{"id":27521,"date":"2015-09-11T09:08:44","date_gmt":"2015-09-11T07:08:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521"},"modified":"2015-09-11T09:08:44","modified_gmt":"2015-09-11T07:08:44","slug":"hinweise-des-tages-2457","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h01\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h02\">Erben in Deutschland 2015 &ndash; 24: Volumen, Verteilung und Verwendung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h03\">Verteilungsbericht: Extreme Ungleichheit in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h04\">Konjunkturprognosen haben mal wieder Konjunktur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h05\">Oskar Lafontaine: CDU und SPD m&uuml;ssen bei Schuldenbremse und Haushalts-Sanierung Farbe bekennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h06\">Alter beim Austritt aus sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung ist gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h07\">Altersarmut trotz privater Vorsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h08\">Syrien-Krieg:&nbsp;Russische Milit&auml;rbewegungen irritieren USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h09\">Die R&uuml;stungsindustrie &uuml;bernimmt von der Leyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h10\">Auch die USA r&uuml;sten an der Grenze zu Mexiko auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h11\">Griechenland: Wahlkampf paradox<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h12\">Heiner Flassbeck: Was ist Politik? Eine Anmerkung zur Diskussion der Linken um den Grexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h13\">Ein sozialdemokratisches Gro&szlig;schiff leitet ein Wendeman&ouml;ver ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h14\">V&ouml;llige Entdemokratisierung: Wie Freihandelsabkommen den Weg in die marktkonforme Diktatur ebnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h15\">Abwege einer menschenfeindlichen Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521#h16\">Gespr&auml;ch mit dem Blogger Jens Berger: Kr&ouml;sus Fu&szlig;ball<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27521&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Fl&uuml;chtlinge als &ldquo;Sicherheitsrisiko&rdquo;<\/strong><br>\nDie Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik (BAKS) untersucht Fl&uuml;chtlingsbewegungen im Hinblick auf vermeintlich von ihnen ausgehende Bedrohungen. F&uuml;r den kommenden Monat k&uuml;ndigt der zentrale milit&auml;rpolitische Think-Tank der deutschen Regierung eine &ldquo;Top-Level-Veranstaltung&rdquo; an, die sich mit den &ldquo;Auswirkungen&rdquo; von &ldquo;Flucht und Migration&rdquo; auf &ldquo;Sicherheit und gesellschaftliche Stabilit&auml;t&rdquo; befassen soll. Als einer der Hauptredner vorgesehen ist Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU), der sich wiederholt f&uuml;r die &ldquo;vollst&auml;ndige Registrierung&rdquo; aller in Deutschland ankommenden Fl&uuml;chtlinge ausgesprochen hat, um zu verhindern, dass sich unter ihnen &ldquo;Terroristen&rdquo; befinden. Die dem Innenressort unterstehenden Repressionsbeh&ouml;rden und Geheimdienste konstruieren ihrerseits seit geraumer Zeit einen Zusammenhang zwischen &ldquo;illegaler Migration&rdquo;, &ldquo;organisierter Kriminalit&auml;t&rdquo; und &ldquo;Terrorismus&rdquo;. Auch die Bundeswehr unterstellt eine Gef&auml;hrdung der staatlichen &ldquo;Souver&auml;nit&auml;t&rdquo; und &ldquo;Stabilit&auml;t&rdquo; durch &ldquo;ungesteuerte und irregul&auml;re Zuwanderungen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59195\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Katja Kipping: Der Sieben-Punkte-Plan zur Fl&uuml;chtlingsdebatte<\/strong><br>\nDer massenhafte Tod auf den Transitrouten ist das Werk eben jener Gro&szlig;en Koalition, die den Schleppern mit viel Aufwand erst die Gesch&auml;ftsgrundlage bereitet.<br>\nDie vermeintliche Fl&uuml;chtlingskrise ist selbst das Ergebnis eines inszenierten Notstandes. Eines Notstandes, der dazu dient, eine logistische &Uuml;berforderung zu suggerieren, wo tats&auml;chlich ein Problem der Verteilungsgerechtigkeit vorliegt. Selbst in diesem reichen Land gibt es l&auml;ngst eine Krise der sozialen Gerechtigkeit und eine finanzielle Austrocknung der &ouml;ffentlichen Infrastruktur. Nicht weil &ndash; wie Rechtspopulisten aller Couleur nun zu suggerieren versuchen &ndash; zu wenig Geld oder Wohnraum da w&auml;re, sondern weil der Reichtum ungerecht verteilt ist.<br>\nIn einem Witz aus den sozialen Netzwerken wird das vereinfacht, aber treffend auf den Punkt gebracht: Ein Banker, ein &bdquo;Bild&ldquo;-Leser und ein Asylbewerber sitzen an einem Tisch. Auf dem Tisch liegen zw&ouml;lf Kekse. Der Banker nimmt sich elf Kekse und sagt zum &bdquo;Bild&ldquo;-Leser: &bdquo;Pass auf, der Asylant will deinen Keks&ldquo;.<br>\n&hellip; die Fl&uuml;chtlingsbewegung nach Europa verweist auf ein noch viel grundlegenderes Problem: die Ungerechtigkeit unserer Weltwirtschaftsordnung. Die vielen, die in gro&szlig;er Not die Grenzen &uuml;berwinden, f&uuml;hren uns damit die Begrenztheit der kapitalistischen Ordnung vor Augen.<br>\nDeutsche R&uuml;stungsfirmen verdienen an Waffenexporten mit genau jenen Waffen, die in vielen L&auml;ndern B&uuml;rgerkriege anheizen. Wer aber Waffen in alle Welt exportiert, darf sich nicht wundern, wenn diese Waffen andernorts Menschen in die Flucht schlagen&hellip;\n<ol>\n<li>Fluchtursachen bek&auml;mpfen!&hellip;<\/li>\n<li>Kommunen nicht im Regen stehen lassen!&hellip;<\/li>\n<li>Die Zeit der Erstaufnahme in den Lagern verk&uuml;rzen!&hellip;<\/li>\n<li>Zivilgesellschaftliches Engagement und Selbstorganisation unterst&uuml;tzen!&hellip;<\/li>\n<li>Eine Willkommenskultur schaffen und mit gutem Beispiel vorangehen!&hellip;<\/li>\n<li>Brauner Gewalt mit bestehenden Rechtstaatsmitteln begegnen!&hellip;<\/li>\n<li>Neub&uuml;rgerkunde und Zivilcourage in die Lehrpl&auml;ne aufnehmen!