{"id":27612,"date":"2015-09-18T16:58:02","date_gmt":"2015-09-18T14:58:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612"},"modified":"2015-11-09T15:07:06","modified_gmt":"2015-11-09T14:07:06","slug":"hinweise-des-tages-ii-214","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h01\">Fl&uuml;chtlingspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h02\">DGB-Positionspapier: Zug&auml;nge in Bildung, Ausbildung, Studium und Qualifizierung f&uuml;r junge Fl&uuml;chtlinge schaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h03\">10 Jahre Merkel: Umverteilung? Nicht mit Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h04\">Abzocke durch Dispozinsen: Einstieg in die Schuldenfalle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h05\">Die Angst des Fixers vor dem Geld-Entzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h06\">Deutschland muss bauen, bauen, bauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h07\">Oetker und Adelige kaufen sich R&uuml;stungsfirma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h08\">Paul Krugman: Labours tote Mitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h09\">Brasilien: Unternehmen d&uuml;rfen nicht mehr an Parteien spenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h10\">Die falschen Autos auf der IAA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h11\">CETA und TTIP erkl&auml;ren Demokratie zur Investitionsfreiheit &ndash; Demoaufruf f&uuml;r den 10. Oktober nach Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h12\">Antibiotika-Einsatz nimmt dramatisch zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h13\">Muslime k&ouml;nnen doch nur Bomben bauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h14\">So versteht Kiew Pressefreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612#h15\">TV-Tipp: 3satfestival 2015<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27612&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingspolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Man k&ouml;nnte das den Leuten sofort ersparen!&ldquo;<\/strong><br>\nGefl&uuml;chtete Menschen, die gezwungen werden, unter katastrophalen Bedingungen in v&ouml;llig &uuml;berf&uuml;llten Lagern zu vegetieren, gewaltt&auml;tige ungarische PolizistInnen, eine rassistische Kamerafrau, die einem in Todesangst fliehenden Mann mit einem Kind auf den Armen das Bein stellt. Dazwischen die immer gleichen Debatten &uuml;ber das &bdquo;Fl&uuml;chtlingsdrama&ldquo;, in denen die Einhaltung der Menschenrechte im selben Atemzug gefordert wird, wie das Aufziehen neuer Grenzz&auml;une. Mosaik-Redakteurin Anna Svec sprach &uuml;ber die aktuelle Situation mit UNHCR-Pressesprecherin Ruth Sch&ouml;ffl. [&hellip;]<br>\nWas sagen Sie zu Ungarns Umgang mit Fluchtlingen? Was w&auml;ren f&uuml;r Sie ad&auml;quate Reaktionen seitens der Politik?<br>\nDie Aufnahmebedingungen in Ungarn machen dem UNHCR gro&szlig;e Sorgen, wir haben Ungarn deshalb seine Unterst&uuml;tzung angeboten. UNHCR ist in Europa, also auch in Griechenland, Serbien und Mazedonien, damit seit langem wieder verst&auml;rkt operativ t&auml;tig, es geht um echte Nothilfe.<br>\nKlar ist, dass die Pl&auml;ne der EU-Kommission sofort umgesetzt werden sollten, besser gestern als heute. Dieses Elend muss ein Ende haben! Man k&ouml;nnte das den Leuten sofort ersparen, man m&uuml;sste nur augenblicklich politische Schritte setzen. Die Versch&auml;rfungen der ungarischen Gesetze, die vor wenigen Tagen in Kraft getreten sind, werden vom UNHCR gepr&uuml;ft. Z&auml;une und Mauern gegen Fl&uuml;chtende waren und sind jedenfalls niemals eine L&ouml;sung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mosaik-blog.at\/man-koennte-das-den-leuten-sofort-ersparen\/\">mosaik<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;S&auml;kularismus ist die L&ouml;sung &ndash; auch in der Fl&uuml;chtlingsfrage!&ldquo;<\/strong><br>\nAuf der Internationalen Konferenz &bdquo;Give Peace A Chance: S&auml;kularismus und globale Konflikte&ldquo; im Mai dieses Jahres hielt Michael Schmidt-Salomon einen Vortrag mit dem Titel &bdquo;S&auml;kularismus ist die L&ouml;sung! &ndash; &Uuml;ber Religion und Gewalt&ldquo;. Die heutige Ver&ouml;ffentlichung des Vortragstextes auf der Website der Giordano-Bruno-Stiftung nahm der gbs-Sprecher zum Anlass, um zur aktuellen Fl&uuml;chtlingsdebatte Stellung zu beziehen.