{"id":2760,"date":"2007-11-12T08:54:34","date_gmt":"2007-11-12T07:54:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2760"},"modified":"2020-02-20T10:49:40","modified_gmt":"2020-02-20T09:49:40","slug":"was-ist-von-ruerups-und-des-svr-reformdividende-zu-halten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2760","title":{"rendered":"Was ist von R\u00fcrups und des SVR \u201eReformdividende\u201c zu halten?"},"content":{"rendered":"<p>Das untersuchte f&uuml;r Sie Karl Mai und kommt im Anschluss an zwei kritische Eintr&auml;ge (<a href=\"?p=2754\">&ldquo;Der so genannte Sachverst&auml;ndigenrat ist nur noch eine Maschinerie der Meinungsmache.&rdquo;<\/a> und <a href=\"?p=2749\">&ldquo;Die Glaubenskongregation Sachverst&auml;ndigenrat hat mal wieder getagt.&rdquo;<\/a>) in den NachDenkSeiten zu einem &auml;hnlichen Urteil: Nichts.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Zur &bdquo;Reformdividende&ldquo; des Sachverst&auml;ndigenrates<\/strong><\/p><p><em>Von Karl Mai<\/em><\/p><p><em>&ndash; Weitere kritische Anmerkungen im Anschluss an Albrecht M&uuml;ller &ndash;<\/em><\/p><p><strong>BIP-Wachstum als &bdquo;Reformdividende&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Die deutsche Wirtschaft ist seit Anfang 2006 in eine quantifizierbare Belebungsphase der Konjunktur eingetreten, die bereits schon wieder leicht r&uuml;ckl&auml;ufig erscheint. Die Prognosen f&uuml;r das Jahr 2008 sind verhaltener, werden aber vom Optimismus einiger Experten gest&uuml;tzt. <\/p><p>In dieser Lage wird leicht vergessen, dass diese zeitweilige Belebung die Mehrheit der Wirtschaftsforscher und Sachverst&auml;ndigenrats-Experten zuvor tats&auml;chlich v&ouml;llig &uuml;berrascht hatte &ndash; es gab daf&uuml;r keine zutreffende Voraussage aus dieser Richtung. Im Gegenteil: man hatte sich auf eine intensive Fortsetzung bzw. Versch&auml;rfung des &bdquo;Reformkurses&ldquo; eingeschossen, ohne den vorgeblich auf keine st&auml;rkere neue Konjunkturbelebung zu hoffen sei. <\/p><p>Um so gr&ouml;&szlig;er war dann die Verlegenheit, als dennoch ein h&ouml;herer BIP-Zuwachs gegen&uuml;ber 2005 f&uuml;r 2006 eintrat &ndash; dessen tiefere Ursachen zwar nicht &uuml;berzeugend aufgedeckt waren, aber der sogleich als erfolgreiches Ergebnis der deutschen Reformpolitik vereinnahmt wurde.<br>\nIm internationalen Vergleich erreichten die BIP-Zuwachsraten in Deutschland keineswegs eine reforminduzierte Spitzenposition in der EU. Man h&auml;tte schon daraus leicht schlie&szlig;en k&ouml;nnen, dass der Reformimpuls nicht spezifisch nachweisbar sein d&uuml;rfte.<\/p><p><strong>Tabelle 1:<\/strong> Realer BIP-Zuwachs im Internationalen Vergleich 2005 und 2006 in % im Vergleich zum Vorjahr<\/p><table>\n<tr>\n<th>Land<\/th>\n<th>%-Wachstum 2005<\/th>\n<th>%-Wachstum 2006<\/th>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>Deutschland<\/td>\n<td>0,9<\/td>\n<td>2,7<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>Spanien<\/td>\n<td>3,5<\/td>\n<td>3,9<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>Finnland<\/td>\n<td>2,9<\/td>\n<td>5,5<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>Frankreich<\/td>\n<td>1,2<\/td>\n<td>2,0<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>D&auml;nemark<\/td>\n<td>3,1<\/td>\n<td>3,1<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>&Ouml;sterreich<\/td>\n<td>2,0<\/td>\n<td>3,1<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>Schweden<\/td>\n<td>2,9<\/td>\n<td>4,4<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>Gro&szlig;britannien<\/td>\n<td>1,9<\/td>\n<td>2,8<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>EU-27<\/td>\n<td>1,7<\/td>\n<td>3,0<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>USA<\/td>\n<td>3,2<\/td>\n<td>3,3<\/td>\n<\/tr>\n<\/table><p><strong>Quelle:<\/strong> BMF, Monatsbericht