{"id":27574,"date":"2015-09-16T09:11:50","date_gmt":"2015-09-16T07:11:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574"},"modified":"2015-09-16T09:11:50","modified_gmt":"2015-09-16T07:11:50","slug":"hinweise-des-tages-2460","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/AM\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574#h01\">Spitzendiplomat fordert Bundeswehr-Einsatz in Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574#h02\">Syrien, IS-Terror, Assad und Putin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574#h03\">Fl&uuml;chtlingspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574#h04\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574#h05\">UN: Gigantische Verluste drohen &ndash; Viele Millionen fliehen vor Bodenzerst&ouml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574#h06\">Gespaltene Lohnwelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574#h07\">Europ&auml;isches Patentamt droht Gewerkschaftsf&uuml;hrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574#h08\">Umgehungsstrategien der Arbeitgeber: Popcorn statt Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574#h09\">Die neuen Gro&szlig;grundbesitzer &ndash; Das Gesch&auml;ft mit Europas Boden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574#h10\">Wo die Wirtschaft in Berlin die Politik beeinflusst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574#h11\">Steueraff&auml;re: Lobbyisten sollen aus dem EU-Parlament fliegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574#h12\">Merkel mahnt, es mit dem Datenschutz nicht zu &uuml;bertreiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574#h13\">Trotz EU-Kritik: Bundesregierung h&auml;lt an Vorratsdatenspeicherung fest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574#h14\">Putin und Cameron<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27574&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Spitzendiplomat fordert Bundeswehr-Einsatz in Syrien<\/strong><br>\nWolfgang Ischinger, der Leiter der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, spricht sich f&uuml;r einen Einsatz der Bundeswehr in Syrien aus. Es sei an der Zeit, &ldquo;ernsthaft&rdquo; &uuml;ber die Einrichtung sogenannter Schutzzonen und &uuml;ber &ldquo;Flugverbote in und um Syrien&rdquo; zu diskutieren, erkl&auml;rt Ischinger. &ldquo;Selbstverst&auml;ndlich&rdquo; bedinge das die Beteiligung der deutschen Streitkr&auml;fte; sogar bez&uuml;glich einer Entsendung von Bodentruppen k&ouml;nne man &ldquo;nichts ausschlie&szlig;en&rdquo;. Ischinger liefert zugleich eine Kriegslegitimation. W&auml;hrend Syrien vor allem deswegen im Krieg versinkt, weil der Westen und seine regionalen Verb&uuml;ndeten aufst&auml;ndische Milizen hochger&uuml;stet haben &ndash; darunter Al Qaida und der &ldquo;Islamische Staat&rdquo; (IS) -, behauptet der einflussreiche Diplomat, der aktuelle &ldquo;Fl&auml;chenbrand&rdquo; sei die Konsequenz einer ausgebliebenen westlichen Intervention. Tats&auml;chlich sind die Kriegspl&auml;ne eine Reaktion auf den Einflussgewinn Russlands unter anderem im Nahen Osten. Moskau hat in den vergangenen Monaten umfassende Verhandlungen zur Beilegung des Syrien-Krieges gef&uuml;hrt; Pr&auml;sident Wladimir Putin will in einer Rede vor der UN-Generalversammlung am 28. September eine neue Anti-IS-Koalition unter Einschluss der syrischen Regierung vorschlagen. Im Rahmen des westlichen B&uuml;ndnisses wehrt sich Berlin gegen gegen die damit verbundene St&auml;rkung der russischen Stellung in der Weltpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59200\">German-Foreign-Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: West &lsquo;ignored Russian offer in 2012 to have Syria&rsquo;s Assad step aside&rsquo; <\/strong><br>\nRussia proposed more than three years ago that Syria&rsquo;s president, Bashar al-Assad, could step down as part of a peace deal, according to a senior negotiator involved in back-channel discussions at the time.<br>\nFormer Finnish president and Nobel peace prize laureate Martti Ahtisaari said western powers failed to seize on the proposal. Since it was made, in 2012, tens of thousands of people have been killed and millions uprooted, causing the world&rsquo;s gravest refugee crisis since the second world war.<br>\nAhtisaari held talks with envoys from the five permanent members of the UN security council in February 2012. He said that during those discussions, the Russian ambassador, Vitaly Churkin, laid out a three-point plan, which included a proposal for Assad to cede power at some point after peace talks had started between the regime and the opposition.<br>\nBut he said that the US, Britain and France were so convinced that the Syrian dictator was about to fall, they ignored the proposal.<br>\n&ldquo;It was an opportunity lost in 2012,&rdquo; Ahtisaari said in an interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2015\/sep\/15\/west-ignored-russian-offer-in-2012-to-have-syrias-assad-step-aside\">The Guardian<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.O.:<\/strong> Ein weiterer Hinweis darauf, da&szlig; &ldquo;der Westen&rdquo; rein geopolitisch und strategisch agiert und an Konfliktl&ouml;sung in dieser Region und am Wohl der dortigen Menschen nicht interessiert ist !