{"id":2771,"date":"2007-11-15T09:19:44","date_gmt":"2007-11-15T08:19:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2771"},"modified":"2007-11-15T09:20:10","modified_gmt":"2007-11-15T08:20:10","slug":"hinweise-des-tages-527","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2771","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2771&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Zeitarbeitsfirmen gehen aufeinander los<\/strong><br>\nDie Zeitarbeitsbranche will ihre Image verbessern, in dem sie schwarze Schafe diffamiert: Eine Kampagne des Bundesverbands macht auf Personalverleiher aufmerksam, die Lohndumping betreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1243379&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist ein Skandal, dass hierzulande noch &uuml;ber den Mindestlohn  in der Zeitarbeitsbranche gestritten werden muss. In etlichen L&auml;ndern der EU  gilt das Prinzip der Gleichbehandlung, wonach jeder Zeitarbeitskraft u. a. die gleiche Bezahlung wie einer Stammkraft zusteht. In Frankreich erh&auml;lt jeder Zeitarbeiter eine so genannte &ldquo;Prekarit&auml;tspr&auml;mie&rdquo; in H&ouml;he von 10% des Entgeltes als Entsch&auml;digung f&uuml;r die Prekarit&auml;t des Arbeitsverh&auml;ltnisses und der damit verbundenen Unsicherheiten aus Sicht der Besch&auml;ftigten. N&auml;hme man die Drohung des Vorstands Lazay vom Bundesverband Zeitarbeit (BZA) f&uuml;r bare M&uuml;nze, dass dies &ldquo;300.000 Jobs in Zeitarbeitsfirmen vernichten&rdquo; w&uuml;rde, zeigt das nur auf welch prek&auml;rem Grund der &lsquo;Besch&auml;ftigungsaufschwung&rsquo; durch Zeitarbeit steht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sp&auml;te Einsicht<\/strong><br>\nNach dem Scheitern des B&ouml;rsengangs der Deutschen Bahn AG als Gesamtkonzern will Transnet von einer Kapitalprivatisierung pl&ouml;tzlich nichts mehr wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/11-15\/025.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Im Bericht steht:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Hansen r&auml;umte ein, da&szlig; die nunmehr von Transnet erhobene Forderung nach dem Verbleib der kompletten Bahn AG im Bundesbesitz kaum durchsetzbar sei. Deshalb werde man die jetzt diskutierten Holding-Modelle, die einen staatlichen Netz- und einen teilprivatisierten Verkehrsbetrieb vorsehen, &raquo;genau pr&uuml;fen&laquo;.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Diese Aussage von Hansen zeigt, dass er offenbar immer noch nicht verstanden hat oder nicht verstehen will, dass es jetzt darauf ank&auml;me, alle Kr&auml;fte f&uuml;r ein klares Ziel zu b&uuml;ndeln: Die Vermeidung des B&ouml;rsengangs und der Privatisierung und damit die Vermeidung der Zerschlagung. Alle anderen Variationen sind nicht vermittelbar. Dies nicht einzusehen war auch der Fehler jener in der SPD, die die stimmrechtslose Vorzugsaktie propagiert haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD r&uuml;ttelt am Streikrecht<\/strong><br>\nIm Bahntarifstreit schl&auml;gt die Politik einen sch&auml;rferen Ton an: SPD- Wirtschaftsexperte Wend drohte mit Konsequenzen, sollten die Lokf&uuml;hrer unbefristet streiken.<br>\nDas im Artikel 9 des Grundgesetzes verbriefte Streikrecht sei zwar ein hohes Gut, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Wend, FOCUS Online. &bdquo;Aber je st&auml;rker eine Interessenorganisation das Gemeinwohl in Frage stellt, umso gr&ouml;&szlig;er wird auch der Druck sein, verfassungsrechtliche Ver&auml;nderungen beim Streikrecht vorzunehmen.&ldquo; Er halte pers&ouml;nlich nichts von einem solchen Schritt. Doch die Debatte dar&uuml;ber werde st&auml;rker werden &ndash; vor allem dann, wenn eine kleine Zahl von Streikenden das Gemeinwohl &uuml;berm&auml;&szlig;ig strapaziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/bahnkonflikt_aid_139135.