{"id":27528,"date":"2015-09-11T16:36:38","date_gmt":"2015-09-11T14:36:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528"},"modified":"2015-09-11T16:36:38","modified_gmt":"2015-09-11T14:36:38","slug":"hinweise-des-tages-ii-213","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h01\">9\/11<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h02\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h03\">Offener Brief an den deutschen Finanzminister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h04\">Steuerhinterziehung in Deutschland: Die Oase lebt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h05\">Verteilungsbericht: Extreme Ungleichheit in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h06\">Niedriger Lohn, keine Sicherheiten, kaum Anerkennung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h07\">Eurozone: Lohnwettbewerb nach unten hat Priorit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h08\">Bef&auml;higen statt aktivieren &ndash; Aktueller Reformbedarf bei Zielsetzung und Aufgabenstellung im SGB II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h09\">Studie: Pharmaindustrie folgt Rendite, nicht Bedarf der Patienten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h10\">Dossier zum Streikverbot der Pilotengewerkschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h11\">In den Abgrund wie die Lemminge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h12\">Syrien: Neue Dynamik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h13\">Armee massakriert Zivilisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h14\">Transcript KenFM &ndash; POSITIONEN #1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h15\">Wer hat Angst vor Corbyn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528#h16\">Zu guter Letzt: Fl&uuml;chtlingskrise in den Medien: Durch Gef&uuml;hle &auml;ndert sich nichts<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27528&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>9\/11<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Terror und Tabu<\/strong><br>\nDie Anschl&auml;ge des 11. September sind die offene Wunde unserer Zeitgeschichte. Solange eine angemessene Behandlung tabuisiert bleibt, wird der &ldquo;Great War On Terror&rdquo; weiter wuchern<br>\n&ldquo;Glauben Sie, dass die US-Regierung der Welt&ouml;ffentlichkeit die ganze Wahrheit &uuml;ber die Anschl&auml;ge sagt?&rdquo; wollte eine Emnid-Umfrage Ende 2010 von 1005 Bundesb&uuml;rgern im Alter ab 14 Jahren wissen. 89,5 Prozent antworteten mit &ldquo;Nein&rdquo;. In derselben Umfrage hatte die H&auml;lfte aller Befragten auch die &Uuml;berzeugung ge&auml;u&szlig;ert, systematisch &uuml;berwacht zu werden, was in der &Auml;ra vor Edward Snowden noch leicht als paranoide Spinnerei abgetan werden konnte. Heute hingegen muss diesen Beobachtern eine genauere Wahrnehmung und Einsch&auml;tzung der Realit&auml;t zugesprochen werden als den eigentlichen Experten auf diesem Gebiet (Journalisten, Politikern, Historikern).<br>\nBei der Frage nach der Wahrheit des offiziellen 9\/11-Narrativs verh&auml;lt es sich mit ziemlicher Sicherheit &auml;hnlich, auch wenn es hier nicht die &ldquo;smoking gun&rdquo; eines Super-Whistleblowers wie in Sachen NSA-&Uuml;berwachung gibt und die Beweislage etwas fragmentierter ist &ndash; wobei aber schon die Enth&uuml;llungen einer &ldquo;kleinen&rdquo; Whistleblowerin wie Sibel Edmonds f&uuml;r begr&uuml;ndete Zweifel ausreichen k&ouml;nnten . Die brisanten Aussagen der ehemaligen FBI-&Uuml;bersetzerin, die sie vor der 9\/11-Untersuchungskommision abgab, sind bis heute geheim und folgenlos geblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45945\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Erbe von 9\/11<\/strong><br>\nAuf den Terror vom 11. September 2001 reagierte der Westen mit einer vollkommen verfehlten Politik. Sie ist der wichtigste Ausl&ouml;ser f&uuml;r die Krisen, deren Folgen wir jetzt erleben. [&hellip;]<br>\nEs begann mit dem Kreuzzug gegen das B&ouml;se, wie US-Pr&auml;sident George W. Bush seinen vermeintlichen Krieg gegen den Terrorismus im Herbst des Jahres 2001 nannte. Er setzte damit einen Ton, der sich nicht sehr von dem der islamistischen Gotteskrieger unterschied. &bdquo;Unser Krieg gegen den Terrorismus beginnt mit Al-Kaida, aber er wird dort nicht enden&ldquo;, sagte Bush damals vor dem Kongress in Washington. &bdquo;Er wird so lange nicht zu Ende sein, bis jede weltweit t&auml;tige terroristische Gruppe gefunden, am weiteren Vorgehen gehindert und besiegt worden ist.&ldquo;<br>\nHeute wissen wir, welch dummer Hochmut in diesen Worten lag. Wir sind mit einer Terrororganisation wie dem Islamischen Staat konfrontiert, viel brutaler, viel m&auml;chtiger, viel furchterregender, als es Osama bin Ladens Al-Kaida je war. Und wir wissen, dass es sie ohne die verheerende Politik der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten so nicht geben w&uuml;rde.