<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien, IS-Terror, Assad und Putin<\/strong><br>\nDas milit&auml;rische Vorpreschen Moskaus in Syrien ist f&uuml;r die Alawiten angesichts der Bedrohung durch den &bdquo;Islamischen Staat&ldquo; &uuml;berlebenswichtig. Sobald es gelingt, auch mit russischer Hilfe und syrischen Regierungstruppen, den IS in Schach zu halten, kann verhandelt werden.<br>\nAls der sogenannte arabische Fr&uuml;hling Anfang 2011 ausbrach, jubelten viele deutsche Journalisten, Politiker und Politikberater. Leitartikel wie &bdquo;Libyen ist reif f&uuml;r die Demokratie&ldquo; kamen in Mode; triumphierend wurde behauptet, Israel verliere in K&uuml;rze seinen Titel, als einzige Demokratie im Nahen und Mittleren Osten gelten zu d&uuml;rfen. Volker Perthes, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, sah das baldige Ende von Syriens Pr&auml;sident Assad voraus und attestierte dem vom Westen herbeigebombten libyschen &Uuml;bergangsrat &bdquo;gute Chancen&ldquo;, das Land in eine gedeihliche Zukunft zu f&uuml;hren.<br>\nAls daf&uuml;r hilfreiche Tat werteten deutsche Beobachter den Lynchmord an dem besiegten Gewaltherrscher Gaddafi. Die gr&uuml;ne Abgeordnete Marieluise Beck befand, mit der Bombenintervention in Libyen nehme die &bdquo;Weltgemeinschaft ihre Schutzverantwortung im Falle von Verbrechen gegen die Menschlichkeit wahr&ldquo;. Sp&auml;ter p&auml;ppelten die T&uuml;rkei und Saudi-Arabien die K&auml;mpfer des Islamischen Staats (IS), wof&uuml;r sich die von Umsturzsehns&uuml;chten berauschten angeblichen Menschenfreunde nicht interessierten &ndash; Hauptsache der IS bek&auml;mpfte das Assad-Regime. Es blieb nutzlos, dagegen anzuschreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/meinung\/kommentar-zu-russland-und-syrien-syrien--is-terror--assad-und-putin,10808020,31810094.html\">G&ouml;tz Aly in der Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Treffend ist die Beschreibung der Fehleinsch&auml;tzung des Direktors der Stiftung Wissenschaft und Politik und der kriegstreibenden Rolle der Gr&uuml;nen-Abgeordneten Marieluise Beck.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingspolitik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Deutschlands Fl&uuml;chtlingspolitik<\/strong><br>\nEs war ein Szenario, wie beim Atomausstieg: Zun&auml;chst l&auml;ngeres Zaudern und Schweigen, dann ein rascher und weitreichender Entschluss der Kanzlerin, und dies in einer politischen Konstellation, da sachlicher Widerstand von Seiten der Opposition nicht zu erwarten ist. Der Teufel liegt im Detail, aber der verschwindet in der verbreiteten Freude &uuml;ber die Sache als solche. Hier sind die Details, dass die Unterschlupf Suchenden vom Westbalkan sofort und unverz&uuml;glich an der Grenze abgewiesen werden und dass verbreitet wieder Sachleistungen an die Stelle von Geldzahlungen treten sollen, solange das Asylverfahren l&auml;uft.<br>\nIst das nun alles reine Freundlichkeit, oder doch Ausdruck hegemonialer deutscher Machtpolitik? Zuerst ist das Image gewendet: Schrieben internationale Zeitungen nach der Griechenland-Entscheidung vom Juli, nun sei das Gesicht des &bdquo;h&auml;sslichen Deutschen&ldquo; wieder da, erscheint nun Angela Merkel als die Mutter der M&uuml;hseligen und Beladenen. Der Politik-Chef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Volker Zastrow, fabulierte: &bdquo;Deutschland muss den Fl&uuml;chtlingen keine Kerzen ins Fenster stellen. Es ist ein Leuchtturm. Deutschland muss ihnen keine Versprechen machen. Es ist das Versprechen.&ldquo; In der Image-Konkurrenz mit den USA, die im 19. und 20. Jahrhundert stets verloren ging, h&auml;tte in diesem Sinne Deutschland nun auch hier endlich die Nase vorn.<br>\nWichtiger sind die harten Fakten. Daimler-Boss Dieter Zetsche tirilierte ganz offen: &bdquo;Die meisten Fl&uuml;chtlinge sind gut ausgebildet und motiviert. Solche Leute suchen wir.&ldquo; Nachdem es gerade unter der Federf&uuml;hrung der Konservativen in Deutschland jahrzehntelang vers&auml;umt wurde, eine kinderfreundliche Familienpolitik zu machen, und die Geburtenrate niedrig bleibt, das Bildungswesen vernachl&auml;ssigt wurde und die sozialen Differenzen hier reproduziert werden, fehlen allenthalben qualifizierte Arbeitskr&auml;fte. Die gewinnt man nun durch die rasche Zuwanderung. Auf die Prekarisierten kann man noch mehr verzichten als zuvor. Sie erhalten f&uuml;nf Euro mehr Hartz-IV-Geld und sollen nur nicht die &ouml;ffentliche Ruhe und Ordnung st&ouml;ren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2015\/09\/deutschlands-fluechtlingspolitik-33901.html\">Erhard Crome in Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Hier der Link zum Inhaltsverzeichnis der neuesten Ausgabe <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/?p=33938\">des Bl&auml;ttchens<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Eine Fl&uuml;chtlingspolitik, die die Schw&auml;chsten gegen die Schwachen ausspielt, treibt diese zu rechten Parteien<\/strong><br>\nWolfgang Clement, ehemaliger Wirtschaftsminister und ehemaliger SPD-Politiker, bringt es auf den Punkt. &bdquo;Jeder legale Arbeitsplatz ist zumutbar. Die Mehrheit derer, die jetzt zu uns kommen, werden das auch so sehen. Und andere m&uuml;ssen es lernen&ldquo;, das sind die Schlusss&auml;tze seines Kommentars zur Fl&uuml;chtlingspolitik im Handelsblatt am Montag. &bdquo;Alle Ventile &ouml;ffnen!