{"id":27544,"date":"2015-09-14T09:34:36","date_gmt":"2015-09-14T07:34:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544"},"modified":"2015-09-14T09:34:36","modified_gmt":"2015-09-14T07:34:36","slug":"hinweise-des-tages-2458","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AM\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h01\">TV-Kritik &bdquo;Deutschland hilft!&ldquo;: &bdquo;Mutter Merkel&ldquo; im Nordirak<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h02\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h03\">Seehofer erwartet Diskussion &uuml;ber Schuldenbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h04\">Ein Plan B f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h05\">Im Steuerparadies Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h06\">Corbyn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h07\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h08\">Tarifkonflikt bei Lufthansa: Die endlose Provokation der Piloten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h09\">Generationengerechtigkeit: Falscher Schauplatz des Verteilungskonfliktes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h10\">Personal bei Rh&ouml;n st&ouml;hnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h11\">Cochabamba, Herr Gabriel &hellip; Cochabamba!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h12\">Dieter Hallervorden: ZDF zensiert sein Lied zugunsten der Fl&uuml;chtlingshilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h13\">EU gr&uuml;ndet st&auml;ndige Medien-Arbeitsgruppe gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h14\">Deutschland im Zensurtaumel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h15\">KenFM am Telefon: Dr. Daniele Ganser &uuml;ber Kriegspropaganda und Medienkompetenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h16\">Veranstaltungstipp: Frankfurt &ndash; Die Zukunft der Linken in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h17\">TV-Tipp: Mann, Sieber!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>TV-Kritik &bdquo;Deutschland hilft!&ldquo;: &bdquo;Mutter Merkel&ldquo; im Nordirak<\/strong><br>\nDie Festung Europa ist gefallen. Und was macht das ZDF? Einen Unterhaltungsabend unter dem Titel &bdquo;Deutschland hilft&ldquo; mit einer anschlie&szlig;enden Talkshow von Maybrit Illner. Deren Fazit kann man so zusammenfassen: Na und? Denn der wichtigste Beitrag des Abends wurde weder von Johannes B. Kerner, noch von Frau Illner moderiert. Er war im &bdquo;heute journal&ldquo; zu sehen.<br>\nDort berichtete ein Korrespondent des ZDF von der Situation in einem Fl&uuml;chtlingslager im Nordirak. Die Lebensbedingungen sind erb&auml;rmlich, die Perspektiven dieser Menschen schlecht. Sie sind von der Hilfe der UN abh&auml;ngig und diese k&ouml;nnen selbst die existentiellen Grundbed&uuml;rfnisse nicht mehr befriedigen. Es fehlen die Hilfszusagen von Mitgliedsstaaten. Es wurde deutlich, was in den vergangenen Wochen im Nahen Osten passiert ist.<br>\nWarum investiert man nicht bei uns?<br>\nDie Zusage der Bundeskanzlerin, jeden Fl&uuml;chtling in Deutschland aufzunehmen, hat sich in Windeseile verbreitet. Landsleute, die es hierher geschafft haben, berichten nach Hause, was unter Perspektive zu verstehen ist. Deutschland gebe ihnen nicht nur Geld, sondern wolle sogar H&auml;user f&uuml;r sie bauen. Eine Familie schickt ihren 14j&auml;hrigen Sohn auf die Flucht &uuml;ber die T&uuml;rkei und die Balkanroute. Sie hofft, von ihm im Rahmen der Familienzusammenf&uuml;hrung nachgeholt zu werden.<br>\nDem zust&auml;ndigen Gouverneur der Kurden war die Verzweiflung anzusehen. Warum investiert man nicht hier zehn Prozent von dem Geld, was Deutschland ausgeben muss, um diese V&ouml;lkerwanderung in das gelobte Land zu verhindern? Diese Stimmung ist nicht auf den Nordirak beschr&auml;nkt. Sie ist in allen Fl&uuml;chtlingslagern der Region zu finden.<br>\nErwartungen an Deutschland [&hellip;]<br>\nWill man diese Fl&uuml;chtlinge aus dem Lager im Nordirak alle aufnehmen? Ist es die moralische Verpflichtung dieses Landes, deren Erwartungen auf ein besseres Leben zu erf&uuml;llen? Welche politische Verantwortung hat die Bundeskanzlerin, wenn sie als Urheberin dieser Erwartungen gelten muss?<br>\n&bdquo;Mutter Merkel&ldquo; ist zum Inbegriff der Hoffnung geworden. [&hellip;]<br>\nSchlie&szlig;lich muss die Bundeskanzlerin die unsinnigen Erwartungen an ihre Handlungsm&ouml;glichkeiten beenden. Darauf haben nicht nur die Bundesb&uuml;rger einen Anspruch, sondern auch die Fl&uuml;chtlinge, die wir weiterhin aufnehmen m&uuml;ssen. Oder will sie das Johannes B. Kerner bei seiner n&auml;chsten Show &uuml;berlassen? Dann sollte man ihn zum Bundeskanzler w&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/tv-kritik\/tv-kritik-maybrit-illner-mutter-merkel-im-nordirak-13796685.html?printPagedArticle=true#Drucken\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dies ist ein sehr lesenswerter Beitrag. Der Autor macht deutlich, welche Rolle unsere Bundeskanzlerin beim Desaster spielt und was zu tun w&auml;re.<\/em><br>\n<em>Dazu gab es auf dem Titelblatt der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung von gestern eine zus&auml;tzliche Erl&auml;uterung der Rolle von Mama Merkel:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150914_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150914_01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Deutschland schottet sich ab<\/strong><br>\nBerlin schlie&szlig;t die s&uuml;ddeutsche Grenze f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge, stoppt die weitere Einreise von B&uuml;rgerkriegsopfern und beginnt mit der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber nach S&uuml;dosteuropa. Hatten in den vergangenen Tagen tausende Menschen in der Bundesrepublik ihre Hilfsbereitschaft f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in bislang einmaligem Ausma&szlig; demonstriert, nachdem Unstimmigkeiten in der Berliner Politik zur unerwarteten Einreise von Zehntausenden gef&uuml;hrt hatten, so l&auml;sst die Bundesregierung die Hilfsbem&uuml;hungen jetzt ins Leere laufen. Auf dem heutigen Treffen der EU-Innen- und -Justizminister sollen Schritte zur erneuten Abschottung der EU vorangetrieben werden, darunter die Errichtung von Zentren, in denen Fl&uuml;chtlinge unmittelbar nach ihrer Einreise in Griechenland, in Italien und wom&ouml;glich auch in Ungarn festgesetzt werden. In Deutschland ist ein erstes Lager er&ouml;ffnet worden, in dem Fl&uuml;chtlinge aus S&uuml;dosteuropa separiert werden; sie sollen dort f&uuml;r eine schnelle Abschiebung bereitgehalten werden. Vergangene Woche ist ein Abschiebeflug mit 111 Fl&uuml;chtlingen in das Kosovo gestartet. Die schnelle Deportation droht knapp der H&auml;lfte aller mehr als 250.000 Fl&uuml;chtlinge, die zwischen Januar und August einreisten. Zugleich werden Forderungen nach einer drastischen Einschr&auml;nkung staatlicher Leistungen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge und nach einer Abschaffung des individuellen Grundrechts auf Asyl laut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59197\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>ifo-Chef Hans-Werner Sinn: Mindestlohn behindert Integration der Fl&uuml;chtlinge in den Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nDer gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro erschwert nach Ansicht von ifo-Pr&auml;sident Hans-Werner Sinn die Integration der Fl&uuml;chtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt.<br>\n&bdquo;Um die neuen Arbeitskr&auml;fte in den regul&auml;ren Arbeitsmarkt zu integrieren, wird man den gesetzlichen Mindestlohn senken m&uuml;ssen, denn mehr Besch&auml;ftigung f&uuml;r gering Qualifizierte gibt es unter sonst gleichen Bedingungen nur zu niedrigerem Lohn&ldquo;, schreibt Sinn in einem Beitrag f&uuml;r die WirtschaftsWoche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/ifo-chef-hans-werner-sinn-mindestlohn-behindert-integration-der-fluechtlinge-in-den-arbeitsmarkt\/12301870.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es war so sicher wie das Amen in der Kirche, dass nun neoliberale Wortf&uuml;hrer auch den Mindestlohn unter dem Eindruck der Fl&uuml;chtlingskrise unter Sperrfeuer nehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Barmherzig oder berechnend<\/strong><br>\nDie Hintergr&uuml;nde f&uuml;r deutschen Zick-Zack-Kurs in der Fl&uuml;chtlingsfrage offen<br>\nEs kann nat&uuml;rlich sein, dass die Regierung in Berlin sich auf ihre christlichen respektive sozialdemokratischen Wurzeln besonnen hat, als sie vor mehr als einer Woche die Regelung f&uuml;r syrische Fl&uuml;chtlinge ge&auml;ndert hat&hellip;.<br>\nKurz darauf einigte sich die CDU\/CSU-SPD-Koalition darauf, das Budget f&uuml;r Fl&uuml;chtlingshilfe im kommenden Jahr gleich um f&uuml;nf Milliarden Euro aufzustocken. Geld, das nicht etwa dem klammen UN-Fl&uuml;chtlingshochkommissariat zukommen soll, damit dieses die Fl&uuml;chtlinge in Syriens Nachbarstaaten versorgen kann. Oder in Griechenland und Italien Erstaufnahmezentren finanziert. Nein, das Geld bleibt in Deutschland und soll auch in Integrations- und Bildungsma&szlig;nahmen gesteckt werden.<br>\nEine durchaus erfolgssprechende Investition. Denn Syriens Jugend zwischen 15 und 24 Jahren weist laut UN eine Alphabetisierungsrate von 96,4 Prozent auf, praktisch westliches Niveau &ndash; beste Voraussetzung f&uuml;r Spracherwerb und Lernerfolg.<br>\nKurz nach der &uuml;berraschenden Grenz&ouml;ffnung k&uuml;ndigte Daimler-Chef Dieter Zetsche an, in Fl&uuml;chtlingslagern nach Mitarbeitern suchen zu wollen. Auch die Chefs von Porsche und der Post hofften &ouml;ffentlich auf gute Kr&auml;fte. Andere Industriebetriebe &uuml;berboten sich mit dem Lob auf die Chance durch Zuwanderern&hellip;<br>\nUnd kurz darauf wird die freie Einreise f&uuml;r bisher rund 60.000 Syrer genauso &uuml;berraschend gestoppt, wie sie eingef&uuml;hrt worden ist. Da man pl&ouml;tzlich wieder auf die Einhaltung der Dublin-Regeln pocht und erkl&auml;rt, eigentlich &uuml;berhaupt nicht zust&auml;ndig zu sein.<br>\nDas alles kann Zufall sein und ein Ausdruck der tempor&auml;ren deutschen Barmherzigkeit sein. Genauso wenig kann aber ausgeschlossen werden, dass dahinter k&uuml;hle Berechnung steckt. Und unsere Nachbarn darauf spekulieren, auf einen Schwung m&ouml;glichst viele potenziell gut gebildete, beziehungsweise ausbildungsf&auml;hige, Arbeitskr&auml;fte ins Land zu lassen.<br>\nHat man diese identifiziert, sind m&ouml;glicherweise die derzeit heftig umstrittenen Quoten f&uuml;r die EU-weite Verteilung der Asylwerber beschlossen. Nach derzeitigen Pl&auml;nen w&auml;ren das 40.000 Menschen f&uuml;r Deutschland. Was bedeuten k&ouml;nnte, dass man mit Verweis auf die freiwillige Mehraufnahme eine Reduktion verlangt. Und dann k&ouml;nnte man die weniger Arbeitsmarkttauglichen m&ouml;glicherweise elegant den Unionspartnern umh&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000022172537\/Barmherzig-oder-berechnend?ref=article\">Michael M&ouml;seneder in derStandard<\/a><\/li>\n<li><strong>Der inszenierte Notstand<\/strong><br>\nEs sind erschreckende Bilder: Unter stechender Sonne hausen in Dresden und Berlin zahlreiche Fl&uuml;chtlinge in Zeltst&auml;dten oder unter offenem Himmel. Die Bundeshauptstadt sorgt mit meist nicht einl&ouml;sbaren Hostelgutscheinen gar f&uuml;r Obdachlosigkeit unter den Schutzsuchenden. Ein &auml;hnliches Schicksal ist in Bayern im vergangenen Herbst sogar Kindern widerfahren, die ohne Decken im Freien &uuml;bernachten mussten.[1] In der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung erscheinen die Fl&uuml;chtlinge dadurch als Problem: Die Neuank&ouml;mmlinge, so wirkt es, &uuml;berfordern ob ihrer Menge die Zust&auml;ndigen von der Kommune bis zum Bund. Und tats&auml;chlich erleben wir derzeit die weltweit gr&ouml;&szlig;te Fluchtbewegung seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Allein f&uuml;r Deutschland rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr inzwischen mit 750&thinsp;000 neu einreisenden Asylsuchenden, nachdem sie lange von viel weniger ausging.<br>\nDoch die Bilder zeigen eine Krise, die es nicht geben m&uuml;sste. Der aktuelle Notstand h&auml;tte durch vorausschauendes Handeln vermieden werden k&ouml;nnen. Nicht die schiere Zahl gefl&uuml;chteter Menschen stellt die &ouml;rtlichen Verwaltungen vor Herausforderungen &ndash; sondern jahrelange Fehlplanungen der Bundespolitik. Obwohl der Anstieg der Fl&uuml;chtlingszahlen lange absehbar war, hat die Gro&szlig;e Koalition viel zu sp&auml;t reagiert. Daher entstehen jetzt ad hoc vielerorts Notunterk&uuml;nfte, Zeltst&auml;dte und andere Provisorien f&uuml;r Asylsuchende.<br>\nW&auml;hrend sich viele Kommunen trotz aller Widrigkeiten ernsthaft um schnelle und gute L&ouml;sungen bem&uuml;hen, inszenieren andere den Notstand: ein brandgef&auml;hrliches Vabanquespiel, welches das bislang noch &uuml;berwiegend positive gesellschaftliche Klima gegen&uuml;ber den Asylsuchenden zum Kippen bringen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/september\/fluechtlinge-der-inszenierte-notstand\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Die gro&szlig;e Fl&uuml;chtlings-Heuchelei<\/strong><br>\nW&auml;hrend Ungarn an den Pranger gestellt wird, wird bisher sogar ein t&ouml;dliches Vorgehen Spaniens gegen Fl&uuml;chtlinge gest&uuml;tzt<br>\nIn praktisch allen Medien bestimmt nicht nur in Deutschland derzeit das Fl&uuml;chtlingsdrama das Bild. Bundeskanzlerin Angela Merkel oder der EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker (Juncker: 160.000 Fl&uuml;chtlinge nach obligatorischen Quoten verteilen) haben nun offenbar ihr Herz f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge entdeckt. Doch in der vorherrschend monochromen Darstellung darf nat&uuml;rlich auch ein B&ouml;sewicht nicht fehlen, auf den Versagen abgew&auml;lzt wird. Weil auch Ungarn rabiat gegen fl&uuml;chtende Menschen vorgeht und einen Zaun aufbaut, wird es von denen angegriffen, die genau das bisher mit ihrem Schweigen unterst&uuml;tzt haben. Spanien hat seine Grenzen l&auml;ngst gef&auml;hrlich aufger&uuml;stet und geht bisweilen sogar m&ouml;rderisch gegen Fl&uuml;chtlinge in den Exklaven Ceuta und Melilla vor.<br>\nWie man zweierlei Ma&szlig; anlegen kann, dass kann in der derzeitigen Situation erneut sehr deutlich aufgezeigt werden. So wird Ungarn auch von Bundeskanzlerin Merkel hart angegriffen, weil der ungarische Regierungschef Viktor Orb&aacute;n von einem &ldquo;deutschen Problem&rdquo; gesprochen hat (Orban teilt aus &ndash; gegen Merkel). Und Juncker wollte Orb&aacute;n in Br&uuml;ssel sogar kr&auml;ftig die Leviten lesen, weil er einen Zaun zur Abwehr der Fl&uuml;chtlinge errichten lie&szlig; und sich auch gegen die Quoten-L&ouml;sung wendet. Auf Telepolis wurde l&auml;ngst herausgearbeitet, dass Br&uuml;ssel und Berlin gegen das ungarische Vorgehen lange Zeit kein Wort verloren und weggeschaut wurde. Erst als es politisch opportun war und man einen S&uuml;ndenbock brauchte, wurde Orb&aacute;n f&uuml;r sein Vorgehen angegriffen.