szlig;e Koalition beschlie&szlig;t Ma&szlig;nahmenpaket gegen Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat sich am Sonntag im Koalitionsausschuss auf ein Ma&szlig;nahmenpaket zur Asylpolitik geeinigt. Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Fehlanreize beseitigen&ldquo; werden dort mehrere Ma&szlig;nahmen der Abschreckungspolitik der neunziger Jahre reaktiviert&hellip;.<br>\nUm angebliche &bdquo;Fehlanreize&ldquo; zu vermeiden, sollen Asylsuchende k&uuml;nftig nicht mehr drei, sondern sechs Monate lang in den Erstaufnahmelagern verbleiben m&uuml;ssen. Die Ma&szlig;nahme wird flankiert vom Beschluss, die in den Erstaufnahmelagern zusammengepferchten Menschen k&uuml;nftig wieder der Residenzpflicht zu unterwerfen, die ihnen verbietet, sich frei im Bundesgebiet zu bewegen. Dazu sollen die Betroffenen k&uuml;nftig wieder mit Sachleistungen abgespeist werden &ndash; nach dem Motto: Gegessen wird, was vom Amt kommt. Damit werden mehrere Instrumente der Abschreckungs- und Ausgrenzungspolitik der Neunziger Jahre reaktiviert, die erst in den letzten Jahren Schritt f&uuml;r Schritt liberalisiert worden waren.<br>\nDie sechsmonatige Unterbringung in Erstaufnahmeeinrichtungen wird die ohnehin katastrophale Unterbringungssituation weiter versch&auml;rfen. Die doppelte oder dreifache Belegung bestehender Einrichtungen wird unertr&auml;gliche Lebensumst&auml;nde f&uuml;r tausende Menschen schaffen, Konflikte innerhalb der Einrichtungen befeuern und die Betroffenen ausgrenzen und stigmatisieren&hellip;.<br>\nAll dies ist ein fatales Signal angesichts der nicht abebbenden Welle rassistischer Gewalt gegen Fl&uuml;chtlinge&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.proasyl.de\/de\/news\/detail\/news\/grosse_koalition_schaltet_auf_abwehrpolitik_um\/\">Pro Asyl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Debatte Europa: Die Killerin<\/strong><br>\nIst Europa noch zu retten? Der Umgang mit Fl&uuml;chtlingen und mit Griechenland hat vielen die Augen ge&ouml;ffnet. Jetzt gibt es eine Pflicht: Die EU neu zu denken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Debatte-Europa\/!5226566\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Von Demokratieverlust und Wissensentzug<\/strong><br>\nDer Neoliberalismus ist der Feind des Wissens &ndash; so die zentrale These im neuen Werk des Soziologen Colin Crouch. Denn jahrelange Erfahrung von Fachkr&auml;ften sei immer weniger gefragt in einer Welt, die von einfachen Zahlen beherrscht w&uuml;rde. Und zudem manipulierten Privatunternehmen Wissen nach Belieben zum eigenen Vorteil.<br>\nDass etwas schief l&auml;uft im &Ouml;ffentlichen Dienst Gro&szlig;britanniens, daran l&auml;sst Colin Crouch von der ersten Zeile seines Buches an keinen Zweifel. Ob im Gesundheitswesen, an den Schulen oder in der &ouml;ffentlichen Verwaltung: Das sogenannte New Public Management, der Einzug marktwirtschaftlicher Methoden und Strukturen in den &ouml;ffentlichen Dienst, habe an vielen Stellen zu absurden Entwicklungen gef&uuml;hrt. Zum Beispiel bei der Polizei:<br>\n&ldquo;Die Politik gab der englischen Polizei Erfolgsquoten f&uuml;r die Aufkl&auml;rung von Autodiebst&auml;hlen und Einbruchsdelikten vor, weil Untersuchungen gezeigt hatten, dass das subjektive Sicherheitsempfinden der B&uuml;rger vor allem durch diese Straftaten beeintr&auml;chtigt wurde &ndash; weshalb ein R&uuml;ckgang in diesem Bereich dem Versprechen wirksamer Kriminalit&auml;tsbek&auml;mpfung besondere Glaubw&uuml;rdigkeit und &Uuml;berzeugungskraft verliehen h&auml;tte. Nicht zuletzt diese Vorgabe f&uuml;hrte jedoch dazu, dass die Polizeibeh&ouml;rden in mehreren englischen St&auml;dten den organisierten sexuellen Missbrauch von Kindern ignorierten, da diese Verbrechen f&uuml;r ihre Leistungskennziffern nur eine untergeordnete Rolle spielten.&rdquo;<br>\nColin Crouch nennt es die Logik der Finanzm&auml;rkte: so viele Lebensbereiche wie m&ouml;glich unter marktwirtschaftlichen Aspekten zu betrachten und sie damit letztlich auf Kennziffern oder Geldwerte zu reduzieren. Das sei die zentrale Losung neoliberaler Politik, die Crouch zufolge derzeit weltweit immer mehr an Anh&auml;ngern und Einfluss gewinnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/colin-crouch-die-bezifferte-welt-von-demokratieverlust-und.1310.de.html?dram:article_id=330436\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hessen: &Auml;rger f&uuml;r schwarz-gr&uuml;ne Koalition<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen-Landtagsabgeordnete M&uuml;rvet &Ouml;zt&uuml;rk, zust&auml;ndig f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge und Migration, erkl&auml;rte aus Protest gegen die Asylpolitik ihren Austritt aus der Landtagsfraktion. In einer Mail, die ihre &uuml;berraschten Kollegen zum Beginn der regul&auml;ren Fraktionssitzung erhielten, tat sie ihren R&uuml;ckzug kund.