&ldquo;, lautet der zweideutige Titel.<br>\n&hellip; wer es beim Moralisieren bel&auml;sst und auch die noch nicht radikalisierten Verlierer dieser Entwicklung v&ouml;llig allein mit ihren Sorgen l&auml;sst, der &ouml;ffnet die Ventile nach rechts ganz weit, also zu den Parteien, die keine Solidarit&auml;t predigen, sondern durch H&auml;rte und Abschottung gegen die Schw&auml;chsten den Schwachen Hilfe versprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/467-fluechtlingspolitik#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;uble hilft den Rechtspopulisten<\/strong><br>\nFinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble will Geld einsparen, um die Versorgung von Fl&uuml;chtlingen zu finanzieren. Das ist unn&ouml;tig und sendet falsche Signale.<br>\nWelch gef&auml;hrlicher Unsinn: Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) will, dass die Bundesministerien 500 Millionen Euro einsparen, um Ausgaben f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge zu finanzieren.<br>\nSch&auml;uble sendet damit ein fatales Signal. Er suggeriert, dass sich Deutschland die Zuwanderer nicht leisten kann. Gratis liefert er die Scheinargumente, mit denen Rechtspopulisten dann &Auml;ngste sch&uuml;ren k&ouml;nnen.<br>\nDabei ist ein Sparhaushalt v&ouml;llig &uuml;berfl&uuml;ssig. Die Steuereinnahmen sprudeln &ndash; und es w&auml;re kein Problem, Schulden aufzunehmen. Denn Deutschland bekommt Kredite fast umsonst. F&uuml;r zehnj&auml;hrige Darlehen muss der Bund nur noch Zinsen von 0,7 Prozent zahlen.<br>\nDie Zinsen sind &uuml;brigens so niedrig, weil auf den deutschen Sparkonten zu viel Geld liegt, das niemand haben will. Der Finanzminister k&ouml;nnte ruhig beherzt zugreifen und Darlehen aufnehmen. Doch stattdessen inszeniert Sch&auml;uble eine Knappheitsdiskussion, die die Einheimischen gegen die Fl&uuml;chtlinge ausspielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Sparplan-des-Finanzministers\/!5227137\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Solidarit&auml;t auf Sparflamme<\/strong><br>\nBis vor kurzem war Deutschland in der Fl&uuml;chtlingsfrage der Champion der &bdquo;guten&ldquo; Europ&auml;er. Jetzt droht es eine fatale Kettenreaktion in Gang zu setzen.<br>\nHier die Guten, da die B&ouml;sen. Dieses einfache Schwarz-Wei&szlig;-Denken greift in der Fl&uuml;chtlingskrise immer weiter um sich. Am Montagabend hat es auch die EU erwischt. Beim Treffen der Innenminister in Br&uuml;ssel standen die &bdquo;guten Europ&auml;er&ldquo;, die eine solidarische Lastenteilung fordern, den &bdquo;B&ouml;sen&ldquo; gegen&uuml;ber, die Hilfe verweigern und Grenzen abriegeln &ndash; wie derzeit in Ungarn.<br>\nDoch so einfach ist es nicht. Denn zum einen haben die &bdquo;Guten&ldquo; viel zu lange gez&ouml;gert, bis sie aktiv geworden sind. Jahrelang wurden Italien und Griechenland, aber auch Spanien und Malta mit den Bootsfl&uuml;chtlingen allein gelassen. Die erste Quote von 40.000 Migranten, die am Montag verbindlich beschlossen wurde, war viel zu niedrig. Deshalb kommen nun noch einmal 120.000 hinzu.<br>\nZum anderen sind diejenigen, die jetzt Druck auf die &bdquo;B&ouml;sen&ldquo; machen, selbst Teil des Problems. Dies gilt vor allem f&uuml;r Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re. Noch vor kurzem gab er sich als Hardliner, der nicht einmal Seenotrettung im Mittelmeer unterst&uuml;tzen wollte. Dann machte er die Grenzen auf &ndash; und genauso schnell wieder zu. Dies f&uuml;hrte beim Krisentreffen in Br&uuml;ssel zu &Auml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-EU-und-Fluechtlinge\/!5232211\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Nein, Deutschland war &bdquo;bis vor kurzem&ldquo; nicht der &bdquo;Champion der guten Europ&auml;er&ldquo;. Diese &Uuml;berschrift, die ganz offensichtlich nicht vom Autor Eric Bonse stammt, zumal sie seinem Artikel v&ouml;llig zuwider l&auml;uft, ist wahrlich grotesk. Diese &Uuml;berschrift ist vielmehr ein allgemeines Medienproblem, das bei der taz ganz besonders ausgepr&auml;gt ist: &Uuml;berschriften und Kurzzusammenfassungen am Artikelbeginn werden in der Regel nicht vom Autoren, sondern von der Redaktion geschrieben. Und wenn es mal vorkommt, dass die Redaktion den Artikel entweder nicht verstanden, anderer Meinung ist, oder gar nicht erst gelesen hat, kommen halt schon mal derartige Ungl&uuml;cksf&auml;lle heraus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel: &ldquo;Dann ist das nicht mehr mein Land&rdquo;<\/strong><br>\nKanzlerin Angela Merkel verteidigt auf einer Pressekonferenz ihr Willkommenssignal an Fl&uuml;chtlinge. Sie wolle sich nicht entschuldigen daf&uuml;r, &ldquo;in Notsituationen ein freundliches Gesicht zu zeigen&rdquo;.