<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/berliner-republik\/wortmeldung-zur-fluechtlingsdebatte-nicht-nur-eine-logistische-frage\/59806\">Cicero<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Turbo-Globalisierung und Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me<\/strong><br>\nDie Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me haben viele Ursachen. Eine davon ist die Globalisierung. Sie erschwert wirtschaftliches Aufholen der weniger entwickelten L&auml;nder und l&auml;sst Nationen scheitern.<br>\nJeden Tag dieselben ersch&uuml;tternden Bilder von Fl&uuml;chtlingen &ndash; aus Tunesien, Libyen, Eritrea, Syrien usw. Und immer wieder versuchen uns die f&uuml;r die entsprechenden Regionen zust&auml;ndigen Korrespondenten zu erkl&auml;ren, was die Menschen zur Flucht bewegt &ndash; B&uuml;rgerkriege, Terror, Diktaturen, Hungerkatastrophen, Perspektivlosigkeit. Jedes Land hat seine Geschichte, seine Erkl&auml;rung. Doch gibt es ein gemeinsames Muster?<br>\nJa, fast alle Fl&uuml;chtlinge kommen aus gescheiterten Staaten. Woran Staaten scheitern, oder nicht, dar&uuml;ber haben Wirtschaftshistoriker Dutzende von B&uuml;chern geschrieben. Sie kommen alle zu &auml;hnlichen Ergebnissen &ndash; ungef&auml;hres Gleichgewicht der Kr&auml;fte, Vertrauenskapital, Rechtsstaat und immer wieder Institutionen. Daron Acemoglu und James Robinson haben das Begriffspaar der inklusiven und der extraktiven (bzw. exklusiven oder ausbeuterischen) Institutionen geschaffen.<br>\nAuf die Institutionen kommt es an! Die j&uuml;ngere Geschichte der Entwicklungspolitik ist eine Geschichte der falschen Institutionen. Die &Ouml;konomen der Weltbank haben Entwicklung vor allem als ein Problem des Transfers von Technologie gesehen. Deshalb haben sie versucht, den Entwicklungsl&auml;ndern durch die Ansiedlung von Multis zum Sprung nach vorne zu verhelfen. Zu diesem Zweck m&uuml;sse man das Entwicklungsland f&uuml;r das ausl&auml;ndische Kapital attraktiv machen. Was das konkret bedeutet wurde im Washingtoner Konsens festgehalten: Freie Kapitalm&auml;rkte, Flexibilisierung der Arbeitsm&auml;rkte, Deregulierung, tiefe L&ouml;hne, Privatisierung und Sparprogramme des Staates.<br>\nDoch kann das wirklich funktionieren? Damit sich ein Land mit geringem Kapitalstock dem Niveau eines Landes mit sehr hohem Kapitalstock n&auml;hern kann, muss es seine Produktivit&auml;t in allen Bereichen erh&ouml;hen und gleichzeitig die Konsumgewohnten und den Produktemix radikal umkrempeln. Weg von der Landwirtschaft, hin zur Industrie und dann zu den pers&ouml;nlichen Dienstleistungen, Tourismus, Gesundheit etc. Das setzt einiges voraus: Alle Arbeitnehmer m&uuml;ssen sich flexibel an die neuen Bedingungen anpassen und sie m&uuml;ssen an den Produktivit&auml;tssteigerungen voll beteiligt werden, damit die Nachfrage jederzeit ausreicht, um den Strukturwandel zu realisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/turbo-globalisierung-und-fluechtlingsstroeme\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><strong>Miteinander? Gegeneinander? Nebeneinander!<\/strong><br>\nLetztens las ich was von einem Stra&szlig;enfest zwischen Ureinwohnern und Asylsuchenden. Alles soll sehr harmonisch abgelaufen sein. Es gab Musik, Speisen aus vielen Kulturkreisen und man kam sich n&auml;her. Ganz genau wei&szlig; ich nicht mehr, wo ich es gelesen habe.<br>\nIn der &raquo;Frankfurter Rundschau&laquo; vielleicht oder in der &raquo;taz&laquo; &ndash; auf jeden Fall in einer Zeitung, die man eher links einordnen w&uuml;rde. Und dann gab es da mal wieder das Urteil eines Meinungsmachers in der rechts-konservativen &raquo;Frankfurter Allgemeinen&laquo;, in dem es hie&szlig;, dass die vielen Fremden das Wesen der Republik ver&auml;ndern w&uuml;rden, dass sich nun Deutschland quasi wirklich abschafft und eine Leitkultur nun notwendiger sei denn je.<br>\nHier Idyll, dort Katastrophenszenario. Zwischendrin scheint es wenig zu geben. Aber Abbild der Wirklichkeit ist wohl beides nicht. Nicht der linke Wunsch; nicht die rechte Untergangsstimmung. Nicht das feine Miteinander; nicht das be&auml;ngstigende Gegeneinander. &Uuml;berhaupt erinnert mich dieses Dilemma zwischen Miteinander und Gegeneinander stark an Volker Pispers. Der hat mal im Rahmen der allgemeinen Islamophobie und der dauernden Forderungen nach endg&uuml;ltiger Integration auf D&uuml;sseldorf verwiesen. Dort lebten viele Japaner. In eigenen Stadtteilen mit eigenen Apotheken und Superm&auml;rkten und was es da alles noch so gibt. Deutsche und Japaner lebten nicht gesellig zusammen, aber sie h&auml;tten ein gutes Nebeneinander geschaffen. Denn das, so Pispers, sei doch eigentlich richtig. Man muss andere Menschen oder Gruppen ja nicht lieben oder auch nur in allen Facetten verstehen; sie aber neben sich leben zu lassen, das sei schon zivilisatorische Leistung. [&hellip;]<br>\nDieses Nebeneinander ist &uuml;brigens die Normalit&auml;t in Einwanderungsl&auml;ndern. Mit dieser Haltung l&auml;sst es sich aushalten. Meistens jedenfalls.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/984103.miteinander-gegeneinander-nebeneinander.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Merkel-Regierung geh&ouml;rt auf den Blocksberg<\/strong><br>\nAnders kann das Verhalten der Bundesregierung in Zusammenhang mit dem &ldquo;Auftauchen aus dem Nichts&rdquo; durch gut eine Million Migranten in diesem Jahr in Deutschland nicht bewertet werden. [&hellip;]<br>\nBleiben wir bei der Bundesregierung. Wir werden seit Jahren als B&uuml;rger dieses Landes in einer Weise unter Mitwirkung der eigenen Sicherheitsorgane nachweislich in einer Weise ausgesp&auml;ht, wie es bei Gestapo und Stasi nicht besser h&auml;tte sein k&ouml;nnen. Man will von uns alles wissen und Regierung und private Konzerne erfahren es auch. Die Polizei verk&uuml;ndet Verfahren, mit denen sie glaubt Verbrechen herausfinden zu k&ouml;nnen, bevor sie begangen worden sind. Alles richtet sich in diesem Land gegen die eigenen B&uuml;rger und diese Regierung will von der Million Migranten erst aus der Zeitung erfahren haben?<br>\nWo sind denn die Nachrichtendienste, die eigenen Hilfsorganisationen und vor allem unsere Botschafter in den Herkunftsl&auml;ndern dieser Migrationsbewegung, die nichts gemerkt haben wollen und vielleicht nichts merken durften, bevor griechische Inseln oder ungarische Grenzz&auml;une &uuml;berrannt werden konnten?