{"id":27645,"date":"2015-09-22T09:07:06","date_gmt":"2015-09-22T07:07:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645"},"modified":"2015-09-22T10:26:30","modified_gmt":"2015-09-22T08:26:30","slug":"hinweise-des-tages-2464","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AM\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h02\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h03\">&Uuml;bersetzung der Dankesrede von Jeremy Corbyn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h04\">Stationierung neuer US-Atomwaffen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h05\">Faire und effiziente Unternehmensbesteuerung in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h06\">Bundesrepublik Deutschland: &bdquo;einzigartiges Einwanderungsland&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h07\">Jahresbericht deutsche Einheit: &bdquo;Soziale Spaltung Deutschlands nicht hinnehmen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h08\">Arbeit im Kapitalismus &ndash; Lange Linien der historischen Entwicklung bis heute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h09\">Fusion von LEG und Deutsche Wohnen: Neuer Immobilienkonzern sorgt Mietersch&uuml;tzer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h10\">Anti-Terror-Kampf als Geldmaschine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h11\">Kann denn Merkel b&ouml;se sein?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h12\">Vor der Zerschlagung des Asylrechts? Kommt jetzt die Stunde der SPD?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h13\">Schr&ouml;der geh&ouml;rte gern zu den oberen Zehntausend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h14\">Erhebung zu Hirndoping bei Studierenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h15\">Deutsche Bewerbung f&uuml;r Golf-Turnier: Steuerbefreiung f&uuml;r Ryder Cup gew&auml;hrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h16\">Studiengeb&uuml;hren:&rdquo;500 Euro pro Semester&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h17\">Es fehlt an echter Meinungsfreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645#h18\">Zu guter Letzt: Gertjan Verbeek, Trainer des VfL Bochum, sagt, was er von &ldquo;Bild&rdquo; h&auml;lt.<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27645&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Zwei vollkommen unterschiedliche Bewertungen des Wahlausgangs:<\/strong><br>\nSYRIZA &ndash; die zweite Chance nutzen<br>\nDie griechischen W&auml;hlerinnen und W&auml;hler haben entschieden und dem Linksbu&#776;ndnis SYRIZA den Auftrag erteilt die Regierungsarbeit fortzusetzen. Deutlicher als vielfach erwartet &ndash; mit 35,5 Prozent &ndash; wurde SYRIZA wieder zur st&auml;rksten Partei und kann ihre Koalition mit der rechtspopulistischen ANEL fortfu&#776;hren. Die Koalitionsmehrheit betr&auml;gt 155 Sitze von 300 Parlamentsmandaten. Schon im Januar war diese die einzige Partei, die bereit war den Versuch zu unternehmen, gegen die harte Austerit&auml;tspolitik der EU-Institutionen in Griechenland Front zu machen. &bdquo;Das griechische Volk hat ein klares Mandat erteilt, uns von dem zu befreien, was uns in der Vergangenheit gefangen genommen hat&ldquo;, sagte Parteichef Tsipras in Athen. Es gehe jetzt darum, mit &bdquo;viel Arbeit, Hartn&auml;ckigkeit und Kampf&ldquo; Griechenland aus der Krise fu&#776;hren.<br>\nDie knallharte Machtpolitik der Eurogruppe hat die Aufbruchsstimmung spu&#776;rbar ged&auml;mpft. Die Wahlbeteiligung lag nur bei 55%, nach 64% bei der letzten Wahl im Januar. Dennoch ist anerkannt worden, dass SYRIZA versucht hat die Austerit&auml;tspolitik zu beenden. Trotzdem hat auch SYRIZA fast 330.000 Stimmen verloren. Die konservative Nea Dimokratia erreichte 28,1 Prozent &ndash; und damit nur einen minimalen Zugewinn von nicht einmal 0,3 Prozent gegenu&#776;ber dem Januar. Sie verliert absolut ebenfalls fast 200.000 Stimmen. Das Ergebnis der faschistischen &bdquo;Goldenen Morgend&auml;mmerung&ldquo; mit gut 7 Prozent bleibt eine Herausforderung fu&#776;r alle emanzipatorischen Kr&auml;fte der griechischen Gesellschaft.<br>\nVor allem die &auml;rmsten und sozial schw&auml;chsten Schichten haben sich zuru&#776;ckgezogen.<br>\nNoch am Wahlabend erkl&auml;rte Alexis Tsipras, jetzt wu&#776;rden die &Auml;rmel hochgekrempelt und hart gearbeitet. Griechenland hat es derzeit nicht nur mit einer zerru&#776;tteten &Ouml;konomie und mit seinen Schulden sowie den zugesagten Reformen zu tun, sondern auch mit einem gro&szlig;en Flu&#776;chtlingsproblem. Es stehen harte Zeiten bevor, sagte Tsipras&hellip;<br>\nDie SYRIZA-Abspaltung Laiki Enotita (&bdquo;Volkseinheit&ldquo;) scheiterte nun bei den Neuwahlen an der Drei-Prozent-Hu&#776;rde. Die Gruppe um Panagiotis Lafazanis hatte Tsipras&rsquo; Kurs gegenu&#776;ber den Gl&auml;ubigern als Kapitulation kritisiert und den Anspruch erhoben die 60 Prozent des &bdquo;Nein&ldquo; vom Referendum vom Juli zu vertreten. Laiki Enotita kam am Sonntag auf insgesamt 154.000 Stimmen. Sie hat die W&auml;hlerInnen nicht davon u&#776;berzeugen k&ouml;nnen, dass ihre Probleme gel&ouml;st wu&#776;rden, wenn sie zur Drachme zuru&#776;ckkehrten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150922-syriza%E2%80%93die-zweite-chance-nutzen.pdf\">Axel Troost [PDF &ndash; 15,7 KB]<\/a>\n<p><strong>und: Erfolg von SYRIZA &ndash; Misserfolg der Linken<\/strong><br>\nSYRIZA ist nicht mehr dieselbe Partei, die im Januar f&uuml;r die Ablehnung der Memoranden und der Austerit&auml;tspolitik gew&auml;hlt worden ist. Die Zustimmung zum dritten Memorandum und die rabiate Trennung von ihrem linken Fl&uuml;gel haben dazu gef&uuml;hrt, dass sie keine widerst&auml;ndige Kraft mehr ist. Man mag einwenden, dass Tsipras und seine Regierung von der Quadriga erpresst worden sind. Das stimmt. Im Moment der Kapitulation hatte Tsipras keine Wahl mehr &ndash; seine Regierung h&auml;tte von Beginn an jedoch einen anderen Kurs einschlagen, den Bruch vorbereiten, im Land und international mobilisieren und energisch mit der Umverteilung von oben nach unten beginnen m&uuml;ssen. Seine Kapitulation war jedoch ein Hohn auf die &uuml;ber 60% der Bev&ouml;lkerung, die bei der von ihm selbst organisierten Volksabstimmung &bdquo;Nein!