{"id":2754,"date":"2007-11-08T10:16:45","date_gmt":"2007-11-08T09:16:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2754"},"modified":"2015-12-10T11:41:24","modified_gmt":"2015-12-10T10:41:24","slug":"der-so-genannte-sachverstaendigenrat-ist-nur-noch-eine-maschinerie-der-meinungsmache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2754","title":{"rendered":"Der so genannte Sachverst\u00e4ndigenrat ist nur noch eine Maschinerie der Meinungsmache."},"content":{"rendered":"<p>Freunde warnen mich immer wieder davor, einen Vergleich mit der Nazizeit anzustellen, weil dies einen von vornherein diskriminiert. Aber was ist, wenn die Parallelen erdr&uuml;ckend sind? Was ist, wenn genauso professionell gelogen wird und die Meinungsmache gleichgeschaltet ist? Darf man dann immer noch nicht darauf hinweisen, wie sich die Bilder und die Methoden gleichen? Wir haben unsere V&auml;ter gefragt, warum sie der durchschaubaren Propaganda glaubten. Wenn sie klug waren, verwiesen sie auf die teuflischen Methoden und die gleich lautenden Stimmen. Meist waren sie aber nur hilflos. So wie wir heute, wenn &uuml;ber uns eine Armada von Propagandisten herf&auml;llt wie jetzt bei der Verbreitung der Botschaften: Der Aufschwung ist da! Wir verdanken ihn den Reformen! Die Reformdividende nicht verspielen! Weitermachen mit den Reformen! &ndash; Das Gutachten des Sachverst&auml;ndigenrates, seine Pr&auml;sentation und die Begleitpropaganda &ndash; musterg&uuml;ltig in &bdquo;Spiegel Online&ldquo; &ndash; sind ein eindrucksvolles Anschauungsmaterial f&uuml;r diese Beobachtung. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\nUm die Aufregung zu d&auml;mpfen, will ich gerne konzedieren, dass die Propaganda von heute nicht der Vorbereitung eines Holocaust dient. Sie dient nur dazu, die Mehrheit der arbeitenden Menschen und die Arbeitslosen, Rentner und Armen in Schach zu halten; vor allem dient sie der Zerst&ouml;rung (= &bdquo;Reformen&ldquo;) wichtiger gesellschaftlicher Einrichtungen, damit am Zerst&ouml;rungsprozess kr&auml;ftig verdient werden kann. Schauen Sie sich die folgende Abbildung an. Wir werden sie immer wieder zeigen, weil sie ein herausragendes und auch freches Dokument der Verfilzung von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ist. Im konkreten Fall erkl&auml;rt diese Abbildung den Tenor des Sachverst&auml;ndigenrats-Gutachtens mehr als 1000 Analysen der Zahlen:<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/20071029_03.jpg\" alt=\"Vorsorge aus erster Hand\" title=\"\"><\/p><p>Hier sehen Sie den so genannten Wissenschaftler und Vorsitzenden des so genannten unabh&auml;ngigen Sachverst&auml;ndigenrates anl&auml;sslich einer Werbeaktion f&uuml;r die Riester-Rente und die R&uuml;rup-Rente im Auftrag und zu Gunsten des Finanzdienstleisters AWD und der Kooperationspartner SuperIllu und FocusMoney. Interessant ist, dass R&uuml;rup gegen alle Regel der &ouml;konomischen Vernunft in der linken Spalte dazu auffordert, staatliche Subventionen zu nutzen, auf Deutsch: abzuzocken. Das Ganze wird abgesegnet vom Chef des Hannoveraner Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer. Alle haben gut lachen, einschlie&szlig;lich Walter Riesters. Sie alle verdienen am Werk der Zerst&ouml;rung des Vertrauens in die gesetzliche Rente.