September 2007, S. 113<\/p><p>Bis auf Frankreich hat Deutschland 2005 und 2006 eine auffallend niedrige BIP-Wachstumsrate, die den Effekt der neoliberalen Reform desavouiert.<\/p><p>Doch inzwischen hat der SVR die deutsche Entwicklung analysiert (SVR, Jahresgutachten 2007\/2008, S. 8 ff.) und kommt zu folgendem Ergebnis &ndash; ich zitiere ausf&uuml;hrlich:<\/p><blockquote><p>Viele dieser Entwicklungen gehen zumindest mittelbar auf noch in der vorangehenden Legislaturperiode ergriffene Politikma&szlig;nahmen zur&uuml;ck. Daher wird im Kontext der Diskussion &uuml;ber die Natur der j&uuml;ngsten wirtschaftlichen Belebung mit dem Begriff der Reformdividende operiert als dem Ertrag bisheriger Strukturreformen, die man als Investition in die Wachstumsperspektiven der deutschen Volkswirtschaft verstehen kann. Eine solche Dividende  verstanden als ein h&ouml;heres Potenzialwachstum, eine niedrigere Besch&auml;ftigungsschwelle, ein Abbau der persistenten Arbeitslosigkeit, solider finanzierte Sozialversicherungen und strukturell ausgeglichene &ouml;ffentliche Haushalte  schl&auml;gt sich nicht zuletzt in gr&ouml;&szlig;eren Handlungsspielr&auml;umen bei der Verfolgung wirtschafts- und sozialpolitischer Ziele nieder. <em>Die genaue Quantifizierung eines so verstandenen Ertrags der bisherigen Reformen ist nicht m&ouml;glich, denn dies w&uuml;rde die Kenntnis einer hypothetischen Entwicklung ohne diese Ma&szlig;nahmen erfordern.<\/em><\/p><\/blockquote><p>(Hervorhebung von K.M.)<\/p><p><strong>Eine blo&szlig;e Hypothese<\/strong><\/p><p>Damit ist allerdings gesagt, dass eine empirische &Uuml;berpr&uuml;fung der Hypothese vom Reformimpuls objektiv nicht m&ouml;glich sei &ndash; mithin bleibt sie eine verbale Arbeitshypothese ohne Verifizierung.<br>\nUnd diese verbale Qualifikation erfolgt f&uuml;r die Reformimpulse dann wie folgt:<\/p><blockquote><p>Die aufgef&uuml;hrten Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt, in den Systemen der Sozialen Sicherung und bei der Lage der &Ouml;ffentlichen Haushalte sowie die deutlich gestiegene Attraktivit&auml;t des Wirtschaftsstandorts sind aber Befunde, die nicht allein durch zyklische Faktoren erkl&auml;rt werden k&ouml;nnen, sondern deutliche Hinweise darauf, dass es eine Reformdividende gibt.<\/p><\/blockquote><p>Man kann den zitierten Satz auch so lesen: eine Reformdividende gibt es, weil es &hellip; eine Reformdividende gibt, was auf eine Tautologie hinausl&auml;uft. Es ist also eher Glaubenssache einzusehen, dass die &bdquo;Reformen&ldquo; im Sozialstaatsbereich folgendes bewirkt haben k&ouml;nnten: ein &bdquo;Potentialwachstum&ldquo; &bdquo;eine niedrigere Besch&auml;ftigungsschwelle&ldquo;, &bdquo;einen strukturell ausgeglichenen &ouml;ffentlichen Haushalt&ldquo;, <em>wenn keine exportvermittelte Belebung der Konjunktur &uuml;ber Deutschland hereingebrochen w&auml;re<\/em>.