<br>\nKanzlerin Angela Merkel ist eine Meisterin darin, eigene Emotionen in der &Ouml;ffentlichkeit zu verbergen. Aber an diesem Dienstag klappt dies nicht, und wahrscheinlich hat sie das auch nicht vor. Immer wieder schaut die Kanzlerin in der Pressekonferenz mit &Ouml;sterreichs Regierungschef Werner Faymann nach unten. Und als sie mit dem Vorwurf etlicher CSU-Politiker, aber auch vielen Kommentatoren konfrontiert wird, erst ihr Willkommenssignal an die Fl&uuml;chtlinge habe eine V&ouml;lkerwanderung nach Deutschland ausgel&ouml;st, platzt es aus ihr heraus. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Da hat die Welt gesagt, das ist aber eine sch&ouml;ne Geste. Das kam aus dem Herzen der Menschen&rdquo;, sagt sie. Und dann schiebt sie einen Satz nach, der eigentlich nur eine Vertrauensfrage sein kann &ndash; nicht an ihre Partei oder den Bundestag, sondern an die ganze deutsche Bev&ouml;lkerung: &ldquo;Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu m&uuml;ssen daf&uuml;r, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/flucht-und-zuwanderung\/pressekonferenz-mit-faymann--merkel---dann-ist-das-nicht-mehr-mein-land--,24931854,31817530.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Hat Frau Merkel wirklich Emotionen in der &Ouml;ffentlichkeit gezeigt oder war auch das k&uuml;hle Berechnung? Der &ouml;sterreichische &ldquo;Standard&rdquo; hat das &ndash; zur &uuml;berraschenden Grenz&ouml;ffnung durch Deutschland &ndash;  k&uuml;rzlich u.a. so formuliert: &ldquo;Das alles kann Zufall sein und ein Ausdruck der tempor&auml;ren deutschen Barmherzigkeit sein. Genauso wenig kann aber ausgeschlossen werden, dass dahinter k&uuml;hle Berechnung steckt. Und unsere Nachbarn darauf spekulieren, auf einen Schwung m&ouml;glichst viele potenziell gut gebildete, beziehungsweise ausbildungsf&auml;hige, Arbeitskr&auml;fte ins Land zu lassen. Hat man diese identifiziert, sind m&ouml;glicherweise die derzeit heftig umstrittenen Quoten f&uuml;r die EU-weite Verteilung der Asylwerber beschlossen. Nach derzeitigen Pl&auml;nen w&auml;ren das 40.000 Menschen f&uuml;r Deutschland. Was bedeuten k&ouml;nnte, dass man mit Verweis auf die freiwillige Mehraufnahme eine Reduktion verlangt. Und dann k&ouml;nnte man <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27544#h02\">die weniger Arbeitsmarkttauglichen m&ouml;glicherweise elegant den Unionspartnern umh&auml;ngen<\/a>.&rdquo; Bitte lesen Sie dazu erneut: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27568\">K&ouml;nnte es sein, dass die Fl&uuml;chtlinge und wir die Opfer einer PR-Strategie der CDU-Vorsitzenden\/Bundeskanzlerin geworden sind<\/a>?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Deutschland steuert nicht in eine nationale Katastrophe<\/strong><br>\nEs gilt die Fluchtursachen zu bek&auml;mpfen &ndash; ein Zwischenruf<br>\nNach einer Mitteilung der Deutschen Bundesbank haben die deutschen Steuerzahler seit 2008 insgesamt 236 Milliarden Euro f&uuml;r die Bankenrettung bezahlt, ohne dass der Staat daran zerbrochen w&auml;re. Es ist deshalb nicht zu erwarten, dass Deutschland infolge der j&uuml;ngst beschlossenen Fl&uuml;chtlingshilfe von 10 Milliarden Euro in den Abgrund st&uuml;rzen wird, selbst dann nicht, wenn noch Investitionen f&uuml;r Schulen und Wohnungen hinzukommen.<br>\nAuch die nackten Fl&uuml;chtlingszahlen sprechen nicht daf&uuml;r, dass wir geradewegs in die nationale Katastrophe steuern. Zwar hat Deutschland 2014 mit Abstand die meisten Fl&uuml;chtlinge in Europa aufgenommen. Gleichwohl liegt Deutschland &ndash; gemessen an der Einwohnerzahl &ndash; europaweit nur an der sechsten Stelle (2,1 Asylbewerber auf 1000 Einwohner). Schweden (7,8), Ungarn (4,2), Schweiz (2,7), D&auml;nemark und Norwegen (je 2,5) liegen deutlich vor uns&hellip;.<br>\nDie jahrelange Tatenlosigkeit angesichts der zu erwartenden V&ouml;lkerwanderungsstr&ouml;me offenbart das Totalversagen der europ&auml;ischen und der nationalen Politik. Phantasielos begn&uuml;gte man sich mit der Bek&auml;mpfung von Schleppern und der Sicherung der EU-Au&szlig;engrenzen durch die Grenzsicherungsagentur &ldquo;Frontex&rdquo;. Gleichzeitig wurde die humanit&auml;re italienische Seenotrettungsaktion &ldquo;Mare Nostrum&rdquo;, die innerhalb eines Jahres 140.00 Fl&uuml;chtlinge aus Seenot gerettet hatte, finanziell ausgeblutet. Europa war bis vor wenigen Tagen stur auf Abwehr programmiert.<br>\nMan fragt sich, weshalb europ&auml;ische Gipfelgespr&auml;che, wie sie bei Banken-, W&auml;hrungs- und Griechenlandkrise an der Tagesordnung waren, mit Blick auf die Fl&uuml;chtlingswelle vers&auml;umt wurden. Das erweckt den b&ouml;sen Anschein, dass Geld wichtiger war als die Rettung von Menschenleben&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45984\/1.html\">Peter Vonnahme auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>100.000 Luxus-Zelte &ndash; kein einziges f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nEs sind 100.000 Zelte auf einer Fl&auml;che von 20 Quadratkilometern. Es sind keine normalen Zelte, sondern Hightech-Unterk&uuml;nfte. Sie wurden aus Fiberglas hergestellt und mit Teflon beschichtet, um gegen Sonne und Feuer zu sch&uuml;tzen. Jedes der 64 Quadratmeter gro&szlig;en Zelte verf&uuml;gt &uuml;ber Strom und Klimaanlage. 