<br>\nDoch noch viel klarer kann das heuchlerische Vorgehen an anderen Beispielen herausgearbeitet werden. Wie sah es mit der Solidarit&auml;t mit Fl&uuml;chtlingen zuvor aus? Wurde nicht etwa zugesehen, wie Italien im vergangenen Herbst aus Kostengr&uuml;ndung die Seenotrettungsaktion &ldquo;Mare Nostrum&rdquo; aus Kostengr&uuml;nden eingestellt hat, wodurch das Mittelmeer angesichts der Fl&uuml;chtlinge aus den Kriegsgebieten zum Massengrab wurde?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45950\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Seehofer erwartet Diskussion &uuml;ber Schuldenbremse<\/strong>\n<ul>\n<li>Bayerns Ministerpr&auml;sident erwartet angesichts der zunehmenden Fl&uuml;chtlingszahlen eine Diskussion &uuml;ber Lockerungen bei der verfassungsrechtlich verankerten Schuldenbremse.<\/li>\n<li>Seehofers Aussage ist von besonderer Bedeutung, weil sich damit erstmals ein Ministerpr&auml;sident der Union f&uuml;r Lockerungen bei der Schuldenbremse offen zeigt. (&hellip;)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Besonders hart getroffen sind L&auml;nder und Kommunen. Um die finanziellen Spielr&auml;ume zu vergr&ouml;&szlig;ern, erwartet Bayerns Ministerpr&auml;sident Horst Seehofer (CSU) jetzt eine Diskussion &uuml;ber Lockerungen bei der verfassungsrechtlich verankerten Schuldenbremse. &ldquo;Ich glaube nicht, dass die Schuldenbremse in allen Bundesl&auml;ndern eingehalten werden kann&rdquo;, sagte Seehofer der S&uuml;ddeutschen Zeitung.<br>\nEr sprach von einer dynamischen Kostenentwicklung aufgrund des starken Andrangs von Fl&uuml;chtlingen. &ldquo;Wir wollen alle diese Menschen mit Anstand behandeln&rdquo;, sagte der CSU-Chef. Das erfordere erhebliche zus&auml;tzliche Mittel: &ldquo;Bei den Kosten f&uuml;r die Unterbringung sind wir schon an der Belastungsgrenze. Wir m&uuml;ssen aber auch jetzt sofort die Integrationsbem&uuml;hungen massiv verst&auml;rken, um soziale Spannungen zu vermeiden&rdquo;, sagte Seehofer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fluechtlinge-in-deutschland-seehofer-erwartet-diskussion-ueber-schuldenbremse-1.2643800%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Ist Bildung, Infrastruktur, Soziales weniger wert, als die Fl&uuml;chtlinge? Wer versteht es?<\/em><br>\nMeine Enkelin, 7 Jahre alt geht bei den Nachbarn mit ihrer Spardose aus eigenem Antrieb sammeln, dass das Schwimmbad in Steinfurt, Westfalen nicht geschlossen wird. Die Stadt hat kein Geld mehr. Nicht nur Kinder leiden unter der schwarzen Null des Herrn Sch&auml;uble und seinem parlamentarischer Staatssekret&auml;r, Jens Spahn. Er kommt aus diesem Kreisgebiet Steinfurt und hatte eine Lehre bei einer &ouml;rtlich Sparkasse in Ahaus absolviert, bevor er in den Bundestag einzog &ndash; seine einzige Finanzerfahrung.<\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Wie viele Fl&uuml;chtlinge k&ouml;nnen wir uns leisten?<\/strong><br>\nWer &uuml;bernimmt die Kosten f&uuml;r die steigende Zahl der Fl&uuml;chtlinge, der Bund oder die L&auml;nder?  Bis zum 24. September soll ein Kompromiss gefunden sein. Aber wie teuer ist die Versorgung der Neuank&ouml;mmlinge eigentlich? Dazu hat das RWI in Essen heute als erstes der gro&szlig;en Wirtschaftsforschungsinstitute ein paar Zahlen vorgelegt:<br>\nDie Aufwendungen f&uuml;r Unterbringung, Versorgung und Integration k&ouml;nnen sich durchaus in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung von 10 Mrd. &euro; bewegen, und sie d&uuml;rften 2016 nochmals h&ouml;her liegen, selbst wenn der Zustrom abebbt, da der Bestand an Asylsuchenden &uuml;ber das Jahr hinweg h&ouml;her sein wird als 2015.<br>\nDas entspricht in etwa den Sch&auml;tzungen der Bundesregierung, die mit rund 12.000 Euro pro Fl&uuml;chtling und Jahr kalkuliert. Der Tenor aus dem Bundesfinanzministerium ist: Es wird extrem eng f&uuml;r den Haushalt. Das RWI relativiert diese Einsch&auml;tzung allerdings etwas:<br>\nIm laufenden Jahr d&uuml;rfte der Budget&uuml;berschuss des Staates sogar von 9 auf knapp 20 Mrd. &euro; bzw. in Relation zum nominalen BIP von 0,3% auf 0,6% steigen. F&uuml;r das kommende Jahr ist mit einem geringeren &Uuml;berschuss von reichlich 8 Mrd. &euro; (0,3% des BIP) zu rechnen, da die Einnahmendynamik abnimmt, die Finanzpolitik weiterhin expansiv ausgerichtet ist und hohe Mehraufwendungen f&uuml;r Asylsuchende und Fl&uuml;chtlinge anfallen.<br>\nMit anderen Worten: Obwohl viel Geld f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge ausgegeben wird, ergibt sich gesamtstaatlich ein Haushalts&uuml;berschuss. Was das f&uuml;r die einzelnen Ebenen bedeutet und ob die schwarze Null gehalten wird, hat das RWI nicht ausgerechnet, aber es ist gleichwohl interessant. Eine Erkl&auml;rung f&uuml;r das positive Bild: Das f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge ausgegebene Geld verschwindet konjunkturell betrachtet nicht in einem schwarzen Loch. Es wird ausgegeben, zum Beispiel f&uuml;r Nahrungsmittel oder Einrichtungsgegenst&auml;nde. Dann f&auml;llt Umsatzsteuer an, die dem Staatshaushalt zugutekommt. Und wenn die Fl&uuml;chtlinge nicht gekommen w&auml;ren, w&auml;re dieses Geld &uuml;berhaupt nicht ausgegeben worden, sondern man h&auml;tte damit Schulden getilgt &ndash; was ebenfalls nicht nachfragewirksam gewesen w&auml;re. Es sei denn, man argumentiert, dass durch die geringere Nachfrage des Staates nach Krediten das Zinsniveau sinkt und daher Unternehmen mehr investieren &ndash; was allerdings angesichts der gegenw&auml;rtigen Niedrig-Zinspolitik sehr weit hergeholt w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2015\/09\/10\/wie-viele-fluechtlinge-koennen-wir-uns-leisten_8840\">Zeit Herdentrieb<\/a><\/p>\n<p><strong>und: &ldquo;Wir m&uuml;ssen &uuml;ber steuerliche Mehrbelastung der Reichen reden&rdquo;<\/strong><br>\nIn der Debatte &uuml;ber die Finanzierung der Fl&uuml;chtlingshilfe rede kaum einer dar&uuml;ber, wie man die Einnahmen des Bundes erh&ouml;hen k&ouml;nnte, kritisierte die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Sahra Wagenknecht, im DLF. Dies d&uuml;rfe jedoch nicht zulasten der kleinen Leute gehen.<br>\nSahra Wagenknecht im Gespr&auml;ch mit Christiane Kaess<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/haushaltsdebatte-und-fluechtlingshilfe-wir-muessen-ueber.694.de.html?dram:article_id=330520\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein Plan B f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nAus dem Finanzstaatsstreich gegen Griechenland vom 13. Juli m&uuml;ssen Lehren gezogen werden.