<br>\nIn seinem Vortrag hatte Schmidt-Salomon dargelegt, dass es &bdquo;ohne s&auml;kulare Gesellschaftsnormen, ohne konsequente Trennung von Staat und Religion, nirgends Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit&ldquo; geben k&ouml;nne. Damals sei er zwar nicht explizit auf den Umgang mit Fl&uuml;chtlingen eingegangen, erkl&auml;rte der gbs-Sprecher, die Konsequenzen w&uuml;rden jedoch auf der Hand liegen: &bdquo;Die aktuellen Debatten haben vor Augen gef&uuml;hrt, dass Europa ein klareres s&auml;kulares Profil ben&ouml;tigt, um politisch nicht auseinanderzubrechen und zu einem menschenw&uuml;rdigen Umgang mit M&auml;nnern, Frauen und Kindern zu finden, die in h&ouml;chster Not zu uns fl&uuml;chten.&ldquo;<br>\nScharf ging Schmidt-Salomon dabei mit dem rechts-konservativen ungarischen Ministerpr&auml;sidenten Viktor Orb&aacute;n ins Gericht, der die massive Abschreckungspolitik seines Landes gegen&uuml;ber den Fl&uuml;chtlingen als Ma&szlig;nahme zur Stabilisierung der &bdquo;christlichen Kultur Europas&ldquo; ausgewiesen hatte. &bdquo;Offenkundig hat Orb&aacute;n keine Ahnung von den Wurzeln der europ&auml;ischen Kultur!&ldquo;, sagte Schmidt-Salomon. &bdquo;Denn es ist v&ouml;llig klar, dass die Freiheiten, die wir heute in Europa genie&szlig;en, nicht auf &sbquo;christlichen Werten&lsquo; beruhen, sondern auf der fast vollst&auml;ndigen Emanzipation von diesen Werten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.giordano-bruno-stiftung.de\/meldung\/saekularismus-fluechtlingsdebatte\">giordano bruno stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Wir m&uuml;ssen etwas in den Herkunftsl&auml;ndern der Fl&uuml;chtlinge tun &ndash; welch ein Hohn!<\/strong><br>\nLandauf und landab kann man von deutschen Politikern aus allen Lagern in diesen Tagen den gleichen Sermon h&ouml;ren: Wir m&uuml;ssen etwas in den Herkunftsl&auml;ndern tun, wir m&uuml;ssen humanit&auml;re Hilfe leisten, wir m&uuml;ssen die Lage in den L&auml;ndern verbessern, wir m&uuml;ssen und wir m&uuml;ssen&hellip;<br>\nErstens, dazu ist es zu sp&auml;t. Wer etwas in den L&auml;ndern &auml;ndern will, braucht Ideen und einen langen Atem, beides hat die Politik nicht. Humanit&auml;re Hilfe in Fl&uuml;chtlingslagern in anderen L&auml;ndern &auml;ndert nichts, aber auch gar nichts an dem derzeitigen Zustrom von Fl&uuml;chtlingen und der Situation in den n&auml;chsten Monaten.<br>\nUnd zweitens: Das offizielle Deutschland hat sich in den vergangenen vierzig bis f&uuml;nfzig Jahren nie wirklich f&uuml;r die Probleme der Entwicklungsl&auml;nder interessiert und tut es auch heute noch nicht. Ich war gestern bei meinem ehemaligen Arbeitgeber, der UNCTAD in Genf, anl&auml;sslich des sogenannten Trade and Development Boards eingeladen (das ist formal die Vertretung aller UN-Mitglieder bei UNCTAD). Mit einigen anderen &Ouml;konomen sollte auf der Grundlage von Eingangsreferaten &uuml;ber die wirtschaftliche Lage in der Welt diskutiert werden, &uuml;ber die spezifischen Probleme der Entwicklungs- und Schwellenl&auml;nder und die systemischen Schwierigkeiten, denen sich die Entwicklungsl&auml;nder gegen&uuml;bersehen.<br>\nDer Diplomat, der Deutschland vertritt, kam eine halbe Stunde nach Beginn der Veranstaltung, legte seine Jacke ab und verschwand f&uuml;r die n&auml;chsten zwei Stunden, nur um danach kurz seine Jacke wieder abzuholen und endg&uuml;ltig zu gehen. So also geht der offizielle Vertreter Deutschlands mit den Sorgen der Entwicklungsl&auml;nder um in einer Zeit, in der alle Politiker seines Heimatlandes von der Notwendigkeit schwadronieren, sich mit den Ursachen der Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me auseinander zu setzen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/wir-muessen-etwas-in-den-herkunftslaendern-der-fluechtlinge-tun-welch-ein-hohn\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein Apfel, ein Ei, eine R&uuml;ckfahrkarte<\/strong><br>\nMan hat in der Geschichte der Bundesrepublik schon viele seltsame, verwunderliche, bedenkliche, gef&auml;hrliche, auch grundrechtswidrige Gesetzentw&uuml;rfe lesen k&ouml;nnen. Dieser Gesetzentwurf nun, mit dem die Bundesregierung auf die Fl&uuml;chtlingskrise reagiert, schl&auml;gt alles bisher da Gewesene.