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &Uuml;ber den Streik der Arbeitnehmer in den Wahlurnen braucht sich die SPD nicht mehr zu wundern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Riester-Rente beim ZDF: Auf dem einen Auge blind<\/strong><br>\nZur Stiftung-Warentest-Untersuchung von Riester-Renten-Angeboten (Hinweise des Tages vom 14.11.2007 \/ Punkt 4)<br>\nQuelle 1: <a href=\"?p=2765\">NachDenkSeiten<\/a>\n<p>&hellip; ist noch dies zu erg&auml;nzen: Die Berichterstattung in der ZDF-Sendung &bdquo;Heute&ldquo; vom 13.11.2007 um 19:00 Uhr war wieder einmal eine Werbema&szlig;nahme f&uuml;r die kommerzielle Rentenversicherung. Schon die Anmoderation von Moderator Steffen Seibold lie&szlig; eine Ahnung zu, was kommen w&uuml;rde: &bdquo;Dass die gesetzliche Rente im Alter alleine meistens nicht ausreicht, hat sich inzwischen herumgesprochen. Eine Zusatzrente ist empfehlenswert &hellip;&ldquo; Was folgte, war eine v&ouml;llig einseitige Stellungnahme pro Riester-Rente. Nur auf den Anbieter kommt es noch an. Und dann wurden die attraktiven Zulagen vom Staat erl&auml;utert und die Untersuchung von Stiftung Warentest wurde vorgestellt. Als &bdquo;Fachmann&ldquo; zum Thema war dann ein Vertreter des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft eingeladen.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/heute-Sendung_vom_13._November_2007\/Sendungen_H,166\/360580?inPopup=true\">ZDF-Mediathek (s. Minute 11:00)<\/a><\/p>\n<p>Immerhin wurde im Bericht eines der Schlusslichter genannt: die VICTORIA-Versicherung. Im Aufsichtsrat der Konzernmutter ERGO sitzt der Versicherungsvertreter mit Professorentitel Bernd Raffelh&uuml;schen; da ist schon etwas Schadenfreude angebracht.<br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.ergo.com\/cms\/ergo\/de\/company\/ergogermany\/default.htm\">ERGO-Versicherungsgruppe<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.ergo.com\/Templates\/generic.aspx?NRMODE=Published&amp;NRORIGINALURL=%2fcms%2fergo%2fde%2fcompany%2fmanagement%2fdefault%2ehtm%3fposting%3d10_Juergen_Vetter&amp;NRNODEGUID=%7bFBAA5522-EB08-4CCC-958F-C9EED25B59AC%7d&amp;NRCACHEHINT=Guest#aufsichtsrat\">ERGO-Versicherungsgruppe<\/a><\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> ZDF &ndash; auf dem einen Auge blind<\/p>\n<p>F&uuml;r Interessierte ist hier der Link zur Stiftung-Warentest \/ Finanztest:<br>\nQuelle 5: <a href=\"http:\/\/www.test.de\/themen\/versicherung-vorsorge\/test\/-Riester-Rentenversicherungen\/1598543\/1598543\/1600328\/\">Finanztest<\/a><\/p>\n<p>Soweit der Freund der NachDenkSeiten M.B. <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Dazu ist anzumerken, dass bei allen verdienstvollen Vergleichen zwischen den Angeboten an Riester-Produkten durch Finanztest auff&auml;llt, wie unkritisch und fast schon euphorisch Finanztest mit der Privatvorsorge insgesamt umgeht. So kann man zum Beispiel <a href=\"http:\/\/www.test.de\/shop\/buecher-spezialhefte\/bauen-finanzieren\/fs0036000\/\">hier<\/a> folgendes lesen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die Riester-Rente ist die erste Wahl, wenn Arbeitnehmer und Beamte ihr Einkommen im Ruhestand aufbessern wollen. Egal ob jemand als Riester-Vertrag einen Fonds-, einen Banksparplan oder eine Rentenversicherung abschlie&szlig;t &ndash; die Riester-Rente ist sicher. Denn f&uuml;r die Rentenzahlung steht mindestens alles Geld zur Verf&uuml;gung, das in den Vertrag geflossen ist. Das sind neben den eigenen Einzahlungen noch hohe Zulagen vom Staat.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Ist das so?