<\/p><p>Und dann steigert sich der SVR geradezu in euphorischer &bdquo;Glorie&ldquo;:<\/p><blockquote><p>F&uuml;r die B&uuml;rger besteht diese Reformdividende in einem steigenden Besch&auml;ftigungsgrad, sichereren Arbeitspl&auml;tzen und verbesserten Einkommensperspektiven und f&uuml;r die Unternehmen in nachhaltig verbesserten Standortbindungen.<\/p><\/blockquote><p>Also &bdquo;Reformdividende&ldquo; als Wundermedizin! Der Anstieg prek&auml;rer Arbeitspl&auml;tze und unsicherer Arbeitspl&auml;tze als &bdquo;verbesserte&ldquo; Einkommensperspektive mu&szlig; wie Hohn in den Ohren der Betroffenen klingen. Allerdings haben sinkende Reall&ouml;hne die Standortbindungen der Unternehmen erh&ouml;ht &ndash; zu Gunsten explodierender Profite.<\/p><blockquote><p>Der Politik erw&auml;chst daraus eine wiedergewonnene finanzpolitische Handlungsf&auml;higkeit, die es erlaubt, in einer k&uuml;nftigen konjunkturellen Schw&auml;chephase  anders als in den Jahren 2002 bis 2005  antizyklisch zu reagieren und die Wirkungen der automatischen Stabilisatoren nicht durch Abgabenerh&ouml;hungen oder Leistungsk&uuml;rzungen beschneiden zu m&uuml;ssen.<\/p><\/blockquote><p>Dass in einer solchen Schw&auml;chephase zwangsl&auml;ufig Mehreinnahmen des Fiskus wieder Mindereinnahmen weichen m&uuml;ssen, sollte diesen Optimismus doch etwas fragil erscheinen lassen &ndash; immerhin wollen manche Politiker k&uuml;nftig auf Netto-Neuverschuldungen verfassungsm&auml;ssig ganz verzichten.<br>\nIm &uuml;brigen bleibt noch festzustellen, dass wir auch jetzt noch im Bundeshaushalt und in den meisten Landeshaushalten ein Haushaltsdefizit haben, das erst im mittelfristigen Zeitraum planm&auml;&szlig;ig abgebaut werden soll. Au&szlig;erdem: nach dem Jahr 2000 wurde die Konjunktur auch durch eine prozyklisch und Geld- und Fiskalpolitik schwer gesch&auml;digt. Diese gr&uuml;ndete auch auf einer falschen Analyse des Sachverst&auml;ndigenrates im Jahresgutachten vom 15.11.2000. (Siehe dazu NachDenkSeiten: <a href=\"?p=2749\">&ldquo;Die Glaubenskongregation Sachverst&auml;ndigenrat hat mal wieder getagt.&rdquo;<\/a>)<\/p><p>Nachdem der SVR definitiv erkl&auml;rt, die Reformdividende k&ouml;nne empirisch-statistisch nicht exakt nachgewiesen werden, sollte er auch nicht erwarten, dass die Reformgegner ihrerseits die Unwirksamkeit der Reformen in Verbindung mit der Konjunkturbelebung exakt aufzeigen. Inzwischen kann man ja auch noch feststellen, dass in zahlreichen L&auml;ndern ohne derartige aktuelle Reformen der Wachstumsschub durchaus gr&ouml;&szlig;er ist. (Tab. 1)<\/p><p><strong>Effekt der  Arbeitsmarktreformen?<\/strong><\/p><p>Prof. Bofinger hat als Opponent im Sachverst&auml;ndigenrat f&uuml;r den deutschen Arbeitsmarkt eine statistisch-analytische Verifizierung des Reformeffekts eingebracht. Nachdem er dort einige markante Aspekte des Arbeitsmarkts empirisch f&uuml;r die beiden letzten Konjunkturzyklen verglichen hatte, kommt er zu dem Schlu&szlig;: <\/p><blockquote><p>Ein eindeutig positiver Effekt der Arbeitsmarktreformen l&auml;sst sich nicht feststellen. (Pkt. 513)<\/p><\/blockquote><p>Und zur Langzeitarbeitslosigkeit bemerkt er: <\/p><blockquote><p>Auch bei einer differenzierteren Betrachtung der Entwicklungen am Arbeitsmarkt f&auml;llt es schwer, die Erfolge der Arbeitsmarktreformen zu erkennen. So liegt