<br>\nWenn dieser Entwurf wirklich ernst gemeint ist, woran man am liebsten zweifeln m&ouml;chte, ist er frevlerisch: Er hungert die sogenannten Dublin-Fl&uuml;chtlinge aus; er verspottet die vielen Menschen, die den Fl&uuml;chtlingen j&uuml;ngst auf den Bahnh&ouml;fen Hilfe geleistet haben; er verh&ouml;hnt Artikel 1 des Grundgesetzes, der die Unantastbarkeit der Menschenw&uuml;rde garantiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fluechtlinge-ein-apfel-ein-ei-eine-rueckfahrkarte-1.2651991\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Br&uuml;ssel besinnt sich auf seine Kernkompetenzen&rdquo;<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150918_Bruessel_Kernkompetenzen.jpg\" alt=\"Br&uuml;ssel besinnt sich auf seine Kernkompetenzen\" title=\"Br&uuml;ssel besinnt sich auf seine Kernkompetenzen\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ulrich.schneider.79\/photos\/a.501074066651394.1073741840.453664624725672\/925861004172696\/?type=1&amp;theater\">Ulrich Schneider via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>DGB-Positionspapier: Zug&auml;nge in Bildung, Ausbildung, Studium und Qualifizierung f&uuml;r junge Fl&uuml;chtlinge schaffen<\/strong><br>\nUm die Teilhabechancen von Fl&uuml;chtlingskindern und jugendlichen Fl&uuml;chtlingen zu verbessern, fordern wir die Schulpflicht f&uuml;r alle Kinder und Jugendlichen m&ouml;glichst fr&uuml;hzeitig, unabh&auml;ngig vom Aufenthaltsstatus und mit bundesweit einheitlicher Umsetzung, die Angebote f&uuml;r jugendliche Fl&uuml;chtlinge zum Nachholen des Schulabschlusses an einer berufsbildenden Schule auszubauen. Gegebenenfalls ist das Recht auf Schulbesuch &uuml;ber die Vollj&auml;hrigkeit hinaus \/ bis zum 25. Lebensjahr zu verl&auml;ngern, Lehrkr&auml;fte besser zu unterst&uuml;tzen, Lernstandserhebungen und Einstufungstests bei Fl&uuml;chtlingskindern durchzuf&uuml;hren, alle Schulen, die Fl&uuml;chtlingskinder unterrichten, mit zus&auml;tzlichen Lehrkr&auml;ften die Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache unterrichten k&ouml;nnen, herkunftssprachlichen Mittler\/innen, Schulsozialarbeiter\/innen und sozialp&auml;dagogischer Betreuung auszustatten, Willkommensklassen \/ Lerngruppen in allen Schularten f&uuml;r Fl&uuml;chtlingskinder einzurichten und diese ausreichend auszustatten. Alle Landesregierungen werden aufgefordert, Konzepte und Rahmenbedingungen zur Umsetzung zu schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/schule.dgb.de\/++co++9ecec016-5c64-11e5-a367-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>10 Jahre Merkel: Umverteilung? Nicht mit Merkel<\/strong><br>\nDie Kanzlerin wird in allen gesellschaftlichen Schichten anerkannt. Tats&auml;chlich nutzt sie ihre Wahlsiege, um wirtschaftliche Interessen gegen Umverteilung zu verteidigen.<br>\nAm 18. September 2005 war Bundestagswahl. Zehn Jahre werden an diesem Freitag vergangen sein seit dem Tag, an dem die Deutschen Angela Merkel zur Kanzlerin machten.<br>\nDas innenpolitische Machtsystem, das sich Merkel in diesen zehn Jahren aufgebaut hat, und ihre wenig erfreuliche au&szlig;enpolitische Bilanz beschreiben Peter Grottian und Antje Vollmer. Hier soll es zun&auml;chst um das Image gehen, das sich die Kanzlerin erarbeitet hat, und um das ideologische Konzept, das dahinter zu verschwinden droht. In der kollektiven Wahrnehmung, jedenfalls der medialen, ist aus der CDU-Vorsitzenden eine &uuml;berparteiliche Pr&auml;sidialkanzlerin geworden: sanft und hart, vermittelnd und entschlossen, rechts und links, sozial und wirtschaftsfreundlich, friedlich und kriegsbereit, tolerant und unerbittlich &ndash; alles in einem. Eine Art ideelle Gesamtdeutsche, die alle gesellschaftlichen Widerspr&uuml;che und politischen Konflikte in sich vereint und damit aufl&ouml;st. Dass ihr diese quasi &uuml;bermenschliche F&auml;higkeit weithin zugesprochen wird &ndash; das ist ihre politische Lebensversicherung.