{"id":2755,"date":"2007-11-08T08:12:12","date_gmt":"2007-11-08T07:12:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2755"},"modified":"2007-11-08T08:12:12","modified_gmt":"2007-11-08T07:12:12","slug":"hinweise-des-tages-522","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2755","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2755&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Thomas Fricke: Weisheit oder Voodoo-Kunst?<\/strong><br>\nDeutschland sucht die Reformdividende, und die Liste prominenter Mitspieler wird immer l&auml;nger. Jetzt erkl&auml;rt uns, na so was, auch der Sachverst&auml;ndigenrat, wie es zum Aufschwung kam. Erstaunlich.<br>\nWarum? Weil der Sachverst&auml;ndigenrat zu denen im Land geh&ouml;rt, denen zufolge es den kr&auml;ftigen Aufschwung &uuml;berhaupt nicht h&auml;tte geben d&uuml;rfen. Ende 2005 prognostizierten die Professoren, dass 2006 nur 1,2 Prozent Wachstum drin seien. Und noch im Fr&uuml;hjahr 2006 wettete der Chef des Professorenclubs mit Journalisten einer f&uuml;hrenden deutschen Finanzzeitung, dass definitiv h&ouml;chstens 1,5 Prozent drin seien &ndash; statt drei Prozent, wie sich am Ende herausstellte.<br>\nEs war eben doch zu einem ganz gro&szlig;en Teil die konjunkturelle Dynamik, die den Aufschwung gebracht hat (&hellip;), von den &Ouml;konomen vor lauter Strukturerregtheit aber als Wachstumsfaktor seit Jahren str&auml;flich untersch&auml;tzt wird. Die Potenzialsch&auml;tzungen scheinen angesichts der wirren Ergebnisse, die sie bringen, eher eine Art Besch&auml;ftigungsprogramm f&uuml;r &Ouml;konomen. Was eigentlich Grund genug w&auml;re, sich weit kritischer mit den bisherigen Analyseinstrumenten auseinanderzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=950&amp;blogId=10\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Huber: &ldquo;Mitglieder stehen im Zentrum&rdquo;<\/strong><br>\nDer Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, sieht die aktive Beteiligung der Mitglieder im Zentrum der Politik seiner Gewerkschaft f&uuml;r die kommenden Jahre. &ldquo;Wir wollen Tarifpolitik, Betriebspolitik und Gesellschaftspolitik erfolgreich gestalten, aber die entscheidende, die &uuml;berragende Frage ist die Mitgliederfrage&rdquo;, sagte Huber in seinem Zukunftsreferat vor den Delegierten des Gewerkschaftstages am Mittwoch in Leipzig. Jeder Schritt und jede politische Initiative m&uuml;sse von der Frage geleitet sein, ob sie Mitglieder bringt und die IG Metall vor Ort st&auml;rkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-0A456501-576CC33F\/internet\/style.xsl\/view_4508_4525.htm?seitenid=399\">IG Metall<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Bei allem Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, dass die Durchsetzung gewerkschaftlicher Ziele von der Organisationskraft der Gewerkschaft abh&auml;ngt, es kann nicht nur die Frage sein, ob eine Initiative Mitglieder bringt, die Frage m&uuml;sste immer auch sein, was eine Initiative den Mitgliedern bringt. Denn was eine Initiative f&uuml;r die Arbeitnehmer bringt, h&auml;ngt unmittelbar damit zusammen, ob sie auch Mitglieder bringt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Huber r&uuml;ttelt an 35-Stunden-Woche<\/strong><br>\nDer neue IG-Metall-Chef Berthold Huber hat seine Gewerkschaft zu mehr Flexibilit&auml;t in der Diskussion &uuml;ber die Wochenarbeitszeit aufgefordert. &ldquo;Wir brauchen eine neue Arbeitszeitdebatte&rdquo;, sagte er auf dem Gewerkschaftstag in Leipzig. Die 35-Stunden-Woche bleibe der Markstein, aber &ldquo;das ist keine Monstranz, die man vor sich hertragen kann. Wir k&ouml;nnen die Arbeitszeitfrage heute nur mit differenzierten Antworten l&ouml;sen&rdquo;. Mit dieser Forderung r&uuml;ttelt Huber an einem Tabu: Die in Westdeutschland geltende 35-Stunden-Woche wurde mit harten Streiks erk&auml;mpft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Huber%20Stunden%20Woche\/276187.