{"id":27560,"date":"2015-09-15T10:02:58","date_gmt":"2015-09-15T08:02:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27560"},"modified":"2015-09-16T08:19:17","modified_gmt":"2015-09-16T06:19:17","slug":"hg-butzko-verarschen-kann-ich-mich-alleine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27560","title":{"rendered":"HG. Butzko: Verarschen kann ich mich alleine"},"content":{"rendered":"<p>Kennt eigentlich jemand Marco D&uuml;erkop? Oder Martin Merlin? Carsten Schittek? Birgit Weidel? Klaus Berend? Ulrich Weigl? Christophe Kiener? Nein? Gut, jetzt k&ouml;nnte man meinen, weil man diese Leute nicht kennt, sind das wohl alles Gewinner von &raquo;Deutschland sucht den Superstar&laquo;. K&ouml;nnte sein, stimmt aber nicht.<br>\nDie Leute, die ich aufgez&auml;hlt habe, sind Vertreter von Industrie- und Wirtschaftsverb&auml;nden, also Chemiebranche, Autoindustrie, Banken, Pharmakonzerne und so weiter, auf gut Deutsch: Das sind Lobbyluder.<br>\nEin Auszug aus dem Buch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/hg-butzko-verarschen-kann-ich-mich-alleine.html#.VfdXYXuWbSw\"><em>Verarschen kann ich mich alleine<\/em><\/a>&ldquo; von <strong>HG. Butzko<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8597\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-27560-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150915_HG_Butzko_Auszug_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150915_HG_Butzko_Auszug_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150915_HG_Butzko_Auszug_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150915_HG_Butzko_Auszug_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=27560-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150915_HG_Butzko_Auszug_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"150915_HG_Butzko_Auszug_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Was unterscheidet diese Leute von den Gewinnern bei &raquo;Deutschland sucht den Superstar&laquo;? Wenn man die Namen der Gewinner von &raquo;Deutschland sucht den Superstar&laquo; bei Wikipedia eingibt, findet man zu diesen Leuten Eintr&auml;ge. Die Lobbyisten, die ich aufgez&auml;hlt habe, wird man dort nicht finden, nicht einen davon. Das sind Niemande. Nichtse. Nullen. N&uuml;sse, Nada. Niente. Nothing. Die Gewinner von &raquo;Deutschland sucht den Superstar&laquo; stehen im Licht. Und wie sang schon Bert Brecht: Die im Dunkeln sieht man nicht.<\/p><p>Und deswegen sind es auch diese Nobodys, die nat&uuml;rlich bestens geeignet sind, als Vertreter der EU &uuml;ber das transatlantische Freihandelsabkommen zu verhandeln. Richtig, die Obengenannten, das sind einige der Leute, die mit den USA am Verhandlungstisch sitzen. Und zwar hinter verschlossenen T&uuml;ren. In diesem Bild steckt die ganze Wahrheit schon drin. Damit der Handel frei wird, m&uuml;ssen die Handelnden sich einsperren. Logisch. Weil sie da &uuml;ber Dinge verhandeln, die f&uuml;r die Menschen in Europa von einschneidender Bedeutung sein werden. Und was k&ouml;nnte da st&ouml;render sein, als wenn die Menschen in Europa das mitbek&auml;men. Und wen man deswegen hinter diesen verschlossenen T&uuml;ren da nicht antrifft, sind die vielen Ps: Parlamentarier, Parteien- oder Pressevertreter, diese p&ouml;sen Purchen.<\/p><p>Oder zusammengefasst: Leute, die wir nicht kennen, treffen sich an Orten, die wir nicht sehen, um Sachen zu verhandeln, von denen wir nichts erfahren, damit sie Dinge beschlie&szlig;en, die wir nicht wollen. Bislang kannten wir das unter dem Begriff &raquo;Lehrerkonferenz&laquo;.