beispielsweise bei den Langzeitarbeitslosen die Rate der Abg&auml;nge aus der Arbeitslosigkeit in diesem Jahr mit 1,8 vH nur geringf&uuml;gig h&ouml;her als der Wert des Jahres 2000, der 1,7 vH betragen hatte. (Pkt. 511)<\/p><\/blockquote><p>Ebenso ist der angebliche Effekt der Reformen auf das deutsche Produktionspotential  nicht nachweisbar. Bofinger hierzu: <\/p><blockquote><p>Wenig &uuml;berzeugend ist in diesem Zusammenhang auch der Verweis auf ein h&ouml;heres Wachstum des Produktionspotenzials (Ziffer  ???). Dessen Wachstumsrate hat sich zwar gegen&uuml;ber dem Tiefstand von 1,1 vH im Jahr 2004 wieder etwas erh&ouml;ht, sie liegt aber mit 1,6 vH nicht h&ouml;her als im Jahr 1999, das hei&szlig;t vor der Umsetzung der Wirtschaftsreformen in Deutschland.&ldquo; (Pkt. 512)<\/p><\/blockquote><p><strong>Reformeffekt auf das Haushaltsdefizit?<\/strong><\/p><p>Kommen wir nun zur &bdquo;reforminduzierten&ldquo; Verminderung des Haushaltsdefizits. Hier w&auml;re zun&auml;chst daran zu erinnern, dass die Reformen bei den Gewinn- und Unternehmenssteuern ab dem Jahre 2000 erst daf&uuml;r gesorgt haben, dass der &ouml;ffentliche Haushalt in eine ernsthafte Krise geriet. Das kann man beim Finanzminister direkt nachlesen: <\/p><blockquote><p>Die Mindereinnahmen der Steuerreform 2000 wurden vom BMF wie folgt vorausgesehen: 2001  23,2 Mrd. Euro, 2002   9,8 Mrd. Euro, 2003  15,0 Mrd. Euro, 2004  12,8 Mrd. Euro und 2005  32,1 Mrd. Euro. Insgesamt von 2001 bis 2005  92,9 Mrd. Euro. (BMF, &bdquo;Steuerreform 2000&ldquo;, Sonderbericht Aug. 2000,  S. 30.)<\/p><\/blockquote><p>Und weiter:<\/p><blockquote><p>W&auml;re die Einnahmequote seit Beginn des Defizitverfahrens gegen Deutschland konstant geblieben, h&auml;tten die auf der Ausgabenseite erreichten Konsolidierungserfolge ausgereicht, die 3-%-Grenze des Maastricht-Vertrages bereits im Jahr 2004 zu unterschreiten&ldquo;,  bemerkt das BMF aktuell.(BMF, Monatsbericht 7\/2007, S. 38)<\/p><\/blockquote><p>Nach einer Analyse des BMF vom August 2007 &bdquo;f&uuml;hren die Anhebung der Umsatzsteuer und die dynamischen Zuw&auml;chse bei den gewinnabh&auml;ngigen Steuern zu einem Anstieg der volkswirtschaftlichen Steuerquote von 23 % auf rund 24 % im Jahre 2007.&ldquo; (BMF, Monatsbericht 8\/2007, S. 62\/63) F&uuml;r 2006 berechnet das BMFi eine Senkung der nominalen Defizitquote um 1,6 % des BIP. Nat&uuml;rlich geht in diese verbesserte Defizitlage auch das gr&ouml;&szlig;ere absolute BIP-Wachstum als Basis in den Defizit-Quotienten ein. Die erh&ouml;hten Steuereinnahmen und die erh&ouml;hte BIP-Leistung &uuml;berblenden den Effekt einer moderaten Ausgabenentwicklung des Fiskus auf die Defizitquote.<br>\nDaher kann die &bdquo;Sparpolitik&ldquo; schlechthin nicht das Sinken der Defizitquote f&uuml;r sich politisch reklamieren.<\/p><p><strong>Reformeffekt auf dem Binnenmarkt?<\/strong><\/p><p>Bleibt am Ende noch das g&auml;ngige Argument der Reformer in der Fragestellung: <\/p><blockquote><p>Ohne diese Reformen w&auml;re die eingesetzte Konjunkturbelebung 2006\/2007 noch weitaus geringer ausgefallen!