<\/p><p>Unsere Bundeskanzlerin, die gestern vermutlich genauso herzlich die Hand von Professor R&uuml;rup gedr&uuml;ckt hat, kennt die Interessenverflechtungen nat&uuml;rlich nicht, k&ouml;nnten arglose Zeitgenossen meinen. Sie spielt das Spiel mit, denn auch f&uuml;r sie zahlt sich das Spiel aus. Welch ein wundersamer Zufall: die &Uuml;berschrift und Hauptbotschaft des Sachverst&auml;ndigenratsgutachtens lautet fast genau so wie die &Uuml;berschrift eines Artikels von Angela Merkel in der Welt am Sonntag vom vergangenen Sonntag: &bdquo;Das Erreichte nicht verspielen.&ldquo; Der Sachverst&auml;ndigenrat hilft der Bundeskanzlerin im Streit mit Teilen der SPD um Korrekturen bei der Reformpolitik: Verl&auml;ngerung ALG1 f&uuml;r &Auml;ltere, abmildernde Korrekturen bei der Rente mit 67 zum Beispiel.<br>\nUnd selbstverst&auml;ndlich hilft dann der Vorsitzende des Sachverst&auml;ndigenrates Bert R&uuml;rup der Kanzlerin mit seiner, der gleich lautenden Botschaft. Nichts &auml;ndern an den Reformen. Weitermachen. R&uuml;rup wei&szlig;, was er dem Handaufleger aus Hannover schuldig ist: die weitere Minderung der Leistungsf&auml;higkeit der gesetzlichen Rente durch Abschl&auml;ge von zweimal 3,6%, wenn ein Arbeitnehmer trotz Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters mit 65 in Rente gehen will. Ein exzellentes Verkaufsargument f&uuml;r die Finanzdienstleister.<\/p><p>&bdquo;Das Erreichte nicht verspielen&ldquo; ist eine geschickte rhetorische Formel. Der Satz signalisiert, es sei etwas erreicht worden, und er warnt davor, die Richtung der Politik zu ver&auml;ndern, eine Kurskorrektur vorzunehmen. <\/p><p>Wie verlogen der Sachverst&auml;ndigenrat dabei vorgeht, m&ouml;chte ich Ihnen am Beispiel des ersten Satzes des Sachverst&auml;ndigenratsgutachtens, Erstes Kapitel, mit der gleich lautenden &Uuml;berschrift &bdquo;Das Erreichte nicht verspielen&ldquo; sichtbar machen. Dort hei&szlig;t es:<br>\n&bdquo;Nach dem &uuml;berraschend starken Aufschwung im Jahr 2006, der sich in einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von nahezu 3% niedergeschlagen hatte, pr&auml;sentierte sich die deutsche Volkswirtschaft im Jahr 2007 weiterhin in guter Verfassung.&ldquo; Bert R&uuml;rup spricht von Reformdividende. &bdquo;Dividende&ldquo; signalisiert etwas positives, die Kombination mit Reformen soll signalisieren, wem wir das Positive zu verdanken haben. <\/p><p><strong>Schauen wir uns ein paar Fakten an:<\/strong><\/p><p>Ein starker Aufschwung? Den muss man mit der Lupe suchen; sowohl im Vergleich mit dem letzten kleinen Aufschwung von 1997 bis 2000 als auch im Vergleich mit anderen L&auml;ndern ist die gegenw&auml;rtige Performance ausgesprochen mickrig:<\/p><p>Hier zun&auml;chst die Reihe von vier Jahren &bdquo;Reformerfolg&ldquo; 2004 bis 2007:<br>\n1,1; 0,8; 2,9; 2,6 &ndash; und prognostizierte 1,9 f&uuml;r 2008.