<br>\nSchauen wir noch einmal nach Afghanistan, auf ein Bild, das erst wenige Tage alt ist. Es zeigt den deutschen Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier bei einem kurzen Besuch in Kabul. Er tr&auml;gt einen Stahlhelm und eine schusssichere Weste. Einen Weg von wenigen Hundert Metern muss er mit dem Hubschrauber zur&uuml;cklegen, die Autofahrt ist zu gef&auml;hrlich. So ist es nach 14 Jahren westlicher Intervention um die Sicherheit in diesem Land bestellt &ndash; nicht irgendwo in den Bergen, sondern in seiner Hauptstadt. Mehr muss man zum Ausgang dieses Krieges nicht sagen, der 70 000 Menschen das Leben gekostet und Millionen in die Flucht getrieben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/leitartikel\/11--september-das-erbe-von-9-11,29607566,31783634.html\">FR Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Krieg gegen den Terror&rdquo;: Die wahre Ursache der Flucht<\/strong><br>\nDer &ldquo;Krieg gegen den Terror&rdquo;, den die USA nach dem 11. September 2001 entfachen, ist nicht nur blutig und erfolglos. Er st&uuml;rzt auch eine ganze Region ins Chaos. Die Folge: die Fluchtbewegungen, die derzeit Europa erreichen.<br>\nTagt&auml;glich berichten die Medien &uuml;ber die Tausende von Fl&uuml;chtlingen, die nach Europa fliehen. Doch ein Aspekt fehlt nahezu komplett: Hintergr&uuml;nde &uuml;ber die Fluchtursachen. 14 Jahre sind nach den Terroranschl&auml;gen vom 11. September vergangen. Der sogenannte &ldquo;Krieg gegen den Terror&rdquo; ist das teuerste und zugleich zerst&ouml;rerischste politische Projekt seit dem Zweiten Weltkrieg. Sein Ziel, Terrorismus zu bek&auml;mpfen, wurde verfehlt, ja sogar konterkariert. Die Milit&auml;rintervention brachte den Terrorismus erst in den Irak und dann nach Syrien. In Gestalt des &ldquo;Islamischen Staats&rdquo; hat er sich in bedrohlicher Auspr&auml;gung etabliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Die-wahre-Ursache-der-Flucht-article15893101.html\">Christoph Kr&auml;mer (IPPNW) auf n-tv<\/a>\n<p>dazu: <strong>Fluchtursache Krieg beenden<\/strong><br>\nDie &auml;rztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, der Kriegs- und Sicherheitslogik endlich eine Friedenslogik entgegen zu stellen. Teile der Regierung erkl&auml;ren Fl&uuml;chtlinge immer noch zur Gefahr, die abgewehrt werden muss, statt die Ursachen f&uuml;r ihre Flucht zu beheben. Die &Auml;rzteorganisation appelliert an die PolitikerInnen, den Etat zur Beseitigung der Fluchtursachen wie Krieg, Verfolgung und Klimawandel drastisch aufzustocken. Zus&auml;tzliche 40 Millionen Euro f&uuml;r die Sonderinitiative &ldquo;Fluchtursachen bek&auml;mpfen&rdquo; reichten bei weitem nicht aus. Zudem sollte zivile Konfliktbearbeitung Vorrang erhalten vor milit&auml;rischen Interventionen, die oft auf die Sicherung von Ressourcen abzielen, nicht auf die Durchsetzung von Menschenrechten.<br>\nKriege und Terror treiben die Menschen zu Hunderttausenden nach Europa. Die politische Instabilit&auml;t im Irak, Afghanistan, Libyen und Syrien ist in erster Linie auf die Milit&auml;rinterventionen der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, die einen Regimewechsel in diesen L&auml;ndern herbeif&uuml;hren wollen. Auch Iran und Russland heizen den Krieg in Syrien mit milit&auml;rischer Unterst&uuml;tzung an. Die Kriege im Irak und Afghanistan wurden und werden auch von US-Milit&auml;rbasen auf deutschem Boden gef&uuml;hrt ebenso wie die Drohneneins&auml;tze in Jemen, Somalia und Pakistan. Deutsche Waffen gelangen &uuml;ber Saudi Arabien in den Jemen und deutsche Waffen f&uuml;r die Kurden sind laut Augenzeugen bereits in die H&auml;nde von IS-K&auml;mpfern gelangt.<br>\nKalk&uuml;l der USA, der Europ&auml;er, aber auch der T&uuml;rkei und der Golfstaaten war es, Baschar al-Assad zu st&uuml;rzen und sein Regime durch ein prowestliches, sunnitisches Regime zu ersetzen &ndash; kritisiert auch der Nahostexperte Michael L&uuml;ders. So beliefert die CIA die syrischen Rebellen beispielsweise bereits seit Anfang 2012 mit Waffen. Mehr als 160 Frachtfl&uuml;ge mit Kriegswaffen sind laut New York Times allein bis zum Fr&uuml;hjahr 2013 mit Hilfe der CIA aus Saudi-Arabien, Katar und Jordanien regelm&auml;&szlig;ig am t&uuml;rkischen Flughafen Esenboga entladen und von dort &uuml;ber die Grenze nach Syrien geschafft worden. Auch die deutsche Bundesregierung hat die syrische bewaffnete Opposition von Anfang an unterst&uuml;tzt. Die Nationale Koalition der Syrischen Revolutions- und Oppositionskr&auml;fte er&ouml;ffnete im Juli 2013 mit Unterst&uuml;tzung des Ausw&auml;rtigen Amtes ein Verbindungsb&uuml;ro in Berlin. Statt gezielter Unterst&uuml;tzung einer Konfliktpartei sollte alles getan werden, um Verhandlungen ohne Vorbedingungen zu f&ouml;rdern. Zudem