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Auch die grundlegende Idee der Umverteilung der Arbeit unter Arbeitsplatzbesitzern und Arbeitslosen und die Verteilung der Produktivit&auml;tsgewinne nicht nur &uuml;ber L&ouml;hne, sondern auch &uuml;ber Arbeitszeitverk&uuml;rzungen werden dadurch in Frage gestellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>WSI-Tarifarchiv: Jetzt &uuml;ber 180 Berufe <\/strong><br>\nWie viel verdient ein Chemietechniker? Was bekommt eine Reiseb&uuml;rokauffrau monatlich? Wie hoch ist das Gehalt eines Wirtschaftsingenieurs? Wie ist der Lohn eines Auslieferungsfahrers? Was haben Webmaster\/-manager an Einkommen zu erwarten? Wie viel erh&auml;lt ein Mechatroniker? Was verdient ein Fachinformatiker und wie viel bekommt eine Bankkauffrau?<br>\nAntworten darauf gibt die Internetseite www.lohnspiegel.de mit Informationen zu tats&auml;chlich gezahlten L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern. Dabei handelt es sich um ein nicht-kommerzielles und kostenfreies Informations-Angebot, das vom WSI-Tarifarchiv in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung betreut wird. Der LohnSpiegel bietet in seiner jetzt aktualisierten und erweiterten Version konkrete Angaben zu den Monatsverg&uuml;tungen in mehr als 180 T&auml;tigkeiten aus 30 Berufsbereichen an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lohnspiegel.de\/\">LohnSpiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>150 Euro extra f&uuml;r Erstkl&auml;ssler aus armen Familien<\/strong><br>\nBundessozialminister Franz M&uuml;ntefering (SPD) plant ein Ma&szlig;nahmenpaket zur gezielten Unterst&uuml;tzung von Kindern aus bed&uuml;rftigen Familien. Demnach sollen Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe zur Einschulung ihrer Kinder k&uuml;nftig einmalig 150 Euro erhalten. Dar&uuml;ber hinaus sollen arme Kinder in Kitas und Schulen kostenloses Essen bekommen k&ouml;nnen. F&uuml;r diesen Zweck will der Bund den Einrichtungen einen j&auml;hrlichen Zuschuss in H&ouml;he eines dreistelligen Millionenbetrags zur Verf&uuml;gung stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/politik\/700200.html?_=print\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Nochmals: Entgeltumwandlung bleibt abgabenfrei<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2007\/2007_281\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><strong>Anmerkung WF:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><em>Es gibt ja das alte Vorurteil, Sozis k&ouml;nnten mit Geld nicht umgehen. Zumindest beweist die SPD hier m.E., dass sie nicht rechnen kann oder will. Zu glauben oder zumindest zu behaupten, die Sozialabgaben w&uuml;rden nicht automatisch steigen, wenn die Sozialabgabenfreiheit von Lohnbestandteilen wieder entf&auml;llt (ansonsten gleich bleibende Verh&auml;ltnisse voraussetzend), zeugt von Ignoranz. Oder es handelt sich um Behauptungen, die wider besseres Wissen aufgestellt werden. Dass sich die Abgabenmenge unmittelbar in dem Moment erh&ouml;ht, wenn dieser Teil des Lohnes nicht mehr abgabenfrei ist, m&uuml;sste doch einem Milchm&auml;dchen einleuchten (Entschuldigung an alle Milchm&auml;dchen!). Aber was nicht sein darf, kann auch nicht sein. Schlie&szlig;lich sind die Sozialabgaben umgekehrt vorher ja auch nicht gesunken durch die Einf&uuml;hrung der Entgeltumwandlung, sondern die Globalisierung hatte das Geld aus der Rentenkasse geklaut.