<\/p><p>Und hier die Reihe 1997 bis 2000*:<br>\n1,4; 2,0; 2,0; 2,9 <\/p><p>(*Quelle: BMA, Statistisches Taschenbuch 2003)<\/p><p>Selbst dieser kleine Aufschwung aus der Zeit vor den Schr&ouml;der-Reformen, vor der Agenda 2010 und vor Hartz I bis IV war ergiebiger als der jetzige. <\/p><p>Der jetzige ist auf keinen Fall ein &bdquo;starker Aufschwung&ldquo; und er umfasst die binnenwirtschaftliche Entwicklung fast nicht. Das wird dann sichtbar und augenf&auml;llig, wenn wir mit anderen, &auml;hnlichen L&auml;ndern vergleichen. Ich habe mir die Zahlen aus dem Sachverst&auml;ndigenratsgutachten herausgesucht:<\/p><p><strong>Tabelle 1:<\/strong> Bruttoinlandsprodukt real<\/p><table>\n<tr>\n<th>&nbsp;<\/th>\n<th>2004<\/th>\n<th>2005<\/th>\n<th>2006<\/th>\n<th>2007<\/th>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>Deutschland<\/td>\n<td>1,1<\/td>\n<td>0,8<\/td>\n<td>2,9<\/td>\n<td>2,6<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>EU<\/td>\n<td>2,4<\/td>\n<td>1,8<\/td>\n<td>3,0<\/td>\n<td>2,9<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>Euro-Raum<\/td>\n<td>2,0<\/td>\n<td>1,5<\/td>\n<td>2,8<\/td>\n<td>2,6<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>Schweden<\/td>\n<td>4,1<\/td>\n<td>2,9<\/td>\n<td>4,2<\/td>\n<td>3,3<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>Luxemburg<\/td>\n<td>4,9<\/td>\n<td>5,0<\/td>\n<td>6,1<\/td>\n<td>5,4<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>Belgien<\/td>\n<td>3,0<\/td>\n<td>1,1<\/td>\n<td>3,2<\/td>\n<td>2,6<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>Finnland<\/td>\n<td>3,7<\/td>\n<td>2,9<\/td>\n<td>5,0<\/td>\n<td>4,2<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>Frankreich<\/td>\n<td>2,5<\/td>\n<td>1,7<\/td>\n<td>2,0<\/td>\n<td>1,9<\/td>\n<\/tr>\n<\/table><p>Selbst Frankreich war in diesen vier Jahren besser als wir. Die EU war im Durchschnitt besser, Luxemburg, Finnland und Schweden sowieso. Leben Finnland und Schweden nicht in einer globalisierten Welt? Auch Belgien nicht?<br>\nHat Schweden weniger Sozialstaat als wir? Und weniger Staat? Keinesfalls. <\/p><p>Die Zahlen f&uuml;r eine andere wirtschaftliche Gr&ouml;&szlig;e, den privaten Verbrauch, deuten an, woran es bei uns mangelt: an innerer Dynamik. Hier ein Vergleich der Entwicklung des privaten Verbrauchs im gleichen Zeitraum f&uuml;r Deutschland und den Euro-Raum:<\/p><p><strong>Tabelle 2:<\/strong> Privater Konsum<\/p><table>\n<tr>\n<th>&nbsp;<\/th>\n<th>2004<\/th>\n<th>2005<\/th>\n<th>2006<\/th>\n<th>2007<\/th>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>Deutschland<\/td>\n<td>0,2<\/td>\n<td>-0,1<\/td>\n<td>1,0<\/td>\n<td>-0,1<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>Euro-Raum<\/td>\n<td>1,6<\/td>\n<td>1,5<\/td>\n<td>1,8<\/td>\n<td>1,5<\/td>\n<\/tr>\n<\/table><p>Wenn Sie sich die Zahlen Deutschlands beim privaten Konsum anschauen und diese mit dem Euro-Raum zum Beispiel vergleichen und dann sich noch einmal zu Gem&uuml;te f&uuml;hren, was der Sachverst&auml;ndigenrat in seinem ersten Satz von Kapitel eins schreibt,<br>\ndann erkennen sie, wie verlogen diese Art von Wissenschaft ist. Sie behauptet, die deutsche Volkswirtschaft befinde sich in einer guten Verfassung. Das kann man vom privaten Verbrauch und damit verbunden z.B. von den Einzelhandelsums&auml;tzen partout nicht sagen. Da k&ouml;nnen die Einzelh&auml;ndler, die Handwerker und die auf den Binnenmarkt