<br>\n&Ouml;zt&uuml;rk ver&ouml;ffentlichte eine Erkl&auml;rung, in der es hie&szlig;: &ldquo;F&uuml;r die Versch&auml;rfung des Asylrechts auf Kosten Schutzsuchender stehe ich nicht zur Verf&uuml;gung.&rdquo; Auf Nachfragen nahm sie Ansto&szlig; am j&uuml;ngsten Kompromiss zwischen SPD und Union im Bund und sagte, sie akzeptiere nicht, dass im Gegenzug zu mehr Finanzhilfen des Bundes die Liste der sicheren Herkunftsl&auml;nder erweitert werde. Sie beklagte zudem, sie habe sich mit Vorschl&auml;gen zur Fl&uuml;chtlingspolitik in den eigenen Reihen nicht durchsetzen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/hessen-aerger-fuer-schwarz-gruene-koalition-1.2639128\">Susanne H&ouml;ll in der SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zuwanderer haben die h&ouml;heren Abschl&uuml;sse<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt bekanntgab, hatten 2014 30 Prozent der migrantischen Bev&ouml;lkerung ein Abitur oder eine Fachhochschulreife. Gemeint sind alle Menschen, deren Familien seit 1949 in die Bundesrepublik eingewandert sind. Der Anteil der B&uuml;rger ohne Migrationshintergrund, die ein Abitur oder eine Fachhochschulreife abgeschlossen haben, betrug dagegen nur 28,5&nbsp;Prozent.<br>\nBetrachtet wurden Personen ab 15 Jahren. Besonders deutlich wird der Bildungsunterschied zwischen Deutschen und den Zugezogenen aus europ&auml;ischen Nachbarl&auml;ndern. So besa&szlig;en 62,4 Prozent der aus Frankreich stammenden Personen Abitur oder Fachhochschulreife, gefolgt von Menschen aus dem Vereinigten K&ouml;nigreich (53,9 Prozent) und der Ukraine (50,5&nbsp;Prozent).<br>\nZuwanderer aus Bulgarien (45,9 Prozent), Spanien (43 Prozent), Ungarn (42,9 Prozent) und &Ouml;sterreich (40,6 Prozent) wiesen ebenfalls zum gro&szlig;en Teil einen h&ouml;heren Schulabschluss auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/schulbildung-zuwanderer-haben-die-hoeheren-abschluesse-1.2638779\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Vern&uuml;nftig, menschlich, illegal<\/strong><br>\nDass das Dublin-Abkommen v&ouml;llig ungeeignet ist, mit der europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingskrise zurechtzukommen, gilt nicht erst seit einigen Wochen. Faktisch ist Dublin bereits seit l&auml;ngerer Zeit tot oder doch ausgeh&ouml;hlt. Die wichtigen Transitl&auml;nder wie Italien, Griechenland, Bulgarien und Ungarn haben schon l&auml;ngst aufgeh&ouml;rt, Dublin umzusetzen. Dort wird allenfalls eine Zufallsauswahl der Zigtausenden ankommenden und nach Norden ziehenden Fl&uuml;chtlinge registriert. Sie bleiben oftmals ohne jegliche Unterbringung und Versorgung, damit droht ihnen Obdachlosigkeit und Verwahrlosung, oder Inhaftierung und Misshandlung.3<br>\nSie ziehen also weiter. Die Polizisten und Grenzsch&uuml;tzer haben systematische Grenzkontrollen l&auml;ngst aufgegeben, sie dr&uuml;cken an den &Uuml;berg&auml;ngen und an den Marschrouten &uuml;ber &bdquo;gr&uuml;ne Grenzen&ldquo; beide Augen zu, f&uuml;hren allenfalls sporadisch Alibikontrollen durch, die Aufgegriffene nur wenige Tage aufhalten, oder sie schicken die Fl&uuml;chtlinge mit einem Passierschein weiter &ndash; offiziell zu irgendwelchen Fl&uuml;chtlingslagern, tats&auml;chlich aber, wie alle Beteiligten wissen, an die Grenze zum n&auml;chstgelegenen n&ouml;rdlichen Nachbarstaat.<br>\nVon italienischen Polizisten wird berichtet, dass sie fragen, wer im Land bleiben will und wer nicht &ndash; und dann nur die registrieren, die von sich aus bleiben wollen. Ebenso dr&uuml;ckt die &ouml;sterreichische Polizei beide Augen zu. Streng genommen d&uuml;rfte in den Z&uuml;gen, die t&auml;glich aus Verona in M&uuml;nchen eintreffen, kein einziger unregistrierter Fl&uuml;chtling mehr sitzen &ndash; tats&auml;chlich sind es t&auml;glich Hunderte. Die franz&ouml;sische Polizei schickt papierlos Eingereiste oft mit der Aufforderung weiter, innerhalb von drei Tagen in ein Land weiterzureisen, das zu ihrer Aufnahme &bdquo;bereit&ldquo; ist. Von den ungarischen Praktiken ganz zu schweigen&hellip;<br>\nWer aber einem deutschen Polizisten sagt, dass er woandershin will, erh&auml;lt die freundliche, aber unanfechtbare Auskunft, dass das nicht gehe und dass er ab jetzt unter deutsche Zust&auml;ndigkeit falle. Aber k&ouml;nnte sich Deutschland nicht in diesem Punkt, in einer Art List der Vernunft, der Praxis seiner s&uuml;dlichen Nachbarn anschlie&szlig;en? Und w&auml;re das in dieser Situation nicht das Beste?