<br>\nErstens w&auml;re es die erste Wahl f&uuml;r die Arbeitnehmer und Beamte, wenn sie bei der n&auml;chsten Bundestagswahl daf&uuml;r sorgen w&uuml;rden, dass die Anstrengungen des Staates auf die Stabilisierung und F&ouml;rderung und Vermehrung der gesetzlichen Rente gelegt werden und nicht auf die Subvention der Privatvorsorge.<br>\nZweitens ist der fettgedruckte Teil der Aussagen von Finanztest mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch. Es gehen die Kosten ab. Und die sind beachtlich. Es steht eben nicht alles Geld zur Verf&uuml;gung, das in den Vertrag geflossen ist.<br>\nIn den NachDenkSeiten haben wir in den letzten Wochen mehrmals auf die Unsicherheiten mit der Rendite der Privatvorsorge hingewiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Staatsetat droht 2008 Minus<\/strong><br>\nDer &Uuml;berschuss im Staatshaushalt im laufenden Jahr k&ouml;nnte nur eine Episode sein. Nach dem Zwischenhoch drohen die Staatsfinanzen, 2008 schon wieder ins Minus zu rutschen. Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) h&auml;lt aber auch ein kleines Plus f&uuml;r m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Staatsetat%20Minus\/279049.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Eigentlich kein Wunder, wenn so wenig f&uuml;r die im n&auml;chsten Jahr so wichtige Ankurbelung der Binnennachfrage getan wird. Sobald sich die Konjunktur wieder abschw&auml;cht, gehen halt die Steuereinnahmen zur&uuml;ck. Zumal wenn man st&auml;ndig Unternehmenssteuern senkt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ursachen und Folgen zur&uuml;ckbleibender Arbeitsproduktivit&auml;t in Ostdeutschland<\/strong><br>\nDas Postulat gleichwertiger Lebensverh&auml;ltnisse bleibt illusion&auml;r, solange das hohe innerdeutsche Produktivit&auml;tsgef&auml;lle nicht beseitigt ist &ndash; hoher Transferbedarf, Wanderungsverluste, Schrumpfungsprozesse und soziale sowie kulturelle Retardierung sind die Folgen. Wenn es nicht gelingt, die Produktivit&auml;tsl&uuml;cke in absehbarer Zeit deutlich zu verringern, verliert die ostdeutsche Wirtschaft den Anschluss an die westdeutsche Entwicklung und damit die Voraussetzungen f&uuml;r ihre integrierte Wettbewerbsf&auml;higkeit und Dynamik. Das w&auml;re dann das Ende jeder Konvergenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.memo.uni-bremen.de\/docs\/m4507.pdf\">Memogruppe Busch\/Mai [PDF &ndash; 212 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Abgeordnete stimmen Verkauf von 78.000 Bergmannswohnungen zu<\/strong><br>\nVorbehaltlich des Votums des Haushaltsausschusses hat der Verkehrsausschuss am Mittwoch mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen gegen die Stimmen der FDP und der Gr&uuml;nen bei Enthaltung der Linksfraktion dem Ersten Gesetz zur &Auml;nderung des Gesetzes &uuml;ber Bergmannssiedlungen als eigenst&auml;ndigem Gesetz zugestimmt. Damit ist, die Zustimmung im Bundestagsplenum vorausgesetzt, der Weg frei f&uuml;r die &Uuml;bertragung des Eigentums an rund 78.000 Wohnungen, vorwiegend im Ruhgebiet an die Wohnungsgesellschaft TreuHandStelle (THS) in Essen.<br>\nUrspr&uuml;nglich war das Gesetz zu den Bergmannssiedlungen Teil einer &Auml;nderung des Wohngeldrechts. Die beiden die Bergmannssiedlungen und den weiteren Umgang mit den rund 78.000 Wohnungen betreffenden Artikel 4 und 5 wurden aus der Novelle des Wohngeldrechts (16\/6543) herausgel&ouml;st und nun als eigenst&auml;ndiges Gesetz angenommen, da die &Uuml;bertragung des Eigentums so schnell wie m&ouml;glich stattfinden soll. Der Bundesregierung zufolge erh&auml;lt der Bund f&uuml;r die Wohnungen 450 Millionen Euro. Gr&uuml;ne, FDP und Linke kritisieren den &ldquo;Verkauf&rdquo; der