<br>\nWarum legte der wichtigste &ldquo;B&uuml;ndnispartner&rdquo; die Welt in Schutt und Asche und wir halten ihn nicht an, mit diesem verbrecherischen Tun aufzuh&ouml;ren und gef&auml;lligst die Folgen alleine zu tragen? Warum leisten wir uns einen Bundespr&auml;sidenten, der davon noch nicht genug hat und Deutschland in noch mehr kriegerische Aktivit&auml;ten verwickelt sehen will?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniora.org\/politik-wirtschaft\/deutschland\/715-die-merkel-regierung-gehoert-auf-den-blocksberg\">Willy Wimmer auf seniora.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Erben in Deutschland 2015 &ndash; 24: Volumen, Verteilung und Verwendung<\/strong><br>\nDas Geldverm&ouml;gen der Deutschen hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt (+126  %) und in 30 Jahren sogar verf&uuml;nffacht (+409 %).<br>\nFast parallel dazu stieg auch das Aufkommen der Erbschaftssteuer (vgl. Abbildung1).<br>\nGemessen am gesamten Geldverm&ouml;gen aller privaten Haushalte entspricht das j&auml;hrliche Aufkommen der  Erbschaftssteuer seit Jahrzehnten etwa einem Promille: 0,7 Milliarden Euro im Jahr 1983, 1,6 Milliarden Euro im Jahr 1993 und 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2013. Bezogen auf das gesamte Erbschaftsvolumen im Zeitraum 2001 bis 2010 lag der effektive Steuersatz im Durchschnitt bei 2,8 %.<br>\nWird das Erbschaftsvolumen k&uuml;nftig (weiter so) explodieren, wie stark streuen die Betr&auml;ge im Einzelfall und wie werden die Erben den Verm&ouml;genszuwachs verwenden?<br>\nDarauf liefert die vorliegende Studie Antworten&hellip;\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/Erben-in-Deutschland-2015.gif\" alt=\"Erben in Deutschland 2015\" title=\"Erben in Deutschland 2015\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.empirica-institut.de\/kufa\/DIA_Studie_Erben_in_Deutschland_HighRes.pdf\">empirca S. 4 [PDF]<\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Drei von zehn Euro werden im Laufe einer Dekade vererbt&hellip;<\/li>\n<li>Zwei von zehn Euro werden im Laufe einer Dekade generationen&uuml;bergreifend vererbt &hellip;<\/li>\n<li>Nur zwei von drei Erbschaftseuros gehen an &bdquo;Normalsterbliche&ldquo;<\/li>\n<li>Nicht jeder Erbe profitiert gleicherma&szlig;en&hellip;<\/li>\n<li>Immobilien bestimmen ma&szlig;geblich die Erbschaftsh&ouml;he&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Deutschland steht weltweit auf Platz zwei der Nationen mit den meisten Multimillion&auml;ren, gleich hinter den USA. Au&szlig;erdem sind die superreichen Deutschen eher als in anderen L&auml;ndern durch Erbschaft an ihr Verm&ouml;gen gekommen und seltener durch eigenes Wirtschaften&hellip;<br>\nWie aber kommt es, dass laut UBS-Studie in Deutschland 28 % aller Multimillion&auml;re ihren Reichtum allein einer Erbschaft verdanken?&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.empirica-institut.de\/kufa\/DIA_Studie_Erben_in_Deutschland_HighRes.pdf\">Reiner Braun empirica ag in einer Studie f&uuml;r das Deutsche Institut f&uuml;r Altersvorsorge [PDF]<\/a><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Erbschaften helfen den Wohlhabenden<\/strong><br>\nBis zum Jahr 2024 werden&nbsp; laut der Studie Verm&ouml;genswerte von 3,1 Billionen Euro &uuml;bertragen, so viel wie nie zuvor. Bei einem Gesamtverm&ouml;gen aller privaten Haushalte von gut elf Billionen Euro wechselt also jeder dritte Euro den Besitzer. Ein Drittel reichen Eheleute aneinander weiter. Zwei Drittel gehen an die n&auml;chste Generation&hellip;<br>\nZwar sind die Verm&ouml;gen insgesamt laut Empirica in den vergangenen zehn Jahren kaum oder gar nicht gestiegen, weil B&ouml;rsenkrisen und bis 2008 sinkende Immobilienpreise nachwirken. Dennoch nimmt das Volumen der Erbschaften deutlich zu. Denn jetzt kommt eine wohlhabende Generation ins hohe Alter. Es ist die&nbsp;Aufbau-Generation, die zumindest im Westen ihr ganzes Berufsleben vom Nachkriegsboom profitierte und enorme Werte anh&auml;ufen konnte.<br>\nEtwas entsch&auml;rft wird die Konzentration auf einige, wenige durch die hohe Zahl der Erben&hellip;<br>\nIm Schnitt vererben die Deutschen pro Todesfall 363 000 Euro. Rechnet man die zwei Prozent wertvollsten&nbsp; Hinterlassenschaften heraus, sinkt der Mittelwert auf 242 000 Euro. Nur jeder Zweite erbet eine Immobilie und kann sich daher auf eine gr&ouml;&szlig;ere Summe freuen. Ohne Haus oder Wohnung bringt die Erbschaft&nbsp; in jedem vierten Fall&nbsp; gar nichts ein und nur selten summiert sie sich auf mehr als 150 000 Euro&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/studie-zu-erbschaften-erbschaften-helfen-den-wohlhabenden,10808230,31766696.html\">Markus Sievers in der Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>Dazu auch: <strong>Christoph Butterwegge: Vererbte Privilegien<\/strong><br>\nFinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble legte am 27. Februar 2015 ein zweiseitiges Papier mit Eckwerten zur Neuregelung der Erbschaftsteuer f&uuml;r Unternehmensverm&ouml;gen vor. Dabei wollte er sich nach eigener Feststellung auf &bdquo;minimalinvasive Korrekturen&ldquo; beschr&auml;nken.[2]<br>\nSch&auml;uble nahm eine Umdefinition des beg&uuml;nstigten Verm&ouml;gens vor: Nunmehr sollte ausschlie&szlig;lich solches Verm&ouml;gen von der Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer verschont bleiben, das seinem Hauptzweck nach einer origin&auml;r land- und forstwirtschaftlichen, gewerblichen oder freiberuflichen T&auml;tigkeit dient. Waren bisher Betriebe mit 20 oder weniger Besch&auml;ftigten &ndash; das hei&szlig;t weit &uuml;ber 90 Prozent der Unternehmen &ndash; von der Lohnsummenpflicht befreit, wollte Sch&auml;uble nur bei Unternehmen mit einem Wert bis eine Mio. Euro auf die Pr&uuml;fung verzichten, ob der Beg&uuml;nstigte die Arbeitspl&auml;tze &uuml;ber einen bestimmten Zeitraum hinweg erh&auml;lt.