&hellip;<br>\nDeutschland kann nicht im Alleingang das Dublin-Abkommen exekutieren, wenn es nicht auch die auf den Fluchtrouten &bdquo;vor uns&ldquo; liegenden L&auml;nder tun. Die ganze Dublin-Maschinerie ist ohnehin seit Langem &auml;u&szlig;erst ineffizient und deshalb praktisch irrelevant. Speziell f&uuml;r Syrer wurden die Dublin-Regelungen k&uuml;rzlich sogar offiziell ausgesetzt&hellip;<br>\nDie W&uuml;nsche der Betroffenen selbst zu ber&uuml;cksichtigen, ist zun&auml;chst aufwendiger und erst mittelfristig lohnend: F&uuml;r die Integration in Wohnungs- und Arbeitsmarkt ist es das Allerbeste und Effektivste, wenn Fl&uuml;chtlinge auf eigene Netzwerke zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen. Unz&auml;hlige Arbeitsstunden in Arbeits&auml;mtern und Wohnungsvermittlungsstellen k&ouml;nnen dadurch gespart werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5228640\">Barbara Kuchler in Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sarrazin fordert drastische Einschr&auml;nkung des Asylrechts<\/strong><br>\nNur politische Verfolgung und V&ouml;lkermord sollen als Asylgr&uuml;nde gelten, fordert der Ex-Politiker in der ZEIT. Fl&uuml;chtlinge vom Balkan sollten sofort abgeschoben werden.<br>\nDer fr&uuml;here Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin hat die Fl&uuml;chtlingspolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. Zuwanderer aus dem Balkan sollten im Wesentlichen ohne Asylverfahren sofort abgeschoben werden, sagte Sarrazin der ZEIT.<br>\n&Auml;hnlich wie die AfD fordert der ehemalige Politiker dar&uuml;ber hinaus eine massive grunds&auml;tzliche Einschr&auml;nkung des im Grundgesetz festgelegten Rechts auf Asyl. Es solle nur f&uuml;r Menschen gelten, die als politische Aktivisten oder im Rahmen eines V&ouml;lkermordes verfolgt werden, sagte Sarrazin. &ldquo;Aber nicht f&uuml;r jeden, der in einer Diktatur oder einer unvollkommenen Demokratie irgendwie unterdr&uuml;ckt wird.&rdquo;<br>\nEin Asylrecht, wie das gegenw&auml;rtige, bedeute, dass 80 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung ein Recht auf Asyl in Deutschland h&auml;tten , sagte Sarrazin. &ldquo;Das ist auf Dauer nicht haltbar.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-09\/thilo-sarrazin-zuwanderung-fluechtlinge-bundesregierung\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Jetzt r&auml;cht sich der Umstand, dass die SPD nicht imstande war, dieses Mitglied auszuschlie&szlig;en. Und nat&uuml;rlich hat Herr Sarrazin seine willigen Helfer in der Medienwelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Topografie des Horrors<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlinge Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es zwischen Sahelzone und Golfregion nicht mehr so viele Konflikte. Ein Blick auf die Ursachen der derzeitigen Fluchtlingsstr&ouml;me.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/topografie-des-horrors\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Ruf nach F&uuml;hrung<\/strong><br>\nDie deutsche Dominanz &uuml;ber die EU wird von nennenswerten Teilen der Eliten in zahlreichen L&auml;ndern weltweit akzeptiert und in nicht wenigen F&auml;llen positiv bewertet. Dies behauptet die deutsche Entwicklungsorganisation GIZ in einer aktuellen Untersuchung &uuml;ber das internationale Image der Bundesrepublik. Demnach werde Berlins &ldquo;F&uuml;hrungsrolle in Europa&rdquo; weithin &ldquo;n&uuml;chtern festgestellt und neutral bis anerkennend gesehen&rdquo;. Dar&uuml;ber hinaus hei&szlig;e es immer wieder, Deutschland solle sich k&uuml;nftig auch st&auml;rker an Kriegen beteiligen als bisher. Oft werde die Bundesrepublik explizit &ldquo;als Gegengewicht zum Hegemon USA&rdquo; eingestuft. Die Untersuchung basiert auf einer Umfrage, die die GIZ in 26 Staaten auf vier Kontinenten durchgef&uuml;hrt hat&hellip;<br>\nIm Ergebnis zeigt die Studie, dass das deutsche Establishment sich bei seinem globalen Machtstreben auf prinzipiell kooperationswillige Segmente in den Eliten anderer Staaten st&uuml;tzen kann. Ignoriert wurden in der Umfrage die unteren Mittel- und die Unterschichten, die etwa in Griechenland von Berlin in die Verarmung getrieben wurden. Bei ihnen w&auml;chst der Unmut &uuml;ber die deutsche Dominanz&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59190\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nicht den Euro verlassen, sondern mit seiner neoliberalen Verfasstheit brechen!