konzentrierten Industriebetriebe nur lachen. Sie sollten den Sachverst&auml;ndigenrat mit Protest-E-Mails und Protest-Briefen &uuml;bersch&uuml;tten. Denn sie gelten dort offensichtlich nicht als Teil unserer Volkswirtschaft. Das Denken des Sachverst&auml;ndigenrates wird offenbar vom Wohlbefinden der Exportwirtschaft und der Finanzindustrie beherrscht. <\/p><p>Zur Bewertung dieses so genannten Gutachtens siehe &uuml;brigens auch den Kommentar von Thomas Fricke in der Financial Times Deutschland: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=950&amp;blogId=10\">&bdquo;Weisheit oder Voodoo-Kunst?&ldquo;<\/a> Die Gleichschaltung hat offensichtlich noch nicht alle erfasst. Das ist tr&ouml;stlich.<\/p><p>Die <strong>SPD<\/strong> sieht &uuml;brigens nach diesem Propagandafeuerwerk aus wie ein begossener Pudel. Selbst schuld k&ouml;nnte man meinen, denn sie hat mit der Ernennung von Bert R&uuml;rup und anderen einschl&auml;gigen Mitgliedern des Sachverst&auml;ndigenrates wesentlich dazu beigetragen, dass dieses Gremium sich eher von neoliberalen Ideologien und von privaten Interessen leiten l&auml;sst als von Sachverstand.<\/p><p>Ich habe mich zu Anfang auf <strong>Spiegel Online<\/strong> als beispielhaft f&uuml;r die Begleitpropaganda zum Sachverst&auml;ndigenrats-Gutachten und zum Dauerthema Reformen bezogen. Dort findet sich kaum ein kritisches Wort. Zwei Beispiele seien Ihrem kritischen Verstand empfohlen. Die Lekt&uuml;re lohnt sich nur, wenn man die Mechanismen der Propaganda studieren will, der wir ausgesetzt sind:<\/p><ol>\n<li>REFORM-STREIT<br>\n<strong>Weise gegen Schwarz-Rote<\/strong><br>\nVon Michael Kr&ouml;ger und Carsten Volkery\n<blockquote><p>Gef&auml;hrlich, widerspr&uuml;chlich, kontraproduktiv &ndash; die f&uuml;nf Wirtschaftsweisen gehen mit der Politik der Gro&szlig;en Koalition hart ins Gericht. SPIEGEL ONLINE hat verglichen: Das fordern die Experten &ndash; das plant die Regierung.<br>\nBerlin &ndash; Das Papier steckt voller Tadel und Ermahnungen. In ihrem Herbstgutachten kritisieren die f&uuml;nf Wirtschaftsweisen die Gro&szlig;e Koalition scharf: Die Regierung habe den Aufschwung nur unzureichend f&uuml;r weitere Reformen genutzt. Stattdessen drohten &ldquo;richtige und wegweisende Reformen konterkariert, wenn nicht sogar zur&uuml;ckgedreht zu werden&rdquo;.<br>\nDass die Reform-R&uuml;ckschritte die derzeitige Konjunktur gef&auml;hrden k&ouml;nnten, glauben die Wissenschaftler zwar nicht. Gefahr sehen sie jedoch f&uuml;r die Zukunft: &ldquo;Ihre hemmende Wirkung wird sich im n&auml;chsten Abschwung zeigen und diesen dadurch l&auml;nger und tiefer ausfallen lassen.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,515933,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><\/li>\n<li>Das folgende ist ein Kommentar des Chefredakteurs von Managermagazin Online, das bei Spiegel Online am 7.11. erschien. Auch diesen Kommentar zu lesen ist eine Plage. Wir verlinken dazu, weil er mit seiner Hauptbotschaft, wir k&ouml;nnten wirtschaftspolitisch hierzulande nichts mehr tun, diametral dem widerspricht, was der Chef&ouml;konom von Goldman Sachs im Managermagazin vom 21.9.2007 gesagt hat. Siehe Ziffer (3). Beide Texte lassen den Qualit&auml;tsunterschied erkennen. Unter dem Mangel an Qualit&auml;t der meisten Wirtschaftsjournalisten in Deutschland leiden wir leider massiv.