<br>\nUnter diesen Voraussetzungen sollten Sch&auml;ubles Eckwerten zufolge erst bei Verm&ouml;genswerten &uuml;ber 20 Mio. Euro Steuern anfallen. Dies aber auch nur, wenn das Finanzamt bei einer &bdquo;individuellen Bed&uuml;rfnispr&uuml;fung&ldquo; festgestellt hat, dass der Beg&uuml;nstigte pers&ouml;nlich in der Lage ist, die Steuerschuld aus dem mit&uuml;bertragenen (nichtbetrieblichen) oder dem sonstigen, bereits vorhandenen (Privat-)Verm&ouml;gen zu begleichen. Zumutbar sollte laut Eckwertepapier der Einsatz von 50 Prozent des verf&uuml;gbaren Privatverm&ouml;gens sein. Falls nicht ausreichend liquide Mittel zur Verf&uuml;gung stehen und erst noch Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde ver&auml;u&szlig;ert werden m&uuml;ssen, k&auml;me eine Stundung der Steuer in Frage&hellip;<br>\nSteuerrechtlich leben wir l&auml;ngst wieder in einer Dreiklassengesellschaft: W&auml;hrend die Angeh&ouml;rigen von Familienunternehmern einen ganzen Konzern erben k&ouml;nnen, ohne einen einzigen Cent betriebliche Erbschaftsteuer zahlen zu m&uuml;ssen, werden die Witwen und Waisen ihrer Belegschaftsangeh&ouml;rigen ganz normal zur Steuer herangezogen, sofern die f&uuml;r s&auml;mtliche Erben geltenden Freibetr&auml;ge &uuml;berschritten werden. Die allermeisten Besch&auml;ftigten haben jedoch gar nichts, was sie ihren Familienangeh&ouml;rigen hinterlassen k&ouml;nnten&hellip;<br>\nNur in wenigen Industriestaaten ist die Erbschaftsteuer so niedrig und ihr Finanzvolumen so gering wie hierzulande. Mit 4 bis 5,5 Mrd. Euro erbringt sie weniger als ein Prozent des j&auml;hrlichen Gesamtsteueraufkommens. Die betriebliche Erbschaftsteuer bleibt auch nach der Neuregelung eine reine Phantomabgabe&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/september\/vererbte-privilegien\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/p>\n<p><em>Dagegen allerdings die Mainstream-&Ouml;konomen:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die &Ouml;konomen im Verein f&uuml;r Socialpolitik sind sich einig, dass die Verm&ouml;gensungleichheit ein &bdquo;gehyptes Thema&ldquo; ist.<\/strong><br>\nDeutschlands f&uuml;hrende &Ouml;konomen sehen die Einkommensungleichheit hierzulande gelassen. Das zeigte sich bei einer Podiumsdiskussion der Chefs der Wirtschaftsforschungsinstitute bei der Jahrestagung der &Ouml;konomen am Mittwoch in M&uuml;nster&hellip;.<br>\n&bdquo;Ein gro&szlig;es Problem ist die Ungleichheit von Einkommen und Verm&ouml;gen nicht&ldquo;, sagte Christoph Schmidt, Vorsitzender des Sachverst&auml;ndigenrates und Chef des Rheinisch-Westf&auml;lischen Instituts (RWI)&hellip;<br>\nAuch der Wirtschaftsweise Lars Feld betonte, wie stark der Steuerstaat die Nettoeinkommen ausgleiche&hellip;<br>\nClemens Fuest, Chef des ZEW-Instituts, erg&auml;nzte, dass nur zwei OECD-L&auml;nder noch mehr umverteilten als Deutschland&hellip;.<br>\nIfo-Chef Hans-Werner Sinn betonte, dass mit der Agenda-2010-Politik vor gut zehn Jahren bewusst ein Niedriglohnsektor geschaffen wurde. Gleichzeitig wurden aber niedrige Einkommen durch Zusch&uuml;sse aufgestockt. Die Agenda-Politik habe mehr als 2 Millionen Arbeitspl&auml;tze geschaffen&hellip;<br>\nAls der Direktor des Arbeitsmarktforschungsinstituts IAB Joachim M&ouml;ller einwandte, dass keine negativen Besch&auml;ftigungseffekte durch den Mindestlohn zu sehen seien, gab es Widerspruch vom Podium: Derzeit werde alles von der guten Konjunktur &uuml;berdeckt&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/menschen-wirtschaft\/erbschaften-festigen-ungleiche-vermoegen-in-deutschland-13793693.html\">Philip Plickert und Maximilian Weingartner in der FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Konform, uniform, chloroform&ldquo; (Heribert Prantl), so sind sie unsere Mainstream-&Ouml;konomen. F&uuml;r sie gilt: Um so schlimmer f&uuml;r die Wirklichkeit, wenn diese unserer Ideologie nicht entspricht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verteilungsbericht: Extreme Ungleichheit in Deutschland<\/strong><br>\n&bdquo;Ein Europa f&uuml;r alle&ldquo; fordert der neue Verteilungsbericht, den die Entwicklungsorganisation Oxfam dieser Tage ver&ouml;ffentlich hat. Er kommt zu dem Schluss, dass die Ungleichheit in Europa erheblich zunimmt und in Deutschland besonders ausgepr&auml;gt ist. Mehr denn je gilt es, diesen Trend endlich umzukehren und die Interessen der Mehrheit zu ber&uuml;cksichtigen.<br>\nDer Bericht weist auf die enorme Verm&ouml;genskonzentration hin, wonach die reichsten zehn Prozent in Deutschland &uuml;ber 63&nbsp;Prozent des Gesamtverm&ouml;gens verf&uuml;gen. Mit Ausnahme &Ouml;sterreichs ist sonst nirgends in Europa eine h&ouml;here Konzentration zu beobachten. Diese Ungleichheit ist haupts&auml;chlich durch Schenkungen und Erbschaften verursacht. Seit 1960 hat sich das vererbte Verm&ouml;gen gemessen am Nationaleinkommen mehr als verf&uuml;nffacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++ddc7b6f8-57ad-11e5-a07d-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Konjunkturprognosen haben mal wieder Konjunktur<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>RWI: Deutsche Konjunktur bleibt aufw&auml;rtsgerichtet<\/strong><br>\nDas RWI bleibt bei seiner BIP-Prognose f&uuml;r dieses Jahr von 1,8%, f&uuml;r 2016 senkt es seine Prognose gegen&uuml;ber Juni leicht von 1,9 auf 1,8%<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rwi-essen.de\/presse\/mitteilung\/211\/\">RWI<\/a><\/li>\n<li><strong>IfW: Zuwachsraten des BIP in Deutschland unver&auml;ndert erwartet: +1,8 Prozent in 2015; +2,1 Prozent in 2016<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ifw-kiel.de\/medien\/medieninformationen\/2015\/herbstprognose-des-ifw-fur-deutschland-euroraum-und-die-welt-bis-2017\">IfW<\/a><\/li>\n<li><strong>IWH: Aufschwung in Deutschland bleibt verhalten<\/strong><br>\nAlles in allem wird das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2015 wohl um 1,8% zunehmen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iwh-halle.de\/d\/publik\/presse\/35-15.pdf\">IWH [PDF]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Alle Institute zeigen sich verwundert, das die weltwirtschaftlichen Turbulenzen, den deutschen Export (bisher) nur wenig beeintr&auml;chtigt h&auml;tten und alle gehen davon aus, dass der Export den gr&ouml;&szlig;ten Wachstumsbeitrag leistet. Sie bejubeln, dass sich die Welt weiter gegen&uuml;ber Deutschland verschuldet. Wer aber bei der (optimistischen) Annahme einer Zunahme des BIP um 1,8% als &bdquo;Hochkonjunktur&ldquo; bezeichnet, hat den Bezug zur &ouml;konomischen Realit&auml;t verloren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: CDU und SPD m&uuml;ssen bei Schuldenbremse und Haushalts-Sanierung Farbe bekennen<\/strong><br>\nOskar Lafontaine fordert die Koalition aus CDU und SPD auf, eine gemeinsame Haltung zur Schuldenbremse einzunehmen. &bdquo;In dieser Schl&uuml;sselfrage des Landes m&uuml;ssen sich die Regierungspartner auf einen erkennbaren gemeinsamen Kurs verst&auml;ndigen&rdquo;, so Lafontaine. &bdquo;Die Ministerpr&auml;sidentin kann nicht alles aussitzen. Aber auch die SPD darf mit ihrer berechtigten Kritik an der Schuldenbremse nicht auf halbem Wege stehen bleiben und lediglich Ausnahmen zur neuen Schuldenaufnahme fordern. Vielmehr m&uuml;ssen die Einnahmen des Landes erh&ouml;ht werden, durch eine gerechte Besteuerung von Millionen-Einkommen, -Verm&ouml;gen und -Erbschaften bei gleichzeitiger Entlastung von mittleren und niedrigen Einkommen. Dass die Landesregierung kein eigenes Konzept zur Neuordnung der Finanzbeziehungen zwischen Bund und L&auml;ndern vorlegen kann, stattdessen aber nun auf ein geheimes Papier verweist, ist eine Provinzposse. Wir leben in einer Demokratie, daher w&auml;re es angebracht die Vorschl&auml;ge der Landesregierung zur Sanierung der Landesfinanzen auch im Parlament und in der &Ouml;ffentlichkeit zu diskutieren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oskar-lafontaine.de\/links-wirkt\/details\/b\/79\/f\/1\/t\/oskar-lafontaine-cdu-und-spd-muessen-bei-schuldenbremse-und-haushalts-sanierung-farbe-bekennen\/\">Oskar Lafontaine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die berechtigte Kritik von Oskar Lafontaine betrifft leider nicht lediglich das Saarland. Auch andere Bundesl&auml;nder &ndash; und hier ist insbesondere die SPD gefordert &ndash; sollten sich f&uuml;r eine Erh&ouml;hung der Einnahmen &ldquo;durch eine gerechte Besteuerung von Millionen-Einkommen, -Verm&ouml;gen und -Erbschaften bei gleichzeitiger Entlastung von mittleren und niedrigen Einkommen&rdquo; einsetzen und die sogenannte Schuldenbremse beenden, da sie notwendige Investitionen hemmt. Die NachDenkSeiten haben fr&uuml;hzeitig und mehrfach auf die negativen Auswirkungen von &ldquo;Schuldenbremsen&rdquo; hingewiesen:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3758\">Schuldenbremse = &Ouml;PP-Beschleunigung + Rot-Rot-Gr&uuml;n-Behinderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3974\">Schuldenbremse &ndash; eine Absage an eine aktive, zukunftsgerichtete Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11585\">Europas Zukunft liegt in der Schuldenbremse &ndash; bei Gabriel ist Hopfen und Malz verloren<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Zu bef&uuml;rchten ist, dass zumindest bei den entscheidenden Personen innerhalb der Spitze der SPD auch in der Zwischenzeit kein neuer Erkenntnisgewinn eingetreten ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Alter beim Austritt aus sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung ist gestiegen<\/strong><br>\nAuch nach dem Ende der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung sind viele Erwerbspersonen noch auf dem Arbeitsmarkt aktiv &ndash; mit wachsender Dauer<br>\nAuf einen Blick&hellip;\n<ul>\n<li>Das mittlere Austrittsalter aus sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung lag f&uuml;r &auml;ltere Besch&auml;ftigte des Geburtsjahrgangs 1945 bei 60,5 Jahren, f&uuml;r die 1948 Geborenen bei 61,7 Jahren. Gegen&uuml;ber &auml;lteren Besch&auml;ftigten des Jahrgangs 1940 ist es um 0,7 bzw. 1,9 Jahre gestiegen. Trotz dieses markanten Anstiegs blieb das durchschnittliche Austrittsalter aus sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung deutlich unterhalb der f&uuml;r diese Kohorten g&uuml;ltigen Regelaltersgrenze von 65 Jahren.<\/li>\n<li>Zum &uuml;berwiegenden Teil wurde der Anstieg des Austrittsalters aus sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung durch die Inanspruchnahme von Altersteilzeitarbeit erm&ouml;glicht.<\/li>\n<li>Das Ende einer sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung bedeutet oft nicht das Ende jeglicher Erwerbsaktivit&auml;t. Infolgedessen liegt das mittlere Alter f&uuml;r den vollst&auml;ndigen Arbeitsmarktaustritt deutlich oberhalb des mittleren Austrittsalters aus sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung.<\/li>\n<li>Das Alter der letzten Arbeitsmarktaktivit&auml;t (insbesondere geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung und Arbeitslosigkeit) ist zwischen den Kohorten der 1940 und 1945 Geborenen etwas st&auml;rker gestiegen als das Austrittsalter aus sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung, n&auml;mlich von 60,8 auf 62,3 Jahre. Die Phase zwischen dem Ende der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung und dem Arbeitsmarktaustritt hat sich im Durchschnitt von 365 auf 639 Tage verl&auml;ngert.<\/li>\n<li>Die Ergebnisse zeigen, dass altersgerechte Arbeitsbedingungen, reduzierte Arbeitsbelastungen, Arbeits- und Gesundheitsschutz und letztlich auch soziale Sicherheit f&uuml;r &auml;ltere Besch&auml;ftigte mit gesundheitlichen Einschr&auml;nkungen erforderlich sind, um die steigenden Altersgrenzen in der Rentenversicherung zu flankieren. Dies gilt umso mehr, als der Zugang zu Altersteilzeitarbeit f&uuml;r die nachr&uuml;ckenden Kohorten deutlich restriktiver gestaltet ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/auem-report\/2015\/auem2015-01.php\">Martin Brussig IAQ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/auem-report\/2015\/2015-01\/auem2015-01.pdf\">Martin Brussig, Alters&uuml;bergangsreport 2015 [PDF]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Altersarmut trotz privater Vorsorge<\/strong><br>\nSeit Jahren wird es uns eingebl&auml;ut: Nur wer privat vorsorgt, kann seinen Lebensstandard im Alter halten. Eine ausreichende gesetzliche Rente sei unbezahlbar. Nun aber zeigt sich, auch mit der privaten Vorsorge klappt es nicht wie geplant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/videos\/altersarmut-trotz-privater-vorsorge-100.html\">plusminus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Syrien-Krieg:&nbsp;Russische Milit&auml;rbewegungen irritieren USA<\/strong><br>\nWas treibt Russland da in Syrien? Seit Tagen ist von Flugzeugtransporten die Rede, Panzerlandeschiffe sollen angekommen sein. Die USA zeigen sich besorgt &ndash; der Kreml spottet dagegen &uuml;ber eine&nbsp;&ldquo;merkw&uuml;rdige Hysterie&ldquo;. [&hellip;]<br>\nIn den vergangenen Tagen&nbsp;seien mindestens drei russische Milit&auml;rflugzeuge in Syrien gelandet, sagten US-Offizielle laut der Nachrichtenagentur Reuters. Zwei Maschinen vom Typ Antonow-124 sowie eine Passagiermaschine&nbsp;seien auf einem Flughafen in der Region Latakia registriert worden. In einem weiteren Bericht ist au&szlig;erdem von zwei Panzerlandeschiffen die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-usa-tief-beunruhigt-ueber-russische-truppentransporte-a-1052213.