leidet die syrische Zivilbev&ouml;lkerung auch massiv unter den von der EU, den USA und der Arabischen Liga verh&auml;ngten Sanktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/news.ippnw.de\/index.php?id=927\">IPPNW<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Katastrophe nach der Katastrophe<\/strong><br>\nEigentlich dachten &Uuml;berlebende der Terroranschl&auml;ge von 9\/11, das Schlimmste hinter sich zu haben. Doch jetzt k&ouml;nnten Hilfsgelder f&uuml;r ihre medizinische Betreuung gestrichen werden. [&hellip;]<br>\nDie hohen Arztrechnungen wurden bislang vom Staat beglichen. Der Kongress hatte eigens f&uuml;r die &Uuml;berlebenden von 9\/11 Hilfsgelder (&ldquo;compensation fund&rdquo;) in H&ouml;he von 2,78 Milliarden Dollar zur Verf&uuml;gung gestellt. Dieses Programm l&auml;uft Ende 2015 aus. F&uuml;r Gary Smiley eine Katastrophe. &ldquo;Meine Krankenversicherung wird diese Arztrechnungen nicht bezahlen wollen.&rdquo; Gleiches gelte f&uuml;r andere &Uuml;berlebende, die etwa an Krebs erkrankt seien und &ldquo;astronomisch hohe Rechnungen&rdquo; zu berappen h&auml;tten. &ldquo;Ohne die Hilfe des Staates werden drei Viertel der Helfer von 9\/11 fr&uuml;hzeitig sterben&rdquo;, sagt er. Das seien alles Menschen, die bereit waren, alles zu geben an dem Tag, an dem Amerika in seiner Geschichte am schwersten getroffen wurde. &ldquo;Ich verstehe nicht, weshalb &uuml;ber die Fortsetzung der Hilfe f&uuml;r die &Uuml;berlebenden &uuml;berhaupt diskutiert wird&rdquo;, sagt er sichtlich betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/die-katastrophe-nach-der-katastrophe\/a-18705096\">Deutsche Welle<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ziel Schweden<\/strong><br>\nTausende Fl&uuml;chtlinge passieren Deutschland und D&auml;nemark, um Zuflucht in Nordeuropa zu finden. Polizei kapituliert, Menschen helfen<br>\nKein Zugverkehr zwischen Hamburg und Kopenhagen, die d&auml;nische Polizei im Alarmzustand und Aufregung in Stockholm &ndash; Mehr als 3.000 Menschen haben in den vergangenen Tagen Norddeutschland und D&auml;nemark erreicht, um nach Schweden zu gelangen. Das skandinavische Land ist seit Jahrzehnten ein wichtiges Ziel f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge aus aller Welt, auch wenn sich die Bedingungen dort in den letzten Jahren verschlechtert haben. Schon 2013 hatte die Erwerbslosenquote unter Migranten im K&ouml;nigreich fast dreimal h&ouml;her gelegen als die bei dort geborenen Menschen. Im August wurden die rassistischen &raquo;Schwedendemokraten&laquo; in einer Umfrage erstmals st&auml;rkste Partei&hellip;.<br>\nIm Verh&auml;ltnis zur Bev&ouml;lkerungszahl nimmt Schweden europaweit die meisten Fl&uuml;chtlinge auf. 8,4 Asylbewerber kamen hier 2014 auf 1.000 Einwohner, f&uuml;r die gesamte EU lag die Quote bei 1,2 und in Deutschland bei 2,1. Inzwischen haben sich in dem K&ouml;nigreich gro&szlig;e internationale Gemeinden gebildet, die sich gegenseitig unterst&uuml;tzen k&ouml;nnen. So betreiben Fl&uuml;chtlinge aus Kolumbien seit Jahren von Stockholm aus eine eigene Rundfunkstation, Radio Cafe Stereo, die &uuml;ber Internet in ihr Heimatland sendet und gegen die Menschenrechtsverletzungen dort Stellung bezieht. Unter den Schweden ist zudem auch weiterhin die Bereitschaft gro&szlig;, Menschen eine Zuflucht zu bieten&hellip;<br>\nIn D&auml;nemark pr&auml;sentieren sich die gro&szlig;en Parteien dagegen gegen&uuml;ber den Ankommenden feindselig, auch wenn die meisten von ihnen gar nicht in dem Transitland bleiben wollen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/09-11\/045.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Wir wollen etwas zur&uuml;ckgeben&ldquo;<\/strong><br>\nDie Kiron-Universit&auml;t verspricht jedem Fl&uuml;chtling einen Studienplatz &ndash; ohne Dokumente. Ein Gespr&auml;ch mit dem Gr&uuml;nder und einem afghanischen Studenten.<br>\ntaz: Herr Aman, Sie besuchen ab Oktober die ersten Onlinekurse an der Kiron-Universit&auml;t. Warum gehen Sie nicht auf eine staatliche Universit&auml;t?<br>\nMozemel Aman: Vor einem Jahr zog ich mit meiner Familie von Afghanistan nach Berlin. Ich habe schnell gemerkt, dass ich mich weder an der Freien Universit&auml;t noch an der TU einschreiben konnte. Mein afghanischer Schulabschluss ist nicht gleichwertig mit dem deutschen Abitur. Um studieren zu d&uuml;rfen, m&uuml;sste ich f&uuml;r ein Jahr ein Studienkolleg besuchen. Daf&uuml;r ben&ouml;tige ich aber ausreichende Deutschkenntnisse. Selbst wenn ich damit richtig schnell w&auml;re und gleich einen Platz in einem Studienkolleg bek&auml;me, br&auml;uchte ich mindestens zwei Jahre. Wahrscheinlicher sind drei Jahre.<br>\nHerr Kressler, Sie versprechen Fl&uuml;chtlingen eine Hochschule ohne Zugangsbeschr&auml;nkung. Wie genau funktioniert das?