Wohnungen. W&auml;hrend sich Gr&uuml;ne und Linke daf&uuml;r aussprachen, dass der Bund weiterhin Eigent&uuml;mer der Wohnungen bleiben m&uuml;sse, kritisierte die FDP, dass 78.000 Wohnungen vermutlich mehr Wert seien als die von der Bundesregierung ausgehandelten 450 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2007\/2007_298\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Beck h&auml;tte ins Kabinett gehen sollen&rdquo;<\/strong><br>\nDer R&uuml;cktritt von Franz M&uuml;ntefering hat die Machtverh&auml;ltnisse in der Gro&szlig;en Koalition ver&auml;ndert. Ein Reform-Bef&uuml;rworter und Stratege tritt ab. Was bedeutet das f&uuml;r Koalition und SPD? Der Politologe und SPD-Kenner Peter L&ouml;sche im ARD-Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/interview2.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis eines unserer Leser:<\/strong> Werte NachDenkSeiten, falls Sie diesen Spa&szlig; noch nicht gelesen haben, bei der ARD meldete sich ein &ldquo;Experte&rdquo; zu M&uuml;nteferings R&uuml;cktritt zu Wort. Besonders toll fand ich diese beiden, hintereinander stehenden S&auml;tze:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Er steht f&uuml;r den Wandel des alten sozialdemokratischen Milieus hin zur Informationsgesellschaft, zur Dienstleistungsgesellschaft, zu einer Gesellschaft, die dann die &ldquo;Agenda 2010&rdquo; politisch brauchte. Eigentlich steht er f&uuml;r Kontinuit&auml;t [&hellip;]<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Solche Experten braucht das Land!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>AM:<\/strong> Nur lesenswert, um wieder einmal den richtigen Eindruck vom j&auml;mmerlichen Zustand der medienpr&auml;senten politischen Wissenschaft zu bekommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Paris geht den deutschen Weg<\/strong><br>\nJa, Sarkozy hat sich f&uuml;r den deutschen Weg entschieden. Oder musste er sich f&uuml;r daf&uuml;r entscheiden? Ein Blick auf die Entwicklung der Lohnst&uuml;ckkosten verr&auml;t es: Die Deutschen zwingen ihn dazu. Die Lohnzur&uuml;ckhaltung, hierzulande gefeiert, setzt die anderen L&auml;nder unter Druck. Pr&auml;ziser: die L&ouml;hne in den anderen L&auml;ndern. Und wie es Regierungschefs gelingt, dabei zu helfen, hat die Regierung Schr&ouml;der samt der Agenda 2010 vorgemacht. Man erh&ouml;he den Druck auf die Arbeitslosen, zu immer niedrigeren L&ouml;hnen einen Job anzunehmen.<br>\nHinken die Lohnst&uuml;ckkosten Deutschlands denen anderer L&auml;nder hinterher, entspricht das einer Abwertung. Und eine Abwertung ist nichts anderes, als der heimischen Industrie Vorteile gegen&uuml;ber der ausl&auml;ndischen zu verschaffen. Wenn die deutschen Firmen immer billiger produzieren k&ouml;nnen, spielen sie die ausl&auml;ndischen Wettbewerber irgendwann an die Wand. Oder die ausl&auml;ndischen Firmen m&uuml;ssen auch damit anfangen, die L&ouml;hne zu senken. Genau dieser Prozess entfaltet sich gerade in Euroland.<br>\nDie spannende Frage: Ist der deutsche Weg f&uuml;r die W&auml;hrungsunion als Ganzes ein gangbarer in der Weltwirtschaft? Die Mehrheit der deutschen &Ouml;konomen antwortet mit &ldquo;Ja&rdquo;. F&uuml;r sie sind die chinesischen L&ouml;hne die Messlatte. Franz&ouml;sische Volkswirte sind deutlich vorsichtiger. Diesen Wettlauf k&ouml;nnten die reichen Industriestaaten nicht gewinnen, weshalb andere Strategien herm&uuml;ssen &ndash; etwa der franz&ouml;sische oder der skandinavische Weg. Wege, die Lohndr&uuml;ckerei nicht f&ouml;rdern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1243394&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell&amp;em_ivw=fr_polstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Konzernchefs