<\/em><\/li>\n<li><em>Wenn die FDP nun einen faktischen Zwang zum Mitmachen erkennt, so ist das ein recht unverbl&uuml;mter und ehrlicher Hinweis auf den von CDU und SPD ignorierten\/bestrittenen Umstand, dass die Nichtumwandler letztlich die Unwandler subventionieren. Wer mitmacht, macht vielleicht insgesamt kein Plus, aber wer nicht mitmacht, hat auf jeden Fall hinterher ein garantiertes Minus. Also bleibt nichts anderes &uuml;brig als auf den fahrenden Zug zu springen, (sofern man noch genug Sprungkraft daf&uuml;r hat). Falls das jedoch noch nicht alle zum Mitmachen motiviert, muss man sp&auml;ter leider doch noch mal &uuml;ber echten rechtlichen Zwang nachdenken.<\/em><\/li>\n<li><em>Recht hat die SPD, dass den Menschen damit Sicherheit gegeben wird: n&auml;mlich die Sicherheit, dass es unab&auml;nderlich auf dem eingeschlagenen Weg in die Privatisierung des Lebensrisikos Alter und Rente weitergehen soll. Es braucht sich insoweit also keiner Hoffnung zu machen, dass die jetzt ma&szlig;geblichen Kr&auml;fte mal zu anderer Einsicht gelangen werden.<\/em><\/li>\n<li><em>Warum es wichtig ist, dass es mit der Betriebsrente aufw&auml;rts geht, erkl&auml;rt die CDU leider nicht. Wozu auch, denn dass eingezahlte Betr&auml;ge in eine Betriebsrente mehr Ertrag bringen als entsprechende Betr&auml;ge in die Umlagerente, ist schlie&szlig;lich Glaubensbekenntnis und daher nicht diskutabel. Und dass es vor allem darum geht, der Versicherungswirtschaft zus&auml;tzlichen Umsatz zu bescheren, kann man schlie&szlig;lich schlecht als Grund anf&uuml;hren.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>In Deutschland &ouml;ffnet sich die Einkommensschere schneller als im Rest Europas<\/strong><br>\nEin Zehntel der Deutschen verf&uuml;gt &uuml;ber 3,2 Billionen Euro &ndash; das sind 60 Prozent des Gesamtverm&ouml;gens von 5,4 Billionen Euro. Die meisten Deutschen aber leben gerade mal von der Hand in den Mund. Dabei ist es hier bei weitem nicht am schlimmsten<br>\nNach Angaben der OECD &ouml;ffnet sich die Einkommensschere in Deutschland jedoch schneller als im Rest Europas<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2007%2F11%2F08%2Fa0008&amp;src=GI&amp;cHash=ed174a3866&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Glos kritisiert Strompreiserh&ouml;hungen &ndash; Linke fordert neue Strukturen<\/strong><br>\nDie angek&uuml;ndigten Strompreiserh&ouml;hungen sind im Bundestag partei&uuml;bergreifend auf Kritik und Unverst&auml;ndnis gesto&szlig;en. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sagte am Mittwoch in einer Aktuellen Stunde des Bundestages, Preisanhebungen um bis zu zehn Prozent seien &laquo;nicht nachvollziehbar&raquo; und eine &laquo;Zumutung f&uuml;r die Verbraucher&raquo;. Glos verteidigte zugleich die f&uuml;r Anfang 2008 geplante Kartellgesetznovelle, um den Stromkonzernen &laquo;st&auml;rker auf die Finger schauen zu k&ouml;nnen&raquo;, solange es an Wettbewerb in der Branche fehle. Die Stromanbieter m&uuml;ssten dann beweisen, dass Preiserh&ouml;hungen auf echten Mehrkosten beruhen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.live-pr.com\/uuml-bersicht-neu-weitere-redner-glos-r1048171021.htm\">Live PR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Lesers:<\/strong> Heute bei der aktuellen Stunde im Bundestag zu den Ermittlungen des Kartellamts gegen die vier gro&szlig;en Stromkonzerne wurde doch sehr deutlich, dass sich die Sprecher der Regierungsfraktionen und der FDP weiterhin sch&uuml;tzend vor die 4 Stromschwestern stellen, und uns B&uuml;rgern bzw. den 10tausenden mittelst&auml;ndischen Betrieben st&auml;ndig steigende Energiekosten weiterhin zumuten wollen. Das wird zwar so nicht gesagt, aber durch die Unt&auml;tigkeit dieser Regierung und ihrer Vorg&auml;nger ist das f&uuml;r mich offensichtlich. Was aber allen immer wieder einf&auml;llt ist der Appell an uns B&uuml;rger, doch mal den Stromanbieter zu wechseln, um so die E.O.N. &amp; Schwestern preislich unter Druck zu setzen. Das gleiche erleben