&ldquo; zur Austerit&auml;tspolitik gesagt haben. Au&szlig;erdem hat er die Wende gegen alle elementaren demokratischen Spielregeln durchgezogen und daf&uuml;r seine Partei und ihre F&uuml;hrungsinstanzen glatt &uuml;bergangen. Sicher kann es sein, dass auch Syriza-Abgeordnete in Zukunft einmal gegen ihren Ministerpr&auml;sidenten stimmen k&ouml;nnen, aber das wird nicht mehr das Bild von Syriza bestimmen. Man sollte, um Legendenbildungen vorzubeugen, festhalten, dass es keine Linksabspaltung durch LAE\/Volkseinheit gegeben hat, sondern, dass Tsipras durch das blitzartige Erzwingen von Neuwahlen Syriza ihres sozialen und politischen Kontextes und ihrer Genese beraubt hat und mit den ihm per Gesetz &uuml;bertragenen Vollmachten die Listenbesetzung durch seine ihm treu Ergebenen sicherstellte. Damit hat er die OXI-Abgeordneten seiner Ex-Fraktion jeder M&ouml;glichkeit ihrer Wiederaufstellung beraubt. Letztere mussten dann, ob sie wollten oder nicht, eine eigene Partei gr&uuml;nden und hatten nur vier Wochen Zeit, die neue Kraft bekannt zu machen.<br>\nDennoch war das schwache Abschneiden der LAE (Volkseinheit), die mit knapp unter 2,9% der Stimmen den Einzug ins Parlament denkbar knapp verpasst hat, obwohl sie zur Zeit ihrer Gr&uuml;ndung in Umfragen auf bis zu 8% gekommen war, sicher eine gro&szlig;e Entt&auml;uschung. &Uuml;ber die Gr&uuml;nde muss nachgedacht werden. Offenbar war die Alternative zur Kapitulationspolitik von SYRIZA nicht klar und jedenfalls nicht glaubw&uuml;rdig genug, ja vielleicht sogar nicht bekannt genug &ndash; GenossInnen berichteten mir, dass genau dies im Wahkampf ein schweres Handicap sei. Hinzu kommt, dass das radikal linke B&uuml;ndnis ANTARSYA eine eigene Kandidatur durchgezogen hat, nachdem sich die LAE nicht auf ein gleichberechtigtes Wahlb&uuml;ndnis mit ihr eingelassen hatte. Ihre 0,85% (gegen&uuml;ber 0,64% im Januar), obwohl sie im Nullkommabereich verbleiben, haben nun den Kr&auml;ften links von SYRIZA f&uuml;r den Einzug ins Parlament gefehlt. Die KKE konnte ihren Stimmanteil mit 5,55% nicht verbessern, und ihr Einfluss ist wegen ihres extremen Sektierertums gegen&uuml;ber den anderen linken Kr&auml;ften leider wenig produktiv.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozonline.de\/2015\/09\/erfolg-von-syriza\">SoZonline<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Das griechische Volk will einen Blender<\/strong><br>\nDer &uuml;berraschend klare Wahlsieg von Alexis Tsipras l&auml;sst nur einen Schluss zu: Das griechische Wahlvolk will get&auml;uscht werden, sonst h&auml;lt es das Ausma&szlig; des Desasters nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/article146630522\/Das-griechische-Volk-will-einen-Blender.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Wir helfen&ldquo; &ndash; und weiter gegen Griechenland hetzen, da f&auml;llt einem nichts mehr ein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Am Anfang eines langen Weges<\/strong><br>\nDie Griechen wussten, dass Alexis Tsipras nicht halten kann, was er ihnen versprochen hatte. Trotzdem haben sie seine Partei nun schon zum dritten Erfolg gef&uuml;hrt. Etabliert ist er damit noch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/kommentar-am-anfang-eines-langen-weges-13815257.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.F.:<\/strong> Ich m&ouml;chte Sie auf einen Kommentar der FAZ zur j&uuml;ngsten Wahl in Griechenland aufmerksam machen, der meine zunehmende Abneigung gegen die sogenannten &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; nochmals unterf&uuml;ttert hat. Zun&auml;chst konstatiert Martens, dass Syriza und Tsipras nicht f&uuml;r die Misswirtschaft der vergangenen Jahrzehnte verantwortlich gemacht werden k&ouml;nnen, sondern nur die Altparteien. Das stimmt ja auch, und niemand &ndash; auch Sch&auml;uble nicht! &ndash; w&uuml;rde daran zweifeln. Dann aber sagt er, dass sie sehr wohl f&uuml;r die Misswirtschaft des laufenden Jahres verantwortlich zu machen sind, obwohl er als Korrespondent f&uuml;r Griechenland genau wissen sollte, dass im letzten halben Jahr nur Verhandlungen mit der Troika stattgefunden haben, ohne dass eine regul&auml;re Finanz- und Wirtschaftspolitik m&ouml;glich gewesen w&auml;re. Und daraus zieht er dann den Schluss, dass Syriza noch viel schneller, sprich: noch viel versumpfter und korrupter als die Altparteien ist.<\/em><br>\n<em>Das ist wirklich sch&auml;big. Den Gipfel dieses Kommentars stellt aber Martens Satz mit dem &ldquo;unberechenbaren ehemaligen Borderline-Finanzminister Giannis Varoufakis&rdquo; dar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Deutschland ist f&uuml;r das Chaos verantwortlich&rdquo;<\/strong><br>\nSagt Joseph E. Stiglitz, Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger von der New Yorker Columbia University, im Blick auf Griechenland. Die Fl&uuml;chtlingskrise nennt er vor allem ein &ldquo;moralisches Dilemma&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/griechenland-und-fluechtlinge-deutschland-ist-fuer-das-chaos-verantwortlich\/12342306.