<\/strong><br>\nThesen zur Debatte um Griechenland und den Euro<br>\nEin offensiver Bruch des neoliberalen Vertragswerks rund um den Euro sollte das Ziel fortschrittlicher Gruppen und Menschen sein; anstatt eine Debatte um den Austritt Griechenlands aus dem Euro oder dessen Abschaffung zu f&uuml;hren. Zu diesem Schluss kommt der Koordinierungskreis von Attac Deutschland in einem heute ver&ouml;ffentlichten Thesenpapier zur Debatte um Griechenland und den Euro.<br>\n&ldquo;Die Diskussion dar&uuml;ber, ob der Euro langfristig funktionieren kann, lenkt vom Kern des Problems ab [&hellip;].Der Euro funktioniert nicht [&hellip;]. Aber statt die Ver&auml;nderungen vorzunehmen, die f&uuml;r ein Funktionieren notwendig w&auml;ren, hat die EU ein Vertragswerk geschaffen, das ein Korsett von immer mehr und immer umfassenderen falschen Ma&szlig;nahmen, Vorschriften und Institutionen um den Euro herumlegt. Diese sind das eigentliche Problem [&hellip;]&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Papier. Als Beispiele genannt werden etwa der Europlus-Pakt, der sogenannte Euro-Rettungsfonds ESM und der Fiskalpakt. Ziel emanzipatorischer Bestrebungen m&uuml;sse es sein, diese Vertr&auml;ge anzugreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/nicht-den-euro-verlassen-sondern-mit-seiner-neoliberalen-verfasstheit-brechen\/?no_cache=1&amp;cHash=0fe19f60ca18a788c13e62533a09fce0\">attac<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Daimler verl&auml;ngert Zukunftssicherung f&uuml;r Besch&auml;ftigte bis Ende 2020&rdquo;<\/strong><br>\nUnternehmen und Gesamtbetriebsrat vereinbaren Ausschluss betriebsbedingter K&uuml;ndigungen bis 31.12.2020; Zukunftssicherung gilt f&uuml;r alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unbefristetem Arbeitsvertrag bei der Daimler AG; Vereinbarung sichert au&szlig;erdem Personalflexibilit&auml;t, Verg&uuml;tung und &Uuml;bernahme von Auszubildenden&hellip; Vorstand und Gesamtbetriebsrat haben gemeinsam beschlossen, die Daimler Zukunftssicherung fr&uuml;hzeitig um vier Jahre zu verl&auml;ngern. Die derzeit g&uuml;ltige Gesamtbetriebsvereinbarung l&auml;uft bis Ende 2016. Die neue, daran anschlie&szlig;ende Zukunftssicherung schlie&szlig;t betriebsbedingte K&uuml;ndigungen bis Ende 2020 aus. Sie gilt f&uuml;r alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Daimler AG mit unbefristetem Arbeitsvertrag&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/media.daimler.com\/dcmedia\/0-921-1281854-49-1846064-1-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0.html\">Pressemitteilung der Daimler AG vom 8.9.2015<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung LabourNet:<\/strong> Mitarbeiter der Daimler AG mit unbefristetem Arbeitsvertrag! F&uuml;r die Leiharbeit gilt: &ldquo;&hellip; In der Zukunftssicherung sind auch Flexibilit&auml;tsinstrumente im Personalbereich geregelt, die es Daimler erlauben, auf eventuelle Marktschwankungen zu reagieren. Die geltende Regelung, die eine Flexibilit&auml;tsquote von acht Prozent f&uuml;r Zeitarbeitskr&auml;fte und befristet Besch&auml;ftigte in der Produktion vorsieht, wird in der neuen Zukunftssicherung fortgef&uuml;hrt. In besonderen Situationen, etwa bei Produktanl&auml;ufen, kann die Quote von acht Prozent in den Werken nach vorheriger Zustimmung des Betriebsrats f&uuml;r einen begrenzten Zeitraum &uuml;berschritten werden&hellip;<br>\nWeiter hei&szlig;t es darin: &ldquo;&hellip; Michael Brecht, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Daimler AG, sagt: &bdquo;Wir sind sehr zufrieden, dass es uns gelungen ist, die Daimler Zukunftssicherung vorzeitig zu verl&auml;ngern. Dies ist nach dem Abschluss der Zukunftsbilder an den Standorten ein weiterer wichtiger Schritt zur nachhaltigen St&auml;rkung und Sicherung der Belegschaften in Deutschland. Damit profitieren auch die Besch&auml;ftigten von der derzeit hervorragenden Gesch&auml;ftsentwicklung. (&hellip;) Grundlage und Voraussetzung f&uuml;r die Verl&auml;ngerung der Daimler Zukunftssicherung sind die lokalen Zukunftsbilder, die in den vergangenen Monaten f&uuml;r nahezu alle Werken vereinbart wurden. Sie beinhalten von Unternehmensseite konkrete Investitionszusagen in H&ouml;he von insgesamt rund 8,5 Milliarden