<\/p><p>Und allein auf was f&uuml;r Ideen diese Leute da hinter diesen verschlossenen T&uuml;ren kommen. Man m&uuml;sste sich an den Kopf fassen, wenn sie einen h&auml;tten. Ein bisschen ist ja durchgesickert. So wollen die zum Beispiel, dass in allen L&auml;ndern in Amerika und Europa f&uuml;r Wirtschaft und Handel dieselben Gesetze gelten sollen. <\/p><p>Also, wenn es zum Beispiel anders als in Europa in den USA keine Arbeitnehmerrechte gibt mit Betriebsr&auml;ten und Tarifverhandlungen, dann soll das ge&auml;ndert werden. Und zwar in Europa. Dann sollen wir das eben bei uns auch abschaffen. Diese bl&ouml;den Arbeitnehmer aber auch. Da bietet man ihnen einen Arbeitsplatz, und dann wollen sie auch noch Rechte. Was kommt als n&auml;chstes? Anst&auml;ndige Bezahlung? Mitbestimmung? Streikrecht? Bezahlte Raucherpausen?<\/p><p>Wenn es aber im Gegenzug anders als in den USA in Europa ein Verbot von Hormonfleisch, Genmais oder Chlorh&uuml;hnchen gibt, dann soll das auch ge&auml;ndert werden. Aber auch in Europa. Wir alle kennen diesen Spruch: &raquo;Leute, fresst Schei&szlig;e. Millionen Fliegen k&ouml;nnen nicht irren.&laquo; Und wer h&auml;tte es geahnt, Millionen Amis machen das bereits.<\/p><p>Und wenn ich diese Schei&szlig;e also produziere und du st&ouml;rrischer Europ&auml;er kaufst das nicht, weil man dir sagt, dass das Schei&szlig;e ist, dann will das Freihandelsabkommen daf&uuml;r sorgen, dass man eben verbietet, dir das zu sagen. Die Amis haben schon so viele W&ouml;rter von uns &uuml;bernommen, an denen die sich ihre Zungen brechen: Kindergarten, Sommerschlussverkauf, Karl-Heinz Rummenigge. Was die jetzt nicht auch noch gebrauchen k&ouml;nnen ist: Verbraucherschutzministerium.<\/p><p>Jetzt muss man aber nicht meinen, nur wir Europ&auml;er sollen was &auml;ndern. Nach der Finanzkrise zum Beispiel gab es in den USA viel strengere Bankenregulierungen als bei uns in Europa. Und die sollen auch ge&auml;ndert werden. Und zwar das jetzt aber mal in den USA. Da soll man diese Regeln wieder aufweichen. Warum sollten die Amis auch Angst vor einer Finanzkrise haben? Finanzkrise? Finanzkrise? Was war das noch mal? Kann mich gar nicht mehr daran erinnern. Fliegen fressen nicht nur Schei&szlig;e, sondern haben auch nur ein ganz kurzes Ged&auml;chtnis. Knallen mit dem Kopf vors Fenster. Eine Sekunde sp&auml;ter schon vergessen. Zack &ndash; wieder mit dem Kopf vors Fenster. Und wenn diese Amis sich schon ern&auml;hren wie die Fliegen&hellip;<\/p><p>Dass der Kapitalismus Rechenschaft ablegen soll, mit welchen Methoden er Kohle macht, ist einfach nicht hinnehmbar. Arbeitnehmer sollen arbeiten und ansonsten stillschweigen. Konsumenten sollen konsumieren und ansonsten stillschweigen.<\/p><p>Banken sollen Gewinne maximieren und ansonsten stillschweigen. Und deswegen haben die Unterh&auml;ndler, die dieses Freihandelsabkommen aushandeln, etwas vereinbart, n&auml;mlich Stillschweigen. Ich wei&szlig; ja nicht, an wen mich diese ganze Stillschweigerei erinnert, aber   ich   glaube,   in   manchen   Organisationen   nennt   man das &raquo;Omert&agrave;&laquo;.<\/p><p>Gut, jetzt k&ouml;nnte man sagen: Ja, dann &auml;ndern wir unsere Gesetze eben nicht. Es zwingt uns doch niemand, unsere Standards den Amis anzupassen. Richtig, aber dann sieht dieses  Freihandelsabkommen die M&ouml;glichkeit von Investorstaatsklagen vor. Ein Investorstaat, das ist, wie das Wort schon sagt, ein Staat, der Investoren geh&ouml;rt. Und treffender h&auml;tte man unsere Regierungsform nicht beschreiben k&ouml;nnen.