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&Uuml;ber diese schmarotzenden Fl&uuml;chtlinge spricht niemand &ndash; sie kosten Deutschland Milliarden<\/strong><br>\n&Uuml;ber 800.000 Fl&uuml;chtlinge sollen es dieses Jahr nach Deutschland schaffen. Und vorerst bleiben. Das ist eine unglaublich hohe Zahl. Aber die Fl&uuml;chtlinge aus Syrien, Afghanistan, Kosovo, Albanien Eritrea oder Nigeria kosten uns noch lange nicht so viel Geld, wie die Fl&uuml;chtlinge, die Deutschland verlassen und die seinem Finanzsystem den R&uuml;cken kehren.<br>\nDie Versorgung der ankommenden Fl&uuml;chtlinge kostet Deutschland in diesem Jahr rund 10 Milliarden Euro, sch&auml;tzt die Bundesregierung.<br>\nDie Fl&uuml;chtlinge, die Deutschland verlassen, um Steuern zu sparen, kosten das Land  laut dem Bund der Steuerzahler pro Jahr mehr als 10 Milliarden Euro. Insgesamt gehen Deutschland durch Steuervermeidung (aka Steuerflucht) rund 100 Milliarden Euro verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.de\/2015\/09\/17\/schmarotzende-fluechtlinge-kosten-deutschland-milliarden_n_8150742.html\">Huffingtonpost<\/a><\/li>\n<li><strong>Steuersenkungen wegen Fl&uuml;chtlingskrise beerdigt<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will wegen der Fl&uuml;chtlingskrise soziale Projekte vorziehen, um keinen Neid bei Deutschen zu sch&uuml;ren. Nahles plant St&auml;rkung der Jobcenter. Sch&auml;uble begr&auml;bt Senkung der Einkommensteuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article146598924\/Steuersenkungen-wegen-Fluechtlingskrise-beerdigt.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Den Mindestlohn aushebeln, weitere Sparma&szlig;nahmen durchsetzen, die Durchschnittsverdiener weiter bluten lassen. Es ist schon interessant f&uuml;r was die Fl&uuml;chtlinge alles herhalten m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>US-Regierung nur zur symbolischen oder j&auml;mmerlichen Antwort auf die Fl&uuml;chtlingskrise bereit<\/strong><br>\nWashington riskiert im Wahlkampf lieber den Bruch der &uuml;ber den Ukraine-Konflikt gekitteten transatlantischen Einheit als ein Eingest&auml;ndnis der Verantwortung.<br>\nDieEuropa nach einer sicheren Zukunft suchen. Der von Washington begonnene Krieg gegen den IS hat bislang keine positiven Ergebnisse<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46050\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Uuml;bersetzung der Dankesrede von Jeremy Corbyn<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27532\">Am 13. September hatten wir angek&uuml;ndigt<\/a>, dass wir eine &Uuml;bersetzung  der ersten Rede des neuen Vorsitzenden der Labour Party nachreichen w&uuml;rden, wenn uns eine solche erreicht. Der NachDenkSeiten-Leser Georg Karich hat die Rede &uuml;bersetzt. Daf&uuml;r herzlichen Dank. Hier ist sie <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150912-rede-corbyn-auf-deutsch.pdf\">die &Uuml;bersetzung [PDF &ndash; 108 KB]<\/a>.\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Stationierung neuer US-Atomwaffen in Deutschland<\/strong><br>\nAuf dem Bundeswehr-Fliegerhorst B&uuml;chel in Rheinland-Pfalz beginnen in diesen Tagen die Vorbereitungen f&uuml;r die Stationierung neuer amerikanischer Atombomben. Das belegen US-Haushaltspl&auml;ne, die Frontal21 vorliegen. Danach stehen im Haushalt der US-Luftwaffe ab dem dritten Quartal 2015 Gelder f&uuml;r die Integration des neuen Atombombensystems B61-12 auch in die deutschen Tornado-Jagdbomber bereit.<br>\nR&uuml;stungsexperten best&auml;tigen, dass die neuen taktischen Nuklearwaffen vom Typ B61-12 wesentlich zielgenauer sind als die Atombomben, die bislang in B&uuml;chel lagern. Im Kriegsfall sollen deutsche Tornado-Piloten im Rahmen der NATO-Strategie der &ldquo;Nuklearen Teilhabe&rdquo; Angriffe mit den US-Bomben fliegen. &ldquo;Mit den neuen Bomben verwischen die Grenzen zwischen taktischen und strategischen Atomwaffen&ldquo;, kritisiert Hans Kristensen vom Nuclear Information Projects (Atomic Scientists) in Washington D.C.<br>\n&ldquo;Uns beunruhigt, dass Staaten, die eigentlich keine Atomwaffen besitzen, den Einsatz dieser Waffen &uuml;ben &ndash; und zwar im Rahmen der NATO-Praxis der Nuklearen Teilhabe&ldquo;, erkl&auml;rte die Sprecherin des russischen Au&szlig;enministeriums, Maria Sacharowa, gegen&uuml;ber Frontal21: &ldquo;Das ist eine Verletzung der Artikel 1 und 2 des Vertrages &uuml;ber die Nichtverbreitung von Atomwaffen.&rdquo;<br>\nDabei hatte der Bundestag im M&auml;rz 2010 mit breiter Mehrheit beschlossen, die Bundesregierung solle sich &ldquo;gegen&uuml;ber den amerikanischen Verb&uuml;ndeten mit Nachdruck f&uuml;r den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einsetzen.&ldquo; Auch im Koalitionsvertrag von Union und FDP hatte die Bundesregierung 2009 den Abzug der Atomwaffen aus B&uuml;chel zugesagt. Doch statt der Abr&uuml;stung erfolgt nun die Stationierung von rund 20 neuen Nuklearwaffen, die zusammen die Sprengkraft von 80 Hiroshima-Bomben haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/frontal-21\/stationierung-neuer-us-atomwaffen-in-deutschland-russland-beklagt-verletzung-des-atomwaffensperrvertrages-40197860.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das sind sicher nur vertrauensbildende Ma&szlig;nahmengegen&uuml;ber Russland. Und der Bundesregierung f&auml;llt dazu selbstverst&auml;ndlich nichts ein. Unsere Leser m&ouml;gen die Ausdrucksweise verzeihen, aber da kommt einem das Kotzen. Sich als Heilige Mutter Angela gegen&uuml;ber den Fl&uuml;chtlingen und als moralisch &uuml;berlegen gegen&uuml;ber den EU-Partnern pr&auml;sentieren und die Stationierung von Waffen in Deutschland, die tausendfachen Tod bringen k&ouml;nnen, die eindeutig und provokativ gegen Russland gerichtet sind, nicht einmal mit einem Schulterzucken quittieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Faire und effiziente Unternehmensbesteuerung in Europa<\/strong><br>\nWelche Ma&szlig;nahmen gegen Gewinnverk&uuml;rzung und Gewinnverlagerung (BEPS) kann ein einzelnes EU-Land unilateral umsetzen?