Euro f&uuml;r die einzelnen Standorte bis weit in die kommenden Jahre. Von den Besch&auml;ftigten werden daf&uuml;r standortspezifisch Beitr&auml;ge zu Effizienzsteigerungen und Flexibilit&auml;t eingebracht&hellip;&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Klaus Ernst: Gericht schr&auml;nkt Grundrecht ein<\/strong><br>\n&ldquo;Das Landesarbeitsgericht in Hessen untersagt den Piloten bei der Lufthansa f&uuml;r den Erhalt ihrer Tarifvertr&auml;ge zu streiken. Die Lufthansa will Piloten k&uuml;nftig in konzerneigenen Billiglinien zu deutlich schlechteren Bedingungen besch&auml;ftigen &ndash; teilweise ohne Tarifvertrag. Mit dieser Entscheidung werden die Besch&auml;ftigten den Interessen des Unternehmens ausgeliefert&rdquo;, sagt Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. Ernst weiter:<br>\n&ldquo;Die Piloten sollen eine deutliche Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen und ihrer Entlohnung widerspruchslos akzeptieren. Dieses Urteil ist vor dem Hintergrund des neuen Tarifeinheitsgesetzes ein weiterer Versuch, das grundgesetzlich verbriefte Streikrecht einzuschr&auml;nken.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/gericht-schraenkt-grundrecht\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Immer weniger Anw&auml;lte vertreten Hartz IV Bezieher<\/strong><br>\nRechteabbau durch die Hintert&uuml;r: Immer weniger Rechtsanw&auml;lte k&ouml;nnen Hartz IV Bezieher vertreten, weil die Jobcenter sich weigern, die Anwaltskosten zu zahlen<br>\nImmer wenige Anw&auml;lte wollen Hartz IV Bezieher vor Gericht vertreten. Das ist eine Folge des andauernden Rechtsabbaus in Deutschland. Denn immer h&auml;ufiger m&uuml;ssen die Rechtsanw&auml;lte auf ihr Honorar verzichten. H&auml;ufigster Grund: Gewinnt der Hartz IV Beziehende einen Prozess gegen das Jobcenter, muss dieses ihm zwar die Kosten erstatten. Hat der Erwerbslose jedoch Schulden beim Jobcenter, verrechnen die Jobcenter h&auml;ufig die beiden Summen. Der Anwalt geht dann leer aus. Das allerdings ist h&ouml;chst rechtswidrig und hat perspektivisch verheerende Folgen f&uuml;r Hartz IV Betroffene.<br>\nHat das System? Wollen die Jobcenter so durch die Hintert&uuml;r Klagen von Hartz IV Beziehern verhindern? Die Vermutung liegt nahe. Denn immer weniger Anw&auml;lte wollen Hartz IV Bezieher vertreten, weil das Risiko die Kosten erstattet zu bekommen, sehr hoch ist. &ldquo;Die Schulden eines Mandanten einerseits und das Honorar seines Anwalts andererseits sind Forderungen von zwei Parteien, die nichts miteinander zu tun haben&rdquo;, sagt Rechtsanwalt Martin Schafhausen von der Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV). &ldquo;Sie d&uuml;rfen nicht miteinander verrechnet werden.&rdquo;<br>\nDennoch wurden die Jobcenter explizit angewiesen zu pr&uuml;fen, ob ein Hartz-IV-Beziehender Schulden hat, bevor Anwaltshonorare ausgezahlt werden. Gewinnt der Mandant und hat er weder Prozesskostenhilfe (PKH) noch Beratungshilfe erhalten, muss das Jobcenter ihn von den Kosten des Rechtsanwalts freistellen. DerArbeitslose ist dann nicht mehr derjenige, der dem Anwalt das Honorar schuldet, sondern das Jobcenter. &ldquo;Dass dieses Honorar dann nicht mit Schulden des Hartz-IV-Empf&auml;ngers verrechnet werden darf, liegt auf der Hand&rdquo;, kritisiert Rechtsanwalt Schafhausen. Das hat auch ein Urteil des Landessozialgerichts (LSG) Rheinland-Pflanz (AZ: L 6 AS 188\/13) best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/immer-weniger-anwaelte-vertreten-hartz-iv-bezieher-361699.php\">gegen-hartz.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Prognose bis 2024: Erbschaften zementieren Ungleichheit in Deutschland<\/strong><br>\n3,1 Billionen Euro werden die Deutschen bis 2024 erben &ndash; ein gro&szlig;er Teil der Immobilien, Aktien und Geldverm&ouml;gen bleibt bei den oberen zwei Prozent. Laut einer Studie verfestigt sich die Kluft zwischen Arm und Reich.<br>\nDeutschland steuert auf einen Erb-Rekord zu: 3,1 Billionen Euro werden von 2015 bis 2024 vererbt, so viel wie nie zuvor binnen zehn Jahren. Etwa zwei Drittel dieser Summe, 2,1 Billionen Euro, gehen an die n&auml;chste Generation &ndash; und verfestigen die ohnehin bestehende soziale Ungleichheit in Deutschland. Das geht aus Berechnungen der Studie &ldquo;Erben in Deutschland 2015 &ndash; 2024&rdquo; des Deutschen Instituts f&uuml;r Altersvorsorge (DIA) hervor.