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diese Meldung legt die Hybris der USA offen; sicher ohne dies zu wollen. W&auml;re Russland jedes Mal &bdquo;irritiert&ldquo;, wenn irgendwo auf der Welt drei(!) amerikanische Milit&auml;rflugzeuge landen, k&auml;me man in Moskau aus dem &bdquo;irritiert sein&ldquo; gar nicht mehr raus.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> In meiner Tageszeitung kann ich heute morgen den besorgten Satz lesen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Westliche Politiker und Kommentatoren warnen dagegen, die von Russland gelieferten Waffen k&ouml;nnten im B&uuml;rgerkrieg auch gegen Rebellen der gem&auml;&szlig;igten Opposition eingesetzt werden.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Die Sorge gebe es bei westlichen Politikern vermutlich nicht, wenn Moskau auf die Unterzeichnung von Endverbleibserkl&auml;rungen gedrungen h&auml;tte, wie es beispielsweise die Bundesregierung bei ihren Waffenlieferungen in die Region getan hat.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Unterschiedliche Meinungen zum Umgang mit Syrien und Russland<\/strong><br>\nDie Au&szlig;enminister von &Ouml;sterreich und Spanien pl&auml;dieren f&uuml;r eine Einbindung Baschar al-Assads in den Kampf gegen den IS, w&auml;hrend US-Au&szlig;enminister Kerry und NATO-Chef Stoltenberg russische Waffenhilfen f&uuml;r die syrische Regierung kritisieren<br>\nDer &ouml;sterreichische Au&szlig;enminister Sebastian Kurz hat bei einem Besuch in Teheran eine Zusammenarbeit aller Kr&auml;fte gefordert, die gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) k&auml;mpfen. Dazu geh&ouml;ren seiner Aussage nach auch Russland, der Iran und der syrische Pr&auml;sident Baschar al-Assad, der in dieser Frage auf derselben Seite stehe, wie der Westen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45942\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>NATO-Transporte gef&auml;hrden Neutralit&auml;t<\/strong><br>\nSeit Jahresbeginn 2014 haben f&uuml;hrende NATO-Staaten mehr als 3.200 Transporte an Milit&auml;rpersonal und Material durch &Ouml;sterreich durchgef&uuml;hrt. Das geht aus der Antwort von Verteidigungsminister Gerald Klug (SP&Ouml;) auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Gr&uuml;nen-Abgeordneter Peter Pilz warnte am Mittwoch in Wien davor, &Ouml;sterreich mache sich zum &ldquo;Komplizen&rdquo; der Aufr&uuml;stung der Ukraine durch die NATO.<br>\nSeit dem Umsturz in der Ukraine im Februar 2014 bek&auml;mpft die prowestliche Regierung mithilfe der NATO die prorussischen Separatisten im Osten des Landes. Die USA liefert der Regierung in Kiew milit&auml;rische Ausr&uuml;stung und das US-Milit&auml;r bildet in der Westukraine Soldaten aus. Auch stockten die NATO-Staaten ihr Verteidigungspotenzial in den baltischen Staaten, Bulgarien, Rum&auml;nien und Polen auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kurier.at\/politik\/inland\/mehr-als-3000-nato-transporte-durch-oesterreich\/151.747.750\">Kurier<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die R&uuml;stungsindustrie &uuml;bernimmt von der Leyen<\/strong><br>\nSchon bald wird Frau von der Leyen von ihrem knappen Ministergehalt, kaum 15.000 Euro, befreit sein. Denn der bisher staatliche Kriegs-Laden wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden m&uuml;ssen. Der Kriegs-Markt boomt, das wei&szlig; ein jeder. Nur die Bundeswehr ist an diesem Boom unzureichend beteiligt. Und w&auml;hrend die R&uuml;stungsindustrie ordentliche Gewinne einstreicht, kostet die staatliche Armee nur. Das muss anders werden. Schon seit Jahren bereitet sich das Profit-Center in Feldgrau auf seine Privatisierung vor. L&auml;ngst sind Teile der Armee outgesourct. In Afghanistan zum Beispiel fliegt die beliebte Drohne Heron nur, wenn Airbus Defence &amp; Space Airborne Solutions GmbH die israelische Entwicklung ordentlich pflegt.<br>\nZwar ist die Drohne noch irgendwie in der staatlichen Obhut des Aufkl&auml;rungsgeschwaders 51 &ldquo;Immelmann&ldquo;, aber ohne die Techniker von Airbus l&auml;uft gar nichts. Pro Jahr bekommt das Unternehmen daf&uuml;r 30 Millionen Euro. Der Afghanistan-Krieg ist ein sch&ouml;nes Beispiel f&uuml;r die zunehmende Privatisierung der deutschen Armee: Nur wenn die Mitarbeiter von Rheinmetall den Sch&uuml;tzenpanzer &ldquo;Wiesel&rdquo; warten und die Soldaten auf Patrouillenfahrten daf&uuml;r schulen, kann der Sieg unser sein. Auch wenn Afghanistan daf&uuml;r kein so ganz gutes Beispiel ist: Die Bundeswehr als Verkaufsf&ouml;rderungsabteilung der deutschen R&uuml;stungsindustrie ist vorl&auml;ufig unersetzlich.<br>\nUnsere R&uuml;stungsvertreter in Uniform bildeten zum Beispiel die Marine von Algerien und Australien aus, damit der R&uuml;stungskonzern Thyssen-Krupp seine Kriegsschiffe an diese L&auml;nder verkaufen konnte. Die solide Drohne Luna vom Hersteller EMT im bayerischen Penzberg konnte nur an Saudi-Arabien verkauft werden, weil die Bundeswehr die Saudis trainiert. Und ohne einen W&uuml;stentest des Kampfpanzers Leopard 2 unter Leitung der Bundeswehr, w&auml;re das teure Ger&auml;t nie an die Vereinigten Arabischen Emirate verkauft worden. Ein Gesch&auml;ft vom zwei Milliarden Euro, dessen Rendite zur Zeit im Jemen-Krieg eingefahren wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/bundeswehr-aktiengesellschaft.html\">RationalGalerie<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Auch die USA r&uuml;sten an der Grenze zu Mexiko auf<\/strong><br>\nDie USA schauen weg, was die Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me im Mittelmeerraum und Europa betrifft. Die Fl&uuml;chtlinge kommen aus den L&auml;ndern, in die die USA mit wechselnden Koalitionen wie in Afghanistan, dem Irak, Syrien und Libyen milit&auml;risch interveniert hat. Die humanit&auml;ren Folgelasten, die daraus entstanden, schwache Staaten oder failed states, verstrickt in B&uuml;rgerkriegen, sowie erstarkte islamistische Terrororganisationen hinterlassen zu haben, interessieren in Washington bislang nicht, so lange weiter gegen den IS gek&auml;mpft und die Nato-Aufr&uuml;stung gegen Russland aufrechterhalten wird.