<br>\njW dokumentiert einen Text von Oskar Lafontaine (Die Linke, ehemaliger deutscher Finanzminister), Jean-Luc M&eacute;lenchon (Parti de Gauche, ehemaliger franz&ouml;sischer Minister f&uuml;r Berufsbildung), Stefano Fassina (ehemaliger italienischer Vizefinanzminister), Gianis Varoufakis (ehemaliger griechischer Finanzminister) sowie Zoi Konstantopoulou (Volkseinheit, bisherige Pr&auml;sidentin des griechischen Parlaments). Die Erkl&auml;rung wurde am Sonnabend auf der F&ecirc;te de l&rsquo;Humanit&eacute; in Paris vorgestellt&hellip;<br>\nDer Euro ist das Werkzeug politischer und &ouml;konomischer Dominanz einer kleinen europ&auml;ischen Elite geworden. Diese Oligarchie versteckt sich hinter der deutschen Regierung, erfreut dar&uuml;ber, dass Frau Merkel all die Schmutzarbeit macht, zu der andere Regierungen unf&auml;hig sind. Dieses Europa schafft Verletzungen, sowohl innerhalb der L&auml;nder als auch zwischen ihnen: Massenarbeitslosigkeit, scharfes Sozialdumping und Beleidigungen der europ&auml;ischen Peripherie, die der deutschen F&uuml;hrung zugeschrieben werden, aber von allen &raquo;Eliten&laquo;, auch denen der Peripherie, nachgeplappert werden&hellip;<br>\nDies ist unser Plan A: Wir werden alle in unseren L&auml;ndern, und alle zusammen &uuml;berall in Europa, auf eine vollst&auml;ndige Neuverhandlung der europ&auml;ischen Vertr&auml;ge hinarbeiten. Bis diese Neuverhandlung erreicht ist, beteiligen wir uns in einer Kampagne des europ&auml;ischen zivilen Ungehorsams gegen&uuml;ber willk&uuml;rlichen europ&auml;ischen Praktiken und irrationalen &raquo;Regeln&laquo; an den K&auml;mpfen der Europ&auml;erinnen und Europ&auml;er &uuml;berall in Europa&hellip;<br>\nAngesichts dieser Erpressung ben&ouml;tigen wir unseren eigenen Plan B als Abschreckung gegen den Plan B, den Europas reaktion&auml;rste und antidemokratische Kr&auml;fte verfolgen. Dies ist zur St&auml;rkung unserer Position notwendig, im Angesicht ihres brutalen Bekenntnisses zu einer Politik, die die Mehrheit im Interesse einer kleinen Minderheit opfert&hellip;<br>\nUnser Plan A f&uuml;r ein demokratisches Europa, gest&uuml;tzt durch einen Plan B, der den M&auml;chtigen zeigt, dass sie uns durch ihre Erpressung nicht unterwerfen k&ouml;nnen, ist offen und zielt darauf, die Mehrheit der Europ&auml;erinnen und Europ&auml;er anzusprechen. Dies erfordert ein hohes Ma&szlig; an Vorbereitung. Die Debatte wird die technischen Elemente verst&auml;rken. Viele Ideen gibt es bereits: die Einf&uuml;hrung eines parallelen Zahlungssystems, Parallelw&auml;hrungen, digitalisierte Euro-Transaktionen, ein Austritt aus der Euro-Zone sowie die Umwandlung des Euro in eine (demokratische) Gemeinschaftsw&auml;hrung&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/09-14\/021.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Im Steuerparadies Deutschland<\/strong><br>\nIm Werben um Konzerne und Reiche zeigen sich einige Bundesl&auml;nder offenbar allzu gro&szlig;z&uuml;gig. Bayern spielt eine besondere Rolle.<br>\n&hellip;auch in Deutschland, und da insbesondere in Bayern, sparen Verm&ouml;gende und Unternehmen jedes Jahr zweistellige Milliardenbetr&auml;ge auf Kosten der &uuml;brigen Steuerzahler, weil die Steuererhebung hoffnungslos veraltet und ineffizient organisiert ist. Diesen Vorwurf erhebt der Marburger Politikwissenschaftler Markus Meinzer in seinem j&uuml;ngst erschienenen Buch &uuml;ber die &bdquo;Steueroase Deutschland&ldquo;&hellip;<br>\nDie Bundesrepublik sei &bdquo;l&auml;ngst nicht mehr passives Opfer der Steueroasen&ldquo;, sondern in Wahrheit selbst Teil des Systems der organisierten Steuervermeidung. Schlimmer noch: Deutschland biete f&uuml;r Mafiosi und Kleptokraten aus aller Welt auch ideale Bedingungen, kriminell erworbene Gelder zu waschen&hellip;<br>\nIn der Folge werben gerade die reicheren Bundesl&auml;nder bei Investoren unverhohlen damit, dass sie nicht so genau hingucken. Mehr als 25 Prozent der gesamten Einnahmen aus der K&ouml;rperschaftssteuer gehen auf die Ergebnisse von Betriebspr&uuml;fern zur&uuml;ck. Im Schnitt treibt jeder Pr&uuml;fer 1,4 Millionen Euro mehr ein, als er selbst kostet. In der gleichen Gr&ouml;&szlig;enordnung liegen die Erfolge der Steuerfahnder. Doch wider alle fiskalische Vernunft k&uuml;rzen die Finanzbeh&ouml;rden seit Jahren die Stellen f&uuml;r Pr&uuml;fer und Fahnder. &bdquo;Trauriges Schlusslicht&ldquo; ist ausgerechnet Bayern, wo auf jeden Pr&uuml;fer 826 Betriebe kommen, doppelt so viele wie in Hamburg&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/von-wegen-griechenland-im-steuerparadies-deutschland\/12313178.html%20\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Corbyn<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>60 Prozent sind keine Minderheit<\/strong><br>\nSchlie&szlig;lich eine absurde Spitze gegen Corbyn: Er sei linksradikal, weil er die Atomwaffen abschaffen m&ouml;chte. Realpolitisch eine zweifellos diskutable Position angesichts der wieder aufgeflammten Ost-West-Spannungen. Aber w&uuml;rde der neue britische Oppositionsf&uuml;hrer mehr Atomwaffen verlangen, man w&uuml;rde ihm offenbar applaudieren. Eine verr&uuml;ckte Medienwelt, ein Journalismus voller Schreibtischt&auml;ter.<br>\nEr, Corbyn, vertrete die linke Politik der 80er Jahre, bevor Tony Blair Labour mit einem abgemilderten Thatcher-Programm zum Sieg f&uuml;hrte. Aber wie erfolgreich war der ehemalige Premier, der jetzt massiv gegen Corbyn auftritt, wirklich? Er hat grandiose Wahlsiege gefeiert und er hat sie dazu ben&uuml;tzt, in der Partei den Einfluss der Gewerkschaften zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. Aber er hat sich im Irak-Krieg mit George W. Bush solidarisiert und damit auch die EU torpediert. Und er hat in Gro&szlig;britannien den Neoliberalismus gest&auml;rkt. Das hei&szlig;t: Die Kluft zwischen Arm und Reich dramatisch vergr&ouml;&szlig;ert.<br>\nLast but not least: Ist jemand ein Linksradikaler, der verlangt, dass Gro&szlig;britannien wenigstens halb so viele Fl&uuml;chtlinge aufnimmt wie Deutschland? Noch dazu, wo die Briten, ebenso wie Deutschland, die gebildeten mittelst&auml;ndischen und noch dazu Englisch sprechenden Fl&uuml;chtlinge in Wirtschaft und Industrie gut gebrauchen k&ouml;nnte.<br>\nWir werden sehen, ob sich Corbyn vom Buhmann zur &uuml;berparteilichen Erfolgsfigur entwickelt. Die Insel ist jedenfalls mit dem Sieg Corbyns auf einmal ein Hot Spot der europ&auml;ischen Politik geworden. Wir sollten genau hinschauen und uns vor Vorurteilen h&uuml;ten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000022143637\/Corbyns-Sieg-60-Prozentsind-keine-Minderheit\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>So schlecht geht es Britannien wirklich<\/strong><br>\nMan kann sich &uuml;ber die Wahl des Linksau&szlig;en Jeremy Corbyn bei Labour lustig machen. Abendf&uuml;llend ist es nicht. Gro&szlig;britannien geht es viel schlechter, als die Konservativen suggerieren.<br>\nQuo vadis, Britannia? So dr&ouml;hnt es in diesen Tagen aus dem internationalen Kommentariat, nachdem ein Linksau&szlig;en wie Jeremy Corbyn an die Spitze der Labour-Partei gew&auml;hlt wurde. Und das mit einem Ergebnis von fast 60 Prozent, weitaus h&ouml;her als die Mehrheit, mit der Labour 1994 Tony Blair an ihre Spitze hievte.<br>\nDas Ergebnis allein macht deutlich, dass da eine neue Bewegung angetreten ist, die man nicht mit der Vorhersage abtun kann, dass die Insel jetzt auf Jahre hinaus eine Tory-Regierung bekommen werde, habe sich Labour doch mit dem sozialistischen Gedankengut eines Dauerprotestlers wie Jeremy Corbyn aus der Welt der Realpolitik verabschiedet.<br>\nDiese Sicht verdankt sich dem alten Links-rechts-Schema: Jenseits einer noch immer dominanten Mitte-rechts-Gro&szlig;wetterlage hat angeblich keine Gegenkraft eine Chance. Austerit&auml;t, also der scharfe Einschnitt in die Ausgaben des Staates, biete den einzigen Weg zum Heil.<br>\nWichtiger Beleg daf&uuml;r ist die Absicht der Tory-Regierung, die sogenannte Staatsquote, also den Anteil des Staates am Bruttosozialeinkommen, bis 2020 auf circa 38 Prozent zu senken, um dann einen ausgeglichenen Haushalt feiern zu k&ouml;nnen. Aber was hei&szlig;t &ldquo;ausgeglichener&rdquo; Haushalt, wenn unter seinen Bedingungen eine h&ouml;chst unausgeglichene Bev&ouml;lkerung heranw&auml;chst, die sich ausgeschlossen f&uuml;hlt von der Zukunft?