<br>\nMitte Juni 2015 hat die Europ&auml;ische Kommission Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine faire und effiziente Unternehmensbesteuerung vorgelegt, deren Umsetzung allerdings die einhellige Zustimmung aller 28 EU-L&auml;nder erfordern w&uuml;rde. Im Gegensatz dazu k&ouml;nnen folgende Steuerma&szlig;nahmen unilateral von einem einzelnen EU-Land ohne vorherige EU-Harmonisierung umgesetzt werden:<br>\n(i) Quellensteuern auf alle Zins- und Lizenzzahlungen bei voller Erstattung aller ausl&auml;ndischen DBA-Quellensteuern;<br>\n(ii) Beschr&auml;nkung der steuerlichen Abzugsf&auml;higkeit von Zins- und Lizenzzahlungen. Die vorgeschlagenen Steuerma&szlig;nahmen stehen in &Uuml;bereinstimmung mit allen EU-Richtlinien. Sie erh&ouml;hen tendenziell das Steueraufkommen und die Konkurrenzf&auml;higkeit der Unternehmen derjenigen L&auml;nder, die die Steuerma&szlig;nahmen umsetzen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jarass.com\/home\/index.php\/DE\/steuern\/aufsaetze\/1266-faire-und-effiziente-unternehmensbesteuerung-in-europa%20\">Lorenz Jarass in EWS<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bundesrepublik Deutschland: &bdquo;einzigartiges Einwanderungsland&ldquo;<\/strong><br>\n&ndash; vier unkommentierte BIAJ-Abbildungen<br>\nzur Bev&ouml;lkerungsentwicklung von 1990 bis 2014 im Vergleich zu USA, Kanada und Australien.<br>\nZuz&uuml;ge aus dem Ausland, Fortz&uuml;ge nach dem Ausland und Wanderungssaldo (Zuz&uuml;ge minus Abz&uuml;ge) Bundesrepublik Deutschland 1974 bis 2014 1,465 Millionen Zugezogene aus dem Ausland (darunter 65.000 aus Syrien), 914.000 Fortgezogene nach dem Ausland und ein sich daraus ergebender Wanderungssaldo von 550.000 in 2014.<br>\nDies sind einige der vorl&auml;ufigen Wanderungsergebnisse, die das Statistische Bundesamt (Destatis) am 3. September 2015 ver&ouml;ffentlicht hat.<br>\nDie Zahl der Zugezogenen blieb in 2014 unter dem bisherigen Maximum von 1,558 Millionen Zugezogenen im Jahr 1992 (bzw. 1,502 Millionen in einer anderen Destatis-Statistik) nicht. Und der Wanderungssaldo blieb in 2014 mit 550.000 sehr deutlich unter dem bisherigen Maximum der j&auml;hrlichen Wanderungssalden von 822.000 (bzw. 782.000 in einer anderen Destatis-Statistik) im Jahr 1992 und auch unter den j&auml;hrlichen Wanderungssalden in den drei Jahren vor 1992.<br>\nZur Entwicklung der Zuz&uuml;ge aus dem Ausland, den Fortz&uuml;gen nach dem Ausland und den Wande-rungssalden (Zuz&uuml;ge minus Fortz&uuml;ge) von 1974 bis 2014<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150922_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150922_01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2015-09-17_einzigartiges-Einwanderungsland-1990-2014.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ.de) [PDF &ndash; 226 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Jahresbericht deutsche Einheit: &bdquo;Soziale Spaltung Deutschlands nicht hinnehmen&ldquo;<\/strong><br>\nDazu erkl&auml;rte Stefan Hartmann, Vizechef der s&auml;chsischen LINKEN und Mitglied des gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Parteivorstands von DIE LINKE:<br>\n&bdquo;Der Aufbau Ost bleibt auf absehbare Zeit eine der gro&szlig;en gesellschaftlichen Herausforderungen. Es ist nicht hinnehmbar, dass ganze Regionen und mit ihnen viele Millionen Menschen sozial und wirtschaftlich abgeh&auml;ngt bleiben.&ldquo; Die nur geringen Differenzen zwischen den neuen Bundesl&auml;ndern seien ein Beleg daf&uuml;r, dass die soziale Spaltung zwischen Ost und West Ergebnis verfehlter politischer Orientierungen in den letzten 25 Jahren ist.<br>\nInsbesondere die s&auml;chsische Landesregierung m&uuml;sse sich fragen, inwieweit die Politik der &bdquo;schwarzen Null&rdquo; mit dazu beigetragen hat, dass Sachsen zu den &ouml;konomisch und sozial schw&auml;chsten Bundesl&auml;ndern z&auml;hlt. Hartmann: &bdquo;Der Mangel an staatlichen Investitionsleistungen und die durch die s&auml;chsische Staatsregierung k&uuml;nstlich arm gehaltenen Kommunen sind eine wesentliche Ursache f&uuml;r die Einkommensarmut vieler Menschen im Freistaat. Die voreilige Verankerung dieser Entwicklungsbremse in der s&auml;chsischen Landesverfassung stellt sich nun als Fussfessel f&uuml;r bessere wirtschaftliche und soziale Verh&auml;ltnisse in Sachsen heraus.&rdquo;<br>\nDamit stehe nun vor allem die Bundesregierung in der Verantwortung, den &bdquo;Aufbau Ost&ldquo; neu zu denken und ein dauerhaftes und breit angelegtes Investitionsprogramm aufzulegen. &bdquo;Ohne ein solches Programm werden die meisten Regionen in den neuen Bundesl&auml;ndern auf Dauer abgeh&auml;ngt bleiben. DIE LINKE, die sich auch als Interessenvertretung der Ostdeutschen versteht, wird die soziale Spaltung Deutschlands in auf keinen Fall hinnehmen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundespresseportal.de\/sachsen\/item\/29221-hartmann-zu-jahresbericht-deutsche-einheit-%E2%80%9Esoziale-spaltung-deutschlands-nicht-hinnehmen%E2%80%9C.html%20\">Bundespresseportal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeit im Kapitalismus &ndash; Lange Linien der historischen Entwicklung bis heute<\/strong><br>\nEs ist nicht selbstverst&auml;ndlich, vom &ldquo;Kapitalismus&rdquo; zu sprechen. Viele misstrauen seiner analytischen Kraft, weil er h&auml;ufig kritisch, polemisch oder abwertend benutzt worden ist ideologisch geladen, in &ouml;ffentlichen Kontroversen, im politischen Kampf. Oder man misstraut ihm, weil er zu Vieles umfasst, schwer abgrenzbar ist und oft gar nicht definiert wird. Ist es nicht besser, von &ldquo;Marktwirtschaft&rdquo; zu