<br>\nNur 10.000 syrische Fl&uuml;chtlinge sollen aufgenommen werden, wobei die USA &uuml;berhaupt eine restriktive, sehr politisch ausgerichtete Asylpolitik haben. 2015 ist ein Deckel von 70.000 vorgesehen, aus Europa und Zentralasien hat ebenso wie aus Lateinamerika kaum jemand eine Chance, nur Kubanern stand man offener gegen&uuml;ber &ndash; aus durchsichtigen politischen Gr&uuml;nden. Ansonsten haben die Amerikaner an ihrer 3000 km langen S&uuml;dgrenze ein &auml;hnliches Problem wie derzeit die Europ&auml;er. Obgleich man sich als Einwanderungsland versteht, sieht man sich von Einwanderern aus Lateinamerika &uuml;berflutet und die alternde wei&szlig;e, englischsprachige Noch-Mehrheit im Land f&uuml;rchtet von den Latinos an den Rand gedr&auml;ngt zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45906\/1.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Griechenland: Wahlkampf paradox<\/strong><br>\nSYRIZA-Parlamentskandidat empfiehlt: &ldquo;W&auml;hlt die Kommunisten&rdquo;; Unabh&auml;ngige Griechen k&ouml;nnten an der Sperrklausel scheitern. (&hellip;)<br>\nZwar hat Alexis Tsipras bei seinen politischen Positionswechseln hin zum Realpolitiker eine kleine Pause eingelegt, das aber kann den Gegenwind von Links nicht bremsen.<br>\nTsipras referierte am Sonntag anl&auml;sslich der Internationalen Messe zu Thessaloniki &uuml;ber die Neuverhandlung und die Alternativen zum gerade unterzeichneten Kreditvertrag. Wider besseren Wissens m&ouml;chte er die W&auml;hler glauben lassen, dass die beschlossenen, in ihrer Wirkung sozial einschneidenden und rezessiven Ma&szlig;nahmen doch noch mit alternativen Finanzierungsquellen abgeschw&auml;cht werden k&ouml;nnen. Andererseits betonte er, es g&auml;be keine Alternative zum Sparmemorandum als solches. Wirklich schlau werden die W&auml;hler daraus nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45938\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: Was ist Politik? Eine Anmerkung zur Diskussion der Linken um den Grexit<\/strong><br>\nGriechenland im Verh&auml;ltnis zur Eurogruppe und zu Deutschland war ein leicht zu verstehendes Machtspiel. Griechenland hatte nichts, womit es seine Position h&auml;tte durchsetzen k&ouml;nnen, die anderen hatten jedes Mittel, ihre Position ohne wenn und aber durchzusetzen, weil sie &uuml;ber das Geld verf&uuml;gten, das Griechenland brauchte, aber nicht hatte&hellip;<br>\nDas bedeutet eine extrem asymmetrische Verteilung der Macht in solchen Verhandlungen und genau deswegen kann man leicht verstehen wie sie ausgehen. Das einzige, worauf die Defizitl&auml;nder und Schuldner (und ihre Verteidiger bei der Linken) hoffen k&ouml;nnen, ist eine gewisse Einsicht des Gl&auml;ubigers Deutschland, eine Bereitschaft, seine Position aus freiwilligen St&uuml;cken aufzugeben. Nur, warum sollte das die deutsche Regierung unter F&uuml;hrung der CDU (und eine andere Konstellation ist in den kommenden Jahren ja nicht vorstellbar, weil es Deutschland ja relativ gut geht) tun?&hellip;<br>\nBei dieser Machtkonstellation k&ouml;nnen die anderen L&auml;nder nur genau dann etwas erreichen, wenn sie glaubhaft drohen k&ouml;nnen, der deutschen Wirtschaft zu schaden, falls die deutsche Politik sich nicht &auml;ndert. Hierf&uuml;r gibt es bei den gegebenen Verh&auml;ltnissen (siehe den Anhang zu diesem Papier) nur ein einziges Instrument: Die Drohung mit dem Exit und einer starken Abwertung der eigenen neuen W&auml;hrungen oder aber mit massiven protektionistischen Ma&szlig;nahmen. Alle diese Ma&szlig;nahmen laufen auf das Gleiche hinaus, n&auml;mlich den deutschen G&uuml;tern den Weg in das Land zu versperren oder sie prohibitiv teuer zu machen. Das ist die einzige ernsthafte Drohung, die von den Defizitl&auml;ndern eingesetzt werden kann&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/was-ist-politik-eine-anmerkung-zur-diskussion-der-linken-um-den-grexit\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein sozialdemokratisches Gro&szlig;schiff leitet ein Wendeman&ouml;ver ein<\/strong><br>\nInsofern war es dann schon eine &Uuml;berraschung, dass der seit mehr als 30 Jahren die Hinterbank dr&uuml;ckende, h&auml;ufig durch von der Fraktion abweichendes Stimmverhalten aufgefallene, und sich &raquo;Old Labour&laquo; zurechnende Abgeordnete des Londoner Wahlkreises North Islington einen gewissen Hype ausl&ouml;ste.<br>\nZur breiten Unterst&uuml;tzungswelle f&uuml;r Corbyn haben drei Besonderheiten des Wahlverfahrens beigetragen&hellip;<br>\nDass sich in dieser Mobilisierungsphase Jeremy Corbyn dann als Favorit entpuppt hat, legt den Schluss nahe, dass die Diskrepanz von Wertvorstellungen der politischen Eliten des gesamten Parteienspektrums und tats&auml;chlicher sozialer und &ouml;konomischer Situation der Labour-Anh&auml;ngerInnen so gro&szlig; geworden ist, dass die Unterst&uuml;tzung Corbyns als eines langj&auml;hrig integeren Repr&auml;sentanten keynesianisch-sozialistischer Zielvorstellungen als Selbstschutz der Gesellschaft gegen eine weitere Zuspitzung der sozialen Spaltung verstanden wird. Im Unterschied zur Zeit der Schr&ouml;der-Fischer-Regierung, gegen deren &Uuml;bergang zur harten Austerit&auml;tspolitik sich der gesellschaftliche Widerstand zun&auml;chst in der WASG als einer neuen politischen Formation sammelte, wird im britischen, vom Mehrheitswahlrecht gepr&auml;gten politischen System die Labour Party als eine Organisation betrachtet, in der gewerkschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Widerstand gegen die Austerit&auml;tspolitk politisch wirksam werden kann&hellip;<br>\nDie haushaltspolitische Rede des Schatzkanzlers hat Jeremy Corbyn zwei Wochen sp&auml;ter zum Anlass genommen, um seinen Antritt f&uuml;r die Wahl zum Vorsitzenden erneut zu begr&uuml;nden und um seine wirtschaftspolitischen Vorstellungen zu umrei&szlig;en. [4] Schaffung und Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums bilden die Klammer seiner Ausf&uuml;hrungen zum Zusammenhang von Wirtschafts- und Verteilungskompetenz&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/ein-sozialdemokratisches-grossschiff-leitet-ein-wendemanoever-ein\/\">Hinrich Kuhls in Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>V&ouml;llige Entdemokratisierung: Wie Freihandelsabkommen den Weg in die marktkonforme Diktatur ebnen<\/strong><br>\n&bdquo;Wir stehen heute an einer entscheidenden Schwelle: Ist unsere Demokratie noch in der Lage, die Macht des globalen Kapitalismus zu b&auml;ndigen?