zeigen Den Haag die gelbe Karte<\/strong><br>\nIn den Niederlanden haben vier multinational t&auml;tige Konzerne gemeinsam einen Brief an den sozialdemokratischen Finanzminister Wouter Bos geschickt, in dem sie ihre Besorgnis &uuml;ber den Wirtschaftsstandort zum Ausdruck bringen. In dem Brief schreibt der Direktor von Shell Nederland im Namen seiner Kollegen von Unilever, ING und Akzo Nobel, die Niederlande b&uuml;ssten wegen verschiedener fiskalischer Massnahmen der Regierung an Attraktivit&auml;t ein. Dadurch werde es unter anderem schwieriger werden, talentierte Topmanager aus dem Ausland zu rekrutieren. Kritisiert wird etwa die Absicht der Regierung, Gutverdienende st&auml;rker zur Kasse zu bitten. So m&uuml;ssen Wohnungs- und Hausbesitzer, deren Liegenschaft einen Wert von mehr als 1 Mio. &euro; hat, k&uuml;nftig tiefer in die Tasche greifen. Gleiches gilt f&uuml;r Personen, die &uuml;ber ein Jahreseinkommen ab 185 000 &euro; verf&uuml;gen: Der steuerliche Abzug der Pensionsbeitr&auml;ge wird reduziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/konzernchefs_zeigen_den_haag_die_gelbe_karte_1.584174.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Steuersenkungswettlauf setzt sich fort.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Revolution im Mittelstand&rdquo;<\/strong><br>\nDer heftige Streit zwischen Porsche und Volkswagen um Mitbestimmung ist nur ein Nebenschauplatz. Die wirkliche Revolution findet bei mittelgro&szlig;en Unternehmen statt: Die &ldquo;Europa AG&rdquo; bietet ihnen die Option, Arbeitnehmer dauerhaft aus dem Aufsichtsrat herauszuhalten &ndash; und damit die parit&auml;tische Mitbestimmung auszuhebeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/mittelstand\/0,2828,516826,00.html\">Manager Magazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche st&auml;rken deutsches Wachstum<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft ist im Sommer so stark gewachsen wie seit Ende 2006 nicht mehr. Grund: Die Betriebe investierten kr&auml;ftig, und die Verbraucher legten ihre Zur&uuml;ckhaltung ab. Auf dem Arbeitsmarkt gibt es &uuml;ber eine Million offene Stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Deutsche%20Wachstum\/278855.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es ist schon lustig zu beobachten, welche Vergleichszahlen herangezogen werden, damit man eine Erfolgsmeldung machen kann. Da wird also das moderate Wachstum von Ende 2006 pl&ouml;tzlich zum Gradmesser.<br>\nWie man aus der <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2007\/11\/PD07__457__811,templateId=renderPrint.psml\">Statistik des Statistischen Bundesamtes<\/a> entnehmen kann stimmt das nicht einmal.<br>\nWoraus die FTD die Aussage ableitet, dass die Verbraucher ihre Zur&uuml;ckhaltung ablegten bleibt nach allen bisherigen Aussagen zur Konsumneigung ihr Geheimnis.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Weniger B&uuml;rokratie, mehr Statistikfehler<\/strong><br>\nVor der Ver&ouml;ffentlichung der deutschen Wachstumszahlen haben &Ouml;konomen die nachlassende Aussagekraft dieser Sch&auml;tzungen kritisiert. Weil die Unternehmen im Zuge des B&uuml;rokratieabbaus weniger Daten an das Statistikamt Destatis liefern, drohe es jetzt noch h&auml;ufiger zu starken nachtr&auml;glichen Korrekturen zu kommen, als dies in der j&uuml;ngsten Vergangenheit ohnehin schon der Fall war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Weniger%20B%FCrokratie%20Statistikfehler\/278927.