sprechen? Andererseits ist der Begriff &ldquo;Kapitalismus&rdquo; nach dem Ende des Kalten Krieges, der auch ein Krieg um Schl&uuml;sselbegriffe war, verst&auml;rkt in den wissenschaftlichen und den allgemeinen Sprachgebrauch zur&uuml;ckgekehrt. Auch die internationale Finanz- und Schuldenkrise seit 2008 hat dazu beigetragen. Der Begriff ist weiterhin in vielen L&auml;ndern im Kontext von Kapitalismuskritik in Gebrauch, also mit kritischer oder polemischer Einf&auml;rbung. Grunds&auml;tzliche Debatten werden &uuml;ber das spannungsreiche Verh&auml;ltnis von Kapitalismus und Demokratie wie &uuml;ber den Kapitalismus als Verursacher exorbitanter Ungleichheit und als Ursache der drohenden Klimakatastrophe gef&uuml;hrt, so zuletzt durch Papst Franziskus. Aber h&auml;ufig wird vom Kapitalismus wertneutral, deskriptiv-analytisch gesprochen, oder sogar mit einer emphatisch-positiven Wertung, dies jedenfalls auf Englisch. &ldquo;Conscious capitalism. Liberating the heroic spirit of business&rdquo; ist der Titel des Buches von John Mackey, einem erfolgreichen Finanzmanager, das vor Kurzem in der Harvard Business Review Press erschien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\/prestart.htm\">J&uuml;rgen Kocka in welt der arbeit.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fusion von LEG und Deutsche Wohnen: Neuer Immobilienkonzern sorgt Mietersch&uuml;tzer<\/strong><br>\nDie geplante Milliardenfusion von Deutsche Wohnen und LEG Immobilien hat die Aktien der Nummer zwei und drei der Branche ordentlich durchger&uuml;ttelt. So verbilligten sich die Papiere von Deutsche Wohnen am Montag um mehr als sieben Prozent, w&auml;hrend LEG bis zu neun Prozent zulegte. Die beiden Unternehmen hatten am Sonntagnachmittag bekanntgegeben, dass sie sich zusammenschlie&szlig;en werden.<br>\nMietersch&uuml;tzer sehen die neue Fusion auf dem deutschen Wohnungsmarkt besonders skeptisch. Es werde in einem solchen Riesenkonzern, wie er aus dem Zusammenschluss der Deutsche Wohnen und der LEG entstehen soll, &ldquo;weniger um die Mieter in ihren einzelnen Quartieren gehen als um Gewinnmaximierung&rdquo;, sagte Silke Gottschalk vom Mieterbund Nordrhein-Westfalen der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;. Eigentlich m&uuml;ssten einzelne Quartiere gezielt gest&auml;rkt werden, &ldquo;aber jetzt versucht man, Kosten durch eine gr&ouml;&szlig;ere Einheit zu senken&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/immobilien-fusion-von-leg-und-deutsche-wohnen-a-1053957.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier stellt sich wie immer die Frage, ob ein so grunds&auml;tzliches Bed&uuml;rfnis wie ein Dach &uuml;ber dem Kopf zu haben, der privaten Profitmaximierung ausgeliefert werden darf?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Anti-Terror-Kampf als Geldmaschine<\/strong><br>\nGeorge W. Bushs so deklarierter Anti-Terror-Krieg im Irak und Afghanistan hat das Gesicht der Vereinigten Staaten grunds&auml;tzlich ver&auml;ndert &ndash; das hat auch der amerikanische Journalist James Risen fr&uuml;hzeitig beschrieben. Nun hat er ein neues Buch vorgelegt, das den Kampf gegen den Terror als Milliardengesch&auml;ft im Zeichen von Gier und Machtmissbrauch interpretiert.<br>\nDie Vereinigten Staaten von Amerika wurden im Zuge des Antiterror-Krieges von einer offenen Gesellschaft in eine Festung verwandelt, so schreibt der investigative Journalist James Risen in seinem neuen Buch. Dabei sieht Risen nicht mehr nur den milit&auml;risch-industriellen Komplex am Werk:<br>\n&ldquo;Der neue industrielle Heimatschutzkomplex ist von anderer Art. Er besteht zum gro&szlig;en Teil aus einem Netz von Geheimdienstbeh&ouml;rden und ihren privatwirtschaftlichen Kooperationsfirmen: Unternehmen, die vor allem geheime Dienste bereitstellen statt gro&szlig;e Waffensysteme und Ausr&uuml;stung. Diese externen Auftragsnehmer werden angeheuert, um Washington dabei zu helfen, Umfang und Ausma&szlig; terroristischer Bedrohungen zu beurteilen.&rdquo;<br>\nUnd nat&uuml;rlich verdienen diese kein Geld, wenn ihre Expertise lauten sollte: Keine Gefahr im Anzug f&uuml;r die Vereinigten Staaten von Amerika, Krieg vorbei! Krieg um jeden Preis also vielmehr, denn es geht um gigantische Summen. Risen nennt genaue Zahlen und Betr&auml;ge, f&uuml;hrt im Folgenden auf, was private Dienstleister wof&uuml;r kassieren und pr&auml;sentiert die gr&ouml;&szlig;te Zahl in diesem Zusammenhang. Vier Billionen US-Dollar wurden nach seinen Recherchen in der Folge der Anschl&auml;ge vom 11. September 2001 ausgegeben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/james-risen-krieg-um-jeden-preis-anti-terror-kampf-als.1310.de.html?dram:article_id=331759\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kann denn Merkel b&ouml;se sein?<\/strong><br>\nJa, es gibt Kritik am Taktieren und Lavieren der Kanzlerin, an ihrer bis zur Dr&ouml;gheit reduzierten Vermittlungs- und Redekultur und ihren fast Kohl&lsquo;schen Aussitzf&auml;higkeiten. Doch die Kritik verhallt: Die Loyalit&auml;t des Volkes zu Angela Merkel ist ungebrochen. (&hellip;)<br>\nEs gibt zwei m&ouml;gliche Erkl&auml;rungsvarianten. Zun&auml;chst die f&uuml;r Angela Merkel angenehme: Sie ist einfach eine f&uuml;hrungsstarke Kanzlerin ohne penetrantes m&auml;nnliches Machtgehabe, die wenig anbrennen l&auml;sst und sehr vieles richtig macht. Sie ist eine exzellente Strategin des Machtverfahrens. Das soll doch erst einmal ein anderer Regierungschef hinbekommen: Mit der Grexit-Keule den Griechen Tsipras gef&uuml;gig machen, die Achse Paris-Berlin stabilisieren, Ost- und S&uuml;deuropa stillhalten &ndash; ohne bisher ein wirkliches humanit&auml;res und infrastrukturelles Hilfsprogramm zu bieten.