<br>\nIn Wahrheit handelt es sich um eine sorgsam gepflegte Legende. In der politischen Wirklichkeit vertritt Angela Merkel keineswegs alles und jeden. In dieser Wirklichkeit vertritt sie, wie jede Politikerin und jeder Politiker, bestimmte Interessen und Ideologien. Die Kunst, alle Widerspr&uuml;che in sich aufzuheben, beherrscht sie nicht. Aber die Kunst, so zu tun, hat sie im Laufe dieser zehn Jahre bis zur Perfektion erlernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/10-jahre-merkel-umverteilung--nicht-mit-merkel,1472596,31816320.html\">Stephan Hebel in der FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Abzocke durch Dispozinsen: Einstieg in die Schuldenfalle<\/strong><br>\nViele Banken verlangen sehr hohe Dispozinsen &ndash; und verschleiern oft auch noch den genauen Zinssatz. Das belastet besonders diejenigen, die nicht zu den Besserverdienenden geh&ouml;ren. Die Banken bereichern sich auf Kosten der prek&auml;r Besch&auml;ftigten, der Normalverdiener, der Rentner und der Arbeitslosen. \n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150918_Grafik_DGB.jpg\" alt=\"Abzocke durch Dispozinsen: Einstieg in die Schuldenfalle\" title=\"Abzocke durch Dispozinsen: Einstieg in die Schuldenfalle\"><\/p>\n<p>Justiz und Finanzministerium arbeiten derzeit an der Umsetzung einer EU-Richtlinie, die es Bankkunden erleichtern soll, ihr Konto zu wechseln. Das ist gut, denn trotz Unzufriedenheit wechseln nur wenige ihr Bankkonto. Die Ursachen daf&uuml;r sind klar: Banken sorgen im Eigeninteresse f&uuml;r hohe b&uuml;rokratische und teilweise auch finanzielle H&uuml;rden. Dabei g&auml;be es gute Gr&uuml;nde, von einer zur anderen Bank zu wechseln. Wie das Magazin &bdquo;Finanztest&ldquo; aktuell feststellte, verlangen immer noch viel zu viele Institute unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig hohe Dispozinsen. Obwohl sich Banken derzeit zu historisch niedrigen Zinsen bei der EZB refinanzieren k&ouml;nnen, erheben immer noch viele Einrichtungen Dispozinsen von weit &uuml;ber 8 Prozent. Unabh&auml;ngig von der H&ouml;he der EZB-Zinsen gilt: Zweistellige Zinss&auml;tze sind Wucher und nicht hinnehmbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++03bbda10-5de4-11e5-93b7-52540023ef1a\">DGB Klartext<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Angst des Fixers vor dem Geld-Entzug<\/strong><br>\nDie US-Notenbank wagt es weiter nicht, die Leitzinsen zu erh&ouml;hen und verweist auf Sorgen um China<br>\nEigentlich gab es offiziell wenige Begr&uuml;ndungen f&uuml;r die US-Notenbank (FED), die Leitzinsen in den USA nicht zu erh&ouml;hen, die schon vor sieben Jahren praktisch auf Null gesenkt wurden. Nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers hatte die FED in den Krisenmodus geschaltet, den sie weiterhin nicht einmal ansatzweise aufgeben will. Zwar k&uuml;ndigte die Chefin Janet Yellen immer mal wieder an, aus der ultralockeren Geldpolitik aussteigen zu wollen, doch nun wurde auch eine leichte Erh&ouml;hung um 0,25 Prozentpunkte wieder einmal verschoben. Vielleicht auf Oktober oder auf Dezember oder auf den St. Nimmerleinstag?<br>\nDabei sehen die offiziellen Grunddaten der USA nun wirklich nicht nach Krise aus. Die US-Wirtschaft soll zuletzt im Juli aufs Jahr hochgerechnet um 3,7% gewachsen sein. Im Juni waren es noch 2,3%. Und Yellen hatte einen Zinsschritt stets ausdr&uuml;cklich die Lage am Arbeitsmarkt zu einem wichtigen Kriterium gemacht. Offiziell ist die Arbeitslosenrate nun bei 5,1%, was einige v&ouml;llig absurd &ldquo;Vollbesch&auml;ftigung&rdquo; nennen. (&hellip;)<br>\nUnterst&uuml;tzung erhielt Yellen zuletzt auch vom &Ouml;konomie-Nobelpreistr&auml;ger Joseph E. Stiglitz. &ldquo;Es gibt kein Argument, den Leitzins jetzt anzuheben&rdquo;, erkl&auml;rte er im Interview. Doch Stiglitz bezweifelt die angeblich tollen Zahlen der USA und verwirft in seiner Analyse die Jubelmeldungen von einer Erholung und einer angeblichen Vollbesch&auml;ftigung. &ldquo;Die offizielle Arbeitslosenquote maskiert nur, was wirklich passiert. Die offizielle Arbeitslosenquote steht bei etwas &uuml;ber f&uuml;nf Prozent. Aber wenn Sie Menschen mit einrechnen, die Teilzeit arbeiten, weil sie keine volle Stelle finden, und Menschen, die aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind &ndash; dann kommen Sie auf Zahlen, die doppelt so hoch sind.