wir mit den hilflosen Appellen in den Medien. Ob in ARD, ZDF oder vielen Printmedien. Unisono hei&szlig;t es: Wechselt den Anbieter! Ich habe heute in SPIEGEL-ONLINE wieder so einen Artikel gelesen, wie sich der Verbraucher gegen die 4 Stromschwestern wehren kann. Anbieterwechsel! Heute waren es im Schnitt 100 &euro; die gespart werden k&ouml;nnen. Das sind dann also rund 8 &euro; im Monat. Vor drei Wochen waren es noch 190 &euro; im Jahr. Und am 2. Juli konnte der Verbraucher noch bis zu 300 &euro; sparen. Wir sehen, innerhalb weniger Wochen sind sogar die geringen Einsparpotentiale zusammengeschrumpft. Die Wechselappelle, die nur die politisch Verantwortlichen aus der Schusslinie nehmen sollen, haben sich in ihrer Wirkung fast in Luft aufgel&ouml;st. Ich denke auf der Tagesordnung steht die Rekommunalisierung und Dezentralisierung der Energiewirtschaft und die &Uuml;berf&uuml;hrung der Netze in &ouml;ffentlich kontrolliertes Eigentum.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>M&uuml;de Politiker sollen Debatte &uuml;ber Gentechnik ersparen<\/strong><br>\nAm Freitag wird im Bundestag &uuml;ber das umstrittene neue Gentechnikgesetz entschieden. Um f&uuml;nf Uhr morgens &ndash; um Debatten zu vermeiden, sagen Kritiker. &ldquo;Mit diesem Gesetz wird die Wahlfreiheit der Verbraucher abgeschafft&rdquo;, sagt Felix Prinz zu L&ouml;wenstein, der Vorsitzende beim Bund &Ouml;kologische Lebensmittelwirtschaft (B&Ouml;LW). In einem offenen Brief an die Parlamentarier fordern der B&Ouml;LW und rund 30 andere Verb&auml;nde &ldquo;entscheidende Nachbesserungen&rdquo;. Unterst&uuml;tzung erhalten die Umwelt- und &Ouml;koorganisationen aus der Wirtschaft. Unter anderem haben die Hersteller von Ritter-Sport-Schokolade und Bionade sowie der Verband der privaten Brauereien unterschrieben. Vor allem die Haftungsregelungen und die zu geringen Sicherheitsabst&auml;nde zwischen gentechnisch und konventionell bewirtschafteten Feldern seien &ldquo;unzureichend&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/nacht-und-nebel-aktion\/?src=SZ&amp;cHash=cfe4365c02\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundestag muss blind &uuml;ber die Vorratsdatenspeicherung entscheiden<\/strong><br>\nEin Gutachten &uuml;ber die polizeilichen Zugriffe auf Telekom-Daten wird nicht freigegeben. Dabei entscheiden die Abgeordneten am Freitag &uuml;ber die Vorratsdatenspeicherung. So absurd kann Gesetzgebung sein: Vor drei Jahren forderte der Bundestag von der Regierung ein Gutachten zur polizeilichen Nutzung von Telekom-Verbindungsdaten. Jetzt ist das Gutachten fertig, doch die Abgeordneten bekommen es nicht &ndash; und wollen am Freitag dennoch eine sechsmonatige Zwangsspeicherung der Verbindungsdaten einf&uuml;hren, die so genannte Vorratsdatenspeicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/bundestag-muss-blind-entscheiden\/?src=SZ&amp;cHash=b77a82a59b\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Attac kritisiert &ldquo;Kompromiss&rdquo; zur Erbschaftssteuer<\/strong><br>\nDetlev von Larcher, Steuerexperte und Mitglied des Attac-Koordinierungskreises sagte dazu: &ldquo;Damit sorgt die Regierung daf&uuml;r, dass die schiefe Verm&ouml;gensverteilung zugunsten der Reichen in diesem Land weiter zunimmt &ndash; und das, obwohl eine neue Studie des DIW die krassen Einkommen und Verm&ouml;gensunterschiede gerade erst erneut aufzeigt: Die H&auml;lfte der Menschen werden schlicht nichts zu vererben haben und leben heute von der Hand in den Mund, w&auml;hrend die reichsten zehn Prozent der Deutschen fast zwei Drittel des gesamten Verm&ouml;gens besitzen.&rdquo;<br>\nNachdem schon die rot\/gr&uuml;ne Bundesregierung sich geweigert hatte, die private Verm&ouml;gensteuer wieder einzuf&uuml;hren, werde nun auch die Hoffnung auf eine deutliche Erh&ouml;hung der Erbschaftsteuer bitter entt&auml;uscht.