<br>\nExzessives Machtverfahren vom Brutalsten hinter der gro&szlig;en Wolke der Alternativlosigkeit. Deshalb ist sie so unangreifbar und unangefochten. Sie ist das verantwortliche Gesicht der Gro&szlig;en Koalition. Sigmar Gabriel mag als Rumpelstilzchen aufstampfen, so viel er will, sogar der Bonus aus SPD-Projekten wird prim&auml;r der Kanzlerin gutgeschrieben.<br>\nMerkel f&uuml;hrt die Unionsparteien souver&auml;n. Die schwache parlamentarische Opposition aus Linken und Gr&uuml;nen hat erhebliche Schwierigkeiten, ihre oft berechtigte Kritik &ouml;ffentlichkeitswirksam anzubringen. Merkel regiert geschickt im Konsens mit dem Volk: Die Bev&ouml;lkerung f&uuml;hlt sich in schwierigen Zeiten in guten H&auml;nden. Sie ist die fast geniale Resultante eines gesellschaftlichen Parallelogramms der Macht, einer bieder-sanften Macht, der zun&auml;chst nichts B&ouml;ses unterstellt wird.<br>\nDie Deutschen k&auml;men nicht auf die Idee, dass Merkel in die eigene Tasche wirtschaftet oder andere krummen Gesch&auml;fte macht. Ihr schl&auml;gt kein grunds&auml;tzliches Misstrauen entgegen. Die Deutschen w&uuml;rden es f&uuml;r eine abstruse Idee halten, Merkel eine Aff&auml;re anzudichten. Wie Hollande mit dem Roller durch Berlin &ndash; aber ich bitte Sie! Die Medien verbinden selten ihre inhaltliche Kritik an der Regierung mit einer auch personell festzumachenden Merkel-Kritik. Die EU versagt, die Bundesregierung versagt, ein Minister versagt. Merkel versagt, dieser Satz klingt dagegen seltsam fremd.<br>\nEs gibt eine zweite Erkl&auml;rung, sie ist die f&uuml;r Merkel weniger angenehme: Sie leistet sich sehr wohl gravierende Fehlentscheidungen. Aber sie schafft es, sie entweder personell zu wattieren, umzuleiten auf andere Verantwortliche, auf andere Ebenen. Oder sie deutet Misserfolge und Niederlagen um. Aus ihnen werden &bdquo;faire Kompromisse&ldquo; wie auf EU-Gipfeln, wenn die Kollegen ihr nicht gefolgt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/merkel-kann-denn-merkel-boese-sein-,1472596,31816108.html\">Peter Grottian in der Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vor der Zerschlagung des Asylrechts? Kommt jetzt die Stunde der SPD?<\/strong><br>\nWenn es stimmt, dass die &Ouml;ffnung und Offenheit Deutschlands f&uuml;r das Fl&uuml;chtlingsdrama eine historische Dimension hat, dann ist es ebenso richtig, dass die Aufnahme und Integration der Menschen einer ebenso historischen Anstrengung bedarf. Diese Notwendigkeit hat der deutsche Bundesinnenminister offenbar in den falschen Hals gekriegt. Sein Entwurf f&uuml;r die Versch&auml;rfung des Asylrechts ist dennoch ebenfalls historisch. Es ist in Wahrheit die Abschaffung und Zertr&uuml;mmerung der Reste des geltenden Asylrechts, das nach rechtsextremistischen Anschl&auml;gen 1993 mit Zustimmung der SPD eingedampft wurde. Die jetzt angestrebte Reform ist in Wahrheit ein historisch zu nennender Anschlag auf das Grundgesetz. Damit hat die im Grundgesetz garantierte Unantastbarkeit der W&uuml;rde des Menschen nur noch f&uuml;r den &bdquo;deutschen Menschen&ldquo; Geltung. Der entsprechende Gesetzentwurf sei in der Ressort-Abstimmung, hei&szlig;t es.<br>\nKommt jetzt die Stunde der SPD? Wird sie sich dem widersetzen, was da als umfassendes Leistungsverweigerungsgesetz im Gespr&auml;ch ist? Wird sie, anders als 1992\/93, dieses Mal nicht erneut ihre eigene Geschichte verleugnen und den Dreiklang von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarit&auml;t als Missklang verenden zu lassen? Wird sie De Maiziere in den Arm fallen und damit dazu beitragen, dass die Entscheidungen und Gewissheiten der Angela Merkel &ndash; &bdquo;wir schaffen das&ldquo;- nicht zu Makulatur werden? (&hellip;)<br>\nVielleicht k&ouml;nnte ihm dabei ja die Lekt&uuml;re des Nord-S&uuml;d-Berichts an die Vereinten Nationen helfen. Er tr&auml;gt den Untertitel: Das &Uuml;berleben sichern. Der Obertitel: Hilfe in der Weltkrise. Er wurde 1982 ver&ouml;ffentlicht. Die Herausgeber und Mitautoren der Nord-S&uuml;d-Kommission waren zwei Sozialdemokraten: Der Schwede Olof Palme und der Friedensnobelpreistr&auml;ger Willy Brandt. Gabriel und die in der gro&szlig;en Koalition verdruckst daher kommende SPD h&auml;tte gro&szlig;e Vorbilder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blog-der-republik.de\/vor-der-zerschlagung-des-asylrechts-kommt-jetzt-die-stunde-der-spd\/\">Blog der Republik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Nach bisherigem Stand f&auml;llt die Antwort wohl eher negativ: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fluechtlinge-thomas-de-maiziere-entschaerft-geplante-kuerzungen-a-1053940.html\">Union und SPD haben sich auf Neuregelungen im Asylrecht geeinigt.<\/a>&ldquo;, was auf jeden Fall mehr Restriktion als bisher bedeutet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schr&ouml;der geh&ouml;rte gern zu den oberen Zehntausend<\/strong><br>\nHeute erscheint eine umfassende Biografie &uuml;ber Altkanzler Gerhard Schr&ouml;der. Der fr&uuml;here SPD-Vorsitzende und heutige Linken-Politiker Oskar Lafontaine sieht die Publikation kritisch. Schr&ouml;ders N&auml;he zur Industrie werde darin nicht gen&uuml;gend beleuchtet.<br>\nGerhard Schr&ouml;der ist f&uuml;r Oskar Lafontaine eine Marionette der deutschen Wirtschaft. In einem Gespr&auml;ch auf Deutschlandradio Kultur &uuml;ber eine neue Biografie, die das Leben des Altkanzlers beschreibt, sagte Lafontaine, die Agenda 2010 sei nicht auf Schr&ouml;ders &ldquo;eigenem Mist gewachsen&rdquo; und auch nicht aus der SPD gekommen, sondern das Programm der Arbeitgeberverb&auml;nde BDI und BDA gewesen. Diese Politik habe dann zum gr&ouml;&szlig;ten Sozialabbau nach dem Zweiten Weltkrieg gef&uuml;hrt.