&rdquo; F&uuml;r ihn ist nur eines Fakt: &ldquo;Amerika hat sich noch nicht erholt!&rdquo; (&hellip;)<br>\nLohnerh&ouml;hungen w&uuml;rden die sozial dramatische Situation verbessern, das Inflationsziel erf&uuml;llen und f&uuml;r Wachstum sorgen. Stiglitz verweist deshalb nicht nur auf das hohe Niveau versteckter Arbeitslosigkeit in den USA, sondern auch darauf, dass auch dort die L&ouml;hne stagnieren (Armutsrate in den USA verfestigt sich): &ldquo;Das mittlere Einkommen liegt unter dem vor 25 Jahren. Das ist keine Erholung!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46025\/1.html\">Ralf Streck auf Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>US-Leitzins: Deutsche Medien missverstehen US-Zinsentscheidung als Mutprobe<\/strong><br>\nDie deutschen Medien disqualifizieren sich nicht erst seit gestern durch fehlende Analyse, eint&ouml;nige, von Herdenverhalten gekennzeichnete Berichterstattung und oberfl&auml;chliche, h&auml;ufig ideologisch motivierte Meinungen. Die Kommentare zur US-Zinsentscheidung unterstreichen diese f&uuml;r den deutschen Journalismus negative Bilanz noch einmal fett. &ldquo;Angst vor der Weltrezession&rdquo;, titelt &ldquo;Die Zeit&rdquo;, in der Mark Schieritz seinen Kommentar mit dem Satz beginnt: &ldquo;Sie hat es nicht gewagt.&rdquo; Ins gleiche Horn st&ouml;&szlig;t die &ouml;ffentlich-rechtliche &ldquo;Deutsche Welle&rdquo;, in der Andreas Rosteck unter der &Uuml;beschrift kommentiert: &ldquo;Angst vor der eigenen Courage&rdquo;. &ldquo;Der Spiegel&rdquo; online titelt mit Marc Pitzke: &ldquo;Yellen kneift&rdquo;. Holger Tsch&auml;pitz in &ldquo;Die Welt&rdquo;: &ldquo;Die Pr&auml;sidentin der US-Notenbank hat sich nicht getraut&rdquo;. Astrid D&ouml;rner gibt sich im &ldquo;Handelsblatt&rdquo; wiederum &ldquo;&uuml;berrascht&rdquo;. Gerade die letzteren beiden liefern noch dazu eine &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdige Analyse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2015\/09\/us-leitzins-deutsche-medien-missverstehen-us-zinsentscheidung-als-mutprobe\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschland muss bauen, bauen, bauen<\/strong><br>\nBereits jetzt ist es in vielen deutschen Ballungsr&auml;umen und Uni-St&auml;dten ausgesprochen schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Doch angesichts der starken Zuwanderung und des Zustroms von Fl&uuml;chtlingen wird sich die Lage in den kommenden Jahren nach Einsch&auml;tzung von Fachleuten noch einmal dramatisch versch&auml;rfen.<br>\nBundesweit fehlten inzwischen mindestens 770.000 Wohnungen, hei&szlig;t es in einer Studie des auf Stadtentwicklung spezialisierten Pestel-Instituts, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Das tats&auml;chliche Defizit d&uuml;rfte sogar noch h&ouml;her liegen, da in den vergangenen Jahren auch in Regionen ohne Wohnungsmangel neue Wohnungen entstanden sind.<br>\nUm den Bedarf zu decken, m&uuml;ssten bundesweit bis 2020 pro Jahr rund 400.000 Wohnungen neu gebaut werden, sagte Institutsleiter Matthias G&uuml;nther. Tats&auml;chlich w&uuml;rden derzeit aber weit weniger Einheiten fertiggestellt, in diesem Jahr d&uuml;rfte sich die Zahl auf etwa 260.000 belaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/studie-zum-wohnungsmangel-deutschland-muss-bauen--bauen--bauen,10808230,31818654.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Oetker und Adelige kaufen sich R&uuml;stungsfirma<\/strong><br>\nAirbus trennt sich von vielem, was nicht fliegt: Eine gute Gelegenheit f&uuml;r die Beteiligungsgesellschaft Armira, den Elektronikspezialisten ESG zu kaufen. Hinter dem Deal stecken prominente Namen.<br>\nMitglieder der Familie Oetker und einige deutsche Adelige investieren offenbar in die R&uuml;stungsindustrie: Nach Informationen der &ldquo;Welt&rdquo; erwarben mehrere prominente K&auml;ufer Anteile an der Firma ESG, die sich etwa mit dem Thema Drohnen befasst.<br>\nDie Starfighter-Probleme der Luftwaffe lieferten den Startschuss f&uuml;r die heutige Firma ESG. Vor gut 50 Jahren sollten sich Firmen wie AEG und Siemens verb&uuml;nden, um die Produktion des Kampfjets in Deutschland zu verbessern.