<br>\nIm Zehnjahreszeitraum von 2001 bis 2010 waren es &ndash; in heutige Kaufkraft umgerechnet &ndash; noch 1,78 Billionen Euro, die an die n&auml;chste Generation vererbt wurden, also rund 320 Milliarden Euro weniger. Seit der Jahrtausendwende sind die Erbbetr&auml;ge real, also um den Preisanstieg bereinigt, um 19 Prozent gestiegen, haben die Forscher des Beratungsinstituts Empirica berechnet, die die Studie f&uuml;r das DIA erstellt haben. Das DIA geh&ouml;rt den Finanzkonzernen Deutsche Bank und Zurich. (Hier finden Sie die komplette Studie auf der DIA-Website.)<br>\nDiese Entwicklung mag auf den ersten Blick &uuml;berraschen. Schlie&szlig;lich sind die realen Verm&ouml;gen der privaten Haushalte in Deutschland insgesamt seit dem Jahr 2000 nicht gewachsen, sondern leicht geschrumpft. Erkl&auml;ren l&auml;sst sich der Zuwachs bei den Erbschaften dennoch: Zum ersten Mal seit Langem wird in Deutschland nun eine Generation zu Erblassern, die weder Krieg oder Hyperinflation erlebt hat &ndash; sondern ihr Verm&ouml;gen w&auml;hrend der Wirtschaftswunderzeit aufbauen und anschlie&szlig;end mehren konnte.<br>\nEin Drittel geht an die oberen zwei Prozent<br>\nAllerdings trifft dies nur auf einen Teil der Bev&ouml;lkerung zu, auf den Rest nicht &ndash; was sich in einer sozialen Ungleichheit niederschl&auml;gt, die in Deutschland gr&ouml;&szlig;er ist als in jedem anderen Land der Eurozone. Aus der Erben-Studie geht nun hervor: Erbschaften verursachen diese Ungleichheit zwar nicht, spiegeln sie aber wieder. Und sie zementieren diese Ungleichheit auch auf lange Zeit.<br>\nEin paar Zahlen belegen das: Von den 2,1 Billionen Euro, die in den kommenden zehn Jahren an die n&auml;chste Generation vererbt werden, entfallen 700 Milliarden Euro, also ein Drittel, auf die oberen zwei Prozent der Hinterlassenschaften. F&uuml;r die restlichen 98 Prozent bleiben 1,4 Billionen Euro &ndash; hier sind die vererbten Betr&auml;ge seit dem Jahr 2000 auch lediglich um sieben Prozent gestiegen. [&hellip;]<br>\nDie Ergebnisse der DIA-Studie sind geeignet, die Diskussion &uuml;ber die Erbschaftsteuer neu anzuheizen &ndash; insbesondere angesichts des enormen Anteils der oberen zwei Prozent der Erbf&auml;lle. Das macht auch der internationale Vergleich deutlich: W&auml;hrend in Deutschland im Jahr 2011 nur 0,4 Prozent des gesamten Steueraufkommens auf Erbschaften und Schenkungen entfielen, waren es in Frankreich 1,0 Prozent und in Japan gar 1,8 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/erbschaften-zementieren-soziale-ungleichheit-in-deutschland-a-1051998.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und dann werden Sch&auml;uble und die CDU\/CSU die Diskussion sofort wieder beenden, weil es nicht zumutbar ist, Firmenerben schon bei weniger als 26 Millionen bzw. 52 Millionen Euro nur einen einzigen Cent Steuern zahlen zu lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Privat gegen Gesetzlich: Niedrige Zinsen setzen private Versicherungen unter Druck<\/strong><br>\nMit R&uuml;ckstellungen f&uuml;rs Alter garantieren die privaten Krankenversicherer, dass die Beitr&auml;ge sp&auml;ter nicht explodieren. Doch bei niedrigen Zinsen wird es f&uuml;r sie enger.<br>\nDie Zeit der Systemdebatten scheint vorbei. Derzeit liegen die Pl&auml;ne, die wachsenden Gesundheitskosten durch eine B&uuml;rgerversicherung zu finanzieren, in den Giftschr&auml;nken der Opposition. W&auml;hrend die gesetzlichen Krankenkassen als umlagefinanzierte Einrichtungen weiter mit der Alterung und der fallenden Zahl junger Menschen zu k&auml;mpfen haben, f&uuml;hlt sich die private Krankenversicherung (PKV) als heimlicher Sieger der Debatte &ndash; zumindest solange der Giftschrank mit den Skizzen zum Radikalumbau geschlossen bleibt. Denn durch ihre Alterungsr&uuml;ckstellungen kalkulieren die PKV-Unternehmen die Beitr&auml;ge f&uuml;r jeden Geburtsjahrgang ausk&ouml;mmlich. Nur der medizinische Fortschritt macht ihnen in normalen Zeiten einen Strich durch die Rechnung. [&hellip;]<br>\n&Uuml;ber die gemeinsame Kapitalanlage der Allianz-Gesellschaften legt sie das Kundengeld au&szlig;er in Staatsanleihen auch in spezielleren Unternehmensanleihen an, genauso wie in Aktien oder Infrastruktur. &bdquo;Wir k&ouml;nnen auch da investieren, wo man ein gro&szlig;es Volumen braucht und sich sehr lang festlegt.&ldquo; Mit Hilfe der Kapitalanlage k&ouml;nne sie Vollversicherungstarife noch immer g&uuml;nstiger anbieten als der H&ouml;chstsatz der gesetzlichen Kassen. [&hellip;]<br>\nNoch vor einem Jahrzehnt lag die Gesamtkostenquote der Branche &ndash; also der Anteil von Verwaltungs- und Abschlusskosten &ndash; bei 12 Prozent. Seit 2009 hat sich diese Quote stark verringert &ndash; auf zuletzt 8 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/versichern-und-schuetzen\/niedrigzinsen-setzen-private-krankenversicherung-unter-druck-13792139.