<br>\nSchr&ouml;der sei einerseits sehr machtorientiert gewesen, andererseits habe er sich nicht f&uuml;r Programme interessiert, so der Linken-Politiker. Parteiintern sei er durch wiederholte Angriffe auf die SPD aufgestiegen &ndash; so habe er auch seine starke Position in den Medien begr&uuml;ndet. Es sei eine Schw&auml;che Schr&ouml;ders gewesen, &ldquo;dass er als Aufsteiger gerne zu denen geh&ouml;rt hat, die (&hellip;) die oberen Zehntausend waren, also das Land, wenn man so will, mehr oder weniger auch regiert haben. Und das ist sicherlich auch (&hellip;) der gro&szlig;e Fehler seiner Kanzlerschaft&rdquo;, sagte Lafontaine.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/oskar-lafontaine-zur-altkanzler-biografie-schroeder.1008.de.html?dram:article_id=331543\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nun, vom Auftragsschreiber Sch&ouml;llgen darf man nun wirklich nicht eine kritische W&uuml;rdigung Schr&ouml;ders erwarten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Erhebung zu Hirndoping bei Studierenden<\/strong><br>\nSechs Prozent der Studierenden schlucken Psychopillen, um Stress abzubauen und mehr Leistung zu bringen. Das haben Forscher im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums ermittelt. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung freut das Ergebnis, weil der gro&szlig;e Rest kein Hirndoping betreibt. Nicht alle sehen die Lage so gelassen&hellip;<br>\nStimmen die Befunde des Deutschen Zentrums f&uuml;r Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), dann h&auml;tten im Wintersemester 2010\/11 rund 111.000 von 2,2 Millionen Studierenden Psychopharmaka eingenommen. 2014\/15 w&auml;ren es dagegen schon knapp 162.000 unter nahezu 2,7 Millionen Hochsch&uuml;lern gewesen. Das sind mal eben 51.000 mehr und bei Nichtber&uuml;cksichtigung der ver&auml;nderten Relation ein Plus von 45 Prozent.<br>\nZur&uuml;ck zum Wasserglas. Anfang Juli hatte die Techniker Krankenkasse (TK) in ihrem &bdquo;Gesundheitsreport 2015&ldquo; und der begleitenden Umfrage &bdquo;TK-CampusKompass&ldquo; die Quote der Studierenden, die sich Psychopillen haben verordnen lassen, mit 4,7 Prozent beziffert. (Im Unterschied dazu bezieht die DZHW-Erhebung auch den illegalen Drogenkonsum mit ein.) Ganz anders als die Drogenbeauftragte nannten die Studienautoren die Daten allerdings &bdquo;in der Summe erschreckend&ldquo;. Auch die TK hat die Entwicklung im Zeitverlauf untersucht, allerdings bis zur&uuml;ck zum Jahr 2006. Seither hat sich die Zahl der &bdquo;legalen&ldquo; Hirndoper demnach mehr als verdoppelt (plus 125 Prozent). F&uuml;r TK-Vorstandschef Jens Baas ist das &bdquo;eine deutliche Zunahme an Verordnungen von Psychopharmaka&ldquo; &ndash; und nichts nach dem Motto &bdquo;halb so wild&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-1870-hirndoping.php\">Ralf Wurzbacher auf Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutsche Bewerbung f&uuml;r Golf-Turnier: Steuerbefreiung f&uuml;r Ryder Cup gew&auml;hrt<\/strong><br>\nDas Bundesfinanzministerium wird den Organisatoren des Ryder Cups, des weltweit gr&ouml;&szlig;ten Golf-Events, offenbar eine Steuerbefreiung gew&auml;hren. Das best&auml;tigte Marco Kaussler, Leiter der Bewerbung der RC Deutschland GmbH, am Rande des Solheim Cups in St. Leon-Rot. Bei einer Sitzung der Finanzbeh&ouml;rden der L&auml;nder und des Bundesfinanzministeriums in Essen sei der entsprechende Antrag Brandenburgs abgesegnet worden, hatte der &ldquo;Tagesspiegel&rdquo; zuvor bereits gemeldet.<br>\nDeutschland hat sich f&uuml;r den Kontinentalvergleich der besten Golfer aus Europa und den USA mit dem Resort im brandenburgischen Bad Saarow beworben. Mitkonkurrenten sind Spanien, Italien und &Ouml;sterreich. Bei Deutschlands ersten Bewerbung um den Ryder Cup 2018 war die Steuerbefreiung noch abgelehnt worden, Frankreich erhielt sp&auml;ter den Zuschlag.<br>\nSollte die deutsche Ryder-Cup-Bewerbung den Zuschlag erhalten, m&uuml;ssten die Veranstalter der Ryder Cup Europe auf ihre Investitionen keine Steuer zahlen. Zuvor hatten auch die Fifa f&uuml;r die Fu&szlig;ball-WM 2006 oder die Uefa mit dem Champions-League-Finale in diesem Jahr in Berlin eine Steuerbefreiung erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/sonst\/ryder-cup-bewerbung-deutschland-steuerbefreiung-gewaehrt-a-1053698.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Spitzensport dient also offensichtlich nicht mehr haupts&auml;chlich der k&ouml;rperlichen Fitness, sondern ist bestens integriert in das Big-Business der Global Player.<\/em><br>\n<em>Bitte h&ouml;ren Sie erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27179\">Fragen an den Autor: Jens Berger &ndash; &bdquo;Der Kick des Geldes&ldquo;<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Studiengeb&uuml;hren:&rdquo;500 Euro pro Semester&rdquo;<\/strong><br>\nDie meisten Deutschen sind f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren &ndash; wenn die Bedingungen stimmen. Ein Gespr&auml;ch mit dem Bildungs&ouml;konomen Ludger W&ouml;&szlig;mann.<br>\nDIE ZEIT: Herr Professor W&ouml;&szlig;mann, Sie sind Deutschlands wichtigster Bildungs&ouml;konom &ndash; wollen Sie nun Deutschlands wichtigster Bildungsprophet werden?<br>\nLudger W&ouml;&szlig;mann: Wie kommen Sie denn darauf?<br>\nZEIT: Sie behaupten, dass es sp&auml;testens 2020 wieder Studiengeb&uuml;hren in Deutschland geben wird. Dabei haben die Regierungen der Bundesl&auml;nder die Studiengeb&uuml;hren nach einer Reihe krachender Wahlniederlagen abgeschafft.<br>\nW&ouml;&szlig;mann: In der Tat f&uuml;hlten sich viele Landesregierungen getrieben von dem Gef&uuml;hl, dass die &Ouml;ffentlichkeit Studiengeb&uuml;hren sehr stark ablehnt. Konservative Regierungen haben ihre Macht nicht zu einem geringen Teil auch wegen der Studiengeb&uuml;hren verloren. Bislang haben wir deshalb geglaubt, dass der Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung gegen Studiengeb&uuml;hren ist. Doch wir wissen nun: Das stimmt gar nicht.