<br>\nAus der fr&uuml;heren Flug-Elektronik-Gesellschaft entwickelte sich die ESG Elektroniksystem- und Logistik GmbH mit zuletzt gut 250 Millionen Umsatz und 1600 Besch&auml;ftigte in den Gesch&auml;ftsfeldern Milit&auml;r, Sicherheit und Automobiltechnik. J&uuml;ngst wurde die ESG an &ldquo;Unternehmerfamilien aus dem deutschsprachigen Raum&rdquo; verkauft, wie es hie&szlig;. Nach der &ldquo;Welt&rdquo; vorliegenden Dokumenten stecken hinter den K&auml;ufern teils prominente Namen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article146538758\/Oetker-und-Adelige-kaufen-sich-Ruestungsfirma.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Paul Krugman: Labours tote Mitte<\/strong><br>\nBesonders beim Thema Wirtschaftspolitik war das Erstaunliche am Wettstreit um die Parteif&uuml;hrung, dass alle Kandidaten mit Ausnahme von Mr. Corbyn im Prinzip die Austerit&auml;tspolitik der konservativen Regierung unterst&uuml;tzten.<br>\nWas noch schlimmer ist, sie akzeptierten damit implizit die falsche Rechtfertigung f&uuml;r diese Politik und gestanden politische Fehler ein, deren sich Labour nun &uuml;berhaupt nicht schuldig gemacht hat&hellip;<br>\nKurz gesagt, die ganze Geschichte von Labours Schuld an der Wirtschaftskrise und der Unausweichlichkeit der Austerit&auml;t ist Unfug. Ein Unfug allerdings, der von den britischen Medien immer wieder als Tatsache pr&auml;sentiert wurde. Und Mr. Corbyns Mitbewerber um die F&uuml;hrung der Labour Party haben diesen so g&auml;ngigen Unfug ganz und gar geglaubt und sich sogar das Argument der Konservativen zu eigen gemacht, die Wirtschaftspolitik ihrer Partei sei f&uuml;rchterlich gewesen, was einfach nicht stimmt. Wie gesagt ist Mr. Corbyns Triumph also nicht so &uuml;berraschend, wenn man die Bereitschaft der gem&auml;&szlig;igten Labour-Politiker in Betracht zieht, sich falsche Behauptungen &uuml;ber fr&uuml;heres Fehlverhalten zu eigen zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/09\/14\/opinion\/paul-krugman-labours-dead-center.html\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Selten sowas D&uuml;nnes gelesen. Krugman baut den Popanz auf, es g&auml;be so genannte Gem&auml;&szlig;igte bei Labour (womit ja von ihm auch unterstellt wird, dass Corbyn ein Radikaler sei) und diese Gem&auml;&szlig;igten seien moralisch und intellektuell eingeknickt. Namen nennt der Nobelpreistr&auml;ger nicht. Corbyns Triumph sei nicht &uuml;berraschend, wenn man die Bereitschaft der gem&auml;&szlig;igten Labour-Politiker in Betracht ziehe, sich falsche Behauptungen &uuml;ber fr&uuml;heres Fehlverhalten zu eigen zu machen.<br>\nDie Analyse dieses Einknickens und der &Uuml;bernahme der falschen Behauptungen von Konservativen und Medien &uuml;ber die Verursachung der Staatsverschuldung durch die &bdquo;Gem&auml;&szlig;igten&ldquo; von Labour ist ja noch einigerma&szlig;en interessant. Aber ansonsten?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Brasilien: Unternehmen d&uuml;rfen nicht mehr an Parteien spenden<\/strong><br>\nAls Folge des Korruptionsskandals um den &Ouml;lkonzern Petrobras hat Brasiliens Oberster Gerichtshof Unternehmen Spenden an Parteien vollst&auml;ndig untersagt. Mit acht zu drei Stimmen stuften die Richter solche Wahlkampfspenden als verfassungswidrig ein, teilte Gerichtspr&auml;sident Ricardo Lewandowski am Donnerstag mit.<br>\nDen Parteien bricht damit ein Gro&szlig;teil ihrer Finanzierung weg. Nach Informationen der Zeitung &ldquo;O Globo&rdquo; stammten bei der Pr&auml;sidentenwahl 2014 mehr als 80 Prozent der Wahlkampfspenden von Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000022398788\/Brasilien-Unternehmen-duerfen-nicht-mehr-an-Parteien-spenden\">der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.B.:<\/strong> Warum kann so etwas in Brasilien durchgesetzt werden, aber in Deutschland sind Spenden von Unternehmen an Parteien erlaubt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die falschen Autos auf der IAA<\/strong><br>\nNoch vor zwei Jahren war das bezahlbare und effiziente E-Auto das gro&szlig;e Thema auf der IAA. Doch jetzt reden alle von Digitalisierung und selbst fahrenden Autos.