<\/p><p>Und wenn diese Investoren jammern, dann bekommt man Investorstaatsklagen.<\/p><p>Der Sinn von Investorstaatsklagen war urspr&uuml;nglich der, dass man, wenn man in irgendeinem Land Geld investiert, eine Fabrik baut, Maschinen reinstellt et cetera und dann in diesem Land ein Schurke an die Macht kommt und diese Fabrik enteignet, dass man diesen Schurkenstaat vor einem internationalen Schiedsgericht verklagen darf. Und was so ein richtiger Schurke ist, der l&auml;sst sich nat&uuml;rlich von so einer Klage schwer beeindrucken.<\/p><p>Der sagt sich: &raquo;Ich habe einen Umsturz gemacht, das Parlament aufgel&ouml;st, alle Betriebe verstaatlicht, ich habe meine politischen Gegner gemetzelt und gemeuchelt, bade im Blut meiner Feinde und habe &ndash; noch schlimmer &ndash; Facebook und Twitter verboten. Und dann kommen da so ein paar Kapitalistenfuzzies daher und wollen, dass ich deren Verlust erstatten soll.&laquo; Na, was so ein richtiger Schurke ist, der wird da nat&uuml;rlich einknicken und klein beigeben.<\/p><p>Was Investorstaatsklagen im Transatlantischen Freihandelsabkommen betrifft, sieht die Sache allerdings erfreulicher aus, denn da hat man es ja nicht mit Schurkenstaaten zu tun. Denn dass in einem europ&auml;ischen oder amerikanischen Land  jemand an die Macht kommt, der zum Beispiel Grundrechte beschneidet, die Meinungsfreiheit einschr&auml;nkt, Minderheiten diskriminiert, gut &hellip; das ist in Ungarn passiert.<\/p><p>Aber abgesehen davon, handelt es sich ansonsten ja nicht um Schurkenstaaten. Ein Schurkenstaat ist ja eher ein Land, in dem zum Beispiel die organisierte Kriminalit&auml;t fast ein F&uuml;nftel des Bruttoinlandsproduktes ausmacht und bis in h&ouml;chste Regierungsebenen Politiker schmiert. OK &hellip; das soll es in Italien geben, angeblich. Ger&uuml;chteweise.<\/p><p>Aber abgesehen davon, handelt es sich ansonsten ja nicht um Schurkenstaaten. Ein Schurkenstaat ist ja eher ein Land, das zum Beispiel Wahlergebnisse manipuliert. Zugegeben &hellip; da war mal was mit George W. Bush in Florida. Aber Florida geh&ouml;rt ja fast schon zu Kuba. Und Kuba, das ist ein Schurkenstaat.<\/p><p>Aber abgesehen davon, handelt es sich ansonsten ja nicht um Schurkenstaaten. Ein Schurkenstaat ist ja eher ein Land, das wie die DDR alle B&uuml;rger &uuml;berwacht und bespitzelt. Stimmt &hellip; das machen die USA auch, aber nicht nur in Florida.<\/p><p>Aber abgesehen davon, handelt es sich ansonsten ja nicht um Schurkenstaaten. Ein Schurkenstaat ist ja eher ein Land, das politische Gegner ohne Gerichtsverhandlungen eliminieren l&auml;sst, &auml;h &hellip; das machen die USA auch. Aber nur im Ausland und nur mit Drohnen.<\/p><p>Aber abgesehen davon, handelt es sich ansonsten ja nicht um Schurkenstaaten. Ein Schurkenstaat ist ja eher ein Land, in dem die Geheimdienste mit Staatsfeinden kooperieren, die gegen Ausl&auml;nder hetzen und D&ouml;nerbudenbesitzer umbringen. Hoppala&hellip; das gibt&rsquo;s ja sogar vor der eigenen Haust&uuml;re und h&ouml;rt auf den Namen NSU.<\/p><p>Aber abgesehen davon, handelt es sich ansonsten ja nicht um Schurkenstaaten. Und deswegen werden Investoren im Transatlantischen Freihandelsabkommen bei Investorstaatsklagen ihr Geld zur&uuml;ckkriegen. Denn da geht&rsquo;s ja nicht um Enteignungen o. &auml;., da geht&rsquo;s dann eher darum, dass ein Unternehmen, wenn es in einem anderen Land weniger Gewinn macht als bei sich zu Hause, weil dieses andere Land seine Gesetz eben nicht dem Freihandelsabkommen entsprechend angepasst hat, und wenn es dann in diesem Land noch Gewerbesteuern gibt oder Mindestl&ouml;hne, Umweltschutzauflagen oder Werbung mit Til Schweiger, dann soll das Unternehmen dieses Land f&uuml;r den entgangenen Gewinn verklagen d&uuml;rfen. Und mal ehrlich: Ein Land, in dem es Werbung mit Til Schweiger gibt, sollte man verklagen d&uuml;rfen.