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article146364073\/So-schlecht-geht-es-Britannien-wirklich.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der beste und verst&auml;ndigste Kommentar zu Jeremy Corbyn erscheint ausgerechnet in der rechtskonserativen WELT, w&auml;hrend Corbyn von den angeblichen liberalen Bl&auml;ttern SPIEGEL und ZEIT niedergemacht wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein sozialdemokratisches Gro&szlig;schiff leitet ein Wendeman&ouml;ver ein<\/strong><br>\nJeremy Corbyn ist neuer Vorsitzender der britischen Labour-Partei. Bei einer Urwahl unter den knapp 600.000 Mitgliedern und Unterst&uuml;tzern der Labour-Party setzte sich der Parteilinke bereits in der ersten Runde mit der gro&szlig;en Mehrheit von 59,5% durch. Neuer Vizechef der Partei wird Tom Watson, der in der dritten Wahlrunde auf 50,7% kam. An der Wahl hatten sich 422.664 Menschen beteiligt, das sind 72,3% der Wahlberechtigten.<br>\nIm folgenden Beitrag, der bereits am 9.9. abgeschlossen wurde, wird das programmatische Profil des neuen Vorsitzenden vorgestellt und diskutiert. Bereits am 31.8. hatte Axel Troost die mit Corbyn verbundenen Hoffnungen auf einen linken Aufbruch in Gro&szlig;britannien kommentiert.<br>\nUnmittelbar nach den Wahlen zum britischen Unterhaus Anfang Mai, bei denen die sozialdemokratische Labour Party trotz eines lange vermuteten Kopf-an-Kopf-Rennens mit der Konservativen Partei nicht die Mehrheit der Sitze erreichen konnte, war der Parteivorsitzende Ed Miliband, zugleich als Vorsitzender der Labour-Parlamentsgruppe auch Oppositionsf&uuml;hrer und Spitzenkandidat, zur&uuml;ckgetreten. Damit war das Wahlverfahren f&uuml;r die Wahl der neuen Parteispitze (Vorsitz und Stellvertretung) eingeleitet, deren Ergebnis am 12. September bekannt gegeben wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/ein-sozialdemokratisches-grossschiff-leitet-ein-wendemanoever-ein\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Streit &uuml;ber Freihandelsabkommen: USA verweigern deutschen Abgeordneten Zugang zu TTIP-Dokumenten<\/strong><br>\nDeutsche Ministerialbeamte d&uuml;rfen die amerikanischen TTIP-Verhandlungstexte einsehen, die Bundestagsabgeordneten hingegen nicht. Parlamentspr&auml;sident Lammert protestiert nun bei EU-Kommissionschef Juncker.<br>\nErst waren es die Chlorh&uuml;hnchen, dann die Schiedsgerichte. Jetzt hat sich die Auseinandersetzung um das umstrittene transatlantische Freihandelsabkommen TTIP auf die Frage zugespitzt, wie transparent die Verhandlungen zwischen den USA und der EU gef&uuml;hrt werden. Hinter verschlossenen T&uuml;ren behandelte eines der gewichtigsten Gremien der Republik den Streit: der &Auml;ltestenrat des Deutschen Bundestages. Unter Leitung von Pr&auml;sident Norbert Lammert (CDU) wurde eine Resolution beschlossen, damit die Parlamentarier Einblick in die sogenannten konsolidierten Verhandlungstexte nehmen k&ouml;nnen. &ldquo;Der Entschluss fiel einstimmig&rdquo;, sagte Parlamentssprecher Ernst Hebeker zu SPIEGEL ONLINE.<br>\nDer &Auml;ltestenrat besch&auml;ftigte sich auf Wunsch der parlamentarischen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der Gr&uuml;nen, Britta Ha&szlig;elmann, mit dem Freihandelsabkommen. Die Abgeordnete hatte das Bundeswirtschaftsministerium gefragt, wer Zugang zu den Texten der amerikanischen Verhandlungsdelegation hat, die in einem Lesesaal der US-Botschaft in Berlin ausgelegt sind. Die Antwort: 139 Mitarbeiter diverser Bundesbeh&ouml;rden haben eine offizielle Erlaubnis, die Texte zu lesen &ndash; aber kein einziger Parlamentarier. &ldquo;Es kann doch nicht sein, dass wir Abgeordneten, die am Ende &uuml;ber TTIP entscheiden sollen, keinen Einblick in den Verlauf der Verhandlungen nehmen k&ouml;nnen&rdquo;, emp&ouml;rte sich Ha&szlig;elmann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/freihandelsabkommen-ttip-abgeordnete-duerfen-keine-us-texte-lesen-a-1052429.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Kann es sein, dass die USA und die Europ&auml;ische Union (bzw. deren Mitgliedsl&auml;nder) ein Abkommen &uuml;ber die Geheimhaltung dieser Vertr&auml;ge geschlossen haben. Falls das so sein sollte, k&ouml;nnte es sein, dass der EU-Kommissionschef der falsche Ansprechpartner f&uuml;r ein derartiges Anliegen ist.<\/em><br>\n<em>Zumindest suggeriert die &Uuml;berschrift den Eindruck als h&auml;nge die Offenlegung dieser Dokumente &ndash; wohlgemerkt lediglich f&uuml;r die Volksvertretung; nicht jedoch f&uuml;r die gesamte &Ouml;ffentlichkeit &ndash; alleine von den USA ab.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Da entsteht eine Paralleljustiz&ldquo;<\/strong><br>\nFreitag-Salon Jakob Augstein im Gespr&auml;ch mit Thilo Bode &uuml;ber TTIP, die Gefahren f&uuml;r die Demokratie und den wachsenden Widerstand gegen das geplante Abkommen<br>\nJakob Augstein: Herr Bode, die Mehrheit der Europ&auml;er hat mit dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP kein Problem &ndash; nur die Deutschen finden es ganz schlimm. Ist das die German Angst?<br>\nThilo Bode: Nein, das glaube ich nicht. Eher Rationalit&auml;t, die Leute informieren sich halt. Je mehr sie wissen, umso st&auml;rker sind sie gegen die Hinterzimmer-Absprachen zwischen den USA und Europa.<br>\nDass ausgerechnet die deutschen Exportweltmeister einem Handelsabkommen so skeptisch gegen&uuml;berstehen, leuchtet mir trotzdem nicht ein.<br>\nEin Handelsabkommen per se w&auml;re nicht schlecht. Aber es geht nicht nur darum, die Farbe der Blinker zu vereinheitlichen oder deutsche und amerikanische Airbags aneinander anzugleichen. Dieses Abkommen reicht weit &uuml;ber solche Ma&szlig;nahmen hinaus.<br>\nMan kann es gar nicht mit einer Freihandelszone vergleichen?<br>\nNein, &uuml;blicherweise beseitigen solche Abkommen Z&ouml;lle. Es gibt aber zwischen den USA und Deutschland bis auf wenige Ausnahmen keine exorbitant hohen Z&ouml;lle mehr. TTIP soll Regulierungen angleichen, und zwar nicht nur technische, sondern auch gesellschaftspolitische. Es betrifft zum Beispiel Regelungen, die die Sicherheit von Chemikalien, den Tierschutz, Arbeitnehmerrechte, Lebensmittelsicherheit oder auch den Datenschutz ber&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/da-entsteht-eine-paralleljustiz\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Uruguay zieht sich aus Tisa-Verhandlungen zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Regierung Uruguays hat am Montag den Ausstieg aus den Verhandlungen zum Internationalen Dienstleistungsabkommen (Tisa) bekanntgegeben. Die Ank&uuml;ndigung folgt einer Abstimmung im regierenden Parteienb&uuml;ndnis Frente Amplio (FA) am vorigen Samstag. Auf dem Nationalen Plenum der FA stimmten 117 der Anwesenden f&uuml;r einen Ausstieg, 22 dagegen. Das Plenum war auf Antrag von Uruguays Pr&auml;sident Tabar&eacute; V&aacute;zquez einberufen worden. V&aacute;zquez sah sich seit seinem Amtseintritt immer wieder mit Protesten gegen das Tisa-Abkommen konfrontiert.