<br>\nBMW-Chef Harald Kr&uuml;ger schw&auml;rmt: &ldquo;In Zukunft wird Ihnen Ihr BMW sogar die letzten zwei Karten f&uuml;r die M&uuml;nchner Oper anbieten, weil er wei&szlig;, dass Sie gern in die M&uuml;nchner Oper gehen. Vor der Oper geht es dann fahrerlos in die Tiefgarage, weil der BMW sich selbst einen freien Platz suchen und dort einparken kann.&rdquo;<br>\nDer Mann meint das tats&auml;chlich ernst, ohne sich zu fragen: Wer braucht das und wer will das? Muss mein Auto wirklich mehr wissen als meine Frau\/Mann? [&hellip;]<br>\nUmweltschutz ist auf der IAA weniger wichtig als Selbstfahren und Digitalisierung. Dabei dringt immer mehr in unser Bewusstsein, dass Klimaschutz die &Uuml;berlebensfrage der Menschheit ist. Nicht irgendwann, sondern jetzt! Immer mehr Fl&uuml;chtlinge fl&uuml;chten, weil sie kein Wasser und keine gesunden B&ouml;den mehr haben, auf denen noch etwas w&auml;chst. Was muss noch alles passieren, bis auch die Autobosse begreifen, was die Zukunft von uns fordert? Ein Liter Sprit vergiftet schlie&szlig;lich 10.000 Liter Luft. [&hellip;]<br>\nAngela Merkel hat angek&uuml;ndigt, dass bis 2020 eine Million E-Autos auf deutschen Stra&szlig;en fahren sollen. 2015 sind es gerade mal etwas &uuml;ber 20.000. Es gibt hierzulande keine finanziellen staatlichen Anreize f&uuml;r E-Autos wie etwa in Norwegen (15.000 Euros), Japan (13.000 Euros), USA (8.000 Dollar), Frankreich oder Spanien (6.000 Euros). Die meisten Autofahrer klagen &uuml;ber zu hohe Preise f&uuml;r das E-Auto und &uuml;ber zu kurze Reichweiten der bisherigen Batterien. Die besten Batterien werden heute in USA, China, Korea oder China hergestellt trotz erfahrener Batterie-Hersteller hierzulande wie Bosch oder Siemens. Die Batterie-Hersteller der Zukunft hei&szlig;en Tesla, Nissan, Mitsubishi und General Motors.<br>\nDie Zukunft der Autobranche entscheidet nicht das selbst fahrende Auto, sondern das intelligente E-Auto. Und die Zukunft der intelligenten Mobilit&auml;t insgesamt entscheidet der rasche Ausbau des &Ouml;ffentlichen Verkehrs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46023\/1.html\">Franz Alt auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>CETA und TTIP erkl&auml;ren Demokratie zur Investitionsfreiheit &ndash; Demoaufruf f&uuml;r den 10. Oktober nach Berlin<\/strong><br>\nTTIP, CETA und TiSA passen meiner Meinung nach so richtig in die Welt. Nicht, weil sie w&uuml;nschenswert w&auml;ren, w&uuml;rde man einmal n&uuml;chtern bilanzieren, wer was gewinnt und wer was verliert. Wohl aber, weil sich die Macht- und Ideologieverh&auml;ltnisse in den tausenden Seiten Vertragstext und ebenso in ihrem Zustandekommen widerspiegeln. Im Verborgenen erzeugt, werden die Kapitaleigner zu den eigentlichen Akteuren in der Demokratie gemacht, wobei &bdquo;Demokratie&ldquo; zugleich zu einem System der Investitionsfreiheit erkl&auml;rt wird. Arbeitnehmerrechte, kommunale Selbstbestimmung, Umweltschutz und vieles mehr werden zur Verhandlungsmasse und Anpassungsvariable erkl&auml;rt, w&auml;hrend diejenigen, die nicht mitreden, daf&uuml;r jedoch hinterher umso mehr betroffen sein d&uuml;rfen, auch noch f&uuml;r ihr eigenes Versicherungssystem (Stichwort: Schiedsgerichte) zahlen sollen, das jedoch nicht sie gegen vielf&auml;ltige Gefahren, sondern die Investoren vor ihnen, und zwar ihrer demokratischen Willensbildung, versichern soll.<br>\nDas halten immer mehr Menschen f&uuml;r keine gute Idee, und so wird also am 10. Oktober herzlich nach Berlin eingeladen:<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=9626\">Maskenfall<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ttip-demo.de\/home\/\">Auf nach Berlin! Der MobiClip<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Antibiotika-Einsatz nimmt dramatisch zu<\/strong><br>\nResistente Keime sind eine globale Gefahr, verursacht durch den Masseneinsatz von Antibiotika. Der weltweite Gebrauch der keimt&ouml;tenden Arzneimittel steigt dennoch weiter.<br>\n Bakterien, gegen die jedes Medikament machtlos ist, vermehren sich seit Jahren. Zunehmend stecken sich Menschen weltweit mit multiresistenten Erregern an. Forscher warnen: Wenn die Welt nicht aufh&ouml;rt, unbedacht und massenweise Antibiotika einzusetzen &ndash; in der Medizin und der Tierhaltung &ndash; werden Bakterien-Infektionen wieder zu unheilbaren Seuchen.