<\/p><p>Diese Klagen sollen dann aber nicht vor einem ordentlichen Gericht verhandelt werden, mit &ouml;ffentlichem Tamtam und Brimborium, sondern diese Investorstaatsklagen sollen ganz dezent vor geheimen Schiedsgerichten verhandelt werden mit nur drei Anw&auml;lten; zwei f&uuml;r die jeweiligen Seiten und ein dritter als Entscheider treffen sich ganz diskret hinter verschlossenen T&uuml;ren. Denn die im Dunkeln sieht man nicht. Und dann spielen die drei Schnick, Schnack, Schnuck. Und wenn die der Meinung sind, dass ein Land einem Unternehmen einen Verlust ersetzen  muss,  dann  soll das Urteil  bindend  sein.  Wer also noch eine Einnahmequelle sucht, braucht einfach nur Kondomhersteller werden &ndash; und dann mal gucken, ob der Vatikan sich weigert, diese Produkte zu verkaufen.<\/p><p>Und wenn ein Unternehmen Recht bekommt, dann bekommt es seine Verluste ersetzt, und zwar von dem Land, in dem das Unternehmen seine Verluste macht. Und wer bezahlt diese Verluste? Die Steuerzahler dieses Landes. Das hei&szlig;t: Wenn ich Schei&szlig;e produzier und du st&ouml;rrischer Europ&auml;er kaufst das nicht, dann sollst du mir wenigstens den Verlust ersetzen, den ich mach, weil du meine Schei&szlig;e nicht kaufst. Oder zusammengefasst: Dein Geld krieg ich auf jeden Fall. Was &uuml;brig bleibt, ist Schei&szlig;e!<\/p><p>Und so was nennen die Verfechter des Freihandelsabkommens dann allen Ernstes immer noch eine freie Marktwirtschaft. Wir erinnern uns: In der freien Marktwirtschaft gibt es erstens den Begriff &raquo;unternehmerisches Risiko&laquo; und zweitens die M&ouml;glichkeit des Verlustes. Wenn das Freihandelsabkommen beides aber abschafft, dann ist das keine freie Marktwirtschaft mehr, sondern eher eine Unternehmensdiktatur.<\/p><p>Und an dieser Stelle k&ouml;nnte man nat&uuml;rlich mal fragen, warum man das auf europ&auml;ischer Seite eigentlich &uuml;berhaupt einf&uuml;hren will? Antwort: weil das Freihandelsabkommen ein Wirtschaftswachstum verspricht. Und nicht nur das. Das Freihandelsabkommen verspricht ein Wirtschaftswachstum von &ndash; Achtung, jetzt kommt&rsquo;s! &ndash; 0,5 Prozent.<\/p><p>Stell dir vor, Viagra macht Werbung mit dem Slogan: &raquo;Wir versprechen ein Wachstum von 0,5 Prozent.&laquo; Na, das bringt doch Schwung in jede Ehe.<\/p><p>Und das war aber noch nicht alles. Das Freihandelsabkommen verspricht n&auml;mlich nicht nur ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent, sondern auch: erst in zehn Jahren. Stell dir vor, Viagra macht Werbung mit dem Slogan: &raquo;Wir versprechen 0,5 Prozent Wachstum in zehn Jahren.&laquo; Nun, zu jeder guten Ehe geh&ouml;rt auch Geduld.<\/p><p>F&uuml;r die Ehe von Angela Merkel scheint&rsquo;s jedenfalls zu reichen. Denn Angela Merkel hat gesagt: &raquo;Das Freihandelsabkommen ist ein Riesenschritt nach vorne, der uns auch neue Arbeitspl&auml;tze bringt.