<br>\nMarkus Kressler: Die meisten Fl&uuml;chtlinge scheitern wie Mozemel an den H&uuml;rden der Univerwaltungen. Um hier studieren zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen Asylsuchende ihre Identit&auml;t, Deutschkenntnisse, Schulabschl&uuml;sse und ihre Schutzw&uuml;rdigkeit nachweisen. Wir brauchen keines dieser Dokumente. Wer nach Deutschland gefl&uuml;chtet ist, kann sich bei uns einschreiben.<br>\nEinen staatlich anerkannten Abschluss k&ouml;nnen sie an der Kiron-Universit&auml;t aber nicht ablegen. Was bringt das Studium?<br>\nKressler: Wir selbst m&uuml;ssen gar keine Titel vergeben. Das machen unsere Partneruniversit&auml;ten, auf die unsere Studierende nach vier Semestern Onlinestudium wechseln. Dort k&ouml;nnen sie ins dritte Jahr einsteigen. Ihre Onlinekurse, die sie bei uns machen, bekommen sie dort alle anerkannt. Unsere Studenten haben also zwei Jahre Zeit, die notwendigen Unterlagen f&uuml;r ein regul&auml;res Studium an einer Fachhochschule oder Universit&auml;t zu besorgen &ndash; ohne zwei oder drei Jahre unn&ouml;tig in der Warteschleife zu h&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Online-Universitaet-fuer-Fluechtlinge\/!5226525\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Offener Brief an den deutschen Finanzminister<\/strong><br>\nin Ihrer Rede vom 8. September vor dem Deutschen Bundestag beziehen Sie Sich auf die Ideen des britischen &Ouml;konomen John Maynard Keynes aus dem 20. Jahrhundert. Lassen Sie mich dies zum Anlass nehmen als deutscher &Ouml;konom aus dem 21. Jahrhundert zu Ihren volkswirtschaftlichen Thesen Stellung zu nehmen. Selbstverst&auml;ndlich kann ich nicht f&uuml;r die deutschen &Ouml;konomen sprechen, allerdings bin ich mir sicher, dass die Mehrzahl meiner KollegInnen mir zustimmen w&uuml;rde. Schlie&szlig;lich haben laut einer Umfrage der S&uuml;ddeutschen Zeitung, die letzten Sonntag ver&ouml;ffentlicht wurde, unter gut 1000 &Ouml;konomInnen die Frage nach der Wirksamkeit der Finanzpolitik zur Stabilisierung der Konjunktur 36% ohne Einschr&auml;nkung und 53% &ldquo;nur in Ausnahmef&auml;llen&rdquo; bejaht. Also sind neben den internationalen &ldquo;Star&ouml;konomen&rdquo; etwa neun von zehn deutschen &Ouml;konomInnen der Meinung, dass eine Erh&ouml;hung der Staatsausgaben zu mehr Wachstum und Besch&auml;ftigung f&uuml;hrt. [&hellip;]<br>\nWenn in einer W&auml;hrungsunion keynesianische Wirtschaftspolitik betrieben werden soll, so wie sie es zumindest de facto gerade tun zu meinen, dann m&uuml;ssen die nationalen Regierungen ihre Fiskalpolitik an dem jeweiligen Zustand der gesamten W&auml;hrungszone ausrichten. In der aktuellen Situation mit schwachem Wachstum, einer Inflationsrate an der Grenze zu Deflation und Massenarbeitslosigkeit sollten die Regierungen der Eurozone also ihre Ausgaben erh&ouml;hen und Defizite in Kauf nehmen.  Aufgrund des unseligen Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt k&ouml;nnen nicht alle L&auml;nder dies tun, also liegt die Verantwortung bei den Regierungen mit fiskalischem Spielraum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2015\/09\/offener-brief-an-den-deutschen-finanzminister\/\">Dirk Ehnts auf &Ouml;konomenstimme<\/a>\n<p>dazu: <strong>Plurale &Ouml;konomik: Wie bei St. Pauli und Bayern M&uuml;nchen<\/strong><br>\nDeutschlands &Ouml;konomen treffen sich in M&uuml;nster zu ihrer Jahrestagung. Die Kritiker des Mainstreams der Disziplin sollen diesmal fernbleiben. Tun sie aber nicht&hellip;<br>\nW&auml;hrend die einen Wein aus Gl&auml;sern trinken, gibt es bei den anderen Mineralwasser aus Plastikbechern. In M&uuml;nster endet an diesem Mittwoch das Jahrestreffen der deutschsprachigen &Ouml;konomen-Zunft, und die Weintrinker geh&ouml;ren zur gro&szlig;en Mehrheit: 3.800 Mitglieder hat der Verein f&uuml;r Socialpolitik (VfS), &uuml;ber 800 Teilnehmer z&auml;hlt die diesj&auml;hrige Tagung der Wirtschaftswissenschaftler-Vereinigung. Am Montagabend hat sie die Bundesbank zum Empfang ins M&uuml;nsteraner Museum f&uuml;r Kunst und Kultur geladen&hellip;<br>\nVfS und Plurale &Ouml;konomen &ndash; im vergangenen Jahr war der Dialog zwischen diesen beiden Seiten schon weiter: Ausdauernd hatten vor allem Studierende und einige Professoren ihrer Kritik am Mainstream und dem VfS als dessen institutionellem Vertreter &ouml;ffentlich Luft gemacht: eisern herrsche in Lehre und Forschung das neoklassische Paradigma von rein rationalen Marktteilnehmern, perfektem Gleichgewicht und Angebots-, nicht aber Nachfrageorientierung. Trotz &Uuml;bermacht an Professuren, Forschungsmitteln und einflussreichen Journalen stehe der neoklassische Mainstream Herausforderungen wie dem Klimawandel und der wachsenden Ungleichheit hilflos gegen&uuml;ber, weil er sich immer mehr mittels mathematischem Formalismus von den Wurzeln der Disziplin als transdisziplin&auml;re Sozialwissenschaft entferne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sebastianpuschner\/wie-bei-st-pauli-und-bayern-muenchen\">Sebastian Puschner in der Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steuerhinterziehung in Deutschland: Die Oase lebt<\/strong><br>\nIm Kampf gegen Steueroasen inszeniert sich Deutschland gerne als Vorreiter. Ein neues Buch h&auml;lt dagegen: Reiche Steuerhinterzieher haben auch hierzulande leichtes Spiel &ndash; sie m&uuml;ssen nur ins richtige Bundesland ziehen.