<br>\nTrotzdem steigt der Antibiotika-Gebrauch weltweit weiter drastisch an, wie ein jetzt ver&ouml;ffentlichter Bericht des CDDEP (Center for Disease Dynamics, Economics and Policy, 2015) verdeutlicht. Die Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Washington D.C. und Neu-Delhi entwickelt globale Strategien, unter anderem zur Seuchenbek&auml;mpfung.<br>\nDer Bericht st&uuml;tzt sich vor allem auf Daten aus den Jahren 2000 bis 2010: Allein in diesem Zeitraum wurden demnach global 30 Prozent mehr Antibiotika eingesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2015-09\/antibiotika-resistenz-weltweit\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Muslime k&ouml;nnen doch nur Bomben bauen<\/strong><br>\nIn den USA wird ein vierzehnj&auml;hriger Sch&uuml;ler in Handschellen abgef&uuml;hrt, nachdem er seiner Lehrerin eine selbstgebastelte Uhr pr&auml;sentiert. Gewiss, wenn man Ahmed Mohamed hei&szlig;t, gut in Naturwissenschaften ist und dann auch noch technisches Knowhow hat, kann das doch letztendlich nur zu einer Bombe f&uuml;hren.<br>\nIn den Sozialen Netzwerken sorgte der Vorfall f&uuml;r eine Welle der Emp&ouml;rung. Mit dem Hashtag #IstandWithAhmed dr&uuml;ckten Zehntausende von Menschen ihre Solidarit&auml;t mit dem Jungen aus. Ahmeds Fall ist allerdings keine Ausnahme, sondern hat System. Der Mauretanier Mohamedou Ould Slahi, der seit dreizehn Jahren unschuldig im US-Folterlager auf Guantanamo ausharrt, schreibt in seinem &raquo;Guantanamo-Tagebuch&laquo;, dass Muslime, die etwas Technisches studieren, etwa Mechatronik oder Raumfahrtingenieurswesen, mit hoher Wahrscheinlichkeit auf irgendwelchen &Uuml;berwachungslisten von Geheimdiensten landen. Dies hat Slahi nicht einfach aus der Luft gegriffen. Viel mehr best&auml;tigte es ihm einer seiner Peiniger, der ihm das &ndash; Slahi studierte in Duisburg und schloss dort als Ingenieur ab &ndash; zum Vorwurf machte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/984974.muslime-koennen-doch-nur-bomben-bauen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>So versteht Kiew Pressefreiheit<\/strong><br>\nDie ukrainische Regierung verh&auml;ngt Sanktionen auch f&uuml;r ausl&auml;ndische Journalisten und rudert unwillig und selektiv zur&uuml;ck, w&auml;hrend nach Depardieu auch Berlusconi zur Bedrohung der Ukraine erkl&auml;rt wurde<br>\nDie ukrainische Regierung, die vorgibt, an vorderster Front Europa gegen die &ldquo;russische Aggression&rdquo; zu verteidigen, gef&auml;llt sich darin, aus Gr&uuml;nden der nationalen Sicherheit Einreiseverbote zu verh&auml;ngen. Der ukrainische Geheimdienst stellt so Listen auch von K&uuml;nstlern auf, gegen die ein mehrj&auml;hriges Einreiseverbot verh&auml;ngt wird, weil sie sich &ldquo;zugunsten der Verletzung der ukrainischen territorialen Integrit&auml;t und Souver&auml;nit&auml;t ge&auml;u&szlig;ert haben&rdquo; (K&uuml;nstler bedrohen die nationale Sicherheit der Ukraine). In Ungnade sind nicht nur zahlreiche russische K&uuml;nstler gefallen, sondern auch der franz&ouml;sische Schauspieler und Putin-Freund Depardieu wurde aufgelistet (G&eacute;rard Depardieu: Eine Bedrohung f&uuml;r die Sicherheit der Ukraine). Es wird ihn vermutlich nicht sehr treffen, nicht in die Ukraine einreisen zu d&uuml;rfen, aber vielleicht schmeicheln, f&uuml;r ein ganzes Land eine Bedrohung darzustellen, selbst wenn der Obelix-Darsteller dar&uuml;ber nicht erstaunt sein k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46021\/1.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>TV Tipp: 3satfestival 2015<\/strong><br>\nIm September ist es wieder so weit: Zum 29. Mal trifft sich im Zelt auf dem Mainzer Lerchenberg die Cr&egrave;me de la Cr&egrave;me aus Kabarett, Comedy &amp; Musik zum 3satfestival. Die Live-Shows sind zwar schon ausverkauft, aber nat&uuml;rlich zeigt 3sat zeitnah alle K&uuml;nstler im TV.<br>\nMit dabei K&uuml;nstler wie Max Uthoff, Christoph Sieber, Hagen Rether und Sebastian Pufpaff. Eine &Uuml;bersicht der Ausstrahlungstermine an diesem und dem kommenden Wochenende findet sich auf der Seite von 3sat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/kleinkunst\/182057\/index.html\">3sat<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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