<br>\nDann folgt noch ein Bericht der taz, an dem wieder einmal sichtbar wird, dass man dort auch gelernt hat, sich einzuf&uuml;gen.<br>\nHier also zun&auml;chst zu einem aktuellen Kommentar in Spiegel Online\/Managermagazin Online:\n<p>KONJUNKTUR-KOMMENTAR<br>\n<strong>Wenn es dem Esel zu wohl ist &hellip;<\/strong><br>\nVon Andreas N&ouml;lting <\/p>\n<blockquote><p>Machen wir uns nichts vor: Besser als heute wird die wirtschaftliche Lage in Deutschland kaum mehr werden &ndash; zumindest in den kommenden Jahren nicht. Die entscheidenden Faktoren der Weltkonjunktur kann nationale Politik ohnehin nicht mehr beeinflussen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,516002,00.html\">SPIEGEL Online<\/a> <\/p><\/li>\n<li><strong>Goldman Sachs und Keynes<\/strong><br>\nDer Chefvolkswirt von Goldman Sachs, Jim O&rsquo;Neill, hat sich im Interview mit dem Manager-Magazin deutlich f&uuml;r eine staatliche Interventionspolitik &agrave; la Keynes ausgesprochen. Vor allem spricht er sich f&uuml;r eine St&auml;rkung der Binnennachfrage, insbesondere des Konsums, aus. Das tat er &uuml;brigens in einem Interview mit der &bdquo;Zeit&ldquo; vom August 2004 schon einmal. Ohne Wirkung auf die herrschende Meinung in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,druck-506944,00.html\">Manager Magazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Aufschwung kommt bei den B&uuml;rgern an<\/strong><br>\nPrognose 2008: Wirtschaft w&auml;chst, Arbeitslosigkeit sinkt, Staatseinnahmen steigen. Auch private Nachfrage legt zu<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2007%2F11%2F08%2Fa0050&amp;src=GI&amp;cHash=6473885f62&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong> Bedauerlicherweise f&auml;llt die taz auch auf das M&auml;rchen vom zuk&uuml;nftigen Konsumwunder herein. Dabei m&uuml;&szlig;te man sich doch nur die einfache Frage vorlegen, warum der Anstieg der Lohnsumme durch 700.000 neue Arbeitspl&auml;tze keinen Konsumschub bewirkte. Lag es vielleicht daran, da&szlig; die reale Lohnsumme schlecht bezahlter Leiharbeit, geringf&uuml;gig entlohnt Besch&auml;ftigter, ja sogar bei den sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten relativ gering ausfiel, wobei von letzteren nicht wenige auf geringf&uuml;gig entlohnte Nebenjobs angewiesen sind?<br>\nDie &ldquo;Wirtschaftsweisen&rdquo; erinnern doch sehr an die Prognosen der Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung (GfK), welche dann regelm&auml;&szlig;ig  von der realen Entwicklung im Einzelhandel konterkariert werden.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freunde warnen mich immer wieder davor, einen Vergleich mit der Nazizeit anzustellen, weil dies einen von vornherein diskriminiert. Aber was ist, wenn die Parallelen erdr&uuml;ckend sind? Was ist, wenn genauso professionell gelogen wird und die Meinungsmache gleichgeschaltet ist? Darf man dann immer noch nicht darauf hinweisen, wie sich die Bilder und die Methoden gleichen? 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