<br>\nAllein die Tatsache, dass trotz der st&auml;ndig zunehmenden Zahl sehr gro&szlig;er Erbschaften das Steueraufkommen von bisher vier Milliarden Euro nach der Reform gleich bleiben solle, zeige, dass die gro&szlig;e Koalition ihre Steuerpolitik zugunsten der Reichen nicht ver&auml;ndern wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/presse_ausgabe.php?id=795\">Attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum die gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse krank machen<\/strong><br>\nIn der &ouml;ffentlichen und politischen Diskussion wird oftmals verdr&auml;ngt, dass auch die Gesundheit einer dieser Lebensbereiche ist, der durch eben diese sozio&ouml;konomischen Merkmale ma&szlig;geblich beeinflusst wird. Dies &uuml;berrascht nicht, da zahlreiche individuelle Aspekte des Lebens durch die Stellung einer Person innerhalb der sozialen Hierarchie bedingt werden.<br>\nPersonen mit einer niedrigen Bildung, einer dementsprechenden beruflichen Stellung oder einem niedrigen Einkommen sterben in der Regel fr&uuml;her und leiden in ihrem ohnehin schon k&uuml;rzeren Leben auch h&auml;ufiger an gravierenden gesundheitlichen Beeintr&auml;chtigungen. Diese Ergebnisse haben das Interesse der Wissenschaft nicht nur auf einen der m&auml;chtigsten Einflussfaktoren auf die Gesundheit gelenkt, sie repr&auml;sentieren zudem bedeutende gesellschaftliche Ungerechtigkeiten, da ein breites Spektrum gesundheitlicher Ungleichheit nach den Konventionen des Sozialstaats nicht legitimiert sein d&uuml;rfte. Je h&ouml;her die soziale Schicht, desto geringer ist die Erkrankungs- bzw. Sterbewahrscheinlichkeit.<br>\nWeitaus wichtiger (als die Versorgungsleistungen) f&uuml;r die Gesundheit der Bev&ouml;lkerung ist jedoch die Tatsache, dass die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen, wie sie sich in den gegebenen sozialen Ungleichheiten widerspiegeln, die Menschen krank und hilfebed&uuml;rftig machen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2007\/42\/Beilage\/001.html\">Das Parlament<\/a><\/li>\n<li><strong>Buchtipp: Sozialpolitik und soziale Lage in Deutschland <\/strong><br>\nIn diesen Tagen ist die 4. Auflage des zweib&auml;ndigen Buches &bdquo;Sozialpolitik und soziale Lage&ldquo; beim VS Verlag erschienen. Die Autoren sind Gerhard B&auml;cker, Gerhard Naegele, Reinhard Bispinck,  Klaus Hofemann, Jennifer Neubauer. Dieses Buch versucht, in einer Welt von Fehlorientierungen, Irrt&uuml;mern, ideologischen Attacken und &ouml;konomischen Interessen eine Bresche f&uuml;r  den Sozialstaat zu schlagen. Das Buch ist nun keine reine Streitschrift, sondern eine mit Daten und Fakten unterf&uuml;tterte Aufkl&auml;rung &uuml;ber den Sozialstaat, seine Leistungen, seine Entwicklungstrends und seine (tats&auml;chlichen!) Probleme. Damit verbunden ist zugleich eine solide Auseinandersetzung mit all den Thesen vom erforderlichen Ab- und Umbau des Sozialstaates (seien diese mit den sattsam bekannten Argumenten der Lohnnebenkosten begr&uuml;ndet oder mit dem angeblich &bdquo;nicht bew&auml;ltigbaren&ldquo; demografischen Wandel oder von den ach so &bdquo;segensreichen&ldquo; Wirkungen der privaten Vorsorge etc. pp.).<br>\n Das Buch will also Informationen vermitteln, insofern ist es auch gut f&uuml;r Studierende wie Praktiker geeignet, und einen kritischen Durchblick in der sog. Reformdebatte verschaffen.\n<p><strong>Sozialpolitik und soziale Lage in Deutschland<\/strong><br>\nBand 1: Grundlagen, Arbeit, Einkommen und Finanzierung,  4., grundlegend &uuml;berarb. u. erw. Aufl. 2008. 622 S. Geb.