&ldquo; Und: &bdquo;Wer hat die tats&auml;chliche Macht im Staat? Die Banken und die internationalen Konzerne oder das Volk?&ldquo; Diese Fragen wurden in Capriccio, einer Sendung des Bayerischen Fernsehens, im M&auml;rz gestellt. Thema des Beitrags: die geplante Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen Europa und den USA. Durch sie soll die gr&ouml;&szlig;te Freihandelszone der Welt geschaffen werden. F&uuml;r viele steht das Akronym inzwischen aber vor allem f&uuml;r eins: f&uuml;r Entdemokratisierung. Und das schon im Vorfeld. Nachdem sich mehr als 300 Organisationen aus ganz Europa zum B&uuml;ndnis &bdquo;Stop TTIP&ldquo; zusammengeschlossen hatten, verweigerte ihm die EU-Kommission, die auf europ&auml;ischer Seite die Verhandlungen zu TTIP alleine f&uuml;hrt, im Herbst 2014 die Zulassung als Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative. Dagegen wird vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof geklagt, die B&uuml;rgerinitiative trotzdem fortgef&uuml;hrt &ndash; selbstorganisiert. Mit Erfolg: Am globalen Aktionstag gegen TTIP, der am 18. April stattfand, gingen allein in Deutschland Zehntausende Menschen auf die Stra&szlig;e; insgesamt gab es rund 750 Aktionen in etwa 45 L&auml;ndern.<br>\nDer Neoliberalismus ver&auml;ndert die westlichen Gesellschaften strukturell. Mitunter werden sie schon jetzt als &bdquo;postdemokratisch&ldquo; beschrieben: W&auml;hrend Demokratien pro forma weiterbestehen, gelangen Politik und Regierungen zunehmend zur&uuml;ck in die Kontrolle von Eliten, analysiert etwa der britische Politikwissenschaftler Colin Crouch. In zum &bdquo;Spektakel&ldquo; verkommenen Wahlen lenkten die B&uuml;rger die Geschicke des Gemeinwesens nur noch scheinbar, die wirkliche Politik dagegen werde im Schatten dieser politischen Inszenierung hinter verschlossenen T&uuml;ren gemacht &ndash; von Vertretern der Konzerne und deren willigen Helfern an den Schaltstellen der Macht.<br>\nZu letzteren geh&ouml;rt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die im Dezember 2014 gelobte, TTIP &bdquo;gegen alle Widerst&auml;nde durchzuk&auml;mpfen&ldquo;. Den &bdquo;Kampf&ldquo; f&uuml;r das Abkommen verglich sie gar mit politischen Gro&szlig;debatten wie dem NATO-Doppelbeschluss in den 1980er Jahren. Glaubt man Merkel, so droht im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen geradezu der Untergang: Deutschland werde sich dann in der globalisierten Welt gegen aufstrebende M&auml;chte wie China nicht mehr behaupten k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201509093657\/wirtschaft\/wirtschaft-welt\/voellige-entdemokratisierung.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Abwege einer menschenfeindlichen Wissenschaft<\/strong><br>\nZur&uuml;ck von der Jahrestagung des Vereins f&uuml;r Socialpolitik in M&uuml;nster, &uuml;ber die ich f&uuml;r das Handelsblatt berichten durfte, m&ouml;chte in diesem Essay den nachdenklichen &Ouml;konomen etwas Gedankenfutter mit ins n&auml;chste Vereinsjahr geben &ndash; dazu, warum ihre&nbsp;Zunft so wenig beliebt in der Bev&ouml;lkerung ist, warum die Politiker aus gutem Grund nicht auf sie h&ouml;ren, und wie sich das &auml;ndern lie&szlig;e.<br>\nMeine These: Es ist eine h&auml;ssliche Kreatur, die die Welt der Wirtschaftsfachleute bev&ouml;lkert. Der wahre Mensch ist anders. Deshalb wird&nbsp;die &Ouml;konomik kaum darum herum kommen, sich grundlegend zu reformieren, wenn sie n&uuml;tzlicher &ndash; und menschlicher &ndash;&nbsp;werden will.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/466-menschenfeindliche-oekonomik\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gespr&auml;ch mit dem Blogger Jens Berger: Kr&ouml;sus Fu&szlig;ball<\/strong><br>\nDeutschland ist Weltmeister, die Bundesliga boomt, K&ouml;nig Fu&szlig;ball scheint beliebt wie nie. Doch Umfragen zeigen: Nur rund 30 Prozent der Deutschen interessieren sich aktiv f&uuml;r Fu&szlig;ball. Trotzdem werden viele Kosten, die durch dieses Spektakel entstehen, der Allgemeinheit aufgedr&uuml;ckt. Der Gro&szlig;teil der Ums&auml;tze wird schon lange nicht mehr mit den Einnahmen aus den Stadionbesuchen bestritten. Entstanden sei, so Berger, ein Wirtschaftszweig, der sich perfide unschuldig gibt, von dem aber nur wenige profitieren &ndash; auf Kosten der Fans. Das vorl&auml;ufige Ergebnis: In vielen Ligen herrscht bereits gro&szlig;e Langeweile, weil ein, zwei Vereine jeden Wettbewerb dominieren. In seinem Buch &ldquo;Der Kick des Geldes oder Wie unser Fu&szlig;ball verkauft wird&rdquo; durchleuchtet Jens Berger unseren Lieblingssport und nennt Zahlen, Daten und Fakten, die bisher nicht bekannt waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/scala\/der-kick-des-geldes-102.html\">Interviewerin Barbara Geschwinde in wdr5 Scala<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27521","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27521","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27521"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27521\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27524,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27521\/revisions\/27524"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27521"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27521"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27521"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}