<br>\nBayern lieben Superlative. Das zeigt jeder politische Aschermittwoch der CSU. Es gibt aber auch Spitzenwerte, mit denen man sich im Freistaat selten br&uuml;stet. Etwa jene 828 Betriebe, f&uuml;r die ein bayerischer Betriebspr&uuml;fer im Durchschnitt zust&auml;ndig ist. Das sind mehr als in jedem anderen Bundesland, wobei die Arbeitsbelastung in Baden-W&uuml;rttemberg nur unwesentlich geringer ist.<br>\nDie Zahlen ergeben sich aus einer bislang unver&ouml;ffentlichten Datenanalyse der deutschen Finanzministerien. Sie finden sich im Buch &ldquo;Steueroase Deutschland&rdquo; von Markus Meinzer, das am Freitag erscheint.<br>\nDer Vorwurf, Deutschland sei &auml;hnlich wie die Bahamas und Bermuda ein Paradies f&uuml;r Steuertrickser, wird schon l&auml;nger erhoben. &ldquo;Die gro&szlig;e Steuerhinterziehung findet nicht im Ausland statt, sondern hier bei uns&rdquo;, sagte der fr&uuml;here Steuerfahnder Reinhard Kilmer 2013 dem SPIEGEL. Gerade in j&uuml;ngster Zeit jedoch hat sich die Bundesrepublik gerne als Vorreiter im Kampf gegen Steuerhinterziehung gezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steueroase-deutschland-von-markus-meinzer-die-oase-lebt-a-1052334.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Verteilungsbericht: Extreme Ungleichheit in Deutschland<\/strong><br>\nWenige besitzen sehr viel: Fast zwei Drittel des Verm&ouml;gens in Deutschland geh&ouml;rt laut Oxfam-Verteilungsbericht dem reichsten Zehntel der Bev&ouml;lkerung. Gleichzeitig arbeiten immer mehr Menschen im Niedriglohnsektor. &Ouml;ffentliche Investionen in Bildung und Infrastruktur w&auml;ren Mittel gegen die wachsende Ungleichheit, schreibt der DGB-klartext. Und eine Steuerpolitik, die vor Super-Reichen nicht zur&uuml;ckschreckt&hellip;<br>\nEin Europa f&uuml;r alle&ldquo; fordert der neue Verteilungsbericht, den die Entwicklungsorganisation Oxfam dieser Tage ver&ouml;ffentlich hat. Er kommt zu dem Schluss, dass die Ungleichheit in Europa erheblich zunimmt und in Deutschland besonders ausgepr&auml;gt ist. Mehr denn je gilt es, diesen Trend endlich umzukehren und die Interessen der Mehrheit zu ber&uuml;cksichtigen.<br>\nDer Bericht weist auf die enorme Verm&ouml;genskonzentration hin, wonach die reichsten zehn Prozent in Deutschland &uuml;ber 63&nbsp;Prozent des Gesamtverm&ouml;gens verf&uuml;gen. Mit Ausnahme &Ouml;sterreichs ist sonst nirgends in Europa eine h&ouml;here Konzentration zu beobachten. Diese Ungleichheit ist haupts&auml;chlich durch Schenkungen und Erbschaften verursacht. Seit 1960 hat sich das vererbte Verm&ouml;gen gemessen am Nationaleinkommen mehr als verf&uuml;nffacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++ddc7b6f8-57ad-11e5-a07d-52540023ef1a\">DGB klartext<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Oxfam-Bericht: Ungleichheit und Armut in Europa bedrohen sozialen Zusammenhalt<\/strong><br>\nArmut und Ungleichheit haben in Europa massiv zugenommen. Politische Entscheidungen werden immer st&auml;rker durch reiche Eliten beeinflusst, welche Regeln zu ihrem Vorteil gestalten und so die demokratischen Institutionen untergraben. Austerit&auml;tspolitiken und ungerechte Steuersysteme dienen &uuml;berall in Europa den M&auml;chtigen. Es ist an der Zeit, diesen Trend umzukehren und die Interessen der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung an die erste Stelle zu setzen.<br>\nAuch in Deutschland nimmt die Ungleichheit zu &ndash; und Deutschland hat neben &Ouml;sterreich die gr&ouml;&szlig;te Ungleichverteilung von Verm&ouml;gen in der Eurozone aufzuweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/publikationen\/oxfam-bericht-ungleichheit-armut-europa-bedrohen-sozialen-zusammenhalt\">Oxfam dort auch der Bericht zum Download<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Niedriger Lohn, keine Sicherheiten, kaum Anerkennung<\/strong><br>\nLeipzigs Automobilbranche boomt. Jeden Tag verlassen allein das BMW-Werk 750 Autos. Doch nicht einmal die H&auml;lfte aller Besch&auml;ftigten der Branche ist bei BMW oder Porsche fest angestellt. Die meisten sind bei Zulieferern besch&auml;ftigt: Sie arbeiten zwar auf dem Werksgel&auml;nde, allerdings f&uuml;r Fremdfirmen oder als Leiharbeiter. Zum ersten Mal hat die IG Metall die Situation dieser Besch&auml;ftigten untersucht. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Vor&uuml;bergehend&rdquo; ist ein dehnbarer Begriff. Als die Leiharbeit erfunden wurde, sollte sie Firmen helfen, Produktionsspitzen abzufedern &ndash; vor&uuml;bergehend. Christian Graupner ist Leiharbeiter in Leipzig, doch er war ganze zehn Jahre an ein und denselben Betrieb verliehen. Er hat bei ThyssenKrupp Achsen gebaut f&uuml;r Porsche und BMW. Viele seiner Kollegen, sagt er, tr&auml;umen von einem Wechsel zu diesen gro&szlig;en Autofirmen: &ldquo;Man hat wirklich so ein bisschen das gedacht, was man in den Medien h&ouml;rt: Man macht das erstmal vor&uuml;bergehend. Man h&ouml;rt ja dann immer, dass Leute &uuml;bernommen werden oder dass zumindest die M&ouml;glichkeit besteht. Dann sagt man sich: Na gut, man bei&szlig;t erstmal in den sauren Apfel und versucht eben nach ein bis zwei Jahren, wenn man sich bew&auml;hrt hat, auch eine Festanstellung zu bekommen.&rdquo;<br>\nDoch das gelingt nur wenigen. Die Automobilbranche rund um Leipzig z&auml;hlt laut IG Metall 18.000 Besch&auml;ftigte. Nur 8.300 geh&ouml;ren zur Stammbelegschaft von Porsche oder BMW. Alle anderen arbeiten bei Zulieferern, bei Werksvertragsunternehmen, als Leiharbeiter. Die Gewerkschaft hat jetzt die Situation all dieser Besch&auml;ftigten untersucht. Ergebnis: Fast 30 Prozent der Befragten verdienen inklusive aller Zuschl&auml;ge weniger als 1.750 Euro brutto. Fast 44 Prozent sagen, ihnen fehle das Geld f&uuml;r Urlaub. Dabei arbeiten 90 Prozent auch an Wochenenden und Feiertagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/sachsen\/sozialreport-autobranche100_zc-f1f179a7_zs-9f2fcd56.html\">mdr<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eurozone: Lohnwettbewerb nach unten hat Priorit&auml;t<\/strong><br>\nMit dem Ende Juni vorgelegten Bericht zur Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion der f&uuml;nf Pr&auml;sidenten wird die 2012 gestartete Debatte &uuml;ber die Weiterentwicklung der Eurozone neu aufgegriffen. Trotz des offensichtlichen Misserfolges wird am bisherigen wirtschaftspolitischen Kurs festgehalten, der punkto Wettbewerbsfixierung sogar noch versch&auml;rft werden soll. Eine wohlstandsorientiere Wirtschaftspolitik w&auml;re damit noch schwieriger durchsetzbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/eurozone-lohnwettbewerb\/\">Blog Arbeit und Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bef&auml;higen statt aktivieren &ndash; Aktueller Reformbedarf bei Zielsetzung und Aufgabenstellung im SGB II<\/strong><br>\nZur &Uuml;berwindung der Widerspr&uuml;chlichkeiten des &bdquo;Aktivierungsparadigmas&ldquo; im SGB II<br>\nbedarf es mit dem &bdquo;Bef&auml;higungsansatz&ldquo; einer neuen konzeptionellen Basis f&uuml;r &bdquo;moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt&ldquo;. Hierf&uuml;r sind grundlegende gesetzliche &Auml;nderungen insbesondere zur Aufgabenstellung und Zielsetzung des SGB II erforderlich&hellip;<br>\nAufgabenstellung und Zielsetzung des SGB II in Verbindung mit Eigenverantwortung und Hilfe zur Selbsthilfe sollen unter Ber&uuml;cksichtigung der verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen zur Menschenw&uuml;rde und zum Sozialstaatsgebot gesetzlich so ausgerichtet werden, dass die bisherigen generellen Engf&uuml;hrungen auf Aktivierung und unmittelbare Arbeitsmarktintegration &uuml;berwunden werden. Soziale<br>\nTeilhabe soll als Zielsetzung in &sect; 1 SGB II gesetzlich verankert werden zur St&auml;rkung der Autonomie der Einzelnen durch eine Unterst&uuml;tzung zur Hilfe zur Selbsthilfe&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/11527.pdf\">Claus Reis und Benedikt Siebenhaar in WISO direkt [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Studie: Pharmaindustrie folgt Rendite, nicht Bedarf der Patienten<\/strong><br>\nDie Techniker Krankenkasse beklagt in einer Studie Forschung an den falschen Arzneimitteln. Die Pharmaindustrie h&auml;lt dagegen.<br>\nDie Pharmaindustrie forscht aus Sicht einer der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Krankenkassen am Bedarf der Patienten vorbei. Das ist ein Ergebnis des diesj&auml;hrigen Innovationsreports, den die Techniker Krankenkasse (TK) am Mittwoch vorgestellt hat.<br>\nViele neu entwickelte Arzneimittel sind demnach h&auml;ufig zu teuer, werden in die Leitlinien medizinischer Fachgesellschaften aufgenommen und von &Auml;rzten verordnet, obwohl sie zum Teil nur unzureichend auf ihren Zusatznutzen untersucht worden sind. Letzteres aber schreibt das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (Amnog) seit 2011 vor. Mithilfe des Gesetzes sollten die Kassen pro Jahr zwei Milliarden Euro einsparen&hellip;<br>\nNur ein Medikament der 20 untersuchten Arzneimittel wurden von den Wissenschaftlern der Uni Bremen als innovativ eingestuft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/arzneimittelforschung-studie-pharmaindustrie-folgt-rendite-nicht-bedarf-der-patienten\/12299284.html\">Sarah Kramer im