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Geburtenr&uuml;ckgang trotz Elterngeld<\/strong><br>\nIm ersten Halbjahr 2007 kamen in Deutschland exakt 817 Kinder weniger zur Welt als im selben Zeitraum des Vorjahres. Wenn eine Bilanz in der Politik nicht so gut ausf&auml;llt, schl&auml;gt die Stunde der Wortakrobaten. Deren Kunst besteht darin, den Eindruck zu erwecken, man sei trotz des deprimierenden Befundes irgendwie auf dem richtigen Weg. Und in diesem Sinne kann aktuell unsere Familienministerin stolz darauf sein, die Geburtenrate &bdquo;auf niedrigem Niveau stabilisiert&ldquo; zu haben. W&ouml;rtlich hei&szlig;t es bei Ursula von der Leyen freilich anders: &bdquo;Wir sehen, dass das Elterngeld immer mehr Wirkung entfaltet und den richtigen Ansatz verfolgt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/Kommentare-Elterngeld;art141,2419731\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Lasst den Dollar fallen<\/strong><br>\nDie Zentralbanken sollten die Abwertung des Greenback nicht aufhalten &ndash; denn sie erm&ouml;glicht einen dringend n&ouml;tigen Strukturwandel in der Weltwirtschaft<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=965&amp;blogId=9\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein interessanter Satz: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>Nur hat sich die deutsche Politik von der chinesischen in den vergangenen Jahren nicht allzu sehr unterschieden. China hat seine W&auml;hrung an den Dollar gekoppelt und damit eine Aufwertung der W&auml;hrung verhindert, Deutschland hat Kosten gek&uuml;rzt und indirekte Steuern gesenkt, um die Wettbewerbsf&auml;higkeit zu erh&ouml;hen &ndash; &ouml;konomisch macht das keinen gro&szlig;en Unterschied.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Blackwater-Leute schossen grundlos<\/strong><br>\nWachleute der umstrittenen US-Sicherheitsfirma Blackwater haben einem Zeitungsbericht zufolge mindestens 14 der von ihnen vor zwei Monaten get&ouml;teten Iraker grundlos erschossen. Dies berichtete die Zeitung New York Times am Mittwoch unter Berufung auf Erkenntnisse der US-Bundespolizei FBI zu dem Vorfall vom 16. September in der irakischen Hauptstadt Bagdad.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/politik\/702004.html?_=print\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid?&ldquo;<\/strong><br>\nEin ehrliches Wort von Uli Hoene&szlig; zu den S&uuml;dkurven-Fans von Bayern M&uuml;nchen.<br>\n&bdquo;Mit hochrotem Kopf setzte der Manager zum Rundumschlag gegen die Anh&auml;ngerschaft auf den billigen Pl&auml;tzen an. &sbquo;Das ist eine populistische Schei&szlig;e&rsquo;, zeterte Hoene&szlig;, &sbquo;f&uuml;r die Schei&szlig;-Stimmung, da seid ihr doch selbst verantwortlich.&rsquo; Und auch das Stichwort von den &sbquo;Sozialticket-Empf&auml;ngern&rsquo;, wie Bayern-Vizepr&auml;sident Fritz Scherer die Stehplatzbesucher einst genannt hat, kam wieder auf: &sbquo;Euch finanzieren die Leute in den Logen!&rsquo;, rief Hoene&szlig;. &sbquo;Wir rei&szlig;en uns den Arsch auf, damit da dieses Stadion steht. Das hat 340 Millionen gekostet, das ist mit den 7 Euro aus der S&uuml;dkurve nicht zu machen.&rsquo; Und dann stellte Hoene&szlig;, ohne es zu beabsichtigen, die entscheidende Frage: &sbquo;Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid?&rsquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.indirekter-freistoss.de\/home\/bundesliga-141107.html\">Indirekter Freistoss<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2771","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2771","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2771"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2771\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2771"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2771"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2771"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}