<\/p><\/blockquote><p>Hier sei daran erinnert, welche Kaufkraftverluste und Verminderungen der effektiven Massennachfrage die reformerischen &bdquo;Heldentaten&ldquo; in Deutschland verursacht haben &ndash; der Binnenmarkt konnte sich von daher nicht ann&auml;hernd proportional der Erh&ouml;hung der Einkommens- und Verm&ouml;gensentwicklung der oberen Einkommensgruppen <em>erweitern<\/em> und folglich auch keine Basis f&uuml;r eine starke Binnenkonjunktur bilden. (Tab. 2)<br>\nViele &Ouml;konomen sind darin einig, dass die expansive Exportwirtschaft &ndash; jenseits und unabh&auml;ngig von den Reformen &ndash; haupts&auml;chlich die konjunkturelle Belebung getragen hat.<br>\nDer Sachverst&auml;ndigenrat, der jetzt &uuml;ber eine mangelnde Binnennachfrage klagt, hat wohl damit seine Legende von der umfassenden Reformdividende f&uuml;r die B&uuml;rger selbst ad absurdum gef&uuml;hrt.<\/p><p>Bleibt ein partieller Effekt der Reformen auf die &uuml;berproportionale Entwicklung der Gewinn- und Kapitaleinkommen in Deutschland. Hier wird in einer Verschiebung bei der Verteilung sichtbar: die Masseneinkommen zeigten den geringsten Zuwachs. (Tab. 2)<br>\nDamit offenbart sich der tats&auml;chliche Sinngehalt des Reformeifers und der bejubelten &bdquo;Reformdividende&ldquo; als eine verkappte Apologetik zu Gunsten der Kapital- und Verm&ouml;gensbesitzer, deren Einkommen sprunghaft anstieg.<\/p><p><strong>Tabelle 2:<\/strong> Einkommensentwicklung 2005 und 2006 in % zum Vorjahr lt. VGR<\/p><table>\n<tr>\n<th>&nbsp;<\/th>\n<th>2005<\/th>\n<th>2006<\/th>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>Volkseinkommen<\/td>\n<td>1,5<\/td>\n<td>3,6<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen<\/td>\n<td>6,2<\/td>\n<td>7,2<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>Arbeitnehmerentgeld<\/td>\n<td>-0,7<\/td>\n<td>1,7<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>Masseineinkommen<\/td>\n<td>-0,2<\/td>\n<td>0,3<\/td>\n<\/tr>\n<\/table><p><strong>Quelle:<\/strong> IWH, &bdquo;Wirtschaft im Wandel&ldquo;, 2. Sonderausgaben 2006 und 2007, S. 66 bzw. S. 68<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das untersuchte f&uuml;r Sie Karl Mai und kommt im Anschluss an zwei kritische Eintr&auml;ge (<a href=\"?p=2754\">&ldquo;Der so genannte Sachverst&auml;ndigenrat ist nur noch eine Maschinerie der Meinungsmache.&rdquo;<\/a> und <a href=\"?p=2749\">&ldquo;Die Glaubenskongregation Sachverst&auml;ndigenrat hat mal wieder getagt.&rdquo;<\/a>) in den NachDenkSeiten zu einem &auml;hnlichen Urteil: Nichts. <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[110,11,132,30],"tags":[290,537,319,288,479,443,455],"class_list":["post-2760","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-agenda-2010","category-strategien-der-meinungsmache","category-ungleichheit-armut-reichtum","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-binnennachfrage","tag-bofinger-peter","tag-lohnentwicklung","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-reservearmee","tag-standortwettbewerb","tag-wirtschaftsweise"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2760","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2760"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2760\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58672,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2760\/revisions\/58672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2760"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2760"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2760"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}