Tagesspiegel<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Innovationsreport 2015<\/strong><br>\nWissenschaftliche Studie zur Versorgung mit innovativen Arzneimitteln<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150911_Innovationsreport_2015_Techniker_Krankenkasse.pdf\">Universit&auml;t Bremen, Techniker Krankenkasse [PDF]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Dossier zum Streikverbot der Pilotengewerkschaft<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/branchen\/dienstleistungen\/luft\/lh\/verhandlungen-zur-ubergangsversorgung-zwischen-vc-und-lufthansa\/\">LabourNet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>In den Abgrund wie die Lemminge<\/strong><br>\nEr ist eine Ikone der amerikanischen Linken: der Intellektuelle Noam Chomsky. Er hat seit den 60er Jahren hartn&auml;ckig zu politischen Fragen Stellung genommen und ist ein Held der globalisierungskritischen Bewegung. Schon fr&uuml;h hat er das Scheitern des Irakkriegs vorhergesagt. Heute kritisiert er die Regierung Barack Obama wegen ihrer weltweiten Drohneneins&auml;tze und des Abh&ouml;rskandals. Nein, &uuml;berrascht sei er nicht gewesen, als er zum ersten Mal von dem Abh&ouml;rskandal geh&ouml;rt habe, den der fr&uuml;here US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden &ouml;ffentlich gemacht hatte. &bdquo;Warum auch?&ldquo;, fragt er. Die M&ouml;glichkeit, mit Hilfe des Internets B&uuml;rger zu &uuml;berwachen, stecke doch in der Technologie, es ist ein inh&auml;renter Teil von ihr. Damit gehen einige ziemlich unangenehme Dinge einher. Das Gespr&auml;ch vermittelte Chomskys Freund Gerhard Heise, der den Sprachwissenschaftler bereits 2013 nach Bonn gelotst hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/noam-chomsky-in-den-abgrund-wie-die-lemminge,1472786,31783788.html\">FR Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Syrien: Neue Dynamik<\/strong><br>\nAngesichts des ungebrochenen Vormarschs der Dschihadisten weitet Russland seine milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die syrische Armee aus, w&auml;hrend Frankreich und Gro&szlig;britannien nun auch aufgrund der Fl&uuml;chtlingskrise in das Kampfgeschehen eingreifen wollen &ndash;<br>\nGreift Russland aktiv in das Kampfgeschehen in Syrien ein? Diese Frage besch&auml;ftigt seit Tagen westliche Regierungen und Medien. Die Beweise f&uuml;r ein st&auml;rkeres milit&auml;risches Engagement Russlands, das qualitativ &uuml;ber die Unterst&uuml;tzung hinausgeht, die Moskau seit Jahren gew&auml;hrt &ndash; und von Pr&auml;sident Wladimir Putin k&uuml;rzlich als Lieferung von &bdquo;Ausr&uuml;stung&ldquo; und &bdquo;Ausbildung syrischer Soldaten an russischen Waffen&ldquo; zusammengefasst wurde &ndash; sind d&uuml;rftig.<br>\nDa sind zun&auml;chst die von US-Geheimdienstkreisen lancierten Berichte, denen zufolge Russland auf einem Flughafen nahe der Stadt Latakia Fertigunterk&uuml;nfte f&uuml;r bis zu tausend Soldaten errichte, und zudem eine mobile Station zur Kontrolle des Flugverkehrs dorthin verlegt habe. Zu diesem Zweck seien in den vergangen Tagen mehrere russische Transportflugzeuge gelandet. Diese Berichte, so US-Au&szlig;enminister John Kerry, w&uuml;rden auf einen &bdquo;unmittelbar erh&ouml;hten russischen Milit&auml;raufbau hindeuten&ldquo;. Welchem Zweck diese Unterk&uuml;nfte dienen sollen, bleibt auch in den Augen der US-Regierung ungewiss. Au&szlig;erdem waren, wie verschiedene Medien berichteten, in sozialen Netzwerken &bdquo;Bilder aufgetaucht, die russische Flugzeuge und Drohnen in Syrien zeigen sollen&ldquo;. (1) Die Quelle der Bilder wird dabei zumeist unterschlagen. Die vermeintlich inkriminierenden Aufnahmen wurden von den al-Qaida-Terroristen der al-Nusra-Front ins Netz gestellt. Die unscharfen Aufnahmen k&ouml;nnten von &uuml;berall stammen. Selbst wenn sie zeigen, was sie behaupten, ist das kein Beleg f&uuml;r ein direktes milit&auml;risches Engagement Russlands, denn dass die syrische Luftwaffe russisches Kriegsger&auml;t einsetzt, ist keine neue Entwicklung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201509113658\/politik\/welt\/syrien-neue-dynamik.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Armee massakriert Zivilisten<\/strong><br>\nT&uuml;rkische Armee- und Polizeispezialeinheiten haben in der mehrheitlich von Kurden bewohnten Stadt Cizre in der Nacht zum Donnerstag mindestens acht Zivilisten get&ouml;tet&hellip;<br>\nDamit erh&ouml;ht sich die Zahl der seit der Verh&auml;ngung einer Ausgangssperre Ende voriger Woche get&ouml;teten Zivilisten in Cizre auf rund 20. Von Scharfsch&uuml;tzen erschossen wurde unter anderem ein zehnj&auml;hriges M&auml;dchen, das seine Wohnung verlassen hatte, um Hilfe f&uuml;r seinen zuvor angeschossenen Vater zu holen. Zwei Frauen starben durch den Artilleriebeschuss ihrer Stra&szlig;e&hellip;<br>\nDie t&uuml;rkische Luftwaffe hat derweil auch am Donnerstag Ziele im Nordirak bombardiert. Die Attacken richteten sich laut Ministerpr&auml;sident Ahmet Davutoglu gegen die Kurdische Arbeiterpartei PKK und seien &raquo;sehr wirkungsvoll&laquo; gewesen. Ebenfalls am Donnerstag wurde an der t&uuml;rkisch-syrischen Grenze ein t&uuml;rkischer Soldat durch auf syrischem Gebiet abgefeuerte Sch&uuml;sse t&ouml;dlich getroffen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/09-11\/049.