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Schiefe Vergleiche, dreiste Behauptungen ohne Grundlage und die immer gleiche L&uuml;ge, da&szlig; &ldquo;die gesetzlichen Krankenkassen als umlagefinanzierte Einrichtungen weiter mit der Alterung und der fallenden Zahl junger Menschen zu k&auml;mpfen haben&rdquo; (implizit erg&auml;nzt um die Zusatzl&uuml;ge, da&szlig; das bei der PKV anders w&auml;re): die FAZ k&ouml;nnte, wenn sie in ein paar Jahren wegen untragbarer Verluste geschlossen werden wird, als Versicherungswerbebl&auml;ttchen re&uuml;ssieren. Besonders interessant die Ausf&uuml;hrungen, da&szlig; die Gesamtkostenquote der PKV &ndash; man h&ouml;re und staune &ndash; von v&ouml;llig indiskutablen 12 Prozent (wieso akzeptieren Versicherte, da&szlig; jeder 8. Beitragseuro f&uuml;r die Verwaltung draufgeht?) auf 8 Prozent gesenkt worden w&auml;re; und bei der Berechnung werden noch die Zeiten und Kosten, die die Versicherten f&uuml;r die Bearbeitung von Arztrechnungen verplempern, unterschlagen. Bei der GKV gibt es bekanntlich keine Abschlu&szlig;kosten, und die Verwaltungskosten sind gesetzlich auf maximal 6 Prozent gedeckelt, ein Wert, der von vielen GKVen deutlich unterschritten wird. Die PKV bleibt eine Geldverschwendungsmaschine und eine tickende Zeitbombe, weil das finanzmarktgedeckte Sparen nicht funktioniert und Millionen Privatversicherte im Alter entweder die Pr&auml;mien nicht mehr zahlen k&ouml;nnen oder in Altersarmut landen werden (und dann der Allgemeinheit zur Last fallen).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wasserprivatisierung: Angriff abgewehrt &ndash; aber trotzdem eine herbe Niederlage!<\/strong><br>\nGestern hat die Mehrheit des Europ&auml;ischen Parlaments sich gegen die Bestrebungen von Mitte Rechts und der Rechten gestellt, die erste europ&auml;ische B&uuml;rgerabstimmung &bdquo;Right to Water&ldquo; in der Substanz zu konterkarieren. Dies war sicherlich ein wichtiger Erfolg!<br>\nSo wurde festlegt, dass die Europ&auml;ische Kommission die Wasserprivatisierung nicht beg&uuml;nstigen darf und somit Wasser nicht zu Ware werden kann. Auch der Handel mit Wasser als Teil von TTIP oder TISA wurde ausgeschlossen. Ferner enth&auml;lt der Text die Bestimmung, dass die EU Kommission die Privatisierung von Wasserdienstleistungen weder durch Rechtsvorschriften noch auf andere Art und Weise f&ouml;rdern darf;&rdquo; (&sect;45).<br>\nAber ausgerechnet die Public Private Partnership als eigentlich perfideste Form der Privatisierung der Wasserversorgung wurde mit einer Mehrheit der EU-Abgeordneten von dem Verbot der Privatisierung ausgenommen. Privatisierung des Wassers abgelehnt, doch die verbreiteste und effektivste Form der Privatisierung von Wasser wird von jeder Warnung und jedem Verbot ausgenommen. Wer den Film <a href=\"http:\/\/www.watermakesmoney.com\/de\/\">&bdquo;Water Makes Money&ldquo;<\/a> gesehen hat, wei&szlig;, dass dieser Sieg im EU-Parlament vor allem im Kern eine herbe Niederlage ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/eu-politik\/wipo-eu\/knallhart-eu-treibt-privatisierung-des-wassers-in-europa-voran\/\">Newsletter watermakesmoney.org auf LabourNet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Br&uuml;sseler Dreht&uuml;r<\/strong><br>\nDie EU-Kommissarin f&uuml;r Justiz geht zu Agfa, der &Ouml;lmanager wird Kommissar f&uuml;r Klimaschutz<br>\nInteressenkonflikte gibt es in beiden Richtungen: Einerseits wechseln ehemalige Unternehmenschefs oder Pr&auml;sidenten von Arbeitgeberorganisationen in &ouml;ffentliche Institutionen wie die Europ&auml;ische Kommission, um sich in eigener Sache starkmachen zu k&ouml;nnen. Andererseits beenden hohe EU-Funktion&auml;re ihre Karriere gern im Privatsektor, wo sie von ihren Kontakten aus der Politik profitieren&hellip;<br>\nEin kurzer Blick in die Vergangenheit gen&uuml;gt, um zu erkennen, wie sehr diese Praxis die Funktionsweise der EU-Institutionen beeintr&auml;chtigt. Beispielsweise gr&uuml;ndete der ehemalige deutsche Kommissar f&uuml;r Unternehmen und Industrie, G&uuml;nter Verheugen, gemeinsam mit seiner fr&uuml;heren Kabinettschefin Petra Erler im Jahr 2010 die Consultingfirma European Experience Company (EEC)&hellip;<br>\nDer Ire Charlie McCreevy, ehemaliger