<br>\nISBN: 978-3-531-33333-5<\/p><\/li>\n<li><strong>Alterskatastrophe abgesagt &ndash; Das Rentendesaster wird vor allem herbeigeredet<\/strong><br>\nWenn Wissenschaftler eine Prognose zur Rente aufstellen, greifen sie auf den &ldquo;Altersquotienten 20\/65&rdquo; zur&uuml;ck. Das ist die Anzahl der Menschen, die &auml;lter als 65 sind, ins Verh&auml;ltnis gesetzt zu den Menschen im Arbeitsalter von 20 bis 65 Jahren. Dieses Verh&auml;ltnis steigt &ndash; so glaubt man &ndash; von heute 32 zu 100 auf 52 zu 100 im Jahr 2030. 52 alte Menschen pro 100 Menschen im Arbeitsalter &ndash; das ist die Grundlage f&uuml;r die g&auml;ngigen Szenarien von Alterskatastrophe, Rentendesaster und Lebensstandardkiller.<br>\nDoch ist diese g&auml;ngige These wirklich haltbar? Schon heute kommen auf 26,6 Millionen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte 20,1 Millionen Rentner. Das ist ein Verh&auml;ltnis von 100 zu 75 und es wird, wenn auch nicht ohne M&uuml;he, geschultert. Zugleich zahlen diese 26,6 Millionen Versicherten mit ihren Beitr&auml;gen auch den Lebensunterhalt von 1,4 Millionen Arbeitslosengeld-I-Empf&auml;ngern. Und sie tragen zum Auskommen von 2,5 Millionen arbeitslosen und 2,6 Millionen sonstigen erwerbsf&auml;higen Arbeitslosengeld-II-Empf&auml;ngern bei. Unterstellt man f&uuml;r das Jahr 2030 den selben Anteil von Erwerbspersonen an der Zahl der Menschen im Alter von 20 bis 65 wie gegenw&auml;rtig, so ergibt sich mit 66 zu 100 ein milderes Verh&auml;ltnis von &Auml;lteren zu Erwerbspersonen als heute zwischen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten und gesetzlichen Rentnern. Selbst mit einer Arbeitslosigkeit von rund zehn Prozent w&uuml;rde die Belastung 2030 kaum h&ouml;her sein als heute das Verh&auml;ltnis von Rentnern zu Beitragszahlern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2007\/31\/Titelseite\/16826094.html\">Das Parlament<\/a><\/li>\n<li><strong>K&ouml;lner Kl&uuml;ngel: Am Ende gewinnt immer der Oppenheim-Esch-Fond<\/strong><br>\nDer Spiegel berichtete, dass die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Bonn, die Sparkasse K&ouml;lnBonn und ihren fr&uuml;heren Vorstandsvorsitzenden Gustav Adolf Schr&ouml;der im Visier hat. Wie es heisst, soll Schr&ouml;der Gesellschafter des Studio-Betreibers Magic Media Company (MMC), an dem auch die Sparkasse beteiligt ist, von Mietgarantien gegen&uuml;ber dem Oppenheim-Esch-Fond in Millionenh&ouml;he freigestellt haben &ndash; zu Lasten der Kasse. Innenrevision und externe Wirtschaftspr&uuml;fer untersuchten derzeit verschiedene Vorg&auml;nge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.comcologne.de\/artikelakt.cfm?edit=1538\">ComCologne<\/a><\/li>\n<li><strong>Studentenwerk fordert gr&ouml;&szlig;eren Aufschlag beim BAf&ouml;G<\/strong><br>\nDas Deutsche Studentenwerk hat die Einigung der Regierungsfraktionen zur BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung begr&uuml;&szlig;t. Generalsekret&auml;r Achim Meyer auf der Heyde mahnte jedoch weitere Schritte an. Da die Erh&ouml;hung erst zum Wintersemester 2008 in Kraft treten werde, die Berechnung daf&uuml;r jedoch auf Basis der Preise 2006 gemacht wurde, fehlen zwei Jahre Preiserh&ouml;hung. Insofern m&uuml;sste das BAf&ouml;G eigentlich um 13 Prozent erh&ouml;ht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/692814\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Albrecht von Lucke: Mit seiner umstrittenen B&uuml;chnerpreisrede hat der Schriftsteller Martin Mosebach kein Tabu gebrochen, im Gegenteil<\/strong><br>\nIndem er seinerseits B&uuml;chners radikal-demokratische Kritik an der wohlhabenden Bourgeoisie, der &ldquo;Geldaristokratie&rdquo; (B&uuml;chner), scharf kritisiert, erkennt er gerade nicht im Romantischen, sondern im Anspruch auf gesellschaftliche Gerechtigkeit den Ursprung f&uuml;r die totalit&auml;re Gefahr. Mit dieser Invektive steht Mosebach nicht allein. Ganz in demselben Geiste argumentiert