<br>\nZuletzt hatte es im Juni erneut landesweite Streiks gegen Uruguays Teilnahme gegeben. Kritisiert wurden die Intransparenz der geheim laufenden Verhandlungen und die Konsequenzen aus dem Abkommen. Soweit bekannt, zielt Tisa auf die Deregulierung &ouml;ffentlicher Dienstleistungen wie die Gesundheits-, Wasser- und Energieversorgung ab und gibt transnationalen Unternehmen einen Freifahrtschein bei ihren weltweiten Investitionsaktivit&auml;ten. (&hellip;)<br>\nDas Tisa-Abkommen wurde 2012 von den USA initiiert und steht in einer Reihe mit weiteren Freihandelsabkommen wie dem Multilateralen Investitionsabkommen (Mai), dem Anti-Piraterie-Abkommen (Acta) und dem Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP). An den Verhandlungen nehmen insgesamt 50 L&auml;nder teil, aus Lateinamerika sind bisher Mexiko, Costa Rica, Kolumbien, Panama, Paraguay und war &ndash; bis zum Beschluss des Ausstiegs &ndash; Uruguay dabei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2015\/09\/129078\/uruguay-tisa-rueckzug\">amerika21<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Trick mit der Briefkastenfirma<\/strong><br>\nUS-Firmen k&ouml;nnten auch ohne das Freihandelsabkommen TTIP auf Investitionsschutz klagen. M&ouml;glich macht dies ein bereits bestehendes Abkommen mit einem anderen Land. (&hellip;)<br>\nWie der Umweg &uuml;ber Drittl&auml;nder funktioniert, zeigt ein Beispiel aus Nordamerika: Der kanadische Energiekonzern Lone Pine verklagt seit 2012 Kanada auf Basis des Freihandelsabkommens mit den USA auf Schadenersatz in H&ouml;he von umgerechnet 168 Millionen Euro, weil die Provinz Quebec Fracking-Bohrungen von Lone Pine auf Eis gelegt hatte. Nat&uuml;rlich kann sich eine kanadische Firma eigentlich nicht auf ein internationales Handelsabkommen berufen, es geht schlie&szlig;lich gegen den eigenen Staat. &Uuml;ber den Umweg einer Briefkastenfirma in den USA aber geht das schon. Nach diesem Muster k&ouml;nnen auch US-Unternehmen den Umweg &uuml;ber kanadische Ableger nehmen, um mit Hilfe von Ceta in Europa Investitionsschutzverfahren zu f&uuml;hren. Mithin w&auml;re es fast wurscht, welche Regelungen das TTIP am Ende enth&auml;lt.<br>\n&bdquo;Augenwischerei&ldquo; nennt Klaus Ernst, Fraktionsvize der Linken im Bundestag, daher Gabriels Versicherungen zum Investitionsschutz im TTIP. Der Minister lasse sich ein Hintert&uuml;rchen offen und sch&uuml;tze konsequentes Handeln nur vor. &bdquo;Nach au&szlig;en hin gibt er sich als gro&szlig;er Aufr&auml;umer und Reformer, wenn er aber wirkliches Standverm&ouml;gen beweisen m&uuml;sste, bleibt er vage.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/ttip--der-trick-mit-der-briefkastenfirma,1472780,31786614.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Tarifkonflikt bei Lufthansa: Die endlose Provokation der Piloten<\/strong><br>\nDer Ausstand der Lufthansa-Piloten ist zwar beendet, der Konflikt aber noch lange nicht gel&ouml;st. Die Piloten zeigen sich geradezu provokativ kampfbereit und legen es auf einen weiteren Streik an &ndash; mit bizarren Argumenten<br>\nSie reden wieder miteinander. Wie sch&ouml;n. So oder so &auml;hnlich lauteten erste Reaktionen, nachdem die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) der Lufthansa-F&uuml;hrung am vergangenen Donnerstag Terminvorschl&auml;ge f&uuml;r Gespr&auml;che zum Thema &Uuml;bergangsversorgung gemacht hatte.<br>\nWird jetzt alles gut? Nein, nichts wird gut. Im Gegenteil: Jetzt geht es erst richtig los im bislang h&auml;rtesten Tarifkonflikt in der 60-j&auml;hrigen Lufthansa-Geschichte.<br>\n&Uuml;ber die Billigtochter Eurowings wollen die Gewerkschaftsfunktion&auml;re mit dem Vorstand k&uuml;nftig &uuml;berhaupt nicht mehr reden &ndash; nachdem Richter des Hessischen Landgerichts moniert hatten, das Thema sei unterschwellig (und zu Unrecht) zum Hauptstreikgrund avanciert.<br>\nStattdessen l&auml;dt die Pilotengewerkschaft ihren Tarifpartner ein, an fr&uuml;here Gespr&auml;che anzukn&uuml;pfen und nur noch &uuml;ber die zugegeben komfortablen Regeln zur Fr&uuml;hverrentung der Konzernpiloten zu verhandeln. Die wollen die VC-Unterh&auml;ndler k&uuml;nftig sogar noch &uuml;ppiger gestalten. Ein Akt der Dreistigkeit? Formal ja, aber in Wahrheit ein geschickter Schachzug, mit dem die VC so schnell wie m&ouml;glich wieder streikf&auml;hig werden m&ouml;chte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/lufthansa-pilotengewerkschaft-provoziert-den-naechsten-streik-a-1052591.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der SPIEGEL wird immer mehr zur neoliberalen Hetzpostille. Nicht die Piloten, die die H&ouml;he ihrer Geh&auml;lter und der Altersvorsorge im Wesentlichen erhalten wollen (und dabei sogar Abschl&auml;ge akzeptieren), sind dreist, sondern der Konzern, der trotz Milliardengewinnen immer noch mehr &ldquo;Sparbeitr&auml;ge&rdquo; aus den Mitarbeitern herauspressen will. Aber beim SPIEGEL scheint man Worte wie &ldquo;Arbeitnehmerrechte&rdquo; oder &ldquo;Solidarit&auml;t&rdquo; nicht mal mehr im Duden zu finden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Generationengerechtigkeit: Falscher Schauplatz des Verteilungskonfliktes<\/strong><br>\nDie alternde Gesellschaft und ihre Folgen gelten wegen der damit verbunden Kosten f&uuml;r die &ouml;ffentliche Hand (insbesondere die Pensionsaufwendungen) als eine gro&szlig;e fiskalische Herausforderung in den n&auml;chsten Jahrzehnten. Im Blickpunkt steht dabei meist der &bdquo;demografische Wandel&ldquo; dh das ver&auml;nderte Verh&auml;ltnis der einzelnen Alterskohorten zueinander. Dieser wird in einem umlagefinanzierten Pensionssystem, wie auch das &ouml;sterreichische eines ist, prim&auml;r f&uuml;r den steigenden Steueranteil in der Pensionsfinanzierung verantwortlich gemacht. Hat doch eine unter Umst&auml;nden kleiner werdende Gruppe Erwerbst&auml;tiger eine immer gr&ouml;&szlig;ere und l&auml;nger lebende Gruppe von PensionsbezieherInnen zu finanzieren. Folglich werden Verteilungsprobleme zwischen Jung und Alt als das zentrale gesellschaftliche Konfliktpotenzial konstruiert. Tats&auml;chlich werden damit mindestens ebenso wichtige Faktoren au&szlig;er Acht gelassen.<br>\nDemografie ist nur ein Faktor<br>\nDer Ruf nach mehr &bdquo;Generationengerechtigkeit&ldquo; geh&ouml;rt in Politik und &Ouml;konomie daher mittlerweile zu den Standardargumenten. Hand in Hand werden Einschnitte bei den Pensionen verlangt und K&uuml;rzungen propagiert, die in aller Regel prim&auml;r die Pensionen der heute J&uuml;ngeren treffen w&uuml;rden. Die Einengung des Gerechtigkeitsdiskurses auf die Generationenfrage &uuml;berlagert damit nicht nur andere Verteilungskonflikte, sondern l&auml;sst lediglich monokausale Schl&uuml;sse &uuml;ber die Nachhaltigkeit unseres Pensionssystems zu. Die bewusst so gew&auml;hlte oberfl&auml;chliche Analyse greift zu kurz, wichtige Faktoren werden au&szlig;er Acht und Forderungen nach Pensionsk&uuml;rzungen als Sachzw&auml;nge pr&auml;sentiert.<br>\nDemografischen Verschiebungen sagen viel weniger aus als oft behauptet. Die immer wieder auftauchende Gleichsetzung der Zahl der Menschen im Erwerbsalter mit der Zahl der Erwerbst&auml;tigen ist unsinnig und irref&uuml;hrend. Damit wird der Blick auf das Wesentliche bzw die zentrale Aufgabe, der m&ouml;glichst guten Erwerbsintegration der Menschen im Erwerbsalter verstellt.<br>\nDar&uuml;ber hinaus werden grunds&auml;tzlichen Wesensmerkmale der Alterssicherung und der eigentliche Verteilungskonflikt ausgeblendet. Denn jedes Pensionssystem stellt einen Transfermechanismus von den am Wertsch&ouml;pfungsprozess beteiligten Erwerbst&auml;tigen zu den Inaktiven dar. Die ausschlaggebende Komponente f&uuml;r die Finanzierung der Alterssicherung ist damit die Wertsch&ouml;pfung, deren Wachstum und Verteilung. Je gr&ouml;&szlig;er das Volkseinkommen &ndash; und damit das Einkommen der Aktiven &ndash; umso gr&ouml;&szlig;er ist auch der Spielraum, Teile dieses erwirtschafteten Wohlstandes an PensionistInnen weiter zu geben und die Folgen des demografischen Wandels abzufedern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/generationengerechtigkeit\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Personal bei Rh&ouml;n st&ouml;hnt<\/strong><br>\nF&uuml;hrungskr&auml;fte der Rh&ouml;n-Universit&auml;tsklinik schlagen Alarm. In einem Brandbrief bitten sie den Konzern darum, von den Pl&auml;nen eines weiteren Stellenabbaus Abstand zu nehmen. Sie sehen die Sicherheit der Patienten gef&auml;hrdet.