100 Kilometer lang sind die Rohre f&uuml;r die Wasserversorgung der Luxuszelte. Saudi-Arabien l&auml;sst sich eben nicht lumpen, wenn es um die j&auml;hrliche Hadsch-Pilgerschaft geht.<br>\nBis zu drei Millionen Menschen k&ouml;nnen im Zeltlager von Mina, das acht Kilometer &ouml;stlich der heiligen Stadt Mekka liegt, untergebracht werden. Aber f&uuml;r syrische Fl&uuml;chtlinge ist kein Platz im saudi-arabischen K&ouml;nigshaus. Wie alle anderen Golfstaaten verweigert auch Saudi-Arabien Syrern auf der Flucht eine sichere Unterkunft. Sie w&auml;lzen das ganze Problem auf Europa ab. &ldquo;Die sechs Golfstaaten boten keinen einzigen Platz f&uuml;r die Umsiedlung von syrischen Fl&uuml;chtlingen an&rdquo;, best&auml;tigte Amnesty International.<br>\nAngesichts des unermesslichen Wohlstandes aus den Erd&ouml;l- und Gasvorkommen dieser Region ist das ein Skandal. Zumal die arabischen Emirate und K&ouml;nigreiche f&uuml;r die Krise in Syrien gro&szlig;e Verantwortung tragen. Von Beginn des B&uuml;rgerkriegs an haben sie in Syrien radikal-islamische Rebellenorganisationen unterst&uuml;tzt. Ohne den Einfluss und das Geld vom Golf w&uuml;rde es diesen Auswuchs von extremistischen Gruppen heute nicht geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article146341341\/100-000-Luxus-Zelte-kein-einziges-fuer-Fluechtlinge.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch wenn man Gefahr l&auml;uft Ressentiments zu bedienen, ist nicht von der Hand zu weisen, dass der IS gerade aus den Golfstaaten nach wie vor massive finanzielle Unterst&uuml;tzung erh&auml;lt. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Politik Saudi-Arabiens ist nur noch als zynisch zu beschreiben. Saudi-Arabien bestreitet &uuml;brigens die Angaben, nach denen es keine F&uuml;chtlinge aufnimmt, entschieden. Je nach saudischer Quelle ist von 100.000, 500.000 oder gar 2,5 Millionen Syrern die Rede, denen Saudi-Arabien Schutz bietet. Die Erkl&auml;rung f&uuml;r die Diskrepanz zwischen den internationalen und den saudischen Zahlen ist recht einfach zu erkl&auml;ren: Saudi-Arabien z&auml;hlt ganz einfach die im Land befindlichen syrischen Gastarbeiter zusammen, die &uuml;ber ein herk&ouml;mmliches Arbeitsvisum eingereist sind. Diese Menschen, die als moderne Sklaven gelten k&ouml;nnen, nun als Zeichen der saudischen Hilfsbereitschaft ins Licht zu zerren, ist zynisch. Zynisch ist auch die Begr&uuml;ndung f&uuml;r die saudische Zur&uuml;ckhaltung:<\/em><\/p>\n<p><strong>Syrian refugees don&rsquo;t want to camp in Saudi Arabia. They want a future<\/strong><br>\n[&hellip;] The reason is purely economic. Our situation is like that of some European countries, like Hungary and Greece, who don&rsquo;t want immigrants because their economies cannot contain them. We are not an enormous economic power like Germany who can &ndash; or rather, needs &ndash; to contain more immigrants yet it&rsquo;s unwilling because it wants to select them and not receive them in such huge numbers. Therefore, the reason is purely economic. Our brotherly relations with the Syrian people still prevailed, and we opened our doors to them as much we could. But our economy cannot tolerate hosting refugees who turn into residents. [&hellip;]<br>\nThis is because our market is already saturated with foreign labor, which most of us don&rsquo;t even need, and this has negatively affected our society and economy. We hesitatingly think of how to resolve this accumulated problem. We are shocked by the number of foreign laborers in our country and by the reality of unemployment among our sons whenever we hold a conference to discuss &ldquo;foreign labor in Gulf states, its reality and future.&rdquo; [&hellip;]<br>\nTherefore, resettling hundreds of thousands of Syrians will confuse all our economic calculations and affect citizens&rsquo; interests. I say &ldquo;resettle&rdquo; because this is what Syrians want. They don&rsquo;t want a tent or a camp surrounded by iron bars like those they escaped from in Jordan&rsquo;s Zaatari camp or in Turkey&rsquo;s Gaziantep.