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Transcript KenFM &ndash; POSITIONEN #1<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.free21.org\/transcript-kenfm-positionen\/\">free21.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wer hat Angst vor Corbyn?<\/strong><br>\nDie Labour Party w&auml;hlt ihren Vorsitzenden. Der Linke Jeremy Corbyn hat gute Chancen. Mit ihm g&auml;be es endlich wieder eine Opposition. (&hellip;)<br>\nEs wird auch Zeit, dass es eine Opposition gibt, die den Namen verdient. Labour hat die Wahlen im Mai ja nicht verloren, weil ihr Kandidat Ed Miliband zu links war. Er f&uuml;hrte die Politik von Tony Blair fort, der seiner Partei konservative Werte und eine konservative Sprache aufgen&ouml;tigt hatte. Miliband ist f&uuml;r eine Austerit&auml;tspolitik eingetreten, er wollte den Sozialhaushalt genauso k&uuml;rzen, wie die Tories es jetzt tun. Warum h&auml;tte man die Kopie w&auml;hlen sollen, wenn man auch das Original haben konnte? (&hellip;)<br>\nIm Grunde ein Sozialdemokrat<br>\nUnd so radikal sind seine Vorstellungen gar nicht. Er ist gegen Austerit&auml;tspolitik, f&uuml;r die Verstaatlichung der Eisenbahn und der Wasserversorgung und gegen Atomwaffen. Im Grunde ist er ein alter Sozialdemokrat. Er sagt selbst, dass er in Deutschland wohl kaum als Linker durchgehen w&uuml;rde. Es ist bezeichnend f&uuml;r den Zustand der Labour Party, dass so einer Angst und Schrecken verbreitet, so dass man ihm mit Diffamierungen zu Leibe r&uuml;cken will.<br>\nUnd so radikal sind seine Vorstellungen gar nicht. Er ist gegen Austerit&auml;tspolitik, f&uuml;r die Verstaatlichung der Eisenbahn und der Wasserversorgung und gegen Atomwaffen. Im Grunde ist er ein alter Sozialdemokrat. Er sagt selbst, dass er in Deutschland wohl kaum als Linker durchgehen w&uuml;rde. Es ist bezeichnend f&uuml;r den Zustand der Labour Party, dass so einer Angst und Schrecken verbreitet, so dass man ihm mit Diffamierungen zu Leibe r&uuml;cken will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Labour-Party-in-Grossbritannien\/!5229034\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Fl&uuml;chtlingskrise in den Medien: Durch Gef&uuml;hle &auml;ndert sich nichts<\/strong><br>\nEs droht ein schrecklicher Herbst: Das gef&uuml;hlsduselige Palaver zur Fl&uuml;chtlingsfrage hat &Uuml;berhand gewonnen. Dabei brauchen wir vor allem eine Neugr&uuml;ndung Deutschlands aus dem Geist eines ernsthaften Multikulturalismus. Die Ergriffenheit der Menschen von sich selbst macht auch und gerade vor Journalisten nicht halt. Aber was sollen diese Emotionen &uuml;berhaupt, diese rhetorischen W&auml;rmedecken unserer Zeit?<br>\nIst die Reaktion der Deutschen auf die Fl&uuml;chtlingskrise wirklich ein Zeichen f&uuml;r &ldquo;Die Macht der Gef&uuml;hle&rdquo;, wie die aktuelle Ausgabe der &ldquo;Zeit&rdquo; meint &ndash; oder war das nicht eher die Zeile f&uuml;rs n&auml;chste Fr&uuml;hjahr und das neue Verliebtsein? Ist die &ldquo;Verteddyb&auml;risierung der Fl&uuml;chtlinge&rdquo; durch Kerner und das Fernsehen generell, wie Arno Frank es nennt, wirklich unausweichlich &ndash; oder finden die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen doch wieder zu etwas passenderer Rationalit&auml;t zur&uuml;ck?<br>\nAber andererseits: Was kann man von Sendern &uuml;berhaupt erwarten, die schon Talkshows &uuml;ber Genderfragen wiederholen, weil sie da irgendwelche Befindlichkeiten verletzt haben, was doch auch irgendwie der Zweck des Ganzen war?<br>\nAnders gefragt: Ist dieses Land intellektuell reif und erwachsen, bereit f&uuml;r die Fragen, die die Fl&uuml;chtlinge mit sich bringen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/georg-diez-ueber-die-gefuehlsduselige-debatte-zur-fluechtlingsfrage-a-1052520.html\">Georg Diez auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27528","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27528","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27528"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27528\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27531,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27528\/revisions\/27531"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27528"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27528"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27528"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}