<br>\nWieder schlagen f&uuml;hrende Kr&auml;fte der privatisierten Rh&ouml;n-Universit&auml;tsklinik wegen Personalmangels Alarm. Diesmal sind es 43 Vertreter von Stations- und Funktionsleitungen, die in einem Brandbrief an die Gesch&auml;ftsleitung vor den Folgen warnen. &bdquo;Wir erkennen zunehmend mehr Gef&auml;hrdungssituationen f&uuml;r die uns anvertrauten Patienten&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Schreiben an die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung, das der Frankfurter Rundschau vorliegt. &bdquo;Wir tragen gro&szlig;e Sorgen, dass durch die kontinuierliche Arbeitsverdichtung f&uuml;r das Pflegepersonal, vor allem f&uuml;r unsere Patienten, aber auch f&uuml;r unsere Mitarbeiter, ein gesundheitlicher Schaden entstehen k&ouml;nnte.&ldquo;<br>\nIn dem Brief bitten die Unterzeichner, von den Pl&auml;nen eines weiteren Stellenabbaus Abstand zu nehmen und in jenen Bereichen und Stationen nachzubessern, in denen die Stellensituation &bdquo;bereits besorgniserregend&ldquo; sei. Die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung trage nicht nur die wirtschaftliche Verantwortung, worauf sie immer wieder hinweise. Sondern auch die f&uuml;r die Patientensicherheit.<br>\nDas Schreiben setzt die Reihe von Brandbriefen fort, die seit der Privatisierung vor knapp zehn Jahren an Gesch&auml;ftsleitung und Politik gingen. Im April 2011 etwa warnten neun Assistenz&auml;rzte vor einer &bdquo;Gef&auml;hrdung der Patientensicherheit&ldquo;. Durch Personalmangel sei eine ad&auml;quate Versorgung der Schwerkranken in der neuen interdisziplin&auml;ren Notaufnahme nicht gew&auml;hrleistet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/rhoen-klinikum-marburg\/giessen-marburg-personal-bei-rhoen-stoehnt,2641638,31721832.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150914-resolution_ukgm-marburg.pdf\">Die in der Betriebsversammlung beschlossene Resolution [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Marburg ist &uuml;berall. Weitestgehend unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit betreiben privatisierte Krankenhausketten seit geraumer Zeit eine katastrophale Personalpolitik &ndash; Personalmangel, &Uuml;berlastung, ein hoher Krankenstand, &Uuml;berstunden und eine horrende Arbeitsverdichtung sind die Folgen. W&uuml;rden die Gesundheits&auml;mter ihre Aufgabe ernst nehmen, m&uuml;ssten wohl viele privatisierte Krankenh&auml;user geschlossen werden, weil durch die Arbeitsverdichtung simpelste Hygieneregeln nicht mehr eingehalten werden k&ouml;nnen. Und wo bleibt eigentlich die Gewerbeaufsicht, wenn man sie mal braucht? In einem Punkt ist Marburg n&auml;mlich eine positive Ausnahme: Am UKGM gibt es zumindest noch vernehmbaren Widerstand durch Gewerkschaften und Mitarbeiter. An anderen Krankenh&auml;usern haben Gewerkschaften und Mitarbeiter l&auml;ngst resigniert und hier w&auml;ren nun eigentlich die Aufsichtsbeh&ouml;rden gefordert. Dies scheint jedoch politisch nicht gewollt zu sein, da dadurch der Irrsinn der Privatisierungspolitik offen gelegt w&uuml;rde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Cochabamba, Herr Gabriel &hellip; Cochabamba!<\/strong><br>\nOb das Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten die Privatisierung des Trinkwassers zul&auml;sst, ist offenbar noch nicht ganz gekl&auml;rt. Vages Bauchgef&uuml;hl, auch Tendenz genannt: Wahrscheinlich schon! Denn TTIP ist ja nicht gerade f&uuml;r Bescheidenheit bekannt. Es ist die gewollte &Ouml;konomisierung aller Lebensbereiche. Warum sollte das Abkommen also Halt machen vor dem Wasser? Auch ganz ohne die Initiative der europ&auml;ischen Konservativen ist es zu einem Handelsgut degradiert &ndash; denn TTIP l&auml;sst nur eine Lesart zu: Alles ist verhandelbar. Alles ist Ware. Nichts ist unantastbar. Nicht Sozialstandards. Nicht Wasser. Und schon gar nicht die menschliche W&uuml;rde. Aufgemerkt, Sigmar Gabriel! Co-cha-bam-ba: Schon mal geh&ouml;rt?<br>\nNein, das ist kein s&uuml;damerikanischer Tanz, sondern eine Stadt im Herzen Boliviens. Und dort spielte sich im Jahr 2000 der Guerra de Agua ab. Der Wasserkrieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/09\/cochabamba-herr-gabriel-cochabamba.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Dieter Hallervorden: ZDF zensiert sein Lied zugunsten der Fl&uuml;chtlingshilfe<\/strong><br>\nDieter Hallervorden ist eigentlich f&uuml;r humoreske Unterhaltung bekannt. Doch die TV-Legende nimmt auch kein Blatt vor den Mund, wenn es um ernste Themen geht. Zu seinem 80. Geburtstag ver&ouml;ffentlichte der Entertainer den Song &ldquo;Ihr macht mir Mut (in dieser Zeit)&rdquo;, in dem er sich kritisch mit aktuellen politischen Themen und der Berichterstattung in den Medien auseinandersetzt. Zu kritisch offenbar f&uuml;r das ZDF. Denn der Sender strich das Lied kurzerhand aus seiner BenefizSendung &ldquo;Menschen auf der Flucht &ndash; Deutschland hilft!&rdquo;. &hellip;<br>\nAuf seiner FacebookSeite machte Dieter Hallervorden auf das Vorgehen des ZDF aufmerksam. &ldquo;Obwohl die ZDFRedaktion dar&uuml;ber informiert ist, dass kein Cent in meine Tasche wandert, sondern genau den Menschen zugute kommt, um die es in der Sendung geht, weigerte man sich, den Ausschnitt zu zeigen&rdquo;, postete er. Dass das Ganze wohl ein Nachspiel haben wird, ist wahrscheinlich. Denn das TVUrgestein beendet seinen Post mit den Worten: &ldquo;Bin gespannt, wie die Intendanz auf die Inkompetenz des zust&auml;ndigen Redakteurs reagiert&hellip;&rdquo; &ndash; dies kann wohl als direkte Handlungsaufforderung an das ZDF verstanden werden. In seinem Lied singt Dieter Hallervorden unter anderem &ldquo;Israel macht Mauerbau, SEDIdeenklau. Waffenhandel, Drohnenmord &ndash; sind der Schlager im Export&rdquo;. Kaum ein aktuelles politisches Thema wird ausgelassen. Auch die Berichterstattung der Medien dar&uuml;ber bleibt nicht unkommentiert. Im Refrain hei&szlig;t es: &ldquo;So steht&rsquo;s in der Zeitung drin, was glauben die, wie doof ich bin?&rdquo; War dieser Satz zu heikel f&uuml;r das ZDF?<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/de.nachrichten.yahoo.com\/dieterhallervordenzdfzensiertseinliedzugunstender-122547599.html\">Yahoo Nachrichten<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=emS66UBx7bs\">Dieter Hallervorden &ndash; Ihr macht mir Mut (in dieser Zeit) &ndash; YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Deutliche Kritik ertragen unsere Leitmedien nicht mehr, auch wenn sie von einem Urgestein der Unterhaltungsbranche kommen. Vielleicht gerade deshalb.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU gr&uuml;ndet st&auml;ndige Medien-Arbeitsgruppe gegen Russland<\/strong><br>\nAu&szlig;enbeauftragte Mogherini begr&uuml;ndet Schritt mit &ldquo;andauernden Desinformationskampagnen Russlands&rdquo;<br>\nDie Europ&auml;ische Union weitet ihre medialen Netzwerke und Initiativen aus, um dem Einfluss staatlicher russischer Medien in den &ouml;stlichen Mitgliedsstaaten und angrenzenden L&auml;ndern entgegenzutreten. Das geht aus einem der Telepolis-Redaktion vorliegenden Schreiben der EU-Au&szlig;enbeauftragten Federica Mogherini und aus einem mehrseitigen Aktionsplan hervor.