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/english.alarabiya.net\/en\/views\/news\/middle-east\/2015\/09\/15\/Syrian-refugees-don-t-want-to-camp-in-Saudi-Arabia-They-want-a-future.html\">Al Arabya<\/a><\/p>\n<p><em>In offiziellen Statements r&uuml;hmt sich Saudi-Arabien &uuml;brigens auch, <a href=\"https:\/\/www.middleeastmonitor.com\/news\/middle-east\/21059-saudi-we-have-taken-in-25m-syrian-refugees\">700 Millionen US$ an Hilfsgeldern bereitgestellt zu haben<\/a>. Woher diese Zahl stammt, ist jedoch vollkommen unerkl&auml;rlich. Nach den offiziellen Zahlen des 3RP des UNHCR hat Saudi-Arabien in diesem Jahr lediglich 2,7 Millionen US$ an Finanzhilfen &uuml;berwiesen. F&uuml;r ein reiches Land, das durch seine Einmischung in den Konflikt ma&szlig;geblich mitverantwortlich f&uuml;r die Kriegsfolgen ist, ist dies erb&auml;rmlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Deutschland ist das Mekka Europas&ldquo;<\/strong><br>\nWo Milch und Honig flie&szlig;en: So sehen viele Syrer Deutschland, sagt Salem El-Hamid. Der Generalsekret&auml;r der Syrisch-Deutschen Gesellschaft spricht &uuml;ber Schleuser, drohende Unruhen und Mittel gegen den Fl&uuml;chtlingsstrom. [&hellip;]<br>\nHerr El-Hamid, allein in M&uuml;nchen sind am vergangenen Wochenende knapp 20.000 Fl&uuml;chtlinge angekommen. Darunter auch immer mehr Syrer. Warum kommen gerade jetzt so viele? Wie ist die aktuelle Lage in Syrien?<br>\nAm Anfang dachte man nicht, dass diese Situation so lange anhalten w&uuml;rde. Aber nach f&uuml;nf Jahren ist immer noch keine L&ouml;sung in Sicht. Die Menschen in Syrien sehen keine Zukunft in ihrer Heimat. Das ist ein Krieg. Also suchen sie nach einem besseren Leben f&uuml;r sich und ihre Familie. Das Regime verliert in Damaskus weiterhin an Boden. Der Islamische Staat (IS) versucht immer wieder, die auch strategisch wichtige Hauptstadt einzunehmen. Und die Stadt Aleppo teilt sich zwischen Baschar al-Assads Regierung, den Oppositionellen und mittlerweile teilweise auch dem IS. [&hellip;]<br>\nW&uuml;rde eine Fl&uuml;chtlingsquote da Abhilfe schaffen?<br>\nEine Quote ergibt keinen Sinn. Glauben Sie, dass ein einziger in Ungarn bleiben wird? Die kommen alle wieder nach Deutschland. Die Europ&auml;ische Union braucht einheitliche Regelungen f&uuml;r alle, gleiche Verg&uuml;nstigungen. Und wenn es weniger finanzielle Unterst&uuml;tzung vom Staat g&auml;be, w&uuml;rde das die Fl&uuml;chtlinge auch nicht davon abhalten, ein neues Leben in Deutschland zu suchen.<br>\nAber wie k&ouml;nnte denn eine L&ouml;sung von Seiten Deutschlands aussehen?<br>\nDas ist ganz einfach. Deutschland muss zwei Dinge tun: Erstens Hilfe vor Ort leisten. Die Infrastrukturen in Syrien sind zerst&ouml;rt. Grundbed&uuml;rfnisse wie Wasser, Strom und intakte Stra&szlig;en sind eine Seltenheit. In Aleppo f&auml;llt der Strom manchmal 15 bis 18 Stunden aus. Wenn man diese Dinge in Syrien behebt, gibt man den Leuten Anreiz, in ihrem Land zu bleiben. Zweitens sollte Deutschland sich aktiv am Friedensprozess beteiligen. Als Vermittler. Der Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien, der T&uuml;rkei und dem Iran auf dem Schlachtfeld Syrien muss aufh&ouml;ren. Man muss diese drei Staaten zwingen, endlich die Waffen- und Geldversorgung an Terrororganisationen einzustellen. Dann ist der Krieg beendet. Und der IS w&uuml;rde ausbluten. Syrer haben keine Sehnsucht nach einem Kalifat wie vor tausend Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/interview-zur-fluechtlingskrise-deutschland-ist-das-mekka-europas\/12317056-all.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>UN: Gigantische Verluste drohen &ndash; Viele Millionen fliehen vor Bodenzerst&ouml;rung<\/strong><br>\nDie UNO schl&auml;gt Alarm: Landwirtschaft und die zunehmende Verst&auml;dterung zerst&ouml;ren immer mehr wertvolle B&ouml;den. Die Verluste sind riesig, die Kosten gehen in die Billionen. Zudem k&ouml;nnte das in den n&auml;chsten zehn Jahren zu 50 Millionen zus&auml;tzlichen Fl&uuml;chtlingen f&uuml;hren.<br>\nJedes Jahr gehen der Welt Unsummen verloren, weil &ouml;kologisch wertvolle Fl&auml;chen versiegelt oder durch intensive Landwirtschaft zerst&ouml;rt werden. Ein heute ver&ouml;ffentlichter UN-Bericht bezifferte den Verlust auf weltweit 6,3 bis 10,6 Billionen Dollar (etwa 5,6 bis 9,4 Billionen Euro) im Jahr.<br>\nDie verlorenen Werte k&ouml;nnen Ernteertr&auml;ge sein, aber zum Beispiel auch sauberes Wasser. Der j&auml;hrliche Verlust entspricht der Studie zufolge 10 bis 17 Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts. Nach Angaben der Wissenschaftler k&ouml;nnte die Entwertung der Fl&auml;chen in den n&auml;chsten zehn Jahren zu 50 Millionen zus&auml;tzlichen Fl&uuml;chtlingen f&uuml;hren &ndash; alles Menschen, die ihre Heimat verlassen m&uuml;ssen, weil der Boden sie nicht mehr ern&auml;hren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wissen\/UN-schlaegt-Alarm-Durch-Bodenzerstoerung-drohen-Riesenverluste-und-50-Millionen-Fluechtlinge-article15933946.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gespaltene Lohnwelt<\/strong><br>\nDie Tarifl&ouml;hne sind in den letzten Jahren st&auml;rker als zuvor gestiegen. Aber die Bilanz von 2000 bis 2015 ist ern&uuml;chternd. Um zw&ouml;lf Prozent stiegen sie preisbereinigt &uuml;ber diesen langen Zeitraum. Die Gewinneinkommen der Unternehmer explodierten um 70 Prozent. Und das eigentliche Drama: Nur noch 50 Prozent der Besch&auml;ftigten arbeiten unter dem Schutz eines Fl&auml;chentarifvertrages. Die andere H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten ist regelrecht abgest&uuml;rzt: Sie m&uuml;ssen heute mit einem preisbereinigten Einkommen auskommen, das 17 Prozent niedriger liegt als im Jahr 2000.