Hans-Olaf Henkel in seiner j&uuml;ngsten Streitschrift &ldquo;Der Kampf um die Mitte. Mein Bekenntnis zum B&uuml;rgertum&rdquo;. Um welches B&uuml;rgertum es sich dabei handelt, ist unschwer zu erkennen: Es ist das blo&szlig;e Besitzb&uuml;rgertum, das seit geraumer Zeit unter dem Signum der &ldquo;Neuen B&uuml;rgerlichkeit&rdquo; eine erstaunliche Renaissance erlebt. Nach Ansicht des ehemaligen Chefs des deutschen Industrie-Verbands (BDI) begann die totalit&auml;re Pervertierung &ldquo;b&uuml;rgerlicher Reformpolitik&rdquo; bereits mit dem republikanisch-revolution&auml;ren Leitmotto &ldquo;Freiheit, Gleichheit, Br&uuml;derlichkeit&rdquo;. Dagegen stellt &ldquo;Freiheit, Eigentum, Sicherheit&rdquo;.<br>\nDie alte Klassengesellschaft wird gleichsam von rechts wieder eingef&uuml;hrt &ndash; unter Beifall &auml;sthetischer Antimodernisten wie Martin Mosebach, die ihr Ressentiment gegen das Gleichheits- und Gerechtigkeitsversprechen der Aufkl&auml;rung mit Populisten wie dem neoliberalen Hans-Olaf Henkel und dem vulg&auml;rliberalen Kai Diekmann eint.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/weniger-demokratie-wagen\/?src=ST&amp;cHash=e23dc9e23e\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Kriegseins&auml;tze: &ldquo;Wissen Sie nicht, was Sie da tun?&rdquo;<\/strong><br>\nDer Konservative als Kriegsgegner, die Gr&uuml;ne als Streiterin f&uuml;r Milit&auml;reins&auml;tze: CSU-Politiker Peter Gauweiler und Kerstin M&uuml;ller im Streitgespr&auml;ch &uuml;ber Afghanistan, Kosovo und die Frage, was deutsche Soldaten auf den Schlachtfeldern im Ausland zu suchen haben.<br>\nGauweiler: &bdquo;Die paradoxe Argumentation der Bef&uuml;rworter solcher Eins&auml;tze im Jahre 2007 lautet offensichtlich: Es ist zwar durch die Milit&auml;reins&auml;tze viel schlechter geworden. Aber genau deshalb m&uuml;ssen wir weitermachen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt2m1\/ausland\/special\/810\/139519\/index.html\/deutschland\/artikel\/713\/140416\/article.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Desaster an Euphrat und Tigris<\/strong><br>\nNachdem am Montag und Dienstag acht US-Besatzungssoldaten in Irak infolge von Operationen irakischer Freiheitsk&auml;mpfer starben, ist laut einer Meldung der US-Streitkr&auml;fte 2007 bereits jetzt zum verlustreichsten Jahr des Irak-Krieges geworden&hellip;Die euphorische Propaganda der Bush-Administration schreibt diese &raquo;gro&szlig;en Fortschritte&laquo; der milit&auml;rischen Eskalation zu, die Bush Anfang des Jahres befohlen hatte. Kritiker dagegen verweisen darauf, dass inzwischen die US-Luftwaffe auf blo&szlig;en Verdacht hin f&uuml;nfmal so viele Ziele in Wohngebieten bombardiert wie zuvor. Es wird also in gr&ouml;&szlig;erem Ma&szlig;e das Leben unbeteiligter irakischer Zivilisten ausgel&ouml;scht, um das der US-Besatzer zu sch&uuml;tzen.<br>\nDer ehemalige oberste UNO-Waffeninspekteur, der Schwede Hans Blix, bef&uuml;rchtet, dass US-Truppen zur Sicherung der &Ouml;lreserven permanent in Irak bleiben werden. Den US-Krieg Irak nannte er ein &ldquo;Desaster&rdquo;, das schlimmer sei als das Saddam-Hussein-Regime je war: &ldquo;Das zeigt mal wieder, dass die Tyrannei zwar schrecklich ist, die Anarchie aber noch schlimmer sein kann.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/11-08\/032.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2755","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2755","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2755"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2755\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2755"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2755"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2755"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}