&laquo;<\/p><p>Und das stimmt. Das M&uuml;nchener Ifo-Institut hat errechnet: Durch das Freihandelsabkommen entstehen in Deutschland neue Arbeitspl&auml;tze in einem Verh&auml;ltnis von &ndash; Achtung, jetzt kommt&rsquo;s schon wieder! &ndash; 0,4 Prozent. Aber nur &ndash; und jetzt kommt&rsquo;s richtig kn&uuml;ppelhammerhart! &ndash; bei einer Zunahme des Handelsvolumens von 80 Prozent, ohne Wechselkursschwankungen und nur, wenn die US-Firmen alle europ&auml;ischen Standards &uuml;bernehmen w&uuml;rden. Also statt Ami-Schei&szlig;e europakompatible Schei&szlig;e produzieren.<\/p><p>Der Wissenschaftler, der das im Ifo-Institut errechnet hat, hat seine Ergebnisse der Politik &uuml;bergeben im festen Vertrauen darauf, dass die Politiker wegen dieser Ergebnisse das Freihandelsabkommen fallen lassen. Aber genauso h&auml;tte er der FIFA Schmiergeld geben k&ouml;nnen im Vertrauen darauf, dass darauf die n&auml;chste Fu&szlig;ball-WM abgesagt wird. Aber wenn Politiker h&ouml;ren, dass es 0,4 Prozent neue  Arbeitspl&auml;tze gibt, dann laufen die los und kaufen Viagra-Aktien.<\/p><p>Das Bl&ouml;de ist, dass bereits ein solches Handelsabkommen existiert, n&auml;mlich ein nordamerikanisches Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko. Und dazu gibt es bereits Erfahrungswerte, objektiv und wissenschaftlich fundiert, und  die sprechen eine eindeutige Sprache: kein Abbau von Arbeitslosigkeit. Erh&ouml;hte Entsch&auml;digungszahlungen an Investoren. Satte Gewinne f&uuml;r Banken und Konzerne. Keine Werbung mit Til Schweiger. <\/p><p>Wir fassen zusammen: Wenn ich Schei&szlig;e produzier und will, dass diese Schei&szlig;e mich so richtig schei&szlig; reich macht, dann such ich mir so Lobbynullen wie Marco D&uuml;erkop, Martin Merlin, Carsten Schittek, Birgit Weidel, Klaus Berend, Ulrich Weigl und Christophe Kiener. Denn wo Schei&szlig;e herkommt, da ist bekanntlich kein Licht. Und die, die erst mal da reingekrochen sind, die da im Dunkeln, die sieht man nicht.<\/p><p><strong>Auszug aus:<\/strong><br>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/hg-butzko-verarschen-kann-ich-mich-alleine.html#.VfdXYXuWbSw\">Verarschen kann ich mich alleine. Widerworte und Einspr&uuml;che zur Lage der Nation<\/a><\/strong><br>\n<strong>HG. Butzko<\/strong><\/p><p><strong>Wer politikverdrossen werden will, sollte dieses Buch lesen. Wer nicht, auch.<\/strong><\/p><p>HG. Butzko liefert eine w&uuml;tende Abrechnung mit unserer Gesellschaft, wobei er die Wut nicht den Stammtischen &uuml;berl&auml;sst, sondern Witz statt Populismus bietet und Differenzierung statt Schwarz-Wei&szlig;-Denken. Endlich die Antwort auf Sarrazin, Matussek, Ulfkotte, Pirincci und Co.<\/p><p>HG.Butzko bietet mit diesem Buch einen wahren Hirnschrittmacher gegen Verarschung, Verf&uuml;hrung und Verbl&ouml;dung. Kein Thema ist vor ihm sicher, und gen&uuml;sslich bohrt er so lange in den Wunden unserer Gesellschaft, bis man nicht mehr wei&szlig;, ob die Tr&auml;nen, die beim Lesen kullern vom Lachen oder Weinen stammen. Er ist w&uuml;tend aber witzig, polemisch aber differenziert, stellt mit analytischer Sch&auml;rfe selbst h&ouml;chst komplexe Zusammenh&auml;nge dar, als w&uuml;rden sie &bdquo;umme Ecke&ldquo; stattfinden. Dieter Hildebrandt urteilte mal &uuml;ber Butzko:&bdquo;<em>Sein Kabarett ist so nachhaltig, dass es einen noch Tage drauf besch&auml;ftigt.<\/em>&ldquo; Mehr muss man nicht sagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kennt eigentlich jemand Marco D&uuml;erkop? Oder Martin Merlin? Carsten Schittek? Birgit Weidel? Klaus Berend? Ulrich Weigl? Christophe Kiener? Nein? Gut, jetzt k&ouml;nnte man meinen, weil man diese Leute nicht kennt, sind das wohl alles Gewinner von &raquo;Deutschland sucht den Superstar&laquo;. 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