Kommissar f&uuml;r den Binnenmarkt, arbeitet heute bei einer Bank und sitzt im Aufsichtsrat der Billigfluglinie Ryanair und des Finanzdienstleisters Sentenial. Nach ihrer Amtszeit als Kommissarin f&uuml;r Verbraucherschutz wechselte die Bulgarin Meglena Kunewa in den Aufsichtsrat von BNP Paribas. Einst verantwortlich f&uuml;r die Au&szlig;enbeziehungen der Kommission, hat die &Ouml;sterreicherin Benita Ferrero-Waldner inzwischen beim Versicherer Munich Re ihre neue berufliche Heimat gefunden. Der Belgier Louis Michel wiederum hat bei der Finanzierungsgesellschaft Credimo angeheuert, nachdem er das Amt als Kommissar f&uuml;r Entwicklung und humanit&auml;re Hilfe aufgegeben hatte&hellip;.<br>\nDie Dreht&uuml;r in Br&uuml;ssel dreht sich also trotz der rechtlichen Neuerungen weiter, wie am Beispiel von Viviane Reding deutlich wird. Sie war von 1999 bis 2014 ununterbrochen EU-Kommissarin, zun&auml;chst f&uuml;r Bildung, dann f&uuml;r Medien und zuletzt f&uuml;r Justiz. Im Mai 2014 wurde sie dann ins Europ&auml;ische Parlament gew&auml;hlt. Mit dem Segen aus Br&uuml;ssel sichert sie sich ein Einkommen als Aufsichtsratsmitglied der Bergbaugesellschaft Nyrstar und der Bertelsmann Stiftung sowie als Vorstandsmitglied der Agfa-Gevaert-Gruppe.<br>\nEhemalige Kommissare beziehen f&uuml;r bis zu drei Jahre nach Beendigung ihrer Amtszeit monatlich 40 bis 65&nbsp;Prozent ihres Br&uuml;sseler Gehalts, das sind immerhin zwischen 8332 und 13&thinsp;540&nbsp;Euro im Monat, auf dass sich die frisch gebackenen Arbeitslosen nicht gleich auf die erstbeste Stelle st&uuml;rzen m&uuml;ssen. Damit will man m&ouml;gliche Interessenkonflikte vermeiden. Konsequenterweise m&uuml;sste dann allerdings auch f&uuml;r die Aufnahme einer neuen Berufst&auml;tigkeit und f&uuml;r die Lobbyarbeit eine Frist von drei Jahren (statt der 18&nbsp;Monate) gelten.<br>\nBeim Dreht&uuml;rwalzer der Kommissare tanzen auch andere hohe EU-Beamte mit&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5228367\">Vicky Cann in Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> In der September-Ausgabe von Le Monde diplomatique wieder eine Reihe interessanter Beitr&auml;ge, u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Russland &#8232;und Ukraine &ndash; Mythen und Propaganda<\/strong><br>\nBeide Seiten bedienen sich militant hysterischer T&ouml;ne, um den Gegner zu diffamieren. Mit der Lebensrealit&auml;t auf der Krim oder in Kiew hat das wenig zu tun. Und auch die historischen Tatsachen sind anders, als die T&auml;ter-Opfer-Propaganda glauben machen will. von Tim Neshitov<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Verw&uuml;stung<\/strong><br>\nWie der Klimawandel Konflikte anheizt von Ag&egrave;s Sinai, Agnes Sinai<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Wahre und w&uuml;tende Finnen<\/strong><br>\nvon Mika R&ouml;nkk&ouml; R&ouml;nkk&ouml;<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Die Nacht vor Europa<\/strong><br>\nEine Gruppe Syrer auf ihrer letzten Wegstrecke nach Ungarn von Franziska Tschinderle<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Zuversicht und Skepsis<\/strong><br>\nDer Iran nach dem Atomabkommen von Camelia Entekhabifard<\/em><\/li>\n<li><em><strong>S&uuml;dafrikas kurzes Ged&auml;chtnis<\/strong><br>\nDie Rolle der Nachbarstaaten im Kampf gegen die Apartheid ger&auml;t in Vergessenheit von Jeremy Harding<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Shinz&#333; Abes Verrat<\/strong><br>\nJapans Regierungschef will das Milit&auml;r k&uuml;nftig auch im Ausland einsetzen. Sein Volk ist dagegen von Makoto Katsumata<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Chinas kleiner Freund im Norden<\/strong><br>\nDer Wettlauf um die Arktis f&uuml;hrt &uuml;ber Reykjav&iacute;k von Florent Detroy<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Le Monde diplomatique ab Donnerstag im Kiosk am Freitag als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27506","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27506","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27506"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27506\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27513,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27506\/revisions\/27513"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27506"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27506"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27506"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}