<br>\nZEIT: Was genau haben Sie herausgefunden?<br>\nW&ouml;&szlig;mann: Im neuen ifo-Bildungsbarometer, einer repr&auml;sentativen Umfrage unter Erwachsenen in Deutschland, haben wir neutral gefragt: Sollen Studenten einen Teil ihrer Studienkosten durch Studiengeb&uuml;hren tragen? Das Ergebnis hat mich erstaunt: Es zeigte sich ein Patt; 44 Prozent sind f&uuml;r Geb&uuml;hren, 46 Prozent dagegen, 10 Prozent unentschieden. Im vergangenen Jahr hatten die Geb&uuml;hren nur 40 Prozent Bef&uuml;rworter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/36\/studiengebuehren-ludger-woessmann\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und t&auml;glich gr&uuml;&szlig;t das Murmeltier. Wieder darf ein &ldquo;Wissenschaftler&rdquo; des ifo-Instituts seinen &uuml;blichen tendenzi&ouml;sen Unsinn von der Gerechtigkeit von Studiengeb&uuml;hren in der neoliberalen ZEIT verbreiten. Kein einziges Argument ist neu: die Arzthilfe zahlt mit ihren Steuern f&uuml;r die Ausbildung des Arztsohns; Studierte verdienen mehr Geld, deshalb ist die Beteiligung verkraftbar und gerecht; KiTas sollten kostenlos sein&hellip; Neu ist wohl die unsinnige Behauptung, der Verzicht auf Studiengeb&uuml;hren sei populistisch und der Angst vor dem W&auml;hler geschuldet. Nun geht es ja gerade mal um die bescheidene Gesamtsumme von einer oder zwei Milliarden Euro pro Jahr; komischerweise erscheint bei &ldquo;Professor&rdquo; W&ouml;&szlig;mann kein einziges Argument, warum f&uuml;r Multimillion&auml;re und deren Erben keine Beteiligung &uuml;ber Erbschaftsteuern zumutbar w&auml;re (+5 bis 10 Milliarden Euro j&auml;hrlich), warum der Spitzensteuersatz nicht wieder bei 53% liegen k&ouml;nnte (+10 Milliarden Euro pro Jahr) oder die K&ouml;rperschaftsteuer bei 39% nominal (+30 Milliarden Euro). Furchtbar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Es fehlt an echter Meinungsfreiheit<\/strong><br>\nEr ist selbst Fl&uuml;chtlingskind, seine Eltern flohen aus dem kommunistischen Bulgarien in den Westen, zogen dann aber weiter nach Afrika: Den Schriftsteller Ilija Trojanow pr&auml;gten die Themen Migration, Flucht und fremde Welten schon, bevor er ihm mit seinem Roman &bdquo;Der Weltensammler&ldquo; 2006 ein internationaler Erfolg gelang. Dahinter steht f&uuml;r den 50-J&auml;hrigen aber ein noch gr&ouml;&szlig;eres Thema: die Freiheit. L&auml;ngst sieht er sie nicht mehr nur als romantisches Ideal, sondern auch als bedrohtes B&uuml;rgerrecht. Schon vier Jahre, bevor Edward Snowden den NSA-Skandal ausl&ouml;ste, warnte Trojanow in seinem Buch &bdquo;Angriff auf die Freiheit&ldquo; vor dem &Uuml;berwachungsstaat. Dass er dem Thema treu blieb, erz&auml;hlt er im Interview, brachte ihm vor allem &Auml;rger.<br>\nF&uuml;r Ihren neuen Roman &bdquo;Macht und Widerstand&ldquo; haben Sie jahrelang in Stasi-Akten recherchiert, mit Oppositionellen aus kommunistischen Diktaturen gesprochen. Wenn Sie deren Situation mit Ihrer vergleichen: W&uuml;rden die Opfer von damals Ihre Sorgen nicht f&uuml;r ein Luxusproblem halten?<br>\nGar nicht. Ich habe mit ihnen dar&uuml;ber gesprochen, und sie sind daf&uuml;r sehr sensibilisiert. Ich habe verstanden, dass es sehr viele Formen von Repression, Einsch&uuml;chterung und Kontrolle gibt. Wer nie betroffen war, hat diese filmische Verengung vor Augen: Nachts klopft es an der T&uuml;r, man wird von Uniformierten verschleppt, landet im Gef&auml;ngnis. Als viel perfider haben mir viele Opfer aber den Vertrauensverlust beschrieben: Dass man sich ewig fragt, wem in Familie und Freundeskreis man vertrauen kann. Wer hat mich verraten, wer k&ouml;nnte mich verraten, auf wen wird Druck ausge&uuml;bt? Eine Kontaminierung zwischenmenschlicher Beziehungen mit enormen Folgen. Selbstzensur ist die erfolgreichste Form der Repression<br>\nL&auml;sst sich diese Wahl zwischen innerer und &auml;u&szlig;erer Freiheit auf den &bdquo;freien Westen&ldquo; &uuml;bertragen?<br>\nJa, ich halte dieses Verh&auml;ltnis zwischen Macht und Widerstand f&uuml;r exemplarisch. Es gibt immer Zwang, nur in unterschiedlichen Strukturen. Ein konkretes Beispiel: der Tiersch&uuml;tzerprozess in &Ouml;sterreich. Die Regierung hat neue Anti-Terror-Gesetze eingef&uuml;hrt &ndash; aber dummerweise gar keine Terroristen. Also haben sie sich die n&auml;chstschlimmsten Gewaltt&auml;ter ausgesucht: Veganer. Ein paar Aktivisten hatten sich in Mails ausgetauscht, wie sie Pelzl&auml;den oder McDonald&rsquo;s oder Jagdgr&uuml;nde blockieren k&ouml;nnten. Weil sie das per Mail taten, war das schon eine &bdquo;terroristische Organisation&ldquo;. Sie wurden in einer unfassbaren juristischen Konstruktion anderthalb Jahre lang vor Gericht gezerrt, ihr Leben zerst&ouml;rt, weil sie ja drei Mal die Woche da antanzen mussten, teilweise Hunderte Kilometer weit, so dass sie ihre Jobs verloren. Alles im vollen Wissen, dass sie freigesprochen w&uuml;rden &ndash; wie es auch kam.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/literatur\/interview-mit-schriftsteller-ilija-trojanow--es-fehlt-an-echter-meinungsfreiheit-,10809200,31856958.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Gertjan Verbeek, Trainer des VfL Bochum, sagt, was er von &ldquo;Bild&rdquo; h&auml;lt<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/BILDblog\/videos\/10153262703191347\/?pnref=story\">BILDblog via Facebook<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JmXUxXhYxdI\">Die gesamte Pressekonferenz &ndash; VFL Bochum via YouTube<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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