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/L%C3%B6hne-abgeh%C3%A4ngt-1509_1.pdf\">Michael Schlecht, MdB (Die Linke) [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/L%C3%B6hneabgeh%C3%A4ngt_2015.pptx\">Powerpoint-Folien zum Thema<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Europ&auml;isches Patentamt droht Gewerkschaftsf&uuml;hrung<\/strong><br>\nIn einem seit langem schwelenden Konflikt um die Arbeitsbedingungen beim Europ&auml;ischen Patentamt hat die Beh&ouml;rde jetzt der Leiterin der Gewerkschaftsorganisation mit K&uuml;ndigung und rechtlichen Schritten gedroht.<br>\nNachdem SUEPO, die Gewerkschaft der Mitarbeiter des Europ&auml;ischen Patentamts (EPO), mehrmals zu Streiks aufrief und an den EPO-Standorten M&uuml;nchen und Den Haag demonstrierte, droht jetzt die Beh&ouml;rde der M&uuml;nchener SUEPO-Leiterin Elizabeth Hardon mit &ldquo;rechtlichen Schritten&rdquo; wegen Verbreitens &ldquo;vertraulicher Informationen&rdquo;. Darunter f&auml;llt nach Auffassung des EPO bereits die Information &uuml;ber die Vorladung vor die Investigative Unit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Europaeisches-Patentamt-droht-Gewerkschaftsfuehrung-2814245.html\">Heise Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.W.:<\/strong> Und das passiert in Deutschland. Auch schon ohne TTIP kann von &ldquo;internationalen&rdquo; Organisationen deutsches Recht au&szlig;er Kraft gesetzt werden. Der Chef kann bestimmen, ob eine Gewerkschaft genehmigt ist, ob ein Streik stattfinden darf und ob eine Gewerkschaftsangeh&ouml;rige ihre Gewerkschaft dar&uuml;ber informieren darf, dass sie wegen ihrer Gewerkschaftst&auml;tigkeit vor eine &ldquo;Investigativ Unit&rdquo; geladen ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Umgehungsstrategien der Arbeitgeber: Popcorn statt Mindestlohn<\/strong><br>\nEine Auswahl der Umgehungsstrategien:\n<ul>\n<li>Neuer Vertrag, alte Arbeitszeit: Die Arbeitnehmer bekommen neue Vertr&auml;ge mit reduzierter Arbeitszeit vorgelegt, die tats&auml;chliche Arbeit wird aber im alten Umfang erwartet. Diese &Uuml;berstunden sind zum Beispiel unentgeltlich oder werden &ldquo;schwarz&rdquo; bezahlt.<\/li>\n<li>Zuschl&auml;ge f&uuml;r &Uuml;berstunden, Nacht- oder Sonntagsarbeit sowie Qualit&auml;tspr&auml;mien und Weihnachts- und Urlaubsgeld werden mit in den Grundlohn eingerechnet, um auf die 8,50 Euro pro Stunde zu kommen.<\/li>\n<li>Warte- und Bereitschaftszeiten werden pl&ouml;tzlich nicht mehr verg&uuml;tet &ndash; zum Beispiel bei Behindertentransporten oder auch bei Taxifahrern.<\/li>\n<li>Es werden Naturalien als &ldquo;Bezahlung&rdquo; angeboten: In Kinos etwa Eintrittskarten und Popcorngutscheine, in B&auml;ckereien Essensgutscheine oder Br&auml;unungs- und Solariumgutscheine in Wellness-Centern.<\/li>\n<li>Urlaubstage werden auf das gesetzlich vorgeschriebene Minimum von 24 Tagen reduziert,um h&ouml;here Kosten f&uuml;r Mindestlohn an dieser Stelle wieder &ldquo;reinzuholen&rdquo;.<\/li>\n<li>Arbeitsverh&auml;ltnisse werden als Praktika oder Volontariate umdeklariert, obwohl es sich nicht um Lernverh&auml;ltnisse handelt.<\/li>\n<li>Unrealistische Zeitvorgaben: Die Umstellung vom St&uuml;ck- auf den Stundenlohn f&uuml;hrt bei Zeitungszustellern zu kaum machbaren Vorgaben zur Verteilung der Presseerzeugnisse. In der Folge wird zum Teil ein Drittel der tats&auml;chlich geleisteten Zeit nicht verg&uuml;tet.<\/li>\n<li>Die Kosten f&uuml;r Dienstkleidung oder Arbeitsmittel wie zum Beispiel Messer werden direkt vom Mindestlohn abgezogen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/mindestlohn-die-umgehungsstrategien-der-arbeitgeber-a-1053039.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die neuen Gro&szlig;grundbesitzer &ndash; Das Gesch&auml;ft mit Europas Boden<\/strong><br>\nAckerland wird weltweit rar &ndash; auch in Europa. Aktiengesellschaften, b&ouml;rsennotierte Fonds und branchenfremde Unternehmen investieren zunehmend in Land. Die kleinen Bauern k&ouml;nnen gegen diese Marktmacht kaum mehr bestehen. Die Folge: Das Land befindet sich zunehmend in der Hand einiger weniger. Die Dokumentation zeigt die aktuellen Entwicklungen in der europ&auml;ischen Landwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/051066-000\/die-neuen-grossgrundbesitzer-das-geschaeft-mit-europas-boden\">arte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> ein wichtiges Thema.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wo die Wirtschaft in Berlin die Politik beeinflusst<\/strong><br>\nEin neuer Stadtf&uuml;hrer beschreibt Sitz und Einfluss machtvoller Lobbyisten im Regierungsviertel.<br>\nEs ist meistens der H&ouml;hepunkt einer ungew&ouml;hnlichen Berliner Stadtf&uuml;hrung, wenn Anne Zetsche ihre Touristengruppe kurz vor dem Brandenburger Tor am Pariser Platz in einen repr&auml;sentativen Durchgang lotst. Die Stadtf&uuml;hrerin von der Transparenzinitiative LobbyControl erz&auml;hlt den Besuchern dann vor den blank geputzten Firmenschildern etwas &uuml;ber die Waffenlobby der Hauptstadt. &Uuml;ber die Politfl&uuml;sterer der R&uuml;stungsschmieden KraussMaffei und Rhein Metall etwa. Und &uuml;ber Politiker wie Dirk Niebel, der als FDP-Entwicklungshilfeminister zusammen mit anderen Ministern den gewinnbringenden Export von Panzern der Firma Rheinmetall nach Saudi-Arabien bewilligte. Und der heute einen lukrativen Posten als Cheflobbyist bei Rheinmetall innehat.