<br>\nDemnach hat Anfang September eine Arbeitsgruppe innerhalb des Europ&auml;ischen Ausw&auml;rtigen Dienstes ihre T&auml;tigkeit aufgenommen, um &ldquo;Russlands andauernden Desinformationskampagnen entgegenzuwirken&rdquo;, schreibt Mogherini an den Vorsitzenden des Ausschusses f&uuml;r Ausw&auml;rtige Angelegenheiten des Europ&auml;ischen Parlaments,Elmar Brok.<br>\nDie Au&szlig;enbeauftragte hatte im Vorfeld des Treffens des Europ&auml;ischen Rates im Juni einen Aktionsplan erarbeiten lassen, der die Arbeit der neugegr&uuml;ndete Arbeitsgruppe beschreibt. Es gehe darum, &ldquo;die Aufmerksamkeit gegen&uuml;ber Desinformationsaktivit&auml;ten externer Kr&auml;fte zu sch&auml;rfen, die Medienlandschaft generell zu st&auml;rken und eine effektive Kommunikationsstruktur aufzubauen, um Werte und Interessen der EU zu verbreiten&rdquo;, so Mogherini.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/EU-gruendet-staendige-Medien-Arbeitsgruppe-gegen-Russland-2811387.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Deutschland im Zensurtaumel<\/strong><br>\nWarum die US-Verfassung auch hierzulande die Redefreiheit sch&uuml;tzt<br>\nSeit einigen Wochen geht es in deutschen Mainstreammedien und in der deutschen Politik viel um Zensur &ndash; allerdings wird diese nicht kritisiert (wie das w&auml;hrend des Kalten Krieges &uuml;blich war), sondern gefordert. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) verlangt beispielsweise von Facebook Kommentare, die ihm nicht gefallen, zu l&ouml;schen &ndash; auch wenn sie gar nicht gegen die Nutzungsbedingungen des Netzwerks versto&szlig;en. Seit gestern wird er dabei von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterst&uuml;tzt. (&hellip;)<br>\nIm Internet-Mutterland USA scheiterten staatliche Zensuroffensiven wie der Communications Decency Act (CDA) oder der Child Online Protection Act (COPA) n&auml;mlich stets vor Gericht. Diese Urteile sch&uuml;tzten nicht nur Amerikaner, sondern Menschen &uuml;berall auf der Welt vor Zensur. Dadurch, dass sie auf amerikanischen Servern sowohl Inhalte abrufen als auch anbieten konnten, waren sie indirekt von der amerikanischen Verfassung beh&uuml;tet, die durchaus umfassendere Abwehrrechte gegen den Staat gew&auml;hrt als beispielsweise das deutsche Grundgesetz.<br>\nWen das jetzt in Schnappatmung versetzt, der sollte sich die M&uuml;he machen, diese kurze Abhandlung von Felix von Leitner zu lesen. Oder &ndash; besser noch &ndash; Robert Heinleins Ende der 1930er Jahre erschienene Dystopie Revolt in 2100, in der er erkl&auml;rt, warum die Zensur das Schl&uuml;sselverbot aller dystopischen Verbote ist:<br>\nZum ersten Mal in meinem Leben las ich etwas, was nicht von den Zensoren des Propheten abgesegnet worden war. [&hellip;] Ich begann langsam zu verstehen, dass Geheimhaltung der Grundpfeiler jeder Tyrannei ist. Nicht Gewalt, sondern Geheimhaltung &hellip; Zensur. Wenn eine beliebige Regierung [&hellip;] sich anschickt, ihren Untertanen zu sagen: &sbquo;Das d&uuml;rft ihr nicht lesen, das d&uuml;rft ihr nicht sehen, das zu wissen ist euch verboten&rdquo;, ist das Endergebnis Tyrannei und Unterdr&uuml;ckung, ganz gleich, wie heilig die Motive auch sein m&ouml;gen.&rdquo;[1]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45960\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>KenFM am Telefon: Dr. Daniele Ganser &uuml;ber Kriegspropaganda und Medienkompetenz<\/strong><br>\nKrieg ist ein Eliteprojekt oder anders ausgedr&uuml;ckt, Krieg bedeutet, dass sehr wenige reiche alten M&auml;nner sehr viele arme junge M&auml;nner dazu bringen, sich gegenseitig umzubringen.<br>\nDas alles w&auml;re nicht ohne fl&auml;chendeckende Gehirnw&auml;sche m&ouml;glich, die vor allem eines produzieren soll, ein solides Feindbild.<br>\nOhne Feinbild, ohne Angst vor diesem erfundenen Feind ist kein Krieg zu realisieren. Hier kommen die Medien ins Spiel. Im Auftrag der Eliten wird dann im Schleichgang von neutraler Berichterstattung auf Propaganda umgeschaltet.<br>\nSeit dem 11. September 2001 haben sich die Medien des Westens zu mehr oder weniger eingebundenen Propagandawerkzeugen umformen lassen.<br>\nWer kritisch nachfragt, was die Regierung als Wahrheit verkauft, macht sich regelrecht verd&auml;chtig und wer &ouml;ffentlich zweifelt, ger&auml;t ins Fadenkreuz der M&auml;chtigen.<br>\n&Uuml;ber den Hebel der angedrohten K&uuml;ndigung werden aufm&uuml;pfige Pressevertreter aber eben auch Wissenschaftler erst verwarnt und bei Ungehorsam gefeuert, um im Anschluss wirtschaftlich ruiniert und vollkommen isoliert zu werden.<br>\nKenFM sprach mit dem Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser, dessen Kariere just in dem Moment einen D&auml;mpfer erhielt, als er es gewagt hatte, sich wissenschaftlich mit den Geschehnissen des 11. September 2001 zu besch&auml;ftigen.<br>\nIn dem Gespr&auml;ch geht es vor allem um das, was man Medienkompetenz nennt. Wir befinden uns inmitten eines Medienkrieges und den &uuml;berlebt der Einzelne nur unbeschadet, wenn er lernt, sich im Dschungel der Medien zurechtzufinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tlNi6Vdo0ic\">KenFM via You Tube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Veranstaltungstipp: Frankfurt &ndash; Die Zukunft der Linken in Europa<\/strong><br>\nGiorgos Chondros<br>\nMitgru&#776;nder der Syriza und Autor des Buches &ldquo;Die Wahrheit u&#776;ber Griechenland, die Eurokrise und die Zukunft Europas.&rdquo;<br>\nJutta Ditfurth<br>\nStadtverordnete der &Ouml;koLinX-Antirassistische Liste, Soziologin und Autorin von &ldquo;Zeit des Zorns. Warum wir uns vom Kapitalismus befreien mu&#776;ssen.&rdquo;<br>\nAUF NAXOS REDEZEIT<br>\nModeration: Peter Zudeick<br>\n28.September 2015 um 19h30<br>\nNaxoshalle, Waldschmidtstr. 19<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150914-flyer-naxos-web.pdf\">Redezeit auf Naxos [PDF &ndash; 139 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>TV-Tipp: Mann, Sieber!<\/strong><br>\nDie beiden Kabarettisten Tobias Mann und Christoph Sieber pr&auml;sentieren die neue politische Late Night Show, die das aktuelle Geschehen humorvoll aufarbeitet &ndash; und zwar aus unterschiedlichen Warten. Der Optimist trifft auf den Skeptiker zu einem bissig, satirischen Schlagabtausch.<br>\nMit Stand Ups, Einspielern und Aktionen im Studio blicken die Beiden einmal im Monat aus verschiedenen Perspektiven auf das politische Weltgeschehen. Dabei kl&auml;ren sie auf, spitzen zu, bringen Spa&szlig; &ndash; das klassische Kabarett trifft auf junge Late Night Comedy.<br>\n&ldquo;Mann, Sieber!&rdquo;, ab Dienstag, dem 15. September um 22:45 Uhr im ZDF!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/mann-sieber\/die-neue-kabarett-late-night-mann-sieber-39944660.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AM\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27544","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27544","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27544"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27544\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27546,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27544\/revisions\/27546"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27544"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27544"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27544"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}