<br>\nEs sind Fakten wie diese, die bei Teilnehmern regelm&auml;&szlig;ig zu Kopfsch&uuml;tteln f&uuml;hren. An diesem Tag starren die Sch&uuml;ler eines deutsch-franz&ouml;sischen Gymnasiums nachdenklich auf das Eingangsportal der R&uuml;stungslobbyisten und stellen emp&ouml;rte Fragen. So hatten sie sich demokratische Politik in der Hauptstadt eigentlich nicht vorgestellt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article205692331\/Wo-die-Wirtschaft-in-Berlin-die-Politik-beeinflusst.html\">Berliner Morgenpost<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/lobbyplanet-berlin-reisefuhrer-durch-den-lobbydschungel\/\">LobbyPlanet Berlin: Reisef&uuml;hrer durch den Lobbydschungel via Lobby Control<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Steueraff&auml;re: Lobbyisten sollen aus dem EU-Parlament fliegen<\/strong><br>\nSeit Monaten versucht das EU-Parlament herauszufinden, wie Luxemburg und andere EU-Staaten jahrelang internationale Gro&szlig;konzerne mit Steuervorteilen angelockt haben. Doch die Ermittlungen des &ldquo;Taxe&rdquo;-Sonderausschuss gerieten zur Farce: Die EU-Kommission und der Europ&auml;ische Rat verweigern entscheidende Dokumente, mit teils abenteuerlichen Begr&uuml;ndungen.<br>\nAuch diverse Konzerne, die von den Steuerdeals jahrelang massiv profitiert haben sollen, blocken ab. Ihre Chefs wollen nicht vor den Parlamentariern aussagen. Der Sonderausschuss kann, anders als etwa ein Untersuchungsausschuss im Bundestag, niemanden unter Zwang vorladen. Doch nun schlagen die Abgeordneten auf andere Weise zur&uuml;ck: Sie wollen die Lobbyisten der Unternehmen, die nicht vor dem Ausschuss erscheinen wollten, aus dem Europ&auml;ischen Parlament aussperren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/luxleaks-lobbyisten-sollen-zugang-zu-eu-parlament-verlieren-a-1053061.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Merkel mahnt, es mit dem Datenschutz nicht zu &uuml;bertreiben<\/strong><br>\n&ldquo;Daten sind der Rohstoff der Zukunft&rdquo;, stellt Bundeskanzlerin Angela Merkel fest. An den EU-Gesetzgeber appellierte sie, die laufende Datenschutzreform auch unter diesem Aspekt zu sehen &ndash; und Vernunft walten zu lassen.<br>\nDie CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat sich auf dem ersten offenen Mitgliederkongress ihrer Partei zu Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung am Wochenende f&uuml;r einen &ldquo;vern&uuml;nftigen&rdquo; Schutz personenbezogener Informationen eingesetzt. &ldquo;Daten sind der Rohstoff der Zukunft&rdquo;, erkl&auml;rte die Kanzlerin. Es sei daher wichtig, die Regeln f&uuml;r den Umgang damit richtig zu setzen.<br>\nDen EU-Gesetzgeber und insbesondere das Parlament rief Merkel laut einer Agenturmeldung dazu auf, die geplante EU-Grundverordnung &ldquo;nicht nur unter dem Blickwinkel Datenschutz&rdquo; zu betrachten und zu restriktiv auszulegen. Gesundheitsanwendungen etwa machten nur Sinn, wenn die Anbieter sie ganz individuell mit Hilfe pers&ouml;nliche Angaben auf die Nutzer zuschneiden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Merkel-mahnt-es-mit-dem-Datenschutz-nicht-zu-uebertreiben-2812931.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Trotz EU-Kritik: Bundesregierung h&auml;lt an Vorratsdatenspeicherung fest<\/strong><br>\nDie EU-Kommission moniert an den Berliner Pl&auml;nen zur Vorratsdatenspeicherung, dass Provider Nutzerspuren nur im Inland aufbewahren d&uuml;rften. Das Justizressort sieht darin aber keinen Versto&szlig; gegen EU-Recht.<br>\nDie Bundesregierung h&auml;lt ihren Gesetzentwurf f&uuml;r eine neue Vorratsdatenspeicherung f&uuml;r vereinbar mit dem EU-Recht. Die geplante Vorgabe, wonach die betroffenen Telekommunikationsanbieter Verbindungs- und Standortinformationen nicht in EU-L&auml;ndern oder Drittstaaten lagern d&uuml;rften, versto&szlig;e &ldquo;nicht gegen die Dienstleistungsfreiheit&rdquo;, hei&szlig;t es in einer heise online vorliegenden Antwort des Bundesjustizministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken. Die Auflage k&ouml;nne n&auml;mlich mit &ldquo;zwingenden Erfordernissen des Allgemeinwohls begr&uuml;ndet werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Trotz-EU-Kritik-Bundesregierung-haelt-an-Vorratsdatenspeicherung-fest-2812718.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Putin und Cameron<\/strong><br>\nJust imagine UK media headlines if Russian President called a leading opposition party threat to national security?\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150916_01_CO31l-xW8AEYI4j.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/RussianEmbassy\/status\/643440355606700032\">Russische Botschaft UK via Twitter<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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